1:2-Niederlage gegen RB Leipzig: 1. FC Köln belohnt sich nicht für aufopferungsvollem Kampf

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1:2-Niederlage gegen RB Leipzig: 1. FC Köln belohnt sich nicht für aufopferungsvollem Kampf

Der FC hat mögliche Punkte im Kampf um den Klassenerhalt liegengelassen. Im Spiel gegen RB Leipzig kassierten die Kölner eine 1:2-Niederlage. Dabei hatten die Kölner wieder einmal einen Rückstand ausgeglichen.

Kölns Trainer Lukas Kwasniok knüpfte die Aussichten auf mögliche Karnevalsfeierlichkeiten vorab an die Leistung gegen RB Leipzig. Nach der Niederlage gegen die Sachsen am Sonntagnachmittag ist man im Geißbockheim wohl weniger in Feierlaune. Der 1. FC Köln unterliegt zu Hause gegen Leipzig mit 1:2.

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Vor dem Spiel gegen RB Leipzig richtete FC-Coach Lukas Kwasniok eine Kampfansage an die spielstarke Mannschaft von Trainer Ole Werner: „Vorwärts, vorwärts, vorwärts! Das ist ihre Identität. Wenn eine Mannschaft so aktiv agiert, dann muss man auch schwere Phasen überstehen“, sagte Kwasniok auf der Pressekonferenz am Freitag und ergänzte: „Aber du hast mit Sicherheit den einen oder anderen Moment in Umschaltaktionen, den du für dich nutzen kannst. Wir wollen den Menschen im Stadion zeigen, dass wir nicht nur mithalten, sondern auch gegen diese Mannschaften punkten können. Und das wollen wir unter Beweis stellen“. An Selbstvertrauen mangelte es dem FC-Coach vor dem Aufeinandertreffen mit den Roten Bullen jedenfalls nicht. Gleichzeitig wird er nicht ganz sorgenfrei gewesen sein.

Denn es vergeht kaum ein Spieltag, an dem Kwasniok nicht den Ausfall eines oder mehrerer Leistungsträger im FC-Trikot verkünden muss. Diesmal hatte es Linton Maina (Rippenbruch) und Alessio Castro-Montes (Muskelverletzung) erwischt. Beide spielten nicht nur vergangene Woche gegen Wolfsburg groß auf, sondern haben sich nach einem Leistungstief zu Stammkräften in Kwasnioks volatiler Personalpolitik gemausert. Erwartungsgemäß rotierte der Trainer und brachte Said El Mala und Jan Thielmann für Maina und Castro-Montes in die Anfangself. Gegen die Roten Bullen setzte Kwasniok auf eine Viererkette aus Kristoffer Lund, Cenk Özkacar, Sebastian Sebulonsen und eben Thielmann. Gegen seinen ehemaligen Club rückte Eric Martel immer wieder in die letzte Kette und ergänzte den Defensivverbund. Isak Johannesson durfte wieder von Beginn an spielen. Marius Bülter nahm dafür auf der Bank Platz, wo es sich auch Neuzugang Felipe Chavez gemütlich machte.

Raum bringt RB in Führung, El Mala vergibt doppelt

Alles andere als gemütlich ging es auf dem Rasen zu. Der mutige RB-Fußball eröffnete die von Kwasniok prophezeiten Räume für gefährliche Umschaltmomente. So gehörte die erste Chance Said El Mala (5.). Ragnar Ache machte einen lang geschlagenen Ball mittels einer klugen Kopfballablage auf Said El Mala scharf. Der Flügelstürmer war frei durch, scheiterte aber mit einem flachen Schuss an Leipzigs Torhüter Peter Gulacsi, der schnell genug unten war. Die Sachsen antworteten unvermittelt. Nach einer schönen Kombination versuchte es Christoph Baumgartner, doch der Österreicher scheiterte aus kurzer Distanz an FC-Keeper Schwäbe. RB-Stürmer Rómulo setzte den Nachschuss aus kürzester Distanz nur an den Pfosten (6.).

