Vorbereitungsstart vor Leverkusen: Fast volle Kapelle beim 1. FC Köln

Trainingsauftakt der Geißböcke vor dem Nachbarschafts-Duell gegen Leverkusen
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Vorbereitungsstart vor Leverkusen: Fast volle Kapelle beim 1. FC Köln

Der FC ist am Dienstag in die Vorbereitung auf das Spiel gegen Bayer Leverkusen gestartet. Und es gibt keine weiteren schlechten personellen Nachrichten beim 1. FC Köln: Mit voller Kapelle in die Leverkusen-Vorbereitung.

Ohne weitere Ausfälle sind die Kölner am Dienstag in die Vorbereitung auf die Begegnung gegen Bayer Leverkusen am kommenden Samstag (15.30 Uhr, im Liveticker bei come-on-fc.com) gestartet. Neben den Langzeitverletzten und Ragnar Ache war die gesamte Mannschaft dabei.

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René Wagner hat seine Mannschaft am Dienstagvormittag zum Trainingsauftakt für die kommende Begegnung gebeten. Der volle Fokus liegt auf dem Nachbarschafts-Duell gegen Leverkusen am Samstag. Gegen die Werkself wollen die Kölner gerne die Serie von fünf ungeschlagenen Spielen in Folge fortsetzen und die Konkurrenz aus dem Tabellenkeller weiter auf Abstand halten. Das Polster auf den Relegationsplatz beträgt fünf Zähler. Allerdings kassierten die Leverkusener zuletzt eine bittere Niederlage gegen Augsburg und damit einen herben Dämpfer im Kampf um die Champions-League-Platze. Zudem spielt St. Pauli gegen den 1. FC Heidenheim und könnte mit einem Sieg gegen das Tabellenschlusslicht den Rückstand auf zwei Zähler verkürzen. Zudem hat der FC vor eigenem Publikum seit 2019 nicht mehr gegen Leverkusen gewonnen, diese Serie soll also wiederum gebrochen werden.

Nur noch eine öffentliche Einheit

Personell sieht die Situation beim FC eigentlich recht gut aus. Neben den Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian fehlt nur Ragnar Ache, der dem FC wohl bis zum Saisonende nicht zur Verfügung stehen wird. Ache hat sich im Spiel gegen St. Pauli eine muskuläre Verletzung zugezogen. Wer den Stürmer ersetzt, ist noch offen. Alternativen wären unter anderem die Youngster Finn Schenten und Youssoupha Niang, die mit den Profis trainieren. In dieser Woche stehen noch drei weitere Trainingseinheiten auf dem Programm. Am Mittwoch und Donnerstag finden die Einheiten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, das Abschlusstraining am Freitag wird öffentlich sein. Am Samstagnachmittag steht dann das Heimspiel, das vorletzte in dieser Saison auf dem Plan. Die Kölner treffen in den ausstehenden Spielen dann noch auf Union Berlin, den 1. FC Heidenheim und am letzten Spieltag auf den FC Bayern München. Bei vier ausstehenden Spielen und fünf Punkten dürften vier Zähler aus dem Restprogramm zum Klassenerhalt reichen.


Hohe Ablösesumme: Jakub Kaminski wird auch zum wirtschaftlichen Transfercoup

Jakub Kaminski ist für den FC in jeglicher Hinsicht ein Gewinn
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Hohe Ablösesumme: Jakub Kaminski wird auch zum wirtschaftlichen Transfercoup

Jakub Kaminski ist einer der großen Kölner Gewinner der Saison. Der Spieler ruft Woche für Woche konstante Leistungen ab, ist einer der absoluten Leistungsträger des 1. FC Köln: So hoch liegt die Ablösesumme von Jakub Kaminski.

Alleine aufgrund seiner 12 Scorerpunkte und seinen konstant guten Leistungen gilt Jakub Kaminski als der Königstransfer des vergangenen Sommers der Geißböcke. Und offenbar hat Thomas Kessler einen besonders guten Deal ausgehandelt.

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Obwohl Jakub Kaminski am Freitagabend nicht direkt an einem Tor beteiligt war, immerhin den Elfmeter zum 1:1 herausholte, war der Mittelfeldspieler wieder einmal einer der besten Feldspieler. Eine Leistung, die nicht mehr verwundert. Der Pole spielt die gesamte Saison auf konstant hohem Niveau, gehört der starken Offensivreihe um Said El Mala und Ragnar Ache an. Rein sportlich ist der Spieler wohl der absolute Königstransfer der Geißböcke des vergangenen Sommers. Und der FC will auch weiterhin viel von dem Nationalspieler Polens haben. Dass Thomas Kessler die Kaufoption des Offensivspielers ziehen wird, bestätigte der Geschäftsführer Sport im Rahmen der Begegnung am Millerntor gegenüber „Sky“. Dem Vernehmen nach soll die Ablöse bei rund fünf Millionen Euro liegen – unabhängig von der Liga, in der der VfL Wolfsburg in der kommenden Spielzeit spielen wird. Ablösefrei wird der Pole beim Abstieg somit nicht.

