Nach sechs Duellen steht der FC mit zehn Zählern auf dem Konto da und belegt den sechsten Tabellenplatz. Der Saisonstart ist gelungen, nun steht erst einmal wieder eine Länderspielpause an beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok zur Pause und dem anstehenden Cologne Cup.
Das Match zwischen dem FC und dem neuen Trainer scheint zu passen. Zumindest sprechen zehn Punkte sowie das Erreichen der zweiten Runde des DFB-Pokals eine deutliche Sprache beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok zur Pause und dem anstehenden Cologne Cup.
Sebastian Sebulonsen ist bislang einer der Gewinner unter Lukas Kwasniok
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Mit einem breiten Grinsen klatschte FC-Trainer Lukas Kwasniok am vergangenen Freitag mit seinen Spielern ab, freute sich sichtlich über den 1:0-Sieg in Sinsheim. Und das nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Denn der neue Coach konnte in dieser Saison bereits dreimal in der Bundesliga und einmal im DFB-Pokal einen Sieg mit seiner Mannschaft verbuchen. Hinzu kommt das Unentschieden gegen Wolfsburg, bei dem die Geißböcke ebenfalls einen Zähler mitnehmen konnten. Der Start in die aktuelle Spielzeit ist durchaus geglückt. Nun steht die nächste Länderspielpause an.
„Es ist wichtig, den Kopf frei zu bekommen“
Und der Kölner Trainer ist eigentlich ein Fan. Eigentlich. „Aber nur, wenn alle Nationalspieler auch bei uns wären“, sagt der Coach. In dieser Pause fehlen mit Jakub Kaminski, Isak Johannesson und Said El Mala drei Akteure. Kwasniok sieht den Vorteil in intensiven Einheiten, dann aber auch ein paar Tagen, an denen die Spieler zu Hause individuell trainieren können. „Das ist schon ganz wichtig, um mal den Kopf frei zu bekommen und dann wieder anzugreifen“, sagt Kwasniok. Während der zweiten Länderspielpause steht für den FC am Donnerstag der Cologne Cup im Kölner Südstadion an.
Dann spielen die Geißböcke jeweils 45 Minuten gegen Viktoria Köln und Fortuna Köln. Das Benefiz-Turnier nutz Kwasniok, um seine Mannschaft noch einmal zu testen. Dementsprechend sollen gerade die Spieler zum Einsatz kommen, die zuletzt etwas hinten dran waren. „Die die weniger gespielt haben, werden jetzt mehr spielen. Es gilt trotzdem eine gewisse Vernunft“, sagt der Kölner Coach. Verheizen will der Trainer keine Spieler. So werden wohl auch einige Nachwuchskräfte zum Einsatz kommen, die unter der Woche schon mit trainiert haben. „Die Jungs machen einen richtig guten Eindruck.“
Das Turnier im Südstadion steht auch im Zeichen des Nachwuchsfußballs. Der soll mit der Veranstaltung unterstütz werden. „Kinder- und Amateurfußball ist die Basis. Deswegen gibt es für uns da auch kein Wenn und Aber. Der soziale Aspekt ist groß, der sportliche ist für die Jungs wichtig, die in den vergangenen Wochen nicht ganz so viel zum Zug gekommen sind“, sagt Kwasniok. Neben den Nationalspielern werden auch weiterhin Marvin Schwäbe, Jan Thielmann und Marius Bülter nicht dabei sein. Bei Bülter und Schwäbe geht der Coach davon aus, dass die beiden Spieler in der kommenden Woche wieder einsteigen. Bei Thielmann schaue man von Tag zu Tag. „Der Fuß ist aber nicht kaputt, aber narbenreich“, sagt der Coach.
Zwölf Spieler hat der FC im vergangenen Sommer verpflichtet, einige sind mittlerweile unumstritten. Aber auch „ältere“ Akteure blühen unter Lukas Kwasniok auf beim 1. FC Köln: Das sind die Gewinner des Saisonstarts.
Aktuell läuft es rund bei den Geißböcken. Das liegt zum einen an der Kaderzusammenstellung, sicher aber auch an dem neuen Trainer des 1. FC Köln: Das sind die Gewinner des Saisonstarts.
Es gibt zahlreiche Gewinner des Saisonauftakts beim 1. FC Köln (Foto: Lars Baron/GettyImages)
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Joel Schmied: In der vergangenen Spielzeit wurde über den Innenverteidiger noch fleißig diskutiert. Das kam nicht von ungefähr. Denn Schmied leistete sich zahlreiche kleinere, aber zum Teil folgenschwere Fehler oder Unachtsamkeiten. Auch deswegen haben die Kölner gerade im Bereich der Innenverteidiger mal so richtig zugeschlagen. Möglicherweise profitierte der Schweizer auch von der Verletzung von Rav van den Berg. Unterm Strich ist Schmied aber absoluter Stammspieler und das nicht ohne Grund. Der Innenverteidiger ist wohl der konstanteste Spieler in der Kölner Hintermannschaft – und das konstant gut.
Ein Youngster startet durch
Sebastian Sebulonsen: Der Norweger war zwar in der vergangenen Spielzeit Stammspieler bei Bröndby, dennoch gilt der Sprung von der dänischen in die deutsche Liga als ein großer. Sebulonsen hat diesen ohne großen Anlauf eindrucksvoll gemeistert. Der Schienenspieler ist unter Lukas Kwasniok komplett gesetzt, stand immer in der Anfangsformation und spult Minute um Minute ab. Erst am vergangenen Freitag holte sich der 25-Jährige ein Sonderlob des Trainers ab. Sebulonsen hat den vermeintlichen Königstransfer des vergangenen Winters bereits komplett in den Schatten gestellt.
