Eric Martel mit emotionalen Worten zum Abschied: „Es war mir eine große Ehre“
Simon Bartsch
Die Zeichen waren schon recht eindeutig, am Abend wurde es dann offiziell: Nach vier Jahren endet für den Sechser die Zeit beim 1. FC Köln: Das sagen Thomas Kessler und Eric Martel zum Abschied.
Die Tränen waren nach dem Spiel schon recht eindeutig. Eric Martel konnte nach dem 1:5 gegen den FC Bayern München nicht mehr an sich halten. Und es war wahrlich nicht schwer, daraus den Abschied aus Köln zu lesen. Nun ist es offiziell. Eric Martel wird nicht mehr für den FC auflaufen.
Wie lange spielt Eric Martel noch für den 1. FC Köln?
134 Pflichtspiele absolvierte er für die Geißböcke, das letzte war die 1:5-Pleite beim FC Bayern München am Samstagnachmittag. Nun verabschiedet sich der 24-Jährige mit emotionalen Worten von den Geißböcken. „Vier Jahre durfte ich den Geißbock auf der Brust tragen – und das immer mit großem Stolz. Gemeinsam sind wir durch Höhen und Tiefen gegangen. Doch die vielen schönen Momente werden für mich immer überwiegen, und genau diese werde ich niemals vergessen“, schreibt Martel, der mit dem FC in Europa spielte, abgestiegen war, bei den Geißböcken blieb und den Aufstieg wieder schaffte. Nun spielte Martel mit Köln wieder in der Bundesliga. „Gestern war mein letztes Spiel im Trikot des 1. FC Köln, und ich möchte mich bei euch sowie bei allen Beteiligten des Vereins von Herzen für diese besondere Zeit bedanken. Vor euch in diesem Stadion zu spielen, war für mich jedes Mal ein absoluter Gänsehautmoment“, so Martel weiter.
„Das respektieren wir“
Nun aber geht der Spieler den nächsten Schritt. „Ich habe mich dennoch dazu entschieden, dieses Kapitel zu beenden und eine neue Herausforderung anzunehmen. Es war mir eine große Ehre, für diesen besonderen Verein spielen zu dürfen. Danke für eure Unterstützung, eure Leidenschaft und diese wunderbare gemeinsame Zeit!“ Martel war 2022 von RB Leipzig nach Köln gekommen, avancierte zum unumstrittenen Leistungsträger und war in der gesamten Zeit bei Trainern aufgrund seiner Leader-Fähigkeiten hoch angesehen. Martel schaffte es während seiner Zeit auch zum Kapitän der deutschen U21-Nationalmannschaft.
Nicht umsonst hätten auch die Kölner gerne mit dem Spiel verlängert. „Wir standen mit Eric in den vergangenen Wochen und Monaten in engem, regelmäßigem Austausch und haben ihm ein faires sowie wertschätzendes Angebot unterbreitet. Am Freitag hat er uns darüber informiert, dass er dieses nicht annehmen und sich einer neuen sportlichen Herausforderung stellen möchte“, sagte FC-Geschäftsführer Thomas Kessler. „Das respektieren wir. Wir bedanken uns bei Eric ausdrücklich für seinen Einsatz in den zurückliegenden vier Jahren beim 1. FC Köln und wünschen ihm für seinen weiteren Weg alles Gute.“ Ein Abschied im Kölner Stadion gab es für den Sechser nicht. Martel hatte zuletzt gegen Leverkusen ein Heimspiel bestritten. Vor dem Duell gegen Heidenheim holte sich der 24-Jährige seine zehnte Gelbe Karte ab.
Der Vertrag des Mittelfeldspielers war im Sommer ausgelaufen. Der FC hatte seit dem vergangenen Sommer versucht, den Spieler zu halten. Doch der 24-Jährige entschied sich nun anders. Aktuell wird Martel mit dem VfL Wolfsburg in Verbindung gebracht. Allerdings geht es für die Niedersachsen noch um den Klassenerhalt.
Frauen des 1. FC Köln krönen ihre Rekord-Saison mit deutlichem Sieg in Jena
Daniel Mertens
Die Fußballerinnen des 1. FC Köln haben die Bundesliga-Saison mit einem deutlichen Auswärtssieg beim FC Carl Zeiss Jena beendet. Die Frauen des 1. FC Köln setzen sich in Jena mit 3:0 (3:0) durch und krönten damit ihre Rekord-Saison. Einen möglichen Tor-Rekord verpasste das Team jedoch.
Ohne Laura Feiersinger und Marina Hegering bestreiten die Kölnerinnen ihr letztes Saisonspiel erfolgreich, gewinnen in Jena 3:0. Es war sogar noch mehr drin.
Jubel bei den Spielerinnen des 1. FC Köln
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Kölns Trainerin Britta Carlson änderte ihre erste Elf im Vergleich zum 2:1-Heimerfolg gegen den Hamburger SV auf vier Positionen: Aurora Mikalsen, Adriana Achcinska, Laura Donhauser und Vanessa Leimenstoll ersetzten Lisa Schmitz, Marina Hegering, Sara Agrez, Amelie Bohnen. Laura Vogt übernahm diesmal die Kapitänsbinde beim FC. Die Kölnerinnen wurden ihrer Favoritenrolle schon in der Anfangsphase gerecht. Laura Donhauser war bei einem ungenauen Pass in der Jenaer Abwehr aufmerksam, schnappte sich die Kugel auf der rechten Seite und legte quer ins Zentrum zu Achcinska. Die polnische Nationalspielerin versenkte aus 16 Metern über die Unterkante der Latte ins Tor zum 1:0 für den FC (13.).
