DFB-Nominierung, Medienrummel, Fanliebe und Druck – Das hat es mit dem Hype um Said El Mala auf sich

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DFB-Nominierung, Medienrummel, Fanliebe und Druck – Das hat es mit dem Hype um Said El Mala auf sich



Die Südkurve singt seinen Namen, die Medien überschlagen sich: Said El Mala ist der neuer Star am Geißbockheim. Doch die guten Leistungen bringen auch Druck mit sich beim 1. FC Köln: Der Hype um Said El Mala.

Trotz der bitteren Derby-Niederlage ist die Stimmung gut am Geißbockheim. Das liegt nicht nicht nur am Karnevalsauftakt, viel größer ist der Anteil von Shootingstar Said El Mala. Der 19-Jährige hat mit seinen Leistungen zuletzt für viel Aufsehen um seine Person gesorgt beim 1. FC Köln: Der Hype um Said El Mala.

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Von Marie Reiners und Hendrik Broschart

Länderspielpausen gehen für einige Effzeh-Fans wohl eher in Richtung Stimmungskiller als Fußballfest. Alle paar Wochen müssen sich die Anhänger statt mit der Herzensmannschaft dann doch mit der DFB-Elf „begnügen“. Diesmal ist das jedoch anders. Denn endlich steht wieder ein Geißbock im Aufgebot der Nationalmannschaft. Sturmjuwel Said El Mala hat die Bundesliga mit seinen spektakulären Dribblings und sehenswerten Toren so sehr begeistert, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann ihn für den Lehrgang gegen Luxemburg und die Slowakei nominierte.

Durch die Nominierung ist El Mala noch stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Genau darin zeigt sich, wie sehr sportlicher Erfolg heutzutage auch von medialer Inszenierung begleitet wird. Doch woher kommt dieser Rummel und wann wird aus berechtigter Begeisterung ein übertriebener Hype? Darüber hat come-on-fc.com mit dem Kommunikationswissenschaftler Dr. Christoph Bertling von der Deutschen Sporthochschule Köln gesprochen.

Zwischen Begeisterung und Opportunismus: Wie der El-Mala-Hype die Medien treibt

Jeder Ballkontakt von Said El Mala löst ein Raunen im Stadion aus, und selbst kleinste Nebensächlichkeiten scheinen zur Breaking News zu werden. Längst ist von einem medialen Hype die Rede. Hypes ließen sich dadurch definieren, „dass ein Thema immer weiter in seiner Tiefe und Breite mit enormer Kraft in die Öffentlichkeit getragen wird. Dabei entspricht die Nachrichtenlage längst nicht mehr dem Umfang der Berichterstattung“, sagte Bertling. Die geht über die erbrachten Leistungen längst hinaus. Seriöse Medien vermelden beispielsweise, ein konkretes Interesse von Top-Clubs wie Bayern München oder Borussia Dortmund und heizen die Sorge, vor einem Abschied genauso an, wie die Aussicht auf Millionen. Hinter der jüngsten El-Mala-Newsflut stecke auch ein wirtschaftliches Interesse vieler Medien, erklärt der Experte: „Man erkennt hier häufig einen gewissen Opportunismus bei Journalistinnen und Journalisten. Sie versuchen, eine große Reichweite zu erzielen und setzen deshalb immer stärker auf diesen Hype.“

Said El Mala – Der größte Coup in der jüngeren Geschichte des 1. FC Köln (SZ-Digital, 28. Oktober)

Einschaltquoten, Klicks und Reichweite wögen dabei oft schwerer als journalistische Prinzipien: „Eigentlich sollte der Journalismus die sportliche Leistung, das Alter und die Position kritisch einordnen und nicht den Hype unreflektiert übernehmen. Wenn Fans in den sozialen Medien oder auf Blogs euphorisch reagieren, ist das völlig in Ordnung. Das gehört zu ihrer Rolle. Der Journalismus ist jedoch dafür da, diese Phänomene zu erklären und einzuordnen. Das geschieht jedoch häufig nicht, stattdessen lassen sich viele Redaktionen emotional mitreißen und verstärken den Hype dadurch noch.“ Doch ist ein Hype nicht erst durch das ins Spiel bringen eben dieser Formulierung erst so richtig losgetreten worden? Und, wenn Journalisten bewusst auf viele Klicks abzielen, befriedigen sie damit nicht eine offenbar besonders große Nachfrage? Immerhin werden die Artikel ja geklickt. Ab wann wird aus einer Berichterstattung überhaupt ein Hype?

Zwischen Medienrummel und Spielerwohl

Es ist ein schmaler Grad zwischen dem Aufbau einer künstlichen und inszenierten Aufregung und einer journalistischen Abbildung des Geschehens, die das gesteigerte Interesse der Öffentlichkeit bedient. Gleichzeitig sei es zu kurz gedacht, die Verantwortung allein bei den Medien zu suchen: „Es ist der ureigene Mechanismus. Sportjournalismus lebt von Stars. Es geht nicht nur um Fußball, sondern auch um ein bisschen Show.“ Sportmedienschaffende befinden sich bei Personalien wie der von Said El Mala in einer schwierigen Lage. Denn es sind Geschichten wie die des gebürtigen Krefelders, des fast gescheiterten Talents, das über Umwege den Durchbruch schafft und nun einen kometenhaften Aufstieg erlebt, die dem Fußball jene besondere Faszination verleihen, die ihn umtreibt.

Jene Geschichten sind es aber auch, die die Sehnsucht nach einem großen Star in Köln befriedigen. Einem Spieler, der nach der schmerzhaften Causa Wirtz die Kölner Seele zu heilen vermag. Der Hoffnung auf Erfolg und die ganz großen Transfereinnahmen schürt und somit ein Stück weit Wiedergutmachung liefern könnte. Der Trubel um den Teenager stellt sowohl den Verein als auch sein privates Umfeld vor eine Herausforderung. El Mala soll geschützt werden, ohne ihn vollständig von der Öffentlichkeit abzuschirmen. Anfang Oktober erklärte sein Berater dem Kölner Stadt-Anzeiger gegenüber: „Es gibt leider auch ein paar Dinge, die dem Jungen und dem FC schaden. Unruhe bringen zu viele mediale Spekulationen und Influencer, die um jeden Klick und jedes Like kämpfen. Außerdem tauchen plötzlich Berater auf, die sich früher nie für den Spieler interessiert haben, und buhlen um Said.“

“Wir müssen jetzt unbedingt damit aufhören, Said El Mala kleinzuhalten!” (Fußball-Creator Max Giesen (giesenmax) via Instagram am 19. Oktober) 

Doch nicht nur das Umfeld, sondern auch der Spieler selbst ist gefordert. Bertling sieht ihn in der Pflicht, zusätzlich eigene Strategien zum Umgang mit dem medialen Druck zu entwickeln: „Oftmals verstehen junge Spieler sehr schnell, wenn man ihnen direkt erklärt, wie Journalisten aus welchen Gründen Geschichten zusammenstellen und welche Notlagen hinter bestimmten Berichten stehen. Wenn sie die Mechanismen begreifen, nehmen sie es nicht mehr so persönlich, sondern denken sich: ‚Ah ja, so ist das`“.

