Beim 1. FC Köln nicht berücksichtigt, WM in Gefahr: Stehen die Zeichen bei Jusuf Gazibegovic auf Abschied?

Jusuf Gazibegovic beim Training des 1. FC Köln
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Beim 1. FC Köln nicht berücksichtigt, WM in Gefahr: Stehen die Zeichen bei Jusuf Gazibegovic auf Abschied?

Er kam zu Beginn des Jahres als erste Neuverpflichtung nach der Transfersperre und als Königstransfer. Aktuell ist die Ernüchterung aber groß. Sogar die Teilnahme an der WM ist in Gefahr. Verlässt Jusuf Gazibegovic den 1. FC Köln schon wieder?

Noch im vergangenen Winter waren die Hoffnungen groß, nun aber stehen die Zeichen wieder auf Abschied. Verlässt Jusuf Gazibegovic den 1. FC Köln schon wieder?

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So ein wenig hatte es sich schon am Mittwoch auf der Spieltags-Pressekonferenz angedeutet, am Freitag folgte dann die Gewissheit. Jusuf Gazibegovic wird zum vierten Mal in Serie nicht im Kader der Geißböcke stehen, reiste also auch nicht mit der Mannschaft nach Hoffenheim zum Duell am Abend. Gazibegovic ist ganz offensichtlich einer der ganz großen Verlierer der Verpflichtung des neuen Trainers, kommt unter Lukas Kwasniok so gut wie gar nicht zum Einsatz. Inklusive der Begegnung gegen die TSG stand der Rechtsverteidiger in sieben Duellen drei Mal im Kader und kam ein Mal zum Einsatz. Das beim 4:1-Erfolg über den SC Freiburg, für 22 Minuten auf der für ihn ungewohnten linken Abwehrseite, vor allem aber, als das Spiel wohl schon entschieden war.

Bank statt Champions League

Die sportliche Entwicklung könnte für den Bosnier kaum enttäuschender sein. Der Rechtsverteidiger kam bekanntlich vom österreichischen Double-Sieger und Champions-League-Teilnehmer Sturm Graz. Das als Nationalspieler von Bosnien und mit einem vom Online-Portal angegebenen Marktwert von fünf Millionen Euro. Kein Wunder, dass die FC-Fans den Außenverteidiger als Königstransfer einstuften. Zumal die Fallhöhe nach dem Absitzen des Registrierungsverbots besonders groß war. Immerhin war Gazibegovic der erste Transfer, der nach der Sanktion zum FC wechselte. Der Bosnier tauschte die Königsklasse-Luft gegen die der 2. Bundesliga. Nun ist der 25-Jährige komplett hinten dran, wird von Kwasniok zurzeit nicht berücksichtigt.

WM in Gefahr

Und es sieht nicht so aus, als würde sich die Situation schon bald ändern. „In der Kaderzusammenstellung ist es so, dass ich gerne die Schiene mit zwei Spezialisten besetzt habe und einem Spieler, der beide Seiten abdecken kann. Und das kann Monti. Dann reicht ein Spieler im Kader“, erklärte der Kölner Coach am Mittwoch. Heißt: Sebastian Sebulonsen und Kristoffer Lund sind als „Spezialisten“ (aktuell) gesetzt, Alessio Castro-Montes ist der Extraspieler, der beide Seiten abdeckt. Sollte es keine Verletzung geben, wird Gazibegovic vorerst weiterhin das Nachsehen haben. Eine Rolle, die der 25-Jährige als Leistungsträger in Graz überhaupt nicht kennt. Vermutlich auch aufgrund der mangelnden Spielzeit hat der Abwehrspieler auch seinen Stammplatz in der bosnischen Nationalmannschaft verloren. Die WM im kommenden Jahr gerät in Gefahr.

Und so darf durchaus die Frage gestellt werden, wie der 25-Jährige mit der Situation umgehen wird. Ein Abschied nach nur einem Jahr in Köln scheint unter den aktuellen Bedingungen alles andere als ausgeschlossen.


Einsatzzeit und Kantersieg gegen den Bankfrust beim 1. FC Köln?

Jusuf Gezibegovic punktete mit der Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina
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Einsatzzeit und Kantersieg gegen den Bankfrust beim 1. FC Köln?

