„Muss Abbitte leisten“: Deshalb bittet Lukas Kwasniok Jakub Kaminski um Verzeihung

Jakub Kaminski im Spiel des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli
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„Muss Abbitte leisten“: Deshalb bittet Lukas Kwasniok Jakub Kaminski um Verzeihung

Lukas Kwasniok leistet Abbitte. Zum „erstes Mal in seiner Laufbahn” könne der FC-Coach ein Versprechen nicht halten. Was steckt dahinter vor dem Duell zwischen Dortmund und dem 1. FC Köln? Trainer Lukas Kwasniok bittet Spieler um Verzeihung.

Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund gestand FC-Coach Lukas Kwasniok, er müsse Abbitte bei Jakub Kaminski leisten. Was steckt dahinter?

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Selten hört man von Bundesliga-Trainern derart deutliche Eingeständnisse wie jenes von FC-Trainer Lukas Kwasniok auf der Pressekonferenz vor dem wichtigen Spiel seiner Geißböcke gegen Borussia Dortmund: „Ganz ehrlich, ich muss Abbitte leisten. Ich muss Abbitte leisten, denn das ist der Spieler, bei dem ich sagen muss, dass es das erste Mal in meiner Laufbahn als Trainer ist, dass ich mich nicht an dem messen lassen kann, was ich ihm versprochen habe.“ Ein Statement, das einem sportlichen Verantwortlichen sicher nicht leicht über die Lippen kommt. Der Spieler, den Kwasniok hier so inständig um Verzeihung bittet, hört auf den Namen Jakub Kaminski. Doch was hat den Kölner Coach zu dieser Aussage bewegt – und was hat er dem Polen versprochen, was er bisher nicht einlösen konnte?

Schadet die Rolle des „Wandervogels” Jakub Kaminski?

Denn auch wenn die Ergebnisse mit nur einem Punkt aus den letzten vier Spielen gerade nicht stimmen und man sich zehn Spieltage vor Saisonende mitten im Abstiegskampf wiederfindet, ist Kaminski sicherlich kein Name, der mit der Kölner Krise in Verbindung gebracht wird. Der polnische Nationalspieler ist für die Domstädter eine der wenigen verbliebenen Konstanten. Er hat ausnahmslos jedes der 24 bisherigen Spiele im FC-Trikot von Anfang an bestritten und wurde nur zweimal in der Schlussphase ausgewechselt (gegen Union Berlin und Wolfsburg). Kaminski kann sich demnach nicht über zu wenig Einsatzzeit beklagen. Problematisch ist für ihn lediglich, wo sein Trainer ihn aufstellt.

Kwasniok räumte ein, dass er seinem Schützling versprochen habe, er werde „nicht als Wandervogel auf dem Feld unterwegs sein”. Je nachdem, wie man es auslegt, hat Kaminski in der laufenden Spielzeit bereits neun verschiedene Rollen im System des Coaches ausgefüllt, den Großteil davon (neun) auf seiner bevorzugten Position links außen. Kwasniok argumentierte, der 23-Jährige sei „nun mal derjenige mit diesem Spielverständnis und dieser Grundqualität in allen Elementen des Spiels, sodass er sowohl links außen als auch rechts hinten spielen kann”. Kaminski, der gerne als polyvalent charakterisiert wird, hat die Rolle des Lückenfüllers bereits in seiner Zeit beim VfL Wolfsburg gespielt. Dass diese Unbeständigkeit der Entwicklung in Wolfsburg einen Dämpfer verpasst hat, ist auch seinem jetzigen Trainer bewusst. Dennoch macht dieser sich die Anpassungsfähigkeit seines Spielers zunutze.

Kwasniok: „Haben ihn dort eingesetzt, wo er für uns am wertvollsten sein kann“

Im Rückspiel gegen den FC Augsburg am vergangenen Spieltag musste Kaminski erneut auf seine Paraderolle links vorne verzichten und auf der rechten Schiene aushelfen. Die Auswirkungen dieser Entscheidung waren in der harmlosen Kölner Offensive zu beobachten, die im Wesentlichen nicht über einen Lattentreffer durch Eric Martel hinauskam. Der Kölner Coach schwächte hier allerdings nicht sich selbst, sondern konnte die verletzungsgebeutelte rechte Seite nur durch den Polen ausbessern. Der Trainer tat dies nicht ohne ein schlechtes Gewissen gegenüber seinem Spieler und betonte, inwiefern sich Kaminskis derzeitige Ausgangslage von der in unglücklichen Wolfsburger Zeiten unterscheidet.

„Wir haben ihn immer dort eingesetzt, wo er für uns am wertvollsten sein kann, auch wenn er dort nicht zwangsläufig seine beste Leistung abrufen kann. In Wolfsburg war es, glaube ich, ein bisschen anders. Es war eher so, wie es bei uns in Augsburg war: Wenn da einer fehlt, dann spielt er eher dort.“ Kwasniok erkennt jedoch an, dass Kaminski aufgrund der vielen Positionswechsel sein volles Entwicklungspotenzial nicht ausschöpfen kann: „Bei uns ist es so, dass wir überlegen, wie er der Mannschaft am meisten helfen kann. Das führt dazu, dass er nicht immer im Flow ist. Aber an seiner Einstellung und Qualität hat sich nichts geändert. Der Flow ist gerade nicht da, aber er stellt sich mit einem Torerfolg ein. Und das ist ja am Samstag schon wieder möglich.“

Castro-Montes kehrt zurück- Wo startet Kaminski?

Mit der Rückkehr des genesenen Alessio Castro-Montes entspannt sich zumindest die Personallage auf der rechten Außenposition. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Kaminski wieder auf seiner gewohnten offensiven Seite beginnen kann. Gleichzeitig sinkt die Wahrscheinlichkeit, eine Hängepartie zu sehen, wie es gegen die Augsburger noch der Fall gewesen ist. Es bleibt abzuwarten, ob die Qualitäten des „Wandervogels” den Geißböcken im Abstiegskampf helfen können, mögliche Punkte gegen den aktuell Zweitplatzierten der Liga einzufahren. Denn mit den Schwarz-Gelben ist immerhin die zweitbeste Defensive der Bundesliga zu Gast im RheinEnergieStadion (Samstag, 18:30 Uhr, Liveticker auf come-on-fc.com).


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Unglückliche Krise oder berechtigte Realität? Darum ist der Tabellenkeller für den 1. FC Köln statistisch leistungsgerecht

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Unglückliche Krise oder berechtigte Realität? Darum ist der Tabellenkeller für den 1. FC Köln statistisch leistungsgerecht

Unglückliche Krise oder berechtigte Realität? Nach nur einem Punkt aus den letzten vier Spielen steckt der 1. FC Köln mitten im Abstiegskampf. Und Statistiken belegen: Der Tabellenkeller ist für den 1. FC Köln leistungsgerecht.

Im Saisonverlauf betonte FC-Coach Lukas Kwasniok immer wieder, dass der Abstiegskampf für einen Aufsteiger völlig normal sei. Gleichzeitig habe es viele Punkte gegeben, die die Geißböcke hätten eintüten müssen. Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Der FC steckt zu recht im Tabellenkeller.