Andrade sorgt für die Vorentscheidung
Die FC-Frauen hielten das Tempo hoch. Sandra Jessen schlug den Ball auf der linken Seite nach vorne, Pauline Bremer verlängerte per Kopf in den Lauf von Lydia Andrade. Die Stürmerin bestätigte ihren Aufwärtstrend der letzten Wochen, setzte sich im Laufduell gegen eine Jenaerin durch und schob ins lange Eck zum 2:0 für den FC (22.). Die Vorentscheidung folgte noch vor der Halbzeit. Achcinska spitzelte ihrer Gegenspielerin den Ball vom Fuß in den Lauf von Bremer, die freistehend vor der Torhüterin Hannah Etzold die Nerven behielt und ins kurze Eck zum 3:0 einschoss (39.). In der zweiten Hälfte sahen die knapp 900 Zuschauer im Ernst-Abbe-Sportfeld keine Highlights mehr, das Spiel schleppte sich vielmehr dem Abpfiff entgegen. Die Kölnerinnen begnügten sich mit dem 3:0 und offenbarten keinen weiteren Torhunger mehr, sonst wäre an diesem Nachmittag sicherlich zum Abschluss ein weiterer Vereinsrekord möglich gewesen.
Die beste Chance vergab die eingewechselte Dora Zeller, die nach Zuspiel von Martyna Wiankowska knapp am Tor vorbeischoss (90.+1). So bleibt es jedoch beim 4:0 als höchstem Kölner Bundesliga-Sieg, aufgestellt am letzten Spieltag der Vorsaison zuhause gegen Turbine Potsdam. Mit 37 Punkten und dem siebten Platz in der Abschlusstabelle gelang dem 1. FC Köln aber auch so Historisches mit der besten Saison der Vereinsgeschichte.
Abschied auf Raten: Eric Martel verlässt wohl den 1. FC Köln
Simon Bartsch
Eigentlich hat es sich seit dem Winter schon angedeutet, nun verdichten sich die Hinweise: Eric Martel wird den 1. FC Köln nach vier Jahren verlassen. Der Mittelfeldspieler trug am Samstag offenbar zum (vorerst) letzten Mal das Trikot der Geißböcke.
Eric Martel war noch einmal sehr bemüht. Dem 24-Jährigen wollte gegen den FC Bayern München sicher nicht alles gelingen, aber mangelnden Einsatz konnte man dem Mittelfeldspieler nicht vorwerfen. Es war wohl sein letzter Auftritt im Trikot der Geißböcke.
Die Tränen waren deutlich zu sehen. Der ehemalige Kapitän der U21-Nationalmannschaft musste von mehreren Spielen nach der Bayern-Pleite getröstet werden. Nach vier Jahren schließt sich für Eric Martel das Kapitel 1. FC Köln – zumindest soll die Entscheidung gefallen sein. Der Kicker berichtete zuerst. Die Information deckt sich mit der von come-on-fc.com. Doch die Entscheidung kommt alles andere als überraschend. Schon im vergangenen Sommer wurde eine mögliche Vertragsverlängerung zu einer Hängepartie. Lange war nicht klar, ob der Straubinger seine Karriere bei den Kölnern fortsetzen würde. Im Trainingslager in Bad Waltersdorf bestätigte der Mittelfeldspieler auf Nachfrage von come-on-fc.com, dass er mindestens noch bis zum Winter in Köln bleiben würde. „Ich muss spüren, dass sich was entwickelt, dass wir erfolgreichen Fußball spielen“, sagte der 24-Jährige. Zur kompletten Wahrheit dürfte aber auch gehören, dass die ganz großen Interessenten wohl nicht Schlange gestanden haben.
FC schaut sich bereits nach Alternativen um
Die Entwicklung beim FC war gerade zu Saisonbeginn eine positive. Eigentlich doch das erhofft gute Zeichen für den Mittelfeldspieler. Doch Martel zögerte auch weiterhin, wollte sich am liebsten so wenig wie möglich zu seiner Zukunft äußern. Als die vermeintliche Frist im Winter dann auslief, gab es immer noch keine Entscheidung. Ein weiteres Angebot der Kölner lag bereits im Januar vor, allerdings nicht mehr das vom Sommer. Denn der FC schaute sich bereits nach Alternativen wie Silas Andersen und Dan Neil um. Martel zögerte weiterhin und das noch als die Wintertransferphase längst vorbei war. Nun ist die Hängepartie beendet. Martel sucht eine neue Herausforderung. Zuletzt wurde der Spieler mit dem VfL Wolfsburg in Verbindung gebracht. Doch bei den Niedersachsen ist die Ligazugehörigkeit nicht geklärt. Es ist kaum vorstellbar, dass Martel die Kölner verlässt, um dann in der 2. Bundesliga zu spielen.
Es soll aber weitere Interessenten aus dem In- und Ausland geben. Allerdings wohl nicht die Namen, die sich der Spieler eigentlich erhofft hatte. Auch ein Grund für sein Zögern. Der FC wird sich nun nach einer Alternative umschauen. Andersen soll wieder im Fokus stehen. Der ebenfalls gehandelte Kofi Amoako wechselt zum Hamburger SV.
U19 des 1. FC Köln erneut auf Titelkurs: Stefan Ruthenbeck wechselt das Finale ein
Simon Bartsch
Der Kölner Nachwuchs darf sich weiterhin Hoffnungen auf die Titelverteidigung machen. Die U19 des 1. FC Köln steht im Endspiel um die Meisterschaft. Die Mannschaft von Stefan Ruthenbeck setzte sich in einem spannenden Halbfinale gegen den SC Paderborn durch.
