Köln gegen Hertha – Traumtore, unfassbare Fehlschüsse und Rekorde

Timo Hübers erzielt das Tor des Monats
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Köln gegen Hertha – Traumtore, unfassbare Fehlschüsse und Rekorde

Für den 1. FC Köln steht am Samstagabend das Heimspiel gegen Hertha BSC auf dem Spielplan. Eine schwere Aufgabe und ein Duell mit Tradition und besonderen Ereignissens für den 1. FC Köln: Unvergessene Momente gegen Hertha BSC.

Eine unvergessene Kulisse, ein legendärer Fehlschuss und gleich mehrere Traumtore, auch für den 1. FC Köln: Unvergessene Momente gegen Hertha BSC.

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Ein volles Haus erwarten die Kölner am Samstagabend, wenn es zum Flutlichtspiel im eigenen Stadion kommt. Vor mehr als 50 Jahren verfolgten genau jene Begegnung sogar mehr als 88.000 Zuschauer im Olympiastadion, es gibt auch weitere Quellen, die die Zahl auf mehr als 100.000 Zuschauern beziffern. Offiziell sind es 88.075 – bis heute der Bundesliga-Rekord. Der FC unterlag damals 0:1. „Ich glaube Hertha wird im Olympiastadion – übrigens ein tolles Publikum – kaum ein Spiel verlieren“, sagte damals der Kölner Keeper Manfred Manglitz. Dass die Hertha durchaus zu Hause Spiele verlieren kann, zeigt schon der Umstand, dass die beiden Teams nun in der 2. Bundesliga aufeinandertreffen. Und im Hinspiel im Herbst vergangenen Jahres fügten die Kölner der Alten Dame eine bittere Pleite zu.

Adamyans legendärer Fehlschuss

Beim letzten Duell in der Hauptstadt zuvor kassierten die Kölner allerdings eine schmerzhafte Niederlage. Und das 0:2 im November 2022 dürfte einigen Kölner Spielern noch besonders in Erinnerung sein. Linton Maina scheiterte beispielsweise, als er alleine aufs Berliner Tor zulief. Unvergessen aber der kuriose Fehlschuss von Sargis Adamyan. Ein starker Ball von der rechten Seite passierte den Berliner Keeper und der Armenier stand vielleicht drei Meter vor dem leeren Tor. Wie auch immer brachte es der Angreifer fertig, den Ball über die Latte zu bugsieren. Nur wenige Minuten später hatte Adamyan das Tor erneut auf dem Fuß, scheiterte aber auch bei der weiteren Aktion. Die vergebene Möglichkeit aus drei Metern schaffte es aber in einige Bundesliga-Jahresrückblicke.

Tor des Monats und Tor des Jahres

Deutlich besser machte es Timo Hübers im folgenden Heimspiel gegen die Alte Dame. Der FC setzte sich im Mai 2023 mit 5:2 gegen die Hertha durch. Der Innenverteidiger trug sich gleich doppelt in die Torschützenliste ein. Zudem trafen auch Davie Selke, Ellyes Skhiri und Denis Huseinbasic. Doch damit nicht genug: Hübers erzielte sogar das Tor des Monats. Nach einer Flanke von Maina war der Abwehrspieler damals mit der Hacke zur Stelle und traf sehenswert. Insgesamt das dritte Tor des Monats in Begegnungen der beiden Teams. Hannes Löhr hatte 1976 mit einem Distanzschuss ebenfalls ein Traumtor geschossen. Unvergessen (leider) auch das Tor von Berlins Alex Alves. Der Brasilianer traf 2000 vom Anstoßpunt sogar zum Tor des Jahres. Dirk Lottner hatte unmittelbar zuvor zum Kölner 2:0 getroffen, die Begegnung ging 2:4 verloren.

Am Samstagabend muss es für die Kölner sicherlich kein Traumtor geben. Den rund 50.000 FC-Fans dürften drei Punkte sicherlich reichen.


