1. FC Köln ruft zur Großdemo am Sonntag auf

Geißbockheim-Gelände des 1. FC Köln
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1. FC Köln ruft zur Großdemo am Sonntag auf

Der FC tritt am Sonntagabend zum ersten Heimspiel der Saison gegen Freiburg an, zuvor werden aber schon mehrere Tausend Kölner Fans in der Innenstadt erwartet. Der 1. FC Köln ruft zur Großdemo auf.

Der 1. FC Köln ruft im Vorfeld der Begegnung gegen den SC Freiburg zur Großdemo auf. Hintergrund ist das Stocken des Ausbaus des Geißbockheims. Das Motto lautet: „Geißbockheim ausbauen – Plätze für unsere Pänz“.

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Schon seit einigen Tagen werden über die Sozialen Medien des 1. FC Köln Statements zur unendlichen Geschichte „Ausbau des Geißbockheims“ gepostet. Nun gibt es ein weiteres Video und das verbunden mit dem Aufruf zu einer Großdemo. „Geißbockheim ausbauen – Plätze für unsere Pänz“, lautet das Motto, mit dem Kölner Verantwortliche zu einer Kundgebung mit anschließender Demonstration durch die Kölner Innenstadt aufrufen. Auftakt der Demo ist um 14 Uhr in Form einer Kundgebung am Heumarkt, auf der Vertreterinnen und Vertreter des 1. FC Köln, der FC-Fanszene und des Kölner Breitensports zur Thematik sprechen werden. Die Demonstration wurde von FC-Vizepräsident Dr. Carsten Wettich offiziell angemeldet.

„Nehmt an unserem Protestmarsch teil“

„Der Ausbau an unserem Geißbockheim ist schon vor vielen Jahren politisch völlig wirksam und demokratisch beschlossen worden. Doch die Umsetzung stockt ebenso seit vielen Jahren. Es herrscht totaler politischer Stillstand, es wird verschleppt, es wird einfach nicht gemacht. Unsere Pläne hier am Geißbockheim sind notwendig, maßvoll und nachhaltig. Jetzt ist es Zeit, in die Umsetzung zu gehen“, erklärt FC-Geschäftsführer Philipp Türoff in dem Video, das unter anderem bei Instagram und X zu sehen ist. „Unser Appell an die FC-Familie lautet: Kommt in die Stadt, nehmt an unserem Protestmarsch teil. Wir wollen unserer Position Nachdruck verleihen und mit geschlossener Stimme mit dem Kölner Sport für unsere Zukunft eintreten. Seid dabei, macht mit und zeigt, dass unsere Zukunft jetzt beginnt.“



Neben Türoff kommen auch Präsident Werner Wolf, der Aufsichtsratsvorsitzende Lionel Souque, Stephan Schell (Südkurve 1. FC Köln) und Jörg Weitz (fans1991/Fan-Projekt 1. FC Köln 1991 e.V.) zu Wort. „Das Herz unseres Vereins schlägt jeden Tag am Geißbockheim, auf dem Trainingsgelände, auf dem unsere Kinder jeden Tag ihren Traum leben“, sagt Wolf. „Seit über zwölf Jahren kämpfen wir für die Zukunft unseres Traums.“ Dazu soll nun auch der Protestmarsch dienen. „Lasst uns gemeinsam ein starkes und friedliches Zeichensetzen“, so der Appell des scheidenden Präsidenten. Seit vielen Jahren kämpft der FC um den Ausbau des Geißbockheims und wird dabei von der Politik immer wieder zurückgeworfen. So auch aktuell. Nun will der FC ein Zeichen setzen.


Nach Ausbootung beim 1. FC Köln: Will Leart Pacarada um seine Chance kämpfen?

Aktuell der einzige Linksverteidiger im Kader: Leart Pacarada
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Nach Ausbootung beim 1. FC Köln: Will Leart Pacarada um seine Chance kämpfen?

Eigentlich stehen die Zeichen auf Abschied. Der Linksverteidiger wurde bekanntlich beim FC ausgemustert. Dabei ist ein Weggang aber offenbar nicht sicher. Wie geht es weiter mit Leart Pacarada beim 1.FC Köln?

Angesichts einer doch ordentlichen Saison als Stammspieler des Aufsteigers hat die Ausbootung des Linksverteidigers doch ein wenig überrascht. Sollte es keine schnelle Lösung geben, kann sich der Nationalspieler des Kosovo einen verbleib beim FC durchaus vorstellen. Wie geht es weiter mit Leart Pacarada beim 1.FC Köln?

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Während der Großteil der Mannschaft am Mittwoch in die Vorbereitung auf die Begegnung gegen den SC Freiburg am Sonntagabend startet, stehen für Leart Pacarada, Imad Rondic und Jacob Christensen weiterhin individuelle Einheiten an. Das Trio wurde bekanntlich in der vergangenen Woche ausgemustert, entschied sich aber gegen Training mit der U21 und hält sich nun mit dem Trainerteam fit. Der FC würde sicherlich gerne eine schnelle Lösung mit den Spielern anstreben, sie wenn es geht abgeben. Die Zeit rennt ein wenig. Denn inklusive diesem Mittwoch hat das Transferfenster nur noch sechs Tage geöffnet. Und natürlich sind die ausgemusterten Spieler über ihren neuen Stauts alles andere als glücklich. Das dürfte vor allem für Leart Pacarada gelten. Der Linksverteidiger war in der vergangenen Spielzeit noch Stammspieler, Leistungsträger, nun wurde er ausgebootet. Und das, bevor eine Alternative gefunden ist.

