Das sagt Timo Schultz zu Selke, Alidou und Kainz sowie zum Derby

Das sagt Timo Schultz vor dem Gladbach-Spiel
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Das sagt Timo Schultz zu Selke, Alidou und Kainz sowie zum Derby

Nach der 0:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen steht nun das nächste schwere Spiel auf dem Programm: Der FC ist zu Gast bei Borussia Mönchengladbach. Am Donnerstag fand die obligatorische Pressekonferenz vor dem Spieltag statt.

Mit dem Duell gegen Borussia Mönchengladbach geht es zum Zwischenspurt vor der Länderspielpause. Der 1. FC Köln spielt in den kommenden Wochen noch gegen Gladbach und Leipzig. Das sagt Timo Schultz vor dem Gladbach-Spiel.

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Nur sechs Tage nach dem Nachbarschafts-Duell gegen Bayer Leverkusen steht für den 1. FC Köln am Samstag das Derby bei Mönchengladbach auf dem Programm. Für FC-Trainer Timo Schultz ist es das erste Rheinderby – die Marschroute aber dennoch eindeutig definiert, der Stellenwert bekannt. „Wir werden eine Kölner Mannschaft sehen, die bis in die Haarspitzen motiviert ist. Wir wollen den ersten Auswärtssieg des Jahres holen“, sagt der Trainer. „Der Fokus liegt dabei auf unserer Leistung.“ Im Hinspiel im vergangenen Jahr feierten die Kölner nach langer Durststrecke den ersten Saisonsieg, nun soll also der erste Dreier in der Fremde folgen.

Timo Schultz: „Wenn sie das abrufen, kann es schwierig werden“

Dabei weiß Schultz, dass es keine leichte Aufgabe werden wird. „Gladbach ist ähnlich wie wir punktemäßig nicht optimal in die Rückrunde gestartet. Es ist aber auch eine Mannschaft, die innerhalb eines Spiels enorme Schwankungen hat. Gegen Mainz haben sie zunächst Glück, dass sie nur 0:1 zurückliegen und müssen der Platz am Ende eigentlich als klarer Sieger verlassen“, erklärt der Trainer. „Es ist eine Truppe mit zwei Gesichert.“ Und eine Truppe, „die in der Offensive ein enormes Potenzial hat. Wenn sie das abrufen, kann es schwierig werden.“ So will der Coach den Gegner gar nicht erst ins Spiel kommen lassen, keine Räume anbieten. Das Motto heißt, das Spiel selbst machen. Dabei fehlen den Geißböcken gleich mehrere Stammkräfte.

Jan Thielmann sah am vergangenen Wochenende Rot, Dejan Ljubicic holte sich den fünften Gelben Karton ab. Eine gewisse Übermotivation lässt sich wohl kaum abstreiten. „Im Fußball gibt es nun mal die ein oder andere Situation, aus einer gewissen Dynamik oder Emotion heraus, die vielleicht grenzwertig sind“, sagt Schultz. „Ich fordere von meinen Jungs, dass sie laut sind oder mal ein wenig über die Grenzen hinaus gehen. Man soll schon sein Herz auf dem Platz lassen.“ Der Trainer betont aber, dass damit aber keine unfaire Spielweise gemeint sei. Für Samstag muss der Trainer nun auf diversen Positionen umbauen. Für Ljubicic gibt es auf der Doppelsechs gleich mehrere Optionen. „Denis Huseinbasic ist eine naheliegende Alternative genauso wie Jacob Christensen, der sich im Training sehr gut präsentiert“, sagt der Trainer.

Timo Schultz: „Florian Kainz wird starten“

Auch in der Offensive gibt es eine weitere Option, ob diese aber schon bereit für einen Startelf-Einsatz ist, ließ der Trainer offen. „Davie konnte die ganze Woche mittrainieren, nachdem er letzte Woche nur Teile mitgemacht hat und auch noch gesteuert wurde“, sagte Schultz. „Man muss sicher die kommenden beiden Tage abwarten, wie er die steigende Belastung verkraftet. Er ist aber ein Kandidat für den Kader.“ Für die Startelf könnte ein Einsatz zu früh kommen. Definitiv von Beginn an wird aber der Kapitän spielen. „Florian Kainz wird in der Startelf stehen“, sagte Schultz. Der Mittelfeldspieler hatte im Hinspiel zwei Tore erzielt, beide vom Punkt. „Ich hätte nichts dagegen, wenn er wieder zwei Tore schießt. Wegen mir auch per Elfmeter. Mir ist egal, wie die Tore fallen“, sagte der Coach. „Wir brauchen ihn. Wir brauchen ihn in einer guten Form. Und wir brauchen ihn im letzten Drittel, um da torgefährlicher zu werden.“  

Ein Fragezeichen steht dagegen noch hinter Faride Alidou. Der Offensivspieler hatte das Training am Mittwoch abgebrochen. „Das war eine Vorsichtsmaßnahme. Ich habe heute noch nichts gehört, das ist eigentlich immer ein ganz gutes Zeichen. Wir werden das heute weiter im Auge behalten müssen“, so Schultz. Eine Option für den Kader bleibt Sargis Adamyan. „Sargis präsentiert sich im Training wirklich sehr sehr gut, sehr agil, auch sehr stabil gegen den Ball. Vor allem seine Torgefahr tut uns gut. Es war jetzt gegen Leverkusen an drei Toraktionen beteiligt und hat sich für seinen sehr engagierten Auftritt nicht belohnt“, sagte der Coach.


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Wird Jacob Christensen nun zur Option?

1. FC Köln: Bekommt Jacob Christensen nun seine Chance?
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Wird Jacob Christensen nun zur Option?

