Gibt es die Chance für Downs? So könnte der FC gegen Hertha BSC starten

Gerhard Struber, Trainer des 1. FC Köln
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Gibt es die Chance für Downs? So könnte der FC gegen Hertha BSC starten

Am Mittwochabend empfängt der FC die alte Dame zum Achtelfinale des DFB-Pokals im eigenen Stadion. Für Köln geht es um den größten Erfolg im Pokal seit 2010. Eine große Rotation hat Gerhard Struber ausgeschlossen, vielleicht gibt es aber zumindest kleinere Veränderungen beim 1. FC Köln: So könnte der FC gegen Hertha BSC starten.

Fünf Pflichtspiele in Folge ist der FC nun unbesiegt. Am Mittwoch wäre ein weiterer Erfolg wichtig, denn dann stünde Köln erstmals seit 2010 wieder im Viertelfinale des Pokals. Es geht zwar gegen einen Zweitligsiten, dennoch wird es eine schwere Aufgabe für den 1. FC Köln: So könnte der FC gegen Hertha BSC starten.

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Gerhard Struber ließ am Montagmittag wenig Zweifel aufkommen: Am ganz großen Rad werde der Trainer in Sachen Aufstellung für die Begegnung gegen Hertha BSC nicht drehen. „Grundsätzlich kann ich Rotationen schon etwas abgewinnen. Aber aus der heutigen Sicht heraus hat Rotation auch immer damit zu tun, ob es sich jemand mehr oder weniger verdient. Ich will eine Mannschaft auf das Feld bringen, die reif und bereit ist, das Spiel in eine gute Richtung zu bringen“, sagte Struber und gab die Zielsetzung ganz klar vor: „Das klare Ziel ist weiterzukommen.“ Und da der Trainer den Kreis des erweiterten Stammpersonals dann doch nicht so erweitert sieht, sind großartige Veränderungen für den Pokalfight gegen Hertha BSC eher nicht vorgesehen. Unabhängig davon, wie viele Spieler aktuell nah an der Mannschaft sind.

Überraschung im Angriff?

Explizit wurde der Trainer auf Jonas Urbig und Max Finkgräfe angesprochen. Die Antwort war eindeutig. „Der Marvin hat es in den letzten Wochen sehr gut und stabil gemacht und es bietet sich jetzt nicht an, etwas zu verändern. Ich denke, dass es im Moment gut so ist, wie es ist“, sagte Struber. „In dem Kader stechen viele Jungs, die viel mitbringen. Ein Max Finkgräfe genauso, aber es gibt aber auf der Position einen Burschen, der es über viele und weite Strecken in dieser Saison sehr sehr gut gemacht hat und deswegen gibt es auch nicht so wettbewerbsübergreifend immer diese großen Rotationen.“ Struber betonte auch, dass ihn die vergangene Saison nicht „sonderlich berühre“. Soll heißen: Finkgräfe muss sich neu beweisen, seine guten Leistungen aus der vergangenen Spielzeit zählen für Struber erst einmal nicht.

Und so dürfte die Hintermannschaft bereits feststehen. Vor Marvin Schwäbe wird die Dreierkette mit Timo Hübers, Dominique Heintz und Julian Pauli beginnen. Leart Pacarada auf der linken Seite. Zwar sucht Dejan Ljubicic nach seiner Form, doch Struber ist ein großer Fan seines Landsmannes. Insofern wird der Mittelfeldspieler sicherlich auf rechts beginnen. Vielleicht rotiert aber auch Jan Thielmann wieder auf die rechte Seite. Die Doppelsechs mit Eric Martel und Denis Huseinbasic dürften genauso feststehen wie in der Offensive die beiden Topscorer Tim Lemperle und Linton Maina. Ein Fragezeichen steht vielleicht nur hinter Luca Waldschmidt. Der ehemalige Nationalspieler blieb zuletzt blass, konnte nicht überzeugen. Doch Struber stärkte Waldschmidt den Rücken. Mit einem weiteren Tor gegen Hannover hat sich aber auch Damion Downs mal wieder aufgedrängt.

Das Spiel gibt es auch im Liveticker auf come-on-fc.com. Der Ticker startet mit der Vorberichterstattung bereits um 16:45 Uhr.

