Punktgewinn an der Alten Försterei: Der 1. FC Köln holt in einer zähen Partie dank Joker Malek El Mala ein 1:1

Marius Bülter im Zweikampf gegen Union Berlin (Foto: Reinaldo Coddou H./Getty Images)
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Punktgewinn an der Alten Försterei: Der 1. FC Köln holt in einer zähen Partie dank Joker Malek El Mala ein 1:1

Vor ein paar Tagen hatte der 1. FC Köln Union Berlin im Pokal noch phasenweise an die Wand gespielt, in der Liga kamen sie nun jedoch nicht über ein Unentschieden hinaus. Mit 1:1 trennen sich die Geißböcke von den Eisernen und müssen damit weiter auf den ersten Auswärtssieg der Saison in der Bundesliga warten. Besonders in der Offensive fehlten dem FC die entscheidenden Ideen.

FC-Coach René Wagner hatte ein anderes Spiel als am Dienstag im Pokal erwartet und sollte damit Recht behalten. Nach der 5:0-Gala vor ein paar Tagen war die Partie in der Liga gegen Union Berlin deutlich enger und zäher – und blieb schlussendlich ohne einen Sieger. Mit einem 1:1 im Gepäck fahren die Geißböcke zurück in die Domstadt. Dabei erzielte Malek El Mala bei seinem Debüt direkt den wichtigen Ausgleich.

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Nur ein paar Tage nach dem berauschenden 5:0 gegen Union Berlin im Pokal traf der 1. FC Köln am Sonntagnachmittag direkt wieder auf die Eisernen – diese Mal jedoch in der Liga und in Köpenick. Auch deshalb waren für FC-Coach René Wagner die Vorzeichen im Vergleich zum vergangenen Dienstag andere. „Union wird ein Stück weit Wut im Bauch haben und sich viele Dinge vornehmen. Sie spielen zu Hause, werden mutiger mit dem Ball agieren und haben zu Hause gute Spiele gemacht, auf die sie werden aufbauen wollen. Dafür müssen wir gewappnet sein“, so der Trainer vor der Partie. Trotz der Gala im Pokal nahm der Coach daher zwei Änderungen an der Startelf vor: Sebastian Sebulonsen und Isak Johannesson ersetzten Alessio Castro-Montes und Mikey Moore. Deutlich extremer rotierte sein Gegenüber Mauro Lustrinelli.

Gleich fünf Wechsel nahm der Coach nach der deutlichen Niederlage vor. Für Matheo Raab, Leopold Querfeld, Tom Rothe, Woo-Yeong Jeong und Mekhi Gray begannen Frederik Rönnow, Marvin Friedrich, Derrick Köhn, Livan Burcu sowie Kastriot Imeri. Zumindest personell trafen die Geißböcke damit auf einen stark veränderten Gegner.

Union mit der frühen Führung – Köln ohne Ideen

Das zeigte sich in der Anfangsphase auch direkt auf dem Platz. Denn im eigenen Stadion übernahmen die Eisernen erstmal die Spielkontrolle. Und hatten daher den ersten Abschluss: Kastriot Imeris Schuss geriet aber ein Stück zu hoch (9.). Besser machte es keine zwei Minuten später Janik Haberer. Livan Burcu bot einen schönen Lauf Richtung Grundlinie an und legte von dort den Ball an den ersten Pfosten zu Tim Starke. Dieser behielt vor Marvin Schwäbe die Übersicht und legte in die Mitte zu Haberer. Der musste nur noch einschieben, weil Borna Sosa ihn aus den Augen verloren hatte.

Mit der Führung im Rücken zog sich Union mehr zurück und überließ den Geißböcken den Ball. Diese hatten aber keine Ideen, wie sie die dichte Berliner Defensive überwinden sollten. Im Gegensatz zum Pokalspiel boten die Köpenicker den Kölnern keine Lücken. Dem FC fehlte aber gleichzeitig das Tempo. So hatten die Geißböcke nach einer halben Stunde noch keinen einzigen Schuss auf den Kasten von Frederik Rönnow zu verzeichnen. Dann war plötzlich Linton Maina nach einem Kölner Befreiungsschlag frei durch, scheiterte aber am Union-Keeper und war ohnehin aus dem Abseits gestartet.

Keine Chancen für Köln – Schwäbe verhindert das 2:0

Rückenwind gab diese Aktion den Domstädtern jedoch nicht. Ein harmloser Abschluss von Sebastian Sebulonsen und ein Kopfball über das Tor nach einem Sosa-Freistoß von Marius Bülter waren noch die gefährlichsten Kölner Aktionen. Auch ein Umschaltmoment nach einer Balleroberung von Tom Krauß in der eigenen Hälfte blieb ungefährlich, weil Derrick Köhn zurück arbeitete und die Flanke per Grätsche abfing. Für Gefahr sorgten dann kurz vor der Pause nochmal die Hausherren. Joel Schmied konnte Burcu im Strafraum nicht stoppen, dessen Abschluss aus spitzem Winkel konnte Schwäbe jedoch gerade noch an die Latte lenken. Somit blieb es zur Halbzeit beim knappen Vorsprung für die Berliner gegen völlig uninspirierte Kölner, die in der Offensive alles vermissen ließen, was sie im Pokal noch so stark gemacht hatte.

Said El Mala vergibt den Ausgleich

Trotzdem kamen die Geißböcke unverändert aus der Kabine und auch das Bild blieb erstmal das Gleiche. Dem FC fehlten die Ideen, während Union mit dem 1:0 recht zufrieden war. Ein kurzes Schubsduell zwischen Paul Okon-Engstler und Imeri, für das beide Gelb sahen, war noch mit das aufregendste Ereignis. Nach knapp zehn Minuten spielte dann Maina mal Said El Mala im Strafraum frei, dessen wuchtiger Abschluss das Ziel jedoch weit verfehlte.

In der Folge versuchte Wagner mit den Einwechslungen von Castro-Montes und Moore für Impulse zu sorgen. Kurz darauf forderten jedoch einige Unioner Strafstoß, weil Ersterer Köhn mit einem resoluten Körpereinsatz im Strafraum zu Fall brachte. Das machte der Belgier aber mit fairen Mitteln, wie auch Schiedsrichter Richard Hempel fand (65.). Auf der gegenüberliegenden Seite passierte weiterhin kaum Erwähnenswertes – bis Said El Mala aus dem Nichts kurz nach der Einwechslung seines Bruders Malek die Großchance zum Ausgleich hatte. Im Anschluss an eine Ecke landete der Ball über Umwege beim 20-Jährigen, der volley völlig frei am zweiten Pfosten jedoch deutlich verzog (73.).

Malek El Mala als Edeljoker

Ausgerechnet sein Bruder zeigte aber kurz darauf bei seinem Bundesliga-Debüt, wie es besser geht. Nach einer kurzen Ecke verlängerte Castro-Montes Said El Malas Hereingabe etwas glücklich an den zweiten Pfosten, an dem Malek El Mala goldrichtig stand und den Ausgleich besorgte (79.). Etwas später kam nach einer Castro-Montes-Flanke dieses Mal Bülter zum Abschluss, dieser wurde allerdings geblockt. Auch Schmieds Versuch aus der Distanz brachte nicht die Führung, weil Rönnow auf dem Posten war (88.). In der Nachspielzeit verpassten noch Moore nach einem starken Dribbling von Said El Mala und Krauß im Anschluss an die folgende Ecke den Siegtreffer.

So blieb es schlussendlich beim Unentschieden. Für die Kölner geht es dann in einer Woche weiter. Am Sonntag (8.11., im Liveticker beim come-on-fc.com) empfängt der FC um 15:30 Uhr Bayer Leverkusen im heimischen Stadion.

1. FC Köln: Schwäbe – Sosa, Krauß, Simpson-Pusey, Schmied, Sebulonsen (61. Castro-Montes) – Okon-Engstler, Johannesson (61. Moore) – S. El Mala, Bülter, Maina (72. M. El Mala); Tore: 1:0 Haberer (11.), M. El Mala (79.)

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Waldschmidts Doppelpack reicht nicht: Tigges führt Paderborn zum Sieg im zweiten Spiel des Sonntags

Luca Waldschmidt erzielte auch gegen Paderborn wieder zwei Tore
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Waldschmidts Doppelpack reicht nicht: Tigges führt Paderborn zum Sieg im zweiten Spiel des Sonntags

In der späteren Partie der Geißböcke gegen den SC Paderborn am Sonntag setzte es erneut eine Niederlage: Der 1. FC Köln spielt im zweiten Test gegen den SC Paderborn 4:3.

Auch im zweiten Spiel am Sonntag unterlagen die Geißböcke in Paderborn. In einer Partie mit starken Offensiven und schwachen Defensiven verlor der FC mit 4:3.

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Um allen Spielern nochmal genug Einsatzzeit vor dem Pflichtspielstart zu geben, gab es nach der 2:3-Niederlage am Sonntagmittag am Nachmittag direkt noch eine Partie gegen den SC Paderborn. Bei dieser durfte sich eine vollständig neue Elf im Vergleich zum ersten Spiel beweisen. Diese sollte es besser machen – gegen einen allerdings ebenfalls veränderten Gegner. Beim FC gab es jedoch eine kurzfristige Änderung: Für Julian Pauli, der eigentlich vorgesehen war, startete der im ersten Spiel eingewechselte Jonathan Friemel.

Frühe Paderborner Führung

Nach knapp einer Minute wurde es schon das erste Mal gefährlich im FC Sechzehner. Nach einer langen Ecke köpfte Clemens Lippmann aufs Tor, Ron-Robert Zieler war aber auf dem Posten. Kurz darauf setzte Ruben Müller einen Freistoß vom linken Strafraumeck knapp vorbei. Nach etwas über 10 Minuten wäre dann auch der FC fast zum ersten Abschluss gekommen. Paderborns Keeper Markus Schubert war allerdings nach einem schöne Chipball von Patrik Kristal knapp vor Marius Bülter am Ball. In der 15. Minute sorgte dann ein Kölner Aussetzer für die Führung der Ostwestfalen. Reigan Heskey spielte einen katastrophalen Fehlpass, sodass ausgerechnet der Ex-Kölner Steffen Tigges frei durch war und das 1:0 besorgte.

