Lob für „smarten Move“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen St. Pauli

Luca Waldschmidt jubelt nach seinem Elfmetertor gegen St. Pauli
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Lob für „smarten Move“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen St. Pauli

Mit dem 1:1-Unentschieden über St. Pauli hat der FC am Freitagabend einen Punkt eingefahren. Nach der Partie äußerten sich unter anderem Torschütze Luca Waldschmidt und René Wagner: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen St. Pauli.

Für René Wagner war es das dritte Duell als Chefcoach an der Seitenlinie des 1. FC Köln. Und erneut fahren die Geißböcke Punkte ein. Nach dem Ausgleich per Elfmeter durch Luca Waldschmidt zum 1:1 kehrt der FC mit einem Zähler zurück an den Rhein.


„Smarter Move“

Luca Waldschmidt jubelt nach seinem Elfmetertor gegen St. Pauli

Luca Waldschmidt

“Der Punkt ist sehr viel wert. Nach dem 0:1 hier zurückzuliegen, mit dem Stadion, das voll da war, ist es schwer, hier wieder ins Spiel zu kommen. Von daher sind wir sehr glücklich mit dem Punkt.“

Zu seinem verwandelten Elfmeter: „Ich bin ganz klar ran. Da habe ich gedacht, das ist meine Ecke, die nehme ich mir. Ich wollte keine großen Experimente bei der Wichtigkeit des Tores machen.“

“Said hatte direkt im Mittelfeld gefragt, ob ich ihn (den Elfmeter, Anm. der Red.) nehme. Ich habe ja gesagt und er hat gesagt ,Ist gut, mach ihn`. Im Sechtzehner wollte er aber glaube ich nochmal ein bisschen Verwirrung stiften, so dass der Torwart denkt, er schießt. Smarter Move. Mich hatte er schon gefragt, als der Schiri noch draußen war.“

Zum Lob von René Wagner: „René und ich sind in einem guten Austausch und gehen da offen miteinander um. Ich kenne ihn auch schon ein bisschen länger aus der Zeit mit Steffen Baumgart. Er macht es gut in der Ansprache mit der Mannschaft, kriegt uns gut gepackt, vermittelt die Inhalte gut und die kommen dann auch gut bei uns an. Es ist wichtig, wenn man das Vertrauen vom Trainer spürt, auch wenn man nicht direkt in der Startelf ist. Ich bin froh, dass das gut klappt und ich helfen kann.“

Zu Ragnar Ache und seiner Verletzung: „Ich habe leider noch nichts mitbekommen. Ich war noch nicht in der Kabine und er ist direkt rein. Ich hoffe, dass es nicht sehr schlimm ist.“


„So lange derjenige trifft, der antritt, ist es mir scheißegal“

Entscheidender Faktor? Marvin Schwäbe ist der starke Rückhalt bei den Geißböcken

Marvin Schwäbe

„Man hat gerade am Ende gemerkt, wie aufgeheizt die Stimmung ist. Für uns war es enorm wichtig, dass wir die Distanz gewahrt haben, dass wir uns nicht aufgegeben haben und bis zum Ende dran geglaubt und weiter nach vorne gespielt haben, um die fünf Punkte zu halten.“

Zum Elfmeterschützen: “Es kommt immer darauf an, wer sich gerade gut fühlt. Luca hat es in der Vergangenheit gut gemacht. Von daher ist es absolut in Ordnung. So lange derjenige trifft, der antritt, ist es mir scheißegal. Die Jungs legen sich im Training die Bälle für die Elfmeter hin und probieren es. Luca ist enorm sicher. Vielleicht kommt es dann auch auf das bisschen Erfahrung an.

