Konkurrenzkampf beim 1. FC Köln: Wer stoppt FC-Schreck Patrik Schick? Ein FC-Innenverteidiger mit Bestwert der Liga

Patrik Schick überwindet Marvin Schwäbe
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Konkurrenzkampf beim 1. FC Köln: Wer stoppt FC-Schreck Patrik Schick? Ein FC-Innenverteidiger mit Bestwert der Liga

Durch die entspannte personelle Situation hat René Wagner in der Defensive die Qual der Wahl. Und die könnte am Samstag besonders wichtig werden beim 1. FC Köln: Wer stoppt FC-Schreck Patrik Schick? Der Leverkusener Stürmer spielt besonders gerne gegen Köln.

Die Bilanz von Patrik Schick ist aktuell eine beeindruckende. Doch der Stürmer spielt auch besonders gerne gegen den FC. Das zeigt ein Blick in die Statistik. Für René Wagner kein Problem, denn in der Defensive hat der Trainer die Qual der Wahl.

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Lange sahen die Kölner wie der Sieger aus. Nur wenige Augenblicke trennten die Geißböcke vom Halbfinale im DFB-Pokal. Doch dann schlug Laterkusen in der doch überraschend langen Nachspielzeit gnadenlos zu. Patrik Schick traf in der 6. Minute der Nachspielzeit und rettete Leverkusen in die Verlängerung, nachdem der Tscheche zuvor schon den Anschlusstreffer erzielt hatte. Victor Boniface entschied schließlich die Begegnung. Es waren nicht die ersten Tore des Angreifers gegen den FC. Wenn man so will ist Schick der Köln-Schreck der Leverkusener. Sieben Mal lief der Stürmer gegen Köln auf, verloren hat der heute 30-Jährige noch nie. Im Gegenteil, Schick hatte mit seinen Treffern maßgeblichen Anteil an seiner persönlichen Erfolgsbilanz gegen die Domstädter. Sechs Siege, ein Remis, fünf Treffer, eine Vorlage lautet die eindrucksvolle Bilanz. Bei den jüngsten beiden FC-Erfolgen gegen den Nachbarn fehlte der Stürmer verletzt.

Starke Werte von Özkacar

Davon kann aktuell keine Rede sein. Schick befindet sich in Topform, erzielte in den vergangenen vier Bundesliga-Spielen gleich vier Tore. Darunter der 22. Kopfballtreffer des Tschechen. Kein aktiver Bundesliga-Spieler ist mit dem Kopf erfolgreicher. Und so stellt sich durchaus die Frage, wer Schick in den Griff bekommen soll. Da Timo Hübers und Luca Kilian weiterhin verletzt ausfallen und Dominique Heintz zuletzt keine Rolle mehr spielte, bleiben vier Innenverteidiger, aus denen René Wagner seine Spieler für das Zentrum wählen könnte. Zuletzt hatten Cenk Özkacar und Jahmai Simpson-Pusey die Nase vorne und beide haben sich auch nicht viel zu Schulden kommen lassen, so dass sie auch für das Duell gegen Leverkusen gute Karten haben dürften. Simpson-Pusey ist seit seiner Ankunft beim FC eigentlich Stammspieler – wenn er im Kader stand, hat er gespielt und bis auf die Begegnung gegen Hoffenheim immer von Beginn an.

Özkacar hat sich erst im späteren Saisonverlauf zum konstantesten der Innenverteidiger entwickelt. Der Türke ist aktuell nicht aus der Stammelf wegzudenken. Von der Zweikampfquote weisen Simpson-Pusey und Dominique Heintz die besten Werte auf. Der Engländer kommt auf starke 73 Prozent, ist damit in dieser Statistik der beste Innenverteidiger der Liga. Es folgt Amos Pieper mit 71,5 Prozent. Vereinsintern kommt dann aber auch schon Özkacar. Kein Wunder, dass die Geißböcke bei beiden Spielern gerne die Kaufoption ziehen würden. Bei Özkacar gibt es wohl wenig Einwände, bei Simpson-Pusey hat Manchester City das letzte Wort und der FC müsste tief in die Tasche greifen. Allerdings dürften gegen Schick gerade auch die Luftzweikämpfe eine Rolle spielen. Und hier verschieben sich die Werte ein wenig. Die meisten Kopfbälle aller Kölner hat Ragnar Ache gewonnen, vor Eric Martel.

Aus Rang drei folgt Cenk Özkacar. Prozentual gehen die meisten gewonnen Luftzweikämpfe aber an Tom Krauß (69 Prozent), vor Sebastian Sebulonsen (63.). Auf Platz drei folgen in der Kölner Liste Özkacar, Rav van den Berg und Joel Schmied nahezu gleichauf (58 Prozent). Im Spielaufbau ist van den Berg mit 93 Prozent angekommener Pässe der sicherste Innenverteidiger. Auf jeweils 86 Prozent kommen Schmied, Simpson-Pusey und Özkacar. Dennoch: Eigentlich hat Wagner kein Grund die Defensive umzustellen – die Auswahl hätte er aber.


Talente, höhere Transfererlöse, wirtschaftlicher Fortschritt – Wird der 1. FC Köln unter Thomas Kessler zum Entwicklungsclub?

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Talente, höhere Transfererlöse, wirtschaftlicher Fortschritt – Wird der 1. FC Köln unter Thomas Kessler zum Entwicklungsclub?

Im Sommer wurde Thomas Kessler für seine Transferpolitik gefeiert. Mittlerweile sind nicht mehr alle Fans restlos von der Arbeit des Geschäftsführers überzeugt. Dabei bewies der 40-Jährige zuletzt erneut sein Verhandlungsgeschick. Wird der 1. FC Köln unter Thomas Kessler zum Entwicklungslcub?