Der FC ließ sich davon aber nicht unterkriegen. Nach einer Ecke hätte Rav van den Berg fast den direkten Ausgleich geschafft. Schubert musste sich strecken, um den Kopfball über die Latte zu lenken. Auch ein Schuss vom linken Strafraumrand von Heskey und ein Lupfer von Luca Waldschmidt brachten nicht den Kölner Treffer. Den besorgte dann direkt danach Isak Johannesson. Nach einem Querpass von Youssoupha Niang ließ Waldschmidt im Zentrum durch, sodass der Isländer mit einem präzisen Schuss den Ausgleich besorgte (21.). Und knapp zehn Minuten später legte der FC nach. Eine schöne Flanke von David Fürst verwandelte Waldschmidt in der Mitte sehenswert.

Traumtor von Waldschmidt

Zwei Minuten später zeigten sich die Ostwestfalen mal wieder gefährlich. Ruben Müller köpfte nach einer Ecke knapp vorbei. Kurz darauf konnte van den Berg gerade noch retten, weil Kennedy Okpala freistehend nach einer Flanke von links den Ball nicht richtig traf. Fast direkt im Anschluss musste Zieler einen Distanzschuss aus dem Winkel kratzen. Auf der anderen Seite scheiterte Niang an Schubert und Friemel verzog nach einem schönen Ballgewinn nur knapp von der Strafraumkante. Auch Waldschmidt traf völlig frei von der Sechzehnerkante nur die Latte. Die letzte Chance der ersten Hälfte gehörte dann wieder Paderborn: Laurin Ulrich schickte Deniz Zeitler, der aus spitzem Winkel jedoch nur das Außennetz traf. So gingen die Kölner wie schon bei der Partie am Sonntagmittag gegen den SCP mit einer Führung in die Pause.

Zur zweiten Hälfte kam im Kölner Tor dann der junge Neuzugang Martin James für Zieler und dürfte sich direkt mit einer überragenden Doppelparade auszeichnen. Erst hielt er nach einer flachen Hereingabe gegen Tigges und parierte dann auch noch den Nachschuss von Okpala. Dann sorgte auf Kölner Seite Waldschmidt für das Tor des Tages. Nach einem Doppelpass mit Johannesson schlenzte der Angreifer den Ball wunderschön von der rechten Strafraumkante ins lange Eck (50.). Und das Spiel gönnte sich keine Pause. Ungefähr zwei Minuten später versenkte auf der anderen Seite Steffen Tigges die Kugel im Tor, indem der Ex-Kölner eine scharfe Hereingabe ins Tor verlängerte (52.).

Dreierpack Tigges

Dabei blieb es nicht, denn die Paderborner glichen sogar durch Felix Götze, der sich im Strafraum durchsetzte und in die lange Ecke abschloss, aus. Die Kölner wiederum verpassten bei Abschlüssen von Waldschmidt und Bülter im Anschluss die erneute Führung. Auf der anderen Seite parierte James einen Distanzschuss von Götze. Besser machte es erneut Tigges: Nach einer Dreifachchance, bei der erst James hielt, dann der Pfosten und im Anschluss Fürst auf der Linie retteten, vollendete der Angreifer danach aus kurzer Distanz. So schnürte der Stürmer gegen seinen Ex-Verein einen Dreierpack.

Darauf wurden die Kölner wieder aktiver. In der 81. verpasste Bülter den Ausgleich, scheiterte aus spitzem Winkel an Schubert. Ein paar Minuten später hätte der SCP wiederum fast erhöht: James bügelte mit einer starken Parade für Pauli aus, der über einen langen Ball drüberschlug. So blieb es beim 4:3 für die Ostwestfalen, weil im Anschluss nichts mehr passierte. Die Kölner verpatzten damit beide Generalproben für den Pflichtspielauftakt.

Der steht für die Geißböcke nun in etwas über einer Woche auf dem Programm. Am Montag, 24. August (18 Uhr, im Liveticker auf come-on-fc.com), treffen die Domstädter im Pokal auf die Würzburger Kickers.

1. FC Köln: Zieler (46. James) – Friemel (46. Pauli), Schmied, van den Berg, Fürst – Kristal (81. Neves) , Johanneson – Niang, Waldschmidt (61.), Heskey (81. Ari Akumu) – Bülter

Gelbe Karten 1. FC Köln: /

Tore: 1:0, 3:2, 4:3 Tigges (15., 52., 68.); 1:1 Johannesson (21.); 1:2, 1:3 Waldschmidt (30.; 50.); 3:3 Götze (57.)


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Niederlage im ersten Test des Sonntags: Der 1. FC Köln unterliegt dem SC Paderborn 3:2

Für FC-Coach René Wagner und seine Mannschaft stehen die Testspiele gegen Paderborn an
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Niederlage im ersten Test des Sonntags: Der 1. FC Köln unterliegt dem SC Paderborn 3:2

Es war die erste von zwei Partien am Sonntag, die der FC gegen den SC Paderborn bestreitet. Und die endete mit der ersten Niederlage der Vorbereitung: Der 1. FC Köln spielt im ersten Test gegen den SC Paderborn 3:2.

Im ersten Test des Tages mussten sich die Kölner dem SC Paderborn geschlagen geben und die erste Niederlage des Sommers hinnehmen. Die Geißböcke unterliegen den Ostwestfalen mit 3:2.

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Simon Hense berichtet für come-on-fc aus Paderboren

Zwei Testspiele stehen für den FC am Sonntag gegen den SC Paderborn an. Für René Wagner nochmal ein Härtetest. „Ich glaube, dass das schon der härteste Test wird. Zwei Bundesligisten im direkten Duell fühlt sich nochmal anders an, da wird auch viel Ernsthaftigkeit mit dabei sein“, erklärte der Coach noch am Freitag über die Wichtigkeit des Spiels. Und der Trainer wollte mit seiner Aufstellung im ersten Test auch schon einen Fingerzeig auf die mögliche Startelf im Pokal geben.

Köln mit viel Ballbesitz, Paderborn mit den ersten Chancen

Entsprechend engagiert gingen die Geißböcke den Test auch an. Doch die erste Möglichkeit gehörte den Gastgebern. Nach einer Hereingabe von rechts konnte Jahmai Simpson-Pusey in höchster Not noch per Grätsche blocken (5.). Danach kam erstmal nicht viel auf beiden Seiten. Sowohl die Ostwestfalen als auch der FC gingen intensiv in die Duelle, aber trotz viel Ballkontrolle auf Seiten der Kölner kamen diese noch nicht gefährlich vors Tor. Immer wieder wurde der finale Pass geblockt oder Ragnar Ache wie nach einem schönen Pass in die Mitte von Linton Maina in der 17. Minute im Zweikampf abgekocht. Kurz darauf ging es auf der anderen Seite zur Sache: Luka Lochoshvili blockte erst einen Distanzschuss des SCP, dann köpfte Albert Millgramm nach einer Flanke von links knapp übers Tor.

Nun kam jedoch auch der FC das erste Mal zu einer Chance: Said El Mala legte aus dem Mittelfeld schön rechts raus auf Maina. Der trat ein paar Meter an, brachte den Ball flach in die Mitte auf El Mala zurück, dessen Abschluss aber im Fallen von Tjark Scheller knapp übers Tor abgefälscht wurde. Ache machte es nicht mal eine Minute später besser. Der auffällige Maina legte einen langen Kölner Ball auf ihn ab, sodass der Stürmer frei durch war und Torhüter Nahuel Noll keine Chance ließ – das 0:1. In der 28. konnte sich der Keeper der Ostwestfalen jedoch direkt zweimal auszeichnen. Erst hielt er stark gegen Maina, der im Zusammenspiel mit Thielmann von halbrechts zum Abschluss kam. Bei der anschließenden Ecke war Noll dann gegen Paul Okon-Engstlers Kopfball auf dem Posten.

Möglichkeiten auf beiden Seiten

Danach dauerte es wieder ein paar Minuten bis zur nächsten gefährlichen Situation in der 40. Minute. Da blockte Lochoshvili gerade noch eine Hereingabe von Raphael Obermair, der Ball fiel im Anschluss auf das Tor. Bei der anschließenden Ecke klärte der FC nicht entschieden genug. Luka Durics Schuss von der Strafraumkante fand jedoch nicht sein Ziel. Dann zeigten sich wieder die Geißböcke: Maina legte bei einem Konter und Kölner Überzahl auf El Mala, dessen Schuss wurde jedoch geblockt. Der rechts mitgelaufene Thielmann wäre wohl die bessere Option gewesen. Anschließend kam Paderborn zum Ende der ersten Hälfte noch zu zwei eher ungefährlichen Schüssen, aber auch einen gefährlichen Kopfball. Stefano Marino zielte allerdings etwas zu hoch. So gingen die Geißböcke mit der Führung in die Pause.

Die war danach jedoch schnell dahin. Einen Freistoß aus halbrechter Position aus knapp 18 Metern zirkelte Oliver Batista Meier flach an der Kölner Mauer vorbei ins Tor (53.). Paderborn ging im Anschluss früher auf die Kölner drauf und war druckvoller. Trotzdem konnten sich die Geißböcke behaupten, auch wenn sie weniger Ballbesitz hatten. Und kamen nach einem Freistoß von Alessio Castro-Montes zu einer Kopfballchance, die jedoch nichts einbrachte. Kurz darauf bekam Duric zu viel Platz vor dem Strafraum, konnte aber ähnlich wie El Mala eine Minute später aus ähnlicher Position auf der anderen Seite den Ball nicht gefährlich aufs Tor bringen.