„Wenn man kurzfristig auf die Tabelle geschaut hat, sah es dann nicht gut aus.“

Zur Leistung gerade im zweiten Durchgang: „Ich kann es mir zum Teil selbst nicht erklären. Wir haben im letzten Drittel nicht die Lösungen gefunden.“


„Großen Respekt an Said“

René Wagner stellt das erste Mal seine Startelf auf

René Wagner

„Es war ein wilder Ritt für beide Mannschaften. Wir haben es in der ersten Halbzeit nicht geschafft, mit Ball gefährlich zu werden. Wir haben zu viel die langen Bälle gespielt, das war eigentlich nicht der Plan. Dann haben wir es in der zweiten Halbzeit auch nicht geschafft, hinten rauszukommen. Dann wurde es schwer, dann kommen die Ecken rein und wir bekommen nach einem Standard das Gegentor. Dann zieht sich Pauli zurück, wir können mit Ball wieder Akzente setzen und kommen dann auch gefährlich in die Box rein, dann wird Kuba gefoult und bekommt den Elfmeter.“

Zum Elfmeter: „Es sah von außen recht klar aus. Die Jungs haben auch so reagiert, dass es einer war. Pauli hat dann auch nicht lamentiert. Es wirkte schon wie ein klarer Elfmeter und das Schiedsrichtergespann war sich auch recht sicher, das war eine gute Kommunikation. Ich bin froh, dass am Ende der VAR da war für uns.“

“Said hat Luca den Ball gegeben. Er wollte schießen, aber Luca war sich sicher und dann hat er den Ball abgegeben. Großen Respekt an Said, in der Situation den Ball abzugeben. Ich freue mich für Luca, dass er ihn dann auch reingehauen hat.“

“Der Punkt war unfassbar wichtig. Wenn wir das Spiel verlieren, dann sind wir zwei Punkte an St. Pauli ran, so sind wir fünf weg.“


„Wir haben den Abstand gehalten“

Thomas Kessler vom 1. FC Köln

Thomas Kessler

“Es war ein sehr wichtiger Punkt für uns. Uns ist heute nicht alles gut gelungen, gerade mit Ball haben wir nicht immer gute Entscheidungen getroffen. Aber man muss sagen, die Atmosphäre war phantastisch. St. Pauli hat uns alles abverlangt. Es war ein sehr spannendes Spiel und es ist wichtig, mit einem Punkt nach Hause zu fahren.“

„Wir haben den Abstand gehalten. Das war für uns sehr wichtig. Der Spielverlauf hätte auch ehrlich gesagt nicht mehr hergegeben.“

Zum Elfmeter von Luca Waldschmidt: „Es ist so, dass der Trainer sagt, der Junge, der sich am besten fühlt, soll sich den Ball nehmen. Das ist völlig normal. Said brennt für jedes Tor, für jedes Dribbling. Natürlich will er Tore schießen. In der Situation war es eine gute Entscheidung, Luca den Ball zu geben. Das war sehr wichtig.“

Eigentlich keine schlechte Erinnerung an Matthias Jöllenbeck – aber da war doch was…

Matthias Jöllenbeck im Spiel des 1. FC Köln gegen Darmstadt
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Eigentlich keine schlechte Erinnerung an Matthias Jöllenbeck – aber da war doch was…

Am Freitagabend ist Köln zu Gast beim FC St. Pauli. Der Schiedsrichter ist für den FC kein Unbekannter. In schlechter Erinnerung ist er aber auch aufgrund eines Spiels ohne FC-Beteiligung. Matthias Jöllenbeck pfeift den 1. FC Köln beim FC St. Pauli.

FC-Trainer René Wagner würde am Freitag gegen den FC St. Pauli nur zu gerne den zweiten Sieg in Serie holen. Dann würden die Kölner einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Der Schiedsrichter der Begegnung ist für den FC kein Unbekannter.


