Kurioser Abend für Jan Thielmann: Erst rabenschwarz, dann der große Retter

Jan Thielmann im Trikot der U21
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Kurioser Abend für Jan Thielmann: Erst rabenschwarz, dann der große Retter

Die U21 des DFB fährt ohne Niederlage zur Europameisterschaft. Alle vier FC-Profis kommen auch beim 3:3 gegen Polen zum Einsatz und kehren unverletzt zurück zum 1. FC Köln: Jan Thielmann erneut mit Problemen als Rechtsverteidiger, rettet aber in der Schlussminute doch noch den Punkt.

Die U21 des DFB hat sich souverän für die EM in der Slowakei qualifiziert. Auch gegen Polen blieb die Auswahl von Antonio Di Salvo ungeschlagen, verspielte aber eine 3:1-Führung. Durchwachsen verlief das Spiel vor allem für einen Akteur des 1. FC Köln: Jan Thielmann erneut mit Problemen als Rechtsverteidiger. Doch der 22-Jährige rettet kurz vor Spielende den Punkt.

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Jan Thielmann ballte die Fäuste und schrie seinen Frust heraus. Das Kölner Eigengewächs stand auf der Linie und dort genau richtig. Als Cezary Polak die Kugel aus fünf Metern an Keeper Jonas Urbig vorbeilegte, währte Thielmann mit dem Fuß ab, rettete so das 3:3. Ausgerechnet Thielmann, der einen ganz bitteren Abend auf der rechten Abwehrseite erlebte. Nur zwei Minuten später verhinderte der etatmäßige Offensivspieler mit einem Kopfball erneut den Gegentreffer. Dabei hatte man nur wenige Minuten zuvor nicht mehr das Gefühl, der FC-Profi würde mit diesem Spiel noch seinen Frieden finden. Zuviel war gegen Thielmann und einen weiteren Einsatz als Rechtsverteidiger gelaufen. Bundestrainer Antonio Di Salvo vertraute im zweiten Spiel der EM-Quali dieser Länderspielreise wieder Urbig im Tor.

Martel mit starker Leistung

Somit liefen mit Thielmann und Kapitän Eric Martel gleich drei Kölner Profis in der Anfangsformation auf. Und Urbig bekam im ersten Abschnitt gleich mehrfach die Chance, sich auszuzeichnen. Nach der frühen Führung durch Nicolo Tresoldi rettete die Nummer eins der Geißböcke gleich mehrfach und war dann beim 1:1 durch Dominik Marczuk machtlos. Der Pole schob die Kugel gegen die Laufrichtung des Keepers. Deutschland war angeführt vom starken Martel auch nach dem Ausgleich die gefährlichere Mannschaft. Nach einem Traumtor von Paul Wanner sowie dem ersten Länderspieltreffer des ehemaligen FC-Spielers Bright Arrey-Mbi verfehlte der Kölner Sechser nach einer Ecke nur knapp. Nach 45 Minuten war für den Kölner Sechser das Spiel bereits beendet.

Thielmann an zwei Gegentoren beteiligt

Weiter ging es dagegen für Thielmann, der alles andere als einen guten Abend erwischte. Bereits beim 1:1 der Polen rutschte der 22-Jährige unglücklich weg, ließ seinen Gegenspieler, der den Ausgleich einleitete, laufen. Und nach dem Wechsel ging es ähnlich weiter. Bei einem Steckpass stand der Rechtsverteidiger falsch, die Situation konnte gerade noch so geklärt werden. Keine 60 Sekunden später legte Thielmann den Ball im Sechzehner Jakub Kałuziński direkt auf, der Pole schob zum 2:3 ein. Bei einem Kopfball an den Pfosten von Filip Szymczak ging der Kölner nur halbherzig in den Zweikampf, beim 3:3-Ausgleich durch Dariusz Fornalczyk trabte der Abwehrspieler ebenfalls nur hinterher, war am Gegentreffer zumindest nicht direkt beteiligt. Auch im weiteren Spielverlauf blieb der Auftritt fahrig. Vor lauter Frust holte sich Thielmann eine Gelbe Karte ab, zeigte auch bei diesem Spiel, dass die Position des Rechtsverteidigers nicht unbedingt die beste Wahl ist.

Jonas Urbig war bei allen drei Gegentreffern chancenlos, zeigte bis auf zwei kleinere Patzer eine ordentliche Leistung. Tim Lemperle kam in der 78. Minute, hatte aber nur noch wenig Zugriff auf das Spiel. Deutschland qualifiziert sich also auch dank Thielmann ungeschlagen für die Europameisterschaft in der Slowakei. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass der FC mit vier Spielern beim Endturnier vertreten sein wird. Eine erfreuliche Auszeichnung für die Geißböcke. FC-Trainer Gerhard Struber dürfte allerdings glücklicher sein, dass seine Spieler unverletzt aus Polen heimgekehren. Am Abend spielt noch Mathias Olesen noch mit Luxemburg in Weißrussland.