Viel lief über den auffälligen Ragnar Ache in der Spitze, der in seiner Paraderolle als Wandspieler agierte und die RB-Defensive forderte. In der 22. Minute etwa konnte er den Ball nach einem chaotischen Klärungsversuch von RB-Spieler Nicolas Seiwald unter Kontrolle bringen und anschließend Johannesson einsetzen. Der Isländer leitete das Spielgerät gedankenschnell an El Mala an der linken Sechzehnerkante weiter, dessen Abschluss jedoch erneut zu ungenau war und im Toraus landete. Die Sachsen benötigten einen Standard, um gegen die Geißböcke in Führung zu gehen (29.). Nationalspieler David Raum schlug einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld tief in den Kölner Sechzehner. Dort hob Sebulonsen durch unglückliches Stellungsspiel das Abseits auf, Leipzigs Baumgartner konnte ohne größere Probleme zum 1:0 einköpfen.

Thielmann gleicht aus, RB antwortet prompt

Der FC startete couragiert in die zweite Halbzeit und ließ sich von der Führung der Gäste nicht beeindrucken. Das wurde mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich belohnt. Johannesson setzte sich im Kopfballduell gegen Leipzigs Nusa durch, Thielmann schnappte sich den Ball und jagte ihn aus 16 Metern in den oberen linken Knick (51.). Die Gäste hatten die passende Antwort parat (56.). Nach einem verunglückten Klärungsversuch von Lund setzte Xaver Schlager den gut aufgelegten Baumgartner ein. Dieser konnte den Ball sehenswert mit dem Rücken zum Tor unter Kontrolle bringen und den alten Abstand wiederherstellen (56.).

Immer mittendrin: Ragnar Ache. Der 27-Jährige blühte in der Rolle des Ballverteilers auf. In der 69. Minute passte er den Ball aus dem Zentrum zu Bülter, der Sebulonsen suchte. Beim Abschluss des Norwegers war die Defensive der Gäste zur Stelle. Ein weiterer Geißbock erwischte einen Sahnetag. Jan Thielmann sorgte mit seinem Abschluss aus 20 Metern in der 77. Minute fast für den Ausgleich. Sein Versuch konnte nur durch eine Koproduktion von Gulacsi und Baumgartner sowie das Eingreifen des VAR vereitelt werden. Dem möglichen Handspiel von Baumgartner war eine strittige Abseitsposition von Sebulonsen vorausgegangen.

Insgesamt hätte sich der FC ein Unentschieden gegen die Sachsen verdient. Trotz des überzeugenden Auftritts bleibt am Ende nur die schwer verdauliche 1:2-Niederlage. Am kommenden Samstag geht es gegen den VfB Stuttgart (18:30 Uhr, Abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com). Dafür reist die Kwasniok-Elf bereits einen Tag früher als üblich ins Schwabenland, um dem Karnevalstreiben in der Domstadt zu entkommen.


1.FC Köln: Schwäbe – Lund (Waldschmidt 78.), Sebulonsen, Özkacar, Thielmann (Chavez, 90.) – Krauß, Martel, Johannesson (Bülter, 68.) – Kaminski, S. El Mala – Ache (Schenten, 90.)

Tore: Baumgartner (29., 56.); Thielmann (51.);

Gelbe Karten: Werner (52.), Thielmann (58.), Baumgartner (78.), Raum (76.), Gulacsi (90+4)

Auf den FC wartet eine schwere Aufgabe – doch die Party soll auch in Leipzig weitergehen

Kristoffer Lund und Joel Schmied vom 1. FC Köln
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Auf den FC wartet eine schwere Aufgabe – doch die Party soll auch in Leipzig weitergehen

Aktuell ist der FC wohl das Überraschungsteam der Bundesliga. Doch die Saison ist noch jung und die bevorstehende Aufgabe wird denkbar schwer. Und doch fahren die Kölner mit breiter Brust nach Sachsen. So will der 1. FC Köln in Leipzig punkten.

