So erobert Steffen Tigges die Herzen der Paderborn-Fans

,

So erobert Steffen Tigges die Herzen der Paderborn-Fans

Steffen Tigges verließ den 1. FC Köln im Sommer in Richtung Paderborn. Dort fällt der Stürmer insbesondere durch seine kuriosen Treffgewohnheiten auf. Ex- Publikumsliebling beim 1. FC Köln: So erobert Steffen Tigges die Herzen der Paderborner Fans

Er war ein Sympathieträger in der Domstadt und ist auch bei seinem neuen Club auf dem besten Weg, ein Plätzchen in den Herzen der Fans zu erobern. Ex-Publikumsliebling beim 1. FC Köln: So erobert Tigges die Herzen der Paderborner Fans

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den ersten 5000 Instagram Followern verlost come-on-fc.com einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen und come-on-fc.com.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Im Sommer wurde Steffen Tigges mit warmen Worten vom Geißbockheim verabschiedet: „Er hat sich in seiner gesamten Zeit beim FC stets in den Dienst der Mannschaft gestellt und war durch seine Art ein wichtiger Bestandteil unseres Teams – auf und neben dem Platz. Dafür gebührt ihm großer Respekt und ein herzliches Dankeschön“, ließ sich Geschäftsführer Thomas Kessler damals bei der Bekanntgabe des Wechsels des Mittelstürmers vom 1. FC Köln zum SC Paderborn zitieren. Aus sportlicher Perspektive erschien der Abschied von Tigges sinnvoll. Damals bezeichnend: Unter FC-Coach Lukas Kwasniok wurde er vom Mittelstürmer zum Linksverteidiger umfunktioniert. Der Schritt ins Unterhaus sollte einen sportlichen Neuanfang einläuten. Der Wechsel zum SCP stellte für die Kölner aus anderen Gründen einen erheblichen Verlust dar. Tigges war in der Kurve außerordentlich beliebt. In Paderborn, wo er wieder als Mittelstürmer aufgestellt wird, macht der 27-Jährige – zumindest im Hinblick auf das Sammeln von Sympathiepunkten – dort weiter, wo er beim 1. FC Köln aufgehört hat.

Tigges´kuriose Treffgewohnheiten

Steffen Tigges verpasste bei seinem neuen Arbeitgeber nur ein Spiel aufgrund von Adduktorenproblemen, stand im Schnitt 62 Minuten auf dem Rasen und konnte dabei vier Tore und eine Vorlage zur Aufstiegsmission der Mannschaft von Trainer Ralf Kettemann beisteuern. Das sind keine Statistiken, die sonderlich aufhorchen lassen. Mannschaftskollege Laurin Curda etwa kommt bereits auf sechs Tore und fünf Vorlagen. Zum Goalgetter ist „Tigginator“ für im Trikot der Paderborner demnach keineswegs avanciert. Spannend aber ist, wie er seine Tore erzielt, und insbesondere, wann er trifft.

Denn wenn er trifft, dann ausschließlich per Kopf und im Doppelpack. So geschehen im Ostwestfalen-Derby zwischen Paderborn und Arminia Bielefeld am neunten Spieltag, als der Stürmer seinen Premierentreffer zum emotionalsten Zeitpunkt erzielte und gleich Treffer Nummer zwei im Paderborn-Trikot nachlegte. Es folgte ein Winterschlaf, welchen er, wieder per Kopf und im hitzigen Duell mit einem Lokalrivalen, Ende Januar beendete. Denn auch gegen Preußen Münster brachte er die Kugel gleich zweimal im Kasten der Münsteraner unter. Damit konnten die Paderborner Fans kaum anders, als Tigges zu ihrem Spieler des Monats Januar zu wählen.

Tigges: „Würde gerne mal in einem normalen Spiel treffen“

Ob da ein Plan dahintersteckt? Nach dem Doppelschlag gegen Münster klärte Tigges gegenüber der Sportschau auf: „Ich weiß auch nicht, woran das liegt. Ich würde auch gerne mal in einem normalen Spiel einfach treffen. Das wäre auch schön.“
Fest steht, dass Paderborn im Rennen um den Aufstieg oben mitmischt. Die Mannschaft, die in der abgelaufenen Saison noch von FC-Coach Lukas Kwasniok betreut wurde, steht nach 21 Spieltagen mit 39 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. Elversberg und Hannover folgen mit nur einem Punkt weniger.

Eine weitere Gelegenheit, auch in einem „normalen Spiel“ zu treffen, hat Tigges bereits am Sonntag. Dann muss er auswärts an der Castroper Straße gegen den VfL Bochum antreten. Vielleicht gelingt ihm ja gegen den ehemaligen FC-Keeper Timo Horn der nächste Streich – aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Kopf und im Doppelpack.


Immer wieder Abstimmungsfehler in der Defensive – Fehlt dem FC ein Abwehrchef?

,

Immer wieder Abstimmungsfehler in der Defensive – Fehlt dem FC ein Abwehrchef?

Nach der „Fisch-oder-Fleisch“-Kritik von Lukas Kwasniok anlässlich der Leipzig-Niederlage stellt sich durchaus eine Frage: Fehlt dem 1. FC Köln ein Abwehrchef? Denn beim FC kommt es in der Hintermannschaft immer wieder mal zu Abstimmungsfehlern.

Das 0:1 gegen Leipzig fiel nach Ansicht von FC-Coach Lukas Kwasniok viel zu einfach. Vor dem Hintergrund der Abstimmungsprobleme in der Defensive des 1. FC Köln kommt die Frage auf: Fehlt dem 1. FC Köln ein Abwehrchef?

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den ersten 5000 Instagram Followern verlost come-on-fc.com einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen und come-on-fc.com.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Neben dem Ärger über die umstrittene VAR-Entscheidung beschäftigte FC-Trainer Lukas Kwasniok nach der 1:2-Niederlage gegen RB Leipzig vor allem eine Szene aus der ersten Halbzeit. „Das war kein Fisch und kein Fleisch. Jetzt müssen wir in die Ursachenforschung gehen, warum das so etwas Halbschwangeres war“, sagte der Trainer am Sonntag. „Der Raum zwischen Torhüter und Kette ist so groß, dass ein Linksfuß wie Raum den Ball genüsslich reinchippen kann. Wenn du am Elfmeterpunkt stehst, hast du eine gute Orientierung. So hast du nichts Halbes und nichts Ganzes. Ich saß auf der Bank, habe es kommen sehen und war erst einmal acht Minuten lang böse.“ Wer sich die Entstehung des Gegentreffers noch einmal anschaut, kann das Unverständnis des Trainers gut nachvollziehen.

Fehlt ein Abwehrchef?

David Raum flankte aus dem rechten Halbfeld in den Kölner Sechzehner, Leipzig nutzte mit einem einfachen Laufweg den Moment. Xaver Schlager orientierte sich an Tom Krauß, blockte dessen Rückwärtsbewegung geschickt ab, sodass Baumgartner in die entstehende Lücke stieß und den Ball vor Eric Martel per Kopf im Tor unterbrachte. Die Szene erweckt einen Eindruck: Dem FC fehlt möglicherweise ein bestimmtes Spielerprofil, das gerade bei Standards für klare Absprachen, präzise Zuweisungen und die Übersicht über die Tumulte im eigenen Strafraum sorgt – ein echter Abwehrchef. Bei den Geißböcken hat dieses inoffizielle Amt eigentlich Timo Hübers inne. Eine schwere Knieverletzung im Oktober verbannte den 29-Jährigen jedoch in die Zuschauerrolle. Zu allem Übel reihte sich in der Kölner Innenverteidigung eine Verletzung an die nächste.

Wer kann Hübers ersetzen?

Der Blick richtet sich nun auf spannende Kandidaten im Kader, die die besagte Lücke füllen könnten. Auf dem Papier gibt es nämlich gleich mehrere Spieler, die die Qualitäten eines Abwehrchefs mitbringen. Da wäre zum einen Rav van den Berg. Der 21-Jährige strahlt unter Druck Seelenruhe aus, ist Kapitän der U21-Nationalmannschaft der Niederlande und hat trotz seines jungen Alters bereits viel Erfahrung bei Stationen in Zwolle und Middlesbrough gesammelt. Er wurde mit einem Versprechen von rund zehn Millionen nach Köln geholt und ist prädestiniert, einmal in der Defensive die Zügel in der Hand zu haben. Van den Berg, der erst seit dem vergangenen Sommer in Köln ist, musste sich lange mit einer Schulterverletzung herumplagen. Nach seiner Rotsperre wegen Handspiels im Duell mit Union Berlin stand er in vier Spielen nur gegen den SC Freiburg von Beginn an auf dem Rasen; zuletzt saß er im Spiel gegen Leipzig über die vollen 90 Minuten auf der Bank. Das sind Faktoren, die seine Entwicklung im FC-Trikot ausbremsen.