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„Beste Mannschaft der Liga“ reicht nicht mehr

Eric Martel vom 1. FC Köln

FC-Profis Richtung U21-EM

Erst Heimspiel auswärts, nun Auswärtsspiel in der Heimat

Denis Huseinbasic vom 1. FC Köln
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Erst Heimspiel auswärts, nun Auswärtsspiel in der Heimat

Für Denis Huseinbasic geht die Reise in die Vergangenheit weiter. Nach den Länderspielen in Bosnien-Herzegowina steht für den Mittelfeldspieler nun die Rückkehr zu den Anfängen seiner Karriere bevor: Denis Huseinbasic kehrt zum SV Darmstadt zurück.

Rein vom Ergebnis her hätte die Länderspielreise für Denis Huseinbasic anders verlaufen können. Bosnien-Herzegowina verlor beide Begegnungen in der Nations League. Dennoch war die Begegnung gerade gegen sein Heimatland Deutschland besonders und nun folgt das Duell gegen seinen Heimatverein: Denis Huseinbasic kehrt zum SV Darmstadt zurück.

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Bereits am Dienstag kehrte Denis Huseinbasic von der Länderspielreise mit Bosnien-Herzegowina zurück ans Geißbockheim. Der Mittelfeldspieler stieg zwar noch nicht wieder ins Training ein, war aber dennoch wieder bei der Mannschaft. Und das nur einen Tag, nachdem Huseinbasic mit seiner Nationalmannschaft 0:2 gegen Ungarn in der Nations League verloren hatte. „Gegen Ungarn haben wir eine neue Formation ausprobiert, es sah eigentlich ganz gut aus, aber dann wurden wir zwei Mal ausgekontert“, sagt der Mittelfeldspieler. Für Bosnien-Herzegowina sieht es damit alles andere als optimal in der Gruppe aus. Vor den beiden abschließenden Begegnungen belegt das Team von Sergej Barbarez den letzten Platz, vier Zähler hinter Ungarn, es droht der Abstieg in die B-Liga.

1:2-Niederlage gegen die eigentliche Heimat

Auch, weil Huseinbasic nur wenige Tage zuvor gegen Deutschland eine ebenfalls bittere Niederlage kassiert hatte. 1:2 unterlag der Mittelfeldspieler in Zenica der deutschen Auswahl. Trotz der Niederlage eine tolle Erinnerung für den 23-Jährigen. „Natürlich ist es eine geile Erfahrung, international zu spielen, ganz besonders, wenn es gegen eine der besten Mannschaften geht, die es gibt“, sagte der Kölner Mittelfeldspieler. „Die ersten 30 Minuten gegen Deutschland waren gar nicht so schlecht, wir hatten das 1:1 auf dem Fuß und haben gut verteidigt.“ Doch unterm Strich stand eine Niederlage. Allerdings eine ganz besondere. Denn für den ehemaligen U21-Nationalspieler des DFB war die Begegnung gegen Deutschland ein Heimspiel auf fremden Platz und das auch noch gegen seine eigentliche Heimat.

Am Freitag geht es zurück zu den Anfängen

Und am Freitag geht es für den Mittelfeldspieler ähnlich kurios weiter. Denn dann steht mit dem FC bereits das nächste Auswärtsspiel an, dann aber ganz nahe seiner tatsächlichen Heimat. Für den FC geht es nach Darmstadt und damit in die unmittelbare Nähe von Huseinbasics Heimat Erbach. Keine 80 Kilometer liegt die hessische Stadt von seinem Geburtsort entfernt, kein Wunder, dass der erste Weg in den organisierten Fußball vom FSV Erbach zum SV Darmstadt führte. Zwei Jahre spielte Huseinbasiv für die Lilien, bevor es dann weiter Richtung Eintracht Frankfurt und später zu den Kickers Offenbach ging. Für die Begegnung hat der 23-Jährige ein gutes Dutzend Karten besorgt. „Meine ganze Family und meine Freundin sind im Stadion“, erklärte der Mittelfeldspieler am Dienstag.

Freunde wird der Mittelfeldspieler am Freitag auf dem Feld aber nicht kennen. Denn die Kölner wollen weiter Punkte sammeln. „Darmstadt ist gut drauf, das wird eine harte Aufgabe – und wie jedes Zweitliga-Spiel sehr physisch. Aber wir schauen auf uns, wissen, was wir können und dann werden wir sehen, wie das Spiel ausgeht“, sagt Huseinbasic, für den die Länderspielreise und damit die wenigen Trainingstage beim FC aber kein Nachteil sind. „Ich bin voll im Saft. Vielleicht war es dahingehend sogar gut, dass ich nicht durchgespielt habe, so habe ich die Körner für Darmstadt.“ 


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„Beste Mannschaft der Liga“ reicht nicht mehr

Eric Martel vom 1. FC Köln

FC-Profis Richtung U21-EM

Ausgebootet, abgelöst und ausgetauscht: Für diese FC-Profis lief der Saisonauftakt nicht rund

Enttäuschung bei den Spielern des 1. FC Köln
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Ausgebootet, abgelöst und ausgetauscht: Für diese FC-Profis lief der Saisonauftakt nicht rund

Acht Spiele sind gespielt, der FC hat die erste Hälfte der Hinrunde absolviert. Angesichts des befürchteten Supergaus ist die Auftaktbilanz gar nicht schlecht. Doch es läuft auch nicht alles rund beim 1. FC Köln: Das sind unsere Verlierer des Saisonauftakts.

