Unsere Verlierer und Pechvögel der Vorbereitung des 1. FC Köln

Imad Rondic im Testspiel gegen Vitesse Arnheim
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Unsere Verlierer und Pechvögel der Vorbereitung des 1. FC Köln

Mehr als sechs Wochen arbeitet Lukas Kwasniok schon mit seinen neuen Spielern zusammen. Aber nicht alle konnten die Vorbereitung nutzen, um sich zu empfehlen beim 1. FC Köln: Das sind die Verlierer der Vorbereitung.

Das Erreichen der zweiten Runde des DFB-Pokals sowie fünf Siege in sechs Testspielen – Der FC sammelte in der Vorbereitung und im ersten Pflichtspiel ergebnistechnisch einige Erfolgserlebnisse. Ein paar Spieler blieben jedoch aus unterschiedlichen Gründen hinter den Erwartungen zurück beim 1. FC Köln: Das sind die Verlierer der Vorbereitung.

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Imad Rondic: Eigentlich wollte Imad Rondic nach einem schwachen ersten Halbjahr allen zeigen, was wirklich in ihm steckt. Das gelang dem Stürmer in der Vorbereitung jedoch nicht. So blieb der Bosnier in den meisten bisherigen Begegnungen blass und war im abschließenden Test gegen Atalanta Bergamo nicht mal mehr im Kader. Auf Nachfrage erklärte Lukas Kwasniok sogar, dass man dem 26-Jährigen mitgeteilt habe, dass er den Verein verlassen könne. Etwas weniger offensiv äußerte sich Sportdirektor Thomas Kessler: „Der Trainer hat viele Spieler im Kader gehabt. Die Wahl ist nicht auf ihn gefallen. Der Spieler kann sich darüber Gedanken machen, wie er seine Zukunft sieht.“ Damit könnte das Kapitel 1. FC Köln für den Angreifer trotz Vertrags bis 2029 nach nur einem halben Jahr schon wieder beendet sein.

Konkurrenzkampf in der Verteidigung

Dominique Heintz: Etwas zu Schulden kommen lassen hat sich Dominique Heintz in den Testspielen eher nicht. Aber der Routinier konnte sich auch nicht groß empfehlen. Das macht ihn jetzt zu einem der Verlierer der Vorbereitung. Denn auf seiner Position in der Innenverteidigung hat der FC mit Cenk Özkacar und Rav van den Berg deutlich nachgelegt. Und auch Joel Schmied hat sich für die Startelf empfohlen. Damit könnte der 32-Jährige, der in der Bundesliga auch starke Temponachteile hat, das Nachsehen im Konkurrenzkampf in der Defensive haben. Für den Pokal war der Routinier nicht vorgesehen.

Leart Pacarada: In der gleichen Situation wie Heintz steckt auch Leart Pacarada. Auf der Linksverteidiger-Position ist mit Kristoffer Lund bereits ein starker Konkurrent verpflichtet worden. Außerdem war der FC lange an Derrick Köhn interessiert. Hinter Ersterem ist der Kosovare ganz offensichtlich nur Reservist, wurde gegen Regensburg nicht berücksichtigt. Und in der Innenverteidigung, wo er in mehreren Testspielen zum Einsatz kam, wird es für den 30-Jährigen wegen der Neuzugänge mindestens genauso eng. So ist Pacarada wegen der Verpflichtungen einer der Verlierer der Vorbereitung und könnte sogar noch den Verein verlassen.

Harte Zeit für einige Talente

Denis Huseinbasic: Der Mittelfeldspieler ist einer der wenigen Transfers, die von Christian Keller verpflichtet wurden und durchgestartet sind. Gerade in der Premierensaison lief es besonders gut für den Nationalspieler Bosniens. Aktuell ist ein gewisser Abwärtstrend aber nicht mehr von der Hand zu weisen. Huseinbasic wurde am vergangenen Sonntag nicht für den DFB-Pokal nominiert, auch auf eine Berufung in die Nationalmannschaft wartete der Spieler vergeblich. Möglicherweise stehen die Zeichen nun sogar auf Abschied.

Youssoupha Niang: Eigentlich hätte Youssoupha Niang einer der Gewinner der Vorbereitung werden können, er wurde einer der großen Pechvögel. Der 19-Jährige spielte bei den Profis vor und machte seine Sache dabei so gut, dass er mit ins Trainingslager durfte. Dort hatte der Stürmer dann aber Pech: Denn im Training in der Steiermark fiel das Talent auf die Schulter und verletzte sich so stark, dass er operiert werden musste. Dadurch fällt Niang länger aus. Was besonders bitter ist, da ihm auch Sportdirektor Kessler attestierte, eine „erste Duftmarke“ gesetzt zu haben.

