Kleine Mutmacher gegen Gladbach

Diese Zahlen dürfen dem FC gegen Gladbach Mut machen.
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Kleine Mutmacher gegen Gladbach

Auch das Rheinderby hat bekanntlich seine eigenen Gesetze. Dabei spricht die Gesamtbilanz ganz klar für die Fohlen. Doch es gibt auch Zahlen, die dem FC Mut machen können.

Im Teamvergleich auf dem Papier hat Borussia Mönchengladbach dem FC den Rang abgelaufen. Gegen kein anderes Team haben die Geißböcke öfter verloren. Und dennoch spricht nicht alles gegen die Geißböcke. Diese Zahlen dürfen dem FC gegen Gladbach Mut machen.

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Thomas Kessler hatte es im Vorfeld des Nachbarschafts-Duells gegen Leverkusen betont: Die Begegnungen gegen die Werkself sowie gegen Gladbach solle man losgelöst der Tabelle betrachten, sagte der Leiter der Lizenzspielabteilung. Kurz gesagt, diese brisanten lokalen Duelle haben ähnlich wie der Pokal unabhängig von Formkurve und Tabellenstand ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten. Und tatsächlich sah der Auftritt gegen Leverkusen trotz Unterzahl und eindeutigen Vorzeichen gar nicht so eindeutig aus. Der FC hatte zumindest einige gute Möglichkeiten, das Spiel zu einem anderen Resultat zu führen. Nach der aktuellen Tabellensituation und der Gesamtbilanz dürfte Mönchengladbach als leichter Favorit in das Spiel gegen den FC gehen.

Seoane konnte noch nie gegen den FC gewinnen

Doch wie immer im Profifußball: wer lang genug sucht, findet auch die Statistiken, die dann doch für den eigenen Club sprechen. So So gibt es auch einige Zahlen, die dem FC für den Samstag durchaus Mut machen können. Zwar hat die Borussia in der Gesamtstatistik die Nase gegenüber dem FC deutlich vorne, feierte in der Bundesliga 52 Derbysiege, während die Kölner nur 28 Erfolge einfuhren, die Tendenz der vergangenen sechs Spiele spricht aber klar für den FC. Nur eins der vergangenen sechs Spiele ging aus Kölner Sicht verloren, vier Duelle gewannen die Kölner. Vor nahezu zwei Jahren auch zuletzt im Borussia-Park. Beim 3:1-Erfolg trafen neben Anthony Modeste auch die aktuellen Kölner Profis Dejan Ljubicic, der allerdings gesperrt ist, sowie Florian Kainz.

Der Kölner Kapitän trifft ohnehin besonders gerne gegen die Fohlen. Kainz war bereits vier Mal gegen Gladbach selbst erfolgreich, legte zudem zwei weitere Treffer auf. Das gelang ihm gegen keinen anderen Bundesligisten öfter. „Das sind ganz besondere Tore und ganz besondere Spiele“, sagte Florian Kainz. „Wir wissen, was das für die Fans bedeutet.“ Ganz so erfolgreich ist die Bilanz für Gladbach-Trainer Gerardo Seoane dann wiederum nicht. Der Gladbach-Coach traf bislang drei Mal auf den FC, konnte keins der Duelle mit seinen Clubs für sich entscheiden. Und auch wenn in den Sozialen Medien zuletzt die Kritik an der Schiedsrichter-Ansetzung für das Derby gegen Gladbach wuchs. Was die Statistik angeht, ist Felix Zwayer aus Kölner Sicht keine schlechte Besetzung. Der 42-Jährige pfiff drei Rheinderby, der FC verlor keins davon (Zwei Remis, ein Sieg). Überhaupt ist die Bilanz unter Zweyer mit 14 Siegen, vier Unentschieden und nur fünf Niederlagen recht positiv.



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Fan-Krawalle vor dem Rheinderby: Polizisten werden bei Einsatz verletzt

Fan-Krawalle vor Derby: Polizisten bei Einsatz verletzt
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Fan-Krawalle vor dem Rheinderby: Polizisten werden bei Einsatz verletzt

Bereits am Abend vor dem Rheinderby des 1. FC Köln bei Borussia Mönchengladbach ist es in Gladbach zu Ausschreitungen gekommen. Dabei wurden drei Polizisten verletzt.

Die Kölner Verantwortlichen hofften nach den Prügeleien rund ums Kölner Stadion gegen Leverkusen auf ein friedliches Fußballspiel gegen Mönchengladbach, nun gab es bereits die ersten Fan-Krawalle vor dem Derby: Polizisten wurden bei dem Einsatz verletzt.

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Emotionen unbedingt, Ausschreitungen auf keinen Fall, lauteten die Hoffnungen der Kölner Verantwortlichen vor dem Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach. Doch die Apelle von Thomas Kessler und Co. waren offenbar umsonst. Bereits am Freitagabend ist es zu einer Auseinandersetzung der Anhänger beider Fan-Lager am Borussia-Park gekommen. Laut Polizei-Angaben ist am Eingang Nord des Borussia-Parks gegen 21 Uhr eine Gruppe von circa 120 Kölner Anhängern eingetroffen. Eine Vielzahl von Mönchengladbacher „Problemfans“ habe daraufhin das Stadion verlassen. Dort hatten sie gerade die Choreografie für das Spiel vorbereitetet. Die beiden Gruppen standen sich gegenüber und zündeten Pyrotechnik.