Wie wahrscheinlich ist der Aufstieg des 1. FC Köln? Die Ausgangslage ist gut, mehr aber auch nicht

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Wie wahrscheinlich ist der Aufstieg des 1. FC Köln? Die Ausgangslage ist gut, mehr aber auch nicht

Mit dem Erfolg über den SC Paderborn ist den Kölnern ein großer Schritt Richtung Bundesliga gelungen. Doch es sind noch sieben Spieltage zu gehen und das Aufstiegsrennen ist spannend wie selten zuvor. Wie wahrscheinlich ist der Aufstieg des 1. FC Köln?

Als „Big Points“ haben die Kölner den Erfolg beim SC Paderborn eingeordnet. Tatsächlich ist die Ausgangslage beim FC nach dem Erfolg eine richtig gute, aber sicher ist in der engen 2. Bundesliga noch nichts. Wie wahrscheinlich ist der Aufstieg des 1. FC Köln?

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Der Tenor der Kölner ist dieser Tage eindeutig: Der Fokus liegt auf dem kommenden Spiel und dann auf dem nächsten, bevor das nächste ansteht, werden die FC-Protagonisten nicht müde, zu betonen. „Wir haben uns in den letzten Monaten eine gute Ausgangslage erarbeitet“, sagte beispielsweise Leart Pacarada am Mittwoch. „Das nächste Spiel ist das wichtigste.“ Ähnlich hörten sich dann auch am Donnerstag die Worte von Gerhard Struber und Thomas Kessler auf der obligatorischen Spieltags-Konferenz an. An einen möglichen Aufstieg soll jedenfalls momentan kein Gedanke verschwendet werden. Kein Wunder, es sind noch sieben Begegnungen zu gehen und auch nach dem 27. Spieltag ist diese 2. Bundesliga eine der engsten, die es in ihrer Geschichte gegeben hat. Immerhin dürfen sich neun Mannschaften noch berechtigte Hoffnungen auf den Gang in Liga eins machen.

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Der Aufstiegskampf bleibt spannend

Und doch ist es in einer leicht zu euphorisierenden Stadt wie Köln kein Wunder, dass der Rechenschieber nach dem 2:1-Erfolg über den SC Paderborn am vergangenen Wochenende schon einmal herausgekramt wurde. Die Sachlage ist eigentlich recht einfach. Der FC führt die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung vor dem Hamburger SV an, auf Rang drei folgt der 1. FC Kaiserslautern mit vier Punkten Rückstand auf den FC (und einer ähnlichen Torbilanz), Paderborn hat schon fünf Punkte Rückstand auf die Geißböcke, wenn auch die leicht bessere Torbilanz. Heißt im Umkehrschluss, Kaiserslautern braucht in den verbleibenden sieben Spielen einen Sieg und ein Remis mehr als der FC, Paderborn im Grunde zwei. Dabei haben die Kölner in dieser Spielzeit die meisten Siege eingefahren. Die Ausgangslage ist also gut, allerdings ganz sicher auch nicht überragend.

Denn schon die kommende Begegnung gegen Hertha BSC schätzen die Kölner Verantwortlichen als sehr schwer ein. Und sollten die Geißböcke gegen Hertha verlieren, Paderborn wiederum am Freitag beim Kellerkind aus Braunschweig oder Kaiserslautern am Samstag in Magdeburg gewinnen, dann sieht die Rechnung schon wieder ganz anders aus. Ganz abgesehen davon, dass der HSV die Kölner dann mit einem Remis von Rang eins verdrängen würde. Der Aufstiegskampf ist also alles andere als entschieden und entspricht ganz sicher auch nicht einer besonders hohen Aufstiegswahrscheinlichkeit. Denn bekanntlich ist jede Statistik nur so gut, wie man sie lesen will. Tatsächlich sind seit der Einführung der Drei-Punkte-Regel 27 der 29 Tabellenführer des 27. Spieltags auch aufgestiegen. Eine beeindruckende Bilanz. Nur sagt diese noch nichts über den Aufstieg in dieser Spielzeit aus.

