Zwiespalt bei der U19 des 1. FC Köln: Ein bitteres Ende, aber „ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist“

Die U19 des 1. FC Köln im Duell gegen Inter Mailand
, ,
Startseite » Köln gegen Mailand

Zwiespalt bei der U19 des 1. FC Köln: Ein bitteres Ende, aber „ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist“

Eine denkwürdige Europapokal-Saison fand am Mittwochabend ein abruptes und bitteres Ende in der Nachspielzeit: Der Kölner Nachwuchs konnte sich vor 50.000 Zuschauern nicht belohnen und schied trotz eines leidenschaftlichen Kampfs gegen Inter Mailand durch zwei späte Gegentore aus, aus der Youth League: Die U19 des 1. FC Köln im Gefühlschaos.

Am Mittwochabend verloren die Kölner Nachwuchs-Kicker im Sechzehntelfinale der Youth League und das höchst dramatisch. Nach dem Spiel bleib die bittere Enttäuschung, aber auch das Gefühl, einen Traum erlebt zu haben.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den ersten 5000 Instagram Followern verlost come-on-fc.com einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen und come-on-fc.com.

Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal


Das Flutlichtspiel am Mittwochabend hatte so ziemlich alles: 50.000 teils frenetische Fans, Spannung pur mit Möglichkeiten auf beiden Seiten und am Ende sogar noch einen Flitzer, der aber den Großteil der Fans eher nervte als belustigte. Für die Jungs auf dem Platz war es wohl das größte Erlebnis ihrer noch jungen Karriere, dazu aber eben auch ein besonders bitteres Erlebnis. Denn nur wenige Sekunden nachdem der Flitzer seinen Sprint mit einem Lauf in die Arme von Stefan Ruthenbeck beendete, schlug Inter Mailand zu. Vernichtend. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Kölner einen aufopferungsvollen Fight geboten. „Unterm Strich haben wir einem großen Club mehr als nur Paroli geboten“, sagte Ruthenbeck. “Wir hatten sie nah dran am Elfmeterschießen.“

„Vielleicht hat die etwas clevere Mannschaft heute gewonnen“

Nah dran reichte dann aber eben nicht für das Achtelfinale. Denn in der siebten Minute der Nachspielzeit nutzte Dilan Zarate eine Unachtsamkeit der so stark aufspielenden Kölner Hintermannschaft zum 2:1. Nur eine Minute später versenkte Roberts Kukulis den Ball im leeren Tor, nachdem FC-Keeper Mikolaj Marutzki bei einer Kölner Ecke noch einmal mit nach vorne gegangen war. „Das ist total bitter. So schlimm und so hart kann der Fußball sein“, sagte Ruthenbeck, der nicht glücklich über den Mailänder Erfolgsschlüssel war. „Die haben immer wieder lange Pausen gehabt in ihrem Spiel, es lagen immer wieder Jungs auf dem Boden, das kann man nicht als fair bezeichnen, aber schlussendlich hat das immer unseren Rhythmus genommen, da waren sie schlauer als wir“, so der Trainer weiter. „Vielleicht hat die etwas clevere Mannschaft heute gewonnen.“

Zugegebenermaßen hat auch die etwas bessere Mannschaft gewonnen. Denn Mailand gab recht früh den Ton an, hatte immer wieder Powerplay-Phasen, viel Ballbesitz. Der FC setzte auf Umschaltmomente. Vor allem Fayssal Harchaoui trieb die Kugel immer wieder durchs Zentrum und setzte die Angreifer in Szene. Tatsächlich oder natürlich war es der U19-Torjäger und Profispieler Fynn Schenten, der spät den Ausgleich erzielte und somit die Hoffnung auf ein Elfmeterschießen überhaupt erst eröffnete. Denn Inter war nach 50 Minuten in Führung gegangen, der FC lief dem Rückstand lange hinterher. „Beim 1:1 hätte ich mir noch ein bisschen mehr den Mut gewünscht, vorne drauf zu gehen“, sagte Ruthenbeck. Die Enttäuschung entlud sich auf dem Feld, aber auch in der Kabine. Von einigen Tränen war nachher die Rede.