Heldenstatus auf Probe

Fußball ist zwar ein Mannschaftssport, doch seit jeher ziehen Einzelspieler die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Schon zu Zeiten von Pelé, Maradona oder Beckenbauer standen die Stars im Mittelpunkt des Interesses, und daran hat sich bis heute wenig geändert. Fans folgen zunehmend den Spielern, weniger den Vereinen. Die Suche nach dem nächsten großen Star beginnt immer früher. El Mala ist ein aktuelles Beispiel dafür, wie junge Talente in kürzester Zeit zum Mittelpunkt der Öffentlichkeit werden. Seine unbekümmerten Auftritte verbinden Veranlagung, Lockerheit und Selbstvertrauen.

Schon wenige Auftritte genügten, um ihn mit Lukas Podolski zu vergleichen, der einst ähnlich fröhlich die Domstadt und später ganz Deutschland begeisterte. Ein öffentlicher Aufruf, El Mala solle mit zur WM 2026, folgte prompt und zeigt, wie schnell aus Begeisterung Heldenstatus entstehen kann. El Mala euphorisiert die Stadt und bekommt nach kürzester Zeit sogar seinen eigenen Song von den Fans. Eine nicht aufzuhaltende Spirale entsteht, der sich weder die Anhänger noch der Verein oder die Medien entziehen können.

Kwasnioks Wunder-Junge jetzt schon besser als Poldi (BILD-Online, 3. November)

Zahlreiche gescheiterte Karrieren vieler hochgehandelter Talente belegen, dass Erwartungen und Vergleiche zur Last werden können. Je euphorischer und ungefilterter über ein vermeintliches Jahrhunderttalent gesprochen wird, desto schmerzhafter kann der Fall sein. Bertling erklärt: „Wir wissen aus der Forschung, dass negative Effekte einen viel stärkeren Einfluss auf Menschen haben als positive. Momentan kann es ihn bestärken, wenn er die Situation richtig einordnet. Wenn er seine Leistung aber nicht mehr bestätigen kann, dann ist die Gefahr viel größer, dass es ihn hemmt.“ So wurde es auch zum Stadtgespräch, dass der Youngster im Rheinderby bereits nach 45 Minuten ausgewechselt wurde. „Er war nicht gut, deswegen habe ich ihn rausgenommen. So einfach ist das“, machte Kwasniok im Anschluss an die Partie deutlich.

Die Zauberformel lautet: „Behutsam-Hype“

Schon Anfang Oktober mahnte der Trainer zu einem behutsamen Umgang mit seinem Schützling. Die Situation des Teenagers, der laut mancher Stimmen aus der Sportmedienlandschaft nach nur wenigen Bundesligaminuten schon ganz oben angekommen ist, sei „vergleichbar mit der ersten Liebe“, so der Trainer des 1. FC Köln damals. Er habe immer wieder talentierte Jungs erlebt, „die sich mit 14 das erste Mal verlieben“. Das habe häufig irreversible Brüche in den Karrieren zur Folge.

Und auch der Bundestrainer machte umgehend nach der Nominierung deutlich, dass die Berufung nicht überbewertet werden sollte: „Der Spieler muss klar verstehen, warum er hier ist und was seine Aufgabe ist. Es kann aber durchaus sein, dass er das zweite Spiel dann schon wieder bei der U21 ist“, sagte Nagelsmann. Festhzuhalten bleibt aber: Selbst wenn El Malas Ausflug zur Nationalelf nur von kurzer Dauer bleibt, markiert er doch die nächste Stufe im ohnehin brodelnden Hype um den 19-Jährigen und eine Bestätigung seiner Leistungsexplosion der letzten Wochen.


„Das sind Dinge, die ich auch wahrnehmen will“: Nagelsmann stellt Said El Mala DFB-Debüt in Aussicht

Said El Mala könnte sein Debüt feiern
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„Das sind Dinge, die ich auch wahrnehmen will“: Nagelsmann stellt Said El Mala DFB-Debüt in Aussicht

Kommt Said El Mala tatsächlich am Freitag zu seinem Länderspiel-Debüt? Das scheint durchaus möglich für den Offensivspieler des 1. FC Köln: Julian Nagelsmann stellt El Mala Debüt in Aussicht.

Sechs Jahre nach dem letzten Spiel von Jonas Hector könnte es also einen weiteren Einsatz in der A-Mannschaft geben für einen Spieler des 1. FC Köln: Julian Nagelsmann stellt El Mala Debüt in Aussicht.

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Fast auf die Woche genau könnte es sechs Jahre nach dem letzten Einsatz eines Kölners im Trikot der deutschen A-Nationalmannschaft das nächste geben. Said El Mala könnte am Freitagabend sein Debüt in der DFB-Auswahl im Duell gegen Luxemburg feiern. Der Kölner Youngster hat sich genauso wie Assan Ouédraogo im Training bewiesen. „Sie sollen nicht wie die großen Zampanos daher kommen, sondern Gas geben“, sagte Julian Nagelsmann am Donnerstagabend auf der Pressekonferenz der deutschen Nationalmannschaft. „Das machen beide und haben es auch gut gemacht. Und vielleicht kriegen sie auch beide ihre Chance. Da haben wir uns aber noch nicht entschieden, weil wir schon auch noch den Spielverlauf abwarten müssen. Aber sie machen beide einen guten Eindruck.“

„Sie machen es beide gut“

Schon zu Beginn der Woche hatte Nagelsmann die Beweggründe für die frühe Nominierung des Kölner Shootingstars erklärt. Der Bundestrainer betonte, dass es erst einmal darum ginge, dass El Mala im Training mit mache. Eine Überraschung zum Anpfiff wird es aber wohl nicht geben. „In der Startelf sehen wir keinen der beiden. Sie machen es beide gut“, so Nagelsmann. „Vom Scouting weißt du ja, welche Stärken und welche Schwächen sie noch haben. Das ist dann im Training auch meist eine Bestätigung. Dann siehst du ein paar Dinge, die dich überraschen oder nicht überraschen.“ Der 38-Jährige sagte aber auch, dass er schauen wolle, wie sich die Spieler verhalten würden. „Weil ich, wenn wir für uns ein Turnier qualifizieren, auch eine Entscheidung treffen muss, dass wir ein Gefüge haben, das gut zueinander passt.“

Und El Mala scheint einen ganz guten Eindruck hinterlassen zu haben. Zumindest plauderte der Bundestrainer aus dem Nähkästchen und erzählte, wie El Mala dem ankommenden Ouédraogo das Hotel zeigte. „Das war ganz goldig von ihm und das sind die Dinge, die ich auch wahrnehmen will“, sagte Nagelsmann. Ob es zum Debüt reicht, wird der Spielverlauf zeigen.

Abgang oder Durchbeißen: Wie geht es weiter mit Linton Maina beim 1. FC Köln?

