Dünn besetzte Abwehr – dann müssen es die Youngster richten

Dominique Heintz und Max Finkgräfe vom 1. FC Köln
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Dünn besetzte Abwehr – dann müssen es die Youngster richten

Mit Max Finkgräfe wird Gerhard Struber wohl fest geplant haben. Nun fällt auch der Linksverteidiger aus, der Trainer muss umplanen beim 1. FC Köln: Dünn besetzte Abwehr – dann muss der Nachwuchs ran.

Die Abwehrreihe des FC dünnt sich durch Verletzungen und Krankheiten deutlich aus. Julian Pauli und Elias Bakatukanda könnten nun zu wichtigen Optionen für Gerhard Struber werden beim 1. FC Köln: Dünn besetzte Abwehr – dann muss der Nachwuchs ran.

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Die Hiobsbotschaft ploppte wenige Stunden vor dem Vorbereitungsspiel im Sportpark Höhenberg gegen Viktoria Köln auf. Zu einem Zeitpunkt, zu dem noch niemand ahnte, dass mit der Verletzung von Florian Kainz eine weitere folgen würde. Max Finkgräfe hat sich offenbar eine doch nicht ganz unerhebliche Verletzung im Knie zugezogen. Immerhin so erheblich, dass der Kölner Hoffnungsträger nicht mit ins Trainingslager reist, sich dafür aber am Montag eine weiteren Untersuchung unterziehen muss. Gut möglich, dass das Innenband etwas abbekommen hat, wie Gerhard Struber bereits am Freitag vermutete. Finkgräfe reist also nicht mit in die Steiermark, ein Einsatz im oder in den ersten Pflichtspielen scheint mehr als unwahrscheinlich.

Wie fit ist Leart Pacarada?

Dabei zählte der 20-Jährige zweifelsfrei zu den Spielern, die sich von Vorbereitungsbeginn an berechtigte Hoffnungen auf einen Stammplatz machen durften. Finkgräfe hat in der vergangenen Saison ein starkes Debüt gefeiert, von der Verletzung von Leart Pacarada profitiert, den eroberten Platz in der ersten Elf nicht mehr abegeben. Daran hätte wohl auch die Verpflichtung des neuen Trainers nichts geändert. Hätte, denn die Verletzung von Finkgräfe ist doch schwerer als gedacht. Unabhängig der ausstehenden Athroskopie wird Finkgräfe mindestens die heiße Phase der Vorbereitung verpassen. Struber wird nun also vorerst umplanen müssen. Und eigentlich liegt der Wechsel auf der Hand. Schließlich hat sich Leart Pacarada vor wenigen Tagen wieder zurückgemeldet.

Im Training zumindest. Denn in den Testspielen spielte der Linksverteidiger keine große Rolle. Gegen St. Truiden kam zunächst Meiko Wäschenbach für den verletzten Finkgräfe, Pacarada durfte nur 30 Minuten ran. Und obwohl Struber zu diesem Zeitpunkt sicherlich schon von Finkgräfes Verletzung wusste, verpasste Pacarada die Begegnung gegen Viktoria Köln ganz, hatte am Vormittag am Geißbockheim trainiert. Offenbar ist aktuell auch Pacarada noch nicht die erste Option für den Trainer. Gegen die Viktoria spielte zunächst Jualian Pauli auf der linken Seite, machte seine Sache auch gut. Im zweiten Abschnitt rutschte Dominique Heintz, der zuvor in der Innenverteidigung gespielt hatte, auf die Außenposition.

Die Chance für einen Youngster?

Sollte also Heintz die linke Seite bekleiden, eine Position, die der Routinier ja auch schon oft gespielt hat, wird neben Timo Hübers wohl einer der beiden Youngster spielen. Julian Pauli stand gleich mehrfach in der Anfangsformation, könnte die große Überraschung der Vorbereitung sein. Zumal sein Konkurrent Elias Bakatukanda zuletzt ebenfalls angeschlagen aussetzen musste.

Zuletzt setzte Struber auch auf andere Varianten, Spieler, die eigentlich auf anderen Positionen zu Hause sind, neue Allrounder. Meiko Wäschenbach erwischte gegen die Viktoria einen ganz schlechten Tag, spielte sich nicht gerade in den Vordergrund, war an einem Gegentor sowie an der Roten Karte von Jan Thielmann nicht unschuldig. Dass auf der rechten Seite eben mit jenem Thielmann ein etatmäßiger Offensivspieler wohl den Vorzug vor Rasmus Carstensen erhalten wird, zeigt einmal mehr, wie eng gerade die Defensive gestrickt ist.

Gibt es am Sonntag das nächste Bundesliga-Debüt?

