Ob Aufstieg oder eben nicht – der Kader wird sich im Sommer wohl grundlegend verändern

Christian Keller vom 1. FC Köln
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Ob Aufstieg oder eben nicht – der Kader wird sich im Sommer wohl grundlegend verändern

Auch nach dem 25. Spieltag zeichnet sich in der engen Liga nicht ab, in welche Richtung das Pendel für die Kölner am Ende ausschlagen wird. Es bleibt spannend um den 1. FC Köln: Der Kader wird sich im Sommer verändern müssen.

Der Verbleib vieler Leistungsträger beim FC ist aktuell ob der Vertragssituationen nicht in trockenen Tüchern. Und so wird wohl der Sprung in die Bundesliga maßgeblich über das Bleiben oder den Wechsel von Spielern entscheiden. Aber auch im Aufstiegsfall müssten die Verantwortlichen wohl ordentlich nachbessern – und das gleich auf mehreren Positionen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Ob Aufstieg oder nicht, bei beiden Szenarien wird sich die Mannschaft umstrukturieren beim 1. FC Köln: Der Kader wird sich im Sommer verändern müssen.

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Auch, wenn die Leistung alles andere als überzeugend war, der FC dürfte sich am Sonntagabend als einer der großen Gewinner der Liga gefühlt haben. Abgesehen vom Hamburger SV hat kein direkter Konkurrent gewonnen, nahezu alle haben Remis gespielt. Köln ist also beim 1:0-Erfolg über den SSV Ulm nicht nur mit einem blauen Auge davon gekommen, die Geißböcke sind zurück auf einem direkten Aufstiegsplatz, dürfen sich zweifelsohne weiterhin zu den heißesten Anwärtern auf den Aufstieg zählen. Dabei bleibt die Liga so eng wie nie. Zwischen Platz eins und Platz neun liegen sieben Punkte – mindestens die obere Tabellenhälfte darf sich neun Spieltage vor Saisonende berechtigte Hoffnungen auf den Gang in Liga eins machen. Der FC mischt fleißig mit. Auf der anderen Seite bedeutet die enge Liga aber auch, dass so gut wie keine Planungssicherheit möglich ist und wohl auch so schnell nicht sein wird.

Zehn Verträge laufen im Sommer aus

Das dürfte Christian Keller und Co. vor Probleme bei der Kaderzusammenstellung stellen. Sowohl was den Kader als auch die Gespräche beziehungsweise Verhandlungen mit den aktuellen und möglichen zukünftigen Spielern angeht. So werden gleich mehrere Spieler ihren Verbleib an die Ligazugehörigkeit knüpfen. Etwa Linton Maina oder Dejan Ljubicic, deren Verträge im Sommer auslaufen und die schon angekündigt haben, im kommenden Jahr wohl eher Bundesliga, zumindest erstklassig, spielen zu wollen. Von zehn aktuellen Spielern ist bekannt, dass die Arbeitspapiere nur noch bis Sommer 2025 gültig sind. Zahlreiche weitere laufen im Folgejahr aus. Das ist vertraglich auf den ersten Blick natürlich kein Problem des kommenden Sommers, wird aber zu einem, wenn es sich um Spieler handelt, die nicht beim FC bleiben wollen und für die die Kölner Verantwortlichen noch eine marktgerechte Ablöse kassieren wollen.

Spieler wie Max Finkgräfe, Eric Martel oder Damion Downs fallen darunter, genauso wie Talent Neo Telle. Spieler, die der FC gerne langfristig behalten würde. Sollten die Kölner nicht aufsteigen, wird ein Verbleib allerdings unwahrscheinlicher. Wenn er es bei Leistungsträgern wie Eric Martel nicht ohnehin schon ist. Dem Kapitän der U21-Nationalmannschaft ist ein Karrieresprung durchaus zuzutrauen. Fakt ist, sollte der FC den Gang in die Bundesliga nicht antreten, werden zahlreiche Leistungsträger nicht mehr zu halten sein. Der FC wird sich neu aufstellen, neue Leistungsträger, neue Säulen für das Konstrukt Wiederaufstieg finden müssen. Damit es zu diesem Szenario nicht kommt, haben die FC-Verantwortlichen im Winter bekanntlich ordentlich investiert. Zwischen sechs und acht Millionen Euro wurden für neue Spieler ausgegeben.

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Auch beim Aufstieg werden Veränderungen nötig sein

Nur ist der Ertrag bislang überschaubar. Und das eben nicht nur bei den Winter-Neuverpflichtungen. Denn das Gesicht der Kölner wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht nur im Falle des Nicht-Aufstiegs verändern. Die Begegnung gegen Ulm, aber auch die vergangenen Spiele gegen weitere vermeintlich schwache Mannschaften wie Regensburg, Braunschweig oder Münster erlauben sicherlich die Frage, wie diese Mannschaft in der Bundesliga bestehen will. Gegen vermeintlich schwache Mannschaften mit Ach und Krach gewinnen, wird in der Bundesliga nicht die erfolgsversprechende Marschroute sein. Denn in der aktuellen Konstellation ist davon auszugehen, dass die Kölner nicht zu den stärkeren Mannschaften gehören werden. Im Gegenteil: Der FC hat gegen die möglichen Mit-Aufsteiger im bisherigen Saisonverlauf eher selten gepunktet.

