„Es wird wichtig sein, die Jungs bei der Stange zu halten“- Die Stimmen zum Testspiel des 1. FC Köln gegen Real Sociedad
Simon Bartsch
Mit einem 2:1-Sieg gegen Real Sociedad hat sich der FC am Samstagnachmittag im heimischen Stadion zurückgemeldet. Nach dem Testspiel äußerten sich unter anderem René Wagner und Torschütze Linton Maina: Die Stimmen zum Testspiel des 1. FC Köln gegen Real Sociedad.
Der Sieg im Testspiel gegen den spanischen Erstligisten lässt hoffen. Mit Toren von Linton Maina und Nilas Yacobi gewannen die Geißböcke trotz des unglücklichen Eigentors von Neuzugang Luka Lochoshvili 2:1.
René Wagner beim Testspiel gegen Rheinsüd Köln
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come-on-fc.com berichtet live aus dem RheinEnergieStadion
„Ich bin sehr zufrieden“
Rene Wagner
„Ich bin sehr zufrieden. Ich glaube die Kombination von den beiden Spielen hat viel gezeigt, von dem was wir sehen wollen. Aber natürlich haben wir noch ein, zwei Themen, an denen wir abreiten wollen. Wir haben noch etwas, was wir mitnehmen wollen. Wir haben jetzt vier Wochen Vorbereitung abgeschlossen und freuen uns auf die kommenden beiden. Wir haben noch ein Testspiel und dann sind wir auf einem guten Weg.“
„Mir hat der Hunger von allen gefallen, dass sie gegen den Ball arbeiten wollen. Dass wir uns in der gegnerischen Hälfte den Ball erarbeiten können, dass wir selber Chancen kreieren können, aber auch direkt den Weg zum Tor suchen und auch nach Umschaltphasen gefährlich werden können. Das wollen wir im Spiel sehen.“
Zu den Talenten: “Am Ende haben die Jungs auf dem Platz gestanden. Und dann liegt es an ihnen, zu performen. Das haben alle gemacht, die auf dem Platz standen. Für die U21-Jungs war das eine tolle Erfahrung.“
Vierer/Dreierkette: “Wir haben mit Julian umgestellt, weil er die 45 Minuten verdient hat nach der Vorbereitung. Die Systemfrage ist eine einfach zu stellende. Wir müssen flexibel bleiben. Aktuell haben wir so viel Offensivpower, dass uns die Viererkette gut steht. Aber es wird in der Saison auch Phasen geben, wo wir mit der Fünferkette spielen. Am Ende wird die beste Mannschaft auf dem Platz stehen.“
Mögliche Startelf: „Wir haben noch nicht alle Kombinationen gesehen. Außer Marvin ist für mich auf allen Positionen viel Wettkampf drin. Deswegen gibt auch jeder viel Gas. Wenn es dann die ersten Entscheidungen gibt, wird es wichtig sein, die Jungs, die enttäuscht sind – und das ist dann auch normal – bei der Stange zu halten. Wir haben hier eine Truppe zusammenbekommen, dass die Jungs zusammenwachsen.“
„Wir hätten vielleicht noch ein, zwei Tore machen können“
Linton Maina
“Ich glaube, dass wir ein gutes Spiel gemacht haben gegen einen echt guten Gegner, der weiß, wie man Fußball spielt, wie man den Ball hält. Es war bei den Wetterbedingungen nicht einfach. Aber ich glaube, wir haben es gut gemacht. Am Ende haben wir die Chancen genutzt. Wir hätten vielleicht noch ein, zwei Tore machen können. Für die Fans war es ein schöner Samstag.“
“Die großen Abgänge können wir gut kompensieren. Die Jungs fügen sich super ein. Es wird aber sicher auch noch was passieren. Wir haben Bock auf die Saison. Die letzte Saison war nicht einfach. Diese Saison will ich Gas geben. Ich habe Bock. Ich kenne das Trainerteam. Ich fühle mich in der Stadt extrem wohl und habe Bock anzugreifen. Ich fühle mich gut und extrem wohl. Es macht Spaß mit dem Team zu arbeiten.“
„Jeder weiß, woran er beim Trainer ist. Er hat mir gesagt, dass er zufrieden ist, mit mir. Und dass wir es gut machen. Dass wir Konkurrenzkampf auf allen Positionen haben. Ich weiß, woran ich bei ihm bin. Er hat mich damals mit Baumi geholt. Wir verstehen uns gut. Ich möchte ihm das Vertrauen auch zurückzahlen. Ich habe ein wenig auf das Tor spekuliert und ein wenig Glück gehabt. Dann war es einfach.“