Einen Tag nach der bitteren 1:5-Pleite der Profis gegen Bayern München gab es beim Kölner Nachwuchs Grund zur Freude. Die U19 greift erneut nach der Deutschen Meisterschaft und damit nach der Titelverteidigung. Gegen den SC Paderborn setzte sich die Mannschaft von Stefan Ruthenbeck 3:2 nach Verlängerung durch.
Der FC zittert sich ins Endspiel um die Deutsche Meisterschaft, war über Phasen der zweiten Halbzeit die schwächere Mannschaft. Dabei sahen die Kölner zunächst lange wie der Sieger aus. Fynn Schenten brachte die Geißböcke früh in Führung. Jason Ponente-Ramirez drang auf der rechten Seite in die Box ein und legte ab auf den Stürmer, der in der Spielzeit ja auch schon seine Erfahrung bei den Profis sammelte. Die Hausherren zeigten sich von der Kölner Führung geschockt, waren sichtbar nervös. Nach einer guten halben Stunde fanden die Ostwestfalen aber besser ins Spiel. Max Riedemann ließ die beste Chance liegen. Der FC sorgte für Entlastung, belohnte sich aber nicht. Ponente-Ramirez verfehlte das Tor nur knapp. Auf der anderen Seite rutschte Lasse Eickel an der Kugel knapp vorbei. Es ging mit dem 1:0 in die Kabine.
Römers und Ekweribe drehen das Spiel
Und aus der kam der Gastgeber deutlich engagierter. „Die zweite Halbzeit ging ganz klar an Paderborn“, gab auch Markus Halfmann, Bereichsleiter Nachwuchsfußball der Geißböcke im Interview bei Wow zu. Der SCP hatte nun deutlich mehr vom Spiel und die deutlich besseren Chancen. Allerdings waren die Ostwestfalen nicht kaltschnäuzig genug oder Kölns Keeper Timo Schmitz rettete immer wieder in höchster Not. Nach gut 70 Minuten griff der Torhüter aber vorbei. Bei einer Ecke stieg Paul Wollenberg am höchsten und nickte zum hochverdienten Ausgleich ein (71.). Paderborn wollte die Entscheidung und doch hätte Assad Kotya-Fofana alles klar machen können. Unmittelbar vor dem Schlusspfiff setzte der Abwehrspieler einen Kopfball über den Querbalken.
Unglücklich wirkte der Abwehrspieler dann auch bei einer der ersten Aktionen in der Verlängerung. Einen langen Ball klärte Kotya-Fofane vor die Füße von Eickel, der eiskalt zum 2:1 verwertete (96.). Paderborn machte weiterhin den besseren Eindruck und doch gelang den Kölnern der Ausgleich. Nach einer Flanke von Kristian Markoski aus dem Halbfeld der rechten Seite nahm der Arian Römers die Kugel direkt und traf zum 2:2 (109.). Und die Kölner drehten den Spielstand komplett. Alessandro Puzzo setzte Kevin Ekweribe in Szene und auch der vollendete (113.). Der Torschütze sowie der Flankengeber waren erst spät eingewechselt worden. Puzzo kam wenige Minuten vor Spielende noch zu einem Abschluss, verfehlte aber aus wenigen Metern. Unmittelbar vor dem Spielende sah Medin Kojic die Ampelkarte, es blieb beim 3:2 für den FC.
Im Endspiel trifft die Kölner Auswahl auf die TSG Hoffenheim.
Said El Mala zeigt, warum „die WM doch eine Option“ ist
Simon Bartsch
Für ein paar Minuten sorgte Said El Mala für Hoffnung bei den Geißböcken. Die Niederlage konnte der Offensivspieler aber nicht anwenden, dafür aber mächtig Eigenbewerbung betreiben. Öffnet der Bayern-Treffer die WM-Tür für Said El Mala?
Einmal mehr hat Said El Mala sein Können unter Beweis gestellt. Nun muss sich entscheiden, ob das für die WM in vier Wochen reicht.
Said El Mala nach dem Anschlusstreffer gegen die Bayern Adam Pretty/GettyImages)
Als Marius Bülter und Joel Schmied die Tür in der Kölner Mauer öffneten und damit Harry Kane die 2:0-Führung nach bereits 13 Minuten ermöglichten, schwante den FC-Fans bereits Böses. Eine bittere Klatsche beim FC Bayern München zeichnete sich früh ab, die Hoffnung auf Wiedergutmachung nach dem bitteren 1:3 gegen Heidenheim würde es sicher nicht geben. Zumindest für wenige Minuten flammte Hoffnung auf. Und natürlich Dank Said El Mala. Der Offensivspieler luchste Jamal Musiala wenige Meter vor der Mittellinie den Ball ab und nahm Tempo auf. Verfolgt von vier Bayern drang der 19-Jährige in die Box ein und überwand den wohl bald wieder Nationaltorhüter Manuel Neuer mit einem satten Flachschuss ins lange Eck. Die deftige Niederlage konnte der Kölner Shootingstar nicht abwenden, El Mala konnte aber ordentlich Eigenwerbung betreiben – und zwar für die Nationalmannschaft.