Bereits seit einiger Zeit ist das Vorhaben, aus jungen Spielern und ihrer Weiterentwicklung sportlichen und wirtschaftlichen Profit zu schlagen, eine angestrebte Strategie beim 1. FC Köln. Mit seinen Verpflichtungen und Verhandlungen im vergangenen Sommer hat Thomas Kessler diesen Weg nun maßgeblich in eine vielversprechende Richtung gelenkt. Und das Vorhaben soll die kommenden Jahre weiter ausgebaut werden – nicht umsonst haben die Geißböcke seit kurzen Tim Steidten mit an Bord.

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Die Meldung am Freitagabend wird die Fans des 1. FC Köln durchaus erfreut haben. Thomas Kessler überraschte ein wenig damit, dass er eine Personalie ausplauderte. Am Geißbockheim hält man sich eigentlich grundsätzlich bedeckt, was Verträge, Vertragslaufzeiten und Co. angeht. Doch bei Sky erklärte der ehemalige Keeper der Kölner, dass man die Kaufoption von Jakub Kaminski ziehen werde. Möglicherweise sprach Kessler so offen über die Entscheidung, weil ohnehin kaum noch einer Zweifel an der festen Verpflichtung hatte. Denn die Entwicklung von Kaminski ist wohl neben der von Said El Mala die ganz große Überraschung in Köln. Bei Wolfsburg kam der Pole nicht mehr so richtig zurecht, beim FC blüht „Kuba“ zunehmend auf, ist in dieser Saison absoluter Leistungsträger – und das nicht nur aufgrund seiner zwölf Scorerpunkte. Die feste Verpflichtung des polnischen Nationalspielers ist also nur folgerichtig.

Ablöse von Kaminski bei 20 Millionen Euro

Bereits im Sommer war die sportliche Leitung für ihre Transfers gefeiert worden. Kessler hatte ein Dutzend neuer Spieler verpflichtet, rund 25 Millionen Euro in die Hand genommen und dem FC ein neues Gesicht verpasst. Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt wurde der Sportboss über den grünen Klee gelobt, von Fans, von Experten. Angesichts der zwischenzeitlichen Bilanz von zwei Siegen aus 18 Spielen ebbte die Euphorie aber auch wieder ab. Nicht alle Transfers konnten die Form vom Sommer halten und dennoch hat der Geschäftsführer ganz offensichtlich viel richtig gemacht. Denn die Geißböcke gehen unter Kessler in eine Richtung, die man schon vor längerer Zeit einschlagen wollte, aber entweder falsch interpretierte oder einfach nicht umgesetzt bekam. Alleine die Vertragsverlängerung von Said El Mala war schon ein Meisterstück des 40-Jährigen. Der Kölner Shootingstar hat den FC-Fans viel Freude bereitet, war lange eine Art Lebensversicherung der Geißböcke.

Ein Abgang würde emotional schmerzen, wirtschaftlich nicht. Sollte El Mala den FC im Sommer verlassen, könnten die Kölner alleine von diesem Erlös finanziell sämtliche Kaufoptionen der Leihspieler bedenkenlos ziehen und den Kader zudem weiter aufpolieren. Wohlgemerkt die Ablöse für einen Spieler, der den FC gerade einmal 300.000 Euro gekostet hat. Bei der Verpflichtung hatte auch Christian Keller seine Finger im Spiel, doch die Vertragsverlängerung ohne Ausstiegsklausel wird dem FC viel Geld einbringen. Und auch beim Deal von Kaminski hat der Geschäftsführer offenbar viel richtig gemacht. Köln kann den Wolfsburger Leihspieler für rund fünf Millionen Euro verpflichten, laut „Kicker“ soll Kaminski dann einen Vertrag mit Ausstiegsklausel erhalten. Die liegt dem Artikel nach bei 20 Millionen Euro. 20! Eine Summe, die der Spieler sicherlich bald schon wert sein wird und die man in England vielleicht auch gerne bezahlt. Aber eben auch eine Summe, die vier Mal über dem Kaufpreis läge.

Der FC auf dem Weg zu einem Entwicklungsclub?

Wenn es nach den Kölner Verantwortlichen geht soll Kaminski ohnehin beim FC bleiben, wird das in der kommenden Spielzeit auch tun. Doch ist durchaus eine Linie zu erkennen. Die Kölner verpflichten junge Spieler, die den FC bei positiver Entwicklung sportlich und/oder wirtschaftlich weiterbringen. Ein Weg, den Keller schon in Köln gehen wollte. Nur ging der Plan in nur wenigen Fällen auf. Auch Thomas Kessler geht ins Risiko. Rav van den Berg wurde für rund acht Millionen Euro verpflichtet. Der 21-Jährige gilt als großes Talent, das irgendwann in England Fuß fassen will. Aktuell hinkt der Niederländer den Erwartungen hinterher. Doch das Potenzial ist groß. Geht van den Berg den Weg seines Bruders Sepp dürfte für den FC ebenfalls eine stolze Ablösesumme fällig werden. Auch Spieler wie Isak Johannesson befinden sich in einem Alter, in dem mit einer weiteren Entwicklung zu rechnen ist und damit auch einer Steigerung des Marktwerts.

Vorbild Frankfurt?

Das Vorgehen ist in der Bundesliga bekanntlich kein neues. Eintracht Frankfurt ist wohl das Paradebeispiel. Mehr als 450 Millionen Euro hat die Eintracht in den vergangenen sechs Jahren an ihren Talenten verdient. An Spielern wie Omar Marmoush, Hugo Ekitiké oder Randal Kolo Muani, die alleine knapp 280 Millionen Euro in die Kassen spülten. Jean-Mattéo Bahoya wurde im vergangenen Jahr ebenfalls heiß umworben, eine Ablöse von rund 80 Millionen Euro stand im Raum. Der Marktwert von Can Uzun soll bei 45 Millionen Euro liegen. 