„Wir versuchen eine Lösung zu finden“

Zwar sollen dem Abwehrspieler Angebote vorliegen, offenbar ist aber noch nicht das richtige dabei. Eine Zukunft in Köln scheint eigentlich sehr unwahrscheinlich. Zuletzt hat der Nationalspieler des Kosovo seinen Arbeitgeber aus seinem Instagram-Profil gelöscht. Ein Zeichen? Gänzlich abgeschlossen hat Pacarada mit Köln aber offensichtlich noch nicht. Sollte es kein interessantes Angebot geben, wird der Linksverteidiger, die Hoffnung mit Köln noch einmal Bundesliga zu spielen, nicht aufgeben. „Wir versuchen eine Lösung zu finden. Aber wenn es nicht zu einem Transfer kommt, wird Leart Gas geben und um seine Chance kämpfen“, sagte Tobias Becker von Pacaradas Berater-Agentur der „Sport Bild“. Becker gehe aktuell davon aus, dass „Leart bleibt“, heißt es weiter.

Wie bewertet ihr den FC gegen Mainz?

Eine Ansage, die man beim FC vermutlich nicht besonders gerne hört. Zwar ist die Einstellung mehr als verständlich, die Kölner Verantwortlichen hätten den Abwehrspieler aber zu gerne von der Payroll und würden zudem am liebsten noch eine geringe Ablöse einstreichen. Ob die für Pacarada angesichts der personellen Situation noch zu erreichen ist, erscheint offen. Allerdings wird der Marktwert des Linksverteidigers vom Online-Portal tranfermarkt.de auf 1,5 Millionen Euro geschätzt und in der 2. Liga wusste Pacarada nicht erst beim FC zu überzeugen. Nicht umsonst wurde der Abwehrspieler einst von Steffen Baumgart als bester Linksverteidiger der 2. Liga geadelt. Auf ein Aussitzen des Vertrags können die FC-Bosse sicherlich gerne verzichten. Und da sich die Kölner intensiv um Raphael Obermair bemühen, scheint Pacarada aktuell keine realistische Chance auf ein Comeback im Geißbock-Trikot zu haben.


Eine starke Bank im Rücken: Der 1. FC Köln punktet erneut mit seiner Kaderbreite

OF Luca Waldschmidt vor seiner Einwechslung gegen Mainz (Alex Grimm/Getty Images)
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Eine starke Bank im Rücken: Der 1. FC Köln punktet erneut mit seiner Kaderbreite

Der Last-Minute-Treffer gegen Mainz war nicht die einzige Parallele zum FC-Sieg vor einer Woche gegen Regensburg. Erneut gab ein Joker die entscheidende Vorlage beim 1. FC Köln: Die starke Bank macht den Unterschied.

In der vergangenen Spielzeit hatte der FC häufig Probleme, personell nachzulegen. Jetzt zeigte sich aber in den ersten beiden Pflichtspielen der neuen Saison eine ungewohnte Qualität beim 1. FC Köln: Die starke Bank macht den Unterschied.

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Die 90. Minute war angebrochen, als Luca Waldschmidt zeigte, wie unfassbar viel Gefühl in seinem linken Fuß steckt: Mit einer butterweichen Flanke etwas seitlich von der Mitte der gegnerischen Hälfte legte der 29-Jährige seinem Teamkollegen Marius Bülter mustergültig den Siegtreffer auf. Es könnte sogar sein, dass der Ball auch ohne den leichten Kontakt des Torschützen ins Netz geflogen wäre. „Der Ball von Luca war schon sehr gut, also besser geht’s da nicht“, sagte Tom Krauß. Genau diesen entscheidenden Moment wird sich Lukas Kwasniok von seinem Joker erhofft haben. Mit seinen Wechseln bewies der Trainer wie schon vor etwa einer Woche gegen Jahn Regensburg ein glückliches Händchen. Denn auch im Pokal wechselte der Coach den Vorlagengeber der beiden Tore ein, nämlich Ragnar Ache.

Breite als neue Stärke

Zwei Wochen in Folge nahm damit die Bank der Geißböcke einen entscheidenden Einfluss auf den Spielverlauf. Das ist kein Zufall, sondern Ausdruck einer neuen Kölner Stärke. Denn nach den bisher zehn Transfers ist der FC-Kader in der Breite qualitativ gut aufgestellt. Kwasniok hat immer mehrere Optionen, um nochmal einen Impuls zu setzen. So deutete zum Beispiel Said El Mala in beiden Spielen sein Talent an. Mit seinen Dribblings macht der Youngster das Kölner Spiel unberechenbarer, auch wenn er noch an seiner Entscheidungsfindung arbeiten muss. Mit Ragnar Ache hat Kwasniok wiederum einen Joker, der die Statik des Kölner Spiels durch seine Stärke als Zielspieler ändern kann. Mit dem Torjäger gibt es einen guten Abnehmer für Flanken sowie einen Spieler, der auch mal einen langen Ball festmachen kann.

