Gerhard Struber und die Kapitänsfrage

Gerhard Struber beim Training des 1. FC Köln
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Gerhard Struber und die Kapitänsfrage

Gerhard Struber ist in seine erste Trainingswoche beim FC gestartet. Der 47-Jährige steht vor einer herausfordernden Saison und wichtigen Entscheidungen. Eine ist die Wahl des richtigen Kapitäns.

Mit der Nationalmannschaft läuft es für Florian Kainz dieser Tage richtig rund. Der 31-Jährige hat mit Österreich das Achtelfinale erreicht. Im Club wollte es zuletzt bekanntlich nicht rundlaufen. Ob das auch an der Kapitänsbinde lag, ist nicht zu beantworten, aber durchaus möglich. So stellt sich die Frage beim 1. FC Köln: Wer wird Kapitän? Eine Frage, die sich auch Gerhard Struber in den kommenden Wochen stellt.

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Zum Einsatz kam Florian Kainz bei der Europameisterschaft bislang noch nicht, doch der einzige FC-Profi, der an dem Kontinental-Turnier teilnimmt, steht mit Österreich im Achtelfinale und das sogar als Gruppensieger. Mindestens bis zum kommenden Dienstag hält die Reise durch Deutschland für den Mittelfeldspieler noch an. Doch für das Team von Ralf Rangnick ist sogar noch mehr drin. Im Achtelfinale wartet schließlich der Zweite der Gruppe F. Da Portugal schon vor dem abschließenden Duell als Gruppensieger feststeht, steht Österreich vor einer lösbaren Aufgabe, es besteht zumindest die Chance auf das Viertelfinale. Auch ohne Einsatzzeit ein Erfolgserlebnis für den 31-Jährigen, gerade nach der desolaten Spielzeit mit dem FC.

Struber: „Ich wähle mit den Kapitän schon selbst aus“

Es wird also noch ein wenig dauern, bis Kainz zur Mannschaft stößt, zumal er sicherlich auch noch ein wenig Regenerationszeit erhalten wird. Rund ums Geißbockheim stellt sich derweil die Frage nach dem Kapitän. Kainz hatte die Rolle in der vergangenen Saison von Jonas Hector übernommen. Sowohl Steffen Baumgart als auch Timo Schultz betonten immer wieder, wie wichtig der Österreicher für die Mannschaft sei. Davon ist neben dem Platz auch auszugehen, auf dem Rasen wollte es bei Kainz aber so gar nicht laufen. Der Mittelfeldspieler lief seiner guten Form der Vorsaison weit hinterher. Zwar erzielte Kainz fünf Saisontore, allerdings alle vom Punkt. Ob das Formtief mit der Kapitänsbinde zusammenhing, ist reine Spekulation. Möglich ist es aber allemal.

Ob Kainz die Binde auch in der kommenden Spielzeit tragen wird, ist mindestens fraglich. „Wir haben da einige interessante Persönlichkeiten, neben Florian Kainz natürlich“, sagte Gerhard Struber am Montag. Mark Uth, Timo Hübers, Luca Waldschmidt, Jan Thielmann und Co. – die Liste der Persönlichkeiten ist beim FC in der Tat lang. „Ich bin da komplett offen und schau mir das alles sehr gut an“, sagte Struber. „Ich will mir da einfach die nächsten Wochen die Zeit nehmen, um dann auch drauf zu kommen, wer die Rolle einnehmen soll.“ Festgelegt hat sich der Trainer also nicht. Der Coach betont aber auch, dass es keine Wahl wie bei anderen Clubs geben wird. „Ich wähle mir den Kapitän schon selbst aus. Das ist mein Weg in den kommenden Wochen.“

Österreich als Gruppensieger im Achtelfinale

Wie wichtig die richtige Hierarchie für eine Mannschaft ist, betonten auch die TV-Experten Christoph Kramer und Per Mertesacker am Dienstagabend in Bezug auf ihren WM-Titel 2014. Das gilt natürlich auch für den Vereinsfußball und den FC. Die kommenden Wochen finden am Geißbockheim (zunächst) ohne Florian Kainz statt und das spricht nicht unbedingt für eine weitere Amtszeit des Mittelfeldmannes. Der konzentriert sich ohnehin auf die folgenden Länderspiele. Es ist sicherlich nicht ausgeschlossen, dass Kainz noch seine Einsatzzeit erhält. Denn das Turnier könnte für die Rangnick-Auswahl noch andauern. „Die Mannschaft zeigt sich bei der EM wenig überraschend sehr gut. Sie haben sich in den letzten Monaten unter Ralf Rangnick fantastisch entwickelt, sie haben einen unglaublichen Spirit“, erklärte Struber vor dem Niederlande-Spiel und wünschte sich den nächsten Schritt. Den ist Österreich gegangen, mit Florian Kainz – wenn auch ohne Einsatzzeit.


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Transfergerüchte

Wer geht, wer bleibt?

Die Kölner Wackelkandidaten: Keine konkrete Aussagen, aber klare Tendenzen

Gerhard Struber ist Trainer des 1. FC Köln
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Die Kölner Wackelkandidaten: Keine konkrete Aussagen, aber klare Tendenzen

Der 1. FC Köln hat am Montag das Training wieder aufgenommen, bereitet sich nun intensiv auf die kommende Spielzeit vor. Während der Großteil des Kaders steht, gibt es noch einige Wackelkandidaten. Und bei denen klare Tendenzen.

Mit einem XXL-Kader ist der FC am Montag in die Vorbereitung zur neuen Saison gestartet. So groß wird der Kader aber nicht bleiben beim 1. FC Köln: So ist der Stand bei Selke, Maina, Ljubicic und Co.