Im Nachbarschaftsduell gegen Leverkusen spielte Dejan Ljubicic mit Eric Martel die Doppelsechs. Am Samstag wird der Mittelfeldspieler gegen Gladbach gesperrt fehlen. Setzt Timo Schultz erneut auf Denis Huseinbasic oder gibt es vielleicht sogar das Liga-Startelf-Debüt für Jacob Christensen?

Durch die Gelbsperre von Dejan Ljubicic wird Timo Schultz sein Zentrum ein weiteres Mal umbauen müssen beim 1. FC Köln: Bekommt Jacob Christensen nun seine Chance?

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Auch wenn der 1. FC Köln das Heimspiel gegen Bayer Leverkusen verdient 0:2 verloren hat, war auch im Nachbarschafts-Duell die Veränderung unter Timo Schultz deutlich zu sehen. „Man sieht, dass wir kompakt stehen, dass wir weniger Chancen zulassen und gegen viele Gegner die Chance hatten, die Spiele auch zu gewinnen“, sagte Eric Martel am Mittwoch. Der 21-Jährige weiß, wovon er spricht. Als Stamm-Sechser ist Martel der Stabilisator des Kölner Zentrums. Am vergangenen Sonntag spielte Dejan Ljubicic neben Martel, hatte zwar in der Offensive nur wenige Aktionen, stopfte in der Defensive aber wichtige Löcher. Lief weit mehr als zwölf Kilometer und gewann zwei Drittel seiner Zweikämpfe. Allerdings holte sich der Mittelfeldspieler auch seine fünfte Gelbe Karte ab und wird dementsprechend im Derby gegen Borussia Mönchengladbach fehlen.

Huseinbasic oder Christensen?

Obwohl der Nationalspieler Österreichs in dieser Saison weit hinter den eigenen Erwartungen zurück geblieben ist, ist Ljubicic dennoch Stammspieler – wie schon unter Steffen Baumgart, so auch unter Timo Schultz gesetzt. Ljubicic stand in dieser Saison 22 Mal im Kader, davon 20 Mal in der Startelf, spielte immer. Eins seiner besten Spiele machte er auf der Sechs im Hinspiel gegen Borussia Dortmund. Mehr als zwei Torvorlagen kamen in der Offensive dabei aber nicht herum. Und das, obwohl Ljubicic eigentlich eine offensivere Rolle beim FC einnimmt. Denn bis zum Leverkusen-Spiel spielte Denis Huseinbasic unter dem neuen Trainer fest neben Martel. Nach dem schwachen Auftritt gegen Stuttgart rückte nun Ljubicic auf die Doppel-Sechs. Und so wird Schultz seine Anfangsformation erneut umbauen.

Schultz: „Er ist mehr als nur eine Alternative“

Ob nun aber Huseinbasic zurück in die Startelf rotiert, ist offen. Der 22-Jährige überzeugte in den ersten Spielen unter Timo Schultz, war neben Martel das spielerische Element im defensiven Mittelfeld. Die Leistung gegen Stuttgart war aber ungewohnt schwach. Somit käme Jacob Christensen ins Spiel. Der Däne spielte unter Steffen Baumgart in der Liga nicht eine Minute, galt zunächst als vielversprechendes Talent, dann bei vielen Fans als Transfer-Flop. „Wir alle im Verein sehen die positive Entwicklung von Jacob. Er ist aus einer Liga gekommen, die nicht so körperlich ist wie die Bundesliga. Er war nah dran an der Mannschaft, bis er sich leider schwer verletzt hat. Daher war er bis zum Winter leider keine echte Alternative mehr“, hatte Schultz vor einigen Wochen gesagt und betont, dass der Däne langsam sogar eine ernsthafte Option für deutlich mehr sei. „Er ist für mich mehr als eine Alternative. Er ist ein ernsthafter Kandidat, in die Startelf zu rutschen.“

Bislang kommt der Däne in der Liga auf vier Kurzeinsätze, auf gut 30 Minuten Spielzeit. Bei seinem dänischen Club FC Nordsjaelland war der Mittelfeldspieler trotz seiner jungen Jahre absoluter Leistungsträger, wurde mit dem Verein überraschend Vizemeister. Im Training unter der Woche drängte sich aber auch Meiko Wäschenbach als möglicher Sechser auf. Ein Einsatz von Beginn dürfte für den Youngster aber noch zu früh kommen. Die Chancen von Christensen dürften somit gestiegen sein. Gut möglich, dass der Trainer aber auch das System umstellt und nur mit einer Sechs agieren wird.

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Macht Schultz nun den Baumgart und wird zum Entwickler?

Sargis Adamyan und Faride Alidou blühen unter dem neuen Trainer auf. Wird Timo Schultz zum Entwickler beim 1. FC Köln?
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Macht Schultz nun den Baumgart und wird zum Entwickler?

Sargis Adamyan zeigte am Sonntag eine ansprechende Leistung. Innerhalb von 65 Minuten avancierte der Angreifer zu einem Kölner Hoffnungsträger. Der Fall Faride Alidou beweist, dass die leise Hoffnung durchaus berechtigt sein kann. Doch es gibt auch Gegenbeispiele.

Sargis Adamyan heißt der große Gewinner der 0:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen. Der Angreifer galt als großer Fehleinkauf und zeigte gegen Bayer eine starke Leistung. Ein Ausreißer? Möglich. Möglich aber auch, dass Timo Schultz den nächsten Spieler aus der Formkrise hebt. Wird Timo Schultz zum Entwickler beim 1. FC Köln?

