Gute Offensive, souverän vom Punkt und stark am Ball – Das erwartet den 1. FC Köln gegen Bayer 04 Leverkusen

Der 1. FC Köln gegen Bayer 04 Leverkusen
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Gute Offensive, souverän vom Punkt und stark am Ball – Das erwartet den 1. FC Köln gegen Bayer 04 Leverkusen

Nach dem Unentschieden beim FC St. Pauli steht für den 1. FC Köln das nächste Heimspiel auf dem Programm. Am Samstagnachmittag empfängt das Team von Trainer Rene Wagner die Werkself. Das erwartet den 1. FC Köln gegen Bayer 04 Leverkusen.

Der 1. FC Köln möchte die Serie ohne Niederlage unter René Wagner fortsetzen und gegen den Nachbarn aus Leverkusen einen Heimsieg einfahren. Durch einen Dreier würde der FC in der Tabelle auf 34 Punkte stellen und damit einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Allerdings wird die Aufgabe gegen Bayer alles andere als einfach.

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Form: Bayer Leverkusen spielt bislang eine schwankende Saison. Von den vergangenen neun Ligaspielen gewann das Team von Trainer Kasper Hjulmand lediglich drei, spielte vier Mal Remis und musste das Feld zwei Mal als Verlierer verlassen. Nach zwei Siegen gegen Wolfsburg und Dortmund empfing die Werkself am vergangenen Samstag den FC Augsburg. Gegen die Fuggerstädter war Leverkusen das spielbestimmende Team, hatte eine Vielzahl von Torchancen, führte zwischenzeitlich und musste sich am Ende doch mit 1:2 geschlagen geben. Dadurch steht Bayer in der Tabelle aktuell mit 52 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz. Unter der Woche absolvierte die Werkself das Pokal-Halbfinale gegen den FC Bayern München. Vor heimischem Publikum unterlag Leverkusen mit 0:2 und musste so den Traum von Berlin begraben.

Gute Offensive, stark am Ball

Starke Offensive: Mit bereits 60 Saisontreffern stellt Leverkusen hinter Bayern, Stuttgart und Dortmund die viertbeste Offensive der Liga. Bei den Torschüssen liegt die Werkself mit 463 Versuchen hinter dem FCB und Leipzig sogar auf dem dritten Platz.

Gute vom Punkt: Bayer Leverkusen bekam in dieser Spielzeit sechs Elfmeter zugesprochen. Davon verwandelte das Team von Trainer Kasper Hjulmand alle und hat somit eine 100 Prozent-Quote vom Punkt. Mit Alejandro Grimaldo und Patrik Schick haben die Leverkusener gleich zwei souveräne Elferschützen in ihren Reihen.

Stark am Ball: Die Werkself gehört zu einer der spielstärksten Mannschaften der Liga. Sowohl beim Ballbesitz mit 57 Prozent als auch bei der Passquote mit 89,2 Prozent steht Leverkusen hinter den Bayern auf dem zweiten Platz.

Gute Duelle am Boden: Neben der Stärke am Ball zeigt Bayer in dieser Spielzeit auch Robustheit in den Zweikämpfen. Mit 3008 gewonnenen Duellen gegen den Gegner ist Leverkusen hinter Leipzig die zweitbeste Mannschaft in dieser Statistik. Allerdings ist dies nur am Boden der Fall. In der Luft steht die Werkself mit lediglich 471 erfolgreichen Zweikämpfen auf dem viertletzten Rang.

Im Fokus: Alejandro Grimaldo

Im Fokus: Wie bereits in den vergangenen beiden Spielzeiten gehört Alejandro Grimaldo auch in dieser Saison zu den Leistungsträgern. In wettbewerbsübergreifend 42 Saisonbegegnungen kommt der Spanier auf 14 Tore sowie elf Vorlagen. Wurde Grimaldo in den Jahren zuvor meist nur als linker Schienenspieler eingesetzt, kommt der Linksfuß in diesem Jahr auch als zentraler Mittelfeldspieler zum Einsatz. Neben seiner Technik, seiner Übersicht, seinem Schuss und seinem Spielverständnis zeichnet den 30-Jährigen seine enorme Standardstärke aus. Freistöße sind für den Techniker gefühlte Elfmeter und sorgen in der Regel für große Gefahr. Wie lange Grimaldo, der 2023 ablösefrei von Benfica Lissabon nach Leverkusen gewechselt war und mit Bayer den Gewinn der Meisterschaft, des Pokals und des Supercups feiern konnte, noch bei der Werkself bleibt, ist offen. Mit seinen Leistungen hat sich der Leverkusener bei vielen Vereinen in den Fokus gespielt. Durch den im Sommer 2027 auslaufenden Vertrag besteht für den Verein ohne Verlängerung nach der Saison die vorletzte Chance, Geld für Grimaldo zu bekommen.

3-4-2-1-System

Formation: Hjulmand lässt seine Mannschaft in einem 3-4-2-1-System auflaufen. Zwischen den Pfosten ist Mark Flekken in der Liga gesetzt. Vor dem Niederländer hat Leverkusen mit Edmond Tapsoba, Jarell Quansah, Loic Bade und Robert Andrich gleich vier Profis, die die drei Positionen unter sich ausmachen. Während Tapsoba eigentlich immer spielt, rotiert Hjulmand bei den anderen drei Akteuren immer wieder durch. Auf der linken Schiene hat Grimaldo seinen Platz sicher. Rechts dürfte nach einer Verletzungspause und der Vertretung durch Ernest Poku und Montrell Culbreath Lucas Vazquez in den anstehenden Spielen das Vertrauen erhalten. Im zentralen Mittelfeld haben sich Aleix Garcia und Exequiel Palacios festgespielt. Hinter der Spitze sind Ibrahim Maza und Nathan Tella aktuell die erst Wahl des Trainers. Im Sturm lieferten sich Patrick Schick und Christian Kofane in den vergangenen Wochen ein Duell auf Augenhöhe. Durch die Verletzung von Kofane wird Schick in den nächsten Partien einen festen Platz in der Startformation einnehmen.

Mögliche Aufstellung: Flekken – Quansah, Bade, Tapsoba – Vazquez, Aleix Garcia, Palacios, Grimaldo – Maza, Tella – Schick

Es fehlen: Kasper Hjulmand muss in Köln auf Arthur (Syndesmoseriss) und Christian Kofane (Oberschenkelverletzung) verzichten. Alle anderen Spieler stehen der Werkself zur Verfügung.