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Das Grinsen von Christian Keller war schon ein besonders breites, als der Sportdirektor über die Zukunft von Linton Maina sprach. Denn während der 46-Jährige in der Causa Urbig/Schwäbe erstaunlich deutlich wurde und den Youngster als die künftige Nummer eins bestätigte, wollte Keller bei Maina nicht konkret werden. Der schnelle Außenbahnspieler verfügt über eine Ausstiegsklausel, die noch nicht abgelaufen ist. Im Gegensatz zu einigen anderen Mitspielern hat sich der 25-Jährige aber noch nicht offiziell zum FC bekannt. Eine Meldung wie in den Fällen Thielmann, Martel, Hübers oder Kainz steht noch aus. „Linton hat Geburtstag gehabt und die Leistungsdiagnostik absolviert und freut sich, dass es wieder losgeht“, sagte Keller also mit einem breiten Grinsen und freute sich selbst über seine doch offene Antwort.

Selke vor Abschied?

Tatsächlich geht die Tendenz wohl Richtung Verbleib. Die erste Einheit absolvierte Maina am Montag, der vor einem Jahr noch so etwas wie der Pechvogel der Vorbereitung war, unter anderem mit Rückenbeschwerden lange ausfiel. Sollte sich Maina für den FC entscheiden, wäre eine Vertragsverlängerung wie bei Florian Kainz nicht unwahrscheinlich. Denn der Kontrakt des Mittelfeldspielers läuft im kommenden Sommer aus, Maina wäre dann ablösefrei zu haben. Fakt ist aber auch, dass die Ausstiegsklausel noch gilt. Sollte ein für Maina interessanter Verein die Fühler ausstrecken, ist ein Wechsel immer noch denkbar.

Immer wahrscheinlicher wird er indes bei Davie Selke. Keller betonte am Montag noch einmal, dass man dem Stürmer ein Angebot unterbreitet habe, dieser aber die Frist habe verstreichen lassen. „Jetzt ist die Frage, ob es noch mal eine neue Frist gibt“, sagte Keller. Sowohl der Sportdirektor als auch der neue Trainer betonten, wie wichtig ein Stürmer wie Selke für den Verein sein könne, allerdings müsse es da auch ein klares Commitment gegenüber dem Verein geben und das fehle nach wie vor. Das geforderte Commitment hat wohl auch mit dem nötigen Kleingeld zu tun. Die finanziellen Vorstellungen beider Parteien liegen viel zu weit auseinander, als dass eine schnelle Lösung möglich scheint. Die Kölner Verantwortlichen hatten zuletzt betont, dass man sich nicht ausquetschen lasse. Heißt: Auch für Selke gibt es wohl kein Gehalt, das das aktuelle Spektrum an Löhnen sprengen könnte. Zudem scheint der Stürmer nicht sonderlich glücklich über die Wortwahl gewesen zu sein. Zuletzt hat Selke sogar den Insta-Link des FC von seinem Account genommen.

Wie geht es weiter mit Dejan Ljubicic?

Lukrative Angebote sollen Selke durchaus vorliegen. Auf der anderen Seite fühlt sich der Stürmer in Köln sehr wohl. Der FC muss allerdings langsam auch planen, braucht eine gewisse Sicherheit. Der neue Coach würde sich sicherlich über den Zielstürmer und erfolgsreichsten Torschützen der Vorsaison freuen. „Grundsätzlich zeige ich mich demgegenüber sehr offen, gleichzeitig haben wir sehr interessante Jungs im offensiven Bereich jetzt zur Verfügung. Mein Vertrauen in diese Jungs ist groß, Entwicklung zu schaffen“, sagte Struber. Gerade mit Tim Lemperle, Marvin Obuz, aber auch Damion Downs und vielleicht sogar Jaka Potocnik haben die Kölner viel offensives Talent, dass nun zur Entfaltung kommen könnte. Struber klingt jedenfalls so, als könne er sich mit einem Selke-Abschied arrangieren.

Deutliche Worte findet der Trainer bei Dejo Ljubicic. „Dejan ist ein sehr spannender Spieler. Auch, wenn das letzte Jahr ein schwieriges für ihn war“, sagte der Coach und betonte, dass der Mittelfeldspieler dem Team in dem Vorhaben, möglichst schnell wieder ins Oberhaus zurückzukehren, gut zu Gesicht stünde. „Ich spüre, dass er eine persönliche Verbundenheit zum Verein spürt. Er ist einer, den ich sehr gerne hier weitersehen würde.“ Tatsächlich war auch Ljubicic bei der ersten Einheit am Montag offensichtlich mit viel Freude dabei. Der Österreicher schrieb nach der Einheit bereitwillig Autogramme. Genauso wie Marvin Schwäbe, der gemeinsam mit Jonas Urbig und dem neuen Torwarttrainer Peter Greiber seine Einheit absolvierte. Eine konkrete Aussage zu dem Keeper machte Keller ebenfalls nicht. Nur, dass Jonas Urbig die Nummer eins sein würde. Klar ist aber, dass man Schwäbe sicherlich keine Steine in den Weg legen wird.


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Transfergerüchte

Wer geht, wer bleibt?

Statt Spielerflucht ein Überangebot: Einige Spieler werden den FC verlassen müssen

Der Kader des FC ist groß
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Statt Spielerflucht ein Überangebot: Einige Spieler werden den FC verlassen müssen

Noch vor wenigen Wochen waberte die berechtigte Sorge von einem dünnen Kader rund um das Geißbockheim. Nun gibt es einen zu großen Kader. So ist es sehr wahrscheinlich, dass einige Spieler den FC noch verlassen werden.

Knapp 30 Spieler tummelten sich am Montag auf dem Trainingsplatz am Geißbockheim. Einige weitere werden in den kommenden Tagen bis Wochen wieder dazustoßen. Für Trainer Gerhard Struber ist der Kader aktuell zu groß. Trotz der Transfersperre beim 1. FC Köln: Einige Spieler werden den FC noch verlassen müssen.