1. FC Köln: So könnte der FC gegen Hertha BSC starten


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Spieler des 1. FC Köln freuen sich.

Transfergerüchte

Gerhard Struber vom 1. FC Köln

So will der FC punkten

Der FC glaubt an die „riesen Chance“, aber ist die wirklich so groß?

Eric Martel im Zweikampf mit Ibrahim Maza
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Der FC glaubt an die „riesen Chance“, aber ist die wirklich so groß?

Der FC könnte zum ersten Mal seit 14 Jahren wieder im Viertelfinale des Cups überwintern. Der Gegner scheint auf dem Papier schlagbar. Auf dem Papier, die Wahrheit liegt bekanntlich auf dem Platz. Und dort haben beide Teams im Pokal nicht immer die besten Erfahrungen gemacht. Warum der 1. FC Köln gegen Hertha BSC gute Chancen hat.

Am Mittwochabend ist wieder Pokaltime für die Geißböcke. Nach dem Erfolg über Kiel kann der FC den Einzug ins Viertelfinale perfekt machen. Das wäre nicht nur lukrativ, sondern auch der größte Pokalerfolg seit 14 Jahren. Warum der 1. FC Köln gegen Hertha BSC gute Chancen hat.

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Als Gerhard Struber zu Beginn der Saison über die Ziele in dieser Spielzeit sprach, da blieb der Trainer in Sachen Liga zurückhaltend. Der Aufstieg soll schnellstmöglich gelingen, war die Sprechweise bei den Geißböcken. Wenn man so will eine Nicht-Aussage, die zwar bisweilen von den FC-Bossen zumindest offiziell nicht überholt worden ist, vermutlich aber nur, um die Brötchen möglichst klein backen zu wollen. Die Krise im Oktober, die Aussagen des Trainers, die Erwartungshaltung der Fans, die offensichtliche Bereitschaft im Winter die nötigen Transfers zu tätigen – der FC will sicherlich aufsteigen. Ganz und gar nicht klein waren die Gedanken des Trainers aber im „Cup“, wie Struber den DFB-Pokal im feinsten Ösenglisch (?) nennt. Denn der böte ja die Chance, auch irgendwann mal international zu spielen, sagte der Coach im Sommer.

Köln glaubt an die Chance

Der Trainer wurde angesichts der doch eher düsteren vergangenen Monate mit einem gewissen Lächeln betrachtet. Köln war gerade erst abgestiegen, stand vor einer Saison mit vielen Fragezeichen und der neue Coach sprach über die mittelfristige Möglichkeit auf das europäische Parkett zurückzukehren. Vier Monate später sieht die Situation tatsächlich anders aus. Der FC steht zwar erst in der dritten Runde des „Cups“, ist damit aber auch „nur“ drei Siege vom Finale im Olympiastadion entfernt. Dass die Kölner Verantwortlichen dementsprechend eine große Möglichkeit sehen, ist absolut verständlich. „Es ist eine riesige Chance. Wir haben die Chance, in einem Heimspiel eine Runde weiterzukommen und diese Chance wollen wir nutzen“, sagte Thomas Kessler am Montag.

Tatsächlich kamen die Kölner in den vergangenen Jahren nicht oft in den Genuss eines Heimspiels. Alleine in den vergangenen 25 Jahren spielten die Geißböcke bis zu dieser Saison nur ein Dutzend Mal im eigenen Stadion. Vier Mal so viel musste der FC auswärts ran. Das läge aber auch daran, dass man eben auch sehr oft in den ersten Runden verloren habe, sagte Kessler. Tatsächlich war der Pokal für Köln in den vergangenen 20 Jahren nur ein einziges Mal nicht in einer der ersten drei Runden schon wieder vorbei. Nur einmal überwinterte der FC in diesem Zeitraum im Wettbewerb. Das in der Saison 2009/10. Der FC erreichte mit einem 3:0-Erfolg über Trier das Viertelfinale gegen Augsburg, scheiterte da aber am damaligen Zweitligisten FC Augsburg mit 0:2 und drei Platzverweisen im Gepäck. Seit dem letzten Pokalsieg 83 erreichten die Kölner noch einmal ein Finale, scheiterten zwei Mal im Halbfinale und drei Mal im Viertelfinale.

