Winter-Transfer, Leihabbruch, Rollentausch beim 1. FC Köln – das ist die wahrscheinlichste Reaktion nach Hübers-Aus

Thomas Kessler hat mit seinen Transfers bereits Euphorie ausgelöst
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Winter-Transfer, Leihabbruch, Rollentausch beim 1. FC Köln – das ist die wahrscheinlichste Reaktion nach Hübers-Aus

Auch mit zwei Tagen Abstand wiegt die Verletzung von Timo Hübers beim FC schwer. Der Innenverteidiger ist am Montag operiert worden. Die Kölner Verantwortlichen werden auf den Ausfall reagieren müssen beim 1. FC Köln: Rüstet der FC im Winter nach?

Nach der schweren Verletzung von Timo Hübers gab es in den Sozialen Medien auch von Wegbegleitern viel Zuspruch. Der Abwehrspieler soll schnell wiederkommen, so der Tenor der Mitspieler. Doch kurzfristig wird man reagieren beim 1. FC Köln: Rüstet der FC im Winter nun noch einmal nach?

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Auf der Mitgliederversammlung im September vor genau einem Monat deuteten die Kölner Vereinsbosse an, dass durchaus die finanzielle Möglichkeit bestünde, im Winter noch einmal nachzubessern. Dem Vernehmen nach wäre das aber nur eine Option, wenn eine weitere Verpflichtung denn auch dringend nötig wäre. Natürlich werden Thomas Kessler und Co. hinter verschlossenen Türen durchaus einige Möglichkeiten prüfen, möglicherweise bis dato nicht so richtig konkret. Doch durch die Verletzung von Timo Hübers könnte nun also tatsächlich Bewegung in eine weitere Neuverpflichtung kommen. Denn der Innenverteidiger wird dem FC nun auf Monate fehlen. Eine Reaktion auf den Ausfall wird es sicherlich geben, in welche Richtung die dann geht, scheint allerdings offen.

Eher Transfer als Leihabbruch?

Laut dem TV-Sender Sky planen die FC-Bosse offenbar eine Vertragsverlängerung mit Hübers. Der Kontrakt läuft nur noch bis zum kommenden Sommer. Die Schwere der Verletzung schließt nicht aus, dass der Abwehrspieler in dieser Spielzeit nicht mehr zum Einsatz kommt. Dann hätte Hübers keine Chance, sich für andere Clubs zu empfehlen. Wie bei Luca Kilian scheint also eine Vertragsverlängerung tatsächlich eine realistische Option zu sein. Der TV-Sender berichtet zudem, dass sich der FC aktiv auf dem Transfermarkt nach einer Neuverpflichtung eines Innenverteidigers für den Winter umschaut. Namen sind noch keine in der Verlosung. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass die Kölner einen routinierten Abwehrspieler ans Geißbockheim holen wollen.

Eine andere Option wäre sicherlich ein Leihabbruch bei Julian Pauli oder Elias Bakatukanda. Eine Option schon, aber auch ein realistisches Szenario? Tatsächlich müssten auch alle Seiten bei einem solchen Vorhaben mitspielen. Heißt auch: der Verein, der den Leihspieler aufgenommen hat. Sowohl Pauli als auch Bakatukanda sind in Dresden und Linz Stammspieler. Eine Rolle, die sich die FC-Bosse von den beiden Akteuren erhofft haben. Und eine Rolle, die wohl beide Eigengewächse bei einer Rückkehr nach Köln aufgeben würden. Und das widerspricht aktuell der Denkweise der Kölner Verantwortlichen. Denn die Maxime ist es, den jungen Spielern möglichst viel Einsatzzeit und Spielpraxis zu ermöglichen. Ob eine Rückkehr dann nicht doch mit dem Platz an der Seitenlinie verbunden wäre, ist zumindest nicht ausgeschlossen.

Kurzfristige Lösung heißt wohl Martel

Auf der anderen Seite würden ein weiterer Transfer sowie eine Vertragsverlängerung das bevorstehende Luxusproblem beim FC nicht gerade erleichtern. Mit Rav van den Berg, Joel Schmied, Elias Bakatukanda, Julian Pauli, Timo Hübers und Spieler X würden dem FC in diesem Fall sechs Innenverteidiger in der kommenden Spielzeit zur Verfügung stehen. Die Rollen von Dominique Heintz, Cenk Özkacar und Luca Kilian sind dabei noch gar nicht berücksichtigt. Bis zum Winter-Transferfenster sind es ohnehin noch ein paar Meter zu gehen. Kurzfristig scheint in der Innenverteidigung viel für die Zwischenlösung Eric Martel zu sprechen. Der etatmäßige Sechser hat bekanntlich schon mehrfach in der Innenverteidigung agiert. Zuletzt am vergangenen Samstag gegen Serhou Guirassy, am Mittwoch dürfte der Gegner dann Harry Kane heißen.

Wie reagiert der 1. FC Köln auf den Hübers-Schock? Werden Pauli oder Bakatukanda ein Thema?

Lukas Kwasniok während des Spiels der Geißböcke gegen den BVB
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Wie reagiert der 1. FC Köln auf den Hübers-Schock? Werden Pauli oder Bakatukanda ein Thema?