Paderborn dreht die Partie

Kurz darauf musste Marvin Schwäbe jedoch zum zweiten Mal hinter sich greifen. Nach einer Flanke von rechts setzte sich Santiago Casteaneda im Strafraum durch und brachte die Ostwestfalen per Kopf in Führung (63.). Und es kam noch schlimmer für die Geißböcke, weil sie in der Defensive unaufmerksam blieben. Dadurch war Batista Meier nach einem schönen Pass frei durch und legte vor Schwäbe auf Laurin Curda quer. Der musste nur noch einschieben – das 3:1 für Paderborn. Den direkten Anschluss verpasste der FC, weil Noll bei Aches Hereingabe von der Grundlinie auf dem Posten war. Kurz darauf war Maina eigentlich frei durch, wurde dann im letzten Moment jedoch doch noch geblockt.

In der 79. Minute hatte Said El Mala dann per Elfmeter die große Chance zum Anschluss. Der 19-Jährige war zuvor von Curda im Strafraum zu Fall gebracht worden. Den Strafstoß verwandelte der Youngster sicher. Der FC war also wieder dran und hatte sich aus seiner Schwächephase rausgespeilt. Erneut El Mala versuchte es nach einem Paderborner Fehlpass schnell aus der Distanz, der Ball ging jedoch drüber. In der 86. tauchte dann nach einer flachen Kölner Flanke plötzlich Lochoshvili vorne auf und kam gefährlich zum Abschluss. Der Versuch ging aber knapp am Tor vorbei. Und so blieb es bei der Kölner Niederlage im ersten Test des Tages.

Um 14:30 Uhr an diesem Sonntag geht es dann direkt mit dem zweiten Test gegen die Paderborner weiter.

1. FC Köln: Schwäbe – Castro-Montes, Simpson-Pusey, Lochoshvili, Mensah (75. Friemel) – Okon-Engstler, Krauß – Maina, Thielmann (89. Afri Akumu), S. El Mala – Ache

Gelbe Karten 1. FC Köln: Ache (35.)

Tore: 0:1 Ache (25.); 1:1 Batista Meier (53.); 2:1 Castaneda (63.); 3:1 Curda (66.); 3:2 El Mala (79.)


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Bittere Pleite im Nachbarschaftsduell – 1. FC Köln spielt stark auf und verliert

1. FC Köln gegen Bayer 04 Leverkusen
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Bittere Pleite im Nachbarschaftsduell – 1. FC Köln spielt stark auf und verliert

Seit Dezember 2019 hat der FC nicht mehr im eigenen Stadion gegen Bayer Leverkusen gewonnen. Und diese Serie setzt sich trotz einer starken Leistung fort: Der 1. FC Köln spielt gegen Bayer Leverkusen 1:2. Dabei entschied vor allem die Chancenverwertung die Partie.

In der Hinrunde hatten die Domstädter bei der 2:0-Niederlage gegen die Werkself nicht viel zu melden. In der Rückrunde präsentierte sich der FC dagegen sehr stark – konnte jedoch trotzdem keine Punkte holen. Mit 1:2 unterlagen die Geißböcke Bayer am Samstagnachmittag. Damit steigt der Druck im Abstiegskampf auf die Kölner vor den wichtigen Partien gegen Union Berlin und den 1. FC Heidenheim in den kommenden Wochen.

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Vor dem Nachbarschaftsduell gab es für FC-Trainer René Wagner vor allem eine drängende Frage: Wer soll Ragnar Ache, der sich gegen St. Pauli verletzt hatte, ersetzen? Einen Eins-zu-Eins-Ersatz sah Wagner nicht in seiner Mannschaft. „Ich will niemanden zu nahe treten, aber Ragy hat einfach eine unfassbare Qualität in der Luft, das wissen wir alle. Jetzt geht es darum, die richtige Kombination an Spielern zu finden und das aufzufangen“, so der Coach vor dem Spiel. Teil der Kombination sollte Marius Bülter sein, der für den verletzten Stürmer in die Startelf rückte. Außerdem bekamen Linton Maina und Kristoffer Lund den Vorzug vor Jan Thielmann und Alessio Castro-Montes. Ansonsten vertraute Wagner der gleichen Anfangsformation wie gegen St. Pauli.

Starke Kölner Anfangsphase

Und die legte direkt mit viel Tempo los. Schon nach fünf Minuten hatte der FC zwei gute Chancen. Nach einem Fehler von Jarell Quansah beziehungsweise Aleix Garcia kamen Said El Mala und etwas später Jakub Kaminski zum Abschluss, zielten allerdings jeweils nicht genau genug. Durch einen Ballgewinn von Jahmai Simpson-Pusey bekam El Mala bei einem Konter kurz danach direkt die nächste Möglichkeit. Seinen Schlenzer mit dem schwachen linken Fuß von der Strafraumkante konnte Janis Blaswich aber gut parieren. Der Keeper war eine Zeigerumdrehung später bei einem wuchtigen Freistoß aus der Distanz von Sebastian Sebulonsen ebenfalls auf seinem Posten.

Die Werkself hatte die ersten zehn Minuten nichts zu melden – bis Eric Martel sie ins Spiel holte. Einen schwachen Querpass des Mittelfeldspielers fing Patrik Schick ab, zielte vor Schwäbe aber zu ungenau an den Pfosten. Danach wurde die Partie etwas offener. So kam Leverkusen nach etwas über einer Viertelstunde zu nächsten Möglichkeit. Quansah hielt bei einer Hereingabe von Montrell Culbreath den Fuß rein, Schwäbe war im kurzen Eck aufmerksam. Kurz darauf waren wieder die Geißböcke auf dem Weg nach vorne. Bei einem Konter schickte Linton Maina El Mala in die Tiefe. Der 19-Jährige wurde noch von Quansah gestört, sodass er aus spitzem Winkel nicht mehr perfekt zum Abschluss kam und Blaswich die Chance vereitelte.

Harte Elfmeterentscheidung führt zur Leverkusener Führung

Nach dieser Möglichkeit deutete es etwas bis zur nächsten gefährlichen Aktion – die hatte es dafür aber in sich. Eine Hereingabe von Marius Bülter klärte Edmond Tapsoba genau auf Martel. Beim Dropkick des Sechser bekam Leverkusens Keeper die Arme jedoch noch schnell genug nach oben (29.). Kurz danach wäre er dann machtlos gewesen. Bei einem katastrophalen Rückpass von Quansah spritzte El Mala dazwischen und war so am Schlussmann vorbei. Aus spitzem Winkel hätte der 19-Jährige nur noch einschieben müssen, traf allerdings den Pfosten – die Riesenchance auf die Führung.

Nur ein paar Minuten später konnte dann Martel gerade so noch per Grätsche einen Abschluss von Alejandro Grimaldo blocken. Den zweiten Versuch setzte Nathan Tella dann drüber, wurde danach von Simpson-Pusey getroffen. Es gab aber keinen Elfmeter, weil der Ball schon im Aus war. Nur ein paar Minuten später zeigte Schiedsrichter Robert Hartmann doch auf den Punkt. Martel hatte mit angelegten Arm einen Pass von Exequiel Palacios im Sechzehner geblockt. Weil der Sechser jedoch eine leichte Bewegung zum Ball machte, pfiff der Referee – eine harte Entscheidung. Den anschließenden Elfer verwandelt Schick mit etwas Glück, weil Schwäbe die Ecke hatte und fast entscheidend drangekommen wäre (43.). So mussten die Geißböcke trotz vieler Chancen und einer starken ersten Hälfte mit einem Rückstand in die Pause.

Fehlende Effizienz bei Köln – Eiskalter Schick

In der zweiten Halbzeit setzte sich die Kölner Chancenverschwendung nahtlos fort: El Mala tauchte fast direkt nach Wiederanpfiff frei vor Blaswich im Strafraum auf. Halbrechts am Fünfmeterraum kam der Youngster nur gerade so vorm Leverkusener Schlussmann an den Ball und konnte ihn so nicht vorbeiliegen. Kurz darauf hatte Kaminski die nächste große Chance auf den Ausgleich, scheiterte aus sehr guter Position im Strafraum ebenfalls am Keeper der Werkself. Die machte es dagegen im direkten Gegenzug besser. Nur ein paar Sekunden nach der Kaminski-Großchance setzte sich Tella auf der linken Seite durch und flankte in die Mitte. Dort zeigte sich Schick eiskalt und versetzte dem FC den zweiten Nackenschlag (52.).

Die Geißböcke steckten trotzdem nicht auf. Nach einem schönen Zusammenspiel am Bayer-Strafraum versuchte es Kaminski erneut, wurde jedoch dieses Mal gerade noch geblockt. El Mala fehlte ungefähr eine Minute später, als er von links nach innen zog, die Präzision. In der 65. dribbelte der Youngster dann wieder in die Mitte. Sein erster Abschluss von der Strafraumkante wurde noch von der Bayer-Verteidigung abgewehrt, der zweite Versuch war zum wiederholten Male zu ungenau und ging drüber. Auch der Schuss nach einem weiteren Dribbling, dieses Mal jedoch aus ungefährlicherer Situation, flog übers Tor.

Waldschmidt mit nächstem Joker-Tor

Im Anschluss dauerte es ein paar Minuten bis zur nächsten Situation. Die besorgten dann zwei Joker: Jan Thielmann flankte auf Luca Waldschmidt, der Blaswich mit seinem Kopfball zur nächsten Parade zwang (75.). Zwei Minuten später machte es Waldschmidt dann besser. Leverkusen hatte das nächste El-Mala-Dribbling im Fünfmeterraum eigentlich schon entschärft, aber der FC-Joker blieb dran, kam an den Ball und schloss eiskalt aus kurzer Entfernung ab. Köln erhöhte weiter den Druck. Nach einem Zuspiel von Thielmann wurde Felipe Chavez Schuss vom Rand des Sechzehners geblockt, Waldschmidts zweiter Versuch aus der Distanz ging dann ein Stück vorbei. Erneut Chavez kam in der Nachspielzeit mit seinem Abschluss nicht an der Leverkusener Abwehr vorbei. In der letzten Minute rettete Tapsoba nach einer Ecke nochmal kurz vor der Linie für Leverkusen, ehe Blaswich auch den letzten FC-Versuch entschärfte.

