Trotz Gegentor in Hamburg: Cenk Özkacar und Rav van den Berg überzeugen erneut

Rav van den Berg im Duell mit Damion Downs
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Trotz Gegentor in Hamburg: Cenk Özkacar und Rav van den Berg überzeugen erneut

Beim 1:1-Unentschieden in Hamburg am Samstagabend präsentierten sich die Rheinländer in der Offensive mit Ausnahme des Tores von Said El Mala zwar nur wenig torgefährlich, konnten sich aber bis auf einen Ausnahmemoment von Fabio Vieira auf ihre Defensive verlassen. Vor allem das Innenverteidiger-Duo bestehend aus Rav van den Berg und Cenk Özkacar deutete viel Potenzial an beim 1. FC Köln: Innenverteidiger-Duo überzeugt beim HSV.

Gerade aufgrund der Verletzungsmisere war die Kölner Innenverteidigung lange eine Baustelle der Geißböcke. Doch gegen den Hamburger SV erwies sich die Abwehrzentrale bis auf wenige Ausnahmen wieder einmal als sehr sicher. Trotz der vielen Verletzten scheint die Innenverteidigung beim FC zu stehen.

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Denn die Kölner agierten wie schon in der vergangenen Woche beim 1:2 gegen Borussia Dortmund auch in Hamburg wieder mit einer Viererkette, für den rot gesperrten Jahmai Simpson-Pusey rückte Cenk Özkacar an die Seite von Rav van den Berg. Zwar geriet die Mannschaft von Coach Lukas Kwasniok durch einen Geniestreich von Fabio Vieira zum dritten Mal in Folge in Rückstand, dennoch leisteten sich die beiden Neuzugänge in den defensiven Zentrale ansonsten wenig bis keine Fehler und könnten so auch gegen Gladbach Seite an Seite auflaufen.

Wenig gemeinsame Spielzeit, viel Stabilität

Gerade gegen die körperlich robusten Hamburger Angreifer bewiesen sowohl der Niederländer als auch der Türke immer wieder ein gutes Timing im Zweikampf und ein sauberes Stellungsspiel. Während van den Berg mit einer Zweikampfquote von 66 Prozent und einer Passquote von starken 97 Prozent überzeugte, erwies sich Nebenmann Özkacar mit 71 gespielten Pässen (die meisten alle Feldspieler der Partie) im Verbund mit Eric Martel im defensiven Mittelfeld immer wieder als Aufbauspieler und Impulsgeber auf dem Weg in die gegnerische Spielhälfte. Insgesamt wirkte die Abstimmung bei dem Duo, das in dieser Konstellation noch relativ wenig gemeinsame Spielzeit gesammelt hat, bereits erstaunlich stabil.

Lukas Kwasniok wechselte für seine Verhältnisse erstaunlich wenig, setzte auf die gleiche taktische und eine ähnliche personelle Formation. Vor allem den vielen Ausfällen geschuldet. Dennoch könnte es nun ein wenig mehr Kontinuität geben. Kristoffer Lund hat sich auf der linken Abwehrseite festgespielt und bestritt gegen den HSV seine fünfte Partie in Folge über die vollen 90 Minuten. Auf der anderen Seite lieferte auch Tom Krauß einmal mehr eine solide Leistung ab. Die durchaus beachtliche Leistung der Hintermannschaft dürfte den Konkurrenzkampf in den kommenden Wochen noch einmal befeuern. Nach und nach werden einige Verletzte wie Joel Schmied oder Alessio Castro-Montes dann aber zurückkehren, auch Jahmai Simpson-Pusey und Sebastian Sebulonsen müssen „nur“ noch das Derby pausieren.

Trotz der vielen Ausfälle kann sich Kwasniok dennoch aktuell auf eine gewisse Stabilität verlassen. Eine Stabilität, die es vor allem jetzt bei noch acht ausstehenden Spielen dringend braucht, um am Saisonende über dem Strich zu stehen und den Klassenerhalt zu erreichen.

Jeder Punkt ist zurzeit wichtig – Nicht, dass die liegen gelassenen am Ende den Unterschied machen

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Jeder Punkt ist zurzeit wichtig – Nicht, dass die liegen gelassenen am Ende den Unterschied machen

Mit dem 1:1-Remis gegen den Hamburger SV hat der FC einen Punkt hinzugewonnen – aber eben auch zwei liegen gelassen. Am Ende ist jeder Zähler entscheidend im Abstiegskampf – jeder. Gegebenenfalls auch die, die man in Duellen, in denen man eigentlich die bessere Mannschaft gewesen ist, nicht eingefahren hat. Ein Kommentar zum 1:1 des 1. FC Köln beim Hamburger SV.

Die Kölner wurden vor der Partie in der Hansestadt nicht müde, zu betonen, dass nun die Spiele kämen, in denen man punkten müsse. Das ist den Geißböcken beim HSV auch gelungen. Jedoch fuhr der FC nur einen statt möglich gewesenen drei Zähler ein – am Ende zu wenig?

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Nach dem doch biederen Unentschieden beim Hamburger SV suchte Kölns Trainer Lukas Kwasniok mal wieder Worte, die den FC-Fans gefallen sollten. „Fakt ist: Lieber spiele ich 1:1 in Hamburg und gewinne zu Hause gegen Gladbach, als umgekehrt“, sagte der Kölner Coach. Grundsätzlich würden das wohl die meisten Anhänger der Geißböcke unterschreiben. Grundsätzlich wären den Fans aber auch Siege gegen Gladbach und (!) Hamburg lieber gewesen. Denn sechs Punkte hören sich besser an als vier (von denen erst einer geholt wurde) – zumal die FC-Protagonisten nach der zugegeben schweren Phase gegen die Top-Teams nicht müde wurden zu betonen, dass es nun gegen die Mannschaften auf Augenhöhe um nichts anderes als Zähler gehe. Nach dem Remis gegen Hamburg stellt sich wieder einmal die Frage: Punkt gewonnen oder zwei verloren?

Jeder Punkt ist wichtig – auch die verpassten

Die Wörter der Kölner Akteure ließen darauf schießen, dass der Punkt zum einen verdient gewesen und zum anderen gegen eine Mannschaft wie Hamburg durchaus als Erfolg zu werten sei. Verdient ja, aber ein Erfolg? Natürlich ist Hamburg nicht irgendwer. Die Rothosen holten aus den fünf Spielen vor dem Aufsteiger-Duell zehn Zähler. Also genau so viele, wie der FC in den vergangenen 16. Während die Kölner in der Formtabelle Rang 16 eingenommen hatten, belegte der HSV Platz vier. Gerade gegen die direkte Konkurrenz waren die Hanseaten zudem gerne erfolgreich. Es ist also nicht gesagt, dass man im Grunde im Vorbeigehen die Punkte aus dem Volksparkstadion einsammelt. Einen Selbstläufer gibt es in der Bundesliga nicht – zumindest nicht für die Teams, die anders als Bayern München heißen.