„Ich sage meinen Scouts: ,Leute, das Wichtigste sind die Stärken, aber achtet auch auf die Schwächen, denn vielleicht können wir an diesem Problem arbeiten’“, sagte Krösche im vergangenen Jahr im „The Athletic“. „Bevor wir Omar (Marmoush, Anm. d. Red) verpflichtet haben, gab es schon eine Diskussion. Er war ein Spieler mit zahlreichen Schwächen, aber nur zwei, drei deutlichen Stärken“, so Krösche weiter. „Hätten wir uns also nur auf die Schwächen konzentriert, hätten wir ihn nie unter Vertrag genommen. Aber wir kamen zu dem Schluss, dass der Grund für seine schlechte Entscheidungsfindung darin lag, dass er nicht regelmäßig genug spielte.“ Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass auch externe Faktoren und eine gehörige Portion Glück bei den Transferbewegungen mitspielen. So war die Ablöse für Kolo Muani seinerseits vielleicht ein wenig hoch gegriffen.

Ein Glück, das den Kölner Verantwortlichen oft fehlte. Die Entwicklung beim FC ist aktuell eine Momentaufnahme. Doch ist die Richtung zum Entwicklungsclub aktuell eine spannende. Nicht zuletzt wird auch Tim Steidten in diesen Planungen künftig eine große Rolle spielen. Doch der 46-Jährige ist als „Perlentaucher“ bekannt, der ausgerechnet beim kommenden Gegner mit seiner Kaderplanung schon ein gutes Händchen bewiesen hat und Leverkusen zum Meister machte. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet, bauen die FC-Verantwortlichen dazu gerade die Scouting-Abteilung personell um. Insofern sollten potenzielle Talente, mit denen sich der FC aktuell befasst, nicht frühzeitig als zu schlecht abgestempelt werden, nur weil sie nicht in den höchsten Klassenspielten. Ein El Mala spielte in der vergangenen Saison auch noch 3. Liga.

Ein wichtiger Faktor können aber natürlich auch die Eigengewächse spielen. Finn Schenten, Youssoupha Niang und Cenny Neumann haben in dieser Saison schon ihr Profi-Debüt gefeiert. Mit Schenten wurde erst jüngst der Vertrag bis 2030 verlängert. Ein klares Zeichen. Denn auch von den Talenten will man in Köln künftig noch mehr profitieren. Erst einmal sportlich – im Vergleich zu einigen Abgängen in der Vergangenheit im Fall der Fälle dann aber auch wirtschaftlich.


1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #8: Trügerische Ausgangslage: Zwischen Optimismus und Pessimismus

Der Podcast zum 1. FC Köln
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1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #8: Trügerische Ausgangslage: Zwischen Optimismus und Pessimismus

Der 1. FC Köln bietet viel Raum für Diskussionen, Meinungen und Kommentare. Grund genug, come-on-fc auch hörbar zu machen. 1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #8: Trügerische Ausgangslage: Zwischen Optimismus und Pessimismus. Der Podcast zum 1. FC Köln.

Im Podcast sprechen Simon, Simon und Hendrik von „come-on-fc“ über die aktuellen Fragen zum FC. 1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #8: Trügerische Ausgangslage: Zwischen Optimismus und Pessimismus.


Alle zwei Wochen gibt es die geballte Ladung come-on-fc als Podcast. Denn bekanntlich lässt sich rund um den FC, das Geißbockheim und die Stadt viel diskutieren. Und genau da setzen wir an. 1948 – Der Podcast von come-on-fc bespricht die Themen rund um den FC möglichst aus verschiedenen Sichtweisen. Das wird nicht immer gelingen. Aber doch hoffentlich möglichst oft.


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Folge #8:

In Folge acht gibt es natürlich vor allem ein beherrschendes Thema: Denn nach der schwachen Leistung gegen den FC St. Pauli, bei der der FC aber immerhin einen Punkt gerettet hat, ist die Lage im Kampf um den Klassenerhalt für die Geißböcke trügerisch. Das finden zumindest Simon Bartsch, Hendrik Broschart und Simon Hense in der neuen Folge 1948. Die drei sprechen darüber, was für sie gegen St. Pauli gefehlt hat, wie man mit dem Ausfall von Ragnar Ache umgehen kann und wie die Situation der Kölner vier Spieltage vor Saisonende aussieht. Aber sie richten den Blick auch schon voraus auf den Sommer: Bei Jakub Kaminski zieht der FC die Kaufoption und es gibt Gerüchte über ein Interesse der Geißböcke an verschiedenen Spielern aus der zweiten und dritten französischen Liga.

Und weil es immer und immer wieder Neuigkeiten und Diskussionspunkte gibt und man ohnehin niemals genug über den „Effzeh“ reden kann, hört einfach rein in „1948 – Der COME-ON-FC Podcast.“ Wir freuen uns, auf spannende und auch kontroverse Diskussionen und den Meinungsaustausch.

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Vorteil für den Schlussspurt? In dieser Statistik ist der 1. FC Köln Spitze und so gut wie seit 30 Jahren nicht mehr

Luca Waldschmidt nach dem Ausgleich
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Vorteil für den Schlussspurt? In dieser Statistik ist der 1. FC Köln Spitze und so gut wie seit 30 Jahren nicht mehr

Gegen St. Pauli sicherte Luca Waldschmidt dem FC spät noch einen Zähler. Zum wiederholten Mal. Die Kölner holten schon zehn Rückstände in der Saison auf und das meist durch späte Treffer. Eine besondere Qualität des 1. FC Köln: Der FC trifft besonders oft in der Schlussphase.

René Wagner und Thomas Kessler betonten nach dem 1:1 gegen St. Pauli, wie wichtig der Punkt gewesen sei. Und wieder einmal konnte sich Köln auf eine ungewohnte Stärke verlassen. Die Torgefahr in der Schlussphase. Seit knapp 30 Jahren waren die Geißböcke in den letzten Minuten einer Partie nicht mehr so gefährlich.