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Nach dem blutleeren Auftritt des 1. FC Köln beim 2:0 gegen den FC Augsburg am Freitagabend ist man am Geißbockheim nun endgültig in den Krisenmodus geschlittert. Einen Punkt von möglichen zwölf holte die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok in den vergangenen vier Spielen, obendrein gelangen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf unerwartete Punktgewinne. Somit stehen die Geißböcke nach 24 Spieltagen auf Rang 13 mit nur zwei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz.

“Wir haben immer das Gefühl, ein Spiel gewinnen zu können. Aus den letzten vier Spielen haben wir, glaube ich, einen Punkt geholt. Das ist einfach zu wenig, wenn du dich unten absetzen willst”, urteilte Kwasniok nach der Schlappe am Freitag. Im Vorfeld des Auftrittes seiner Kölner gegen die TSG Hoffenheim teilte der Trainer offenherzig mit: “Ich habe mich darauf eingestellt, dass das bis zum 34. Spieltag gehen muss. Und um ehrlich zu sein, war mein Ziel, wenn wir das schaffen, nach 33 Spielen das Ziel zu erreichen, dann haben wir einen guten Job gemacht”. Die Frage ist, ob dieser Realismus auch Leistung garantiert. Die Daten hinter den Ergebnissen zeigen, wie es wirklich steht. Das Zahlenwerk hilft dabei, das Gefühl, ein Spiel gewinnen zu können, in harte Tatsachen zu überführen und auch über die Tabellenplatzierung hinaus zu bewerten, inwiefern die Geißböcke unter Kwasniok einen guten Job machen – oder eben nicht.

Zwischen Über- und Underperformance: Ein Saisonverlauf nach xPoints

Das xPoints-Modell ist dabei ein statistisches Werkzeug, um Aussagen darüber zu treffen, wie viele Punkte eine Mannschaft auf Basis ihrer Leistung schätzungsweise verdient hätte. Anstatt nur die reale Tabelle zu betrachten, beantwortet xPoints die zentrale Frage: „Wie oft würde dieses Spiel bei denselben Chancenverhältnissen 3, 1 oder 0 Punkte bringen?” Dazu greift das Modell auf die Werte Expected Goals (xG) und Expected Goals Against (xGA) zurück: xG berechnet die erwarteten eigenen Tore aus allen Abschlusssituationen und xGA die zugelassenen Gegenchancen. Mithilfe der Poisson-Verteilung, die berechnet, wie oft ein unabhängiges Ereignis innerhalb eines festgelegten Zeitraums oder Raums eintritt, wenn die durchschnittliche Häufigkeit bekannt ist, werden aus diesen Werten tausende mögliche Spielausgänge simuliert und die Wahrscheinlichkeiten für Sieg (3 Punkte), Unentschieden (1 Punkt) oder Niederlage (0 Punkte) gewichtet.

So entsteht eine „verdiente” Punktzahl, die den Zufall weitgehend herausfiltert. xPoints zeigt konkret, dass Teams, die deutlich mehr xPoints als echte Punkte haben, zwar tolle Chancen herausgespielt, diese aber nicht genutzt haben – sie sind klassische Pechvögel, die für einen Aufschwung reif sind. Umgekehrt punkten Glückskinder mit wenigen Chancen überproportional und riskieren einen Absturz. Bei der angewandten Analyse besteht die Gefahr, xPoints absolut auszulegen („Tabelle, wie sie sein müsste“), obwohl Unsicherheiten und Modellfehler oft nicht transparent kommuniziert werden. Sinnvoller ist es, xPoints als Indikator für Tendenzen und mögliche Über-/Unterperformance zu nutzen und diese Information stets weiterführend durch beispielsweise taktische Analysen und andere Kennzahlen zu ergänzen.

Zwischen Überflug und Punktverlust

Für den 1. FC Köln ergibt sich eine spannende Beobachtung: Laut FootyStats steht der FC mit Platz 14 nach 24 Spieltagen genau dort, wo ihn das xPoints-Modell ansiedelt, eine tabellengetreue Leistung ohne große Glücks- oder Pechfaktoren. In dieser alternativen Tabelle zeigen sich jedoch weitere faszinierende Tendenzen: Werder Bremen thront auf Platz 7 nach erwarteten Punkten, grüßt real aber von Rang 16 und hat satte 14 Punkte liegen lassen. Die Überraschungsmannschaft TSG Hoffenheim übertrifft ihr xPoints-Ergebnis um acht Punkte (46 real), Borussia Dortmund sogar um neun (52 real). Wichtig bleibt die Einschränkung: Eine xPoints-Tabelle zeigt, wie die Reihenfolge aussehen könnte, wenn nur Chancenqualität zählte und Zufall geglättet wäre. Sie ist kein endgültiges Urteil über „verdient“ oder „gerecht“. Modelle enthalten Fehler und Vereinfachungen, und Glück sowie Zufall bleiben ein frustrierender, aber unvermeidbarer Teil des Fußballs.

In diesem Zusammenhang lassen sich die Leistungen der Kölner im ersten Saisondrittel wie folgt darstellen. Mit Daten des Anbieters Understat lässt sich nachvollziehen, dass der 1. FC Köln von Spieltag eins bis inklusive der 3:1-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach im Schnitt fast zwei Punkte mehr einfuhr, als zu erwarten waren. Die Geißböcke haben zu Saisonbeginn überperformt. Das zweite Saisondrittel liefert mittels der xPoints dann Argumente dafür, dass die Mannschaft von Kwasniok tatsächlich mehr aus ihren Auftritten hätte herausholen müssen. Die Domstädter ließen annähernd vier Punkte liegen, die sie den Berechnungen zufolge sicher hätten einfahren müssen.

Zehn schwierige Aufgaben für den FC

Den Geißböcken bleiben zehn Spiele, die darüber entscheiden, ob der 1. FC Köln auch über den Sommer hinaus in der ersten Liga spielen darf oder bereits nach nur einer Saison wieder in die zweite Liga absteigt. Fest steht, dass die Kölner mit Blick auf die nackten Zahlen genau dort stehen, wo sie aller Wahrscheinlichkeit nach zum jetzigen Zeitpunkt der Saison stehen sollten. Es bleibt abzuwarten, wie die Kwansiok-Elf das nächste Kapitel im Abstiegskampf schreibt, wenn es am Samstagabend gegen Borussia Dortmund geht (Anstoß 18:30 Uhr, Liveticker auf Come-on-fc.com).


Darum sollte Kölns kreative Krise gegen den FC Augsburg niemanden überrascht haben

Said El Mala vom 1. FC Köln im Zweikampf gegen den FC Augsburg
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Darum sollte Kölns kreative Krise gegen den FC Augsburg niemanden überrascht haben

Gegen Augsburg wurde wieder einmal eine Schwäche der Geißböcke deutlich: Der Mannschaft von Coach Lukas Kwasniok fällt gegen tief stehende Gegner nur wenig ein. Die Niederlage am Freitag war dabei nicht der erste ideenlose Auftritt. Der 1. FC Köln verzweifelt gegen tief stehende Gegner.

