Interview mit Sportrechtler: „Diese Vermutung reicht für die Verurteilung aus“

1. FC Köln: Interview mit Fachanwalt Reiter zum CAS-Urteil
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Interview mit Sportrechtler: „Diese Vermutung reicht für die Verurteilung aus“

Wird der FC im Winter einen neuen Stürmer verpflichten? Das deutete FC-Sportdirektor Christian Keller am vergangenen Sonntag an. Zuletzt hatte die „Bild“ über einen Transfer von Youssoufa Moukoko spekuliert. Dabei schwebt nach wie vor die mögliche Transfersperre wie ein Damoklesschwert über dem FC. Ein Interview mit dem Sportrechtler Dr. Gregor Reiter.

Sportdirektor Christian Keller deutete am vergangenen Sonntag im Sport1-Doppelpass an, dass man sich mit der Verpflichtung eines neuen Stürmers beschäftige. Der 44-Jährige betonte aber auch, dass man die Transfersperre nicht vergessen solle. Denn die sei bekanntlich ja nur ausgesetzt für den 1. FC Köln: Dazu ein Interview mit Fachanwalt Gregor Reiter zum CAS-Urteil.

Herr Dr. Reiter, muss man sich nach dem schwachen Saisonstart Sorgen um den FC machen?

Reiter: Man muss nun erst einmal abwarten, wie es sportlich weitergeht. Der FC ist ja ein Verein, der schon so manche Krise überstanden hat. Und er wird auch diese überstehen. Da mache ich mir keine allzu große Sorgen. Es gibt im deutschen Fußball jedenfalls Vereine, um die ich mir mehr Sorgen machen würden.

Es wird schon bald mit dem CAS-Urteil gerechnet. Große Sorgen macht sich Christian Keller offenbar nicht. Zumindest hat der Kölner Sportdirektor auf der Mitgliederversammlung Ende September Optimismus in Bezug auf das Urteil verbreitet. Sehen Sie das ähnlich?

Reiter: Ich habe sicherlich nicht die Kenntnisse, die Christian Keller hat. Auch nicht die aus der mündlichen Verhandlung, die für eine Einordnung entscheidend sind. Ich glaube schon, dass der FC dahingehend optimistisch sein kann, dass das Urteil reduziert wird. Dahingehend, dass die Sperre komplett aufgehoben wird, das würde ich mir für Köln zwar wünschen, aber diesen Optimismus würde ich nicht teilen.

Es gab einen ganz ähnlichen Fall in Marseille. Dort ist die Sperre gänzlich aufgehoben worden. Es ist also generell möglich, einen Freispruch zu erwirken…

Reiter: Letztendlich geht immer um die Frage, ob der Spieler einen berechtigten außerordentlichen Kündigungsanspruch hatte oder nicht. Hätte der Spieler seinen Arbeitsvertrag mit Ljubljana außerordentlich kündigen dürfen – ja oder nein? Wenn man dies mit „Ja“ beantwortet, gibt es keinen Grund, die Kölner zu bestrafen. Wenn man die Frage aber mit „Nein“ beantwortet, dann spricht die zeitliche Nähe zwischen Kündigung und neuem Arbeitsvertrag dafür, dass der FC zumindest von dem Vorhaben des Spielers hätten wissen können. Soweit ich die Kündigungsgründe des Spielers kenne, würde ich sagen, dass diese eben nicht ausreichen, um eine fristlose Kündigung zu begründen. Nach der Auffassung der FIFA enthält Art. 17 Abs. 4 der FIFA-Transferstatuten die Vermutung, dass der neue Klub den Spieler zum Vertragsbruch angestiftet hat. Diese Vermutung muss der FC widerlegen, wenn der Spieler keine belastbaren Gründe für eine Kündigung hatte.

Warum muss der FC seine Unschuld beweisen? Das wirkt auf den Laien falsch herum.

Reiter: Das ist richtig. Im Zivilrecht gilt, dass derjenige, der sich auf etwas beruft, dies auch beweisen muss. Die Vermutungsregel der FIFA dreht dies in einem Punkt um. Wie im Arbeitsrecht muss auch hier derjenige, der eine fristlose Kündigung ausspricht, den Kündigungsgrund beweisen. Hier also der Spieler. Im Arbeitsrecht müsste allerdings der alte Arbeitgeber beweisen, dass der Spieler durch den neuen Arbeitgeber angestiftet wurde. Dies ist hier anders, denn es wird vermutet, dass der 1. FC Köln den Spieler zu dieser Kündigung angestiftet hat. Nicht der alte Klub muss die Anstiftung beweisen, sondern der neue – also der FC – muss die Vermutung erschüttern. Der FC muss also nicht den Vollbeweis führen, dass er nicht angestiftet hat. Er muss die Vermutung aber zumindest so stark erschüttern, dass sie als widerlegt gilt. In dem Fall müsste dann wieder der alter Klub den Vollbeweis der Anstiftung führen. Hier wird alleine aufgrund der zeitliche Nähe vermutet, dass der FC hinter der Geschichte steht.

Laut eines Medienberichts behauptet der FC, erst am Tag nach der Kündigung Kontakt zu dem Spieler aufgenommen zu haben. Sollte das zutreffen, heißt das, der FC habe innerhalb von 24 Stunden diesen Transfer abgeschlossen. Ist das realistisch?

Reiter: Grundsätzlich sind diese 24 Stunden nicht unrealistisch. Dass der FC aber am Morgen nach der Kündigung erfahren hat, dass der Spieler im Grunde ablösefrei zur Verfügung steht, da habe ich zumindest meine Probleme mit, das nachzuvollziehen. Das ist ja auch der Grund, warum man diese Vermutungsregelung hat. Die zeitliche Nähe lässt vermuten, dass die Kölner involviert waren. Diese Vermutung reicht für die Verurteilung aus.

In dem Bericht heißt es weiter, dass es bereits zuvor Kontakt zwischen Jörg Jakobs und dem Spieler gegeben haben soll. Der FC argumentiere laut Bericht damit, dass Jakobs in diesem Zeitraum als externer Berater tätig gewesen sei. Als Arbeitnehmer sei er seit mehreren Jahren ausgeschieden. Ist diese Argumentation plausibel?

Reiter: Aus meiner Sicht nicht. Bei der Frage, ob der FC den Spieler zur Kündigung angestiftet hat, kommt es nicht darauf an, wie er das gemacht hat. Es geht darum, ob er das gemacht hat beziehungsweise ob ihm die Anstiftung zuzurechnen ist. Der Klub handelt immer durch irgendwelche Vertreter. Das können Arbeitnehmer, Verantwortliche, aber eben auch externe Berater sein. Wenn der FC Jörg Jakobs wirklich beauftragt hat, dann wird er sich das Handeln und das Wissen von Jakobs zurechnen lassen müssen. Mit dem Argument würde der FC nicht weiterkommen. Im Gegenteil, er würde meiner Ansicht nach damit unterstreichen, dass er in den Prozess frühzeitig involviert gewesen ist.

