Interview: „Für mich war relativ schnell klar, dass mein Weg mit dem FC weitergeht“

Eric Martel gibt beim 1. FC Köln den Ton an
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Interview: „Für mich war relativ schnell klar, dass mein Weg mit dem FC weitergeht“

Am Samstag steht für den Sechser der Geißböcke die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte an. Mit come-on-fc.com blickt der 23-Jährige auf den Saisonstart zurück und spricht über seine Rückkehr nach Leipzig mit dem 1. FC Köln: Eric Martel im Interview.

Die Rolle, die der Mittelfeldspieler bei den Kölner übernimm, ist eine große. Für seine Leistungen wurde Eric Martel jüngst von Lothar Matthäus mit Joshua Kimmich verglichen. Mit come-on-fc spricht der 23-Jährige über das Lob und die Last-Minute-Qualitäten des 1. FC Köln: Eric Martel im Interview.

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Das Gespräch führten Hendrik Broschart und Simon Bartsch

Herr Martel, mit ein paar Tagen Abstand: Fühlt sich der wilde Ritt in Wolfsburg wie ein Sieg an oder wäre vielleicht sogar mehr drin gewesen?

Wenn man sich das Spiel von Anfang an anschaut, kann man natürlich sagen, dass mehr drin gewesen wäre, weil wir in der Anfangsphase vielleicht das ein oder andere Tor hätten erzielen können. Dann führst du vielleicht schon das 2:0. Wir hatten sehr viele Pausen im Spiel, in denen kein richtiger Spielfluss entstehen konnte. Auch die Abseitssituation und das Foulspiel waren ärgerlich für uns. Wir haben erneut gezeigt, dass wir bis zum Schluss an uns glauben und auch spät noch Tore erzielen können. Das ist die Stärke einer Mannschaft, die zusammenhält. Wenn man so spät ein Tor macht, fühlt sich das auf jeden Fall eher nach Sieg als nach Unentschieden an.

In den vergangenen Spielzeiten waren späte Tore eher eine Qualität des von den Fans ungeliebten Nachbarn. Woher kommt diese plötzliche Stärke auf dieser Rheinseite?

Eric Martel:  Unsere Einwechselspieler geben einen enormen Input. Man merkt einfach, dass die Mannschaft durch sie noch einen Energieschub bekommt. Dadurch schaffen wir es meiner Meinung nach, in den letzten Minuten noch einmal, einen Zahn zuzulegen und Tore zu erzielen.

„Es gibt auch keinen, der weniger als 100 Prozent gibt“

Die Mannschaft ist im Sommer wild durcheinandergewürfelt worden. Inklusive Said El Mala wurden zwölf Spieler integriert und doch macht das Team gerade nicht den Eindruck, als müsse es sich noch lange finden…

Eric Martel: Die Mannschaft wurde einfach sehr gut zusammengestellt. Die Spieler haben den richtigen Charakter und wollen Fußball spielen, wie es der Trainer vorgibt. Es gibt auch keinen, der weniger als 100 Prozent gibt. Deshalb hat es auch nicht lange gedauert, bis wir zueinander gefunden haben.

In der vergangenen Saison spielte oft die gleiche Elf und dann meist im gleichen taktischen System. Jetzt rotiert der Coach, zeigt sich flexibel in der Ausrichtung. Ist das nicht eigentlich eine große Umstellung? Immerhin gibt es auch harte Entscheidungen.

Eric Martel: Natürlich ist es eine gewisse Umstellung, aber bei uns ist das eigentlich kein großes Thema. Die Ergebnisse geben dem Trainer recht. Wir vertrauen ihm da zu 100 Prozent. Er stellt uns immer top auf das Spiel ein.

Die Ergebnisse sind in der Tat vielversprechend. Sieben Punkte aus drei Spielen. Hat Sie dieser Start überrascht?

Eric Martel: Es wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, dass ich damit gerechnet hätte. Vor der Saison hätte ich das so sofort unterschrieben. Jetzt wissen wir alle, dass wir überraschen können. Das zeigen die Ergebnisse und die Spielweise. Aber letztendlich ist das bisher nur ein guter Start. Vor uns liegt noch ein ganz langer Weg. Natürlich ist es für die Mannschaft und unser Selbstvertrauen top, gleich sieben Punkte in drei Spielen zu holen. Trotzdem wissen wir genau, dass die Bundesliga qualitativ sehr hochwertig ist und man sich keine Schwäche erlauben darf. Wenn man nur ein bisschen lockerlässt, kann es ganz schnell wieder in die andere Richtung gehen.

Die ersten Experten sprechen schon von einer sorgenfreien Saison, vielleicht sogar vom FC als potenziellen Überraschungsteam. Neben Thomas Kessler hat auch Lukas Kwasniok einen ganz neuen Wind in das Team gebracht. Sie haben in den vergangenen Jahren schon viel in Köln miterlebt. Wie groß ist der Anteil des Trainers am aktuellen Erfolg?

Eric Martel: Lukas Kwasniok hat einen sehr hohen Anteil an der aktuellen Situation. Er stellt uns von Spiel zu Spiel immer wieder neu auf die Gegner ein. Man sieht auf dem Feld, was da an Input von ihm kommt und wie wir dann zusammen versuchen, gegen die Mannschaften zu spielen. Das funktioniert bisher ganz gut. Daher kann man schon sagen, dass das ein großer Verdienst des Trainers ist.

„Über seine Zukunft macht man sich ja immer Gedanken“

Der Coach hat ein sehr laufintensives Spiel implementiert. Ist das auch ein Grund, warum das mit der Mannschaft aktuell so ein perfekter Fit ist?

Eric Martel: Ich mag es, so intensiv zu spielen. Wir haben bewusst Spieler dazu verpflichtet, die diese Eigenschaften besitzen. So kannst du einfach viel Energie erzeugen. Jeder, der die Spiele zuletzt gesehen hat, der sieht, dass man mit einer hohen Intensität eine hohe Energie auslösen kann.

War dieser intensive Fußball denn auch Thema bei den ersten Gesprächen, die Sie mit Lukas Kwasniok im Sommer geführt haben.

Eric Martel: Natürlich war das ein wichtiger Punkt.

Als Sie im Trainingslager den Verbleib in Köln angekündigt haben, war das auf Ihre Art sehr sachlich. Es wirkte ein bisschen, wie im Vorbeigehen gedroppt. War es so eine einfache Entscheidung?

Eric Martel: Über seine Zukunft macht man sich ja immer Gedanken. Für mich war jedoch relativ schnell klar, dass mein Weg mit dem FC weitergeht.

Am Wochenende ploppten in türkischen Medien dennoch noch einmal Gerüchte über einen Blitz-Wechsel zu Besiktas auf. Vermutlich brodelte da mehr als gekocht wurde. Wie gehen Sie mit dieser Art des Transfer-Journalismus um? Ist da auch mal ein Schmunzeln dabei?

Eric Martel: Ich nehme das zwar wahr, aber letztendlich spielt das für mich keine Rolle. Ich habe klar gesagt, dass ich jetzt erstmal für den FC weiterspielen werde. Das ist jetzt einfach in meinem Kopf drin. Ich denke gar nicht ans Wechseln, sondern für mich steht die Entwicklung mit dem FC im Fokus. Und ja, mein voller Fokus liegt auf der Bundesliga.

Apropos Entwicklung: Thomas Kessler hat sich am Sonntag im „Doppelpass“ gewünscht, dass Sie und Michael Reschke doch mal einen Blick auf die aktuelle Entwicklung beim FC werfen könnten und es dann vielleicht ein wenig früher den nächsten Kaffee geben solle. Ist schon ein Termin vereinbart?

Eric Martel: Wie gesagt, ich will die Hinrunde abwarten, um zu sehen, wie sich das Ganze entwickelt. Der Start in die Saison war natürlich ein guter, erster Schritt. Aber wie gesagt: Das ist erst der Anfang. Die Hinrunde ist noch lang. Wir werden sehen, wie es sich weiterentwickelt. Es ist aber ein positiver Trend zu erkennen.