Jakub Kaminski würde 20 Millionen Euro kosten

Und dennoch wird Kaminski auch wirtschaftlich zum Schnäppchen. Wie come-on-fc.com bereits berichtete soll im künftigen Vertrag eine Ausstiegsklausel verankert sein. Und die ist ordentlich. Laut eines Berichts des „Kickers“ liegt diese bei 20 Millionen Euro. Eine hohe Ablöse, aber bei der aktuellen Entwicklung keine ausgeschlossene. Immerhin wird der Marktwert des Spielers beim Online-Portal transfermarkt.de auf 12 Millionen Euro geschätzt. Auch hier ist Kaminski einer der großen Gewinner der Geißböcke. Im Interview mit come-on-fc.com erklärte Kaminski im vergangenen Jahr, dass er sich in Zukunft durchaus in der Premier League sehe. Dort wäre man sicherlich bereit, eine Ablösesumme in dieser Höhe für den polyvalenten Spieler zu bezahlen. Doch beim FC wird man vorerst auf einen Verbleib hoffen. Und das auch noch können. Denn auch der werdende Vater fühlt sich in der Domstadt sehr wahl

Kaminski kommt in dieser Spielzeit bereits auf zwölf Scorerpunkte. Sieben Tore erzielte der Pole, bereitete fünf vor. Gegen St. Pauli holte der 23-Jährige den Elfmeter vor dem 1:1 heraus. Kaminski schaut auf seinen besten Scorerwert in der Bundesliga.


Wenig Spielzeit unter René Wagner: Das sind bislang die Leidtragenden des Trainerwechsels beim 1. FC Köln

René Wagner wirkt nachdenklich
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Wenig Spielzeit unter René Wagner: Das sind bislang die Leidtragenden des Trainerwechsels beim 1. FC Köln

Seit einem knappen Monat ist René Wagner nun beim FC im Amt. Punktemäßig hat sich der FC stabilisiert. Doch es gibt auch Leidtragende des Trainerwechsels beim 1. FC Köln: Diese Spieler bekommen wenig Spielzeit unter René Wagner.

Auch, wenn die Begegnung gegen St. Pauli am vergangenen Freitag alles andere als eine sportliche Offenbarung war, seit der Beförderung von René Wagner hat sich die sportliche Situation beim FC verbessert. Fünf Zähler sammelten die Geißböcke unter Wagner, fünf Zähler beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz – und das vier Spieltage vor dem Saison-Ende. Zwar hat der Interimstrainer nicht an den ganz großen Stellschrauben gedreht, es gibt dennoch einige personelle Veränderungen. Und die bedeuten zwangsläufig, dass es auch Verlierer gibt.

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Denis Huseinbasic: Der 24-Jährige bekam beim Wagner-Debüt die Chance von Beginn an. Doch der Mittelfeldspieler wusste gegen seinen Jugendverein wahrlich nicht zu überzeugen. Durch die Rückkehr von Eric Martel rotierte Huseinbasic zunächst auf die Bank und am vergangenen Wochenende sogar aus dem Kader. Das könnte sich durch die Verletzung von Ragnar Ache schon im kommenden Spiel gegen Bayer Leverkusen wieder ändern, muss es aber nicht. Überhaupt ist die Saison für den siebenmaligen bosnischen Nationalspieler nicht die einfachste. Isak Johannesson und Eric Martel scheinen gerade die Nase vorn zu haben.

Wenig Spielzeit für Leistungsträger

Tom Krauß: Und das auch vor einem weiteren Mittelfeldspieler, der sich über Einsatzzeit im Jahr 2026 eigentlich nicht beschweren konnte. Krauß avancierte zu Beginn des Jahres zum unumstrittenen Stammspieler. Der 24-Jährige ging als absoluter Leader und Spieler mit Willen und Leidenschaft voran. Vor dem Duell gegen Mönchengladbach musste der gebürtige Leipziger kurzfristig passen. Zwar stand Krauß gegen Frankfurt fast 90 Minuten auf dem Platz (wohl auch, weil Martel gesperrt fehlte), anschließend folgten in der Begegnung gegen Bremen vier Minuten Einsatzzeit und gegen Pauli saß der ehemalige U21-Nationalspieler komplett auf der Bank.

Rav van den Berg: Der Innenverteidiger kam im vergangenen Sommer als Königstransfer – zumindest wirtschaftlich. Rund acht Millionen Euro ließen sich die Kölner die Dienste des U21-Nationalspielers der Niederlande kosten. So richtig eingeschlagen ist der Innenverteidiger bislang noch nicht. Und das, obwohl van den Berg eine hohe Veranlagung und viel Potenzial mitbringt. Aktuell haben Jahmai Simpson-Pusey und Cenk Özkacar die Nase vorne. Gerade Zweiterer überrascht dabei ein wenig. Der bisherige Karriereverlauf ließ nicht darauf schließen, dass sich die Situation für den Türken so entwickeln würde. Ob Wagner die Abwehr in den verbleibenden Spielen noch einmal umstellt, ist offen.

Ausbootung der Routiniers: Mit Florian Kainz und Dominique Heintz wurden zwei erfahrene Spieler im Grunde ausgebootet. Beide Akteure haben keine Zukunft mehr beim FC. Kainz hat sein Karriere-Ende bereits bekannt gegeben, der Vertrag von Heintz wird in Köln nicht verlängert. Gleichzeitig waren beide zuletzt auch nicht mehr Teil des Kaders. Aufgrund der entspannten personellen Situation musste Wagner bekanntlich Spieler aus dem Kader streichen. Die beiden Routiniers traf es gleich zwei Mal – und Wagner deutete an, dass es schwer werden würde, wieder zurückzukommen.

Youngster: Auch Fynn Schenten und Youssoupha Niang waren bei den jüngsten Spielen nicht mehr Teil des Profi-Kaders. Ebenfalls, weil der Kader aktuell sehr breit ist. Sicherlich auch, weil die beiden Angreifer bei der U21 einfach mehr Spielzeit erhalten. Gut möglich, dass sich für einen der beiden Stürmer die Situation mit dem Spiel gegen Leverkusen und durch die Verletzung von Ragnar Ache verändert.