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Als der 1. FC Köln sich vor so ziemlich genau einem Monat auf Trainersuche begab, kam zwangsläufig die Frage auf, mit welchen Mitteln Christian Keller einen neuen Coach zum FC lotsen wolle. Eine Spielerflucht war ganz sicher nicht ausgeschlossen, immerhin möglich, die Chance auf eine Kaderverbesserung auf dem Transfermarkt allerdings nicht gegeben, dazu eine selbst für Köln schon fast ungewohnte Unruhe, wenn auch berechtigte Kritik an handelnden Personen. Vier Wochen später ist der Trainer nicht nur gefunden, die Situation hat sich rund um den Club grundlegend verändert. Statt Panik herrscht Aufbruchstimmung und dazu eine bislang erstaunlich störfreie. Am Montag hat mit Gerhard Struber der neue Coach das Training aufgenommen und bei den rund 250 anwesenden Fans, das Gefühl von Veränderung wohl noch verstärkt.

Der Kader ist zu groß

Von einer Unruhe wollte der Coach rund um das Geißbockheim ohnehin nichts mitbekommen haben. „Ich habe in den Gesprächen gemerkt, dass jeder hier in der Sache weiß, was zu tun ist, um wieder erfolgreich zu werden“, betonte Struber sachlich, fast schon analysierend. Für ihn gehe es ohnehin darum, die Menschen, mit denen er zusammenarbeite, erst einmal kennenzulernen. Dann werde gehandelt. Dass es überhaupt personellen Handlungsspielraum gibt, war für den Trainer in der Gänze wohl nicht zu erwarten. So wird es in den kommenden Wochen einige wichtige Entscheidungen zu treffen geben. Denn der Kader ist zum jetzigen Standpunkt deutlich größer, als es dem 47-Jährigen dann final lieb sein wird. Struber und Keller werden vor dem Saisonbeginn noch aussortieren, den Kader verkleinern müssen. Und das, nachdem im Worst-Case-Szenario nur ein gutes Dutzend Feldspieler der vergangenen Spielzeit übrig geblieben wäre.

Wird wohl noch Veränderungen geben

Nun gibt es eine andere Marschroute. “Die Gruppe muss schon ein Stück kleiner werden“, erklärte der Trainer am Montag. Die aktuelle Größe des Kaders sei zwar bewusst gewählt, ob sie aber zielführend ist, ist eine andere Baustelle. Immerhin stehen auf dem Papier mehr als 30 Namen, die Teil der Profimannschaft sein können. So wird es auch in Zeiten der Transfersperre Entscheidungen geben, an die man vor einigen Wochen gar nicht denken mochte. Den FC werden mit großer Wahrscheinlichkeit einige Spieler noch verlassen. Und das möglicherweise nicht nur auf Leihbasis. Zumal die Kölner auf einigen Position besonders gut, auf anderen wiederum ziemlich spärlich besetzt sind. Gerade in der Innenverteidigung hat Struber eher wenig Spielraum, auf den Außenbahnen ebenso. Flexibler wird der FC wohl in der Offensive sein.

Sicherlich wird Christian Keller Spielern, die sich nur wenig Hoffnung auf Einsatzzeit machen, keine Steine in den Weg legen. Zumindest wenn der Sportdirektor zu einer ähnlichen Einschätzung kommt. Und der 46-Jährige ist bekanntlich ein Freund von Leihen. Dieses Modell erachtete der Sportdirektor auch für dieses Sommer als ein „wahrscheinliches“. Dabei wird es sicherlich nicht die ganz jungen Nachwuchshoffnungen treffen. Keller betonte am Montag, dass Fayssal Harchaoui, Jaka Potocnik und Co. durchaus die Chance haben, sich zu beweisen und das Trainerteam dann über die kurzfristige Zukunft entscheide. Sollte es bei den Youngstern noch nicht reichen, geht es zunächst einmal zum Spielpraxis sammeln zur U21.

Die Frage ist vielmehr, ob Struber in Spielern, die in den vergangenen Jahren den Durchbruch nicht geschafft haben, noch die Hoffnung auf Besserung sieht. Zumal gleich mehrere Akteure noch einen Vertrag bis zum kommenden Sommer besitzen. Will der FC noch einmal verdienen, dann jetzt.


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Transfergerüchte

Wer geht, wer bleibt?

Offiziell: Der 1. FC Köln verpflichtet Malek und Said El Mala

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Offiziell: Der 1. FC Köln verpflichtet Malek und Said El Mala

Der 1. FC Köln hat trotz der Transfersperre die nächsten Talente verpflichtet. Malek und Said El Mala wechseln von Viktoria Köln zu den Geißböcken, werden aber vorerst weiterhin für den Drittligisten auflaufen.

Der FC arbeitet mit Hochdruck an seinem Kader. Und das auch am mittelfristigen: Der 1. FC Köln verpflichtet Malek und Said El Mala. Die Brüder werden allerdings zunächst weiter für Viktoria Köln auflaufen.