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Es deutete nicht mehr viel auf einen Punkt gegen den FC St. Pauli hin. Doch der FC kam in den Schlussminuten unerwartet noch einmal zurück. Jakub Kaminski wurde von Karol Mets von den Beinen geholt, Luca Waldschmidt verwandelte den fälligen Strafstoß und glich für den FC aus. Allerdings sollte man die Geißböcke in dieser Saison nicht zu früh abschreiben. Bei den Kölnern ist gerade in der Schlussphase immer mit einem Treffer zu rechnen. Bereits zum zehnten Mal in dieser Spielzeit holte der FC einen Rückstand noch auf, meist eben in der Crunchtime. Schon gegen Frankfurt kamen die Geißböcke nach einem 0:2-Rückstand noch einmal zurück, holten einen nicht mehr für möglich gehaltenen Punkt, nun gegen St. Pauli den nächsten. 18 Tore erzielten die Kölner in dieser Saison in der Schlussphase, nahezu jeder zweite Treffer fiel also ab der 75. Minute. Mehr Tore in der letzten Viertelstunde erzielten nur die Bayern (31) und Stuttgart (21), Borussia Dortmund kommt ebenfalls auf 18. Prozentual ist keiner kurz vor Ende des Spiels so gut wie der FC.

Könige der Nachspielzeit

Gerade in der Nachspielzeit zeigen sich die Kölner besonders torfreudig. Acht Treffer fielen nach der regulären Spielzeit – Ligabestwert. Bayern, der BVB und Bremen kommen jeweils auf sieben Nachspielzeit-Tore, dann folgen die nächsten Teams mit vier. Dabei ist es nicht so, dass sich die Mannschaft von René Wagner bei den späten Toren nur auf ihre Joker verlässt. Zwar erzielten die FC-Einwechselspieler starke elf Joker-Tore, aber eben nicht nur in der Schlussphase und eben keine 18. Zum Vergleich: St. Pauli kommt kurz vor Spielende auf fünf Tore, Hamburg und Wolfsburg auf jeweils sechs. So fuhren die Geißböcke in dieser Saison bereits wichtige Punkte ein. In drei der vergangenen vier Spiele brachte der späte Treffer noch das Remis. Eine Qualität, die für die Kölner im Abstiegskampf ein entscheidender Faktor werden könnte und eine Qualität, die gefühlt neu ist für den FC. In der vergangenen Spielzeit trafen die Geißböcke genau einmal in der Nachspielzeit, neun Mal in der Schlussphase.

Tatsächlich hat der FC zuletzt vor 29 Jahren öfter in der Crunchtime getroffen. In der Saison 1996/97 kam das Team auf 19 Tore in der Schlussviertelstunde. Köln wurde unter Peter Neururer Zehnter. Beides Ziele, die die Geißböcke in dieser Saison noch erreichen können. Vor allem aber dürften die Spieler die Gewissheit haben, dass mit dem FC immer zu rechnen ist – gerade in der Schlussphase. Und wann würde ein Treffer in der Nachspielzeit nicht besser passen als gegen Laterkusen.


Isak Johannesson zwischen Licht und Schatten: „Ich hoffe, dass ich der Mannschaft wieder helfen kann“

Für Isak Johannesson ist die Saison eine Achterbahn der Gefühle
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Isak Johannesson zwischen Licht und Schatten: „Ich hoffe, dass ich der Mannschaft wieder helfen kann“

Gegen Bremen überzeugte der Isländer, gegen St. Pauli eher weniger und die beiden Partien stehen symptomatisch für den Saisonverlauf des 23-Jährigen. Am Rande des Trainings sprach der Mittelfeldspieler des 1. FC Köln: Das sagt Isak Johannesson zur Situation, dem Trainer und seiner Form.

Für Isak Johannesson verläuft die bisherige Saison durchwachsen. Zuletzt stimmte die Form wieder – abgesehen von dem Duell gegen St. Pauli. Doch an die Leistungen zuvor will der Mittelfeldspieler anknüpfen. Am Mittwoch sprach Johannesson am Rande des Trainings.

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Es hatte schon viel von einem Urschrei, den Isak Johannesson da nach dem 3:1 gegen Bremen Richtung Fans losließ. Der Mittelfeldspieler der Geißböcke hatte mit freundlicher Unterstützung von Werder-Keeper Mio Backhaus zum Endstand getroffen, nachdem die Kölner zuvor in Überzahl unnötig gezittert hatten. Auch, wenn der Treffer am Ende dem Isländer nicht gut geschrieben wurde, für Johannesson ein Erfolgserlebnis einer durchwachsenen Spielzeit. Gegen St. Pauli folgte einmal mehr eine eher schwache Leistung des Mittelfeldspielers und die beiden Auftritte stehen symptomatisch für den Saisonverlauf des 23-Jährigen. Zu Saisonbeginn war Johannesson beim FC noch unumstrittener Stammspieler, nach der Länderspielpause im Herbst vergangenen Jahres mit dem bitteren Aus in der WM-Quali fiel auch die Leistung des Spielers. „Ich wusste, dass es Höhen und Tiefen geben würde. Aber die vergangenen vier, fünf Spiele war ich schon in guter Form“, sagte der Isländer am Rande des Trainings. „Ich hoffe, dass ich der Mannschaft wieder helfen kann.“

„Wir geben jetzt 100 Prozent“

Am Samstag steht nun das Heimspiel gegen Bayer Leverkusen an. Eine schwere Aufgabe. „Es ist eine starke Mannschaft mit sehr guten Spielern. Sie lassen den Ball laufen. Es wird ein hartes Spiel. Ich hoffe, dass sie nach dem Pokalspiel ein wenig müde sind“, sagte Johannesson. „Dann können wir sie mit voller Energie und den Fans vor eine schwere Aufgabe stellen.“ Eine schwere Aufgabe und ein Nachbarschafts-Duell. Da hat der Mittelfeldspieler bereits seine Erfahrung gemacht – auch gegen den FC. Mit Fortuna Düsseldorf holte Johannesson in der vergangenen Spielzeit zwei Remis, erzielte in Köln sogar den späten Ausgleich in der Nachspielzeit. „Diese Begegnungen sind immer speziell. Es wird eine große Atmosphäre sein. Sie spielen um Europa, wir um den Klassenerhalt – es wird ein großes Spiel“, sagt der 23-Jährige. Ein großes und ein wichtiges. Denn es geht nach wie vor um den Klassenerhalt. Johannesson gibt sich zuversichtlich: „Wir befinden uns in einer sehr guten Ausgangsposition. Wir sind seit fünf Spielen ungeschlagen. Wir geben jetzt 100 Prozent und dann werden wir die Saison auf einer guten Position beenden.“