Linton Maina dürfte mit der Rolle beim 1. FC Köln unzufrieden sein
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Abgang oder Durchbeißen: Wie geht es weiter mit Linton Maina beim 1. FC Köln?

In der vergangenen Spielzeit war er noch der absolute Topscorer und ganz Köln wünschte sich die Vertragsverlängerung. Die gab es. Aktuell ist Maina eher der Joker und damit werden Wechselgerüchte angeheizt. Bleibt Linton Maina beim 1. FC Köln?

In der vergangenen Spielzeit stand hinter dem 26-Jährigen ein ganz besonders dickes Fragezeichen. Es gab Transfergerüchte, Spekulationen über Wechsel-Gedanken. Pünktlich zum Aufstieg überraschte der Topscorer der Vorsaison mit einer längst unterschriebenen Vertragsverlängerung. Doch so richtig gut läuft es für ihn in dieser Spielzeit nicht. Bleibt Linton Maina beim 1. FC Köln?

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Wenn Lukas Kwasniok von Linton Maina spricht, dann sind es meistens sehr lobende, warme, fast schon schwärmende Worte. Der Trainer bezeichnet den Spieler als „warm“, „herzlich“ und „feinen Menschen“, nennt ihn auf dem Feld aber auch eine Waffe. Nur bleibt die Waffe stumpf, wenn sie auf der Bank sitzt. Deswegen betonte Kwasniok, dass er aus Maina „das letzte Quäntchen“ herausquetschen wolle und das wiederum auch schon mal mit der Nicht-Berücksichtigung. In der Liga stehen in dieser Saison erst zwei Startelf-Einsätze, keine 300 Spielminuten zu Buche. Wohlgemerkt von dem Spieler, der in der vergangenen Spielzeit mit elf Assists und drei Toren der Topscorer der Geißböcke war. Die aktuelle Saison dürfte sich der Flügelspieler ganz anders vorgestellt haben als er im Frühling seine Vertragsverlängerung beim FC unterschrieben hat.

„Wenn man sich wohlfühlt, ist das das Wichtigste“

Tatsächlich war Maina gegen Ende der vergangenen Spielzeit heiß begehrt. Es soll Angebote aus dem In- und Ausland gegeben haben. „Es gab einige andere Angebote, darunter auch lukrativere und bessere. Es war dennoch schnell klar für mich, dass ich in Köln bleibe“, sagte Maina im Interview mit come-on-fc.com im Trainingslager in Bad Waltersdorf. Gespräche habe es schon sehr früh gegeben, so der gebürtige Berliner. „Ich war sehr froh, dass das alles so geklappt hat. Wenn man sich wohlfühlt, ist das das Wichtigste.“ Die Frage ist natürlich, wie wohl sich Maina aktuell beim FC fühlt. Im FC-Podcast von Radio Köln, erklärte der 26-Jährige, dass die Situation in Köln für ihn gerade schwer sei. Allerdings fand der Offensivspieler auch lobende Worte für den Trainer.

Fakt ist, die Konkurrenz ist in der Mannschaft größer geworden. So groß, dass beispielsweise ein Youngster wie Said El Mala wohl hauptverantwortlich dafür ist, dass der von Kwasniok auserkorene beste Spieler der Mannschaft von seiner Stammposition auf der linken Außenbahn weichen muss. So spielte Jakub Kaminski zuletzt auf der rechten Defensivseite. Auch Florian Kainz, Marius Bülter und Jan Thielmann sind Spieler, die auf den Außen schon agiert haben oder dort zu Hause sind. „Ich sehe mich am liebsten links, habe aber auch oft schon rechts oder im Zentrum gespielt. Ich mag es, vorne meine Freiheit zu haben und trotzdem die Taktik nicht zu vergessen. Am Ende muss man sehen, was das Beste für die Mannschaft ist. Der Trainer wird das regeln“, sagte Maina im Sommer.

Es soll Interessenten geben

Aktuell ist der 26-Jährige in dieser Regelung ein Ergänzungsspieler. Und diese Rolle wird Maina nicht besonders gut schmecken. Zwangsläufig stellt sich die Frage, wo sich der Spieler weiterhin sieht. Und so wird bereits über einen Abschied in Köln spekuliert. Die „Bild“ berichtet, dass es Interessenten aus der Bundesliga und 2. Liga geben könnte. Doch das bedeutet nicht, dass Maina den Verein auch wirklich im Winter schon verlassen wird. Im Sommer waren die Ziele des damaligen Topscorers noch eindeutig: „Ich fühle mich hier sehr wohl, habe jeden Tag Spaß. Ich hoffe, dass ich noch lange hier spielen kann, vor allem in der ersten Liga und wir noch viele Erfolge zusammen feiern können“, sagte Maina. Doch die Vorzeichen haben sich ein wenig verschoben. 

Gerhard Struber spricht über das Aus beim 1. FC Köln: „Es war nicht immer schön anzusehen“

Gerhard Struber ist mit Bristol erfolgreich
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Gerhard Struber spricht über das Aus beim 1. FC Köln: „Es war nicht immer schön anzusehen“

Vor einem halben Jahr hat Gerhard Struber den FC verlassen müssen. Und das, obwohl die Geißböcke auf einem Aufstiegsplatz rangierten. Nun ist der Trainer in Bristol beschäftigt und fühlt sich wohl. Das sagt Gerhard Struber zum Aus beim 1. FC Köln.

Das Ende kam plötzlich und für den Österreicher war es eine Enttäuschung. Nun geht es in England weiter und wieder ist das Ziel der Aufstieg. Das sagt Gerhard Struber zum Aus beim 1. FC Köln.

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Vor etwa einem Jahr erlebte der FC eine kleine Zäsur. Gerhard Struber kehrte nach zehn Spieltagen in der 2. Bundesliga von der Viererkette, dem vogelwilden Offensivfußball und einigen vorzeitigen Personalentscheidungen ab. Der damalige Kölner Coach ließ deutlich defensiver spielen, nicht mehr so attraktiv und mit routinierteren Spielern. Ein halbes Jahr später war Schluss für den Österreicher. Als Tabellenzweiter musste der Trainer die Geißböcke verlassen. „Das Aus in Köln war natürlich nicht leicht. Aber gleichzeitig muss man nach vorne schauen, gut reflektieren und versuchen, die Dinge hinter sich zu lassen“, sagte Struber nun im Interview mit transfermarkt.de. „Im ersten Moment ging es für mich ehrlich gesagt in die Richtung, eine Pause zu machen. Weil ich das Fußballland England sehr schätze, war für mich aber klar: Kommt ein Verein, bei dem ich mit meiner Spielidee erfolgreich sein kann, würde ich das machen.“