Elias Geoffrey Bakatukanda
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Gibt es am Sonntag das nächste Bundesliga-Debüt?

An der Innenverteidigung gibt es in dieser Saison bislang wenig zu rütteln. Jetzt droht mit Timo Hübers allerdings eine Kölner Säule wegzubrechen. Der Abwehrspieler öffnet damit einem Youngster die Tür.

Timo Hübers hat in der Bundesliga in dieser Saison ganze elf Minuten verpasst. Der Abwehrspieler ist der Dauerbrenner unter den Feldspielern des 1. FC Köln. Nun droht der Abwehrspieler am Sonntag auszufallen. Für ihn könnte ein weiterer Youngster spielen. Steht Elias Bakatukanda vor seinem Profi-Debüt?

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Der 2:0-Erfolg des 1. FC Köln über Eintracht Frankfurt am vergangenen Wochenende dürfte die größte Überraschung des vergangenen Spieltags gewesen sein. Vor dem Duell hätten wohl nur die wenigsten Experten einen ähnlichen Spielverlauf und vor allem Sieger erwartet. Selbst vor den beiden Platzverweisen gegen die Hessen war der FC das bessere Team, überzeugte nahezu auf ganzer Linie, beeindruckte sogar phasenweise. Und das, obwohl der FC mit der jüngsten Startelf des Spieltags aufgelaufen war. 25,1 Jahre betrug das Alter der Anfangsformation der Kölner im Schnitt. Kein anderes Team war am vergangenen Wochenende so jung. Insgesamt liefen beim FC fünf Spieler auf, die nicht älter als 22 Jahre alt waren. Und am Sonntag könnte ein weiterer Youngster dazukommen.

Überraschende dritte Variante

Denn Timo Hübers droht für die Begegnung gegen Hoffenheim auszufallen. Der Innenverteidiger plagte sich bereits die ganze Woche mit leichten Krankheitssymptomen herum, am Freitag setzte der Abwehrspieler dann aus. Ausgerechnet Hübers, der Feldspieler mit den meisten Einsatzminuten. „Ich habe noch die Hoffnung, dass er noch zurückkommt“, sagte Timo Schultz am Freitag. Doch die Zeit ist knapp. Und so denkt der Trainer bereits über mögliche Alternativen nach, ohne in Sorgen zu verfallen. Denn auf dieser Position „sei man besonders gut aufgestellt“, sagte der Coach und nannte Dominique Heintz und Luca Kilian seine „1A-Varianten“. Dabei setzte der Trainer die Heintz-Variante wie bereits Steffen Baumgart als Außenverteidiger ein. Kilian spielte unter Schultz bislang nicht eine Minute, war komplett außen vor. Und so nannte Schultz am Donnerstag noch eine überraschende dritte Variante.

Bakatukanda könnte dritter Debütant sein

„Elias Bakatukanda macht es sehr gut, seitdem ich da bin. Er ist ein sehr hochtalentierter Spieler, dem ich das auch zutraue“, betonte Schultz. Der Innenverteidiger gilt als vielversprechendes Talent, unterschrieb erst im vergangenen April seinen ersten Profivertrag. Der 19-Jährige hat sich zum Stammspieler der U21 entwickelt, kassierte zwar in der Saison eine Gelb-Rote Karte gegen Aachen, kam aber nach der Sperre eindrucksvoll zurück. Auch Bakatukanda gehörte zu den sechs Spielern, die Baumgart im Sommer „viel Spaß“ machten. Der Innenverteidiger überzeugte auch beim Testspiel gegen Rot-Weiss Essen Anfang des Jahres, auch wenn er einen Gegentreffer mit verschuldete.

Timo Schultz setzt – wohl auch notgedrungen – vermehrt auf junge Spieler, drückte den Altersdurchschnitt im Vergleich zu Steffen Baumgart um mehr als ein Jahr. Natürlich auch, weil Routiniers wie Davie Selke, Luca Waldschmidt und Mark Uth fehlen. Dennoch wird der Weg der Kölner in Zukunft, auch aufgrund der Transfersperre, der Einsatz von Nachwuchskräften sein. Spieler wie Max Finkgräfe geben dem Weg bislang recht. Der Youngster feierte in dieser Saison sein Debüt und hat sich in den vergangenen Woche festgespielt. Zu Beginn der Saison gab auch Damion Downs seine Bundesliga-Premiere. Nun könnte mit Elias Bakatukanda das dritte Bundesliga-Debüt der Kölner folgen. Damit wäre der FC das dritte Team der Liga, das in dieser Saison drei Spieler mit Profidebüt in eigenen Reihen hätte.


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