Zudem haben die Kölner im achten Anlauf das erste Mal an einem Samstagabend gepunktet. Eine gewisse Zufriedenheit ist also durchaus verständlich. Ob sie aber deswegen auch angebracht ist, darf wiederum durchaus hinterfragt werden. Jeder Punkt ist im Abstiegskampf wichtig, so das allgemeine Credo der FC-Akteure in der Mixed Zone nach dem 1:1. Und das ist absolut richtig. Das schließt aber auch die Punkte ein, die man hat liegen lassen. Und man darf nur hoffen, dass diese am Ende nicht noch wichtiger sind. Auch mit der Einordnung, dass der FC am Samstag die bessere Mannschaft war, liegen die Kölner richtig. Nur hätten es gerade da doch drei Punkte sein können. Am Ende der Saison wird keiner mehr fragen, wer in den Spielen denn besser war oder wer den Sieg einen Hauch mehr verdient hätte.

Zehn Siege werden immer unwahrscheinlicher

Am Ende zählen die Punkte. Und zum wiederholten Male muss man sagen, dass die Kölner gegen einen vermeintlichen Gegner auf Augenhöhe trotz Überlegenheit nicht gewonnen haben, zu wenig Punkte geholt haben. Elf Punkte in 17 Spielen, heißt elf Punkte in einer Halbserie. Es sind nur noch acht Spiele zu gehen. Zieht man die Begegnungen gegen Leverkusen, Frankfurt und Bayern ab, bleiben noch fünf Spiele gegen Teams auf Augenhöhe. Für Kwasnioks Mit-zehn-Siegen-zum-Klassenerhalt-Rechnung fehlen noch vier Siege. Schon allein statistisch wird die Umsetzung dieser Vorgabe immer unwahrscheinlicher. Und das unabhängig davon, wie gut die Leistungen gewesen sind. Nah dran, reicht auch gegen die Teams aus der unteren Tabellenhälfte nicht, wenn die Siege ausbleiben.

Am Samstag bietet sich die nächste Chance. Selbst, wenn der FC die bessere Mannschaft ist, das Derby seine eigenen Gesetze hat, die Kölner dann auch alles gegeben haben, weniger als drei Punkte sind dann ganz sicher zu wenig,


Ordentliche Leistung, aber der 1. FC Köln lässt schon wieder Punkte liegen

Eric Martel vom 1. FC Köln im Duell mit dem HSV
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Ordentliche Leistung, aber der 1. FC Köln lässt schon wieder Punkte liegen

Der FC hat sich im Kampf um den Klassenerhalt gegen den HSV nicht mit einem Sieg belohnt. Trotz ordentlicher Leistung gelang es der Mannschaft von Lukas Kwasniok auswärts nicht, die drei Punkte aus Hamburg mitzunehmen. Vor allem die harmlose Offensive gibt acht Spiele vor Saisonende Grund zur Sorge. Der 1. FC Köln verpasst gegen den HSV einen Befreiungsschlag.

Es hätte für den 1. FC Köln ein wichtiger Schritt im Kampf um den Klassenerhalt und ein echter Mutmacher für die kommenden Aufgaben werden können. Gegen den direkten Konkurrenten aus Hamburg zeigten die Geißböcke über weite Strecken eine engagierte und ordentliche Leistung, mussten sich am Ende jedoch „nur“ mit einem 1:1-Unentschieden zufriedengeben. Ein Ergebnis, das sich für viele Kölner mit Blick auf den Spielverlauf eher nach zwei verlorenen Punkten anfühlen dürfte.

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In einer von Beginn an eher zähen Partie spielte sich in den ersten halben Stunde wenig ab. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitestgehend im Mittelfeld, ohne sich dabei wirklich gute Gelegenheiten herauszuspielen. Wie so oft in dieser Saison agierte der FC mindestens auf Augenhöhe, geriet nach einem Geniestreich von HSV-Spielmacher Fabio Vieira aber wieder einmal in Rückstand (39.) – zum dritten Mal in Folge. Die Mannschaft von Kwasniok suchte im Anschluss aber noch vor der Pause nach einer Antwort und fand sie schließlich nach einer sehenswert einstudierten Eckballvariante in Form von Offensiv-Juwel Said El Mala, der per Kopf für den Ausgleich sorgte (45.) Nach dem Seitenwechsel wurde es dann wieder zäher, viele Zweikämpfe zwischen den Strafräumen dominierten das Geschehen weitestgehend.

„Das ist schon ein Nackenschlag“

Die Rheinländer hatten zwar ein leichtes Übergewicht in Sachen Ballbesitz, konnten dies aber (bis auf einen Kopfball von Eric Martel in der Nachspielzeit) nicht mehr in gute Torchancen und somit den zweiten bzw. Siegtreffer ummünzen. Was am Ende bleibt, ist unterm Strich zwar immerhin ein Punkt – überwiegen dürfte aber die Enttäuschung über einen wieder einmal verpassten Dreier. Die Kölner warten nach dem Remis in Hamburg nunmehr seit sechs Partien auf einen Sieg und haben nach dem Wochenende und Spieltag 26 nur einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Der bittere Beigeschmack über die verpassten drei Punkte war auch Geschäftsführer Sport Thomas Kessler nach Abpfiff anzumerken: „Ich glaube wir hätten heute schon drei Punkte holen können. Wenn du natürlich mit der einzigen Chance, die der HSV hat, vielleicht mit Ausnahme jetzt kurz vor Schluss nochmal, ein Gegentor bekommst, dann ist es gut, dass wir in der ersten Halbzeit noch so reagiert haben. Das ist schon ein Nackenschlag für die Mannschaft.“

Ähnlich äußerte sich auch Coach Kwasniok über das Spiel. „Es fühlt sich irgendwie komisch an. Wir haben in der ersten Halbzeit eine Aktion zugelassen. Das macht Fabio Vieira natürlich dann auch überragend mit dem Lupfer. Es ist kein Spektakel gewesen, das war aber auch nicht zu erwarten, wenn der HSV gegen den 1. FC Köln in der Bundesliga spielt. Zwei Aufsteiger, es geht um viel. Ich finde, dass wir die bessere Mannschaft gewesen sind.“ Am Ende des Tages stellte aber auch er nüchtern fest: „Da kannst du dir nichts für kaufen, das ist schon klar. Aber es ist immer so ein Gefühl, dass es immer weitergeht und der Groschen wird dann irgendwann auch komplett fallen. Heute war das noch nicht der Fall. Wir können mit dem Punkt leben.“