„Es wird gefährlich, wenn wir uns darauf einlassen würden“

Sollten die Kölner beispielsweise am Samstag die Tabellenführung wieder abgeben, wäre die Rechnung eine ganz andere. Denn von den Tabellenzweiten der 2. Bundesliga nach dem 28. Spieltag verpasste ein halbes Dutzend den Aufstieg – unabhängig von der Spitzenreiterposition am 27. Spieltag. Mal ganz abgesehen davon, dass der Abstand zwischen Rang eins und Rang vier erst drei Mal in der Geschichte knapper als in dieser Saison war. Und in diese Spielzeiten fallen dann auch die beiden Nicht-Aufsteiger der 2. Bundesliga, die nach dem 27. Spieltag die Tabelle noch angeführt haben. Sprich: Drei Mal betrug der Abstand zwischen Rang eins und Rang vier weniger als sechs Punkte, zwei Mal verpasste der Spitzenreiter dann den Aufstieg. In den anderen 26 Fällen betrug der Abstand im Schnitt mehr als zehn Punkte.

Insofern sind auch die Worte von Gerhard Struber eindeutig. „Rechnen tun andere. Wir wollen uns nicht mit Gedankenspielen oder mathematischen Meisterleistungen verzetteln“, sagte der 48-Jährige. „Es wird gefährlich, wenn wir uns darauf einlassen würden. Das machen wir nicht und dafür haben wir auch keine Zeit.“ Zumal der Fußball zu viele Unwägbarkeiten im Köcher hat, wie unlängst Drittligist Arminia Bielefeld dem Kölner Nachbar und Deutschen Meister eindrucksvoll im Pokal aufzeigte und für eine Aufstiegswahrscheinlichkeit das Restprogramm, die Verletztenliste, Tagesform und und und ebenfalls entscheidende Faktoren sind. Natürlich stehen die Chancen der Kölner nicht schlecht. Der FC hat den Aufstieg in der eigenen Hand und kann am Samstagabend den nächsten wichtigen Schritt gehen. Und da zum Beispiel Kaiserslautern auf einen direkten Konkurrenten trifft, würde dem FC ein Sieg weiter Luft verschaffen.

Eigentlich ist die Rechnung am Ende des Tages ganz einfach. Fahren die Kölner in den verbleibenden Spielen die gleiche Anzahl an Punkten ein wie die Konkurrenz (oder mehr), dann liegt der Aufstieg nicht mehr in der Wahrscheinlichkeit, dann ist er sicher.

 

Comeback-Plan beim 1. FC Köln: Zuversicht bei Linton Maina

Linton Maina bleibt aktuell nur die Rolle des Zuschauers
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Comeback-Plan beim 1. FC Köln: Zuversicht bei Linton Maina

Seit Anfang März fehlt Linton Maina aufgrund einer Sprunggelenksverletzung. Ein schmerzhafter Ausfall, denn der 25-Jährige ist einer der Topscorer des 1. FC Köln: Linton Maina glaubt an sein Comeback.

Er ist einer der absoluten Gewinner der bisherigen Saison. Dementsprechend fehlt der gebürtige Berliner dem 1. FC Köln: Aber Linton Maina glaubt an sein Comeback und will in dieser Saison wieder auf dem Platz stehen.

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Eigentlich war es eine beeindruckende Saison, die Linton Maina bis dato absolviert hat. Der Außenbahnspieler hat zumindest nach der durchwachsenen vergangenen Spielzeit zurück zu alter Form gefunden, ist beim FC einer der absoluten Leistungsträger und mit seinen Vorlagen auch ein Garant für den Erfolgskurs, den die Geißböcke seit Oktober letzten Jahres fahren. Doch der März hat die Spielzeit verändert. Maina zog sich im Duell gegen den Karlsruher SC eine schwere Sprunggelenksverletzung zu, fehlt dem FC seit dem Spiel gegen den Karlsruher SC. „Ich habe sofort gemerkt, dass etwas nicht so ist, wie es sich normalerweise anfühlt und etwas gerissen ist“, sagt Maina nun im Interview gegenüber fc.de. „Ich dachte zunächst, ich könnte das Spiel noch durchhalten, habe dann aber relativ schnell gemerkt, dass es keinen Sinn mehr macht.“

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„Es gibt keinen guten Zeitpunkt für eine Verletzung“

