Eigentlich soll auf dem Wunschzettel der Geißböcke nur noch Raphael Obermair als möglicher Zugang stehen. Doch Lukas Kwasniok lässt eine Hintertür offen beim 1. FC Köln: Geht noch mehr auf dem Transfermarkt?
Zehn Neuverpflichtungen sind bereits getätigt, eine elfte soll mit Raphael Obermair bei den Geißböcken gelingen. Viel mehr soll eigentlich nicht passieren beim 1. FC Köln: Oder geht doch noch mehr auf dem Transfermarkt? Lukas Kwasniok ließ am Freitag eine Hintertür offen.
Lukas Kwasniok auf der PK vor dem Freiburg-Spiel
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Grundsätzlich zeigte sich Lukas Kwasniok in der jüngeren Vergangenheit sehr zufrieden mit den Transferbemühungen seines Sportdirektors. Kein Wunder, der FC hat bereits zehn Spieler verpflichtet. Erst in der vergangenen Woche hatte der Kölner Coach durchklingen lassen, dass es nur noch eine Position zu besetzen gäbe. Die des Linksverteidigers. Aktuell gibt es mit Kristoffer Lund nur einen etatmäßigen Spieler für diese Position. Bekanntlich ist Raphael Obermair ein Ziel der Begierde. Der FC will den Spieler haben, der Spieler will zum FC wechseln, der SC Paderborn wäre einverstanden, wenn denn das nötige Kleingeld stimmt. Und genau da liegt nach wie vor das Problem des Transfers. Ansonsten waren zuletzt keine weiteren offenen Stellen im Gespräch.
Passiert noch etwas auf dem Transfermarkt?
Im Gegenteil: Den Spekulationen, der FC könne auch noch mal im Angriff nachlegen, erteilte der Trainer ebenfalls vor einer guten Woche eine deutliche Absage. Man plane mit Ragnar Ache und Marius Bülter im Sturm, so der Tenor. Zumal Kwasniok auch Luca Waldschmidt in vorderster Front sieht. Bei den Abgängen hofft der FC noch auf Abnehmer für Sargis Adamyan, Imad Rondic und Jacob Christensen. Zudem sollen Neo Telle und Emin Kujovic noch verliehen werden. Möglicherweise bleibt es dabei aber nicht. Denn der Kölner Trainer ließ bei der Pressekonferenz am Freitag dann doch aufhorchen. „In den letzten Tagen einer Transferperiode passieren die verrücktesten Dinge. Wir werden sehen, was in Köln noch geschieht“, sagte der Coach schmunzelnd. „Es hat auch keiner damit gerechnet, dass Nick Woltemade jetzt zu Newcastle wechselt. Unabhängig dieser Personalie bin ich sehr gespannt, wie verrückt das Fenster bei uns noch werden wird.“
Gibt es also doch noch einen weiteren Stürmer? „Da ist jetzt nichts in der Pipeline. Aber was ja nicht ist, kann ja noch werden“, sagte der Trainer. Dass grundsätzlich etwas passieren könne, zeige ihm auch die Erfahrung. Das gelte aber für alle Vereine. „Ich bin mir recht sicher, dass viele der Verantwortlichen in Stuttgart bis vor ein, zwei Tagen auch noch nicht gewusst haben, dass es sich so entwickeln wird“, so Kwasniok weiter. „Deshalb wüsste ich nicht, warum das beim 1. FC Köln ausgeschlossen sein sollte.“ Möglicherweise gibt es also noch weitere Bewegungen – in welche Richtung auch immer. Inklusive der Verpflichtung des Trainers haben die Geißböcke bislang an die 25 Millionen Euro investiert. Erst einmal war ein Transfersommer teurer.
Es hatte sich in den vergangenen Tagen schon angedeutet, jetzt ist es auch offiziell verkündet vom 1. FC Köln: Julian Pauli geht auf Leihbasis zu Dynamo Dresden.
Kurz nach dem Transfer von Leart Pacarada haben die Geißböcke den nächsten Abgang zu verzeichnen. Dieses Mal ist es aber kein endgültiger Abschied vom 1. FC Köln: Julian Pauli geht auf Leihbasis zu Dynamo Dresden.