Transfergerücht: Hat der 1. FC Köln einen Rechtsverteidiger auf dem Schirm?

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Transfergerücht: Hat der 1. FC Köln einen Rechtsverteidiger auf dem Schirm?

Seit Jahren ist die Position des Rechtsverteidigers beim FC immer mal wieder eine Baustelle. Auch aktuell läuft es defensiv nicht immer rund. Doch es könnte eventuell Abhilfe aus Frankreich geben. Ist der 1. FC Köln an Ismail Diallo interessiert?

Braucht der FC einen Backup für Sebastian Sebulonsen? Tatsächlich scheint die Position hinter dem Norweger nach wie vor eine Problemstelle zu sein. Jan Thielmann will auf der Position nicht so recht funktionieren, Jusuf Gazibegovic wurde im Winter verliehen, eine Rückkehr nach Köln gilt als unwahrscheinlich. Und so läuft offenbar die Suche nach einer Alternative.

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So wirklich glücklich wirkte Jan Thielmann in den jüngsten Vergangenheit eher selten, wenn das Kölner Eigengewächs auf der rechten Seite in der Defensive ran musste. Auch am vergangenen Freitag gegen den FC St. Pauli hatte der 23-Jährige ab und an seine Probleme im Rückwärtsgang. Längst ist klar, dass die Position des Rechtsverteidigers alles andere als die beste für Thielmann ist. Da der Föhrener aber dennoch immer wieder herhalten muss, obwohl mit Sebastian Sebulonsen ein Rechtsverteidiger verpflichtet wurde, dürften die Kölner aktuell erneut auf der Suche nach einem Backup für Sebulonsen sein. Und möglicherweise in Frankreich fündig werden. Denn das französische Online-Portal footmercato.net berichtet nun, dass die Kölner ihre Fühler nach einem französischen Talent ausgestreckt haben Ismail Diallo soll in den Fokus der Domstädter geraten sein. Der 22-Jährige steht noch bis zum Sommer bei Dijon FCO unter Vertrag, wäre dann also ablösefrei.

Im Sommer ablösefrei

Der Spitzenreiter der dritten Liga würde den Außenverteidiger gerne halten, doch halb Europa jagt den Abwehrspieler. Gleich drei deutsche Clubs sollen interessiert sein. Neben dem FC sind das Mainz und Schalke. Diallo gilt als extrem schnell und ist variabel im Defensivverbund einsetzbar. Der 22-Jährige erzielte in dieser Spielzeit bereits drei Treffer, legte weitere drei auf. Der Marktwert des Talents wird auf 600.000 Euro geschätzt. Der französische Markt scheint für den FC ein interessanter zu werden. Schon vor einer guten Woche gab es Gerüchte über ein Interesse an französischen Spielern. So sollen die Geißböcke an Martin Adeline von Troyes sowie an Giovani Versini von Pau FC interessiert sein. Adeline fühlt sich hinter der vordersten Kette am wohlsten, erzielte in 30 Ligaspielen neun Tore und bereitete neun weitere vor. Der Franzose ist rund fünf Millionen Euro wert. Versini ist gelernter Rechtsaußen, wird von dem Online-Portal transfermarkt.de auf einen Marktwert von vier Millionen Euro geschätzt. Der U21-Nationalspieler hat noch Vertrag bis 2028. Viel wird am Ende des Tages aber mit der Liga-Zugehörigkeit zu tun haben.


Marvin Schwäbe avanciert beim 1. FC Köln erneut zum Punkt-Garant

Wieder ein sicherer Rückhalt: Marvin Schwäbe
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Marvin Schwäbe avanciert beim 1. FC Köln erneut zum Punkt-Garant

Schon gegen Eintracht Frankfurt war er einer der großen Gewinnen, nun überzeugte er erneut im Auswärtsspiel des 1. FC Köln: Marvin Schwäbe ist erneut bester FC-Profi. Der Keeper sichert den Geißböcken mal wieder einen Punkt.

Wieder einmal überzeugt der Kölner Torhüter in einem wichtigen Duell und hat somit seinen Anteil am Punktgewinn. Für die Kölner ein Faustpfand im Abstiegskampf.

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Auch wenn die Begegnung zwischen dem FC St. Pauli und den Geißböcken keinen Sieger gefunden hatte, so wurde Luca Waldschmidt dennoch als einer der Gewinner der Partie wahrgenommen. Der Offensivspieler hatte die Kölner mit einem verwandelten Strafstoß in ein Spiel zurück gebracht, das doch verloren schien. Zwar stand es zu diesem Zeitpunkt aus Kölner Sicht 0:1, doch so wirklich viele Chancen erspielten sich die Geißböcke nicht mehr. Das 1:1 fühlte sich auch deswegen vielleicht wie ein gewonnener Punkt und nicht zwei verlorene Zähler an. Dabei stand aus Kölner Sicht noch ein weiterer Punkt-Garant auf dem Platz. Einmal mehr zeichnete sich beim FC der Keeper aus. Schon gegen Eintracht Frankfurt hatte der Keeper trotz zweier Gegentreffer maßgeblich zum Punktgewinn beigetragen. Gegen Bremen bekam Schwäbe nicht ganz so viel zu tun, hielt den Kasten aber abgesehen von einem verwandelten Elfmeter sauber.