Chef-Suche: Hängerunde im Kader

Neben der Abgebrühtheit von Anführern aus der Defensive ist ein weiteres Charakteristikum das saubere und risikobewusste Passspiel: scharfe, aber präzise Vertikalpässe, gezielte Spielverlagerungen und das Gespür dafür, wann die sichere Lösung gefragt ist. Andribbeln und Linien brechen: Er erkennt freie Räume vor sich und nutzt sie, um Druck aus dem Spielaufbau zu nehmen und Gegenspieler zu binden. Das hat Jahmai Simpson-Pusey seit seiner Ankunft im Winter eindrucksvoll gezeigt, indem er ohne jeglichen Spielrhythmus ordentliche Leistungen abgeliefert hat. Für van den Berg und Simpson-Pusey ist festzuhalten, dass sie allein aufgrund ihres Profils das Zeug zum Abwehrchef im Trikot des 1. FC Köln hätten. Aber niemand kann erwarten, dass die jungen Spieler die vakante Stelle des Abwehrchefs sofort ausfüllen. Das obliegt Spielern, die sich schon länger am Geißbockheim tummeln.

Knochenhart im Zweikampf, bewiesener Anführer auf dem Platz und Kapitän der deutschen U21-Auswahl: Eric Martel hat das Zeug, sich auch eine Position weiter hinten als Leader festzubeißen. Doch über ihm schwebt die Frage, ob man in Köln auch in Zukunft mit ihm planen kann. Die Anstrengungen von Kessler in der abgelaufenen Transferperiode deuteten zudem auf eine Umstrukturierung auf Martels Sechserposition hin. Ein Verbleib in Köln würde es ermöglichen, ihn dauerhaft in der letzten Kette zu etablieren, wie er es bereits gegen Leipzig getan hat. Die Hängepartie bezüglich seiner Vertragssituation macht es Kwasniok sicherlich nicht leichter, Martel als neuen starken Mann in der letzten Kette zu etablieren. Allerdings fehlte auch dem vermeintlichen Sechser zuletzt die nötige Konstanz.

Antworten auf die „Fisch-oder-Fleisch-Frage“

Die Frage nach dem Abwehrchef ist für den 1. FC Köln nach wie vor kompliziert. Um Gegentore wie das 0:1 gegen RB Leipzig zu vermeiden, muss der Verein einen neuen Lautsprecher im defensiven Zentrum installieren. Vielleicht tut sich ja schon im Spiel gegen den VfB Stuttgart ein neuer Chef in der Abwehr hervor, der für Klarheit in der „Fisch-oder-Fleisch-Frage“ sorgt. Die Frage darf aber durchaus erlaubt sein, ob die Kölner im Winter in der Innenverteidigung nicht doch hätten nachbessern müssen.

Gegen die Schwaben wird eine klare Rollenverteilung auch aufgrund ihrer flexiblen Spielweise unabdingbar sein. Es bleibt abzuwarten, wen Kwasniok in der letzten Kette gegen Sebastian Hoeneß‘ Elf aufbieten wird.


Nach aufopferungsvoller Arbeit: Der 1. FC Köln bangt um Ragnar Ache

Ragnar Ache am Boden
, ,

Nach aufopferungsvoller Arbeit: Der 1. FC Köln bangt um Ragnar Ache

Er läuft, ackert, legt Chancen auf – und muss am Ende verletzt vom Platz. Jetzt bangen die Fans um den wichtigsten Stürmer des 1. FC Köln: Bangen um Ragnar Ache.

Nach dem couragierten Auftritt der Geißböcke gegen RB Leipzig richtet sich die Aufmerksamkeit auf Ragnar Ache. Der 27-Jährige musste gegen die Sachsen vom medizinischen Personal vom Platz begleitet werden. FC-Trainer Lukas Kwasniok wollte das Thema nicht zu hoch hängen, doch eine Diagnose steht noch aus beim 1. FC Köln.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den ersten 5000 Instagram Followern verlost come-on-fc.com einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen und come-on-fc.com.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Nach 90 Minuten war der Arbeitstag für Ragnar Ache beendet. Gestützt vom medizinischen Personal verließ der FC-Stürmer am Sonntag vorzeitig den Platz. Ausgerechnet Ache, der sich gegen die Leipziger so aufgerieben hatte, droht nun eine Zwangspause. Doch sein Trainer gab sich auf der Pressekonferenz im Anschluss an die 1:2-Heimniederlage optimistisch. Ache habe in einem Duell etwas im Knie gespürt. „Jetzt müssen wir einfach abwarten. Aktuell geht es ihm gut. Die Schmerzen sind nicht allzu groß. Insofern sind wir positiv gestimmt. Aber natürlich müssen wir die Untersuchungen morgen abwarten“, befand der FC-Coach am gestrigen Abend. Ache wird am Montag in der Mediapark-Klinik untersucht. Eine mögliche Verletzung des Stürmers stünde sinnbildlich für die Partie der Geißböcke gegen die Leipziger.

Anspielstation und Teilzeit-Ringer: Aches bewegter Arbeitstag

Der 27-Jährige rackerte und ackerte, machte Bälle fest und führte die meisten Zweikämpfe im Kölner Dress. Nicht selten hatte es den Anschein, als verfolge die Mannschaft von Trainer Kwasniok gegen die Sachsen einem klaren Matchplan: Sobald ein Kölner den Fuß an der Kugel hatte, sollte ein langer Ball in die Sturmspitze auf den ausharrenden Ache gespielt werden. Und mit ein wenig Glück wäre das Spielgerät auch früh im Spiel im Kasten von Leipzigs Keeper Peter Gulacsi untergekommen. So bereitete Ache bereits in der fünften Minute eine frühe Chance von Said El Mala vor. Jakub Kaminski drosch den Ball nach einem vereitelten Angriff der Gäste im hohen Bogen auf den Mittelstürmer, der von einer luftigen Leipziger Verteidigung profitierte und in Seelenruhe den einsprintenden El Mala in Szene setzen konnte. Abwehrhüne Willi Orban im Rücken und Peter Gulacsi im Tor vereitelten dann aber mit geeinten Kräften, dass der Kölner Shootingstar Kapital schlagen konnte.

Nur ein paar Minuten später war Ache erneut Schlüsselfigur: Er behauptete den Ball trotz zweier zerrender Leipziger Verteidiger und fand Krauß, der El Mala die Kugel auf dem Silbertablett servierte. Doch auch diesmal konnte der Ball nicht im Kasten untergebracht werden. In der zweiten Hälfte drehte Kwasniok an ein paar Stellschrauben und ließ seine Kölner den Gästen höher anlaufen. Das bedeutete für Einzelkämpfer Ache keine Entlastung. Jetzt kam er selbst vermehrt in Abschlusssituationen. Kristoffer Lunds Hereingabe in der 49. Minute nickte er aber lediglich am langen Pfosten vorbei.

Bangen vor der Diagnose

Obendrein eilte Ache mit nach hinten und ging die Extra-Meile, um Leipziger Umschaltmomente abzuwehren. So auch in einer Szene gegen David Raum Mitte der zweiten Hälfte: Der FC-Stürmer grätschte eine Hereingabe des Leipziger Außenverteidigers ab. Kwasniok bekam von Ache die richtige Antwort auf seine Forderung vorab, gegen die Leipziger dagegenzuhalten, Leidensbereitschaft zu zeigen und im richtigen Moment hellwach zu sein. Angesprochen auf die Ausfälle der formstarken Linton Maina und Alessio Castro-Montes winkte Kwasniok ab. Man habe noch bei jedem Spiel mit elf Mann auf dem Platz begonnen. Und: „Vielleicht explodiert am Sonntag ja ein anderer?“ Das Leipzig-Spiel rückte zumindest die Qualitäten Aches ins Scheinwerferlicht und verhalf ihm möglicherweise zu einer weiteren tragischen Rolle im FC-Kader. Denn eine mögliche Verletzung käme, wie auch schon im Fall Maina und Castro-Montes, inmitten eines Formhochs, das den Spieler für die Mannschaft eigentlich unverzichtbar macht.

Bleibt zu hoffen, dass sich die schlimmsten Befürchtungen nicht bestätigen.


1:2-Niederlage gegen RB Leipzig: 1. FC Köln belohnt sich nicht für aufopferungsvollem Kampf

, , ,

1:2-Niederlage gegen RB Leipzig: 1. FC Köln belohnt sich nicht für aufopferungsvollem Kampf

Der FC hat mögliche Punkte im Kampf um den Klassenerhalt liegengelassen. Im Spiel gegen RB Leipzig kassierten die Kölner eine 1:2-Niederlage. Dabei hatten die Kölner wieder einmal einen Rückstand ausgeglichen.

