Gespräche aufgenommen: Max Finkgräfe einer von drei Kandidaten bei RB Leipzig

Max Finkgräfe im Trikot des 1. FC Köln
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Gespräche aufgenommen: Max Finkgräfe einer von drei Kandidaten bei RB Leipzig

Der Abgang von Max Finkgräfe ist schon seit Wochen Thema beim FC. Nun gibt es einen interessanten Mitbewerber um den Spieler des 1. FC Köln: RB Leipzig ist an Max Finkgräfe interessiert.

Der Abschied vom FC soll forciert werden. Der Linksverteidiger hat wohl keine Zukunft mehr beim 1. FC Köln: RB Leipzig ist anscheinend an Max Finkgräfe interessiert. Das berichtet Sky-Experte Florian Plettenberg. Schon am Sonntagmittag hatte auch der „Express“ berichtet.

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Demnach befinden sich die beiden Vereine bereits in Gesprächen. Allerdings soll Finkgräfe nicht der einzige Linksverteidiger sein, den Leipzig als möglichen Backup für David Raum auf dem Zettel habe. Laut Sky befinden sich drei mögliche Kandidaten auf dem Wunschzettel von RB. Dennoch kommt das Interesse dann doch ein wenig überraschend, schließlich greift RB eigentlich in höhere Regalfächer. Aber offenbar hat Finkgräfe die Entscheidungsträger bei den Sachsen überzeugt. Weitere Namen nennt Sky aktuell noch nicht. Dass Finkgräfe den FC verlassen will, ist schon seit Wochen bekannt. Der Linksverteidiger war alles andere als glücklich über die wenige Einsatzzeit beim FC unter Gerhard Struber. So hatte der gebürtige Mönchengladbacher schon vor längerer Zeit signalisiert, dass er seinen vertrag nicht verlängern will.

Auch VfB noch interessiert

Erstaunlicherweise soll sich die TSG Hoffenheim dagegen frühzeitig aus dem Buhlen um den Kölner Shootingstar der Abstiegssaison zurückgezogen haben. Erstaunlich, weil Hoffenheim vor einiger Zeit ein erstes Angebot vorgelegt hatte. Das hat dem FC offenbar nicht gereicht. Die Ablöse soll bei drei bis vier Millionen Euro liegen. Es habe auch weitere konkrete Gespräche gegeben, hieß es vor gut zehn Tagen. Auch der VfB Stuttgart soll grundsätzlich interessiert sein. „Der VFB würde erst dann ernsthaft aktiv werden, wenn Finkgräfe klarstellt, dass er nur zum VFB will“, hieß es vor wenigen Tagen bei „Sky“. Im vergangenen Winter wollten die Schwaben den Linksverteidiger zum VfB holen, erhielten damals aber ebenfalls nur einen Korb. Nun könnte es konkreter werden.

Die Frage ist natürlich, was ein Abgang für den FC und die Transferpolitik bedeuten würde. In Köln rechnet man dem Verenehmen nach mit einem Abschied. Das vergangene Jahr hat offenbar Spuren hinterlassen. Dementsprechend wird sich auch auf der Position umgesehen. Aaron Zehnter ist aber als möglicher Kandidat raus. Der U20-Nationalspieler wechselt wohl zu den Wölfen. Eine knappe Woche vor dem Trainingsauftakt haben die FC-Bosse noch einige Baustellen anzugehen.

1. FC Köln verliert Poker um Aaron Zehnter – Wunschspieler vorm Medizincheck

Aaron Zehnter wechselt wohl zum VfL Wolfsburg
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1. FC Köln verliert Poker um Aaron Zehnter – Wunschspieler vorm Medizincheck

Am Samstag hat der FC Augsburg die Verpflichtung von Robin Fellhauer bekannt gegeben, schon bald wird wohl die nächste Hiobsbotschaft vom Wunschspieler-Transfermarkt folgen: Auch Aaron Zehnter wechselt nicht zum 1. FC Köln.

Es hatte sich vielleicht schon ein wenig angedeutet, nun wird es konkreter. Auch Aaron Zehnter wechselt nicht zum 1. FC Köln. Der U20-Nationalspieler befindet sich unmittelbar vor dem Medizincheck beim VfL Wolfsburg. Das bestätigte SCP-Präsident Thomas Sagel beim Trainingsauftakt des Zweitliga-Clubs.

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Die letzten Hoffnungen ruhten wohl auf dem neuen Trainer. Lukas Kwasniok sollte seine Verbindungen spielen lassen, Aaron Zehnter stand auf der Wunschliste der Geißböcke. Am Ende wird die alte Verbindung aber nicht ausgereicht haben. Der U20-Nationalspieler wechselt wohl zum VfL Wolfsburg. Die Niedersachsen hatten von Beginn an gute Karten im Deal um den Linksverteidiger, der unter Kwasniok bei Paderborn zu einem der besten Außenspieler der Liga avancierte. Zehnter trainierte am Sonntag nicht mit der Mannschaft beim Aufgalopp der Ostwestfalen. Schließlich bestätigte SCP-Präsident Thomas Sagel bei der Saisoneröffnung den Abgang des Leistungsträgers. Angeblich sollen sich die Wölfe den Deal etwas mehr als fünf Millionen Euro kosten lassen.