Die Verletzung von Timo Hübers hat Spieler, Fans und Verantwortliche gleichermaßen geschockt. Dennoch muss der FC nun sportlich nach vorne blicken, denn schon am Mittwoch steht die 2. Runde des DFB-Pokals gegen die Bayern an für den 1. FC Köln: Das bedeutet der Hübers-Ausfall für die Defensive.

Den Blick nach vorne zu richten und sich uneingeschränkt auf das kommende Duell gegen die Bayern zu fokussieren, wird dem ein oder anderen Akteur nach der schlimmen Verletzung des Abwehrspielers möglicherweise nicht ganz leicht fallen. Dennoch steht bereits am Mittwoch die nächste Aufgabe an für den 1. FC Köln: Das bedeutet der Hübers-Ausfall für die Defensive.

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Der aufopferungsvolle Kampf der Geißböcke bei der 0:1-Niederlage in Dortmund geriet ein wenig in den Hintergrund. Und das sicher nicht aufgrund der Last-Minute-Pleite. Vielmehr hatte die schwere Verletzung von Timo Hübers bei Spielern und Verantwortlichen am Samstagabend doch tiefe Spuren hinterlassen. „Das sah auf jeden Fall nicht gut aus. Ich spiele mit Hübi jetzt schon länger zusammen und es tut mir sehr leid für ihn“, sagte beispielsweise Dominique Heintz, noch in der Hoffnung, die Verletzung sei nicht schwerwiegend. Diese Hoffnung hatte sich bereits am Sonntagvormittag zerschlagen. Die Geißböcke werden wohl monatelang auf ihren Abwehrchef verzichten müssen. Auch, wenn der 29-Jährige in dieser Spielzeit nicht immer sattelfest war, wiegt der Ausfall auch sportlich schwer.

Hübers steht für den aufopferungsvollen Kampf des FC

FC-Trainer Lukas Kwasniok wird nicht müde zu betonen, dass der Abwehrspieler neben Eric Martel wohl der Spieler bei den Geißböcken ist, der für leidenschaftliches Verteidigen stehe. „Wenn man heute bei Wikipedia Aufopferungsbereitschaft nachschlagen würde, kämen Eric Martel und Timo Hübers bei raus“, sagte der Coach am Samstagabend. Gegen den BVB kam der Abwehrspieler auf einen beeindruckenden Zweikampfwert von 83 Prozent, gleich mehrfach blocke der Innenverteidiger in höchster Not. Zudem fälschte Hübers einen Versuch von Waldemar Anton knapp übers Tor ab, Marvin Schwäbe wäre wohl ohne Chance gewesen. Hübers war bis zu seiner Verletzung sicherlich der beste Kölner Feldspieler – mindestens in der Defensive.

Unter Kwasniok ist der 29-Jährige absoluter Stammspieler. Da hatte der Kölner Coach auch vor der Saison keinen Hehl draus gemacht. Martel und Hübers seien bei ihm immer gesetzt, hatte Kwasniok damals gesagt. In den bisherigen Spielen stand der Kapitän der Vorsaison immer von Beginn an auf dem Platz, hat bis auf die Begegnung gegen den SC Freiburg immer durchgespielt. Damals war der Abwehrspieler angeschlagen in die Begegnung gegangen. Nun folgte gegen den BVB also die nächste Auswechslung und damit wohl ein monatelanger Ausfall. Und den gilt es für den FC nun zu kompensieren. Da mit Rav van den Berg bereits ein weiterer Innenverteidiger verletzt fehlt, wird es auf dieser eigentlichen Luxus-Position langsam dünn. Als etatmäßige Abwehrspieler stehen aktuell Dominique Heintz, Joel Schmied und Cenk Özkacar zur Verfügung.

Martel oder Krauß Optionen in der Abwehr

Özkacar war gegen den BVB ebenfalls angeschlagen vom Platz gegangen, allerdings litt der Türke laut Kwasniok nur unter einem „Ganzkörperkrampf“. Der Innenverteidiger fällt also nicht aus. Rein quantitativ müssen die Alarmglocken beim Kölner Trainer noch nicht schrillen. Denn neben den drei nominellen Innenverteidigern spielten in dieser Saison bereits Tom Krauß und Eric Martel ebenfalls in der hintersten Reihe. Und die beiden eigentlichen zentralen Mittelfeldspieler machten ihre Sache gut. Bei Martel hatte sich diese Position bekanntlich schon in der Vorsaison als starke Variante herausgestellt. Gerhard Struber ließ den Sechser eine ganze Phase auf der Zentralen in der letzten Reihe auflaufen. Auch gegen den BVB spielte Martel in der Innenverteidigung.

Personell droht also kein massiver Engpass. Dennoch ist der Ausfall von Hübers nicht eins-zu-eins zu kompensieren. Immerhin deutet sich bei Rav van den Berg eine baldige Integration in das Mannschaftstraining an. Der Niederländer könnte durchaus in diesem Jahr, vielleicht sogar schon im November wieder zum Einsatz kommen. Eine naheliegende mittelfristige Variante wäre eine Rückholaktion der Leih-Innenverteidiger Elias Bakatukanda oder Julian Pauli. Beide Youngster sind aktuell ausgeliehen, um Spielpraxis zu sammeln und in Linz und Dresden Stammspieler. Allerdings laboriert Pauli aktuell an einer muskulären Verletzung. So oder so wäre eine Rückholaktion frühestens im Winter möglich. Und die Leihclubs müssten mitspielen, möglicherweise entschädigt werden.

