Gerade in den vergangenen drei Partien hatte der 1. FC Köln einen klaren Fokus im Angriff: Die meisten Offensivaktionen gingen von der linken Seite aus. Das bringt jedoch eine gewisse Abhängigkeit mit sich, die auch mit Said El Mala zu tun hat.
Nicht rechts vor links, sondern links vor rechts war in den vergangenen Wochen das Motto beim FC. Denn die Geißböcke haben im Angriff eine klare Lieblingsseite.

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Es war eine sehr deutliche Aussage am vergangenen Freitag. „Das ist Quatsch. Wir sind eine Mannschaft. Ich spiele nicht alleine gegen elf Spieler. Ohne die Mannschaft wäre der Erfolg, den ich habe, nicht möglich gewesen.“ Mit diesen klaren Worten reagierte Said El Mala nach der Partie gegen Eintracht Frankfurt bei „Sky“ auf die Frage , ob der 1. FC Köln zu abhängig von ihm sei. Dass der 20-Jährige sehr wichtig für die Geißböcke ist, steht zwar außer Frage. Aber gerade die Kölner Torbilanz zeigt, dass der FC es auch ohne den Youngster schafft, zu Treffern zu kommen. Schließlich fielen sechs von acht Toren in der Bundesliga ohne direkte Beteiligung des Nationalspielers. Bei einem genaueren Blick auf die Offensive der Geißböcke wird allerdings eine andere Abhängigkeit sichtbar, an der El Mala durchaus seinen Anteil hat.
Großteil der Angriffe über die linke Seite
Denn speziell in den vergangenen drei Partien fällt auf, dass der FC in der Offensive einen klaren Fokus auf die linke Seite hat. So gingen gegen die SGE und den HSV 48 Prozent und gegen Borussia Mönchengladbach 46 Prozent der Angriffe über diesen Bereich. Und auch am ersten Spieltag gegen Hoffenheim liefen mit immerhin 40 Prozent die meisten Vorstöße über links. Wenn bei den Geißböcken also etwas nach vorne geht, dann ist es meistens über die linke Seite. Von rechts oder durch das Zentrum kamen deutlich weniger Impulse.
An diesem Fokus hat El Mala einen großen Anteil. Das zeigt sich an den beiden Spielen gegen den VfB Stuttgart und Werder Bremen. In diesen Begegnungen fiel der Linksaußen krankheitsbedingt aus beziehungsweise wurde wegen der vorherigen Zwangspause erst zur Mitte der zweiten Hälfte eingewechselt. Ohne ihn war das Kölner Angriffsspiel viel ausgeglichener. So kamen in beiden Partien ungefähr gleich viele Offensivaktionen über die rechte und linke Seite zustande. Wenn El Mala dagegen spielt, fokussiert sich der FC vermehrt auf seine linke Seite, richtet sein Spiel damit viel mehr auf ihn aus. Dadurch schaffen sie es natürlich eher, ihren vielleicht wichtigsten Angreifer in Szene zu setzen.
Platz für die Offensive in den anderen Angriffszonen
Gegen die Eintracht und die Borussia lief dieser zwar im Sturmzentrum auf, ließ sich aber immer wieder auf die linke Seite fallen und verstärkte damit eher noch den Fokus auf diese Angriffszone. Denn dort agierten nominell ohnehin schon Linton Maina und Borna Sosa, die dann von El Mala noch zusätzliche Unterstützung erhielten. Durch diese stärkere Fokussierung einer Seite entsteht aber gleichzeitig eine gewisse Abhängigkeit von den Spielern auf dieser. Sie sind besonders gefordert, offensiv für Gefahr zu sorgen. Das trifft besonders auf El Mala zu, da dieser Fokus vor allem durch ihn entsteht. Aber auch die anderen Spieler wie zum Beispiel ein Sosa als Außenverteidiger sind entscheidend dafür, wie gefährlich der FC im Angriff ist.
Wobei das Konzentrieren auf die linke Seite auch Möglichkeiten für Spieler in anderen Angriffszonen mit sich bringt. Denn während der Gegner beschäftig ist, diesen Bereich verteidigt zu bekommen, entstehen im Zentrum oder auf der rechten Seite Räume, die die Kölner mit einer schnellen Verlagerung bespielen können. Diese müssen die Geißböcke in den kommenden Partien aber besser zu nutzen wissen als zuletzt gegen Frankfurt. Oder sie müssen eben zusammen links auf ihrer Lieblingsseite für die nötige Durchschlagskraft sorgen.
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