Bülter rettet für seinen Keeper

Und nun folgte gegen St. Pauli erneut eine starke Partie des Keepers. Alleine der Reflex gegen Andréas Hountondji war Gold wert. Der Stürmer hatte Cenk Öszkacar mit einer einfachen Drehung stehen lassen und den Ball aus kurzer Distanz aufs Tor gebracht. Schwäbe fuhr mit einem bemerkenswerten Reflex noch den Fuß aus, hielt somit die Null. Kurz zuvor hatten die Protagonisten bereits im Mittelpunkt gestanden. Doch in diesem Fall war Hountondjis schlechter Kopfball keine große Gefahr. Schwäbe parierte einige weitere Abschlüsse, unter anderem einen von Lars Ritzka aus kurzer Distanz. Nur zwei Mal hatte der Kölner Keeper das Nachsehen. Zunächst rettete Marius Bülter für den seinen Torhüter auf der Linie, beim Tor von Karol Mets nach einer Ecke war Schwäbe chancen- und demnach auch schuldlos. Ausgerechnet Schwäbe ist man geneigt zu sagen. Denn im Hinspiel war es der Torhüter, der mit einem Ausrutscher den späten Gegentreffer begünstigte.

Nun aber drehte sich die Welt ein Stück weit andersherum. Schwäbe hielt, was zu halten war und gegen Hountondji vielleicht sogar ein Stückchen mehr. So stand am Ende der Begegnung trotz eines gegnerischen xGoals-Wert von 2,3 nur ein Gegentreffer. Und so konnten sich die Geißböcke am Freitag einmal mehr auf den eigenen Keeper verlassen und gleichzeitig in das Saisonfinale mit dem sicheren Gefühl gehen, einen starken Rückhalt zu haben. Sollten die Geißböcke wirklich noch einmal in Bedrängnis kommen, am FC-Kapitän hat es sicherlich nicht gelegen.


Leihspieler des 1. FC Köln drängt sich auf für mehr

Julian Pauli könnte im Sommer zurückkehren
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Leihspieler des 1. FC Köln drängt sich auf für mehr

Gerade in der Defensive hat der FC aktuell wieder die Qual der Wahl. Das könnte auch für Thomas Kessler im Sommer gelten, gerade bei den Innenverteidigern des 1. FC Köln: Mit Julian Pauli drängt sich ein weiterer auf.

Nicht für alle Leihspieler des 1. FC Köln läuft es aktuell rund. Doch ein Akteur bringt bei seinem Verein gute Leistungen und empfiehlt sich für die Rückkehr zu den Geißböcken. Julian Pauli dreht in Dresden auf und könnte im Sommer zurück ans Geißbockheim kommen. Ob eine weitere Leihe ansteht, ist aktuell noch offen.

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Der Punkt gegen St. Pauli war ein teuer erkaufter. Ragnar Ache fällt mit einer muskulären Verletzung bis voraussichtlich zum Saisonende aus. Und doch hat sich die ganz große Verletztenmisere beim FC zumindest aktuell verbessert. Und sie führt René Wagner bekanntlich zur Qual der Wahl – vor allem in der Defensive. Und auch Thomas Kessler wird sich mit der Menge der Abwehrspieler beschäftigen müssen. Cenk Özkacar gilt als sicherer Kaufkandidat. Der Innenverteidiger hat sich mit soliden bis guten Leistungen festgespielt, erhielt zuletzt immer wieder den Vorzug vor Rav van den Berg. Die feste Verpflichtung ist von daher sehr wahrscheinlich.

Pauli überzeugt in Dresden

Auch Jahmai Simpson-Pusey soll im Idealfall gehalten werden – allerdings ist die Ablöse bei mehr als acht Millionen Euro hoch. Mit Rav van den Berg, Joel Schmied und Timo Hübers (Vertrag soll verlängert werden) befinden sich weitere Innenverteidiger auch für die kommende Spielzeit im Kader. Dem Vernehmen nach will der FC noch einen weiteren erfahrenen Abwehrspieler verpflichten. Und dann drängt sich noch ein weiterer Kölner auf. Allerdings einer, der in dieser Spielzeit nicht für den FC aufläuft. Julian Pauli ist längst eine wichtige Säule im Defensivverbund von Dynamo Dresden. Am Wochenende stand der 20-Jährige zum siebten Mal in Folge von Beginn an in der Startelf, zum sechsten Mal 90 Minuten und freute sich über einen 2:0-Erfolg.

Der Innenverteidiger hat großen Anteil an den jüngsten Erfolgen des Traditionsvereins. Dresden holte aus den vergangenen fünf Spielen neun Punkte, kassierte gerade einmal zwei Gegentore. Zu gerne würde Dynamo den Spieler behalten. Doch der Plan ist, dass Pauli im Sommer erst einmal zum FC zurückkehrt. In der vergangenen Spielzeit war der heute 20-Jährige der Kölner Shootingstar in der Abwehr, in dieser Saison ging es um mehr Spielpraxis, die er in Köln wohl nicht bekommen hätte. Ob die Chancen im Sommer wieder steigen, ist offen und damit auch die Zukunft des Akteurs. Bewerbungspunkte hat Pauli in den vergangenen Wochen einige gesammelt.

Rondic weiter außer Form

Anders als Elias Bakatukanda, der ebenfalls aktuell verliehen ist. Doch der 20-Jährige kommt in Linz aktuell gar nicht mehr zum Zug, sammelt dementsprechend keine Spielzeit und stand auch am Wochenende für die Blau-Weißen nicht im Aufgebot. Ganz anders als Jusuf Gazibegovic, der für Graz wieder in der Startelf im Spitzenspiel gegen LASK stand. Der Bosnier hofft noch, auf den WM-Zug aufzuspringen. Die Leihe von Imad Rondic will dagegen auch weiterhin nicht in Schwung kommen. Mit Preußen Münster musste der Angreifer eine Niederlage gegen Schalke hinnehmen, kam zur Pause, hatte aber keinen Zugriff auf das Spiel. Mehr als ein Treffer steht noch nicht auf dem Konto des Angreifers.