„Es war ein typisches Said-Tor“
Bekanntlich will Bundestrainer Julian Nagelsmann am Donnerstag seinen vorläufigen WM-Kader bekannt gegeben. Und El Mala zeigte einmal mehr, warum er eigentlich ein Kandidat für das Endturnier in den USA, in Mexiko und Kanada sein könnte. „Es war ein typisches Said-Tor. Er hat sich gut durchgewurschtelt und dann die Ruhe vor dem Tor. Es spricht für ihn, er hat eine gute Qualität. Das hat uns in dem Moment nochmal Hoffnung gegeben“, sagte FC-Kapitän Marvin Schwäbe, der direkt eine Empfehlung für seinen Mannschaftskollegen aussprach. “Wenn man in so jungen Jahren diese Leistungen zeigt und die auch über die Saison halten konnte und die Scorer eingefahren hat, dann ist die WM doch auf jeden Fall eine Option.“ Tatsächlich zeigte El Mala mit seiner unbekümmerten Aktion, welchen Part er in der DFB-Elf – vielleicht dann in einer Jokerrolle – übernehmen könnte.
Zumal der Kölner Top-Torjäger bei seinem Treffer eine erstaunliche Abgeklärtheit vor dem Tor bewies, überlegt einschob. Überhaupt hat sich El Mala offenbar noch einmal weiterentwickelt. Auch René Wagner hatte zuletzt betont, dass der 19-Jährige nun durch weitere Rollen noch flexibler einsetzbar sei. “Ich weiß, dass Said das leisten kann und hätte mir gewünscht, dass er das drei, vier Mal mehr in dieser Saison schafft, die Dinger reinzumachen, weil er diese Situationen hatte. Er hat aber nie aufgegeben“, sagte René Wagner, bei dem der Shootingstar uneingeschränkter Stammspieler wurde. Das war bekanntlich eine Forderung des Bundestrainers. Nun also wieder die Hoffnung auf die WM. Mit 13 Toren ist der Stürmer ohnehin der zweitgefährlichste deutsche Torjäger der Bundesliga. Kein Wunder, dass es nach wie vor zahlreiche Interessenten für El Mala gibt.
Die Trainerfrage ist beim 1. FC Köln weiterhin unbeantwortet – „Wir setzten uns jetzt zusammen und analysieren“
Simon Bartsch
Nach der 1:5-Niederlage gegen den FC Bayern München halten die Kölner Verantwortlichen die wichtige Personalie weiterhin offen beim 1. FC Köln: Die Trainerfrage bleibt weiterhin unbeantwortet.
Der FC war zwar mit Optimismus nach München gereist, ist aber ohne Punkte und mit einer bitteren Pleite wieder zurückgekehrt. Eine Antwort auf die Trainerfrage steht somit weiterhin aus.
Thomas Kessler vom 1. FC Köln (Foto: Alex Grimm / Getty Images)
Möglicherweise hatten sich die Kölner Fans am letzten Spieltag der Saison eine Antwort auf die Frage nach der meist diskutierten Personalie der vergangenen Wochen erhofft. Auf die nach René Wagner. Vor gut zwei Wochen wurde bereits darüber spekuliert, dass der gebürtige Dresdener auch in der kommenden Spielzeit Trainer der Geißböcke sein würde. Zu einem Zeitpunkt, zu dem noch zwei Spiele zu gehen waren. Und schon damals gab es nach Informationen von come-on-fc.com intern die Gedanken, dass es vor den beiden finalen Partien einfach noch keine Entscheidung geben könne. Alleine die Möglichkeit, dass der FC in den Duellen nicht nach Wunsch performen würde, dürfte die Fragen nach der Personalie offen gehalten haben. Und tatsächlich ist genau das Befürchtete eingetreten. Gegen den 1. FC Heidenheim lieferten die Kölner eine desolate Leistung ab, verloren absolut verdient 1:3. Eine Bewerbung für eine Beförderung für mehr sieht zumindest anders aus.
„Am Ende bewerten wir die komplette Phase“
Dass der FC gegen den FC Bayern München die große Widergutmachung betreiben würde, davon war ohnehin nicht auszugehen, eine Niederlage sicherlich alles andere als überraschend. Und doch hat der Rekordmeister den Geißböcken beim 5:1-Erfolg der Bayern ziemlich deutlich die Grenzen aufgezeigt. Köln hatte nicht den Hauch einer Chance, war vor allem in der Defensive immer wieder überfordert. „Es geht ja nicht nur um das Spiel heute. Es geht um den Prozess, den wir angeleiert haben. Klar, zählen da Ergebnisse rein. Das ist ganz wichtig“, sagte Wagner. „Aber eben auch andere Sachen. Und da ist der Club ganz nah dran an mir und die wissen, was sie an mir haben. Das müssen Verein und sportliche Leitung jetzt entscheiden, ob man dann so weitermachen möchte.“ Die Entscheidung ist offenbar noch nicht gefallen. Nach wie vor gilt Thomas Kessler als Befürworter des 37-Jährigen, doch die große Einigkeit in der Trainerfrage herrscht dem Vernehmen nach eben nicht in den Gremien, die letztendlich entscheiden.
Kessler machte am Samstag bei Sky deutlich, dass das Spiel gegen die Bayern in der Trainer-Frage keinen großen Faktor spielen würde. „Am Ende bewerten wir die komplette Phase, in der René unser Trainer war. Man muss sagen, dass René uns in einer sehr sehr schwierigen Phase übernommen hat“, sagte der Geschäftsführer bei DAZN. „Wir haben da aber bewusst gesagt, dass wir an kleinen Stellschrauben drehen müssen, um die nötigen Punkte zu holen. Und das haben wir geschafft. Und das ist für den 1. FC Köln alles andere als selbstverständlich am 32. Spieltag die Klasse zu halten.“ Tatsächlich war der Klassenerhalt zu Saisonbeginn das einzige ausgegebene Ziel. Und den hätte man so vor der Saison vermutlich ungesehen unterschrieben. Doch die Kritik an Wagner hallt gerade in den Sozialen Medien massiv nach. Viele Fans trauen dem Coach eine positive Entwicklung in der kommenden Spielzeit nicht zu.