Zuletzt trainierte auch Yannick Mausehund immer wieder bei den Kölner Profis mit. Der Abwehrspieler gilt als vielversprechendes Talent. Möglicherweise gibt es bei dem Innenverteidiger schon bald ein Bundesligadebüt. Für Timo Hübers steht nach der OP am Montag ohnehin nur die schnelle Genesung im Vordergrund.

Kommentar zum 1. FC Köln: Ein Abend zum Vergessen? Nicht ganz!

Enttäuschung bei den Spielern des 1. FC Köln
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Kommentar zum 1. FC Köln: Ein Abend zum Vergessen? Nicht ganz!

Die schwere Verletzung von Timo Hübers, der bittere Lastminute-Gegentreffer. Wenn es nach Lukas Kwasniok geht, müsste der Samstagabend aus dem Kalender gestrichen werden. Sportlich gesehen wäre das schade, denn der FC legte genau die Eigenschaften an den Tag, die es im Pokal braucht. Ein Kommentar zur BVB-Niederlage des 1. FC Köln.

Die Enttäuschung nach dem 0:1 in Dortmund war bei den Kölnern verständlicherweise groß: Die Verletzung von Timo Hübers, der späte Gegentreffer, die Großchance von Said El Mala. Dabei zeigte der FC auch einige Ansätze, die am Mittwoch wichtig sein könnten. Ein Kommentar zur BVB-Niederlage des 1. FC Köln.

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Lukas Kwasniok wurde am Samstagabend ziemlich unsanft auf den Boden der Realität zurückgeholt. Der Kölner Trainer neigt bekanntlich nicht gerade dazu, zu übertreiben oder in eine Was-wäre-wenn-Welt abzudriften. Doch die Vorfreude auf das Flutlichtspiel gegen die Borussia war bei dem 44-Jährigen groß. Nur wenige Minuten nach dem Spiel hätte der Kölner Coach die Begegnung gerne aus dem Kalender gestrichen, sagte Kwasniok zumindest auf der Pressekonferenz. Und das ist angesichts der letzten dann tatsächlich auch dramatischen Minuten im Signal Iduna Park mehr als nur verständlich. Die Verletzung von Timo Hübers schockte nicht nur die Spieler und das Trainerteam. Auch die Fans werden angesichts der Bilder und hastigen Reaktionen auf dem Feld mitgelitten haben.

Ein Abend zum Vergessen

Mit Hübers fällt beim FC sicherlich kein unumstrittener Abwehrspieler, aber mindestens ein absolut vorbildlicher Leader – sowohl sportlich als auch menschlich – aus. Hübers wird dem FC monatelang fehlen und Lukas Kwasniok steht vor der schweren, aber nicht unlösbaren Aufgabe, die Innenverteidigung nun umzukrempeln. Nur wenige Minuten später folgte dann auch noch das entscheidende Gegentor, zu einem Zeitpunkt, bei dem sich wohl die Zuschauer schon längst mit einem torlosen Remis angefreundet hatten – zumindest die Kölner Fans. Ein Gegentor, das angesichts der vorherigen glasklaren Großchancen der Borussen eher wie eine Anreihung von unglücklichen Umständen und somit als besonders bitter wahrgenommen werden konnte.

Gefühlt hatte sich der FC durch seinen aufopferungsvollen Kampf einen Zähler verdient – auch, wenn so ziemlich jede Statistik von Samstagabend den Gegenbeweis liefert. Dass Kwasniok diesen Samstagabend möglichst schnell vergessen wollte, ist also durchaus verständlich, wird aber wohl aus rein sportlichen Gründen nicht den Tatsachen entsprechen. Zumindest nicht mehr. Denn der Coach sagte auf derselben Pressekonferenz auch, dass es nach solchen Niederlagen auch darum gehe, wieder aufzustehen. Und spätestens dann wird der Blick auf das Dortmund-Spiel auch seine guten Aspekte haben. Denn der FC war gerade in der ersten halben Stunde deutlich gefährlicher als die Borussia, besser im Spiel. Der Plan des Kölner Coachs ging in diesen 30 Minuten im Duell gegen den BVB fantastisch auf.

Der FC muss den gleichen Tugenden vertrauen

Said El Mala hätte mit seinen starken Tempoläufen die Geißböcke in Führung bringen können, vermutlich sogar müssen. Zu diesem Zeitpunkt war der BVB noch nicht einmal annähernd gefährlich vor das Kölner Gehäuse gekommen. Doch im Laufe des Spiels zeigte sich immer mehr, dass der FC spielerisch mit der Borussia nicht mithalten konnte. Die Dominanz des BVB war eindeutig. In Sachen Leidenschaft, Kampfgeist und Willen machte dem FC an diesem Abend aber dann keiner etwas vor. Die Kölner Profis gewannen 56 Prozent ihrer Zweikämpfe. Ein beeindruckender Wert für eine Mannschaft, die im Ligavergleich bis zum Dortmund-Spiel zu den schlechtesten der Liga gezählt hat. Die Erkenntnis, dass der FC also die Zweikämpfe sucht und auch gewinnen kann, ist eine besonders wichtige.