„Wir sind schon sehr weit. Wir haben es uns aber auch ein Stückweit schwer gemacht, sind ein wenig hinterher gelaufen. Es ist ein Gegner mit Qualität. Auch gegen so einen Gegner haben wir es gut gemacht. Mit dem Ball können wir noch ein wenig abzulegen.“
„Die Energie müssen wir mitnehmen“
Tom Krauß
„Es war sehr intensiv. Bei solchen Spielen, bei diesen Temperaturen, ist es sehr wichtig, dass wir uns die Fitness holen. Mit einem Sieg ist es natürlich schön – auch für das Selbstvertrauen. Es war ein gelungener Test. Wir arbeiten darauf hin, dass wir gegen Würzburg topfit sind.“
„Wenn man sieht, wie viele Zuschauer hier sind – die Energie müssen wir mitnehmen. Dann wird es für jeden Gegner schwer. Ein kleines Manko ist das Gegentor, ich will jedes Spiel zu Null spielen.“
„Wir haben in drei Spielen sieben Punkte gehabt, da haben alle von Europa gesprochen, dann hatten wir eine schwierige Phase. Das gehört dazu. Das wichtige ist, dass wie alles auf dem Platz lassen, dass wir ein Team sind. Wenn wir das machen, kann man auf uns stolz sein.“
Liveticker zum Testspiel des 1. FC Köln gegen Real Sociedad: Der FC gewinnt 2:1
Simon Bartsch
Am Samstagnachmittag steht für die Kölner das erste Duell der Saison im heimischen Stadion auf dem Plan. Gegen Real Sociedad gewann der FC bereits das erste Testspiel am Freitag mit 2:0. Alle Infos im Liveticker zum Testspiel 1. FC Köln gegen San Sebastian.
Für die Geißböcke stehen am Samstag die zweiten 90 Minuten gegen San Sebastian auf dem Plan. Im Kölner Stadion geht es um 15:30 Uhr gegen den spanischen Erstligisten.
Herzlich Willkommen zum Liveticker des Testspiels zwischen dem 1. FC Köln und Real Sociedad San Sebastian. Eine Woche nach dem Trainingslager in Kitzbühel und dem Test gegen Hertha BSC steht nun das Duell gegen den spanischen Erstligisten San Sebastian auf dem Plan. Bereits am Freitagabend hatten die Geißböcke einen ersten geheimen Test gegen Real Sociedad im Franz-Kremer-Stadion abgehalten. Die Partie endete mit einem 2:0-Sieg für die Mannschaft von René Wagner. Luca Waldschmidt und Marius Bülter trafen in der zweiten Halbzeit für die Kölner. Nun geht es das erste Mal diese Saison im Müngersdorfer Stadion zur Sache. Wagner „kribbelt“ es im Vorfeld der Begegnung schon.
Nach dem Test steht noch eine weitere Begegnung an für die Mannschaft von Wagner, bevor es dann am 24. August im Pokalspiel gegen die Würzburger Kickers mit den Saison-Pflichtspielen losgeht.
Nach dem ersten geheimen Testspiel gegen San Sebastian am Freitagabend steht für den FC am Samstagnachmittag der zweite Test im Kölner Stadion an. Das Duell wird im Livestream übertragen. Um 15:30 Uhr erfolgt der Anstoß in Müngersdorf. Wer überträgt das Testspiel des 1. FC Köln gegen Real Sociedad?
1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #16: Fazit zum Hertha-Testspiel, Kader-Baustellen und Pläne zum Stadionausbau
Simon Bartsch
Der 1. FC Köln bietet viel Raum für Diskussionen, Meinungen und Kommentare. Grund genug, come-on-fc auch hörbar zu machen. 1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #16: Fazit zum Hertha-Testspiel, Kader-Baustellen und Pläne zum Stadionausbau.
Im Podcast sprechen Simon Hense, Hendrik Broschart, Cedrik Kaiser und Simon Bartsch von „come-on-fc“ über die aktuellen Fragen zum FC. 1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #16: Fazit zum Hertha-Testspiel, Kader-Baustellen und Pläne zum Stadionausbau.