„Wir müssen das einordnen“
Auch beim FC will man offenbar nichts überstürzen. „Unabhängig von dem Ergebnis heute oder ob es am 32. oder am 30. Spieltag entschieden worden wäre, wir setzten uns jetzt zusammen und analysieren, was in dieser Saison gut war und was nicht gut gelaufen ist. Denn klar ist, das Ziel ist in der kommenden Saison wieder, den 1. FC Köln frühzeitig in der Bundesliga zu sichern“, sagte Kessler. Und Wagner? “Ich brauche erst einmal ein Zeichen des Vereins. Ich muss mit Thomas mal sprechen. Der Stand ist der gleiche wie vor dem Spiel. Ich habe noch gar nichts gehört“, sagte der Coach. „Ich glaube, dass wir die Arbeit bewerten, die wir mit der Mannschaft zusammengetragen haben. Das Ergebnis hier in München ist natürlich nicht toll. Wir freuen uns nicht über ein 5:1. Das ist logisch. Wir müssen das sauber und sachlich einordnen. Das werden wir schaffen. Dann muss der Verein die Entscheidung treffen.“
Die Tendenz der Verantwortlichen geht wohl Richtung Wagners Beförderung, eine endgültige Entscheidung steht noch aus.
Eine Zwei, drei Fünfen – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Bayern München
Luca Kaiser
So wirklich groß dürften die Hoffnungen auf Punkte in München nicht gewesen sein. Doch die Niederlage beim FCB war deutlich und dennoch in der Höhe absolut verdient. Und das spiegelt sich auch in den Noten der Geißböcke wider: Die Einzelkritik des 1. FC Köln beim FC Bayern München.
Mit einer deutlichen 1:5-Pleite kehren die Kölner aus München heim – und das durchaus verdient. Gegen den Rekordmeister hatten die Kölner wenig entgegenzusetzen.
Said El Mala im Zweikampf mit Konrad Laimer (Foto: Adam Pretty/GettyImages)
Bitterer Nachmittag für den Kapitän. War bei allen fünf Gegentreffern machtlos. Verhinderte mehrfach einen noch höheren Rückstand seiner Mannschaft. Leistete sich besonders in der Anfangsphase aber auch ein paar leichte Abspielfehler ins Seiten-Aus.
Kristoffer Lund
Kein guter Auftritt des US-Amerikaners. Ließ seinem Gegenspieler vor dem 0:1 und 1:3 zu viel Platz auf der Außenbahn und ermöglichte so die Hereingabe auf den jeweiligen Torschützen. Konnte nach vorn kaum Akzente setzen. Bei seinem einzigen Vorstoß in die Spitze hart von Konrad Laimer gefoult. Kam beim 1:5 im Duell mit Nicolas Jackson zu spät. Verhinderte mit einer klasse Grätsche gegen Olise kurz vor Schluss immerhin das 1:6.
Cenk Özkacar
Übernahm wie in den Vorwochen die Position des linken Innenverteidigers in der Dreierkette. Leistete sich in der ersten Halbzeit einen leichten Abspielfehler, der am Ende jedoch unbestraft blieb. Kam gegen die Offensivstärke der Bayern an seine Grenzen.
Jahmai Simpson-Pusey
War der Beste der drei Innenverteidiger. Leistete sich sowohl im Spielaufbau als auch im Stellungsspiel nur kleinere Fehler. War in den direkten Duellen gut am Gegner und rettete ein paar Mal in höchster Not.
Joel Schmied
Stand nach dem Startelf-Comeback gegen Heidenheim wieder in der Startelf. Wirkte noch nicht vollständig im Rhythmus und war oft einen Schritt zu spät. War von den drei Innenverteidigern der schwächste. Stand beim 0:1 zu weit von Kane weg und ermöglichte dem Engländer so den ersten Treffer. Wurde zur Halbzeit von Trainer René Wagner ausgewechselt.
Sebastian Sebulonsen
Sah gegen Diaz immer wieder schlecht aus und ließ den Kolumbianer Wiederholt in den Kölner Strafraum eindringen. Leistete sich im eigenen Spielaufbau öfter kleine Abspielfehler. Hätte bei seiner einzigen Offensivaktion nach der Pause auf 2:3 stellen können, wenn nicht müssen. Scheiterte mit seinem Schuss jedoch an Jonathan Tah.
Überwiegend schwache Leistungen
Eric Martel
Wurde als alleinige Sechs aufgeboten. War im Mittelfeld gegen Kimmich und Goretzka ohne Chance. Legte Musiala und verursachte damit den Freistoß zum 0:2. Sah auch bei den Zweikämpfen vor dem 0:1 und dem 1:3 nicht wirklich gut aus. Ließ sich immer wieder in die eigene Abwehrreihe fallen. Ermöglichte Karl mit einer verunglückten Klärungsaktion fast das 1:4.
Blieb offensiv blass und war eigentlich nur mit Verteidigen beschäftigt. Verlor vor dem 0:1 das entscheidende Duell gegen Kimmich, stand beim 1:3 viel zu weit von Bischof entfernt. Blieb bei Ballgewinnen immer am Gegenspieler hängen und vertändelte so die ein oder andere Torchance. Seine einzig gute Offensivaktion führte fast zum 2:3 durch Sebulonsen.
Alessio Castro-Montes
Wurde von Trainer Rene Wagner heute offensiver aufgestellt. Kam über seine gesamte Spielzeit auf keine gelungene Offensivaktion und musste wie die gesamte Mannschaft nur Defensivarbeit betreiben. Hatte gemeinsam mit Lund große Probleme gegen Konrad Laimer und Lennart Karl.