Polizisten bei Einsatz verletzt

Die Polizei sei daraufhin eingeschritten. „Die vor Ort befindlichen Einsatzkräfte der Polizei konnten eine weitere Auseinandersetzung beider Gruppen verhindern und die Problemfans separieren. Sie mussten dazu weitere Kräfte hinzuziehen und Pfefferspray sowie den Einsatzmehrzweckstock einsetzen“, heißt es in der Mitteilung weiter. Einige Personen sind in Gewahrsam genommen worden. „Bei der polizeilichen Intervention wurden zwei Beamte und eine Beamtin verletzt. Die Polizistin konnte den Dienst nicht fortsetzen“, heißt es weiter. „Die Polizei leitet Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz, schwerem Landfriedensbruch und Widerstand gegen die Einsatzkräfte ein.“

„Wir tun als Club eine Menge dafür, das zu verhindern. Ich kann einfach nur an alle Fans appellieren, dass es sich darauf begrenzt, dass die Jungs alles geben, um das Spiel zu gewinnen, und die Fans ihre Mannschaft unterstützen. Es ist ein traditionsreiches Duell, das sollte man feiern und genießen – aber bitte alles im Rahmen“, hatte Thomas Kessler am Donnerstag gesagt. „Es ist nicht immer zu verhindern. Die Rivalität ist groß. Das Derby hat eine Tradition. Aber die sollte auf dem Platz ausgetragen werden. Alles, was wir da auf den Rängen gesehen haben und auch nachher gehört haben, ist nicht schön und gehört nicht zum Fußball. Es sollte fair bleiben und nicht zu Gewalttaten kommen. Daran können wir nur appellieren. Auch jetzt vor dem Spiel gegen Gladbach.” Und Timo Schultz ergänzte: „Ich hoffe, dass alles friedlich bleibt und auch Eltern mit ihren Kindern ins Stadion gehen können, ohne Angst haben zu müssen, in Trouble zu geraten.“ Die Hoffnungen waren offenbar umsonst.



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Modeste nach Pokalsieg mit Seitenhieb an Kritiker

Anthony Modeste richtet emotionale Worte an seine Kritiker.
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Modeste nach Pokalsieg mit Seitenhieb an Kritiker

Anthony Modeste hat mit seinem Club Al Ahly am Freitag den zweiten Pokal gewonnen. Und das im Stadtderby. Anschließend fand der Stürmer emotionale Worte – auch an seine Kritiker.

In der späten Phase seiner Karriere wird Anthony Modeste noch zum Trophäen-Jäger. Mit seinem ägyptischen Club Al Ahly gewann der Stürmer seinen zweiten Pokal und fand anschließend emotionale Worte. Anthony Modeste richtet emotionale Worte an seine Kritiker.

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Er wurde erst in der Nachspielzeit eingewechselt, die Freude über den Pokal war dennoch groß. Mit seinem ägyptischen Verein Al Ahly gewann der 35-Jährige den Ägyptischen Cup. Am Freitagabend setzte sich Al Ahly im Endspiel und dem Kairoer Derby gegen den Stadtrivalen Zamalek 2:0 durch. Modeste kam in der 92. Minute. „Danke Gott und Leben, dass ihr mir den Weg gezeigt habt, in dem ich Pokale in die Höhe heben darf und Glücksgefühle erlebe, die ich so noch nie erlebt habe“, schreibt Modeste auf seinem Instagram-Account. Für den Franzosen war es bereits der zweite Pokal, den er mit Al Ahly in die Höhe heben dürfte. Neben dem Nationalen Cup gewann der 35-Jährige auch den ägyptischen Superpokal. Für den Franzosen ein relativ neues Gefühl, mehr als den Titel des Zweitliga-Meisters mit dem FC hatte Modeste im Profi-Fußball nicht gewonnen.

Modeste: „Ich danke Gott, dass er mich herausgefordert und in unangenehme Situationen gebracht hat“

Modeste scheint in Ägypten sein Glück wiedergefunden zu haben. Ein Glück, das er in Deutschland in den vergangenen Jahren so nicht mehr erlebt hat. Gerade nach dem glücklosen Auftritt bei Borussia Dortmund, mit zwei Toren in 28 Pflichtspielen, hatte der Franzose Schwierigkeiten, einen neuen Club zu finden. Es wurde schließlich Al Ahly. „Ich danke Gott, dass er mich herausgefordert und in unangenehme Situationen gebracht hat“, schreibt Modeste weiter. „Ich konnte nicht verstehen, warum die Tür geschlossen wurde, als ich noch härter arbeitete, warum ich Demütigungen, Schmerzen, Zweifel, Ablehnung und Ungerechtigkeit ertragen musste. Denjenigen unter Ihnen, die daran beteiligt waren, wünsche ich Frieden und Glück.“ Modeste schreibt nicht, wen er mit seinen Worten explizit meint.

Mit seinem Weggang aus Köln 2022 hatte der Angreifer jedenfalls keinen Frieden geschlossen. Im Sommer vergangenen Jahres hatte der Stürmer die FC-Führung scharf kritisiert. „Keiner außer mir weiß, was wirklich hinter den Kulissen passiert ist, und ich muss leider diese Geheimhaltung respektieren“, sagte der 35-Jährige damals. Laut Modeste sei sein Gehalt für den FC ein Problem gewesen und der Verein habe ihm auf subtilem Weg mitgeteilt, den Club verlassen zu müssen. Seine Worte kamen nicht überall gut an, seine kolportierte Entscheidung, den Club Richtung Dortmund verlassen zu wollen, ebenfalls nicht. „Wir haben zweimal die Qualifikation für Europa geschafft. Ich habe mein Bestes gegeben. Was muss man mehr tun, um eine Fußballlegende zu sein? Dann werde ich mit 34 Jahren am Ende nach Dortmund verkauft und werde zum Staatsfeind Nummer 1 in der Stadt. Das verstehe ich nicht“, so der Stürmer.