Johannesson selbst erlebt gerade wieder eine bessere Phase. Der Isländer performt seit einigen Wochen wieder besser – abgesehen von dem Duell gegen St. Pauli, in dem es für die gesamte Mannschaft nicht laufen wollte. An der ansteigenden Form hat auch der Trainer René Wagner seinen Anteil. „René weiß genau, was er will. Er spricht viel mit den Spielern. René bereitet uns taktisch gut vor“, sagt der Isländer. „Er macht einen guten Job.“ Und zudem wird auch die taktische Ausrichtung gegen Leverkusen gehören. Johannesson wird wohl wieder neben Eric Martel auflaufen. „Mit Eric komme ich gut zurecht. Wir haben viele Punkte gesammelt, wenn wir miteinander gespielt haben“, erklärt der 23-Jährige. „Er ist ein guter Defensivspieler, ich bin eher kreativ.“ Und beide Faktoren werden gegen den Nachbarn wieder gefragt sein.


Urteil zu Unfall auf der A555 gefallen: Haftstrafen für zwei ehemalige Nachwuchsspieler des 1. FC Köln  

Symbolbild: Feuerwehr im Einsatz (Foto: Alexander Hassenstein/GettyImages)
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Urteil zu Unfall auf der A555 gefallen: Haftstrafen für zwei ehemalige Nachwuchsspieler des 1. FC Köln  

Gegen die beiden ehemaligen Nachwuchsspieler des 1. FC Köln, die in einen tödlichen Unfall auf der A555 involviert waren, ist nun ein Urteil gesprochen worden. Es gibt Haftstrafen für ehemalige Nachwuchsspieler des 1. FC Köln.

Im Winter 2023 war es auf der A555 in Höhe Wesseling zu einem tödlichen Unfall gekommen und gegen zwei ehemalige Spieler der Geißböcke der Prozess eröffnet worden. Nun steht das Urteil.

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Im vergangenen Sommer hatte die Staatsanwaltschaft Köln Anklage gegen zwei ehemalige Nachwuchsspieler des 1. FC Köln erhoben. Den beiden wurde vorgeworfen, am 1. Dezember 2023 auf der A555 in Fahrtrichtung Bonn ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge veranstaltet zu haben. Konkret sollen sie sich nebeneinander auf der Autobahn bewegt und sich gegenseitig rechts, links sowie teilweise über den Standstreifen überholt haben. Am Mittwoch ist das Urteil gesprochen worden. Die beiden Beschuldigten wurden zu Jugendstrafen von fünf Jahren sowie vier Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Nach Ansicht des Richters seien die beiden Ex-Spieler der Geißböcke ein „Rennen gefahren“. Das hatten die Beschuldigten im Laufe des Prozesses bestritten, aber erklärt, sich nicht an das Tempolimit gehalten zu haben.

Verträge liefen 2024 aus

Bei dem Unfall war ein Kleinwagen explodiert. Die Fahrerin und die Beifahrerin starben in dem brennenden Fahrzeug. Der 1. FC Köln hat im Dezember 2023 nach Bekanntwerden der Beteiligung des Spieler erklärt, diese, um der Fürsorgepflicht des Vereins nachzukommen, bis auf Weiteres vom Trainings- und Spielbetrieb freigestellt zu haben. Dem Verein zufolge galt für beide die Unschuldsvermutung. Die 2024 auslaufenden Verträge der beiden Spieler waren nicht mehr verlängert worden. Das Urteil fiel höher aus, als von der Staatsanwaltschaft anberaumt. Diese hatte für die beiden Angeklagten Jugendstrafen von drei Jahren beziehungsweise zwei Jahren und acht Monaten gefordert. Die Verteidiger der Beschuldigten hatten dagegen auf Freispruch gepocht. Nun sind es Haftstrafen geworden, die schon alleine aufgrund der Länge nicht zur Bewährung ausgesprochen wurden.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Staatsanwaltschaft und Verteidigung haben die Möglichkeit, Revision einzulegen. Genau das wird die Verteidigung wahrscheinlich auch tun.

Jonas Hector prognostiziert den Klassenerhalt des 1. FC Köln: „Mit 34 Punkten bist du safe“

Jonas Hector bei der Wahl-Arena
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Jonas Hector prognostiziert den Klassenerhalt des 1. FC Köln: „Mit 34 Punkten bist du safe“

In der aktuellen Folge des Podcasts „Schlag und fertig“ spricht der ehemalige Nationalspieler über die Situation des 1. FC Köln: Jonas Hector über die Ausgangslage des FC vor dem Saisonfinale. Der Ex-Kapitän glaubt an den Klassenerhalt.

Das 1:1 gegen den FC St. Pauli hat Jonas Hector nicht in voller Gänze gesehen, dennoch ist für den Ex-Kapitän der Klassenerhalt doch sehr wahrscheinlich. Zu der Situation der Geißböcke äußerte sich der ehemalige Nationalspieler in seinem Podcast „Schlag und fertig“.