Said El Mala: Dass der 19-Jährige ein großes Talent ist, hatte man beim FC durchaus auf dem Schirm. Dass der junge Offensivspieler aber so einschlagen würde, dass er nach wenigen Wochen sogar mit dem FC Bayern München und Borussia Dortmund in Verbindung gebracht wurde, dürfte dann doch überraschend. Der Youngster sollte eigentlich behutsam aufgebaut werden, doch auch Lukas Kwasniok kam am vergangenen Spieltag bei der Anfangsaufstellung nicht mehr an Said El Mala vorbei. Für rund 300.000 Euro wurde der Angreifer verpflichtet, aktuell soll er einen Marktwert von rund drei Millionen Euro haben. Doch die Tendenz steigt zweifelsfrei. Die beiden Tore in den bisherigen Spielen untermauern seine Qualität. Nun stehen die Spiele mit der U21 an und El Mala wird weiterhin im Schaufenster stehen.
Offensivpower
Jakub Kaminski: Die vergangene Spielzeit war sicherlich nicht die allerbeste für den jungen Polen. Zwölf Mal stand Kaminski für den VfL Wolfsburg in Pokal oder Meisterschaft in der Startelf, bereitete am Ende der Saison fünf Tore vor, erzielte keins. Aktuell kommt der 23-Jährige beim FC auf sieben Startelf-Einsätze, in sieben Spielen, erzielte bereits drei Treffer. Der Außenbahnspieler blüht unter Lukas Kwasniok regelrecht auf. Auch, weil ihm das Spiel entgegen kommt, vor allem aber, weil der Kölner Coach Kaminski Vertrauen schenkt. Das scheint der Flügelflitzer gebraucht zu haben. Ab und an fehlt vielleicht noch ein wenig Konstanz.
Marius Bülter: Acht Tore und vier Vorlagen sammelte der Stürmer in der vergangenen Spielzeit für die TSG Hoffenheim. Dennoch war die Verpflichtung des Offensivspielers bei dem ein oder anderen Fan von einer gewissen Skepsis begleitet. Die hat sich schon nach den ersten Spieltagen zerschlagen. Vier Scorerpunkte sammelte der Angreifer in den beiden Begegnungen gegen den 1. FSV Mainz und den SC Freiburg. Im Duell gegen RB Leipzig folgte die frühe Auswechslung mit anschließender Verletzungspause. Aktuell setzt Bülter aufgrund seines ersten Nachwuchses aus. Vermutlich wird Bülter beflügelt wieder in das Mannschaftstraining einsteigen.
Jan Thielmann: Auch, wenn es gegen die TSG Hoffenheim ein schwieriges Unterfangen für das Eigengewächs war, ist auch Jan Thielmann ein absoluter Gewinner unter dem neuen Coach. Der U21-Vize-Europameister gehört in dieser Spielzeit bislang zum absoluten Stammpersonal der Geißböcke. Thielmann sammelte mit zwei Toren und einer Vorlage bereits drei Scorerpunkte. Erst die jüngste Verletzung bremste den Spieler aus.
Die Zeit der Erholung ist für FC-Sportdirektor Thomas Kessler wahrlich nicht lang. Nach den intensiven Wochen, in denen der 39-Jährige den Kölner Kader im Sommer neu zusammengestellt hat, stehen nun bereits die nächsten Aufgaben auf dem Plan beim 1. FC Köln: Thomas Kessler hat viel Arbeit vor sich.
Nach dem Umbruch im Sommer stehen für den Winter ebenfalls einige Entscheidungen an. Und dabei geht es gar nicht so sehr um weitere Neuzugänge, sondern viel eher darum, sich um die Zukunft zu kümmern. Denn es bahnt sich weitere Bewegung an beim 1. FC Köln: Thomas Kessler hat viel Arbeit vor sich.
Thomas Kessler vom 1. FC Köln (Foto: Christof Koepsel/Getty Images)
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Nur wenige Tage nach dem Deadline Day am 1. September ging es für Thomas Kessler erst einmal in den Urlaub. „Die Transferphase ist grundsätzlich eine sehr intensive Zeit, in der man als Sportdirektor ständig erreichbar sein muss. Nach der Transfersperre und dem Aufstieg war in diesem Sommer ein größerer Umbruch notwendig“, erklärte der ehemalige Kölner Torhüter erst in der vergangenen Woche im Interview bei fc.de. „Wir haben auf den letzten Metern noch einiges umgesetzt. Danach hat es aber gutgetan, im Urlaub ein paar Tage die Akkus wieder aufzuladen.“ Neue Kraft zu sammeln scheint dieser Tage auch nicht ganz unbedeutend, denn auf den Kölner Sportdirektor wartet wohl noch in diesem Kalenderjahr ein ganzes Stück Arbeit.
Der Fokus liegt bei möglichen Abgängen
Der Fokus liegt aktuell wohl eher nicht auf weiteren Neuverpflichtungen. Die sind im kommenden Winter zwar alles andere als ausgeschlossen, auch finanziell möglich, doch ist die Frage nach der Notwendigkeit angesichts des starken Saisonauftakts durchaus berechtigt. Vielmehr wird es um mögliche Abgänge und ganz sicher auch um die Planung für die kommende Spielzeit gehen. Denn stand jetzt laufen die Verträge von sieben Spielern aus. Darunter die der beiden 32-Jährigen Florian Kainz und Dominique Heintz. Ob die Kontrakte der Routiniers verlängert werden sollen, hängt wohl auch mit den Leistungen zusammen, die wiederum an Einsatzzeit geknüpft sein werden. Kainz kommt bislang nicht über die Jokerrolle hinaus, Heintz spielte gegen die TSG am vergangenen Wochenende das erste Mal. Offen ist auch, wie es mit Luca Kilian nach dessen dritten Kreuzbandriss weitergeht.
