Fehlte beim Abschluss des 1. FC Köln: Rav van den Berg erfolgreich operiert
Simon Bartsch
Bei der Abschlussfeier am Montagabend fehlte der Innenverteidiger des 1. FC Köln: Rav van den Berg wurde erfolgreich operiert. Der Abwehrspieler hatte sich im vergangenen Sommer an der Schulter verletzt, nun wurde eine Platte operativ entfernt.
Die Feier im Palais Flora am Botanischen Garten fand ohne den Abwehrspieler statt. Und das hatte einen Grund: Rav van den Berg wurde unmittelbar nach dem Saisonende an der Schulter operiert.
Der Niederländer hatte sich im Hinspiel beim VfL Wolfsburg an der Schulter verletzt und musste anschließend operiert werden. Nun wurde eine Platte operativ entfernt, wie der Verein am Dienstagvormittag mitteilte. Die Maßnahme sei geplant gewesen und: „Der Eingriff ist gut verlaufen“, heißt es vom FC. Für van den Berg endet nun auch eine insgesamt durchwachsene Saison. Der Abwehrspieler war für mehr als acht Millionen Euro an den Rhein gewechselt, avancierte damit zum teuersten Innenverteidiger der Vereinsgeschichte. Nicht umsonst wurde der 21-Jährige fortan als Königstransfer betitelt. Doch van den Berg kam nicht richtig an. Zunächst hatte der Niederländer Eingewöhnungsschwierigkeiten, anschließend folgte die Verletzung gegen den VfL. Bei einem Foulspiel zog er sich eine Schultereckgelenksprengung zu. Van den Berg benötigte fast drei Monate für sein Ceomback.
Kaum Spielzeit unter René Wagner
Aber auch dann wollte es nicht so richtig rund laufen. Gegen Union Berlin holte sich der Abwehrspieler eine unnötige Rote Karte im Dezember ab, unter René Wagner verlor der Spieler seinen Stammplatz. Spekulationen, die Kölner wollten damit möglichen Boni aus dem Weg gehen, widersprach der Kölner Coach deutlich. Vielmehr waren die Nicht-Berücksichtigungen mit Leistungen zu erklären. Wagner wurde gegenüber dem Niederländer auch sehr deutlich, erklärte, dass van den Berg in der neuen Saison aber die Chance bekomme, sich wieder an anderen Spielern vorbeizuarbeiten. Mittelfristig plant van den Berg den Abflug in die Premier League. Das sei sein Traumziel, hatte der Abwehrspieler in der Vergangenheit mehrfach erklärt. Dafür muss aber noch eine ordentliche Leistungssteigerung her. Zunächst einmal beim FC. Denn nur als Stammspieler wird er sich in das passende Schaufenster stellen können.
Konkurrenz für den 1. FC Köln bei Silas Andersen: Trabzonspor intensiviert Interesse, Sporting steigt ein
Simon Bartsch
Nun ist es auch offiziell, dass der FC auf der Position des zentralen Mittelfeldspielers aktiv werden muss. Mit Eric Martel verlässt ein Stammspieler die Kölner. Schon seit vergangener Saison geistert ein Name rund um den 1. FC Köln: Namhafte Clubs jagen Silas Andersen.
Mit dem Abschied von Eric Martel ist eine Personalie beim FC nun geklärt. Eine, die aber weitere Personalien mit sich bringt. Denn die Kölner werden auf den Abgang des Mittelfeldspielers reagieren müssen. Die ersten Namen werden bereits spekuliert. Silas Andersen soll eine heiße Spur sein. Doch der FC ist nicht der einzige Interessent.
Spielt Silas Andersen bald für den 1. FC Köln? (Foto: Charles McQuillan/GettyImages)
55 Mal lief Silas Andersen für BK Häcken auf. Wie viele Spiele noch dazukommen, ist absolut offen. Der Däne steht auf mehreren Zetteln. Unter anderem wohl auf dem der Geißböcke. Spätestens nach dem Abschied von Eric Martel ist klar, wie dringend der FC auf der zentralen Position einen zweiten Sechser neben Tom Krauß benötigt. Andersen wäre eine spannende Alternative, ist von der Veranlagung dem Straubinger ähnlich, hat aber andere Offensivqualitäten. Nicht umsonst waren die Kölner schon im Winter interessiert. Damals scheiterte ein Wechsel dem Vernehmen nach auch an der Kluft zwischen gewünschter und angebotener Ablöse. Zuvor hatten sich schon ganz andere europäische Clubs an dem Verhandlungsgeschick des schwedischen Erstligisten die Zähne ausgebissen, waren sogar mit höheren Angeboten in Höhe von sieben Millionen Euro gescheitert.
Palhinha oder Andersen?
Andersen verlängerte schließlich beim schwedischen Erstligisten seinen Kontrakt. Das kommt dem Verein zu Gute. Denn beide Seiten haben bereits erklärt, dass eine Veränderung in diesem Sommer eine Alternative für den Spieler sein könne. Die Ablöseforderung wird sich sicher nicht verringert haben. Der polyvalente Mittelfeldspieler (zentrales, defensives, linkes Mittelfeld) ist Leistungsträger bei seinem Club. Das schließt einen Wechsel nun im Sommer aber ganz sicher nicht aus. Im Gegenteil: Die Chancen für einen Wechsel stehen nicht schlecht. Glaubt man zumindest den Worten von Sportdirektor Erik Friberg. Der sagte im Interview mit dem schwedischen „Expressen“, dass er es für unwahrscheinlich halte, Andersen nach der WM noch in Häcken zu halten. Und so bringen sich die europäischen Clubs in Lauerstellung. Neben dem FC soll auch der Hamburger SV seine Fühler nach dem 21-Jährigen ausstrecken.