Acht Spieltage, zwölf Punkte und Platz sieben in der Tabelle. Die Bilanz des Auftakts des FC ist weder richtig gut, noch richtig schlecht. Für eine Mannschaft, die „schnellstmöglich“ aufsteigen will, ist Mittelmaß zu wenig. Auch für einige Spieler lief nicht alles so wie erhofft beim 1. FC Köln: Das sind unsere Verlierer des Saisonauftakts.

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Rasmus Carstensen: Der Rechtsverteidiger erhielt im Sommer einen festen Vertrag beim FC. Vermutlich in der Erwartung, auch viel Spielzeit zu bekommen. Denn durch den Weggang von Benno Schmitz hat sich die Situation für den 23-Jährigen doch eigentlich deutlich verbessert. Der Däne ist nominell der einzige Rechtsverteidiger des Kaders. Zumal nach dem Abgang von Pierre Nadjombe auch nicht wirklich viel von unten nachkommt. Dafür sind die beiden Liga-Einsätze – insgesamt 50 Minuten – nach dem achten Spieltag aber eine sehr bescheidene Ausbeute. Gegen Ulm stand Carstensen sogar gar nicht mehr im Kader. Dass der FC nun öffentlich bekannt gegeben hat, dass es im Winter einen neuen Rechtsverteidiger geben soll, ist sicherlich nicht als Vertrauensbeweis zu werten.

Gewinner und gleichzeitig Verlierer

Dejan Ljubicic: Ein Gewinner und doch irgendwie dann doch auch ein Verlierer: Der Österreicher wäre im Sommer wohl gerne gewechselt, ein Deal kam nicht zu Stande. Für den FC ist das eigentlich ziemlich gut gelaufen. Denn der Mittelfeldspieler war zu Beginn der Spielzeit ein absoluter Aktivposten. Eigentlich, denn im kommenden Sommer wird Ljubicic den Verein ablösefrei verlassen. Ganz offensichtlich hat sich auch der 26-Jährige mit seiner Situation arrangiert, spielte zum Teil wie befreit auf. Nun wurde Ljubicic wiederholt von einem Infekt ausgebremst. Der Österreicher fehlte in den vergangenen Wochen und wird wohl auch am kommenden Spieltag gegen Darmstadt nicht zum Einsatz kommen. Aktuell hat Ljubicic seinen Stammplatz an Luca Waldschmidt verloren, der seine Sache auch sehr gut macht.

Florian Dietz: Voller Vorfreude auf die bevorstehende Saison wird der 26-Jährige wohl seine Vertragsverlängerung im Sommer unterschrieben haben. Christian Keller garnierte die überraschende Personalie mit einigen warmen Worten. So werde Dietz in der Box für den Verein sehr wichtig sein. Nur muss Dietz dazu auch in der Box oder sagen wir überhaupt eingesetzt werden. Zum Auftakt kam der Angreifer immerhin als Joker in die Begegnungen gegen den HSV und Elversberg, danach stand er vier Mal nicht im Kader, saß ein weiteres Mal 90 Minuten auf der Bank, um am vergangenen Spieltag immerhin 24 Minuten wieder gegen den SSV Ulm auf dem Platz zu stehen. Auf die Scorerliste konnte sich der Stürmer noch nicht eintragen. Unterm Strich ist die Bilanz zu wenig für einen Stürmer, dessen Vertrag gerade erst verlängert wurde.

Weiterhin Sturmflaute

Sargis Adamyan und Steffen Tigges: Der Armenier spielt aktuell seine dritte Spielzeit bei den Kölnern und es könnte durchaus sein, dass es die letzte mit dem Geißbock auf der Brust ist. Wie in der vergangenen Saison war die Vorbereitung dabei eigentlich sehr verheißungsvoll. Adamyan war einer der Aktivposten. Während der Spielzeit will es bei dem Angreifer dann aber meist nicht so gut laufen. Vier Tore in zweieinhalb Jahren hat der 31-Jährige auf seinem FC-Konto – für einen Stürmer ein erschreckend schwacher Wert. Immerhin muss man dem Armenier zu Gute halten, dass er die kolportierte Bürde mit sich herumträgt, als Nachfolger von Anthony Modeste geholt worden zu sein. Das ist nicht richtig. Adamyan war bereits verpflichtet, als sich Modeste auf den Weg zum BVB machte. Dennoch: Der Ertrag ist deutlich zu wenig. Genauso wie bei Steffen Tigges, der ebenfalls nicht über die Rolle des Jokers hinauskommt.