Ab jetzt zählen nur noch Ergebnisse

Während die Leistung der Mannschaft in vielen Spielen in dieser Saison stimmen mag, die Punkteausbeute entspricht diesen Leistungen in erschreckend großer Regelmäßigkeit nicht. Mit jetzt 25 Punkten ist der Aufsteiger nach wie vor mittendrin im Abstiegskampf, dazu verbleiben nur noch acht Ligaspiele bis Saisonende. Nachdem in den letzten Spielen gegen den VfB Stuttgart, die TSG 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund wohl nicht unbedingt mit Punkten zu rechnen war, hätte man gegen den HSV im direkten Aufeinandertreffen zweier Teams, die um den Klassenerhalt kämpfen, ein echtes Ausrufezeichen setzen können. Der mögliche Hallo-Wach-Effekt blieb aus, mit dem Remis bleiben die Norddeutschen fünf Punkte voraus und haben zudem weiter das (um ein Tor) bessere Torverhältnis.

Grund zur Sorge macht zudem die weitestgehend harmlose Offensive der Kölner in Hamburg. Auch wenn El Mala mit seinem neunten Saisontor weiter Eigenwerbung betrieb, blieb Mittelstürmer Ragnar Ache diesmal beispielsweise meist blass. Aus dem Mittelfeld heraus fehlte es sowohl an kreativen Pässen ins letzte Drittel als auch an guten Schussversuchen aus der Distanz. Vor allem mit Blick auf das kommende Ligaspiel, nämlich das Derby gegen den direkten Tabellennachbarn Borussia Mönchengladbach, kommt diese Negativ-Entwicklung in Sachen Torgefahr zur Unzeit. Nach dem HSV-Spiel ist das Derby gegen den ungeliebten Rivalen ein immens wichtiges Spiel, sowohl aus Prestige- als auch aus tabellarischen Gründen. Mit einem Sieg könnte der FC ein großes Zeichen setzen und würde die „Fohlen“ auch in der Tabelle überholen. Für die Geißböcke ist spätestens nach dem verpassen Sieg in Hamburg klar:

Jetzt beginnt die sogenannte „Crunch-Time“. Es müssen dringend Punkte her, egal wie. Ob die Mannschaft dabei dann am Ende des Tages auch gute Leistungen abruft und seine Gegner spielerisch beherrscht, dürfte so ziemlich jedem FC-Anhänger egal sein. Denn soviel ist sicher, am Saisonende zählt nur eins: nämlich der Klassenerhalt.


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Remis trotz klarer Überlegenheit gegen den HSV- Punktgewinn oder verpasster Sieg?

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Remis trotz klarer Überlegenheit gegen den HSV- Punktgewinn oder verpasster Sieg?

Der FC nimmt beim Hamburger SV ein 1:1 mit. Doch wie gerecht ist das Ergebnis? Während HSV-Coach Merlin Polzin von einem leistungsgerechten Remis spricht, hadert FC-Trainer Lukas Kwasniok mit der Punkteteilung. 1. FC Köln: Punktgewinn oder verpasster Sieg?

Mit dem 1:1 in Hamburg haben die Kölner einen wichtigen Zähler im Abstiegskampf gesammelt. Doch eigentlich wäre doch mehr drin gewesen, oder?

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Auf der Pressekonferenz nach dem zähen 1:1-Unentschieden wurde es zwischenzeitlich sogar ausgelassen. FC-Trainer Lukas Kwasniok forderte die anwesenden Medienvertreter etwa zu einem Applaus für seinen Kollegen Merlin Polzin auf. Für den HSV-Coach war das Spiel gegen die Domstädter das 50. als Cheftrainer der Rothosen. Dafür erhielt er auch die Anerkennung von Kwasniok. Neben Heiterkeit und Wertschätzung traten jedoch auch Unterschiede in der Bewertung der Partie zutage. Während Polzin von einem leistungsgerechten Unentschieden sprach, machte Kwasniok mit verzogener Mine deutlich, was er von dieser Einschätzung hielt. Aus Sicht des FC-Trainers sprach vieles für seine Mannschaft. Die Geißböcke waren in vielen Bereichen überlegen. Sie gaben doppelt so viele Torschüsse ab wie die Gastgeber, hatten mehr Ballbesitz, liefen mehr und zeigten eine höhere Intensität. Insgesamt schnürte Kwasnioks Elf ein Gesamtpaket, das den Punktgewinn für die Hamburger eher glücklich als leistungsgerecht erscheinen lässt.

Der FC beendete gegen Hamburg den „Topspiel-Fluch“

Der Punkt aus dem Duell mit dem HSV bedeutet zugleich, dass die Geißböcke im achten Anlauf erstmals in einem Topspiel am Samstagabend etwas Zählbares mitnehmen. „Für uns ist es so, dass wir am Samstagabend bislang noch nicht allzu häufig gepunktet haben. Deshalb nehmen wir den Punkt mit, auch wenn es sich insgesamt so angefühlt hat, als hätten wir einen Sieg mitnehmen können“, ordnete Kwasniok ein. Zudem steht nach der Niederlage des FC St. Pauli gegen Borussia Mönchengladbach am Freitag fest, dass der FC mit 25 Punkten in jedem Fall über dem Strich bleibt. Damit lässt sich das Unentschieden leichter verdauen. Zumal auch Kwasniok anerkennen musste, dass das Führungstor durch Hamburgs Fabio Silva eines der besonderen Sorte war. „Wir wollen aber nicht vermessen sein, vor allem, wenn der Gegner mit so einem sensationellen Tor in Führung geht. Wir mussten dann wieder hinterherlaufen, obwohl zu dem Zeitpunkt nichts auf einen Rückstand hingedeutet hatte. Jeder Punkt ist im Kampf um den Verbleib in der ersten Liga goldwert.“

Kwasniok: „Haben etwas gutzumachen“

Lange wird die Punkteteilung die Domstädter nicht verfolgen. Denn in der kommenden Woche empfangen sie Borussia Mönchengladbach zum Rheinderby in der RheinEnergieArena (Samstag, 15.30 Uhr, Abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com). Und dann sei ein Sieg für seine Mannschaft nochmal ungleich wichtiger, meinte Kwasniok. “Fakt ist: Lieber spiele ich 1:1 in Hamburg und gewinne zu Hause gegen Gladbach, als umgekehrt. Das wird man höchstwahrscheinlich wieder als Ansage nehmen, aber das ist auch völlig in Ordnung. Wir haben etwas gutzumachen. Und wir wollen in unserem Wohnzimmer gewinnen. Damit wir die Fans und uns glücklich machen und die Ausgangssituation für die restlichen Wochen noch mal verbessern.” Am Samstag gegen Gladbach bekommt der FC die nächste Gelegenheit. Dann wollen die Kölner nicht nur überzeugen, sondern diesmal auch die drei Punkte behalten.