Sollte das die Argumentation sein, wirkt sie auf den ersten Blick und vor allem von außen sehr arglos…

Reiter: Es kommt wie gesagt nicht darauf an, in welcher Beziehung Jakobs mit dem FC gestanden hat, sondern dass er in einer Beziehung zum FC gestanden hat. Wenn ich die Regularien dadurch umgehen könnte, dass ich einen Berater einschalte, dann wäre dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet. Dann würde ich nur noch externe Berater beauftragen.

Bei einer Verurteilung wird der FC mit einem Registrierungsverbot belegt. Was genau bedeutet das?

Reiter: Der FC darf keine neuen Spieler in den betroffenen Transferphasen registrieren. Wenn sich ein Spieler entschließt, zu einem anderen Verein zu wechseln, dann muss der Klub diesen Akteur über das sogenannte TMS-Tool registrieren. Der abgebende Verein muss diese Registrierung bestätigen. Diese Möglichkeit würde man dem FC verwehren. Es gibt technisch keinen Zugang mehr.

Also Vertragsverlängerungen und Abgänge sind von einem solchen Verbot nicht betroffen?

Reiter: Genau. Es geht ausschließlich um Neu-Registrierungen. Ein Vertrag kann ja auch außerhalb der Transferperiode verlängert werden. Eine Abgabe ist im Grunde eine De-Registrierung und keine Neu-Registrierung.

Der FC hat aktuell einige geliehene Spieler, besitzt dem Vernehmen nach für alle drei eine Kaufoption. Könnten die Kölner diese während einer Sperre ziehen?

Reiter: Dies sollte eigentlich nicht gehen, da bei Ablauf des Leihvertrages der Spieler zurück zu seinem alten Verein muss, bei dem er auch noch einen Arbeitsvertrag hat und der FC müssten diesen Spieler bei einem endgültigen Transfer auf Grundlage eines Transfervertrags neu verpflichten und damit auch neu registrieren. Allerdings sieht Art. 25 Abs. 3 FIFA-Transferstatuen genau für diesen Fall eine Ausnahme vor: Rechtlich ist es eine Neuregistrierung, aber sie ist trotz Transfersperre ausdrücklich erlaubt.

Wie verhält es sich mit der Registrierung von Nachwuchsspielern des FC. Die werden im Worst Case ja die neuen Hoffnungsträger sein...

Reiter: Das ist aber kein Transfer im klassischen Sinne. Das sind Spieler des Vereins. Da ändert sich primär die Rechtsgrundlage, auf der sie beschäftigt sind. Meiner Meinung nach könnte der FC die Akteure auch bei einer ausgesprochenen Transfersperre zu Profis machen. Das ist keine Frage einer Neu-Registrierung.

Wann haben wir die Gewissheit?

Reiter: Das ist schwer einzuschätzen. Das CAS lässt sich schon mal gerne sechs, sieben, acht Monate Zeit. Das glaube ich in dem Fall aber nicht. Ich denke, dass das Urteil noch vor der Transferperiode verkündet wird.

Dr. Gregor Reiter ist Rechtsanwalt, spezialisiert auf die Bereiche Insolvenz- und Sportrecht. Von 2007 bis 2020 war er Geschäftsführer der Deutschen Fußballspieler Vermittler Vereinigung. Seit 2008 ist er Berater der European Football Agent Association mit Sitz in Den Haag.


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Wie geht es weiter mit der Leihspielern?

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Wie geht es weiter mit der Leihspielern?

Fünf Spieler hat der 1. FC Köln im Sommer verliehen. Die jungen Akteure sollen bei ihren Leihklubs Spielpraxis sammeln, um sich für den FC zu empfehlen oder den Wert zu steigern. Das Konzept scheint aufzugehen.

Nach zum Teil anfänglichen Schwierigkeiten sind die fünf Leihspieler bei ihren Klubs angekommen, sind Stammspieler und erfolgreich. Doch habe sie deswegen eine Zukunft beim 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit der Leihspielern?

10 Tore, sieben Assists – die Bilanz der Kölner Offensivspieler kann sich wahrlich sehen lassen. Zumindest die der verliehenen FC-Profis. Tim Lemperle war für Greuther Fürth in der 2. Bundesliga bereits drei Mal erfolgreich, bereitete zwei Tore vor, Marvin Obuz erzielte für Rot-Weiss Essen sogar schon vier Tore und lieferte drei Assists. Und auch Maxi Schmid scheint sein Glück gefunden zu haben. Drei Tore, zwei Vorlagen lautet die Zwischenbilanz des Offensivspielers. Die Idee einer Leihe scheint sich für die Profis genauso wie für den Klub zu lohnen. Und das nicht nur aufgrund der Scorerpunkte. Denn die drei Stürmer, genau wie auch Nikola Soldo und Jonas Urbig, erhalten bei ihren Leihklubs auch die erhoffte Einsatzzeit. „Leihen können sehr sinnvoll sein, um junge Spieler in ihrer Entwicklung zu fördern“, sagt FC-Sportdirektor Christian Keller im aktuellen Geißbockecho. „Für diese Spieler macht es Sinn, dass sie auf einem höheren Niveau als Regionalliga Wettkampfpraxis sammeln und so im Idealfall während des Leihzeitraums weitere Entwicklungsschritte in Richtung Lizenzmannschaft gehen.“

Win-Win-Win-Situation

Genau deswegen haben die Kölner Verantwortlichen im Sommer einige Verträge kurzfristig verlängert, um den jungen Spielern, an deren Durchbruch der FC noch glaubt, die Leihe und damit Spielpraxis zu ermöglichen. Dabei geht es mittelfristig noch nicht einmal zwingend darum, die Spieler im eigenen Team zu integrieren. Denn eine positive Entwicklung kann natürlich auch einen positiven wirtschaftlichen Erfolg bedeuten, gerade wenn sich der Marktwert steigert. „Auch jeder Spieler, der es aus unserem Nachwuchs in die zweite oder dritte Liga schafft, ist für uns ein Erfolg“, sagt Keller, der schon im Sommer keinen Hehl daraus machte, dass er ein großer Fan von Leihgeschäften ist.

Kein Wunder, Leihen sind wenn man so will eine Win-Win-Win-Situation: Der Spieler erhält Spielpraxis, kann sich weiterentwickeln und gleichzeitig für höhere Aufgaben empfehlen. Eine Leihe kann den Karriereschub, in einigen Fällen den Durchbruch bedeuten. Der aufnehmende Verein erhält einen Akteur für kleines Geld, der allerdings darauf brennt, seine Karriere voranzutreiben. Dabei geht der Klub ein denkbar geringes Risiko ein. Funktioniert der Spieler nicht, kehrt er mit dem Ende der Leihe zu seinem Heimatklub zurück, hat der Verein eine Kaufoption vereinbart und der Spieler entwickelt sich positiv, steht ein Schnäppchen im Raum. Und: In der Branche ist es üblich, die Leihgebühr an die Anzahl der Einsätze zu koppeln. Je häufiger der Spieler zum Einsatz kommt, desto weniger Gebühr muss der Verein bezahlen.