Noch kein Kontakt zwischen Wolfsburg und Köln

Schon Ende der Woche hatten mehrere Medien berichtet, dass „der VfL Wolfsburg kurz vor einer Einigung mit dem SCP stehen“ würde. Allerdings gab es noch den Funken Hoffnung, dass Kwasniok als Ass im Kölner Ärmel einen Stich bei dem 20-Jährigen landen würde. Zehnter galt als mögliche Alternative zu Max Finkgräfe, der den FC wiederum gerne verlassen würde. Der Shootingstar der Abstiegssaison hat noch Vertrag bis 2026 und offenbar intern erklärt, er werde seinen Kontrakt nicht verlängern. Damit ist der Abschied vom FC wohl besiegelt. Denn nur noch in diesem Sommer werden die Geißböcke eine marktgerechnet Ablöse erzielen. Diese wird auf drei bis vier Millionen Euro geschätzt. Nun müssen sich die Kölner aber anderweitig umschauen. Zehnter wird nicht zum FC wechseln.

Und laut der Wolfsburger Allgemeinen haben sich Jakub Kaminski und der FC wohl endgültig geeinigt. Laut der Zeitung habe es zwischen den Vereinen aber bislang noch keinen Kontakt und insofern auch keine Einigung gegeben. Zudem sollen sich auch andere Clubs für Kaminski interessieren. Die Zeitung nennt den FC Augsburg.

Said El Mala der „teuerste Abgang der FC-Historie“? Das sind die bisherigen Rekordabgänge des 1. FC Köln

Anthony Modeste ist der teuerste Abgang des FC
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Said El Mala der „teuerste Abgang der FC-Historie“? Das sind die bisherigen Rekordabgänge des 1. FC Köln

Gleich mehrere Spieler stehen beim 1. FC Köln nur noch ein Jahr unter Vertrag. Bei ihnen ist zwangsläufig das Motto des Vereins: Entweder verlängern oder verkaufen. Und bei dem einen oder anderen Spieler könnte der FC einige Millionen einnehmen. Das sind die fünf teuersten Abgänge in der Geschichte des 1. FC Köln.

Die Transfersummen der vergangenen Jahre steigen immer weiter in die Höhe. Und der 1. FC Köln könnte aktuell davon profitieren. Denn die Geißböcke brauchen frisches Geld für weitere Neuverpflichtungen. Ex-Sportchef Christian Keller betonte nun. dass Said El Mala möglicherweise der teuerste FC-Abgang der Vereinsgeschichte werden könnte. Das ist Zukunftsmusik. Je nach Spieler winken ordentliche Ablösen, wenn auch vielleicht nicht ganz so hoch wie in der Vergangenheit mit diesen Spielern: Das sind die fünf Rekordabgänge des 1. FC Köln.

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Jan Thielmann, Damion Downs, Eric Martel und noch einige mehr: Zahlreiche Spieler beim 1. FC Köln haben nur noch einen Vertrag bis 2026. Und bei den meisten möchte der FC entweder verlängern oder ansonsten verkaufen. Der Verein will so verhindern, dass Leistungsträger, die einen gewissen Marktwert haben, ablösefrei gehen. Gerade bei Spielern wie Downs, an dem zuletzt Premier League Absteiger FC Southampton Interesse gezeigt haben soll, oder Martel könnten die Geißböcke noch mehrere Millionen Euro an Ablöse generieren. Downs Marktwert wird beim Portal transfermarkt.de mit fünf Millionen Euro angegeben, Martels liegt bei sechs Millionen. Das sind trotz der kurzen Restlaufzeit ihrer Verträge realistische Summen, die die Kölner erzielen könnten.

Laut Ex-Sportdirektor Christian Keller hat der FC für die Zukunft allerdings noch ein Juwel in den eigenen Reihen. Neuzugang Said El Mala sieht der 46-Jährige als Anwärter auf die Transfer-Krone. „Ich nehme mal Said El Mala: Da lege ich mich fest, dass er der teuerste Abgang der FC-Historie werden wird. Er ist ein Ausnahmespieler, den wir verpflichtet haben, als ihn kaum jemand gesehen hat“, sagte Keller im Interview der „Kölnischen Rundschau“. Teuerster Abgang der FC-Historie? Damit würde El Mala die Summe von minimal rund 30 Millionen Euro einbringen. Ein Ausblick, der den FC durchaus freuen dürfte. Aktuell bewegen sich die Geißböcke jedoch auf anderem Niveau, wenn auch im Bereich der Rekordabgänge.

Rekordsummen in der Vergangenheit

Speziell Martel würde zu einem der teuersten Abgänge der FC-Geschichte werden. Zu den fünf teuersten fehlt allerdings doch noch ein gutes Stück. Die Liste wird eingeleitet mit dem Wechsel von Yannick Gerhardt zum VfL Wolfsburg im Sommer 2016. Ganze 13 Millionen Euro solle er dem VfL wert gewesen sein. Damit liegt er nur minimal hinter einem weiteren Kölner Abgang nach Wolfsburg. 2021 ging Sebastiaan Bornauw den gleichen Weg wie Gerhardt für laut transfermarkt.de 13,5 Millionen Euro. Platz zwei und drei teilen sich dann zwei Offensivspieler, die jeweils für 15 Millionen den 1. FC Köln verlassen haben sollen. Jhon Córdoba ging nach einer guten Saison inklusive 13 Ligatoren für die Geißböcke im Sommer 2020 zu Hertha BSC Berlin. Und auch FC-Legende Lukas Podolski wechselte für die gleiche Summe. Der FC Arsenal verpflichtete ihn 2012, nachdem Podolski für die Kölner eine überragende Saison hingelegt hatte mit 18 Toren und 8 Vorlagen in der Bundesliga.