Eine bittere Niederlage gab es auch für Jaka Potocnik mit Rot-Weiß Essen. Trotz deutlicher Führung kassierte RWE eine 3:5-Pleite in Cottbus. Potocnik kam für 25 Minuten zum Einsatz. Dennoch befindet sich Essen weiterhin auf Aufstiegskurs.


1. FC Köln: Luca Waldschmidt überzeugt erneut in der Jokerrolle

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1. FC Köln: Luca Waldschmidt überzeugt erneut in der Jokerrolle

Luca Waldschmidt brilliert in der Jokerrolle. Auch gegen den FC St. Pauli wusste der 29-Jährige zu überzeugen und setzte die positive Entwicklung fort beim 1. FC Köln: Luca Waldschmidt überzeugt erneut in der Jokerrolle

Im Kellerduell gegen den FC St. Pauli gab es nur wenige Lichtblicke für den 1. FC Köln. Für Luca Waldschmidt allerdings lief das Aufeinandertreffen mit den Kiezkickern wie gemalt.

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Die mitgereisten FC-Fans hatten für die Auswärtspartie gegen den FC St. Pauli eine eindringliche Botschaft im Gepäck, die sie kurz vor Anpfiff in einem Tifo entrollten: Zu sehen war ein finster dreinblickender Geißbock im Muscle-Shirt mit dem Schriftzug „Niemals aufgeben – niemals zurückziehen”. Umwabert vom Rauch der zündelnden FC-Fans nichts geringer als eine außergewöhnliche Darbietung für den Showdown am Millerntor-Stadion. Und diese Worte treffen auf einen Akteur im FC-Dress nur zu genau zu. Denn dieser Appell ist auch Ausdruck der schwierigen Spielzeit von Luca Waldschmidt, der seit der Amtsübernahme durch René Wagner ein neues Gesicht auf dem Feld zeigt und sich pudelwohl zu fühlen scheint.

Bereits am vergangenen Mittwoch teilte Wagner im Pressegespräch mit, dass ihm die derzeitige Entwicklung des gebürtigen Siegeners mehr als zusagt: „Es ist einfach eine Phase, in der ich finde, dass man mit vielen Spielern sprechen muss, weil die Situation natürlich nicht einfach ist. Wir haben gewisse Rollen, die verteilt wurden und eingehalten werden müssen. Da muss jeder seinen Beitrag leisten. Ein großes Beispiel ist für mich Luca Waldschmidt. Er reißt sich in jedem Training den Allerwertesten auf, wird gefährlich, wenn er reinkommt, und hat im Training immer positive Energie. Das erwarte ich von den Jungs. Ohne jetzt Luca als einzigen herauszunehmen, machen das alle Spieler, die aktuell nicht von Anfang an spielen.”

Waldschmidt: „Ich spüre einfach Vertrauen“

Wagners Plan mit Waldschmidt scheint aufzugehen: Auch auf St. Pauli gelang es ihm, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken – mit etwas Mithilfe von außen. In der 79. Minute kam er für Isak Johannesson ins Spiel und übernahm die kreative Rolle in der FC-Offensive. Nachdem Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck mit Unterstützung des Videoassistenten ein Foul an Jakub Kaminski als elfmeterwürdig bewertet hatte, schnappte sich der 29-Jährige den Ball. Mit Blick auf die Auswärtskurve und gegen den Elfmeterkiller Nikola Vasilj im Tor der „Boys in Brown“ behielt Waldschmidt die Nerven und glich die Führung der Hamburger aus. Im Nachklapp des glücklichen Unentschiedens gegen die Kiezkicker erwiderte Waldschmidt das vorangegangene Lob seines Trainers: “ich glaube, ich bin mit René im guten und offenen Austausch. Ich spüre einfach auch Vertrauen. Auch wenn man vielleicht nicht von Beginn an auf dem Platz steht, glaube ich, kann man trotzdem ein gewisses Vertrauen dem Spieler entgegenbringen”.

Der Torschütze bestätigte noch einmal, dass er mit dem Wechsel auf der Trainerposition auch bei ihm Umdenken über seine Rolle innerhalb der Mannschaft stattgefunden habe: “Gerade in dieser Phase ist es wichtig, dass jeder seine Stärken ins Spiel bringt. Wenn die aktuell hinten raus sind, dann ist das eben so. Dass ich gerne lange auf dem Platz stehe, ist, glaube ich, kein Geheimnis. […] Wenn man sich das Spiel anschaut, dann sieht man, dass es an sich kein besonderes, schönes Fußballspiel war. Es ist selten schön, muss man sagen, sondern es ist viel Abarbeiten, viel Kampf. Vielleicht wird es hinten raus einfach ein bisschen mehr Fußball. Es geht dann einfach mehr darum, hinten raus nochmal Akzente zu setzen“.

Raus aus der Jokerrolle, rein in die Startelf

Mit Blick auf den Großteil der Partie abseits der Schlussphase inklusive des erlösenden Elfmeters muss allerdings klar werden: Auch ein herausragender Joker wird die größten Probleme des 1. FC Köln nicht lösen können, die im Duell mit Alexander Blessins St. Paulianern teils erschreckend deutlich wurden. So waren die Geißböcke gegen den Hamburger Defensivverbund lange Zeit ideenlos, es hakte im Umschaltspiel und bei den vielversprechenden Torchancen. So kam St. Pauli, das mit großem Abstand die harmloseste Offensive der Liga stellt, auf 2,26 xGoals, die Geißböcke nur auf 1,51, wobei der Elfmeter seinen Teil zur Bemessungsgrundlage für den Kölner Wert beiträgt. Zudem droht Ragnar Ache für die verbleibenden Saisonspiele auszufallen, was angesichts seiner zentralen Rolle im Offensivspiel des FC schwierig zu kompensieren sein wird. Vielleicht darf Waldschmidt am kommenden Spieltag gegen Bayer Leverkusen dann doch wieder von Beginn an ran.