Marius Bülter
Holte nach einer guten Aktion zu Beginn die erste Ecke der Partie heraus. Ermöglichte Kane durch sein Wegdrehen aus der Mauer beim 2:0 den zweiten Treffer. Blieb im Anschluss ohne weitere nennenswerte Aktion.
Said El Mala
Der Youngster war der beste Kölner auf dem Platz. Kam als Spitze und musste einiges an Laufarbeit verrichten. Blieb nach einer guten Balleroberung im Mittelfeld und einem Sprint über fast den halben Platz souverän vor Neuer und erzielte den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer der Kölner. Musste in der zweiten Halbzeit angeschlagen ausgewechselt werden.
Linton Maina
Kam zur Halbzeit für Joel Schmied in die Partie. Hatte bereits wenige Minuten nach seiner Einwechslung einen guten Abschluss, der knapp links am Pfosten vorbeiging. In der Folge blieb Maina harmlos. Hätte gegen Mitte der zweiten Halbzeit nach einem schnellen Gegenstoß El Mala in Szene setzen können, blieb aber an einem Bayern-Spieler hängen.
Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 30 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben
Sbonias-Jubiläum und Spieler-Abschiede: U21 des 1. FC Köln geht zum Abschluss gegen Schalke unter
Daniel Mertens
Die FC-Reserve hat einen gelungenen Abschluss der Regionalliga West verpasst: Die U21 des 1. FC Köln ging am letzten Spieltag zuhause unter und verlor gegen die U23 des FC Schalke 04 deutlich mit 1:5 (0:1).
Trainer Evangelos Sbonias stand beim Duell gegen Schalke zum 100. Mal an der Seitenlinie, fünf Spieler wurden verabschiedet.
U21-Trainer Evangelos Sbonias nahm im Vergleich zum Last-Minute-1:1 in Dortmund am Sonntag zwei Änderungen an seiner Startelf vor. Ilias Elyazidi und Maik Akumu ersetzten Max Lippert und Luca Dürholtz. Für Sbonias selbst war das letzte Spiel der Saison ein Jubiläum: Für den 43-Jährigen war es seit Sommer 2023 das 100. Spiel als Coach der U21. Während für den Trainer nach der Sommerpause noch weitere Partien dazukommen werden, war es für ein Sechstett der letzte Arbeitstag am Geißbockheim. Sargis Adamyan, Mikail Özkan, Arda Süne, San-Luca Spitali, Bernie Lennemann und Artem Belousov verlassen den Verein.
Bittere zweite Halbzeit
Die Spieler wurden unter der Woche bereits bei einem Teamabend intern verabschiedet, bei dem neben Trainer Sbonias auch der Technische Direktor Lukas Berg einige Worte an die sechs richtete. Beim Duell gegen Schalke erfolgte noch die öffentliche Verabschiedung auf dem Rasen des Franz-Kremer-Stadions vor 590 Zuschauern. Auf dem Rasen gelang der U21 jedoch an diesem Nachmittag wenig. Die Kölner starteten zwar gut in die Partie, Maik Akumu verpasste den Führungstreffer für die Gastgeber. Stattdessen ging es mit 0:1 in die Halbzeit, nachdem Ingyom Jung für die Königsblauen traf (19.).
Die zweite Hälfte wurde noch bitterer. Bereits 40 Sekunden nach dem Wiederanpfiff erhöhte Yassin Ben Ball auf 0:2 (46.). Nilas Yacobi brachte die U21 nochmals heran (58.). Die drei Schalker Treffer in der Schlussphase besiegelten jedoch eine am Ende deutliche Heim-Niederlage der U21 (77./80./90.). „Nach unserem guten Start in das Spiel kassieren wir nach einem Fehler im Aufbau das erste Tor. Danach sind wir ein Stück weit zusammengebrochen und uns hat im ersten Durchgang die Gegenwehr gefehlt“, konstatierte Sbonias, „nach unserem Anschlusstreffer war es vom Gefühl her so, dass bei Schalke alles funktioniert hat und bei uns nichts. Das haben wir uns ganz anders vorgestellt. Wir wollten unsere gute Serie zum Saisonende bestätigen und mit einem Sieg in die Sommerpause gehen. Dass Spiel heute soll aber nicht unsere gute Saisonleistung schmälern, wir haben viele Jungs super weiterentwickelt und freuen uns jetzt über die Pause und dann auf die neue Spielzeit.“
Die U21 rutschte durch die insgesamt 15. Saison-Niederlage im Abschluss-Ranking der Regionalliga noch hinter den Bonner SC und die U21 des SC Paderborn auf den zehnten Platz ab.
Knöchel umgeknickt: Leichte Entwarnung bei Said El Mala
Simon Bartsch
Es war ein kleiner Schreckmoment beim 1. FC Köln: Doch leichte Entwarnung gibt es bei Said El Mala. Der Offensivspieler war im Duell gegen die Bayern umgeknickt. Doch die Verletzung ist wohl nicht allzu schwer.
Zunächst erzielte der Offensivspieler einen Treffer, schließlich knickte er um und humpelte vom Platz. Nach dem Spiel gab es aber erste Entwarnungen.