An den teuersten Abgang der FC-Geschichte kommen die beiden aber nicht einmal heran, wenn man ihre Ablösen zusammenrechnen würde. Nach einem langen Transfertheater inklusive eines gerade noch abgewendeten Termins vor dem Arbeitsgericht wechselte Anthony Modeste 2017 nach China zu TJ Tianhai. Zuerst wurde der Spieler für ein Jahr zu den Chinesen verliehen für eine Leihgebühr von knapp sechs Millionen Euro. Im Jahr danach griff dann eine Kaufpflicht, die bei 29 Millionen Euro gelegen habe. Damit ist Modeste bis heute mit großem Abstand der Rekordabgang des 1. FC Köln.


Christian Keller sieht seine Aufgabe beim 1. FC Köln erfüllt an, aber unvollendet

Christian Keller vom 1. FC Köln
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Christian Keller sieht seine Aufgabe beim 1. FC Köln erfüllt an, aber unvollendet

Seit knapp zwei Monaten ist Christian Keller nicht mehr Sportdirektor beim Effzeh. Nun hat sich der 46-Jährige erstmals in einem Interview geäußert. Unter anderem zu den Aufgaben beim 1. FC Köln: Christian Keller sieht seinen Auftrag als erfüllt an.

Ein wenig Wehmut schwingt bei den Äußerungen des ehemaligen Kölner Sportdirektors schon mit. Insgesamt blickt er allerdings positiv zurück auf eine Zeit beim 1. FC Köln: Christian Keller sieht seinen Auftrag als erfüllt an.

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Dass Christian Keller nicht an seinen Prinzipien festhalten würde, kann man dem ehemaligen Sportdirektor des 1. FC Köln nun wirklich nicht vorwerfen. Trainerentscheidung, finanzielle Sparmaßnahmen und Vertragsgespräche – der 46-Jährige hat stets zu seiner Meinung gestanden und sich von seinem Weg nicht abbringen lassen. Das ist Keller in gewisser Weise zum eigenen Verhängnis geworden. Dennoch hadert der ehemalige Verantwortliche nicht mit seiner Entscheidung, den FC zu verlassen. Im Vordergrund steht für ihn die eigene Glaubwürdigkeit. Auch wenn Keller mit dem Zeitpunkt seines Abgangs beim FC hadert. „Wir waren so kurz vor der Ziellinie, nicht nur die finanzwirtschaftliche Sanierung abzuschließen und wieder in der Bundesliga zu sein, sondern auch einen Kulturwandel hinzukriegen“, sagt Keller im Interview mit der „Kölnischen Rundschau“. „Wir waren kurz davor, uns eine Standhaftigkeit erarbeitet zu haben, wenn ein Sturm aufzieht – und der zieht in Köln öfter mal auf.“

„Das Haus ist saniert und die Zimmer neu“

Der Zeitpunkt und die Entscheidung, den Verein zu verlassen schmerzt den 46-Jährigen, denn die Aufgabe, die Keller übertragen bekommen hat, war sicherlich keine leichte. „Bis dato war es bereinigen, aufräumen und ab jetzt ist es gestalten. Das Haus ist saniert und die Zimmer neu. Jetzt fängt es an, richtig Spaß zu machen“, beschreibt Keller die Situation. „Das hätte ich gerne gemacht, aber nicht auf Kosten meiner eigenen Glaubwürdigkeit.“ Wehmut schwingt in den Aussagen merklich mit. Es klingt ein wenig, als fühle sich der ehemalige Sportdirektor um den Lohn gebracht. Auch wenn Keller die Hintergründe des Handelns der Verantwortlichen des Vereins nachvollziehen kann. „Ich kann verstehen, dass die Angst nicht aufzusteigen, einen in diese Richtung treibt. Aber es passt nicht zu dem, was wir drei Jahre gemacht haben“, erklärt der 46-Jährige.

„Ich wurde geholt, damit Solidität und Konstanz einzieht. Dafür haben wir viele unangenehme Entscheidungen getroffen, für die wir teilweise richtig auf die Mütze bekommen haben. Es waren falsche dabei, das ist auch Teil der Wahrheit“, so Keller weiter, der sich auch konkret Fehler eingesteht. „Ein großer Fehler war es, in der Sommertransferperiode 2023 nach den Abgängen von Skhiri und Hector keine leistungskonstante Achse auf den Platz zu bringen. Unsere Einschätzung, dass wir fünf Spieler haben, die leistungskonstant agieren und diese Achse bilden könnten, war falsch. Und natürlich haben auch einzelne Transfer-Personalien nicht funktioniert“, sagt der 46-Jährige. Ein Thema, das den Sportdirektor über die gesamte Amtszeit begleitete. Angefangen bei Spielern wie Sargis Adamyan bis hin zu den Winter-Neuverpflichtungen um Imad Rondic.

Keller empfindet Dankbarkeit

Unter gehen da schon mal die positiven Transferentwicklungen um Spieler wie Eric Martel, Denis Huseinbasic oder nun offenbar Said El Mala. Vielleicht hat Keller den FC dann auch deswegen mit einem insgesamt guten Gefühl verlassen. So empfinde er vor allem „Dankbarkeit, dass ich drei Jahre bei einem coolen Klub mit coolen Fans und einer Wucht, die ich so zuvor noch nie erlebt habe, arbeiten durfte. Ich weiß dieses Privileg, Teil der Vereinsgeschichte sein zu dürfen, sehr zu schätzen“, sagt Keller. „Und ich gehe mit dem Gefühl, die an mich gestellte Aufgabe erfüllt zu haben, wenn auch mit kleiner Delle. Der Abstieg war zwar nicht geplant, es war aber allen von vorneherein klar, dass das passieren kann.“ 





Nach EM-Frust – Diese Szenarien gibt es nun für Eric Martel und den 1. FC Köln

Eric Martel im Spiel des 1. FC Köln
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Nach EM-Frust – Diese Szenarien gibt es nun für Eric Martel und den 1. FC Köln

Mit einer Enttäuschung endet ein starkes Turnier für die FC-Profis der U21-Nationalmannschaft. 2:3 nach Verlängerung hieß es gegen England. Jetzt liegt der Fokus wieder auf der Zukunft, vielleicht auch beim 1. FC Köln: Das sind die Szenarien für Eric Martel.