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Schon vor einigen Tagen waberten die ersten Gerüchte rund um das Geißbockheim, nun hat es der FC auch offiziell gemacht. Die Kölner verpflichten die nächsten Talente und das aus der direkten Nachbarschaft. Malek und Said El Mala wechseln von Viktoria Köln zum FC. Die Brüder gelten als besonders talentiert. „Sowohl Said als auch Malek haben sich in der abgelaufenen Saison hervorragend entwickelt. In der U19 von Viktoria haben die beiden starke Leistungen abgeliefert und zudem durch Einsätze in der 3. Liga die ersten Schritte im Herrenfußball gemacht – Said dabei sogar als jüngerer U19-Jahrgang“, sagt Christian Keller. „Beide Jungs bringen sehr gute Voraussetzungen mit, um diesen Weg fortzusetzen und sich mittelfristig im Profifußball zu etablieren. Dafür wird ihnen die Chance auf regelmäßige Spielpraxis in ihrem gewohnten Umfeld und auf hohem Niveau in der Drittligamannschaft von Viktoria guttun.“

Said El Mala: „Es ist nicht selbstverständlich, die nächsten Schritte gemeinsam machen zu können“

Hintergrund ist das Registrierungsverbot, das dem FC auferlegt worden ist. Die Kölner dürfen Spieler verpflichten, aber bis Winter nicht einsetzen. Christian Keller hatte angekündigt, mehrere Talente verpflichten zu wollen. Nach Mansour Ouro-Tagba und Chilohem Onuoha sind Malek und Said El Mala die weiteren Neuverpflichtungen. Keller hatte insgesamt vier angekündigt. „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung beim 1. FC Köln. Das ist ein riesiger Meilenstein, den ich zusammen mit meinem Bruder erreicht habe und wir werden alles für diesen Verein tun“, sagt Malek El Mala. „Dass wir unseren Weg im Profi-Bereich beim FC gemeinsam weitergehen können, ist etwas ganz besonders, dafür haben wir immer gearbeitet und darauf sind wir sehr stolz.“ Der 19-Jährige spielte zunächst Innenverteidiger, wurde aber bei der Viktoria zum Stürmer umgeschult. In 22 Spielen erzielte er zehn Tore und bereitete sieben Tore vor. Sein Debüt in der 3. Liga gab es im April.

Bereits im Februar gab der jüngere Bruder Said El Mala sein Debüt in der Drittliga-Mannschaft. Gegen den VfB Lübeck erzielte der Offensivspieler am 31. Spieltag zudem ein wunderbares Tor. „Es ist ein unheimlich gutes Gefühl, bei so einen großen Verein unterschreiben zu dürfen. Und wie es mein Bruder gesagt hat: Es ist nicht selbstverständlich, die nächsten Schritte gemeinsam machen zu können“, sagt Said El Mala. „Dafür sind wir sehr dankbar. Wir werden in der kommenden Saison alles geben und wollen uns so möglichst gut auf die Zeit beim FC vorbereiten.“ Ähnlich wie Max Finkgräfe verbrachten auch die beiden Brüder einen Teil ihrer Ausbildung bei Borussia Mönchengladbach, spielten aber vor dem Wechsel zur Viktoria beim TSV Meerbusch.


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Mark Uth: Weniger Mannschaftstraining, mehr Einsätze?

Mark Uth will beim 1. FC Köln wieder mehr spielen.
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Mark Uth: Weniger Mannschaftstraining, mehr Einsätze?

In der vergangenen Vorbereitung schob Mark Uth Extraschichten, um nach seinem „Seuchenjahr“ wieder angreifen zu können. Doch auch in der vergangenen Saison fiel der gebürtige Kölner immer wieder aus. Nun haben sich Spieler und Verantwortliche auf eine Sonder-Vorbereitung geeinigt.

Zwar verlief die vergangene Saison schon deutlich besser als die Spielzeit 22/23 – so wirklich glücklich war sie für Mark Uth aber auch nicht. Durch zwei hartnäckige Verletzungen blieb dem gebürtigen Kölner doch wieder viel zu oft nur die Rolle des Zuschauers. Das soll sich in der kommenden Saison ändern und führt zu einer Umdenke beim 1. FC Köln: Deswegen ist Mark Uth nicht bei jeder Einheit dabei.

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Es ist gut möglich, dass sich Christian Keller ein wenig mehr versprochen hatte. Ein wenig mehr Impuls. Denn der FC scheint dieser Tage sehr darauf bedacht zu sein, wann welche Meldung den Weg an die Öffentlichkeit findet. Das Treuebekenntnis von Mark Uth wurde jedenfalls vor dem Heidenheim-Spiel, also vor dem sicheren Abstieg, verkündet. Ob die Kölner Verantwortlichen damit auch einen gewissen mentalen Impuls auf das Saisonfinale auslösen wollten, ist nicht bekannt, aber nicht unwahrscheinlich. Der Klassenerhalt wurde bekanntlich verpasst. Ganz sicher sollte es aber eine Signalwirkung auf weitere Spieler ohne Vertrag oder mit Ausstiegsklausel haben. Und das hat dann wieder erstaunlich gut gefruchtet. Wenn auch nicht bekannt ist, mit welchen monetären Mitteln bei der Entscheidungsfindung nachgeholfen wurde.

Uths Vorbereitung wird „etwas anders“ gestaltet

Mark Uth war der erste Spieler, der sich für den FC öffentlich ausgesprochen hat. Am Montagnachmittag fehlte der gebürtige Kölner allerdings zum Auftakt der Vorbereitung bei der Mannschaft und das ganz bewusst. „Er wird nicht fehlen. Er wird jetzt am Anfang aber nicht immer auf dem Platz stehen“, erklärte Keller am Montag. „Wir haben uns bei Mark dazu entschieden, dass wir den ersten Teil der Vorbereitung bei ihm sehr individuell gestalten, um ihn dann so aufzubauen, dass er uns nicht immer nur ein paar Minuten Freude machen kann.“ Noch vor einem Jahr hatte der Offensivspieler Extraeinheiten geschoben, sich nach seinem „Seuchenjahr“ mit vielen Verletzungen und Operationen zurück gekämpft und war besonders motiviert in die neue Spielzeit gestartet. Doch die nächsten Verletzungen ließen nicht lange auf sich warten. Schon beim ersten Pflichtspiel war mit muskulären Problemen Schluss.