“Es war ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist“

Dabei stand auf der anderen Seite dieses einmalige Erlebnis. Mehr als 50.000 Zuschauer hatten das Kölner Stadion in ein Tollhaus verwandelt. Für die anwesenden Profis der Geißböcke nichts neues, für den Großteil der Youngster ein atemberaubendes Erlebnis. „Es war ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist, hier vor 50.000 einen Weltrekord aufzustellen. Jeder von uns hat das genossen“, sagte Kapitän Jonathan Friemel. „Ich hatte Gänsehaut und Bock aufs Spiel, auch wenn ich am Anfang ein bisschen nervös war. Aber das war dann auf dem Platz eigentlich direkt vorbei.“ Sein Abwehr-Kollege Luis Stapelmann verriet: „Das war das gleiche Gefühl, was ich bei der Meisterschaft hatte. Man will eigentlich ernst bleiben, aber wenn man rausläuft und die Menschenmassen sieht, da muss man einfach ein bisschen grinsen.“

Und auch Youssoupha Niang gewährte Einblicke in die Momente nach dem späten Ausgleich: „Das sind Emotionen, die sind unbeschreiblich. Da hast du wirklich noch mal Hoffnung bekommen, dass du das Spiel dann doch noch drehen kannst. Das sind unglaubliche Glücksgefühle und ein unbeschreibliches Gefühl.“ Auch Niang dankte den Zuschauern: „Es ist einfach schön zu sehen, dass man auch trotz der Niederlage so eine Unterstützung von der Fanseite bekommt. Das ist nichts Selbstverständliches. Wir stehen da und nach wie vor stehen alle Fans noch in der Südkurve und bleiben für uns da, singen für uns und zeigen einfach, dass es weitergeht.“

In dieser Spielzeit allerdings nicht mehr in der Youth League. Der Traum ist geplatzt. Für die U19 wartet derweil am Sonntagmorgen (11 Uhr) der Alltag, wenn in der DFB-Nachwuchsliga der VfL Bochum zu Gast sein wird. Statt 50.000 werden dann wahrscheinlich einige Hundert Zuschauer im Franz-Kremer-Stadion dabei sein. Dennoch bleibt das Erlebnis und die Erkenntnis, dass man mit Top-Teams mithalten kann. Immerhin hatte man den FC Inter Mailand „nah dran am Elfmeterschießen. Da wäre ich mal gespannt gewesen, bei uns war einer, der Elfmeter halten kann“, sagte Ruthenbeck.


Last-Minute-Schock: Die U19 des 1. FC Köln belohnt sich nicht für einen Wahnsinns-Fight

U19 des 1. FC Köln nach dem Treffer zum 1:0 von Inter Mailand
, ,
Startseite » Köln gegen Mailand

Last-Minute-Schock: Die U19 des 1. FC Köln belohnt sich nicht für einen Wahnsinns-Fight

Der Traum vom Achtelfinale in der Youth League ist für den Kölner Nachwuchs geplatzt. Die U19 des 1. FC Köln unterliegt Inter Mailand 1:3 vor 50.000 Fans. Fynn Schenten hatte die Führung der Mailänder spät ausgeglichen. In der letzten Minute der Nachspielzeit besiegelten Dilan Zarate und Roberts Kukulis das Kölner Aus.

Der Europa-Höhenflug des 1. FC Köln ist gestoppt: Inter Mailand ließ den Kölner Traum vom Achtelfinale tief in der Nachspielzeit platzen und gewann mit zwei späten Toren 3:1. Fynn Schenten ließ Müngersdorf zwischenzeitlich mit seinem Ausgleich explodieren.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den ersten 5000 Instagram Followern verlost come-on-fc.com einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen und come-on-fc.com.

Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal


Das Sechzehntelfinale war für den 1. FC Köln das erste Pflichtspiel nach 57 Tagen. Die FC-Talente qualifizierten sich am 10. Dezember mit einem 4:1 im Rückspiel beim FC Midtjylland für das Duell mit Inter Mailand. Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck nahm im Vergleich zu damals nur eine Änderung an seiner Startelf vor: Youssoupha Niang ersetzte Alessandro Puzzo, der auf der Bank saß.