Einen Grund für eine Beschwerde hatten die Kölner nun wirklich nicht. Eher das Gegenteil. Matthias Jöllenbeck pfiff den FC im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig. Die Kölner setzten sich gegen desolate Niedersachsen auch in der Höhe verdient mit 5:0 durch. Dabei hätte der Führungstreffer möglicherweise gar nicht zählen dürfen. Leart Pacarada und Linton Maina standen damals beim Eckstoß. Der Kosovare tippte die Kugel an, führte den Eckball also eigentlich schon aus. Maina nahm das Spielgerät erneut in die Hand, legte es sich noch einmal zurecht und brachte die Hereingabe. In der Box verwertete schließlich Timo Hübers. Eigentlich ein klares Handspiel. „Es sieht schon so aus, als ob ich es bewusst mache. Ich kann sagen: Das war nicht so. Ich weiß auch nicht, was mich da geritten hat“, sagte Pacarada später.

Leicht positive Bilanz

Kein Wunder, dass die Braunschweiger Spieler ein Handspiel monierten. Schiedsrichter Jöllenbeck erklärte später, er habe die Begegnung zuvor nicht angepfiffen. Glück für Köln. Der FC hatte – wenn man so will – bei einer anderen Entscheidungen das Nachsehen. In einem Spiel, in dem die Kölner noch nicht einmal dabei waren. Aber eben Jöllenbeck. In der Abstiegssaison 23/24 pfiff der Unparteiische die Begegnung des FSV Mainz gegen den VfL Bochum. Damals ging Jae-Sung Lee nach einem Zweikampf mit Bernardo zu Boden. Der Innenverteidiger, der auch schon auf der Liste der FC-Bosse gestanden haben soll, traf zwar Lee, spielte aber zuvor den Ball. Jöllenbeck blieb bei seiner Meinung, schaute sich das vermeintliche Foulspiel aber auch nicht noch einmal an. Bochum verlor und schickte den FC auf Rang 17.

Auch beim letzten Einsatz des Schiedsrichters bei einer Begegnung mit Köln gab es erhitzte Gemüter. Im Hinspiel gegen den VfB Stuttgart entschied Jöllenbeck nach Eingriff des VARs auf einen Strafstoß, nachdem Marvin Schwäbe VfB-Stürmer Ermedin Demirovic getroffen hatte. Das Spiel lief zunächst weiter. Schwäbe gab zu, dass man den Elfmeter geben könne. Allerdings herrschte Unstimmigkeit, ob der VAR überhaupt hätte eingreifen dürfen. Generell ist die Bilanz der Kölner unter Jöllenbeck komplett ausgeglichen. Zwölf Mal leitete der 38-Jährige Begegnungen des FC. Vier gewannen die Kölner, vier endeten remis, vier gingen demnach verloren. In bitterer Erinnerung ist ein anderes 0:5. Der Mediziner pfiff die derbe Klatsche der Geißböcke gegen Mainz als Luca Kilian mit der Ampelkarte vom Platz musste.


Harmlos in der Offensive und den Zweikämpfen – das erwartet den 1. FC Köln beim FC St. Pauli

Said El Mala im Duell gegen St. Pauli
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Harmlos in der Offensive und den Zweikämpfen – das erwartet den 1. FC Köln beim FC St. Pauli

Nach dem wichtigen 3:1-Erfolg über Bremen am vergangenen Sonntag steht für den 1. FC Köln nun das Duell am Millerntor auf dem Programm. Am Freitagabend ist das Team von Trainer René Wagner zu Gast am Millerntor. Das erwartet den 1. FC Köln beim FC St. Pauli.

Am Freitagabend geht es für den 1. FC Köln zum FC St. Pauli. Beim Tabellennachbarn möchten die Kölner an die Leitung gegen Bremen anknüpfen und den Vorsprung auf den Relegationsplatz auf acht Punkte ausbauen. Allerdings sind die Gastgeber nicht zu unterschätzen.