Kölns Trainer Lukas Kwasniok knüpfte die Aussichten auf mögliche Karnevalsfeierlichkeiten vorab an die Leistung gegen RB Leipzig. Nach der Niederlage gegen die Sachsen am Sonntagnachmittag ist man im Geißbockheim wohl weniger in Feierlaune. Der 1. FC Köln unterliegt zu Hause gegen Leipzig mit 1:2.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 2500 Instagram und 1000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier

Vor dem Spiel gegen RB Leipzig richtete FC-Coach Lukas Kwasniok eine Kampfansage an die spielstarke Mannschaft von Trainer Ole Werner: „Vorwärts, vorwärts, vorwärts! Das ist ihre Identität. Wenn eine Mannschaft so aktiv agiert, dann muss man auch schwere Phasen überstehen“, sagte Kwasniok auf der Pressekonferenz am Freitag und ergänzte: „Aber du hast mit Sicherheit den einen oder anderen Moment in Umschaltaktionen, den du für dich nutzen kannst. Wir wollen den Menschen im Stadion zeigen, dass wir nicht nur mithalten, sondern auch gegen diese Mannschaften punkten können. Und das wollen wir unter Beweis stellen“. An Selbstvertrauen mangelte es dem FC-Coach vor dem Aufeinandertreffen mit den Roten Bullen jedenfalls nicht. Gleichzeitig wird er nicht ganz sorgenfrei gewesen sein.

Denn es vergeht kaum ein Spieltag, an dem Kwasniok nicht den Ausfall eines oder mehrerer Leistungsträger im FC-Trikot verkünden muss. Diesmal hatte es Linton Maina (Rippenbruch) und Alessio Castro-Montes (Muskelverletzung) erwischt. Beide spielten nicht nur vergangene Woche gegen Wolfsburg groß auf, sondern haben sich nach einem Leistungstief zu Stammkräften in Kwasnioks volatiler Personalpolitik gemausert. Erwartungsgemäß rotierte der Trainer und brachte Said El Mala und Jan Thielmann für Maina und Castro-Montes in die Anfangself. Gegen die Roten Bullen setzte Kwasniok auf eine Viererkette aus Kristoffer Lund, Cenk Özkacar, Sebastian Sebulonsen und eben Thielmann. Gegen seinen ehemaligen Club rückte Eric Martel immer wieder in die letzte Kette und ergänzte den Defensivverbund. Isak Johannesson durfte wieder von Beginn an spielen. Marius Bülter nahm dafür auf der Bank Platz, wo es sich auch Neuzugang Felipe Chavez gemütlich machte.

Raum bringt RB in Führung, El Mala vergibt doppelt

Alles andere als gemütlich ging es auf dem Rasen zu. Der mutige RB-Fußball eröffnete die von Kwasniok prophezeiten Räume für gefährliche Umschaltmomente. So gehörte die erste Chance Said El Mala (5.). Ragnar Ache machte einen lang geschlagenen Ball mittels einer klugen Kopfballablage auf Said El Mala scharf. Der Flügelstürmer war frei durch, scheiterte aber mit einem flachen Schuss an Leipzigs Torhüter Peter Gulacsi, der schnell genug unten war. Die Sachsen antworteten unvermittelt. Nach einer schönen Kombination versuchte es Christoph Baumgartner, doch der Österreicher scheiterte aus kurzer Distanz an FC-Keeper Schwäbe. RB-Stürmer Rómulo setzte den Nachschuss aus kürzester Distanz nur an den Pfosten (6.).

Viel lief über den auffälligen Ragnar Ache in der Spitze, der in seiner Paraderolle als Wandspieler agierte und die RB-Defensive forderte. In der 22. Minute etwa konnte er den Ball nach einem chaotischen Klärungsversuch von RB-Spieler Nicolas Seiwald unter Kontrolle bringen und anschließend Johannesson einsetzen. Der Isländer leitete das Spielgerät gedankenschnell an El Mala an der linken Sechzehnerkante weiter, dessen Abschluss jedoch erneut zu ungenau war und im Toraus landete. Die Sachsen benötigten einen Standard, um gegen die Geißböcke in Führung zu gehen (29.). Nationalspieler David Raum schlug einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld tief in den Kölner Sechzehner. Dort hob Sebulonsen durch unglückliches Stellungsspiel das Abseits auf, Leipzigs Baumgartner konnte ohne größere Probleme zum 1:0 einköpfen.

Thielmann gleicht aus, RB antwortet prompt

Der FC startete couragiert in die zweite Halbzeit und ließ sich von der Führung der Gäste nicht beeindrucken. Das wurde mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich belohnt. Johannesson setzte sich im Kopfballduell gegen Leipzigs Nusa durch, Thielmann schnappte sich den Ball und jagte ihn aus 16 Metern in den oberen linken Knick (51.). Die Gäste hatten die passende Antwort parat (56.). Nach einem verunglückten Klärungsversuch von Lund setzte Xaver Schlager den gut aufgelegten Baumgartner ein. Dieser konnte den Ball sehenswert mit dem Rücken zum Tor unter Kontrolle bringen und den alten Abstand wiederherstellen (56.).

Immer mittendrin: Ragnar Ache. Der 27-Jährige blühte in der Rolle des Ballverteilers auf. In der 69. Minute passte er den Ball aus dem Zentrum zu Bülter, der Sebulonsen suchte. Beim Abschluss des Norwegers war die Defensive der Gäste zur Stelle. Ein weiterer Geißbock erwischte einen Sahnetag. Jan Thielmann sorgte mit seinem Abschluss aus 20 Metern in der 77. Minute fast für den Ausgleich. Sein Versuch konnte nur durch eine Koproduktion von Gulacsi und Baumgartner sowie das Eingreifen des VAR vereitelt werden. Dem möglichen Handspiel von Baumgartner war eine strittige Abseitsposition von Sebulonsen vorausgegangen.

Insgesamt hätte sich der FC ein Unentschieden gegen die Sachsen verdient. Trotz des überzeugenden Auftritts bleibt am Ende nur die schwer verdauliche 1:2-Niederlage. Am kommenden Samstag geht es gegen den VfB Stuttgart (18:30 Uhr, Abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com). Dafür reist die Kwasniok-Elf bereits einen Tag früher als üblich ins Schwabenland, um dem Karnevalstreiben in der Domstadt zu entkommen.


1.FC Köln: Schwäbe – Lund (Waldschmidt 78.), Sebulonsen, Özkacar, Thielmann (Chavez, 90.) – Krauß, Martel, Johannesson (Bülter, 68.) – Kaminski, S. El Mala – Ache (Schenten, 90.)

Tore: Baumgartner (29., 56.); Thielmann (51.);

Gelbe Karten: Werner (52.), Thielmann (58.), Baumgartner (78.), Raum (76.), Gulacsi (90+4)

Transfer vs. Talent: Der schwierige Balanceakt zwischen Nachwuchs-Förderung und sportlichen Zielen beim 1. FC Köln

Felipe Chávez im Training gegen Eric Martel
,

Transfer vs. Talent: Der schwierige Balanceakt zwischen Nachwuchs-Förderung und sportlichen Zielen beim 1. FC Köln

Der Auftritt der Kölner U19 war überzeugend, der Abend beeindruckend, die Leistung und das Potenzial der Youngster vielversprechend. Aber: Während Eigengewächse wie Fayssal Harchaoui auf ihre Chance bei den Profis warten, holt der FC mit Transfers wie Felipe Chávez neue Konkurrenz von außer Haus. Passt das zusammen?

Die ganz großen Namen hat der FC in diesem Winter nicht verpflichtet. Dafür aber junge Spieler, die auf höchstem Niveau ausgebildet wurden, die ein Zukunftsversprechen sein können. Auf der anderen Seite drängen sich Kölner Eigengewächse auf, die auf eine Zukunft beim FC hoffen.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den ersten 5000 Instagram Followern verlost come-on-fc.com einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen und come-on-fc.com.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Für die meisten der Nachwuchskicker, die im Youth-League-Kracher des 1. FC Köln gegen Inter Mailand auf dem Platz standen, war es mit großer Wahrscheinlichkeit das bislang größte Spiel ihrer Karriere. Trotz der 1:3-Niederlage war unübersehbar, mit welcher Intensität die Young Goats darum kämpften, ihre Europapokalgeschichte weiterzuschreiben. Gegen die Nerazzurri hielten sie die Partie bis tief in die Nachspielzeit offen. Die Reise der Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck zeigte, dass der FC mit seinen Talenten auch international konkurrenzfähig ist. Spieler wie Fayssal Harchaoui oder Assad Kotya-Fofana stehen exemplarisch für eine Ausbildung, die Perspektiven eröffnet und gezielt auf den Profifußball vorbereitet.