Die Schlappe gegen Augsburg zeigte auf, was die Geißböcke eigentlich schon die gesamte Saison über verfolgte. Gegen tief stehende Gegner fehlen den Kölnern die Mittel.

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Nach der Niederlage gegen Augsburg hielt FC-Mittelfeldmann Tom Krauß wenig von Ausreden. Der 24-Jährige kritisierte die spielerische Leistung seiner Mannschaft: „Augsburg war in den entscheidenden Momenten besser. In solchen Spielen musst du punkten“, stellte er fest und führte aus: „Wir waren sehr statisch und haben wenig mit dem Ball kreieren können. Das müssen wir uns ganz klar ankreiden, dass wir viel zu wenig nach vorne gemacht haben. Wenn das nicht klappt, muss die Null hinten stehen.“ Krauß genügten zudem die zahlreichen Ausfälle auf Kölner Seite nicht als Begründung für den schwachen Auftritt gegen die Fuggerstädter. Er forderte eine Reaktion: „Man sieht, dass die Teams von unten auch mal gegen die Großen gewinnen können. Das müssen wir auch. Die Mannschaften unten schlafen nicht. Wir müssen nächste Woche auf jeden Fall liefern.“ Krauß‘ Kritik am Mangel kreativer Lösungen trifft ins Schwarze. Betrachtet man Spiele oder Spielphasen der Kölner, in denen sie über hohe Ballbesitzanteile verfügen, fällt insbesondere eines auf: Die spielerischen Mittel der Kölner sind schnell ausgereizt.

Die Geißböcke tun sich in Ballbesitz schwer

Das schärfste Schwert der Offensive der Domstädter ist die Umschaltbewegung nach gegnerischem Ballbesitz mit Said El Mala oder Jakub Kaminski, die durch ihre Geschwindigkeit schnell viel Raum überbrücken können und somit in gefährliche Abschlusspositionen kommen. Das ist mal mehr und mal weniger von Erfolg gekrönt. Der Ausgleichstreffer von El Mala zum 2:2 gegen Hoffenheim dürfte etwa noch in frischer Erinnerung sein. Damals legte der Offensivspieler einen Befreiungsschlag von Cenk Özkacar mit dem Kopf auf Kaminski, der die Hoffenheimer Restverteidigung mit einem hohen Ball aushebelte und den durchgestarteten El Mala fand, der zum ersehnten Ausgleich traf.

Über dieses durchaus wirksame Mittel hinaus wird es allerdings dünn. Zu sehen im Spiel gegen Augsburg: Für El Mala war am vergangenen Spieltag nicht mehr als eine halbe Stunde drin. So musste Kwasniok auf Marius Bülter umschwenken, der auf dem Flügel keinen guten Tag erwischte. Im Umschaltspiel mangelte es den Geißböcken an Tempo, sodass sie nach alternativen Lösungen suchten. Gegen tief stehende Augsburger bestand diese dann in erster Linie darin, den Stürmer Ragnar Ache über den Aufbau-Spieler Jahmai Simpson-Pusey mit langen Bällen zu beliefern, der den Ball wiederum seinen Kollegen servieren sollte. Diese Idee zerschellte jedoch an Augsburgs Hintermannschaft, bestehend aus Noah Kai Banks, Keven Schlotterbeck und Cedric Zesiger, die Ache in Schach hielten.

Wird dem FC die Ideenlosigkeit zum Verhängnis?

Gegen Augsburg wurde deutlich, was sich im bisherigen Saisonverlauf bereits mal mehr, mal weniger deutlich abgezeichnet hat. Wenn gegnerische Teams den Kölnern die Initiative überlassen, ist ihr offensiver Ideen-Baukasten nur spärlich gefüllt. Kwasnioks Spielidee ist nicht darauf ausgerichtet, viel Ballbesitz zu verwalten. Man erinnere sich an die erste Hälfte der schwer verdaulichen Niederlage gegen Union Berlin. Abgesehen von Rav van den Bergs unglücklichem Handspiel und weiteren individuellen Fehlern, die den Ausgang der Begegnung maßgeblich beeinflusst hatten, fiel den Kölnern gegen die Köpenicker, die wie keine andere Mannschaft der Bundesliga für das Spiel mit wenig Ballbesitz stehen, nichts ein. Gleiches galt für das Last-Minute-Unentschieden gegen St. Pauli am 13. Spieltag. Auch hier bot sich zunächst eine extrem chancenarme Partie, bis El Mala fünf Minuten nach Wiederanpfiff einen von Luca Waldschmidt geklärten Ball ersprintete und an Kiezkicker-Keeper Vasilj vorbei ins Tor legte.

Kwasniok: „Dann ist das nicht ganz so einfach“

Lukas Kwasniok bemühte sich nach der Schlappe gegen Augsburg um eine Erklärung, weshalb seine Mannschaft derart harmlos war: „Es war schon so, dass beide Mannschaften versucht haben, eine Lücke im gegnerischen Abwehrverbund zu finden. Aber beide spielen dann im 5-2-3/5-4-1, das ist dann nicht ganz so einfach“, argumentierte der 44-Jährige. „Mit dem 0:1 haben wir dann immer offensiver gewechselt, auch schon zur Halbzeit […], haben mit Johannesson nochmal einen guten Fußballer auf den Platz gebracht und danach eigentlich nur noch offensiv gewechselt. Aber am Ende hat es leider nicht sollen sein“, fügte der Coach hinzu. Am Samstag startet der Countdown für die letzten zehn Spiele bis zum Saisonende. Zu Gast ist Niko Kovacs Dortmund. Es bleibt abzuwarten, ob die Geißböcke gegen den Tabellenzweiten wieder für mehr Torgefahr sorgen können. Mehr Ballbesitz werden sie gegen den BVB nicht unbedingt haben.


Erschreckend harmlos in der Offensive: Dem 1. FC Köln fehlten die spielerischen Lösungen

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Erschreckend harmlos in der Offensive: Dem 1. FC Köln fehlten die spielerischen Lösungen

Der 1. FC Köln bleibt gegen Augsburg weitestgehend harmlos und verpasst ein „dreckiges“ 0:0. Dabei spielte nicht nur die Verletzungsmisere eine Rolle auf Seiten der Domstädter. Geißbock im Leerlauf: Der 1. FC Köln findet beim FCA den Vorwärtsgang nicht.

In einer enttäuschenden Begegnung finden die Kölner keine spielerischen Lösungen. Und darauf wird es in den kommenden Wochen ankommen.