„Natürlich fühle ich mich geehrt“

Positiv ist auch Ihre Entwicklung in den vergangenen Jahren beim FC. Auf dem Platz sind Sie einer der absoluten Leader und Leistungsträger. Sie sind nicht in den Mannschaftsrat gewählt worden. Eine Enttäuschung oder braucht es dieses Amt nicht, um eine Leader-Rolle zu übernehmen?

Eric Martel: Wir haben einen von den neuen und einen von den Spielern in den Rat gewählt, die schon da waren – so hat die Mannschaft es entschieden. Für mich ist das überhaupt kein großes Thema. Das hat keine Auswirkung auf meine Herangehensweise im Spiel oder in der Kabine.

Jüngst hat Sie Lothar Matthäus mit Joshua Kimmich verglichen, Sie als „Kimmich des 1. FC Köln“ bezeichnet und als einen der besten Sechser der Bundesliga hervorgehoben. Solches Lob von ganz oben: Wie gehen Sie persönlich mit solchen Vergleichen und Wertschätzungen um?

Eric Martel: Natürlich fühle ich mich geehrt, wenn so große Namen über mich sprechen. Das nehme ich auf und das freut mich auch. Letztendlich heißt es für mich aber, dass ich es weiterhin bestätigen muss. Und so gehe ich meine Aufgaben auch an: Ich versuche einfach, gut zu spielen und zu performen.

Am Samstag wartet die nächste schwere Aufgabe. Es geht gegen Leipzig und damit auch gegen Ihren Ex-Verein. Gibt es noch Verbindungen? Wie sehen Sie die Entwicklung?

Eric Martel: Nicht direkt zum Verein, aber die Familie meiner Verlobten wohnt in Leipzig und einige enge Freunde von uns. Deswegen ist das für mich schon ein besonderes Spiel.

„Wir müssen uns also auf einen starken Gegner einstellen“

RB wird in dieser Saison sicherlich den Anspruch haben, wieder ganz oben mitzuspielen. Was erwartet euch am Samstag?

Eric Martel: Die Mannschaft verfügt über sehr hohes Tempo und über eine sehr hohe individuelle Qualität. Wir müssen uns also auf einen starken Gegner einstellen. Wir spielen auswärts in Leipzig. Wir wollen wie in den letzten Spielen mit 100 Prozent ins Spiel gehen, weil wir sonst Probleme bekommen werden.

Sie haben im Nachwuchs in Leipzig gespielt. Die Nachwuchsarbeit in Köln ist seit einigen Jahren ein Thema, das immer wieder hochkocht. Wie nehmen Sie den Kölner Nachwuchs wahr?

Eric Martel: Allein die Ergebnisse zeigen schon, was für eine gute Arbeit bei uns geleistet wird. Es kommen immer wieder Jungs zu uns hoch in den Profikader. Zuletzt gab es die Deutsche Meisterschaft. Es ist doch schön zu sehen, dass unsere jungen Burschen auch so einen guten Job machen. Das spricht für die Jugendarbeit des FC.

Sie gehören ebenfalls noch zu den jüngeren Akteuren im Kader, haben einige Pflichtspiele aber schon abgespult und übernehmen Verantwortung. Stehen Sie den jungen Spielern da mit Rat zur Seite oder kommen die Jungs gar nicht mehr mit ihren Fragen?

Eric Martel: Wie Sie schon sagen, bin ich selbst noch relativ jung (lacht). Ich versuche schon, als Vorbild voranzugehen. Für mich ist es das Wichtigste, kontinuierlich Leistung abzurufen, im Training immer am Limit zu sein und wenn ich die Einsatzzeit bekomme, diese dann auch zu nutzen. Man muss immer versuchen, sich weiterzuentwickeln und zu verbessern. Gerade als junger Spieler ist es wichtig, viel aufzusaugen – vor allem von den Profis, die viel Erfahrung haben.

In der Rolle scheinen Sie sich sehr wohlzufühlen. Ihre Leistungswerte sind immer top. Sie gehören zu einem der laufstärksten Spieler der Liga. Jetzt ist Laufen essenziell für den Fußball, aber unter den Spielern nicht immer der beliebteste Part. Wie ist es bei Ihnen?

Eric Martel: Das liegt schon ein wenig an meiner Genetik. Ich konnte schon immer gut laufen. Es war nicht so, dass ich mir das erarbeiten musste. Es gehört natürlich auch Disziplin dazu. Aber ehrlich gesagt, Joggen, in der Freizeit, das ist gar nichts für mich. Wenn es um den Ball geht, mache ich das sehr gerne, außerhalb vom Fußball eher nicht (lacht).



Der FC-Wahlcheck von COFC – Das sagen die Kandidaten zur aktiven Fanszene des 1. FC Köln

Jörn Stobbe, Wilke Stroman und Sven-Georg Adenauer
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Der FC-Wahlcheck von COFC – Das sagen die Kandidaten zur aktiven Fanszene des 1. FC Köln

In zehn Tagen steht die wichtige Wahl bei den Geißböcken auf dem Plan. Die Mitglieder des 1. FC Köln wählen den neuen Vorstand. Um bei der Wahlentscheidung zu helfen, hat come-on-fc.com mit den Präsidentschaftskandidaten gesprochen. Wahl beim 1. FC Köln: So stehen die Teams zur aktiven Fanszene

Nur noch wenige Tage bis zur Vorstandswahl bei den Geißböcken. Die Mitglieder des 1. FC Köln wählen den neuen Vorstand und haben somit die Chance, die Zukunft mitzugestalten. Fakt ist, mit dem Wechsel in Präsidium soll sich einiges ändern beim 1. FC Köln: So stehen die Teams zur aktiven Fanszene

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Für alle die, die nicht die Zeit für längere Wahlveranstaltungen haben, sich nicht auf Wahlprogramme fokussieren können oder wollen, werden wir in den kommenden Tagen einige Fragen, die den Fans auf der Seele brennen, von den Teams beantworten lassen. Dazu haben wir mit allen Präsidentschaftskandidaten gesprochen. Die Aufgabe: Beantwortet die wichtigsten Fan-Fragen in 20 Sekunden.

Selten hat eine Choreografie der Südkurve für so viel Aufsehen gesorgt wie beim letzten Rheinderby: Das Banner mit dem Messer-Motiv im Spiel gegen Fortuna Düsseldorf erhitzte nicht nur die Gemüter im Stadion, sondern rief auch NRW-Innenminister Herbert Reul auf den Plan. Brisantes Detail: Die FC-Verantwortlichen hatten die Aktion genehmigt – in der Hoffnung auf ein randalefreies Derby. Wie viel Gestaltungsraum sollten die Verantwortlichen gewähren? Wo ziehen sie die Grenze zur Provokation? Vor dem Hintergrund der anstehenden Vorstandswahl beim 1. FC Köln stellt sich zwangsläufig die Frage, wie sich die Kandidaten zur aktiven Fanszene positionieren werden.

Was bedeutet die aktive Fanszene für dich?


„Also die aktive Fanszene ist natürlich wichtig, die bringt Stimmung ins Stadion, sorgt für tolle Atmosphäre. Aber sie darf im Verein keine Sonderrolle einnehmen. Sie muss sich auch den Regeln unterwerfen und sich genau an die Regeln halten, wie andere auch.“

Sven-Georg Adenauer
(Team Adenauer)

„Die aktive Fanszene ist so wichtig für den FC, als Teil unserer großen, großen Familie.
Und die aktive Fanszene ist so viel mehr als Stimmung, auch wirklich vereinspolitisch unheimlich aktiv, also ein ganz wichtiger Bestandteil.“

Jörn Stobbe
(Team FC)

„Die aktive Fanszene ist ein unfassbar wichtiger Teil in unserem Verein. Ich glaube, wir sind alle unfassbar dankbar über die tollen Choreografien, die wir bekommen, sofern sie mit unseren Werten im Einklang stehen.“

Wilke Stroman
(Next Level FC)

In den kommenden Tagen erscheint jeden Tag eine Kernfrage und die kurzen Antworten der Kandidaten zu dem jeweiligen Thema.