Eine wichtige für die Aufgabe am kommenden Mittwoch. Denn auf den BVB folgen die Bayern. Kwasniok betont bewusst, dass die Begegnung für ihn kein Highlight-Spiel sei. Das seien die Begegnungen gegen den Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach. Gegner, mit denen sich der FC auf Augenhöhe befindet. Die Spiele gegen die Bayern und Dortmund scheinen also eher Richtung Kür zu tendieren. Kwasniok will diese Gegner überraschen. So, wie er es eine halbe Stunde gegen den BVB getan hat. Die Grundtugenden für den Pokal haben die Kölner zum richtigen Zeitpunkt ausgepackt. Und dass sich damit die Gesetzmäßigkeiten des Fußballs verschieben können, ist hinlänglich bekannt.

Ausgeschöpftes Wechselkontingent beim 1. FC Köln wird zum Netz-Thema

Lukas Kwasniok wechselt den entkräfteten Said El Mala aus
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Ausgeschöpftes Wechselkontingent beim 1. FC Köln wird zum Netz-Thema

In der zweiten Halbzeit stand die Kölner Mannschaft gegen den BVB dann doch ordentlich unter Druck. Den Punkt zu bewahren war zu diesem Zeitpunkt oberstes Ziel für Trainer Lukas Kwasniok. Somit wechselte der Coach und brachte noch einmal drei frische Akteure des 1. FC Köln: Die Wechsel werden zum Netz-Thema.

Bevor sich Timo Hübers in der 82. Minute verletzte, hatte Trainer Lukas Kwasniok bereits fünf Mal gewechselt. Somit mussten der FC die Begegnung zu zehnt beenden. In der letzten Minute der Nachspielzeit gab es den Treffer gegen den 1. FC Köln: Die Wechsel werden zum Netz-Thema.

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Die Gesichter waren leer, als sich die Spieler des 1. FC Köln am Samstagabend vor den rund 10.000 Fans im Dortmunder Signal Iduna Park aufbauten. Das 0:1 beim BVB fühlte sich aufgrund des späten Gegentreffers, vor allem aber auch aufgrund der Verletzung von Timo Hübers, besonders schmerzhaft an. Zumal der FC die letzten Minuten in Unterzahl agierte. Die Enttäuschung war auch bei den Anhängern groß und der Frust entlud sich in den Sozialen Medien zum Teil auch am Trainer oder seinen Wechseln. Als Hübers auf der Trage vom Platz gebracht wurde, hatte Kwasniok bereits fünf Mal gewechselt. Der FC spielte folgerichtig nur noch zu zehnt, der Druck des BVB steigerte sich noch einmal, das Gegentor lag in der Dortmunder Luft. Einzig Marvin Schwäbe schien unüberwindbar.

„Insofern ist es müßig“

Schien, denn das Gegentor fiel in der Nachspielzeit dann doch. Und das ausgeschöpfte Wechselkontingent wird nun in einigen Kommentaren auf Instagram und Co. moniert, die Frage, warum der Kölner Trainer alle fünf Wechsel-Möglichkeiten recht früh gezogen habe, gestellt. „Im Nachhinein kann man sich diese Frage stellen. Es war sicherlich riskant. Wir waren so unter Druck, dass ich lieber sechs als nur vier frische Beine auf dem Platz haben wollte“, sagte der Kölner Trainer und betonte, dass er auch ohne den Dreifach-Wechsel in dieser Situation vor der Verletzung noch einmal final nachgelegt hätte. „Insofern ist es müßig.“ Tatsächlich waren bereits mehr als 80 Minuten gespielt, als sich der Kölner Abwehrchef verletzte. Dass eine Coach eine Wechsel-Option für etwaige Verletzungen bis zum Spielende offen hält, erscheint nicht wirklich den Sinn von Auswechselspielern zu treffen.

Die Diskussion erscheint unter einem anderen Gesichtspunkt schwierig. Denn noch in der vergangenen Spielzeit wurde Gerhard Struber für sein eher zurückhaltendes Wechsel-Verhalten kritisiert. Der Österreicher veränderte die Elf auf dem Platz eher punktuell und dann auch noch spät. Sein Nachfolger bewies dagegen mit seinen Wechseln in dieser Spielzeit schon mehrfach ein goldenes Händchen. Nicht umsonst kommen die Kölner auf sieben Scorerpunkte durch Joker. Einzig Bayern München ist mit drei Toren und fünf Vorlagen durch Einwechselspieler besser. Kwasnioks Plan am Samstagabend war es sicherlich auch, mit Linton Maina und Ragnar Ache wieder für mehr Entlastung in der Vorwärtsbewegung zu sorgen. Das gelang den Kölnern aber nicht mehr. Der Druck des BVB war zu groß. Die Diskussion, ob andere Einwechselspieler die Spieldynamik noch einmal verändert hätten, ist aber mindestens genauso müßig. Das kann nur der Blick in die Kristallkugel beantworten.