Und so blieb es bei der bitteren Niederlage für die Kölner. In einer Woche müssen die Geißböcke dann nach Berlin. Am Samstagnachmittag um 15:30 (Abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com) treten die Domstädter dort gegen Union an.

1. FC Köln: Schwäbe – Lund (72. Waldschmidt), Özkacar, Simpson-Pusey, Sebulonsen – Kaminski, Martel (85. Niang), Johannesson (72. Chavez), Maina (60. Castro-Montes) – El Mala, Bülter (60. Thielmann); Gelbe Karten 1. FC Köln: Johannesson (45.); Tore: 0:1, 0:2 Schick (43., Elfmeter; 52.), 1:2 Waldschmidt (77.)


Befreiungsschlag im Abstiegskampf: Der 1. FC Köln gewinnt gegen Werder Bremen 3:1

Said El Mala erzielte gegen Bremen die frühe Führung
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Befreiungsschlag im Abstiegskampf: Der 1. FC Köln gewinnt gegen Werder Bremen 3:1

Im ersten Heimspiel unter Cheftrainer René Wagner gelang den Geißböcken gegen den direkten Konkurrenten Werder Bremen der langersehnte Befreiungsschlag: Der 1. FC Köln spielt gegen Werder Bremen 3:1. Damit klettert der FC in der Tabelle an den Grün-Weißen und an Borussia Mönchengladbach vorbei bis auf Platz 13. 

Mit 3:1 besiegt der 1. FC Köln Werder Bremen und verschafft sich so ordentlich Luft im Abstiegskampf. Ein früher FC-Elfmeter und eine Rote Karte für Werder-Kapitän Marco Friedl Mitte der ersten Hälfte stellten die Weichen früh auf Sieg für die Kölner. Durch den Erfolg stehen die Geißböcke nun mit 30 Punkten fünf Zähler vor dem Relegationsplatz, auf dem mit dem FC St. Pauli der nächste Gegner steht. 

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Vor dem Duell mit dem Konkurrenten im Abstiegskampf hatte FC-Coach René Wagner noch versucht, den Druck möglichst von seiner Mannschaft fernzuhalten. „Wir wissen, dass es Druck gibt von außen, müssen den intern aber so gering wie möglich halten“, erklärte der Trainer. So wollte der Coach es schaffen, dass seine Mannschaft trotz zuvor acht Spielen ohne Sieg möglichst befreit aufspielen konnte. Um wieder ein Erfolgserlebnis und damit wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg zu feiern, nahm der Coach drei Änderungen in der Startelf im Vergleich zur Partie in Frankfurt vor. Eric Martel rückte nach seiner Gelbsperre für Tom Krauß in die Anfangsformation. Neben ihm erhielt Isak Johannesson den Vorzug vor Denis Huseinbasic. Zusätzlich musste in der Innenverteidigung Rav van den Berg seinen Platz für Jahmai Simpson-Pusey räumen.

Früher Elfmeter für den FC

Schon nach fünf Minuten kam es dann direkt zur ersten Schlüsselszene des Spiels. Johannesson spielte von der rechten Seite Jakub Kaminski im Strafraum an, der von Olivier Deman gefoult wurde. Schiedsrichter Tobias Reichel entschied sofort auf Elfmeter. Den verwandelte Said El Mala sicher zur frühen Kölner Führung. Und der FC hätte nach etwas über zehn Minuten fast kurios nachgelegt: Werder-Keeper Mio Backhaus schoss bei einem langen Befreiungsschlag Ragnar Ache an, der Ball ging jedoch knapp vorbei. Aber auch Bremen kam besser in die Partie und zeigte sich erstmals in der Offensive. Bei einer Ecke rutschte der Ball auf Marco Grüll durch, der von der Strafraumkante knapp verzog. Ebenso nicht genau genug zielten in den Minuten danach Leonardo Bittencourt mit einem Schlenzer aus linker Position im Strafraum sowie Senne Lynen mit einem Distanzschuss nach einem geklärten Bremer Freistoß.

Etwas später verlängerte Ache auf Höhe der Mittellinie einen langen Ball auf Jan Thielmann. Der wurde jedoch am Ende im Strafraum noch von Deman gestoppt wurde. Nach knapp 25 Minuten stand Ache dieses Mal selber im Mittelpunkt. Der Angreifer kam bei einem schwachen Rückpass von Bittencourt auf Marco Friedl dazwischen. Der Bremer-Verteidiger rutschte darauf etwas weg und foulte so als letzter Mann den Kölner Stürmer – eine klare Rote Karte. Der FC agierte also fortan in Überzahl, übernahm deshalb immer mehr die Kontrolle. Und forderte kurz darauf erneut Elfmeter. Deman hatte nach einer Flanke gegen Ache den Arm ausgefahren – zu wenig dieses Mal für Referee Reichel. Davon ließen sich die Geißböcke nicht beirren. So konterte der FC nach einem Ballverlust von Yukinara Sugawara über Kaminski und El Mala. Johannesson kam zentral zum Abschluss, zielte aber zu ungenau auf Backhaus. Der war auch kurz danach bei einer Doppelchance von El Mala, der vor seinem Abschluss schön Amos Pieper aussteigen ließ, und Thielmann erneut auf dem Posten.

Dreifach-Chance führt zum 2:0

In der Nachspielzeit hätte Ache nach einem etwas missglückten Abschluss von Johannesson den Ball fast noch ins Tor gelenkt, verpasste aber haarscharf. Keine zwei Zeigerumdrehungen später eroberte Sebastian Sebulonsen im Gegenpressing stark den Ball, sodass der FC-Stürmer dieses Mal wirklich zum Abschluss kam, aber im Bremer Keeper seinen Meister fand. So ging es mit der knappen Führung in die Pause. Direkt zu Beginn der zweiten Hälfte konnten die Geißböcke dann aber jubeln – wenn auch nur für kurze Zeit. Nach einem tollen Steckpass von Ache war der zur Halbzeit eingewechselte Alessio Castro-Montes frei durch. Der Belgier behielt zwar die Nerven, war zuvor jedoch minimal im Abseits. Bremen blieb also im Spiel und hätte in der 52. fast den Ausgleich erzielt. Lynen versuchte es aus dem Rückraum per Dropkick. Den tückisch abgefälschten Versuch konnte Marvin Schwäbe nur gerade so über die Latte lenken.

Die Kölner behielten die Partie ansonsten unter Kontrolle, konnten aber erstmal weiter nicht erhöhen. Erneut Ache schoss aus ein paar Metern Entfernung volley knapp drüber, nachdem Werder eine FC-Flanke nicht richtig klären konnte. Es musste erst eine Dreifach-Chance für das 2:0 herhalten. Nach einer schönen Ecke von Castro-Montes köpfte Özkacar an den Pfosten. Aches ersten Nachschuss hielt Backhaus noch, den dritten machte der 27-Jährige dann endlich rein. Kurz darauf stand der Angreifer allerdings im eigenen Strafraum im Mittelpunkt: Nach einer Hereingabe kam der Stürmer gegen Deman zu spät und traf seinen Gegenspieler am Fuß. Nach Eingriff des VARs gab es folgerichtig Elfmeter. Den verwandelte Romano Schmid eiskalt.

Waldschmidt an die Latte – Johannesson mit der Entscheidung

Damit war Werder ergebnistechnisch wieder dran. Die Grün-Weißen hatte aber erstmal Glück, dass sie nicht direkt erneut zwei Tore im Rückstand lagen. Nach einem Doppelpass mit Johannesson am Strafraumrand zirkelte der eingewechselte Luca Waldschmidt die Kugel ans Lattenkreuz. Auch Kaminski verpasste das Bremer Tor nach einer Ecke knapp. Der FC hielt in dieser Phase den Druck auf die Gäste hoch, drängte auf die Entscheidung. Kurz vor Schluss scheiterten dann erst Waldschmidt und dann Bülter im Eins-gegen-Eins am jeweils stark reagierenden Backhaus. Letzterer behielt auch in der Nachspielzeit gegen Eric Martel die Oberhand. In der letzten offiziellen Minute der Nachspielzeit patzte der Bremer-Schlussmann dann aber. Johannesson erzielte aus sehr spitzem Winkel bei einem Konter die Entscheidung.

So geht der FC mit Rückenwind in das nächste direkte Duell im Abstiegskampf am kommenden Freitag um 20:30 Uhr (Abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com). Dann müssen die Kölner nach Hamburg zum FC St. Pauli.

1. FC Köln: Schwäbe – Lund (46. Castro-Montes), Özkacar, Simpson-Pusey, Sebulonsen (86. Krauß) – Kaminski, Martel, Johannesson, Thielmann (67. Maina) – El Mala (67. Bülter), Ache (76. Waldschmidt); Gelbe Karten 1. FC Köln: Ache (71.), Simpson-Pusey (84.), Martel (90.+1); Tore: El Mala (7.); Ache (65.), Johannesson (90.+7)


Punkteteilung im 100. Rheinderby: Der 1. FC Köln spielt gegen Borussia Mönchengladbach 3:3

Said El Mala beim Schussversuch
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Punkteteilung im 100. Rheinderby: Der 1. FC Köln spielt gegen Borussia Mönchengladbach 3:3

Auf Trainer Lukas Kwasniok und seiner Mannschaft lastete vor dem 100. Rheinderby nach zuletzt sechs sieglosen Partien eine Menge Druck. Und dem hielten sie nur zum Teil stand: Der 1. FC Köln spielt gegen Borussia Mönchengladbach 3:3.