Podcast zum 1. FC Köln
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Alle zwei Wochen gibt es die geballte Ladung come-on-fc als Podcast. Denn bekanntlich lässt sich rund um den FC, das Geißbockheim und die Stadt viel diskutieren. Und genau da setzen wir an. 1948 – Der Podcast von come-on-fc bespricht die Themen rund um den FC möglichst aus verschiedenen Sichtweisen. Das wird nicht immer gelingen. Aber doch hoffentlich möglichst oft.
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Folge #16:
In Folge 16 gibt es natürlich wieder neue Themen rund um den FC: Mit einem 2:2 gegen Hertha BSC Berlin hat der 1. FC Köln sein Trainingslager am vergangenen Freitag abgeschlossen. Darüber, was man aus diesem Testspiel bereits mitnehmen kann, diskutiert die bisher größte Runde des Podcasts bestehend aus Simon Bartsch, Cedrik Kaiser, Hendrik Broschart und Simon Hense. Zusammen sprechen sie außerdem über die wohl bevorstehenden Verpflichtungen von Mikey Moore und Gil Neves, die noch bestehenden Kaderbaustellen und die Pläne von FC-Präsident Jörn Stobbe, das RheinEnergieSTADION auf 75.000 Plätze zu erweitern. Und als wäre das nicht schon genug, kommen irgendwie auch ein muskelbepackter SpongeBob und alte Football-Manager-Saves unter. Und weil es immer und immer wieder Neuigkeiten und Diskussionspunkte gibt und man ohnehin niemals genug über den „Effzeh“ reden kann, hört einfach rein in „1948 – Der COME-ON-FC Podcast.“ Wir freuen uns, auf spannende und auch kontroverse Diskussionen und den Meinungsaustausch.
Liveticker zum Testspiel des 1. FC Köln gegen Hertha BSC: Später Ausgleich kurz vor Schluss
Simon Bartsch
Nach einer Woche Trainingslager im österreichischen Kitzbühel steht für den FC zum Abschluss das Testspiel gegen die Hauptstädter auf dem Plan. Gegen den Zweitligisten erwartet René Wagner von seiner Mannschaft, die Trainingsinhalte auf den Platz zu bringen. Alle Infos im Liveticker zum Testspiel 1. FC Köln gegen Hertha BSC.
Vor der Abreise aus dem Sommertrainingslager in Kitzbühel am Freitag steht für die Geißböcke ein weiteres Testspiel an. Der FC trifft im Koasastadion auf Hertha BSC. Gegen den Zweitligisten erwarten die Geißböcke einen ersten Gradmesser.
Herzlich Willkommen zum Liveticker des Testspiels zwischen dem 1. FC Köln und Hertha BSC. Am Tag der Abreise aus dem Trainingslager in Kitzbühel wird noch einmal gegen einen Zweitligisten getestet. Dabei lässt FC-Cheftrainer René Wagner zwei Mal 60 Minuten spielen und will wieder ordentlich durchwachsen. Nur wenige Spieler sollen nicht über 60 Minuten zum Einsatz kommen. Für den nachgereisten Neuzugang Gideon Mensah kommt ein Einsatz gegen die Hertha allerdings noch zu früh. Dafür wird aber Reigan Heskey wohl das erste Mal im Trikot mit dem Geißbock auflaufen. Wagner erwartet von der Mannschaft, die eingeübten Trainingsinhalte in der Partie umzusetzen und erhofft sich, wichtige Erkenntnisse für die weitere Vorbereitung auf die kommende Saison zu erlangen.
Nach dem Test endet das Trainingslager in Kitzbühel und die Kölner treten die Heimreise an. Für einige der mitgereisten U21-Talente steht am Samstag dann direkt das erste Saison-Pflichtspiel in der Regionalliga West gegen Wiedenbrück auf dem Plan. Die FC-Profis haben dagegen noch etwas Zeit, bis das Pokalspiel gegen die Würzburger Kickers am 24. August stattfindet.
Nach der Woche im Trainingslager in Kitzbühel steht für den FC der abschießende Test gegen Hertha BSC auf dem Plan. Das Duell wird im Livestream übertragen. Um 12 Uhr erfolgt am Freitag der Anstoß im Koasastadion in St. Johann. Wer überträgt das Testspiel des 1. FC Köln gegen Hertha BSC?
