Ragnar Ache ermöglicht dem 1. FC Köln mit Traumtor einen Punkt

Ragnar Ache trifft zur Kölner Führung
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Ragnar Ache ermöglicht dem 1. FC Köln mit Traumtor einen Punkt

Der FC kann Top-Teams. Zumindest haben sich die Kölner mit einer guten Leistung einen Punkt gegen einen Champions-League-Anwärter erarbeitet. Der 1. FC Köln trotzt Hoffenheim ein 2:2 ab.

Mit einer beherzten Leistung hat sich der FC ein 2:2-Unentschieden gegen die TSG Hoffenheim erkämpft. Ragnar Ache traf per Fallrückzieher. Said El Mala glich die Treffer von Ozan Kabak und Andrej Kramaric aus. Das Spiel wurde von einem Zwischenfall überschattet. Ein Zuschauer musste reanimiert werden. Über den Gesundheitszustand des Fans ist nichts offizielles bekannt.

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Die Marschroute bei den Geißböcken war klar definiert, Lukas Kwasniok hatte vor der Begegnung gesagt, dass die richtige Performance am Ende auch zum Erfolg führen könne. Dafür wählte der Coach eine ähnliche Startformation wie in der Woche zuvor gegen den VfB Stuttgart. Für Jan Thielmann rotierte Rav van den Berg in die Anfangsformation. Thielmann sollte eigentlich beginnen, doch das Eigengewächs verletzte sich beim Aufwärmen und so startete Eric Martel, der nicht hätte beginnen sollen. Zudem lief für Marius Bülter Shootingstar Said El Mala auf. Doch die erste Chance gehörte den Gästen. Bazoumana Toure brachte die Kugel von der linken Seite vor die Box, Fisnik Asllani kam einen Schritt zu spät (1.). Der FC spielte aber munter mit, suchte den Weg nach vorne, war aber gerade in der Anfangsphase nicht zielstrebig genug.

Ache mit dem Tor des Monats?

Dennoch beschäftigten die Geißböcke den Gegner, hatten deutlich mehr vom Spiel und belohnten sich. Eine butterweiche Flanke von El Mala nutzte Ragnar Ache per Fallrückzieher zur nicht unverdienten Führung (15.). Der FC setzte nach. Kaminski legte sich die Kugel vorbei an Ozan Kabak, ging alleine aufs Tor, aber scheiterte an Nationalkeeper Oliver Baumann (23.). Eine Ecke brachte Martel aus spitzem Winkel nicht auf die Kiste (24.). Die TSG benötigte, um sich wieder zu sammeln. Schließlich war es Andrej Kramarić, der Schwäbe das erste Mal mit einer Bogenlampe forderte (29.), wenige Minuten später wirkte der Keeper bei einem Versuch von Grischa Prömel überrascht (34.). Auf der anderen Seite verfehlte Sebastian Sebulonsen nur knapp, Ache hatte sich aber im Abseits befunden. Eigentlich schien bis zur Pause nicht mehr viel zu passieren.

Eigentlich. Denn Vladimir Coufal leitete einen Angriff ein, Albian Hajdari brachte die Hereingabe recht ungestört vor die Box und Kabak schob ein (45.). Eric Martel verhinderte unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff sogar mit einer Grätsche noch Schlimmeres. Auch nach dem Wechsel war zunächst der Gast am Drücker, suchte aber erst einmal vergeblich nach dem Schlüssel, um ins Kölner Schlussdrittel zu gelangen. Erst ein Bock von Joel Schmied lud den Gegner ein, der aber zu wenig in der FC-Box daraus machte. Anschließend hätte der Schweizer beinahe ins eigene Netz getroffen (52.). Hoffenheim war nun deutlich aktiver, wollte den zweiten Treffer und hatte mehr vom Spiel. Und die Gäste belohnten sich. Toure war nach einem feinen Doppelpass komplett durch, zimmerte den Ball aber an die Latte. Den Nachschuss köpfte Kramaric aufs Tor, Schwäbe war zwar da, aber knapp hinter der Linie: 1:2 (61.). Vorausgegangen war aber ein mindestens fragwürdig ausgeführter Einwurf.

El Mala kontert zum Ausgleich

Dieses Mal hatten die Kölner die passende Antwort. Kaminski leitete einen Konter mit einem schönen Lupfer weiter, El Mala machte sich auf den Weg und schob zum 2:2 ein (63.). Und der Ausgleich verlieh den Kölnern noch einmal Aufwind. Der FC machte vor allem über Konter immer wieder Druck. Doch es fehlte im Schlussdrittel die Entschlossenheit. Nach einer Ecke kam Martel noch einmal zum Eckball, aber wieder ohne Erfolg. Hoffenheim warf ebenfalls noch einmal alles nach vorne, hatte unter anderem Glück, dass Schiedsrichter Robert Schröder ein mögliches Handspiel von Kaminski nicht pfiff. In deer Schlussphase wollten beide Teams mehr, belohnen konnten sie sich aber nicht.

1. FC Köln: Schwäbe – Özkacar, Schmied, van den Berg – Lund, Krauss (90. Johannesson), Martel, Sebulonsen (66. Simpson-Pusey) – El Mala (86. Waldschmidt), Ache (86 Bülter), Kaminski (90. Schenten); Tore: 1:0 Ache (15.), 1:1 Kabak (45.), 1:2 Kramaric (61.), 2:2 El Mala (63.)


Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim: El Mala kontert zum 2:2

Ragnar Ache trifft gegen Hoffenheim
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Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim: El Mala kontert zum 2:2

Am Samstagnachmittag empfängt der FC die Sinsheimer. Dann steht für die Geißböcke das 23. Bundesligaspiel auf dem Plan. Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und Hoffenheim.

Nach der 1:3-Niederlage gegen den VfB Stuttgart am vergangenen Wochenende will der FC im Heimspiel gegen die Mannschaft von Christian Ilzer punkten. Keine leichte Aufgabe für das Team von Lukas Kwasniok.

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Herzlich Willkommen zum Liveticker des Bundesliga-Duells zwischen dem 1. FC Köln und der TSG Hoffenheim. Personell gibt es gute Nachrichten für Coach Lukas Kwasniok, der in den vergangenen Wochen durch Ausfälle doch sehr puzzeln musste. Nach und nach kehren nun die angeschlagenen Defensivspieler zurück. Neben Joel Schmied, der bereits in der vergangenen Woche auf dem Platz stand, ist nun auch Jahmai Simpson-Pusey wieder im Kader – von Beginn an wird er allerdings noch nicht auflaufen. Und auch Dominique Heintz ist „eine Option“, so der Trainer. Linton Maina und Alessio Castro-Montes werden ebenso wie die Langzeitverletzten Luca Kilian und Timo Hübers jedoch noch nicht einsatzbereit sein.

Ob Said El Mala, der im Hinspiel gegen die Sinsheimer traf, in der Startelf auflaufen wird, ließ der Kölner Cheftrainer noch offen. „Wie wissen, dass wir mit Said einen sehr talentierten Spieler haben“, so Kwasniok. „Unabhängig davon, ob er beginnt oder später kommt, wird es schwerer für ihn. Der Gegner stellt sich viel mehr auf ihn ein.“



Gegen Hoffenheim stehen die Kölner vor einer schweren Aufgabe. Denn die TSG steht aktuell auf dem dritten Tabellenplatz, hat bereits 45 Zähler eingefahren. Nur eins der vergangenen fünf Spiele verloren die Sinsheimer – und das gegen den FC Bayern München. Alle anderen Duelle konnte die Mannschaft von Christian Ilzer für sich entscheiden. „Es ist sehr beachtlich, wie die Hoffenheimer innerhalb eines Jahres ihren Spielstil so erfolgreich geändert haben“, so Kwasniok. „Eine absolute Herkulesaufgabe für uns, aber auch eine Chance, zu zeigen: Wir sind da.“

Schiedsrichter Robert Schröder pfeift den 1. FC Köln: Gute Bilanz, aber nicht so gute Erfahrungen

Robert Schröder leitet die Begegnung des 1. FC Köln in Heidenheim
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Schiedsrichter Robert Schröder pfeift den 1. FC Köln: Gute Bilanz, aber nicht so gute Erfahrungen

Am Samstag empfängt der 1. FC Köln die TSG Hoffenheim in Köln. Der Schiedsrichter ist für den FC kein Unbekannter, die jüngsten Erinnerungen waren aber nicht nur gute. Robert Schröder pfeift den 1. FC Köln gegen Hoffenheim.

Für die Geißböcke steht am Samstag das Heimspiel gegen Hoffenheim auf dem Programm. Der FC dürfte in der Rolle des Underdogs stecken. Auch der Schiedsrichter der Begegnung steht natürlich schon fest: Robert Schröder pfeift die Partie.

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Geht es nach der Auswahl des Schiedsrichters wird es am Samstagnachmittag eine turbulente Partie geben – zumindest eine torreiche. Denn wenn Robert Schröder Begegnungen des 1. FC Köln pfeift, dann fallen im Schnitt mehr als vier Tore – auch, weil der Unparteiische die Partie der Geißböcke gegen Werder Bremen vor ziemlich genau drei Jahren leitete. Damals setzten sich die Kölner 7:1 durch. Doch auch in den anderen Begegnungen gab es zahlreiche Treffer. Rein von der Bilanz waren die Erfahrungen mit Schröder zuletzt recht gute. Von den bisherigen elf Liga-Begegnungen gewannen die Kölner fünf und die in den jüngsten acht Spielen. Seit fünf Jahren hat der FC nur eine Partie verloren, die Schröder gepfiffen hat. Zuletzt leitete der Unparteiische das 2:2 gegen den 1. FC Heidenheim im Januar.

Als VAR gegen den HSV im Einsatz

Und das sind nicht die besten Erinnerungen. Denn der Schiedsrichter hatte gegen die Mannschaft von der Ostalb ein Foul an Alessio Castro-Montes übersehen. Im Gegenzug kassierten die Geißböcke einen Gegentreffer. In Erinnerung ist sicher auch noch die Rote Karte, die Schröder 2022 Dominick Drexler zeigte, der damals im Trikot des FC Schalke 04 gegen Jonas Hector austeilte. Und in dieser Spielzeit war der Unparteiische auch in einer Kölner Begegnung als VAR im Einsatz. Gegen den Hamburger SV trat Schröder vor allem vor dem vermeintlichen Ausgleich der Rothosen in Erscheinung, als er bei einem Treffer von Fabio Vieira ein Foulspiel monierte. Rayan Philippe hatte damals Eric Martel getroffen, Schiedsrichter Daniel Schlager gab Schröder recht.