Vier Spieltage vor Saisonende hat es der FC in der eigenen Hand: Das spricht im Saisonfinale für den 1. FC Köln

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Vier Spieltage vor Saisonende hat es der FC in der eigenen Hand: Das spricht im Saisonfinale für den 1. FC Köln

Der Auftritt beim FC St. Pauli war alles andere als rosig und auch nicht so wirklich vielversprechend. Und dennoch stehen die Chancen sehr gut, dass der FC auch in der kommenden Spielzeit wieder Bundesliga spielen wird. Darum hält der 1. FC Köln die Klasse.

Die Erleichterung nach dem 1:1-Unentschieden beim FC St. Pauli war bei den Kölnern verständlicherweise groß. Zum einen hatte es bei den Kiezkickern nicht unbedingt noch nach einem Zähler ausgesehen, zum anderen haben die Kölner ihre Situation durch das Remis minimal verbessert. Der Abstand zum Relegationsplatz ist gleich geblieben, nur hat die Konkurrenz nun ein Spiel weniger vor der Brust, in denen der Rückstand aufgeholt werden kann. Dennoch ist der FC natürlich noch nicht durch. Es sind immerhin noch zwölf Zähler zu vergeben. Gerade der Auftritt gegen St. Pauli war besorgniserregend. Und doch gibt es einige Punkte, die für den FC im Kampf um den Klassenerhalt sprechen.

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Punktepolster: Durch die Ergebnisse vom Wochenende befinden sich noch acht Mannschaften in der (etwas) engeren Verlosung. Auf den FC warten mit Leverkusen und den Bayern zwei Top-Teams, dazu spielen die Kölner noch gegen die direkte Konkurrenz aus Berlin und Heidenheim. Nach dem Papier ist das sicher nicht das schwerste Restprogramm. So spielen Hamburg und Bremen beispielsweise ausschließlich gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte, gegen Teams, die noch nach Europa oder mehr schielen. Anders ist die Situation bei St. Pauli. Die Kiezkicker spielen noch gegen Leipzig, aber eben auch gegen die beiden Kellerkinder Heidenheim und am letzten Spieltag Wolfsburg. Mit vier Punkten aus den restlichen Partien sollte der Klassenerhalt möglich sein.

Comeback-Könige und Torgefahr

Comeback-Könige: Mit dem späten Treffer gegen die Kiezkicker holten die Geißböcke einmal mehr einen wichtigen Punkt nach einem Rückstand. Das gelang den Geißböcken bereits zum zehnten Mal in der laufenden Saison. Zehn Tore erzielten die Geißböcke in dieser Spielzeit in der Schlussviertelstunde, acht weitere in der Nachspielzeit. Besser sind in dieser Saison nur Stuttgart (16+4) und die Bayern (24+7), der BVB kommt ebenfalls auf 18 Tore (11+7). Einen Großteil der Treffer übernehmen insgesamt die Joker. Gleich elf Mal waren Einwechselspieler in dieser Saison erfolgreich.

Starker Rückhalt: Der FC kann sich seit einigen Wochen wieder komplett auf seinen Keeper verlassen. Marvin Schwäbe hielt schon gegen Eintracht Frankfurt mit einigen starken Paraden den Punkt fest. Nachdem der Torhüter gegen Bremen nicht viel zu tun bekam, einzig mit einem Strafstoß überwunden wurde, war Schwäbe auch gegen St. Pauli wieder bester Kölner, parierte vier Schüsse, einmal sensationell gegen Andréas Hountondji aus kurzer Distanz.

Kölner Torgefahr: Auch, wenn der Auftritt gegen St. Pauli es nicht vermuten lässt. Von den Abstiegskandidaten verfügen die Geißböcke über die höchste Torgefahr. So liegt der xGoals-Wert der Kölner bei 47. Einzig die top-Sechs der Liga erzeugt einen höheren Wert. Die 44 erzielten Tore bedeuten im Ligavergleich immerhin auch noch einen sehr guten achten Platz. Mit so vielen Treffern darf eine Mannschaft nicht in den Abstiegskampf rutschen. Im Gegenteil, die insgesamt ordentliche Torbilanz könnte am Ende noch einmal für die Kölner sprechen – denn es ist die mit Abstand beste der unteren Tabellenhälfte.

Positive Stimmung

Breite des Kaders: Nach der Rückkehr der zahlreicher Rekonvaleszenten kann FC-Coach René Wagner nahezu aus dem Vollen schöpfen. Aber eben nur nahezu. Denn mit Ragnar Ache fällt nun einer der wichtigen Offensivspieler aus, Wagner braucht eine Alternative. Dennoch ist der Kader in der Breite sehr stark, wie die zwölf Jokertore und 23 Torbeteiligungen von Einwechselspielern eindrucksvoll beweisen. Gerade in der Defensive hat der FC aktuell die Qual der Wahl.