Mit Profis wie Florian Kainz und eben Waldschmidt kann der Trainer das technische Niveau seiner Mannschaft nochmal hochschrauben und ihr mehr Kreativität geben. Dadurch ist Kwasniok in der Lage, im Spiel auf verschiedene Situationen zu reagieren. Und seine Joker werden immer hochmotiviert sein. Denn wegen der großen Konkurrenz müssen sie ihre Einsätze nach Einwechslung nutzen, um sich für die Startelf zu empfehlen. Wer nicht überzeugt, dem droht weiter die Bank. Diese neue Kölner Breite hat sich bereits in den ersten beiden Pflichtspielen als wichtig erwiesen und wird den Geißböcken im Saisonverlauf bestimmt noch den ein oder anderen weiteren Punkt bringen.


Sechs Bundesliga-Debütanten gegen Mainz: FC-Profis beweisen sich in der höchsten deutschen Spielklasse

OF Kristoffer Lund bei seinem Bundesliga-Debüt gegen Mainz 05 (Foto: Alex Grimm/Getty Images)
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Sechs Bundesliga-Debütanten gegen Mainz: FC-Profis beweisen sich in der höchsten deutschen Spielklasse

Mit dem Erfolg gegen den FSV Mainz 05 feierte der FC seine Bundesliga-Rückkehr. Dabei gab es für einige Spieler eine Premiere beim 1. FC Köln: Mehrere FC-Profis beweisen sich bei Bundesliga-Debüt.

Einmal in der Bundesliga spielen ist das Ziel vieler Fußballer. Einige Spieler schafften am Sonntag dieses Ziel beim 1. FC Köln: Mehrere FC-Profis beweisen sich bei Bundesliga-Debüt.

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Für gleich sechs Kölner Spieler ging am Wochenende ein Traum in Erfüllung, den viele Fußballer haben: Joel Schmied, Kristoffer Lund, Sebastian Sebulonsen, Isak Johannesson, Said El Mala und Cenk Özkacar feierten beim Sieg des 1. FC Köln gegen den FSV Mainz 05 ihr Debüt in der Bundesliga. Und alle sechs deuteten zumindest schonmal an, dass sie das erforderliche Niveau für die höchste deutsche Spielklasse besitzen. Mit soliden Leistungen ohne große Fehler, aber dafür viel Einsatzwillen sorgten sie mit dafür, dass am Ende der Auftaktsieg stand. Nur Isak Johannesson fiel im Vergleich etwas ab, konnte nicht noch wie im Pokal gegen Jahn Regensburg der Taktgeber sein. Aber das ist noch kein Grund zur Beunruhigung. Denn das Potenzial hat der Mittelfeldspieler unbestritten.

Von Anfang an auf Bundesliga-Niveau

Damit deutet sich schonmal an, dass Kessler die Mannschaft mit Spielern wie Lund, Sebulonsen oder Özkacar gut für die Bundesliga verstärkt haben dürfte. So kann der Sprung von der zweiten in die erste Liga wie bei der Begegnung gegen Mainz gelingen. Dabei profitieren die Debütanten bestimmt auch davon, dass es in der Kölner Mannschaft einen guten Mix gibt mit noch einigen Profis, die bereits viele Partien im deutschen Oberhaus absolviert haben. Diese Akteure können gerade jetzt in den ersten Spielen vorangehen und sorgen mit dafür, dass mögliche Anpassungsprobleme der Neuen weniger schlimm sind.

Gleichzeitig gibt es bei den Debütanten noch Potenzial nach oben. Alle waren solide, aber nicht überragend. So landeten sie bei den Noten von come-on-fc.com alle – mit Ausnahme von Johannesson – im Dreierbereich. Eine herausragende Leistung ist bei der ersten Partie jedoch auch noch nicht zu erwarten. Dass Profis wie Schmied, Sebulonsen oder El Mala aber von Anfang an solide funktionieren, ist für den FC sehr wichtig, um nicht direkt in den Abstiegsstrudel zu rutschen. Das haben die Geißböcke den Aufsteigern der Vorsaison jetzt schon voraus. Denn der FC St. Pauli brauchte damals bis zum 5. Spieltag für den ersten Saisonsieg, Holstein Kiel sogar bis zum 9.

Weitere Entwicklung bleibt abzuwarten

Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Bundesliga-Neulinge in den kommenden Wochen weiter beweisen. Denn eine Partie hat natürlich noch keine endgültige Aussagekraft. Trotzdem dürfen die FC-Fans eine Entwicklung erwarten. Denn im Idealfall steigern sich die Debütanten mit der Zeit. So dürfte sich Trainer Kwasniok zum Beispiel von seinen Schienenspielern Lund und Sebulonsen bestimmt noch mehr Einfluss in der Offensive wünschen. Oder dass Johannesson wieder mehr zum Taktgeber im Mittelfeld wird. Interessant werden auch die möglichen Fortschritte von Said El Mala sein, der mit einigen Dribblings sein enormes Potential bereits andeutete. Jedoch muss der Youngster sich gerade in der Entscheidungsfindung noch verbessern, was für ein Talent in seinem Alter aber vollkommen normal ist.