Abgesehen von dem 1:0-Erfolg über Kaiserslautern haben die Kölner gegen keine Mannschaft aus der Top-Fünf bislang gewonnen. Aus der Top-Sieben zwei von neun Spielen. Tatsächlich sind es aber auch die Auftritte gegen die vermeinlich leichten Gegner, die bei den Fans Sorgenfalten hinterlassen. Die Kaderplaner werden also auch im Aufstiegsfall nicht daran vorbeikommen, in nahezu allen Mannschaftsteilen nachzubessern. Denn nach den Eindrücken einiger Begegnungen fehlt die Fantasie, wie die aktuellen Leistungen oder die Form einiger vermeintlicher Leistungsträger den FC in der Bundesliga wettbewerbsfähig machen sollen. Nur wenige Profis bringen über die gesamte Saison konstant gute Leistungen. So gute, dass ein Platz in der Erstklassigkeit verdient wäre. Spieler wie Marvin Schwäbe, Linton Maina oder Eric Martel. Ob aber auch die Youngster schon für den Sprung in die Bundesliga bereit wären, scheint ebenfalls offen.

Christian Keller und Co. stehen in diesem Frühling vor einigen Baustellen. Die Arbeit wird in den kommenden Wochen sicherlich nicht weniger, selbst wenn der Aufstieg irgendwann in trockenen Tüchern sein sollte.


FC testet gegen den SC Verl

Wie stellt Gerhard Struber seinen 1. FC Köln auf?
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FC testet gegen den SC Verl

Wie gewohnt werden die Geißböcke die Länderspielpause für ein Testspiel nutzen: Der 1. FC Köln testet gegen den SC Verl. Dann wird es wohl auch zum Duell von Chilohem Onuoha gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber kommen.

Der FC nutzt wie gewöhnlich die Länderspielpause für ein Testspiel. Der 1. FC Köln testet donnerstags gegen den Drittligisten SC Verl. Für Chilohem Onuoha ist es eine besondere Begegnung. Der Verler Offensivspieler ist bekanntlich an den Drittligisten verliehen.

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Für Chilohem Onuoha verliefen die vergangenen Spieltage eher suboptimal. Der Offensivspieler des SC Verl verpasste die Begegnungen krankheitsbedingt, stand für Verl nicht im Kader und verpasste auch die Begegnung gegen Viktoria Köln. Doch schon bald könnte es für den Angreifer ein anderes besonderes Spiel gegen Köln geben – nämlich gegen den eigentlichen Arbeitgeber. Der FC testet am Donnerstag den 20. März im Kölner Südstadion gegen den SC Verl. Die Begegnung soll um 14 Uhr angepfiffen werden. Das bestätigte der FC gegenüber come-on-fc. Onuoha wurde im vergangenen Sommer von RB Leipzig verpflichtet und umgehend an den Drittligisten verliehen. Beim Sportclub kommt der 20-Jährige bislang nicht über die Rolle des Ergänzungsspieler hinaus, erzielte aber bereits drei Tore und bereitete vier vor.

FC testet im Südstadion

Für Gerhard Struber und den FC wird es dagegen die obligatorische Testspiel-Möglichkeit. Welche Spieler dem FC zur Verfügung stehen, ist allerdings noch unklar. Neben den Langzeit-Ausfällen von Linton Maina, Luca Kilian, Jacob Christensen und wohl auch Julian Pauli wird wohl auch Damion Downs noch nicht zur Verfügung stehen. Der Stürmer soll an der Hand operiert werden. Möglicherweise kommt es aber zum Comeback von Mark Uth. Auch einige Naitonalspieler werden wohl mit ihren Mannschaften auf Reise gehen. Jusuf Gazibegovic wurde bereits in den Kader berufen, Denis Huseinbasic steht auf Abruf. Auch Mathias Olesen und Leart Pacarada gelten weiterhin als aussichtsreiche Kandidaten. Zudem werden auch einige Spieler wie Eric Martel wohl mit den U-Nationalmannschaften unterwegs sein.

Die Länderspielpause wird die letzte Unterbrechung vor dem Saisonfinale sein. Mit der Begegnung beim SC Paderborn startet für die Kölner also der Endspurt im Aufstiegsrennen. Voraussichtlich werden die Geißböcke wieder mit der meisten Nationalspieler stellen. Ebenfalls bekannt ist, dass die Kölner im Oktober am Cologne Cup teilnehmen werden, einem Benefizturnier, bei dem auch Viktoria und Fortuna Köln spielen werden.