Die langfristige Vertragsverlängerung von Fynn Schenten bis 2030 verstärkt zunächst den Eindruck, dass der Weg aus dem Geißbockheim in den Profifußball beim 1. FC Köln klarer und gradliniger ist als bei manch anderem Bundesligisten. Diese Entwicklung ist auch das Ergebnis der Transfer- und Kaderstrategie von Sportdirektor Thomas Kessler. Doch genau dort gibt es Anzeichen eines Widerspruchs, der hinter der aktuellen Euphorie hervorblitzt. Während die eigenen Talente auf ihren nächsten Schritt hoffen, holt der FC mit Spielern wie Felipe Chávez externe Nachwuchskräfte hinzu, die sofort um dieselben Plätze konkurrieren. Erschwert der Verein seinen Eigengewächsen durch solche Transfers den Weg in die erste Mannschaft und nimmt ihnen wertvolle Entwicklungschancen? Wie durchlässig ist der Weg nach oben tatsächlich, wenn sportlicher Anspruch und Kaderplanung aufeinandertreffen?

Entscheidungen, die weh tun

Auftritte wie jener gegen Inter Mailand sind der Grund, warum die Verantwortlichen am Geißbockheim alles daransetzen, Fayssal Harchaoui im Verein zu halten. Und ihn behutsam an den Profifußball heranzuführen. Anstatt ihn ziehen zu lassen, soll der Sechser offenbar bewusst Spielklassen tiefer an die physischen und taktischen Anforderungen der Beletage herangeführt werden. Gegen Mailand trieb der U17-Weltmeister den Ball mit bemerkenswerter Selbstverständlichkeit durchs Zentrum. Er suchte konsequent den Weg nach vorne und setzte Mitspieler mit präzisen Schnittstellenpässen wirkungsvoll in Szene.

Die Vorstellung, dass ein Spieler mit diesen Fähigkeiten perspektivisch auch im Team von Lukas Kwasniok eine Rolle einnehmen könnte, ist naheliegend. Doch sie wirkt dann auch wieder fragil, seit der FC verstärkt externe Talente wie Felipe Chávez oder andere Profile aus renommierten Nachwuchsleistungszentren an Bord holt. Die gestiegene Attraktivität des Klubs für solche Leih- und Transferlösungen wird damit zur Geduldsprobe für die Eigengewächse. Gleichzeitig entsteht für Sportdirektor Thomas Kessler eine heikle strategische Frage: Wie geht man mit einem starken Jahrgang um? Ein Jahrgang, der sichtbar bereit für höhere Aufgaben ist, wenn der Weg nach oben immer enger wird? Mit fortschreitender Entwicklung dürften sich Spieler wie Harchaoui jedenfalls nicht dauerhaft mit der Rolle des Wartenden zufriedengeben.

Ruthenbeck: „Es fehlen die entscheidenden paar Prozent“

Eine ähnlich komplexe Konstellation deutet sich auch bei Innenverteidigern wie Assad Kotya-Fofana an. Der 17-Jährige zeigte gegen Inter Mailand eine reife und abgeklärte Defensivleistung und ist längst eine feste Größe im Team von Stefan Ruthenbeck. Seine Entwicklung verläuft konstant, sein Profil ist klar, und damit rückt zwangsläufig auch bei ihm die Frage nach dem nächsten Schritt in Richtung Profimannschaft in den Fokus. Doch auch auf dieser Position scheint der Weg nach oben alles andere als frei. Mit Jahmai Simpson-Pusey hat der FC einen Verteidiger-Typus verpflichtet, der nach seinem Wechsel von der Insel vor allem mit seinen spielerischen Qualitäten überzeugt. Hinzu kommen die derzeit verliehenen Eigengewächse Julian Pauli bei Dynamo Dresden und Elias Bakatukanda bei Blau-Weiß Linz, die mittelfristig ebenfalls Ansprüche anmelden dürften.

Für Youngster wie Kotya-Fofana gilt damit ein ähnliches Grundproblem: Die Perspektive ist vorhanden, doch die interne Konkurrenz wächst möglicherweise schneller, als es der eigene Unterbau verkraften kann. Stefan Ruthenbeck bewertete diese brisante Konstellation folgendermaßen: „Die Cheftrainer machen sich am meisten Gedanken darüber, wie ein Spiel gewonnen werden kann. Es ist immer einfach zu sagen, dass sie Mut haben und einfach mal ein Talent reinschmeißen sollen. Aber das bedeutet dann auch, dass andere Spieler nicht berücksichtigt werden können“, sagte der Nachwuchscoach im Oktober gegenüber dem Express. Wenn es dann darum ginge, die Klasse zu halten oder aufzusteigen fehlten bei den Talenten seiner Einschätzung nach „[…] die entscheidenden paar Prozent. Ich finde, das hat auch mit Respekt den Trainern gegenüber zu tun. Die müssen immer genau abwägen, was am besten für die Mannschaft ist“, schlussfolgerte Ruthenbeck.

Es ist ein Balanceakt

Und dann ist da noch die andere Seite: Denn es darf nicht unterschlagen werden, dass ein Verzicht auf den Transfer von Felipe Chávez allein aus Rücksicht auf den eigenen Nachwuchs kaum realistisch ist. Die Rahmenbedingungen des Geschäfts sind so gestaltet, dass alle Parteien nachts ruhig schlafen können. Thomas Kessler handelte ein Leihmodell mit Kaufoption aus, während sich der FC Bayern zusätzlich eine Rückkaufklausel sicherte. Für Chávez selbst ist es die Chance, auf hohem Niveau Spielpraxis zu sammeln, Verantwortung zu übernehmen und den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen. Ein junger Spieler mit spürbarem Ehrgeiz, der den Wettkampf sucht.

Gleichzeitig sendet der 1. FC Köln weiterhin deutliche Signale an den eigenen Nachwuchs. Auch ein Blick auf den Ligavergleich zeigt, dass der FC beim Einsatz eigener Nachwuchsspieler konstant in der oberen Tabellenhälfte rangiert. Genau hier liegt jedoch die eigentliche Herausforderung. Sportliche Ambitionen und kluge Transferentscheidungen so auszubalancieren, dass der Weg aus dem Geißbockheim in die erste Mannschaft nicht nur als Versprechen existiert. Es soll eine realistische Perspektive für eine Generation, die längst an die Tür klopft.



Der mit dem Wolf tanzt: Marvin Schwäbe unbezwingbar

, ,

Der mit dem Wolf tanzt: Marvin Schwäbe unbezwingbar

Ein Treffer von Linton Maina und ein überragender Marvin Schwäbe bescheren dem 1. FC Köln einen enorm wichtigen 1:0-Sieg gegen den VfL Wolfsburg. Warum dieser Sieg im Abstiegskampf weit mehr als drei Punkte bedeutet für den 1. FC Köln: So macht Marvin Schwäbe alle besser.

Gegen den VfL Wolfsburg hatten die Geißböcke alle Mühe, die knappe Führung über die Zeit zu bringen. Doch dank Torhüter Marvin Schwäbe gelang den Domstädtern der Coup, der sich in dieser Saison noch als richtungsweisend herausstellen könnte. 1. FC Köln: So macht Marvin Schwäbe alle besser.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den ersten 5000 Instagram Followern verlost come-on-fc.com einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen und come-on-fc.com.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Beim 1:0-Erfolg des 1. FC Köln gegen den VfL Wolfsburg hielt Marvin Schwäbe mit gleich mehreren starken Paraden den Sieg fest. Warum dieser Sieg weit mehr bedeutete als nur drei wichtige Punkte, machte Linton Maina nach Abpfiff deutlich. Der einzige Torschütze des Abends fand im Sky-Interview warme Worte für seinen Kapitän: „In letzter Zeit haben wir auch gerne mal noch ein Tor in der letzten Sekunde kassiert, aber dafür haben wir ja Schwäbe, der den Laden wieder sauber gehalten hat“, so Maina.

Zunächst sah es so aus, als würden die Geißböcke das Spiel gegen die kriselnden Niedersachsen kontrollieren. Mainas Treffer in der 29. Minute belohnte eine engagierte und griffige erste Hälfte. Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie jedoch. Wolfsburg erhöhte spürbar den Druck, und plötzlich lasteten alle Hoffnungen auf dem Kölner Schlussmann. Und der konnte liefern.

Schwäbe: „Am Ende ist es mein Job“

VfL-Trainer Daniel Bauer hatte seine Mannschaft in der Halbzeitpause offenbar wachgerüttelt. Wolfsburg übernahm die Kontrolle und schnürte den FC phasenweise tief in der eigenen Hälfte ein. Die Niedersachsen kamen nun deutlich häufiger vor das Kölner Tor. Dženan Pejčinović, Kento Shiogai und Adam Daghim forderten Schwäbe mehrfach heraus. Spätestens in der Nachspielzeit wurde der Keeper zur Heldenfigur des Abends. Shiogai und Daghim hatten beide jeweils den sicheren späten Ausgleich auf dem Fuß, scheiterten aber am Kölner Schlussmann.