Mit der 2:3-Niederlage nach Verlängerung ist die U21-Europameisterschaft für Eric Martel und Jan Thielmann beendet und damit auch der Fokus auf das internationale Turnier. Zwar werden die beiden Nachwuchs-Nationalspieler nun ihren Extra-Urlaub antreten, dennoch ist in den kommenden Tagen bis Wochen mit einer Entscheidung bezüglich der Zukunft zu rechnen. Gerade beim Kapitän der DFB-Auswahl wird es spannend für den 1. FC Köln: Das sind die Szenarien für Eric Martel.

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Eine mögliche Variante: Dem Vernehmen nach hat Eric Martel ein sehr gutes Angebot von den Kölnern vorliegen. Und das soll nicht nur lukrativ sein. Martel soll Verantwortung beim FC übernehmen, wird in einer führenden Rolle gesehen. „Wir werden natürlich alles versuchen, um Eric zu halten. Ich glaube, dass wir dieses Jahr eine Mannschaft zusammenstellen können, wo Eric mit dem neuen Trainer noch mal mehr an seinen Themen arbeiten kann“, sagte Thomas Kessler beim Mitgliederstammtisch. Der ehemalige Torhüter betonte, dass der Sechser auch noch Felder habe, bei denen er sich weiterentwickeln könne und da würde der FC genau das richtige Pflaster sein. Tatsächlich soll sich der 23-Jährige einen Verbleib vorstellen können. Allerdings soll es auf Spieler-Seite keine großen Anstalten geben, den Vertrag zu verlängern.

In dem Fall würde Martel zwar noch ein Jahr beim FC bleiben, könnte Köln aber im kommenden Sommer ablösefrei verlassen. Ein Szenario, das die FC-Bosse gerne verhindern oder verändern würden, im Endeffekt aber vermutlich in Kauf nehmen würden. Es sei denn, es gibt das in der Vergangenheit oft kolportierte „unmoralische Angebot“ für den Niederbayern. 

Gibt es schon Interessenten?

Das Worst-Case-Szenario: Bislang ist über mögliche Interessenten nicht wirklich viel bekannt. Vor einigen Wochen brachte der TV-Sender „Sky“ den SC Freiburg auf den Plan. Die Mannschaft aus dem Breisgau spielt in der kommenden Saison europäisch und wäre für Martel sicherlich der nächste logische Karriereschritt. Die „Kölnische Rundschau“ berichtete vor wenigen Tagen, dass Martel intern bereits den Wunsch nach dem nächsten Step hinterlegt habe. Wenn dem so ist, scheint Freiburg eine logische Adresse zu sein. Im vergangenen Jahr soll es im übrigen auch ein loses Interesse aus Frankfurt gegeben haben. Dort würde der 23-Jährige sogar Champions League spielen. Angeblich soll es aber auch ausländische Clubs geben, die zumindest schon einmal vorgefühlt haben.

Beim FC will man mit Martel nur zu gerne verlängern. Der 23-Jährige hat eine Ablöseklausel im Vertrag stehen. Ob diese wirklich schon abgelaufen ist, ist nicht bekannt. Spätestens in der Nacht zum Dienstag ist sie verstrichen. In dem Fall kann Köln frei verhandeln. Eine Ablöse in Höhe von sieben bis acht Millionen Euro erscheint realistisch.

Oder doch die Vertragsverlängerung?

Der Idealfall: Kessler betonte, er würde alles dafür tun, Martel halten zu wollen. Das klingt nach einem besonders lukrativen Angebot. Der Niederbayer fühlt sich beim FC bekanntlich auch wohl, mag die Rolle, die er in der Mannschaft hat und hätte auch nichts dagegen, die Binde beim FC zu tragen. Sollte das Paket stimmen, wäre sogar eine Vertragsverlängerung nicht ausgeschlossen. Allerdings nur, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Im Idealfall unterschreibt der 23-Jährige also einen neuen Vertrag, der dann aber mit großer Sicherheit mit einer Freigabeklausel versehen werden würde. So hätten die Geißböcke auch im kommenden Sommer die Chance, an Martel zu verdienen, wenn der Niederbayer den FC verlassen sollte.

Der Traum vom EM-Titel platzt für Eric Martel und Jan Thielmann im Finale

Die DFB-Auswahl im EM-Finale gegen England
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Der Traum vom EM-Titel platzt für Eric Martel und Jan Thielmann im Finale

Der Traum vom EM-Titel platzt für die Profis des 1. FC Köln. In einem packenden Endspiel unterlag die DFB-Auswahl am Samstagabend England 2:3 nach Verlängerung.

Auf den Tag genau zwei Jahre nach dem Gruppen-Aus gegen England bei der Europameisterschaft 23 hat die U21 des DFB erneut gegen die Three Lions eine bittere Niederlage einstecken müssen. Der Traum vom EM-Titel platzt für die Profis des 1. FC Köln. Die DFB-Auswahl unterliegt England im Finale 2:3 nach Verlängerung. Gleich zwei Mal traf die deutsche Mannschaft in den Schlussminuten nur die Latte.