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Lukas Kwasniok machte keinen Hehl aus seiner Meinung zu der Offensivleistung seiner Mannschaft gegen den FC Augsburg: “Die Jungs arbeiten, die maschieren, aber heute waren wir – so ehrlich muss man sein – zu torungefährlich. Wir haben zwar die Kopfball-Aktion von Martel gehabt, aber ansonsten waren wir zu ungefährlich, um ein Tor zu erzielen. Dann musst du eigentlich ein dreckiges Null zu Null mitnehmen”. Die Geißböcke entwickelten Torgefahr, wenn überhaupt, nur durch Standardsituationen. Der angesprochene Martel-Kopfball war das Resultat einer cleveren Eckball-Variante, bei der der kopfballstarke Mittelfeldspieler mit kräftiger Mithilfe seiner blockenden Teamkollegen frei zum Abschluss kam – der Querbalken rettete für die Augsburger. Tief in der Nachspielzeit hatten die Kölner erneut Pech: Diesmal war es Cenk Özkacar, dessen Kopfball durch den Augsburger Innenverteidiger in höchster Not von der Linie gekratzt wurde. Ein „dreckiges 0:0“, so Kwasniok später, wäre angesichts der Chancenarmut im Spiel sicherlich angemessen gewesen.

Strippenzieher Simpson-Pusey: Bemüht, jedoch ohne Aussicht auf Erfolg

Der Matchplan der Geißböcke war leicht zu durchschauen. Jahmai Simpson-Pusey, der für Joel Schmied in die Anfangself rotiert war, hatte die anspruchsvolle Aufgabe, Augsburgs seit der Hinrunde wiedererstarkte Offensive mit dem neuverpflichteten portugiesischen Stürmer Rodrigo Ribeiro und dem torgefährlichen Franzosen Claude Maurice zu stoppen. Gleichzeitig kam den jungen Engländer auch ein Schlüsselpart für das Kölner Angriffspiel zu, denn Simpson-Puseys Vertikalpässe in die Spitze auf Ragnar Ache waren phasenweise das einzige offensive Element im Spiel des 1. FC Köln. Und dabei haperte es gewaltig: Der Großteil von Simpson-Puseys Anspielen verpuffte und Ache hatte es mit Noahkai Banks, Keven Schlotterbeck und Cedric Zesiger zu tun, die ihn bei seiner Paradedisziplin, dem Festmachen und Ablegen des Balls für die Nachrückenden Offensiven, empfindlich störten.

Kwasniok: „Eine halbe Stunde war das Maximale der Gefühle“

Auch Said El Mala konnte in der Jokerrolle nicht überzeugen. Der Flügelstürmer hatte zwar vereinzelte Ballaktionen und seine berüchtigten Tiefenläufe, doch das Eins-gegen-Eins perlte an der Augsburger Hintermannschaft ab. Und das nicht ohne Grund. El Malas Einsatz war für die Partie fraglich gewesen, der Youngster war in der Vorbereitung auf den gestrigen Abend „am Anschlag“, so Kwansiok, und musste mit einer Muskelverhärtung pausieren. Mehr als dreißig El-Mala-Minuten gegen Augsburg waren für ihn einfach nicht drin: „Eine halbe Stunde war das Maximum. Er hat diese Woche einfach nicht trainiert. Er hat keinen Sprint gezogen.”

Wie schon unter der Woche hob der Cheftrainer der Geißböcke nach dem Spiel gestern Abend hervor, dass ihm das Wohl seiner Spieler am wichtigsten ist: „Unabhängig vom Ergebnis muss man sachlich und ruhig im Sinne des Spielers handeln. Das haben wir heute gemacht. Ich kann mir schon vorstellen, dass man sich das wünscht, wenn man nicht in dieser Blase ist und keine Verantwortung trägt. Aber diesen Wunsch konnte ich mir selbst auch nicht erfüllen. Vergangene Woche hat er ein Tor und einen Assist gemacht, und ich hätte ihn auch gerne von Beginn an auf dem Platz gehabt. Aber es geht nicht um meine Wünsche, sondern um die Medizin.“

Die Tugenden sind gefragt

Die Zahnlosigkeit der FC-Offensive kann als Produkt mehrerer Faktoren verstanden werden. Dazu kommen tief stehende und disziplinierte Augsburger, ein überspielter Unterschiedsspieler und Pech bei den ohnehin schon raren Torgelegenheiten. „Wir wissen, dass wir nicht mit Fußball glänzen müssen, sondern mit anderen Tugenden”, meint Luca Waldschmidt, der im Übrigen gegen die Augsburger sein erstes Spiel von Anfang an in diesem Kalenderjahr bestreiten durfte. „Da mache ich mir bei uns aber keine Sorgen. Es hapert nie am Einsatz oder der Mentalität. Wir müssen eng zusammenhalten und hart arbeiten, um wieder Siege zu erzielen, ein gutes Gefühl zu entwickeln und zu wissen, dass wir auch wieder gewinnen können“, analysierte er weiter.


Muskelverletzungen beim 1. FC Köln: Mögliche Ursachen und Prävention – das sagt ein Experte

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Muskelverletzungen beim 1. FC Köln: Mögliche Ursachen und Prävention – das sagt ein Experte

Eine ungewöhnliche Verletzungsserie schränkt den 1. FC Köln vor dem Augsburg-Spiel stark ein. Trainerstab und Experten suchen nach Ursachen beim 1. FC Köln: Was läuft falsch am Geißbockheim?

Die Verletzungsprobleme beim 1. FC Köln spitzen sich zu. Eine ungewöhnlich hohe Zahl von Muskelverletzungen bereitet den Geißböcken Kopfschmerzen. Muskelverletzungen beim 1. FC Köln: Das sagt ein Experte.

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Vor dem Heimspiel gegen den FC Augsburg steht Kölns Trainer Lukas Kwasniok vor einer kniffligen Aufgabe. Der 44-Jährige, bekannt für seine Rotationsfreude, ist mit der Frage konfrontiert, welche seiner Spieler für die anstehende Partie überhaupt zur Verfügung stehen. Die aktuelle Häufung von Verletzungen hat den Handlungsspielraum von Kwasniok spürbar eingeschränkt, der FC steckt mitten in der größten Verletzungswelle dieser Saison. Besonders die muskulären Probleme machen dem Team zu schaffen. „Eine so kuriose Situation habe ich in dieser Form noch nicht erlebt“, sagte Kwasniok auf der Pressekonferenz am Mittwoch. „Natürlich sind wir jetzt auf der Suche nach den Ursachen. Bis zum Spiel in Gladbach hatten wir keine einzige Muskelverletzung. Dann kam Jan Thielmann als Erster, bis zur Winterpause noch Joel Schmied. Seitdem häuft sich das Ganze extrem.“

Kwasniok: „Müssen jetzt auf Ursachenforschung gehen“

Auf der Pressekonferenz bemühte sich der FC-Coach, Anhaltspunkte für die „kuriose Situation“ zu finden. „Wir müssen jetzt auf Ursachenforschung gehen, wobei es in der Kürze der Zeit nicht ganz so einfach ist, das zu eruieren“, erklärte Kwasniok. Einen möglichen Grund sieht er in der hohen Intensität der Liga. „Ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist die Intensität der Bundesliga und dass wir versuchen, in jedem Spiel voll dagegenzuhalten.“ Ganz überzeugt diese Erklärung jedoch nicht. Ausgerechnet Hoffenheim, der jüngste Kölner Gegner und statistisch das laufstärkste Team der Liga, blieb bislang ohne muskuläre Ausfälle. Offenbar liegt die Ursache also tiefer.