Doch die Konkurrenz ist eben nicht nur aus Deutschland groß. Türkische Medien berichten, dass Trabzonspor seine Bemühungen intensiviert, den Spieler unbedingt verpflichten wolle. Nun aber steigt laut der portugiesischen Zeitung „Al Bola“ noch Sporting Lissabon in das Buhlen um den Mittelfeldspieler ein. Höchste Priorität hat für die Portugiesen ein anderer Sechser. So will der Vizemeister eigentlich João Palhinha von den Bayern verpflichten. Der 30-Jährige war zuletzt an Tottenham ausgeliehen, nun plant Sporting die Rückkehr nach Portugal. Sollte das nicht klappen, ist Andersen wohl Plan B. Der Club soll von den Fähigkeiten des Spieler absolut überzeugt sein und könne sich die Verpflichtung vorstellen, heißt es in portugiesischen Medien. Der Vizemeister würde im Gegensatz zum FC europäisch spielen, nimmt an der Qualifikation der Champions League teil.
Nach Poker mit dem 1. FC Köln: Eric Martel wechselt offenbar nach Mainz
Simon Bartsch
Es war ein Abschied auf Raten, überraschend kam er am Sonntagabend jedenfalls nicht mehr. Nach dem Poker mit dem 1. FC Köln steht nun das Ziel des Mittelfeldspielers offenbar fest: Eric Martel wechselt wohl zum 1. FSV Mainz.
Am Montagabend folgte der wohl letzte offizielle Auftritt im Dienst des 1. FC Köln. Eric Martel kam in Begleitung seiner Frau zur Abschlussfeier der Geißböcke. Nun steht offenbar sein nächster Arbeitgeber fest. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet, wechselt der 24-Jährige zum Ligakonkurrenten aus Mainz,
Eric Martel wechselt wohl nach Mainz (Foto: Lars Baron/GettyImages)
134 Pflichtspiele stand Eric Martel für den 1. FC Köln auf dem Platz. Der Sechser entwickelte sich beim FC zum Leader, zum Leistungsträger, genoss das Vertrauen sämtlicher Trainer. In der vergangenen Spielzeit stagnierte die Entwicklung jedoch ein wenig. Und so ist es durchaus verständlich, dass Martel einen neuen Reiz in seiner Karriere setzen will. „Ich habe mich dennoch dazu entschieden, dieses Kapitel zu beenden und eine neue Herausforderung anzunehmen. Es war mir eine große Ehre, für diesen besonderen Verein spielen zu dürfen“, schrieb Martel am Sonntag auf Instagram. Diese neue Herausforderung heißt 1. FSV Mainz, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet. Martel wird also auch in der kommenden Spielzeit Bundesliga spielen. Wohlgemerkt nur Bundesliga, nicht etwa international.
„Wir haben ihm ein wertschätzendes Angebot unterbreitet“
Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass die Rheinhessen eine insgesamt starke Rückrunde gespielt haben, diese für sich gesehen als Fünfter beendeten, an die Leistungen der Vorsaison erinnerten und somit in der kommenden Saison wohl wieder nach dem europäischen Geschäft streben. Ein Ziel, das man sich für den FC wünscht, aber nach realistischer Einschätzung und Beobachtung der aktuellen Spielzeit dann doch noch ein sehr gutes Stück weit entfernt sein dürfte. Dennoch erscheint die Herausforderung Mainz auf den ersten Blick nicht wie der ganz große Karriereschritt. Beim FC hätte man den Vertrag gerne verlängert. „Wir standen mit Eric in den vergangenen Wochen und Monaten in engem, regelmäßigem Austausch und haben ihm ein faires sowie wertschätzendes Angebot unterbreitet“, sagte FC-Geschäftsführer Thomas Kessler. Dieses wertschätzende Angebot entsprach aber nicht mehr dem des vergangenen Sommers.
Damals wollten die Geißböcke den Kontrakt unbedingt verlängern, streckten sich für den ehemaligen Kapitän der U21-Nationalmannschaft. Gerade auf der Position der „Holding Six“ herrscht bekanntlich kein Überangebot an deutschen Talenten mit großem Potenzial. Das entfaltete Martel in dieser Spielzeit aber viel zu selten. Und so muss irgendwann die Idee gereift sein, dass der Spieler dann doch nicht unersetzbar sei – selbst, wenn das einen ablösefreien Abgang bedeutet. Der FC hat sich schon im Winter nach Alternativen umgeschaut, auch interessante gefunden, aber nicht verpflichten können. Martel hatte dagegen schon im vergangenen Sommer den Wechselwunsch gehegt. Wie berichtet gab es aber nicht den erhofften Abnehmer und so blieb der Spieler beim FC. Nun gehen Verein und Spieler getrennte Wege, die sie in der kommenden Spielzeit mindestens zwei Mal wieder zusammenführen werden.
Klassenerhalt und Saisonziel sind erreicht, doch im Sommer muss einiges passieren, sonst wir es schwer – Ein Kommentar
Simon Bartsch
Das ausgelobte Ziel des Klassenerhalts haben die Geißböcke erreicht: Der FC spielt auch in der kommenden Saison in der Bundesliga. Dann wollen sich die Kölner dort wieder stabilisieren, ganz einfach wird dieses Unterfangen jedoch angesichts der Leistungen der vergangenen Spielzeit und der anstehenden Aufgaben nicht: Saisonfazit über den 1. FC Köln – ein Kommentar.
„Es ist nicht alles Gold, was glänzt“ könnte die abschließende Beurteilung der Spielzeit 25/26 für die Geißböcke lauten. Denn trotz des erreichten Klassenerhalts zeigten sich bei den Kölnern zu häufig eklatante Schwächen, die in der anstehenden Saison kompensiert werden müssen.