Zwischen Frust, Unmut und Zuversicht – Wahlempfehlung beim 1. FC Köln sorgt für Wirbel

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Zwischen Frust, Unmut und Zuversicht – Wahlempfehlung beim 1. FC Köln sorgt für Wirbel

Der Kampf um die Spitze der Geißböcke geht in die heiße Phase und wird immer schärfer. Der Beirat des 1. FC Köln hat sich nach einem Gespräch mit den Kandidaten am Mittwoch für das „Team FC” ausgesprochen. So kurz vor der Vollversammlung erhitzt das einige Gemüter im Wahlkampf um die Spitzenpositionen beim 1. FC Köln: Wahlempfehlung des Beirats sorgt für Wirbel.

Den Vorstands-Aspiranten bleiben noch gut drei Wochen, um die Stimmen der FC-Mitglieder bei der Vollversammlung am 27. September für sich zu gewinnen. Je näher der Stichtag rückt, desto mehr scheint sich der Wahlkampf zuzuspitzen. Dazu passt auch die Empfehlung des Beirats des 1. FC Köln. Das Gremium stellt sich hinter das „Team FC“ für die Vorstandswahlen beim 1. FC Köln: Wahlempfehlung des Beirats sorgt für Wirbel.

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Von Hendrik Broschart und Simon Bartsch

Bei den diesjährigen Vorstandswahlen des 1. FC Köln treten zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins drei Teams gegeneinander an. Damit einher geht dann auch ein handfester Wahlkampf um die Vorstandspositionen, der nun, knapp drei Wochen vor der Wahl, erheblich an Fahrt aufzunehmen scheint. Am Mittwochnachmittag empfing der FC-Beirat die Teams um die drei Spitzenkandidaten Wilke Stroman, Sven-Georg Adenauer und Jörn Stobbe zu Gesprächen, von denen man sich auf Seiten des Beirates erhoffte, die Kandidaten und ihre Positionen zu zentralen Themen rund um den 1. FC Köln noch ein wenig genauer kennenzulernen.

Nach dem Gespräch veröffentlichte der Beirat, dem unter anderem Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Dr. Klaus Behrenbeck, Michael Mronz, Lionel Souque und Dr. Nicole Grünewald angehören, schließlich eine Stellungnahme, in der er seine Unterstützung für das „Team FC“ aussprach. Aus Sicht des Vereinsorgans bringe das Trio “die besten Voraussetzungen [mit], um den 1. FC Köln als Vorstand in eine erfolgreiche Zukunft zu führen“.

Irritation bei Team Adenauer

Ein wohl eher ungewöhnlicher Schritt, der auch nicht überall gut ankam. In einem offiziellen Statement kritisierte Sven-Georg Adenauer die Entscheidung des Beirats, öffentlich Stellung zu beziehen, nun am Donnerstag deutlich. Demnach sei diese Maßnahme den Kandidaten gegenüber nicht vorab kommuniziert worden: „Wir sind zutiefst irritiert über das Vorgehen des Beirats, weil wir im Vorfeld des Gesprächs nicht darüber informiert wurden, dass am Ende eine öffentliche Wahlempfehlung durch dieses Gremium abgegeben wird.“ Das ist nach Informationen von come-on-fc.com nicht möglich gewesen, weil sich der Beirat erst nach dem Gespräch und nachdem sich offenbar ein nahezu einheitliches Bild für ein Team abzeichnete zu diesem Schritt entschieden hat. Zudem sind wohl alle Teams über die Empfehlung informiert worden, bevor der Beirat die Empfehlung via FC öffentlich gemacht hat und die Kandidaten haben die Nachricht nach Informationen von come-on-fc.com auch sehr sachlich aufgenommen.

Einstimmig ist das Pro für das Team FC aber auch nicht verlaufen, immerhin war in der Mitteilung die Rede von einer „deutlichen Mehrheit“. In seiner Stellungnahme geht Adenauer noch weiter und bezichtigt den Beirat eines erheblichen Eingriffs in den Wahlkampf: „Wir sind zudem enttäuscht darüber, dass die immer wieder kommunizierte Neutralität des Vereins durch die zugehörigen Gremien erneut verletzt wird. Sowohl Mitgliederrat als auch der Beirat haben eine Wahlempfehlung ausgesprochen und wollen die Wahl damit erheblich beeinflussen“, heißt es in dem Statement. Tatsächlich steht in der Satzung weder etwas davon, dass der Beirat eine Empfehlung aussprechen soll oder darf noch, dass es ihm untersagt ist. Dennoch bleibt mindestens ein Geschmack.

Vorwürfe gegenüber Jörn Stobbe

Damit nicht genug: Adenauer feuerte schließlich auch gegen das vom Beirat befürwortete „Team FC“: „Wir empfehlen dem Beirat dringend über die jeweiligen 45-minütigen Gespräche hinaus die bisherigen Aktivitäten des Teams Stobbe bei anderen Vereinen zu recherchieren, um sich ein vollständigeres Bild zu verschaffen und den Vorschlag zu überdenken“, heißt es weiter. Adenauer spielte womöglich damit auf die Tätigkeit Stobbes bei den Kickers Offenbach und dem Hamburger SV als potenzieller Investor an.


Für Stobbe, Alvermann und Sobeck selbst ist die Rückendeckung des Beirats ein Grund zur Freude. Auf Anfrage von come-on-fc.com begrüßte das Team die Entscheidung des Gremiums: „Wir freuen uns, dass wir nach der Nominierung durch den Mitgliederrat nun auch den Beirat des 1. FC Köln von unseren Inhalten und Zielen überzeugen konnten“, heißt es in einem Statement. Das Team FC geht auf die Vorwürfe des Team Adenauers nicht ein und besteht auf die Urteilsfähigkeit des Beirats: „Der Beirat hat alle drei Teams eingehend geprüft und befragt und ist zu dem klaren Ergebnis gekommen, dass wir als Team FC die besten Voraussetzungen mitbringen, um den 1. FC Köln als Vorstandsteam in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.“

Unbeirrt von Adenauers Breitseite will das Team FC alle Augen auf die Wahlen Ende September richten: „Wir bedanken uns für das Vertrauen und die intensiven Gespräche. Nun wollen wir bei der Mitgliederversammlung am 27. September auch die Mitglieder überzeugen.“

Das Team um Wilke Stroman wird sich nach Informationen von come-on-fc.com zu dem Kontext sicher in einem aus ihrer Sicht passenden Moment äußern.



Konflikt ums Geißbockheim: Der 1. FC Köln zieht die nächsten Register

Geißbockheim-Gelände des 1. FC Köln
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Konflikt ums Geißbockheim: Der 1. FC Köln zieht die nächsten Register

Der 1. FC Köln ruft vor dem ersten Heimspiel der Saison am Sonntag zu einer Großdemonstration auf, um gegen Stillstand im Streit um die Erweiterung des Trainingsgeländes im Grüngürtel zu protestieren. Erwartet werden rund 4000 Menschen. Kurz vor den Kommunalwahlen in Köln geht man nun in die Offensive: Im Konflikt um das Geißbockheim zieht der 1. FC nun alle Register.

Nach einer jahrelangen politischen Hängepartie will man beim 1. FC Köln nun Druck mithilfe der FC-Anhänger ausüben: Im Konflikt um das Geißbockheim zieht der 1. FC nun alle Register.

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Bereits Anfang Juli gab es einen erfolgreichen Protest vor einer Ratssitzung. Die Ratsgruppe „Klima Freunde & Gut“ hatte damals kurzfristig einen Antrag mit dem Titel „Dauerhafte Sicherung der Gleueler Wiesen vor Bebauung“ auf die Tagesordnung setzen lassen. Daraufhin versammelten sich am nächsten Tag nach Angaben des 1. FC Köln etwa 300 Demonstranten, die sich lautstark wehrten. Mit Erfolg, denn der Antrag wurde abgelehnt. Diesen Sonntag folgt nun das nächste Kapitel im Streit zwischen dem 1. FC Köln und kommunalpolitischen Vertretern der Stadt Köln. Die Ausgangslage am Sonntag unterscheidet sich dabei deutlich vom damaligen Fall, bei dem man auf Vereinsseite einstig reagierte und den Worst Case abwehren konnte. Nun handelt es sich wohl um einen bewussten Schachzug der Verantwortlichen des FC. Aktion statt Reaktion.