Auch ohne Tor: Said El Mala ist der absolute Aktivposten gegen den BVB

Said El Mala im Zweikampf mit Waldemar Anton
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Auch ohne Tor: Said El Mala ist der absolute Aktivposten gegen den BVB

Im Duell gegen Borussia Dortmund stand Said El Mala wieder in der Startelf der Geißböcke. Und mit einer starken Leistung rechtfertigte der Spieler auch die Maßnahme beim 1. FC Köln: Said El Mala macht gegen den BVB den nächsten Schritt.

Trotz der Niederlage und vergebener Großchance war er einer der absoluten Aktivposten des 1. FC Köln: Said El Mala macht gegen den BVB den nächsten Schritt.

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Hätte sich der bis dahin stark aufspielende Timo Hübers nicht schwerer verletzt und Marvin Schwäbe wäre nicht in letzter Sekunde doch noch überwunden worden, die Rolle des tragischen Helden wäre in der Begegnung der Geißböcke in Dortmund wohl an Said El Mala gegangen. Der Kölner Shootingstar stand zum zweiten Mal in dieser Spielzeit für den FC von Beginn an auf dem Feld. Und alle die erwartet hatten, der Angreifer würde von der erfahrenen BVB-Defensive in die Schranken gewiesen, sahen sich schnell einen Besseren belehrt. El Mala avancierte in der ersten Halbzeit im Grunde zum Kölner Alleinunterhalter. Zumindest war der 19-Jährige nahezu an jeder gefährlichen Aktion der Geißböcke beteiligt. Tragisch wurde die Rolle, weil El Mala dabei auch eine ganz dicke Chancen liegenließ, die vielleicht sogar in die Kategorie „muss“ fiel.

„Er hat sehr mannschaftsdienlich gespielt“

Mit mehr als 34 km/h rannte der Stürmer nach einem Steckpass von Marius Bülter auf Gregor Kobel zu, doch im entscheidenden Moment dachte der Angreifer vielleicht einen Tick zu lange nach. Nur wenige Minuten später verpasste der Stürmer ebenfalls den richtigen Zeitpunkt für einen Abschluss. Bereits in der Anfangsphase war El Mala aus spitzem Winkel und kurzer Distanz am Dortmunder Keeper gescheitert. Über die linke Seite stellte der 19-Jährige Routinier Waldemar Anton vor eine ganz schwere Aufgabe, hielt die Hintermannschaft auf Trab und schraubte seine persönliche Dribbling-Statistik auf 28 in die Höhe. El Mala führt die Statistik auch nach dem achten Spieltag vor Spielern wie Yan Diomande oder Antonio Nusa von RB Leipzig an. Dabei erreichte der Angreifer auch seinen persönlichen Tempo-Rekord von 35 km/h.

Wer gedacht hat, El Mala würde Lehrgeld gegen die Routiniers der Dortmunder Defensive bezahlen, der sah sich wohl getäuscht. Zumindest eine Halbzeit lang war der Kölner der absolute Aktivposten. „Er ärgert sich, dass er das Tor nicht gemacht hat und wir uns natürlich auch“, sagte Lukas Kwasniok. „In Sachen Bereitschaft, Hingabe und Einstellung in der Arbeit gegen den Ball hat er einen großen Step gemacht gegen einen Topgegner. Er hat sehr mannschaftsdienlich gespielt.“ Tatsächlich arbeitete der Außenbahnspieler viel mit zurück, gewann auch Zweikämpfe in der eigenen Hälfte. Allerdings gab es gerade im ersten Abschnitt auch wieder zwei, drei Aktionen, in denen vielleicht ein Abspiel durchaus Sinn gemacht hätte. Auch, wenn das vierte Saisontor fehlte, El Mala dem Spiel eine andere Wende hätte geben können, der Youngster lieferte wieder ein starkes Spiel ab.

BVB war an El Mala interessiert

Und das ausgerechnet gegen den Gegner, der im Sommer 2024 ebenfalls an die Tür der El Malas angeklopft hat. BVB-Geschäftsführer Lars Ricken gab im Vorfeld der Begegnung zu, dass man sich intensiv mit El Mala beschäftigt habe. Dem Vernehmen nach soll sich der Offensivspieler mit seiner Familie aber für einen Wechsel nach Köln entschieden haben, weil die sportliche Perspektive eine bessere gewesen sei. So hätte El Mala in Dortmund wohl „nur“ im Nachwuchs Spielpraxis sammeln sollen, beim FC spielt er nun Bundesliga. Zudem war wohl ein gemeinsamer Wechsel mit Bruder Malek beim BVB kein Thema. Beim FC freut man sich über die Entscheidung. Auch, wenn am Samstag die ein oder andere Großchance nicht genutzt wurde.

Bittere Gewissheit: Timo Hübers wird dem 1. FC Köln lange fehlen – „…trifft uns alle hart“

Timo Hübers wird im Duell gegen den BVB behandelt
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Bittere Gewissheit: Timo Hübers wird dem 1. FC Köln lange fehlen – „…trifft uns alle hart“

Die Bilder auf dem Spielfeld ließen schon nichts gutes erahnen. Am Mittag bestätigte der Verein dann die bittere Befürchtung. Timo Hübers wird dem 1. FC Köln lange fehlen. Bereits am Montag wird der Kölner Abwehrchef operiert.