Die Spieler des 1. FC Köln (Foto: Stuart Franklin/ Getty Images)
Thomas Kessler wirkte nach der 1:5-Niederlage gegen den FC Bayern München nicht dramatisch geknickt. Gegen den Rekordmeister darf man nun mal verlieren und wenn der Klassenerhalt schon sicher in trockenen Tüchern ist, vielleicht dann auch in der Deutlichkeit wie am 34. Spieltag. Der Geschäftsführer Sport erklärte, dass es für einen Verein wie den 1. FC Köln nicht selbstverständlich sei, bereits am 32. Spieltag die Klasse gehalten zu haben. Und damit hat der Ex-Keeper der Geißböcke durchaus recht. Nach einem Aufstieg, zudem noch in einer Spielzeit, in der eine Transfersperre aus der Vorsaison noch ein wenig nachwirkt, ist der direkte Wiederabstieg durchaus ein realistisches Szenario. Kessler hat im vergangenen Sommer einen gewaltigen Umbruch vollzogen, eine neue Mannschaft musste sich finden. Eine Mannschaft, in der Spieler einen Stammplatz bekamen, die bislang noch nicht so wirklich Bundesliga-Erfahrung gesammelt hatten.
Bloß kein Mund abputzen und weiter
Insofern war der Klassenerhalt für den FC sicher kein Selbstläufer. Geschäftsführer, die beiden Trainer, Teile der Mannschaft wurden nicht müde zu betonen, dass Auf und Abs zu einer Aufstiegs-Saison dazu gehören. Zudem gehört zur Wahrheit, dass Kesslers Transfer-Investitionen im Sommer gepaart mit dem fulminanten Saisonstart zum einen die Erwartungen massiv angehoben, zum anderen spielerische Probleme kaschiert haben, die bereits im Pokal gegen Regensburg, aber auch gegen Mainz deutlich sichtbar waren. Es entstand eine Euphorie, die mit der ersten kleinen ergebnistechnischen Delle wie ein Kartenhaus zusammenfiel und sich ins Gegenteil verkehrte. Und dann ist man schneller beim „Aber“ zu Kesslers Klassenerhalts-Erleichterung als Said El Mala der Bayern-Hintermannschaft die Hacken zeigen kann. Es wäre zu leicht, sich mit dem Erreichten Saisonziel zufrieden zu geben, es abzuhaken, Mund abputzen und weiter.
Die Zeiten, in denen man 40 Punkte brauchte, um die Klasse zu halten sind lange vorbei, hat es eigentlich so auch nie wirklich gegeben. Im Schnitt waren es 33 Zähler, die zum Verbleib ausreichten. In dieser Saison hätten dem FC 30, angesichts der für einen Abstiegskandidaten überragenden Tordifferenz sogar 29 Punkte gereicht – ein erstaunlich schwacher Wert. Und ein – tja vielleicht kurioser, wenn man bedenkt, dass Lukas Kwasniok 26 dieser 29 Zähler nach dem 27. Spieltag eingefahren hatte. Ein Sieg oder drei Unentschieden in den verbleibenden sieben Partien hätten dem Ex-Coach zum erklärten Saisonziel gereicht. Das war zum damaligen Zeitpunkt nicht abzusehen. Und demnach ist es falsch, aus dem reinen Punkteschnitt abzuleiten, dass die Trainer-Entlassung voreilig gewesen sei. Genauso falsch fühlt es sich jetzt aber an, René Wagner den Klassenerhalt als Beförderungs-Grundlage auszulegen. Zumindest bekommt die offensichtliche Schnell-Analyse, die Richtung Wagner läuft, ein Geschmäckle.
Schwächen in der Mannschaft
Rein ergebnistechnisch hat der 37-Jährige weniger Punkte eingefahren als Kwasniok, die Mannschaft in den Spielen nicht mehr überzeugt als unter dem Vorgänger und für eine erkennbare Entwicklung der Spieler fehlte die Zeit. Es wird noch andere Komponenten geben, die die Verantwortlichen in dem jungen Trainer sehen, eine Zukunft, großes Potenzial, eine Expertise. Doch zum Trainer gehört eben auch eine Mannschaft und deren Zusammenstellung. Und auch wenn zu Beginn viel als perfekt passend erschien, sieht die Realität an einigen Stellen anders aus. Im Spiel mit dem Ball fehlte dem FC zu oft das Kreative, die Idee, in der Defensive unterliefen zu viele Patzer, kleine Fehler, die eklatante Folgen hatten. So gut die Tordifferenz für den FC auch war, verdeutlicht sie auf der anderen Seite ein Ungleichgewicht zwischen Angriff und Abwehr. Mit 49 Toren gehörte Köln zur oberen Tabellenhälfte, nur drei Teams kassierten mehr Gegentreffer.
Ja, der FC hat den Klassenerhalt und damit das Saisonziel erreicht. Das war wichtig. Aber Kessler hat sich zur Maxime gemacht, dass er eine Mannschaft inklusive Trainer zusammenstellen will, die ähnliches erreicht. Dabei werden mit großer Wahrscheinlichkeit mehr Punkte nötig sein als in dieser Spielzeit. Potenzielle Abgänge von Said El Mala, Jakub Kaminski oder Jahmai Simpson-Pusey würden nur schwer zu kompensieren sein. Schon jetzt scheint klar, damit das Saisonziel auch in der kommenden Saison erreicht wird, müssen nicht nur Mannschaft und Trainer noch eine Schippe drauflegen. Die angekündigte Analyse muss also eine besonders gründliche werden.
Wird Salih Özcan beim 1. FC Köln wieder zum Thema?
Simon Bartsch
Nach dem Abgang von Eric Martel wird sich bei der Kaderplanung auch viel um die Frage des Sechsers drehen. Und da kommt ein alter Bekannter ins Spiel beim 1. FC Köln: Salih Özcan wird wohl wieder ein Thema in Köln.