Tom Krauß im Exklusiv-Interview: „Meine Hoffnung ist groß, dass es jetzt hier in Köln klappt“
Simon Bartsch
Seit Ende der vergangenen Saison hat der 25-Jährige einen festen Vertrag beim FC. Mit come-on-fc.com spricht der gebürtige Leipziger über die abgelaufene Spielzeit, seine Karriereziele und seine Zukunft beim 1. FC Köln: Tom Krauß im Exklusiv-Interview.
Der 25-Jährige kam im vergangenen Sommer vom 1. FSV Mainz 05 per Leihe mit Kaufoption zum 1. FC Köln. Mit dem Klassenerhalt und einer zuvor vereinbarten festen Anzahl an Einsätzen wurde die Kaufpflicht aktiviert. Nun hat der Mittelfeldspieler einen festen Vertrag bis Sommer 2029. Im Exklusiv-Interview sprach der gebürtige Leipziger mit come-on-fc.com über seine Karriereziele und die Zukunft beim FC.
Tom Krauß im Interview mit come-on-fc.com (Foto: come-on-fc.com)
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Das Gespräch führte Simon Bartsch für come-on-fc.com
Herr Krauß, im September 2023 gab es ein Testspiel in Mainz, bei dem sich der FSV von der Südtribüne des Stadions verabschiedet hat. Damals haben Sie zwei Elfmeter verwandelt, Mainz gegen Duisburg 2:0 gewonnen. Und das unter den Augen des damaligen FSV-Idols und Liverpool-Coach Jürgen Klopp. War das schon eine vorahnende Bewerbung für größere Aufgaben unter dem neuen Bundestrainer?
Tom Krauß: Nein (lacht). Das ist ganz weit weg. Ich lebe im Hier und Jetzt. Ich konzentriere mich gerade nur auf den FC, habe nicht ohne Grund für drei Jahre einen Vertrag unterschrieben. Da mache ich mir jetzt über solche Dinge keine Gedanken. Wichtig ist, dass ich hier die Leistung bringe.
Aber Sie haben schon sämtliche Nachwuchsmannschaften des DFB durchlaufen. Ist die A-Auswahl dann kein erhofftes Szenario?
Tom Krauß: Das ist natürlich für jeden Profi-Spieler ein Traum. Aber sich jetzt damit zu befassen, das ist Quatsch.
Sie waren in den USA im Sommer. Haben Sie sich die WM auch vor Ort angesehen?
Tom Krauß: Nein, leider nicht. Wir waren in Miami. Da war zwar ein Spiel von Saudi-Arabien gegen Uruguay, das habe ich mir aber nicht angesehen. Ich habe einfach meinen Urlaub genossen und trotzdem das WM-Feeling aufgesogen. Dadurch, dass die deutsche Mannschaft leider sehr schnell aus dem Turnier ausgeschieden ist, war das hier in Deutschland vielleicht nicht so möglich. In den USA war das schon ein besonderes WM-Feeling und es war cool, das mitzuerleben.
Was hat das Feeling so besonders gemacht?
Tom Krauß: Man bekommt einen Eindruck von vielen Nationalitäten. Argentinien, Brasilien, die haben einfach eine komplett andere Mentalität. Es war auch cool zu sehen, wie viele Kolumbianer und viele andere Nationen angereist sind, um bei der WM mitzufiebern. Wie diese Fans den Fußball wirklich leben, das kriegt man hier überhaupt nicht so mit. Es sei denn, die WM ist in Deutschland.
“Auch wenn ich ein Profi bin, bin ich dann einfach ein normaler Fan“
Sie haben die WM-Spiele der Deutschen sicherlich auch verfolgt. Blickt man da als Fußball-Profi anders drauf, ist man besonders kritisch mit den Kollegen?
Tom Krauß: Nein, kritisch nicht. Am Ende ist man genauso voll dabei wie ein normaler Fan. Weil man sich im Erfolgsfall natürlich für das ganze Land freut. Es ist einfach cool, wenn alle mitfiebern, weil es unsere Nation verbindet. Da bin ich dann schon voll mit dabei. Auch wenn ich ein Profi bin, bin ich dann einfach ein normaler Fan.
Nun der Kontrast – Alpenpanorama in Kitzbühel. Statt Erholung am Meer, Arbeiten vor dem Wilden Kaiser. Wie sind Ihre ersten Eindrücke?