Zudem verletzte sich der 32-Jährige im Testspiel gegen Rot-Weiss Essen am Knie. Insgesamt kam Uth in der vergangenen Spielzeit auf 13 Pflichtspiel-Einsätze, stand nur drei Mal in der Startelf – insgesamt 400 Minuten. In der Saison 22/23 waren es sogar nur fünf Kurzeinsätze. Ein entscheidender Faktor war der Offensivspieler für die Kölner in den vergangenen beiden Jahren somit nicht. Und das, obwohl er als Hoffnungsträger galt und wieder gilt. Zwischenzeitlich wurde sogar über ein Karriereende in den Medien spekuliert. Davon ist Uth weit entfernt, aber offenbar ebenfalls ein Stück weit von der uneingeschränkten Rückkehr auf den Platz.

Zumindest schwingt die Sorge vor weiteren Verletzungen bei dem Offensivspieler mit. „Mark ist einer der herausragenden Spieler in unserem Kader. Da müssen wir einfach die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass er 20, 25 oder sogar hoffentlich noch mehr Spiele machen kann“ so Keller. „Deswegen haben wir gesagt, dass wir seine Vorbereitung etwas anders gestalten wollen.“ So wird der Porzer zunächst ein wenig kürzer treten, um für den FC in dieser Saison möglichst lange eine Rolle spielen zu können. Ob die Rechnung aufgeht, wird sich im Laufe der Saison wiederum sehr schnell zeigen.


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XXL-Kader zum Trainingsauftakt des 1. FC Köln

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XXL-Kader zum Trainingsauftakt des 1. FC Köln

Gut fünf Wochen nach dem enttäuschenden Ende der vergangenen Saison ist der 1. FC Köln in die Vorbereitung auf die neue Spielzeit gestartet. Bei sommerlichen Temperaturen leitete Gerhard Struber sein erstes Training.

Wenige Stunden nach der offiziellen Vorstellung gab es den ersten Einsatz aus dem Trainingsplatz des 1. FC Köln: So lief die erste Trainingseinheit unter Gerhard Struber.

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Bei sommerlichen Temperaturen ist der 1. FC Köln nun auch öffentlich in die Vorbereitung auf die neue Saison gestartet. Unter Gerhard Struber wollen die Geißböcke „schnellst möglich“ wieder ins deutsche Fußball-Oberhaus zurückkehren. Und der neue Coach begrüßte einen XXL-Kader zur ersten Einheit. Nur wenige Profis fehlten zum Auftakt. Leart Pacarada (Krankheit), Luca Kilian (Reha-Training nach Kreuzbandriss), Mark Uth (individuelles Training) sowie Florian Kainz (Einsätze bei der EM) fehlten bei der ersten Einheit. Zudem haben bekanntlich mit Benno Schmitz, Faride Alidou, Justin Diehl und Jeff Chabot einige Akteure den Club verlassen. Davie Selke hatte ein Angebot vorliegen, dieses aber nicht angenommen. Ob es ein weiteres geben wird, ist unklar.

Youngster im Einsatz

Dafür trainierten die Leihspieler, die im Sommer zurückgekehrt sind, wieder mit der Mannschaft mit. Jonas Urbig, die neue Nummer eins, genauso wie unter anderem Tim Lemperle und Mathias Olesen. Nicht mit dabei war dagegen Marvin Obuz. Das Eigengewächs wird nach einem Muskelbündelriss noch einige Wochen fehlen. Laut Christian Keller wird der Rückkehrer von RW Essen erst Mitte der Vorbereitung einsteigen können. Präsentieren dürften sich mit Fayssal Harchaoui, Julian Pauli und Jaka Cuber Potocnik allerdings einige Nachwuchshoffnungen. Ob sie bei den Profis bleiben oder erst einmal bei der U21 zum Einsatz kommen, läge an den Spielern selbst, sagte Keller am Montag.

Bis zum ersten Testspiel beim VfL Rheingold Poll am kommenden Samstag sind für jeden Tag Trainingseinheiten anberaumt.


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Transfergerüchte

Wer geht, wer bleibt?

Christian Keller bestätigt Torhüter-Entscheidung

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Christian Keller bestätigt Torhüter-Entscheidung

Jonas Urbig wird in der kommenden Saison die Nummer eins des 1. FC Köln. Das bestätigte Sportdirektor Christian Keller am Montagvormittag. Wie es mit Marvin Schwäbe weitergeht, ist offen.

Der FC hat sich wie berichtet bereits auf den ersten Keeper für die neue Saison festgelegt. Es gibt eine neue Nummer eins beim 1. FC Köln: Christian Keller bestätigt Torhüter-Entscheidung.

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Die Situation hätte eine ungemütliche werden können – für Christian Keller, genauso wie für Marvin Schwäbe und Jonas Urbig. Denn eigentlich hatte der Plan für diesen Sommer so ausgesehen, dass Schwäbe als Nummer eins den Herausforderer Jonas Urbig zur Seite gestellt bekommen würde. Nur lieferte Urbig bei Greuther Fürth eine so starke Spielzeit ab, dass er sich wohl kaum mit der Position des Ersatzkeepers zufrieden gegeben hätte. Es drohten Unstimmigkeiten, die die Kölner wohl gerne vermieden hätten. Schließlich gilt Urbig als eins der größten Talente des Landes. Der FC hätte wohl sehr ungern einen weiteren Youngster verloren. Doch auch Schwäbe lieferte Argumente für den Posten zwischen den Pfosten. „Marvin hat über zweieinhalb Jahre ein sehr sehr guten Job gemacht“, sagte Keller. „Er hat teils herausragende Leistungen für uns gezeigt und sich nicht umsonst in den Fokus der Nationalmannschaft gespielt.“