Der 1. FC Köln kann Ecken, Said El Mala kann Kopfballtor – „Ich war auch überrascht“

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Der 1. FC Köln kann Ecken, Said El Mala kann Kopfballtor – „Ich war auch überrascht“

Beim 1:1 in Hamburg haben die Kölner mal wieder an einer der Schwachstellen gearbeitet und das erfolgreich. Der 1. FC Köln trifft mal wieder nach einer Ecke. Zudem erzielte Said El Mala sein erstes Kopfballtor.

Die Torgefahr hielt sich bei den Kölnern nach Standards in dieser Saison in Grenzen. Vor allem bei Ecken strahlte der FC nur selten Gefahr aus. Am Samstagabend gab es mal wieder einen Treffer nach einer Hereingabe. Und das mit einem Kopfball eines Torschützen, der sonst eher durch seine Schüsse auffällt: Said El Mala.

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Nach der 1:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund am vergangenen Wochenende wurde es dann wieder zum Thema: Die Standardschwäche der Kölner. Serhou Guirassy hatte nach einer Ecke auf den zweiten Ball gelauert und die Kugel dann tatsächlich gegen die unkonzentrierte Kölner Defensive über die Linie geschoben. 15 Gegentore haben sich die Geißböcke bereits nach ruhenden Bällen gefangen – absoluter Liga-„Bestwert“. Dabei hatte der FC in der Rückrunde die Schwäche lange in den Griff bekommen, 2026 bis zum BVB-Spiel nur ein Gegentor nach einer Standardsituation kassiert. Und auch nach dem HSV-Spiel ist die Statistik für dieses Jahr bislang eine recht ordentliche – trotz des Guirassy-Treffers. Auch, weil die Kölner wenige Minuten vor Schluss Glück hatten, dass Daniel Elfadli das Tor nach einer Ecke nur ganz knapp verpasste.

„Wir haben das trainiert“

Die Standardschwäche scheint dennoch nicht mehr die größte Baustelle – zumindest in der Defensive. In der Offensive hapert es beim FC nach wie vor nach dem ruhenden Ball. Erst drei Treffer hatten die Kölner nach Standards bis zum Duell am Samstagabend erzielt, davon einen nach einer Ecke. Diese Bilanz hat der FC verdoppelt. Denn gegen die Rothosen klingelte es mal wieder nach einer Hereingabe von der Grundlinie. Die wurde von Rav van den Berg verlängert, am langen Pfosten lauerte Said El Mala und vollendete zum verdienten Ausgleich. Zuvor hatte Fabio Vieira mit einem Lupfer die Hamburger in Führung gebracht. Schon zuvor hatten die Kölner so ziemlich jegliche Variante ausprobiert. Mal die kurze Ecke, die dann mit einer eher schwachen Hereingabe verpuffte, mal eine Ecke zum, mal weg vom Tor. Die ganz große Gefahr strahlten die Geißböcke aber nicht aus.

Eben bis zum verdienten 1:1 kurz vor dem Seitenwechsel. Der Treffer bedeutete gleichzeitig aber auch zwei Premieren. Denn für den HSV war es das erste Gegentor nach einer Ecke. Die Rothosen waren noch das letzte Team, bei dem die „Null“ stand. Nun trafen die Geißböcke. „Wir hatten da eine Thematik und haben dann leider handeln müssen – auch personell“, so Kwasniok. „Es ist einfach so, dass die Überzeugung da ist, dass man sich da verbessern kann. Wir haben ein Tor gemacht nach einem Standard. Wir hatten auch acht Ecken und sind keine Kopfball-Ungeheuer.“ So traf Said El Mala zum ersten Mal im Trikot der Geißböcke mit dem Kopf ins gegnerische Tor. „Wir haben das trainiert, weil wir wussten, dass die Hamburger am zweiten Pfosten nicht so stark verteidigen“, sagte Said El Mala. „Ich hatte das Glück dahin zu laufen. Dass der Ball dann auf den Kopf fällt, umso schöner – da musste ich nicht mehr viel machen.“

Der Kölner Youngster kommt mittlerweile auf neun Tore. Als Kopfball-Ungeheuer ist der 19-Jährige wahrlich nicht bekannt. „Ich war auch ein wenig überrascht, aber ich musste nicht viel machen.“


Und wieder Ärger mit den Unparteiischen beim 1. FC Köln – „Das geht mir alles auf den Sack“

Tobias Welz zeigt Said El Mala die Gelbe Karte
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Und wieder Ärger mit den Unparteiischen beim 1. FC Köln – „Das geht mir alles auf den Sack“

Das 1:1-Unentschieden gegen den HSV hat für die Geißböcke in der Tabelle recht wenig verändert. Immerhin haben die Kölner einen wichtigen Zähler eingefahren. Doch es gab auch Unmut beim 1. FC Köln: Wieder gerät der Schiedsrichter in die Kölner Kritik.

Hier ein Rempler, der nicht gepfiffen wurde, da eine Gelbe Karte, die nicht ansatzweise an das Foulspiel heranreichte, das noch nicht einmal einen Freistoß mit sich brachte. Schiedsrichter Tobias Welz geriet gerade bei den Kölnern in die Kritik.

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Lukas Kwasniok war schon nach einer guten Viertelstunde außer sich. Wild gestikulierend redete der Trainer im Duell beim HSV auf den vierten Offiziellen, Dr. Max Burda, ein – mal wieder. Denn schon in der vergangenen Woche war der Trainer gegenüber den Unparteiischen deutlich geworden. Kein Wunder, gegen den BVB gab es gleich mehrere diskutable Situationen und VAR-Eingriffe oder Nicht-Eingriffe. Wie berichtet hatte Jahmai Simpson-Pusey nach einem Tritt an Maximilian Beier die Rote Karte gesehen. Nach Ansicht der Videobilder eine vertretbare Entscheidung. Simpson-Pusey hatte Beier in der Achillessehne erwischt, war einen Schritt zu spät gekommen. Für Aufregung sorgte dann aber ein Handspiel von Yan Couto, für das es in der Nachspielzeit keinen Elfmeter gab, obwohl es ihn wohl hätte geben müssen.