Die Entscheidung sorgte später für Kritik – natürlich beim HSV. Acht Mal leitete der Unparteiische Begegnungen der Sinsheimer. Auf den Tag genau seit fünf Jahren hat die TSG kein Spiel mehr gewonnen, das der 40-Jährige pfiff. Damals gewann Hoffenheim gegen Werder Bremen 4:0. Auch in den Spielen mit Hoffenheim-Beteiligung fallen im Schnitt mehr als drei Tore.

Gute Offensive, stabile Defensive, hohe Intensität – Das erwartet den 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim

Andrej Kramarić von der TSG Hoffenheim
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Gute Offensive, stabile Defensive, hohe Intensität – Das erwartet den 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim

Nach der 1:3-Niederlage beim VfB Stuttgart am vergangenen Wochenende steht für den 1. FC Köln das nächste Heimspiel auf dem Programm. Am Samstagnachmittag empfängt das Team von Trainer Lukas Kwasniok die Sinsheimer. Das erwartet den 1. FC Köln gegen die TSG 1899 Hoffenheim.

Der 1. FC Köln ist am 23. Spieltag im Duell mit Hoffenheim gefordert. Nach den beiden Niederlagen gegen RB Leipzig und beim VfB Stuttgart wollen die Kölner an die gezeigten Leistungen anknüpfen und gegen ein Team aus der aktuellen oberen Tabellenregion nun aber auch punkten. Dies wird jedoch keine leichte Aufgabe.

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Form: Die TSG 1899 Hoffenheim blickt auf einen fast perfekten Start ins Jahr 2026 zurück. Von den bisherigen sieben Spielen gewannen die Sinsheimer ganze sechs und mussten sich lediglich beim FC Bayern München geschlagen geben. Damit ist Hoffenheim zum einen die zweitbeste Mannschaft dieses Kalenderjahres und zum anderen auch die zweitbeste der Rückrunde. Nur Borussia Dortmund holte in diesem Zeitraum noch mehr Punkte als die Blau-Weißen. Aktuell steht die TSG mit 45 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz.

Harte Spielweise und viel Intensität

Gut in der Fremde: Aus den bisherigen elf Auswärtsspielen holte Hoffenheim sechs Siege, spielte drei Mal unentschieden und musste das Feld lediglich zwei Mal als Verlierer verlassen. Mit 21 Punkten steht die TSG in der Auswärtstabelle hinter Borussia Dortmund und den Bayern auf dem dritten Platz.

Gut vor beiden Toren: 47 Tore erzielte das Team von Christian Ilzer in dieser Saison bereits und somit stellt Hoffenheim gemeinsam mit dem BVB hinter Bayern München die zweitbeste Offensive der Liga. In der Defensive haben die Blau-Weißen mit gerade einmal 28 Gegentoren die viertbeste Abwehr aller Bundesligisten.

Harte Spielweise: Die TSG führte in dieser Saison bislang die meisten Fouls am Gegner durch. Ganze 290 Mal griffen die Jungs von Trainer Ilzer auf ein Foulspiel zurück und unterbrachen somit Angriffe des Gegners.

Intensität: Das Spiel der Kraichgauer zeichnet sich durch eine hohe Laufbereitschaft aus. In den bisherigen 22 Spielen legten die Blau-Weißen bereits 2707,5 km und damit die zweitmeisten aller Mannschaften zurück. Bei den Sprints (3923) und intensiven Läufen (16673) steht Hoffenheim hingegen jeweils auf dem ersten Rang.

Im Fokus:

Im Fokus: Andrej Kramaric ist in diesem Jahr in Topform. In den bisherigen sieben Spielen nach der Winterpause sammelte der Kroate ganze sechs Treffer und legte einen weiteren vor. Damit kommt der 34-Jährige schon auf mehr Torbeteiligungen als in den 15 Spielen zuvor. Der Offensivspieler, der schon seit über zehn Jahren für die TSG aktiv ist, steht in Köln vor seinem 350. Pflichtspiel für die Blau-Weißen. Daher möchte Kramaric gegen Köln gerne einen Treffer erzielen und am Ende den nächsten Dreier feiern. Wie man gegen den FC erfolgreich sein kann, weiß der Rechtsfuß. Aus den bisherigen 15 Spielen gegen die Geißböcke holte Kramaric acht Siege, spielte vier Mal Remis und verlor lediglich drei Mal. Überdies erzielte der Hoffenheimer bereits sieben Treffer gegen den FC und sammelte vier weitere Vorlagen. Die Stärken des gebürtigen Zagrebers liegen im Abschluss, in der Spielübersicht sowie in der Technik am Ball.

4-3-3-System

Formation: Trainer Christian Ilzer ließ seine Mannschaft in den vergangenen Wochen in einem 4-3-3-System auflaufen. Im Tor ist Oliver Baumann die klare Nummer eins. Vor dem Schlussmann sind Vladimír Coufal als Rechtsverteidiger und Robin Hranac als rechter Innenverteidiger gesetzt. Auf der linken Innenverteidigerposition hat Albian Hajdari eigentlich die Nase gegenüber Ozan Kabak vorn. Fällt allerdings Bernardo auf der Linksverteidigerposition aus, rückt meist Hajdari nach links und Kabak in die Innenverteidigung. Im zentralen Mittelfeld sind Leon Avdullahu auf der Sechs und Grischa Prömel sowie Wouter Burger auf den beiden Achter-Positionen aktuell unumstritten. In der Offensive übernimmt vorwiegend Fisnick Asslani die Position des Mittelstürmers und Bazoumana Toure die des Linksaußen. Die dritte Position machen primär Andrej Kramaric und Tim Lemperle unter sich aus. Allerdings fällt der Ex-Kölner verletzt aus.