Die Bilder ließen eigentlich schon wenig Zweifel zu, nun herrscht auch die bittere Gewissheit: Timo Hübers wird dem 1. FC Köln lange fehlen. Das gab der Verein am Sonntag bekannt. Der Abwehrspieler soll am Montag operiert werden.

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Die Reaktionen von Tom Krauß, Eric Martel und Marvin Schwäbe zeigten schon Sekunden nach dem Zweikampf, dass es Timo Hübers wohl schwerer getroffen hat. Der Kölner Abwehrchef war nach einem Duell mit Serhou Guirassy zu Boden gegangen, hatte sich offenbar am Knie verletzt. „Er hat geweint, er hat Schmerzen – es geht ihm einfach miserabel“, erklärte Lukas Kwasniok später auf der Pressekonferenz. Nur wenige Minuten später wurde der Innenverteidiger mit einem Krankentransport nach Köln in die MediaKlinik gebracht. Die MRT-Untersuchung ergab tatsächlich eine schwere Knieverletzung. Timo Hübers wird am Montag in Köln operiert. Das teilte der Verein am Sonntagmittag mit.

„Die Diagnose trifft uns alle hart“

Hübers hatte sich bereits zwei Mal das Kreuzband gerissen. 2016 am rechten Knie, 2018 am linken. Der Abwehrspieler war stark zurückgekommen. Sein Wechsel nach Köln war von einigen Sorgen des ein oder anderen Fans begleitet, Hübers könne anfällig für Knieverletzungen sein. Das erwies sich aber als Trugschluss. Strukturelle Probleme hatte der Abwehrspieler am Knie nicht. Bis zum unglücklichen Zweikampf mit Guirassy. Nun wird Hübers lange ausfallen. Die genaue Diagnose gab der Verein nicht bekannt. Mit einer Rückkehr ist aber wohl erst im kommenden Jahr zu rechnen.

„Schon in der Situation selbst war zu sehen, dass es für Timo nichts Gutes bedeutet. Die Diagnose trifft uns alle hart, vor allem ihn selbst. Er hat sich in jungen Jahren schon zweimal nach schweren Verletzungen zurück auf den Platz gekämpft – und wir sind sicher, dass er auch dieses Mal seinen Weg gehen wird“, sagte Thomas Kessler. „Timo verfügt über eine große innere Stärke und eine bemerkenswerte Mentalität, die ihn durch diese Phasen bringen wird. Wir als FC-Familie stehen eng an seiner Seite, unterstützen ihn auf jedem Schritt und wünschen ihm viel Kraft sowie eine schnellstmögliche Genesung.“ Der Vertrag des 29-Jährigen läuft bereits im kommenden Sommer aus. Gut möglich, dass die Kölner wie im vergangenen Jahr bei Luca Kilian nun auch eine schnelle Vertragsverlängerung mit dem Abwehrchef anstreben.


Marvin Schwäbe – der überragende Profi des 1. FC Köln an einem bescheidenen Abend

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB
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Marvin Schwäbe – der überragende Profi des 1. FC Köln an einem bescheidenen Abend

Die Enttäuschung war schon extrem groß nach der 0:1-Pleite gegen den BVB. Lange sah es so aus, als könnten die Kölner einen Punkt entführen. Dass das möglich war, lag vor allem an einem Akteur des 1. FC Köln: Marvin Schwäbe überragt und wird nicht belohnt.

Mit einem glücklichen abgefälschten Schuss avancierte Maximilian Beier zum großen Gewinner des Abends. Doch der beste Mann des Spiels befand sich in den Reihen des 1. FC Köln: Marvin Schwäbe überragt gegen Borussia Dortmund und wird nicht belohnt.

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Möglicherweise wäre der Grad der Enttäuschung nach der 0:1-Pleite gegen den BVB ein anderer gewesen, wenn Marvin Schwäbe nicht einen so beeindruckenden Abend erwischt hätte. Starke 30 Torschüsse feuerte die Offensive der Borussia ab, der xGoals-Wert stand am Ende des Abends bei 2,2. Doch Schwäbe hatte den FC lange im Spiel gehalten. Schon im ersten Abschnitt parierte der Kölner Keeper einen Versuch von Karim Adeyemi aus kurzer Distanz. Schwäbe blieb lange stehen, machte die kurze Ecke zu. Nach dem Wechsel wuchs der Kölner Keeper geradezu über sich hinaus. Serhou Guirassy scheiterte aus kürzester Distanz mit einem Drehschuss (den der Stürmer aber auch sehr unplatziert Richtung Tor und Schwäbe drosch). Anschließend rettete der Kölner Keeper ganz stark bei einem Schuss von Felix Nmecha.