Um die Hintergründe besser einzuordnen, hat come-on-fc.com mit Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Potthast von der Deutschen Sporthochschule Köln gesprochen. Der Biomechanik-Experte forscht seit Jahren zu Belastungssteuerung und Verletzungsprävention im Leistungssport (unter anderem in Zusammenarbeit mit Hoffenheim) und warnt hinsichtlich der Verletzungen vor vorschnellen Schuldzuweisungen.

Fehler in der Trainingsbelastung?

Potthast betont, dass die aktuelle Misere beim FC schon ungewöhnlich sei, Muskelverletzungen aber nicht auf einen einzelnen Faktor zurückzuführen sind. „Es gibt eine ganze Reihe von Einflussgrößen, die solche Verletzungen begünstigen können“, erklärte er. Auch die Trainingssteuerung könne eine Rolle spielen. Hier könne man den Verantwortlichen allerdings nur schwerlich Vorwürfe machen. „Man muss den Trainern aber zugutehalten, dass die Wissenschaft bislang kaum Parameter kennt, mit denen sich eindeutig vorhersagen lässt, wann ein Spieler aufhören sollte zu trainieren. Es also von außen auf die Trainingssteuerung zu schieben, wäre anmaßend.“ Möglichkeiten, sich die Muskeln genauer anzuschauen, gibt es, diese seien aber sehr aufwendig. „Es ist sicher nicht wie bei einer Laktatleistungsdiagnostik, bei der man nach einer Laufeinheit eine Empfehlung über die Intensität des Trainings abgeben kann“, so der Experte.

Neben der Trainingsbelastung könnten weitere Faktoren eine Rolle spielen, die die Suche nach Antworten auf die Frage nach den vielen Spielern mit ähnlichen Verletzungen erschweren. „Dazu gehört etwa die Ernährung, auch wenn das im Profibereich eher selten ein Problem ist“, so Potthast. „Möglicherweise bestehen muskuläre Dysbalancen zwischen Agonist und Antagonist, oder es gibt Zusammenhänge mit der Wirbelsäule oder der neuronalen Ansteuerung.“

Dennoch sieht der Wissenschaftler einen Punkt, an dem die Clubs grundsätzlich ansetzen müssen: „Der Verein darf sich die Frage stellen, ob er präventiv genug gehandelt hat, etwa was die Diagnostik betrifft“, sagte der Experte. „Jetzt gilt es, jede einzelne Verletzung genau zu analysieren. Wann ist sie aufgetreten? Unter welchen Bedingungen? Welche Besonderheiten hatte der betroffene Spieler? Mit gezielten Untersuchungen lässt sich das systematisch aufarbeiten“, so der Experte weiter. „Auch wenn die Wissenschaft bisher keine vorgefertigten vollständigen Diagnostikverfahren zur Prophylaxe von Muskelverletzung anbietet, wäre ein engerer Austausch von Verantwortlichen mit Forschenden gegebenenfalls schon hilfreich. Ich denke durchaus, dass wir an bestimmten Stellen schon weiterhelfen können.“ Eine wissenschaftliche Begleitung, die es beispielsweise bei der TSG durchaus gibt.

Hartes Programm für ersatzgeschwächte Geißböcke

Lukas Kwasniok ließ hingegen keine Zweifel zu: „Ich habe das Glück, schon einige Vereine erlebt zu haben. Und die medizinisch-athletische Abteilung ist hier absolut top. Die Geräte werden immer besser, das heißt, wir werden immer vorsichtiger. Das ist auch gut so, damit keinem so richtig der Muskel zerfetzt wird.“ Tatsächlich lassen sich laut Experten in den aktuellen MRTs leichter Mikro-Läsionen darstellen. Das Vorgehen der Vereine ist daher oft ein besonders vorsichtiges. Eine Verbindung zwischen Verletzungen sowie dem Natur- und Hybridrasen am Geißbockheim und im Stadion sieht der Experte jedenfalls nicht.

Ungeachtet der Ursachenanalyse bleibt die sportliche Realität bestehen: Der 1. FC Köln muss in einer entscheidenden Saisonphase mit einem ausgedünnten Kader auskommen. Spiele gegen direkte und indirekte Konkurrenten – darunter das Derby gegen Borussia Mönchengladbach – gewinnen zusätzlich an Brisanz, wenn personelle Alternativen fehlen. Resignation ist dennoch kein Thema. Kwasniok versucht, der Situation auch mental etwas Positives abzugewinnen. „Schwund macht stärker“, habe er der Mannschaft mitgegeben. Ob dieser Leitsatz im Abstiegskampf trägt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.


„Das ist meine Spielweise“ – Tom Krauß und Eric Martel überzeugen im Fight des 1. FC Köln gegen Hoffenheim

Eric Martel und Tom Krauss vom 1. FC Köln
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„Das ist meine Spielweise“ – Tom Krauß und Eric Martel überzeugen im Fight des 1. FC Köln gegen Hoffenheim

Gegen die TSG Hoffenheim zeigte der FC eine starke Leistung. Auch im Zentrum überzeugten zwei Akteure des 1. FC Köln: So ließen Eric Martel und Tom Krauß Hoffenheim verzweifeln.

Bei dem Unentschieden gegen den Champions-League-Aspiranten aus dem Kraichgau nahmen sie Schlüsselrollen ein für den 1. FC Köln. Eric Martel und Tom Krauß überzeugte als Doppelsechs gegen die TSG.

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Das Zahlenwerk des Duells zwischen dem 1. FC Köln und der TSG 1899 Hoffenheim belegte eindrucksvoll, wie groß die Herausforderung für die Geißböcke war, gegen die Gäste aus dem Kraichgau zumindest einen Punkt in Müngersdorf zu behalten. Hoffenheim verbuchte 60 Prozent Ballbesitz, gewann mehr Zweikämpfe. Zudem gaben die Gäste mehr als doppelt so viele Schüsse auf das Tor der Hausherren ab und leisteten sich mit zwölf Fouls ebenfalls die doppelte Anzahl. Dass FC-Trainer Lukas Kwasniok die Sinsheimer im Vorfeld sogar in ihrer Intensität auf eine Stufe mit dem FC Bayern München gestellt hatte, wirkte angesichts dieser Werte keineswegs überzogen. Und doch war dieses Kräftemessen wie geschaffen für insbesondere zwei Akteure im Kölner Trikot, die sich der Wucht entgegenstemmen sollten: Tom Krauß und Eric Martel.