„Geißbockheim ausbauen – Plätze für unsere Pänz“

Ziel sei es, kurz vor den Kommunalwahlen ein klares politisches Zeichen zu setzen, machte FC-Geschäftsführer Philipp Türoff am Donnerstagmittag gegenüber Pressevertretern deutlich: „Der Protest wird zeigen, dass es nicht geht, ohne dass sich irgendeiner dann auch mal um ein Anliegen von uns kümmert. Und da ist jetzt im Wahlkampf einfach höchste Zeit, dass wir uns positionieren.“ Die Demonstration vor der Partie gegen Freiburg steigt unter dem Motto „Geißbockheim ausbauen – Plätze für unsere Pänz“. Die Botschaft sei klar und mache deutlich, worum es in der Debatte um das vielbestrittene Bauprojekt eigentlich geht, ergänzte Türoff: „Wir brauchen Fußballplätze. Vor allem Kunstrasenplätze, die hohe Trainingsintensitäten aushalten. Und die sollen so nah dran sein, dass hier bei Dunkelheit junge Mädchen und Jungs noch von einer Umkleide dahin und wieder zurückgehen können, ohne dass man sich wieder irgendeinem anderen Wahnsinn erträumen muss.”

Vizepräsident Wettich: „Werden keine Wahlempfehlung geben“

Am 14. September öffnen in Köln die Wahllokale. Die Mobilisierung der FC-Basis ist dann sicherlich auch für Parteien von Vorteil, die sich die Unterstützung von Sportvereinen durch Modernisierung oder die Schaffung zusätzlicher Sportflächen auf die Fahne geschrieben haben. Insofern kommt die Demo der SPD ganz recht. Im Wahlprogramm der Partei des Spitzenkandidaten Torsten Burmester heißt es: „Das Angebot an Sporträumen, -plätzen und Trainingszeiten muss mit der wachsenden Nachfrage in vielen Sportarten mithalten und deshalb ausgebaut werden.“ Mit dieser deutlichen Forderung steht die SPD hinsichtlich der Wahlprogramme allerdings allein dar.

Dadurch könnten sich in der Konsequenz durchaus Nachteile für andere Kandidaten ergeben. Parteien wie Bündnis 90/Die Grünen und Volt sprechen sich bekanntlich für den Schutz der innerstädtischen Grünflächen sowie für die Vermeidung zusätzlicher versiegelter Flächen aus. Und dennoch: Beim FC will man von Wahlkampf nicht sprechen. Man kämpfe nur in eigener Sache, parteiunabhängig, stellte FC-Vizepräsident Dr. Carsten Wettich klar: „Wir tun als FC erstmal gut dran, dass wir politisch neutral sind. Wir werden aufrufen, wie wir es auch bei anderen Wahlen gemacht haben, zur Kommunalwahl zu gehen. […] Aber wir werden keine Wahlempfehlung geben.“

Die Chance auf frischen Wind

Dennoch stecke in den Kommunalwahlen auch die Chance auf frischen Wind im Konflikt um das Geißbockheim, ist sich Wettich sicher: „Über alle Parteien hinweg herrscht ein größeres Verständnis jedenfalls dafür, die Bedürfnisse des 1. FC Köln wahrzunehmen. Auch wenn ich mit einer Grünen-Kandidatin (Gemeint ist Berivan Aymaz, OB-Kandidatin der Partei Bündis 90/ Die Grünen Köln Anm. d. Red.) spreche, existiert Verständnis dafür, was der FC als identitätsstiftendes Merkmal und auch als Werbeträger der Stadt bedeutet. Deshalb baut sie noch lange nicht die Plätze dazu. Aber selbst mit ihr hätten wir größere Hoffnung auf eine Lösung als in den letzten Jahren. Ich glaube, dass die Bedeutung des 1. Köln mehr erkannt wird in der Politik, als es in der Vergangenheit der Fall war.“

FC als Sprachrohr für Bürger und Breitensport

Ein schwerwiegender Punkt auf der langen Liste der Vorwürfe des Vereins gegenüber der Stadt ist auch das Nichteinhalten von Zusagen in der beschlossenen Kompromisslösung mit sogenannten Satellitenplätzen. Der Verein hatte zugesichert, vorerst auf die Gleueler Wiese zu verzichten, wenn Politik und Verwaltung im Gegenzug den Neubau eines Leistungszentrums am Geißbockheim ermöglichen und Plätze in unmittelbarer Nähe bereitstellen. Doch auch hier taten sich Schwierigkeiten auf: „Ein einziger Platz ist gebaut worden. Und damit hat auch die Stadt Köln wenig zu tun. Denn wir haben ihn auf unsere Kosten gebaut in Hürth“, stellte Wettich klar.

Aus der Untätigkeit und geringen Kooperationsbereitschaft der Stadt resultiert nicht nur beim FC, sondern auch weit über den Sport hinaus, tiefgreifende Unzufriedenheit mit Kommunalpolitischen Entscheidungen: “Was wir mitbekommen in den Gesprächen mit Mitgliedern, mit Fans, auch mit Bürgern ist, dass es einfach unverständlich ist, dass es nach zehn Jahren keine Lösung gibt. Egal, ob die am Ende für den Bebauung der Wiese oder für den Satellitenplatz sind. Es sind vielleicht ein Stück weit auch ein paar andere Projekte, die auch nicht ganz so gut funktioniert haben in Köln. Deshalb ist es ein emotionales Thema, das eine breite Rolle einnimmt“, so Wettich.

Im Konflikt um das Geißbockheim zieht der 1. FC nun alle Register

Darum will man sich am Sonntag nicht nur für die Belange des 1. FC Köln auf dem Heumarkt versammeln, sondern im Windschatten der Causa Geißbockheim gleich allumfassend die strukturellen Probleme der Sportstadt Köln den verantwortlichen ins Gedächtnis rufen, argumentierte Wettich: „Wenn sie zum Breitensport gehen, wenn sie zu den anderen Proficlubs gehen, etwa den Kölner Haien, die Probleme haben mit ihrer Trainingshalle und so weiter, das ist ja bei allen Clubs ähnlich. Ich glaube, wir sind halt diejenigen, die auch anderen eine Stimme geben können. Wir haben andere Kanäle, wir können mehr Menschen erreichen als im Breitensport. Das wollen wir nutzen. Und natürlich nutzen wir das auch, um für unsere Interessen zu kämpfen. Am Ende entscheidet erstmal der Wähler und dann entscheiden die Politiker das, was sie machen, aber natürlich möchten wir das Thema auf die Agenda bringen.”

Mit allen (demokratischen) Mitteln

Der Streit um den geplanten Ausbau des Geißbockheims dauert nun bereits mehr als zehn Jahre an. Der FC hatte ursprünglich mit drei Kunstrasenfeldern auf der Gleueler Wiese geplant sowie mit einem Jugend-Leistungszentrum neben dem Franz-Kremer-Stadion. Das Oberverwaltungsgericht in Münster (OVG) hatte Ende 2022 den von der Stadt Köln erstellten Bebauungsplan wegen Verfahrensmängeln für unwirksam erklärt. Der FC legte damals Beschwerde gegen die nicht zugelassene Revision ein und bekam Recht. Das OVG muss neu verhandeln. Die Lage im Verein ist demnach mehr als angespannt – einerseits aufgrund der ausstehenden Entscheidung in Münster, andererseits aufgrund der schleppenden Zusammenarbeit mit der Stadt Köln.

Für manche Außenstehende mag der drastische Kurs, den die Führungsebene des FC nun gehen will, fast schon wie eine Verzweiflungstat wirken. Dem Verein bleibt keine andere Wahl, als seine Basis zu mobilisieren. So will der FC laut Türoff „nochmals auf ein sehr wichtiges Zukunftsthema rund um den 1. FC Köln hinweisen und unseren Positionen mit Nachdruck Schwung für den Wahlkampf mitgeben”. Und bei der Demonstration am Sonntag will man es beim FC nicht belassen. Mit einer Petition sammelt der Verein Unterschriften, um noch auf diesen weiteren Weg Druck auf den Kölner Stadtrat auszuüben.


Fanprojekt-1991: Im Wahlcheck äußern sich die Kandidaten zum Stadion, dem Geißbockheim und Pyros

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Fanprojekt-1991: Im Wahlcheck äußern sich die Kandidaten zum Stadion, dem Geißbockheim und Pyros

Vorstandswahl im Blick: Beim Kandidatencheck des Fanprojekts 1991 stellten sich die Teams den Fragen der Anhänger des 1. FC Köln: Podiumsdiskussion zur Vorstandswahl.