Schwäbe mit überragenden Werten

Auch gegen Julian Brandt und Maximilian Beier war der Keeper bei Distanzschüssen der Sieger. Insgesamt kam Schwäbe auf mehr als 90 Prozent abgewehrter Versuche. Ein überragender Wert. Zehn Paraden standen auf der Liste des Keepers. Schwäbe war der Mann des Abends, hielt den FC lange im Spiel, denn die Dominanz der Dortmunder war vor allem im zweiten Abschnitt brutal. Die Kölner fanden gar kein Mittel mehr, sich aus der eigenen Hälfte zu befreien, bekamen nicht einen Abschluss auf die Haben-Seite. Doch der Kölner Keeper war trotz seiner herausragenden Leistung alles andere als zufrieden mit dem „beschissenen“ Abend. Denn neben der schweren Verletzung von Timo Hübers kassierten die Kölner dann auch noch das späte Gegentor.

„Sicht versperrt, vorher noch abgefälscht, hinten dran stehen noch Martel und Schmied irgendwie. Der eine bekommt ihn noch durch die Beine. Extrem bitter und schwierig zu sehen“, erklärte der Kölner Torhüter nach dem Spiel. Denn so stand am Ende eine besonders schmerzhafte Niederlage. Am Mittwoch wird Schwäbe die nächsten Chancen bekommen, sich auszuzeichnen. Dann ist der Gegner Bayern München. Und der Rekordmeister ist mit großem Abstand die Mannschaft mit den meisten Abschlüssen der Liga (152).


Nach 0:1 des 1. FC Köln: Ein Kracher-Spiel, das Lukas Kwasniok gerne streichen würde

Bittere Pleite für den 1. FC Köln in Dortmund
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Nach 0:1 des 1. FC Köln: Ein Kracher-Spiel, das Lukas Kwasniok gerne streichen würde

Die Dominanz der Borussia war gegen den FC beachtlich groß. Der Spielverlauf spiegelte das aber so nur in Teilen wieder und ein Punkt wäre für die Kölner wohl drin gewesen. Deswegen ist die Niederlage des 1. FC Köln beim BVB so bitter.

Die Vorfreude auf das Duell im Signal Iduna Park war groß. Im Nachhinein ist es nun eher ein Abend zum Vergessen. Deswegen ist die Niederlage des 1. FC Köln beim BVB so bitter.

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Die Vorfreude war bei Lukas Kwasniok vor dem BVB-Duell groß. Der Kölner Coach hatte von dem „Kracher-Spiel“ gesprochen, das bevorstand. Kein Wunder: 80.000 Zuschauer, Flutlicht, Champions-League-Teilnehmer als Gegner – was will man mehr. Doch die Meinung kann sich bekanntlich dann doch auch bei einem Bundesliga-Trainer schnell ändern. „Es gibt Tage im Leben, die würde man im Nachhinein gerne streichen. Und natürlich gehört dieser bei mir dazu“, sagte der 44-Jährige am späten Samstagabend, nachdem die Kölner die Partie in Dortmund abgegeben hatten. „Das hängt einfach damit zusammen, dass wir uns für einen leidenschaftlichen Kampf nicht belohnt haben. Nicht mit dem Punktgewinn und dann auch noch, was fataler ist, die schwere Verletzung von Timo Hübers.“

Dortmund überlegen, der FC mit Möglichkeiten

Tatsächlich fühlte sich der Abend besonders bitter an. Und das, obwohl die Statistik schon ziemlich eindeutig ausfiel. 65:35 Prozent Ballbesitz, 30:5 Torschüsse, 17:2 Ecken für die Borussia, alleine Abwehrspieler Nico Schlotterbeck kam auf genauso viele Torschüsse wie der gesamte FC. Die Dominanz der Borussen war schon groß, und doch schnupperten die Geißböcke an einer Überraschung. Alleine Said El Mala, der von Beginn an auflief, hätte in der ersten Halbzeit wohl ein Tor erzielen müssen und zwei Treffer erzielen können. Doch der Youngster der Geißböcke scheiterte an Gregor Kobel, wohl auch an den eigenen Nerven. Bei aller Dortmunder Überlegenheit wäre die Kölner Führung aber alles andere als unverdient gewesen.

„Wir haben in der ersten Halbzeit viel mehr Entlastung gehabt, hatten auch die besseren Chancen, haben sie leider nicht gemacht“, sagte Thomas Kessler. Tatsächlich kam Karim Adeyemi ebenfalls zu einer guten Möglichkeit, aber Marvin Schwäbe war im Eins-gegen-Eins aus kurzer Distanz zur Stelle. „Man muss schon sagen, dass Dortmund die größeren Spielanteile hatte, aber wir hatten in der ersten Hälfte zwei Dinger – wenn wir die gemacht hätten, wer weiß schon, wie es ausgegangen wäre“, sagte Eric Martel. Nach dem Wechsel nahm der Druck des BVB noch einmal zu, der FC fand kaum noch Entlastung im gegnerischen Schlussdrittel. Die Borussia erspielte sich zunehmend ihre Möglichkeiten. „Wir hatten in der zweiten Hälfte dann keinen Durchbruch mehr, konnten nur noch wenige Stiche setzen“, so der Sechser weiter.