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Die Mannschaft von Antonio Di Salvo tat sich in der Anfangsphase schwer, England gehörte das Zentrum und zu Beginn auch die besseren Chancen. Liverpools Harvey Elliott leitete die erste dicke Chance selbst ein. Abgefälscht setzte er Omari Hutchinson ein, der aber an Noah Atubolu scheiterte. Die Kugel landete über Umwege wieder bei Elliott, die problemlos einschob. Die Führung der Young Lions zeigte Wirkung. England war dominant, erspielte sich Chancen und hätte direkt nachlegen können. Nach einem Traumpass von James McAtee verfehlte Jay Stansfield den Ball knapp. Hutchinson machte es besser, die DFB-Auswahl bekam die Kugel nicht geklärt und der Offensivspieler vollendete. Erst nach und nach wachte die deutsche Mannschaft auf und verkürzte unmittelbar vor dem Seitenwechsel. Nach einer Ecke landete der Ball bei Paul Nebel der Nelson Weiper mustergültig bediente: 1:2.  

Nebel krönt starke Leistung

Und Deutschland kam mit mehr Schwung aus der Kabine, suchte die Chancen und den Ausgleich. Zunächst scheiterte der stark aufspielende Nebel aus spitzem Winkel an Englands Keeper James Beadle. Beim nächsten Versuch war der Torhüter machtlos. Nach einer Ecke landete die Kugel erneut bei dem Mainzer, der dieses mal schlenzte und die Kugel abgefälscht in den Winkel schweißte. Doch mit dem Ausgleich kippten die Spielanteile erneut. England war nun wieder Spiel bestimmend und hätte gleich mehrfach die Entscheidung erzielen können, wenn nicht müssen. In der letzten Minute der regulären Spielzeit scheiterte Nebel mit einem weiteren Schlenzer an der Latte – Verlängerung.

Und die war kaum angepfiffen, da schockten die Three Lions das deutsche Team schon. Nach einer Flanke aus dem Halbraum ließ Nnamdi Collins den gerade erst eingewechselten Jonathan Rowe aus den Augen, der zur erneuten Führung einnickte. Die Di-Salvo-Truppe übernahm zwar wieder die Kontrolle, war aber in der letzten Kette zu ungefährlich. Zur zweiten Halbzeit der Verlängerung stellte der Bundestrainer auf komplette Offensive. Zwar zog die DFB-Auswahl phasenweise ein Powerplay auf, die ganz große Möglichkeit blieb aber lange aus. In der Schlussminute traf Merlin Röhl erneut die Latte. Der Traum des Titels ist geplatzt. Für Eric Martel war die Begegnung in der achten Minute der Nachspielzeit beendet. Jan Thielmann kam auch im Endspiel nicht zum Einsatz.

Patrik Kristal der Matchwinner: U21 des 1. FC Köln sichert sich ersten Testspiel-Sieg

Patrik Kristal für die U21 des 1. FC Köln
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Patrik Kristal der Matchwinner: U21 des 1. FC Köln sichert sich ersten Testspiel-Sieg

Die U21 des 1. FC Köln hat im zweiten Testspiel den ersten Sieg der Sommer-Vorbereitung eingefahren: Patrik Kristal entschied das Duell gegen den Südwest-Regionalligisten FSV Frankfurt mit seinem Treffer zum 1:0 (1:0) zugunsten der Geißböcke. Die U21 des 1. FC Köln gewinnt gegen den FSV Frankfurt.

Zweites Spiel, erster Sieg. Die U21 des 1. FC Köln gewinnt am Samstagnachmittag das Vorbereitungsspiel gegen den FSV Frankfurt 1:0. Das einzige Tor erzielte Patrik Kristal.

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Der FC-Trainer Evangelos Sbonias bot unter der sengenden Sonne auf der Anlage des SC Rondorf im Kölner Süden eine Startelf auf, die durchaus auch beim Liga-Start in etwa einem Monat auflaufen könnte – mit einer Ausnahme jedenfalls: Mikail Özkan wurde eigentlich am Ende der vergangenen Regionalliga-Saison verabschiedet, der Vertrag des Abwehrspielers läuft am Montagabend aus. Doch gegen den FSV Frankfurt bildete Özkan, der sich aktuell auf der Suche nach einem neuen Verein noch am Geißbockheim fit hält, zusammen mit Luc Dabrowski die Innenverteidigung.

Luca Dürholtz als Kapitän

Auf der rechten Abwehrseite zeigte der mit fast 1,90 Metern hochgewachsene Marvin Ajani, dass er der erhofften Stabilisator mit seinen 31 Jahren sein kann. Luca Dürholtz trug als weiterer Neu-Routinier im Team die Kapitänsbinde und bildete die Doppel-Sechs mit Nick Zimmermann. Links vorne im 4-2-3-1 deutete Safyan Toure seine Qualitäten beim Tempo-Dribbling an, allerdings blieb der Ball dabei noch zu häufig auf der Strecke. Etienne Borie auf der Zehn und Patrik Kristal rechtsaußen bildeten gemeinsam mit Toure die Dreierreihe hinter der glücklosen Sturmspitze Youssoupha Niang.

Insgesamt blieb die U21 im Spiel nach vorne zu ungefährlich. Der Treffer des Tages entsprang folgerichtig einer Frankfurter Einladung: Der FSV vertändelte den Ball im Aufbauspiel vor dem Sechzehner leichtfertig. Kristal reagierte schnell und schob die Kugel zum 1:0 ein (37.). Die FC-Defensive war derweil nicht gefordert.