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Hector weilte am Wochenende auf einem Festival und hat die Begegnung der Geißböcke am Millerntor nicht live oder in voller Gänze gesehen, aber gehört, dass es spielerisch nicht die beste Leistung der Kölner gewesen sei. Dennoch sieht der ehemalige Linksverteidiger die Entwicklung beim FC recht positiv. „Es ist schön zu sehen, dass der FC relativ stabil ist – mit den fünf Punkten in drei Spielen“, so Hector. Gerade die Serie ohne Niederlagen könnte den Geißböcken nun im Abstiegskampf in die Karten spielen. „Da ist man schnell wieder bei der Frage nach dem Trend. Der FC zum Beispiel hat die letzten Spiele nicht verloren. Da hat man direkt ein anderes Selbstvertrauen“, sagt Hector weiter. „Der HSV ist in den vergangenen Wochen schon ein wenig gestruggelt und hat dann nicht dieses Selbstverständnis., Spiele zu gewinnen. Anders auch wieder Bremen, die vor zwei Monaten schon komplett abgeschrieben waren.“

„Dann bist du so gut wie gerettet“

Tatsächlich ist die Stimmung rund ums Geißbockheim aktuell eine gute. Wohl auch aufgrund des neuen Trainers. Wagner sucht immer wieder die Gespräche mit den Spielern, geht auf jeden Akteur ein. Und das könnte zum Pluspunkt werden. „Da kommt es jetzt auch ein wenig darauf an, wer die beste Stimmung hat. Da kann es passieren, dass die Mannschaften, die nicht großartig am Punkten sind, keine Siege holen, dass die die meisten Probleme bekommen“, sagt Hector. „St. Pauli wird es schwer haben, glaube ich. Gladbach hat auch ein Restprogramm, das nicht ohne ist. Der FC sollte eigentlich ganz gut positioniert sein.“ Zwischen Platz elf und 15 beträgt der Punkte-Unterschied gerade einmal einen Zähler. St. Pauli liegt auf dem relegationsplatz fünf Zähler zurück. Es dürfte also spannend werden. „Du hast noch einige direkte Duelle, du hast noch wirklich spannende Konstellationen. Gerade wenn du auf das Restprogramm von verschiedenen Mannschaften guckst. Gladbach hat zum Beispiel noch ein happiges Restprogramm.“

Die Fohlen spielen unter anderem gegen Dortmund, Augsburg und Hoffenheim. Und der FC? „Du hast noch Leverkusen und die Bayern, spielst aber noch in Berlin und hast Heidenheim zu Hause. Ich glaube, wenn du da noch einen Sieg holst, dann stehst du gut da. Mit 34 bist du safe“, sagt Hector. „Ich glaube nicht, dass Wolfsburg oder Pauli – und die spielen ja auch noch gegeneinander – noch acht Punkte holen. Dass die zwei Spiele gewinnen, zwei unentschieden spielen und keins verlieren, das sehe ich bei beiden nicht. Und dann bist du mit einem Sieg so gut wie gerettet.“

„Das ist vielleicht das Spielglück, das du brauchst“

Dabei war der Punktgewinn gegen St. Pauli ein glücklicher. Und im Nachhinein vielleicht auch nicht ganz regelkonform. Der Elfmeter sorgt bei den Kiezkickern jedenfalls für Frust. „Alexander Blessin hat es ganz gut ausgedrückt, dass er im ersten Moment das Gefühl hatte, als er auf die Bilder auf der Bank geguckt hat, es ist ein Elfmeter. Wenn du aber genau hinguckst, tritt Kaminski Mets auf den Fuß und dadurch kommt das Foul zu Stande“, sagt der Ex-Kapitän. „Da kannst du nur sagen, vielleicht hast du dir das Glück erarbeitet. Das ist vielleicht das Spielglück, das du brauchst.“ Und zwar, um am Ende die Klasse zu halten.


Ein Monat René Wagner als Cheftrainer des 1. FC Köln: In der Offensive gibt es statistische Veränderungen, in der Defensive nicht

René Wagner beim Training des 1. FC Köln
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Ein Monat René Wagner als Cheftrainer des 1. FC Köln: In der Offensive gibt es statistische Veränderungen, in der Defensive nicht

Genau ein Monat ist René Wagner nun beim FC als Cheftrainer im Amt. Fünf Punkte holten die Kölner in dieser Zeit, ohne spielerisch zu glänzen. Und doch scheint sich nicht nur etwas in der Kommunikation verändert zu haben. Zumindest nach den Zahlen: Die Statistik zum Trainerwechsel beim 1. FC Köln.

Spielerisch war die Begegnung gegen den FC St. Pauli alles andere als ein Leckerbissen. Am Ende hat der FC aber wieder einen Punkt eingefahren. Zwar ist die Statistik noch mit Vorsicht zu genießen, doch nach einem Monat René Wagner zeigen sich rein von den Zahlen schon Unterschiede.

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FC-Kapitän Marvin Schwäbe wirkte nach der Begegnung gegen den FC St. Pauli ein wenig ratlos. Er könne sich auch nicht erklären, warum man im Schlussdrittel keine Lösungen gefunden habe, so der Kölner Keeper. Tatsächlich war der Auftritt am Millerntor wohl einer der schlechteren in dieser Spielzeit. Und es dauerte nicht lange und in den Sozialen Medien kritisierten die ersten FC-Anhänger, dass sich durch den Trainerwechsel spielerisch wenig verändert habe. Die Begegnung in Hamburg war durchaus trostlos, Fans, Spieler und Verantwortliche hatten nach dem 3:1-Erfolg über Bremen auf mehr gehofft. Immerhin hatte René Wagner zuvor von einer Riesenchance bei den Kiezkickern gesprochen und meinte die Vorentscheidung im Kampf um die Klasse, die dem FC mit einem Sieg wohl gelungen wäre. Auch, wenn es gegen St. Pauli nicht unbedingt zu sehen war, hat sich durchaus etwas an der Spielweise der Kölner verändert.

Gefährlicher, aber nicht so kaltschnäuzig

Zumindest sprechen dafür die Zahlen – sofern diese nach drei Spieltagen unter René Wagner schon aussagekräftig sind. Tendenzen lassen sich aber allemal erkennen – vor allem in der Offensive. Unter Lukas Kwasniok kamen die Kölner auf einen durchschnittlichen xGoals-Wert von 1,4 pro Spiel, bei René Wagner liegt dieser mittlerweile bei 3. Die Qualität der Kölner Torchancen hat sich also wenn man so will verdoppelt. Vielleicht auch, weil sich die Anzahl der Torschüsse erhöht hat. Der FC versuchte es unter Kwasniok zwölf Mal pro Spiel, nun sind es 17 Abschlüsse. In den 27 Spielen zuvor hat sich der FC 17 Großchancen erspielt, bei Wagner waren es an den Spieltagen 28 bis 30 acht. Nur ließen die Geißböcke Gute aus. Die xGoals-Effizienz entsprach unter Kwasniok den geschossenen Toren, aktuell hinkt der FC dem xGoals-Wert von neun mit drei Treffern hinterher. Auffallend ist aber auch die Anzahl der Konter. Bei Kwasniok kamen die Geißböcke zu 24 Abschlüssen nach Kontern in 27 Spielen, nun sind es zehn in drei Partien.