Mögliche Aufstellung: Baumann – Coufal, Hranac, Kabak, Hajdari – Avdullahu – Prömel, Burger –Kramaric, Asllani, Touré

Ausfälle Hoffenheim: Die TSG muss in Köln auf Adam Hložek (Trainingsrückstand) und Koki Machida (Kreuzbandriss) verzichten. Auch der Ausfall von Tim Lemperle (Sprunggelenksverletzung) steht seit Freitagmittag fest. Alle anderen Profis stehen Christian Ilzer zur Verfügung.


Die TSG Hoffenheim offenbart eine erstaunliche Parallele zum 1. FC Köln

Hoffenheim im Duell gegen die Bayern vor einer Ecke
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Die TSG Hoffenheim offenbart eine erstaunliche Parallele zum 1. FC Köln

Wie ein roter Faden zieht sich die Standardschwäche bei den Kölnern durch die gesamte Saison. Nun hatte sie auch Konsequenzen. Dabei ist es nicht nur eine Baustelle des 1. FC Köln: Hoffenheim ist ebenfalls sehr schwach bei Standards.

Der FC hat unter der Woche auf die Schwäche bei den Standards reagiert und Hannes Dold von seinen Aufgaben als Standard-Coach entbunden. Dabei handelt es sich nicht um eine Baustelle, die es nur beim FC gibt.

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14 Gegentreffer waren dann am Ende doch zu viel. Hannes Dold wurde von der Aufgabe des Standard-Trainers entbunden. Lukas Kwasniok erklärte am Donnerstag die Maßnahme, deutete an, dass man in Teilen das Vertrauen verloren habe. Schon in den vergangenen Spielen mussten die weiteren Co-Trainer ab und an aushelfen und das offenbar erfolgreich. „Man muss einfach sagen in der Rückserie haben wir noch kein Standard Gegentor nach Ecken bekommen und das ist glaube ich schon auch etwas, wo eine Verbesserung herbeigeführt worden ist“, sagte Kwasniok. Und die Gefahr vor weiteren Ecken-Gegentreffern hält sich im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim auch ein wenig in Grenzen. Zumindest nach der Statistik. Zwar spielt Hoffenheim aktuell die beste Saison der Vereinsgeschichte, das bedeutet aber nicht, dass die Sinsheimer keine Schwächen hätten.

Hoffenheim ebenfalls nach Standards anfällig

Eine dürfte den FC-Fans durchaus bekannt vorkommen, denn die TSG hat am vergangenen Wochenende das erste Mal in dieser Saison nach einer Ecke getroffen. Ozan Kabak köpfte den Ball ins Netz. Nur Werder Bremen ist bislang ohne Treffer nach einer Ecke, neben Hoffenheim waren vor dem 23. Spieltag Köln, der Hamburger SV und der 1. FC Heidenheim nur einmal erfolgreich. Allerdings haben die Sinsheimer im Gegensatz zu den Abstiegskandidat insgesamt acht Mal mit dem ruhenden Ball getroffen, bei den Keller-Kindern sind es maximal vier. Auf der anderen Seite erhielt Hoffenheim im Vergleich zum FC viele Eckbälle, kommt auf 110 Versuche (Platz sieben), die Kölner auf 92 (Platz 16). Damit kommt die TSG hinter Werder auf die zweitschlechteste Quote der Liga.

Allerdings bietet sich nicht nur für die Mannschaft aus dem Kraichgau am Samstag die große Möglichkeit, die Bilanz ordentlich aufzupolieren. Denn wie der FC ist auch Hoffenheim erstaunlich anfällig bei gegnerischen Standards. Wie berichtet kommen die Kölner bereits auf 14 Gegentreffer nach einem ruhenden Ball. Keine andere Mannschaft muss nach Standards so oft hinter sich ins eigene Netz greifen. Hinter dem FC Augsburg (12) und Bayer Leverkusen (11) folgt eben Hoffenheim auf Rang vier. Zehn Gegentore kassierte das Team von Christian Ilzer eben nicht aus dem Spiel heraus, immerhin vier nach einem Eckball. „Schlechter“ sind nur Mainz, Freiburg (je 5) und eben der FC (7).


Die Qual der Wahl in der Innenverteidigung – So könnte der 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim spielen

Lukas Kwasniok beim Spiel seines 1. FC Köln gegen St. Pauli
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Die Qual der Wahl in der Innenverteidigung – So könnte der 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim spielen

Für die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok steht das nächste Duell gegen eine Top-Mannschaft vor der Tür. Der Kölner Coach wird sich wieder einen Matchplan zu recht legen. So könnte der 1. FC Köln gegen Hoffenheim spielen.

Im Vergleich zum Spiel beim VfB Stuttgart muss Lukas Kwasniok keinen weiteren Ausfall hinnehmen und kann sogar wieder auf zwei Profis mehr zurückgreifen. Ob es bei derselben Startelf wie in Stuttgart bleibt oder es doch Veränderungen gibt, wollte der Coach noch nicht verraten.