Elias Bakatukanda und Meiko Wäschenbach: Die beiden Youngster sind mit großen Ambitionen in die neue Spielzeit gestartet. Kein Wunder, immerhin hatte Christian Keller im vergangenen Winter davon gesprochen, den Nachwuchs aufgrund der Transfersperre verstärkt in die Mannschaft einzubauen. Bakatukanda gab mittlerweile auch sein, ein durchaus gelungenes Debüt. allerdings war es die einzige Kader-Nominierung bislang, sonst spielt der Abwehrspieler in der Kölner Reserve. Genauso wie Meiko Wäschenbach, der ebenfalls einmal im Kader der Profis stand, aber nicht zum Einsatz kam.

Gescheitertes Experiment

Jan Thielmann: Als Timo Schultz in der vergangenen Saison das Kölner Eigengewächs fest auf dem Posten des Rechtsverteidigers installieren wollte, da war der Zuspruch von Experten groß. Es gab Beobachter, die wähnten Thielmann mittelfristig in der Nationalmannschaft. Ausgeschlossen ist das nicht, aber Stand jetzt auch nicht sonderlich wahrscheinlich. Denn das Experiment scheint aktuell gescheitert. Zuletzt probierte Gerhard Struber Max Finkgräfe und Julian Pauli auf der Position aus, im Winter soll nachjustiert werden. Für Thielmann die Chance, sich eine Position in der Offensive zu erkämpfen. Vielleicht dann ein Gewinn für alle Beteiligten.

Mathias Olesen: Wenn der FC Ende Oktober die 2. Runde des DFB-Pokals bestreitet, wird sicherlich auch noch mal ein Blick auf den Auftaktsieg gegen Sandhausen gerichtet. Und schnell wird einem dann wieder der eigentliche Matchwinner in den Sinn kommen: Mathias Olesen. Der Nationalspieler Luxemburgs erzielte in der Verlängerung das entscheidende Tor und hatte zuvor eine gute Rolle im Mittelfeld gespielt. Eric Martel und Dejan Ljubicic waren nicht mit von der Partie. Seitdem ist Olesen aber mehr oder minder außen vor, kam gerade einmal auf acht Minuten Einsatzzeit in drei Begegnungen.



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„Beste Mannschaft der Liga“ reicht nicht mehr

Eric Martel vom 1. FC Köln

FC-Profis Richtung U21-EM

„Harte Kader-Entscheidungen“ – Potenzielle Abgänge auf dem Prüfstand

Christian Keller und Gerhard Struber verfolgen das Training des 1. FC Köln
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„Harte Kader-Entscheidungen“ – Potenzielle Abgänge auf dem Prüfstand

Neben den geplanten Neuzugängen wird es beim FC wohl auch den ein oder anderen Weggang geben. Dass alle gehandelten Namen die Geißböcke verlassen, ist aber mehr als unwahrscheinlich. Dennoch wird es Bewegung geben beim 1. FC Köln: Welche Spieler sind mögliche Transfer-Kandidaten?

Beim FC läuft die Kaderplanung wohl bereits auf Hochtouren. Im Winter dürfen und werden die Kölner am Kader nachjustieren. Das bedeutet aber auch, dass es auch auf der Abgangs-Seite Veränderungen geben wird beim 1. FC Köln: Welche Spieler sind mögliche Transfer-Kandidaten?

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Die Worte von Thomas Kessler klangen ungewohnt scharf. Man würde im Winter möglicherweise auch harte Kader-Entscheidungen treffen, hatte der Leiter der Lizenzspielabteilung des 1. FC Köln in der vergangenen Woche auf einer Veranstaltung von „Express“ und „Kölner Stadt-Anzeiger“ angekündigt. Dass der FC seinen Kader auf einigen Positionen wieder verändern will, ist durchaus verständlich und ganz sicher nicht mit blindem Aktionismus zu erklären, nur weil man wieder auf dem Transfermarkt zuschlagen darf. Die Kölner benötigen definitiv mehr Qualität in der Breite und auf einigen Positionen auch gezielt. Kessler sprach von einem Rechtsverteidiger sowie einem Neuner, nach denen die Kölner sich umschauen. Die ersten Gespräche sollen bereits geführt sein, wohl auch schon mehr.

Wie viele Abgänge sind in der Offensive realistisch?

Dass es aber auch auf der Abgabe-Seite Veränderungen geben wird, und das nicht nur, um Platz für neue Spieler im Kader zu schaffen, ist ebenfalls bekannt. Und so stellt sich die Frage, welche Spieler auf einer möglichen Streichliste der Kölner Verantwortlichen stehen könnten. Da Kessler einen Knipser angekündigt hat, ist davon auszugehen, dass man die aktuelle Stürmerdichte beim FC ausdünnen will. Laut offiziellem FC-Kader befinden sich aktuell neun Angreifer im Kölner Aufgebot. Dabei nehmen Luca Waldschmidt und Mark Uth allerdings durchaus auch Rollen hinter der Spitze ein, Maxi Schmid ist bereits ausgemustert, spielt in der Kölner Reserve und wird auch weiterhin kein Faktor bei den Profis sein. Gut möglich, dass man für den Angreifer auch in der Winterpause ein Leih-Konstrukt anstrebt. Allerdings müsste dann der Vertrag verlängert werden, der läuft bis 2025 – spätestens dann stehen die Zeichen sonst ohnehin auf Abschied.