In 40 Jahren nur sechs Mal in der Runde der letzten Acht

In 40 Jahren stand der FC also nur sechs Mal im Viertelfinale. Nun wollen die Kölner den Heimvorteil nutzen, um wieder die Runde der letzten Acht zu erreichen. „Wir haben jetzt auch ein wenig das Glück mit der Losfee, dass wir das zweite Heimspiel in Folge haben“, sagte Kessler und das gegen einen Zweitligisten, also einem vermeintlichen Gegner auf Augenhöhe. Doch die Kölner sollten gewarnt sein. Denn zwei Heimspiele im Pokal in Folge gab es für den FC in den vergangenen 25 Jahren nur einmal. Ein Jahr nach dem Viertelfinal-Aus gegen Augsburg, erreichten die Kölner erneut das Achtelfinale und gingen das auch gegen den Zweitligisten aus Duisburg hochmotiviert an, dann aber dennoch als Verlierer vom Platz. Vor drei Jahren standen die Kölner ebenfalls in der dritten Runde des Pokals und trafen im eigenen Stadion auf den Hamburger SV. Köln verlor unglücklich im Elfmeterschießen, weil sich Florian Kainz selbst anschoss.

Das Achtelfinale scheint für die Kölner eine magische Grenze zu sein. Denn in den vergangenen 20 Jahren war in der dritten Runde gleich zehn Mal Schluss. Immerhin ist der Gegner für den FC keine unlösbare Aufgabe. Fünf der vergangenen acht Duelle gegen die Hertha konnten die Geißböcke für sich entscheiden, nur eine Partie ging verloren. Insgesamt ist es das 78. Pflichtspiel der beiden Teams. Immerhin 35 gingen an Köln, 28 an die alte Dame. Die Hertha ist auch im Pokal für den FC kein Unbekannter. Sechs Mal standen sich die Teams im Cup gegenüber. Drei Mal gewann der FC, Berlin nur zwei Mal. Tatsächlich musste das Finale 1977 wiederholt werden, da die Begegnung nach der Verlängerung 1:1 endete. Ab der Folgesaison gab es dann Elfmeterschießen. 

Hertha BSC hofft auf das Finale im eigenen Stadion

Die Pokalhistorie des Gegners ist allerdings nicht besser als die des FC. Im Gegenteil: Hertha BSC wartet noch immer auf ein Endspiel im eigenen Stadion. Zwar erreichte die alte Dame schon zwei Mal ein Endspiel, die Begegnungen wurden aber allesamt in Hannover ausgetragen. Auch für Berlin war in den vergangenen Jahren meist in einer der ersten drei Runden Schluss. Im Vorjahr schieden die Hauptstädter erst im Viertelfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern aus. In der Saison 15/16 war sogar das Halbfinale drin. Dort setzte es aber im eigenen Stadion eine 0:3-Pleite gegen Borussia Dortmund.

Der Blick auf die Formkurve zeigt jedenfalls Richtung Köln. Der FC ist bekanntlich seit fünf Pflichtspielen ungeschlagen, gewann vier der Begegnungen zu Null, unter anderem gegen Berlin. Auch am Samstag wäre der Sieg durchaus möglich gewesen. Die Hertha hat von den vergangenen vier Spielen dagegen nur eins gewonnen. Das aber am vergangenen Wochenende verdient gegen eins der aktuellen Topteams, den 1. FC Magdeburg. Die Hertha ist zudem eins der auswärtsstärksten Teams, verlor von den sieben Begegnungen in der Fremde nur eine. Unterm Strich stehen die Chancen tatsächlich nicht schlecht. Doch schon in der nächsten Runde warten mit dem VfB Stuttgart und Bayer Leverkusen einige Großkaliber. Aber auch Überraschungsteams wie Arminia Bielefeld.


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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

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Zurück im Kader der Profis oder Derby gegen Mönchengladbach?

Luca Kilian im Testspiel gegen Aachen.
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Zurück im Kader der Profis oder Derby gegen Mönchengladbach?

Am vergangenen Wochenende gab Luca Kilian sein Comeback bei der U21 des FC. Im Grunde spricht auch nichts mehr gegen die Rückkehr in die erste Mannschaft. Vielleicht schon am Mittwochabend: Kehrt Luca Kilian im Pokal zurück in den Kader der Profis?