Und täglich grüßt das Murmeltier. Öffenbar wird Salih Özcan wieder zum Thema bei den Geißböcken. Das berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“ am Abend. Und das nicht zum ersten Mal. Auch im vergangenen Sommer gab es Gerüchte.
Salih Özcan von Borussia Dortmund (Foto: Pedro Salado/Getty Images)
Als der FC im vergangenen Sommer seine Saisonabschlussfeier anging, wurde Thomas Kessler über eine besondere Personalie befragt. Salih Özcan sollte damals wieder im Gespräch beim FC sein. Kessler betonte damals, dass er schon im Austausch mit Özcan gewesen sei, allerdings rein privat. Mehr Gesprächsstoff habe es nicht gegeben, so zumindest der Tenor. Da damals der BVB eine Ablöse von fünf Millionen Euro forderte und Eric Martel sich dann doch für einen Verbleib entschied, wurde die Personalie nicht heißer, als sie möglicherweise ohnehin nicht war. Am Montagabend wollte sich Kessler nicht äußern. Nicht zum Trainer, nicht zur Mannschaft und auch nicht zu Özcan. Dabei ploppte ein Jahr nach den Gerüchten 2025 der Name Özcan am Abend dann doch wieder auf. Denn laut „Kölner Stadt-Anzeiger“ habe es nun schon einen Austausch zwischen Spielerseite und Verein gegeben.
FC sucht Martel-Ersatz
Die Vorzeichen haben sich durchaus verändert. Özcan wurde beim BVB verabschiedet, kann den Verein ablösefrei verlassen. Der FC müsste also nichts für den türkischen Nationalspieler bezahlen. Zudem suchen die Geißböcke einen Sechser. Eigentlich sogar zwei. Denn der Abschied von Denis Huseinbasic deutet sich wie berichtet auch an. Eric Martel hatte erst am Sonntag seinen Weggang vom Geißbockheim bekannt gegeben. Zu einem Zeitpunkt, zudem es wohl nur noch geringe Zweifel am FC-Aus gab. Und Özcan würde ins Profil der Kölner als Martel-Ersatz passen. Zumindest ist der gebürtige Kölner ein klassischer defensiver Sechser, der bei den Geißböcken in der Saison vor dem Wechsel zur Borussia endlich seinen Durchbruch schaffte. Dass Özcan sich eine Rückkehr zu seinem Heimatverein vorstellen kann, steht wohl außer Frage. Doch es gibt da noch das „Aber“. Özcan würde bei den Kölnern sämtliche Gehaltsgefüge sprengen.
Der Spieler müsste schon auf große Teile des Gehalts verzichten, die er in Dortmund eingestrichen hat. Auch daran könnte eine Rückkehr in der jüngeren Vergangenheit gescheitert sein. Zudem soll es gleich mehrere weitere Interessenten geben. Fast schon obligatorisch wird Özcan mit nahezu jedem Istanbuler Club in Verbindung gebracht. Auch das hat was von „Täglich grüßt das Murmeltier“.
Der 1. FC Köln verabschiedet sich in den Sommer – Bilder von der Abschlussfeier
Simon Bartsch
Am Montagabend hat sich der FC in die Sommerpause verabschiedet. Zumindest Mannschaften und Staff werden sich nun erst einmal erholen. Für die Vereinsführung stehen noch einige schwere Aufgaben und Entscheidungen an. Doch dafür war am Abend wenig Zeit beim 1. FC Köln: Die Bilder zur Abschlussfeier.
Ab 18 Uhr trafen die ersten Gäste im Botanischen Garten in Köln ein. Präsident Jörn Stobbe und Vize-Präsident Ulf Sobek gehörten zu den ersten Gästen. Es folgten aber auch zahlreiche Spieler und der Trainer.
Thomas Kessler und Philipp Türoff in Begleitung der Ehefrauen (Foto: come-on-fc.com)
Mit einer Feier im Palais Flora am Botanischen Garten verabschiedet sich der 1. FC Köln nun in die Sommerpause. Am Abend trafen sich die Mannschaften, Mitarbeiter und Vereinsführung, um die abgelaufene Spielzeit hinter sich zu lassen. Und die Stimmung war zu Beginn irgendwo zwischen Spannungs-Abfall und Erleichterung. „Wenn man nach all den Emotionen alles mal sacken lässt, ist es am Ende doch sehr positiv. Wir haben den Klassenerhalt geschafft, sogar ein bisschen vorzeitig. Insgesamt stehen wir in vielen Bereichen deutlich besser da als vorher. Deshalb ist es am Ende des Tages sehr versöhnlich – mit vielen Möglichkeiten, uns trotzdem weiter zu verbessern“, sagte Philipp Türoff. Das wird sportlich auch nötig sein, eine ähnliche Zitterpartie soll es nach Möglichkeit nicht geben.
Bilder der Abschlussfeier
Präsident Jörn Stobbe bei der Abschlussfeier des 1. FC Köln
Zur Feier kamen natürlich auch die abgehenden Spieler Dominique Heintz, Florian Kainz und Eric Martel – jeweils in Begleitung. Auch der Vorstand und die Geschäftsführung waren vor Ort. „Ich freue mich total und auch schon auf nächstes Jahr: 34 Bundesligaspiele der Männer, 26 Spiele mit den Frauen, dazu schöne Jugendspiele und viele andere Dinge. Mindestens ein Pokalspiel jeweils – das ist echte Freude“, sagte Präsident Jörn Stobbe. Im Juli beginnt dann die Vorbereitung auf die neue Saison. Gegen Ende Juli wird dann auch das Trainingslager stattfinden. Dort soll sich die neue Mannschaft dann den Feinschliff für die kommende Spielzeit holen. Voraussichtlich wird dieser Teil der Vorbereitung wieder in Österreich stattfinden. Nach Informationen von come-on-fc.com aber nicht mehr in Bad Waltersdorf. Datum und Location wird der Verein wohl in Kürze bekannt geben.