Modeste kommt in 16 Begegnungen auf drei Tore

In Ägypten gab es nach seiner Verpflichtung einen regelrechten Modeste-Hype. Doch auch bei Al Ahly läuft es nicht nur perfekt für den Angreifer. In 16 Begegnungen kommt Modeste auf drei Tore, in der Startelf stand der Franzose selten. Dennoch scheint er sein Glück in Ägypten gefunden zu haben. Und richtet dafür seine Worte an Gott: „Du hast mir durch Entschlossenheit und Opferbereitschaft ein neues Leben geschenkt. Du hast mich dazu gebracht, meine Liebe zu Anstrengung und Disziplin wiederzuentdecken, obwohl 35 das Alter hätte sein können, mit dem ich aufhören sollte. Wie in der Fußballschule, als ich meine Jugend für meinen Traum opferte, als ich nicht der Beste war und es keine Garantie gab, dass ich der „1 von 2.000“ sein würde, der es als Profi schaffen würde.“

Verzichten muss Timo Schultz auf die beiden gesperrten Spieler Jan Thielmann und Dejan Ljubicic. Zudem fällt Justin Diehl wie berichtet für einige Wochen aus.



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Ausstiegsklauseln, auslaufende Kontrakte, Ablösen – die Vertragssituation der FC-Profis

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Ausstiegsklauseln, auslaufende Kontrakte, Ablösen – die Vertragssituation der FC-Profis

Vor knapp einem Monat bestätigte das internationale Sportgericht die von der FIFA verhängte Transfersperre gegen den FC. Nach und nach kristallisiert sich heraus, was das für den FC bedeutet.

Einige Monate sind seit dem „rabenschwarzen Donnerstag“ beim 1. FC Köln und der Bestätigung der Transfersperre vergangen. Die erste Transferphase haben die Kölner erfolgreich ausgesessen. Wie der FC aber in die kommende Saison gehen wird, ist nach wie vor fraglich. So ist die Vertragssituation der FC-Profis.

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Auslaufende Verträge

Durch die Rückkehr von Justin Diehl in den Profi-Kader gibt es bei dem Bundesligisten aktuell vier Verträge, die auslaufen. Nach wie vor ist es unwahrscheinlich, dass Diehl über den kommenden Sommer hinaus beim FC spielen wird. Über den Stand der Verhandlung gibt es allerdings konträre Angaben. Zudem laufen die Verträge von Benno Schmitz, Philipp Pentke und Dominique Heintz aus. Vertragsverlängerung waren gerade bei Pentke und Heintz zunächst wohl eher nicht angedacht, doch das könnte sich durch die Transfersperre und mögliche Ausstiegsklauseln einiger Leistungsträger in allen drei Fällen ändern.

Ausstiegsklauseln und vertragslos im Abstiegsfall

Auf dem FC-Stammtisch offenbarte Christian Keller vor einigen Wochen, dass es beim FC zwei Verträge gebe, die nicht für die 2. Bundesliga gelten würden. Wie Sky berichtet, handelt es sich dabei um die Arbeitspapiere von Davie Selke und Mark Uth. Beide hatten im vergangenen Jahr ihre Verträge verlängert. Ob die Spieler dennoch mit dem FC in die 2. Bundesliga gehen würden, liegt im Bereich der Spekulationen. Gerade Uth kämpft aktuell ohnehin um seine Karriere. Zudem gibt es beim FC drei Spieler, die über eine Ausstiegsklausel verfügen. Marvin Schwäbe und Jeff Chabot sollen allerdings dazu gehören. Über die Höhe der jeweiligen Ablöse gibt es sehr unterschiedliche Gerüchte. Christian Keller betonte in der vergangenen Woche, dass es eher um viel Geld gehe. Bei beiden Akteuren ist nicht davon auszugehen, dass sie im Falle eines Abstiegs beim FC bleiben würden.

Zurückkehrende Leihspieler

Stand jetzt hat der FC sechs Spieler verliehen, die im kommenden Sommer allesamt wieder zurückkehren sollen. Vor allem die Position von Jonas Urbig ist schon seit Beginn der Spielzeit klar definiert. Urbig soll die Rolle des Herausforderers von Marvin Schwäbe einnehmen. Dabei ist dessen Verbleib alles andere als sicher. Sollte der FC absteigen, stehen die Chancen nicht schlecht, dass Urbig sogar die künftige Nummer eins im Kölner Kasten sein wird. Auch Tim Lemperle und Mathias Olesen wird durchaus zugetraut, mittelfristig wichtige Rollen bei den Profis einzunehmen. Wie es mit Marvin Obuz, Maxi Schmid und Nikola Soldo weitergeht, hängt eng mit deren Leistungen bei den Leihvereinen und dem Abschneiden der Geißböcke zusammen.

Schwarzer Nachmittag für Jonas Urbig

Geliehene Spieler

Mit Luca Waldschmidt, Rasmus Carstensen und Faride Alidou hat der FC dagegen drei Spieler im Sommer ausgeliehen. Für alle drei Spieler haben die Geißböcke Kaufoptionen vereinbart. Bei Alidou hat der Leihverein Frankfurt allerdings die Hand drauf, kann den Außenbahnspieler im Zweifel zurückkaufen. Eine Möglichkeit wäre aber auch eine Verlängerung der Leihe. Dagegen betonte Christian Keller im Winter, dass man die Optionen bei Carstensen und Waldschmidt durchaus ziehen möchte. Die Ablöse für Carstensen soll bei 1.5 Millionen Euro, die von Waldschmidt bei drei bis vier Millionen Euro liegen.

Transfer-Kandidaten im kommenden Sommer

Trotz der Transfersperre ist davon auszugehen, dass auch weitere Spieler den Verein im Sommer verlassen. Und das unabhängig von der Liga-Zugehörigkeit. So ist der Abschied von Dejan Ljubicic sehr wahrscheinlich. Der Vertrag des Österreichers läuft noch bis zum Sommer 2025. Will der FC an dem Spieler etwas verdienen – und der aktuelle Marktwert liegt bei rund zehn Millionen Euro – wäre der kommende Sommer wohl der wahrscheinliche Zeitpunkt. Dass Ljubicic noch einmal verlängert, ist unwahrscheinlich. Der Mittelfeldspieler hatte seinen Wechselwunsch bereits im vergangenen Sommer hinterlegt. Insgesamt haben elf Geißböcke einen Kontrakt bis zum Sommer 2025, darunter Spieler wie Florian Kainz, Max Finkgräfe oder Denis Huseunbasic. Ganz sicher soll der eine oder andere Kontrakt verlängert werden.