Nach knapp neun Monaten könnte am Mittwochabend eine lange Leidenszeit enden. Denn der Innverteidiger drängt auf seine Rückkehr. Kehrt Luca Kilian im Pokal zurück in den Kader der Profis?

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Es hat nicht viel gefehlt und Luca Kilian hätte sein Comeback im Wettbewerb zu einem besonders glücklichen gemacht. Der Innenverteidiger köpfte im Duell der Kölner U21 gegen Rot-Weiß Oberhausen den Ball nach einer knappen halben Stunde unterhalb die Latte, die Kugel landete auf der Linie, überquerte diese nicht. Auch, wenn Kilian beim Spielstand von 0:1 den Platz nach einer guten Stunde verließ und die Kölner die Begegnung anschließend drehten, hatte der Innenverteidiger eine doch sehr gute Vorstellung in der Regionalliga West abgeliefert. So wie auch schon beim Testspiel gegen Alemannia Aachen vor einer Woche. Damals kehrte der Abwehrspieler erstmals nach gut acht Monaten wieder im FC-Trikot auf das Spielfeld zurück. FC-Trainer Gerhard Struber zeigte sich zufrieden, lobte den Abwehrspieler. “Ich habe seine Leitung sehr ordentlich gesehen nach dieser langen Zeit“, sagte der Coach.

Es fehlen offenbar die Alternativen

Und nun stellt sich die Frage, ob der Innenverteidiger schon bereit ist für die Profis oder noch weitere Spielpraxis bei der U21 folgen soll. Struber kann bei den Profis jedenfalls nahezu komplett aus dem Vollen schöpfen. Einzig Jacob Christensen fehlt dem Cheftrainer nach seinem Kreuzbandriss weiterhin. Und so bekommt Struber einmal mehr das doch noch einigermaßen unbekannte Luxusproblem die Qual der Wahl bei der Zusammenstellung des Spielkaders zu haben. Zuletzt verzichtete der Trainer auf die Kölner Offensivriege Sargis Adamyan, Florian Dietz und Steffen Tigges. Die Aussichten auf weitere Kader-Nominierungen sind bei den Stürmern mau. Mit Spielern wie Florian Kainz, Mark Uth und Damion Downs ist der FC in der Offensive auf der Bank aber auch gut aufgestellt.

In der Defensive fehlen aber offensichtlich einige Alternativen. So schaffte es gegen Hannover Rasmus Carstensen wieder in den Kader, allerdings nicht auf den Platz. Das Vertrauen in den Dänen ist offensichtlich nicht gerade das größte. Seit Mitte Oktober hat Carstensen nicht mehr in einem Pflichtspiel auf dem Platz gestanden. Ähnlich ergeht es Elias Bakatukanda. Obwohl der 20-Jährige der einzige etatmäßige Backup bei den Innenverteidigern ist, kam der gebürtige Kölner erst zu einem Einsatz. Und das gegen Schalke Anfang September. Zuletzt half Eric Martel in der letzten Kette aus, wenn ein Mitspieler ausfiel. Kilian kehrt mit der Erfahrung von mehr als 90 Profieinsätzen, davon 67 für den FC wieder auf das Feld zurück.

U21 trifft im Nachholspiel auf die Fohlen

Es ist also sehr wahrscheinlich, dass Kilian noch in diesem Jahr zunehmend in die Rolle des Backups in der Innenverteidigung der Geißböcke hereinwächst. Ob der Abwehrspieler bereits am Mittwoch wieder in den Profikader zurückkehrt, ist allerdings offen. Denn der Kreuzbandriss liegt noch keine neun Monate zurück. Und obwohl die ersten Einsätze positiv waren und die Genesung offenbar auch besonders gut verlaufen ist, wird der Kölner Coach bei seinem Abwehrspieler wohl nichts überstürzen wollen. Es ist also ebenfalls nicht ausgeschlossen, dass Kilian weiterhin bei der U21 ins Spielen kommen soll. Und da die zweite Mannschaft am Mittwochmittag ebenfalls ein Pflichtspiel bestreitet, wird es für den Innenverteidiger nur eine Option geben. Entweder Pokal gegen Hertha oder Rheinderby mit der U21 gegen den Nachwuchs von Borussia Mönchengladbach – beide Begegnungen haben sicher etwas.