Tom Krauß: Es ist sehr schön. In Österreich hast du immer die besten Bedingungen im Sommer. Die Plätze sind gut, es sind wieder viele Fans mitgekommen. Das Ambiente ist immer schön. Das Training war zu Beginn ein bisschen ruhiger, aber jetzt starten wir dann richtig rein. Es ist wichtig, dass du mit der richtigen Fitness in die Saison gehst. In den Testspielen holst du dir dann dein Selbstvertrauen. Dann sieht man auch sehr schnell, ob alles rund läuft und wo man noch etwas verbessern kann. Am Ende zählt es dann, beim ersten Pflichtspiel in Würzburg voll da zu sein.
Wie groß ist die Vorfreude auf die Saison?
Tom Krauß: Die ist nach der Sommerpause immer groß. Wir hatten dieses Mal einen verhältnismäßig langen Zeitraum, in dem wir frei hatten. Dann bekommt man automatisch wieder die Lust auf Fußball. Und gerade in Köln ist es dann noch einmal besonders, weil du immer vor vielen Zuschauern spielen kannst, diese besonderen Erlebnisse hast.
Erlebnisse sind in Köln aber auch sehr schwankend. Zumindest wird die Stimmung ja gerne als „Himmel hoch jauchzend und zu Tode betrübt“ beschrieben. Die vergangene Saison war da symptomatisch – zwischen Gesängen von Europa und der Sorge vor dem Abstieg. Wie empfindet man das als Spieler, der dann noch nicht einmal aus Köln kommt?
Tom Krauß: Ich habe ja schon mehrere Jahre in der Bundesliga erlebt – das ist im Profigeschäft auch einfach ein Stück weit Normalität. Man muss einfach mit kritischen Tönen rechnen, wenn es nicht die erhofften Ergebnisse gibt. Ich kenne das auch von anderen Vereinen: Du gewinnst zwei Spiele und spielst gefühlt Champions League, dann verlierst du und der Abstieg ist nah. Ehrlich gesagt, mag ich das aber auch, weil es zeigt, dass alle mitfiebern und nur den bestmöglichen Erfolg für den Verein wollen. Ich lasse mich da nicht aus der Ruhe bringen. Man muss als Team da sein. Wenn man als Team zusammenhält, dann bin ich immer sehr zuversichtlich, dass man die Klasse hält.
„Jeder muss am Anfang seine eigenen Erfahrungen machen“
Sind diese Stimmungen denn trotzdem etwas, was man jungen Leuten wie einem 18-jährigen Reigan Heskey erst einmal vermitteln muss?
Tom Krauß: Ich finde, da muss jeder am Anfang seine eigenen Erfahrungen machen. Ich glaube aber schon, dass man auch ein wenig Hilfe geben kann. Es wird bei jedem Spieler die Phasen geben, in denen es ein bisschen schwieriger ist. Da ist Hilfe von den Routiniers schon hilfreich. Ich bin jetzt auch noch nicht 30, aber ich habe einfach schon gewisse Situationen miterlebt. Jeder junge Spieler wird es ganz sicher Höhen und Tiefen erleben. Das kenne ich aus meiner Karriere.
Wo Sie die Höhen und Tiefen ansprechen, Sie haben sich nach einem komplizierten Beginn in der vergangenen Spielzeit ziemlich eindrucksvoll einen Stammplatz erkämpft. Was waren die Qualitäten, die Lukas Kwasniok und René Wagner dann letztlich überzeugt haben?
Tom Krauß: Zu Beginn steckte ich in einem kleinen Tief, weil ich auf vielen Positionen gespielt habe, die ich tatsächlich erst einmal erlernen musste – obwohl ich auch dort mein Bestmöglichstes gegeben habe. Ich bin einfach drangeblieben und habe weiter an mir gearbeitet. Zudem hatte ich auch ein gutes Umfeld um mich herum, das mich gestärkt hat. Das war mental sehr wichtig. Und dann kam meine Knieverletzung. Damit war es wieder ein bisschen schwieriger für mich. Am Ende wollte ich alles dafür geben, dass der Verein in der Liga bleibt. Dafür habe ich Schmerzen in Kauf genommen. Ich wollte einfach dem Team, dem Verein helfen und konnte nicht mehr zu hundert Prozent da sein. Aber ich habe dem Trainer von Beginn an gesagt, dass ich für den Verein da bin, wenn er mich braucht.
Sie sagen, es ging für die Mannschaft um den Klassenerhalt. Damit verbunden war aber auch die Kaufpflicht, die in Ihrem Vertrag verankert war.