Talente

Mit Max Finkgräfe, Justin Diehl und Damion Downs haben bereits drei Talente in dieser Saison für die Profis gespielt und werden es auch weiterhin tun. Nach und nach sollen weitere Nachwuchshoffnungen zum Einsatz kommen. Dagegen wird Pierre Nadjombe den FC auf jeden Fall verlassen. Und weitere Talente könnten folgen. Denn bei der Kölner U21 laufen zahlreiche Verträge aus. Auch von Talenten, die der Verein mittelfristig gerne bei den Profis sehen würde. Wie zum Beispiel von Meiko Wäschenbach.

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FC-Startelf gegen Mönchengladbach: Einige Fragezeichen gibt es noch

So könnte der FC gegen Mönchengladbach spielen.
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FC-Startelf gegen Mönchengladbach: Einige Fragezeichen gibt es noch

Nach der 0:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen wird Timo Schultz seine Startelf umbauen müssen. Zwei seiner Stammspieler fehlen gesperrt. Aber der Trainer sprach auch eine Einsatzgarantie aus.

UPDATE: Dee Aufstellung ist da
Nach der Roten Karte gegen Jan Thielmann sowie der fünften Gelben Karte gegen Dejan Ljubicic wird Timo Schultz seine Startelf umbauen. Florian Kainz wird auf jeden Fall auflaufen, doch es gibt noch Fragezeichen. So könnte der FC gegen Gladbach spielen.

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Wirklich gerne lässt sich Timo Schultz nicht in die Karten schauen. Zumindest offenbart der Trainer des 1. FC Köln eher selten Namen zu seiner Aufstellung oder Startelf. Am Donnerstag machte der 46-Jährige eine Ausnahme. „Florian Kainz wird starten“, sagte Schultz und wies noch einmal auf die Bedeutung seines „verlängerten Arms“ hin. „Wir brauchen ihn. Wir brauchen ihn in einer guten Form. Und wir brauchen ihn im letzten Drittel, um da torgefährlicher zu werden.“ Im Hinspiel hatte der Kölner Kapitän immerhin zwei Tore erzielt, war einer der überragenden Akteure, in einem Spiel, in dem die Geißböcke ohnehin die wohl beste Saisonleistung abriefen. Auch im Rückspiel erhofft sich der Trainer eine „prägende Rolle“ von seinem Kapitän.

Wer spielt im Sturm? Adamyan oder Selke?

Eine weitere Stammplatzgarantie sprach der Trainer zwar nicht aus, doch sind einige weitere Positionen wohl auch alles andere als ein Geheimnis. Neben Marvin Schwäbe ist in der Innenverteidigung Jeff Chabot gesetzt. Wohl genauso wie Timo Hübers. Zwar betonte der Kölner Cheftrainer ein weiteres Mal, dass Luca Kilian die beiden Stamm-Innenverteidiger bei seinen Begegnungen gut vertreten habe, Hübers sei aber die Konstante in der Abwehr. Ein Spieler, der auf konstant gutem Niveau in dieser Saison agiere. Dass Max Finkgräfe gegen seinen Ex-Verein auflaufen wird, dürfte ebenso feststehen. Auf der rechten Seite wird sich Schultz einmal mehr zwischen Rasmus Carstensen und Benno Schmitz entscheiden müssen. Zwar war Carstensen gegen Leverkusen gerade beim 0:2 in der Defensive alles andere als sattelfest, der Däne brachte aber endlich mal die geforderten Flanken genau zum Mitspieler. Der 22-Jährige könnte also knapp die Nase vorne haben.

Auch Eric Martel ist auf der Sechs weiterhin eine feste Größe. Doch schon bei seinem Nebenmann fängt die Rochade des Trainers an. In der vergangenen Woche spielte Dejan Ljubicic neben dem Kapitän der deutschen U21. Der Mittelfeldspieler fehlt gesperrt. Für Schultz stellt sich die Frage, ob er wieder wie vor dem Leverkusen-Duell auf Denis Huseinbasic zurückgreift. „Denis ist eine naheliegende Alternative genauso wie Jacob Christensen, der sich im Training sehr gut präsentiert. Wir haben einige Möglichkeiten“, sagte Schultz. Nach dem Ausfällen von Justin Diehl und Jan Thielmann wird Linton Maina voraussichtlich auf der linken Seite agieren, genauso wie Florian Kainz im Angriff. Auf der rechten Seite könnte Faride Alidou eine weitere Chance erhalten. Bliebe noch die zweite Position in der Spitze. Zwischen den Zeilen klang viel danach, dass Davie Selke erst von der Bank kommt. Damit dürfte Sargis Adamyan die Nase vorne haben.  

So spielt der FC gegen Gladbach

Timo Hübers

Jeff Chabot

Rasmus Carstensen

Linton Maina

Faride Alidou

Sargis Adamyan

Faride Alidou fit, Damion Downs und Davie Selke zurück im Kader

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Faride Alidou fit, Damion Downs und Davie Selke zurück im Kader

Entwarnung beim Kölner Offensivspieler: Faride Alidou steht im Kader für die Begegnung gegen Borussia Mönchengladbach. Genauso wie die beiden Angreifer des 1. FC Köln Damion Downs und Davie Selke.

Drei neue Spieler im Kader des 1. FC Köln: Mit Davie Selke, Faride Alidou und Damion Downs hat sich der FC auf den Weg nach Gladbach gemacht. Auch Jacob Christensen ist in dieser Woche wieder mit dabei.