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Einen großen Vorwurf konnte man Sargis Adamyan am Sonntag eigentlich nicht machen. Der Spieler, der in der Vergangenheit auch mal gerne Bälle leicht vertändelte, die Kugel aus kürzester Distanz akrobatisch noch über das Gehäuse zauberte, war im Nachbarschafts-Duell gegen Bayer Leverkusen einer der großen Lichtblicke. Nach einer Flanke von Rasmus Carstensen stand der Angreifer, der dann doch überraschend in der Startelf gestanden hatte, ganz blank, nahm den Ball direkt und brachte ihn gegen die Laufrichtung des Leverkusener Keepers auch aufs Tor. Aus Kölner Sicht blöderweise nicht genau genug. Der Ball prallte gegen den Innenpfosten. „Es ist bitter, dass der Ball genau gegen den Pfosten und raus geht. Das beschäftigt einen noch ein, zwei Tage und dann muss es abgehackt werden, um gegen Gladbach alles rauszuhauen“, sagte der Angreifer.

Adamyan trifft den Pfosten

Dass Adamyan auch gegen Gladbach seine Einsatzzeit erhält, ist gar nicht so unwahrscheinlich – wenn auch nicht zwingend von Beginn. Oder doch? „Wenn er weiter so Gas gibt, im Training dranbleibt und solche Spielleistungen bringt, ist er weiter eine Option. Wir können jeden Spieler gebrauchen, der Torgefahr ausstrahlt“, sagte Schultz am Sonntag. Der Armenier machte nicht nur beim Pfostenschuss viel richtig. Zuvor hatte Adamyan mit einem Hacken-Tunnel-Pass eine weitere Großchancen eingeleitet. Dieses Mal vergab Faride Alidou im Zentrum knapp. Der Rechtsaußen brachte zuvor, allerdings von links, eine Flanke auf Adamyan, bei der der Angreifer nah an der Grenze zu „gegen jegliche Regeln“ im Strafraum von Grimaldo von den Beinen geholt wurde. Unterm Strich strahlte aber die Offensive gerade um Adamyan und Alidou eine fast schon ungeahnte Torgefahr aus – zumindest mehr als in den vergangenen Wochen.

Gerade Alidou und Adamyan, die unter Steffen Baumgart so gar keine Rolle gespielt haben. Und das nicht zu unrecht. Die beiden Spieler blieben bei ihren Einsätzen in der Hinrunde blass. Alidou wurde bereits als Fehl-Leihe abgestempelt, hatte die Gunst bei den meisten Fans verloren. Mittlerweile kommt der Offensivspieler auf zwei Tore und hatte auch am Sonntag gegen Leverkusen nach anfänglichen Schwierigkeiten einige gute Aktionen. Alidou kam selbst zum Abschluss und leitete unter anderem mit einem starken Pass in die Tiefe die Chance zu Adamyans Pfostentreffer ein. Der Armenier gilt indes seit seiner Verpflichtung als Fehleinkauf, obwohl er 2022 als Königstransfer geholt wurde. Für den damals 29-Jährigen gab es überraschenderweise einen Vierjahresvertrag. Im Sommer blühte der Angreifer in den Testspielen auf, konnte die Leistung aber nicht in die Pflichtspiele kompensieren. An eine Leistungssteigerung haben wohl nur noch die wenigsten Fans geglaubt.

Alidou scheint in Köln angekommen zu sein

Und so scheint es, als könne Timo Schultz nun ganz im Stile des eigentlichen Entwicklers Steffen Baumgart, Spieler in der Krise zurück auf Kurs bringen. Zumindest scheint sich das entgegengebrachte Vertrauen auszuzahlen. Baumgart wurden jedenfalls Entwickler-Fähigkeiten nachgesagt. An Adamyan und Alidou biss sich der Trainer aber die Zähne aus. Schultz scheint eine andere Stellschraube gefunden zu haben – zumindest bei Faride Alidou. Es wirkt so, als sei der 22-Jährige beim FC angekommen, könnte sich bei den Kölnern für mehr empfehlen. Möglicherweise werden die Geißböcke die Kaufoption ziehen wollen. Allerdings hat Frankfurt noch eine Rückkauf-Option. Ein Adamyan in Top-Form könnte für den FC noch zu einem wichtigen Faktor werden. Aber: „Der Fußball ist schnelllebig. Man muss von Woche zu Woche schauen”, sagte der Angreifer. Das zeigt auch das Beispiel Florian Kainz. Im Duell gegen Heidenheim deutete der Kölner Kapitän ebenfalls eine steigende Form an. Mittlerweile befindet sich Kainz wieder tief in der Krise.

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Eric Martel: „Ich hätte mich nicht beschweren können“

Das sagt Eric Martel zum möglichen Platzverweis und dem Derby.
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Eric Martel: „Ich hätte mich nicht beschweren können“

Eric Martel ist beim 1. FC Köln in dieser Saison einer der konstantesten Spieler. Und das mit 21 Jahren. Vor dem Duell gegen Borussia Mönchengladbach äußerte sich der Mittelfeldspieler zum Derby, dem möglichen Platzverweis und der aktuellen Situation.

Trotz seiner 21 Jahre ist Eric Martel einer der absoluten Leistungsträger beim 1. FC Köln. Längst ist er Stammspieler in der Kölner Zentrale. Am vergangenen Sonntag entging er nur knapp der Roten Karte. Das sagt Eric Martel zum möglichen Platzverweis und dem Derby.