Tom Krauß: Natürlich. Es wäre schon blöd für mich gewesen, auf der Tribüne zu sitzen und nur hoffen zu können, dass sie greift. So konnte ich mithelfen, auch wenn es dann vielleicht nur zehn Minuten waren. Für mich ging es dabei aber nicht um mich persönlich, sondern um den Verein. Der FC gehört in die Bundesliga und ich wollte, dass er ein weiteres Jahr dort spielt und weiter darauf aufbauen kann.
Gab es denn auch ein Szenario B oder sogar schon Gespräche, was passiert wäre, wenn der FC die Klasse nicht gehalten hättet?
Tom Krauß: Nein, da gab es keine Gespräche. Wir waren aber auch alle davon überzeugt, die Klasse zu halten.
Auf der Zielgeraden kam es dann zum Trainerwechsel. Wie erlebt man das als Spieler?
Tom Krauß: Die Erfahrung habe ich leider öfter gemacht. Am Ende sind das normale Abläufe im Profifußball. Für die Spieler bedeutet das in erster Linie, dass man sich dann neu beweisen muss. Mit René hat jemand übernommen, der uns schon kannte. Aber trotzdem willst du dich neu beweisen, willst zeigen, dass du spielen willst. Für mich ist das aber ohnehin mein Motto. Der Trainer soll wissen, dass er immer auf mich zählen kann.
„Jetzt hat der Trainer die Zeit, uns das beizubringen, was er will“
War es dann ein Vorteil, dass René Wagner geblieben ist? Er dürfte ihr Motto ja bestens kennen…
Tom Krauß: Er war nah dran an der Mannschaft – und wir hatten ein gutes Verhältnis zu ihm. Ergebnistechnisch war es sicher nicht überragend, aber René kam auch während der Saison. Das Heidenheim-Spiel war ein kleiner Dämpfer. Wir waren zwar rechnerisch durch, aber wir wollten unbedingt einen guten Abschluss haben – gerade für Dominique Heintz und Florian Kainz. Das ist uns nicht gelungen. Jetzt hat der Trainer die Zeit, uns das beizubringen, was er will.
Sie haben die verschiedenen Positionen angesprochen. In welcher Rolle sehen Sie sich denn auf dem Platz?
Tom Krauß: Ich glaube, in den beiden Spielen, bei denen ich Rechtsverteidiger gespielt habe, ging nichts über meine Seite – aber nach vorne ging eben auch nur sehr wenig (lacht). Das kann ich schon solide spielen. Aber natürlich bin ich Sechser, Achter oder auf der Doppel-Sechs. Das ist meine Rolle. Da bin ich Profi geworden.
Wir haben gerade die Trainersuche angesprochen. Eine andere Suche ist die nach neuen Spielern. Es wird ja seit Wochen schon kolportiert, dass noch ein routinierter Sechser dazukommen soll. Was macht das mit einem Spieler? Heizt das an?
Tom Krauß: Es war klar, dass auf Eric ein Neuer folgt. Und Konkurrenz belebt das Geschäft. Am Ende kann ich die Vorbereitung und die Testspiele nutzen, um dem Trainer zu zeigen, dass er auf mich setzen kann. Es liegt ja an mir: Trainiere ich gut und spiele ich gut? Dann muss der Trainer entscheiden. Das ist mein Motto. Wenn man mich braucht, bin ich da. Ich bin entspannt und konzentriere mich auf meine Leistung.
Was sind Ihre persönlichen Ziele für die Saison?
Tom Krauß: Für mich ist jedes Jahr das Ziel, erstmal mit dem Verein die Liga zu halten. Alles andere kann dann kommen. Für mich ist es wichtig, fit zu bleiben und einfach meine beste mögliche Leistung abzurufen. Und für den FC wollen wir so schnell wie möglich den Klassenerhalt. Wenn das dann am 33. Spieltag der Fall ist, dann ist es eben am 33. Spieltag. Klar ist auch, dass wir alles dafür tun werden, es besser als letzte Saison zu machen.
„Meine Hoffnung ist groß, dass es jetzt hier in Köln klappt“
Sie strahlen auf dem Platz Willen und Leidenschaft aus, gehen voran, übernehmen Verantwortung. Ist das eine Rolle, in der Sie sich wohl fühlen?