Den Befreiungsschlag verpasst, aber zumindest einen Punkt Zuhause behalten: Mit 3:3 trennt sich der 1. FC Köln im 100. Rheinderby von Borussia Mönchengladbach – trotz Unterzahl in den letzten Minuten. Damit bleiben die Geißböcke auch im siebten Spiel in Folge ohne Sieg und können im Kampf gegen den Abstieg nicht zum Rivalen aufschließen.

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Trotz der zuletzt schwachen Kölner Ergebnisse versuchte Lukas Kwasniok, das Duell gegen Borussia Mönchengladbach als eine Möglichkeit zu sehen: „Ich glaube jede Aufgabe, jede Situation, die vor dir im Leben liegt, kannst du je nach Mindset unterschiedlich gewichten und bewerten und du kannst es natürlich als Problem wahrnehmen, hast Angst vor irgendwas“, sagte der Coach. „Du kannst es aber eben auch als Gelegenheit und Chance wahrnehmen und das ist halt ein Mindset von Leistungssportlern, die gewinnen wollen.“ Um diese Chance, wie es der Coach ausdrückte, zu nutzen, wollte er eigentlich nur eine Veränderung im Vergleich zum HSV-Spiel vornehmen. So rückte Linton Maina für Youssoupha Niang in die Startformation. Da aber Aushilfs-Rechtsverteidiger Tom Krauß kurzfristig vor dem Spiel ausfiel, kam Cenny Neumann überraschend zu seinem Startelf-Debüt.

Verrückte Anfangsphase

Und der Debütant stand in einer verrückten Anfangsphase direkt im Mittelpunkt. Denn nach nichtmal einer Minute schlug Franck Honorat auf der rechten Seite auf Höhe der Mittellinie einen schönen Pass in den Rücken der hoch stehenden Kölner Abwehr. Dort setzte sich Jens Castrop im Laufduell mit Neumann durch und behielt vor Marvin Schwäbe die Nerven. Der Gladbacher tunnelte den FC-Schlussmann. Aber die Geißböcke ließen sich vom frühen Rückstand nicht beirren und drehten die Partie innerhalb von knapp sieben Minuten. Erst spielte Isak Johannesson einen schönen langen Ball aus der Spielfeldmitte in den gegnerischen Strafraum. Dort bekam Said El Mala zu wenig Druck von Joe Scally, sodass der Linksaußen den Ball annehmen, sich drehen und abschließen konnte – die direkte Antwort in der vierten Minute.

Und der FC legte nur drei Zeigerumdrehungen später nach. Kristoffer Lund schickte mit einem starken, langen Pass Jakub Kaminski. Der Pole brachte den Ball von rechts mit dem ersten Kontakt in die Mitte. Dort musste Ragnar Ache nur noch zur Führung einschieben. Erneut nur drei Minuten danach legte dieses Mal der Stürmer am Strafraumrand quer auf Johannesson. Der Isländer schoß jedoch rechts am Gladbacher Kasten vorbei. Dann zeigten sich aber auch die Gladbacher mal wieder. Nach einer langen Hereingabe von Scally aus dem rechten Halbfeld köpfte Castrop knapp drüber. In der 20. Minuten machten es die Gladbacher besser: Nach einem Seitenwechsel kam auf links wieder der 22-Jährige an den Ball. Neumann konnte ihn zwar noch nach außen abdrängen, die Flanke aber nicht verhindern. Diese rutschte durch auf Philipp Sander. Dessen ersten Versuch konnte Eric Martel noch blocken, im zweiten Versuch kassierten die Geißböcke dann doch den Ausgleich.

Chancen auf beiden Seiten – den Treffer macht aber Gladbach

Danach ging es zumindest für ein paar Minuten etwas ruhiger zu. Erst nach einer halben Stunde kam Ache nach einer Ecke per Kopf zum Abschluss, stellte Nicolas dabei aber vor keine Herausforderungen. Nicht eingreifen musste der Gladbacher Keeper kurz darauf bei einem Abschluss aus 18 Metern von Johannesson, der aus guter Position links vorbeischoss. Nur wenig fehlte wiederum auf der anderen Seite Kevin Diks. Der Verteidiger verlängerte im Kölner Strafraum eine Hereingabe von links, die Bogenlampe senkte sich fast ins Kölner Tor und touchierte wohl noch den Pfosten. Dadurch verpasste außerdem Yannik Engelhardt den Ball am zweiten Pfosten und es gab Abstoß für den FC (39.). So ging es mit dem 2:2 in die Pause.

In der zweiten Hälfte hatten die Kölner die erste gefährliche Aktion. Kaminski setzte sich schön gegen zwei Borussen durch und schickte El Mala. Der wurde noch im letzten Moment vorm Abschluss gestört. Weil der 19-Jährige den Ball dabei ans Knie bekam, gab es nur Abstoß. Ein paar Minuten später legte sich wieder Kaminski den Ball schön an der Grundlinie an Rocco Reitz vorbei. Seinen Versuch aus sehr spitzem Winkel hielt Nicolas sicher. Den nächsten Treffer erzielten trotz der FC-Chancen jedoch die Gladbacher. Links kurz vorm Kölner Strafraum kam Castrop an den Ball. Der Borusse zog nach innen und hämmerte den Ball ins lange Eck über Schwäbe hinweg unter die Querlatte und ins Tor (60.).

Martel doppelt im Mittelpunkt

Der Rückstand setzte den Geißböcken zwar etwas zu, sie versuchten aber weiter nach vorne zu spielen. Wirkliche Möglichkeiten gab es aber erstmal nicht. El Mala zog aus gut 24 Metern mal ab, verfehlte das Tor allerdings deutlich (64.). Gefährlicher wurde es nach einer Flanke von links von Kaminski auf den zweiten Pfosten. Von dort legte Ache nochmal per Kopf quer, es kam aber kein FC-Spieler mehr hin. Wieder der auffällige Pole behauptete den Ball kurz darauf nach einem langen Kölner Schlag gut am gegnerischen Strafraum und spielte auf den kurz zuvor eingewechselten Luca Waldschmidt. Dessen Abschluss aus halblinker Position ging jedoch am Tor vorbei.

Im Anschluss an eine FC-Ecke reklamierten die Kölner knapp zehn Minuten vor Schluss dann Elfmeter. Der Ball ging allerdings nur an Tabakovics Schulter. Nach einer weiteren Ecke von Florian Kainz kamen die Geißböcke aber doch noch zurück: Die hohe Hereingabe köpfte Martel schön in die linke Ecke und ließ Nicolas keine Chance. Keine zwei Minuten später stand der Sechser erneut im Mittelpunkt: Bei einem Kopfballduell in der eigenen Hälfte hatte der 23-Jährige den Arm gegen Scally draußen und sah dafür seine zweite gelbe Karte. Die Kölner waren also für den Rest der Schlussphase in Unterzahl. Und so kam in der Nachspielzeit Reitz nochmal aus der Entfernung zum Abschluss, der abgefälschte Versuch ging jedoch knapp vorbei. Im Anschluss an die folgende Ecke bekamen die Kölner den Ball nicht geklärt, konnten den Schuss von Hugo Bolin aber gerade noch blocken.

Damit überstanden die Hausherren die letzte knifflige Situation und es blieb beim insgesamt gerechten Unentschieden. Für den 1. FC Köln geht es dann nach der Länderspielpause am Sonntag, den 5.4., weiter. Dann müssen die Geißböcke um 17:30 Uhr (Abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com) in Frankfurt gegen die Eintracht antreten.


1.FC Köln: Schwäbe – Lund, Özkacar, van den Berg, Neumann (70. Thielmann) – Martel, Johannesson (70. Chavez) – El Mala (77. Waldschmidt), Kaminski, Maina (77. Kainz) – Ache (77. Bülter); Gelbe Karten 1. FC Köln: Johannesson (38.), Schwäbe (52.), Kaminski (61.), Özkacar (70.), Thielmann (76.), Kainz (90.); Gelb-Rote Karte: Martel (86.) Tore: Castrop (1., 60.), El Mala (4.), Ache (7.), Sander (20.), Martel (84.)

Punkteteilung im Aufsteiger Duell: Der 1. FC Köln spielt gegen den HSV 1:1

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Punkteteilung im Aufsteiger Duell: Der 1. FC Köln spielt gegen den HSV 1:1

Nach der Niederlage gegen Borussia Dortmund am vergangenen Wochenende musste der FC im Rennen gegen den Abstieg auswärts in Hamburg auf Punktejagd gehen. Am Ende steht die Punkteteilung zwischen den Rothosen und der Elf von Trainer Lukas Kwasniok. Der 1. FC Köln spielt gegen den HSV 1:1

Der FC hat den Topspiel-Fluch gebrochen, aber erneut einen so wichtigen Sieg verpasst. Der 1. FC Köln spielt gegen den Hamburger SV 1:1 und tritt damit weiter auf der Stelle. Die Begegnung gegen Borussia Mönchengladbach könnte für Lukas Kwasniok richtungweisend werden. Zwei Siege in 17 Spielen sind im Kampf gegen den Abstieg zu wenig.