Nicht nur im Sturm Fragezeichen: So könnte der 1. FC Köln gegen Bayer 04 Leverkusen spielen

René Wagner will vor allem den richtigen Ton treffen
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Nicht nur im Sturm Fragezeichen: So könnte der 1. FC Köln gegen Bayer 04 Leverkusen spielen

Eine Woche nach dem wichtigen Unentschieden beim FC St. Pauli steht für den FC das Nachbarschaftsduell gegen Leverkusen und damit auch der viertletzte Bundesligaspieltag in dieser Spielzeit vor der Tür. Über die Startelf wollte René Wagner nicht viel verraten. So könnte der 1. FC Köln gegen Bayer 04 Leverkusen spielen.

Mit dem Spiel gegen Bayer Leverkusen steht für den 1. FC Köln das vorletzte Heimspiel in dieser Saison auf dem Programm. Im Vergleich zum Spiel am Millerntor muss FC-Trainer René Wagner einen schmerzhaften Ausfall hinnehmen. Wie der 37-Jährige den Verlust auffängt und ob es vielleicht sogar weitere Änderungen geben wird, ließ der Coach noch offen.

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FC-Trainer René Wagner muss neben den Langzeitverletzten Luca Kilian und Timo Hübers einen weiteren Ausfall hinnehmen. Beim Auswärtsspiel beim FC St. Pauli musste Angreifer Ragnar Ache kurz nach der Halbzeitpause ausgewechselt werden. Wie der FC nur einen Tag später mitteilte, hat sich der Stürmer eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen und wird voraussichtlich bis Saisonende ausfallen. Somit wird Wagner seine Startelf gegen Leverkusen definitiv umbauen.

Die Defensive stellt sich von selbst auf

Zwischen den Pfosten wird Kapitän Marvin Schwäbe stehen. Vor dem Schlussmann dürften erneut Sebastian Sebulonsen rechts sowie Jahmai Simpson-Pusey und Cenk Özkacar in der Innenverteidigung starten. Auf der Linksverteidigerposition könnte Alessio Castro-Montes beginnen. Der Belgier, der gegen Frankfurt und Bremen nach Einwechslung für mächtig Schwung gesorgt hatte, machte seine Sache zuletzt ordentlich. Da Kristoffer Lund in den Wochen zuvor sowie in den Minuten in Hamburg keine auffälligen Aktionen zeigte, könnte Castro-Montes gegen Leverkusen erneut die Chance in der Startformation erhalten.

Im zentralen Mittelfeld hat Eric Martel seinen Platz sicher. Neben ihm lief in den vergangenen beiden Partien Isak Johannesson auf und zeigte dabei gute Leistungen. Daher ist es wahrscheinlich, dass der Isländer auch gegen Bayer von Beginn an auf dem Feld steht. Allerdings könnte Wagner gegen einen Ballbesitz-Gegner auch Tom Krauß neben Martel aufbieten. Krauß besitzt seine Qualitäten vorwiegend gegen den Ball, würde im Vergleich zu Johannesson jedoch weniger Kreativität ins Kölner Spiel bringen.

Wer ersetzt Ache?

In der Offensive sind Jakub Kaminski und Said El Mala auf zwei der vier offenen Positionen gesetzt. Auf der rechten Seite startete in den vergangenen Wochen Jan Thielmann. Allerdings zeigte der 23-Jährige nicht immer sein volles Potenzial und blieb über weite Strecken unauffällig. Hier könnte Wagner Linton Maina die Chance geben. Die größte Frage ist jedoch, wer Ragnar Ache ersetzt. Mit Marius Bülter, Luca Waldschmidt, Youssoupha Niang und Fynn Schenten gibt es verschiedene Varianten. Die wahrscheinlichste ist dabei wohl Bülter. Der ehemalige Schalker ist körperlich robust und ist von den vieren der Stärkste in Bezug auf das Anlaufen des Gegners sowie das Verteidigen.

Während Schenten die geringsten Chancen hat, stellen aber auch Waldschmidt und Niang realistische Optionen dar. Waldschmidt übernahm gegen St. Pauli Verantwortung und verwandelte den Elfmeter sicher. Überdies ist der ehemalige Wolfsburger am Ball der Beste und dürfte, sofern Wagner eher auf das Spielerische setzt, klar die Nase vorn haben. Niang machte in der zweiten Mannschaft mit zwei Treffern auf sich aufmerksam und könnte sich damit zumindest einen Platz im Kader gesichert haben. Ein Startelfeinsatz des Youngsters wäre allerdings dennoch eine Überraschung.

So könnte der FC gegen Bayer Leverkusen beginnen

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Marvin Schwäbe

Alessio Castro-Montes vom 1. FC Köln

Alessio Castro-Montes

Cenk Özkacar beim Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Cenk Özkacar

Jahmai Simpson-Pusey vom 1. FC Köln

Jahmai Simpson-Pusey

Sebastian Sebulonsen zum Innenverteidiger umfunktioniert

Sebastian Sebulonsen

Eric Martel vom 1. FC Köln

Eric Martel

Isak Johannesson kommt beim 1. FC Köln nicht in Form?

Isak Johannesson

Jakub Kaminski im Spiel des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli

Jakub Kaminski

Said El Mala vom 1. FC Köln bejubelt sein Tor

Said El Mala

Linton Maina im Duell gegen Silas (Foto: Lars Baron / Getty Images)

Linton Maina

Marius Bülter vom 1. FC Köln
Marius Bülter



Gute Karten für den 1. FC Köln: Nur ein Zähler trennt Rang elf von Rang 15 – Wer rutscht noch in den Keller? Kommt es zum Dreikampf um den Relegationsplatz?

Die Kölner Spieler feiern den Sieg gegen Freiburg mit den Fans
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Gute Karten für den 1. FC Köln: Nur ein Zähler trennt Rang elf von Rang 15 – Wer rutscht noch in den Keller? Kommt es zum Dreikampf um den Relegationsplatz?

Die Vorentscheidung hat der FC verpasst, doch den Klassenerhalt noch sicher in den eigenen Händen. Noch, denn St. Pauli hat von den Abstiegskandidaten das vermeintlich leichteste Restprogramm. Die Statistik und die Gegner versprechen aber ein spannendes Finale, das aber nicht zwingend für den 1. FC Köln: Wer rutscht noch in den Tabellenkeller?