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Wie im Vorjahr: FC nimmt wieder an Benefizturnier teil

Florian Kainz im Testspiel in der vergangenen Saison
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Wie im Vorjahr: FC nimmt wieder an Benefizturnier teil

Im vergangenen Jahr fuhr der FC beim Benefizturnier in Bonn den Titel ein, Sieger waren aber auch die Vereine, die von den Einnahmen und Prämien des Blitzturniers profitieren. Auch in diesem Jahr ist ein Turnier geplant: Der 1. FC Köln nimmt am Cologne Cup teil.

Im Bonner Sportpark Nord fand im vergangenen Jahr das Benefitz-Turnier statt. Zwar nahmen auch Alemannia Aachen, der 1. FC Düren und Gastgeber Bonner SC an dem Turnier teil, am Ende war es aber auch eine Stadtmeisterschaft, die die Geißböcke für sich entscheiden. Und zu einer Neuauflage unter leicht anderen Voraussetzungen wird es auch in diesem Jahr kommen: Der 1. FC Köln nimmt am Cologne Cup teil.

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Am vergangenen Wochenende erzielte Luca Waldschmidt den entscheidenden Treffer gegen Ulm, im vergangenen September war der Offensivspieler der Matchwinner im Finale des Benefizturniers in Bonn. Waldschmidt verwandelte im Endspiel gegen Viktoria Köln vom Punkt sicher, nachdem Steffen Tigges zuvor gefoult worden war. Der FC setzte sich etwas glücklich mit 1:0 gegen den Stadtrivalen durch und sicherte sich damit auch die inoffizielle Stadtmeisterschaft, denn im Halbfinale hatten die Geißböcke bereits Fortuna Köln mit einem 2:0-Erfolg ausgeschaltet. Auch da hatte Waldschmidt bereits getroffen, Sargis Adamyan den FC in Führung gebracht.

Inoffizielle Stadtmeisterschaft beim Benefiz-Turnier

Nun gibt es also die nächste Auflage und dieses Mal im Kölner Südstadion und das wiederum als reine Stadtmeisterschaft. „Ich freue mich schon sehr auf den Cologne-Cup 2025, der von der Sparkasse Köln/Bonn als Hauptsponsor unterstützt und präsentiert wird. Ich bin gespannt, ob der 1. FC Köln wie im letzten Jahr beim Benefiz-Turnier im Sportpark Nord in Bonn wieder als Sieger das Turnier beendet und wie hoch der Netto-Erlös für den guten Zweck sein wird“, sagte FVM-Präsident Christos Katzidis. Der belief sich im Vorjahr auf 26.000 Euro, die Jugendabteilungen von 36 Clubs aus dem FVM-Gebiet zu Gute gekommen sind. „Wir hoffen, dass wir diesen Betrag in diesem Jahr mit dem Cologne-Cup steigern können. Ein besonderer Dank gilt vor allem der Fortuna, die den Cologne-Cup in diesem Jahr als Veranstalter ausrichtet“, sagte Katzidis.

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Das Turnier findet am Donnerstag, den 09. Oktober im Südstadion statt. Den ganzen Tag über wird es ein abwechslungsreiches Programm rund um den Jean-Löring-Sportpark geben, bevor dann das Blitzturnier im Modus Jeder gegen Jeden um 18 Uhr startet. Mit dabei sind neben dem 1. FC Köln auch Viktoria Köln sowie Fortuna Köln.


„Braucht noch ein bisschen Zeit“: Carlson sieht gute Ansätze bei Müngersdorf-Auftritt der FC-Frauen

Britta Carlson, Trainerin der Frauen des 1. FC Köln (Foto: Daniela Porcelli/Getty Images for DFB)
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„Braucht noch ein bisschen Zeit“: Carlson sieht gute Ansätze bei Müngersdorf-Auftritt der FC-Frauen

Es war ein bemerkenswerter Nachmittag im Rhein-Energie-Stadion: 35.711 Zuschauer feierten ein Fußball-Fest beim Bundesliga-Heimspiel des 1. FC Köln gegen Bayern München. Rein sportlich waren die 90 Minuten aus Kölner Sicht jedoch eher ernüchternd. Trainerin Britta Carlson sah gute Ansätze bei den Frauen des 1. FC Köln gegen Bayern– und erklärte ihre Personal-Entscheidungen.

Die 0:3-Niederlage gegen die FC-Frauen am Sonntagnachmittag war sportlich gesehen ernüchternd, wenn auch erwartbar. Dennoch: FC-Trainerin Britta Carlson sah gute Ansätze bei den Frauen des 1. FC Köln gegen Bayern.