Auch Jusuf Gazibegovic ist in die WM-Qualifikation gestartet. Es gab mit Bosnien-Herzegowina aber nicht nur einen verdienten Kantersieg für den Abwehrspieler des 1. FC Köln: Jusuf Gazibegovic sammelt Einsatzzeit.

Mit einem 6:0-Erfolg über San Marino ist Bosnien-Herzegowina in die WM-Quali gestartet. Erfreulich verlief das Spiel für den Rechtsverteidiger des 1. FC Köln: Jusuf Gazibegovic sammelt Einsatzzeit – und deutlich mehr als bei den Geißböcken.

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Eigentlich war die Reise nach San Marino gar nicht geplant, doch sie entpuppte sich als Glücksgriff. Jusuf Gazibegovic war zunächst nicht für den Kader der Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina nominiert worden. Durch die Verletzung von Arjan Malic rutschte der Rechtsverteidiger der Geißböcke doch noch ins Team. Und im Duell im Stadio Olimpico di Serravalle kam der Abwehrspieler nicht nur zum Einsatz, der 25-Jährige stand sogar in der Anfangsformation. Und der Abend lief für das bosnische Team besonders gut. Schon nach einer knappen Viertelstunde sah Alessandro Golinucci die Rote Karte und das Team von Sergej Barbarez spielte 75 Minuten in Überzahl.

90 Minuten für die Nationalmannschaft

Und das nutzte Bosnien aus. Nachdem das Team in der ersten Halbzeit die Führung erzielte, drehte die Auswahl um Gazibegovic mal so richtig aus, fertigte den Gastgeber 6:0 ab. Zwar trug sich der FC-Profi nicht auf dem Scoreboard ein, der 25-Jährige war dennoch einer der besten Spieler bei Bosnien, spielte die 90 Minuten durch. Für Gazibegovic sicherlich so etwas wie eine Genugtuung. Denn beim FC durchlebt der Rechtsverteidiger gerade eine doch schwere Zeit. Im vergangenen Winter noch als großer Hoffnungsträger unmittelbar nach dem Registrierungsverbot unter Vertrag genommen, hat ihm aktuell Sebastian Sebulonsen den Rang abgelaufen. So richtig ist der Abwehrspieler ohnehin noch nicht in Köln angekommen.

In den bisherigen drei Pflichtspielen kam der gebürtige Salzburger beim FC gerade einmal 22 Minuten zum Einsatz. So richtig rund lief es im Duell gegen den SC Freiburg aber auch nicht. Zudem scheint die offensive Ausrichtung Sebulonsen ein wenig mehr zu liegen. Immerhin hatte Gazibegovic nun die Chance, einige Pluspunkte zu sammeln und eine Bewerbung abzugeben. Die hat der Bosnier abgegeben. Am Dienstag steht dann ein besonderes Spiel für den 25-Jährigen auf dem Plan. Gazibegovic empfängt in Zenica mit Bosnien-Herzegwoina sein Geburtsland Österreich.


Noch keine Einsatzminute: Jusuf Gazibegovic und Denis Huseinbasic sind in einer schwierigen Lage

Jusuf Gazibegovic im Testspiel gegen Fortuna Köln
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Noch keine Einsatzminute: Jusuf Gazibegovic und Denis Huseinbasic sind in einer schwierigen Lage

Gleich mehrere Spieler sind beim FC in den ersten beiden Pflichtspielen noch nicht zum Einsatz gekommen. Für zwei ist die Situation besonders kompliziert beim 1. FC Köln: Der schwere Stand von Gazibegovic und Huseinbasic.

Abgesehen von den ausgebooteten Leart Pacarada, Jacob Christensen und Imad Rondic gab es einige weitere Spieler, die in dieser Saison noch nicht für den FC gespielt haben. Und für ein paar Profis ist die Lage verzwickt beim 1. FC Köln: Der schwere Stand von Gazibegovic und Huseinbasic.