Mit einem Sieg gegen St. Pauli wären die Kölner wohl aus dem Gröbsten raus gewesen. Den gab es nicht. Doch auch jetzt hat der FC den Klassenerhalt in den eigenen Händen. Vier Punkte aus den verbleibenden Spielen werden sicherlich reichen, wahrscheinlich schon drei. Unser Blick in die Glaskugel zeigt aber, dass andere Clubs durchaus noch einmal in den Keller rutschen können.

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Mit dem 1:1-Unentschieden gegen den FC St. Pauli ist der FC nun auf die Zielgerade der Saison eingebogen. Und nach 30 Spieltagen haben sich die Positionen so nivelliert, dass Glück und Pech nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Die Aussage „Die Tabelle lügt nicht“ nimmt immer mehr Konturen an. Dabei ist gerade die im Keller nicht so richtig eindeutig. Gleich fünf Teams trennen gerade einmal einen Punkt, das aber mit immerhin fünf Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz. Klingt viel, ist aber trügerisch. Und das liegt am Restprogramm und der aktuellen Form. Rein rechnerisch fehlen den Geißböcken angesichts der hervorragenden Tordifferenz noch sieben Punkte, um sicher die Klasse zu halten. Gäbe es die aus den verbleibenden vier Spielen, könnte St. Pauli nur noch mit vier Siegen gleichziehen. Allerdings müssten die Kiezkicker dann 18 Tore aufholen. Für die offensivschwächste Mannschaft der Liga wohl keine Chance.

Vier Punkte müssen reichen

Zumal es eher unwahrscheinlich erscheint, dass das Team von Alexander Blessin im Schlussspurt noch eine fulminante Siegesserie hinlegt. Seit sechs Begegnungen sind die Jungs vom Millerntor ohne Sieg. Dass von den Kiezkickern aber durchaus noch Gefahr für die Plätze elf bis 15 ausgehen kann, ist angesichts der ausstehenden Spiele nicht von der Hand zu weisen. Denn St. Pauli spielt noch gegen die beiden Teams auf den letzten beiden Plätzen. Und auch das Heimspiel gegen Mainz ist für die Blessin-Elf sicher noch nicht verloren. Zumal für die Rheinhessen aktuell wenig nach unten, aber auch wenig nach oben geht. Gegen Leipzig dürfte es dagegen schwer werden, da die Sachsen zumindest nach jetzigem Stand noch um den Champions-League-Platz spielen. Möglicherweise ist der aber am vorletzten Spieltag gesichert. Mehr als sieben Punkte sind wohl eher unwahrscheinlich, sechs sind aber durchaus drin. Nach dieser Rechnung würde den Kölnern also ein Sieg aus den verbleibenden vier Spielen reichen – vermutlich werden es weniger sein.

Bremen und Hamburg werden zittern müssen

Dafür stehen die Chancen aber gar nicht schlecht, dass noch andere Teams in die Verlosung rutschen – vorausgesetzt St. Pauli liefert. Und da wird es ausgerechnet für zwei weitere Nordlichter mitunter brenzlig. Der Hamburger SV spielt zum Abschluss zu Hause noch gegen Hoffenheim (5.) und Freiburg (7.), auswärts bei Frankfurt (8.) und Leverkusen (6.) – also allesamt Mannschaften, die noch um Europa kämpfen beziehungsweise bangen. In der Hinrunde holten die Rothosen aus den vier Partien nur einen Zähler. Mit einer ähnlichen Ausbeute könnte es also durchaus noch einmal spannend werden. Zumal Hamburg seit fünf Spielen auf einen Sieg wartet. Vielmehr Punkte sind auch in der Rückrunde nicht zu erwarten. Der eine Punkt könnte am Ende zu wenig sein. Den holte Werder Bremen im Nordderby, doch auch die Grün-Weißen müssen noch zittern. Bremen spielt noch zu Hause gegen Augsburg (9.) und Dortmund (2.) und bei Stuttgart (4.) und Hoffenheim (5.).

Von den vermeintlichen Abstiegskandidaten hat die Mannschaft von Daniel Thioune das schwerste Programm. Der Erfolg über Hamburg war also Gold wert. Bremen holte ebenfalls – wie auch der FC – aus den verbleibenden vier Spielen nur einen Zähler. Trotz des jüngsten Erfolgs wird auch Bremen wohl nicht mehr viele Punkte sammeln. Für Borussia Mönchengladbach könnte die kommende Begegnung ein spannender Faktor werden. Es geht gegen den VfL Wolfsburg, der unbedingt gewinnen muss. Sollte den Wölfen ein Sieg gelingen, werden auch die Fohlen in den verbleibenden Spielen zittern müssen, denn dann geht es gegen Dortmund (2.), Augsburg (9.) und Hoffenheim (5.). Sollte St. Pauli am Wochenende also gegen Heidenheim gewinnen, würde der Druck auf die Konkurrenz noch einmal deutlich steigen.


Abstiegskampf, geplatzte Träume, packende Duelle: 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen in den vergangenen zehn Jahren

Die Abwehr des 1. FC Köln im Pokalspiel gegen Leverkusen
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Abstiegskampf, geplatzte Träume, packende Duelle: 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen in den vergangenen zehn Jahren

Nicht nur aufgrund der geographischen Nähe beider Clubs sind Partien zwischen dem FC und Bayer besonders brisant. In den Nachbarschaftsduellen stand und steht oft viel auf dem Spiel. So auch am Samstag: Die Geißböcke brauchen noch Punkte für den sicheren Klassenerhalt, der Werksverein will in die Champions League. Ein Blick auf die jüngere Historie des Aufeinandertreffens zwischen dem 1. FC Köln und Bayer 04 Leverkusen.

18 Siege, 25 Remis, 30 Niederlagen: In der Bundesliga durchkreuzte der FC mehrfach Bayers Meisterpläne, musste aber auch manch bittere Pille schlucken. Allerdings waren die Domstädter in den vergangenen zehn Jahren in wichtigen Spielen gegen „Lev“ immer wieder erfolgreich.

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In der Saison 2016/17 trennte sich der 1. FC Köln zweimal Unentschieden vom rheinischen Nachbarn (1:1 zuhause, 2:2 auswärts) und feierte mit dem Einzug in die Europa League den größten Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte. Die Lieder von Kopenhagen, Mailand und Teneriffa verstummten aber allzu schnell wieder: In der Spielzeit 2017/18 stürzte der FC krachend ab.