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Der Ausflug der FC-Frauen vom Geißbockheim nach Müngersdorf war einmal mehr ein Fußballfest. Bei frühlingshaften Temperaturen durften die 35.711 Zuschauer im Rhein-Energie-Stadion von den Verantwortlichen zweifellos als voller Erfolg verbucht werden. Der Bayern-Trainer Alexander Straus äußerte sich nach der Partie anerkennend: „Es war eine fantastische Atmosphäre. Die Stadt und der Verein können sehr stolz darauf sein. Die Spielerinnen brauchen das und haben es verdient, solche Erlebnisse zu haben. Ich hoffe, es gibt mehr davon.“ Eine Fortsetzung in der Saison 2025/26 dürfte nach diesem Nachmittag als gesichert gelten. Rein sportlich war der Nachmittag jedoch ernüchternd. Die Kölnerinnen waren diesmal weit davon entfernt, einen ähnlichen Coup wie beim 0:0 gegen Wolfsburg landen zu können.

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„Das nehme ich mit auf meine Kappe“

Dafür war das Team in der ersten Hälfte auf der rechten Abwehr-Seite zu anfällig, wo Carlotta Imping mit der Nationalspielerin Klara Bühl überfordert war und die beiden vorentscheidenden Münchener Treffer entstanden. „Das nehme ich mit auf meine Kappe“, äußerte die Trainerin Britta Carlson hinterher, „das ist eine junge Spielerin, die jetzt in der besonderen Atmosphäre vielleicht noch nicht ganz so stark war, wie sie es in den letzten Spielen gezeigt hat, was auch vollkommen okay ist. Das ist eine Erfahrung, das tut im ersten Moment weh, aber ich glaube, das wird sie auch weiterbringen.“ Mit Sylwia Matysik startete eine gelernte Rechtsverteidigerin im Abwehr-Zentrum: „Ich hatte sie bewusst in die Innenverteidigung gestellt wegen der Körpergröße, wegen des Tempos“, begründete Carlson ihre Entscheidung.

Celina Degen saß zwar wieder auf der Ersatzbank, sei jedoch noch keine Option für die Startelf gewesen: „Sie hatte erst zwei Trainingseinheiten nach einem doppelten Bänderriss absolviert. Das war ein Tick zu früh zu starten.“ Mit Blick auf das gesamte Spiel konstatierte Carlson: „Es war ein auch in der Höhe verdienter Sieg für die Bayern. Was mir gefallen hat: Nach dem frühen Gegentor sind wir nicht eingebrochen. Die Spielerinnen haben alles gegeben und sich bis zum Ende durchgebissen. Man sieht im Ballbesitz unsere Ansätze, aber es braucht noch ein bisschen Zeit. Aber ich bin happy, dass wir auch gegen den FC Bayern versuchen zu spielen. Es fehlt dann der letzte Pass oder die Durchsetzungsfähigkeit im Eins-gegen-Eins, wo die Bayern aber auch Weltklasse besetzt sind.“

Die Kölner Torflaute setzte sich gegen Bayern fort – auch wenn ein Ende der Serie just gegen Bayern München kaum erwartet werden konnte. Unter Carlson ist der FC weiter ohne eigenen Treffer, wartet insgesamt seit 367 Minuten auf ein Erfolgserlebnis in der Bundesliga. Am Samstag-Nachmittag bei der TSG Hoffenheim soll es aber endlich soweit sein.



Die Rückkehr zur Viererkette – einen großen Impact hatte das aber nicht

Gerhard Struber vom 1. FC Köln
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Die Rückkehr zur Viererkette – einen großen Impact hatte das aber nicht

Der 1. FC Köln spielte gegen den SSV Ulm zum ersten Mal seit dem zehnten Spieltag wieder mit einer Viererkette von Beginn an. Das Offensivspiel des FC wurde aber nicht sonderlich angekurbelt, dagegen hielt die Defensive die Null. Wird die Viererkette wieder zur Option beim 1. FC Köln?

Die Geißböcke gewinnen mit der alten 4-2-3-1-Formation gegen Ulm. Dabei zeigten die Kölner, dass immerhin die Defensive, mit wenigen Ausnahmen, stabil stand und für eine erneute weiße Weste für Marvin Schwäbe sorgte. Im Spiel nach vorne konnte der FC keine Offensivpower entfalten. Dennoch bleibt die Frage: Wird die Viererkette wieder zur Option beim 1. FC Köln?

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Zurück zum alten System: Gerhard Struber stellte gegen Ulm wieder auf eine Viererformation um. Mit der veränderten Aufstellung kehrte der Effzeh wieder auf ein System zurück, mit dem Struber zu Beginn der Saison gestartet war. Auch wenn es kein Feuerwerk der Offensivspieler wurde, verbuchte die Mannschaft wieder ein Spiel zu Null. In der Verteidigung spielten zu Beginn Yusuf Gazibegovic hinten rechts, Timo Hübers und Joel Schmied in der Innenverteidigung sowie Max Finkgräfe auf der linken Abwehrseite. Natürlich auch, weil durch den Ausfall von Eric Martel und der Erkrankung von Dominique Heintz kaum noch andere Optionen als eine Umstellung auf eine Abwehrreihe mit vier Spielern vorhanden waren.