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Gelingt Transfer-Befreiungsschlag?

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Ohne Experimente die große Chance nutzen

Eric Martel und Leart Pacarada vom 1. FC Köln
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Ohne Experimente die große Chance nutzen

Der FC kann am Mittwochabend das erste Viertelfinale seit 14 Jahren perfekt machen. Der Gegner ist ein alter Bekannter. Vor vier Wochen trafen Köln und Hertha BSC bereits aufeinander. Doch die Begegnung wird kein Selbstläufer für den 1. FC Köln: So will der FC gegen Hertha gewinnen.

Für den FC geht es am Mittwoch gegen Hertha BSC um den Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals. Keine leichte Aufgabe für die Geißböcke. Doch es wäre der größte Erfolg im Cup seit 14 Jahren für den 1. FC Köln: So will der FC gegen Hertha gewinnen.

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Der 1. FC Köln nähert sich in diesen Tagen dem Ende der Transfersperre mit großem Schritten, genauso wie dem rabenschwarzen Tag der vergangenen Spielzeit, der sich kurz vor Weihnachten jährt. Damals mussten die Kölner das Aus ihres Trainers bekannt gegeben, um nur wenige Minuten später die Bestätigung des Registrierungsverbots zu vermelden. Die Folgen sind bekannt. Zwar geht es nun in Liga zwei – zumindest aktuell – wieder aufwärts und auch die Sanktion ist so gut wie ausgesessen, die ganz großen positiven Nachrichten hat es aber rund um das Geißbockheim lange nicht mehr gegeben. Eine positive Schlagzeile wollen die Kölner am Mittwoch schreiben. Denn dann steht das Achtelfinale des DFB-Pokals im eigenen Stadion gegen Hertha BSC (18 Uhr, ZDF und Liveticker come-on-fc.com) an. Die Kölner haben also die Chance, in die Runde der letzten Acht einzuziehen.

Kessler: „Diese Chance wollen wir nutzen“

„Der Glaube ist groß. Und das muss er auch sein“, sagte Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung, am Montag. „Wir haben jetzt auch ein wenig das Glück mit der Losfee, dass wir das zweite Heimspiel in Folge haben. Ich habe ja auch erlebt, dass wir den Pokal eigentlich nicht zu Hause gespielt haben. Es ist eine riesige Chance. Wir haben die Chance, in einem Heimspiel eine Runde weiterzukommen und diese Chance wollen wir nutzen.“ Tatsächlich täuscht der Eindruck nicht, dass die Kölner eher selten in den Genuss von Pokalfights im eigenen Stadion kommen. In den vergangenen 25 Jahren gab es bis zu dieser Saison zwölf Pokalspiele beim FC, dagegen mehr als 50 Auswärtsfahrten. Dabei haben die Kölner sieben dieser Heimspiele gewonnen, fünf Mal war im eigenen Stadion Schluss. Dass der FC im Cup gleich zwei Heimspiele in Folge hat, gab es in den vergangenen 25 Jahren nur ein einziges Mal. 2010/11 unterlag der FC im Achtelfinale dem MSV Duisburg.

Und ein Jahr zuvor hat der FC zum letzten Mal die Runde der letzten Acht erreicht. Das Viertelfinale gegen den FC Augsburg ist den FC-Fans nicht in bester Erinnerung. Schließlich gingen die Kölner als Favorit in das Spiel, die Aussicht auf das Halbfinale war groß. Doch es gab eine 0:2-Pleite gegen die Fuggerstädter und zu allem Überfluss noch insgesamt drei Platzverweise gegen Adil Chihi, Lukas Podolski und Petit. Wenn es am Mittwochabend eine Favoritenrolle gibt, dann ist es eine kleine und die dürfte beim FC liegen. Immerhin gab es das Duell vor vier Wochen in der Liga, der FC gewann in Berlin 1:0 und das durchaus verdient. Nun folgt die zweite Begegnung in dieser Saison und die auch noch in Köln. „Es ist schon ein anderer Wettbewerb und doch auch wieder der gleiche Gegner. Inhaltlich wissen wir, was auf uns zukommt“, sagte FC-Trainer Gerhard Struber.