Tatsächlich war in den Folgetagen schnell klar, dass die Verletzung zu gravierend ist, dass Maina dem FC für längere Zeit fehlen würde. Ein bitterer Verlust. In einer Saison, in der die lahmende Offensive das größte Problem eines Aufstiegskandidaten ist, sind wettbewerbsübergreifend zwölf Vorlagen und fünf Tore schon ziemlich beeindruckend. Nun fehlen dem FC die Torbeteiligungen in einer nicht ganz unwichtigen Saisonphase. „Es gibt keinen guten Zeitpunkt für eine Verletzung, dieser war aber mit der blödeste, weil ich nur noch kurz mitwirken kann“, sagt der 25-Jährige. Tatsächlich spielen die Kölner um den Aufstieg und damit auch um die Zukunft des gebürtigen Berliners. Denn Maina kann sich einen Verbleib beim FC in der Theorie zwar vorstellen, allerdings nur, wenn die Kölner auch aufsteigen.

Maina sei „froh, wie es aktuell läuft. Es spielen wieder andere Spieler wie beispielsweise Luca, der in Topform ist und uns mit sehr wichtigen Toren geholfen hat.“ Doch der gebürtige Berliner würde natürlich lieber selbst wieder spielen. Gerne auch am Samstag gegen den Club aus seiner Heimat. Und Maina war als Kind sogar Fan der Hertha, wollte bei der Alten Dame spielen. „Ich hatte Poster an der Wand, war im Stadion, habe beim Training zugeguckt. Union war für mich ein bisschen zu weit weg, deshalb hatte ich mit dem Verein nicht so viel Berührungspunkte“, sagt Maina. Doch das Spiel gegen Hertha kommt noch viel zu früh. Die Verletzung ist schwerwiegender. Am Donnerstag hatte Gerhard Struber schon angedeutet, dass die Fortschritte gut seien. Und auch Maina ist zuversichtlich: „Ich bin eine Woche früher dran als geplant. Ich hoffe und denke, dass ich in den letzten Spielen noch zum Einsatz kommen kann.“

Fünf Gründe, warum es am Ende für den 1. FC Köln zum Aufstieg reicht

Die Spieler des 1. FC Köln jubeln
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Fünf Gründe, warum es am Ende für den 1. FC Köln zum Aufstieg reicht

Der FC ist mit einem Sieg ins Saisonfinale gestartet. Nun warten noch sieben Hürden Richtung Aufstieg. Der Vorsprung ist nach wie vor nicht groß und dennoch stehen die Chancen sehr gut, dass es am Ende reicht. Fünf Gründe, warum der 1. FC Köln aufsteigt.

Nach der 1:2-Niederlage gegen den SC Paderborn im vergangenen Oktober hat sich diese Entwicklung nicht angedeutet. Denn nach dem 2:1-Erfolg über die Ostwestfalen deuten die Vorzeichen für die Geißböcke doch auf Rückkehr in die Bundesliga. Fünf Gründe, warum der 1. FC Köln am Ende dieser Spielzeit aufsteigt.

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Der FC kann doch Spitzenspiel: Zwar mischen die Kölner seit Monaten oben in der Spitzengruppe fleißig mit, haben mit Abstand die meisten Spiele der Liga gewonnen und doch gab es diesen kleinen, faden Beigeschmack. Ausgerechnet gegen die Top-Teams fiel den Geißböcken das Gewinnen besonders schwer. Bis zum vergangenen Wochenende hatte der FC nur eine von sieben Begegnungen gegen die Mannschaften aus der Top-Sechs für sich entschieden. Mit dem 2:1-Erfolg über den SC Paderborn hat der FC diese Bilanz schon mal deutlich aufpoliert. In den verbleibenden sieben Partien warten mit Hannover 96 und dem 1. FC Kaiserslautern ohnehin nur noch zwei weitere (tabellarisch) große Kaliber.