Keller: „Marvin wird sich hier einbringen“

Wie konkret dieser Fokus wirklich gewesen ist, ist offen. Fakt ist dagegen, dass der 1. FC Köln nicht mit Schwäbe als Nummer eins in die neue Saison startet. Die Kölner haben sich wie berichtet auf Jonas Urbig festgelegt. Und das nicht ohne Grund. Schwäbe hatte in der Tat seinen Wunsch hinterlegt, den Verein verlassen zu wollen. „So einem Spieler muss man mit kompletten Verständnis nachsehen, wenn er sagt, ich habe auf Erstliga-Niveau performt, wenn für mich eine Türe aufgeht, dann möchte ich die auch nutzen“, so Keller, der betonte, dass es einen offenen Austausch gegeben habe und man offen gewesen sei, ihm diesen Wunsch zu ermöglichen. Anscheinend hat sich noch keine Tür geöffnet. „So lange wird Marvin sich hier einbringen und mit trainieren, so, wie er das die letzten zwei Jahre gemacht hat.“

Die für Schwäbe geöffnete Tür hatte aber auch einen Nebeneffekt. „Klar ist aber auch der Umkehrschluss, dass wenn sich unsere aktuelle Nummer eins mit hoher Wahrscheinlichkeit verändern wird, wir dann eine neue Aussage zur neuen Nummer eins treffen müssen“, so Keller. „Wir haben einen hochtalentierten Nachwuchstorwart in unseren Reihen, wahrscheinlich einer der talentiertesten Torhüter überhaupt im deutschen Fußball. Und in dem Moment, in dem die aktuelle Nummer eins den total nachvollziehbaren Veränderungswunsch äußert, dann ist damit die Entscheidung gefallen, wer die neue Nummer eins wird. Und so werden wir jetzt auch in die neue Saison gehen.“

Entscheidung pro Jonas Urbig

Wie es mit Schwäbe weitergeht, ist unterdessen offen. Als der 29-Jährige vor drei Jahren zum FC wechselte, kam der Keeper als klare Nummer zwei hinter Timo Horn, eroberte aber schnell den Stammposten. Dass der Keeper sich nach zweieinhalb Jahren Nummer eins aber wieder im zweiten Glied einordnen will, ist unwahrscheinlich. Zumal die Kölner aktuell über fünf Keeper verfügen. Auf der anderen Seite ist der Keeper-Markt alles andere als leicht. Durch die Vertragsverlängerung von Philipp Pentke deutet aber einiges darauf hin, dass man Schwäbe auch weiterhin keine Steine in den Weg legen wird. Somit heißt die Zukunft Jonas Urbig und das schneller als erwartet. Der 20-Jährige spielt damit bereits bei seinem dritten Club in der zweiten Liga als Nummer eins.


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Gerhard Struber: „Es ist die Aufgabe, die irrsinnig reizt“

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Gerhard Struber: „Es ist die Aufgabe, die irrsinnig reizt“

Wenige Stunden vor dem Auftakttraining wurde Gerhard Struber als neuer Trainer des 1. FC Köln offiziell vorgestellt. Der Coach äußert sich zu seinem Kader, der bevorstehenden Aufgabe und seinen Zielen.

Das sagt Gerhard Struber auf der ersten Pressekonferenz als Trainer des 1. FC Köln zu seiner Aufgabe, zum Kader, der Spielidee und der Kapitänsfrage.

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Wenige Stunden vor dem Trainingsauftakt in die Zweitliga-Saison hat der 1. FC Köln seinen neuen Trainer vorgestellt. Auf Gerhard Struber ist bekanntlich die Wahl gefallen. Und das nicht ohne Grund. „Ich hatte ja schon viel über das Anforderungsprofil gesprochen“, erklärte Christian Keller am Montagmorgen. „Dazu gehört die Passfähigkeit zur Spielidee, die Passfähigkeit, junge Spieler zu entwickeln und die Fähigkeit, den Blick nur noch nach vorne zu richten und mit totaler Überzeugung, die Chance in dieser Aufgabe zu sehen.“ Die Chance heißt, die schnellst mögliche Rückkehr in die Bundesliga zu gewährleisten. Für den neuen Coach hat es in den ersten Gesprächen ebenfalls „gematcht“. „Es ist die Aufgabe, die mich irrsinnig reizt“, sagt Struber. „Die Gespräche, die wir geführt haben, waren am Ende ausschlaggebend, warum ich mich schnell für diese Aufgabe entschieden habe. Weil einfach der Reiz so groß ist, hier etwas in Bewegung zu bringen.“

Struber: „Wir wollen so schnell wie möglich zurück in die Bundesliga“

Das muss nach dem Abstieg auch nötig sein, denn der schnellstmögliche Aufstieg ist auch für den 47-Jährigen das erklärte Ziel. Der Club soll sich schnell dort wieder einfinden, „wo sich Stadt und Fans es verdient haben“, sagt der neue Coach, warnt aber zugleich: „Ich bin mir der Aufgabe bewusst. Wir wollen so schnell wie möglich zurück in die Bundesliga. Wir wissen aber alle, was es heißt, dieses Ziel anzugehen. Da müssen viele Räder ineinander greifen.“ Die Situation um den neuen Kader und die Transfersperre hat Struber dabei nicht abgeschreckt. Im Gegenteil: „Der Kader ist interessant, spannend und von einigen Persönlichkeiten geprägt. Wir werden den Kader entwickeln, in diese Spielidee, die uns hoffentlich dann auch gewährleisten lässt, diesen Aufstieg in Angriff zu nehmen“, sagt Struber. „Ich traue dem Kader zu, auch in dieser Spielidee und dieser Entwicklung, Leistungen abzuliefern, die uns Punkte gewährleisten.“