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Das Duell gegen Leverkusen war sicher nicht das Spiel von Eric Martel am Sonntagnachmittag. Der Mittelfeldspieler agierte gleich in mehreren Situationen höchst unglücklich. Beim Gegentor zum 0:2 sah der Sechser beispielsweise alles andere als glücklich aus. Er konnte aber wiederum glücklich sein, beim Gegentreffer überhaupt noch auf dem Platz zu stehen. Martel hatte Florian Wirtz unsanft von den Beinen geholt und dafür Gelb gesehen, eine der wenigen 50:50-Entscheidungen für den FC am Sonntag. „Ich hätte mich nicht beschweren können, wenn ich auch den Roten Karton gesehen hätte“, sagte Martel am Mittwoch nach der Trainingseinheit. „Es war schon ein sehr hartes Foul. Im Nachhinein würde ich so nicht mehr reingehen.“ Zudem brachte Martel gerade einmal 60 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler, ein ungewohnt schlechter Wert für den Mittelfeldspieler. Martel war damit einer der schlechteren Spieler der Begegnung.

Martel einer der wenigen Lichtblicke der Kölner

Dabei ist Martel in dieser Saison einer der wenigen Lichtblicke beim FC, bringt trotz seiner 21 Jahre konstant gute Leistungen. Der Sechser ist der Taktgeber im defensiven Mittelfeld, wächst immer mehr in die Lücke rein, die Ellyes Skhiri im Sommer hinterlassen hat. Dabei scheint dem Kapitän der deutschen U21-Nationalmannschaft das System von Timo Schultz ebenfalls zu liegen. Die Veränderung auf der Trainerposition war für Martel jedenfalls nicht zum Nachteil. „Man sieht, dass wir kompakt stehen und dass wir weniger Chancen zulassen. Wir hatten aber gegen fast jeden Gegner auch die Chance, die Spiele zu gewinnen“, sagt der Sechser. Gegen den VfB Stuttgart erzielte der 21-Jährige sein erstes Saisontor. Die geringe Torgefahr ist vielleicht (noch) die größte Diskrepanz zu Skhiri.

Am kommenden Samstag steht nun das Derby gegen Mönchengladbach auf dem Programm. Im Hinspiel setzten sich die Kölner mit einer der stärksten Saisonleistungen gegen die Fohlen durch. Martel erwartet dementsprechend eine schwere Aufgabe. „Wenn man ein Derby verliert, dann will man das nächste Derby auf jeden Fall wieder gewinnen. So werden sie auch ins Spiel reingehen“, sagt der gebürtige Bayer. Einen besonderen Matchplan verfolgen die Geißböcke aber nicht. „Wir wollen das Spiel genauso angehen, wie in den vergangenen Wochen. Nur, dass wir es gegen Leverkusen zu zehnt machen mussten. Wir schauen, dass wir es am Samstag am besten wieder zu elft rüberbringen“, sagt Martel. Jan Thielmann hatte nach einem Tritt gegen Granit Xhaka die Rote Karte gesehen und ist mittlerweile für zwei Spiele gesperrt.

Eric Martel: „Wir geben unser Bestes“

Neben den verbliebenen 75 Minuten am Sonntag wird Thielmann somit auch im Derby fehlen. Nicht der einzige Ausfall. Auch Dejan Ljubicic holte sich die fünfte Gelbe Karte ab. Dazu wird Justin Diehl verletzt ausfallen. Faride Alidou musste das Training am Mittwoch früher beenden, möglicherweise als Vorsichtsmaßnahme. „Im Fußball gibt es immer Situationen, dass du Ausfälle hast. Die musst du einfach als Mannschaft kompensieren. So werden wir das auch machen“, sagt Martel. Das ist auch bitter nötig. Denn die Kölner haben nur noch einen Punkt Vorsprung auf Mainz. „Im Fußball brauchst du Punkte, um nach vorne zu kommen. Wie geben unser Bestes. Es gelingt vielleicht noch nicht so“, sagt der 21-Jährige. Das nagt an den Spielern, mehr aber auch nicht. „Die Mannschaft geht mit der Situation gut um. Wenn ich sehe, wie die Stimmung in der Mannschaft ist, wie die Teamchemie unter uns ist, da mache ich mir überhaupt keine Gedanken.“

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Jonas Hector: „Ich kann es teilweise nicht mehr verstehen“

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Jonas Hector: „Ich kann es teilweise nicht mehr verstehen“

Gekämpft, aber am Ende keine Punkte. In der aktuellen Podcast-Folge von „Schlag und fertig“ äußert sich Jonas Hector zum Nachbarschafts-Duell gegen Leverkusen und der Roten Karte für Jan Thielmann.

In der neuen Folge von „Schlag und fertig“ spricht der ehemalige Kapitän der Kölner über das vergangene Fußball-Wochenende. Das sagt Jonas Hector zur Niederlage gegen Leverkusen, der vergebenen Chance und der Roten Karte von Jan Thielmann.

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Zu zehn Spielern gekämpft und am Ende doch verloren – null Punkte geholt, aber eine ordentliche Leistung gezeigt. Die genaue Einordnung der 0:2-Niederlage gegen Leverkusen fällt angesichts der guten Leistung, aber auch der Dominanz des Gegners schwer. „Man hatte das Gefühl, Leverkusen wollte nicht und der FC konnte nicht. Gerade nach der Roten Karte hat sich Leverkusen ein bisschen darauf ausgeruht“, sagt Jonas Hector in der aktuellen Folge des Podcasts „Schlag und fertig“. „Leverkusen hatte ja auch bis zum 1:0 nicht so viele große Chancen und auch danach hat es sich in Grenzen gehalten. Ich habe schon Spiele in dieser Saison gesehen, wo sie ganz anders aufgetreten sind. Man hatte schon das Gefühl, dass man mit einer Aktion den Ausgleich schaffen kann und dann wäre das Stadion noch einmal voll da gewesen.“ Erst mit dem 0:2 zog Leverkusen Köln den Stecker. Für Jonas Hector „einfach bitter“.