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Mit einem Griff an den Oberschenkel sorgte Faride Alidou am Mittwoch bei so manchem Beobachter für Sorgenfalten auf der Stirn. Der Offensivspieler musste das Training frühzeitig beenden. „Eine reine Vorsichtsmaßnahme“, erklärte Timo Schultz noch am Donnerstag auf der Pressekonferenz, um dann doch anzudeuten, dass man erst einmal schauen müsse, wie es dem Spieler gehe. Am Freitagnachmittag nahm der 22-Jährige am Abschlusstraining der Kölner teil, stieg auch in den Bus zum Auswärtsspiel und gehört somit zum Kader der Kölner im Duell gegen Gladbach. Nach der Gelb-Sperre von Dejan Ljubicic ist der 22-Jährige durchaus eine Option für rechts Außen und kann auf Einsatzzeit gegen die Fohlen hoffen.

Selke ein Kandidat für die Startelf?

Auch Davie Selke, der nach seiner Fußverletzung nicht mehr im Kölner Kader gestanden hatte, bekommt am Samstag mit großer Wahrscheinlichkeit seine Einsatzzeit. „Davie konnte die ganze Woche mittrainieren, nachdem er letzte Woche nur Teile mitgemacht hat und auch noch gesteuert wurde“, sagte Schultz. „Man muss sicher die kommenden beiden Tage abwarten, wie er die steigende Belastung verkraftet. Er ist aber ein Kandidat für den Kader.“ Bei der Einheit am Freitag hinterließ Selke einen ordentlichen Eindruck und steht genauso im Kader wie Damion Downs. Der Angreifer steht erstmals seit Anfang Oktober wieder im Kader der Geißböcke. Auch Jacob Christensen kehrt zurück. Der Sechser gehörte am vergangenen Sonntag gegen Leverkusen nicht zum Aufgebot. Laut Timo Schultz wäre der Sechser durchaus eine Alternative zu Denis Huseinbasic auf der Sechs.

Verzichten muss Timo Schultz auf die beiden gesperrten Spieler Jan Thielmann und Dejan Ljubicic. Zudem fällt Justin Diehl wie berichtet für einige Wochen aus.



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Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Gladbach

Wer überträgt Köln gegen Gladbach?
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Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Gladbach

Nach dem 3:1 Sieg in der Hinrunde folgt nun das Rückspiel gegen Borussia Mönchengladbach. Alles Wissenswerte rund um die Begegnung gibt es hier.

Die meisten Einsätze, der höchste Sieg, die bitterste Niederlage – und wer hat nochmal die meisten Tore gegen Mönchengladbach geschossen? Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Gladbach.

Wer überträgt Köln gegen Gladbach?

Wie lautet die Bilanz zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach?

Zum 98. Mal treffen der 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach am Sonntag in der Bundesliga aufeinander. Die Bilanz spricht ganz klar für die Borussia. Gladbach gewann 52 der Partien, der FC setzte sich in 28 Spielen durch. 17 Begegnungen endeten unentschieden. Auch die Torbilanz spricht mit 189:130 klar für den Rivalen. Insgesamt spielen die Teams zum 115. Mal gegeneinander. Dort sieht die Bilanz wenn auch nur ein wenig besser aus. Der FC gewann immerhin 35 Spiele, Gladbach 58.

Wer zeigt die Begegnung des 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach im TV?

Das Spiel beginnt am Samstagum 15.30 Uhr. Damit ist Sky der übertragende Anbieter. Die Übertragung beginnt um 14.45 Uhr. Zusammenfassung gibt es unter anderem auch von der Sportschau im WDR Fernsehen um 21.45.

Wann gelang dem 1. FC Köln der höchste Sieg gegen Gladbach?

Den höchsten Pflichtspielsieg feierten die Kölner noch in der Oberliga West. 1961 setzte sich der FC mit 6:1 gegen die Fohlen durch. Karl-Heinz Thielen erzielte damals vier Treffer für die Kölner. Auch Christian Müller und Matthias Hemmersbach steuerten ihre Tore bei. 1996 gewannen die Kölner in der Liga mit 4:0. Toni Polster, Ion Vladoiu, Dorinel Munteanu und Sunday Oliseh erzielten die Tore.

Wann kassierte der FC die höchste Niederlage gegen Mönchengladbach?

Gefühlt kassierte der FC schon einige derbe Klatschen gegen die Borussia. Und der Eindruck täuscht nicht. Sechs Mal unterlag Köln den Borussen bereits mit vier Toren Unterschied. Zuletzt beim 1:5 2011, das erste Mal beim 0:4 1975. Die höchste Pleite kassierten die Kölner 1972 im UEFA-Cup. Damals hofften die Kölner noch auf ein Weiterkommen im Achtelfinale. Nach dem 0:0 im Hinspiel gab es die Klatsche im Rückspiel.

Wer erzielte die meisten FC-Tore gegen Mönchengladbach?

Neun Tore erzielten jeweils Heinz Flohe, Klaus Allofs und Pierre Littbarski. Auf Gladbacher Seite erzielte Jupp Heynckes elf Tore gegen Köln. Aus dem aktuellen Kader traf Mark Uth bereits drei Mal gegen die Fohlen.

Wer kommt auf die meisten FC-Einsätze gegen Gladbach?

Für die Geißböcke stand keiner so oft gegen Dortmund auf dem Feld wie Toni Schumacher. Der Vize-Weltmeister von 1986 bestritt 29 Spiele gegen die Borussia. Auf der anderen Seite verfügt Berti Vogts mit 32 Einsätzen über die größte „FC-Erfahrung“.

Wie hoch liegen die Kaderwerte vom FC und von Mönchengladbach?

Die Online-Plattform Gool.ai berechnet den Marktwert des 1. FC Köln auf gut 83 Millionen Euro. Der FC liegt damit im unteren Drittel der Liga. Borussias Marktwert berechnet das Portal auf 182 Millionen Euro. Kouadio Manu Koné ist wertvollster Spieler der Fohlen mit einem Marktwert von gut 30 Millionen Euro. Wertvollster FC-Profi ist Dejan Ljubicic mit rund zehn Millionen Euro.