Struber: „Wir wissen, dass sie sich sehr stark über den Ballbesitzfußball definieren“

Allerdings haben sich die Vorzeichen dann doch ein wenig verschoben. Hertha BSC empfing die Geißböcke mit breiter Brust, hatte vier Spiele in Serie gewonnen, der FC im Pokal Holstein Kiel überrascht und zuvor nur eins von sechs Spielen für sich entschieden. Dem Vernehmen nach war auch die Begegnung im Olympiastadion eine Art Endspiel für den Trainer, der dort aber die richtige Taktik und Aufstellung für seine Mannschaft fand. Nun treten die Kölner deutlich gefestigter auf, stehen in der Defensive stabil – zumindest gegen Gegner, die dem FC das Spielgerät überlassen. Das wird am Mittwoch nicht zwingend der Fall sein. „Wir wissen, dass sie sich sehr stark über den Ballbesitzfußball definieren. Es wird wichtig sein, selber über unser Spiel mit dem Ball Kontrolle und Dominanz auszustrahlen“, sagte der Coach. „Gleichzeitig müssen wir aber auch in unser Herangehensweise stabil bleiben.“

Struber: „Wir haben einen schweren Gegner, wo wir auf keine Experimente bauen“

Am vergangenen Wochenende machte der FC nicht immer den Eindruck, als habe er die richtige Balance gefunden. Gerade im ersten Abschnitt unterliefen der Kölner Defensive doch einige Fehler. Und auch bei der alten Dame gibt es einige Akteure, die die Kölner Hintermannschaft vor Probleme stellen können. „Wir wissen um die Einzelspieler, die aufgrund ihrer Qualität Spiele in eine gewisse Richtung bewegen können“, sagt Struber. Spieler wie Florian Niederlechner, der bereits fünf Tore erzielt hat oder die Talente Imbrahim Maza und Derry Scherhant. „Als Mannschaft müssen wir schon einmal mehr wieder ans Limit kommen, um den weiteren Schritt zu machen“, so Struber weiter. Dabei strebt der Trainer personell keine großen Veränderungen an. „Wir haben einen schweren Gegner, wo wir auf keine Experimente bauen, sondern wo wir uns gut vorbereiten. Wir wollen die Jungs auf das Feld schicken, bei denen wir das Vertrauen haben, das Spiel zu gewinnen“, so Struber.

Personell kann der Coach aus dem Vollen schöpfen. Einzig Jacob Christensen fehlt nach seinem Kreuzbandriss weiterhin. Großer Kaderveränderungen wird es wohl nicht geben. Möglich, dass Luca Kilian wieder in die Mannschaft rückt, vielleicht auch Elias Bakatukanda. Die Vorgabe für das Spiel ist für den Trainer eindeutig: „Das klare Ziel ist weiterzukommen.“


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Der FC erwartet Hertha BSC: Gegner, Übertragung, Prämien

Der DFB-Pokal
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Der FC erwartet Hertha BSC: Gegner, Übertragung, Prämien

Im Achtelfinale des DFB-Pokals trifft der FC am Mittwochabend auf Hertha BSC. Im Grunde eine machbare Aufgabe – zumindest auf dem Papier. Doch das Heimspiel wird kein Selbstläufer. Was FC-Fans zum DFB-Pokal wissen müssen.

Nach dem verdienten Erfolg über Holstein Kiel und dem Auftaktsieg gegen Sandhausen bekommen es die Geißböcke am Mittwochabend erstmals in dieser Saison mit einem Zweitligisten im Pokal zu tun. Köln spielt gegen Berlin. Was FC-Fans zum DFB-Pokal wissen müssen.

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Vor gut vier Wochen trafen die Teams bereits in der Liga aufeinander. Der FC hatte sich gerade gegen Holstein Kiel im Pokal durchgesetzt und gewann nun auch das Ligaspiel gegen die Hauptstädter. Die beiden Erfolge leiteten auch die Wende beim FC ein und wendeten die Krise dafür ab. Mittlerweile mischen die Geißböcke wieder im Aufstiegsrennen mit. Im DFB-Pokal unter den letzten Acht zu überwintern wäre aber auch ein großer Erfolg. Das gelang den Kölnern zuletzt 2010.

Wie ist der Weg nach Berlin?