Das Duell gegen die Bayern hätte den Fans zu einem früheren Zeitpunkt in der Saison möglicherweise Sorgen bereitet. Denn bei der 1:5-Pleite sahen die Geißböcke gegen den Rekordmeister nicht immer sattelfest aus. Nun geht es allerdings in die Sommerpause, der Klassenerhalt ist geschafft und die Spieler können sich von den Strapazen der vergangenen Wochen erholen. Auch Said El Mala. Denn der Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:2 musste den Münchner Rasen vorzeitig verlassen. Nach einem Ausfallschritt ohne Fremdeinwirkung griff sich der Kölner Topscorer an den rechten Knöchel. René Wagner reagierte prompt mit einer Auswechslung des 19-Jährigen. Während El Mala das Spielfeld in Begleitung der medizinischen Abteilung verließ, konnte man beim Krefelder die Worte „Außen tut es weh“ von den Lippen ablesen. Tatsächlich knickte der Knöchel bei der Aktion sichtbar um.
„Ein bisschen umgeknickt“
FC-Trainer René Wagner äußerte sich direkt nach dem Duell: „Er hat ein wenig gespürt. Aber es klang nicht schlimm“, erklärte der 27-Jährige. Eine schwerwiegende Verletzung käme für El Mala zur Unzeit. Denn am 21. Mai, in nur fünf Tagen, gibt Nationaltrainer Julian Nagelsmann das Aufgebot der Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko bekannt. Immer wieder wurde ob der guten Leistungen des Kölner Talents gemutmaßt, ob EL Mala nicht doch nominiert werde. Auch gegen die Bayern stellte sich der 19-Jährige ins Schaufenster und betrieb noch einmal mächtig Eigenwerbung. Nach einer schwer wiegenden Verletzung sah es allerdings nicht aus. Das bestätigte auch Marvin Schwäbe nach der Partie: „Ich habe gerade kurz mit ihm gesprochen. Er hat gesagt, dass er ein bisschen umgeknickt ist. Das war eine Vorsichtsmaßnahme.“
Am Montag stehen die abschließenden Untersuchungen bei den Kölner an. Spätestens dann wird wohl auch Klarheit über die Verletzung herrschen.
„Ich brauche erst einmal ein Zeichen des Vereins“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen den FC Bayern München
Simon Bartsch
Mit der deftigen 1:5-Niederlage gegen dei Bayern hat sich der FC am Samstagnachmittag in die Sommerpause verabschiedet. Nach der Partie äußerten sich unter anderem Marvin Schwäbe und René Wagner: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen Bayern München.
Das Duell gegen den Rekordmeister hatte FC-Trainer René Wagner bereits im Vorfeld als ein Schwieriges ausgemacht. Dass der FC allerdings fünf Gegentore kassiert, ist nicht gerade eine Bewerbung für den Coach und wird die Trainerdiskussion noch einmal mächtig anfachen.
René Wagner vor dem Spiel gegen den FC Bayern
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come-on-fc.com berichtet live aus der Allianz Arena in München
„Das ist eine andere Liga“
Joel Schmied
„Das Gefühl wäre bestimmt besser, wenn wir die letzten beiden Spiele besser gestaltet hätten – speziell Heidenheim. Heute Bayern, das ist eine andere Liga. Aber, wir haben unser Saisonziel erreicht und die Klasse gehalten. Mit jeder Saison, die du mit Köln in der Bundesliga spielen kannst, kannst du auch ehrgeiziger werden. Wir haben uns – auch während der Spielzeit – extrem entwickelt und haben für nächstes Jahr die Ambitionen, uns weiter zu verbessern und wieder die Klasse zu halten.“
„Es ist während einer Saison vor allem der Kopf, der immer schwerer wird, wenn du immer gegen den Abstieg spielst. Wir haben das aber trotzdem gut gemeistert. Wir haben in den wichtigen Spielen gut performt, die Punkte geholt, die Klasse gehalten. Jetzt gilt es, den Kopf frei zu machen, sich zu erholen. Zurück in die Heimat und in Urlaub gehen und dann wieder mit frischen Beinen und einem frischen Kopf ans Geißbockheim zu kommen und zu arbeiten.“
Zur Trainerfrage: „Mein Gefühl ist da überhaupt nicht relevant. Wir haben auch mit René in jedem Spiel alles reingehauen. Wir haben – egal bei welchen Coach – eine extreme Moral. Jetzt ist es an Kess, die Planung anzugehen.“
Schmieds persönliches Saisonfazit: „Ich bin ganz gut in die Saison gestartet, die zweite Hälfte war ein bisschen harzig mit den muskulären Problemen. Ich bin extrem dankbar, dass ich am Ende wieder fit war. Das gibt einem viel Energie, um in der neuen Saison anzugreifen.“
“Heute können wir uns einige Dinge vom Gegner anschauen. Trotzdem hat man auch den Ehrgeiz, da mitzuhalten. Es gibt aber Situationen, die sind einfach so gut, die kannst du nicht verteidigen. Es macht aber trotzdem Spaß, sich mit dem Besten zu messen. Ich als Verteidiger nehme viel mit: Die Aktivität, auch wenn die Spieler nicht am Ball sind, von Díaz zum Beispiel. Der kommt, macht eine Gegenbewegung und ist unberechenbar. Das kann ich dann auch unseren Offensivspielern mitgeben, denn das ist unglaublich schwierig zu verteidigen. Auch die Ruhe am Ball von Tah und Upamecano ist einfach beeindruckend.“
„Ich brauche erst einmal ein Zeichen des Vereins“
Rene Wagner