Über 3000 Fans verfolgten die erste Wahlarena des Fanprojekts 1991, bei der drei Teams mit teils gegensätzlichen Positionen um das Vorstandsamt warben beim 1. FC Köln: Podiumsdiskussion zur Vorstandswahl.

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Am Freitagabend lud das Fanprojekt 1991 zum großen Kandidatencheck für die anstehende Vorstandswahl Ende September ein. Über 3000 Zuschauer verfolgten im Livestream auf YouTube die erste Ausgabe der Wahlarena zur FC-Vorstandswahl. Im Vorfeld konnten Mitglieder ihre Fragen an die Kandidaten einreichen. Diese wurden von den Organisatoren thematisch zusammengefasst und bildeten die Grundlage für den Abend. So erhielten alle Anwärter die Möglichkeit, ihre Ideen und Konzepte einem breiten Publikum zu präsentieren und für ihre Teams zu werben.

Ein Novum in der Geschichte des 1. FC Köln

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des 1. FC Köln Ende September wartet dabei eine Premiere: Erstmals in der Vereinsgeschichte treten gleich drei Teams zur Wahl des Vorstands an. Vom Mitgliederrat vorgeschlagen wurde das Trio Jörn Stobbe, Ulf Sobek und Jörg Alvermann. Zwei weitere Bewerbergruppen sicherten sich durch die notwendige Unterstützung von mindestens drei Prozent der Mitglieder ebenfalls die Teilnahme. Dazu gehört das Team um Wilke Stroman, die ehemalige FC-Spielerin Tugba Tekkal und den amtierenden Vizepräsidenten Carsten Wettich. Als drittes Trio bestätigte der Verein im Juli die Gruppe um Sven-Georg Adenauer, Thorsten Kiesewetter und Martin Hollweck. Kiesewetter allerdings musste die Podiumsdiskussion krankheitsbedingt absagen. Seinen Platz übernahm Roland Koch, langjähriger Co-Trainer von Christoph Daum und Mitglied des Teams um Sven-Georg Adenauer.

Zukunftsvisionen, Talentflucht und Wirtschaftlichkeit

Moderator Cedric Pick führte durch den Abend und hatte gleich von Beginn an alle Hände voll zu tun. Denn die Parteien bemühten sich, dem Publikum vor Ort und den Zuschauern an den Bildschirmen ihre unterschiedlichen Auffassungen zu zentralen Themen deutlich zu machen. Neben komplexeren Fragen wie einer möglichen Veränderung der Rechtsform oder der wirtschaftlichen Ausrichtung des Vereins wurde auch über die Bedeutung sportlicher Kompetenzen im Vorstand intensiv diskutiert. Team Adenauer betonte dabei, die sportliche Expertise liege nicht im Präsidium.

Vielmehr sei es dessen Aufgabe, „die richtigen Leute auf den entscheidenden Positionen zu finden“, wie es Roland Koch formulierte. Ulf Sobek widersprach und erklärte: „Sportkompetenz im Vorstand ist unabdingbar und hat bislang gefehlt.“ Tugba Tekkal schloss sich dieser Sichtweise an. Über ihr Netzwerk und ihre Erfahrung aus 95 Bundesliga-Partien wolle sie ihre Expertise einbringen. Gleichzeitig sei jedoch wichtig, „dass der Vorstand keine operativen Entscheidungen trifft und dass man dem Sportdirektor freie Hand gibt und ihm Wertschätzung entgegenbringt.“

Der ablösefreie Abgang vielversprechender Talente ist immer wieder ein Thema am Geißbockheim. Er zählt ohne Zweifel zu den Fragen, die auch die FC-Fans besonders beschäftigen. Entsprechend stand dieser Punkt bei der Podiumsdiskussion weit oben auf der Agenda, wobei sich die Kandidaten in ihren Ansätzen deutlich voneinander unterschieden. Roland Koch sagte dazu: „Ich glaube, man sollte Spielern wie Florian Wirtz ganz klar aufzeigen: Der FC hat dich ausgebildet. Und wenn du ihn verlassen willst, dann gib dem Verein etwas zurück.“ Tekkal hingegen betonte Nähe und Wertschätzung: „Nahbarkeit und Wertschätzung zeigen und Jugendspiele schauen. Wir wollen die Nummer eins im Westen sein, und dafür müssen wir etwas tun.“ Ulf Sobek wiederum plädierte für eine ganzheitliche Förderung. Entscheidender sei die persönliche Entwicklung junger Spieler. „Wie fühlt sich ein Spieler im Umfeld, im Verein?“, fragte er und verwies auf die Idee, zusätzliche Übergangs- und Entwicklungstrainer einzusetzen, die die Talente individuell begleiten und betreuen könnten.

Wo stehen die Kandidaten im Konflikt um das Geissbockheim?

Der Ratsbeschluss vom 3. Juni, der jede Möglichkeit zum Ausbau der Heimat des 1. FC Köln verhindert hätte, war erfolgreich von den Vereinsanhängern auf dem Rathausplatz in Köln unter lautem Protest blockiert worden. In dieser Frage zeigten sich die Kandidaten einig: Der Ausbau des Geißbockheims muss weiterverfolgt werden. Sven-Georg Adenauer betonte: „Mir kann keiner weismachen, dass auf der Fläche der Gleueler Wiesen keine Plätze Platz haben. Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit: Der Ausbau des Geißbockheims gehört dazu.“

Jörg Alvermann forderte: „Wir brauchen zwei Dinge: einen komplett neuen politischen Aufschlag und eine neue gerichtliche Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts. Wir haben erlebt, wie die Gleueler Wiesen zum Spielball politischer Interessen geworden sind. Viel eher brauchen wir gemeinsame Lösungen mit den anliegenden Breitensportvereinen. Solange dieser Streit anhält, müssen wir alternative Sportplätze haben, und die bekommt der FC nur zusammen mit dem Breitensport.“ Tekkal unterstrich die gesellschaftliche Dimension der Angelegenheit: „Ich glaube, Emotionalität ist wichtig. Wir müssen sagen: Es geht nur gemeinsam. Es darf nicht das Gefühl entstehen, dass es sich hier nur um ein Anliegen des FC handelt, sondern um ein Projekt, das das gesamte Stadtbild verändern kann. Wir brauchen alle an einem Tisch.“

Adenauer: “Wir bauen das erste klimaneutrale Stadion”

Auch das RheinEnergieSTADION rückte im Laufe des Abends in den Fokus. Hier sorgte das Team Adenauer mit einer Aussage für besonderes Aufsehen: „Wir wollen ein einmaliges Stadion bauen, ein grünes Stadion, das dazu beiträgt, dass CO₂-Emissionen sinken. Es soll auch ein Magnet für Touristen werden mit 80.000 Plätzen Kapazität und einem weltweiten Vorbildcharakter“. Carsten Wettich machte direkt klar, was er und seine Mitstreiter von diesem Vorschlag hielten: „Ein Neubau kommt nicht infrage, den schließen wir aus.“

Ein solcher Schritt sei im Grundsatz denkbar. Er bringe aber erhebliche Probleme mit sich, etwa für Anwohner oder bei der infrastrukturellen Erschließung. Auch die Kostenfrage spiele eine Rolle, denn ein Ausbau würde sich finanziell nicht lohnen. Stattdessen stellte er eine andere Perspektive heraus: „Man müsste es schaffen, dass das Stadion ein Anlaufpunkt wird, der 365 Tage im Jahr genutzt wird.“ Jörn Stobbe führte diesen Gedanken noch weiter aus: „Man muss größer denken und über Olympia nachdenken. Eventuelle Probleme eines Neubaus kann man angehen. Wir wollen eine Strategie entwickeln für 2048, mit der Einbindung der Mitglieder. Alle Probleme sind lösbar in Kooperation mit der Stadt.“