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Viel Brisanz, vor allem aber eine große Chance

Darum bietet dem FC das Derby eine Chance
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Viel Brisanz, vor allem aber eine große Chance

Selten war für den 1. FC Köln ein Erfolg im Derby so wichtig wie am Samstag. Die Kölner würden nicht nur ein wichtiges Zeichen zum richtigen Zeitpunkt setzen, ein Erfolg könnte sich extrem positiv auf die Tabelle auswirken. Denn die Konkurrenz steht vor Herkules-Aufgaben.

Nicht nur für die Fans ist ein Sieg im Rheinderby von großer Bedeutung. Neben der lokalen Brisanz und der Historie geht es für den FC am Samstag auch um eine bessere Ausgangsposition für den Liga-Endspurt. Darum bietet dem FC das Derby eine Chance.

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Florian Kainz setzte nach seinem dritten Elfmeter, dem zweiten verwandelten, zum Luftsprung an, jubelte und verschwand in der Mannschaftstraube. Die Freude über das 2:1 glich einer Befreiung. Die Last auf den Schultern des doch eher gedrungenen Mittelfeldspieles muss riesig gewesen sein. Nach sieben Spielen ohne Sieg, einem einzigen Punkt, fuhren die Geißböcke ausgerechnet im Derby gegen Borussia Mönchengladbach den ersten Sieg in der Liga ein. Für den FC drei Punkte und ein wichtiges Zeichen zum richtigen Zeitpunkt. Allerdings ein Zeichen, das auch erstaunlich schnell wieder verpuffte. Es folgten die desolate Vorstellung beim 0:6 gegen Leipzig sowie das Aus gegen Kaiserslautern im DFB-Pokal. Die Hoffnung, dank des Derbysiegs doch noch die Kurve zu bekommen, verflog schon in den folgenden beiden Spielen. Und so richtig erholten sich die Kölner bis heute nicht.

Timo Schultz: „Das sind die Spiele, in denen es knistert“

Mittlerweile ist ein neuer Trainer am Start, doch auf der Haben-Seite stehen noch immer nur drei Saisonsiege. Der FC tritt unter Timo Schultz deutlich stabiler auf, doch eine Verbesserung in der Tabelle brachte das noch nicht mit sich. „Wir haben dennoch zu wenig Punkte geholt“, erklärte Schultz am Donnerstag. „Wir müssen dahin kommen, dass wir Spiele gewinnen.“ Und das möglichst bald. Denn das rettende Ufer ist so gut wie außer Sichtweite, der Abstand auf Mainz auf einen Zähler verringert. Ein wichtiges Zeichen wäre der Erfolg im Derby. „Das Spiel fängt bei Null an“, sagt der Trainer und will gar nicht zu sehr an das Hinspiel denken, das er selbst ohnehin nicht unmittelbar mitbekommen hat. Gerade die Gladbacher schöpfen Motivation aus der 1:3-Niederlage. Für Trainer Gerardo Seoane ist das zwar „Schnee von gestern“, aber: „Wir nehmen dieses negative Erlebnis mit als Zusatzmotivation, um unseren Zuschauern einen hoffentlich erfreulichen Nachmittag und einen Sieg schenken können.“

Den will auch Schultz den rund 5500 Kölner Fans schenken, die sich auf den Weg an den Niederrhein machen. „Das sind Spiele, in denen es knistert“, sagt Schultz und wünscht sich ein Spiel mit „offenem Visier, aber sportlich fair auf dem Platz – im Idealfall mit einem Sieger: dem 1. FC Köln.“ Der ist auch nicht unmöglich. Die Bilanz des Derbys spricht allerdings für die Fohlen. Borussia gewann in der Liga 52 Begegnungen gegen die Geißböcke, der FC 28 gegen Gladbach. Von den vergangenen sechs Duelle haben die Kölner aber vier gewonnen, nur eins verloren. Und ähnlich wie auch in Köln ist man in Mönchengladbach alles andere als zufrieden mit dem aktuellen Saisonverlauf. Die Fohlen kommen zwar auf 26 Punkte und damit neun Zähler mehr als die Kölner, dennoch blieb auch Gladbach in der aktuellen Saison weit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Und der Trend zeigt nicht aufwärts. Von den jüngsten sieben Spielen gewann Seoane mit seiner Mannschaft gerade mal eins.

Die Spieltagskonstellation spricht für den FC

Dabei ist das Duell nicht nur aufgrund der Historie oder lokalen Nähe von Brisanz. Den Geißböcken bietet sich die Chance, den Blick aufs Tableau vor der Länderspielpause noch einmal deutlich attraktiver zu gestalten. Denn während der FC einen ebenfalls angeschlagenen Gegner vor der Brust hat, steht die direkte Konkurrenz vor Herkules-Aufgaben. Mainz ist zu Gast bei den wiedererstarkten Bayern, Darmstadt muss zu den gegen Real gut aufspielenden Leipzigern. Auch der Blick nach oben könnte sich an diesem Spieltag lohnen. Wolfsburg steht vor dem Spiel gegen den Tabellenführer aus Leverkusen und Union Berlin ist zu Gast beim VfB Stuttgart. Neben dem FC hat von den Kellerkindern nur der VfL Bochum keinen Gegner aus der Top-5 vor der Brust. Zwar beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer noch immer acht Zähler, je nach Spieltags-Konstellation würden sich fünf Punkte aber deutlich besser anhören. Der Schritt zu Rang 15 wäre wieder durchaus realistischer.

Dazu müsste aber auch der FC seine Hausaufgaben machen. Und das werden keine leichten. Eine „prägende Rolle“ soll dabei wieder der Kapitän übernehmen, betonte Timo Schultz. Und seine Hoffnung sind trotz der Formkrise nicht ganz unberechtigt. Denn Florian Kainz weiß, wie Derby geht. Gegen Gladbach erzielte der Mittelfeldspieler vier Tore, legte zwei Treffer auf. Gegen keinen anderen Club der Liga war Kainz so erfolgreich. So wie im Hinspiel, als er nach dem 2:1 zum Luftsprung ansetzte.