Wahnsinns-Kulisse in Köln

Die Kulisse im Rhein-Energie-Stadion stimmte schon vor dem Anstoß: 50.000 Zuschauer skandierten die Namen der Kölner Startelf, als Stadionsprecher Michael Trippel die Aufstellung Nummer für Nummer durchging. Die aktive Fanszene, die sich anders als in der Bundesliga diesmal im Oberrang positioniert hatte, trieb die Stimmung im Stadion nach dem Anpfiff lautstark voran. Jeder Ballgewinn der U19 wurde frenetisch gefeiert. Damit bewiesen die Fans ein feines Gespür für die Gefühlslage der FC-Talente. Dem einen oder anderen dürften auf dem Rasen sicherlich mächtig die Knie geschlottert haben.

Youssoupha Niang besaß die erste Chance für den FC, der Schuss innerhalb des Strafraums flog jedoch deutlich über das Tor, hinter dem die Südkurve aufmunternd applaudierte (3.). Danach lieferten sich beide Mannschaften ein Duell auf Augenhöhe ohne richtige Highlights in den Strafräumen. Nach einer Viertelstunde erreichte die Stimmung erstmals einen Siedepunkt, als die Südkurve den lautstarken „Come on FC“-Wechselgesang anstimmte. Die FC-Abwehr hatte einmal Glück, als Mattia Mosconi den Ball nach einer Hereingabe von der linken Seite im Sechzehner komplett frei annehmen konnte, bei seinem Schuss aber komplett verzog (27.).

Während Inter in dieser Phase selbstbewusster auftrat, häuften sich bei den Kölnern die Ungenauigkeiten im Offensivspiel, die zu Ballverlusten führten. Gegen Ende der ersten Hälfte fehlte es den Young Goats beim einen oder anderen versprechenden Kölner Angriff hingegen am Blick für den besser postierten Mitspieler.

Die Fans geben Vollgas

Die Südkurve gab nach dem Seitenwechsel zwar direkt Vollgas – aber Inter Mailand dreht in den ersten Minuten auf. Als der Ball zum ersten Mal im Netz zappelte, hatten die Kölner noch Glück, weil Matias Mancuso bei seinem Abstauber im Abseits stand (47.). Kurz danach stieg der aufgerückte Innenverteidiger Leonardo Bovio bei einer Freistoß-Hereingabe von Mattia Marello jedoch am höchsten und köpfte den Ball unhaltbar ins lange Eck zum 0:1 (49.). Die Kölner waren in der Folgezeit zwar redlich bemüht, doch Inter konnte sich in der FC-Hälfte festsetzen und ließ die eigene Qualität aufblitzen.

Der eingewechselte Maik Akumu besaß bei einem der wenigen Entlastungsangriffe plötzlich eine gute Schusschance, traf aber innerhalb des Sechzehners nur das Außennetz (69.). Das wiederum sollte die Initialzündung für eine Kölner Drangphase sein, die sich fortan wieder öfter in der öfter in der Mailänder Hälfte festsetzen konnten. Die entscheidende Lücke im Inter-Bollwerk wollte sich aber nicht auftun. Mailands Joker Andrija Vukoje hätte beinahe für die Vorentscheidung gesorgt, sein Schuss landete aber nur an der Latte des FC-Tores (78.).

Fynn Schenten traf zum 1:1

Kurz danach explodierte Müngersdorf jedoch: Fynn Schenten traf nach Zuspiel des Kapitäns Jonathan Friemel zum 1:1 (80.). Dabei hatte der Stürmer jedoch Glück, dass der Schuss unter Inters Torwart Alain Taho durchrutschte. Als alles nach Elfmeterschießen aussah, schlug Inter nochmals zu. Friemel konnte einen Pass in den Sechzehner noch von Vukojes Fuß spitzeln, aber genau vor die Füße von Dilan Zarate, der zum 1:2 einschob (90.+6). Nach dem letzten Eckball, bei dem Torwart Mikolaj Marutzki mit aufrückte, konterten die Gäste und Roberts Kukulis schob ins leere Tor zum 1:3 (90.+9).