Schwäbe hielt seinen Kasten sauber und feierte erstmals seit dem 1:0-Erfolg gegen die TSG Hoffenheim Anfang Oktober wieder eine weiße Weste. Entsprechend zufrieden zeigte er sich nach Abpfiff: „Das Ergebnis ist natürlich schön. Umso schöner ist es, dass wir uns als Team nach einer langen Phase wieder zu Null belohnt haben. Wir haben einfach verdient gewonnen, und das nehmen wir heute mit.“ Und weiter: „Am Ende ist es mein Job. Es ist schön, wenn man der Mannschaft helfen kann, auch hinten raus. Es ist schöner, wenn man wirklich etwas zu tun hat, als wenn es einfach nur zu Null ist und ich keinen Ball halte.“

Mal kein spätes Gegentor: Balsam für die FC-Seele

Sicherlich, die drei Punkte am gestrigen Abend waren ein abenteuerlicher Ritt auf der Rasierklinge, der Trainer Lukas Kwasniok an der Seitenlinie sichtbar Nerven kostete. Doch genau solche Siege hatte sich der FC in den vergangenen Wochen immer wieder verwehrt. Spiele, in denen die Geißböcke mindestens auf Augenhöhe agierten, kippten in der Schlussphase zu oft. Kwasniok brachte es nach dem Abpfiff auf den Punkt: „Wir waren ja in vielen Spielen ungefähr gleich stark. Du warst hier eigentlich schon der Sieger gegen St. Pauli. Dann rutscht Marvin leider weg und der Ball kullert mit dem einzigen Torschuss rein. Und so entsteht auf einmal eine Serie, in der du irgendwann an dir selbst zweifelst.“

Auch Maina sah das ähnlich. Nach all den bitteren Ergebnissen, die der FC in dieser Saison durch späte Gegentore hinnehmen musste, wirkte dieser Erfolg wie ein Befreiungsschlag für die Mannschaft. „Es ist schon ärgerlich, wenn du kämpfst und Gas gibst und dann in der letzten Sekunde, wie gegen St. Pauli oder Union, doch noch ein Tor kassierst. Jetzt zu sehen, dass sich dieser ganze Aufwand lohnt, ist extrem wichtig“, sagte Maina.

Mit Zuversicht ins Wochenende

So sicherte sich der 1. FC Köln dank seines überragend aufgelegten Torhüters drei im Abstiegskampf so dringend benötigte Punkte gegen den VfL Wolfsburg, hielt die Wölfe auf Distanz und tankte wertvolles Selbstvertrauen. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt jedoch nicht. Bereits am kommenden Sonntag steht das nächste Heimspiel in Müngersdorf an. Dann gastiert RB Leipzig mit Trainer Ole Werner am Rhein und stellt die Kölner Defensive vor die nächste, ungleich größere Bewährungsprobe.


1. FC Köln: Vier Unterschiedsspieler, die die Wende mit eingeläutet haben

Tom Krauß und Ragnar Ache jubeln
,

1. FC Köln: Vier Unterschiedsspieler, die die Wende mit eingeläutet haben

Nach einem engagierten Auftritt gegen Bayern und dem wichtigen Sieg gegen Mainz herrscht kollektives Aufatmen beim 1. FC Köln: Vier Gewinner der Englischen Woche.

Am Geißbockheim blickt man zufrieden auf die vergangene Englische Woche zurück. Ein engagierter Auftritt gegen den Tabellenführer FC Bayern München und ein 2:1-Sieg im Sechs-Punkte-Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 sorgten dafür, dass Trainer Lukas Kwasniok die nervöse Stimmung im Verein und Umfeld zumindest vorübergehend eindämmen konnte. Durchstarter, neue Schlüsselspieler und harte Arbeit, die sich auszahlt beim 1. FC Köln: Das sind vier Gewinner aus der Englischen Woche.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.


„Wenn du acht Mal in Folge nicht gewinnst – und das hat man uns in der ersten Halbzeit noch streckenweise angemerkt –, dann steigt natürlich auch der Druck in der Stadt. Wir wussten, dass es heute um sechs Punkte geht, weil Mainz die Chance gehabt hätte, sehr nah an uns ranzukommen. Und es ist sehr schön, gerade wenn man in Rückstand gerät, dass die Mannschaft in der zweiten Halbzeit eine Reaktion gezeigt hat“, kommentierte Geschäftsführer Thomas Kessler die Leistung der Domstädter im Nachklapp der Partie gegen Mainz am Samstag. Dass die Kölner inmitten der enormen Last, die eine Englische Woche ohnehin schon aufbürdet, aufatmen können, zeigt sich insbesondere anhand vierer Geißböcke, die sich in den zurückliegenden Tagen in den Vordergrund gespielt haben.

Erkenntnis 1: Tom Krauß mausert sich zum Unterschiedsspieler

Im Duell mit dem FC Bayern durfte Tom Krauß neben Allrounder Kaminski von Beginn an ran. Dass der Effzeh die Elf von Vincent Kompany lange in Schach halten konnte, lag auch am unermüdlichen Sechser. Mit einer Zweikampfquote von 62,5 Prozent war Krauß der beste Zweikämpfer im Kölner Dress. Besonders eine Szene blieb in Erinnerung, die das Geschehen im RheinEnergieStadion schon in der zweiten Minute auf den Kopf hätte stellen können: Im Aufbauspiel eroberte Krauß den Ball gegen Konrad Laimer und leitete damit einen schnellen Konter ein. Der Steckpass landete bei Said El Mala, der an Minjae Kim vorbeikam und unter Bedrängnis aus kurzer Distanz und spitzem Winkel an einer starken Fußabwehr von Manuel Neuer scheiterte. Es fehlten nur Zentimeter zur frühen Kölner Führung.

Am Samstag stand Krauß zunächst nicht in der Startelf und wurde erst zur zweiten Halbzeit eingewechselt. Nach dem Pausenrückstand der Domstädter reagierte Trainer Lukas Kwasniok und brachte den 24-Jährigen in die Partie. Zuvor hatte der Coach auf den größer gewachsenen Eric Martel gesetzt, um gegen robuste Mainzer mehr Präsenz auf der Wiese zu haben. Zur Pause verwarf er jedoch diese Idee, Krauß betrat das Feld. Und der bestätigte seine starke Form in den anschließenden 45 Minuten eindrucksvoll. Gegen seinen Ex-Club lenkte er die Geschicke im Mittelfeld, gewann zahlreiche Zweikämpfe, fing Bälle ab und brachte die Mainzer mit seiner Spielweise zunehmend zur Verzweiflung. Für seine Leistung erhielt er ein Sonderlob von Kwasniok: „Man muss sich nur seine Emotionen nach dem Spiel anschauen. Er hat hier noch nicht so viele Schlachten geschlagen, aber er war schon sehr aufgewühlt. Es war ein toller Moment für ihn und für uns als Mannschaft. Toll, dass er diese Energie hier reinbringt.“

Erkenntnis 2: Alessio Castro-Montes ist endgültig angekommen

Er scheint beim 1. FC Köln endgültig Fuß gefasst zu haben. Der Belgier, der sich bereits im Wintertrainingslager in Spanien in den Vordergrund gespielt hatte, knüpft nahtlos an seine positive Entwicklung an. Schon in Heidenheim bereitete er mit viel Effet den Treffer von Eric Martel sehenswert vor und war auch beim Tor von Said El Mala entscheidend beteiligt. Am Samstag folgte der nächste überzeugende Auftritt gegen Mainz. Castro-Montes schlug die maßgenaue Flanke zum 1:1 durch Ragnar Ache und ackerte auf der rechten Außenbahn unermüdlich.