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Vor dem Samstagabendspiel gegen den Hamburger SV hielt FC-Coach Lukas Kwasniok eine flammende Rede: „Ich weiß, dass sich im Sport die Dinge wenden und der Wind sich dreht. Ich weiß nicht, wann. Aber die Ergebnisse werden zeitnah kommen, und daraus wird eine wunderbare Zukunft entstehen. Daran glaube ich unerschütterlich.“ Der Trainer der Geißböcke mahnte zu Ruhe und Gelassenheit und forderte, weiterhin die Leistung seiner Mannschaft und nicht allein die Punkte in den Fokus zu rücken. Vor diesem Hintergrund setzte Lukas Kwasniok im wesentlichen auf die gleiche Formation wie in der vergangenen Woche gegen Borussia Dortmund. Für das Duell mit den Rothosen musste der Trainer einzig auf Innenverteidiger Jahmai Simpson-Pusey verzichten. Der Engländer hatte sich gegen Dortmund eine Rote Karte abgeholt. Cenk Özkacar rückte für Simpson-Pusey in die Anfangself. Bei den Rothosen vertraute Coach Merlin Polzin auf Damion Downs.

Zerfahrener Beginn im Aufsteiger-Duell

Wie erwartet starteten beide Mannschaften vorsichtig in die Partie. In der ersten Minute näherte sich der FC durch einen cleveren Steckpass von Jakub Kaminski auf den gestarteten Ragnar Ache dem Gästetor. Der Stürmer kam jedoch nicht vor dem hellwachen HSV-Torhüter Daniel Heuer Fernandes an den Ball (1.). Die folgenden Minuten zeigten, warum die Gastgeber die zweitschwächste Offensive der Liga stellen. Es dauerte eine gute Viertelstunde, bis auch der HSV dem gegnerischen Tor näherkam. Eine misslungene Kopfballabwehr von Youssoupha Niang schnappte sich Königsdörffer, der das HSV-Juwel Luka Vuskovic mit einem Chipball über Eric Martel hinweg anspielte. Bevor der Kroate abschließen konnte, machte Özkacar der Chance den Garaus (13.). In der 26. Minute setzte Said El Mala dann über links zum Sturmlauf an. Der Flügelstürmer hängte den HSV-Verteidiger Warmed Omari im klassischen El-Mala-Stil ab. Sein anschließender Schuss landete jedoch nur auf dem Kopf von Innenverteidiger Jordan Torunarigha.

Viera trifft sehenswert zur HSV-Führung, El Mala gleicht aus

Die Geißböcke traten zwar insgesamt dominanter auf und näherten sich hin und wieder dem Tor der Rothosen an. Zudem taten sich die Gastgeber sichtlich schwer, ihrerseits in die Gefahrenzone vor dem Kasten von Marvin Schwäbe zu kommen. So kam die Polzin-Elf in der ersten Hälfte nur auf einen xGoals Wert von 0,1. Doch aus dem Nichts gingen die Hausherren in der 39. Minute in Führung. Aussenverteidiger William Mikelbrencis flankte aus dem rechten Halbfeld in die Spitze. Dort handelte Viera Gedankenschnell, und lupfte den Ball über Schwäbe hinweg ins Tor hinein. Köln drängte auf die unvermittelte Antwort. Kaminski legte nach einem Tiefenlauf über links auf Johannesson ab. Der feuerte ins linke obere Eck, Heuer Fernandes konnte den wuchtigen Schuss gerade so zur Ecke klären (44.).

Die herausgespielte Chance durch eine Ecke avancierte dann zum Ausgleich durch El Mala (45.). Kaminski schlug die Kugel an den Fünfer, Rav van den Berg verlängerte die Hereingabe auf besagten El Mala, der nur noch zum verdienten Ausgleich einköpfen musste. Downs in der Nachspielzeit der ersten Hälfte die gelegenheit, Hamburg noch vor der Pause wieder in Führung zu bringen. Der Stürmer ließ den Ball aber zur Unmut der HSV-Fans im Stadion verspringen, wirkte überrascht, dass er überhaupt an den Ball gelangen konnte (45+1).

FC bemüht, Hamburg weiter überwiegend harmlos

Kwasniok wollte das Momentum aus der ersten Halbzeit auch in die zweite Hälfte des Spiels mitnehmen und brachte dafür zur Pause Linton Maina für Niang ins Spiel. Die erste Szene der zweiten 45 Minuten gehörte den Gästen. Die Hamburger suchten Ansatzlos den Weg in den Sechzehner der Gäste. Keeper Marvin Schwäbe faustete die Hereingabe allerdings ohne größere Probleme aus dem Fünfmeterraum (46.). Anschließend zeigte sich ein ähnlicher Spielverlauf wie in der ersten Hälfte. Der HSV machte keine Anstalten, aus dem Spiel heraus Lösungen in der Offensive zu finden. Der FC wiederum biss sich an der HSV-Defensive die Zähne aus. So traf Kaminski in der 57. Minute aus spitzem Winkel nur das Außennetz. Mit einem hohen Ball hinter die letzte Kette der Hamburger wollte Maina im Anschluss die Verteidigung der Rothosen aushebeln. Ache benötigte zu lang um das Spielgerät unter Kontrolle zu bringen, sodass der eingrätschende Torunarigha noch retten konnte (64.). In der 71. Minute versuchte es der aufgerückte Mikelbrencis nach Flanke von Miro Muheim per Kopf. Sein Kopfball bereitete Schwäbe erneut keinerlei Schwierigkeiten.

HSV taut in der Schlussphase auf

Für die Schlussphase brachte Kwasniok Marius Bülter und Sebastian Sebulonsen für Ragnar Ache und Said El Mala in die Partie. An der Spieldynamik, die zwischenzeitlich stark abflachte, änderte dies zunächst wenig. Dann und wann ließ sich beobachten, wie der Kölner Trainer seine Mannschaft wild gestikulierend anpeitschte. Bange Blicke richteten sich auf Tom Krauß. Der nominelle Mittelfeldmann musste verletzt ausgewechselt werden (84.). Bülter tankte sich in der 86. Minute rechts in den Hamburger Sechzehner. Mit etwas Verzögerung chippte er den Ball auf den mitgelaufenen Johannesson. Der Isländer konnte die Chance allerdings aus kurzer Distanz nur schwerlich verwerten, zu ungenau war Bülters Anspiel. Die Gastgeber drehten in den Schlussminuten nochmal auf. Über ein schönes Anspiel des quirligen Dompé stach Talent Otto Stange in den Kölner Strafraum, wurde aber in höchster Not gerade noch so aufgehalten (90+5).

Und so blieb es bei der Punkteteilung im Volksparkstadion. Für die Geißböcke geht es in einer Woche direkt mit dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach weiter. Um 15:30 Uhr (Abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com) empfängt die Elf von Trainer Kwasniok die Fohlen zum Krisengipfel im RheinEnergieStadion.


1.FC Köln: Schwäbe – Krauß (Chavez, 84.), van den Berg, Özkacar, Lund – Martel, Johannesson – Niang (Maina, 46.), Kaminski (90. Kainz), S. El Mala (Sebulonsen, 74.) – Ache (Bülter, 74.) Gelbe Karten 1. FC Köln: El Mala (32.); Lund (36.), Kaminski (76.) Tore: Viera (39.); El Mala (45.)

Der “Topspiel-Fluch” bleibt bestehen: Der 1. FC Köln verliert gegen Borussia Dortmund mit 1:2

Eric Martel und Jakub Kaminski beim Duell des 1. FC Köln gegen den BVB
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Der “Topspiel-Fluch” bleibt bestehen: Der 1. FC Köln verliert gegen Borussia Dortmund mit 1:2

Der FC hatte sich viel für das Heimspiel gegen Dortmund vorgenommen, am Ende steht aber trotz großem Kampf in Unterzahl wieder eine Niederlage. Der 1. FC Köln unterliegt Borussia Dortmund mit 1:2.

Der FC kann den “Topspiel-Fluch” auch im siebten Anlauf nicht ablegen und schlittert nach der Niederlage gegen Borussia Dortmund tiefer in den Abstiegskampf. Der 1. FC Köln unterliegt Borussia Dortmund mit 1:2.

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Vor dem Samstagabendspiel gegen Borussia Dortmund sprach Trainer Lukas Kwasniok über eine besondere Motivation seiner Mannschaft.  „Es ist immer ein erstes Mal. Irgendwann sprichst du dein erstes Wort, fährst das erste Mal mit dem Rad in die Schule. Wir haben in dieser Saison noch kein Spiel am Samstagabend gewonnen“, sagte Kwasniok. „Und dann wird es irgendwann auch einfach Zeit. Es ist ja nicht so, dass wir uns aufs Fahrrad setzen, obwohl wir es gar nicht können. Wir können das.“ Im Verlauf der Trainingswoche habe der Trainer gespürt, dass seine Spieler fest daran glauben, den Fluch der Samstagabendspiele zu beenden und zugleich einen großen Gegner zu schlagen.

Personell gab es dafür jedenfalls Bewegung im Vergleich zum Duell gegen den FC Augsburg. Cenk Özkacar, Marius Bülter und Luca Waldschmidt mussten auf der Bank, für sie rückten Isak Johannesson, Said El Mala und Youssoupha Niang in die Startelf. Für Letzteren war es das Debüt in der Startformation. Der Youngster sollte den Kölnern mit seiner Geschwindigkeit helfen. Ein angekündigter Wechsel konnte jedoch doch nicht stattfinden: Alessio Castro-Montes, dem Kwasniok zwei Tage vor der Partie noch einen Platz in der ersten Elf versprochen hatte, stand nicht im Kader. Der Schienenspieler hatte im Abschlusstraining kleinere Beschwerden und blieb vorsichtshalber außen vor. Wieder im Kader war dagegen Linton Maina, musste aufgrund eines Trainingsrückstands zunächst aber mit einem Platz auf der Bank vorliebnehmen.