1. FC Köln U19: Marutzki – Fürst, Stapelmann, Kotya-Fofana (77. Karadeniz), Friemel – Harchaoui, Irmiev (69. Römers) – Ponente-Ramirez (61. Völp), Ley (61. Puzzo), Schenten – Niang (61. Akumu). Tore: 0:1 Bovio (49.), 1:1 Schenten (80.), 1:2 Zarate (90.+6), 1:3 Kukulis (90.+9). Zuschauer: 50.000 (ausverkauft)


Liveticker zum Youth-League-Duell der U19 des 1. FC Köln gegen Inter Mailand: Inter gewinnt 3:1

Fynn Schenten für die U19 des 1. FC Köln gegen Inter Mailand
,
Startseite » Köln gegen Mailand

Liveticker zum Youth-League-Duell der U19 des 1. FC Köln gegen Inter Mailand: Inter gewinnt 3:1

Es wird königlich im Kölner Stadion. Die Youth League macht Halt in Müngersdorf und das vor ausverkauftem Haus. Was für eine Kulisse, was für ein Abend. Hoffentlich mit einem guten Ende für die Young Goats! Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen der U19 des 1. FC Köln und der U19 von Inter Mailand.

Großes Kino am Abend in Köln. Der FC empfängt Inter Mailand und das in der Königsklasse. Was sich wie ein FC-Fan-Traum anhört, ist Realität – für die Kölner U19, die sich diesen Traum mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Mai 2025 ermöglicht hat. Nun heißt es also internationaler Fußball in Köln – Sechzehntelfinale in der Youth League und das vor ausverkauftem Haus. Fynn Schenten und Youssoupha Niang dürften ihre Jungs bereits vorbereitet haben. Die beiden Youngster haben bekanntlich schon in Köln vor vollen Rängen mit den Profis gespielt.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den ersten 5000 Instagram Followern verlost come-on-fc.com einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.


Herzlich Willkommen zum Liveticker des Youth-League-Duells zwischen dem 1. FC Köln und Inter Mailand. Die Mannschaft von Stefan Ruthenbeck hat sich diesen Abend redlich verdient. Es wird wieder international in Köln gespielt. Mit dabei sind die beiden Youngster Youssoupha Niang und Fynn Schenten, die beide zuletzt im Profi-Kader gestanden haben und das auch weiterhin tun werden. Auch U17-Weltmeister Fayssal Harchaoui steht im Kader. Ein spannender Abend steht dem Kölner Nachwuchs bevor. Vor allem aber ein emotionaler. Einer mit mehr 50.000 Fans, die für den FC alles geben werden. Erreicht die Kölner Mannschaft die nächste Runde und zieht dann das nächste Traumlos? In gut zwei Stunden wissen wir mehr.



Die U19 hatte sich nach einem 1:1 im Hinspiel in Köln und einem 4:1-Erfolg in Midtjylland für das Sechzehntelfinale qualifiziert. Das wird in einem Spiel und das wiederum in Köln ausgetragen. Der Gegner ist Inter Mailand – ein Wunschlos für FC-Trainer Stefan Ruthenbeck. Schon nach der Auslosung wurde darüber diskutiert, ob das Spiel im Stadion ausgetragen werden könne. Nachdem die DFL den Rahmenplan der Profis festgezurrt hat, stand fest, das wird möglich sein.

„Enorme Vorfreude“: U19 des 1. FC Köln empfängt Inter Mailand zum Rekord-Spiel vor 50.000 Fans

Fynn Schenten im Spiel des 1. FC Köln gegen die Bayern
, ,
Startseite » Köln gegen Mailand

„Enorme Vorfreude“: U19 des 1. FC Köln empfängt Inter Mailand zum Rekord-Spiel vor 50.000 Fans

Es wird ein Abend für die Geschichtsbücher: 50.000 Zuschauer bilden am Mittwochabend (18 Uhr) einen Europarekord. Noch nie waren so viele Menschen bei einem Jugendfußball-Spiel in der UEFA Youth League wie beim Sechzehntel-Finale: Die U19 des 1. FC Köln empfängt Inter Mailand im Kölner Stadion.