Bei Timo Hübers und Eric Martel ist der Verein sehr an einer Vertragsverlängerung interessiert. Doch beide Akteure lassen sich noch Zeit mit ihrem Kontrakt. Hübers wurde schon im vergangenen Sommer nach Äußerungen in einem Podcast mit einem möglichen Wechsel ins Ausland in Verbindung gebracht worden. Tatsächlich gab es immer mal wieder Interesse aus England und Italien. Martel erbat sich dagegen ein wenig Bedenkzeit. Der Sechser hatte erst vor einigen Wochen im Interview mit come-on-fc.com betont, dass er auch weiterhin erst einmal abwarten wolle, wie sich die Hinrunde so entwickelt. Zweifelsfrei sind die Geißböcke auf einem guten Weg. Eine Entscheidung steht aber nicht unmittelbar bevor. Ebenfalls gerne verlängern würden die Kölner mit Neo Telle. Bislang steht keine Vertragsverlängerung an und das verhindert dann auch die eigentlich angestrebte Leihe des Youngsters. Dass sich Telle bislang so viel Zeit lässt, spricht nicht gerade für den FC.
Feste Verpflichtung beim FC?
Zudem sind aktuell vier Spieler ausgeliehen. So früh in der Saison wird sicherlich noch keine Entscheidung darüber fallen, ob der FC sich eine feste Verpflichtung vorstellen kann. Bei Jakub Kaminski dürfte es nach aktuellem Stand keine zwei Meinungen geben. Doch die Saison ist noch lang. Für Kaminski, Cenk Özkacar und Kristoffer Lund konnten die FC-Bosse eine Kaufoption im Vertrag verankern. Kopfzerbrechen wird Kessler die aktuelle Situation also nicht bereiten. Bei Tom Krauß erst recht nicht. Denn bei dem gebürtigen Leipziger gibt es keine Kaufoption, sondern eine Kaufpflicht und die ist dem Vernehmen nach an die Klassenzugehörigkeit geknüpft. Sollte der FC erstklassig bleiben, wird auch Krauß weiterhin das Trikot der Kölner in der Bundesliga tragen.
Vermutlich noch nicht sofort, aber schon sehr bald, wird sich der Kölner Sportdirektor auch mit anderen Verträgen auseinandersetzen müssen. Denn bis 2027 haben Spieler wie Marius Bülter, Marvin Schwäbe und Luca Waldschmidt Vertrag. Die Weichen der Zukunft sollen dort sicher auch gestellt werden.
Die Fans der Geißböcke hatten das Stadion in Hoffenheim am Freitagabend fest in ihrer Hand – und das unabhängig des Ergebnisses des 1. FC Köln: Rund 15.000 Kölner Fans verwandeln das Auswärtsspiel in Sinsheim in ein Heimspiel und stellen damit den Saisonrekord auf.
Der Auswärtserfolg ist schon jetzt eins der Highlights des 1. FC Köln in dieser Saison: 15.000 Fans verwandeln das Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim in ein besonderes Heimspiel.
Said El Mala vom 1. FC Köln gegen Hoffenheim vor der Fankurve (Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images)
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Der Freitagabend in Sinsheim hatte schon eine gewisse Kuriosität parat. Zumindest auf den ersten Blick. Denn unmittelbar nachdem sich Said El Mala ein Herz genommen, gleich drei Gegner stehen gelassen und die Gästeführung erzielt hatte, da explodierte das Stadion förmlich. „Unsere Fans sind Wahnsinn. Wenn wir zum Warmmachen rauskommen in die Kulisse, da hast du wirklich gedacht, du hast ein Heimspiel. Das tut uns einfach gut als Mannschaft. Das hat man heute auch gesehen, dass wir sie gebraucht haben“, sagte Dominique Heintz nach dem Auswärtsspiel in Hoffenheim, das viel war, aber eben kein Duell vor fremder Kulisse. „Ich bin froh, dass wir allen, die mitgekommen sind, praktisch einen Heimsieg schenken konnten und mit drei Punkten nach Hause fahren.“
FC führt Statistik an
Das Geschenk ging dementsprechend in viele Hände. Vor dem Duell war man davon ausgegangen, dass etwa 8.000 Kölner Fans die Reise nach Sinsheim antraten. Doch noch Stunden vor der Begegnung waren Tickets käuflich zu erwerben. Und die Kölner Anhängerschaft hatte mal so richtig zugeschlagen. Am Ende des Abends werden es wohl rund 15.000 FC-Fans gewesen sein, die in Hoffenheim feierten. Wohlgemerkt in ein Stadion, dass rund 30.000 Plätze hat. Mindestens die Hälfte der Fans trugen an diesem Abend Rot-Weiß. „Ich habe nur die Kölner Fans gehört. Das war unglaublich. Ich glaube, deshalb kann man auch noch mal extra mehr machen, extra pushen, noch mal die Grätsche rauspacken und ja, ich glaube der Sieg geht auch definitiv an die Fans“, sagte Joel Schmied.
Und auch der Kölner Kapitän freute sich über die Unterstützung in Sinsheim: „Der Fan-Support war unfassbar. Das ist nicht alltäglich und nicht normal, dass sie den weiten Weg hierher finden. Unfassbar geil, wenn es ein gefühltes Heimspiel ist“, sagte Marvin Schwäbe. Zuletzt waren rund 15.000 Fans in der 2. Bundesliga mit dem FC nach Hannover gereist. Nach Berlin sollen im vergangenen Jahr sogar noch einmal deutlich mehr FC-Fans mitgefahren sein. Aktuell erreichen die Geißböcke damit den Höchstwert der Liga. Und auch in Summe haben die Kölner die meisten Fans bislang begleitet. Das ist aber nur eine Momentaufnahme. Denn zum einen haben die Kölner einfach schon vier Auswärtsspiele bestritten und damit eins mehr als nahezu die gesamte Konkurrenz, zum anderen ist in der Regel die Begegnung Hoffenheim gegen Stuttgart die mit den meisten Auswärtsfans in der Liga.
Nach den durchwachsenen Leistungen gegen Leipzig und Stuttgart drehte der Keeper in der vergangenen Woche wieder auf und sicherte drei Punkte für den 1. FC Köln: Marvin Schwäbe mit überragender Leistung gegen Hoffenheim.