Dabei ist der teuerste Kölner Transfer noch gar nicht zum Zug gekommen. Rav van den Berg saß gegen Mainz noch 90 Minuten auf der Bank. Der Innenverteidiger muss noch einen Rückstand aufholen, da er vor seinem Wechsel nur individuell trainiert hatte. Gerade bei ihm dürfte spannend sein, ob der 21-Jährige ähnlich wie die anderen auch direkt auf Bundesliga-Niveau mitspielen kann und sein großes Potential, wegen dem ihn die Geißböcke verpflichtet haben, sofort zeigen kann. Aber selbst wenn van den Berg noch eine etwas längere Anlaufzeit braucht, haben die anderen Debütanten angedeutet, dass er sich diese nehmen kann, weil die Kölner auch so schon in der Bundesliga mithalten können.


Wechsel bestätigt: Das sagen Florian Dietz und Thomas Kessler

Florian Dietz soll im Fokus von Schweinfurt stehen?
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Wechsel bestätigt: Das sagen Florian Dietz und Thomas Kessler

Der FC hat den ersten aussortierten Spieler abgegeben. Es gibt einen weiteren Abgang beim 1. FC Köln: Florian Dietz wechselt zum SSV Jahn Regensburg. Das sagen Florian Dietz und Thomas Kessler.

Es hatte sich am Morgen schon angedeutet, nun ist es offiziell. Es gibt einen weiteren Abgang beim 1. FC Köln: Florian Dietz wechselt zum SSV Jahn Regensburg. Das sagen Spieler und die sportliche Leitung der Kölner.

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Nun ist es also offiziell: Florian Dietz verlässt den FC nach fünf Jahren. „Die Zeit beim FC war sehr besonders für mich. Für Köln in der Bundesliga und in der Conference League aufzulaufen, war mein bisheriges Karrierehighlight“, sagte Dietz. Tatsächlich war der Stürmer unter Steffen Baumgart aus der U21 hchgezogen worden und kam im europäischen Wettbewerb zum Einsatz. „Ich bin dankbar, hier diese Möglichkeit bekommen zu haben. Jetzt war klar, dass es sportlich für mich beim FC nicht weitergeht. Deshalb habe ich mich für den Wechsel nach Regensburg entschieden und freue mich auf meine neue Herausforderung. Dem gesamten FC wünsche ich eine erfolgreiche Saison in der Bundesliga.“ Der FC hat damit den ersten Spieler offenbar von der Payroll bekommen.

Neuer Anlauf beim Jahn

„Wir haben im Sommer sehr offene Gespräche mit Florian geführt und ihm dabei aufgezeigt, dass es für ihn beim FC schwer sein wird, auf Einsatzzeiten zu kommen und für den Spieltagskader berücksichtigt zu werden“, sagte Thomas Kessler. „In der gemeinsamen Abwägung war schnell klar, dass ein Wechsel für seine weitere Laufbahn der richtige Schritt ist.“ Dietz war schon zu Beginn der Vorbereitung von den Kölner Verantwortlichen aussortiert worden, war auch nicht mit nach Bad Waltersdorf ins Trainingslager in der Steiermark gereist. Der Abschied war also nur eine Frage der Zeit. Allerdings gab es lange keinen Abnehmer für den Angreifer. In der vergangenen Spielzeit war der Stürmer an den SCR Altach nach Österreich verliehen worden.

Dietz hatte in der Zeit beim FC immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen unter anderem mit einem Kreuzbandriss, der ihn lange beschäftigt hat. „Besonders imponiert hat mir, wie Florian im Laufe seiner Karriere immer wieder mit Rückschlägen umgegangen ist und sich dabei stets kompromisslos in den Dienst der Mannschaft gestellt hat. Mit dem SSV Jahn Regensburg hat er einen ambitionierten Verein gefunden, bei dem er seine Stärken einbringen kann. Für seinen Einsatz im FC-Trikot danken wir ihm herzlich und wünschen ihm für die kommenden Aufgaben sportlich wie persönlich nur das Beste“, sagte FC-Sportdirektor Thomas Kessler. 


1. FC Köln gibt Florian Dietz an Regensburg ab

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1. FC Köln gibt Florian Dietz an Regensburg ab

Offenbar rutscht der erste aussortierte Spieler von der Payroll des 1. FC Köln: Florian Dietz wechselt wohl zu Jahn Regensburg. In der 3. Liga will der Angreifer seiner Karriere wieder Schwung verleihen.

In der vergangenen Spielzeit spielte Sargis Adamyan für den Jahn, nun kommt wohl ein anderer Stürmer vom 1. FC Köln: Florian Dietz wechselt wohl zu Jahn Regensburg. Das berichtet die „Bild“.