„Das Problem ist die unterschiedliche Bewertung“

Tagelang war das Handspiel noch Thema. Wohl auch, weil der FC mit einem Elfmeter möglicherweise in der Nachspielzeit noch den Ausgleich erzielt hätte. Dieses Mal ging es nicht um einen Strafstoß. Eigentlich ging es gleich um mehrere Situationen. Hier wurde Rav van den Berg mit einem Bodycheck gestört, Schiedsrichter Tobias Welz sah kein Foul, entschied sogar auf Freistoß für den Gegner, auf der anderen Seite zog ein leichter Check der Kölner ebenfalls einen Hamburger Freistoß mit sich. Luka Vušković hatte schon in den ersten Minuten nach einem Pfiff noch den Ball weggespielt, eine Verwarnung gab es nicht. Auf der anderen Seite fing sich Sebastian Sebulonsen in der Nachspielzeit für eine ähnliche Situation die Gelbe Karte ein. Eine besonders bittere, denn der Norweger fällt nun mit der fünften Verwarnung für das Derby kommende Woche aus.

„Das Problem ist ja immer die unterschiedliche Bewertung. Ich bin ein totaler Freund davon, immer Gelb zu zeigen, wenn die Jungs einfach den Ball wegspielen. Lass den Ball liegen, sonst ist es Gelb“, sagte Lukas Kwasniok. „Das Problem ist, dass es inkonsequent gehandhabt wird. Beim Seb war es so, weil er den Ball außerhalb des Feldes ein bisschen bei Seite geschoben hat.“ Eine Konsequenz nehme er nicht wahr, sagte der Trainer weiter, eine Kultur wie im Handball könne sich so nicht entwickeln. „Inkonsequenz führt dazu, dass es Diskussionen gibt.“ Eine ganz offensichtlich unterschiedliche Bewertung gab es dann noch bei einer anderen Situation, die durchaus dem Spiel einen anderen Verlauf hätte bescheren können.

„Am Ende ist es müßig“

Denn Hamburgs William Mikelbrencis war beim Versuch Kristoffer Lund den Ball abzulaufen, in die Achillessehne des Kölners gestiegen. Das Trefferbild entsprach einem doch sehr ähnlichem wie in der Vorwoche bei dem Duell Simpson-Pusey gegen Beier. Auch hier erfolgte das Foulspiel ohne Absicht, aber auch hier von hinten, ohne die Chance auf den Ball, dafür aber die Verletzung in Kauf nehmend. Genauso wie in der Vorwoche die Kölner hätten sich die Rothosen wohl nicht über einen Platzverweis beschweren können. Es wurde aber noch nicht einmal auf Foulspiel entschieden. „Das geht mir alles auf den Sack. Ich will es genauso klar ausdrücken“, sagte Kölns Trainer. „Ich will weder bei Jahmai vergangene Woche, noch diese Woche, dass es eine Rote Karte ist. Aber ich verstehe nicht, dass es so unterschiedlich gehandhabt wird.“

Tatsächlich gab es „nur“ Ecke für die Kölner, die aber für keine große Gefahr sorgte. „Nach meinen Maßstäben ist es weder bei Jahmai noch bei Mikelbrencis eine Rote Karte. Aber nach den Maßstäben, die uns mitgeteilt werden, dann ist es vergangene Woche Rot, aber dann kann ich nicht verstehen, dass es diese Woche keine Rote Karte ist.“ Auch Kölns Geschäftsführer Thomas Kessler ordnete die Situation ähnlich ein. „Ich bin absolut kein Freund davon, Rote Karten zu fordern. Aber da liegt ein Spieler am Boden und bekommt den Fuß voll auf die Achillessehne“, so der ehemalige Keeper. „Ich bin mir sicher, dass es in diesem Jahr schon die ein oder andere Situation gegeben hat, wo der Schiedsrichter richtig hingeschaut hat, oder der VAR sich gemeldet hat. Am Ende ist es müßig darüber zu sprechen.“ 

Denn am Ergebnis wird das ohnehin nichts mehr ändern. Ein bitterer Beigeschmack bleibt nach dem Spiel dennoch.


„Da kannst du dir nichts für kaufen“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV

Lukas Kwasniok von 1. FC Köln beim Auswärtsspiel in Hamburg
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„Da kannst du dir nichts für kaufen“- Die Stimmen zum Spiel des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV

Am Samstagabend war der FC zu Gast im Hamburger Volksparkstadion. Nach der Partie äußerten sich unter anderem Said El Mala und Lukas Kwasniok: Die Stimmen zum Duell des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV.

Der Top-Spiel-Fluch ist gebrochen. Denn der FC holte am Samstagabend gegen den HSV einen Punkt beim 1:1-Unentschieden.

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Wir haben das trainiert

Said El Mala ist nun wertvollster Kölner Spieler der Vereinsgeschichte

Said El Mala

“Der Punkt ist extrem wichtig. Auch, wenn man hier sicherlich drei Punkte mitnehmen kann. Auf den Punkt können wir auf jeden Fall aufbauen. Wir waren heute im letzten Drittel nicht so gefährlich. Wir waren vielleicht auch ein bisschen unsauber. Wir haben aber dennoch ein recht gutes Auswärtsspiel gemacht.


Zu Vieira: Er macht das überragend. Mit einem Ballkontakt das ist schon weltklasse. Der direkte Ausgleich vor der Halbzeit war extrem wichtig. Wie wir aus der Halbzeit gekommen sind, war auch gut. Wir haben ihnen eigentlich keine Chance gelassen. Dann ärgert man sich schon, dass man nicht drei Punkte mitnimmt.“


„Wir haben das trainiert, weil wir wussten, dass die Hamburger am zweiten Pfosten nicht so stark verteidigen. Ich hatte das Glück, dahin zu laufen. Dass der Ball dann auf den Kopf fällt, umso schöner – da musste ich nicht mehr viel machen. Ich war auch ein wenig überrascht, aber ich musste nicht viel machen.
Dass, was wir heute geleistet haben, können wir ins Derby mitnehmen. Wir wissen, was auf uns zukommt. Wir haben ein Heimspiel. Mit den Fans im Rücken wollen wir auch wieder alles geben und hoffentlich alle drei Punkte holen.“


„Ich kann nur ein großes Lob aussprechen

Marvin Schwäbe im Testspiel gegen Bergisch Gladbach

Marvin Schwäbe

„Ich glaube, es war sehr hart umkämpft. Wir haben den Kampf angenommen. Man sieht trotzdem, dass wir unsere Leistung abrufen, nach vorne marschieren, dass wir alles geben und dass wir nach einem Rückstand auch wieder zurückkommen.
Das überrascht in dem Moment, weil er es auch einfach gut macht. Diesen Heber macht er richtig gut mit seinem linken Fuß. Das muss man dann neidlos anerkennen.“