Auch dank des Keepers gab es am vergangenen Spieltag wieder drei Zähler für den 1. FC Köln: Marvin Schwäbe sichert mit überragender Leistung den Sieg bei der TSG Hoffenheim.
Marvin Schwäbe überzeugte gegen Hoffenheim
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Marvin Schwäbe ist sicherlich nicht die Sorte von Spieler, die lautstark auf Kritik, eingeschnappt oder vielleicht auch gar nicht reagiert. Der Keeper der Geißböcke wirkt als sei er der Inbegriff der inneren Ruhe. Auch nach eher durchwachsenen Leistungen stellt sich der Keeper mitunter unangenehmen Fragen, übernimmt Verantwortung, lebt das Amt des Spielführers. Nach dem Spiel gegen den VfB Stuttgart kam der Kapitän der Geißböcke zu den Mikros der wartenden Journalisten und nahm den gegen ihn – im Nachhinein – gepfiffenen Elfmeter auf seine Kappe. „Ich treffe ihn und wenn man die Bilder sieht, glaube ich, muss man ihn dann auch einfach geben“, sagte der Keeper. „Ich lege den Ball ein bisschen zu weit vor, da hätte ich ihn im ersten Kontakt einfach direkt wegschlagen müssen.“
„Das ist für alle ein Gewinn“
Trotz seines Bekenntnisses wurde über den Elfmeter im Nachhinein weiter diskutiert – wenn auch nicht mehr so sehr über ein vermeintliches Foulspiel. Schwäbe hatte schon in der Woche zuvor gegen RB Leipzig nicht immer die beste Figur gemacht. Mehrfach rutschte dem Keeper der Ball aus den Händen. Die passende Antwort hat der Torhüter nun am vergangenen Freitag wieder auf dem Platz gegeben. Gegen Hoffenheim war der Keeper der überragende Mann der Kölner und machte wohl neben Said El Mala den Unterschied. Gegen die TSG zeichnete sich der Keeper vor allem in drei Aktionen besonders aus. Bei einem verdeckten Schuss von Muhammed Damar tauchte Schwäbe schnell genug ab. Beim Versuch aus spitzem Winkel von Bazoumana Touré bleib der Keeper umso länger stehen und schließlich fischte er noch einen weiteren Abschluss von Fisnik Asllani aus dem langen Eck.
Tatsächlich ließen die Chancen der Hoffenheimer einen xGoals-Wert von 1,4 zu, die Qualität der Möglichkeiten sprach also für mehr als ein Gegentor. Doch der Kölner Keeper hielt alle Schüsse, die am Freitag auf sein Gehäuse kamen. Mit 61 Ballkontakten war der Torhüter auch der FC-Profi mit den meisten Aktionen, wichtig für den Spielaufbau. Auch, wenn gerade bei den langen Bällen nicht immer jede Kugel auch ankam. Mit ähnlichen Leistungen hatte der Keeper in der vergangenen Spielzeit auch maßgeblichen Anteil am Aufstieg. „In erster Linie freut es mich, der Mannschaft zu helfen. Das war in den ersten Wochen nicht immer ganz so einfach. Wenn man der Mannschaft helfen kann und die wissen, dass sie auch einen Rückhalt hinten drin haben, dann ist das für alle ein Gewinn“, sagte der Keeper am Freitag. Gewohnt sachlich, gewohnt ruhig.
Mehrere Profis der Geißböcke sind in den kommenden Tagen für ihre Nationalmannschaften wieder im Einsatz, einer davon bei der U21 seines Landes. Wann und wo spielen die drei Nationalspieler des 1. FC Köln?
Drei Spieler werden dem FC in den kommenden Tagen fehlen, weil sie für ihre Nationalmannschaften nominiert wurden. Dabei stehen einige harte Partien an. Wann und wo spielen die drei Nationalspieler des 1. FC Köln?
Jakub Kaminski spielt in den kommenden Tagen wieder für Polen (Foto: Dean Mouhtaropoulos/GettyImages)
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Mit dem 1:0-Erfolg über die TSG Hoffenheim hat sich der FC positiv in die Länderspielpause verabschiedet. Das war nach den beiden Niederlagen gegen Leipzig und Stuttgart wohl auch ein wichtiger Schritt. Am Montag ist die Mannschaft dann in die Vorbereitung auf die nächste Phase im Oktober gestartet. Unter anderem mit dem Cologne Cup am kommenden Donnerstag im Südstadion. Dabei werden aber nicht alle Spieler zum Einsatz kommen. Mit Rav van den Berg, Luca Kilian und Marius Bülter werden voraussichtlich drei Spieler fehlen, möglicherweise wird auch der angeschlagene Jan Thielmann aussetzen. Der Offensivspieler war am Freitagabend angeschlagen ausgewechselt worden. Neben den verletzten Profis befinden sich aber auch wieder einige Spieler auf Länderspielreise.
Kaminski gegen die Niederlande
Nach seinem Gala-Auftritt in der vergangenen Länderspielpause im Duell gegen Finnland mit einem Tor und einer Vorarbeit sowie den guten Leistungen beim FC ist Jakub Kaminski wieder für die Begegnungen mit der polnischen Nationalmannschaft nominiert. Polen empfängt am kommenden Donnerstag das Team aus Neuseeland zum Freundschaftspiel, drei Tage später geht es in der WM-Quali gegen Litauen weiter. Aktuell liegt Polen gleichauf mit den Niederlanden, allerdings hat die Elftal ein Spiel weniger absolviert. Für Island mit Isak Johannesson stehen gleich zwei WM-Quali-Spiele an. Island empfängt am Freitag die Ukraine und am darauffolgenden Montag den Topfavoriten aus Frankreich. Die WM-Qualifikationsspiele werden zum Großteil bei DAZN übertragen.