Dabei war der Weg dorthin alles andere als einfach. Abgesehen von einem kurzen Einsatz in Wolfsburg zum Saisonauftakt blieb ihm meist nur die Rolle des Zuschauers. Zeitweise wurde er sogar ganz aus dem Kader gestrichen. Vor dem Trainingslager hatte er lediglich drei Kurzeinsätze absolviert. Zu wenig für einen Spieler, den Trainer Lukas Kwasniok im Oktober noch vollmundig als Mischung aus Neymar und Messi bezeichnet hatte. Auftritte wie der gegen Mainz lassen diese Startschwierigkeiten jedoch schnell in den Hintergrund rücken. Nach dem holprigen Beginn scheint Castro Montes nun endgültig in Köln angekommen zu sein. Das bestätigt auch Sportdirektor Thomas Kessler: „Er hat sicherlich keinen ganz so einfachen Start gehabt bei uns, er hat nicht die Einsatzzeiten gehabt, die er sich erhofft hatte. Manchmal benötigt der ein oder andere Spieler ein paar Wochen länger, um anzukommen. Man hat jetzt gesehen: Er hat einfach Qualitäten, die uns helfen können.“

Erkenntnis 3: Jahmai Simpson-Pusey funktioniert ansatzlos

Jahmai Simpson Pusey benötigte keinerlei Eingewöhnungszeit. Angesichts von zeitweise sechs Ausfällen in der Innenverteidigung war der FC gezwungen, zu improvisieren. Mit Blick auf den 20-Jährigen lässt sich jedoch festhalten, dass Trainer Lukas Kwasniok aus der Not eine Tugend gemacht hat. Simpson-Pusey gelang der bemerkenswerte Sprung von der Ersatzbank in der schottischen Premier League direkt in die Startelf der Bundesliga. Seit seiner Ankunft am Geißbockheim stand der Innenverteidiger in jeder Partie über die vollen 90 Minuten auf dem Platz. Das ist umso bemerkenswerter, da der Youngster aus einer schwierigen Phase seiner noch jungen Karriere kommt. Bei seiner letzten Leihstation in Glasgow blieb ihm ein Pflichtspieleinsatz lange verwehrt, fast sieben Monate wartete er auf Spielpraxis.

In Köln hingegen fügte sich Simpson Pusey sofort ein und macht seine Sache bislang ausgesprochen souverän. Es wirkt, als sei er nicht erst seit wenigen Wochen Teil des Vereins. Das bestätigt auch Kapitän Marvin Schwäbe: „Gerade dafür, dass er in der ersten Hälfte der Saison einfach nicht richtig zum Zug kam, macht er jetzt drei Spiele, bei denen wir sagen können, dass er direkt reingepasst hat. Er ist gut in die Mannschaft reingekommen, und wir haben ihn gut aufgenommen. Das spricht alles für sich und für ihn.“ Simpson-Puseys Zweikampfstärke, seine Fähigkeiten im Spielaufbau und die Ruhe, die er trotz widriger Umstände ausstrahlt, haben dazu beigetragen, dass der FC nach der Englischen Woche eine positive Bilanz ziehen kann.

Erkenntnis 4.: Ragnar Ache trifft (doppelt)

Nach der vergangenen Woche dürfte kaum ein Spieler im FC-Kader so erleichtert sein wie Ragnar Ache. Nach einer langen Durststrecke meldete sich der Stürmer gegen Mainz eindrucksvoll zurück und erzielte beim 2:1 beide Treffer der Kölner. Es waren seine Saisontore Nummer drei und vier und zugleich ein Signal, die Hoffnung in die Goalgetter-Fähigkeiten des 27-Jährigen nicht vorschnell aufzugeben. Trainer Lukas Kwasniok stellte nach der Partie klar: „Es gibt immer nur diese Momente, in denen die Jungs treffen, oder eben Kritik, wenn sie nicht treffen. Aber das, was er Woche für Woche abspult, seit er da ist, hat ihn jetzt eben dazu gebracht, doppelt in der Bundesliga zu treffen.“

Harte Arbeit, die sich auszahlt. Auch Sportdirektor Thomas Kessler betonte, dass Ache sich von den ausbleibenden Erfolgserlebnissen nicht entmutigen ließ. Stattdessen habe er diszipliniert und mit viel Geduld daran gearbeitet, dass sich seine Leistungen auch in Toren widerspiegeln. Kessler weiter: „Ich habe jetzt im Wintertrainingslager auch noch einmal das Gespräch mit ihm gesucht, weil ich es einfach bemerkenswert finde. Er kommt mit einer hohen Erwartungshaltung hierhin. In Köln geht es ja auch schnell, dass man der Königstransfer ist und er hat einfach zwei, drei Monate sehr, sehr intensiv mit unserer Athletikabteilung, dem Trainerteam und auch seinem privaten Trainer gearbeitet.“ In der vergangenen Woche hat Ache gezeigt, dass er der an ihn gestellten Erwartungshaltung gewachsen ist. Nicht nur, indem er sich, wie in der bisherigen Saison zu beobachten war, mit seinem Spiel in den Dienst der Mannschaft stellte, sondern auch, indem er selbst den Unterschied machte.

Kwasniok: „Schwierige Phasen prägen deinen Charakter“

Der 1. FC Köln ist also zurück auf dem Erfolgspfad. Die erste Krise der Saison scheint sowohl sportlich als auch atmosphärisch vorerst überwunden. Kwasniok ordnete die Entwicklung seiner jungen Mannschaft jedoch mit Bedacht ein: „Man darf nicht vergessen: Die Jungs sind alle so um die 25 Jahre alt. Sie haben noch nicht so viele stressige Situationen in ihrem Leben überstehen müssen. Ich bin schon ein Tick älter. Ich durfte schon das eine oder andere Mal härtere Phasen überstehen. Schwierige Phasen prägen deinen Charakter“, analysierte Kwasniok am Samstag. Trotz der vielen positiven Signale sollte man sich in Köln jedoch nicht zu früh in Sicherheit wiegen. In der Domstadt liegen Optimismus und Pessimismus traditionell nur einen Spieltag auseinander. Bereits am Sonntag gegen den SC Freiburg wird sich zeigen, in welche Richtung das Stimmungspendel in den kommenden Wochen ausschlagen wird.


Von „Kwasni Yok“ zu Kwasni-Ok? Aufräumen vor der Bayern-Gala

, ,

Von „Kwasni Yok“ zu Kwasni-Ok? Aufräumen vor der Bayern-Gala

Banner in der Kurve, Gespräche mit der Mannschaft, Innenverteidiger-Not: Vor dem Duell mit Bayern München hat Lukas Kwasniok alle Hände voll zu tun. Sportlich trennen die Geißböcke und ihre Gäste derzeit Welten, dennoch will man sich im Gastspiel des Rekordmeisters beim 1. FC Köln nicht verstecken: Zwischen aussichtslos und jetzt-erst-recht.

Es ist viel los vor dem Aufeinandertreffen zwischen dem FC Bayern München und dem 1. FC Köln: Zwischen aussichtslos und jetzt-erst-recht.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den ersten 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen und come-on-fc.com.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal




Was würde FC-Coach Lukas Kwasniok dafür geben, sich vor dem Spiel gegen Bayern München allein auf die sportliche Herausforderung konzentrieren zu können? Doch neben der erdrückenden Bestform des Rekordmeisters und dem eigenen Innenverteidigermangel muss sich der 44-Jährige mit zahlreichen Nebenkriegsschauplätzen herumschlagen. Wie Kwasniok am Dienstagmittag auf der Pressekonferenz mitteilte, habe man klärende Gespräche geführt. Nicht nur mit Teilen der aktiven Fanszene, die das „Kwasni Yok“-Banner im Spiel gegen Heidenheim gespannt hatten, sondern auch mannschaftsintern. „Der Verein hat sich mit der Ultraszene über diese Dinge unterhalten. Die Dinge, die dazu geführt haben, sind jetzt ausgeräumt“, sagte Kwasniok und richtete den Fokus. „Nach Bayern kommt Mainz, und ich glaube, wir tun gut daran, uns gerade in Köln nicht so sehr um die Dinge drumherum zu kümmern, sondern uns auf unsere brutal harte Aufgabe zu konzentrieren: den Klassenerhalt mit dem 1. FC Köln.“

Die Pokal-Erinnerung trügt

Die Mannschaft von FCB-Trainer Vincent Kompany fertigte am vergangenen Wochenende den VfL Wolfsburg mit 8:1 ab. Die Bayern in Bestform hinterließen auch am Geißbockheim Eindruck: „Diese Aufgabe ist so unheimlich schwierig, weil die Bayern neben ihrer Vereinskultur, diesem ‚Mia san mia‘, eben auch dieses extreme Mindset in der aktuellen Mannschaft inklusive Trainer haben, sodass sie in jedes Spiel gehen und völlig am Anschlag sind“, sagte der Kölner Coach. So positiv die Erinnerung an den überzeugenden Kölner Auftritt gegen den Tabellenprimus im DFB-Pokal im September auch ist, die Geißböcke können kaum davon zehren. Im September schwamm der FC noch auf einer Euphoriewelle durch den starken Saisonstart und plagte sich nicht mit Personalausfällen herum.