„Ich kann nur ein großes Lob aussprechen, was die heute wegverteidigt haben, war absolut sehenswert. Die Hamburger waren definitiv nicht ungefährlich und doch wir haben es einfach aussehen lassen, wie wir es verteidigt haben.
Jeder Punkt ist im Abstiegskampf wichtig. Wir haben jetzt gegen Hamburg vier Punkte eingefahren, das ist nicht verkehrt.“


Es freut mich, dass er wieder ein Tor gemacht hat

Thomas Kessler beim Spiel des 1. FC Köln

Thomas Kessler

Ich glaube wir hätten heute schon drei Punkte holen können. Wenn du natürlich mit der einzigen Chance, die der HSV hat, vielleicht mit Ausnahme jetzt kurz vor Schluss nochmal, ein Gegentor bekommst, dann ist es gut, dass wir in der ersten Halbzeit noch so reagiert haben. Das ist schon ein Nackenschlag für die Mannschaft. Ich finde, dass wir das in der ersten Halbzeit schon gut gemacht haben. In der zweiten Halbzeit waren wir dann zu wenig zwingend in den Situationen, wo wir dann auch mal Ballgewinne hatten. Dann musst du mit dem Punkt heute hier zufrieden sein.“

Zur Frage, ob die Position von Schwäbe beim Gegentor unglücklich war:Von der Tribüne aus würde ich jetzt klar nein sagen, ich habe es aber auch noch nicht im Fernsehen gesehen. Ich glaube, wir einigen uns darauf, nicht bei jeder Situation, die in der Bundesliga passiert immer einem die Schuld zu geben. Vielleicht sagen wir einfach, dass es ein schönes Tor war.“

Zu El Mala: Wenn man einen guten Fußballer in Köln hat, dann wird über den auch gesprochen. Es freut mich, dass er wieder ein Tor gemacht hat. Sehr untypisch für ihn, dass er es mit dem Kopf getan hat, aber ich glaube, das wird dem Jungen sicherlich gut tun, dass er in der Bundesliga auch mal wieder ein Tor gemacht hat.“

Zur Chance, dass El Mala von Nagelsmann für die Länderspiele eingeladen wird: Das wird jetzt nicht unser Thema sein. Er hat sich sehr klar dazu geäußert, ich habe mit ihm auch darüber gesprochen. Er arbeitet jeden Tag sehr hart dafür, sich zu verbessern. Wir haben gute Spieler in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Wenn Julian Nagelsmann auf die Idee kommt, ihn einzuladen, dann wird er sich freuen und wenn nicht, dann wird er weiter Gas geben, arbeiten und für uns wichtige Tore schießen. Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis er mal wieder dabei ist.“

Zur Foul-Situation an Lund: Ich bin absolut kein Freund davon, Rote Karten zu fordern. Aber da liegt ein Spieler am Boden und bekommt den Fuß voll auf die Achillessehne. Ich bin mir sicher, dass es in diesem Jahr schon die ein oder andere Situation gegeben hat, wo der Schiedsrichter richtig hingeschaut hat, oder der VAR sich gemeldet hat. Am Ende ist es müßig darüber zu sprechen. Im Gesamten hat der Schiedsrichter heute eine vernünftige Leistung gezeigt. Aber in dieser Situation auf Eckball zu entschieden, war sicherlich die falsche Entscheidung.“


„Der Fluch ist besiegt“

Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln

Lukas Kwasniok

“Es fühlt sich irgendwie komisch an. Wir haben in der ersten Halbzeit eine Aktion zugelassen. Das macht Fabio Vieira natürlich dann auch überragend mit dem Lupfer. Es ist kein Spektakel gewesen, das war aber auch nicht zu erwarten, wenn der HSV gegen den 1. FC Köln in der Bundesliga spielt. Zwei Aufsteiger, es geht um viel. Ich finde, dass wir die bessere Mannschaft gewesen sind. Da kannst du dir nichts für kaufen, das ist schon klar. Aber es ist immer so ein Gefühl, dass es immer weitergeht und der Groschen wird dann irgendwann auch komplett fallen. Heute war das noch nicht der Fall. Wir können mit dem Punkt leben. Der Fluch ist besiegt.“

Zu Gegentor: „Vieira mach das sensationell. XG-Wert ist bei 0,04 gewesen, also vier von hundert. So viele, die das können, findet man in der Bundesliga nicht. In dem Moment glaubst du, du bist im falschen Film. Woche für Woche das Gleiche. Machen wir uns nichts vor, das wäre typisch gewesen, wenn dann hier in der 95. das 2:1 aus dem Nichts heraus fällt. Da haben wir Glück gehabt.“

Zur letzten Torchance von Eric Martel:Als der Ball gekommen ist, haben wir schon gesehen, dass Eric da rankommt. Der Verteidiger arbeitet dann noch gut in den Mann rein und lässt ihn nicht komplett frei köpfen.“

Punkteteilung im Aufsteiger Duell: Der 1. FC Köln spielt gegen den HSV 1:1

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Punkteteilung im Aufsteiger Duell: Der 1. FC Köln spielt gegen den HSV 1:1

Nach der Niederlage gegen Borussia Dortmund am vergangenen Wochenende musste der FC im Rennen gegen den Abstieg auswärts in Hamburg auf Punktejagd gehen. Am Ende steht die Punkteteilung zwischen den Rothosen und der Elf von Trainer Lukas Kwasniok. Der 1. FC Köln spielt gegen den HSV 1:1

Der FC hat den Topspiel-Fluch gebrochen, aber erneut einen so wichtigen Sieg verpasst. Der 1. FC Köln spielt gegen den Hamburger SV 1:1 und tritt damit weiter auf der Stelle. Die Begegnung gegen Borussia Mönchengladbach könnte für Lukas Kwasniok richtungweisend werden. Zwei Siege in 17 Spielen sind im Kampf gegen den Abstieg zu wenig.

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Vor dem Samstagabendspiel gegen den Hamburger SV hielt FC-Coach Lukas Kwasniok eine flammende Rede: „Ich weiß, dass sich im Sport die Dinge wenden und der Wind sich dreht. Ich weiß nicht, wann. Aber die Ergebnisse werden zeitnah kommen, und daraus wird eine wunderbare Zukunft entstehen. Daran glaube ich unerschütterlich.“ Der Trainer der Geißböcke mahnte zu Ruhe und Gelassenheit und forderte, weiterhin die Leistung seiner Mannschaft und nicht allein die Punkte in den Fokus zu rücken. Vor diesem Hintergrund setzte Lukas Kwasniok im wesentlichen auf die gleiche Formation wie in der vergangenen Woche gegen Borussia Dortmund. Für das Duell mit den Rothosen musste der Trainer einzig auf Innenverteidiger Jahmai Simpson-Pusey verzichten. Der Engländer hatte sich gegen Dortmund eine Rote Karte abgeholt. Cenk Özkacar rückte für Simpson-Pusey in die Anfangself. Bei den Rothosen vertraute Coach Merlin Polzin auf Damion Downs.