In die Vorbereitung werden auch wieder einige Testspiele fallen. Die Gegner stehen so kurz nach der Saison natürlich noch nicht fest.
Abschlussfeier: Die Führung des 1. FC Köln äußert sich zu der Trainerfrage – eine Tendenz ist hörbar
Simon Bartsch
Mit der Saisonabschlussfeier am Montagabend verabschiedet sich der FC in die Sommerpause. Im Juli wird es für die Profis dann mit der Vorbereitung weitergehen. In welcher Konstellation und mit welchem Trainer ist indes noch nicht geklärt. Es gibt noch einige Baustellen beim 1. FC Köln: Das sagt die Vereinsführung zur Trainerfrage.
Im Palais Flora im Botanischen Garten kam der 1. FC Köln am Montagabend zum Saisonabschluss zusammen. Die Vereinsführung gab ein Update zum Prozedere in der Trainerfindung.
Jörn Stobbe und Thomas Kessler (Foto: picture alliance / BEAUTIFUL SPORTS | Steffie Wunderl)
Noch ein letztes Mal kamen die Mannschaften, Mitarbeiter und Vereinsführung am Montagabend zusammen, um sich mit einer Feier im Palais Flora am Botanischen Garten in die Sommerpause zu verabschieden. Mit dabei natürlich auch René Wagner, der mit dem Team den Klassenerhalt in trockene Tücher gebracht hat. Ob es mit dem 37-Jährigen aber in der kommenden Saison weitergeht, ist noch nicht gesagt. Doch die Chancen stehen offenbar gut. „In der Pole-Position ist er auf jeden Fall“, sagte Präsident Jörn Stobbe, der eine schnelle Trainerentscheidung ankündigte, aber eine, „die die nötige Zeit“ erfordere. „Ich habe ihn sehr positiv wahrgenommen. Er hat die Mission erfüllt“, so der 61-Jährige weiter. „Das, was ihn am meisten auszeichnet, ist, dass er sich nicht in den Vordergrund spielt. In seiner Vita hat er sehr viel positives aufzuweisen.“
„René hatte einen klaren Auftrag, den hat er absolut erfüllt“
Einen Freifahrtschein hat der bisherige Interimscoach aber noch nicht. „Letztendlich geht es für die gesamte Geschäftsführung und den gesamten Vorstand darum, eine Saisonanalyse durchzuführen. Was waren die Sachen, die gut gelaufen sind“, sagte Vizepräsident Ulf Sobek. „Wir werden jetzt aber zeitnah schauen, wie es mit der Trainerposition weitergeht. Da werden die Sachen übereinander gelegt.“ Nach wie vor hat der aktuelle Coach auch in Thomas Kessler einen starken Befürworter. Auch die Worte von Sobek hören sich grundsätzlich nicht schlecht für Wagner an. „René hatte einen klaren Auftrag, den hat er absolut erfüllt. Er hat uns die Klasse gehalten“, so der Vizepräsident. „Wir sehen seinen Trainer, der sehr sehr viel Potenzial hat. Wir schauen, zu welchem Schluss wir in der Gesamtanalyse kommen.“ Dazu gehöre dann aber auch, dass Wagner wohl die Chance erhält, sich vor dem Gremium zu äußern, „um ein paar Fragen zu beantworten.“
Präsident Jörn Stobbe mit Frau bei der Abschlussfeier des 1. FC Köln (Foto: come-on-fc.com)
Die Gespräche mit dem 37-Jährigen sind wohl sehr zeitnah anberaumt. „Wir haben mit René unsere Saisonziele erreicht. Jetzt ist es so, dass wir uns mit René mit Priorität zusammensetzen und dann nicht mehr über die abgelaufene Saison sprechen, sondern schauen, wo wir stehen, was ist Renés Vision, was brauchen wir nach vorne, was hat er vor“, sagte Geschäftsführer Philipp Türoff. „Ob wir das mit ihm machen oder andere Optionen anschauen müssen, das ist eine Arbeit, die genau jetzt gemacht wird.“ Und das offenbar mit höchster Priorität.
Für den Finanz-Geschäftsführer der Geißböcke wäre Wagner als Trainer aber auch in starkes Zeichen. „Das entscheidende ist erst einmal Kompetenz. Dabei schadet es überhaupt nicht, wenn man die Leute kennt, die man befördert und wenn die Leute, die man befördert dann auch den FC kennen. Das sind Argumente durchaus für René Wagner“, so Türoff. „Ich wäre total begeistert davon, wenn der 1. FC Köln auch in solch einer Frage im Personal eine solche Entscheidung trifft. Wir halten René Wagner für sehr kompetent.“
„Wir haben für verschiedene Szenarien vorgesorgt“
Darüber hinaus wird bereits mit Hochdruck an der Mannschaft für die nächste Spielzeit gearbeitet. „Dann gibt es aber auch Weichenstellungen, wie wir den Kader für die kommende Saison zusammenstellen“, sagte Sobek und betonte, dass der künftige Trainer dann auch mit in die Kaderüberlegungen eingebunden werden soll. Natürlich habe man nicht bei allen Transfers das „Heft des Handelns“, aber: „Wir haben für verschiedene Szenarien vorgesorgt. […] Natürlich wünscht man sich, dass die Spieler, mit denen man gerne zusammenarbeitet, auch bleiben.“ So ist aktuell die Situation beispielsweise bei Jahmai Simpson-Pusey nicht geklärt und auch Jakub Kaminski könnte die Kölner verlassen, wenn denn ein Interessent die festgeschriebene Ablöse von rund 20 Millionen Euro bezahlt.