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Schultz fordert Emotionen, der Grat zur Übermotivation ist aber schmal

 So emotional soll das Derby des FC gegen Gladbach werden.
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Schultz fordert Emotionen, der Grat zur Übermotivation ist aber schmal

Mit seinem Platzverweis in der Anfangsphase veränderte Jan Thielmann am Sonntag das Heimspiel gegen Leverkusen. Auch Dejan Ljubicic holte sich unnötig Gelb ab. Die Kölner gingen teils übermotiviert in das Duell. Wenn es nach Timo Schultz geht, soll es aber auch gegen Gladbach emotional werden.

Mit dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach steht der 1. FC Köln vor einem besonders brisanten Duell. Angst, dass seine Mannschaft zu motiviert in das Duell geht, hat Trainer Timo Schultz nicht. Im Gegenteil: Timo Schultz fordert die Emotionen ein. So emotional soll das Derby des FC gegen Gladbach werden.

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Ob der 1. FC Köln im Heimspiel gegen Leverkusen tatsächlich ein besseres Ergebnis erzielt hätte, wenn Jan Thielmann nicht bereits nach 14 Minuten vom Platz geflogen wäre, befindet sich im Bereich der Spekulationen. Schließlich gibt es nicht wenige Experten, die das Spiel gegen eine tief stehende Mannschaft in Unterzahl als besonders schwierig betrachten. Fakt ist, dass der Spielverlauf ein anderer geworden wäre, die Aufgabe für den FC durch den Platzverweis sicher nicht einfacher geworden ist. Und die Nachwehen reichen in die kommenden Wochen. Thielmann wird dem FC im Derby und im Duell gegen RB Leipzig am kommenden Freitag fehlen. Zudem holte sich Dejan Ljubicic die fünfte Gelbe Karte, eine besonders unnötige, ab. Unnötig, weil Ljubicic den Karton wegen eines vollkommen übermotivierten Meckerns sah. Gleich zwei Stammspieler stehen den Kölnern nun gesperrt nicht zur Verfügung.

Schultz: „Kein Spieler hat am vergangenen Wochenende absichtlich ein Foul gespielt“

Nach den hitzigen Anfangsminuten gegen Leverkusen, in denen sich auch Eric Martel nicht über einen Platzverweis hätte beschweren dürfen, steht nun das nächste emotionale Spiel gegen Mönchengladbach bevor. Und in dem dürfte es angesichts eines Derbys ebenfalls besonders heiß hergehen. „Wir werden eine Kölner Mannschaft sehen, die bis in die Haarspitzen motiviert ist“, sagte Timo Schultz am Donnerstag. Das waren die Geißböcke gegen Leverkusen auch, allerdings zu oft auch ein wenig drüber. „Im Fußball gibt es nun mal die eine oder andere Situation aus einer gewissen Dynamik oder Emotion heraus, die vielleicht grenzwertig sind“, sagte Schultz. „Kein Spieler hat am vergangenen Wochenende absichtlich ein Foul gespielt. Ich bin davon überzeugt, dass dieser Sport von Emotionen lebt und diese auch behalten muss. Wenn wir alles aberziehen, dann wird es irgendwann nur halb so viel Spaß machen, ins Stadion gehen oder selbst zu spielen.“

Weniger Platzverweise als gegen Leverkusen

Gerade die Derbys und Nachbarschafts-Duelle leben von den Emotionen – in einem gewissen Rahmen. Tatsächlich sahen in den Begegnungen gegen Bayer Leverkusen insgesamt 21 Spieler die Rote Karte. Durch den Platzverweis von Thielmann führt der FC die Statistik nun gegen Bayer 11:10 an. Das von vielen Fans als das brisantere Duell eingestufte Spiel gegen Gladbach ging in der Vergangenheit dagegen deutlich harmloser zu. Insgesamt gab es sechs Platzverweise, davon fünf gegen die Kölner – und das, obwohl der FC gegen kein Team in der Liga so oft spielte, wie gegen die Fohlen. Beim 3:1-Erfolg der Kölner im Hinspiel sah Manu Koné die Rote Karte. Ein emotionales Spiel wünscht sich der Kölner Trainer auch für den Samstag, gerne auch ein wenig mehr. „Ich fordere von meinen Jungs, dass sie laut sind oder mal ein wenig über die Grenzen hinaus gehen. Man soll schon sein Herz auf dem Platz lassen“, sagt Schultz, weist aber daraufhin, dass alles im fairen Rahmen bleiben soll.

Fairness fordert auch Thomas Kessler ein. Allerdings von den Fans. Ausschreitungen wie beim Spiel gegen Leverkusen dürfe es am Samstag nicht geben. „Ich kann nur an alle Fans appellieren, dass sie uns auf den Rängen bis aufs Maximum zu unterstützen, feiern und genießen. Das aber aber alles im Rahmen. Was wir gegen Leverkusen gesehen haben, gehört nicht zum Fußball. Es sollte niemals zu Ausschreitungen kommen“, sagte der ehemalige Kölner Torwart. Auch Gerardo Seoane erwartet ein brisantes Duell. „Emotionskontrolle ist aber wichtig“, sagte der Gladbach-Trainer. Man könne „davon ausgehen, dass es emotional wird, aber es ist für mich entscheidend, dass man den Fokus nicht verliert.“ Und der heißt für beide Teams: drei Punkte.



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Max Finkgräfe und die Rückkehr nach Mönchengladbach

Max Finkgräfe kehrt nach Mönchengladbach zurück
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Max Finkgräfe und die Rückkehr nach Mönchengladbach

Zehn Mal stand Max Finkgräfe nun in Folge in der Startelf des 1. FC Köln. Der 19-Jährige hat sich längst festgespielt. Die Begegnung am Samstag ist dennoch eine besondere für den Youngster. Dann geht es gegen seinen Geburtsort und zurück an eine alte Wirkungsstätte.