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Mit Leart Pacarada, Jacob Christensen und Imad Rondic hat der FC vergangene Woche drei Spielern schon mitgeteilt, dass sie in der gerade gestarteten Saison keine Rolle mehr spielen. Aber auch andere Akteure haben sich bisher noch nicht zeigen können. Denn mehrere Profis sind in den ersten beiden Pflichtspielen gegen Regensburg und Mainz noch keine Minute zum Einsatz gekommen. Bei Neuzugang Rav van den Berg wird das noch kein Grund zur Unruhe sein. Der Innenverteidiger muss noch einen Rückstand aufholen, nachdem er vor seinem Wechsel nur individuell trainierte. Sobald der Niederländer richtig fit ist, wird er sehr wahrscheinlich spielen. Die Aussicht hat Dominique Heintz zwar nicht, aber der Routinier scheint seine Rolle zu akzeptieren. Bei Talent Julian Pauli dagegen könnte in den letzten Tagen des Transferfenster noch eine Leihe arrangiert werden, um dem Youngster Einsatzzeit zu verschaffen. Komplizierter ist die Lage für die verbliebenen beiden Spieler, die bis jetzt außen vor waren: Denis Huseinbasic und Jusuf Gazibegovic.

Starke Konkurrenz im zentralen Mittelfeld

Ersterer hat im zentralen Mittelfeld momentan das Nachsehen hinter dem in der Vorbereitung eingespielten Duo Eric Martel und Isak Johannesson. Und selbst wenn Lukas Kwasniok auf der Position mal rotiert, könnte es gut sein, dass Neuzugang Tom Krauß, der zuletzt auch in der Innenverteidung ran musste, den Vorzug erhält. Diese Rolle ist wohl zu wenig für den Bosnier, der in der abgelaufenen Saison mit 31 Einsätzen noch Stammspieler war. Aber auch in der Vorsaison wusste der 24-Jährige nicht immer zu überzeugen. Seine Leistung ist in den vergangen ein, zwei Jahren eher stagniert.

Das scheint sich auch in der Vorbereitung unter seinem neuen Trainer nicht geändert zu haben. Zumindest hat Huseinbasic diesen nicht genug überzeugt, sodass der Mittelfeldspieler gegen Regensburg im Pokal nicht einmal im Kader stand. Trotzdem ist es natürlich noch zu früh in der Saison, um ihn abzuschreiben. Es ist durchaus möglich, dass sich der 24-Jährige über gute Trainingsleistungen und mögliche (Joker-)Einsätze noch empfiehlt und unter Kwasniok mit etwas Anlauf den nächsten Schritt macht. Dafür muss sich der Bosnier jetzt jedoch reinbeißen. Ansonsten könnte es sein, dass Huseinbasic, wenn sich seine Lage nicht ändert, bald Abwanderungsgedanken bekommt oder eventuell schon hat.

Gazibegovic bis jetzt hinter Sebastian Sebulonsen

Sehr ähnlich ist die Lage von Jusuf Gazibegovic. Vor nichtmal einem Jahr spielte der 25-Jährige mit Sturm Graz noch in der Champions League. Im Winter ging der bosnische Nationalspieler dann zum FC, um sich mit dem Aufstieg den Traum von der Bundesliga zu erfüllen. In der höchsten deutschen Spielklasse mit den Kölnern angekommen, hat der Rechtsverteidiger jedoch bis jetzt im Konkurrenzkampf mit Neuzugang Sebastian Sebulonsen das Nachsehen.

Ein Grund dafür könnte das System von Kwasniok mit einer Dreier- beziehungsweise Fünferkette sein. So kennt Sebastian Sebulonsen die Rolle als Schienenspieler bereits von seiner vorherigen Station Bröndby IF. Gazibegovic dagegen hat in Graz in einer Viererkette als Außenverteidiger agiert und damit einen Nachteil im Konkurrenzkampf. Auch passt das Profil des Bosniers weniger gut zu der Rolle als das seines Konkurrenten. So ist der 25-Jährige in der Defensive stärker als der Däne, hat aber dafür nicht so große Qualitäten wie Sebulonsen in der Offensive. Das heißt nicht, dass Gazibegovic als Schienenspieler nicht gut funktionieren kann, ist aber ein Grund, warum er gerade das Nachsehen hat. Trotzdem wird der Winterneuzugang wohl noch seine Chance bekommen, da sein Trainer nicht müde wird zu betonen, dass er keine Stammelf hat. Diese Möglichkeit muss der Rechtsverteidiger wie Huseinbasic dann aber auch nutzen. Sonst droht beiden eine harte Spielzeit.