Der Umgang mit der aktiven Fanszene

Gegen Ende der Veranstaltung rückte schließlich auch der Umgang mit der aktiven Fanszene sowie der Einsatz von Pyrotechnik im Stadion in den Fokus. Bezug genommen wurde dabei auf die umstrittene Messer-Choreografie aus dem Rhein-Derby im Februar diesen Jahres. Diese hatte für Aufruhr und harsche Kritik gesorgt. Unter anderem von NRW-Innenminister Herbert Reul, der damals von einem „Skandal“ sprach. Adenauer schloss sich der Kritik an und betonte: „Das ist geschmacklos und hätte es mit mir nicht gegeben.“ Jörg Alvermann widersprach: „Es ist ein Irrglaube, dass wir als Verein weiterkommen, wenn wir die Geschmackspolizei spielen. Wenn wir das verbieten, werden wir mit der Südkurve nicht weit kommen.“ Auch Jörn Stobbe stellte sich hinter diese Haltung: „Choreo ist Kunst und muss provozieren.“ Wilke Stroman hingegen zeigte sich ablehnend: „Ich fand’s drüber. Man kann eine Haltung haben und sagen: Es ist unsere Verantwortung, das muss nicht sein.“

Im gleichen Zusammenhang äußerten sich die Kandidaten auch zum Einsatz von Pyrotechnik in den Stadien und zu den damit verbundenen Bedenken. Alvermann erklärte: „Pyro und Bengalos sind keine Erfindung des 1. FC Köln, sondern Teil der Fankultur. Doch wie gehen wir damit um, dass der FC dadurch solch hohe Strafen bekommt? Wenn Ängste bestehen, muss man darauf reagieren.“ FC-Vizepräsident Carsten Wettich machte hingegen deutlich: „Der Stadionbesuch beim 1. FC Köln ist sicher. Grenzüberschreitungen, die wir nicht akzeptieren, gibt es beim Thema Pyro ganz klar. Alles, was die Hand verlässt, ist ein No-Go. Das ist aber kein isoliertes Problem des FC, sondern eine Aufgabe des Verbands.“ Den bestehenden Strafenkatalog des Deutschen Fußball-Bundes bezeichnete Wettich in diesem Zusammenhang als gescheitert.

Veränderungen im Team um Jörn Stobbe

Zum Abschluss der Diskussionsrunde nutzten die Anwärter noch einmal die Gelegenheit, ein Wort an das Plenum zu richten. Tekkal begann: „Der FC steht für Werte, für die auch ich stehe. Der Fußballplatz ist ein Spiegelbild der Gesellschaft. Es geht darum, alle Menschen zu erreichen und zu beeinflussen. Ich bin davon überzeugt, dass wir drei die beste Antwort darauf sind, weil wir das beste Spiegelbild dieser Stadtgesellschaft repräsentieren.“ Adenauer betonte: „Ich werde Werte wie Offenheit, Ehrlichkeit und Transparenz in den Vordergrund stellen. Wir müssen zeigen, wie wichtig der Sport für die Gesellschaft ist. Für die Stadt Köln, aber auch für das ganze Land. Wenn der FC stark aufgestellt ist, dann tut das auch ganz Deutschland gut.“

Jörn Stobbe und Ulf Sobek schließlich nutzte die Bühne für eine besondere Ankündigung. „Wir glauben, dass wir vom Mitgliederrat ausgewählt wurden, weil wir in unserem Team Gedankenvielfalt darstellen.“ Dennoch kündigte Ulf Sobek das Trio personelle Veränderungen an: „Wir werden konkret darstellen, wie wir unser Team diverser und weiblicher aufstellen können. Wir freuen uns, dass wir eine absolut fachkompetente Frau an unserer Seite haben werden.“


Der 1. FC Köln verpflichtet Innenverteidiger Cenk Özkacar 

Cenk Özkacar spielt künftig für den 1. FC Köln
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Der 1. FC Köln verpflichtet Innenverteidiger Cenk Özkacar 

Der nächste Neuzugang für den 1. FC Köln: Cenk Özkacar kommt auf Leihbasis vom FC Valencia.

Der neunte Neuzugang der Geißböcke schließt die Vakanz in der Innenverteidigung 1. FC Köln: Cenk Özkacar kommt auf Leihbasis vom FC Valencia.

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Am späten Mittwochabend sickerte die Verbindung zwischen dem 24-Jährige Türken und dem 1. FC Köln durch. Heute dann wurde der Transfer nun vom Verein offiziell verkündet. Özkacar kommt vom FC Valencia an den Rhein. Der Abwehrspieler wird zunächst geliehen, der FC hat aber anscheinend eine Kaufoption für 2026 vereinbart. Diese soll bei rund zwei Millionen Euro liegen. Der Marktwert des türkischen Nationalspielers liegt laut „transfermarkt.de“ bei 1,2 Millionen Euro. Nach Informationen der „Bild“ soll der FC eine Leihgebühr von unter 300.000 Euro an Valencia zahlen.

Kommt noch ein weiterer Innenverteidiger?

Özkacar spielte für diverse türkische Clubs bei den Junioren und wechselte 2020 vom heutigen Drittligisten Altay SK zu Olmypique Lyon. Von dort ging es in Leihstationen über OH Leuven zum FC Valencia. 2023 verpflichtete der spanische Erstligist den Abwehrspieler für fünf Millionen Euro – die dem damaligen Marktwert entsprachen – fest, bevor 2024 die nächste Leihe zu Valladolid folgte. Diese endete in diesem Sommer. Nun folgt die nächste nach Köln. Bei Valladolid kam der Innenverteidiger lange nicht über die Rolle des Ergänzungsspieler hinaus, wurde erst zum Ende der Saison Stammspieler. Insgesamt stehen nur elf Spiele in der vergangenen Spielzeit auf dem Konto. Özkacar wurde 2022 von Stefan Kuntz in die A-Nationalmannschaft der Türkei berufen.

Der 24-Jährige kommt allerdings auf nur neun Einsätze, wurde zuletzt nicht mehr berücksichtigt. „Auch wenn die vergangene Saison für ihn nicht optimal verlaufen ist, sind wir überzeugt von seinem Potenzial und seinen Entwicklungsmöglichkeiten. Die Gespräche mit ihm haben uns gemeinsam zu der Überzeugung gebracht, dass er die nötige Ambition und Mentalität mitbringt, die wir für die anstehenden Herausforderungen benötigen. Damit wird er unserer Mannschaft guttun – wir freuen uns sehr, dass er sich für den FC entschieden hat“, sagt Thomas Kessler.

„Ich wusste sofort, dass es der richtige Schritt ist“

Der 1,90-Meter-Mann erfüllt die Anforderung. „Mit Cenk bekommen wir wie geplant einen Linksfuß für unsere Innenverteidigung dazu, der das Niveau auf dieser Position ebenso wie den Konkurrenzkampf erhöhen wird“, so Kessler weiter. Özkacar kann aber auch auf den Außenpositionen agieren und gilt zudem als körperlich robuster Spielertyp. Mit dem Türken schließt der FC die nächste Baustelle. Gerade auf der Innenverteidigerposition haben die Kölner noch händeringend gesucht. Zuletzt waren Ahmetcan Kaplan, dessen Ablöse einfach zu hoch war, und Rav van den Berg auf dem Wunschzettel. Der Niederländer galt sogar als wahrscheinlicher Transfer. Ob der FC noch immer an einer Verpflichtung interessiert ist, ist wahrscheinlich. Die Kaderplanung ist sicherlich noch nicht vollends abgeschlossen, doch mit der Özkacar wurde nun eine weitere wichtige Lücke wurde geschlossen.

„In den Gesprächen mit Thomas habe ich ein richtig gutes Gefühl für den FC bekommen – für die Historie des Clubs und seine Bedeutung für die Menschen. Ich wusste sofort, dass es der richtige Schritt für mich sein wird, nach Deutschland in die Bundesliga zu wechseln. Ich freue mich schon jetzt auf das Stadion und die Fans, die für ihre Leidenschaft und ihre Unterstützung über die Grenzen von Köln hinaus bekannt sind“, sagt Cenk Özkacar. 

Steffen Tigges: Deshalb ist der Abschied nicht nur für den 1. FC Köln folgerichtig

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Steffen Tigges: Deshalb ist der Abschied nicht nur für den 1. FC Köln folgerichtig

Steffen Tigges kam 2022 als Hoffnungsträger zum 1. FC Köln. Der Stürmer konnte die Erwartungen aber nie erfüllen. Nun verkündet der Club den Abschied des 27-Jährigen vom 1. FC Köln: Diese Chancen hält der Tigges-Abgang bereit.