Voller Fokus auf neue Aufgabe

Und das macht er nun in Bristol in der britischen Championship. Der Österreicher belegt aktuell Rang acht, allerdings auf Tuchfühlung mit den Aufstiegsrängen. „Als wir mit dem Training begonnen haben, hatte ich den 1. FC Köln komplett hinter mir gelassen und vollen Fokus auf diese neue Aufgabe“, sagt Struber. Dabei war der Abschied alles andere als schön. Nach dem 1:1 gegen Regensburg am 32. Spieltag waren die Tage des Trainers gezählt. „Es gibt überhaupt keinen Ärger mehr. Das hat schon ein bisschen Zeit gebraucht. Aber ich schaue inzwischen anders darauf zurück“, sagte Struber. „Natürlich wünscht man sich, erfolgreich zu sein und dass man alles so umsetzen kann, wie man es sich vorstellt. Aber das Jahr hat mir gutgetan, um mich persönlich zu entwickeln. Es ist immer eine Frage des Stils, wie man auseinandergeht und eine solche Situation beendet.“

Wie der Stil beim FC am Ende dieser Reise gewesen ist, will Struber nicht näher erläutern. „Ich möchte nicht auf Details eingehen. Es herrschte nach dem Abstieg so viel Dramatik beim 1. FC Köln, als die Mannschaft natürlich schwer enttäuscht war, dazu kam die Transfersperre“, so der Trainer. „Es herrschte keine gute Stimmung im und rund um den Club, als ich übernommen habe. Trotzdem lagen wir bis kurz vor Schluss auf Aufstiegskurs. Auf den Rest möchte ich, wie gesagt, gar nicht mehr groß eingehen. Das ist Vergangenheit.“ Dennoch sitzt der Stachel wohl noch tief. Immerhin hatte der Coach den Aufstieg direkt vor Augen. Das Mittel war das Ziel. „Es war nicht immer schön anzusehen, was wir gespielt haben. Aber wir waren am Ende trotzdem auf einem direkten Aufstiegsplatz. Es hat sich in den letzten Jahren in der 2. Liga kein Traditionsverein leichtgetan“, sagt der Österreicher.

Nun soll der Aufstieg in England gelingen. Dabei hat es wohl auch Anfragen aus Deutschland gegeben. Unter anderem von einem „Traditionsverein“. Es ist England geworden. Einfach wird das Thema Aufstieg bei der harten Konkurrenz auch nicht. Doch Struber fühlt sich wohl. Und Köln? Köln ist Vergangenheit.

Erstes Drittel gespielt: Das sind unsere Gewinner beim 1. FC Köln

Said El Mala und Jakub Kaminski sind zwei Gewinner des ersten Saisondrittels
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Erstes Drittel gespielt: Das sind unsere Gewinner beim 1. FC Köln

Zwölf Begegnungen haben die Geißböcke in dieser Spielzeit absolviert. Und trotz der jüngsten Niederlage im Derby ist der Saisonstart vielversprechend beim 1. FC Köln: Das sind unsere Gewinner des ersten Saisondrittels.

Der Kader der Geißböcke hat im Sommer ein neues Gesicht verliehen bekommen. Vor allem in der Breite stehen die Kölner deutlich besser dar als noch in der Vorsaison. Und das liegt auch an einigen Leistungsträgern beim 1. FC Köln: Das sind unsere Gewinner des ersten Saisondrittels.

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Said El Mala: Der FC hat wieder einen Nationalspieler. Und auch wenn es Stimmen gibt, die eine Nominierung des 19-Jährigen skeptisch oder als zu früh ansehen, hat sich der Angreifer die Berufung in den A-Kader durchaus verdient. Zumal damit sicher noch kein WM-Ticket an den Shootingstar vergeben ist. Doch das Zeug zum WM-Teilnehmer könnte El Mala durchaus haben. Tatsächlich ist der Youngster ein Unterschiedsspieler, wie auch Lukas Kwasniok und Thomas Kessler schon andeuteten. El Mala ist einer der besten Dribbler der Liga, gewinnt viele dieser Dribblings, sucht häufig den Abschluss und hat so auch schon vier Saisontore erzielt. Ganz nebenbei ist der 19-Jährige der erfolgreichste Joker der Bundesliga. Bewerbungen für Julian Nagelsmann hat El Mala jedenfalls genug abgegeben.

Der beste Spieler des Kaders?

Jakub Kaminski: Noch in der vergangenen Spielzeit wollte es bei dem Polen in Wolfsburg so gar nicht rundlaufen. Gerade zwölf Mal stand Kaminski für den VfL Wolfsburg in Pokal oder Meisterschaft in der Startelf, bereitete am Ende der Saison fünf Tore vor, erzielte keins. Nun sieht die Welt doch rosiger aus. Denn nach einem Drittel der bisherigen Spielzeit hat der Offensivspieler die Zahl der Startelf-Einsätze bereits wieder erreicht. Zudem erzielte Kaminski schon vier Tore und bereitete ein weiteres vor. Nicht umsonst bezeichnete Lukas Kwasniok den Polen als den besten Spieler des Kaders. Auch, weil der Spieler mit den meisten abgespulten Kilometern in der Liga universal einsetzbar ist. Mit jedem weiteren guten Spiel wird die Wahrscheinlichkeit eines Kaufs immer wahrscheinlicher.

Joel Schmied: Der Schweizer hatte in der Vorsaison noch den ein oder anderen Fehltritt im Repertoire. In dieser Saison ist er unumstritten in der letzten Kette – wenn auch nicht überragend. Gerade nach der Verletzung von Timo Hübers führt so oder so kein Weg an Schmied vorbei. Nur gegen Freiburg und gegen Dortmund stand der Abwehrspieler nicht in der Anfangsformation. Gegen den BVB aus Gründen der Belastungssteuerung. Eigentlich ist der 27-Jährige einer der wenigen Dauer-Stammspieler im Team der Geißböcke. Mit einer Passquote von rund 90 Prozent ist Schmied wichtig für den Spielaufbau.

Variabel einsetzbar

Eric Martel: Die Konstanz in Person. Der nominelle Sechser stopft viele Löcher, wirft sich gefühlt in jeden Ball und Zweikampf und gewinnt davon auch verhältnismäßig viele. In Sachen Leidenschaft, Willen und Einsatz können Martel in der Mannschaft und vielleicht sogar in der Liga nur wenige Spieler das Wasser reichen. Kein Kölner hat mehr Zweikämpfe gewonnen als der vermeintliche Sechser. Vermeintlich, weil Martel seit der Verletzung von Timo Hübers als Innenverteidiger zum Einsatz kam. Dazu erzielte der 23 einen Saisontreffer und bereitete zwei Tore vor. Martel ist neben Kaminski und Schwäbe der dritte wirkliche Stammspieler, der immer in der Anfangsformation gestanden hat. Zum vollständigen Kölner Glück fehlt nur noch die Vertragsverlängerung.

Weitere Anwärter: Gleich mehrere Spieler haben vor allem zu Saisonbeginn für viel Aufsehen gesorgt. Unter anderem die Neuzugänge Sebastian Sebulonsen und Kristoffer Lund, die mindestens zum erweiterten Kreis der Stammspieler gehören. Doch zuletzt leistete sich Lund gleich zwei folgenschwere Unachtsamkeiten im Derby und Sebulonsen verlor seinen Platz vorerst an Jakub Kaminski. Isak Johannesson hat den Sprung von der 2. in die Bundesliga auf jeden Fall auch geschafft. Nur aufgrund seiner leichten Verletzung vor dem Wolfsburg-Spiel stand der Isländer genau einmal nicht in der Anfangsformation.