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Der FC hat den ersten Spieler offenbar von der Payroll bekommen. Wie die „Bild“ am Dienstagmorgen berichtet, verlässt Florian Dietz die Geißböcke und wird sich Jahn Regensburg anschließen. Ausgerechnet jenem Verein, an den Sargis Adamyan in der vergangenen Spielzeit ausgeliehen war. Dietz war schon zu Beginn der Vorbereitung von den Kölner Verantwortlichen aussortiert worden, war auch nicht mit nach Bad Waltersdorf ins Trainingslager in der Steiermark gereist. Der Abschied war also nur eine Frage der Zeit. Allerdings gab es lange keinen Abnehme für den Angreifer. Dietz war schon in der Vorsaison von Gerhard Struber aus dem Kader gestrichen worden, es folgte eine Leihe zum SCR Altach nach Österreich. Der Stürmer hatte wie Sargis Adamyan und Steffen Tigges vergeblich auf den Durchbruch beim FC gehofft.

Neuer Anlauf beim Jahn

Umso erstaunlicher, dass der Vertrag des Angreifers im vergangenen Sommer dann noch einmal verlängert wurde. Dietz war unter Steffen Baumgart in den Profi-Kader aufgerückt. Mehrere Verletzungen hatten den Angreifer immer wieder zurückgeworfen. Zuletzt standen ein Wechsel zum 1. FC Schweinfurt sowie eine Verpflichtung des MSV Duisburg im Raum, daraus wurde aber nichts. Nun zieht es den Stürmer offenbar in die Oberpfalz. Regensburg hat bislang einen durchwachsenen Saisonauftakt hingelegt. Der Jahn verlor zu Beginn der Saison drei Pflichtspiele in Folge, darunter das Pokal-Aus gegen den FC. Am vergangenen Samstag gab es den ersten Saisonerfolg gegen Schweinfurt. Für Sargis Adamyan sowie die drei weiteren aussortierten Spieler gibt es zwar Angebote, aber noch keine Lösung, wie es weitergeht. Die Zeit rennt. Thomas Kessler bleiben für die kommenden Kaderentscheidungen nur noch sieben Tage. Dann schließt das Transferfenster.


Gegen Mainz erneut in der Dreierkette: Tom Krauß wird beim FC zum Defensiv-Allrounder

Tom Krauss vom 1. FC Köln (Foto: Alex Grimm/Getty Images))
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Gegen Mainz erneut in der Dreierkette: Tom Krauß wird beim FC zum Defensiv-Allrounder

Wie im Test gegen Atalanta Bergamo spielte Tom Krauß erneut als linker Teil der Dreierkette. Dabei ist der Neuzugang eigentlich im Mittelfeld zu Hause. Doch dabei bleibt es nicht beim 1. FC Köln: Tom Krauß in der Rolle des Defensiv-Allrounders.

Gegen Regensburg durfte noch Cenk Özkacar als linker Innenverteidiger ran, gegen Mainz aber wie auch schon in der Vorbereitung dann wieder Tom Krauß. Der gebürtige Leipziger ist mehr als „nur“ ein Mittelfeldspieler beim 1. FC Köln: Tom Krauß in der Rolle des Defensiv-Allrounders.

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So haben sie ihn in Mainz eher selten spielen sehen. Bei der Rückkehr zu seinem Stammverein spielte Tom Krauß in einer für ihn ungewohnten Rolle. So durfte sich der 24-Jährige an seiner alten Wirkungsstätte für den 1. FC Köln als linker Teil der Dreierkette beweisen. Eine Position, die der eigentliche Mittelfeldspieler bereits im letzten Test der Sommervorbereitung gegen Atalanta Bergamo bekleidet hatte. Auf neuer Position muss Krauß seinen Trainer so sehr überzeugt haben, dass Lukas Kwasniok den Neuzugang dort erneut aufbot. Und das anstelle von Cenk Özkacar, der als gelernter Innenverteidiger zur Verfügung gestanden hätte und auch im Pokal bei Jahn Regensburg gespielt hatte.

Kwasniok nicht komplett zufrieden

Aber Kwasniok hatte die gleich Aufstellung wie gegen Bergamo wählen wollen, was den Ausschlag für Krauß gab. „Ich wollte diese Vibes auf dem Feld haben“, so der Coach nach dem Spiel. Das gelang für ihn aber nicht wirklich: „Das haben wir nicht ganz so hinbekommen. Aber klar, Auswärtsspiel, Bundesliga, was völlig anderes. Der Vorteil ist einfach, als Rechtsfuß da in der Dreierkette, dass er normalerweise gegen eine Mann-Mann-Konstellation ganz gut nach innen auflösen kann. Deswegen haben wir Kristoffer Lund recht tief geholt, damit wir einen Linksfuß eher so in der Breite haben. Die Theorie war gut, die Praxis war nicht ganz optimal. Wie gesagt, weil wir ein bisschen schlampig waren und technisch unsauber.“

Vollends überzeugt war der Coach von der Leistung seiner Defensive nicht, gerade, was das Aufbau-Spiel anging. Immer wieder gestikulierte der Kölner Coach wild an der Seitenlinie, war sichtbar unzufrieden. Denn statt die Situation nach vorne aufzulösen, drehten seine Abwehrspieler häufig ab und spielten lieber sicher hintenrum. Insgesamt zog Kwasniok bei seinem umfunktionierten Abwehrspieler ein positives Fazit: „Was er einfach mitbringt, ist Energie, Bereitschaft, auch die Kette immer wieder rauszuschieben, und eine Einsatzbereitschaft. Und deswegen ist er als Defensiv-Allrounder für uns wertvoll.“

Ordentliche Leistung

Der Neuzugang machte dennoch eine sehr ordentliche Partie. So trug Krauß dazu bei, dass die FC-Abwehr über weite Phasen stabil stand und wenig zuließ. Es ist also möglich, dass der 24-Jährige noch weitere Chancen in der Innenverteidigung bekommen wird, auch trotz der großen Konkurrenz um die anderen Verpflichtungen Özkacar und Rav van den Berg, seine Nebenleute gegen Mainz Timo Hübers und Joel Schmied oder Talent Julian Pauli.