Für den FC wird sich allerdings früher oder später die Frage stellen, wie es mit den Leihspielern konkret weitergeht. Kehren die Spieler wieder zum FC zurück, werden sie abgegeben oder folgt eine weitere Vertragsverlängerung mit der nächsten Leihe? Das wird vermutlich auch mit der Ligazugehörigkeit zusammenhängen. Sollten die Kölner im Sommer tatsächlich den Gang in die zweite Liga antreten müssen, werden wohl einige Akteure den FC verlassen. Und das auch im Falle der Transfersperre. Denn die Sanktion gilt nicht für abgehende Spieler. Diese dürfen nicht unter einer Sperre gegen den Verein leiden. Im Worst-Case-Szenario wird dem FC demnach nicht viel anderes übrig bleiben, als auf die eigenen Leihspieler und Akteure aus dem eigenen Nachwuchs zu setzen.

Wie geht es mit den Leihspielern weiter?

Bei Jonas Urbig ist die Zukunft schon jetzt ziemlich eindeutig. Der Keeper ist Stammspieler bei Greuther Fürth, hat sich nach einer kleinen Krise gefangen und ist jetzt sicherer Rückhalt der Franken. Der 20-Jährige wird im kommenden Sommer nach Köln zurückkehren und soll dann den Platz hinter Marvin Schwäbe als Nummer zwei einnehmen. Mittelfristig soll er Schwäbe herausfordern und irgendwann wohl auch beerben. Zwar haben sich die vier Feldspieler in ihren „Gastvereinen“ ebenfalls festgespielt und sammeln die erhoffte Spielpraxis. „Er macht das richtig gut, spielt jedes Spiel von Anfang an und erzielt auch seine Tore. Das ist genau das, was wir mit der Leihe zu Fürth bezweckt haben. Wir freuen uns, dass Tim diese Leistungen zeigt und auch zu seinen Spielzeiten kommt. Wir schauen weiter gespannt auf seine Entwicklung“, sagt Baumgart beispielsweise über Tim Lemperle. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass die Akteure in der kommenden Spielzeit nicht für den FC auflaufen werden.

Denn sowohl für Soldo in der Innenverteidigung als auch für Schmid, Lemperle und Obuz in der Offensive ist die Konkurrenz weiterhin groß. Aktuell würden Jeff Chabot, Timo Hübers und Luca Kilian weiterhin beim FC unter Vertrag stehen – sollten die Abwehrspieler in Köln bleiben. Die Situation hätte sich für den jungen Kroaten nicht verbessert. Tatsächlich hat sich der Marktwert von Soldo seit seinem Wechsel zum FCK wieder verbessert. Auch wenn Davie Selke, Steffen Tigges und Florian Dietz bislang nicht durchweg überzeugen konnten, dürften sie vorerst die Nase gegenüber den möglichen offensiven Rückkehrern vorne haben. Zudem steht mit Damion Downs bereits das nächste Talent in der Startlöchern. Zwar kam Downs bislang nur auf wenige Einsatzminuten, doch das soll sich mittelfristig wohl ändern.

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Tore bei der U21: Downs und Diehl treffen bei 3:3 gegen Gütersloh

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Tore bei der U21: Downs und Diehl treffen bei 3:3 gegen Gütersloh

Die U21 des 1. FC Köln ist in der Regionalliga West nicht über ein 3:3-Unentschieden gegen den FC Gütersloh hinaus gekommen. Allerdings bewiesen die Geißböcke Nehmerqualitäten und kamen zwei Mal zurück.

Zwar hat die Kölner Reserve in der Regionalliga West die Tabellenführung und einen weiteren Dreier verpasst. Dennoch gab es Grund zu Jubeln bei der U21: Damion Downs und Justin Diehl treffen bei 3:3-Unentschieden gegen Gütersloh. Der FC lag gleich zwei Mal zurück.

Für den FC ging es am 16. Spieltag der Regionalliga West um nicht weniger als die Tabellenführung. Dafür hätte Spitzenreiter Bocholt allerdings verlieren und der FC sein Heimspiel gegen Gütersloh gewinnen müssen. Beides traf allerdings nicht ein. Während Bocholt sein Auswärtsspiel in Wuppertal gewann, kam der Kölner Nachwuchs nicht über ein 3:3-Unentschieden hinaus, bewies aber Nehmerqualitäten. Zwar standen die Jungprofis Damion Downs und Max Finkgräfe genauso wie die Talente Justin Diehl und Meiko Wäschenbach in der Startformation, doch die Kölner U21 erwischte alles andere als einen guten Start. Im Gegenteil. Nachdem die Kölner schon in den Anfangsminuten so gut wie keine gefährliche Aktionen aus dem Ballbesitz erzeugen konnten, sorgte Gütersloh für die Führung. Lennard Rolf traf für die Gäste bereits in der siebten Minute. Die Kölner mühten sich um eine adäquate Reaktion, blieben aber ungefährlich. Ganz anders der Gast. Zunächst konnte Jonas Nickisch einen höheren Rückstand gegen Eduard Probst noch verhindern, doch im zweiten Versuch war der Kölner Keeper machtlos.

FC dem Siegtreffer näher

Doch dieses Mal zeigten die Kölner die erhoffte Reaktion. Eine schwache Keeper-Abwehr von Jarno Peters nutzte Downs zum Anschlusstreffer. Und Köln legte nach. Nach einer wunderschönen Aktion legte Finkgräfe auf Emin Kujovic, der aus 18 Metern stark vollendete. Es ging mit dem 2:2 in die Kabine. Köln wirkte nach dem Wechsel wacher, engagierter. Der FC war in dieser Phase das bessere Team, die Chancen und deren Verwertung waren aber nach wie vor überschaubar. Das sollte sich rächen. Tim Manstein verwandelte aus knapp 30 Metern einen Freistoß direkt, Nickisch machte nicht die beste Figur. Der FC drückte auf den Ausgleich, kam auch zu guten Möglichkeiten. Unter anderem vergab Downs, bevor es Diehl besser machte. Nach Vorarbeit von Adam Lenges traf einmal mehr Diehl zum verdienten 3:3. In der Schlussphase waren die Geißböcke dem Siegtreffer sogar deutlich näher, hätten ihn sogar erzielen müssen. Der eingewechselte Joao Pinto vergab aus kurzer Distanz wenige Sekunden vor dem Abpfiff.

Da sich Fortuna Köln gleichzeitig 2:0 beim FC Schalke 04 II durchsetzte, zogen die Südstädter wieder am FC vorbei. Die Geißböcke haben nun fünf Punkte Rückstand auf den Tabellenführer aus Bocholt. Am kommenden Freitag ist die U21 zu Gast bei der Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf. Für Justin Diehl war es bereits der zehnte Saisontreffer. Damion Downs schraubte sein Trefferkonto auf fünf in die Höhe.