Jonas Hector: „Die kann man auf jeden Fall geben“

Einen großen Einfluss auf die Begegnung nahm die Rote Karte für Jan Thielmann nach einer knappen Viertelstunde. Der 21-Jährige trat Granit Xhaka von hinten in die Wade. „Im Spiel hat man es gar nicht wahrgenommen. Der Schiri hat es ja auch nicht wahrgenommen“, sagte Hector. „Im Fernsehen in der Zeitlupe sah es gar nicht so schlimm aus. Im Standbild steht er da voll drauf. Das Standbild an sich ist Rot. Und dann habe ich es in der Tagesschau noch mal in der Live-Geschwindigkeit gesehen und ich muss sagen, die kann man auf jeden Fall geben.“ Hector erinnerte noch einmal an eine ähnliche Situation aus der vergangenen Spielzeit. Im ersten Saisonspiel hatte Dominick Drexler den Kölner Kapitän ähnlich gefoult und ebenfalls die Rote Karte gesehen. „Da war auch keine Dynamik drin. Wir haben in der Schiri-Schulung gesagt bekommen, wenn da keine Dynamik in der Aktion ist, wäre es keine Rote Karte.“

Dennoch hält der ehemalige Kölner Kapitän die Karte für vertretbar. Verständnis zeigt Hector für die fünfte Gelbe Karte von Dejan Ljubicic. Der Kölner Mittelfeldspieler hatte sich über ein nicht gepfiffenes Handspiel so aufgeregt, dass er sich die Verwarnung abholte. Am Samstag fehlt Ljubicic im Derby. Eine unnötige Aktion. „Nüchtern betrachtet ist das vollkommen korrekt“, sagte Hector. Aber: „Im Spiel, wenn man sich bei verschiedenen kleinen Aktionen benachteiligt fühlt, dann kann ich das schon verstehen.“  

Jonas Hector: „Man sieht ganz klar, da ist ein Kontakt“

Generell hadert der ehemalige Nationalspieler aber auch weiterhin mit der ein oder anderen Schiedsrichter-Entscheidung. „Ich kann es teilweise nicht mehr verstehen“, sagte Hector und deutete das Spiel der TSG Hoffenheim gegen Werder Bremen an. Werder-Akteur Julián Malatini geriet mit Maximilian Beier im Strafraum zusammen, brachte den Stürmer zu Fall. „Das ist mit einer der klarsten Elfmeter, die ich gesehen habe. Der Schiedsrichter wird noch rausgeschickt. Er hat es im Spiel nicht gegeben, geht raus an den Bildschirm und man sieht ganz klar, da ist ein Kontakt und das ist ein Foul. Und der kommt vom Bildschirm und macht die Geste, dass es nichts ist.“


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Einzelkritik

Winterkritik

Der Tiefpunkt der Krise

Florian Kainz zum ersten Mal seit vier Jahren wieder nur Zuschauer
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Der Tiefpunkt der Krise

Florian Kainz verfolgte die 0:2-Niederlage gegen Leverkusen komplett von der Bank. Zum ersten Mal seit vier Jahren kam der Kapitän des 1. FC Köln trotz Kader-Nominierung nicht zum Einsatz.

Für Florian Kainz verlief der Sonntagnachmittag alles andere als zufriedenstellend. Der FC unterlag Leverkusen 0:2 und Florian Kainz war zum ersten Mal seit vier Jahren wieder nur Zuschauer.

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Zwischen den Zeilen hatte es Timo Schultz bereits in der vergangenen Woche angedeutet. Auf der Spieltags-Konferenz vor dem Duell gegen Bayer Leverkusen erklärte der Coach, dass auch ein Florian Kainz, bislang in jedem Spiel unter Timo Schultz in der Startelf gesetzt, nicht unantastbar sei. Natürlich nicht ohne darauf hinzuweisen, welche große Bedeutung der Kapitän für die Geißböcke und das eine etwaige Maßnahme auch taktische Gründe habe. Am Sonntagnachmittag saß der 31-Jährige auf der Bank. Das hatte es auch unter Steffen Baumgart in dieser Spielzeit im Dezember nur zwei Mal gegeben. Trotz der anhaltenden Misere hatten beide Trainer lange an dem Spielführer festgehalten. Am Sonntag erhielt Sargis Adamyan den Vorzug und machte seine Sache gut.

Schultz setzt auf Umschaltspieler

Für Kainz war es dennoch ein fast schon neues Gefühl. Denn der Nationalspieler Österreichs wurde im Laufe der Begegnung auch erstmals in dieser Spielzeit nicht eingewechselt. „Es hat einfach nicht reingepasst. Wir waren in Unterzahl“, sagte Timo Schultz. „Kainzi wird für uns aber weiter ein ganz entscheidender Spieler bleiben. Er kann für uns ein absoluter Unterschiedsspieler sein in Spielen, in denen wir mehr den Ball haben.“ Gegen den Spitzenreiter setzte der Kölner Coach eher auf Umschaltspieler, wollte mit tiefen Pässen und Tempo offenbar für Überraschungsmomente sorgen. Eine Maßnahme, die auch der dominanten Spielweise des Gegners geschuldet ist. So war die Idee auf den Kapitän zu verzichten nicht neu. „Es gab auch schon vor Stuttgart Gedankenspiele, dass wir noch mehr auf Tempo setzen, wenn wir eher abwartend agieren Der Plan ging zumindest in Teilen auf. Ob aber tatsächlich „nur“ taktische Ideen der Grund für eine Nicht-Berücksichtigung des Mittelfeldspielers waren, ist zumindest fraglich.