Dennoch gilt es am Mittwochabend, die Unterstützung aus der Kurve auf den Platz zu übertragen und damit Kräfte freizusetzen, die das ungleiche Kräfteverhältnis auf dem Papier lindern können. Vorab steht fest: Die Gäste werden das Spiel bestimmen und den höheren Ballbesitzanteil verbuchen. Für den FC bedeutet das aber keineswegs, sich gegen die beste Offensive der Liga hinten reinzustellen. „Grundsätzlich wird die Herangehensweise nicht völlig anders sein. Wir müssen versuchen, mutig zu bleiben und das Stadion mitzunehmen. Das eröffnet den Bayern natürlich Räume, die sie dann nutzen können“, sagte der Trainer. „Die Wolfsburger haben das auch gut gemacht. Aber sie haben es nur eine Halbzeit lang durchgehalten. Ich glaube, anders hast du gar keine Chance. Dass wir von Beginn an mit Mann und Maus rund ums eigene Tor verteidigen werden, glaube ich nicht. Das geht nach hinten los.“

El Mala bleibt Edeljoker, neue Chance für Özkacar

Ein wesentlicher Teil der Kritik aus dem Fanlager resultiert aus Kwasnioks Umgang mit der Personalie Said El Mala. Dieser durfte am Wochenende gegen Heidenheim erst in der zweiten Hälfte ran. Nur Minuten später erzielte der 19-Jährige das lang ersehnte 2:2. Viele Fans würden den Unterschiedsspieler gerne öfter von Beginn an sehen. Inzwischen ist El Mala bei Kwasniok jedoch wieder Edeljoker, wie zu Saisonbeginn. Stand jetzt sei Joker El Mala erfolgreicher, als ihn von Beginn an von der Leine zu lassen: „Ich habe den besten Einwechsler der ganzen Liga zur Verfügung. Aber er ist definitiv nicht der beste Spieler der Bundesliga. Wir haben es gemeinsam geschafft, dass er jetzt einen Marktwert von 40 Millionen hat. Den hat er durch seine Scorer generiert. Nicht durch Einsätze in der Startelf. Und die Scorer generiert er zu 95 Prozent in der zweiten Halbzeit“, erklärte der Coach.

Spannender ist die Frage, wie Kwasniok die knifflige Situation in der Innenverteidigung angehen wird. Gegen die Bayern wird Cenk Özkacar zum Zug kommen. Obwohl er gegen Heidenheim noch über 90 Minuten auf der Bank saß, soll er gegen die potente Münchner Offensive von Anfang an ran, auch wenn er in der Vergangenheit nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinauskam. „Er ist für uns ein wichtiger Spieler. Aber es ergibt sich halt nicht immer, dass du einen Innenverteidiger wechseln musst. Gegen Heidenheim war es zum Beispiel so, dass ich Jahmai vorgezogen habe, um ein fußballerisches Element zu bringen. Gerade gegen die Bayern wirst du eher nicht so häufig den Ball haben, sondern musst verteidigen. Insofern wird Cenk beginnen und seine Bewährungsprobe bekommen, so wie er das gegen Dortmund auch getan hat“, verkündete der FC-Trainer am Dienstag.

Kwasniok: “Können uns nicht darauf verlassen, dass sie einen schlechten Tag erwischen”

Angesichts der sich auftürmenden Probleme der Domstädter und der bestechenden Form der Bayern wäre ein Punktgewinn sehr überraschend. Den Kölnern bleibt nichts anderes übrig, als den Status quo zu akzeptieren und auf glückliche Fügungen zu hoffen: „In Bezug auf das reine Ergebnis ist es das schwierigste Spiel, das ist schon richtig. In Bezug auf Motivation und Überraschungseffekt ist es das leichteste Spiel. Und so versucht man eben, an die Sache heranzugehen. Du kannst dich nicht darauf verlassen, dass die Bayern mal einen schlechten Tag erwischen oder einen schlechten Zugang zum Spiel haben, wie es vielleicht mal in der Vergangenheit der Fall war“, so Kwasniok.


Überraschende Debüts beim 1. FC Köln: Fahrlässige Experimente oder kalkuliertes Risiko?

, , ,

Überraschende Debüts beim 1. FC Köln: Fahrlässige Experimente oder kalkuliertes Risiko?

In Heidenheim überraschte FC-Trainer Lukas Kwasniok und setzte auf die Debütanten Jahmai Simpson-Pusey und Fynn Schenten. Startelf-Paukenschlag beim 1. FC Köln: Vertretbares Risiko oder fahrlässige Experimente?

Bei der wegweisenden Begegnung mit dem 1. FC Heidenheim sorgte FC-Coach Kwasniok auf mehreren Positionen für Startelf-Überraschungen beim 1. FC Köln: Vertretbares Risiko oder ein fahrlässiges Experiment?

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.


Der Trubel um die Startformation des 1. FC Köln unter Trainer Lukas Kwasniok hat sich in dieser Saison längst zur Folklore entwickelt. Entgegen seiner Ankündigung auf der Pressekonferenz vorab stellte der Trainer den erst kürzlich verpflichteten 20-jährigen Jahmai Simpson-Pusey links in die Dreierkette neben Eric Martel und Sebastian Sebulonsen. Der Engländer hatte bis dahin gerade einmal vier vollständige Trainingseinheiten absolviert. Cenk Özkacar, eigentlich die naheliegende Alternative, blieb über 90 Minuten auf der Bank.

Doch damit nicht genug: Auch der 18-jährige Fynn Schenten stand in seinem zweiten Bundesligaspiel erstmals in der Startelf. Und so stellte sich die Frage, ob Simpson-Pusey und Schenten bereits bereit für ein Spiel waren, das im Kampf um den Klassenerhalt kaum wichtiger hätte sein können.

Simpson-Pusey liefert kein blitzsauberes Debüt, überzeugt aber dennoch

Es ist eine knappe Woche her, da dämpfte Kwasniok die Erwartungen an ein schnelles Debüt der jüngsten Kölner Neuverpflichtung noch gehörig: „Wir tun gut daran, ihn ankommen zu lassen. Er wechselt nicht nur den Verein, sondern ist auch der Sprache nicht mächtig. Er wird im Kader sein, aber es ist unwahrscheinlich, dass er in der Startelf stehen wird“, sagte der Trainer des 1. FC Köln im Trainingslager in La Nucia. Bekanntlich hat Thomas Kessler den jungen Engländer auf Leihbasis verpflichtet, um den Geißböcken Abhilfe zu leisten angesichts der langen Liste der Ausfälle. Zu den Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian gesellte sich zuletzt auch der rotgesperrte Rav van den Berg. Als ob das nicht schon genug wäre, fiel auch noch Dominique Heintz für das Aufeinandertreffen mit Heidenheim aus.

Dies verleiht Kwasnioks Worten über Simpson-Pusey, die er noch vor Heintz‘ Verletzung äußerte, besonderes Gewicht: „Wenn wir zurück sind, wird er die Stadt, die Menschen und den Verein kennenlernen. Es wird der Tag kommen, an dem ich ihn reinwerfe, aber wir sollten ihm Zeit geben, damit wir ihn nicht im falschen Moment überfordern.“ Im Heidenheimer Schneegestöber zeigte der Brite, dass er die Lücke ausfüllen kann, die Heintz, Hübers und Co. derzeit in die Defensive der Geißböcke reißen. Zunächst konnte er die Hereingabe vor dem 0:1 nicht verhindern und agierte bei der Flanke von Heidenheims Jan Schöppner weder nah genug am Gegenspieler noch energisch genug gegen den Ball. Beim 2:1 hatte Simpson-Pusey dann Pech, als ein Schuss von Heidenheims Niehues erst an seine Wade, von dort an den Oberschenkel und schließlich unhaltbar ins eigene Tor prallte.

Schenten alles andere als eine Notlösung

Trotz dieser unglücklichen Szenen deutete Simpson-Pusey an, warum sich der FC von ihm eine echte Verstärkung verspricht. Nach einer Ecke hatte der Innenverteidiger selbst die große Chance auf sein erstes Tor. Besonderen Wert für das Kölner Spiel brachte der Engländer jedoch im Spielaufbau ein. Der Innenverteidiger eröffnete mit mutigen vertikalen Zuspielen Kölner Offensivbemühungen und bewahrte auch unter Druck Ruhe am Ball.

Die Startelf-Nominierung von Fynn Schenten sorgte ebenfalls für Gesprächsstoff. Denn bei Schenten handelte es sich nicht um eine Notlösung, sondern um die bewusste Entscheidung für den Teenager, obwohl es im Kader zahlreiche Spieler mit mehr Bundesliga-Erfahrung gab. Insgesamt tat sich der Youngster schwer, Eindruck zu schinden. In der ersten Hälfte legte er über die rechte Seite auf Jakub Kaminski ab, doch dieser scheiterte an Diant Ramaj im Heidenheimer Tor. Ansonsten flog er weitgehend unter dem Radar, für Schlüsselszenen sorgten andere.