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Baumgart: „Das bedeutet nicht, dass ich in einigen Wochen oder Monaten noch Trainer bin“

Keller deutet weiteren Transfer an
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Baumgart: „Das bedeutet nicht, dass ich in einigen Wochen oder Monaten noch Trainer bin“

FC-Trainer Steffen Baumgart sitzt in Köln noch fest im Sattel, während Klubs wie Union Berlin und der FC Augsburg bereits die Reißleine gezogen haben. Nun äußerte sich der Trainer zu seiner Zukunft.

Union Berlin, der FSV Mainz und der FC Augsburg, bei drei Bundesliga-Klubs gab es bereits die ersten Veränderungen auf dem Posten des Cheftrainers. Das ist auch weiterhin kein Thema beim FC. Steffen Baumgart äußert sich zur Zukunft beim FC.

Der Kölner Coach erfährt trotz der Krise Rückendeckung von den Verantwortlichen. Erst am vergangenen Sonntag wiederholte Christian Keller, dass man von dem Weg des FC-Coachs überzeugt sei. Der Sportdirektor stellte dem Trainer und seinem Team im Sport1-Doppelpass ein „sehr gutes“ Zeugnis aus und sieht nach wie vor keinen Grund für Veränderungen. „Wir haben ein sehr enges, aber auch ein kritisches Miteinander mit Christian Keller, Thomas Kessler, meinem Trainerteam und der Mannschaft“, sagte Steffen Baumgart nun der „FAZ“ (+). „Wir arbeiten sehr vertrauensvoll zusammen. Das bedeutet aber nicht, dass ich in einigen Wochen oder Monaten in jedem Fall noch Trainer bin, sondern es bedeutet, dass wir jetzt in dem Moment glauben, auf dem richtigen Weg zu sein.“

Baumgart: „Ich will nicht im November anfangen, über diesen Fall zu reden“

Und der Weg ist bekanntlich Baumgarts Offensivfußball, hohe Intensität, aggressives Anlaufen. Über zwei Spielzeiten schien der Weg alternativlos, doch aktuell will er nicht mehr so recht funktionieren. Einige Anhänger sprachen zuletzt davon, Baumgarts Spielsystem sei entschlüsselt. „Fußball lebt, Fußball ist immer eine Entwicklung. Ein Beispiel: Nur weil wir im letzten Jahr, das Anlaufen gut hingekriegt haben, heißt das nicht, dass das so weitergeht“, sagte Baumgart. „Da geht es um Nuancen. Wenn der Gegner eine Lösung hat, funktioniert das plötzlich nicht mehr so gut. Also musst du selbst wieder Auswege finden, das ist das Spiel.“ Doch genau da hapert es in dieser Spielzeit bislang. Baumgart wiederholte in den vergangenen Wochen immer wieder, dass er als Verantwortlicher Lösungen finden und anbieten müsse, die Ausbeute sind sechs Punkte nach elf Spielen. Nach den aktuellen Leistungen droht dem FC ein weiterer Abstieg.

Ob die Geißböcke diesen mit Steffen Baumgart angehen würden, wurde in den vergangenen Tagen diskutiert. Der 51-Jährige hatte einen Bericht bestätigt, dass er keinen Vertrag für die zweite Liga habe. „Ich habe nie gesagt, dass ich nicht mit in die zweite Liga gehen würde. Aber ich will nicht im November anfangen, über diesen Fall zu reden“, sagte Baumgart der „FAZ“. Der Kölner Trainer kennt die Mechanismen, die in einer sportlichen Krise greifen. „Die Gefahr besteht immer dann, wenn der Glaube verloren geht, wenn sich in negativen Situationen der Umgang verändert. Ich glaube, wir sind hier sehr stabil. Aber im Fußball kann man nie genau sagen, was in drei Wochen oder einem halben Jahr ist, wie wir gerade an Urs Fischer sehen.“

Zumal man in Köln sehr wohl wusste, dass der FC in dieser Spielzeit vor einer großen Herausforderung stehe. „Dass es uns nicht gelingen wird, mit dem Finanzbudget, das uns zu Verfügung steht, zwei überdurchschnittliche Bundesligaspieler zu rekrutieren, das war uns im Sommer klar“, hatte Christian Keller am vergangenen Sonntag gesagt und wenige Tage zuvor: „Es ist wichtig, dass man eine realistische Erwartungshaltung gegenüber dem Trainer hat. Was ist denn überhaupt mit dem Kader sportlich möglich, mit dem der Trainer arbeitet. Und da ist unsere Erwartungshaltung sehr klar. Für uns geht es primär um den Klassenerhalt.“ Das bestätigte nun auch Baumgart. „Mir wurde von Anfang offengelegt, dass wir hier unter diesen Umständen arbeiten. Wir müssen gucken, dass wir den Spagat schaffen zwischen wirtschaftlicher Vernunft und sportlichem Erfolg“, erklärte der Trainer. Eine schwere Aufgabe.


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Vom Leistungsträger bis Zuschauer – so schlagen sich die FC-Abgänge

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Vom Leistungsträger bis Zuschauer – so schlagen sich die FC-Abgänge

Zahlreiche Spieler haben den FC im Sommer verlassen. Für einige hat sich der Wechsel absolut gelohnt, für andere läuft es dagegen bislang alles andere als optimal.

Die Bilanz der Kölner, die den FC im Sommer verlassen haben, könnte nicht unterschiedlicher sein. Vom Stammspieler eines Bundesligisten bis zum Bankdrücker eines Zweitligisten ist alles mit dabei: So schlagen sich die Kölner Abgänge bei ihren neuen Klubs.

Ellyes Skhiri: Erst am vergangenen Sonntag wiederholte Christian Keller, dass man einen Ellyes Skhiri (genauso wie einen Jonas Hector) nicht einfach ersetzen könne. Das ist aktuell offensichtlich. Erwartungsgemäß hat sich der Tunesier bei Eintracht Frankfurt durchgesetzt, ist Taktgeber und erreicht ähnliche beeindruckende Werte wie beim FC. Skhiri ist mit 141 gelaufenen Kilometern der laufstärkste Spieler der Liga, kommt auf eine Passquote von mehr als 86 Prozent und hat bereits 120 Zweikämpfe gewonnen. Mittlerweile hat sich der Tunesier auch in die Scorerliste eingetragen. Skhiri erzielte in der Liga bereits zwei Tore und bereitete ein weiteres vor. Für den Mittelfeldspieler beginnt in dieser Woche mit Tunesien die WM-Qualifikation gegen São Tomé und Príncipe und Malawi.