Nach drei Jahren am Geißbockheim zieht es Steffen Tigges in die zweite Bundesliga zum SC Paderborn. Dabei macht sein Abgang gleich aus vielfacher Hinsicht Sinn für den 1. FC Köln: Diese Chancen hält der Tigges-Abgang bereit.

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Vor drei Jahren kam Steffen Tigges für 1,5 Millionen Euro von Borussia Dortmund zum 1. FC Köln. Und dort wartete eine große Aufgabe. Denn nach dem Abgang von Anthony Modeste war die Hoffnung in den Angreifer besonders große. Die Erwartungen waren jedoch deutlich zu groß. Darum stand der 27-Jährige auch schon mehrmals auf der Liste für mögliche Abgänge der Geißböcke, war jedoch immer geblieben – bis jetzt.

Der Wechsel nach Paderborn ist angesichts der Leistungen Tigges (10 Tore aus 81 Spielen für den FC) folgerichtig, aber keinesfalls im Groll. Im Gegenteil. Tigges verabschiedete sich mit offenen und dankbaren Worten aus der Domstadt: „Ich möchte mich für die Zeit beim 1. FC Köln bedanken. Wir haben schöne Momente erlebt, mussten aber auch schwierige Zeiten durchstehen. Diese Zeit hat mich geprägt. Der FC ist ein besonderer Club für mich und ich wünsche ihm für die Zukunft alles Gute. Jetzt habe ich mich bewusst für diesen Schritt entschieden und freue mich auf meine neue Herausforderung beim SC Paderborn.“

Tigges´ perfekter Tag gegen Werder Bremen

Besonders in Erinnerung bleibt vor allem ein denkwürdiges Tor im 7:1-Rekordspiel gegen Werder Bremen in der Saison 2022/2023. Bereits nach 21 Minuten hatte der FC die Bremer regelrecht überrollt. Eine Szene blieb jedoch besonders haften: Bremens damaliger Keeper Jiri Pavlenka konnte nach Gegendruck durch Linton Maina das Leder nur unkontrolliert zur Mittellinie klären.

Dort stand Tigges goldrichtig. Der Angreifer nahm den Ball auf, ging noch einige Schritte und chippte dann die Kugel gefühlvoll aus rund 40 Metern über die verdutzten Bremer Abwehrspieler hinweg ins Tor zum 3:0 nach 21 Minuten. Am Ende des Tages stand Tigges mit zwei Treffern auf dem Spielberichtsbogen. Trotzdem wollte der Matchwinner im Anschluss gegenüber Sky dennoch nur die Teamleistung würdigen: „Natürlich sind zwei Tore in so einem Spiel schon extrem besonders. Wir haben eine richtige Teamleistung gesehen und alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Das war ein perfekter Tag.“

Ohne sportliche Perspektive beim FC

In der abgelaufenen Spielzeit wollte für Steffen Tigges dann allerdings einfach nichts zusammenlaufen. In 16 Einsätzen für den 1. FC Köln blieb ihm eine Torbeteiligung verwehrt. Nach der Übernahme des Trainerpostens durch Friedhelm Funkel wurde der Hüne schließlich sogar komplett aus dem Kader gestrichen. Auch nach dem geglückten Wiederaufstieg des FC zeichnete sich dann rasch ab, dass sich an Tigges’ sportlicher Perspektive nichts zum Positiven wenden würde: „Wir haben vor der Saison sehr offen mit Steffen über seine sportliche Perspektive gesprochen. Dabei war allen Beteiligten klar, dass sich seine Chancen auf regelmäßige Einsatzzeiten in der Bundesliga deutlich verringern würden“, erläuterte Sportdirektor Thomas Kessler.

Doch selbst in dieser schwierigen Situation blieb Tigges ein Musterprofi. Dass das im Fall von Tigges mehr als bloße Sonntagsreden sind, zeigt seine Bereitschaft, in den vergangenen Testspielen sogar die vakante Linksverteidigerposition zu übernehmen: „Tiggi hat in der Vorbereitung vorbildlich gearbeitet und sich auch in einer für ihn ungewohnten Rolle voll eingebracht“, so Kessler. Mit der Verpflichtung von Kristoffer Lund für die linke Abwehrseite war Tigges’ Zeit beim 1. FC Köln dann aber endgültig abgelaufen. Umso größer ist der Respekt, den der Club dem Stürmer zollt: „Er hat sich in seiner gesamten Zeit beim FC stets in den Dienst der Mannschaft gestellt und war durch seine Art ein wichtiger Bestandteil unseres Teams – auf und neben dem Platz. Dafür gebührt ihm großer Respekt und ein herzliches Dankeschön“, hält Kessler fest.

Ein logischer Schritt für alle Beteiligten

Der Wechsel von Steffen Tigges zum SC Paderborn markiert für alle Beteiligten einen logischen und sauberen Schnitt. Medienberichten zufolge kassiert der 1. FC Köln eine Ablösesumme von rund 300.000 Euro und kann den Angreifer, dessen Vertrag eigentlich noch bis 2026 lief, von der Gehaltsliste streichen. Tigges soll nach wie vor zu den Besserverdienern gezählt haben. Damit wird allerdings nicht nur kurzfristig das Budget entlastet. Auch ein dringend benötigter Kaderplatz für eine mögliche Verstärkung im Sturm geschaffen. Für Tigges selbst eröffnet sich nach einer für ihn schwierigen Spielzeit in Köln die Chance auf einen sportlichen Neustart in einem neuen Umfeld.

Doch von einer Flucht kann keine Rede sein. Vielmehr handelt es sich um eine nachvollziehbare Konsequenz, die im Sinne aller Parteien getroffen wurde. Der SC Paderborn erhält mit Steffen Tigges einen Stürmer im besten Fußballeralter, der mit seiner Physis und Bundesliga-Erfahrung der Offensive sofort neue Impulse verleihen soll. Tigges hat in einigen Ansätzen bewiesen, dass er auf hohem Niveau Leistung bringen kann und möchte diese Qualitäten nun in Ostwestfalen konstanter unter Beweis stellen. Am Ende steht ein Transfer, wie ihn sich Fußballverantwortliche wünschen: Der FC Köln schafft Platz und finanziellen und personellen Spielraum, Tigges erhält eine echte Chance auf einen Neustart, und Paderborn darf sich auf einen hochmotivierten Mittelstürmer freuen, der seine Karriere noch einmal ankurbeln will.

Diese Tatsache macht den Klassenerhalt für den 1. FC Köln zu einer Herkulesaufgabe

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Diese Tatsache macht den Klassenerhalt für den 1. FC Köln zu einer Herkulesaufgabe

Durch die Umtriebigkeit von Sportdirektor Thomas Kessler auf dem Transfermarkt kommt am Geißbockheim Zuversicht für den Klassenerhalt auf. Doch ein Vergleich mit anderen Bundesligisten offenbart einen entscheidenden Nachteil für den 1. FC Köln: Darum ist der Klassenerhalt eine Herkulesaufgabe. 

Die neue Spielzeit rückt stetig näher für die Geißböcke. Und die erste Saison nach dem Wiederaufstieg wird es in sich haben für den 1. FC Köln: Darum ist der Klassenerhalt eine Herkulesaufgabe. 

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Der Kaderwert des 1. FC Köln ist vor Beginn der neuen Saison laut dem Online-Portal transfermarkt.de auf 74 Millionen Euro gestiegen, was ein Plus von rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Damit rangieren die Geißböcke aktuell auf Platz 15 der Bundesliga-Marktwert-Tabelle des Portals und lassen mit diesem Wert nicht nur Schlusslicht FC St. Pauli (48 Millionen Euro) sowie Heidenheim (57 Millionen Euro) hinter sich, sondern auch Mitaufsteiger Hamburg (65 Millionen Euro). Die Transferoffensive des FC ist also mehr ein Signal an die Konkurrenz: Nach dem direkten Wiederaufstieg soll der nächste Gang in die 2. Liga unbedingt vermieden werden.