Mit Said El Mala ist auch wieder ein Kölner für die deutsche U21-Nationalmannschaft nominiert. Das Team von Antonio di Salvo spielt in der EM-Quali ebenfalls am Freitag gegen den Nachwuchs aus Griechenland (18 Uhr, live auf ProSiebenMAXX) sowie am folgenden Dienstag gegen Nordirland (ab 18.30 Uhr, live auf ProSiebenMAXX). Jusuf Gazibegovic und Denis Huseinbasic wurden nicht für die Nationalmannschaft Bosnien-Herzegowina berufen. Der Kölner Rechtsverteidiger befindet sich immerhin auf Abruf. Rav van den Berg wird nach seiner Verletzung bei der U21 der Niederlande ebenfalls nicht spielen. Eigentlich ist der Innenverteidiger Stammspieler.
Ein Dutzend Spieler sind im Sommer nach Köln zum FC gewechselt und haben den Domstädtern damit ein neues Gesicht verliehen. Und Thomas Kessler scheint in seiner ersten Transferphase als Sportdirektor einen guten Job gemacht zu haben. So schlagen sich die Neuverpflichtungen des 1. FC Köln.
Zwar haben sich im Sommer auch einige Transferziele zerschlagen, dennoch wurde Thomas Kessler für seine Transfers von den Fans gefeiert. Und das offenbar nicht ohne Grund. So schlagen sich die Neuverpflichtungen des 1. FC Köln.
Joel Schmied, Kristoffer Lund und Jakub Kaminski vom 1. FC Köln (Foto: Stuart Franklin/Getty Images)
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Ron-Robert Zieler: Der Weltmeister von 2014 kam als neue Nummer zwei und fügt sich in diese Rolle perfekt ein. Zieler wäre da, wenn Marvin Schwäbe ausfallen würde. Als Ersatzkapitän hat er eine wichtige Stimme in der Kabine. Zudem ist der Routinier – immerhin mehr als 400 Bundesliga und 2. Bundesliga-Spiele – der Pokal-Keeper der Kölner. Seine erste Aufgabe gegen Jahn Regensburg meisterte Zieler souverän, nun steht bald das Duell gegen den FC Bayern München auf dem Programm. Sicherlich ein weiteres Highlight seiner Karriere.
Starker Eindruck in der Defensive
Sebastian Sebulonsen: Einer der ganz großen Gewinner der noch jungen Saison. Der rechte Schienenspieler kam aus Bröndby zum FC und ehrlich gesagt hatten den Norweger wohl nur die wenigsten Experten so richtig auf dem Zettel. Die Arbeit beim FC und mit Lukas Kwasniok dürfte das Prädikat „perfektes Match“ tragen. Zumindest bislang. Sebulonsen ist neben Timo Hübers, Eric Martel und Jakub Kaminski einer von vier Spielern, die immer in der Startelf gestanden haben. Von den Spielern, die regelmäßig zum Einsatz kommen, erzielt der 25-Jährige die besten Zweikampfwerte, gewinnt im Schnitt zwei von drei Duellen. Trotz seiner Vorstöße in die Offensive und den meisten Flanken beim FC, wartet Sebulonsen noch auf seine erste Torbeteiligung.
Kristoffer Lund: Das Pendant zu Sebulonsen auf der linken Seite. Doch der gebürtige Däne mit amerikanischen Pass hat sich angesichts der großen Konkurrenz auf der linken Seite noch nicht komplett festspielen können. Dennoch: In vier der sieben bisherigen Pflichtspielen stand Lund in der Anfangsformation. Der 23-Jährige wirkt in den Zweikämpfen bislang aber nicht immer ganz sicher. Mit 35,11 km/h hat der Schienenspieler bislang die höchste Temperatur bei den Geißböcken auf dem Tacho.
Pech und schwerer Stand
Rav van den Berg: Pech für den teuersten Neuzugang des Sommers. Der Innenverteidiger zog sich bereits in seinem zweiten Pflichtspiel für die Geißböcke eine ärgerliche Schulterverletzung zu, musste operiert werden und fehlt seitdem. Dabei deutete Lukas Kwasniok vor wenigen Wochen an, welche Rolle der Niederländer beim FC spielen sollte. „Wir haben uns schon, ein wenig darauf fokussiert, mit Rav die richtige Konstellation auf den Platz zu bekommen“, sagte der Coach zuletzt. „Er hat sich dann in seinem 2. Spiel verletzt und dann ist die Gedankenwelt schon ein wenig zusammengebrochen.“ Kein Wunder, dass die Kölner für den Abwehrspieler tief in die Tasche gegriffen haben. Die Qualität blitzte in den ersten Spielen durchaus auf. An van den Berg wird der FC sicherlich noch seine Freude haben.
Cenk Özkacar: Etwas überraschend stand der Türke kurz nach seiner Verpflichtung im DFB-Pokal direkt in der Startelf. Die Leistung war durchaus in Ordnung. Doch sie reichte offenbar nicht, um sich für weitere Einsätze in der Anfangsformation zu beweisen. Seitdem ist der Innenverteidiger hinten dran, kam nur noch zu zwei Kurzeinsätzen gegen Mainz und Hoffenheim. „Für ihn gilt es jetzt Gas zu geben. Wenn die Zeit reif ist, werde ich ihn reinwerfen“, sagte Kwasniok zuletzt. Aktuell haben andere Spieler die Nase vorne und Özkacar einen schweren Stand.
18 Spieler bereits in der Startelf
Tom Krauß: Der 24-Jährige ist aktuell sicherlich einer der Spieler, die Lukas Kwasniok zu dem Pool an Akteuren zählen würde, die für ihn immer mal wieder in die Anfangsformation rotieren können. In den bisherigen sieben spielen war schon alles dabei: Drei Mal stand der etatmäßige Mittelfeldspieler in der Startelf, zwei Mal wurde er eingewechselt, zwei Mal saß er komplett auf der Bank. Zudem spielte der gebürtige Leipziger bereits in den Innenverteidigung, als Linksverteidiger und als Sechser. Nicht umsonst bezeichnete Kwasniok den Spieler unlängst als seinen „Defensiv-Allrounder“.