Kingsley Schindler: Für den 30-Jährigen hatte sich der Wechsel in die Türkei zunächst gelohnt – zumindest was die Spielzeit anging. Schindler war beim Aufsteiger Samsunspor Stammspieler, kam in sechs von sechs möglichen Spielen für den neuen Klub zum Einsatz, wurde nur einmal eingewechselt. Allerdings lief es für Samsunspor alles andere als rund. Auch deswegen hat der türkische Klub mit Markus Gisdol einen Trainer geholt, der Schindler noch aus der Kölner Zeit kennt. Das scheint nicht für den Mittelfeldspieler zu sprechen. Fortan saß Schindler zunächst immer auf der Bank. Anfang November wurde der Rechtsverteidiger wenige Minuten vor Spielende gegen Hatayspor eingewechselt und erzielte umgehend den Siegtreffer. Das brachte ihm den nächsten Einsatz von Beginn an. Doch das Glück währte nicht lange. Zuletzt blieb ihm erneut nur die Rolle des Zuschauers.

Duda Stammspieler, Pedersen erneut nicht im Kader

Ondrej Duda: Beeindruckend meldete sich Ondrej Duda nach seiner Kreuzbandverletzung im Sommer bei Hellas Verona zurück. Die Norditaliener starteten mit zwei Siegen in die Spielzeit, Duda erzielte gegen AS Rom ein Tor und bereitete ein weiteres vor. Und das, obwohl Hellas nur hauchdünn dem Abstieg entgangen war. Offenbar war das alles nur eine Momentaufnahme. Mittlerweile ist Verona im Tabellenkeller angekommen, hat seit dem Rom-Sieg kein Spiel mehr gewonnen und Duda auch keinen weiteren Scorerpunkt gesammelt. Dennoch gab es für den Mittelfeldspieler in den vergangenen Wochen Grund zur Freude. Durch den 1:0-Erfolg über Luxemburg steht die Slowakei unmittelbar vor der Qualifikation für die Europameisterschaft im kommenden Jahr. Den letzten Schritt kann Duda mit seinem Nationalteam in den kommenden Tagen gehen. Aus den Begegnungen gegen Island und Bosnien-Herzegowina reicht wohl ein Punkt.

Kristian Pedersen: Ende Juli hatte sich der Wechsel des Verteidigers in die zweite britische Liga zu Swansea City angedeutet, am Deadline Day wurde er schließlich vollzogen. Gelohnt hat sich der Wechsel für den Dänen aber offensichtlich nicht. Zwölf Partien bestritt Swansea seit Pedersens Ankunft. Der Verteidiger kam bislang zu vier Einsätzen, stand insgesamt fünf Mal gar nicht erst im Kader. Zuletzt musste Pedersen drei Mal zusehen.

Modeste trifft nach Durststrecke

Die beiden Ex-Kölner Timo Horn und Sebastian Andersson sind immer noch auf der Suche nach einem neuen Verein. Aus dem kolportierten Interesse an Sebastian Andersson von Seiten Baris, ist nichts geworden. Anthony Modeste befindet sich beim ägyptischen Rekordmeister Al Ahly in der Kritik. Der Stürmer hatte lange nicht getroffen. Ausgerechnet am 11.11. war er erfolgreich. Modeste erzielte beim 1:1 die Führung.

DFB: Thielmann mit Assist bei U21-Erfolg

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DFB: Thielmann mit Assist bei U21-Erfolg

Mit Eric Martel und Jan Thielmann hat die U21 des DFB einen verdienten 4:1-Erfolg über Estland in der EM-Quali eingefahren. Thielmann bereitete wenige Minuten vor Spielende das 3:1 vor.

Jan Thielmann und Eric Martel gelingt das Comeback bei der deutschen U21. Die DFB-Kicker setzten sich in der EM-Quali gegen Estland verdient 4:1 durch.

Die U21 des DFB befindet sich weiterhin auf Kurs Europameisterschaft 2025. Die Mannschaft von Antonio Di Salvo setzte sich am Abend verdient gegen Estland mit 4:1 durch und hat auch das dritte Qualifikationsspiel gewonnen. Die DFB-Auswahl belegt damit weiterhin den zweiten Platz der Gruppe. Angeführt von Eric Martel war der Gastgeber in Paderborn von Beginn an das Spiel bestimmende Team. Vor allem der zuletzt mit Köln in Verbindung gebrachte Youssoufa Moukoko machte ordentlich Dampf, wirkte aber in vielen Szenen einfach zu verspielt und nicht gradlinig genug. Erst wenige Minuten vor der Pause schlenzte Hoffenheims Maximilian Beier den Ball aus gut 20 Metern an den Innenpfosten. Nur wenige Sekunden später versuchte es Martel aus 25 Metern, scheiterte aber knapp.

Thielmann bereitet 3:1 vor

Zur zweiten Halbzeit wechselte Di Sao auch Jan Thielmann ein. Der Kölner Youngster spielte allerdings auf der rechten Verteidigerposition, legte die aber sehr offensiv aus udn machte direkt Tempo. Das 2:0 erzielte aber Moukoko, der einen Fehler der gegnerischen Hintermannschaft eiskalt ausnutzte und aus kurzer Distanz vollendete. Wie aus dem Nichts verkürzte Estland durch einen Treffer von Danil Kuraksin. Die DFB-Elf ließ sich allerdings nicht aus der Ruhe bringen, gab weiterhin den Ton an, auch wenn die Defensive nicht immer sattelfest war. So hätte Estland auch den Ausgleich erzielen können. Wenige Minuten vor Spielende brach Thielmann einmal mehr auf der rechten Seite durch und flanke genau auf den eingewechselten Rocco Reitz, der den Ball im Tor unterbrachte. Der Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach erhöhte nur wenige Minuten später auf den 4:1-Endstand.

Für Thielmann war es im achten Spiel für die U21 der zweite Assist, der Kölner Youngster hat zudem bereits einen Treffer erzielt. Neben den beiden FC-Profis kam auch der an Fürth verliehene Tim Lemperle in der Schlussphase zum Einsatz. Jonas Urbig saß dagegen nur auf der Bank. Am kommenden Dienstag kommt es zum Gipfeltreffen in Essen. An der Hafenstraße erwartet die DFB-Auswahl den Spitzenreiter aus Polen. Polen setzte sich parallel gegen Israel mit 2:1 durch und hat nach vier Spielen ebenfalls noch eine weiße Weste. Estland tritt zeitgleich in Bulgarien an.

Die Nationalspieler des 1. FC Köln

Florian Kainz

Österreich

27 Einsätze

1 Tor

Dejan Ljubicic

Österreich

9 Länderspiele

1 Tor

Dimitrios Limnios

Griechenland

25 Länderspiele

3 Tore

Leart Pacarada

Kosovo

27 Länderspiele

1 Tor

Mathias Olesen

Luxemburg

17 Länderspiele

1 Tore

Sargis Adamyan

Armenien

35 Länderspiele

2 Tore

Eric Martel

U21

14 Länderspiele

1 Tore

Jan Thielmann

U21

9 Länderspiele

1 Tore

Schwere Zeiten für Benno Schmitz

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Schwere Zeiten für Benno Schmitz

Unter Steffen Baumgart wurde Benno Schmitz zum Stammspieler auf der rechten Abwehrseite. Diesen Status hat der 29-Jährige aktuell an Rasmus Carstensen verloren.