Erstmals seit vier Jahren nur Zuschauer

Dass Kainz in der gesamten Saison seiner Form hinterher läuft, steht dagegen außer Frage. Nur im Derby gegen Borussia Mönchengladbach sowie beim 1:1 gegen den 1. FC Heidenheim im Januar wusste der Kapitän zu überzeugen. Im Duell gegen Stuttgart kam der Kölner Kapitän am vergangenen Wochenende nur auf 19 Ballkontakte, hatte überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel, war wieder einmal kein Faktor. Nicht das erste Mal in dieser Saison. Kainz kommt in dieser Spielzeit auf drei Tore, allesamt vom Elfmeterpunkt. Zudem hat der Mittelfeldspieler erst ein Tor vorbereitet. Zu oft fand der Kölner Kapitän in dieser Saison nicht statt. Eine Art Quittung gab es gegen Leverkusen. Zum ersten Mal in dieser Spielzeit verbrachte Kainz die 90 Minuten aber komplett auf der Bank. Der Tiefpunkt der Krise. Ohne Einsatz im Kader war der 31-Jährige zuletzt vor mehr als vier Jahren geblieben. Sonst stand Kainz immer – wenn fit oder nicht gesperrt – auch einige Minuten auf dem Spielfeld.

„Er ist mein verlängerter Arm, auch abseits des Platzes sprechen wir viel“, sagte Schultz am Sonntagabend. Tatsächlich gehört Kainz zu den Spielführern mit verhältnismäßig wenig Einsatzzeit. Nach der Roten Karte von Jan Thielmann sowie dem fünften Gelben Karton für Dejan Ljubicic und der Verletzung von Justin Diehl stehen die Chancen nicht schlecht, dass Kainz am Samstag im Derby gegen Gladbach wieder auf dem Platz steht. Aus Kölner Sicht dürfte er dabei gerne die Form aus dem Hinspiel präsentieren.

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Gebrauchter Tag für Kölner Leihspieler

So schlugen sich die FC-Leihspieler am Wochenende
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Gebrauchter Tag für Kölner Leihspieler

Nicht nur der 1. FC Köln hat am vergangenen Spieltag eine empfindliche Niederlage hinnehmen müssen. Auch für die Kölner Leihspieler lief das Wochenende alles andere als optimal.

Der 1. FC Köln baut im kommenden Sommer auf die rückkehrenden Leihspieler. Gleich sechs Akteure sind aktuell an andere Klubs verliehen. Für sie alle verlief das Wochenende nicht so wie gewünscht: So schlugen sich die FC-Leihspieler am Wochenende.

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Vor allem Tim Lemperle und Jonas Urbig erlebten mit der SpVgg Greuther Fürth einen gebrauchten Tag und einen herben Rückschlag im Aufstiegsrennen. Das Kleeblatt kassierte beim Karlsruher SC eine bittere 0:4-Klatsche, profitierte aber davon, dass auch die direkte Konkurrenz patzte. Unter anderem musste auch Steffen Baumgart mit dem Hamburger SV eine Niederlage hinnehmen. Trotz der vier Gegentreffer war Jonas Urbig im Tor noch einer der besseren Fürther. Tim Lemperle agierte nicht nur glücklos, der Angreifer zog sich zudem eine Platzwunde am Kopf zu und musste mit einem Turban weiterspielen. Der 22-jährige Angreifer wartet mittlerweile seit drei Monaten auf einen Treffer. Fürth kassierte damit in den jüngsten fünf Spielen vier Niederlagen.

Soldo nur noch Tribünengast

Zwar feierte der 1. FC Kaiserslautern am 24. Spieltag einen verdienten 3:0-Erfolg über Hansa Rostock, für Nikola Soldo verlief der Spieltag dennoch nicht sonderlich zufriedenstellend. Der Innenverteidiger saß zum dritten Mal in Serie nur auf der Tribüne. In den vergangenen sieben Spielen kam Soldo nur einmal zum Einsatz – da aber immerhin 90 Minuten. Dennoch verläuft die Leihe nach Lautern alles andere als wie von den Kölner Verantwortlichen erhofft. Auch Mathias Olesen blieb bei Yverdon Sport nun zum dritten Mal in Folge die Rolle des Zuschauers. Allerdings aus gesundheitlichen Gründen. Der Mittelfeldspieler leidet unter einer Viruserkrankung und kann dem Schweizer Erstligisten gerade nicht helfen.

Marvin Obuz erzielte für Rot-Weiss Essen gegen Unterhaching am Wochenende immerhin seinen siebten Saisontreffer, die Niederlage konnte der Offensivspieler aber auch nicht verhindern. RWE hat von den neuen Spielen in diesem Jahr nur drei gewonnen und sich damit ein wenig aus dem Aufstiegskampf manövriert. An Obuz liegt es nicht. Die Kölner Leihgabe erzielte 2024 drei Tore und bereitete vier Treffer vor. Maxi Schmid blieb bei Kerkrade zuletzt nur noch die Rolle des Jokers in der zweiten niederländischen Liga. Am Wochenende kam der Stürmer nur zu einem fünfminütigen Kurzeinsatz, der Aufstiegskandidat nicht über ein 1:1 gegen den Abstiegskandidaten Telstar hinaus.



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Jan Thielmann für zwei Spiele gesperrt

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Jan Thielmann für zwei Spiele gesperrt

Der 1. FC Köln wird in den kommenden beiden Begegnungen ohne Jan Thielmann auskommen müssen. Der DFB sperrte den 21-Jährigen für seinen Tritt gegen Granit Xhaka für zwei Spiele.

Nach der Hiobsbotschaft um Justin Diehl steht nun fest, dass der FC in den kommenden beiden Wochen auch ohne einen weiteren Leistungsträger auskommen muss: Jan Thielmann wird für zwei Spiele gesperrt. Das gab der DFB am Dienstag bekannt.