Isak Johannesson: Auch der Isländer gehört eigentlich zum Stammpersonal der Geißböcke. Einzig im Duell gegen Wolfsburg kam Johannesson erst zur zweiten Halbzeit. Allerdings wohl auch, weil sich der Mittelfeldspieler im Länderspiel gegen Frankreich einen Pferdekuss abgeholt hatte. Der 22-Jährige ist längst beim FC angekommen, konnte sich bereits mit zwei Treffern in die Torjägerliste eintragen. Er ist Taktgeber, Dauerläufer und Motor bei den Geißböcken – vor allem seine Spieleröffnungen sind für die Mannschaft enorm wichtig. „Er kann viel und auch intensiv laufen, hat eine gute Dynamik, einen guten ersten Step und kann an den Gegenspielern vorbei gehen“, erklärte auch Trainer Kwasniok.
Alessio Castro-Montes: Der letzte Transfer der Geißböcke des vergangenen Sommers ist noch nicht so richtig angekommen. Und das, obwohl es zunächst einen Blitzstart gegen Wolfsburg gegeben hat. Genau das ist laut Lukas Kwasniok aber auch kontraproduktiv gewesen. „Er war gerade angekommen, hat die Namen zum Teil noch nicht gekannt“, sagt der Coach. „Er war noch gar nicht angekommen. Ich habe von ihm etwas gefordert, das er nicht hätte bringen können.“ Möglicherweise dient die aktuelle Länderspielpause, um den Belgier näher an die Mannschaft zu bringen. Dabei können sich die Geißböcke wohl auf einen feinen Fuß freuen. Zumindest nach der Einordnung des Coachs. „Als wir ihn im Training gesehen haben, haben wir gedacht, wir haben eine Mischung aus Neymar und Messi verpflichtet“, sagte Kwasniok. Das klingt mindestens verheißungsvoll.
Die Kölner Hoffnungsträger
Jakub Kaminski: Verheißungsvoll war auch der Start des Polen beim FC. Der 23-Jährige ist unter Lukas Kwasniok absolut gesetzt, stand bislang immer in der Startelf und kommt von allen Kölner Profis auf die höchste Einsatzzeit. Kaminski ist auch der Hauptgrund, warum es einer der Leistungsträger des Vorjahren, Linton Maina, aktuell so schwer hat. Mit drei Toren ist der Offensivspieler der Top-Torjäger beim FC. Zudem erarbeitet Kaminski viele Torchancen, legt auch immer wieder für Torabschlüsse auf. Stand jetzt werden sich die Kölner mit großer Sicherheit im kommenden Sommer um eine feste Verpflichtung kümmern.
Said El Mala: Der 19-Jährige hat nicht erst mit seinem entscheidenden Treffer gegen Hoffenheim für Furore gesorgt. El Mala ist der Shootingstar bei den Geißböcken und die aktuelle Entwicklung macht ihn sportlich aber auch wirtschaftlich zum Kölner Hoffnungsträger. Der FC ist sehr darauf bedacht, den Youngster am Boden zu halten. Wenn der Offensivspieler seine Karriere aber weiter mit solchem Tempo vorantreibt, wird El Mala auch medial nicht klein zu halten sein.
Ragnar Ache: Laut der Einschätzung von transfermarkt.de ist der Stürmer neben Isak Johannesson der wertvollste Spieler der Geißböcke. Diese Qualität hat Ache bislang aber noch nicht komplett auf die Bahn gebracht. Der Stürmer wird von Lukas Kwasniok hauptsächlich als Joker gebracht. Erst einmal stand Ache von Beginn an auf dem Platz. Das aber, weil Marius Bülter verletzt ausfiel. Aber: Ache gefällt in der Rolle des Jokers. Der Stürmer bringt so eine andere Dynamik und eine andere Qualität ins Spiel. Nicht umsonst sammelte der Angreifer schon vier Vorlagen in sieben Pflichtspielen.
Marius Bülter: Der Stürmer war zum Saisonauftakt wohl die größte Überraschung unter den Neuverpflichtungen. Vor allem gegen Mainz und Freiburg spielte der Angreifer mit zwei Toren und zwei Vorlagen groß auf. Gegen Leipzig folgte dann die frühe Auswechslung aufgrund eines Pferdekusses, gefolgt von einer Achillessehnenreizung. Seitdem ist Bülter erst einmal außen vor. Doch aktuell deutet viel darauf hin, dass die Kölner an dem 32-Jährigen noch durchaus ihre Freude haben werden.
Vor ziemlich genau einem Jahr wurde beim FC über ein vermeintlich mangelndes Tempo in der Mannschaft diskutiert. Ob das Thema gerechtfertigt war, lässt sich im Nachhinein schwer sagen. Sicher ist aber: Der 1. FC Köln hat im Sommer am Tempo gearbeitet. Und das möglicherweise auf mehreren Ebenen.
Zwölf Neuverpflichtungen haben dem FC vor der Saison ein neues Gesicht verpasst. Das lässt sich auch Daten gut festhalten. Der 1. FC Köln hat im Sommer unter anderem am Tempo gearbeitet. Vielleicht auch ein Grund des Erfolgs.