Zerfahrener Beginn im Aufsteiger-Duell

Wie erwartet starteten beide Mannschaften vorsichtig in die Partie. In der ersten Minute näherte sich der FC durch einen cleveren Steckpass von Jakub Kaminski auf den gestarteten Ragnar Ache dem Gästetor. Der Stürmer kam jedoch nicht vor dem hellwachen HSV-Torhüter Daniel Heuer Fernandes an den Ball (1.). Die folgenden Minuten zeigten, warum die Gastgeber die zweitschwächste Offensive der Liga stellen. Es dauerte eine gute Viertelstunde, bis auch der HSV dem gegnerischen Tor näherkam. Eine misslungene Kopfballabwehr von Youssoupha Niang schnappte sich Königsdörffer, der das HSV-Juwel Luka Vuskovic mit einem Chipball über Eric Martel hinweg anspielte. Bevor der Kroate abschließen konnte, machte Özkacar der Chance den Garaus (13.). In der 26. Minute setzte Said El Mala dann über links zum Sturmlauf an. Der Flügelstürmer hängte den HSV-Verteidiger Warmed Omari im klassischen El-Mala-Stil ab. Sein anschließender Schuss landete jedoch nur auf dem Kopf von Innenverteidiger Jordan Torunarigha.

Viera trifft sehenswert zur HSV-Führung, El Mala gleicht aus

Die Geißböcke traten zwar insgesamt dominanter auf und näherten sich hin und wieder dem Tor der Rothosen an. Zudem taten sich die Gastgeber sichtlich schwer, ihrerseits in die Gefahrenzone vor dem Kasten von Marvin Schwäbe zu kommen. So kam die Polzin-Elf in der ersten Hälfte nur auf einen xGoals Wert von 0,1. Doch aus dem Nichts gingen die Hausherren in der 39. Minute in Führung. Aussenverteidiger William Mikelbrencis flankte aus dem rechten Halbfeld in die Spitze. Dort handelte Viera Gedankenschnell, und lupfte den Ball über Schwäbe hinweg ins Tor hinein. Köln drängte auf die unvermittelte Antwort. Kaminski legte nach einem Tiefenlauf über links auf Johannesson ab. Der feuerte ins linke obere Eck, Heuer Fernandes konnte den wuchtigen Schuss gerade so zur Ecke klären (44.).

Die herausgespielte Chance durch eine Ecke avancierte dann zum Ausgleich durch El Mala (45.). Kaminski schlug die Kugel an den Fünfer, Rav van den Berg verlängerte die Hereingabe auf besagten El Mala, der nur noch zum verdienten Ausgleich einköpfen musste. Downs in der Nachspielzeit der ersten Hälfte die gelegenheit, Hamburg noch vor der Pause wieder in Führung zu bringen. Der Stürmer ließ den Ball aber zur Unmut der HSV-Fans im Stadion verspringen, wirkte überrascht, dass er überhaupt an den Ball gelangen konnte (45+1).

FC bemüht, Hamburg weiter überwiegend harmlos

Kwasniok wollte das Momentum aus der ersten Halbzeit auch in die zweite Hälfte des Spiels mitnehmen und brachte dafür zur Pause Linton Maina für Niang ins Spiel. Die erste Szene der zweiten 45 Minuten gehörte den Gästen. Die Hamburger suchten Ansatzlos den Weg in den Sechzehner der Gäste. Keeper Marvin Schwäbe faustete die Hereingabe allerdings ohne größere Probleme aus dem Fünfmeterraum (46.). Anschließend zeigte sich ein ähnlicher Spielverlauf wie in der ersten Hälfte. Der HSV machte keine Anstalten, aus dem Spiel heraus Lösungen in der Offensive zu finden. Der FC wiederum biss sich an der HSV-Defensive die Zähne aus. So traf Kaminski in der 57. Minute aus spitzem Winkel nur das Außennetz. Mit einem hohen Ball hinter die letzte Kette der Hamburger wollte Maina im Anschluss die Verteidigung der Rothosen aushebeln. Ache benötigte zu lang um das Spielgerät unter Kontrolle zu bringen, sodass der eingrätschende Torunarigha noch retten konnte (64.). In der 71. Minute versuchte es der aufgerückte Mikelbrencis nach Flanke von Miro Muheim per Kopf. Sein Kopfball bereitete Schwäbe erneut keinerlei Schwierigkeiten.

HSV taut in der Schlussphase auf

Für die Schlussphase brachte Kwasniok Marius Bülter und Sebastian Sebulonsen für Ragnar Ache und Said El Mala in die Partie. An der Spieldynamik, die zwischenzeitlich stark abflachte, änderte dies zunächst wenig. Dann und wann ließ sich beobachten, wie der Kölner Trainer seine Mannschaft wild gestikulierend anpeitschte. Bange Blicke richteten sich auf Tom Krauß. Der nominelle Mittelfeldmann musste verletzt ausgewechselt werden (84.). Bülter tankte sich in der 86. Minute rechts in den Hamburger Sechzehner. Mit etwas Verzögerung chippte er den Ball auf den mitgelaufenen Johannesson. Der Isländer konnte die Chance allerdings aus kurzer Distanz nur schwerlich verwerten, zu ungenau war Bülters Anspiel. Die Gastgeber drehten in den Schlussminuten nochmal auf. Über ein schönes Anspiel des quirligen Dompé stach Talent Otto Stange in den Kölner Strafraum, wurde aber in höchster Not gerade noch so aufgehalten (90+5).

Und so blieb es bei der Punkteteilung im Volksparkstadion. Für die Geißböcke geht es in einer Woche direkt mit dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach weiter. Um 15:30 Uhr (Abrufbar im Liveticker auf come-on-fc.com) empfängt die Elf von Trainer Kwasniok die Fohlen zum Krisengipfel im RheinEnergieStadion.


1.FC Köln: Schwäbe – Krauß (Chavez, 84.), van den Berg, Özkacar, Lund – Martel, Johannesson – Niang (Maina, 46.), Kaminski (90. Kainz), S. El Mala (Sebulonsen, 74.) – Ache (Bülter, 74.) Gelbe Karten 1. FC Köln: El Mala (32.); Lund (36.), Kaminski (76.) Tore: Viera (39.); El Mala (45.)

Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV: Köln spielt 1:1 gegen den HSV

Said El Mala ist nun wertvollster Kölner Spieler der Vereinsgeschichte
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Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV: Köln spielt 1:1 gegen den HSV

Am Samstagabend ist der FC in Hamburg zu Gast. Dann steht für die Geißböcke das 26. Bundesligaspiel auf dem Plan. Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV.

Nach der 1:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund am vergangenen Wochenende müssen die Geißböcke auswärts gegen die Mannschaft von Merlin Polzin zeigen, was in ihnen steckt. Keine leichte Aufgabe für das Team von Lukas Kwasniok, denn der Erfolgsdruck ist hoch.

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Herzlich Willkommen zum Liveticker des Bundesliga-Duells zwischen dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV. Personell wird Coach Lukas Kwasniok wohl wenige Veränderungen im Vergleich zur Begegnung mit dem BVB vornehmen. Sebastian Sebulonsen steht den Geißböcken wieder zur Verfügung, Jahmai Simpson-Pusey fällt gesperrt aus. Eine Einsatzgarantie gab der Trainer für Cenk Özkacar, der den Engländer ersetzen soll. Ansonsten sei Kwasniok mit den Leistungen der Mannschaft gegen Borussia Dortmund zufrieden gewesen.

Gegen Hamburg stehen die Kölner vor einer schweren Aufgabe. Denn der Druck auf den Trainer und das Team wächst im Kampf um den Klassenerhalt. Das weiß auch Kwasniok. „Der Weg ist das Ziel und ein Weg führt uns jetzt nach Hamburg und der nächste dann zum Heimspiel gegen Gladbach, um am Ende dann das Ziel zu erreichen“, so der Cheftrainer. Der Partie blickt der 44-Jährige zuversichtlich entgegen. „Ich glaube einfach, dass wir sehr wohl in der Lage sind, dort zu bestehen“, sagte Kwasniok und fügte hinzu: „Wohlwissend um die Qualitäten vor allem in der Rotation ihrer Spielanlage, plus eine Defensive, eine Kompaktheit, die es einfach schwer macht, sie zu bespielen.“



Rav van den Berg entwickelt sich zunehmend zur festen Größe

Rav van den Berg im Spiel gegen den BVB
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Rav van den Berg entwickelt sich zunehmend zur festen Größe

Der Beginn des Jahres verlief zunächst noch schleppend, doch die Formkurve zeigt zuletzt steil nach oben beim 1. FC Köln: Rav van den Berg wird bei den Geißböcken zunehmend zum Leistungsträger.

So richtig rund lief die Saison für Rav van den Berg nicht. Zu Beginn verletzt, zum Jahresauftakt gesperrt, zwischendurch im Formtief, nur Bankdrücker. Zuletzt stand der Niederländer aber drei Mal in Folge in der Startelf und wird wohl auch gegen Hamburg beginnen.

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Lukas Kwasniok war nach dem Duell gegen Borussia Dortmund zwar sichtbar angefressen, ob des nicht gegebenen Elfmeters, der Trainer fand aber dennoch lobende Worte. Unter anderem für Rav van den Berg. Dem Innenverteidiger bescheinigte der Kölner Coach die wohl beste Leistung bisher im Trikot der Geißböcke. Dem Niederländer unterliefen gegen die starke Dortmunder Offensive nicht die ganz großen Patzer, obwohl van den Berg beim ersten Gegentor vielleicht nicht hellwach war. Der 21-Jährige gewann etwas mehr als die Hälfte seiner Zweikämpfe, brachte aber im Spielaufbau mehr als 94 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler – der Bestwert der Köln.

„Ich wollte abliefern und das Vertrauen rechtfertigen“

Ordentliche Werte, das Lob vom Trainer und auch der Spieler selbst war zufrieden. „Ich war das ganze Spiel lang hellwach. Das versucht man selbstverständlich, in jedem Spiel zu sein, aber es hat sich am Samstag einfach sehr gut angefühlt“, erklärte van den Berg nun im FC-Interview bei fc.de. „Dieses Gefühl kennt jeder Fußballer, wenn einfach jede Bewegung passt.“ Doch die Bewegung hat bei van den Berg in dieser Spielzeit bekanntlich nicht immer gepasst. Gerade der Anfang der Saison war schwer. Auch, aufgrund seiner Verletzung. Dabei war der Niederländer mit hohen Erwartungen aus England zum FC gewechselt. Immerhin hatten die Geißböcke noch nie zuvor mehr für einen Innenverteidiger ausgegeben.

Doch auch nach seiner Genesung stotterte der Motor noch, seit drei Spielen gehört der Niederländer nun zum Stamm. „Am Anfang der Saison habe ich mir darüber schon Gedanken gemacht. Ich wollte abliefern und das Vertrauen rechtfertigen. Lukas Kwasniok und Thomas Kessler konnten mir den Druck ein Stück weit nehmen, sodass ich in den letzten Wochen zeigen konnte, auf welchem Level ich spielen kann. Jetzt liegt es an mir, mich weiter zu verbessern“, sagt van den Berg. Aktuell profitiert der 21-Jährige natürlich auch von den Verletzungen seiner Mitspieler und der Sperre von Jahmai Simpson-Pusey. Und da Lukas Kwasniok am Donnerstag ankündigte, im Vergleich zum Dortmund-Spiel gar nicht so viel verändern zu wollen, wird der Niederländer wohl auch gegen den Hamburger SV auflaufen.

„Es wird ein anderes Spiel“

Erneut eine schwere Aufgabe, wenn auch eine ganz andere. „Es wird ein anderes Spiel als gegen den BVB. Beide Teams stehen unter Druck, deswegen wird wahrscheinlich weniger Fußball gespielt werden. Ich erwarte mehr lange Bälle und ein nervöseres Spiel“, sagt van den Berg. „Wir haben schon gezeigt, dass wir diese Art von Matches gewinnen können und wollen das auch am Samstag tun.“ Dabei liegt der letzte Sieg schon eine Zeit zurück. Aus den vergangenen fünf Spielen gab es gerade einmal einen Zähler. Das soll sich nun ändern. „In der Bundesliga wird jeder Fehler bestraft. Gerade bringen uns diese kleinen unkonzentrierten Momente um die Punkte“, sagt der 21-Jährige. „Wenn wir diese Fehler abstellen und weiter positiv bleiben, werden wir auch wieder mehr Siege feiern.“ Am liebsten schon gegen den HSV.