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Keine Viertelstunde stand Jan Thielmann gegen Bayer Leverkusen am Sonntagnachmittag auf dem Platz, da musste der Kölner Hoffnungsträger auch schon wieder runter. Und die Szene erhitzt noch immer die Gemüter. Thielmann kam gegen Granit Xhaka zu spät und trat dem Leverkusener in die Achillessehne. Zunächst hatte Schiedsrichter Tobias Stieler den 21-Jährigen nur verwarnt. Doch Xhaka beschwerte sich vehement und auch der Kölner Keller mischte sich ein. Stieler sah sich die Bilder in der Review-Area noch einmal an und zeigte dem Kölner Youngster die Rote Karte. Nach Ansicht der Bilder blieb dem Unparteiischen keine andere Wahl mehr. Auch, wenn Thielmann das nicht wahrhaben wollte.

FC schon mit sechs Platzverweisen

Der Youngster bewies dem FC damit einen Bärendienst. Köln agierte fast 80 Minuten in Unterzahl, Trainer Timo Schultz musste früh seinen Matchplan gegen den Spitzenreiter aufgeben. Nun fehlt der Offensivspieler den Geißböcken in den kommenden beiden Begegnungen. Für Thielmann war es der erste Platzverweis bei den Profis. Bei den B-Junioren hatte der Youngster bereits die Ampel-Karte gesehen. „Zu meiner Zeit hätte man sich die Hand gegeben und dann wäre es für beide weitergegangen“, sagte Timo Schultz am Sonntag. „Ein paar Sekunden zuvor kommt er von hinten und trifft mich über der Achillessehne. Er muss da überhaupt nicht so rein“, erklärte dagegen Xhaka und betonte, dass der Kölner Youngster „selbst Schuld“ habe.

Besonders bitter fürs Derby: Auch Dejan Ljubicic wird dem FC fehlen. Der Mittelfeldspieler holte sich vollkommen unnötig die fünfte Gelbe Karte ab und wird somit am kommenden Samstag ebenfalls nur zuschauen. Für den FC war es bereits der insgesamt sechste Platzverweis in der laufenden Saison. Jeff Chabot, Rasmus Carstensen und Mathias Olesen sahen bereits Gelb-Rot in der Liga, Eric Martel im Pokal und Florian Kainz im Pokal sowie nun Jan Thielmann glatt Rot. In der Statistik der Gelben Karten sind die Geißböcke das fairste Team der Liga. Denis Huseinbasic und Timo Hübers gehen in das Duell mit Mönchengladbach mit jeweils vier Gelben Karten. Auch bei den beiden Spielern droht also eine Gelbsperre.

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Justin Diehl fällt wochenlang aus

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Justin Diehl fällt wochenlang aus

Der 1. FC Köln muss einige Wochen auf sein Talent Justin Diehl verzichten. Der Youngster verletzte sich am Sonntag im Spiel gegen Leverkusen und fällt erst einmal aus.

Der FC muss einige Wochen ohne sein großes Talent auskommen. Justin Diehl wird dem 1. FC Köln wochenlang fehlen. Das gab der Verein am Dienstag bekannt.

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Sein Auftritt dauerte am Sonntagnachmittag nur wenige Minuten. Im Grunde hatte der Youngster nur einmal zum Sprint gegen Leverkusens Josip Stanisic angesetzt, dabei die Höchstgeschwindigkeit aller Kölner Spieler an diesem Tag erreicht, allerdings nur für wenige Sekunden. Justin Diehl griff sich an den Oberschenkel und ließ sich anschließend zu Boden fallen. Schnell war klar, dass der Youngster nicht weiterspielen können würde. Nur vier Minuten nach seiner Einwechslung folgte das Aus. Und seine emotionaler Abgang verriet, dass es sich nicht nur um eine kleine Zerrung gehandelt haben kann. Wie der 1. FC Köln am Dienstag mitteilte, fällt der Youngster aufgrund einer Muskelverletzung mehrere Wochen aus. Das habe eine MRT-Untersuchung ergeben.

Diehl kommt bislang auf sechs Einsätze

Bereits am Sonntagabend klang Timo Schultz alles andere als optimistisch in Bezug auf den Youngster. Doch der Trainer verwies noch auf die Untersuchung der Ärzte. Nun die traurige Gewissheit. Die genaue Diagnose teilte der Verein wie gewohnt nicht mit. Demnach ist es auch rein spekulativ, eine Prognose über die Rückkehr zu stellen. Diehl feierte unter dem neuen Trainer sein Bundesliga-Debüt gegen den VfB Stuttgart, kam in dieser Saison bereits auf sechs Einsätze bei den Profis, fehlte aber auch schon zwei Mal krankheitsbedingt. Die Hinrunde hatte der 19-Jährige bekanntlich noch bei der U21 in der Regionalliga verbracht. Steffen Baumgart hatte den Youngster ausgemustert, nachdem dieser sich gegen eine Zukunft bei den Geißböcken ausgesprochen hatte.

Noch immer ist nicht klar, wo der Youngster in den kommenden Saison spielen wird. Der VfB Stuttgart soll nach wie vor ein ganz heißer Kandidat sein. Aber auch die TSG Hoffenheim und RB Leipzig haben angeblich die Fühler nach dem Kölner Juwel ausgestreckt. Zuletzt soll sich der 19-Jährige aber auch nicht mehr sicher gewesen sein, den FC unbedingt verlassen zu wollen. Nun gilt der Fokus ohnehin der Rekonvaleszenz, damit Diehl in dieser Saison noch einmal den Geißbock auf der Brust tragen wird. Neben Diehl fehlen mit Luca Waldschmidt und Mark Uth zwei weitere Stürmer. Jan Thielmann ist zudem verletzt. Davie Selke dürfte am kommenden Wochenende sein Comeback gegen Mönchengladbach geben. Neben Diehl wird auch Jan Thielmann dem FC fehlen. Der DFB gab das Strafmaß nun bekannt.