Für den neuen Kader ist der FC handlungsfähig, würde aber von Erlösen wie aus einem Transfer von Said El Mala oder eben Kaminski profitieren. „Wir haben in der Vergangenheit verhältnismäßig wenig Transfererlöse erzielt. In diesem Jahr bin ich erst einmal happy, dass es Spieler in unserem Kader gibt, für die es einen Markt gibt“, sagte Türoff. „Wir haben den FC in vieler Hinsicht stabilisiert, dass wir, wenn so etwas wie Transfererlöse passieren, dieses Geld mit absoluter Priorität in den Sport wieder investieren können.“ Man wolle eine möglichst schlagfertige Truppe zusammenstellen, so der Tenor der Vereinsführung. Und bereits auf der Abschlussfeier herrschte wieder Vorfreude auf die kommende Spielzeit. „Ich freue mich auf 34 Bundesliga-Spiele in der kommenden Saison, 26 mit den Frauen, die Jugendspiele, mindestens ein Pokalspiel. Das ist echte Freude“, sagte Präsident Jörn Stobbe.
Last-Minute-Drama — Jaka Cuber Potocnik schafft es mit RWE in die Relegation
Redaktion
Jaka Cuber Potocnik genießt in Essen großes Vertrauen. Das zahlte der Youngster am Wochenende einmal mehr zurück, hatte für RWE seinen Anteil am Erreichen der Relegation. Wie es weitergeht für den Spieler des 1. FC Köln, ist noch nicht final geklärt: Jaka Potocnik springt mit RWE in die Relegation.
Mit einer Vorlage trug Jaka Potocnik am Samstag zum 3:2-Erfolg der Essener und damit zum Erreichen der Relegation bei. Mit Rot-Weiss Essen will der Stürmer aufsteigen. Wie es dann weitergeht, ist noch nicht final geklärt. Doch es gibt eine Tendenz.
Jaka Potocnik war gegen Ulm an einem Treffer beteiligt
Dramatischer hätte es kaum laufen können. Nach dem Platzverweis für Ulm in der 71. Minute entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Der Spielstand von 2:2 hätte den Essenern nur bei einer Duisburger Niederlage gereicht. Folglich warf RWE alles nach vorne und drängte auf den Führungstreffer. Angriff um Angriff wehrten die Spatzen ab. In der Nachspielzeit fiel dann aber der Ball nach mehreren Abprallern im Strafraum vor die Füße von Innenverteidiger Ben Hüning. Der brachte den Ball aus kurzer Distanz aufs Tor und traf zum 3:2 für die Rot-Weißen. Parallel dazu vergab der Duisburger Rasim Bulic eine Riesenchance zum 2:1 für die Zebras. Somit überholte RWE den MSV am letzten Spieltag und sicherte sich den Relegationsplatz. Steigt Jaka Potocnik nun mit Rot-Weiß Essen auf?
Ein weiteres Jahr in Essen?
Mit dem 3:2-Auswärtssieg in Ulm krönten die Essener ihre starke Rückrunde und überholten den Rivalen aus Duisburg in letzter Minute. Die FC-Leihgabe erhielt von Trainer Uwe Koschinat das Vertrauen und durfte von Beginn an ran. Dieses Vertrauen zahlte der Slowene sofort zurück. Nach einem langen Ball hinter die Kette umkurvte er Keeper Christian Ortag und hatte anschließend die Übersicht für den mitgelaufenen Torben Müsel, der dann zur 1:0-Führung nach exakt einer Minute einschob. Die Essener konnten den zwischenzeitlichen 2:1-Rückstand egalisieren und drehten mit der letzten gefährlichen Aktion der Nachspielzeit das Spiel zu ihren Gunsten. Potocnik gelang zwar keine weitere Torbeteiligung, dennoch spielte er das gesamte Spiel durch. In der Relegation wartet jetzt die SpVgg Greuther Fürth. Die Fürther konnten sich am Sonntag mit einem 3:0-Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf retten und somit Selbstvertrauen für die beiden anstehenden Partien tanken.
Am 26. Mai wird sich im Rückspiel in Franken dann entscheiden, in welcher Liga die beiden Teams nächste Saison spielen. Möglicherweise entscheidet der Ausgang der Relegation auch über die Ligazugehörigkeit von Potocnik. Denn schon im März gab es Spekulationen, der FC plane eine Vertragsverlängerung des Sturmtalents und ziehe eine Verlängerung der Leihe nach Essen in Betracht. Ein Modell, das durchaus Sinn ergeben würde. Obwohl der 20-Jährige verletzungsbedingt auf gerade einmal 19 Einsätze kommt, scheint der Stürmer besonders seinem Trainer zu gefallen. „Eigentlich weiß ganz Europa, welches Potenzial er besitzt, um ein Top-Stürmer zu werden“, sagte Koschinat nach Potocniks Startelfdebüt im November 2025. Wenn der junge Angreifer also fit bleibt, dürften seine Chancen auf regelmäßige Einsatzzeiten gut stehen. Im Falle eines Aufstiegs könnte die FC-Leihgabe an der Hafenstraße Spielpraxis auf hohem Niveau sammeln. Diese Saison kommt er in seinen 19 Spielen auf vier Tore und zwei Assists.
Eine Bewerbung für mehr? Beim FC dürfte es jedenfalls erst einmal schwer werden mit mehr Einsatzzeit.