Lösbare Aufgaben, einige Rückkehrer

Restprogramm: Auch, wenn die Saison noch sieben Spiele vor der Brust hat, könnten bereits die kommenden Begegnungen einen vorentscheidenden Charakter haben. Denn die Kölner bekommen es in den Begegnungen gegen Hertha, Greuther Fürth und Preußen Münster zunächst mit drei Mannschaften aus der unteren Tabellenregion zu tun. Verfolger Hamburg spielt in diesem Zeitraum genauso gegen den 1. FC Nürnberg wie die weiteren Topteams SC Paderborn und der 1. FC Kaiserslautern. Auch insgesamt ist das Restprogramm für den FC im Vergleich zur Konkurrenz sicher kein verkehrtes. Einzig der HSV hat es noch leichter, spielt (abgesehen von Nürnberg) nur noch gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte. Sicher hätten die Kölner dennoch das Thema Aufstieg gerne schon vor den Abschlussspielen in Nürnberg und gegen Lautern in trockene Tücher gepackt.

Rekonvaleszenten: Die Kölner haben unfreiwillig bewiesen, dass die Breite des Kaders dann doch nicht ganz so schlecht ist, wie in den vergangenen Wochen oft zu hören oder zu lesen war. In Sachen Joker hat der FC noch viel Luft nach oben. Dennoch war die Mannschaft am Samstag gut genug. Und in den kommenden Wochen wird sich der Kader auch weiter in der Breite wieder der Norm annähern. Dominique Heintz dürfte schon gegen Hertha BSC wieder auf dem Platz stehen. Auch bei der Rückkehr von Luca Waldschmidt kann es sich eigentlich nur um eine Frage der Zeit handeln. Julian Pauli steht ebenfalls in den Startlöchern. Mit Timo Hübers und Damion Downs wird in den kommenden Wochen wieder weitere Qualität zur Mannschaft stoßen und mit ein wenig Glück werden auch Linton Maina und Jusuf Gazibegovic für die Crunchtime fit werden.

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Form und Moral scheinen zu passen

Moral: Leart Pacarada brachte es am Mittwoch nach dem Training auf den Punkt. „Das gibt uns sehr viel Rückenwind, vor allem, weil wir das Gefühl haben, dass man uns das nicht zugetraut hat. Das war eine echte Genugtuung. Es war ein wichtiger Sieg zum richtigen Zeitpunkt. Da kann man schon stolz auf die Mannschaft sein“, sagte der Außenverteidiger zum 2:1-Erfolg. Besonders die Umstände und Vorzeichen um und auf das Spiel waren alles andere als glücklich für die Geißböcke. Viel zu viele verletzte Spieler, die schlechte Bilanz gegen die Mannschaften von oben, der eher selten überzeugende Fußball. Und doch zeigten die Kölner eine ordentliche Leistung gegen den SCP, ließen sich auch nicht von einem Rückstand aus der Bahn werfen und bewiesen Moral. Eben jene Moral, auf die es bis zum Saisonende ankommen wird.

Aufstiegsform: Der FC zeigt in einigen Mannschaftsteilen eine beeindruckende Form. Marvin Schwäbe überzeugt etwa seit Wochen, hat in seinen bisherigen 17 Ligaspielen nur zwölf Tore kassiert. Sowohl gegen Darmstadt als auch gegen Paderborn hielt der Keeper den Sieg in der Schlussphase mit starken Paraden fest. Auch Luca Waldschmidt findet immer besser in die Mannschaft, war in den vergangenen drei Spielen immer an den entscheidenden Toren beteiligt. Mit Tim Lemperle hat der FC zudem lang vermisste Qualität zurückgewonnen. Qualität, die auch Neuzugang Imad Rondic offensichtlich stärker macht. Dazu beweisen auch Spieler wie Max Finkgräfe und Jan Thielmann ansteigende Form.

Der 1. FC Köln spielt am kommenden Samstag im Sondertrikot

Linton Maina stellt das Sondertrikot vor (Quelle: 1. FC Köln)
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Der 1. FC Köln spielt am kommenden Samstag im Sondertrikot

Der 28. Spieltag der zweiten Bundesliga steht beim FC unter einem besonderen Motto: Beim Heimspiel gegen Hertha BSC feiert der 1. FC Köln die Vielfalt. Der 1. FC Köln spielt gegen Hertha BSC im Sondertrikot.