Starker Kölner Start

Und zu Beginn legten die Geißböcke direkt mutig los. Schon in der ersten Minute hatten die Kölner die erste gute Chance. Nach einem schnell ausgeführten Einwurf brachte Jakub Kaminski den Ball von der Grundlinie nach innen. Johannessons Volley, bei dem der Isländer den Ball nicht voll erwischte, konnte Ramy Bensebaini aber blocken und die Dortmunder den Ball klären. Nur ein paar Minuten später flankte dieses Mal El Mala von links. Niangs Kopfball-Aufsetzer lenkte Gregor Kobel jedoch über die Latte. Kurz darauf kam auch der BVB zu den ersten Offensivaktionen: Nach einem geblockten Abschluss von Daniel Svensson zielte Marcel Sabitzer aus gut 20 Metern aber zu hoch (9.). Auf der anderen Seite konnte wiederum Maximilian Beier einen Schuss von Kristoffer Lund von der Strafraumkante nach einer Ecke gerade noch blocken.

Nach einer Viertelstunde leistete sich dann Johannesson in der Kölner Defensive einen schlimmen Aussetzer. Serhou Guirassy fing einen schwachen Pass des Isländers ab und steckte auf Beier durch. Dessen Abschluss entschärfte Tom Krauß auf Kosten eines Eckballs. Und bei diesem schlug die Borussia eiskalt zu: Ragnar Ache köpfte die Hereingabe zu kurz raus, sodass Beier den Ball mit einem Kopfball über die gesamte Kölner Abwehr hinweg wieder in den Sechzehner brachte. Dort lenkte Guirassy die Kugel gerade so mit der Sohle an Schwäbe vorbei ins Tor zum 0:1 (16.).

Rote Karte kurz vor der Pause

Und die Führung zeigte Wirkung. Bis auf einen Abschluss ans Außennetz kam der FC erstmal kaum noch nach vorn. Dortmund kontrollierte das Spiel und hatte in der 33. Minute die Chance, die Führung auszubauen – van den Berg konnte jedoch noch blocken. Im Gegenzug kamen dann die Geißböcke aber dann mal wieder zu einer Chance – und die hatte es in sich. Eine Flanke aus dem Halbfeld rutschte zu El Mala auf den zweiten Pfosten durch. Der Youngster zog aus spitzen Winkel aber zu hektisch ab und verfehlte das Tor. Eigentlich hätte der 19-Jährige noch Zeit gehabt, sich den Ball besser zurecht zu legen und an Julian Ryerson vorbeizuziehen. Ebenfalls zu unpräzise war kurz danach Niangs Hereingabe von der Grundlinie, die in den Rücken vom einlaufenden Kaminski kam. In der 39. verfehlte Niang dann selber per Kopf nach einer El-Mala-Flanke das Tor.

Auf der anderen Seite klärte Lund eine Dortmunder Hereingabe im Strafraum direkt auf Guirassy. Dessen Volley-Abnahme hielt Schwäbe jedoch stark. Trotzdem mussten die Kölner kurz vor der Pause einen herben Rückschlag hinnehmen. Jahmai Simpson-Pusey kam in der gegnerischen Hälfte gegen Beier zu spät und trat diesem mit offener Sohle von hinten. Nach VAR-Einsatz änderte Schiedsrichter Daniel Siebert seine Entscheidung von Gelb auf Rot, die Kölner waren also fortan nur noch zu zehnt (44.). Darum musste Kwasniok in der Pause umstellen, Cenk Özkacar kam für Johannesson.

Köln vergibt in Unterzahl den Ausgleich

Aufgeben taten sich die Geißböcke aber nicht. So konnte Lund nach einer Dortmunder Klärung ein paar Minuten nach dem Seitenwechsel aus gut 20 Metern abschließen, stellte Kobel aber vor keine große Herausforderung. Anders sah es etwas später aus. Kaminski zog nach Zuspiel von El Mala aus elf Metern ab, Kobel musste sich lang machen, um an den Ball zu kommen. Den Nachschuss von Niang konnte Ryerson noch blocken. Eiskalter zeigten sich dagegen die Dortmunder in der 60. Minute: Beier zog von links am ausrutschende Krauß vorbei nach innen, spielte einen Doppelpass mit Julian Brandt und behielt frei vor Schwäbe die Nerven: das 0:2. Und es wäre fast noch schlimmer gekommen für die Geißböcke: Einen Abschluss vom eingewechselten Fabio Silva wehrte Schwäbe in der 66. Minute nach vorne ab. Beim Nachsetzen traf Özkacar zuerst den Ball und danach den Dortmunder Angreifer. Darum nahm Siebert den Strafstoß, den er zuerst gegeben hatte, zurück.

In der Folge flachte die Partie weiter ab. Dortmund ließ die Kölner laufen. Diese schafften es in Unterzahl wiederum nicht, Nadelstiche zu setzen, verteidigten aber mit großem Einsatz. Die Chancen blieben dennoch auf Seiten der Dortmunder, auch wenn die wirklichen Hochkaräter ausblieben. Felix Nmecha brachte die Kugel aus dem Rückraum nicht aufs Tor (75.). Silva wiederum bekam aus spitzem Winkel keinen Druck hinter den Ball, sodass Schwäbe diesen sicher aufnehmen konnte. Ebenfalls nicht genau genug zielte Bensebaini aus gut 14 Metern nach einer Ablage von Silva.

Kaminski mit dem Anschluss

Kurz vor Schluss kam dann aber doch nochmal Spannung auf. Eine Kölner Hereingabe konnten die Dortmunder nicht richtig klären, sodass Kaminski im Strafraum von links nach innen zog. Sein Abschluss schlug abgefälscht von Waldemar Anton zum 1:2 im kurzen Eck ein (88.). In der Nachspielzeit verpasste dann der eingewechselte Cenny Neumann eine scharfe Flanke von Marius Bülter knapp, setzte gegen Svensson aber auch sehr stark seinen Ellbogen ein. Kurz darauf konnte Kobel eine scharfe, flache Hereingabe von Linton Maina von der Grundlinie zur Ecke klären. In der Situation reklamierten die Kölner auch ein Handspiel von Yann Couto im Strafraum, das Siebert aber nicht pfiff – eine kontroverse Entscheidung. In der siebten Minute der Nachspielzeit wollten die Geißböcke nach einem Foulspiel im Sechzehner nach einem langen Freistoß erneut einen Elfmeter. Der von Sabitzer gefoulte Özkacar stand zuvor aber im Abseits.

Und so blieb es bei der Niederlage aus Kölner Sicht. Für die Geißböcke geht es in einer Woche direkt mit dem nächsten Topspiel am Samstagabend weiter. Um 18:30 Uhr (Abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com) ist die Elf von Trainer Kwasniok beim Mitaufsteiger Hamburger SV zu Gast.


1.FC Köln: Schwäbe – Lund, Simpson-Pusey, van den Berg, Krauß (86. Heintz) – Martel, Johannesson (46. Özkacar), Kaminski – Niang (75. Maina), Ache (86. Bülter), El Mala (86. Neumann); Gelbe Karten: Bensebaini (45+5), Martel (86.); Rote Karte: Simpson-Pusey (44.); Tore: 0:1 Guirassy (16.), 0:2 Beier (60.); 1:2 Kaminski (88.)

Schwache Kölner unterliegen schwachen Augsburgern: Der 1. FC Köln verliert 0:2

Marius Bülter gegen den FC Augsburg
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Schwache Kölner unterliegen schwachen Augsburgern: Der 1. FC Köln verliert 0:2

Der FC hatte sich viel für das Auswärtsspiel in Augsburg vorgenommen, am Ende fahren die Geißböcke ohne Punkte wieder nach Hause. Der 1. FC Köln unterliegt dem FC Augsburg in einer ganz schwachen Begegnung 0:2.

Der FC kehrt ohne Zähler aus Augsburg heim. In einer schwachen Begegnung unterlagen die Geißböcke dem FCA 0:2. Rodrigo Ribeiro und Alexis Claude-Maurice trafen für die Fuggerstädter.

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In den vergangenen Wochen und Monaten war Lukas Kwasniok in den Sozialen Medien für seine Rotation oft kritisiert worden. Nach den Ausfällen nach dem Duell gegen die TSG Hoffenheim blieb dem Kölner Coach gar nichts anderes übrig als zu rotieren. So starteten Jahmai Simpson-Pusey, Marius Bülter und Luca Waldschmidt für Sebastian Sebulonsen, Said El Mala und Joel Schmied. Doch die neue Formation brauchte erst einmal, um ins Spiel zu finden. Die Anfangsphase gehörte den Gastgebern. So kam Rodrigo Ribeiro bereits in den ersten fünf Minuten zu zwei gefährlichen Abschlüssen. Den ersten entschärfte Marvin Schwäbe, der zweite verfehlte das Tor nur knapp. Von den Kölnern kam dagegen in der Anfangsphase so gut wie gar nichts.

FC zu harmlos

Zwar überließ Augsburg dem FC zunehmend den Ball, der wusste aber damit recht wenig anzufangen. Und so passierte lange gar nichts. Erst ein Abschluss aus halbrechter Position von Jakub Kaminski sorgte für einen Hauch von Gefahr (35.). Nach der anschließenden Ecke traf Kristoffer Lund aus 18 Metern nur einen Gegenspieler. Beim nächsten Versuch war Eric Martel mit dem Kopf deutlich genauer, doch der Sechser traf nur den Querbalken (38.). Unmittelbar vor dem Seitenwechsel behinderten sich Ragnar Ache und Lund nach einer Flanke von Bülter gegenseitig. Es ging zu recht torlos in die Kabine. Dort blieb der verwarnte Eric Martel. Isak Johannesson kam und setzte sich umgehend mit einer starken Flanke in Szene, doch Lunds Kopfball parierte Finn Dahmen (48.).

Der Gegentreffer fiel dann komplett aus dem Nichts. Bülter ging nicht energisch gegen den in die Box stürmenden Noahkai Banks vor, Lund schaute nur zu und Ribeiro vollendete den Pass seines Mitspielers sehenswert mit der Hacke (55.). Der FC antwortete mit forschen, aber eher harmlosen Angriffs-Versuchen. Unter anderem versuchte es Luca Waldschmidt mit seinem ersten Abschluss. Aber auch der FCA spielte weiter munter mit. So probierte es Alexis Claude-Maurice immer wieder, verfehlte das Tor aber deutlich (63.) oder scheiterte an Schwäbe (65.). Kwasniok reagierte und brachte mit Said El Mala und Youssoupha Niang zwei frische Offensivkräfte.