Der zweite Anzug passt noch nicht

Zur zweiten Hälfte wechselte Sbonias deutlich durch. Und die zweite Reihe präsentierte sich vor den Augen des Sportdirektors Thomas Kessler noch ein gutes Stück entfernt von dem angestrebten Regionalliga-Format. Sbonias rief seinen Schützlingen von der Seitenlinie immer wieder korrigierende Kommandos zu. Die Gäste aus Hessen hätten sich den Ausgleich aufgrund der Überlegenheit nach dem Seitenwechsel grundsätzlich verdient gehabt, blieben dafür jedoch ebenfalls zu ungefährlich im Abschluss.

„Es ist wichtig in der Phase, ein Ergebnis zu ziehen, um sich zu belohnen. Es ist nicht egal, ob man dann 1:1 spielt“, konstatierte der Trainer, der seine Mannschaft nach den ersten beiden Trainingswochen auf einem guten Weg sieht: „Wir sind genau da, wo wir sein müssen. Wir sind immer noch in der Findungsphase, wir sind immer noch dabei, die Jungs fit zu bekommen.“

Trainingslager in Hennef

Nach dem freien Sonntag geht es am Montag zum fünftägigen Trainingslager nach Hennef. Weitere Transfers nach den bisher elf Neuzugängen seien derweil eher unwahrscheinlich: „Es sind vielleicht ein, zwei Geschichten, wo wir die Augen offenhalten, aber es ist schon so, dass wir jetzt eigentlich weitestgehend zusammen sind.“ Auch nach dem Abschied von Alessandro Blazic werde nicht unbedingt nach einem Torhüter-Ersatz Ausschau gehalten.

Schweiz-Wechsel vom Tisch: Steffen Tigges bleibt dem 1. FC Köln vorerst erhalten

Steffen Tigges, Stürmer des 1. FC Köln
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Schweiz-Wechsel vom Tisch: Steffen Tigges bleibt dem 1. FC Köln vorerst erhalten

Angeblich soll Steffen Tigges auf der Liste der Spieler stehen, die den Verein verlassen dürfen. Zuletzt wurde der Angreifer mit St. Gallen aus der Super League in Verbindung gebracht. Doch der Wechsel scheint vom Tisch. Und so stellt sich bei den Fans eine Frage: Bleibt Steffen Tigges beim 1. FC Köln?

In einer Woche starten die Kölner mit der Leistungsdiagnostik in die Vorbereitung auf die kommende Saison. Zwar gibt es einige neue Gesichter und auch zahlreiche Abgänge. Doch es wird auch einige alte Bekannte geben. So vielleicht auch einen Angreifer, der zuletzt mit St. Gallen in Verbindung gebracht wurde. Bleibt Steffen Tigges beim 1. FC Köln?

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Es hat sie schon durchaus gegeben, die Verbindungen zwischen dem 1. FC Köln und dem FC St. Gallen. Der Schweizer Erstligist hat einst Stürmer Mikael Ishak unter Vertrag genommen und auch Lucas Cueto wechselte Mal vom FC in den Kanton St. Gallen. Zuletzt waren die Kontaktpunkte eher gering bis gleich zwei Gerüchte die Runde machten. Zum einen sollen die Geißböcke an einer Verpflichtung von Top-Stürmer Willem Geubbels interessiert gewesen sein. Der dürfte aber aufgrund der hohen Ablöseforderungen der Schweizer durchaus schwer zu realisieren sein. Zumal auch ganz andere Kaliber im Kampf um den Torjäger mitmischen. Zum anderen wurde zuletzt Steffen Tigges mit dem Club der Schweizer Super League in Verbindung gebracht. Nicht nur das: St. Gallens Trainer Enrico Maaßen soll tatsächlich ein Interesse an seinem Ex-Spieler geäußert haben.

Andere Vorstellungen

Doch dieses Interesse ist wohl wieder vom Tisch. Wie die Schweizer Zeitung „Blick“ berichtet, sollen die Gehaltsvorstellungen zu weit auseinander gelegen habe. Heißt: Tigges hatte wohl andere, höhere Vorstellungen. Möglicherweise auch, weil der Angreifer beim FC zu den besser verdienenden Spielern gehören soll. Und das dürfte einer ehemaligen Gehaltstruktur geschuldet sein. Zudem heißt es weiter, dass Tigges Ambitionen zu groß für den Erstligisten seien. Und das überrascht dann doch ein wenig. Dem Stürmer ist bekanntlich beim FC in den vergangenen drei Jahren der ganz große Durchbruch nicht gelungen. Eine Bewerbung für viel Spielzeit in der Bundesliga hat Tigges sicherlich nicht abgegeben. Auch deswegen wurde kolportiert, dass sich der FC von dem Stürmer trennen könnte.

Sowohl Sportchef Thomas Kessler als auch Trainer Lukas Kwasniok hatten zuletzt betont, dass es durchaus auch noch Abgänge in diesem Sommer geben würde. Gilt das auch für Steffen Tigges? Der ehemalige Stürmer des BVB wurde in der Vergangenheit immer wieder in einem Atemzug mit Sargis Adamyan und Florian Dietz genannt, wenn es um mögliche Abschiede ging. Doch die Ex-Trainer gaben dem Angreifer immer wieder die Chance. Fakt ist, die Kölner haben nicht gerade eine breite Phalanx an klassischen Stürmern im Kader. Sollte das Trio den Verein verlassen, blieben de facto Ragnar Ache, Damion Downs und Imad Rondic als Stürmer. Und bekanntlich ist die Personalie Downs alles andere als entschieden. Es ist zumindest nicht ausgeschlossen, dass der FC sich Tigges vorerst als Backup warm hält.