Im Zuge der Saisonpartnerschaft „FC-Doppelpass“ mit dem ColognePride e.V. nimmt der 1. FC Köln gemeinsam mit der FC-Stiftung und zahlreichen Partnern das Thema Diversity in den Fokus. Beim Heimspiel gegen Hertha BSC feiert der FC die Vielfalt. Der 1. FC Köln spielt gegen Hertha BSC im Sondertrikot.

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„Ich bin als gebürtiger Kölner stolz, dass der FC da ein Zeichen setzt“, so Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung auf der Pressekonferenz vor Berlin. Denn am Samstag, den 5. April, laufen die Geißböcke im „Diversity-Trikot“ auf. Am 28. Spieltag der zweiten Bundesliga steht für den Verein das Heimspiel gegen Hertha BSC an. Und die Fans dürfen sich auf ein farbenfrohes Stadion freuen. Denn im Zuge der Saisonpartnerschaft „FC-Doppelpass“ mit dem ColognePride e.V. nimmt der 1. FC Köln gemeinsam mit der FC-Stiftung und zahlreichen Partnern das Thema Diversity in den Blick. Und so empfängt das Kölner Stadion die Zuschauer nicht nur mit in Regenbogenfarben leuchtenden Pylonen. Die Bandenwerbung der Partner und die Fahnen vor dem Stadion werden wieder bunt. Die Kapitänsbinde und sogar die Decke von Hennes IX. werden ebenfalls in Regenbogenfarben leuchten.

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Engagement für Vielfalt im Sport und in der Gesellschaft

Im Vorfeld der Partie erklingt die FC-Hymne von Fan Fabrice, der mit einem Down-Syndrom lebt. Begleitet wird er bei seiner besonderen Panflöten-Version von den Höhnern. Im Zuge der Kampagne „Lebe wie du bist“ ist im FC-Fanshop bereits ab Montag die passende Kollektion erhältlich. „Unser Engagement für Vielfalt im Sport und in der Gesellschaft ist ein zentraler Wert, der in der FC-Satzung verankert ist und von unseren Partnern begeistert mitgetragen wird. Wir freuen uns sehr, dass die Tradition des Diversity-Spieltags in dieser Saison durch die Doppelpass-Partnerschaft mit ColognePride einen besonderen Impuls erhält“, sagte FC-Geschäftsführer Philipp Türoff. „Wir bedanken uns für die langjährige Unterstützung in diesem Thema, für das wir uns gerade in der aktuellen Zeit gar nicht laut genau einsetzen können.“ Der Verein setzt sich damit für Vielfalt und Gleichberechtigung, Akzeptanz und gegen Diskiminierung und Ausgrenzung im Sport und in der Gesellschaft ein.

Auch die FC-Frauen spielen bei ihrem Heimspiel am Sonntag, den 27. April im Franz-Kremer-Stadion im „Diversity-Trikot“, das zusammen mit Rewe, der DEVK sowie Ausrüster Hummel entworfen wurde. Zur Kollektion gehören ebenfalls die Aufwärmtrikots, ein Hoodie und vieles mehr. Das Trikot selber ist in limitierter Stückzahl ab Donnersstag im Fanshop des 1. FC Köln sowie im Onlineshop erhältlich. Für das Design gab es jedoch nicht nur Zustimmung. Auf dem Instagram-Kanal des Vereins kritisierten User die farbliche Gestaltung. Vor allem das Wappen sorgte für Diskussionen. „Die Farben unseres Wappen sind unantastbar!!🔴⚪️“, heiß es in einem Kommentar. Das Vereinswappen ist in diesem Jahr ebenfalls in Regenbogenfarben gehalten.


Gerhard Struber mit warmen Worten: Wie wichtig wird Denis Huseinbasic für den 1. FC Köln?

Gerhard Struber und Denis Huseinbasic vom 1. FC Köln
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Gerhard Struber mit warmen Worten: Wie wichtig wird Denis Huseinbasic für den 1. FC Köln?

Auch für Denis Huseinbasic verläuft die Spielzeit bislang nicht wirklich konstant. Zuletzt blühte der Mittelfeldspieler wieder auf und erhielt nun viel Lob von Gerhard Struber. Wie wichtig wird Denis Huseinbasic für den 1. FC Köln?