So etwa Said El Mala, der nach seiner Einwechslung nur gut zwei Minuten benötigte, um den Ball im Heidenheimer Tor unterzubringen. Auch Verteidiger Kristoffer Lund vereitelte mit seinem Einsatz ein mögliches Siegtor der Gäste: „Die Zuschauer haben ein wildes Spiel erlebt. Sinnbildlich dafür war die Aktion von Lund. Eine Grätsche gegen Conteh – das war eigentlich ein Tor. So eine Aktion freut mich genauso wie die Bereitschaft aller Jungs, sich dagegenzustellen”, ordnete Kwasniok nach dem Spiel ein.

Saisonziel Klassenerhalt: Die Herausforderung wächst

Unabhängig von den individuellen Leistungen wirft der konsequente Einsatz junger Spieler Fragen mit Blick auf die Rollenverteilung im Kader auf. Akteure wie Maina, Özkacar, Waldschmidt oder Kainz rücken dabei zunehmend in den Hintergrund. Entsprechend werden auch Diskussionen über Kwasnioks Standing innerhalb der Mannschaft und im Umfeld lauter (Stichwort Kwasni Yok). Es bleibt abzuwarten, ob und, falls ja, welche Startelf-Experimente gegen die Bayern zu beobachten sein werden.


Joker Said El Mala sticht: Der 1. FC Köln spielt gegen Heidenheim 2:2

Kölner Spieler bejubeln Said El Mala
, , ,

Joker Said El Mala sticht: Der 1. FC Köln spielt gegen Heidenheim 2:2

Die Sieglos-Serie der Geißböcke hat auch über den Jahreswechsel Bestand. Der 1. FC Köln kommt in Heidenheim nicht über ein 2:2 hinaus und bleibt zum siebten Mal in Serie ohne Dreier. Lukas Kwasniok überraschte zu Beginn mit zwei Debütanten.

Unentschieden im Heidenheimer Schneegestöber: Der 1. FC Köln kommt in Heidenheim nicht über ein 2:2 hinaus. Said El Mala glich kurz nach seiner Einwechslung aus und rettete den Kölnern den Punkt.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.


Nach den brisanten Neuigkeiten um die nicht berücksichtigten Luca Waldschmidt und Florian Kainz wurde die Startformation von FC-Trainer Lukas Kwasniok vielleicht mit noch ein wenig mehr Spannung erwartet als ohnehin schon. Und Kwasniok enttäuschte nicht. Bekanntlich verzichtete der FC-Coach freiwillig auf eine Nominierung von Waldschmidt und Kainz, für die Routiniers rückten Sturmtalent Fynn Schenten und Ersatztorwart Matthias Köbbing in den Spieltagskader. Ebenfalls mit von der Partie war Winterneuzugang Jahmai Simpson-Pusey. Überraschenderweise bescherte Kwasniok sowohl Schenten als auch dem Engländer umgehend ihr Bundesliga-Startelfdebüt. Isak Johannesson und Kristoffer Lund orderte er dafür auf die Bank. Für seine Leistungen im Trainingslager wurde Alessio Castro-Montes in die Anfangself berufen, Said El Mala musste zunächst von Seitenrand aus zusehen.

Die richtungsweisende Partie auf dem Schlossberg fand unter widrigen Bedingungen statt: Starker Schneefall machte die grüne Wiese in der Voith-Arena schwer bespielbar. Davon ließen sich die Gastgeber aber nicht beirren und begannen die Begegnung energisch. Der erste gefährliche Abschluss gehörte dem Heidenheimer Jan Schöppner in der ersten Minute. Die junge Kölner Mannschaft hatte dagegen Schwierigkeiten, im Schneetreiben Zugriff auf das Spiel zu bekommen.

Pieringers Zaubertor bringt Heidenheim in Führung

In dieser Phase erzielte Marvin Pieringer in der 16. Minute die Führung für die Gastgeber. Heidenheims Jan Schöppner flankte halbhoch von der rechten Seite in den Strafraum. Dort konnte der FCH-Stürmer das Spielgerät per Fallrückzieher im Kölner Kasten unterbringen. Doch die Geißböcke ließen nicht lange auf die passende Antwort warten. Castro-Montes flankte aus dem linken Halbraum im hohen Bogen in den Heidenheimer Sechzehner. Dort lauerte Aushilfs-Innenverteidiger Eric Martel, der sich im Luftzweikampf gegen Heidenheims Omar Traoré durchsetzen konnte und per Kopf zum zwischenzeitlichen Ausgleich traf (19. Minute). Ärgerlich: Nur kurz darauf sah Martel für ein Foul den gelben Karton. Damit fällt er für das nächste Spiel gesperrt aus.

Mitte der ersten Hälfte entwickelte sich die Partie in der Voith-Arena zu einem wilden Hin und Her, meist mit dem besseren Ende für den Gastgeber: Nach einer kurz ausgeführten Ecke der Heidenheimer kam Julian Niehues über Umwege an den Ball. Kölns Simpson-Pusey konnte den Einschlag im Tor der Schwaben nicht verhindern (26. Minute). In dieser Szene profitierte Heidenheim von einer fragwürdigen Schiedsrichterentscheidung von Robert Schröder. Dieser bewertete ein Foul an Castro-Montes nicht als ahndungswürdig. Nach einem Ellbogen im Gesicht musste der Belgier allerdings minutenlang behandelt werden, sodass der FC zwischenzeitlich in Unterzahl agierte.

Joker El Mala sticht früh

In der 31. Minute verhinderte der Kölner Torhüter dann den nächsten Treffer der Heidenheimer. Sebastian Sebulonsen klärte einen ungefährlichen Ball ungeschickt in die Füße des lauernden FCH-Stürmers Conteh, der für Pieringer auflegte. In der 35. Minute hatte Sirlord Conteh eine hundertprozentige Chance, das 3:1 für Heidenheim zu erzielen: Ibrahimović suchte ihn mittels einer flachen Hereingabe von links. Doch Conteh setzte den Ball aus nächster Nähe rechts neben das Tor. Doch der FC schickte sich in Person von Simpson-Pusey noch vor der Pause an, den Ausgleich zu erzielen. Der Innenverteidiger stieg nach einem Eckball am höchsten und drückte den Ball auf das Tor von FCH-Keeper Ramaj. Auch der zweite Ball landete bei Simpson-Pusey, doch Patrick Mainka vereitelte den Ausgleich vor der Halbzeit auf der Linie (46. Minute).

Zur Pause brachte Kwasniok Said El Mala ins Spiel. Und der brauchte nicht lange, um dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung wurde der 19-Jährige von Castro Montes über die linke Seite eingesetzt und nagelte den Ball in gewohnter El-Mala-Manier leicht in den oberen rechten Knick (48. Minute). Nur Millimeter trennten Kaminski anschließend vom Führungstreffer (54. Minute).

Ragnar Ache verpasst spätes Siegtor

Mitte der zweiten Hälfte präsentierte sich der FC zeitweise aktiver und zuweilen spielbestimmend, konnte seine Chancen zur Führung allerdings nicht nutzen. So wusste etwa Ragnar Ache eine butterweiche Hereingabe von Martel nicht zu verwerten (63. Minute) und auch nach einer Ecke konnten die Domstädter das Chaos im Heidenheimer Sechzehner nicht in ein Tor ummünzen (68. Minute). Heidenheim verharrte jedoch nicht lange in Passivität. Die Elf von Frank Schmidt brachte die Kölner Hintermannschaft immer wieder in Verlegenheit, tauchte mehrfach im gegnerischen Sechzehner auf. So auch in der 80. Minute. Conteh setzte sich im Sprintduell gegen Kristoffer Lund durch und war frei vor Schwäbe. Sein Abschluss landete aber rechts neben den Kasten, entscheidend gestört vom eingrätschenden Lund. In der Nachspielzeit drehte der 1. FC Köln nochmal auf. Der eingewechselte Marius Bülter setzte Ache im Zentrum ein. Wie verhext landet dessen Abschluss erneut nicht im Netz, FCH-Keeper Ramaj konnte erneut parieren (91. Minute).

Bereits am Mittwoch steht den Geißböcken die nächste Aufgabe bevor. Zum Start in die Englische Woche begrüßt die Kwasniok-Elf Tabellenführer FC Bayern München in der RheinEnergie Arena (14.01., 20.30 Uhr), und drei Tage später ist Kellerkind 1. FSV Mainz 05 zu Gast (17.01., 15.30 Uhr) .

Aufstellung 1. FC Köln: Schwäbe – Sebulonsen, Martel, Simpson-Pusey – Thielmann (Bülter, 75.), Huseinbasic (El Mala, 46.), Krauß, Castro-Montes (Lund, 75.) – Schenten (Maina, 62.), Ache, Kaminski- Tore: (Pieringer, 15.; Martel 18.; Niehues, 26,; El Mala, 48. ; Gelbe Karten Köln: Martel (21.Minute, im nächsten Spiel gesperrt)