Selbstvertrauen & Stimmung: Das ganz große Rad hat René Wagner ganz offensichtlich nicht gedreht – wie der Auftritt gegen St. Pauli vermuten lässt. Vor allem in der Kommunikation hat sich bei den Geißböcken viel verändert. Und das offensichtlich durchaus positiv. Einige Spieler blühen aktuell wieder auf, den Spielern werden negative Entscheidungen frühzeitig mitgeteilt. Da schafft Vertrauen gegenüber dem Trainer. Mit nunmehr vier Spielen ohne Niederlage in Serie dürften sich die Kölner auch genügend Selbstvertrauen für den Endspurt geholt haben.


Kommentar zum 1. FC Köln: Den Vorsprung gehalten, aber mit besorgniserregender Leistung

René Wagner vom 1. FC Köln
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Kommentar zum 1. FC Köln: Den Vorsprung gehalten, aber mit besorgniserregender Leistung

In drei Spielen unter René Wagner haben die Kölner nun gepunktet und mit dem Remis am Freitagabend den Abstand auf den Relegationsplatz gehalten. Eigentlich eine gute Nachricht mit Blick auf den Klassenerhalt, doch die Geißböcke spielten eher wie ein Absteiger: Ein Kommentar zum 1:1 des 1. FC Köln bei St. Pauli.

Eigentlich wollte der FC am 30. Spieltag den Erhalt der Klasse schon nahezu besiegeln und sich einen soliden Acht-Punkte-Vorsprung erarbeiten. Aber weit gefehlt. Am Ende der Partie gegen St. Pauli dürfen die Kölner sich sogar über einen eingefahrenen Punkt noch freuen.

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„Europa wir kommen“, heißt die aktuelle Folge des Podcasts von Jonas Hector und Fabian Köster, in der sich die beiden FC-Verbundenen zu Beginn der vergangenen Woche über eine Rechnung amüsiert haben, nach der die Kölner nur drei Punkte vom internationalen Geschäft entfernt seien. Tatsächlich eine skurrile Vorstellung, nachdem sich der Club vor lauter Abstiegsangst vor gerade einmal vier Wochen vom Trainer trennte. Sollte es wirklich Optimisten geben, die diese Rechnung ernsthaft aufmachen wollten, so dürften diese spätestens am Freitagabend ihre Europa-Rechenschieber wieder in der Schublade verstaut haben. Und das nicht etwa, weil Mainz in der Conference League doch scheiterte und damit ein wichtiger Faktor dieser Rechnung wegfällt. Vielmehr, weil der FC im Duell beim FC St. Pauli eindrucksvoll bewiesen hat, dass er vielleicht doch noch nicht so weit ist, wie es die Euphorie rund ums Geißbockheim zuvor vermuten ließ.

Schwacher Auftritt

Die Bilanz des neuen Trainers ist zweifellos eine ordentliche. Immerhin haben die Kölner seit dem Ende von Lukas Kwasniok in Köln kein Spiel verloren. Doch auch die Stellschrauben von René Wagner haben ganz offensichtlich Grenzen. Wie schon unter Kwasniok des Öfteren tat sich Köln am Freitagabend gegen einen direkten Konkurrenten ungewohnt schwer. Einen Konkurrenten, der bislang nicht durch die ganz große Torgefahr aufgefallen ist und auch gegen Köln über weite Strecken harmlos war. Nur waren die Kölner am Ende noch harmloser und hätten sich über eine Niederlage nicht beschweren dürfen. Nicht umsonst sprach Kapitän Marvin Schwäbe von einer der schlechteren Spiele, die er beim FC erlebt habe. In den meisten relevanten Statistiken waren die Kiezkicker sogar besser. Nur hat Wagner offenbar das unter Kwasniok abhanden gekommene Spielglück wieder für die Kölner entdeckt. Eine einzige Aktion in den Schlussminuten veränderte das Spiel, vor allem das Ergebnis, so dass der Vorsprung vor den Relegationsplätzen einigermaßen komfortabel erscheint.

Einigermaßen, denn mit Leverkusen kommt am 31. Spieltag eine Mannschaft nach Köln, gegen die der FC seit 2019 vor eigenem Publikum nicht mehr gewonnen hat und die nach dem schwachen Auftritt gegen Augsburg um den sicher geglaubten Champions-League-Platz bangen muss und dementsprechend kämpfen dürfte. Sollte der FC verlieren und Pauli gegen das Tabellenschlusslicht aus Heidenheim gleichzeitig gewinnen, dann betrüge der Vorsprung der Kölner eben nur noch zwei Punkte. Auch das ist natürlich spekulativ. Nur ist ein Eintreten dieses Szenarios doch deutlich realistischer und die Folge kann am Ende dramatischer sein. Der Druck dürfte dann zumindest noch einmal steigen. Und die Leistung von Freitag dürfte die ein oder andere Alarmglocke schrillen lassen. Im Gegensatz zu „hat Europa verpasst“ ist „hat den Klassenerhalt verpasst“ jedenfalls das weitaus schlimmere Übel.

Fakt ist: Rein nach dem Papier haben Wolfsburg und St. Pauli am Ende des Tages das leichtere Restprogramm. Das Gute: Die Kölner haben mit einem guten Polster alles weiter in der eigenen Hand. Doch René Wagner tut gut daran, möglichst schnell die richtigen Stellschrauben für das Saisonfinale zu finden. Es wäre ziemlich katastrophal, wenn schon bald eine Podcast-Folge „2. Liga, wir kommen“ heißen würde.


Zurück zur alten Baustelle des 1. FC Köln? Erneut Schwierigkeiten bei ruhenden Bällen

Mets erzielt die Führung für den FC St. Pauli
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Zurück zur alten Baustelle des 1. FC Köln? Erneut Schwierigkeiten bei ruhenden Bällen

Haben die Geißböcke ihre alte Schwäche bei Standards überwunden, oder droht ihnen im Saisonfinale ein Déjà-vu? Das Spiel gegen St. Pauli hat gezeigt, wie anfällig die Defensive des 1. FC Köln bei ruhenden Bällen noch immer sein kann: Ist die Standard-Schwäche zurückgekehrt?