Gegen Paderborn erzielte der 23-Jährige den entscheidenden Treffer, sein drittes Saisontor. Wie wichtig wird Denis Huseinbasic für den 1. FC Köln im Endspurt? Vom trainer gibt es jedenfalls viel Lob.

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Der Jubel war schon besonders ausgelassen, vielleicht auch ein wenig befreit. Denis Huseinbasic hielt sich die Finger an die Ohren, grinste über das ganze Gesicht. Kein Wunder, der 23-Jährige hatte die Kölner gegen den SC Paderborn nach Rückstand und unter schwierigen Bedingungen in Führun gebracht und letztlich sogar den entscheidenden Treffer ezielt. „Jeder weiß, dass ich eine schwere Phase hatte. Ich habe aber weiter an meine Fähigkeiten geglaubt und hatte heute das Glück auf meiner Seite“, sagte der Spieler später noch immer strahlend in der Mixed Zone der Home Deluxe Arena. Das Glück hatte der 23-Jährige auf seiner Seite, denn der Schuss war dann doch entscheidend von SCP-Abwehrmann Tjark Scheller abgefälscht worden. Möglicherweise wäre das Tor sonst nicht gefallen.

„Wir sind sehr happy, dass wir ihn so wieder zurückhaben“

So aber erzielte der Mittelfeldspieler die Führung und krönte eine gute Leistung mit dem dritten Saisontor. Dabei war der Saisonverlauf bislang alles andere als glücklich für Huseinbasic, nicht auf konstant hohem Niveau. Nach einer Verletzung im Winter folgte gegen Eintracht Braunschweig die Höchststrafe. Huseinbasic wurde ein- und vor dem Schlusspfiff schon wieder ausgewechselt. Zwar nahm Gerhard Struber die offensichtliche Fehlbesetzung später auf seine Kappe, doch so wirklich glücklich war der Spieler nicht. „Er ist auch ein Spieler, der hin und wieder ein gewisses Tal durchschreitet“, sagte der Kölner Trainer. „Es zeichnet den Denis aus, dass er dann auch kritisch mit sich ist und dran bleibt und versucht, sich zu verbessern.“ Und so ließ sich der 23-Jährige auch nicht aus der Bahn werfen, als er im März nicht für die A-Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina nominiert wurde.

Im Gegenteil, gegen Paderborn drehte Huseinbasic wieder auf. „Denis ist ein hochveranlagter Techniker, der viel mit dem Ball mitbringt und für uns auch was die Kreativität, die Spielkontrolle und in weiterer Folge auch die Dominanz angeht, viel entwickeln kann. Wir sind sehr happy, dass wir ihn so wieder zurückhaben“, sagte Struber. „Er ist jetzt im Aufwind. Wir unterstützen ihn. Wir hoffen, dass er im nächsten Spiel den nächsten Schritt setzen kann.“ Dabei geht mehr als der entscheidenden Treffer gegen einen direkten Konkurrenten doch eigentlich gar nicht. Vielleicht ein Kantersieg. „Mir ist egal, wie hoch wir gewinnen. Am Ende ist so ein Sieg mit den Emotionen für mich sogar schöner“, so Huseinbasic. Daran kann der Mittelfeldspieler gegen Hertha gerne anknüpfen.

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Aufstieg: Die nächsten drei Spiele könnten für den 1. FC Köln schon vorentscheidend sein

Gerhard Struber Trainer des 1. FC Köln
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Aufstieg: Die nächsten drei Spiele könnten für den 1. FC Köln schon vorentscheidend sein

Nach dem 2:1-Erfolg über den SC Paderborn haben die Kölner die Tabellenführung wieder übernommen und sprachen anschließend von „Big Points“. Tatsächlich geht es beim FC gerade in die richtige Richtung. Nicht nur das: Für den 1. FC Köln sind die kommenden drei Spiele vorentscheidend.

Lange war der Kampf um den Aufstieg in der 2. Bundesliga historisch eng. Auch aktuell ist das Rennen noch komplett offen. Das kann sich aber schon sehr bald ändern. Für den 1. FC Köln sind die kommenden drei Spiele vielleicht sogar vorentscheidend. Und der 1. FC Nürnberg könnte eine entscheidende Rolle übernehmen.