Verträge, Verstärkung und Transfers: Für Thomas Kessler stehen zum Jahresende wohl einige Herausforderungen an

Thomas Kessler wirkt nachdenklich
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Verträge, Verstärkung und Transfers: Für Thomas Kessler stehen zum Jahresende wohl einige Herausforderungen an

Für seine Sommertransfers wurde er in höchsten Tönen gelobt. Kein Wunder, ein Großteil der Neuverpflichtungen schlug beeindruckend ein. Doch zum Ende des Jahres warten die nächsten Herausforderungen beim 1. FC Köln: Thomas Kessler steht wohl vor einem arbeitsreichen Winter.

Zahlreiche Verträge laufen aus, Kaderentscheidungen sind zu treffen und zum Ende des Jahres ist wohl auch der ein oder andere Transfer geplant beim 1. FC Köln: Thomas Kessler steht wohl vor einem arbeitsreichen Winter.

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Möglicherweise verhinderte Karneval bei dem ein oder anderen FC-Spieler eine gesamte Woche „Kopf frei bekommen“ vor dem Endspurt Richtung Weihnachten. Dass Lukas Kwasniok seinen Spielern in der letzten Länderspielpause des Jahres noch einmal eine etwas längere Auszeit gönnt, ist nicht unbekannt. In der vergangenen Saison verabschiedete der Coach die Mannschaft des SC Paderborn für eine ganze Woche in den Kurzurlaub. Dieses Mal sind es immerhin noch fünf Tage. Und dann soll mit Vollgas der letzte Block in 2025 angegangen werden, mit dem Auftakt gegen Eintracht Frankfurt am Samstag in einer Woche. Auf dem Trainingsplatz ist es dieser Tage also ein wenig leiser. Auch für Thomas Kessler und Co. steht noch ein spannendes Jahresfinale auf dem Programm. Denn der Sportdirektor hat mit seinem Team sicherlich noch einige Punkte auf seiner To-do-Liste stehen.

Zahlreiche Verträge laufen aus

So laufen insgesamt zehn Verträge zum Ende der Saison aus. Und Kessler wird wohl nur ungerne mit Spielern mit auslaufendem Vertrag in die Rückrunde starten. Darunter befinden sich mit Tom Krauß, Cenk Özkacar, Kristoffer Lund und Jakub Kaminski vier Leihspieler. Für alle vier sollen die Kölner eine Kaufoption besitzen, beziehungsweise für Krauß eine Kaufpflicht. Die Vertragssituation um die Leihspieler ist also eine komfortable. Die FC-Verantwortlichen werden sicherlich die weitere Entwicklung der Akteure abwarten wollen. Bei Kaminski deutet allerdings schon jetzt sehr viel auf eine feste Verpflichtung hin. Die Ablöse soll dann bei rund fünf Millionen Euro liegen. Bei den weiteren Kandidaten ist die Ausgangslage wohl ein wenig komplizierter. Timo Hübers und Luca Kilian arbeiten hart an ihrem Comeback. Im vergangenen Winter verlängerte der FC den Kontrakt mit Kilian, einen Tag vor Weihnachten und kurz nach der Reruptur seines Kreuzbandes. Das ist mittlerweile bekanntlich wieder gerissen. Eine Rückkehr ist komplett offen.

Genauso, wie der FC in diesem Fall mit dem Vertrag des Abwehrspielers umgeht. Dass auch Timo Hübers eine Vertragsverlängerung angeboten bekommt, scheint wahrscheinlich. Der Innenverteidiger fällt ebenfalls lange aus. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Hübers in dieser Saison gar nicht mehr zum Einsatz kommt. Die weiteren Situationen sind ebenfalls nicht ohne. So laufen die Verträge von Florian Kainz und Dominique Heintz ebenfalls aus. Beide müssen sich mit ihrer neuen Rolle als Ergänzungsspieler zurecht finden. Dass beide auch in der Bundesliga noch mithalten können, haben sie in dieser Spielzeit bewiesen – auch von Beginn an. Dennoch ist bei beiden Akteuren nicht klar, wie es weitergeht und ob sie sich auch weiterhin beim FC sehen. Dazu sind beide Akteure sehr verdient in Köln. Kainz ist aktuell der Rekordspieler unter den aktiven, steht kurz vor seinem 200. Spiel, Heintz kommt immerhin auf 156 Einsätze für die Geißböcke.

Transfers im Winter wahrscheinlich

Verlängern würden die Kölner Verantwortlichen dagegen mit Eric Martel. Der Sechser beweist sich aktuell wieder als Innenverteidiger und ist neben Jakub Kaminski der einzige Spieler, der immer in der Startelf stand. Auch, wenn sich Martel noch nicht entschieden hat, dürfte die Verlängerung des Kontrakts ein hartes Stück Arbeit werden. Denn die Verlockung aus dem Ausland wird nicht klein sein. Auch mit Neo Telle wollten die Kölner eigentlich verlängern. Der Innenverteidiger feierte in der vergangenen Saison sein Profidebüt. Der eigentliche Plan war im Sommer, den Vertrag zu verlängern und dem Talent über eine Leihe Spielpraxis zu ermöglichen. Dazu ist es nicht gekommen. Nun spielt der Abwehrspieler in der U21, allerdings nicht als Stammspieler. Gegen Rödinghausen saß der Youngster 90 Minuten auf der Bank.

Neben möglichen Vertragsverlängerungen dürften aber auch weitere Personalentscheidungen anstehen. Unter anderem sollen die Kölner aufgrund der Verletzung von Timo Hübers auf der Suche nach einem weiteren Innenverteidiger sein. Ebenfalls kein leichtes Konstrukt. Denn sollte der Vertrag des Abwehrspielers verlängert werden, dürften die Kölner in der kommenden Spielzeit vor einem kleinen Luxusproblem stehen. Mit Julian Pauli und Elias Bakatukanda kommen eigentlich zwei Zukunftsversprechen nach ihren Leihen zurück zum Geißbockheim. Naheliegend wäre wohl eine kurzfristige Leihe in diesem Winter. Auch auf der Sechs könnte es weiteren Bedarf geben – je nachdem, wie es mit Eric Martel weitergeht. Und auch auf der anderen Seite kann es durchaus noch Veränderungen geben.