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Die Viererkette: Defensiv überzeugend, aber offensiv kaum Impulse   

Dennoch stand die Defensivreihe insgesamt sehr ordentlich vor Schwäbe, auch, wenn nicht alles wegverteidigt werden konnte. So hatten die Geißböcke durch den Pfostentreffer von Batista Meier und der vergebenen Chance von Telalovic durchaus etwas Glück, aber über weite Strecken blieb es bei einem ruhigen Nachmittag für Schwäbe. Das zeigt sich auch an den Statistiken seiner Vorderleute: Schmied konnte 71 Prozent seiner Zweikämpfe gewinnen, Gazibegovic endete mit für einen Außenverteidiger starken 67 Prozent. Hübers (61 Prozent) und Finkgräfe (50 Prozent) konnten ebenfalls in vielen Zweikämpfen die Duelle für sich entscheiden, Finkgräge sogar die meisten aller Spieler. Die Passquote der vier Abwehrspieler war mehr als ordentlich. Auch hier stachen mit Schmied (95-prozentige Passquote), Finkgräfe und Gazibegovic (je 90 Prozent) hervor, lediglich Kapitän Hübers hatte mit 79 Prozent eine eher geringe Passsicherheit erreicht.

Hinzu kommt, dass Hübers mit 89 Prozent gewonnenen Luftzweikämpfen so ziemlich alles aus der Luft weggeräumte. Auch der Spielaufbau von hinten ging eher über Hübers als von Schmied aus. Der Kapitän hatte mit 72 Ballkontakten mehr als doppelt so viele Ballaktionen wie sein Schweizer Nebenmann (33 Ballkontakte), konnte aber an der Spielgestaltung genauso wenig ändern. Die hohen Passquoten aller Verteidiger kamen vor allem dadurch zustande, dass weniger Pässe mit Risiko, sondern mit hoher Sicherheit gespielt wurden. Ein kreativer Aufbauspieler wie Dominique Heintz fehlte besonders in der zweiten Halbzeit. Die Hintermannschaft war zunehmend mit dem Verteidigen als mit dem eigenen Aufbauspiel beschäftigt. Der anfängliche Schwung auf der rechten Seite von Gazibegovic zusammen mit Jan Thielmann verpuffte in der zweiten Halbzeit komplett.

Hält Struber an der Viererkette fest?

Trotz der durchwachsenen Leistung in Ulm stellt sich die Frage, ob Struber nun auch in Zukunft an der Viererkette festhält. Denn der erhoffte Effekt, so mehr Schwung in der Offensive zu entwickeln, verpuffte. Dem FC fiel gerade im Vorwärtsgang einmal mehr herzlich wenig ein. Das war zu Saisonbeginn mit der Viererformation bekanntlich anders. Auch das sicherlich dem fehlenden Personal geschuldet. Auch, aber eben nicht nur. Denn der Angriff lahmt bekanntlich seit einigen Monaten. Und der fehlende Schwung aus den ersten Saisonspielen hängt zweifelsohne auch mit der gesamten taktischen Ausrichtung zusammen. Gegen Ulm presste der FC nicht so aggressiv und früh wie noch in den ersten zehn Spielen. Wirklich viel hat sich also nicht verändert.

Spätestens mit der Rückkehr der aktuellen Ausfälle in der Verteidigung wird sich zeigen, ob der FC bei der Formation bleibt. Oder ob eine weitere Systemumstellung notwendig ist. Der Hurra-Fußball nach vorne ist noch nicht in Erscheinung getreten. Daran hat die Viererkette bisher nichts geändert.     



Der Auftritt in Ulm war eben nicht „ordentlich“, er war viel eher bedenklich- ein Kommentar

Max Finkgräfe im Trikot des 1. FC Köln.
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Der Auftritt in Ulm war eben nicht „ordentlich“, er war viel eher bedenklich- ein Kommentar

Trotz der angespannten Personallage haben die Kölner einen wichtigen Sieg gegen den SSV Ulm eingefahren. Einen wichtigen, aber mindestens genauso glücklichen. Die Leistung war einmal mehr überschaubar und macht nachdenklich. Ein Kommentar zum schwachen Auftritt des 1. FC Köln in Ulm.

Mit dem 1:0-Erfolg über den SSV Ulm haben die Kölner drei wichtige Puntke eingefahren und einen direkten Aufstiegsplatz zurückerobert. Mit Ruhm haben sich die Geißböcke aber wahrlich nicht bekleckert. Im Gegenteil, der FC ist wieder mit einem blauen Auge davongekommen und so langsam beschleicht den Beobachter das Gefühl, dass das am Ende nicht reichen wird. Ein Kommentar zum schwachen Auftritt des 1. FC Köln in Ulm.