Von der Europa League in Liga Zwei – und wieder nach oben

Dabei machte ausgerechnet das Rückrundenspiel gegen Bayer Hoffnung, dass der berühmte Bock vielleicht doch noch umgestoßen und der sechste Bundesligaabstieg verhindert werden könnte: Der FC setzte sich nämlich zuhause durch Tore von Yuya Osako und Simon Zoller mit 2:0 durch. Damit gaben die Geißböcke nicht nur die rote Laterne an den HSV ab, sondern verkürzten den Abstand auf den Relegationsplatz zudem auf fünf Punkte. Und das bei noch sieben ausstehenden Spielen. Der Sieg im Nachbarschaftsduell blieb für Köln allerdings der letzte Dreier in einer Saison, nach der man sich aus der Bundesliga als Schlusslicht verabschiedete.

Als solches ging der FC nach dem direkten Wiederaufstieg gut anderthalb Jahre später wieder in die Begegnung mit der Werkself. Vor der Partie in Müngersdorf lagen die Kölner mit acht Pünktchen aus 14 Spielen erneut auf Platz 18 – und schafften erneut einen 2:0-Heimsieg gegen Bayer. Bei dem engagierten Auftritt der Kölschen erzielten Jhon Córdoba und Sebastiaan Bornauw die Tore. Und diesmal läutete der Erfolg die rot-weiße Wende im Abstiegskampf ein. Der 1. FC Köln gewann auch die drei folgenden Partien und sicherte sich am Ende der Saison 2019/20 mit 36 Punkten und dem 14. Tabellenplatz den Klassenerhalt.

Zurück nach Europa – und zurück in die 2. Liga

Nachdem Leverkusen die folgenden drei Duelle klar gewinnen konnte, schlug 2021/22 wieder die Stunde der Geißböcke. Beim Hinspiel im RheinEnergieStadion machte Köln dank eines Modeste-Doppelpacks aus 0:2 ein 2:2. Und beim Rückspiel bereiteten die Geißböcke dem Team vom Bayer-Kreuz noch mehr Kopfschmerzen als Ex-FC-Coach Steffen Baumgart den 1:0-Sieg quasi von der Bank brachte: Dejan Lubicic stand erst wenige Minuten auf dem Platz, als er eine Flanke nach innen schlug, die der ebenfalls erst kurz zuvor eingewechselte Kingsley Schindler volley in die Maschen wuchtete. Wichtige Punkte im Kampf um den siebten Tabellenplatz, den der FC auch am Saisonende innehatte und sich mit seiner ersten Conference-League-Qualifikation in die Fußball-Geschichtsbücher eintrug.

Historisch wurde es durch den 2:1-Erfolg bei Bayer (nach einer 1:2-Pleite im Hinspiel) auch in der folgenden Spielzeit: Denn zwei Auswärtssiege in Leverkusen hintereinander hatten die Kölner in der Bundesliga bis dato noch nicht geschafft. Unterdessen würden alle, die es mit dem „feinen Klub“ aus Kölle halten, das Kapitel „Saison 2023/24“ am liebsten aus der Vereinshistorie streichen: Der FC verlor beide Nachbarschaftsduelle (0:3 auswärts, 0:2 zuhause) und stieg am Ende zum siebten Mal aus der Bundesliga ab, während Leverkusen ungeschlagen Deutscher Meister wurde.

Duell im DFB-Pokal: Sekunden fehlten zur FC-Sensation

Trotz des Abstiegs spielten die Kölner aber auch im folgenden Jahr bei Bayer. Im Viertelfinale des DFB-Pokals machten die Geißböcke ihr bestes Saisonspiel und führten nach Toren von Damion Downs und einem überragenden Linton Maina bereits mit 2:0. Köln hatte den Dom in d’r Täsch, Leverkusen dafür den Papst. Tief in der Nachspielzeit schaffte die Werkself noch den Ausgleich und gewann am Ende 3:2 nach Verlängerung.

In Erinnerung bleibt aber eine leidenschaftliche Leistung eines aufopferungsvoll kämpfenden FC. Mit einem ähnlichen Auftritt (inklusive verbesserter Defensive) könnte die Wagner-Truppe am kommenden Samstag den entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt machen. Das Hinspiel gewann Leverkusen 2:0 – genug Gründe für eine Revanche hat der 1. FC Köln also allemal.


Steht Denis Huseinbasic beim 1. FC Köln auf dem Abstellgleis?

Denis Huseinbasic hat es aktuell schwer
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Steht Denis Huseinbasic beim 1. FC Köln auf dem Abstellgleis?

Gegen St. Pauli musste Denis Huseinbasic seinen Platz im Kader für den jungen Felipe Chávez räumen. Vor dem Heimspiel gegen Leverkusen steht Wagner erneut vor der schwierigen Entscheidung beim 1. FC Köln: Droht Denis Huseinbasic die erneute Ausbootung?

Bereits für die Auswärtsfahrt nach Hamburg musste FC-Coach René Wagner aufgrund der Vielzahl der ihm zur Verfügung stehenden Spieler unpopuläre Entscheidungen darüber treffen, welche FC-Akteure nicht Teil des Spieltagskaders sein würden. Gegen den FC St. Pauli traf es Mittelfeldspieler Denis Huseinbasic. Anstelle des Bosniers nominierte Wagner den jungen Felipe Chávez. In der Pressekonferenz am Donnerstag erläuterte der Kölner Trainer die Hintergründe dieser Entscheidung.

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Deshalb nominierte Wagner Chavez und Waldschmidt statt Huseinbasic

Auf der Pressekonferenz vor dem Auftritt seiner Mannschaft gegen Bayer 04 Leverkusen stellte FC-Coach René Wagner klar, dass die Fähigkeiten im Spielaufbau den Ausschlag für die Entscheidung pro Chavez gegeben hätten: „Am Ende haben wir uns für Felipe entschieden, da er offensiv einen Akzent mehr setzen kann als Danny. Er kann das Spiel von hinten antreiben.“ Rückblickend betrachtet war dies laut dem 37-Jährigen die richtige Entscheidung: „Wir haben einfach geglaubt, dass wir, wenn das Spiel hinten raus noch eng wird, Spieler wie Philippe und Luca brauchen, die in und um den Strafraum gefährlich werden können. Am Ende haben wir uns mit dem Elfmeter belohnt. Und wir haben erstmal recht behalten.“

Nach dem Pokalaus der Leverkusener gegen die Bayern äußerte Wagner seine Einschätzung über die größten Schwächen des kommenden Gegners: „Die Leverkusener hatten immer wieder Probleme mit der Intensität. Und ich glaube, dass wir mutig sein müssen. Wir müssen uns trauen, die richtigen Mittel zu wählen, um Leverkusen wehzutun.“ Der junge Trainer gab damit Einblicke in seinen Plan, die Werkself vor Probleme zu stellen: „Ich glaube auch nicht, dass die Leverkusener hierherkommen und glauben, sie müssten nicht gegen den Ball arbeiten. Wir wollen dafür sorgen, dass wir den Ball auch mal behalten. Dass wir die Wege groß machen. Wir wollen die Laufwege für die Leverkusener weit machen. Irgendwann haben sie vielleicht keine Lust mehr, dem Ball hinterherzujagen. Dann müssen wir gefährlich werden. Dann gehen Räume auf, die wir mutig bespielen müssen“, schlussfolgerte Wagner.