Abstieg, Klassenerhalt und Europapokal – so lief das Wochenende für die anderen FC Leihspieler
Nach dem letzten Spiel am 15 . Spieltag gab es in Linz ein Comeback: Elias Bakatukanda wurde bei der 0:3-Heimpleite der Blau-Weißen gegen den Grazer AK nach einer guten Stunde eingewechselt. Für Linz bedeutet die Niederlage den Abstieg in die zweite Liga. Bakatukanda kommt in dieser Saison auf 15 Einsätze, 14 davon in der Startelf und wird im Sommer erst einmal nach Köln zurückkehren. Auch Emin Kujovic spielte nur wenige Minuten, wurde in der 84. Minute beim Stand von 2:0 für den Wolfsberger AC gegen Tirol eingewechselt. Durch den Sieg kämpfen die Wolsberger morgen gegen den SV Ried um den Einzug in die Conference League.
Dynamo Dresden machte mit einem 2:1-Heimsieg gegen Holstein Kiel den Klassenerhalt perfekt. Julian Pauli stand für dieses Spiel genau wie in der Vorwoche nicht im Dresdner Kader. Pauli kommt aber dennoch auf insgesamt 21 Einsätze für Dynamo. Mansour Ouro-Tagba traf dagegen in der 67. Minute zum 2:4 gegen Osnarbück, konnte die Niederlage des VfB Stuttgart II nicht mehr verhindern. In 31 Spielen kommt der Stürmer auf neun Tore und drei Assists. Die Schwaben besitzen wie bereits im November von come-on-fc.com berichtet eine Kaufoption in Höhe von rund zwei Millionen Euro.
Imad Rondic spielte bei der 0:3-Niederlage in Elversberg 87 Minuten. Preußen Münster stieg bereits in der Woche zuvor ab. Der Bosnier kommt auf zwei Tore und zwei Assists in 14 Einsätzen. Rasmus Carstensen verpasste den 6:2-Heimsieg gegen Viborg verletzungsbedingt. Mit Aarhus GF gewann er die dänische Meisterschaft. In 30 Pflichtspielen gelangen ihm fünf Tore und drei Torvorlagen.
Nach Brand: Große Solidarität mit der „Wilden Horde“ – auch FC-Profis und Thomas Kessler spenden
Redaktion
Bei dem Brand in Köln-Bickendorf am Samstagvormittag wurden Räumlichkeiten der „Wilden Horde“ zerstört. Aktuell läuft ein Spendenaufruf und das zum Glück erfolgreich. Auch mit Unterstützung von Vertretern des 1. FC Köln: Spender unterstützen „Wilde Horde“.
Nach dem verheerenden Brand in Köln-Bickendorf ist mittlerweile klar, dass die Räumlichkeiten der „Wilden Horde“ massiv betroffen sind. Noch am Samstag wurde auf dem Online-Portal gofundme.com eine Spendenaktion gestartet und die Ultra-Gruppierung erhält viel Unterstützung. Und das auch von Vereinsvertretern.
Die Ultras befanden sich bereits auf dem Weg nach München als sie die Nachricht von dem Feuer in Bickendorf erreichte. Dort war in einer Werkstatt ein Feuer ausgebrochen und das mit verheerenden Folgen. Auch für die „Wilde Horde“. Das Hauptquartier der Ultra-Gruppierung wurde durch ein Übergreifen der Flammen mindestens in Teilen zerstört. Die Statik soll betroffen sein. Für viele Mitglieder aber viel schlimmer: Zahlreiche Erinnerungen wie Fotos, Banner, Fahnen usw. wurden bei dem Brand vernichtet. Ob es in Bickendorf einen Neuaufbau gibt, erscheint aktuell eher unwahrscheinlich, denn der Schaden soll sich laut Medienberichten auf 50.000 bis 70.000 Euro belaufen. Im Laufe des Samstags wurde eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Auf der Online-Plattform gofundme.com kann gespendet werden.
Brandherd liegt wohl in einer Werkstatt
Dazu heißt es von der „Wilden Horde“:
„Heute ist der Raum von Kölns größter Ultrasgruppe und damit ein Stück Kölner Fangeschichte durch einen Brand zerstört worden! In diesem Raum steckten Herzblut, Arbeit, Erinnerungen, Geschichten und Gemeinschaft. Vieles davon ist innerhalb weniger Stunden verloren gegangen! Jeder Euro hilft beim Wiederaufbau, beim Ersetzen von zerstörtem Material und dabei, wieder aufzustehen. Für die Horde, für die Kurve, für Köln.“
Dem Aufruf sind bereits zahlreiche Spender gefolgt. Am Montagvormittag hatten schon mehr als 2100 Unterstützer finanziell geholfen, insgesamt sind mehr als 95.000 Euro zusammengekommen. Unter den Spendern befinden sich auch einige prominente Namen. So Kölns Geschäftsführer Thomas Kessler, der privat 1948 Euro überwiesen hat. Das bestätigte der Verein auf Anfrage vom come-on-fc. Die FC-Profis haben derweil über den dritten Torwart und Kassenwart der Mannschaftskasse Matthias Köbbing ebenfalls 2500 Euro überwiesen. Auch Unternehmer wie Wilke Stromann, der als Präsidentschafts-Kandidat im vergangenen Sommer aufgestellt war, oder Lionel Souque sowie Ex-Vize-Präsident Carsten Wettich spendeten bereits. Weitere Solidarität erfuhren die Ultras in den Sozialen Medien. In den Kommentaren gab es viel Support. „Wir sind in Gedanken bei euch“, schrieb ein User.
Auch in der Allianz-Arena wurden Banner aufgehangen, die die „Wilde Horde“ aufmunterten. Es gibt aber auch Kritik an den Gruppierungen generell. Nicht alle User sind mit den Aktivitäten der Ultra-Szene einverstanden, doch der Großteil der Anhänger fühlt mit.
Der Klassenerhalt ist geschafft, die Saison ist beendet, doch diese Fragen bleiben beim 1. FC Köln
Simon Bartsch
Mit Eric Martel ist eine Personalie für die kommende Spielzeit seit Sonntagabend geklärt. Doch das kann nur der Anfang sein, einige Baustellen sind noch offen. Diese Fragen muss der 1. FC Köln nun beantworten.