Am Mittwochabend tritt die U19 des 1. FC Köln gegen Inter Mailand an: Trainer Stefan Ruthenbeck will seine Stadion-Erfahrung nutzen, um seine Schützlinge auf das Erlebnis vorzubereiten.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den ersten 5000 Instagram Followern verlost come-on-fc.com einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen und come-on-fc.com.

Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal


Stefan Ruthenbeck weiß ganz genau, wie es sich anfühlt, an der Seitenlinie im Rhein-Energie-Stadion zu stehen. Der heute 53-Jährige war in der Saison 2017/18 ein halbes Jahr lang Trainer der FC-Profis. Den Abstieg aus der Bundesliga konnte er zwar nicht mehr verhindern, weiß dafür aber, was am Mittwochabend atmosphärisch auf seine Schützlinge warten wird. „Ich glaube, die Jungs sind ganz froh, dass ich da stehe, der das schon erlebt hat, und ein bisschen erzählen kann. Es geht darum, den Druck zu nehmen“, äußerte der Coach im Vorfeld der Partie.

“Die Jungs haben so eine Vorfreude“

Dabei müsse er auch ein wenig auf die Bremse treten: „Die Jungs haben so eine Vorfreude, so eine Euphorie auf das Spiel. Da muss man aufpassen, dass wir nicht überpacen. Ich bin stolz und habe eine enorme Vorfreude auf dieses Spiel. Es geht mir darum, alle anderen im Zaum zu halten, dass wir nicht zu euphorisch sind und einen Fokus darauf haben, dass die Fans positiv sein werden und die Jungs keine Angst davor haben, Fehler zu machen.“ Das Sechzehntel-Finale gegen Inter Mailand wird, anders als bei den FC-Spielen in den beiden Runden zuvor, in nur einer Partie entschieden. Die 50.000 Zuschauer werden also am Mittwochabend wissen, ob der Europa-Höhenflug der U19 sogar noch eine Runde weitergehen wird. Steht es nach 90 Minuten unentschieden, folgt direkt ein Elfmeterschießen und keine Verlängerung.

Rein sportlich, so sieht es auch Ruthenbeck, geht Inter Mailand als Favorit in das Spiel. Aber am Ende könnte die Kulisse den entscheidenden Ausschlag zugunsten des FC geben, wird sie doch einen immensen Heim-Vorteil bedeuten. Die überwältigende Mehrheit wird den Inter-Spielern jedenfalls keinen Sieg wünschen. Wie gehen die Toptalente Italiens damit um? Ruthenbeck setzt derweil, wie in den Runden zuvor in Luxemburg und Dänemark, auf seinen U19-Stammkader. Experimente, etwa mit Etienne Borie oder Patrik Kristal, die beide auch spielberechtigt wären, wird es nicht geben. Said El Mala dürfte wiederum gar nicht mitspielen, weil er noch nicht lange genug dem FC angehört.

Klassenfahrt statt U19-Duell

Stattdessen werden der Vorjahres-Kapitän Nick Zimmermann sowie Fayssal Harchaoui und Youssoupha Niang das U19-Aufgebot ergänzen. Fynn Schenten wird ebenfalls für die U19 auf Torejagd gehen. Der Shooting-Star traf bisher in vier Youth-League-Spielen fünfmal. Kurios: Zwei U19-Spieler verpassen die Startformation wegen einer Klassenfahrt. Das Duo, das Ruthenbeck im Vorfeld namentlich nicht benennen wollte, sei zwar zum Spiel zurück, aufgrund der vorherigen Abwesenheit jedoch raus aus dem Rennen um die erste Elf. „Wir können nicht entscheiden, ob sie aus der Schule rauskommen dürfen oder nicht, das entscheiden die Schulen“, erklärte der Trainer, „und wenn sie keine Freigabe bekommen, haben wir das zu akzeptieren.“

Sollte dem FC die Sensation gegen Inter gelingen, gehen die Blicke am Freitag gespannt ins Schweizerische Nyon. Dort findet am Mittag ab 13 Uhr die Auslosung des Achtelfinals statt.