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Gerhard Struber war unmittelbar nach dem 1:0-Erfolg über den SSV Ulm zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Er habe ein ordentliches Spiel gesehen, sagte der Coach. Eine Aussage, die vermutlich mit den Vorzeichen der – vorsichtig formuliert – zerfahrenen Begegnung in Ulm zusammen gehangen haben muss. Denn so wirklich ordentlich war der Auftritt der Geißböcke nun wirklich nicht. Vielleicht eben unter den tatsächlich erschwerten Bedingungen. Mit Linton Maina, Damion Downs und Eric Martel fielen vorzeitig drei Stammspieler und inklusive Tim Lemperle nahezu die gesamte Tormaschinerie der Kölner aus. Am Samstag kamen dann mit Leart Pacarada und Dominique Heintz zwei weitere Leistungsträger hinzu, die vorerst auf der Bank Platz nahmen. Die Personalsituation war also ohne Frage keine besonders gute beim FC.

Erwartungshaltung zu hoch?

Und die von den Kölner Protagonisten verdächtig oft angesprochene schlechte „Wiese“ wird auch nicht zum großen Spielfluss beigetragen haben. Darf das nun beides als Begründung für das dürftige Spiel der Geißböcke dienen? Bei allem Respekt vor dem SSV Ulm: Der Anspruch der Kölner muss gegen einen Aufsteiger ein anderer sein – unabhängig von der Platzbeschaffenheit, unabhängig der personellen Lage. Auch, wenn Timo Hübers nach dem Spiel andeutete, dass die Erwartungshaltung in Köln besonders hoch, vielleicht sogar zu hoch sei. Das mag stimmen, nur sollte man die eigene Leistung nicht mit einer vermeintlich zu hohen Erwartungshaltung der Fans oder Medien schöner reden. Dass Ulm nicht die Schießbude der Liga ist, haben die „Spatzen“ in dieser Spielzeit bemerkenswert unter Beweis gestellt. Dass ein Abstiegskandidat gemessen an den Gegentoren die sechstbeste Defensive der Liga stellt, ist zumindest alles andere als ein Selbstverständnis.

Und doch war beim 1:0-Erfolg der Kölner das Ergebnis neben dem Wetter erhlich gesagt das „ordentlichste“ am Samstagnachmittag. Der FC bot über eine lange Phase einmal mehr eine erstaunlich schwache Vorstellung, entwickelte so gut wie keine Torgefahr. Kurz vor der Halzeit lag der xGoal-Wert der Geißböcke bei unter 0,5. Köln zeigte auch gegen Ulm mal wieder eine uninspirierte, ideenlose, kreativlose Vorstellung. Eine Vorstellung, die sich nahtlos an die Auftritte der vergangenen Wochen anreiht. Natürlich war der FC ersatzgeschwächt, sehr sogar. Und doch standen da zu Beginn elf Spieler auf dem Platz, deren Marktwert das Online-Portal transfermarkt.de auf mehr als 28 Millionen Euro schätzt und damit auf mehr als doppelt so viel wie den kompletten Ulmer Kader und immerhin mehr als zehn Teams der 2. Bundesliga.

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Ulm war dem Erfolg ein Stück weit näher

Ja, es fehlte das Gros der FC-Torgefahr. Und doch muss es der Anspruch einer Kölner Mannschaft sein, einen Abstiegskandidaten wie Ulm zu dominieren, zumindest die bessere Mannschaft zu sein. Von einer Anfangsformation mit der Erfahrung von mehr als 800 Bundesligaspielen darf man einen anderen Auftritt erwarten. Aber: In nahezu jeder Statistik waren die Teams gleichauf, in der 2. Halbzeit die „Spatzen“ dem Erfolg lange sogar ein Stück weit näher. Keine der beiden Mannschaften hätte sich über eine absolut leistungsgerechte Nullnummer beschweren dürfen. Wenn man so will, haben die Kölner zurück zum Spielglück gefunden. Das Spielglück, das in den vergangenen Wochen verloren gegangen schien. Der von Timo Hübers geäußerten Wahrnehmung, der FC habe die Begegnung gegen Ulm verdient gewonnen, dürfte der neutrale Beobachter zumindest mit ein paar Fragezeichen gegenüberstehen.

Nein, ordentlich war der Auftritt wirklich nicht. Ehrlich gesagt ist der FC besonders glücklich mit einem blauen Auge davon gekommen. Wieder einmal. Und so langsam beschleicht einen das Gefühl, dass ein blaues Auge am Ende nicht reichen wird.

Trotz mäßiger Leistung: FC einer der Gewinner des Spieltags – denn die Konkurrenz patzt

Kein Sieger im Duell Eintracht Braunschweig gege
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Trotz mäßiger Leistung: FC einer der Gewinner des Spieltags – denn die Konkurrenz patzt

Zwar tat sich Köln gegen Ulm erstaunlich schwer, erreichte mit Mühe einen knappen 1:0-Erfolg, doch der Sieg war am Ende erstaunlich viel wert. Der 1. FC Köln ist einer der Sieger des 25. Spieltags. Denn die Konkurrenz patzte bis auf eine Ausnahme durch die Bank weg.