Aber auch in der neuen Formation wurden die Kölner lange nicht gefährlich. Kwasniok ging volles Risiko, brachte Felipe Chávez und Fynn Schenten für die Defensivspieler Tom Krauß und Jahmai Simpson-Pusey. Und tatsächlich kamen die beiden Offensivspieler noch zu ihren Abschlüssen, der Ausgleich war aber nicht mehr drin. Im Gegenteil. Marvin Schwäbe rückte in der letzten Minute bei einer Ecke mit auf. Den Konter vollendete Claude-Maurice in der Nachspielzeit (90.+6) ins leere Tor.


1.FC Köln: Schwäbe – Lund, Özkacar, Simpson-Pusey (78 Chávez), Sebulonsen, Kaminski – Martel (46. Johannesson), Krauß (84. Schenten) – Bülter (66. Niang), Ache, Waldschmidt (66. El Mala) Tore: 1:0 Ribeiro (55.), 2:0 Claude-Maurice (90.+6); Gelbe Karte: Martel

Karnevals-Misere geht weiter: Der 1. FC Köln lässt in Stuttgart wieder Punkte liegen

Marius Bülter ärgert sich über eine vergebene Chance
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Karnevals-Misere geht weiter: Der 1. FC Köln lässt in Stuttgart wieder Punkte liegen

Der FC und Karneval, das will punktetechnisch nicht mehr zusammenpassen. Der 1. FC Köln unterliegt beim VfB Stuttgart 1:3. Dabei spielten die Kölner einmal mehr lange mit. Das reichte am Ende wieder nicht.

Der 1. FC Köln hat sich trotz einer ordentlichen Leistung gegen die Schwaben aus Stuttgart nicht belohnt und unterliegt dem VfB Stuttgart mit 1:3. Nach frühem Rückstand konnten sich die Kölner zunächst durch Stürmer Ragnar Ache mit dem durchaus verdienten Ausgleich belohnen, mussten nur kurz darauf dann aber einen bitteren Doppelschlag hinnehmen und stehen am Ende mit null Punkten da.

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Nach der 1:2-Niederlage gegen RB Leipzig in der Vorwoche schickte FC-Trainer Lukas Kwasniok den 1. FC Köln gegen die Schwaben aus Stuttgart zunächst ohne Shootingstar Said El Mala und den erkrankten Isak Johannesson von Beginn an ins Rennen, stattdessen starteten Joel Schmied und Marius Bülter. Gegen den VfB ging es für die vor dem Spiel elftplatzierten Kölner darum, die ernüchternde Karnevalsbilanz (nur drei Siege am Karnevalswochenende in den vergangenen 25 Jahren, dazu neun Unentschieden und 14 Niederlagen) endlich ein wenig aufzubessern und den Abstand auf den Tabellenkeller nach den Niederlagen der Konkurrenten aus Mainz, St. Pauli und Werder Bremen zu vergrößern.

Schwungvoller Beginn, Demirovic trifft wie im Hinspiel

Unter regnerischen Bedingungen in Stuttgart begann die Partie aus Kölner Sicht gleich mit einem Schreckmoment: Nach einem langen Schlag von FC-Keeper Marvin Schwäbe in die Mitte kam die Kugel prompt zurück und landete in zentraler Position vor den Füßen von VfB-Stürmer Deniz Undav, der per Chip am aufmerksamen Kölner Schlussmann scheiterte (2.). Die Gastgeber bemühten sich in der Folge schon früh um Kontrolle und versuchten, die Kölner bereits in deren Spielhälfte unter Druck zu setzen und den Führungstreffer zu erzielen. Die erste echte Gelegenheit auf Seiten der Geißböcke ergab sich nach dem Anfangsschreck dann wenig später durch Jakub Kaminski, der nach Weiterleitung von FC-Stürmer Ragnar Ache aus halblinker Position zum Abschluss kam, den Ball allerdings mit links nicht richtig traf und so das Tor rechts verfehlte (9.).

Mitten in die vermehrten Bemühungen der Kölner hinein sorgte der VfB dann für die frühe Führung. Nach einem weiten Ball von Chris Führich setzte sich Jamie Leweling rechts im Strafraum gegen seinen Kölner Bewacher Kristoffer Lund durch und legte überlegt per Kopf in die Mitte zu Offensivkollege Ermedin Demirovic ab. Der Bosnier ließ sich nicht zweimal bitten und veredelte die Vorlage durchaus ansehnlich per Volley zum frühen 1:0 für die Schwaben und seinem insgesamt sechsten Saisontreffer (15.).

Beflügelt durch die Führung kamen die Stuttgarter einige Minuten später über die linke Seite erneut über den agilen Führich und den durchstartenden Maximilian Mittelstädt zu einer Gelegenheit. Der Pass des VfB-Linksverteidigers in den Rückraum landete bei Torschütze Demirovic, der das Tor per Direktabnahme aber um rund zwei Meter verfehlt (23.). Die Kölner zeigten sich in der Folge zwar durchaus bemüht, die Gastgeber verdienten sich die Führung nach einer gespielten halben Stunde allerdings mit mehr Ballbesitz und der besseren Zweikampfquote.

Bemühten Kölnern fehlt letzte Durchschlagskraft

Nach einer kurzen Druckphase der Schwaben kam die Mannschaft von FC-Coach Kwasniok dann über Jan Thielmann zu einer Chance. Das Eigengewächs probierte es nach Zuspiel von Bülter von der Strafraumkante mit einem wuchtigen, aber letztlich doch recht unplatzierten Abschluss – kein Problem für VfB-Schlussmann Alexander Nübel (38.). Auch die letzten Minuten der ersten Spielhälfte inklusive einer Minute Nachspielzeit brachten den FC trotz mehr und mehr Mut und Zug nach vorne nicht mehr aufs Scoreboard, sodass die Geißböcke trotz einer durchaus ordentlichen Auswärtsleistung mit einem 0:1-Rückstand in die Pause gingen.

Zunächst einmal unverändert starteten beide Mannschaften in die zweite Halbzeit. In den ersten rund 15 Minuten nach dem Seitenwechsel ging es dann ruhig und ohne nennenswerte Torchancen zu, das Geschehen spielte sich weitestgehend zwischen den beiden Strafräumen ab. In der Folge waren es dann zunächst die Gastgeber, die über den weiter auffälligen Führich in den Strafraum der Kölner drängten. Seine Hereingabe von der linken Seite fand allerdings keinen Abnehmer, auch der Nachschuss von Atakan Karazor blieb in der Kölner Hintermannschaft hängen (58.). Mehr oder weniger im darauffolgenden Angriff kamen dann auch die Gäste wieder in Tornähe: Nach einer Seitenverlagerung von Sebastian Sebulonsen landete der Ball über Umwege bei Bülter, der die Kugel aus kurzer Distanz aus der Drehung allerdings nicht aufs Tor bringen konnte (59.).

VfB kontert Ache-Ausgleich doppelt

Die Kölner agierten auch nach rund einer Stunde weiter bemüht und arbeiteten an Torchancen für den Ausgleich, es fehlte dennoch weiter der letzte Pass oder die letzte Konsequenz im Abschluss. Der VfB Stuttgart hingegen zog sich ein wenig zurück, setzte aber immer wieder kleine Nadelstiche in Richtung Kölner Strafraum. Für die Schlussphase nahm Kwasniok dann mit Özkacar und Schmied gleich zwei Innenverteidiger raus, Said El Mala und Luca Waldschmidt sollten frische neue Impulse in die wenig zwingende Offensive bringen – und das sollte mit dem Ausgleich belohnt werden! Nach einem groben Fehlpass des Ex-Kölners Jeff Chabot fing der eingewechselte Waldschmidt die Kugel ab leitete weiter zu Ragnar Ache. Der Stürmer ließ Gegenspieler Finn Jeltsch mit einer Finte ins Leere rutschen und überlupfte VfB-Keeper Alexander Nübel sehenswert aus rund fünf Metern zum durchaus verdienten 1:1-Ausgleich (79.).

Noch im Kölner Freudentaumel sorgte der VfB Stuttgart nur fünf Minuten später wieder in Person von Demirovic dann für den Dämpfer. Nach feinem Hackenzuspiel des neuen Bilal El Khannouss von der linken Seite beförderte der ebenfalls eingewechseltes Ramon Hendriks die Kugel mustergültig per Flanke in den Strafraum. Dort wartete erneut Demirovic und vollendete mit rechts aus kurzer Distanz am chancenlosen Schwäbe vorbei zur erneuten Führung (84.)

Sichtlich getroffen durch den schnellen Gegentreffer versuchte der 1. FC Köln es noch einmal, unter anderem waren auch Florian Kainz und Youngster Fynn Schenten ins Spiel gekommen. Doch statt des erneuten Ausgleichs sorgte Stuttgarts Top-Torjäger Deniz Undav in seinem 100. Pflichtspiel dann mit dem 3:1 in der Nachspielzeit für die endgültige Entscheidung. Nach Kainz-Ballverlust landete die Kugel über Umwege beim eingewechselten Stuttgarter Angelo Stiller, der ein gutes Auge bewies und auf seinen Kollegen aus der Nationalmannschaft querlegte. Dessen platzierter Rechtsschuss besorgte dann den Endstand, Schwäbe war auch hier wieder machtlos.


1.FC Köln: Schwäbe – Lund, Özkacar, Schmied, Sebulonsen, Thielmann – Martel, Krauß – Kaminski, Bülter, Ache; Tore: 1:0, 2:1 Demirović (15., 84.), 1:1 Ache (79l), 3:1 Undav (90.+2)