Zu dem Kader gehören zunächst auch Linton Maina, Marvin Schwäbe und Dejan Ljubicic. Zwar äußerte sich Keller nicht konkret zu der Vertragssituation von Maina, deutete aber an, dass er sehr glücklich beim FC sei und sich auf den Trainingsstart freue. Bei Schwäbe ist due Zukunft weiterhin offen, Jonas Urbig wird aber wie berichtet als neue Nummer eins in die kommende Saison gehen. Struber betonte, dass er sehr gerne mit Ljubicic abreiten würde, der sich beim FC wiederum sehr wohl fühle. Eine konkrete Aussage, wie es mit dem kolportiert wechselwilligen Mittelfeldspieler weitergeht, gab es nicht. Davie Selke hat das Angebot der Kölner verstreichen lassen. Die Tür scheint noch nicht ganz geschlossen zu sein. Struber äußerte sich auch zur Kapitänsfrage: „Wir haben neben dem Florian Kainz einige interessante Persönlichkeiten. Ich will mir da einfach die nächsten Wochen die Zeit nehmen, um da drauf zu kommen, wer die Rolle einnehmen soll.“

Struber: „Wir wollen sehr proaktiv agieren“

Nun steht für den Trainer zunächst einmal das Implementieren der Spielidee im Fokus. „Wir wollen sehr proaktiv agieren. Wir wollen in allen Phasen Antworten liefern. Und das gepaart mit einer hohen Intensität“, so Struber. eine wichtige Rolle soll dabei auch die Mentalität spielen. „Mir ist es wichtig, dass sich die Spieler viel zutrauen. Sie sollen Überzeugung aufbauen, Selbstvertrauen aufbauen. Wir wollen jeden einzelnen Spieler ein Stück besser machen.“ Dazu gehören auch einige Nachwuchshoffnungen. „Wir wollen uns einen Überblick gerade auch über die jungen talentierten Spieler verschaffen“, so Struber. So werden Fayssal Harchaoui, Julian Pauli und Jaka Cuber Potocnik vorerst bei den Profis mit trainieren und möglicherweise ihre Chance erhalten. Das Vertrauen in die „interessanten Jungs“ sei groß, betont Struber.


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Der Kronprinz tritt sein Erbe an – der rasante Aufstieg des Jonas Urbig

Jonas Urbig vom 1. FC Köln
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Der Kronprinz tritt sein Erbe an – der rasante Aufstieg des Jonas Urbig

Noch vor drei Jahren wurde Jonas Urbig beim 1. FC Köln als möglicher Kronprinz von Timo Horn gehandelt. Dieses Erbe tritt der junge Keeper nun an. Und das absolut verdient.

Schon bevor die Vorbereitung auf die neue Saison begonnen hat, ist er einer der Gewinner. Es gibt eine Wachablösung beim 1. FC Köln: Jonas Urbig wird die Nummer eins.

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Es ist sonnig auf dem Fußballplatz des SV Aasen. Nur drei große Bäume stehen hinter dem Fangnetz des Kunstrasenplatzes. Einige Rentner haben sich dort versammelt, suchen Schutz vor der Sonne. Das eigentliche Geschehen spielt sich auf der anderen Seite des Kunstrasens ab, doch auch hier gibt es etwas zu sehen. Sprünge und Paraden. Es ist Sommer 2021, es ist Trainingslager in Donaueschingen, es wird die erste Spielzeit unter Steffen Baumgart. Und es ist der ungeahnte Beginn einer Wachablösung. Uwe Gospodarek trainiert die Kölner Keeper: Marvin Schwäbe, Timo Horn und da ist das noch „dieser Junge“, wie einer der Rentner sagt und mit urigstem Kölsch prophezeit „Der macht seinen Weg, das sage ich euch.“

Jonas Urbig setzt Tradition der Keeper fort

Der Junge heißt Jonas Urbig und wird nicht nur von den anwesenden Rentnern als Hoffnungsträger der Kölner Keeper-Schmiede angesehen. „Jonas Urbig als Kronprinz wollen wir fördern und für ihn ist perspektivisch der Kaderplatz im Profibereich angedacht“, sagte damals auch Jörg Jakobs, der bekanntermaßen nicht mehr für den FC tätig ist. Urbig der Kronprinz. Kronprinz von Timo Horn und damit wohl auch Nachfolger von Kölner Torwart-Größen wie Bodo Illgner und Toni Schumacher. „Es ist wichtig, dass wir junge Talente an den Profikader heranführen. Jonas ist ein sehr guter Torwart, der auch im Trainingslager eine gute Leistung abgerufen hat“, sagte Horn damals. „Ich kann auch nicht ewig spielen. Es ist gut, wenn der FC diese Torhüter-Tradition fortsetzen kann. Wenn Jonas das ist, dann würde mich das sehr freuen. Er ist ein guter Junge.“ 

Drei Jahre später setzt Urbig diese Tradition fort. Der gute Junge von damals wird in der kommenden Spielzeit die Nummer eins im Kasten des 1. FC Köln sein. Das Potenzial hat man damals schon gesehen, die enorme Sprungkraft, das spielerische Verständnis, die Reflexe. Dass es der Euskirchener, der die Torwartfähigkeiten wohl von seinem Vater mit in die Wiege gelegt bekommen hat, bereits drei Jahre nach seinem ersten Trainingslager mit dem FC die Stammhandschuhe tragen würde, war damals nicht abzusehen. Timo Horn galt als unumstrittene Nummer eins, Marvin Schwäbe war der Herausforderer. Dieser setzte sich aber doch recht schnell durch, erhielt einen erstaunlich langen Vertrag und galt als ebenso unumstritten. Bis der Abstieg drohte und Schwäbe offenbar andeutete, den Verein nicht in die 2. Bundesliga begleiten zu wollen. Christian Keller betonte am Montagvormittag auf der ersten Pressekonferenz mit Gerhard Struber, dass Schwäbes Wunsch aufgrund seiner Leistungen nachvollziehbar sei und sich der FC somit auf Jonas Urbig als neue Nummer eins festlege.