Ex-Sportchef Christian Keller gibt Damion-Downs-Tendenz und erklärt Umgang mit den Eigengewächsen des 1. FC Köln

Christian Keller bei einem Spiel des 1. FC Köln
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Ex-Sportchef Christian Keller gibt Damion-Downs-Tendenz und erklärt Umgang mit den Eigengewächsen des 1. FC Köln

Zum ersten Mal seit seinem Aus bei den Geißböcken hat sich Christian Keller nun in einem Interview geäußert. Bemerkenswert sind unter anderem seine Ansichten zu den Kölner Eigengewächsen beim 1. FC Köln: Das sagt Christian Keller zu Damion Downs.

Knapp zwei Monate nach seinem Aus beim FC hat sich nun Christian Keller erstmals in einem Interview mit der „Kölnischen Rundschau“ und dem „Express“ geäußert zum Abgang beim 1. FC Köln: Das sagt Christian Keller zu Damion Downs.

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Christian Keller weilt dieser Tage auf Mallorca. Das erklärte der ehemalige Geschäftsführer Sport des 1. FC Köln in einem Interview, das er der „Kölnischen Rundschau“ und dem „Express“ gegeben hat. Der 46-Jährige fühlt sich nach der Trennung vom FC im Reinen, wirkt aber dennoch ein wenig enttäuscht, fühlt sich wohl auch ein wenig um den Lohn des Aufstiegs gebracht. „Das Haus ist saniert und die Zimmer neu. Jetzt fängt es an, richtig Spaß zu machen. Das hätte ich gerne gemacht, aber nicht auf Kosten meiner eigenen Glaubwürdigkeit“, sagt Keller. Der 46-Jährige war und ist ein Mann der Prinzipien und vielleicht auch daran bei den Geißböcken gescheitert. Dennoch verfolgt er das Geschehen beim FC auch weiterhin, habe sich über den Aufstieg dementsprechend natürlich auch gefreut.

„Am Schluss hat jeder Spieler seinen eigenen Kopf“

Keller gibt auch zu, Fehler gemacht zu haben. Etwa als im Sommer 2023 einige Leistungsträger wie Ellyes Skhiri oder Jonas Hector den Verein verlassen haben und der FC nicht adäquat nachbesetzte. Doch nicht alle Kritikpunkte, die Keller in den vergangenen Jahren zu hören bekommen hat, lässt der ehemalige Sportdirektor auf sich sitzen. Ein zentraler Punkt, der in den Sozialen Medien immer wieder aufgegriffen wird, ist die fehlende Bindung des eigenen Nachwuchses, der Begriff „Talenteflucht“ macht nach wie vor rund ums Geißbockheim immer wieder die Runde. Natürlich auch durch den Abgang von Florian Wirtz in Köln ein sensibles Thema. Justin Diehl, Jens Castrop, Tim Lemperle oder zuletzt Justin von der Hitz – die Liste der Abschiede beim FC ist lang, ablösefreie Abgänge noch einmal besonders ärgerlich.

„Ich finde, da macht man es sich in Köln teilweise zu leicht. Es gibt ab und an den Irrglauben, dass man die Spieler einfach mit Geld zuschütten kann, und dann wird alles gut“, sagt Keller. Tatsächlich war das Thema Gehalt ein viel diskutiertes. „Aber am Schluss hat jeder Spieler seinen eigenen Kopf und entscheidet mit“, sagt Keller. Soll heißen: Es geht bei den Talenten durchaus auch um andere Dinge, zum Beispiel das Thema Einsatzzeit oder Perspektive. Und die haben wohl nicht alle junge Spieler als vielversprechend bei den Geißböcken angesehen.

„Nehmen wir das Beispiel Justin von der Hitz. Der Junge hat eine brutale Entwicklung hingelegt, die so nicht absehbar war und die erst dadurch zustande gekommen ist, dass wir ihn von rechts hinten nach vorne auf die offensive Außenbahn gestellt haben“, so Keller. „Wenn sich Justin unseren Kader anschaut, sieht er da Linton Maina und Jan Thielmann, also zwei gestandene FC-Spieler. Dann weiß er, dass Said El Mala kommt, der nochmal eine andere Talentkategorie und auch nochmal ein Jahr jünger ist. Und dann weiß er – und diese Antwort kriegt er dann sehr offen und ehrlich – dass auf der Position nochmal ein Spieler geholt werden soll, der bestenfalls Bundesliga-Format hat. Da liegt es nahe, dass er zum Ergebnis kommt, dass es für ihn herausfordernd sein könnte, Spielzeit zu kriegen.“

„Da würden alle mit den Ohren schlackern“

Dennoch drohen weitere Abgänge. Denn auch in dieser Transferphase gibt es talentierte Eigengewächse, deren Verträge im Sommer 2026 auslaufen. So zum Beispiel bei Damion Downs. Der Stürmer hat sich offenbar noch nicht entschieden. Und Keller würde den Angreifer nicht um jeden Preis halten. „Es muss doch aber auch der Weg sein, Spieler zum richtigen Zeitpunkt abzugeben“, sagt Keller. „Damion Downs hat ein Verlängerungsangebot vorliegen, da würden alle mit den Ohren schlackern. Die Entscheidung liegt nun beim Spieler. Die FC-Gespräche mit seiner Agentur und ihm laufen bereits seit Spätherbst. Damion hatte damals schon den Anspruch, Bundesliga zu spielen und nur für den Erstligafall zu verlängern.“ Der ist zwar eingetreten, die Entscheidung steht dennoch aus. Möglicherweise weil weitere Angebote vorliegen sollen.