Dabei ist der FC deutlich mehr auf Ballbesitz aus, auf Spielkontrolle. Dieser hat sich um zehn Prozent erhöht. Und das Spiel scheint nun deutlich intensiver zu sein. Der FC läuft deutlich mehr als unter Lukas Kwasniok, zieht mehr Sprints, mehr intensive Läufe an. In der Defensive sind in der Statistik noch keine großen Unterschiede zu erkennen. Der gegnerische xGoals-Wert ist nahezu der gleiche geblieben (1,6 : 1,8), die gefangenen Tore auch (beide 1,3). Auch die Bilanzen der prozentual gewonnenen Zweikämpfe (49% : 48%), der Anzahl der Foulspiele pro Spiel (je 8) und der gegnerischen Abschlüsse pro Spiel (13,5) ist exakt gleichgeblieben. Unterm Strich spielen die Kölner bislang kontrollierter, mit mehr Ballbesitz, dafür aber intensiver. Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass in die Bilanz das Überzahl-Spiel gegen Bremen einfließt.


Medienbericht: Talent des 1. FC Köln unterschreibt angeblich bei Trabzonspor

Thierry Karadeniz im Spiel der U19 gegen Mailand
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Medienbericht: Talent des 1. FC Köln unterschreibt angeblich bei Trabzonspor

Obwohl die Ligazugehörigkeit der kommenden Spielzeit noch nicht geklärt ist, arbeiten die FC-Verantwortlichen auf Hochtouren am Kader für die nächste Saison. Bei den Junioren gibt es möglicherweise einen Abgang für den 1. FC Köln: Thierry Karadeniz unterschreibt angeblich bei Trabzonspor.

Eigentlich haben sich die Geißböcke auf die Fahne geschrieben, ihre Talente möglichst zu halten. Dass das nicht immer gelingt, ist klar. Zumal auch der Verein nicht bei jedem Nachwuchsspieler verlängern will. Thierry Karadeniz sollte eigentlich gehalten werden, doch der Spieler hat sich offenbar für einen Wechsel in die Türkei entschieden – das vermelden zumindest türkische Medien. In Köln weiß man nichts von einer Einigung.

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Denn laut türkischen Medien steht der 17-Jährige vor einem Wechsel in die Türkei. Wie „Spor“ berichtet hat sich der gebürtige Bonner mit Trabzonspor auf einen Fünfjahresvertrag geeinigt. Der Offensivspieler hatte im März sein Debüt für die türkische U19-Nationalmannschaft gegeben und gegen Gibraltar direkt zwei Treffer erzielt – und das innerhalb weniger Minuten. Spätestens damit rief der Akteur zahlreiche türkische Vereine und Interessenten auf den Plan. Damals wurde der Youngster in den Medien als der türkische Mbappé beschrieben. Nun soll eine Einigung mit dem Tabellendritten der Süper Lig erzielt sein. Trabzonspor wird in der kommenden Saison wohl europäisch spielen. Ob Karadeniz dabei eine Rolle spielt, ist angesichts seiner 17 Jahre zumindest offen. Nach Informationen von come-on-fc.com weiß man beim FC von einer Einigung jedoch nichts. Allerdings ist ein Spieler mit auslaufendem Vertrag eben auch nicht dazu verpflichtet, seinen aktuellen Verein über Vertragsgespräche zu informieren – dies wäre also eine normale Art des Vorgehens.

20 Spiele für die Kölner U19

Der schnelle Linksaußen spielt aktuell in der U19 der Geißböcke. Insgesamt lief Karadeniz in dieser Saison bereits 20 Mal für die U19 auf, erzielte zwei Tore, bereitete einen weiteren Treffer vor. Unter anderem spielte der Kölner auch in der Youth League, da auch im Rekordspiel gegen Inter Mailand. Die Begegnung hatte vor ausverkauftem Haus stattgefunden. Den bisherigen Rekord hatte ausgerechnet Trabzonspor gehalten. Kardeniz wechselte 2024 von der Viktoria zu den Geißböcken. Der FC soll dem Vernehmen nach sehr an einer Vertragsverlängerung interessiert gewesen sein. In der jüngeren Vergangenheit hatten die Kölner Verantwortlichen bereits einige Verträge mit Nachwuchsspielern verlängert. So zum Beispiel Benjamin Ley, der den Geißböcken langfristig erhalten bleiben wird.

Auch David Fürst soll seinen Kontrakt verlängern. Das ist bislang nicht geschehen. Dabei soll es auch das Interesse von internationalen Clubs geben. Der Kölner Stadt-Anzeiger hatte im März von einem Interesse von Juventus Turin berichtet.


Die andere Seite des neuen Gesichts: Nur eins der vielen abgewanderten Eigengewächse des 1. FC Köln schlägt voll ein

Spielen nicht mehr beim FC: Leihspieler Jaka Potocnik sowie Tim Lemperle und Damion Downs
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Die andere Seite des neuen Gesichts: Nur eins der vielen abgewanderten Eigengewächse des 1. FC Köln schlägt voll ein

Thomas Kessler hat im Sommer einen Kader-Umbruch bei den Kölnern vollzogen. Neben den zahlreichen Neuzugängen hat aber eben auch ein gutes Dutzend Spieler den Verein verlassen. Und die Bilanz fällt durchwachsen aus. So schlagen sich die Abgänge des 1. FC Köln.

Das Gesicht der Geißböcke hat sich im vergangenen Sommer massiv verändert. Thomas Kessler wurde gerade zu Beginn der Saison für seine Transfers gefeiert. Neben den zahlreichen Neuzugängen haben aber auch viele Spieler den Verein verlassen – darunter zahlreiche Eigengewächse. Und deren Bilanz fällt nicht durchweg positiv aus.