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Der 1. FC Köln muss gegen Hoffenheim weiterhin auf die Langzeitverletzten Luca Kilian, Timo Hübers, Alessio Castro-Montes und Linton Maina verzichten. Letzterer trainierte zumindest unter der Woche das erste Mal wieder individuell auf dem Platz. Trainer Lukas Kwasniok verkündete auf der Pressekonferenz jedoch auch positive Nachrichten. Neben Isak Johannesson, der das Spiel in Stuttgart kurzfristig verpasste, stehen auch Dominique Heintz und Jahmai Simpson-Pusey wieder zur Verfügung. Der Kölner Neuzugang musste die vergangenen vier Partien aufgrund einer Muskelverletzung von der Tribüne aus verfolgen.

Allerdings schloss Kwasniok einen Startelfeinsatz des jungen Engländers aus und betonte, dass der 20-Jährige lediglich eine Kaderoption darstelle. Daher dürfte sich die Dreierkette vor Marvin Schwäbe nicht ändern und Joel Schmied, Eric Martel und Cenk Özkacar das Vertrauen des 44-Jährigen erhalten. Auf den beiden Schienenpositionen werden mit hoher Wahrscheinlichkeit Sebastian Sebulonsen rechts und Kristoffer Lund links genauso wie Tom Krauß auf einer der beiden Positionen im zentralen Mittelfeld starten.

Was macht Kwasniok mit Jakub Kaminski?

Weniger klar ist die Besetzung auf der zweiten Position im Mittelfeld sowie auf der linken offensiven Außenbahn. Auf dem freien Platz neben Krauß gibt es für Kwasniok einige Varianten. So könnte – wie in Stuttgart – Jakub Kaminski im Mittelfeld beginnen oder aber Denis Huseinbasic oder Isak Johannesson in die erste Elf rücken. Die Besetzung des Zentrums hängt auch mit der des Linksaußen zusammen. Bleibt Kaminski im Mittelfeld, werden entweder Said El Mala oder Marius Bülter dort spielen. Da Bülter gegen den VfB nicht wirklich überzeugte und auch in der Entscheidungsfindung einige Male falsch lag, dürfte El Mala hier nun die Chance erhalten.

Rückt Kaminski jedoch aus dem Zentrum heraus, bietet sich auch die Möglichkeit, den vom VfL Wolfsburg ausgeliehenen Profi nach Linksaußen zu stellen und somit sowohl El Mala als auch Bülter zunächst auf die Bank zu setzen. Da Kaminski seine Sache gegen Stuttgart, aber auch schon bei vorherigen Einsätzen, im Mittelfeld sehr ordentlich machte und der FC so ein wenig mehr Offensivpower auf dem Feld hat, scheint das Szenario mit Kaminski im Zentrum und El Mala links sehr realistisch. Auf der rechten offensiven Außenbahn könnte erneut Jan Thielmann starten. Im Sturmzentrum hat aktuell Ragnar Ache die Nase vorn und wird auch gegen die TSG von Beginn an auf Torejagd gehen.

So könnte der FC gegen Hoffenheim beginnen

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Marvin Schwäbe

Joel Schmied vom 1. FC Köln

Joel Schmied

Eric Martel vom 1. FC Köln

Eric Martel

Cenk Özkacar beim Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Cenk Özkacar

Sebastian Sebulonsen zum Innenverteidiger umfunktioniert

Sebastian Sebulonsen

Tom Krauß glaubt an den Klassenerhalt mit dem 1. FC Köln

Tom Krauß

Jakub Kaminski im Spiel des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli

Jakub Kaminski

Kristoffer Lund vom 1. FC Köln

Kristoffer Lund

Said El Mala vom 1. FC Köln bejubelt sein Tor

Said El Mala

Ragnar Ache vom 1. FC Köln im Duell gegen Union Berlin

Ragnar Ache

Jan Thielmann ist erfolgreich in die Saison gestartet. (Foto: Herbert Bucco)

Jan Thielmann



Lukas Kwasniok erwartet eine Herkulesaufgabe – chancenlos sieht er den 1. FC Köln aber nicht

Ragnar Ache gegen die TSG Hoffenheim
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Lukas Kwasniok erwartet eine Herkulesaufgabe – chancenlos sieht er den 1. FC Köln aber nicht

Auf den FC wartet am Samstag ein ganz schwerer Brocken. Die Kölner empfangen den Angstgegner aus Hoffenheim. Lukas Kwasniok weiß um die Schwere der Aufgabe, doch der Trainer gibt sich zuversichtlich. So will der 1. FC Köln gegen Hoffenheim punkten.

Nach den beiden verlorenen Partien gegen RB Leipzig und den VfB Stuttgart sollen am Wochenende wieder Punkte gegen ein Top-Team her. Dass der FC gegen die Sinsheimer treffen kann, hat er bereits im Hinspiel in Hoffenheim bewiesen. Leicht wird die Aufgabe aber sicherlich nicht.

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Als Lukas Kwasniok zu Beginn seiner Amtszeit beim FC mit dem durchaus schweren Auftaktprogramm konfrontiert wurde, lächelte der Kölner Trainer und erklärte, dass er sich darauf sogar freue. Auf die vielen Auswärtsspiele bezogen, sagte der Coach, dass man dann auch nicht zwangsläufig viele Punkte von den Geißböcken erwarte. Ein Umstand, der den FC zurzeit eigentlich wieder einholen dürfte. Denn die Kölner haben und hatten nun mal eine Reihe von absoluten Top-Gegnern vor der Brust. Nach Leipzig und Stuttgart gibt es nun das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim, den Tabellendritten und eine Mannschaft, gegen die der FC seit elf Jahren nicht mehr vor eigenem Publikum gewonnen hat. Nur ist das mit der Erwartungshaltung so eine Sache.