Zu lange würde Keller offenbar nicht mehr warten wollen, wenn er denn noch im Amt wäre. „Dann müssen gewünschte Rahmendaten wie beispielsweise Ausstiegsklauseln aber auch für den FC lohnenswert sein, ansonsten kann es unter Umständen attraktiver sein, einen Transfer zu realisieren und mit dem Transfererlös einen neuen Spieler mit ähnlichem oder bestenfalls besserem Leistungsniveau zu verpflichten“, sagt der ehemalige Sportdirektor. Tatsächlich schauen sich die Kölner aktuell nach weiteren Stürmern um. Ob als Ergänzung zu oder Ersatz für Downs, ist nicht bekannt.





EM-Topscorer und „teuerster Abgang“ des 1. FC Köln Said El Mala kann es „kaum abwarten zu starten“

Said El Mala macht schon ordentlich Dampf
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EM-Topscorer und „teuerster Abgang“ des 1. FC Köln Said El Mala kann es „kaum abwarten zu starten“

Bei der U19-EM sorgte er für Furore, in der 3. Liga war er einer der großen Überraschungen. Nun liegt der Fokus aber schon auf der nächsten großen Aufgabe: Said El Mala will jetzt beim 1. FC Köln durchstarten.

Spätestens seit der vergangenen Saison steht das Talent im Fokus. Erst Newcomer der 3. Liga, dann Topscorer der U19-EM: Said El Mala will nun auch beim 1. FC Köln so richtig durchstarten.

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Eine gewisse Enttäuschung konnte man aus dem Interview von Christian Keller in der „Kölnischen Rundschau“ dann doch herauslesen. Aber dann doch auch ein wenig Stolz. Gerade auf die Verpflichtung von Said El Mala blickt der ehemalige Geschäftsführer Sport mit ein wenig Genugtuung. „Da lege ich mich fest, dass er der teuerste Abgang der FC-Historie werden wird. Er ist ein Ausnahmespieler, den wir verpflichtet haben, als ihn kaum jemand gesehen hat“, sagt Keller. Gesehen haben den 18-Jährigen zuletzt deutlich mehr. Schon in der 3. Liga sorgte der Offensivspieler für Furore, ist dort nun der jüngste Spieler, der zweistellig getroffen hate und wurde vollkommen zu recht zum Newcomer des Jahres gewählt. Bei der U19-EM zeigte El Mala dann auch international, dass Christian Keller mit seiner Aussage recht haben könnte.

„Wir können zu 100 Prozent stolz sein“

Der Offensivspieler erzielte vier Tore, bereitete drei vor, wurde damit zum besten Scorer des Turniers. „Meine eigene Performance war sehr gut, wenn man auf die Scorer schaut. Ich habe da weitergemacht, wo ich in der Liga aufgehört habe“, sagt El Mala im Interview bei „fc.de„. „Es hat mir extrem Spaß gemacht, es war mein erstes internationales Turnier. Ich habe alles gegeben und mich gut bewiesen.“ Die Mannschaft von Ex-Profi Hanno Balitsch scheiterte im Halbfinale an Spanien, nach einem denkwürdigen Spiel, mit 5:6 nach Verlängerung. „Ich hatte noch nie so ein Spiel. Es war intensiv und sehr nervenaufreibend – für die Zuschauer und für uns Spieler. Auf dem Platz hat es Spaß gemacht, so ein Spiel zu erleben“, so El Mala. „Wir haben alles dagelassen und auf dem Platz gegeben. Deshalb können wir zu 100 Prozent stolz sein. Es ist schade, dass es nicht mit dem Finale geklappt hat.“

„Ich freue mich jetzt sehr auf den FC“

Trotz der Niederlage strotzt El Mala vor Motivation und Selbstbewusstsein. Denn der nächste Schritt seiner Karriere steht kurz bevor. Der Offensivspieler steht vor seiner ersten Bundesliga-Saison und das beim 1. FC Köln. „Nach so einer Saison und EM kann man schon stolz auf sich sein. Ich freue mich jetzt sehr auf den FC, auf die Fans, den Verein, die Mannschaft. Ich kann es kaum abwarten zu starten“, sagt El Mala. Und auch die Kölner Fans können es wohl kaum erwarten, den Youngster zu sehen. Es gibt wohl wenig Zweifel daran, dass El Mala das Zeug zu einem Publikumsliebling hat. Wenn er denn spielen sollte. FC-Trainer Lukas Kwasniok hält viel von dem 18-Jährigen, hat ihn in einem Testspiel mit Paderborn live gesehen. „Ich hatte ihn zu dem Zeitpunkt noch nicht gekannt und dachte ‚wow, was ein Talent‘“, sagte der Coach auf der PK am Mittwoch.

Kwasniok wollte den Angreifer nach Paderborn holen, erfuhr dann aber, dass er schon beim FC unterschrieben habe. „Logischerweise müssen wir die Kirche im Dorf lassen – oder den Dom in der Stadt. Es ist ein junger Spieler, der gerade eine tolle Entwicklung genommen hat“, sagte Kwasniok, der sich aber mit der ersten gemeinsamen Einheit noch ein wenig gedulden muss. Denn El Mala wird erst noch ein wenig Sonderurlaub erhalten. „Die Akkus müssen auf jeden Fall aufgeladen werden. Ich werde wahrscheinlich erst ab dem Trainingslager dabei sein“, sagt der Youngster, der sich dann aber voll auf die neue Aufgabe fokussieren will: Das Durchstarten beim FC.