Die Geißböcke sind überraschend gut in die Spielzeit gestartet, nach vier Pflichtspielen noch ungeschlagen, doch die kommende Aufgabe wird nicht leicht. So will der 1. FC Köln auch in Leipzig punkten und die junge Erfolgsgeschichte weiterschreiben.

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Es hat nicht lange gedauert und Lukas Kwasniok hat in Köln wieder ein Feuer entfacht – oder wie es in Köln so gerne heißt, die Euphorie entfacht. „Unsere Aufgabe ist es doch, die Menschen zu emotionalisieren und zu euphorisieren“, sagte der Trainer am Donnerstag und erklärte, dass das auch alles andere als schlecht sei. „Viel schlimmer wäre es doch, wenn man nach drei Niederlagen fragen müsste, wie man sie euphorisiert bekommt. Wir wissen das schon einzuordnen.“ Eingeordnet stehen auf dem Tableau aktuell sieben Punkte, die am Ende der Saison zum Klassenerhalt beitragen sollen und im besseren Fall zu einer ruhigen Spielzeit führen können. Man solle „eben nicht immer alles auf die Goldwaage legen“, sagt Kwasniok und freut sich über die Spur Selbstironie, die er in Köln gerade erlebt.

„Wir sind der Underdog“

Zu der genauen Einordnung gehört allerdings eben auch, dass es in Köln dann auch schnell in eine andere Richtung gehen kann. Und das würde Kwasniok dann doch gerne zu verhindern wissen. Am liebsten mit drei Punkten aus Leipzig. Doch die Aufgabe ist keine leichte. RBL hat zwar eine schwache Saison hinter sich, der Kaderwert von rund 350 Millionen Euro spricht eine deutliche Sprache. Alleine die Verpflichtung von Neuzugang Conrad Harder kommt in die Sphären der gesamten Kölner Transferausgaben in diesem Sommer.

Dementsprechend ist für Kwasniok auch die Rollenverteilung klar. „Wir sind der Underdog und in dieser Rolle fühlen wir uns sehr wohl“, sagt der Coach. „Ich habe schon das Gefühl, dass sie mit dem Abschluss der Transferphase, sehr klar in ihren Überlegungen sind. Sie sind eine sehr sehr intensive Mannschaft. Sie haben die meisten intensiven Läufe, die meisten Sprints hinter den Bayern. Und das gilt es dann erst einmal zu kontrollieren. Sie haben sich die RB-DNA wieder auf die Fahne geschrieben.“

Einige Spieler fallen für Leipzig aus

Laut dem Kölner Coach lasse sich das gerade an den vergangenen Spielen ablesen. „Da haben sie einfach sehr wenig zugelassen“, so Kwasniok. „Und dass sie darüber hinaus gute Fußballer in ihren Reihen haben, ist jetzt auch nicht so verwunderlich. Wenn du ein paar Mark in der Tasche hast, dann kannst du auf dem Markt auch investieren.“ Und mit diesem starken und breiten Kader muss das Team gleich mehrere Ausfälle kompensieren. Xaver Schlager, Benjamin Henrichs und Antonio Nusa fallen definitiv aus. Auch Lukas Klostermann und Amadou Haidara stehen wohl nicht zur Verfügung und auch Max Finkgräfe fehlt.

Der Kader ist dünn besetzt, daher wird Timo Werner wohl in die Mannschaft rutschen. Der Matchplan ist für den Trainer ein eindeutiger. „Unsere Aufgabe wird es sein, diese hohe Intensität mitgehen zu können. Sonst haben wir keine Chance“, sagt der Trainer. „Wir laufen viel, aber jetzt müssen wir noch einen Zahn drauflegen.“ Immerhin stehen dem Kölner Coach bis auf die beiden Langzeitverletzten Rav van den Berg und Luca Kilian alle Spieler zur Verfügung. Kwasniok wird also einmal mehr die Qual der Wahl haben. Doch das fällt eher in die Kategorie Luxuspoblem.