Tom Krauß: Ich bin jetzt 25, noch keine 30. Aber trotzdem habe ich schon eine gewisse Anzahl an Bundesligaspielen, an Profi-Spielen. Natürlich will ich diese Erfahrung auch an jüngere Leute weitergeben. Und gleichzeitig muss ich meine Leistung bringen. Dann kann ich auch, wie man es letztes Jahr gesehen hat, die Fans mitziehen und vielleicht auch die Spieler, die sich gerade vielleicht auf einem Hoch befinden.
Sie haben einen Vertrag bis 2029 unterschrieben. Es wirkt so, als ist das jetzt endlich die Konstante, die Sie während den ganzen Leihen gesucht haben. Ist Köln jetzt auch in gewisser Weise zu Hause?
Tom Krauß: Ja, da kann man so sagen. Ein langfristiger Vertrag ist das, was ich wollte. Ich bin einfach sehr froh, dass es geklappt hat. Meine Freundin wohnt jetzt auch in Köln. Also nimmt es jetzt langsam Formen an. Ich bin einfach sehr glücklich, dass es so gekommen ist.
Warum jetzt und nicht vorher schon?
Tom Krauß: Es gibt immer Gründe, warum es letztlich nicht geklappt hat. Bei Schalke haben wir die Klasse nicht gehalten, sonst wäre ich damals wahrscheinlich dortgeblieben. Als ich zurück in Mainz war, hat Trainer nicht so auf mich gesetzt. Auch das ist Teil des Geschäfts und vollkommen okay. In Luton gab es familiäre Probleme. Trotzdem ist meine Hoffnung groß, dass es jetzt hier in Köln klappt.
1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #15: Eindrücke aus dem Trainingslager und drei Youngster für den FC
Simon Bartsch
Der 1. FC Köln bietet viel Raum für Diskussionen, Meinungen und Kommentare. Grund genug, come-on-fc auch hörbar zu machen. 1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #15: Eindrücke aus dem Trainingslager und drei Youngster für den FC.
Im Podcast sprechen Simon Hense und Simon Bartsch von „come-on-fc“ über die aktuellen Fragen zum FC. 1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #15: Eindrücke aus dem Trainingslager und drei Youngster für den FC.
Podcast zum 1. FC Köln
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Alle zwei Wochen gibt es die geballte Ladung come-on-fc als Podcast. Denn bekanntlich lässt sich rund um den FC, das Geißbockheim und die Stadt viel diskutieren. Und genau da setzen wir an. 1948 – Der Podcast von come-on-fc bespricht die Themen rund um den FC möglichst aus verschiedenen Sichtweisen. Das wird nicht immer gelingen. Aber doch hoffentlich möglichst oft.
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Folge #15:
In Folge 15 gibt es natürlich wieder neue Themen rund um den FC: Seit Ende vergangener Woche weilt die Mannschaft des 1. FC Köln im Trainingslager in Kitzbühel, um sich auf die neue Saison vorzubereiten. Ebenfalls vor Ort ist für come-on-fc.com Simon Bartsch, der im Podcast von seinen Eindrücken aus dem Trainingslager berichtet. Gemeinsam mit Simon Hense wirft er darüber hinaus einen Blick auf die jungen Neuzugänge Martin James, Paul Okon-Engstler und Reigan Heskey sowie die Leih-Abgänge von Fynn Schenten und Jusuf Gazibegovic. Außerdem nehmen die beiden das Dauerthema des Kölner Transfersommers nochmal unter die Lupe: die nicht abreißenden Gerüchte um einen Transfer von Said El Mala zu Borussia Dortmund. Und weil es immer und immer wieder Neuigkeiten und Diskussionspunkte gibt und man ohnehin niemals genug über den „Effzeh“ reden kann, hört einfach rein in „1948 – Der COME-ON-FC Podcast.“ Wir freuen uns, auf spannende und auch kontroverse Diskussionen und den Meinungsaustausch.
Offizieller Verkaufsstart: So sieht das Auswärtstrikot des 1. FC Köln 26/27 aus
Simon Bartsch
Während des Trainingslagers in Kitzbühel hat der FC auch das dritte Jersey für die kommende Session vorgestellt. So sieht das Auswärtstrikot 26/27 des 1. FC Köln aus. Das Jersey ist ab sofort zu kaufen.