Wer behält einen klaren Kopf?

Denn Wagners Plan, gegen Leverkusen die Spielkontrolle an sich zu reißen, ist ambitioniert. Denn die Mannschaft von Kasper Hjulmand gehört mit einer Ballbesitzquote von 57 Prozent zu den Mannschaften mit der höchsten Quote in der Beletage. Nur die Bayern befinden sich häufiger im Ballbesitz. Mit Robert Andrich und Alexei Garcia hat Bayer zwei Akteure in seinen Reihen, die mit ihren Pässen die grüne Wiese bespielen können wie nur wenige andere in der Bundesliga. Garcia kommt im Bayer-Zentrum auf eine Passquote von 93,4 %, was den zweitbesten Wert ligaweit hinter – Überraschung – Bayerns Jonathan Tah darstellt.

Im Hinterkopf geistert auch noch immer die 0:2-Niederlage vom Dezember, als rund 500 FC-Fans das Leverkusener Stadion noch vor dem Anpfiff verließen, weil die Einlasskontrollen zu streng waren. Spektakel auf den Rängen ist damit vorprogrammiert und könnte die Spieler zusätzlich beeinflussen. Womit wir wieder bei der Frage sind, auf welche Spieler Wagner setzen will. Denn in solch lautstarken und hart umkämpften Partien spielt auch Erfahrung eine wesentliche Rolle, wie der Kölner Coach erläutert: „Felipe hat eine unglaubliche Qualität im Umgang mit dem Ball. Das zeigt er in jedem Training. Am Ende ist er aber ein sehr junger Spieler. Es gibt andere Spieler, die schon länger in der Liga sind.“

Wagner: „Dann muss der Trainer entscheiden“

Der 37-Jährige betonte in diesem Zusammenhang um ein weiteres die Bedeutung eines Geißbocks, der sich in letzter Zeit wieder in prächtiger Form präsentiert: „Als Trainer, der dafür sorgen muss, dass wir in der Klasse bleiben, greift man unter Stress eher auf den Spieler zurück, der die Situation schon kennt. Wir haben mit Luca ein ähnliches Profil im Kader, auf das wir in den Spielen zuvor zurückgegriffen haben. Da kann er aber nichts dafür. Im Gegenteil. In zehn Jahren ist er der 29-Jährige und dann gibt es einen anderen 18-Jährigen. Dann muss der Trainer entscheiden, ob er den Mut hat, den jungen Spieler spielen zu lassen, oder sich für den Spieler entscheidet, der die Situation schon kennt“.

Damit scheint alles auf eine Entscheidung zwischen Chavez und Huseinbasic hinauszulaufen. Ob Letzterer in Wagners Matchplan eine Rolle spielt, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Fest steht: Der 24-Jährige verfügt auf jeden Fall über die nötige Erfahrung. Eine weitere Nichtberücksichtigung wäre auch deshalb ein weiterer empfindlicher Dämpfer für ihn in seiner ohnehin schon schwierigen Saison.


„Dann bin ich optimistisch“: Evangelos Sbonias von der U21 des 1. FC Köln will in Velbert punkten

Evangelos Sbonias bei der U21
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„Dann bin ich optimistisch“: Evangelos Sbonias von der U21 des 1. FC Köln will in Velbert punkten

Mit dem Schwung aus dem Stadt-Derby die Pflichtaufgabe beim Abstiegskandidaten meistern: Die U21 des 1. FC Köln ist am Samstag (14 Uhr) bei der SSVg Velbert zu Gast. Aber Achtung: Die FC-Talente haben in der Rückrunde noch kein Duell auswärts bei einem Keller-Team gewonnen.

Positive Töne bei der U21 des 1. FC Köln: Trainer Evangelos Sbonias gibt sich hinsichtlich des anstehenden Duells gegen Velbert optimistisch.

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Auf dem Papier ist es eine Pflichtaufgabe, doch ein Selbstläufer wird es keineswegs. Die U21 reist am Samstag als klarer Favorit nach Velbert, gerade auch nach dem deutlichen 3:0-Erfolg im Stadt-Derby gegen den SC Fortuna Köln. Der Gegner konnte zudem unter der Woche kein Selbstvertrauen tanken, verlor das Nachholspiel am Mittwochabend gegen die U23 von Borussia Dortmund zuhause mit 1:2.

Etienne Borie wird wieder nicht dabei sein

„Es geht jetzt einfach darum, dass wir die Chancen, die wir bekommen werden, effizient nutzen und weiterhin so erwachsen verteidigen wie gegen Fortuna Köln. Darum geht es am Wochenende gegen Velbert“, äußerte Trainer Evangelos Sbonias. Seine Mannschaft tat sich – zumindest von den Ergebnissen her – nach der Winterpause schwer in den Auswärtsspielen bei den Kellerkindern. Das Duell beim aktuellen Tabellen-Schlusslicht Wiedenbrück endete mit 2:2, in Wuppertal beim heutigen Vorletzten setzte es kurz davor sogar eine 0:1-Niederlage. Die Kölner kassierten in beiden Spielen entscheidende Gegentore in der Nachspielzeit.