Damion Downs und Tim Lemperle sind zurzeit gesetzt, an den beiden Eigengewächsen führt aktuell kein Weg vorbei, Jaka Potocnik gilt als Versprechen für die Zukunft. Es bleiben also drei Angreifer und damit die drei Sorgenkinder der vergangenen Spielzeiten übrig. Sargis Adamyan, Steffen Tigges und Florian Dietz könnten in den Notizbüchern der FC-Bosse also tatsächlich auftauchen. Allerdings ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Kölner quantitativ alle drei Angreifer loswerden wollen. Wirklich aufgedrängt haben sich die Stürmer allerdings auch nicht. Steffen Tigges stand in den vergangenen zweieinhalb Jahren 70 Mal für den FC auf dem Platz, davon 25 Mal in der Startelf. Im Schnitt spielte der Angreifer gut 35 Minuten und erzielte dabei immerhin zehn Treffer, bereitete zwei weitere Tore vor.

Kontrakt nur bis 2026 – Wechsel bis Sommer 25 also wahrscheinlich

Genau wie Tigges kam auch Sargis Adamyan im Sommer 22 an den Rhein oder zunächst einmal nach Donaueschingen. Damals wurde der Offensivspieler im Trainingslager als eine Art Königstransfer vorgestellt. Doch auch der Armenier wartet seitdem vergeblich auf den Durchbruch – trotz mehrfacher Sturmflaute. Der 30-Jährige spielte sogar nur 58 Mal für den FC, stand 18 Mal von Beginn an auf dem Feld, im Schnitt spielte er ebenfalls rund 35 Minuten und erzielte in zweieinhalb Jahren vier Tore für die Geißböcke, in der Liga zwei. Noch bitterer ist die Bilanz von Florian Dietz. Der Angreifer spielte nur 27 Mal für die Geißböcke, zehn Mal von Beginn an, erzielte drei Tore – fiel allerdings auch lange nach einem Kreuzbandriss aus. Mit Dietz haben die Kölner vor der Saison den Vertrag verlängert. Sollte der 26-Jährige den Verein verlassen, wäre auch eine Leihe möglich.

Bei Tigges und Adamyan ist die Vertragssituation ein wenig anders gelagert. Beide Spieler sind aktuell noch bis Sommer 2026 an den FC gebunden. Eine Vertragsverlängerung ist angesichts der Spielzeit, Leistungen und Quoten wohl sehr unwahrscheinlich. Sollten die Kölner sich von den Akteuren trennen wollen, wird das wohl in den kommenden beiden Wechselperioden passieren. Allerdings wird der Markt für die Stürmer, vor allem für den 31-jährigen Adamyan kein leichter sein. Ein Abschied mindestens einer der Angreifer dürfte wohl als wahrscheinlich gelten. Je nachdem, ob die Kölner auch einen der bereits im Sommer verpflichteten und dann wiederum verliehenen Spieler schon im Winter an den Rhein lotsen, könnte es auch weitere Abgänge in der Offensive geben. Gerade Said El Mala machte bei der Viktoria und im Dress der deutschen U19 auf sich aufmerksam.

In der Abwehr wohl eher keine Abgänge

Und sonst? Aktuell sieht es bei den Feldspielern nicht danach aus, als müsste der FC Spieler abgeben. Rasmus Carstensen hat zwar einen sehr schweren Stand beim FC und bekommt lieber Akteure, die eigentlich auf anderen Positionen beheimatet sind, vor die Nase gesetzt, ein Abschied ist aber trotz geplantem Neuzugang eher unwahrscheinlich. Denn der Däne wäre wohl auch weiterhin ein nötiger Backup. Jan Thielmann könnte wiederum vermehrt in der Offensive eingesetzt werden. In der Innenverteidigung macht ein Abschied sogar überhaupt kein Sinn. Elias Bakatukanda ist ein großes Talent, wird seine Chancen früher oder später bekommen, Dominique Heintz ist ein routinierter Backup und mit Luca Kilian kommt ein weiterer Abwehrspieler dazu.

Ähnlich verhält es sich im Mittelfeld. Der FC ist in der Schaltzentrale sehr gut aufgestellt. Die Kölner werden von der Konkurrenz vor allem aufgrund des Mittelfelds als „beste Mannschaft der Liga“ bezeichnet. Eric Martel ist sicherlich der beste Sechser der Liga, mit Dejan Ljubicic und Denis Huseinbasic gibt es zwei potenzielle Sechser, die in dieser Saison recht ordentliche Halbpositionen spielen. Mathias Olesen ist ein nötiger Backup, wie man im Pokalspiel gegen Sandhausen gesehen hat. Christian Keller hatte im Sommer 23 allerdings angekündigt, auch einen (weiteren) Sechser sowie einen Innenverteidiger verpflichten zu wollen. Das war aufgrund der Transfersperre nicht geschehen. Sollten die Kölner auch weiterhin dort Bedarf sehen und nachbessern, könnte es im Mittelfeld doch noch einmal zu Veränderungen kommen. Wie es mit Meiko Wäschenbach weitergeht, ist weiterhin unklar.