„Das gehört zu unserem Job“

Und spätestens dann entwickelte sich die Begegnung auch ein wenig zu einem Duell Schwäbe gegen den BVB. Serhou Guirassy, Felix Nmecha und Julian Brandt probierten es und der Kölner Keeper parierte stark bis weltklasse. Es deutete bereits viel auf ein Remis hin. Doch dann nahmen die Geißböcke mit der Verletzung von Timo Hübers den ersten bitteren Nackenschlag kurz vor Spielende hin. „Es hat bei Hübi ziemlich übel ausgeschaut. Man hat etwas gesehen, deswegen habe ich mich umgedreht und nicht mehr hingeschaut. Da scheint mehr kaputt gegangen zu sein“, sagte Martel. „Das ist extrem bitter. In erster Linie, einen Mitspieler so zu sehen. Da fehlen mir die Worte. Das sind Szenen, die keiner sehen will“, erklärte Marvin Schwäbe. Für den FC bedeutete die Verletzung dann auch, die letzten Minuten in Unterzahl zu spielen.

Der Druck der Westfalen nahm weiterhin zu und Schwäbe schien weiterhin unbezwingbar. „Bei dem Spielverlauf – wir haben ein so geiles Spiel gezeigt, da wäre ein Punkt schön gewesen“, sagte Schwäbe. Doch mit dem letzten Abschluss machte es Maximilian Beier dann doch noch. „Das war ein absolutes Scheißtor. Der trifft den Ball nicht richtig, drei Mann stehen vor mir, Sebulonsen fälscht ihn ab, Schmied trifft ihn nicht und Eric kriegt ihn durch die Beine. Das ist extrem bitter“, so der Keeper weiter. Am Ende kehrt der FC mit einer Niederlage und einer schweren Verletzung nach Köln zurück. Ein Abend, der emotional und gut begonnen hatte, den Kwasniok aber gerne aus dem Kalender streichen würde. „Es gehört zu unserem Job, Niederlagen einzustecken, auch harte Niederlagen. Ab morgen stehen wir wieder auf und gucken, dass wir im Pokal irgendwie gegen die Bayern bestehen können“, sagte der Trainer.


Offenbar schwere Hübers-Verletzung überschattet das Spiel des 1. FC Köln – „Das sah auf jeden Fall nicht gut aus“

Timo Hübers verletzt sich gegen den BVB
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Offenbar schwere Hübers-Verletzung überschattet das Spiel des 1. FC Köln – „Das sah auf jeden Fall nicht gut aus“

Selbst der späte Gegentreffer geriet für die Kölner im Duell in Dortmund ein wenig in den Hintergrund. Das Spiel wurde wohl von einer schwereren Verletzung überschattet. Timo Hübers fällt beim 1. FC Köln wohl lange aus.

Eine genaue Diagnose steht noch aus, doch die Bilder lassen nichts Gutes erahnen. Timo Hübers fällt beim 1. FC Köln wohl lange aus. Der Abwehrspieler hatte sich im Zweikampf das Knie bitter verdreht.

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Bitterer hätte die Niederlage gegen den BVB wohl nicht ausfallen können. Dabei war der Gegentreffer in der letzten Minute der Nachspielzeit wohl nur das kleine Übel. Der FC muss vermutlich Wochen bis Monate ohne seinen Abwehrchef Timo Hübers auskommen. Der Innenverteidiger war wenige Minuten vor Ende der regulären Spielzeit im Zweikampf mit Serhou Guirassy zu Boden gegangen, hatte sich das Knie verdreht. Schon das Winken der Mitspieler ließ nichts Gutes erahnen. Der 29-Jährige griff sich immer wieder ans Knie. Zu diesem Zeitpunkt hatte Trainer Lukas Kwasniok bereits fünf Mal gewechselt. Für Hübers ging es nicht weiter. Der Abwehrspieler musste mit einer Trage vom Platz gebracht werden.

„Wir müssen jetzt schauen, was los ist“

Der 29-Jährige hielt sich auch weiterhin die Hände vors Gesicht und wurde unter dem Applaus der 80.000. „Das sah auf jeden Fall nicht gut aus“, sagte Dominique Heintz. „Ich spiele mit Hübi schon länger zusammen und es tut mir sehr leid für ihn. Das wünscht man natürlich niemanden, gerade einem eigenen Mitspieler nicht. Ich hoffe, dass irgendetwas noch zu retten ist. Wir müssen jetzt schauen, was los ist.“ Eine genaue Diagnose wird wohl erst im Laufe des Sonntags erfolgen. Doch gut sahen die Bilder schon in der Zeitlupe nicht aus. Auch Sky-Reporter Wolff-Christoph Fuß bat darum, die Bilder nicht noch einmal zu zeigen. Für Hübers könnte es eine weitere schwere Knieverletzung sein. Der Abwehrspieler hatte sich 2016 einen Kreuzbandriss im rechten Knie und 2018 einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen.

Nach Rav van den Berg droht damit ein weiterer Innenverteidiger bei den Geißböcken auszufallen. „In erster Linie haben wir natürlich Timo Hübers nun im Kopf. Es war rundum ein beschissener Abend für uns“, sagte Marvin Schwäbe. „Wenn man einen Mitspieler so leiden sieht und weiß, dass es nicht so gut aussieht. Das will man nicht – egal auf welcher Seite. Da geht es dann nicht um Fußball in dem Moment.“