„Die Leistung gegen Wiedenbrück mit langer Unterzahl war nicht schlecht und auch in Wuppertal haben wir dominant auf ein Tor gespielt“, lenkte Sbonias den Fokus weg von den Ergebnissen hin zu den Auftritten seiner Mannschaft, „am Ende hat das Ergebnis nicht gestimmt. Wenn wir an die Leistung gegen Fortuna Köln anknüpfen, dann bin ich optimistisch, dass wir mit drei Punkten wieder nach Hause fahren können.“ Personell werde sich derweil wenig im Vergleich zur Vorwoche verändern, verriet der Coach. Damit ist auch klar: Etienne Borie wird wieder nicht dabei sein. „Er ist leider immer noch im Reha-Setting, da mag ich auch keine Prognose abgeben“, antwortete der Trainer auf eine entsprechende Nachfrage, „aber klar ist auch, mit jeder Woche, die er nicht auf dem Platz steht, wird es unwahrscheinlicher, ihn diese Saison noch mal zu sehen.“

„Er könnte eine Option für den Kader werden“

Nilas Yacobi könnte hingegen in den Kader zurückkehren. „Er hat teilintegriert mittrainiert“, berichtete Sbonias, „er könnte eine Option für den Kader werden.“ Zudem werde Jonathan Friemel aus der U19 vermutlich einmal mehr an Bord sein. Der jüngste Derbysieg gegen Fortuna Köln nach zuvor fünf Niederlagen in Folge habe bei seiner Mannschaft durchaus etwas bewirkt: „Natürlich spürt man eine gewisse Erleichterung. Das war für die Jungs nicht einfach, die Situation mit fünf Niederlagen hintereinander hatten wir noch nicht. Aber ich versuche immer, egal wie schwierig die Situation ist, die Entwicklung voranzutreiben. Und da gab es auch eine Entwicklung. Sie haben einen dominanten und sehr schönen Sieg gegen den Tabellenführer feiern können und natürlich spürt man dann schon, dass bei dem einen oder anderen die Dinge diese Woche leichter von der Hand gehen.“

Die U21 wäre mit einem weiteren Dreier am Samstag wieder vollends auf Kurs und könnte einen einstelligen Tabellenplatz festigen.

Wer stürmt beim 1. FC Köln? René Wagner sagt wenig und doch irgendwie viel

René Wagner vom 1. FC Köln
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Wer stürmt beim 1. FC Köln? René Wagner sagt wenig und doch irgendwie viel

Der Ausfall von Ragnar Ache ist für den FC nur schwer zu kompensieren. Denn der Stürmer ist mehr als nur Torschütze, ist für den Spielaufbau wichtig. Und so stellt sich vor dem Duell gegen Leverkusen die Frage: Wer stürmt beim 1. FC Köln gegen Leverkusen?

Läuft Luca Waldschmidt neben Said El Mala auf oder beginnt Marius Bülter mal wieder? Beim FC ist man auf der Suche nach dem Ersatz für Ragnar Ache. Zwar wollte sich René Wagner nicht in die Karten schauen lassen, tat es irgendwie aber dennoch.

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Die wichtigste Frage ließ René Wagner am Donnerstagnachmittag unbeantwortet – zumindest inhaltlich. Denn auf die Frage, wer den verletzten Ragnar Ache im Duell gegen Leverkusen ersetzen könne, antwortete der Trainer zwar, aber nicht so wirklich zufriedenstellend. Nur der Stürmer selbst könne den Stürmer ersetzen, erklärte der 37-Jährige. In gewisser Weise ein Lob für den Angreifer und gleichzeitig ein Problem für die Geißböcke – denn Ache scheint für den FC also unersetzlich zu sein. Eine erstaunliche Entwicklung, spielte der Angreifer zu Saisonbeginn unter Lukas Kwasniok noch nicht die ganz große Rolle. Das hat sich geändert. Ache erzielte 2026 bereits sechs Tore, ist damit in diesem Jahr der erfolgreichste Kölner Spieler. Viel wichtiger aber, er ist der einzige Zielspieler der Geißböcke. Ein Wandspieler, der Bälle festmacht und damit der wohl wichtigste Faktor im Aufbauspiel der Kölner ist.

Der lange Ball bleibt ein Mittel

Laut Wagner besitze der Angreifer in der Luft eine unfassbare Qualität. Eine Qualität, über die in der Tat kein weiterer FC-Offensivspieler verfügt. Und das nicht mal annähernd. Ache gewann in dieser Spielzeit 137 Kopfbälle – so viel wie kein anderer Kölner, ligaweit Platz sieben. Das Mittel des langen Balles erhält bei den Kölnern somit einen herben Dämpfer. Und es ist ein beliebtes Mittel der Kölner. Insofern ist die Frage nach dem Ersatz dann doch eine interessante, und die Antwort „Ache“ eine unbefriedigende. „Es geht jetzt gar nicht darum, dass der Raggy nicht mehr da ist und wir den langen Ball nicht mehr spielen können“, sagte Wagner. „Ich glaube als Exit-Ball, als Mittel unter Druck ist der Ball für uns weiterhin sehr, sehr wichtig. Wir haben viel Geschwindigkeit auf der letzten Linie, deswegen werden wir den Ball weiterhin nutzen.“ Den Ausfall wolle man im Kollektiv auffangen, nur wird nun mal ein weiterer Offensivspieler benötigt werden.

Davon gibt es gleich mehrere im Kölner Kader. Marius Bülter kommt dem eines Zielspielers am nächsten, Luca Waldschmidt wirkte in den vergangenen Wochen freier, gelöst. Youssouphia Niang, Fynn Schenten wären auch wieder Alternativen, könnten aber auch für die U21 zum Einsatz kommen. Laut Wagner hätten sie alle ihre eigenen Profile. „Wir schauen, dass wir es als Team auffangen“, sagte Wagner. In den Sozialen Medien scheint die Tendenz Richtung Waldschmidt zu gehen. Und das, obwohl der Offensivspieler eine ganz andere Rolle im Angriffsverbund der Geißböcke spielt. Schon seit einigen Jahren fühlt sich der einstige Nationalspieler in der Reihe hinter der Spitze deutlich wohler. Dennoch wäre die Konstellation Waldschmidt und Said El Mala eine denkbare. Eine Liaison, die Lukas Kwasniok einst als „kongeniales Duo“ bezeichnet hatte, die sich aber auch unter dem Ex-Trainer nicht so recht entfaltete.

Gegner wird ein Wörtchen mitreden

„Ich glaube, dass am Ende auch viel Ballbesitz von Nöten ist, um Luca immer wieder ins Spiel zu bekommen“, sagte Wagner. „Wir müssen mal gucken, ob wir gegen Leverkusen dann die Momente haben, wo wir den Ball dann so oft haben, dass Luca gefährlich werden kann. Am Ende geht’s darum, dass es ein Spieler ist, der zwischen den Linien im letzten Drittel unglaublich gefährlich ist und das hat uns im letzten Spiel geholfen. Jetzt müssen wir entscheiden, ob das Spiel gegen Leverkusen am Samstag ein Spiel wird, wo wir eher den Ball haben oder eher nicht den Ball haben.“ Wagner sagte zwar, dass das Trainerteam die Entscheidung nun treffen werde, nur wird der Gegner ein Wörtchen mitreden. Und es ist durchaus davon auszugehen, dass Leverkusen ebenfalls das Spielgerät haben will und haben wird. Nach einer Einsatzgarantie hören sich die Worte des Trainers also nicht an.