Bei Marvin Schwäbe stehen die Zeichen auf Abschied – eigentlich

Veränderungen strebt bekanntlich auch Marvin Schwäbe an. Der Keeper hatte laut FC seinen Wechselwunsch hinterlegt, man habe deswegen Jonas Urbig zur Nummer eins ernannt und Schwäbe keine Steine in den Weg gelegt. Der Keeper hat bekanntlich auch seinen Berater gewechselt, wohl um ein wenig mehr Bewegung in die im Sommer festgefahrene Transferbewegung zu bekommen. Ein Abschied ist eigentlich sehr wahrscheinlich. Eigentlich, denn zumindest im Hinterkopf wird die Personalie Urbig eine kleine Rolle spielen. Zuletzt berichtete „Sky“, dass ein Wechsel des jungen Keepers im Sommer „wahrscheinlich“ sei. Sollte Schwäbe den Verein zu diesem Zeitpunkt ver- und der FC Urbig ziehen lassen haben, ständen die Kölner auf dieser Position überraschend blank da.



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Pacarada verletzt von Nationalmannschaft zurück

Spieler des 1. FC Köln freuen sich.

FC im Nachteil? Wenig Zeit und wenig Spieler

Die zweite Hälfte der Hinrunde: „Beste Mannschaft der Liga“ reicht nicht mehr

Die Spielr des 1. FC Köln nach dem Erfolg über Schalke
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Die zweite Hälfte der Hinrunde: „Beste Mannschaft der Liga“ reicht nicht mehr

Am Freitag startet Köln mit dem Duell gegen den SV Darmstadt in die zweite Hälfte der Hinrunde. Der Saison-Auftakt liegt hinter den Teams, die Tabelle hat sich mittlerweile nivelliert – und für die Geißböcke heißt das weder Top noch Flop. Will man bis zur Winterpause auf Schlagdistanz bleiben, gibt es aber nur eine Marschroute für den 1. FC Köln: Der FC muss die Punkteausbeute massiv erhöhen.

Platz sieben, zwölf Punkte und vier Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz. Der FC liegt nach dem Saison-Auftakt hinter den eigenen Erwartungen zurück, der Weg zum Ziel des Wiederaufstiegs ist noch ein langer. Nun müssen Zähler her für den 1. FC Köln: Der FC muss die Punkteausbeute massiv erhöhen.

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Nach der Länderspielpause startet die zweite Bundesliga in die zweite Hälfte der Hinrunde. Mittlerweile hat sich die Tabelle bereits in weiten Stücken nivelliert. Konnte man in den ersten Tagen noch von Glück oder Pech eines Vereins reden, so spricht die Statistik zunehmend die Wahrheit. Die meisten Teams haben nun schon sowohl gegen vermeintlich stärkere als auch schwächere Gegner gespielt – mindestens ersten Tendenzen sind erkennbar. Mit zwölf gesammelten Zählern sortiert sich der 1. FC Köln auf Platz sieben ein, hat vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz zur Bundesliga, den zurzeit der SC Paderborn mit 16 Zählern belegt und sechs Punkte Vorsprung auf den Richtung 3. Liga. So befindet sich der Bundesliga-Absteiger, der sich den „schnellstmöglichen Aufstieg“ als Ziel gesetzt hat, aktuell nicht wie in den Horrorszenarien skizziert unten in der Tabelle – aber eben auch nicht wie erhofft ganz oben.

FC bisher keine Top-Mannschaft

Allerdings hat der FC mit dem Hamburger SV, dem Karlsruher SC und Fortuna Düsseldorf schon gegen die drei großen Teams aus der oberen Tabellenhälfte gespielt. Die Begegnung gegen den Tabellenzweiten, den 1. FC Magdeburg, haben die Geißböcke ebenfalls absolviert. Aus vier Spielen gegen die aktuellen Top-Mannschaften konnte die Elf von Gerhard Struber trotz guten Leistungen allerdings nur zwei von möglichen zwölf Zählern einfahren – zu wenig für eine Mannschaft, die ein Wörtchen um den Platz eines Bundesliga-Aufsteigers mitreden möchte. Und so zeigt sich nach dem ersten Viertel der Saison, dass man punktemäßig dann wohl doch nicht zu den Top-Mannschaften der Liga gehört. Bisher. Denn Linton Maina brauchte es nach dem Duell gegen Düsseldorf auf den Punkt: „Wir müssten ganz woanders in der Tabelle stehen“, sagte der Offensivspieler.