Pechvogel und Aussortierter

Julian Pauli: Ähnlich wie Niang erging es Julian Pauli. Der Abwehrspieler verletzte sich nach guten ersten Eindrücken ebenfalls im Trainingslager, hatte aber mehr Glück als der Stürmer. So handelte es sich bei dem Innenverteidiger nur um einen Bänderriss, inzwischen kann das Eigengewächs wieder mit trainieren. Allerdings ist der 20-Jährige wegen seiner Verletzung trotzdem einer der Pechvögel. Denn in seiner Abwesenheit hat sich wie bereits erwähnt zum einen in Joel Schmied ein Konkurrent mit einer guten Vorbereitung in den Vordergrund spielen können. Zum anderen sind mit Cenk Özkacar und Rav van den Berg gleich zwei neue Spieler für die Abwehrzentrale dazugekommen, die Pauli einen Platz streitig machen. Am Sonntag hätte der Innenverteidiger gerne gespielt, wurde aber nicht nominiert.

Sargis Adamyan: Neuer Trainer, neue Chance? Das galt nicht für Sargis Adamyan. Direkt beim ersten Testspiel gegen Bergisch Gladbach wurde der Angreifer nicht berücksichtigt und durfte darauf auch nicht mit ins Trainingslager fahren. Stattdessen musste der 32-Jährige mit der U21 trainieren. Beim FC ist der Stürmer komplett außen vor und soll sich einen neuen Verein suchen. So würden die Kölner zumindest sein immer noch hohes Gehalt loswerden. Ein möglicher Wechsel zum VfL Osnabrück stockte aber zuletzt. Adamyan und Florian Dietz stehen aktuell im Kader der Kölner U21.


Guter Auftritt der Eigengewächse des 1. FC Köln: doch die Transfers erschweren die Situation

Ragnar Ache vom 1. FC Köln
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Guter Auftritt der Eigengewächse des 1. FC Köln: doch die Transfers erschweren die Situation

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Viel hätte nicht gefehlt und Youssoupha Niang hätte sich mit einem sehenswerten Treffer fast schon akrobatisch in das Testspiel gegen Bergisch Gladbach eingefügt. Doch der 19-Jährige ließ die Vorarbeit von Linton Maina trotz vollem Einsatz ungenutzt. Dabei scheint der Mittelrheinligist ein gutes Pflaster für den Kölner Nachwuchs zu sein. Schon vor zwei Jahren drehten gerade die Eigengewächse im Testspiel gegen Bergisch Gladbach auf. Damals im September 23 überzeugten Youngster wie Damion Downs, Meiko Wäschenbach oder Julian Pauli. Dieses Mal zeigten sich eben Niang, Neo Telle, Fayssal Harchoui, und Etienne Borie. Die letzteren beiden trugen sich sogar in die Torschützenliste ein. Borie erzielte das 6:1, Harchaoui erhöhte auf 7:1.

Youngster fordern Spielzeit ein

Ganz offensichtlich brauchen sich die Kölner keine großen Sorgen um die Zukunft zu machen. Das Potenzial für den nächsten Schritt scheint der Nachwuchs der Geißböcke zu haben. Ob es für die Kölner Eigengewächse aber viel Einsatzzeit bei den Profis geben wird, darf zumindest hinterfragt werden. Sieben Profi-Debüts gab es in der vergangenen Spielzeit unter Gerhard Struber. Ausgerechnet Struber, ist man geneigt zu sagen. Denn der Österreicher wurde wie auch schon seine Vorgänger für eine mangelnde Jugendarbeit kritisiert. Gemessen an den Debüts war die Kritik überzogen. Dass diese aber an der ein oder anderen Stelle doch ihre Berechtigung hatte, könnte der Fall Max Finkgräfe sein, der sicherlich auch aufgrund der mangelnden Spielzeit sich dazu entschied, nun bei RB Leipzig die Aufgabe des Herausforderers zu suchen.

Und genau da könnte auch in dieser Spielzeit eine gewisse Gefahr lauern. Denn der FC nimmt wieder Geld in die Hand, um den Kader zu verstärken. Thomas Kessler hat bislang Spieler verpflichtet, die den Kölnern direkt weiterhelfen können, vermutlich werden. In der Innenverteidigung, auf den Außen im Sturm – es sollen auf weiteren Positionen Akteure mit Bundesliga-Erfahrung folgen. Selbst für einen Spieler wie Julian Pauli, der am Samstag tatsächlich ein richtig gutes Spiel machte, wird es wohl wieder eng werden, wenn die FC-Bosse einen Innenverteidiger aus dem Hut zaubern. So viele Debüts wie in der Vorsaison wird es mit großer Wahrscheinlichkeit also nicht mehr geben. Zumal die Talente mit dem – aus Kölner Sicht – größten Potenzial eigentlich verliehen werden sollen, um dann doch Spielpraxis zu generieren.

In Bezug auf Youngster Elias Bakatukanda sagte Thomas Kessler vor wenigen Wochen, dass es ihm lieber sei, der Innenverteidiger solle „nicht 13 Mal zehn Minuten spielen, sondern 30 Mal 90 Minuten.“ Für Niang, Borie und Harchaoui wird es die Spielzeit wohl in der U21 geben. Dabei sind Profidebüts aber alles andere als ausgeschlossen.