Said El Mala gehört zu den schnellsten Kölner Spielern (Foto: Alex Grimm/Getty Images)
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Als die Geißböcke vor ziemlich genau einem Jahr in der 2. Bundesliga das erste Mal ein wenig ins Schlittern gerieten und die Kluft zwischen geballter Offensive und vogelfreier Defensive das erste Mal so richtig aufploppte, wurde ein potenzielles Defizit der Kölner zum Thema: das Tempo. Vier Tore gegen den Karlsruher SC, fünf gegen Darmstadt – das oft durch Umschaltmomente, in denen die Kölner nicht so richtig hinter herkamen. Damals Mitte Oktober 2024 wurde das an einem Umstand handfest: Mit Linton Maina schaffte es nur ein FC-Profi mit seiner Maximal-Geschwindigkeit in die Top-80 der Liga. Jeder aktive oder ehemalige Fußballer weiß natürlich, dass die Höchstgeschwindigkeit nicht alles ist. Antritt, Explosivität, selbst das mentale Umschalten spielen im Fußball bekanntlich eine mindestens genauso große Rolle. Und die Höchstgeschwindigkeit ist dann vielleicht auch in einem großen Ganzen, ohne krasse Ausreißer zu betrachten.
Acht FC-Profis in der Top-100
Vieleicht waren die Werte auch aufgrund der taktischen Herangehensweise mit hohem Pressing und Ballgewinnen tief in der gegnerischen Hälfte so ausgefallen. Dennoch war nun mal nicht von der Hand zu weisen, dass der FC in dieser Zeit in der Liste der Höchstgeschwindigkeiten unterpräsentiert und parallel auf dem Platz ein gewisses Defizit in Sachen Geschwindigkeit auszumachen war. Das änderte sich auch bis zum Ende der Spielzeit mit angepasstem System nicht mehr. Linton Maina kam auf einen Bestwert von 35,87 km/h und lag damit auf Platz elf der schnellsten Spieler der 2. Bundesliga. Bis der nächste Akteur des FC in jener Bilanz auftauchte, musste man aber lange suchen. Erst auf Platz 70 befand sich Winterneuzugang Joël Schmied mit 34,29 km/h. Insgesamt schaffen es nur vier Kölner Spieler in die Top-100. Zum Vergleich: Vom Mitaufsteiger Hamburger SV waren es gleich doppelt so viele.
Doch an diesem Maximaltempo haben die Kölner im Sommer ganz offensichtlich gearbeitet. In der Top-Ten sucht man den FC aktuell noch vergebens. Doch mit den in der vergangenen Spielzeit gemessenen 35,87 km/h wäre Maina aktuell der drittschnellste Bundesliga-Profi. Das hinter Bazoumana Touré mit 35,97 und Unions Oliver Burke mit 36,01 km/h. In dieser Spielzeit ist tatsächlich bislang ein Neuzugang der schnellste Kölner Spieler. Kristoffer Lund wurde gegen Hoffenheim mit 35,11 km/h geblitzt, liegt damit in der Liga auf Rang 14. Auf Platz 35 folgt Said El Mala (34,38) und auf Platz 36 Jakub Kaminski (34,37). Mit Joel Schmid liegt ein Winterneuzugang des Vorjahres auf dem internen vierten Platz (34,34 km/h; Rang 40). Sebastian Sebulonsen schafft es auf Rang 70 (33,81) und in der Top-100 befinden sich dann auch Maina (33,55), Jan Thielmann (33,48) und Isak Johannesson (33,38).
Zwar gehören die Geißböcke somit weiterhin nicht zu den allerschnellsten Spielern der Liga, im Mittel ist die Maximalgeschwindigkeit aber schon gestiegen. Das liegt neben der Kaderzustellung sicherlich auch an der Spielweise des Kölner Trainers. Gerade in Sachen Tempo ist beim FC aktuell jedenfalls kein Defizit mehr auszumachen.
Nicht erst seit seinem Treffer gegen die TSG Hoffenheim am vergangenen Freitag ist der Hype um Said El Mala noch einmal gestiegen. Der Youngster ist aktuell einer der besten Nachwuchshoffnungen der Liga. Es war also eigentlich nur eine Frage der Zeit beim 1. FC Köln: Top-Clubs offenbar an Said El Mala interessiert.
Er gilt als eins der größten Talente des Vereins und weckt nun das Interesse einiger Spitzen-Vereine. In den Fokus ist der Youngster des 1. FC Köln geraten: Einige Top-Clubs sind offenbar an Said El Mala interessiert.
Said El Mala, Dribbelkönig der Bundesliga (Foto: Lars Baron / Getty Images)
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Keine 24 Stunden ließ die Antwort im Sommer auf sich warten. Im Juli ploppten die Gerüchte über ein mögliches Angebot von Brighton & Hove Albion in den Kölner Medien auf. Der englische Club sei bereit einen zweistelligen Millionenbereich zu investieren. Angeblich waren es am Ende 15 Millionen Euro, die der Club auf den Tisch legen wollte. Doch nur wenige Stunden später veröffentlichte der FC eine Pressemeldung, in der er die Vertragsverlängerung der beiden El-Mala-Brüder bekannt gab. Wie man heute weiß läuft der Kontrakt von Said El Mala bis 20230, eine Ausstiegsklausel gibt es nicht. Der FC hat also alle Trümpfe im Vertragshandel um den 19-Jährigen in den eigenen Händen. Das bedeutet aber nicht, dass El Mala auch seinen Vertrag bei den Geißböcken erfüllt.
Bayern und Dortmund sind interessiert
Denn angesichts des Traumstarts mit dem und für den FC war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis die nächsten Top-Clubs ihr Interesse hinterlegen und das ist ganz offensichtlich nun auch geschehen. Wie Sky berichtet, hat der FC Bayern München ein sehr konkretes Interesse an dem 19-Jährigen, der sich erst am vergangenen Freitag im Duell gegen die TSG Hoffenheim mit einem beeindruckenden Treffer einmal mehr in die Kölner Fan-Seele geschossen hat. Laut Transfer-Experte Florian Plettenberg haben die Bayern nicht nur das „konkrete“ Interesse beim FC bereits hinterlegt, sondern auch den Wunsch, darüber informiert zu werden, wenn es noch weitere Interessenten gäbe, die ernst machen würden, um reagieren zu können. Laut Plettenberg ist El Mala „definitiv“ ein Talent, mit dem sich der FC Bayern beschäftigt.