Der FC hat mit dem 1:0 über Ulm nicht nur drei Punkte eingefahren, die Kölner stehen auch wieder auf einem direkten Aufstiegsplatz. Das aber mit freundlicher Unterstüzung. Der 1. FC Köln ist einer der Sieger des 25. Spieltags.

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Auch, wenn Timo Hübers nach dem 1:0 von einem verdienten Erfolg und Gerhard Struber von einer ordentlichen Leistung sprachen, am Ende des Tages war der mühsame Erfolg gegen den SSV Ulm am Samstagnachmittag mit einer gehörigen Portion Glück verbunden. Zumindest hatten wohl nicht mehr alle Fans mit dem erlösenden Treffer von Luca Waldschmidt gerechnet. Tatsächlich begegneten sich die beiden Teams bei den Spatzen auf Augenhöhe. Am Ende reichte es beim Effzeh mal wieder zu einem 1:0-Erfolg, dem achten in der laufenden Spielzeit. Der FC hat sich damit wieder zurück im Aufsstiegsrennen gemeldet, liegt weiterhin nur einen Zähler hinter dem Spitzenreiter aus Hamburg, der erstaunlich leichtes Spiel mit der Fortuna aus Düsseldorf hatte und 4:1 gewann.

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Nur der Hamburger SV gewinnt

Und da auch die Konkurrenz wieder ordentlich für die Kölner spielte, ist der FC trotz eher mäßiger Leistung einer der beiden großen Gewinner des Spieltags. Denn die Geißböcke haben sich durch den Erfolg über den SSV wieder auf Platz zwei der Tabelle geschoben. Und das, weil die Liga in dieser Saison einfach zu ausgeglichen ist, sich mal abgesehen vom Hamburger SV auch spielerisch keine Mannschaft besonders hervortut. So trennten sich der 1. FC Kaiserslautern und die SV Elversberg am vergangenen Freitag 1:1. Auch der 1. FC Magdeburg kam gegen die SpVgg Greuther Fürth nicht über ein Remis hinaus. Und auch am Sonntag wollten zwei direkte Konkurrenten der Geißböcke nicht dreifach punkten. Der SC Paderborn tat sich überraschend schwer mit Jahn Regensburg, kam nicht über ein 0:0 hinaus. Hannover 96 rettete mit einem Treffer in der Nachspielzeit einen Punkt gegen Eintracht Braunschweig.

Somit ordnet sich auch der 1:0-Erfolg der Geißböcke ganz anders ein. Immerhin hat der FC als einziger Verfolger sein Duell gegen einen vermeintlich leichteren Gegner auch gewonnen. Am kommenden Samstag werden die Kölner dennoch eine ordentliche Leistungssteigerung benötigen. Zwar ist mit dem SV Darmstadt ebenfalls ein Gegner aus dem unteren Tabellendrittel zu Gast. Wie schwer die Aufgabe gegen die Lilien sein kann, erfuhr nicht nur der KSC am Freitag beim 0:3, der FC hat bekanntlich auch schon seine Erfahrung mit dem SC gemacht



Trotz drohender Nullnummer wieder einmal kein Vertrauen in die eigene Bank

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Trotz drohender Nullnummer wieder einmal kein Vertrauen in die eigene Bank

Das Duell der Geißböcke gegen den SSV Ulm hatte über weite Strecken schon den Anschein, eine Nullnummer zu werden. Trotz der fehlenden Torgefahr der Kölner ließ Trainer Gerhard Struber Neuzugang und Stoßstürmer Imad Rondic neben weiteren Akteuren auf der Bank des 1. FC Köln: Wie viel Vertrauen hat Gerhard Struber in seine Bank?

Weder Imad Rondic noch Marvin Obuz oder der aus der Kölner Reserve hochgezogene Oliver Schmitt bekamen von Gerhard Struber Spielzeit gegen Ulm. Offensichtlich traute der Coach keinem der Offensivspieler eine Verstärkung des Kölner Spiels zu – und das bei einem Duell, das erst in der in den letzte Minuten durch Luca Waldschmidt entschieden wurde für den 1. FC Köln: Wie viel Vertrauen hat Gerhard Struber in seine Bank?

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FC-Trainer Gerhard Struber schüttelte fast unmerklich den Kopf und blickte danach auf die Uhr, als könne auch er das Ende des Spiels kaum erwarten. Der Trainer wirkte nervös, wohl wissend, dass ein Sieg gegen den Tabellenvorletzten angesichts der Tabellenkonstellation unabdingbar war. Das Spiel der Geißböcke dürfte Strubers Pulsschlag aber nicht wirklich beruhigt haben, denn gerade im zweiten Abschnitt gerieten die Geißböcke phasenweise deutlich ins Schleudern, strahlten erneut so gut wie keine Torgefahr aus. Umso erstaunlicher, mit welch stoischer – oder eher struberscher Ruhe der Coach seine Offensivreihe agieren ließ. Denn Wechsel, um den Angriff noch einmal zu beleben, waren in Ulm bei den Kölnern genauso Mangelware wie erspielte Torchancen.