„Sie waren schon damals sehr gut“

Denn zum einen rückt der Tabellenkeller nach den jüngsten beiden Niederlagen dann doch wieder näher, zum anderen sehnen sich die FC-Fans nach einem Sieg gegen eine der Top-Mannschaften der Liga. Von den bisherigen neun Duellen gegen Teams aus der Top-sechs holte der FC einen Sieg, gerade einmal drei Punkte. Und die ausgerechnet gegen Hoffenheim. Doch die Zeichen haben sich geändert. Nach dem starken Auftakt der Geißböcke hatten die Kontrahenten vor dem Duell jeweils sieben Punkte auf dem Konto. Mittlerweile gehört Hoffenheim zu den stärksten Teams der Liga, befindet sich auf Champions-League-Kurs. „Es ist eine Mannschaft, die einfach mehr Selbstbewusstsein hat in dem, was sie tut als in der Hinserie. Aber sie waren damals schon sehr gut“, sagt Kwasniok. „Mich überrascht es überhaupt nicht, dass sie ganz oben sind.“

In Hoffenheim habe man den „Finger in die Wunde gelegt. Sie haben ja einen kompletten Turnaround hingelegt und imposanten Aufstieg in dieser Saison hinter sich gebracht“, so der Kölner Trainer weiter. „Sie haben sehr viel verändert und haben einfach diese Idee des Spiels innerhalb von einem Jahr implementiert. Es ist die Mannschaft, die die meisten Sprints zieht in beide Richtungen, die meisten intensiven Läufe, Tempoläufe.“ Und der Kölner Coach gerät fast schon ins Schwärmen. „Stuttgart ist den Bayern in Bezug auf fußballerische Qualität wahrscheinlich am nächsten. In Bezug auf Intensität, Klarheit und Gegenpressing ist Hoffenheim den Bayern am nächsten.“ Deswegen erwartet der 44-Jährige auch eine „Herkulesaufgabe“. Doch für diese sieht der Trainer sein Team gewappnet.

Wird die Performance dieses Mal belohnt?

Die Mannschaft sei fokussiert und habe in den vergangenen Wochen ja auch leistungstechnisch überzeugt. „Das gibt uns einfach in jedem Spiel auch die Möglichkeit, auch gegen Hoffenheim, auch wenn es natürlich nicht leichter wird, das zu gewinnen“, sagt Kwasniok. „Ich glaube einfach immer daran, dass Performance früher oder später belohnt wird. Wir sind mittendrin statt nur dabei und attackieren und wir attackieren auch schon gegen Hoffenheim voller Überzeugung.“ Voller Überzeugung, aber nicht mit vollem Personal. Linton Maina und Alessio Castro-Montes fehlen neben den Langzeitverletzten weiterhin. Jahmai Simpson-Pusey steht nach seiner Verletzung wieder im Kader, wird aber wohl noch nicht beginnen. Ob Said El Mala in der Anfangself stehen wird, ließ der Trainer offen. „Lasst euch überraschen“, sagte Kwasniok mit breitem Lächeln.

Das würde der Coach nur zu gerne auch nach dem Duell gegen die TSG aufsetzen.


Der 1. FC Köln sollte am 23. Spieltag trotz schwerer Aufgabe seine Chance nutzen

Die Spieler des 1. FC Köln jubeln nach dem Tor gegen RB Leipzig
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Der 1. FC Köln sollte am 23. Spieltag trotz schwerer Aufgabe seine Chance nutzen

Am Samstagnachmittag hat der FC die Möglichkeit, die eigene Ausgangssituation mit einem Sieg gegen die TSG Hoffenheim maßgeblich zu verbessern. Denn an diesem Spieltag stehen bei der direkten Konkurrenz meist Duelle untereinander an. Der 1. FC Köln sollte seine Chance gegen Hoffenheim nutzen.

Mit drei Punkten aus dem Duell gegen die Sinsheimer und je nach Ausgang der Begegnungen der direkten Konkurrenz, könnte der 23. Spieltag der Fußball-Bundesliga ein erfolgreicher werden für den 1. FC Köln.

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Zwei Siege und drei Niederlagen – so lautet die Bilanz der Geißböcke in der Rückrunde bisher. Am kommenden Samstag steht für die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok das sechste Duell des zweiten Durchgangs an. Dann trifft der FC allerdings ausgerechnet auf Hoffenheim und damit auf einen Gegner, der nur eine Niederlage in den vergangenen fünf Begegnungen zu verbuchen hat. Und die eben auch gegen den Rekordmeister FC Bayern München. Damit liegt die TSG aktuell auf Platz zwei der Formtabelle. Keine leichte Aufgabe also. Das Hinspiel endete im Oktober mit einem 1:0-Sieg für den FC. Damals erzielte Said El Mala den Treffer gegen das Team von Christian Ilzer.