Vor allem hinter Jusuf Gazibegovic steht derzeit ein großes Fragezeichen. Der Rechtsverteidiger spielt unter Lukas Kwasniok überhaupt keine Rolle. Seit dem 2. Spieltag stand Gazibegovic nicht mehr auf dem Platz. Für den Abwehrspieler geht es aber auch darum, den Traum von der WM am Leben zu lassen. Bosnien hat noch alle Chancen auf die direkte WM-Quali, mindestens aber auf die Playoffs. Nur hat Gazibegovic seinen Stammplatz in der Nationalmannschaft verloren. Pluspunkte wird er auf der Kölner Bank nicht sammeln. Möglicherweise wird es auch weitere Veränderungen geben – wenn auch nicht zwingend wahrscheinlich. Denn sicherlich wird der ein oder andere Leistungsträger der Vorsaison mit seiner aktuellen Rolle hadern. Spannend ist auch die Frage, wie es mit Sargis Adamyan weitergeht. Der Stürmer spielt aktuell in der Regionalliga, dürfte da aber der Best-Verdiener sein. So oder so: Auf Thomas Kessler und Co. wartet viel Arbeit.

Beim 1. FC Köln schleicht sich ein alt bekanntes Problem wieder ein

Lukas Kwasniok im Spiel des 1. FC Köln bei Borussia Mönchengladbach
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Beim 1. FC Köln schleicht sich ein alt bekanntes Problem wieder ein

Die 1:3-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach war für den FC besonders bitter, weil sie angesichts der Statistiken unnötig erscheint. Denn die Geißböcke strahlten schon eine gewisse Dominanz aus. Und doch gab es am Ende keine Punkte. Der 1. FC Köln offenbart mit Ball ein altes Problem.

Nach den blanken Zahlen waren die Kölner am Samstag gegen Gladbach doch die bessere Mannschaft. Unterm Strich stand aber eine nicht gänzlich unverdiente Niederlage und das trotz deutlich mehr Ballbesitz. Der 1. FC Köln offenbart mit Ball ein altes Problem.

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Der Saisonauftakt der Geißböcke war mehr als verheißend. Mit sieben Zählern aus drei Spielen hätte der Beginn kaum besser laufen können. Anschließend ist der Kölner Motor allerdings ein wenig ins Stocken geraten. Es folgten aus sieben Begegnungen ebenfalls nur sieben Zähler, dazu das Pokal-Aus gegen die Bayern. Lukas Kwasniok hatte vor der Spielzeit angedeutet, dass er kein konkretes Saisonziel ausgeben wolle. Er wolle lieber die einzelnen Blöcke zwischen den Länderspielpausen bewerten. Dementsprechend fällt die letzte Bilanz zumindest tabellarisch nicht allzu gut aus. Fünf Spiele, davon drei verloren, ein 1:1 gegen Augsburg, aber auch der verdiente 4:1-Erfolg über den Hamburger SV. Vier Punkte, das Pokal-Aus, zehn Gegentore gefangen. Gerade die Derby-Pleite am vergangenen Wochenende dürfte besonders am Kölner Coach genagt haben.

Keine Lösungen im letzten Drittel

Denn nach den Statistiken hätte der FC die Begegnung eigentlich gewinnen müssen. Das Datenblatt schlug deutlich Richtung FC aus, das Ergebnis bekanntlich nicht. Das hatte natürlich viele Gründe. Vor allem taten sich die Geißböcke im Schlussdrittel schwer, Chancen zu kreieren. Ein aus der vergangenen Saison doch sehr bekanntes Problem. „Es ist schon sehr lange her, dass der 1. FC Köln zu Borussia Mönchengladbach gefahren ist, die uns dann den Ball gegeben haben und eigentlich gar nichts wollten“, sagte Thomas Kessler nach dem Spiel. Tatsächlich kamen die Kölner auf beeindruckende 61 Prozent Ballbesitz. Für die Geißböcke ein in dieser Saison ungewohntes Szenario. Bis zum neunten Spieltag hatte der FC im Schnitt rund 45 Prozent Ballbesitz, nun über 60. Und mit diesem Übergewicht wusste der FC gerade im ersten Abschnitt so gut wie gar nichts anzufangen.

So lag der xGoals-Wert nach 45 Minuten unter 0,3. „Wir wussten, dass die Borussia aufgrund der Gesamtsituation darauf bedacht ist, eine Kompaktheit an den Tag zu legen. Und doch waren wir ein wenig überrascht, dass wir so viel Kontrolle hatten“, sagte auch Lukas Kwasniok und FC-Keeper Marvin Schwäbe erklärte: „Ich glaube, dass wir im letzten Drittel keine Lösung gefunden haben. Wir hatten enorm viel Ballbesitz. Wir lassen uns dann einfach auskontern.“ Tatsächlich hatte der FC in dieser Spielzeit in drei Liga-Begegnungen mehr Ballbesitz als der Gegner. Das gegen den FC Augsburg und gegen Mainz – also beides Spiele, in denen der FC vor dem gegnerischen Tor nicht die ganz große Gefahr ausstrahlte, einmal einen xGoals-Wert von 1,4 und einmal von 0,5 erreichte, in beiden Begegnungen aber auch jeweils einen Treffer erzielte.

„Da gilt es, in der Zukunft wieder eine gute Mischung zu finden“

Ähnlich war es auch im ersten Pokalspiel gegen Regensburg, als Köln erst in der Nachspielzeit die Begegnung in die eigene Richtung bog, spät zwei Treffer erzielte und den xGoals-Wert immerhin noch auf 0,9 hochdrückte. „Es ist nicht normal, dass du dir als Aufsteiger den Gegner auswärts zurechtlegen musst“, sagte Kwasniok, betonte aber auch, dass sich „die Jungs das erarbeitet“ hätten. Und doch erinnerte das Spiel an gleich mehrere aus der vergangenen Saison, als Köln ebenfalls keine Mittel gegen tiefstehende Gegner fand. Dabei deutete der FC eine mögliche Lösung in der zweiten Halbzeit gegen Gladbach an. Zumindest strahlten die beiden Zielstürmer Ragnar Ache und Marius Bülter Gefahr aus, hoben den xGoals-Wert noch einmal auf mehr als zwei an. „Wir haben unterschiedliche Spielertypen, die zu unterschiedlichen Spielen passen“, sagte also auch Kwasniok. „Da gilt es, in der Zukunft wieder eine gute Mischung zu finden.“

Eric Martel: Die Konstante des 1. FC Köln weckt Begehrlichkeiten

Eric Martel im Spiel des 1. FC Köln gegen den 1. FSV Mainz 05
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Eric Martel: Die Konstante des 1. FC Köln weckt Begehrlichkeiten

Nach dem zehnten Spieltag gibt es nur wenige Spieler beim FC, die immer in der Anfangsformation standen. Dazu zählt Eric Martel und das kommt nicht überraschend. Der 23-Jährige bringt auch in diesem Jahr wieder konstante Leistungen für den 1. FC Köln: Eric Martel weckt wieder Begehrlichkeiten.

Er ist in dieser Spielzeit wieder einer der Leistungsträger und die Konstante beim 1. FC Köln: Eric Martel weckt damit natürlich wieder Begehrlichkeiten. Etwas Konkretes ist aber nicht bekannt.