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Form: Mit einem Zwischenhoch im Februar und den Siegen gegen Stuttgart, Bremen und Hoffenheim meldeten sich die Kiezkicker im Abstiegskampf zurück. Seitdem wartet St. Pauli jedoch auf einen weiteren Dreier. Im Anschluss an ein Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt musste sich das Team von Trainer Alexander Blessin gegen Gladbach und Freiburg geschlagen geben, bevor es bei Union Berlin einen Punktgewinn gab. Am vergangenen Wochenende waren die Hamburger dann gegen den FC Bayern München gefordert. Gegen den deutschen Rekordmeister unterlagen die Braun-Weißen mit 0:5. Aktuell steht St. Pauli mit 25 Punkten auf dem Relegationsplatz.

Viele Abschlüsse, viele Flanken

Harmlose Offensive: Die Kiezkicker stellen in dieser Saison die schlechteste Offensive aller Bundesligisten. So erzielte St. Pauli in den bisherigen 29 Ligaspielen lediglich 25 Treffer und damit weniger als einen pro Partie. St. Pauli kommt auch auf die wenigsten Abschlüsse. Sollte sich das nicht grundlegend ändern, wären die Nordlichter in der zweiten Saison in Folge das harmloseste Team der Liga.

Schwierigkeiten in den Duellen: Das Team von Alexander Blessin ist in dieser Spielzeit die zweikampfschwächste Mannschaft. Nur 2540 direkte Duelle mit dem Gegenspieler entschieden die Jungs vom Millerntor für sich.

Faire Mannschaft: St. Pauli bekam gemeinsam mit Heidenheim und Leipzig mit lediglich 44 Karten die wenigsten in der Liga. Bei den Gelben Karten sind die Kiezkicker das fairste Team.

Im Fokus:

Im Fokus: Jackson Irvine ist als Kapitän der Anführer der Kiezkicker. Der Australier kam im Sommer 2021 ablösefrei zu den Braun-Weißen und entwickelte sich sofort zum Leistungsträger. Nach drei Jahren in der zweiten Liga gelang Irvine gemeinsam mit St. Pauli 2024 der Aufstieg in die Bundesliga. In seiner ersten Saison im Oberhaus behielt er seinen Status und half in 29 Ligaspielen mit, dass die Hamburger am Ende die Klasse hielten. Diese Saison verpasste der Australier die ersten Wochen der Saison verletzt, arbeitete sich jedoch zurück und ist nun wieder ein wichtiger Bestandteil im Team von Trainer Alexander Blessin. Irvine zeichnet sich durch seine Laufbereitschaft, seine Führungsstärke sowie sein gutes Lesen von Räumen aus. Im Sommer geht es für den Mittelfeldspieler mit Australien zur WM. Vorher möchte der 33-Jährige jedoch den Klassenerhalt mit St. Pauli feiern.

3-4-3-System

Formation: Trainer Alexander Blessin lässt seine Mannschaft in einem 3-4-3-System auflaufen. Dabei ist Nikola Vasilj zwischen den Pfosten gesetzt. Vor dem Schlussmann haben sich Hauke Wahl, Eric Smith  und Tomoya Ando festgespielt. Während Arkadiusz Pyrka seinen Platz auf der rechten Schiene sicher hat, liefern sich links Lars Ritzka und Louis Oppie ein Duell auf Augenhöhe. Im zentralen Mittelfeld haben sich Mathias Rasmussen und Joel Fujita einen Vorsprung erspielt, allerdings ist der Japaner gesperrt. Hinter der Spitze sind Daniel Sinani und Mathias Pereira Lage gesetzt. In der Spitze dürfte Andreas Hountondji nach seinem Comeback die klare Nummer eins sein.

Mögliche Aufstellung: Vasilj – Ando, Wahl, Mets – Pyrka, Rasmussen, Irvine, Ritzka – Sinani, Pereira Lage – Hountondji

Ausfälle: Alexander Blessin muss gegen den FC auf Joel Fujita (Gelbsperre), James Sands (Sprunggelenksverletzung), Eric Smith (Aufbautraining) und Ricky-Jade Jones (Syndesmoseriss) verzichten.