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Das fast schon unwirklich erscheinende Verletzungspech, die Statistik gegen die „großen“ der Liga und die fehlende spielerische Klasse der vergangenen Woche – es hat am Samstag nicht viel für einen Erfolg der Geißböcke in Paderborn gesprochen. Der FC fuhr aber nicht nur drei Punkte ein und ging nicht nur als verdienter Sieger vom Platz, vielmehr waren die Geißböcke der große Gewinner des Spieltags. Denn während die Kölner ihren zweiten Sieg gegen eine Mannschaft aus der Top-Sechs einfuhren (dazu noch einen verdienten), patzte die Konkurrenz. Abgesehen vom 1. FC Kaiserlautern, die Pfälzer setzten sich im direkten Duell gegen Fortuna Düsseldorf durch und sprangen so auf den Relegationsplatz. Der FC geht als Spitzenreiter in die letzten Saisonspiele und hat möglicherweise sogar schon mehr als ein paar Big Points eingefahren.

Berlin ist für den 1. FC Köln ein schlagbarer Gegner

Denn schon die kommenden drei Spieltage können für den FC einen vorentscheidenden Charakter haben. Zumindest auf dem Papier steht Köln vor drei lösbaren Aufgaben. Am Samstag erwarten die Geißböcke Hertha BSC im eigenen Stadion. Vor der Saison waren die Berliner als einer der Top-Favoriten im Aufstiegsrennen gehandelt worden. Immerhin verfügt die „Alte Dame“ über einen der wertvollsten Kader der 2. Bundesliga. Doch auf der Tabelle spiegelt sich das nun mal so gar nicht wieder. Berlin ist aktuell Tabellendreizehnter. Nach einer Formkrise mit sechs Niederlagen und einem Remis – inklusive Trainerwechsel – stabilisierte sich die Hertha zuletzt, gewann zwei Mal in Serie. Dennoch ist Berlin für den FC ein schlagbarer Gegner, wie die Kölner schon zwei Mal in dieser Spielzeit bewiesen haben.

Sechs Tage nach dem Berlin-Spiel reist der FC nach Fürth und trifft dort auf eine Wundertüte, den Tabellenzwölften. Am Ostersonntag steht das Heimspiel gegen Preußen Münster auf dem Spielplan. Drei unangenehme Gegner, aber für einen Aufstiegskandidaten wohl auch drei schlagbare Gegner. Zumindest ist das Programm der kommenden drei Wochen bei der direkten Konkurrenz ein anderes. Und tatsächlich nimmt der 1. FC Nürnberg eine nicht ganz unwichtige Rolle ein. Der Club spielt in den letzten sieben Spielen gegen sechs direkte Konkurrenten und in den kommenden drei Wochen gegen den Hamburger SV, den 1. FC Kaiserslautern und den SC Paderborn also der Reihe nach den Plätzen zwei, drei und vier. Für Kaiserlautern geht es zudem noch gegen den 1. FC Magdeburg und für den SC Paderborn gegen Fortuna Düsseldorf – also auch gegen weitere direkte Konkurrenz.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Sollten die Kölner also die kommenden drei Spiele wirklich gewinnen, dürfte der FC einen sehr sehr großen Schritt Richtung Rückkehr in die Bundesliga gemacht haben. Allerdings werden die Begegnungen alles andere als Selbstläufer. Schließlich sind über die drei FC-Gegner schon andere Mannschaften aus der Top-Sechs in dieser Serie gestolpert. Auf die letzten sieben Spiele betrachtet, hat der HSV das leichteste Restprogramm. Zumindest was die Platzierungen der Gegner angeht. Das Durchschnittsranking der verbleibenden Gegner beträgt bei den Rothosen 12,5 beim FC 10,7. Damit liegen die Kölner aber auf dem dritten Platz der Top-Neun. Das Durchschnittsranking von Nürnberg beträgt 6,1 das von Kaiserslautern 9,2. Und mit den Pleiten von Paderborn und Hannover am Freitag würde die Wahrscheinlichkeit für einen Aufstieg mit den Erfolgen in den kommenden drei Siegen um ein Vielfaches steigen.