Ungleiche Verhältnisse in der Bundesliga

Ein Blick auf die Kaderwerte zeigt aber auch die Dimension der Herausforderung. Allein auf Platz 14 steht Union Berlin mit einem Kaderwert von beachtlichen 122 Millionen Euro. Der Abstand zur nächsten Kaderwert-Gewichtsklasse  ist also enorm. Ein Zusammenhang zwischen Kaderwert und Klassenerhalt ist kaum von der Hand zu weisen. In der abgelaufenen Bundesliga-Saison konnten die Teams mit den geringsten Marktwerten, wie Bochum (57 Millionen) und Kiel (47 Millionen), den direkten Abstieg nicht verhindern. Heidenheim (72 Millionen) mussten lange zittern. Nur St. Pauli (65 Millionen) gelang der direkte Ligaverbleib. Das macht deutlich: Nach dem Sprung ins Oberhaus klafft eine erhebliche Lücke zwischen den etablierten Bundesligisten, die finanziell andere Möglichkeiten haben, und den Aufsteigern. Für den FC bedeutet das: Der gestiegene Marktwert ist ein Ausrufezeichen, nicht aber eine Garantie für den Klassenerhalt. Der Abstand nach oben jedoch bleibt eine harte Realität.

Der ausschlaggebende Faktor?

Angaben zu den Marktwerten, wie sie beispielsweise auf transfermarkt.de veröffentlicht werden, sind aber mit Vorsicht zu genießen. Denn sie stellen nur Schätzwerte auf Grundlage von User-Schwarmintelligenz der Plattform selbst dar und spiegeln nicht den realen Wert eines Kaders. Zudem ist es fraglich, einen direkten Zusammenhang allein zwischen sportlichem Erfolg und Kaderwerten herzustellen. Denn im Fußballgeschäft können stets Überraschungen auftreten. So zeigte etwa RB Leipzig in der abgelaufenen Saison, dass auch ein Kaderwert von 510 Millionen Euro, nach den Bayern der zweithöchste Wert der Liga, nicht automatisch in sportlichen Erfolg mündet. Die roten Bullen verpassten in der abgelaufenen Saison sogar die Qualifikation für den europäischen Wettbewerb. Diese Diskrepanz verdeutlicht, dass der Erfolg von vielen Faktoren abhängt.

Von der Fähigkeit eines Trainerteams etwa, die zahlreichen Neuzugänge auf Bundesliganiveau zu einer funktionierenden Einheit zu formen. Und damit hat man beim 1. FC Köln durch bislang acht Neuzugänge in der laufenden Transferperiode alle Hände voll zu tun. Unterm Strich ist der Kaderwert aber nur einer von mehreren Bausteinen in einem komplexen Zusammenspiel, das den sportlichen Erfolg bestimmt. Dafür aber allerdings einer, der besonders schwer wiegt.

Ein Blick in die Glaskugel

Die Frage, ob sich der FC angesichts des ungleichen finanziellen Kräftemessens in der Bundesliga behaupten kann, lässt sich erst im Saisonverlauf beantworten. Fest steht jedoch, dass beim FC hart daran gearbeitet wird, bis zum Saisonstart in zwei Wochen den bestmöglichen Kader aufzustellen. Und das mit so viel finanzieller Wucht wie schon lange nicht mehr.

Unfall A555: Amtsgericht Brühl erhebt Anklage im Fall um zwei ehemalige Spieler des 1. FC Köln  

Symbolbild: Feuerwehr im Einsatz (Foto: Alexander Hassenstein/GettyImages)
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Unfall A555: Amtsgericht Brühl erhebt Anklage im Fall um zwei ehemalige Spieler des 1. FC Köln  

Zwei ehemalige Nachwuchsspieler des 1. FC Köln müssen sich wegen eines mutmaßlichen Autorennens mit tödlichem Ausgang vor Gericht verantworten. Unfall auf A555: Neue Entwicklungen um ehemalige Nachwuchsspieler des 1. FC Köln.

Das Amtsgericht Brühl prüft, ob sich die beiden Beteiligten vor Gericht verantworten müssen nach dem tödlichem Unfall auf der A555: Neue Entwicklungen um ehemalige Nachwuchsspieler des 1. FC Köln.

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Die Staatsanwaltschaft Köln hat Anklage gegen zwei ehemalige Nachwuchsspieler des 1. FC Köln erhoben. Den beiden wird vorgeworfen, am 1. Dezember 2023 auf der A555 in Fahrtrichtung Bonn ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge veranstaltet zu haben. Konkret sollen sie sich nebeneinander auf der Autobahn bewegt und sich gegenseitig rechts, links sowie teilweise über den Standstreifen überholt haben. Die Anklage umfasst zudem eine Gefährdung des Straßenverkehrs durch grob verkehrswidriges und rücksichtsloses Falschüberholen. Die offizielle Erklärung des Amtsgerichts Brühl lautete am Mittwoch: „Die Staatsanwaltschaft Köln hat gegen zwei Angeschuldigte Anklage vor dem Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Brühl wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens im Straßenverkehr mit Todesfolge, tateinheitlich begangen mit einer Gefährdung des Straßenverkehrs infolge grob verkehrswidrigen und rücksichtslosen Falschüberholens, erhoben.“

So äußerte sich der FC zum Vorfall

Der Kleinwagen explodierte. Die Fahrerin und die Beifahrerin starben in dem brennenden Fahrzeug. Das Amtsgericht Brühl prüft jetzt, ob die beiden Beschuldigten sich deshalb demnächst vor Gericht verantworten müssen. Das Verfahren vor dem Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Brühl ist bisher noch nicht terminiert und soll frühestens im Herbst beginnen. Die beiden Angeklagten sind nicht mehr beim 1. FC Köln. Ihre zum Jahreswechsel 2023/2024 ausgelaufenen Verträge wurden nicht verlängert.

Der 1. FC Köln hat im Dezember 2023 nach Bekanntwerden der Beteiligung zweier Spieler des Vereins erklärt, diese, um der Fürsorgepflicht des Vereins nachzukommen, bis auf Weiteres vom Trainings- und Spielbetrieb freigestellt zu haben. Dem Verein zufolge galt für beide die Unschuldsvermutung. „In Gedanken ist der FC bei den Angehörigen der Unfallopfer und zutiefst betroffen über die Ereignisse“, hieß es in der Stellungnahme des Clubs.

Talent Mansour Ouro-Tagba verlässt wohl den 1. FC Köln

Mansour Ouro-Tagba im Spiel für die U21 des 1. FC Köln
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Talent Mansour Ouro-Tagba verlässt wohl den 1. FC Köln

Nächste Leihstation für FC-Youngster? Nach Informationen von „Sport1“: FC-Talent Mansour Ouro-Tagba wechselt zum VfB Stuttgart.

WIe am Nachmittag durchsickerte, sind die Schwaben wohl beim 1. FC Köln fündig geworden. Youngster Mansour Ouro-Tagba wechselt zum VfB Stuttgart.

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Mansour Ouro-Tagba wird in der kommenden Saison wohl für die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart auflaufen. Nach Informationen von „Sport1“ entschied man sich, den Youngster per Leihe mit Kaufoption zu verpflichten. Die Verantwortlichen beim VfB hätten Ouro-Tagba bereits länger im Visier und wollte ihn bereits vor zwei Jahren von seinem Ausbildungsklub TSV 1860 München nach Stuttgart lotsen. Der Offensivspieler entschied sich damals aber für den Schritt zum 1. FC Köln. Dort wurde der togolesische Nationalspieler vom damaligen Geschäftsführer Sport Christian Keller aufgrund der bevorstehenden Transfersperre zu Jahn Regensburg verliehen. In Regensburg kam der 20-Jährige in der abgelaufenen Spielzeit auf neun Einsätze in der 2. Bundesliga.

Keine große Überraschung

In der abgelaufenen Saison kam Ouro-Tagba demnach nur sporadisch zu Einsätzen für den Jahn. Folgerichtig brach der 1. FC Köln die Leihe nach der Hinrunde vorzeitig ab. Nach Informationen des „Kicker“ wollte man beim FC den talentierten Flügelspieler aber gleich wieder verleihen. Nun folgt wohl also wenig überraschend ein erneutes Leihgeschäft, diesmal zum VfB Stuttgart.