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Struber schöpft sein Wechselkontingent nicht aus

Zumindest wird sich der ein oder andere Fan – gerade ob der nicht vorhandenen Torausbeute, der fehlenden Dominanz und der mangelnden spielerischen Mittel – gewundert haben, warum Struber gerade im späteren Spielverlauf keine offensive Veränderungen der Mannschaft vornahm. Zwar wechselte der Kölner Cheftrainer in der 62. Minute, ersetzte Denis Huseinbasic mit Dejan Ljubicic, eine Verstärkung der Offensive blieb aber weiterhin aus. Auch, weil der Österreicher nicht wirklich Einfluss auf die Begegnung nahm. Steffen Tigges rackerte zwar, wirkte aber mitunter wie ein Fremdkörper im Kölner Spiel. Und so wird die Frage erlaubt sein, warum Struber sein Wechselkontingent erneut nicht ausnutzte, um mehr Offensivgefahr auf den Platz zu bringen.

Nach den Ausfällen von Linton Maina, Damion Downs und dann auch doch wieder Tim Lemperle war die Bank sichtbar ausgedünnt, doch saß dort unter anderem Stoßstürmer Imad Rondic einsatzbereit. Eine Chance bekam der Neuzugang gegen Ulm nicht. Auch nicht, als alles auf eine müde Nullnummer hindeutete. 1,5 Millionen Euro haben sich die Geißböcke die Dienste des Bosniers kosten lassen. Schon in der vergangenen Woche überraschte Christian Keller mit der Aussage, Rondic sei nicht als Soforthilfe geholt worden. Erstaunlich, warum man diesen Deal im Winter dann überhaupt unbedingt umsetzten wollte – selbst, als Lodz in einen öffentlich ausgetragenen Poker einstieg. Großes Vertrauen in Rondic bewies Struber am Samstagmittag jedenfalls nicht.

Frage nach dem Vertrauen in die Bank

Ähnlich scheint auch das Verhältnis zu Marvin Obuz zu sein. Zwar hatte Struber Ende letzten Jahres wieder einmal erklärt, welche Bedeutung der Offensivspieler für die Mannschaft habe, das spiegelt sich aber mal so gar nicht in Einsatzzeit wieder. In diesem Jahr kommt der gebürtige Kölner in der Liga auf genau einen Einsatz. 14 Minuten stand Obuz gegen den HSV auf dem Platz. Möglicherweise hätte der Youngster die Offensive beleben können. Auch Oliver Schmitt saß 90 Minuten auf der Bank, verpasste seinen zweiten Einsatz für die Profis. Der zweite Wechsel der Kölner in der 81. Spielminute schien von Struber nicht unbedingt so geplant gewesen zu sein. Denn nachdem Joel Schmied deutlich anzeigte, dass es für ihn nicht weitergehe, brachte Struber den angeschlagenen Dominique Heintz. Der Routinier war zuvor mit Leart Pacarada zusammen mit dem Zug nach Ulm gereist, da er unter der Woche noch an einem Infekt litt und erst zum Duell wieder fit war. Ein Einsatz von Heintz hätte wohl aber ohne das Aus von Schmied nicht stattgefunden.

Der dritte und letzte Wechsel der Kölner war dann wohl ebenfalls nicht zur spielerischen Veränderung der Kölner gedacht, sondern sollte wohl eher Zeit von der Uhr nehmen. So brachte Struber in der zweiten Minute der Nachspielzeit noch Pacarada für Max Finkgräfe. Als besonders wechselfreudig gilt Struber ohnehin nicht. Die spärlichen Wechsel gegen Ulm werfen allerdings neben den gesundheitlichen Aspekten schon Fragen nach dem Vertrauen in seine Auswechselspieler auf. Das scheint trotz der angespannten Personalsituation nicht überall besonders groß zu sein. Dabei wies alleine die Kölner Bank, zumindest was den Kaderwert angeht, nahezu den Wert der kompellen Ulmer Mannschaft auf. Die Vergangenenheit offenbart aber auch die Wahrheit, dass die Joker in der aktuellen Saison nicht immer mit Qualität punkten konnten.

Wenig Torbeteiligung der Kölner Joker

So kommt der FC gerade einmal auf vier Jokertore durch Damion Downs, Luca Waldschmidt und Linton Maina sowie einen Assist durch Florian Kainz. Die beteiligten Akteure standen am Samstag entweder auf dem Platz oder verletzungsbedingt nicht im Spieltagskader. Mehr als 50 weitere Offensiveinwechslungen blieben dagegen ohne Torbeteiligung. Somit kommt das mangelnde Vertrauen in die zweite Reihe vielleicht nicht von ungefähr – zumindest statistisch. Immerhin zahlte sich am Ende das in Luca Waldschmidt für den FC aus.