Krauß: „Das gefällt mir, wenn jemand sowas sagt“

Der 24-jährige Krauß führte die meisten erfolgreichen Zweikämpfe für die Geißböcke und verlieh dem Spiel des 1. FC Köln jene physische Präsenz, die es brauchte, um der hohen Intensität der TSG Hoffenheim Paroli zu bieten. Krauß’ destruktive Fertigkeiten waren gefragt. Er störte, schob an, biss sich in direkte Duelle. Der Auftritt des Mittelfeldspielers hat auch beim Gegner Eindruck geschunden: „Andrej Kramaric hat nach dem Spiel gesagt, dass ich nur auf seinen Füßen stand. Das gefällt mir, wenn jemand sowas sagt. Das ist meine Spielweise”, teilte Krauß mit.

Gemeinsam mit seinen hervorragend aufgelegten Kollegen im Kölner Defensivverbund stemmte sich der 24-Jährige gegen eine Hoffenheimer Angriffswelle nach der anderen, so gut es gegen die Gäste in ihrer aktuellen Form eben möglich war. Auch Martel zeigte gegen Hoffenheim, dass die FC-Anhänger sich weiterhin auf ihn verlassen können. In der kritischen Phase kurz nach dem Ausgleich der Gäste durch Ozan Kabak, schickte sich die Ilzer-Elf an, vor dem Halbzeitpfiff sogar noch in Führung zu gehen. Nach einem missglückten Angriff der Geißböcke landete der Ball über einige Stationen im Kölner Sechzehner bei Wouter Burger, der dank eines cleveren Anspiels durch Fisnik Asllani freies Schussfeld hatte. Grätsche im allerletzten Moment verhinderte schließlich, dass sich der Effzeh kurz vor Ende der ersten Hälfte noch das zweite Gegentor fing.

Nachfolge gesichert?

Vor allem nach dem Wechsel schwamm die Kölner Defensive. „In den ersten zehn, fünfzehn Minuten hatten wir gar keinen Plan, das muss man ehrlich zugeben, wir haben gar keinen Zugriff bekommen“, sagte Krauß am Samstag. „Zum Glück machen wir das 2:2, aber ich bin dann zum Trainer gegangen und habe gefragt, was wir machen können, weil die Phase war nicht zufriedenstellend.“ Doch die Kölner fingen sich wieder, waren in der letzten halben Stunde besser. Auch, weil Krauß und Martel auf der Doppelsechs eine richtig gute Leistung abriefen.

Die anhaltend stabilen Leistungen von Krauß sorgen gleich aus mehreren Gründen für Entlastung bei den Domstädtern. Zum einen für den Mittelfeldspieler selbst, der im Falle des Klassenerhalts fest verpflichtet werden dürfte und nach zahlreichen Stationen trotz seines jungen Alters nun eine dauerhafte sportliche Heimat gefunden haben könnte. Zum anderen auf Clubebene: Geschäftsführer Thomas Kessler und Trainer Lukas Kwasniok werden mit Genugtuung registrieren, dass ein möglicher Abgang von Martel mit dem noch geliehenen Mainzer in der aktuellen Verfassung deutlich weniger schwer wiegen würde. Natürlich wäre der Verlust von Martel immer noch schmerzhaft, aber immerhin ist sicher: Krauß ist bereit, die mögliche Vakanz auszufüllen – wenn nicht sogar mehr. Spannend wird sein, ob der 24-Jährige gegen den FC Augsburg (Freitag, 20.30 Uhr) am kommenden Spieltag an die Leistungen vom vergangenen Samstag anknüpfen kann.


FC-Leihgaben zwischen Abstiegskampf und Meisterkurs

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FC-Leihgaben zwischen Abstiegskampf und Meisterkurs

Abseits des spektakulären 2:2-Unentschieden der Mannschaft von FC-Coach Lukas Kwasniok gegen Hoffenheim gab es auch für die Leihspieler der Domstädter neue Entwicklungen auf ihren Stationen. 1. FC Köln: So lief das Wochenende für die FC-Leihgaben.

Zwischen Meisterkurs und Tabellenkeller, von Aarhus bis Linz: So lief das Wochenende für die FC-Leihgaben.

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Mit gemischten Gefühlen dürfte man als FC-Anhänger auf das abgelaufene Wochenende der Leihspieler des 1. FC Köln schauen. So war für die Geißböcke auf ihren Leihstationen jede erdenkliche Konstellation vertreten. Eine Niederlage beispielsweise musste Stürmer Imad Rondic hinnehmen. Rondic, der im Sommer auf den letzten Drücker zu Preußen Münster in die zweithöchste deutsche Spielklasse gewechselt ist, konnte eine Niederlage der Münsteraner nicht abwenden. Gegen Kaiserslautern mussten sich die Westfalen denkbar knapp mit 3:2 geschlagen geben. Eine Etage weiter unten taten zwei weitere FC-Stürmer-Leihgaben ihr Übriges, blieben dennoch, ebenfalls wie Rondic, ohne Torbeteiligung. So stand Mansour Ouro-Tagba für den VfB Stuttgart II im Duell mit Waldhof Mannheim in der Startelf. Seine Mannschaft ließ bei dem temporeichen 3:1-Heimsieg nichts anbrennen.

Kein Wiedersehen in Österreich, Pauli weiter verletzt

Nachwuchsstürmer Jaka Cuber Potocnik konnte seinerseits keinen bleibenden Eindruck für seinen derzeitigen Verein Rot-Weiss Essen hinterlassen. Die Essener, aktuell auf Platz Fünf in der Drittligatabelle, verloren das Verfolgerduell mit VfL Osnabrück (Platz 3 nach 25 Spieltagen). Derweil mussten andernorts Verletzte FC-Leihgaben auf Einsätze verzichten. In der Österreichischen Bundesliga etwa, beim 1:0 von Sturm Graz gegen Blau-Weiß Linz, fehlten sowohl Jusuf Gazibegovic auf Grazer als auch Elias Bakatukanda auf Linzer Seite. Zweitligist Dynamo Dresden derweil spielte auch ohne FC-Innenverteidiger Julian Pauli, der den Sachsen weiterhin mit einer Kopfverletzung fehlte, gegen Hannover 96.

Rasmus Carstensen erneut auf Meisterschaftskurs

Emin Kujovic feierte in der österreichischen Bundesliga seine Premiere für den Wolfsberger AC. Der bosnische U21-Nationalspieler kam gegen SK Rapid Wien in den Schlussminuten zum Einsatz, an der 0:2-Niederlage änderte jedoch auch seine Einwechslung nichts mehr. Rasmus Carstensen bleibt auf Erfolgskurs: Nach dem Meistertitel in der Vorsaison mit Lech Posen führt er nun auch mit Aarhus GF die dänische Superliga an. Am vorletzten Spieltag der regulären Saison gewann Aarhus mit 5:2 gegen Viborg FF. Aarhus Coach Jakob Poulsen brachte Carstensen Mitte der zweiten Halbzeit. Zum Abschluss der Hauptrunde geht es für den Spitzenreiter noch gegen das Schlusslicht Vejle Boldklub, ehe die Top sechs den Meister unter sich ermitteln.