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Als Lukas Kwasniok zu Beginn seiner Amtszeit verkündete, es gäbe bei ihm keine Stammelf, vielmehr eine rotierende Startelf, da wird sich der ein oder andere Fan und Experte vielleicht gedacht haben, die Aussage würde sich nach ein paar Spieltagen schon überholen, eine Anfangsformation vielleicht dann doch zumindest in großen Teilen einpendeln. Tatsächlich hat der Kölner Trainer seinen Worten Taten folgen lassen und in dieser Spielzeit noch nicht einmal die gleiche Elf auflaufen lassen. Zudem sind auch klassische Stammspieler bei den Kölnern rar – zumindest die, die in dieser Saison immer zum Anpfiff auf dem Platz gestanden haben. Wettbewerbsübergreifend sind es in dieser Spielzeit genau zwei – wenn auch einigen Verletzungen geschuldet. So spielte Isak Johannesson gegen Wolfsburg erst zur zweiten Halbzeit, weil er sich in der Länderspielpause zuvor einen Pferdekuss eingefangen hatte und Timo Hübers Verletzung ist ebenfalls bekannt.

Martel ist die Kölner Konstante

Aber gerade der Innenverteidiger wurde vor der Saison mit dem Label „immer gesetzt“ versehen. Gemeinsam mit Eric Martel, der neben Jakub Kaminski der zweite Dauerbrenner beim FC ist. Und das hat natürlich einen Grund. Während Kaminski laut Kwasniok der beste Spieler des Kaders ist, ist Martel der Inbegriff von Wille, Leidenschaft und Einsatz. Kein Kölner Spieler schmeißt sich in so viele Bälle, geht in so viele Zweikämpfe (113) und gewinnt dementsprechend viele (63). Auch ligaweit gehört Martel wieder einmal zu den besten Zweikämpfern. Zudem hat Martel in der Liga die meisten Pässe aller Kölner gespielt, von denen 88 Prozent auch ankamen. Nach der Verletzung von Timo Hübers ist der 23-Jährige auch wieder der Abwehrchef in der letzten Kette und löst auch diese Aufgabe Woche für Woche souverän.

Zu Kölns und Kwasnioks Glück gehört bei Martel wohl nur noch die erhoffte Vertragsverlängerung. Denn der Vertrag des Mittelfeldspielers läuft im kommenden Sommer aus. Und das bringt bekanntlich Probleme mit sich. Der FC würde gerne mit dem Mittelfeldspieler verlängern, Martel hat sich aber gewünscht, die Hinrunde abwarten zu dürfen. Das bekräftige der Sechser auch noch einmal im Interview mit come-on-fc.com im September. Auch Martels Berater Michael Reschke hatte im Podcast „Dreierkette“ erklärt, dass die Zukunft komplett offen sei. Dabei hat der ehemalige Kapitän der U21-Nationalmannschaft natürlich schon längst Begehrlichkeiten geweckt. Dem Vernehmen nach soll Martel auf einigen Zetteln der Bundesliga, aber auch in Europa stehen. Am Mittwoch brachte die „Corriere dello Sport“ den AC Florenz ins Gespräch.

Die ersten Interessen werden bald anklopfen

Allerdings berichtet das Fachmagazin nicht von einem konkreten Interesse. Es weist darauf hin, dass Martel durchaus ein Kandidat sei, auf den ein von Florenz ausgestelltes Profil passen würde. So heißt es, dass Martel eine Option werden „könne“. Fakt ist, dass Florenz schon im Sommer die Fühler nach dem Mittelfeldspieler ausgestreckt hatte. Zum Ende der Transferphase tauchten auch andere Namen wie Besiktas Istanbul auf. „Ich nehme das zwar wahr, aber letztendlich spielt das für mich keine Rolle. Ich habe klar gesagt, dass ich jetzt erstmal für den FC weiterspielen werde. Das ist jetzt einfach in meinem Kopf drin“, sagte Martel damals gegenüber come-on-fc.com. „Ich denke gar nicht ans Wechseln, sondern für mich steht die Entwicklung mit dem FC im Fokus. Und ja, mein voller Fokus liegt auf der Bundesliga.“

Und die Entwicklung beim FC wird Martel sicherlich gefallen. Zumindest war mit diesem Saisonstart sicherlich nicht zu rechnen. Eine Garantie ist das natürlich nicht. Sollte der Mittelfeldspieler den FC verlassen wollen, könnten die Kölner nur noch in diesem Winter eine Ablöse verlangen. Ein Wechsel im Sommer ist daher eher unwahrscheinlich. Die ganz große Ablöse in diesem Winter aber wohl auch. Aktuell wird der Marktwert bei transfermarkt.de auf acht Millionen Euro geschätzt. Lieber würden die Kölner den Sechser aber ohnehin behalten.

Profis des 1. FC Köln unterwegs: Wann spielen Said El Mala, Jakub Kaminski und Co.?

Said El Mala beim Training der deutschen A-Nationalmannschaft
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Profis des 1. FC Köln unterwegs: Wann spielen Said El Mala, Jakub Kaminski und Co.?

Zum ersten Mal seit Jonas Hector hat der FC wieder einen deutschen Nationalspieler in seinen Reihen. Und der könnte noch in dieser Woche sein Debüt feiern. Im Einsatz sind noch weitere Akteure des 1. FC Köln: Wann spielen Said El Mala, Jakub Kaminski und Co?

Gleich mehrere FC-Profis sind im Einsatz für ihre Nationalmannschaften. Besonders im Fokus steht dabei ein Spieler des 1. FC Köln: Wann spielen Said El Mala, Jakub Kaminski und Co?

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Die ersten Einheiten sind mit der Nationalmannschaft absolviert und so langsam steigt die Vorfreude auf das bevorstehende Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft. Und das auch, weil zum ersten Mal seit sechs Jahren wieder ein Spieler des 1. FC Köln das Trikot mit dem Adler auf der Brust für die A-Mannschaft tragen würde. Denn im November 2019 gab Jonas Hector sein letztes Spiel für Deutschland. Nun steht Said El Mala in den Startlöchern und scharrt mit den Hufen. Ob der Kölner Youngster überhaupt zum Einsatz kommt, ist offen. Bundestrainer Julian Nagelsmann betonte, dass er sich den Kölner Shootingstar erst einmal anschauen wolle, dieser nun mit trainieren dürfe. Die Entscheidung wird wohl erst vor dem Spiel am Freitag fallen. Die Begegnung im Stade de Luxembourg wird um 20:45 Uhr angepfiffen.

A-Auswahl oder zurück in die U21?

Nagelsmann betonte aber auch, dass es ja gar nicht klar sei, ob El Mala das zweite Spiel nicht wieder bei der U21 spiele. Die wohl entscheidende Partie über den Gruppensieg findet erst am kommenden Montag statt. In Leipzig empfängt die DFB-Auswahl die Slowakei. Auch die zweite Begegnung ist für 20:45 Uhr anberaumt. Sollte El Mala zur U21 reisen, fände sein zweites Duell gegen und in Georgien am Dienstag (18 Uhr) statt. Spannend dürfte es für Jakub Kaminski mit Polen werden. Der Gruppenzweite empfängt ebenfalls am Freitagabend (20.45 Uhr) den Spitzenreiter aus den Niederlanden. Sollte Polen gewinnen, wären die Teams punktgleich. Dann wäre möglicherweise der letzte Spieltag entscheidend im Kampf um die Tabellenspitze. Polen trifft am Montag auf Malta, die Niederlande empfängt Litauen.

