Am Samstag empfängt der 1. FC Köln vor heimischer Kulisse den FC Schalke 04. Mit Blick auf die kommenden Wochen könnte das Duell ein richtungsweisendes Spiel für beide Mannschaften werden. Denn weder der Aufsteiger noch die Geißböcke konnten bislang wirklich überzeugen.
In der bisherigen Saison taten sich sowohl der 1. FC Köln als auch Schalke 04 mit dem Toreschießen noch etwas schwer und wirkten offensiv harmlos. Im Gegensatz zum FC stellen die Königsblauen jedoch bisher eine stabilere Defensive. Am Samstag (15.30 Uhr, im Liveticker bei Come-on-fc.com) kommt es nun zum direkten Duell der beiden Teams.

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Lediglich zwei Punkte trennen den FC (sieben Punkte) und Schalke 04 (fünf Punkte) aktuell in der Tabelle. Nach sechs Spieltagen lässt sich bei beiden Mannschaften noch nicht wirklich einordnen, in welche Richtung es in den kommenden Wochen gehen wird. Daher bringt das direkte Aufeinandertreffen eine besondere Brisanz mit. Ein offensives Spektakel sollten die Fans jedoch nicht erwarten. Die Geißböcke waren in der laufenden Spielzeit bislang nur achtmal vor dem Tor erfolgreich, Schalker sogar nur viermal. Beide Bundesligisten sind zudem von Verletzungsproblemen geplagt. Während der FC unter anderem auf Thijs Dallinga und Ellyes Skhiri verzichten muss, fällt beim Aufsteiger Stürmer Moussa Sylla für die Partie sicher aus. FC-Profi Ragnar Ache trainierte unter der Woche wieder teilintegriert mit der Mannschaft, ist am Samstag jedoch noch keine Option.
S04-Coach Miron Muslic bangt zudem noch um Edin Dzeko und Dejan Ljubicic. Ersterer hatte sich beim Duell gegen Mainz eine tiefe Platzwunde zugezogen und trainierte am Dienstag nur individuell. Ljubicic fällt bereits seit mehreren Wochen mit einer Knieverletzung aus und machte keine großen Hoffnungen auf ein Comeback gegen seinen Ex-Klub. In der Defensive stehen die Königsblauen dagegen besser da als der FC. Bislang kassierte S04 nur sieben Gegentore, während die Kölner schon elf auf dem Konto haben. Besonders das 0:0 gegen den FC Bayern hat auf Schalke große Euphorie ausgelöst. Die starke Abwehr war bereits ausschlaggebend für den Aufstieg in der vergangenen Saison. In 34 Zweitligaspielen kassierte die Mannschaft gerade mal 31 Gegentore.
Beide Teams könnten zum Aufbaugegner werden
Die Muslic-Truppe agiert typischerweise in einer 3‑5‑2‑Formation. In derselben Grundordnung spielte der FC am vergangenen Freitag auch gegen die Frankfurter Eintracht. Die Mannschaft von René Wagner offenbarte allerdings sowohl mit einer Vierer- als auch mit einer Dreierkette immer wieder Lücken in der Defensive. Mit dem Gegentreffer gegen die Hessen kassierte der FC bereits zum 20. Mal in Folge mindestens einen Gegentreffer in der Bundesliga. Der Negativrekord des Klubs liegt bei 21 Bundesligapartien. Es bleibt also abzuwarten, ob der Kölner Übungsleiter gegen Schalke wieder auf eine Viererkette setzt, um für mehr offensiven Output zu sorgen, oder erneut Dreierkette wählt.
Fest steht jedoch: Beide Teams könnten für den jeweils anderen zum Aufbaugegner werden. Sollte der FC das Spiel für sich entscheiden, hätten die Domstädter zwei der letzten drei Spiele gewonnen. Im emotionalen Rheinland wäre das mit Sicherheit ein Stimmungsmacher. Die Schalker hingegen würden bei ihren fünf Punkten bleiben und vermutlich noch weiter in den Tabellenkeller rutschen. Sollten allerdings die Königsblauen die Partie für sich entscheiden, würde man auf Schalke nach drei sieglosen Spielen einen wichtigen Befreiungsschlag landen. Für beide Mannschaften wird es also auch mit Blick auf die kommenden Wochen ein entscheidendes Spiel. Denn nach einer Niederlage könnten andernfalls bei beiden Bundesligisten die kritischen Stimmen wieder lauter werden.
Auf den FC warten im Anschluss zwei Partien gegen Union Berlin. Am Dienstagabend kommen die Eisernen nach Müngersdorf zum DFB-Pokal. Fünf Tage später treffen die beiden Teams in Köpenick zum Ligaspiel erneut aufeinander. Ein Heimsieg gegen Schalke dürfte dem FC für diese Partien zusätzliches Selbstvertrauen geben.
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