Ein „müssten“ reicht aber bekanntlich am Ende nicht aus. Will der FC weiterhin auf Schlagdistanz mit den Aufstiegsplätzen bleiben, müssen nun in der zweiten Hälfte der Hinrunde Punkte her – und das schnell. Die nächsten Wochen werden dabei durchaus interessant. Zumal der FC in den Spielen bis zur letzten Länderspielpause des Jahres auf einige Mannschaften trifft, die ein ganz ähnliches Schicksal eint. Mit Hertha BSC Berlin und Mit-Absteiger Darmstadt stehen noch Duelle gegen Teams an, die sich wohl ebenfalls deutlich mehr versprochen haben. Auch Hannover 96 gehört zum erweiterten Kreis der Aufstiegskandidaten. Einzig der SC Paderborn befindet sich aktuell mitten in der Verlosung um die Aufstiegsränge – neben den 96ern das zweite Team, das aktuell vor dem FC in der Tabelle steht.

Keine Punkte liegenlassen

In der Winterpause wollen die Kölner bekanntlich nachlegen auf dem Transfermarkt, um dann auch in der Breite mehr Kaderqualität auf den Platz zu bringen. Dass die Konkurrenz den FC bereits jetzt als „Beste Mannschaft der Liga“ ansieht, lässt insofern hoffen. Die Tabelle spricht eine andere Wahrheit. Und da auch die weiteren Aufstiegskandidaten nachjustieren werden, sollten die Kölner den Anschluss an die Top-Plätze nicht verlieren. Immerhin geht es dann in der letzten Phase des Jahres ab November in die Duelle mit vermeintlich leichteren Gegnern. Neben den Begegnungen gegen die Aufsteiger Jahn Regensburg und Preußen Münster stehen auch die Spiele gegen Greuther Fürth, Nürnberg und Kaiserlautern auf dem Spielplan. Um es in den Worten der FC-Verantwortlichen der Vorsaison zu sagen: Das sind die Spiele, in denen der FC gewinnen muss. (Wenn er denn ein Aufstiegs-Wörtchen mitreden will.)


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Pacarada verletzt von Nationalmannschaft zurück

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FC im Nachteil? Wenig Zeit und fehlende Spieler

Nur Rechtsverteidiger und Sturm? Hat der FC noch auf weiteren Positionen Transfer-Bedarf?

Thomas Kessler und Christian Keller planen den Kader
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Nur Rechtsverteidiger und Sturm? Hat der FC noch auf weiteren Positionen Transfer-Bedarf?

Thomas Kessler betonte in der vergangenen Woche, dass man sich nach einem Rechtsverteidiger und einem „Neuner“ umschaue. Noch im vergangenen Sommer war zudem von einem Innenverteidiger und einem Sechser die Rede. Die konnten bekanntlich nicht verpflichtet werden, werden sie dennoch gebraucht beim 1. FC Köln? Transfermarkt: Auf diesen Positionen sollte der FC nachbessern.

Beim FC läuft die Kaderplanung wohl bereits auf Hochtouren. Im Winter dürfen und werden die Kölner am Kader nachjustieren. Die ersten Gespräche sollen dem Vernehmen nach geführt worden sein. Es wird Neuverpflichtungen geben beim 1. FC Köln. Transfermarkt: Auf diesen Positionen sollte der FC nachbessern.

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Ungewohnt deutlich erklärte Thomas Kessler in der vergangenen Woche, dass der FC im Winter gleich zwei neue Spieler verpflichten will. „Es gibt Positionen, auf denen wir uns verbessern wollen. Die Rechtsverteidiger-Position ist sicherlich eine, auf der wir uns umschauen“, sagte der ehemalige Keeper und: „Wir schauen auch nach einem klaren Neuner, sondieren den Markt. Ein Neuner, der abschlussstark ist, kostet natürlich das meiste Geld.“ Vermutlich sind die Kölner bei ihren Transferaktivitäten schon ein deutliches Stück als „nur“ beim „Sondieren“. Denn die Konkurrenz schläft bekanntlich auch nicht. Der FC ist sicherlich nicht das einzige Team, dass sich auf den genannten beiden Positionen verstärken will. Der HSV muss beispielsweise einige Monate auf den verletzten Topstürmer Robert Glatzel verzichten. Ob die Rothosen tatsächlich nachlegen, ist nicht bekannt. Den Transfermarkt sondieren werden sie auch.  

Suche nach Rechtsverteidiger und Stürmer kommt nicht überraschend

Dass Kessler wiederum die beiden Positionen des Stürmers und Rechtsverteidigers als mögliche Transferziele benannte, sorgte jetzt wohl nicht für die große Schnappatmung bei den FC-Fans. Auf der rechten Seite spielt Rasmus Carstensen in dieser Spielzeit und in den Überlegungen von Gerhard Struber so gut wie keine Rolle. Für den Dänen wurde im Sommer wohl als Backup für Jan Thielmann die Kaufoption gezogen. Dem Vernehmen nach soll die Ablöse bei rund 1,5 Millionen Euro gelegen haben. Nachdem der etatmäßige Offensivspieler Thielmann nach wie vor mit der Abwehrposition mehr als nur fremdelt und Carstensen auch unter diesem Gesichtspunkt nicht über die Rolle der zweiten Wahl hinauskommt, war Struber in der jüngeren Vergangenheit zu weiteren Experimenten gezwungen. Max Finkgräfe machte nicht die beste Figur, Julian Pauli schon. Nur wird der Innenverteidiger eigentlich neben Timo Hübers gebraucht.