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Für Max Finkgräfe gab es am vergangenen Wochenende das lang ersehnte Debüt. Der Linksverteidiger stand das erste Mal in dieser Saison in der Startelf von RB Leipzig. Und der ehemalige Kölner Shootingstar zahlte das ihm entgegen gebrachte Vertrauen mit einer Vorlage zurück. Das FC-Eigengewächs war im vergangenen Sommer zu RB gewechselt. Und das mit der Absicht, den nächsten Karriereschritt zu gehen. Nur war dieses Vorhaben von Skepsis begleitet. Denn dass Finkgräfe nicht viel spielen würde, stand zu diesem Zeitpunkt eigentlich bereits fest. Denn Leipzig spielte damals schon mit dem Gedanken, den Vertrag von David Raum zu verlängern. Der Nationalspieler ist auf der linken Außenbahn bei RB gesetzt. Finkgräfe spielte gegen Frankfurt von Beginn an, weil gleich mehrere Abwehrspieler ausfielen. Immerhin hat sich der 20-Jährige mit einer guten Leistung für mehr beworben.

Lemperle 15 Millionen Euro wert

Für den Abgang von Finkgräfe kassierten die Kölner vier Millionen Euro. Das doppelte war Southampton die Verpflichtung von Damion Downs wert. Doch auch der Stürmer tat sich in seinem neuen Umfeld schwer. „Ich wollte immer in England spielen. Als sich dann die Möglichkeit ergeben hat, habe ich mich gefreut, den nächsten Schritt machen zu können. Ich wollte weitere Erfahrungen im Fußball sammeln“, sagte Downs im Interview bei come-on-fc.com. Die Zeit bei Southampton bezeichnete der Stürmer als lehrreich und gut. Und das, obwohl er kaum zum Zug kam. In 14 Pflichtspielen stand Downs für die Südengländer auf dem Platz, bereitete ein Tor vor. Und damit eins mehr als bei seiner nächsten Station. Im Winter folgte die Leihe nach Hamburg. Doch auch dort will es mit der Torgefahr in den bisherigen zehn Spielen nicht so recht laufen. In den jüngsten drei Spielen gab es nur einen Einsatz und der dauerte sieben Minuten.

Auf erst drei Minuten Einsatzzeit kommt mit Neo Telle ein weiteres Eigengewächs, das den Verein verlassen hat – allerdings im Winter. Der Innenverteidiger feierte in der vergangenen Saison sein Profi-Debüt unter Gerhard Struber und wurde von dem Österreicher als „cooles Talent“ geadelt. In dieser Spielzeit hatte der Abwehrspieler Probleme, sich in der U21 durchzusetzen. Es folgte der Wechsel zu Fortuna Köln. Doch auch beim Stadtrivalen muss der Youngster viel Geduld aufbringen. Das kann man bei Tim Lemperle wiederum nicht sagen. Der Stürmer ist wohl der Kölner, der von seinem Weggang am meisten profitiert hat. Lemperle gehört bei der TSG Hoffenheim zum erweiterten Kreis der Stammspieler, den Marktwert auf 15 Millionen Euro erhöht, hat bereits sieben Tore erzielt und sich so ins Schaufenster gestellt. Internationale Topclubs sollen sich für den Angreifer interessieren.

Und auch mit Hoffenheim hat Lemperle in der kommenden Saison durchaus die Chance, in der Königsklasse zu spielen. Die zwischenzeitlich kolportierte DFB-Elf-Nominierung wird wohl vor der WM nichts mehr.

Sechs Tore für Steffen Tigges

Gemeinsam mit Lemperle spielte Marvin Obuz bereits in der Jugend des FC. Der Offensivspieler kehrte im Sommer zurück zu Rot-Weiss Essen und hat die Chance, mit dem Traditionsverein wieder Richtung 2. Bundesliga zu ziehen. In der Saison 23/24 spielte Obuz bekanntlich schon an der Hafenstraße, erzielte damals sieben Tore, bereitete 14 vor. Von dieser Bilanz ist der gebürtige Kölner dann doch ein Stück weit entfernt. In dieser Spielzeit stehen zwei Tore und fünf Assists auf dem Konto. Über die Rolle des Jokers kommt der Angreifer zurzeit nicht hinaus. Ähnlich erging es auch Mathias Olesen bei der SpVgg Greuther Fürth. Daher wurde der Mittelfeldspieler im Winter nach Graz ausgeliehen. Bei AK ist der Luxemburger unumstrittener Stammspieler und erzielte in zehn Spielen auch seinen ersten Treffer.

Regelmäßig zum Einsatz kommen Dejan Ljubicic und Steffen Tigges in der 2. Bundesliga. Ljubicic überraschte im Winter mit seinem Wechsel von Zagreb nach Schalke. Für Königsblau erzielte der Mittelfeldspieler in elf Begegnungen zwei Tore, bereitete drei vor. Tigges ist für den SC Paderborn ebenfalls vor dem Tor einigermaßen erfolgreich. Sechs Tore erzielte der Stürmer, drei Assists sammelte Tigges zudem. Auch Jacob Christensen sammelt bei Molde Spielpraxis, die er in Köln nicht mehr bekam. Chilohem Onuoha und Leart Pacarada fehlen ihren neuen Clubs seit dem Wechsel jeweils verletzungsbedingt. Florian Dietz kam bei Jahn Regensburg unterdessen in 20 Spielen zum Einsatz und erzielte ein Tor für den Drittligisten.

Abwehrtalent Justin von der Hitz blühte zwischenzeitlich beim 1. FC Nürnberg auf. Der Außenspieler war ebenfalls im Sommer in die 2. Bundesliga gewechselt. Und das, obwohl die Kölner ihn gerne behalten hätten. Nach zwischenzeitlichen Schwierigkeiten, stehen mittlerweile sechs Zweitliga-Spiele auf dem Konto sowie ein Assist.