Schon vor einigen Tagen haben die Kölner über die Sozialen Medien auf die Bedeutung von „Rot und Weiß“ hingewiesen, nun folgt die Vorstellung des Auswärtstrikots eben in Rot mit dünnen weißen Streifen. Eine große Überraschung ist das Aussehen aber nicht mehr. Zum einen war es schon vor einigen Wochen geleakt worden, zum anderen gab es das Trikot schon in dem ein oder anderen Store zu kaufen. Beim FC erwartet man einen weiteren Verkaufsschlager.
Rav van den Berg im neuen Trikot des 1. FC Köln (Foto: 1. FC Köln)
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So wie im vergangenen Jahr mit dem schwarzen Ausweichtrikot mit goldenen Applikationen. Auch der Verkauf des neuen Adidas-Heimtrikots lief nach Informationen von come-on-fc.com sehr gut an. Seit Dienstagmorgen gibt es nun auch das dritte Trikot der Kölner offiziell in den Fanshops zu erwerben. Das Trikot ist Rot und mit dünnen weißen Längsstreifen versehen. Das Logo ist ebenfalls an die 70er/80er Jahre gehalten. „Als die Weltmarke aus Herzogenaurach das erste Mal den FC ausstattete, trug Welt- und Europameister Bernd Cullmann es in der Saison 1981/1982 – für zahlreiche FC-Fans der älteren Generation eine edle Erinnerung an Zeiten, in denen der FC zur Bundesliga-Spitze zählte“, heißt es in der Pressemitteilung der Geißböcke. Der Vintage-Look könnte für großen Andrang in den Fanshops sorgen. Ob das Trikot so gut ankommt, wie das schwarze Jersey aus dem Vorjahr, wird sich aber noch zeigen müssen.
Großer Andrang bei Auswärtstrikot?
Seit diesem Sommer wird der FC wieder von adidas ausgerüstet. „Adidas ist die absolute Top-Marke im Ausrüsterbereich. Wir freuen uns sehr, dass wir nach so vielen Jahren wieder zusammenarbeiten“, hatte FC-Geschäftsführer Philipp Liesenfeld beim Launch des neuen Heimtrikots gesagt. Der Club merke „an der Begeisterung der Fans, dass es etwas Besonderes ist, wenn die drei Streifen in Verbindung mit dem Geißbock wieder auf der Kleidung sind“. Neben dem Trikot gibt es noch zahlreiche weitere Fan-Artikel im Retro-Design, die nun ebenfalls erhältlich sind.
Hier gibt es die Kölner Trikots für knapp 100 Euro zu kaufen.
Liveticker zum Testspiel des 1. FC Köln gegen Bergisch Gladbach: Afri Akumu erhöht zum trifft zum 8:0
Simon Bartsch
Für den FC steht nach einem intensiven Trainingsauftakt nun die zweite Bewährungsprobe an. Gegen den Regionalligisten erwartet Trainer René Wagner vor allem wieder die richtige Haltung seiner Mannschaft. Erneut bekommen die Akteure die Chance, sich zu beweisen. Alle Infos im Liveticker zum Testspiel 1. FC Köln gegen Bergisch Gladbach.
Vor der Abreise ins Sommertrainingslager in Kitzbühel am Freitag steht für die Geißböcke ein weiteres Testspiel an. Der FC trifft in der BELKAW-Arena auf Bergisch Gladbach. Dabei dürfte die Qualität des Gegners im Vergleich zum ersten Test deutlich höher ausfallen.
Ragnar Ache trug gegen Vitesse Arnheim im vergangenen Sommer die Kapitänsbinde
Herzlich Willkommen zum Liveticker zum Testspiel zwischen dem 1. FC Köln und Bergisch Gladbach. Einen Tag vor der Abreise ins Trainingslager nach Kitzbühel wird also gegen den Regionalligisten getestet. Erstmals wird auch Neuzugang Luka Lochoshvili dabei sein. Gideon Mensah befindet sich aktuell noch im WM-Urlaub, für Rav van den Berg und Ragnar Ache wird es wohl auch zu Einsatzminuten kommen. Für den Kölner Coach geht es vor allem darum, dass seine Mannschaft den richtigen Ehrgeiz und die richtige Bereitschaft an den Tag legt.
Am Freitag geht es ins Trainingslager nach Kitzbühel. Auch dort findet ein Testspiel statt. Der FC wird zum Abschluss dann auch Hertha BSC treffen. Am 1. August wird es die Saisoneröffnung geben, bevor es dann in die heiße Phase vor dem ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal geht.