Er ist längst Stammspieler beim 1. FC Köln, eilt von Ehrung zu Ehrung. Am kommenden Samstag spielt er mit dem FC das Derby gegen die Fohlen. Ein ganz besonderes Spiel: Max Finkgräfe kehrt nach Mönchengladbach zurück.

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Wenn Steffen Baumgart in der jüngeren Vergangenheit von Jonas Hector sprach, kam der ehemalige Kölner Trainer nicht aus dem Schwärmen. Erst vor wenigen Wochen adelte der HSV-Coach seinen ehemaligen Kapitän als den besten Linksverteidiger des Landes. Kein Wunder, dass Baumgart noch während seiner Zeit beim FC nicht müde wurde, das Fehlen seines verlängerten Arms zu bedauern und auch als einen Grund für die Misere zu benennen. Denn einen adäquaten Ersatz für Hector bekam der Kölner Coach nicht in seinen Kader. Umso erstaunlicher, dass genau auf dieser Position aktuell der größte Hoffnungsträger der Kölner spielt: Max Finkgräfe. Der 19-Jährige ist der große Gewinner der Geißböcke in dieser doch von Niederlagen geprägten Saison. Finkgräfe bringt konstant gute Leistungen, hat sich auf der linken Seite der Viererkette festgespielt und überrascht die Liga. Erst diese Woche wurde der Youngster von der DFL zum „Rookie des Monats Februar“ nominiert. Und: Baumgart wies darauf hin, dass Finkgräfe ja die Saison einreiße.

Finkgräfe durchlebt eine rasante Entwicklung

Eine rasante Entwicklung. Eine Entwicklung, die man dem Kölner Eigengewächs so im Sommer vielleicht noch nicht in dem Maße zugetraut hätte. Damals wird sich so mancher FC-Fan gewundert haben, welches Talent im Testspiel über die linke Seite für ordentlich Tempo, für ein aggressives Pressing und für Gefahr sorgte. Für die Fans und vielleicht die Kölner Verantwortlichen ein rasanter Weg, für Finkgräfe selbst offenbar nicht. „Ich bin ein bisschen davon ausgegangen, dass es diese Saison vielleicht passieren kann“, sagte Finkgräfe im Interview mit seinem Arbeitgeber. „Einfach dadurch, dass ich letztes Jahr schon mit dem Profikader mitgereist bin. Und ja, deswegen habe ich alles gegeben, damit ich diese Chance auch nutze.“ Der FC testete im Rahmen des Trainingslagers gegen Gornik Zabrze, jenen Klub für den das Kölner Idol und Eigengewächs Lukas Podolski auf dem Feld stand, doch ein anderes Eigengewächs erhaschte die Aufmerksamkeit: eben Finkgräfe.

Ein Eigengewächs, aber ein spätes. Denn eigentlich liegen die Wurzeln des 19-Jährigen ganz woanders. Geboren wurde der Linksverteidiger in Mönchengladbach, Finkgräfe kommt aber aus der Stadt Willich am Niederrhein, die ziemlich zentral zwischen Neuss, Gladbach und Düsseldorf liegt. Nach den ersten fußballerischen Schritten beim VfL Willich wechselte das Talent in die Jugend von Fortuna Düsseldorf. Es folgte aber schon bald der nächste Schritt, der Wechsel in das Nachwuchsleistungszentrum von Borussia Dortmund. Durchsetzen konnte sich Finkgräfe beim BVB nicht, als 14-Jähriger ging es zum Klub seiner Geburtsstadt.

Bei Gladbach nicht durchgesetzt

Finkgräfes Juniorenzeit war geprägt von Verletzungen, die ihn immer wieder zurückwarfen. Wahrscheinlich ein Grund, warum er sich in den diversen NLZs schwer tat. Möglicherweise hätte er ausgerechnet bei der Borussia den Durchbruch geschafft. Denn sein Talent war auch dort unbestritten. „Max ist ein richtig guter Junge, deshalb haben wir ihn ja damals auch aus Dortmund zu uns geholt. Natürlich waren wir von ihm überzeugt und haben ihm zugetraut, dass er es auch bei uns bis nach oben schafft. Aber er hatte in seiner Zeit in Gladbach viel Pech mit Verletzungen, viele Kleinigkeiten, die ihn ausgebremst haben. Dann kam auch noch Corona“, erklärte Gladbachs Geschäftsführer Roland Virkus bei „Bild“.

Doch Finkgräfe brach sich 2019 im Dienste der Gladbacher das Bein. Gegen seinen Ex-Klub aus Dortmund erlitt er eine Fraktur des Standbeins und das ohne Fremdeinwirkung. Der damalige Mittelfeldspieler fiel monatelang aus. Das junge Talent verlor den Anschluss, der Traum vom Profifußball schien vorerst geplatzt, die Leidenschaft des Sports nicht. Finkgräfe schloss sich der SG Unterrath an, bei der er immerhin Junioren-Bundesliga spielen konnte. „Ich wollte unbedingt nochmal U17-Bundesliga spielen und Gladbach auch beweisen, dass ich es packen kann“, sagt Finkgräfe.

Gepackt hat es der Youngster. Und das wird man auch in Gladbach mitbekommen haben. Schließlich hat es ein ehemaliges, ein wenn auch durch Verletzungspech aussortiertes Eigengewächs bei einem anderen Bundesligisten, beim direkten Rivalen gepackt. Am Samstag wird der Youngster aller Wahrscheinlichkeit nach wieder in der Startelf stehen. Dann gegen die Mannschaft seines Geburtsorts, dann mit der Chance, seinem Junioren-Club auf direktem Weg zu zeigen, dass er es gepackt hat.



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