Über zwei Spielzeiten war Benno Schmitz ein Stammspieler unter Steffen Baumgart, zuletzt kam der Abwehrspieler nur noch als Joker zum Einsatz. Benno Schmitz vor schwerer Saison beim FC.

Dass Benno Schmitz am vergangenen Mittwoch im Testspiel bei der SpVg Porz den FC als Kapitän in die zweite Halbzeit führte, ist alles andere als verwunderlich. Der eigentliche Spielführer Florian Kainz weilt mit Österreich auf Länderspielreise, die weiteren Vertreter wie Mark Uth und Marvin Schwäbe standen gar nicht erst im Aufgebot und Timo Hübers hatte seine 45 Minuten schon absolviert. So trug der 29-Jährige die Binde im zweiten Abschnitt beim 8:0-Erfolg. Der Routinier ist mittlerweile der dienstälteste Kölner Profi, trägt seit mehr als fünf Jahren den Geißbock auf der Brust. Doch diese sechste Spielzeit im Dienste der Kölner scheint für den Abwehrspieler eine besonders schwere zu werden. Denn aktuell deutet viel darauf hin, dass Rasmus Carstensen dem Bayern den Rang abgelaufen hat. Schmitz kommt aktuell nicht über die Rolle des Reservisten hinaus.

Carstensen erhielt den Vorzug

Das hatte sich so nicht unbedingt angedeutet. Zwar hatten die Kölner im Sommer angekündigt, auf der rechten Abwehrseite noch einmal tätig werden zu wollen, doch von den Kölner Verantwortlichen hieß es, dass man einen Backup suche, der mittelfristig den Druck auf Schmitz erhöhe. Die Suche gestaltete sich schwieriger als gedacht, so dass immer wieder Kingsley Schindler als sein eigener Nachfolger gehandelt wurde. Schließlich fiel die Wahl auf Carstensen und wie Christian Keller vor wenigen Tagen in einem Podcast erklärte, war man sich über die Verpflichtung des Spielers uneins. Das hat sich mittlerweile gewandelt. Schmitz war zu Saisonbeginn unumstritten, fiel dann aber zwischenzeitlich verletzt aus, doch nach seiner Genesung erhielt der 22-jährige Carstensen den Vorzug. Carstensen ist allerdings ein anderer Spielertyp, deutlich offensiver ausgerichtet, während der Routinier der Defensive Stabilität verleihen soll.

Schmitz kam 2018 nach Köln. Damals war Marcel Risse unter Trainer Markus Anfang auf der rechten Seite gesetzt. Erst Mitte der Saison kam der bei den Bayern und in Leipzig ausgebildete Spieler zum Einsatz, um sich anschließend wieder für eine Periode auf der Bank wiederzufinden. Auch in den Spielzeiten 19/20 und 20/21 schaffte es der Abwehrspieler nicht zum Stammspieler. Unter Steffen Baumgart gelang dann der Durchbruch. Schmitz wurde Stammspieler, zum Kölschen Cafu und mit fünf Vorlagen zu einem der Leistungsträger der Spielzeit 21/22. Baumgart hält große Stücke auf den 29-Jährigen. Noch vor wenigen Wochen sprach der Kölner Coach davon, wie eng der Zweikampf zwischen den beiden Rechtsverteidigern sei. Zwar hat der 22-jährige Carstensen aktuell die Nase vorne, doch Schmitz wird ebenfalls seine Einsatzzeit bekommen. Möglicherweise schon gegen die Bayern, seinen Ex-Klub.


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Durchwachsene Bilanz bei den Neuverpflichtungen

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Durchwachsene Bilanz bei den Neuverpflichtungen

Mit acht neuen Spielern ist der FC in die Saison gestartet und hat dafür nur wenig Geld ausgegeben. Wirklich überzeugen konnten bislang nur wenige.

Acht Spieler hat der 1. FC Köln im Sommer neu verpflichtet und mit Jeff Chabot die Kaufoption für einen geliehenen Profi gezogen. Für die Zusammenstellung des neuen Kaders haben die Kölner Verantwortlichen wenig Geld ausgegeben. Sehr wenig. Das könnte sich rächen. Denn aktuell deutet viel daraufhin, dass der Kader eben nicht die erhoffte Bundesliga-Qualität hat. So fällt die Bilanz der FC-Neuverpflichtungen bislang aus.

Hinter den Erwartungen zurück

Luca Waldschmidt: Der ehemalige Nationalspieler kam im Sommer als Königstransfer. Der Angreifer wurde vom VfL Wolfsburg für ein Jahr ausgeliehen. Der FC soll aber über eine Kaufoption in Höhe von rund vier Millionen Euro verfügen und würde in diesem Fall Waldschmidt mit einem Dreijahresvertrag ausstatten. Laut dem Online-Portal Gool.ai liegt Waldschmidts Marktwert aktuell auch bei rund vier Millionen Euro. In der Spielzeit 20/21 war bei Benfica Lissabon noch eine Ablöse von 80 Millionen Euro festgeschrieben. Tatsächlich kam der Angreifer auch, um unter Steffen Baumgart wieder zurück zu alter Form zu finden. Denn beim VfL Wolfsburg lief es alles andere als rund für den Offensivspieler. Der FC wollte mit Waldschmidt variabler in der Offensive werden. Das ist Köln auch. Das Offensivangebot hinter den Spitzen ist nominell mit Spielern wie Mark Uth, Florian Kainz, Linton Maina gut besetzt. Allerdings hapert es bei dem Angreifer mit der Zielsicherheit. Trotz zahlreicher guter Chancen kommt Waldschmidt bislang auf zwei Pflichtspieltore.

Leart Pacarada: Der Linksverteidiger war der erste Neuzugang, den der FC für die aktuelle Saison verpflichtet hat. Die Einigung stand bereits fest, bevor die FIFA die Transfersperre gegen Köln ausgesprochen hatte. Und obwohl diese lange im Raum stand, ist Pacarada frühzeitig nach Köln gezogen. Die Kölner Verantwortlichen betonten im Grunde mit der Verpflichtung des Abwehrspielers immer wieder, dass der 29-Jährige kein eins-zu-eins-Ersatz für Jonas Hector sei. Dennoch sprach Baumgart im Vorfeld der Saison vom besten Linksverteidiger der zweiten Liga. Allerdings spielte Pacarada bei St. Pauli meist in einer Dreierkette. Nach einer guten Vorbereitung war der Abwehrspieler auch lange gesetzt. Doch gerade in den vergangenen Spielen schwächelte der Abwehrspieler. Vor allem in der Defensive tut sich Pacarada hin und wieder schwer. Der 29-Jährige wurde aber auch wegen seines Offensivdrangs verpflichtet. Der ist sicherlich ausgeprägter als bei Jonas Hector, allerdings bislang recht erfolglos. In den vergangenen beiden Spielen erhielt Dominique Heintz überraschend den Vorzug.