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Kommentar: Ein Duell ohne Ertrag – aber eins, das Mut machen muss

1. FC Köln: Kommentar zur Niederlage gegen Leverkusen.
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Kommentar: Ein Duell ohne Ertrag – aber eins, das Mut machen muss

Zwar kassierten die Kölner eine erwartbare 0:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen. Doch die Geißböcke schlugen sich einmal mehr achtbar. Das Duell blieb zwar ohne Punkte, es war aber ein Mutmacher für den FC. Ein Kommentar.

Mit einer konzentrierten Defensivleistung machten es die Kölner dem Spitzenreiter schwer. Trotz Niederlage ein absoluter Achtungserfolg, den die Kölner auch so empfinden sollten. 1. FC Köln: Kommentar zur Niederlage gegen Leverkusen.

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Eine gewisse Enttäuschung lässt sich nach der doch verdienten 0:2-Niederlage des 1. FC Köln gegen den Titelkandidaten Bayer Leverkusen unter einem Großteil der Kölner Fans nicht verbergen. Die Hoffnung, dass ausgerechnet die Geißböcke den Nachbarn auf dem Weg zur ersten, zur lang ersehnten Deutschen Meisterschaft noch ins Straucheln bringen, Leverkusen die erste Pleite der Spielzeit einschenken würden, war groß, der Gedanke hatte viel von dem Begriff der Fußball-Romantik. Einer gewissen Euphorie konnte man sich in den Tagen vor dem Duell dementsprechend in Köln auch nicht so recht entziehen. Die Hoffnung wuchs mit jedem Tag, mit jeder Schlagzeile. Und das, obwohl jede Statistik, der Saisonverlauf, die bisherigen Leistungen mit aller Macht gegen einen Überraschungserfolg der Kölner sprachen.

Wieder einmal bleiben das „Aber“ und das „Hätte“

Die Enttäuschung ist aber auch groß, weil die Kölner einen leidenschaftlichen Kampf an den Tag legten, Willensstärke bewiesen – selbst als Leverkusen den Geißböcken mit dem 2:0 den Stecker gezogen hatte. Die Kölner Spieler stemmten sich gegen die vermeintliche Übermacht, warfen so ziemlich alles in die Begegnung und offenbarten damit die Qualitäten, die Steffen Baumgart etwa zur gleichen Zeit der Hinrunde so dringend von seinem Team eingefordert hatte. Nur um das Bild nicht zu babyblau zu malen: Leverkusen war dem FC in nahezu allen Belangen, in fast allen Statistiken überlegen, war das dominante, das bessere Team, hat den Sieg absolut verdient und ist dem Titel – ebenfalls verdient – einen großen Schritt näher gekommen. Und doch bleiben nach dem 0:2 im Nachbarschafts-Duell mal wieder das „Aber“ oder das „Hätte“.

Hätte Jan Thielmann in der Anfangsphase nicht den Roten Karton gesehen, wäre das Spiel ein anderes geworden. Hätte Dejan Ljubicic die Führung noch vor dem Platzverweis erzielt, wäre es vielleicht gar nicht erst zum übermotivierten Einsteigen des 21-Jährigen gekommen. Hätte Sargis Adamyan ins anstatt ans Tor getroffen, wäre Leverkusen möglicherweise noch einmal nervös geworden. Alles Spekulation: es gibt sicherlich zahlreiche Experten, die Bescheinigen, dass das Spiel in Überzahl nicht zwingend das einfachere ist. Unterm Strich bleibt die Niederlage, Leverkusen weiterhin ungeschlagen und der FC bei drei gewonnenen Saisonspielen. Die Ausgangslage hat sich für den FC durch die erwartbare Niederlage nicht dramatisch verschlechtert. Die Rückstand zum rettenden Ufer beträgt acht Zähler, es gibt noch ein minimales Polster auf den direkten Abstiegsplatz. Es bleiben nur weniger Spieltage, um wichtige Punkte zu sammeln.

Köln bei Kontern gefährlich

Viel wichtiger sind aber die positiven Aspekte, die der FC aus der Begegnung gegen den Primus der Liga ziehen sollte. Köln hat leidenschaftlich verteidigt und gegen die spielfreudigste Mannschaft der Liga trotz Unterzahl nur wenig zugelassen. Der xGolas-Wert von 1,6 spricht zumindest für die Kölner Defensivarbeit. Die Taktik „Bus parken“ ist eine, die der FC offenbar kann. Zudem war Köln in den Umschaltmomenten unerwartet gefährlich. Die Flanken – unter anderem zwei hervorragende von Rasmus Carstensen – fanden plötzlich Abnehmer (70 Prozent kamen an), die Pässe in die Tiefe ermöglichten Kontersituationen und die Dribblings über das Zentrum waren meist erfolgreich. Ausgerechnet gegen die beste Defensive der Liga kam Köln zu mehreren guten Möglichkeiten. Zudem blüht nun neben Faride Alidou mit Sargis Adamyan ein Spieler auf, den so mancher Fan im Sommer gerne verkauft gesehen hätte.

Am Ende steht die Niederlage, ein 0:2 und keine Punkte. Wenn sich die Enttäuschung gelegt hat, sollte sich beim FC schnell das Gefühl einstellen, dass das Team gegen einen übermächtigen Gegner ein starkes Spiel gemacht hat. Eins ohne Ertrag, aber eins, das Mut machen muss.


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