Zum 82. Mal wird in dieser Spielzeit der DFB-Pokal ausgetragen. Das Finale findet am 24. Mai im Olympiastadion statt. Wer nach Berlin fahren will, muss zunächst fünf Runden überstehen. Das Achtelfinale findet nun an Dienstag und Mittwoch statt. Das Viertelfinale wird dann Anfang und Ende Februar ausgetragen, das Halbfinale am 1. und 2. April.

Welche Prämien gibt es im DFB-Pokal?

Schon das Überstehen der 1. Runde war für Köln lukrativ. Jeder Teilnehmer erhält knapp 210.000 Euro, mit dem Erreichen der zweiten Runde gab es noch einmal rund 420.000 Euro. Ab dann wird bis zum Halbfinale jeweils verdoppelt. Der FC hat also schon mehr als 1.400.000 Euro durch Prämien eingenommen.

  • Für die erste Runde 209.453 Euro
  • Für die zwei Runde 418.906 Euro
  • Für die dritte Runde 837.813 Euro
  • Für die Viertelfinalspiele 1.675.625 Euro
  • Für die Halbfinalspiele 3.351.250
  • Der Verlierer des Finals erhält 2.880.000
  • Der Gewinner des DFB-Pokals erhält 4.320.000 Euro

Wo wird der DFB-Pokal übertragen?

Alle 63 Begegnungen werden in voller Länge bei Sky übertragen. ARD und ZDF haben sich 15 Spiele im frei empfangbaren Fernsehen gezeigt – unter anderem natürlich das Finale. Am Dienstag zeigt die ARD das Topspiel zwischen Bayern München und Bayer Leverkusen. Am Mittwoch werden zwei Begegnungen im ZDF übertragen. Um 20.45 Uhr das Topspiel zwischen RB Leipzig und Eintracht Frankfurt, zuvor um 18 Uhr das Duell der Kölner gegen Hertha BSC. Natürlich gibt es auch alle Spiele bei Sky. Wir tickern ab 16.45 Uhr!

Die Pokalspiele im Überblick


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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

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Max Finkgräfe vom 1. FC Köln

Wieder kein Einsatz?

Keine Rotation im Pokal: Marvin Schwäbe bleibt im Kasten

Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln
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Keine Rotation im Pokal: Marvin Schwäbe bleibt im Kasten

Der FC wird am Mittwoch mit seiner aktuellen Nummer eins ins Spiel gegen Hertha BSC gehen. Marvin Schwäbe steht beim 1. FC Köln im Pokal-Achtelfinale im Tor. Das erklärte FC-Trainer Gerhard Struber am Montag auf der Pressekonferenz.

Im vergangenen Pokalspiel gegen Holstein Kiel feierte er etwas überraschend sein Comeback, nun steht die nächste Runde an: Marvin Schwäbe steht beim 1. FC Köln auch im Pokal-Achtelfinale gegen Hertha BSC im Tor. Das erklärte FC-Trainer Gerhard Struber im Vorfeld.

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Dass es früher oder später so kommen würde, war natürlich absehbar gewesen. Nach vier Spielen in Serie haben die Kölner wieder Gegentore kassiert. Und die denkbar unglücklich. Beim 0:1 zogen die Kölner einen unnötigen Freistoß, den Jessic Ngankam nach gewonnenem Luftduell gegen Timo Hübers zur Führung nutzte, der Ausgleich bekanntlich durch ein Eigentor von Florian Kainz. Der Mittelfeldspieler war bei der Aktion machtlos und doch war Gerhard Struber nicht so richtig nachsichtig bei dem Gegentreffer, der Kölner Coach betonte, dass die Situation so gar nicht hätte zu Stande kommen dürfen. Zu recht, denn Denis Huseinbasic hatte die Kugel im Mittelfeld bei einem unnötigen Zweikampf hergegeben, erst so kam es zur Flanke, die dann zum Slapstick-Tor führte.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Schwäbe bei den beiden Gegentoren chancenlos