Nachbarschafts-Duell beim 1. FC Köln: So will René Wagner Bayer Leverkusen knacken

Köln und Leverkusen brauchen dringend Punkte
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Nachbarschafts-Duell beim 1. FC Köln: So will René Wagner Bayer Leverkusen knacken

Mit der Begegnung gegen Bayer Leverkusen geht es für den FC in die Crunch Time. Für beide Teams steht viel auf dem Spiel. Köln hofft auf den Klassenerhalt, Leverkusen bangt um die Champions League. René Wagner erwartet ein schweres Spiel, aber kein chancenloses. So will der 1. FC Köln Bayer Leverkusen knacken.

Den FC erwartet am Samstag – zumindest auf dem Papier – ein schweres Heimspiel. Bayer Leverkusen ist zu Gast in Köln. Die Werkself steht nach den zuletzt mäßigen Leistungen unter Druck, bangt um die Königsklasse. Doch auch der FC muss punkten. Und dazu legt sich René Wagner den Masterplan zurecht.

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Am Mittwochabend hatte das Trainerteam der Geißböcke noch eine besondere Analyse zwischengeschoben. René Wagner und Co. verfolgten die Begegnung von Bayer Leverkusen gegen den FC Bayern München. „Wir haben uns das Spiel angeschaut, inhaltlich, analytisch und gucken nun, wo wir den Leverkusenern wehtun können“, sagte der 37-Jährige. Der Rekordmeister hatte sich letztlich verdient 2:0 bei der Werkself durchgesetzt und zum ersten Mal seit sechs Jahren wieder das Pokalfinale erreicht. „Eins kann ich ganz klar vorwegnehmen“, erklärte der Trainer weiter. „Wir sind nicht Bayern München.“ Soll heißen: Der Schlüssel, den der Rekordmeister zum Triumph über Bayer 04 eingesetzt hat, ist nicht der gleiche, den die Kölner nutzen sollten.

Druck lastet auf beiden Teams

Und das hängt vor allem mit der Qualität der jeweiligen Kader zusammen. „Wir müssen nicht darum herumreden, dass Leverkusen eine fußballerisch unfassbar starke Mannschaft ist, mit vielen, vielen Spielern, die gut am Ball sind“, so Wagner. „Sie haben aber auch gestern gezeigt, dass sie auch leidenschaftlich verteidigen können. Am Ende haben sie das Spiel lange offen gehalten und gezeigt, dass sie gegen den Ball aggressiv sein können, sie haben gezeigt, dass sie Herz haben.“ Die Leverkusener Spieler wissen, um was es gehe und würden das dann auch auf den Platz bringen. Für Leverkusen geht es um viel. Um sehr viel. Denn die Mannschaft von Kasper Hjulmand ist drauf und dran, den sicher geglaubten Champions-League-Platz zu verspielen. Nach der 1:2-Niederlage gegen Augsburg belegt Leverkusen aktuell Rang sechs, zwei Punkte hinter Hoffenheim, aber sichere neun vor Tabellenplatz sieben, Freiburg.

Wagner will die richtigen Mittel wählen

Dennoch weiß man in Köln natürlich um die Schwere der Aufgabe. Immerhin hat der FC seit 2019 kein Heimspiel mehr gegen Leverkusen gewonnen. Und dennoch hat Wagner natürlich einen Plan. „Ich glaube, dass die Leverkusener mit Intensität immer mal Probleme hatten. Da müssen wir mutig sein und im eigenen Stadion die richtigen Mittel wählen, um den Leverkusenern auch wehzutun“, sagte Wagner. „Wir wollen dafür sorgen, dass wir auch den Ball mal behalten, dass wir die Wege groß machen, dass wir die Laufwege für die Leverkusener weit machen, dass sie irgendwann vielleicht auch keine Lust mehr haben, den Ball hinterher zu laufen und dann müssen wir gefährlich werden. “ Allerdings hatten die Kölner auch gegen St. Pauli einen Plan. Der ging aber nicht auf. „Wir haben danach darüber gesprochen, dass er vielleicht nicht idealerweise umgesetzt wurde und jetzt haben wir wieder einen guten Plan auf Leverkusen, versuchen den umzusetzen und hoffentlich werden wir mit einem guten Ergebnis belohnt.“

Denn auch der FC braucht die Punkte, befindet sich mit fünf Zählern Vorsprung in einer trügerischen Situation. Sollte Köln verlieren, St. Pauli parallel gewinnen, betrüge der Vorsprung eben nur noch zwei Punkte, drei Spieltage vor Saisonende und dann würde auch wieder der Kopf eine Rolle spielen. Personell hat sich die Situation nicht verändert. Zwar ist kein weiterer Ausfall dazugekommen, der von Ragnar Ache wiegt aber schwer. „Raggy hat einfach eine unfassbare Qualität in der Luft“, sagte Wagner. „Das wissen wir alle und jetzt geht’s darum, die richtige Kombination an Spielern zu finden und das aufzufangen.“ Das dürfte nicht einfach werden, denn einen weiteren Stürmer wie Ache gibt es im Kader nicht. Was den Ersatz angeht, wollte sich der Trainer nicht in die Karten schauen lassen. Der 37-Jährige verriet nur, dass er in der Innenverteidigung keinen Grund für Wechsel sehe.


Spieler des 1. FC Köln in illustrer Gesellschaft: Said El Mala gehört in dieser Bilanz zur internationalen Spitze

Said El Mala gehört zu den besten Teenagern Europas
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Spieler des 1. FC Köln in illustrer Gesellschaft: Said El Mala gehört in dieser Bilanz zur internationalen Spitze

Im internationalen Vergleich gibt es selten Topspieler des 1. FC Köln: Aber Said El Mala ist einer der torgefährlichsten Teenager Europas. Der Youngster war bereits elf Mal erfolgreich – öfter waren es in den fünf Topligen nur zwei andere Shootingstars.

Dass Said El Mala ein ganz besonderes Talent beim FC ist, steht außer Frage. Dass er aber einer der besten Teenager Europas ist, zeigt alleine die Anzahl seiner Tore.