Wieder Wirbelwind statt Sturm-Flaute: Said El Mala trotzt widrigen Bedingungen

Wie geht es weiter mit Said El Mala?
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Wieder Wirbelwind statt Sturm-Flaute: Said El Mala trotzt widrigen Bedingungen

Erst die präzise Flanke für Aches Zaubertreffer, dann trifft er selbst: Said El Mala findet gegen die TSG Hoffenheim die richtige Antwort auf Kritik an seinen jüngsten Auftritten und wird wieder zum Punktgaranten für den 1. FC Köln: Said El Mala – Wirbelwind statt Torflaute.

Gegen Hoffenheim lieferte Said El Mala eine überragende Partie ab – zumindest hatte der Youngster mal wieder großen Anteil an den Kölner Zählern.

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Karrieren von Profisportlern verlaufen in aller Regel nicht geradlinig. Da sollte es niemanden verwundern, dass Toptalent Said El Mala in seiner Premierensaison in der Bundesliga nach dem ausschließlich in Superlativen zu beschreibenden Saison in der Zwischenzeit einen kleinen Leistungsknick hinnehmen muss. Seit sechs Spielen wartete der Shootingstar vor dem Hoffenheim-Spiel auf einen Treffer, so lange wie nie zuvor in seiner noch jungen Bundesliga-Karriere. Auf der Pressekonferenz am Donnerstag lieferte sein Coach Lukas Kwasniok prompt eine Erklärung: „Es ist für ihn auch schwerer geworden, egal ob er von Beginn an spielt oder nicht […]“, befand Kwasniok. „Das wird der nächste Schritt für ihn, sich unter erschwerten Bedingungen durchzusetzen. Dann kann er für uns ein ganz entscheidender Faktor sein.“ Nach dem 23. Spieltag sollten alle Zweifel und Kritik an dem Dribbler vorerst verstummt sein. Denn gegen die TSG aus Hoffenheim sollte der Knoten endlich platzen.

Essentielles Zahnrädchen im FC-Uhrwerk

Entgegen seiner höheren Erfolgsquote als Joker setzte FC-Coach Lukas Kwasniok im Spiel gegen die TSG Hoffenheim von Beginn an auf Said El Mala. Ein gutes Omen: Beim Hinspiel im Oktober hatte El Mala die Geißböcke mit einem unvergleichlichen Solo zum 1:0-Auswärtssieg geführt. Auch beim gestrigen Rückspiel setzte der Kölner Trainer gegen die hoch pressenden Kraichgauer auf El Malas schnelle Beine, um die Hoffenheimer Restverteidigung durch Tiefenläufe zu überrumpeln – ein Plan, der aufging. Die Spielanlage von Hoffenheims Trainer Christian Ilzer ermöglichte es, El Mala für die Geißböcke vielleicht noch ein wenig mehr zum Schlüsselspieler im FC-System zu machen als in den zurückliegenden Auftritten der Domstädter. Die Gäste aus Sinsheim dachten nämlich gar nicht daran, ihr Pressing zu opfern, um das Konterpiel der Hausherren einzudämmen.

Widerstand ist Zwecklos

Stattdessen lief Ilzers Elf einen Angriff nach dem anderen, wobei sie im Zuge dessen an der hervorragend aufgelegten Defensivabteilung der Kölner scheiterten, die in der Regel hellwach agierte und ihre Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen verrichtete und häufig Jakub Kaminski und eben El Mala auf die Reise in Richtung des Tor von TSG-Keeper Oliver Baumann schickte. Das soll jedoch nicht heißen, dass die Hoffenheimer Defensive ihrerseits es dem Flügelflitzer leicht gemacht hat, im Gegenteil. Den Gästen gelang es mehrfach, El Mala aufzuhalten. So zum Beispiel kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit: Nach einem missglückten Standard der Gäste konterte Köln mit El Mala über den rechten Flügel. Der 19-Jährige überspurtete Hoffenheims Wouter Burger mit Ball am Fuß. Am Sechzehner blieb er dann aber an einem Hoffenheimer Verteidiger hängen und die Chance verpuffte.

El Mala lässt den Knoten platzen

Und schließlich gelang es El Mala, seinen Torfluch zu brechen. In einer Phase, in der der Offensivdruck der Gäste früher oder später zum nächsten Gegentreffer geführt hätte, erzielte er in der 63. Minute den erlösenden Treffer zum 2:2-Endstand. Er selbst leitete einen Konter ein und versenkte den Ball nach einem Laufduell im Tor der Gäste. „Als Stürmer ist es immer wichtig, Tore zu erzielen. Er kriegt durch solche Aktionen Selbstvertrauen. Andere Leute können sagen, was sie wollen, Said hat es wieder gezeigt. Es ist seine Stärke und das ist nicht einfach, wie er da lossprintet. Er hat sich gut belohnt“, sagte Ragnar Ache. Fest steht: Gegen Hoffenheim hat El Mala seinem Trainer und den FC-Anhängern bewiesen, dass er auch unter schwierigen Bedingungen unersetzlich sein kann.


Wieder eine „Kann-Szene“ beim 1. FC Köln? Hätte Kramarics Tor überhaupt zählen dürfen?

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Wieder eine „Kann-Szene“ beim 1. FC Köln? Hätte Kramarics Tor überhaupt zählen dürfen?

Die nächste folgenschwere Schiedsrichterentscheidung gegen den 1. FC Köln: Hätte Andrej Kramarics Treffer zum 1:2 überhaupt zählen dürfen? Schiedsrichter Robert Schröder lieferte eine plausible, wenn auch strittige Erklärung. Und die dürfte dem 1. FC Köln nicht passen: Strittiger Kramaric-Treffer zeigt Muster auf.

Gefühlt vergeht kein Spieltag ohne eine 50-50-Entscheidung gegen die Geißböcke. So auch am Samstag beim 2:2 gegen Hoffenheim.

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Beim Spiel gegen RB Leipzig gab es Unmut über ein nicht gegebenes Handspiel von Baumgartner. Am vergangenen Spieltag gegen den VfB Stuttgart hagelte es im Anschluss lautstarke Kritik über einen nicht gegebenen Elfmeter nach einem (eigentlich) eindeutigen Foul an Ragnar Ache. Und auch im Spiel gegen Hoffenheim avancierte das Schiedsrichtergespann zwischenzeitlich zur Streitfigur. Um diese Szene geht es: Die Geißböcke hatten sich lange gegen die wütenden Angriffe der Gäste gestemmt, insbesondere der Hoffenheimer Bazoumana Touré setzte der letzten Kette der Kölner ordentlich zu. In der 60. Minute brach besagter Touré über die linke Seite durch und schoss zum x-ten Mal auf den Kasten von FC-Keeper Marvin Schwäbe. Schwäbe lenkte seinen Schuss an die Unterkante der Latte, TSG-Stürmer Andrej Kramaric aber setzte per Kopf nach. Wieder war Schwäbe dran, erwischte den Ball aber eine Handbreite hinter der Linie.