Krauß selber hat zumindest mit der Position kein Problem. „Das ist neu für mich. Aber ich habe die Position in der Innenverteidigung in der Vorbereitung bereits einige Male gespielt – mal links, mal zentral. Ich glaube, man hat in den ersten 10, 15 Minuten gesehen, dass man da schon reinkommen muss, aber umso länger das Spiel dann ging, umso sicherer wurde ich dann auch“, so der Kölner Spieler nach der Partie. „Mir ist es wichtig, dass mein Trainer sieht, wo meine Qualitäten liegen. Ob als Innenverteidiger oder auf der Sechs – es ist sicher nicht ganz schlecht, wenn man mehrere Positionen spielen kann.“ Man darf also gespannt sein, wo Tom Krauß bei seinem nächsten FC-Einsatz zu sehen ist – in der Innenverteidigung oder doch wieder auf seiner angestammten Position im Mittelfeld.


Lukas Kwasniok im FC-Outfit: Seltsamer Hype um den Trikot-Trainer polarisiert

Lukas Kwasniok im  Trikot des 1. FC Köln
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Lukas Kwasniok im FC-Outfit: Seltsamer Hype um den Trikot-Trainer polarisiert

Vor zehn Tagen sorgte das Ausweichtrikot der Geißböcke für Rekorde, nun steht erneut ein Jersey im Fokus. Der Kölner Coach trug beim Auswärtsspiel in Mainz das Heimtrikot des 1. FC Köln: Wirbel um Lukas Kwasniok im Trikot polarisiert.

Die einen wundern sich über das Thema, die anderen finden das Outfit falsch, wieder andere freut die offensichtliche Identifikation mit dem 1. FC Köln: Der Wirbel um Lukas Kwasniok im Trikot der Geißböcke polarisiert.

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Der Abnutzungskampf der Kölner in Mainz war wohl am deutlichsten dem Trikot von Marius Bülter anzusehen. Der goldene Sponsorendruck auf dem rekordträchtigen Ausweichjersey war nur noch in Teilen zu erkennen. Wie es genau zu dem „Missgeschick“ kam, wusste der Stürmer nicht mehr, war nicht glücklich über diesen Umstand, betonte aber pflichtgemäß, dass es sich gut in den Trikots spielen lasse. „Wir haben zwei Mal damit gewonnen, also kann so weitergehen“, sagte der Spieler. In den bisherigen Pflichtspielen ist der FC in den beliebten Jerseys angetreten, beide Spiele wurden spät gewonnen. Das schwarze Trikot ist vor zehn Tagen veröffentlicht worden und hat innerhalb von Stunden Rekorde gebrochen.

„Ich trage dieses Trikot mit Stolz“

Für ordentlich Gesprächsstoff sorgt ein FC-Trikot nun aber aus einem ganz anderen Grund. Lukas Kwasniok trug während des Spiels gegen Mainz das Heimtrikot der Geißböcke. Der Coach im FC-Jersey – ein eher ungewöhnliches Bild. „Ich habe die Präsentation des Trikots bei einem Sponsorenabend gesehen und hatte Gänsehaut. Bei der Präsentation unseres schwarzen Ausweichtrikots ebenso. Und dann war die Entscheidung für mich klar, dass ich das mache – wenn ich es darf“, sagte der Coach am Sonntag nach der Partie in Mainz. Tatsächlich erlaubt die DFL das Tragen des Trikots, wenn es sich denn von denen der Spieler farblich deutlich unterscheidet. Das war der Fall. „Ich will mich auf diesen Verein einlassen und tue das auch. Ich trage dieses Trikot mit Stolz“, sagte Kwasniok.



In der jüngeren Vergangenheit gab es bekanntlich durchaus kritische Stimmen gegen Timo Schultz und Gerhard Struber, die die Trainer dafür kritisierten, sich eben nicht auf Köln, den Verein und das Drumherum ausreichend eingelassen zu haben. Dem beugt Kwasniok offenbar vor. Dabei stößt das Tragen des Trikots eben nicht nur auf Gegenliebe. In den Sozialen Medien gibt es auch einige kritische Stimmen. Vor allem aber auch Fans, die sich über den Hype um das Outfit des Coachs wundern. Andere freuen sich aber auch, dass der Trainer offenbar dem Wunsch der Fanszene „Alle im Trikot nach Mainz“ nachgekommen sei. Kwasnoik gab mit einem Schmunzeln zu, noch ein ganz anderes Ziel verfolgt zu haben: „Ich dachte, dass die Kombination aus Schwarz und Weiß-Rot einem hilft, etwas schlanker auszusehen. Das war am Ende dann aber nur so lala, wie ich es gerade im TV gesehen habe.“


Aufatmen beim 1. FC Köln: Linton Maina und Ragnar Ache wohl nicht schwerer verletzt

Linton Maina sitzt am Boden beim Training des 1. FC Köln
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Aufatmen beim 1. FC Köln: Linton Maina und Ragnar Ache wohl nicht schwerer verletzt

Glück im Unglück beim 1. FC Köln: Linton Maina und Ragnar Ache sind wohl nicht schwerer verletzt. Wie lange die Spieler ausfallen, ist nach wie vor unklar.