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Das Thema „Said El Mala zur WM“ ist keins, mit dem sich René Wagner lange beschäftigen will. Am Donnerstag wiederholte der neue Cheftrainer der Geißböcke, dass er keinen Einblick in die genauen Absprachen habe und daher auch keine Meinung abgeben würde, ob El Mala es verdient habe. „Ich würde mich für den Spieler unglaublich freuen, wenn er bei der WM dabei ist, aber alles andere liegt leider nicht in meiner Hand“, erklärte der 37-Jährige. Die Argumente muss der Stürmer selbst sammeln. „Wir haben in den letzten drei Spielen auch gesehen, dass wir Said vielleicht ein bisschen anders gesehen haben, als er die Wochen vorher auch gespielt hat und genauso kann der Bundestrainer Said anders sehen“, erklärte Wagner weiter. Die jüngsten Leistungen des Offensivspielers waren in den vergangenen Wochen dann doch unterschiedlich, es besteht aber kein Zweifel daran, dass der 19-Jährige den Unterschied machen kann.

Nur Yamal und Diomande besser

Dass er zu den besten Talenten Europas zählt, verrät alleine die Statistik. Elf Tore hat El Mala für den FC in dieser Saison erzielt. Mehr als Lukas Podolski in dessen Premieren-Saison. Ein Wert, den seit Dieter Müller kein Kölner Youngster mehr erreicht hat. Damit ist der Offensivspieler der zweitgefährlichste Angreifer Deutschlands. Nur Denis Undav ist mit 18 Toren noch erfolgreicher, insgesamt liegt der FC-Shootingstar auf rang sieben. Doch mit diesem Wert gehört El Mala eben auch zur internationalen Spitze Europas. Denn im Vergleich der fünf großen Ligen (England, Spanien, Frankreich, Italien und Deutschland) ist der 19-Jährige bei der Anzahl der Tore der dritterfolgreichste Teenager. Vor dem Kölner liegen nur Superstar Lamine Yamal (15) sowie Leipzigs Yan Diomande.

Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass nur wenige Teenager bereits regelmäßig eingesetzt werden oder zum Stammpersonal gehören. Der junge Kölner setzt für seine 19 Jahre dennoch erstaunlich viele Ausrufezeichen. Mehr als 70 Mal ging El Mala in dieser Spielzeit bereits ins Dribbling gewann im Schnitt drei von fünf. Mit 35,9 km/h gehört er zudem zu den schnellsten Spielern der Liga. Und der Schuss ist auch nicht ohne, wenngleich dem Youngster dann noch ab und an die Genauigkeit fehlt. Inklusive seiner Vorlagen kommt der Kölner auf 15 Scorerpunkte, gehört auch damit zur Top-Ten der Liga und ist auch hier zweitbester deutscher Spieler (ausgenommen Fisnik Asllani, der zwar ebenfalls den deutschen Pass besitzt, aber für den Kosovo spielt). Ob die Werte aber für die WM-Nominierung reichen, ist nach wie vor offen.


René Wagner spricht über das Personal: „Es gibt nur einen Spieler, der Raggy ersetzen kann…“

René Wagner auf der Pressekonferenz vor dem Leverkusen-Spiel
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René Wagner spricht über das Personal: „Es gibt nur einen Spieler, der Raggy ersetzen kann…“

Nach dem 1:1 gegen St. Pauli am vergangenen Freitag würden die Kölner gerne gegen Leverkusen punkten, um dem Ziel Klassenerhalt ein Stück näher zu kommen. Doch die Aufgabe wird nicht leicht für den 1. FC Köln: Die Frage nach dem Ache-Ersatz bleibt offen.

Mit dem Duell gegen Leverkusen steht für den FC ein schweres Heimspiel bevor. Am Donnerstag äußerte sich Trainer René Wagner zum kommenden Gegner, aber auch zum Personal.

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Die größte Frage beantwortete der Coach dabei aber nicht. Die nach einem potenziellen Ersatz für Ragnar Ache. „Erst einmal ist es nicht gut, wenn sich ein Spieler verletzt. Ich glaube, dass es ein Spieler gibt, der Raggy ersetzen kann und das ist Raggy“, sagte der Trainer. „Ich will niemanden zu nahe treten, aber Ragy hat einfach eine unfassbare Qualität in der Luft, das wissen wir alle. Jetzt geht es darum, die richtige Kombination an Spielern zu finden und das aufzufangen.“ Wagner betonte aber, dass es keinen Eins-zu-eins-Ersatz geben könne. Das gibt der Kader aktuell auch nicht her. Marius Bülter käme dem vielleicht noch am nächsten. Doch der Routinier ist aktuell nicht so richtig in Form, spielte zuletzt keine große Rolle mehr und agierte in der Saison meist auch auf den Außenpositionen. Ob Luca Waldschmidt zur Option werden könne, ließ der Trainer ebenso offen. „Luca ist immer eine Option zu starten. Aber ob das dann so eintritt, werden wir am Samstag sehen“, sagte der Coach.

„Es gibt wenig Grund das zu ändern“

Wagner betonte aber auch, dass Waldschmidt mit seiner Qualität durchaus Sinn machen könne. Aber nicht unbedingt muss. „Ich glaube, dass am Ende auch viel Ballbesitz von Nöten ist, um Luca ins Spiel bekommen lassen“, sagte der 37-Jährige. „Dann müssen wir mal gucken, ob wir jetzt gegen Leverkusen dann auch die Momente haben, wo wir den Ball dann so oft haben, dass Luca gefährlich werden kann.“ Auch in der Defensive ließ sich der Trainer nicht in die Karten schauen. Gerade gegen einen Stürmer wie Patrik Schick wird die Innenverteidigung besonders wichtig sein. Zuletzt agierten Jahmai Simpson-Pusey und Cenk Özkacar im Zentrum. Mit Rav van den Berg und Joel Schmied hoffen aber zwei weitere Innenverteidiger auf die nächste Chance. Doch der Trainer bleibt wohl eher bei der bewährten Konstellation: „Wir haben jetzt zwei gute Spiele in der Konstellation gemacht und es gibt wenig Grund das dann auch zu ändern“, erklärte der Trainer.

Personell gibt es keine weiteren Veränderungen. Nur die Langzeitverletzten fehlen sowie eben Ragnar Ache. Es deutet sich aber an, dass die Nachwuchskräfte wohl erneut keine Rolle in den Überlegungen des Trainers spielen.