Wie geht es weiter in der Trainerfrage? Welche Personalien müssen die Kölner nun ebenfalls klären? Wer verlässt den FC, wer bleibt? Fragen über Fragen, auf die es beim FC nun antworten geben muss.
Die Spieler des 1. FC Köln nach dem Nachbarschaftsduell gegen Leverkusen
Am Ende waren es dann Eric Martel und der 1. FC Köln, die am Sonntagabend etwa zeitgleich den Schlussstrich unter ihre gemeinsame Zeit zogen. Vier Jahre lief der 24-Jährige für den FC auf, schaffte es zum Stammspieler, Leader der Mannschaft, zum U21-Nationalspieler. Das vergangene Jahr fiel der Spieler bei vielen Fans aber auch in Ungnade. Und das weil er nicht über seine Zukunftspläne aufklärte. Das ist also am Sonntagabend passiert. 24 Stunden nach dem letzten Saisonspiel, 24 Stunden vor der gemeinsamen Abschlussfeier in der Kölner Flora, aber ein Jahr nach den ersten Spekulationen wurde aus dem großen Fragezeichen der vergangenen Saison ein Ausrufezeichen. Die Personalie kann (rein Kadertechnisch) abgehakt werden. Der FC wird sich also nach einem neuen Sechser umschauen (was er de facto aber auch schon seit dem Winter tut).
Martel verlässt den FC
Mit dem Abschied des Straubingers ist eine offene Frage also beantwortet. Eine, deren Antwort aber eigentlich seit Winter erwartet werden konnte. Andere Fragezeichen bleiben. In erster Linie das hinter dem Trainer. René Wagner gilt nach wie vor als Favorit auf den Trainerposten. Thomas Kessler bleibt der Befürworter, doch eine Entscheidung ist eben noch nicht gefallen. Dem Vernehmen nach gibt es in den Gremien Skepsis. Wagner würde nach nur sechs Punkten aus sieben Spielen und nur einem Erfolg seit seiner Beförderung belastet in die neue Spielzeit gehen. Das Vertrauen, das die FC-Verantwortlichen in den 37-Jährigen haben, teilen ganz offensichtlich viele Fans nicht. Der aktuelle Stand ist daher eine bevorstehende Analyse, die Thomas Kessler angekündigt hat. Der Sportchef fand aber durchaus gleichzeitig sehr positive Worte für den aktuellen Trainer. Und die gepaart mit dem Hinweis auf das erreichte Saisonziel. Mit einer Entscheidung ist schon bald zu rechnen.
Über allem schwebt aber eigentlich die Frage nach der künftigen Offensive. Denn mit Said El Mala und Jakub Kaminski droht der FC zwei der drei Topscorer und sicherlich die beiden Aktivposten dieser Spielzeit zu verlieren. El Mala wird mit diversen englischen Clubs in Verbindung gebracht und die Premier League soll auch das erklärte Wunsch-Ziel von „Kuba“ sein. Sportlich waren die beiden Offensivspieler eine Art Überlebensversicherung. El Mala alleine durch seine 13 Tore, die dem FC gleich mehrere Punkte einfuhren, Kaminski durch Leistungen auf konstant hohem Niveau. Für die Verpflichtung und die Vertragsverlängerung der Akteure kann sich Thomas Kessler auf die Schultern klopfen lassen, denn wirtschaftlich sind beide Deals ein Volltreffer. Sollten die Spieler den Verein wirklich verlassen, winken Einnahmen von bis zu 70 Millionen Euro. Bei dem Kölner Youngster führt realistisch wohl kein Weg an einem Wechsel vorbei. Bei Kaminski hätten die Kölner ohnehin keine Handhabe, wenn die Ablöse bezahlt wird.
FC will Jahmai Simpson-Pusey fest verpflichten.
Dass die Kölner den Vertrag mit Jahmai Simpson-Pusey gerne verlängern würden, ist bekannt. Dass ManCity das letzte Wort hat, genauso. Doch die „Sky Blues“ befinden sich noch mitten im Titel-Battle mit dem FC Arsenal. Mit einer schnellen Entscheidung aus England ist aktuell nicht zu rechnen. Auch Cenk Özkacar macht sich berechtigte Hoffnungen auf den festen Vertrag – allerdings gibt es auch bei dem Türken dem Vernehmen nach hinter den Kulissen Skepsis. Genauso wie bei Kristoffer Lund, dessen Zukunft wohl eher nicht in Köln liegt. Pluspunkte sammelte der Däne mit amerikanischem Pass eher selten. Felipe Chávez bekam so wenig Einsatzzeit, das zumindest die Frage erlaubt sein muss, wie viel Vertrauen denn in das Talent gesteckt werden kann. Wie es mit Spielern wie Denis Huseinbasic oder Luca Waldschmidt weitergeht, erscheint weiterhin offen. Beide werden über ihre Einsatzzeit nicht glücklich sein, möglicherweise hängt eine Entscheidung für oder gegen Köln auch mit der Trainerbesetzung zusammen.
Und dann sind da die Fragen nach Neuzugängen. Durch die lange Ausfallzeit von Timo Hübers und die offene Vertragskonstellation bei dem ein oder anderen Spieler wird sich der Transferfokus auch auf die Innenverteidigung beziehen. Möglichst ein erfahrener Linksfuß soll noch verpflichtet werden. Der Weggang von Eric Martel wird die Suche nach einem Sechser ebenfalls noch einmal forcieren. Möglicherweise wird es auf der Position sogar zwei Optionen geben. Auch auf den Schienen und im Angriff sind personelle Veränderungen angedacht. Während sich die Mannschaft am Montagabend also in den Urlaub verabschiedet, ist für Thomas Kessler ganz offensichtlich noch viel zu tun.