Der FC sollte seine Chance nutzen

Dass ein Sieg gegen die Sinsheimer also im Bereich des Möglichen liegt, hat der 1. FC Köln mit seiner Mannschaft bereits bewiesen. Und gerade zum aktuellen Zeitpunkt wären Punkte gegen die TSG für die Kölner so wichtig und könnten den Geißböcken möglicherweise wieder etwas Luft verschaffen. Denn am 23. Spieltag treffen gleich mehrere Abstiegskandidaten in direkten Duellen aufeinander. Sieben Mannschaften liegen vor dem kommenden Wochenende nur fünf Punkte auseinander. Von Platz 15 mit Wolfsburg bis Platz neun, den aktuell der HSV besetzt, kann also viel passieren. Vor allem, da eben die Duelle gegeneinander anstehen und sich die Mitstreiter die Punkte gegenseitig wegnehmen könnten.

Der FC könnte sein Punktekonto auf 26 Zähler ausbauen. Denn am Freitag trifft zunächst der FSV Mainz 05 als Tabellenvierzehnter mit 21 Zählern auf den Hamburger SV (Platz neun, 25 Punkte). Am Samstag trifft Wolfsburg (Platz 15, 20 Punkte) auf den FC Augsburg, der gerade ebenfalls mit 25 Zählern auf Platz elf liegt. Auch hier ergäbe sich bei einem Kölner Sieg die Chance, ordentlich aufzuholen. Die beiden weiteren Duelle der Konkurrenten bestreiten Union Berlin (Platz 10, ebenfalls 25 Punkte) und Borussia Mönchengladbach (Platz 13, 22 Punkte). Die Hauptstädter treffen am Samstag auf die sechstplatzierten Leverkusener – keine leichte Aufgabe, Gladbach bekommt es mit dem FC Freiburg und somit dem Tabellenachten zu tun.

Alle drei Mannschaften, die aktuell in der Tabelle hinter den Kölnern stehen, müssen gegen nominell stärkere Teams bestehen, die allesamt vor den Geißböcken angesiedelt sind. Zugegebenermaßen muss dies auch der FC – der hat aber in dieser Saison schon bewiesen, wie man drei Punkte gegen die TSG einfährt.


Said El Mala – Joker vs. Stammspieler: „Ich glaube, dass wir das nicht so schlecht hinbekommen haben“

Said El Mala vom 1. FC Köln bejubelt sein Tor
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Said El Mala – Joker vs. Stammspieler: „Ich glaube, dass wir das nicht so schlecht hinbekommen haben“

Zuletzt lief es sportlich nicht mehr so richtig rund bei Said El Mala. Seit dem Duell gegen Heidenheim wartet der Angreifer auf ein Tor oder eine Vorarbeit. Und dennoch ebbt die Diskussion um seine Rolle nicht ab rund um den 1. FC Köln: Das sagt Lukas Kwasniok zu Said El Mala.

Im Hinspiel avancierte er zum Matchwinner, vor dem Rückspiel ist nicht klar, wann Said El Mala spielt. Die Diskussionen reißen nicht ab. Das sagt der Trainer zum Spieler und seiner Position.

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Vor dem Hinspiel bei der TSG Hoffenheim hatte Lukas Kwasniok offenbar genug gesehen. Der Trainer der Geißböcke hatte Said El Mala immer wieder als Joker eingesetzt – in der Liga fünf Mal. Und die Eindrücke, gepaart mit denen von den Trainingseinheiten, hatten offenbar gereicht, dem Youngster dann auch das Startelf-Debüt zu ermöglichen. Schon damals kochte die Diskussion bei den Fans hoch: Ist El Mala gefährlicher von der Bank oder sollte man ihm nicht die Möglichkeit von Beginn an geben?, so die wohl wichtigste Frage. Der Kölner Shootingstar startete in Sinsheim und entschied die Begegnung schließlich mit einem beherzten Solo und dem einzigen Treffer der Partie.

„Wir wissen, dass wir mit Said einen talentierten Spieler haben“

Vier Monate oder eine Halbserie später ist die Diskussion nicht abgeebbt, aber einiges passiert. El Mala wurde in der Zwischenzeit für die A-Nationalmannschaft nominiert, eine WM-Teilnahme unter Auflagen in Aussicht gestellt, der Marktwert ist laut transfermarkt.de auf 40 Millionen Euro angewachsen und angeblich ist halb Europa an dem Shootingstar interessiert – die Frage ist bei den Fans aber geblieben. Nicht nur das, sie ist wohl eine der Kernkritiken an dem Kölner Coach. Angesichts von Spielverlauf, Gegner und tatsächlich dann auch der jeweiligen Spielzeit ist es natürlich rein spekulativ, in welcher Rolle der Offensivspieler besser funktioniert. Da haben auch Statistiken nur wenig Aussagekraft. El Mala hätte im Hinspiel bei der TSG schließlich genauso als Joker treffen können, wie zuvor gegen Freiburg von Beginn an.

Allerdings bestehen wohl kaum Zweifel, dass der Angreifer gerade in der Hinrunde ein Punktgarant der Kölner war. Hat der 19-Jährige getroffen, gab es meist Zähler – unabhängig seiner Rolle. Insofern sind Forderungen nach mehr Einsatzzeit auch nicht von der Hand zu weisen. „Wir wissen, dass wir mit Said einen sehr talentierten Spieler haben. Unser Auftrag ist es, auf der einen Seite Spiele zu gewinnen und auf der anderen Seite, ihn bei seiner Entwicklung zu begleiten, besser zu werden“, so Kwasniok. „Ich glaube, dass wir das ist in den vergangenen Monaten nicht so schlecht hinbekommen haben.“ Der Trainer verwies dabei auf die zehn Scorerpunkte des Youngsters. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass El Mala seit dem 2:2 gegen Heidenheim eben nicht mehr gepuntket hat – unabhängig seiner Rolle.