Und nicht nur das, auch der BVB soll an dem Talent interessiert sein und war das offenbar auch, als die El-Mala-Brüder zum FC wechselten. Damals habe sich der Youngster für die größere sportliche Perspektive beim FC entschieden, in Dortmund wäre es wohl erst einmal die zweite Mannschaft geworden. Das Interesse ist nach wie vor vorhanden. Beim FC gibt es bislang keinen Grund, auf einen Verkauf in naher Zukunft zu hoffen. Der 19-Jährige macht gerade seine ersten Schritte in der Bundesliga, soll sich beim FC möglichst ohne Störgeräusche entwickeln. Daher kommen auch die Gerüchte um potenzielle Interessenten alles andere als zur rechten Zeit. Diese lassen sich aber wohl nicht mehr aufhalten. Die mediale Aufmerksamkeit ist alleine schon durch die sportlichen Argumente gegeben.
Und diese sind bislang beeindruckend und dürften den Marktwert weiter in die Höhe treiben. Aktuell deutet viel darauf hin, dass El Mala wirklich eines Tages der teuerste Transfer der Kölner Vereinsgeschichte wird. Der Zeitpunkt scheint aktuell nur komplett offen. Für den Rekordtransfer lägen damit die Vorstellungen für den Youngster über dem bisherigen Spitzenpreis von 35 Millionen Euro, die der FC damals für Anthony Modestes Transfer nach China erhielt. Einen Wechsel in diesem Winter ist nach Informationen von come-on-fc.com ausgeschlossen. Ein Abgang im Sommer scheint aber zumindest nicht unrealistisch.
Nachdem er in der Saison 2022/23 noch als Kölner Kapitän auf dem Platz stand, kommt der 32-Jährige unter FC-Trainer Lukas Kwasniok noch nicht so richtig auf viel Einsatzzeit beim 1. FC Köln: Florian Kainz bleibt aktuell nur die Jokerrolle.
Der Österreicher ist in dieser Saison nicht die erste Wahl von Trainer Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln: Florian Kainz bleibt aktuell nur die Jokerrolle.
Florian Kainz vom 1. FC Köln im Duell gegen den VfB Stuttgart
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Wenn die österreichische Nationalmannschaft diese Woche in den Qualifikationsspielen für die kommende Weltmeisterschaft gegen San Marino und Rumänien antritt, bleibt Florian Kainz nur noch die Rolle des Zuschauers. Keine unbekannte Rolle. Denn der Mittelfeldspieler war schon in den vergangenen Länderspielpausen nicht mehr für das Team von Ralf Rangnick nominiert, befand sich wenn überhaupt noch auf Abruf. Im Sommer 2024 nahm Kainz mit Österreich in seiner Wahlheimat Deutschland noch an der Europameisterschaft teil – zwar nur Edelreservist, dennoch war es nach eigenem Bekunden eine der schönsten Erfahrungen seiner Karriere.
Florian Kainz nur noch Edeljoker
Aktuell deutet nicht wirklich viel daraufhin, dass es eine Rückkehr in die Auswahl des ÖFB gibt. Zwar ist die Tür für den technisch starken Mittelfeldspieler sicherlich nicht geschlossen, die ganz großen Chancen sich zu beweisen, bekommt der 32-Jährige zumindest aktuell auch nicht. Kainz ist unter Lukas Kwasniok „nur“ noch Edeljoker. Das liegt auch an der Transferpolitik der Geißböcke. Der FC hat im Sommer gerade in der Offensive noch einmal richtig groß aufgetischt. Hat mit Jakub Kaminski einen neuen Stammspieler verpflichtet, mit Said El Mala einen großen Hoffnungsträger dazubekommen und auch Marius Bülter spielte schon auf der offensiven Außenbahn.
Viel Konkurrenz also für den Österreicher. Bereits im Sommer war sich der 32-Jährige über die Situation bewusst, bewertete die Zusammenstellung der Mannschaft mit Blick auf seine Zukunft durchaus realistisch. „Die Konkurrenz ist auf jeden Fall sehr groß mit Jakub und seiner Bundesligaerfahrung. Dazu Said, der ein Shootingstar ist. Aber auch mit Linton und rechts mit Jan Thielmann“, sagte Kainz im Interview mit come-on-fc.com im Zuge des Trainingslagers in Bad Waltersadorf. „Gerade auf den Außen ist die Konkurrenz sehr groß. Das ist aber auch gut und jeder nimmt das im Training gut an und versucht, Gas zu geben“, so Kainz weiter.
Wenig Einsatzzeit und offene Zukunft
Die Strategie des Trainers, dass der Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft die Leistungen der einzelnen Akteure anfacht, scheint aktuell aufzugehen. Bisher gab es auch immer wieder Spieler, die sich – wie zuletzt Dominique Heintz – zurück in die Startelf von Trainer Lukas Kwasniok trainieren konnten. Kainz kam bis dato allerdings nicht über die Rolle des Jokers hinaus. In den bisherigen sechs Duellen kam der Österreicher auf vier Einsätze und insgesamt 63 Minuten Einsatzzeit. In keiner Begegnung stand er länger als 20 Minuten auf dem Platz. Gegen Freiburg wurde der Österreicher nicht einmal im Spieltagskader berücksichtigt.
Mit einem Vertrag bis Sommer 2026 ausgestattet wird sich Kainz unter diesen Umständen möglicherweise Gedanken über seinen Verbleib beim FC machen. „Es gab noch keine Gespräche. Ich bin jetzt in einem Alter, in dem man nicht mehr die ganz langen Verträge hat. Ich lasse das in Ruhe auf mich zukommen“, äußerte sich der 32-Jährige noch im Trainingslager zu seiner Zukunft. Ob Kainz sich in dieser Saison noch in die Startelf spielen kann, ist offen, bei Kwasnioks durchlässigem System aber sicherlich nicht gänzlich unmöglich.