Aufatmen beim 1. FC Köln: Die beiden FC-Profis Linton Maina und Ragnar Ache sind wohl nicht schwerer verletzt. Eine genaue Diagnose teilte der Verein bislang aber nicht mit.

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Lukas Kwasniok beantwortete auf der Pressekonferenz nach dem 1:0-Erfolg über den FSV Mainz gewohnt fröhlich die Fragen der Medienvertreter. Ernst wurde es dann aber als es um eine mögliche Verletzung von Ragnar Ache ging. Diese sei zwar nicht so schlimm wie befürchtet, sagte der Coach, er appellierte aber an eine andere Regelauslegung bei ähnlichen Fouls. Philipp Mwene hatte den Kölner Angreifer in der Nachspielzeit oberhalb des Knies mit den Stollen getroffen und laut Kwasniok eine Fleischwunde verursacht. Der Kölner Coach wunderte sich, dass es für einen Tritt oberhalb des Knöchels eine Rote Karte gäbe, für einen Tritt oberhalb der Kniescheibe aber noch nicht einem Gelb. Immerhin scheint sich die Prognose des Kölner Coachs zu bewahrheiten. Nach Informationen von come-on-fc.com ist die Verletzung tatsächlich nicht so schlimm wie befürchtet.

Maina nicht schlimmer verletzt

Das gleiche gilt für Linton Maina, der sich am Ende der vergangenen Woche im Training das Knie verdreht hatte. Der Kölner Flügelflitzer hatte Schwierigkeiten beim Schuss und konnte die Reise nach Mainz nicht antreten. Kristoffer Lund rückte für Maina in die Anfangsformation. Eine strukturelle Verletzung liegt aber offenbar nicht vor. Wie lange die beiden Offensivspieler ausfallen werden, ist nicht bekannt. Man werde von „Tag zu Tag“ schauen, heißt es aus dem Geißbockheim. Gerade Ache hatte im Pokalspiel gegen Regensburg maßgeblichen Anteil am Erreichen der 2. Runde. Der Angreifer bereitete beide späten Treffer vor. Im Duell gegen Mainz kam Ache in der Schlussphase, konnte dem Spiel aber nicht mehr so richtig seinen Stempel aufdrücken. Maina überzeugte bekanntlich in der vergangenen Saison als Vorlagengeben beim FC.

Am Dienstag hat das Team frei, bevor am Mittwoch (14.30 Uhr) dann die Vorbereitung auf die Begegnung gegen Freiburg am Sonntagabend ansteht. Wie in der Vorwoche sind die Einheiten am Mittwoch und Donnerstag (10.30 Uhr) öffentlich, die an Freitag und Samstag sollen hinter verschlossenen Türen stattfinden.


Zweiter Last-Minute-Sieg in Folge: Der 1. FC Köln verdient sich sein Glück

Kaminski ist von Nebel nur per Foul zu stoppen.
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Zweiter Last-Minute-Sieg in Folge: Der 1. FC Köln verdient sich sein Glück

Der Erfolg beim FSV Mainz 05 war der zweite Last-Minute-Sieg innerhalb einer Woche für den FC. Und dieses 0:1 hatten sich die Geißböcke mit Leidenschaft verdient: Der 1. FC Köln erarbeitet sich gegen Mainz erneut sein Glück.

Es war eine sehr enge Partie gegen den FSV Mainz 05, die die Kölner am Ende mit vielleicht auch etwas Glück für sich entschieden. Aber dieses hatten sie die Geißböcke auch verdient: Der 1. FC Köln erarbeitet sich gegen Mainz erneut sein Glück.

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Eine knappe Stunde war gespielt, da stand die Partie zwischen Mainz 05 und dem 1. FC Köln auf Messers Schneide: Tom Krauß traf bei einer Verteidigungsaktion Anthony Caci am Fuß, die Mainzer forderten Strafstoß. Schiedsrichter Tobias Stieler sah das aber anders und ließ weiterlaufen. Sebastian Sebulonsen nutzte die Gunst der Stunde und spielte einen langen Pass in Richtung Mainzer Strafraum auf Jakub Kaminski. Der kontrollierte wiederum den Ball und wäre frei auf das Tor zugelaufen, wenn ihn nicht Paul Nebel festgehalten hätte. Die logische Konsequenz: Rot. Zwei richtige Entscheidungen von Stieler, wie auch Tom Krauß nach der Partie fand: „Am Ende läuft er in mich hinein. Ich habe die Szene auch gerade noch mal gesehen. Das ist für mich kein Elfmeter. Ich hole auch nicht mal mein Bein raus. Es ist schon gut, dass es so gelaufen ist. Vielleicht hätten andere Schiedsrichter das nicht so gut gesehen.“