Für Isak Johannesson geht es derweil schon am Donnerstag los. Auch Island hat noch Chancen auf die WM-Teilnahme, muss sich dafür aber ganz schön strecken. Aktuell belegt die Mannschaft um den Kölner Profi den dritten Platz, drei Zähler hinter der Ukraine auf Rang zwei und sechs hinter Spitzenreiter Frankreich. Bei zwei ausstehenden Spielen ist wohl der zweite Tabellenplatz das Ziel und damit immerhin noch die Playoffs. Island ist zunächst am Donnerstagabend (18 Uhr) zu Gast in Aserbaidschan. Bereits am Sonntag könnte es zum Endspiel um den Playoff-Platz gegen die Ukraine kommen. Die Partie wird in Warschau (18 Uhr) ausgetragen. Ebenfalls am Donnerstag spielt FC-Nachwuchsspieler Patrik Kristal mit der A-Nationalmannschaft von Estland gegen Norwegen.

Rav van den Berg könnte derweil Spielpraxis bei der U21 der Niederlande sammeln. Der Innenverteidiger ist genau dafür zur Nationalmannschaft gereist. Es stehen gleich zwei Begegnungen an. Am Freitag spielt die Niederlande gegen Slowenien, am kommenden Dienstag gegen Israel.

„Das kannst du nicht pfeifen, das geht nicht“ – Jonas Hector zu den VAR-Entscheidungen beim 1. FC Köln

Jonas Hector bei der Wahl-Arena
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„Das kannst du nicht pfeifen, das geht nicht“ – Jonas Hector zu den VAR-Entscheidungen beim 1. FC Köln

In der aktuellen Folge seines Podcasts „Schlag und fertig“ äußert sich Jonas Hector zur Niederlage im Derby. Doch der Ex-Kapitän findet auch emotionale Worte zu den Paris-Anschlägen vor zehn Jahren, als der Linksverteidiger als Nationalspieler im Stadion war. Das sagt Jonas Hector zu den VAR-Entscheidungen beim 1. FC Köln.

Es sind emotionale Worte, die der Kölner Ex-Kapitän in seinem Podcast „Schlag und fertig“ zu den Anschlägen von Paris von vor zehn Jahren findet. Der Ex-Nationalspieler war damals im Stadion. Zudem äußert sich der Ex-FC-Kapitän zum Spiel am Wochenende. Das sagt Jonas Hector zu den VAR-Entscheidungen beim 1. FC Köln.

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Nach der 1:3-Pleite im Rheinischen Derby waren die Diskussionen über die VAR-Entscheidungen groß. Schiedsrichter Deniz Aytekin hatte zwei vermeintliche Strafstöße zunächst nicht gegeben. Erst nach dem Eingriff des Videoassistenten änderte der Unparteiische seine Meinung, gab die Elfmeter. Beide Strafstöße haben andere Schiedsrichter schon gegeben – wohl eine Kann-Entscheidung. Beim ersten rauschte Kristoffer Lund etwas dynamisch in Franck Honorat, wurde allerdings auch von Joe Scally geschubst. Beim zweiten berührte der Außenbahnspieler die Kugel mit der Hand. Gladbach war so 2:0 in Führung. Doch die Frage, ob der Video-Assistent überhaupt hätte eingreifen dürfen, wurde gestellt. Eine klare Fehlentscheidung lag sicherlich nicht vor.

„Der wusste gar nicht, wo der Ball ist“

In der Schlussphase bekamen die Kölner ebenfalls einen sehr strittigen Strafstoß zugesprochen. „Alle drei Elfmeter – weiß ich nicht. Ich weiß es nicht“, sagte Jonas Hector in einer neuen Folge seines Podcasts „Schlag und fertig“. „Die laufen ineinander. Aytekin sieht es auf dem Platz und zeigt an, es geht weiter. Das war mir zu wenig. Bei so einer Situation reinzugehen – schwierig“, sagt Hector zum vermeintlichen Foulspiel. Und ergänzt dann zum Handelfmeter: „Der wusste gar nicht, wo der Ball ist. Der konnte ja nichts dafür und hat sich keinen Vorteil dadurch verschafft. Aber laut Regel ist es okay.“ Objektiv betrachtet ärgerte Hector aber auch der Elfmeter für Köln. „Den gibt es nur, weil es zuvor zwei für Gladbach gegeben hat“, so der Ex-Kapitän der Geißböcke weiter. „Da darfst du nicht auf den Punkt zeigen. Da verstehe ich nicht, dass der Assistent nicht eingreift. Das kannst du nicht pfeifen. Das geht nicht.“

„Du bist dann komplett überfordert“

Hector erklärte aber auch, dass genau diese Diskussionen den Fußball doch ausmachen würden. „Wenn alles sauber wäre, dann wäre der Sport auch nicht mehr so interessant“, sagt der 35-Jährige. Doch in dem Podcast berichtet Hector auch von der Anschlags-Nacht in Paris vor zehn Jahren. 2015 hatten Terroristen an mehreren Stellen in Paris Attentate verübt. Unter anderem auch am Stade de France. Und dort spielte gerade die deutsche Nationalmannschaft eben mit Jonas Hector. Aktuell gibt es in der ARD und bei Sky zwei Dokus zu dieser Nacht. „Es war schon sehr krass. Damit hat keiner gerechnet“, so Hector. Der Abwehrspieler war schon nach 30 Minuten ausgewechselt worden. Und hat in der Kabine die ersten Informationen bekommen, während die Mannschaft spielte.

„Ab der Halbzeit war es schon krass. Da habe ich zum ersten Mal gehört, dass es ein Anschlag war“, sagte Hector. „Du denkst immer, das ist so weit weg von dir und du wirst nichts davon mitbekommen.“ Damals waren die Spieler schon am Vormittag aufgrund einer Bombendrohung aus dem Teamhotel evakuiert worden, hatten sich auf der Tennis-Anlage der French Open fit gehalten. Abends gab es dann vor dem Stadion Selbstmordattentate. Während des Spiels waren die Detonationen deutlich zu hören. Einige Spieler reagierten sichtbar irritiert. „Mein Papa und mein Onkel waren im Stadion. Du bist dann komplett überfordert“, sagte Hector und erzählt wie er Stunden „gezittert habe“, ob die beiden gut nach Hause gekommen seien.

Die Nationalmannschaft war damals bis in die Morgenstunden in der Kabine geblieben und morgens aus dem Stadion zum Flughafen eskortiert worden. Auch die folgende Partie in Hannover gegen die Niederlande wurde kurzfristig aufgrund einer Bombendrohung abgesagt.