Jonas Urbig steigert seinen Marktwert

Es wäre aber viel zu einfach, Schwäbes Abschiedsankündigung als Hauptursache für Urbigs Beförderung auszumachen. Dass sie jetzt schon festzusteht schon, eine Wachablösung wäre aber auch sonst nicht unwahrscheinlich gewesen. Denn Urbig hat in den vergangenen beiden Jahren eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht. Offenbar auch schneller als erwartet. Der 20-Jährige wurde im Januar 2023 nach Regensburg verliehen. Eigentlich, um den Konkurrenzkampf zu beleben, eigentlich für anderthalb Jahre. Doch der Keeper entschied das interne Torhüter-Duell für sich, wurde beim Jahn Stammkeeper, konnte den Abstieg aber nicht verhindern. Damit änderte sich auch der eigentliche Plan der Leihe. Urbig kehrte bereits im Sommer 2023 zurück, sollte weiterhin 2. Liga spielen, um den nächsten Schritt zu gehen.

Dieses Mal trat Urbig in den Konkurrenzkampf bei Greuther Fürth. Wieder setzte sich der Youngster durch und avancierte zudem zu einem der besten Keeper der 2. Bundesliga, spielte unter anderem zehn Mal zu Null. Nur Kiels Timon Weiner war noch besser. Zwei Mal Konkurrenzkampf, zwei Mal in Liga zwei problemlos durchgesetzt, zudem den Marktwert laut transfermarkt.de auf vier Millionen Euro in die Höhe geschraubt. Urbig ist damit der wertvollste Keeper der 2. Bundesliga. Kein Wunder, dass der Torwart höhere Ambitionen hat. Und so hätte sich der Keeper wohl auch beim FC dem Konkurrenzkampf gerne gestellt. Den hat Urbig kampflos gewonnen. Im Trainingslager in der Steiermark ist der U21-Nationalkeeper die neue Nummer eins. In ein überraschendes Staunen wird der Torwart die Zaungäste dann wohl nicht mehr so leicht versetzen können.


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Es geht wieder los – Gerhard Struber muss direkt den höchsten Gang einlegen

Der FC startet ins erste Training
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Es geht wieder los – Gerhard Struber muss direkt den höchsten Gang einlegen

Nach gut fünf Wochen starten die Geißböcke am Montag mit dem ersten Training in die neue Saison. Die Vorfreude ist riesig, die Sorge vor einem Fehlstart wohl auch. Trainer Gerhard Struber steht vor weiteren Baustellen.

Am Montagnachmittag startet der 1. FC Köln in das erste Training für die kommende Saison. Mit dabei sind einige Nachwuchskräfte, einige Leihspieler sowie ein neues Trainergespann. Auf das wartet direkt eine große Herausforderung: Diese Aufgaben gehen Gerhard Struber und Co. nun an.

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Gerade einmal 37 Tage liegen für den 1. FC Köln zwischen dem Abstieg in die 2. Bundesliga und dem Auftakt in die Vorbereitung auf jene. Vor fünf Wochen kassierte der FC die Niederlage gegen den 1. FC Heidenheim und verpasste damit den Klassenerhalt. Nun starten die Geißböcke in die Mission 2. Liga, bemüht um den direkten Wiederaufstieg, zumindest den schnellst möglichen Aufstieg. Nachdem es am Sonntagabend noch ein gemeinsames Grillen mit der Mannschaft gegeben hat, wird der neue Trainer Gerhard Struber am Montagmorgen offiziell vorgestellt und dabei wohl auch seine Spielidee für die kommende Saison vorstellen, bevor der Coach am Nachmittag dann auch die erste Einheit mit dem Team absolviert. Bis zum ersten Testspiel am kommenden Samstag im Südstadion gegen den VfL Rheingold 1912 Köln-Poll wird es tägliche Einheiten geben.

Einige Baustellen bleiben

Struber und sein neu installiertes Trainerteam werden umgehend auf Hochtouren arbeiten müssen. Denn es gibt noch einige Baustellen, die die FC-Verantwortlichen schnellst möglich angehen müssen. Dabei wird das Implementieren einer neuen Spielidee zunächst nur eine periphere Aufgabe des 47-Jährigen sein. Vielmehr wird das neue Trainerteam erst einmal die Rahmenbedingungen schaffen müssen. Struber wird versuchen müssen, der abgestiegenen Mannschaft das Selbstvertrauen einzuhauchen, das den FC fast zwei Spielzeiten lang über den eigenen Möglichkeiten hat spielen lassen. Gerade die Leistungsträger muss der Trainer wieder auf Spur bringen, soll der Aufstieg in die Bundesliga schon in dieser Saison zum Thema werden.

Keine leichte Aufgabe, immerhin blieben einige Stammspieler weit hinter den Erwartungen zurück. Dabei dürfte es tatsächlich von Vorteil sein, dass der FC den Kader der Vorsaison nahezu zusammengehalten hat. Eine große Einheit muss in der Vorbereitung nicht aufs Neue herausbeschworen werden. Immerhin gibt es mit den Leihspieler gleich ein Halbes Dutzend Akteure, die wie einer Art Neuverpflichtung zu bewerten sind. Struber muss die Leihspieler genauso wie den Kölner Nachwuchs in den Kader integrieren. Dabei werden sicherlich nicht alle in Köln bleiben, alle aber eine wohl faire Chance erhalten. Zudem warten mit der Kapitänsfrage, der Rollenverteilung zwischen den Pfosten und den wechselwilligen Kandidaten weitere spannende Aufgaben auf Struber. Außerdem wird die Suche nach einem klassischen Zielstürmer eine spannende werden.

Hochtouren aber auch, weil dem Kölner Trainer-Team nicht viel Zeit für das Schaffen der Rahmenbedingungen bleibt. Anfang August, also in gut fünf Wochen, gut 30 Tagen, startet die 2. Bundesliga bereits wieder. Wenige Tage zuvor kehren die Kölner aus dem Trainingslager aus der Steiermark zurück. Bis dahin werden die Leitplanken lange stehen, dann geht es um den Fußball.


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