Schiedsrichter Schröder: „Für mich absolut regulär“

Der FC-Keeper protestierte dennoch bei Schiedsrichter Robert Schröder, denn dem Treffer war ein offensichtlich irregulärer Einwurf vorausgegangen. Hoffenheims Albian Hajdari führte den entscheidenden Einwurf auf Touré aus, wobei er grenzwertig viel Bewegungsspielraum in seiner Ausführung offenbarte. Im Anschluss an das 2:2 ordnete Schröder die Szene mit etwas Abstand wie folgt ein und führte gleich mehrere Gründe an, warum die Unparteiischen so entschieden: „Es ist erst einmal ein Einwurf. Das kann zum Beispiel auch der VAR nicht überprüfen. Ich habe die Ausführung gesehen und für mich war sie absolut regulär. Der Spieler ist zwar in einer leichten Bewegung, was aber erlaubt ist. Wichtig ist, dass beide Beine am Boden sind beziehungsweise den Boden berühren, und das ist hier der Fall. Der eine Fuß steht auf dem Boden und der andere schleift darüber, also ist das für mich eine reguläre Ausführung und von daher ist alles okay“, erklärte Schröder am Sky-Mikrophon.

Ein Muster, dass sich durchzieht.

Was Schröder hier als „leichte Bewegung“ einschätzt, darüber lässt sich sicherlich streiten. Bemerkenswert war jedoch in erster Linie die unmittelbare Reaktion der Domstädter. Obwohl sie ein Gegentor kassierten, steckten sie nicht auf, sondern hielten an ihrem Matchplan fest und gingen die hohe Intensität der Gäste mit. So ermöglichten sie den unterm Strich wohlverdienten Ausgleich durch Said El Mala. Mit seinem Treffer zum 2:2-Endstand beendete er nicht nur seine Mini-Krise von sechs Spielen ohne Tor, sondern machte auch diese weitere (wenn auch streitbare) Schiedsrichterentscheidung zuungunsten der Geißböcke erträglicher. Bleibt zu hoffen, dass die Kölner im kommenden Spiel gegen den FC Augsburg ohne unglückliche Entscheidungen der Unparteiischen auskommen.


Kritische Phase? Der 1. FC Köln startet ins letzte Saisondrittel

FC-Spieler jubeln nach einem Tor
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Kritische Phase? Der 1. FC Köln startet ins letzte Saisondrittel

Der 1. FC Köln steht vor dem letzten Saisondrittel mitten im Abstiegskampf. Jeder Punkt zählt, um den Klassenerhalt zu sichern. Das Programm ist dabei alles andere als leicht. 1. FC Köln: Zittern die Geißböcke bis zum Schluss?

Für die Geißböcke ist die Partie gegen die TSG Hoffenheim am kommenden Samstag der Auftakt ins letzte Saisondrittel. Gegen die Kraichgauer will man positiv in die heiße Saisonphase starten.

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Der 23. Spieltag markiert den Beginn des letzten Saisondrittels. Erfahrungsgemäß hält dieser Abschnitt Chancen und Fallstricke bereit. Nach 22 absolvierten Partien rangieren die Domstädter auf Platz zwölf, haben Anschluss nach oben wie nach unten. Der Club befindet sich damit in einem Schwebezustand zwischen Hoffen und Bangen und die kommenden Wochen werden Klarheit bringen, ob der FC sein großes Saisonziel, den Klassenerhalt, erreichen kann oder ob die Rheinländer die Fahrstuhlfahrt ins Unterhaus antreten müssen. Unabhängig vom enormen Druck, der vor diesem Hintergrund auf FC-Coach Lukas Kwasniok lastet, blickt dieser mit Vorfreude auf die entscheidende Phase der Spielzeit. „Ich finde, das ist das schönste Drittel der Saison. Da geht es ans Eingemachte und viele bekannte Namen erleben das letzte Drittel gar nicht erst […]”, schwärmte Kwasniok auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

Kwasniok: „Dann haben wir einen guten Job gemacht“

Helle Vorfreude also trotz der Niederlagen aus den vergangenen zwei Spieltagen. Trotz überzeugender Auftritte gegen RB Leipzig und den VfB Stuttgart manövrierte sich die Mannschaft vor dem Start ins letzte Drittel der Spielzeit in unruhiges Fahrwasser, verlor erst bitter mit kräftiger Mithilfe des VAR gegen Leipzig und hielten auch gegen Stuttgart lange dagegen. Gegen beide Kontrahenten stand am Ende jedoch jeweils nichts Zählbares zu Buche, weshalb der kommende Spieltag eine kritische Standortbestimmung für das letzte Drittel darstellt. Für das anschließende Programm hatte Kwasniok am Donnerstag eine Kalkulation parat: „Mir war schon vor Beginn der Saison klar, dass die Aufgabe keine leichte sein wird. Ich habe mich darauf eingestellt, dass es bis zum 34. Spieltag dauern kann. Um ehrlich zu sein, war mein Ziel, das Ziel Klassenerhalt nach 33 Spielen zu erreichen. Dann haben wir einen guten Job gemacht.“

Gegen die Großen für Überraschungen sorgen

Die Geißböcke gehen unter Hochspannung ins letzte Saisondrittel. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt lediglich vier Punkte und das anstehende Programm hat es in sich. Neben direkten Konkurrenten im Abstiegskampf warten auch mehrere Topvereine, die sich für die Champions League qualifizieren wollen. Nach dem Duell am Samstag mit den Sinsheimern stehen unter anderem Spiele gegen Bayer 04 Leverkusen und Borussia Dortmund an. Große Namen kommen FC-Coach Kwasniok sogar gelegen, wie er am Donnerstag erklärte: „Wenn Mannschaften oben auch etwas zu verlieren haben, ist deren Druckkonstellation eine andere, als wenn sie am 25. Spieltag völlig frei aufspielen können. Und deswegen glaube ich, dass Überraschungen zunehmen werden. Also, dass kleinere Teams, die eher unten stehen und mit dem Rücken zur Wand sind, gegen Mannschaften, die etwas zu verlieren haben, eher für eine Überraschung sorgen können.”

Das Ass im Ärmel: Co-Trainer Frank Kaspari

Sicher ist: Der Weg für die Geißböcke, um in der ersten Liga zu bleiben, ist noch lang. Ob der Verein den Klassenerhalt tatsächlich schafft, ist derzeit offen. Für den Endspurt braucht es Nerven aus Stahl. Und hier hat man am Geißbockheim für die kommenden turbulenten Wochen laut Kwasniok ein Ass im Ärmel: „Ich habe einen Co-Trainer an meiner Seite, der schon einiges erlebt hat.“ Gemeint ist Frank Kaspari. Die sind, glaube ich, irgendwann mit Hoffenheim nach Dortmund gefahren, am 34. Spieltag. Die waren ja schon abgestiegen. Aber am Ende haben sie in Dortmund gewonnen, damit hat gar keiner gerechnet. Und so etwas passiert im letzten Drittel natürlich öfter. Deswegen ist Frank ein gutes Omen für die letzten elf plus eins Spiele.” Ob den Kölnern der Auftakt ins letzte Saisondrittel gegen Hoffenheim gelingt, wird sich am Samstag zeigen. Klar ist nur: Die heiße Phase hat begonnen.