Kwasniok: „Fußballerisch kein Gaumenschmauß“

Trotzdem hatte der FC in der Szene auch etwas Glück. Wenn der Schiedsrichter bei der Aktion von Krauß gegen Caci auf Elfmeter entschieden hätte, wäre nicht komplett sicher gewesen, ob der Strafstoß nach VAR-Einsatz zurückgenommen worden wäre. Und die Rote Karte für Nebel hätte es erst recht nicht gegeben. Aber auch wenn die Kölner in einer engen Begegnung erneut wie im Pokal einen etwas glücklichen Last-Minute-Treffer gebraucht haben, lässt sich festhalten: Die Geißböcke haben sich ihr Glück mit Leidenschaft erarbeitet.

Spielerisch war der Erfolg nämlich keine Glanzleistung. Gerade in der ersten Halbzeit war sogar Mainz überlegen und der FC eher in einer Findungsphase. „Das war fußballerisch kein Gaumenschmaus. Wenn du in der Bundesliga dein erstes Spiel auswärts bei einem Europa-Pokal-Teilnehmer machst, dann musst du dich erstmal zurechtfinden. Wir hatten zwei, drei ganz krasse technische Fehler und dann merkst du, dass der Mannschaft das Selbstvertrauen gefehlt hat, hier den Gegner zu bespielen. Mit den Versuchen von Sebulonsen und Kaminski gab es zwei Abschlüsse, die aber nicht herausgespielt waren. Die sind dann in dem Spiel entstanden. Mainz war schon die drückende Mannschaft“, befand auch Trainer Lukas Kwasniok nach der Begegnung.

Erstem Mainzer Druck standgehalten

Diesen Eindruck hatte auch Krauß. „Die ersten 10, 15 Minuten haben wir sie auch schon ins Spiel kommen lassen. Da hat man schon gemerkt, dass es anders ist als in der zweiten Liga und dass sie schon mit sehr viel Wucht kommen“, so der Mittelfeldspieler. Aber gleichzeitig kamen auch die 05er kaum zu nennenswerten Chancen. Denn der FC verteidigte konzentriert und warf sich im Notfall noch in jeden Ball rein. So arbeitete sich der Aufsteiger in die Partie und gestaltete sie auf Augenhöhe. Mit der immer wieder von Kwasniok geforderten Leidenschaft spulten die Spieler Kilometer um Kilometer ab. Die für den Trainer so wichtigen Grundtugenden waren über die gesamten 90 Minuten plus Nachspielzeit zu sehen.

Nach der Roten Karte blieb das Spiel dann ausgeglichen. Das war für Luca Waldschmidt aber auch verständlich. „Man denkt dann natürlich: Jetzt können wir spielen, wird ungeduldig, probiert Sachen, die man eigentlich Elf gegen Elf nicht so probiert. Aber wir haben es vernünftig weitergespielt und probiert, in der Ordnung zu bleiben und auf die Chance gewartet. Und die haben wir dann bekommen“, so der Joker. Und an der entscheidenden Chance hatte der 29-Jährige einen gehörigen Anteil: Mit seiner wunderschönen, langen Flanke legte er Marius Bülter den einzigen Treffer vor. Damit hatte – wie gegen Regensburg – die Kaderbreite mit den Unterschied gemacht.

Umstellung Kwasnioks geht auf

Und auch eine Umstellung Kwasnioks war wie im Pokal, als der Coach nach dem Rückstand auf Viererkette umstellte, wichtig. „Nach und nach haben wir dann bessere Fußballer mit Kainz und Waldschmidt aufs Feld gebracht. Bülter haben wir erstmal auf der Schiene gelassen, weil wir noch nicht so dominant waren. Dann haben wir irgendwann gesagt, Luca, geh du auf die Schiene, weil du gegen eine Fünferkette mit deinem Fuß zum Tor den Ball nicht verteidigen kannst. Du hast mit Ache und Bülter zwei Büffel vorne und einer davon macht es dann. Glücklicherweise ist es mal aufgegangen“, erklärte der Trainer seinen Schachzug.

Und so verdienten sich die Geißböcke mit guten Wechseln, sinnvollen Umstellungen und einer leidenschaftlichen Vorstellung den zweiten Last-Minute-Sieg in Folge. Auf die Art hat sich der FC sein Glück erarbeitet und kann darauf aufbauen. Und das Ergebnis gibt natürlich Rückenwind. „Es war wichtig heute mit einem Sieg reinzugehen. Das erste Spiel zeigt dann so ein wenig, wo man steht, wie es sich anfühlt. Wenn du dann am ersten Spieltag gewinnst, hast du das Gefühl ´Wir sind da, wir können mitgehen.´“, sagte Luca Waldschmidt. Und das wird die Mannschaft auch in einer Woche gegen den SC Freiburg wieder beweisen wollen – mit der Sicherheit im Hinterkopf, dass sie sich für eine leidenschaftliche Vorstellung auch spät noch belohnen kann.