Das 2:2 wurde somit zu einer gefühlten Niederlage, obwohl gerade die erste Halbzeit von den Kölnern nicht wirklich gut war. Und doch verdeutlichte eine Statistik wie bitter dieses Unentschieden am Ende des Tages war. Während die Kölner einen xGoals-Wert von 1,96 erreichten, damit also der erwartbare Tor-Wert den zwei Treffern der Kölner sehr nahe kam, lag dieser beim Gegner nur bei 0,36. Die Qualität der 96er Chancen ließ also eher kein Tor erwarten als überhaupt eins. Dazu trug natürlich das kuriose Eigentor bei, doch auch ohne den Ausgleich durch Kainz waren die Hannoveraner statistisch weit entfernt von einem Treffer. Und trotz des eher niedrigen xGoals-Werts und der dafür doch hohen Torausbeute des Gegners traf Marvin Schwäbe bei den Gegentoren keine Schuld. Der Keeper streckte sich bei Ngankams Kopfball vergeblich und hatte bei Kainz keine Chance mehr zu reagieren.

Es waren die ersten beiden Gegentore für Schwäbe in dieser Saison. In vier Spielen zuvor war der Keeper ohne Gegentor geblieben und hatte damit fleißig Argumente gesammelt, offensichtlich auch für das Pokalspiel gegen Berlin. „Der Marvin hat es in den letzten Wochen sehr gut und stabil gemacht und es bietet sich jetzt nicht an, etwas zu verändern. Ich denke, dass es im Moment gut so ist, wie es ist“, stellte Gerhard Struber am Montag klar. Zu Beginn der Spielzeit hatte bekanntlich Jonas Urbig das Vertrauen bekommen. Der Keeper war bis auf ein Gegentor gegen den Hamburger SV auch bei den Gegentoren machtlos. Nur gab es von diesen einfach zu viele. Der Youngster kassierte in den ersten zehn Spielen 20 Gegentreffer, also im Schnitt zwei pro Spiel. Schwäbe kommt aktuell in fünf Pflichtspielen auf insgesamt zwei.

Struber: „Es war damals eine ganz andere Situation, wie es jetzt der Moment ist“

Vor dem Pokalspiel gegen Holstein Kiel wechselte der Trainer die Keeper. Über eine Rückkehr von Urbig zumindest für den Pokal scheint der Trainer nicht nachgedacht zu haben. „Es war damals eine ganz andere Situation, wie es jetzt der Moment ist“ und“, sagte Struber. „Und der Moment jetzt sagt uns einfach, dass wir seit dieser Entscheidung mit dem Marvin schon ordentliche Spiele abgeliefert haben – und die mit wenig Gegentoren. Daran hat der Marvin mit dem gesamten Team auch einen Anteil.“ Dennoch dürfte die Situation für Jonas Urbig alles andere als zufriedenstellend sein. Der Keeper gilt als eins der größten Keeper-Talente des Landes. Der Youngster sieht sich selbst in der Bundesliga. „Es hat schon vor einiger Zeit einen sehr offenen Austausch zwischen Jonas und mir gegeben hat“, sagte Struber. „Über seine aktuelle Situation und auch wie wir perspektivisch für ihn wieder etwas reinbauenn, dass ihm Hoffnung und Motivation gibt.“

Der Trainer betonte auch noch einmal, wie professionell Urbig mit der Situation umgehe. „Ich muss auch nochmal sagen, dass der Jonas es auch in der neuen Rolle sehr sehr gut gemacht hat“, sagte der Trainer. Natürlich führt die Ausbootung des Youngsters unweigerlich zu Spekulationen. Immerhin soll der Torwart sehr umworben sein. Schon am Samstag hatte sich Christian Keller zu der Personalie geäußert, wenn auch gewohnt ausweichend. „Wir freuen uns total, dass wir zwei so gute Torhüter haben. Marvin macht es sehr gut, Jonas hat es in der Phase bis Marvin reinkam auch gut gemacht“, sagte Keller. „Wir freuen uns, dass die beiden sich batteln und da geht es nach dem Leistungsprinzip.“

Auch mit weiteren großartigen Wechseln ist unterdessen nicht zu rechnen. „Grundsätzlich kann ich Rotationen schon etwas abgewinnen. Aber aus der heutigen Sicht heraus hat Rotation auch immer damit zu tun, ob es sich jemand mehr oder weniger verdient“, sagte Struber. „Ich will eine Mannschaft auf das Feld bringen, die reif und bereit ist, das Spiel in eine gute Richtung zu bringen. Das klare Ziel ist weiterzukommen.“


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

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