„Die ersten 20 Minuten haben sich angefühlt, wie so ein Spiel gegen Bayern anfangen kann. Wir haben es nicht geschafft gegen den Ball Mut zu entwickeln. Das erste Tor ist zu einfach. Das müssen wir besser verteidigen. Mit dem 2:1 bekommen wir dann ein bisschen Mut und sehen dann zehn Minuten vor der Pause, dass wir Fußball spielen können. Wir kommen aus der Halbzeit, haben dann ein wenig umgestellt. Die Jungs haben versucht, mit vollem Mut nach vorne zu spielen, Bälle zu gewinnen. Trotzdem ist die Qualität von München an so einem Tag unfasbbar. So kommt ein 5:1 zu Stande.“
“Am Ende sind wir zufrieden, dass wir in der Liga geblieben sind. Das war die Aufgabe. Wir hatten noch zwei, drei andere Aufgaben, die wir lösen mussten. Das haben wir angeschoben. Am Ende haben wir gute Leistungen gebracht, wir haben aber auch Spiele gehabt, wo wir nicht zufrieden sein können. Das haben wir intern angesprochen. Dann gibt es in so einer Saison immer ein wenig Auf und Ab, für eine Mannschaft, die neu in der Liga ist. Dafür sind wir drin geblieben.“
“Ich brauche erst einmal ein Zeichen des Vereins. Ich muss mit Thomas mal sprechen. Der Stand ist der gleiche wie vor dem Spiel. Ich habe noch gar nichts gehört.“
„An meinem Gefühl ändert sich nichts. Ich glaube, dass wir die Arbeit bewerten, die wir mit der Mannschaft zusammengetragen haben. Das Ergebnis hier in München ist natürlich nicht toll. Wir freuen uns nicht über ein 5:1. Das ist logisch. Wir müssen das sauber und sachlich einordnen. Das werden wir schaffen. Dann muss der Verein die Entscheidung treffen.“
„Wir haben uns vorgestellt, wie es wäre, Meister zu werden. Man merkt, dass die Bayern es nicht zum ersten Mal machen.“
“Ich weiß, das Said das leisten kann und hätte mir gewünscht, dass er das drei, vier Mal mehr schafft, die Dinger reinzumachen, weil er die Situationen hatte. Er hat aber nie aufgegeben.“
Zu Said El Malas Verletzung: „Er hat ein wenig gespürt. Aber es klang nicht schlimm.“
„Das 1:0 müssen wir besser verteidigen. Wir müssen daran arbeiten, dass wir mit Mut in Spiele gehen. Das haben wir die ersten 20 Minuten nicht getan. Das müssen wir uns vorwerfen lassen. Da waren wir gegen den Ball nicht aktiv genug. Wir haben es dann mit Dauer der ersten Halbzeit besser gemacht. Die Jungs müssen lernen, dass wir gegen Top-Mannschaften mitspielen können. Die Jungs müssen von der ersten Minute an gierig auf den Ball sein.“
„Es war ein typisches Said-Tor“
Marvin Schwäbe
“Wir haben unser Minimalziel, den Klassenerhalt, zwei Spieltage vor Saisonende erreicht. Dass wir vom ersten bis zum letzten Spieltag fighten müssen, war uns bewusst. Es war keine einfache Saison. Wir hatten die ein oder andere Periode, in der wir hart kämpfen mussten. Wir sind froh, dass wir es geschafft haben. Dass 32 Punkte nicht der Maßstab sein sollten, ist allen klar. Dementsprechend geht es darum, für die kommende Saison eine schlagkräftige Truppe zusammen haben. Das entscheiden wir nicht, das entscheide ich nicht. Grundsätzlich muss ich sagen, er (René Wagner, Anm. der Red.) hat in den letzten Wochen einen guten Job gemacht, hat eine gute Kommunikation gefunden, hat an den richtigen Stellschrauben gedreht. Wir sind auch selbstbewusst aufgetreten. Wir haben auch gute Spiele gezeigt, wenn die Ergebnisse ausgeblieben sind. Ich habe mich klar positioniert, dass er einen guten Job gemacht hat.“
Zu Said El Malas Treffer: „Es war ein typisches Said-Tor. Er hat sich gut durchgewurschtelt und dann die Ruhe vor dem Tor. Es spricht für ihn, er hat eine gute Qualität. Das hat uns in dem Moment nochmal Hoffnung gegeben.“
“Wenn man in so jungen Jahren diese Leistungen zeigt und die auch über die Saison halten konnte und die Scorer eingefahren hat, dann ist die WM doch auf jeden Fall eine Option.“
“Wir haben heute und letzte Woche gesehen, dass kleine Fehler auf dem Niveau knallhart bestraft werden. Wir müssen die individuellen Fehler abstellen, sonst reicht es nicht.“
„Jeder ist ambitioniert und will so gut und so hoch spielen, wie es nur geht. Ich habe auch Ambitionen, natürlich am liebsten mit dem FC und im kommenden Jahr mit zehn Punkten mehr, dass wir vielleicht am Ende auch mal davon träumen dürfen, weiter oben mitzuspielen, um die internationalen Plätze zu erreichen. Da arbeiten wir hin.“
“Wir hatten dieses Jahr eine gute Truppe. Gerade vor dem Winter wurden wir auch durch Verletzungen enorm aus der Bahn geworfen, gerade in der Defensive mit Hübi, Joel und Heintzi. Das hat nicht für eine stabile Mannschaft gesprochen, wenn man immer die Positionen ändern muss. Das macht es nicht einfacher. Nach einem Aufstieg geht es erstmal ums Überleben. Was nächste Saison ist, das sehen wir dann.“
Zu seiner Zukunft: „Grundsätzlich fühle ich mich sehr wohl in Köln und bin froh, hier zu sein. Ich kann mit das definitiv auch noch länger vorstellen. Wann der Zeitpunkt kommt, dass Gespräche stattfinden, das warten wir mal ab. Ich mache die Türe auf, aber das liegt nicht in meiner Hand.“