Der 1. FC Köln hat den Abstand in der Tabelle gewahrt, doch die Analyse des Spiels beim FC St. Pauli fällt nüchtern aus. Vor allem bei Standards offenbarten die Geißböcke erneut Probleme, die eigentlich schon überwunden schienen. Droht im Saisonendspurt die Rückkehr alter Schwächen, oder war der Auftritt gegen die Hamburger ein Sonderfall? Im Spiel selbst deutete sich die Gefahr bei ruhenden Bällen von Beginn an an.

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Sportdirektor Thomas Kessler zeigte sich nach dem Auftritt seiner Mannschaft gegen St. Pauli ehrlich: „Wir haben den Abstand gehalten. Das war für uns sehr wichtig. Der Spielverlauf hätte auch ehrlich gesagt nicht mehr hergegeben“. Auch Kessler ist nicht entgangen, dass die Domstädter vor allem nach ruhenden Bällen eklatante Probleme bekamen. Nach dem Gastspiel am Millerntor stellt sich die Frage, ob die Geißböcke unter der Regie von René Wagner im Saisonfinale wieder in alte Fehlermuster zurückfallen. Oder noch drastischer: Kehrt die Standardgegentor-Seuche beim 1. FC Köln zurück?

Gegentreffer mit Ankündigung

Die Hausherren strahlten während des gesamten Spiels insbesondere dann Gefahr vor dem Tor von Marvin Schwäbe aus, wenn es ihnen gelang, eine ihrer insgesamt acht Ecken zu erzwingen. Bereits nach 12 Minuten hätte es 1:0 stehen können, als Pauli-Stürmer Andreas Hountondji im Fünfmeterraum nach einer verlängerten Ecke völlig frei vor Schwäbe an den Ball kam. Houtondji bekam allerdings keinen Druck hinter die Kugel, seine Gelegenheit verpuffte. Der Franzose hatte im Vorfeld keine Probleme, sich von den Gegenspielern Jan Thielmann und Ragnar Ache, die durch die Verlängerung der Ecke über Pauli-Spieler Tomoya Ando aus dem Spiel genommen wurden, freizuspielen.

Bis zur 69. Minute dauerte es, bis die Kiezkicker die Zuordnungsfehler der Kölner Defensive bei Standards schließlich ausnutzten. Topscorer Daniel Sinanis Hereingabe erreichte Zielspieler Hauke Wahl am zweiten Pfosten. Eric Martels Ziehen und Zerren hinderte ihn nicht an der perfekten Vorlage für Karol Mets, der mit einem wuchtigen Kopfball aus fünf Metern keine Blöße gab. Zuvor gelang es gleich drei St. Paulianern, sich in der Gefahrenzone direkt vor Schwäbes Tor zu lösen: Houtondji, Arkadiusz Pyrka und eben Mets erhielten lediglich Begleitschutz von Isak Johannesson, Jahmai Simpson-Pusey sowie Felipe Chavez, die allesamt durch den Kniff der verlängerten Ecke erneut die Bindung zum Gegner verloren.

Standard-Schwäche gegen St. Pauli? Nicht nur ein FC-Problem

Ist der Auftritt in Hamburg nun Grund zur Sorge hinsichtlich der eigentlich begrabenen Standardschwäche Kölns? Diese Frage lässt sich nur vor dem Hintergrund sinnvoll beantworten, dass die Geißböcke gegen die „Boys in Brown“ mit den Standard-Königen der Liga zu tun bekamen. Der FC St. Pauli erzielte zwölf von 26 Saisontoren nach ruhenden Bällen, mit einem Anteil von 46 Prozent die meisten in der Liga. Der FC war hingegen bislang erst siebenmal durch Standards erfolgreich; nur zwei Teams in der Liga trafen dadurch seltener.

Und so deutlich das Spiel von St. Pauli mögliche defensive Schwachpunkte aufgezeigt hat, so ungefährlich spielten sich die Versuche in der Offensive ab. Wagners Plan bestand augenscheinlich darin, Said El Mala auf dem zweiten Pfosten einzusetzen, der die Kugel wiederum ins Zentrum befördern sollte (so gesehen bei Mets Führungstreffer). Das aufgeräumte Defensivverhalten der Gastgeber machte es dem Teenager jedoch sehr schwer, diese Variante vom Taktikbrett auf den Rasen zu bringen.

Wie schwer fallen Ecken ins Gewicht?

Angesichts der Punkteteilung gegen die Standardspezialisten aus der Hansestadt wäre es vermessen zu urteilen, die Geißböcke seien beim Thema Standards wieder auf dem Stand von Januar. Zumal Ecken in der laufenden Bundesligasaison statistisch geringer ins Gewicht fallen, als man vielleicht annehmen würde. Im Schnitt landet nur jeder 33. Eckball im Tor. Und dennoch wird Wagner vor dem kommenden Duell gegen Bayer Leverkusen mit seinem Team sicherlich einen besonderen Fokus auf die Verteidigung von Eckbällen legen. Denn die Leverkusener haben sich in der bisherigen Saison bereits 164 Chancen durch Ecken erspielt. Nur Hoffenheim und die Bayern können mehr vorweisen. Es bleibt abzuwarten, ob Köln aus dem Aufeinandertreffen mit St. Pauli die richtigen Schlüsse gezogen hat oder ob im Nachbarschaftsduell erneut Panik nach ruhenden Bällen ausbricht.