Unterschiedliche Erwartung, unterschiedliche Entwicklung

Rasmus Carstensen: Der große Gewinner der Sommertransfers heißt Rasmus Carstensen. Der Däne wurde mit viel Skepsis in Köln begrüßt. Kein Wunder, die Ergebnisse und Einsatzzeiten nach seinem Wechsel nach Genk waren doch sehr überschaubar. Und auch Christian Keller verriet jüngst in einem Podcast, dass die Kölner Verantwortlichen große Zweifel bei dem schnellen Außenverteidiger gehabt haben. Aus Kölner Sicht hat sich Christian Keller zum Glück durchgesetzt. Carstensen hat mittlerweile Benno Schmitz den Rang abgelaufen. Und nicht nur das: Der Marktwert des Abwehrspielers wird mittlerweile auf knapp sechs Millionen Euro berechnet. Er ist damit deutlich mehr wert als er den FC bei einem Kauf kosten würde. Dem Vernehmen nach verfügt der FC über eine Kaufoption in Höhe von 1.5 Millionen Euro. Sollte Carstensen die Form beibehalten, entpuppt sich der vermeintliche Fehlkauf als absolutes Schnäppchen.

Jacob Christensen: Der zweite Däne war zuvor mit großen Erwartungen verpflichtet worden. Vielleicht auch, weil die Erwartungshaltung nach dem Weggang von Ellyes Skhiri auch eine besonders große war. Ähnlich wie bei Leart Pacarada wollten die Kölner Verantwortlichen auch bei dem jungen Dänen vorsorgen und sprachen von Beginn an davon, dass Christensen Skhiri würde nicht ersetzen können. Doch das Gegensteuern kam nicht überall an. Vermutlich, weil Christian Keller mehr versprochen hatte. Der Sportdirektor hatte im Juni angekündigt, einen fertigen Sechser verpflichten zu wollen. Dabei hat es sich aber ganz offensichtlich nicht um Christensen gehandelt. Dem Vernehmen nach soll man sich mit einem anderem defensiven Mittelfeldspieler einig gewesen sein. Dieser sei aber aufgrund der drohenden Transfersperre abgesprungen. Dennoch bleibt Christensen auch hinter den niedrigen Erwartungen weit zurück. Der Mittelfeldspieler kam bislang nur im ersten Pflichtspiel gegen den VfL Osnabrück zum Einsatz.

Die Nummern zwei und drei

Philipp Pentke: Die Suche nach einem Ersatz für Timo Horn gestaltete sich ähnlich schwierig wie die Suche für Timo Horn nach einem Ersatz für den 1. FC Köln. Nur, dass Horn bislang noch nicht fündig geworden ist. Der FC schon. Philipp Pentke kam, um sich fit zu halten und blieb. Ob der FC nicht in der Lage war, einen Keeper zu finden, der sich freiwillig für eine Spielzeit auf die Bank setzen wollte oder Pentke die Kölner letztlich doch überzeugt hat, macht am Ende kein Unterschied mehr. Pentke hat seine Rolle absolut akzeptiert und füllt sie auch aus. Zuletzt warf eine Verletzung den Keeper zurück.

Jonas Nickisch: Der Nachwuchskeeper kommt beim FC nicht über die Rolle des Torhüters Nummer drei oder vier hinaus. Das soll er auch gar nicht. Nickisch wurde vorerst als Torwart für die U21 geholt. Die Aufgabe erfüllt er bislang sehr solide.

Die Spät-Verpflichtungen

Faride Alidou: Der Außenbahnspieler wurde von Eintracht Frankfurt kurz vor Toreschluss ausgeliehen. Alidou konnte sich bei der Eintracht nicht durchsetzen. Aktuell fehlt ein wenig die Phantasie, wie ihm das in Köln gelingen will. Bislang konnte der ehemalige U21-Nationalspieler noch nicht überzeugen. Angeblich soll die Höhe der Kaufoption zwischen drei und vier Millionen Euro liegen. Es ist nicht vorstellbar, dass der FC diese Summe für den Offensivspieler ausgibt.

Dominique Heintz: Mit dem 30-Jährigen haben die Kölner noch einen routinierten Abwehrspieler nach Köln (zurück) geholt. Heintz hat früh kommuniziert, dass er dem Verein helfen wolle. Unabhängig davon, wie die Hilfe aussähe. Nachdem der Innenverteidiger einige Wochen nur zuschauen durfte, stand er in den vergangenen beiden Spielen überraschend in der Startformation.

Gemischte Gefühle bei Kölner Nationalspielern

So schlugen sich die FC-Spieler bei den Länderspielen
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Gemischte Gefühle bei Kölner Nationalspielern

Mit Florian Kainz und Mathias Olesen befinden sich aktuell nur zwei FC-Profis mit ihren A-Nationalmannschaften auf Länderspielreise. Am Donnerstag stand für beide das erste Spiel auf dem Programm. Freud und Leid lagen dabei nah beieinander.

Während sich die FC-Profis am Donnerstag in ein verlängertes Wochenende verabschiedet haben, standen für Florian Kainz und Mathias Olsen die ersten Länderspiele auf dem Programm. Eric Martel und Jan Thielmann kommen erst am Freitag bei der deutschen U21 zum Einsatz. Für Kainz und Olesen verlief die Spiele durchwachsen. Freud und Leid bei Kölner Nationalspielern.

Bereits seit der vergangenen Länderspielreise ist Österreich für die Europameisterschaft in Deutschland im kommenden Jahr qualifiziert. Für die Auswahl von Cheftrainer Ralf Rangnick ging es am Donnerstagabend im Quali-Spiel gegen Estland also nur noch um spielerische Elemente. Der verdiente 2:0-Erfolg in Tallinn war nicht viel mehr als ein netter Nebeneffekt. Rangnick ließ zum Abschluss der Qualifikation dennoch seine beste Elf auflaufen. Bedeutete: Florian Kainz saß wieder einmal zunächst nur auf der Bank und wurde erst wenige Minuten vor Spielende eingewechselt. Zu diesem Zeitpunkt führte das ÖFB-Team bereits 2:0. Nach Vorarbeit von Xaver Schlager (RB Leipzig) erzielte Bayerns Konrad Laimer das 1:0, Philipp Lienhardt erhöhte nach Vorarbeit von David Alaba auf den Endstand. Kainz kam in der 89. Minute für Marcel Sabitzer von Borussia Dortmund. Österreich übernahm damit vorerst die Tabellenspitze, allerdings hat Belgien noch die Chance nachzuziehen. Dejan Ljubicic wurde für diese Länderspielreise nicht nominiert.