Dafür hat der Kölner Coach eine Erklärung: „Unabhängig ob er beginnt oder später kommt, wird es für ihn schwieriger. Schauen wir nach Stuttgart: Said kommt rein und die bringen Josha Vagnoman“, sagte der Kölner Coach. „Der Gegner stellt sich vielmehr auf ihn ein. Das wird für ihn der nächste Step sein, unter erschwerten Bedingungen das immer abzurufen. Und wir begleiten ihn dabei.“ Dem Vernehmen nach soll der Youngster mit seiner Rolle nicht so richtig zufrieden zu sein. Am Ende des Tages gibt es für den Stürmer nur eine Währung: Tore. Gerne wieder gegen Hoffenheim.


Gründe für Eric Martels Formsuche? „Das beschäftigt dich dann schon“

Eric Martel im Spiel des 1. FC Köln gegen den 1. FSV Mainz 05
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Gründe für Eric Martels Formsuche? „Das beschäftigt dich dann schon“

Noch zu Saisonbeginn erklärte Lukas Kwasniok den Sechser als gesetzt, unumstritten. Die Situation hat sich grundlegend geändert. Der Mittelfeldspieler ist auf der Suche nach der Form beim 1. FC Köln: Beschäftigt Eric Martel die Vertragssituation?

Eine Stamm-Startelf habe er nicht, hatte Lukas Kwasniok zu Saisonbeginn erklärt. Allerdings eine Achse, die zum festen Personal gehöre. Als Spieler nannte der Trainer Timo Hübers und Eric Martel. Doch Martel ist längst nicht mehr so unumstritten. Und nicht wenige Fans wollen eine Erklärung in der ungeklärten Vertragssituation sehen.

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Der einst als „Mr. Unverzichtbar“ geadelte Eric Martel hat beim 1. FC Köln seinem Namen zuletzt nicht mehr so wirklich Ehre gemacht. Denn der 23-Jährige lieferte in den vergangenen Wochen nicht mehr wie gewohnt ab, erfüllte die Rolle des Leaders nicht wie zuvor. Und natürlich gibt es seitdem Spekulationen, ob der Leistungsabfall des Kölner Sechsers mit der noch offenen Vertragssituation zusammenhänge. Martel wirkte oft fahrig und unkonzentriert, agierte nicht immer sattelfest. So war er unter anderem an zwei der Gegentore im Duell gegen den VfB Stuttgart mit in der Verlosung.

„Was Profifußballer am meisten umtreibt…“

Und auch FC-Trainer Lukas Kwasniok räumte am Donnerstag auf der Pressekonferenz zu diesem Thema ein, dass Profifußballer immer eins beschäftige. „Das ist nicht nur der aktuelle Stand um einen herum, sondern eben auch die Zukunft. Das ist der große Unterschied zu vielen Arbeitnehmern“, so der Coach. Denn der Profifußball ist schnelllebig und oft erbarmungslos. Die Grundsicherheit, die man als Angestellter habe, gebe es nicht, betonte Kwasniok. Ganz natürlich also, dass nicht nur die guten oder eben nicht so guten erbrachten Leistungen in den Köpfen der Spieler kreisen. “Was Fußballer, da habe ich mal ein Interview zu gelesen, Profisportler und Profifußballer am meisten umtreibt, ist neben dem nächsten Spiel tatsächlich auch die Gedankenwelt um die eigene Zukunft. Nicht, weil du Existenzängste hast, sondern weil du darüber nachdenkst, welcher Step der richtige ist“, so Kwasniok.

„Das beschäftigt dich dann ein wenig“

Und so liegt es in der Natur der Sache, dass ein eben nicht so freier Kopf sich auch auf die Leistungen auswirken kann. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. „Ich glaube, dass diese Gedanken grundsätzlich dazu führen, gerade wenn du ein sehr strukturiert und organisiert denkender Mensch bist, so wie der Eric und auf der Sechs sehr viel Struktur und Organisation um dich herum ist, dann ist das was ganz anderes als bei einem Zehner, der sich recht wenig Gedanken über den morgigen Tag macht“, erklärte der Trainer. „Das beschäftigt dich dann ein wenig, das ist nicht von der Hand zu weisen.“ Nach wie vor ist die Zukunft des ehemaligen Kapitäns der U21-Nationalmannschaft nicht geklärt. Martel hatte sich Bedenkzeit bis zum Ende des Transferfensters erbeten. Dem Vernehmen nach sollen aktuell Gespräche stattfinden.

Fakt ist, die Verhandlungsposition hat sich komplett verändert. Martel liefert nicht mehr so wie zu Saisonbeginn, ist nicht mehr unumstritten. Interessenten werden aktuell nicht Schlange stehen, im Frühling für einen ablösefreien Sechser sicherlich anklopfen. Der FC hat sich im Winter bereits nach Alternativen umgeschaut. Für Martel hat Kwasniok noch einen Rat parat: „Da hilft nur eins: Weiterhin den gleichen Einsatz und das gleiche Engagement an den Tag zu legen. Das tut Eric und solange ich das Gefühl habe, werde ich ihn auch nach wie vor einsetzen und auch schützen, wenn es nötig sein sollte.“