Dem Vernehmen nach soll es bereits Gespräche mit „Neunern“ gegeben haben. Namen sind nicht bekannt. Dass die Kölner gerade auf der Position nachlegen wollen, überrascht aber auch nicht. Denn einen klassischen Knipser sucht man im Kader vergebens. Damion Downs erklärte vor einigen Wochen, dass Tim Lemperle und er zwei ähnliche Stürmertypen seien, die über Geschwindigkeit und Tempo in die gefährliche Zone kommen. Immerhin kommen die beiden mittlerweile gemeinsam auf acht Tore. Klassische Zielstürmer sind die beiden aber nicht und die, die es nominell sein sollten, haben sich bislang auch nicht in den Vordergrund gespielt. De facto wird es im Angriff hinter Downs, Lemperle und Luca Waldschmidt bekanntlich dünn mit der Torgefahr der nominellen Stürmer.

Braucht der FC trotz Julian Pauli noch einen Innenverteidiger?

Im vergangenen Sommer hatten die FC-Bosse im selbst produzierten und wohl als Vorbesänftigung gedachten Podcast „FC-Inside“ noch einmal die Worte von Christian Keller bekräftigt, dass man im Sommer 23 eigentlich noch einen Innenverteidiger und einen Sechser verpflichtet hätte. Die Vorboten der Transfersperre, aber dann im Winter auch die Sanktion selbst, machten dem FC bekanntlich einen Strich durch die Rechnung. Neuverpflichtungen gab es demnach nicht. Also sind die Positionen auch weiterhin vakant? Durch die Leih-Rückkehrer und den eigenen Nachwuchs sollten Lücken gestopft werden. Noch im Sommer sprach Christian Keller davon, dass auch die Nachwuchsspieler die Chance bekommen werden, sich zu empfehlen und somit auch die Entscheidungen auf dem Transfermarkt beeinflussen. Aber haben sie das?

Mit Pauli ist auf jeden Fall ein Youngster dazu gekommen, der dem Kader mehr Breite verleiht und den Abgang von Jeff Chabot zumindest in Teilen auffängt. Quantitativ sind die Kölner mit fünf Innenverteidigern eigentlich gut aufgestellt, nur so richtig ausgewogen ist die Defensive nicht. Nachdem Elias Bakatukanda aber bislang nur einmal im Kader stand und auch sein Debüt feierte, nämlich als Timo Hübers aufgrund eines Infekts fehlte, ist Dominique Heintz aktuell offenbar die einzige realistische Alternative. Heintz liefert zwar solide ab, hat aber auch einige Male einige Defizite offenbart. Der Routinier liefert ab, wenn man ihn braucht, ein weiteres Backup würde nicht schaden. Auch, wenn mit Luca Kilian ein weiterer Innenverteidiger zurückkehrt. Doch wird man beim FC wohl erst einmal sehen wollen, wie sich der 25-Jährige nach seinem Kreuzbandriss einfindet.

Im Zentrum ist der FC gut besetzt

Bliebe noch die Position eines Sechsers. Zwar haben die Kölner mit Mathias Olesen einen zentralen Mittelfeldspieler nach seiner Leihe zurückgeholt, der war bei den Verpflichtungsabsichten im Sommer 23 aber noch nicht in die Schweiz verliehen. Mit Jacob Christensen fällt ein weiterer Sechser vorerst monatelang aus. Also würde doch eigentlich auch diese Position weiterhin benötigt. Tatsächlich sind die Kölner im Schaltzentrum eigentlich recht ordentlich besetzt. Eric Martel gilt als einer der besten Sechser der Liga. Denis Huseinbasic und Dejan Ljubicic machen ihre Sache bislang auch gut und mit Olesen hat ein weiterer Spieler den Ausfall von Martel in der 1. Runde des DFB-Pokals gut kompensiert. Zudem favorisiert Struber im Gegensatz zu seinen Vorgängern eine Spielweise mit einem klassischen Sechser.

Tatsächlich sind die Kölner im Mittelfeld durch weitere Spieler wie Linton Maina, Jan Thielmann und nun auch wieder Florian Kainz auch deutlich variabler, könnten auch die Halbpositionen noch stärker in Flügelspieler verwandeln. Gut möglich, dass die Kölner auch im Zentrum die Breite stärken wollen, wirklich dringend scheint diese Position aber nicht zu besetzen zu sein. Auf weiteren Positionen besteht nach der aktuellen Spielweise des neuen Trainers wohl kein Bedarf. Daran wird wohl auch eine Idee von vermeintlich fehlendem Tempo der FC-Profis nichts ändern. Zwar befindet sich aktuell mit Linton Maina tatsächlich nur ein FC-Profi in der Top-80 der schnellsten Zweitliga-Spieler, doch zeugt die durchaus funktionierende Offensivleistung der Kölner nicht gerade für einen enormen Schwachpunkt im Vergleich zur Konkurrenz.



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