Olesen erzielt erstes Tor für die Nationalmannschaft

Auch Mathias Olesen feierte mit seiner Nationalmannschaft einen Erfolg. Luxemburg setzte sich mit 4:1 gegen Bosnien-Herzegowina durch. Und Olesen hatte auch seinen Anteil am Erfolg. Der Kölner Mittelfeldspieler traf bereits nach sechs Minuten zur Führung. Die Vorarbeit kam von Florian Bohnert. Für Olesen war es im 17. Länderspiel das erste Tor. Noch vor dem Wechsel erhöhte Gerson Rodrigues auf 2:0. Nihas Mujakic sorgte mit einem Eigentor für die Vorentscheidung. Zwar verkürzten die Gäste noch in der Nachspielzeit, doch Rodrigues stellte den alten Abstand wieder her. Große Freude herrschte nach dem 4:1-Erfolg aber nicht. Denn Luxemburg verpasst die EM in Deutschland. Im Parallelspiel setzte sich die Slowakei gegen Island mit 4:2 durch und ist vor dem entscheidenden letzten Spiel nicht mehr einzuholen. Der Ex-Kölner Ondrej Duda erzielte das 2:1 per Elfmeter und bereitete das 3:1 vor.

Die aktuelle Kölner Krise macht vor den Nationalspielern des FC nicht Halt. So verpasste nicht nur Dejan Ljubicic die Länderspiele mit Österreich, auch Sargis Adamyan und Dimitrios Limnios wurden für die Nationalmannschaften Armeniens und Griechenlands nicht berücksichtigt. Leart Pacarada blieb ebenfalls in Köln – allerdings aus organisatorischen Gründen. Dafür wurden Eric Martel und Jan Thielmann wieder in den Kader der deutschen U21 berufen. Für den deutschen Nachwuchs geht es gegen Estland (Freitag) und Polen (Dienstag) um die EM-Qualifikation 2025.

Die Nationalspieler des 1. FC Köln

Florian Kainz

Österreich

27 Einsätze

1 Tor

Dejan Ljubicic

Österreich

9 Länderspiele

1 Tor

Dimitrios Limnios

Griechenland

25 Länderspiele

3 Tore

Leart Pacarada

Kosovo

27 Länderspiele

1 Tor

Mathias Olesen

Luxemburg

17 Länderspiele

1 Tore

Sargis Adamyan

Armenien

35 Länderspiele

2 Tore

Eric Martel

U21

14 Länderspiele

1 Tore

Jan Thielmann

U21

9 Länderspiele

1 Tore

Neue Spekulationen über Moukoko-Wechsel

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Neue Spekulationen über Moukoko-Wechsel

Im Sommer ist der FC wohl bei dem Versuch Youssoufa Moukoko von Borussia Dortmund auszuleihen abgeblitzt. Die Anfrage kam offenbar zu spät. Doch laut der „Bild“ sind die Kölner nach wie vor an einer Verpflichtung interessiert. Wie wahrscheinlich ist ein Wechsel?


Aktuell steht es in der Schwebe, ob der 1. FC Köln im Winter überhaupt Spieler verpflichten darf. Die Transfersperre der FIFA hängt nach wie vor wie ein Damoklesschwert über dem Geißbockheim und dennoch wird es heiß in der Kölner Gerüchteküche. Hat der FC Interesse an Youssoufa Moukoko?

Noch im Sommer betonte FC-Sportdirektor Christian Keller, man wolle keinen neuen Stürmer verpflichten, der aktuelle Kader sei stark genug. Nach dem elften Spieltag der Fußball-Bundesliga deutet viel darauf hin, dass der Sportdirektor mit der Beurteilung ein wenig daneben gelegen habe. Und dem Vernehmen nach hat es auch im Sommer durchaus Versuche gegeben, einen neuen Stürmer zu verpflichten. So berichtete die Sportbild erst in der vergangenen Woche, dass der FC beim Versuch, Youssoufa Moukoko unter Vertrag zu nehmen, abgeblitzt sei. Der FC sei zu spät gekommen, Moukoko habe sich gegen einen schnellen Wechsel entschieden, wolle sich bei Dortmund durchsetzen. Wie nun die „Bild“ berichtet, ist das Interesse an dem Stürmer, der sich aktuell gemeinsam mit Eric Martel und Jan Thielmann mit der U21 auf Länderspielreise befindet, nicht abgeklungen. Im Gegenteil. Der Stürmer soll auf der Wunschliste der Kölner ganz oben stehen.

Moukoko kommt erst auf 118 Liga-Minuten

Nachdem der BVB im vergangenen Sommer mit Niclas Füllkrug einen weiteren Stürmer vor die Nase gesetzt bekommen hat, hätte ein Wechsel schon damals in der Theorie durchaus Sinn machen können, zumindest mit einigen Monaten Abstand. So wäre der Angreifer beim FC auf Einsatzzeit gekommen, die er nun wie eigentlich damals schon erwartbar bei Dortmund nicht bekommt. Insgesamt kommt der 18-Jährige auf sechs Einsätze in der Liga, spielte 118 Minuten. Der FC ist dagegen auf der Suche nach einem gefährlichen Angreifer. Mit insgesamt nur acht Toren, davon zwei durch einen Stoßstürmer, verfügen die Kölner über den schlechtesten Angriff der Liga. „Ich glaube, dass wir insgesamt gucken müssen: Wenn wir Spieler holen – und jetzt äußere ich einen Wunsch – dann sollten es Spieler sein, die ich nicht mehr entwickeln muss, sondern die in der Bundesliga gespielt haben. Und nicht jemanden, der vielleicht irgendwann mal hilft“, hatte FC-Trainer Steffen Baumgart unter der Woche gesagt. Am vergangenen Sonntag hatte wiederum Christian Keller betont, ein neuer Stürmer stände ganz oben auf der Agenda. Möglicherweise erhofft sich der Stürmer mehr Einsatzzeit bei einem anderen Bundesligisten, der BVB wirkt auch alles andere als glücklich mit dem Angreifer.

Doch ist ein Wechsel wirklich realistisch? Ein Kauf des Stürmers kommt sicher nicht in Frage. Das Online-Portal Gool-ai berechnet den Marktwert des Youngsters auf knapp 19 Millionen Euro. Moukoko hat beim BVB erst Anfang des Jahres einen hochdotierten Vertrag bis 2026 unterschrieben. Sein Gehalt wird auf 3.5 Millionen Euro plus diverse Boni geschätzt. Wenn überhaupt kommt eine Leihe in Frage. Der FC würde dann einen Teil dieser Summe übernehmen und vermutlich auch ein geringe Ablöse bezahlen müssen. Ohnehin schwebt über dieser Entscheidung noch die mögliche Transfersperre wie ein Damoklesschwert. Experten gehen davon aus, dass der FC noch vor der Winterpause mit einem Registrierungsverbot von einer Transferperiode belegt wird. Damit schwebt der FC einmal mehr im Ungewissen. Am vergangenen Sonntag betonte Keller, dass das wiederum Transferverhandlungen nicht erleichtere. Diese Erfahrung machte der FC bekanntlich im Sommer mit Benedict Hollerbach, der den Kölnern noch abgesprungen ist. Ähnlich soll es sich auch bei einem Sechser verhalten haben.


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