Julian Pauli wird künftig in der 2. Bundesliga auflaufen
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In den ersten beiden Pflichtspielen war Julian Pauli nicht für den Kader nominiert worden. Das wird zum Teil daran gelegen haben, dass der Youngster sich im Trainingslager verletzt hatte und so einige Wochen der Vorbereitung verpasste. Aber auch die Konkurrenz auf seiner Position in der Innenverteidigung ist durch die Transfers von Cenk Özkacar und Rav van den Berg deutlich angewachsen. Daher wäre unklar, ob der 20-Jährige auf ausreichend Spielzeit kommen würde, um seine Entwicklung voranzutreiben. Jetzt haben Verein und Spieler eine Lösung für das Problem gefunden: Der Innenverteidiger wechselt für ein Jahr auf Leihbasis zu Dynamo Dresden. Außerdem verlängert er seinen Vertrag in der Domstadt bis 2028.
Spielpraxis in der zweiten Liga
In der zweiten Liga soll das Kölner Eigengewächs regelmäßig auf Spielpraxis kommen und sich so weiterentwickeln. Dabei wartet auf Pauli sehr wahrscheinlich der Abstiegskampf. Dresden gilt als Aufsteiger als einer der Abstiegskandidaten, hat nach drei Partien in der Liga zwei Niederlagen und einen Sieg auf dem Konto. Im Kampf um den Klassenerhalt soll der 20-Jährige wertvolle Erfahrungen sammeln. „Julian hat in seinem ersten Profijahr eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt und sich direkt als Stammspieler etabliert. Nach seiner langen Verletzungspause ist der Schritt nach Dresden nun genau der richtige, um den fehlenden Rhythmus zurückzugewinnen und seine Entwicklung konsequent fortzusetzen. Dass er seinen Vertrag verlängert und sich damit klar zum FC bekennt, freut uns enorm. Wir werden ihn auf seinem Weg eng begleiten – in der Überzeugung, dass er gestärkt zurückkommen und perspektivisch eine wichtige Rolle in unserer Bundesliga-Mannschaft einnehmen wird“, sagt FC-Sportdirektor Thomas Kessler.
Auch Pauli selber findet die Vertragsverlängerung mit der Leihe zu Dynamo einen guten Schritt. „Ich spüre großes Vertrauen beim FC und freue mich, dass wir bis 2028 verlängert haben. Wir haben offen miteinander gesprochen und sind gemeinsam zu dem Ergebnis gekommen, dass mir ein Jahr regelmäßige Spielpraxis für meine Zukunft sehr helfen wird. Mein Wunsch ist es, dauerhaft eine sportlich wichtige Rolle beim FC in der 1. Bundesliga zu spielen. Bei Dynamo Dresden kann ich mich auf einem sehr hohen Niveau bestmöglich darauf vorbereiten und freue mich auf diese Aufgabe“, so der 20-Jährige.
Aus der Kölner Jugend zu den Profis
Pauli war 2021 von Borussia Dortmund in die U17 der Geißböcke gekommen. In der Zeit vor seinem Wechsel hatte das Talent aber eine sehr schwierige Phase. „Ich hatte, das kann man schon sagen, einen Burnout“, sagte der Innenverteidiger dazu in der FC-Doku „Geliebter Fußballclub“. Er habe sogar ans Aufhören gedacht. Beim FC gelang ihm dann aber der Neuanfang und der Spaß am Fußball kehrte zurück. Vor einem Jahr schaffte das Eigengewächs dann den Durchbruch bei den Profis. Auch wegen der Transfersperre war der Youngster an den ersten 14 Spieltagen in der Kölner Innenverteidigung gesetzt. Dann setzte ihn jedoch eine Gehirnerschütterung monatelang außer Gefecht, sodass Pauli nur noch auf drei weitere Einsätze in der Liga kam und seinen Stammplatz verlor. Nun sollen es in dieser Saison bei Dynamo Dresden möglichst noch einige Einsätze mehr in der zweiten Liga werden.
Eine Woche vor dem Saisonbeginn gibt es einen weiteren Neuzugang bei den Kölner Fußballerinnen. Die Frauen des 1. FC Köln verpflichten Sandra Maria Jessen. Die isländische Nationalspielerin hat einen Vertrag bis 2027 unterschrieben,
Der FC hat eine weitere Kaderlücke geschlossen und den neunten Neuzugang zu verzeichnen. Die Frauen des 1. FC Köln verpflichten Sandra Maria Jessen. Die Nationalspielerin aus Island soll die Kölner Offensive weiterbeleben.
Sandra Maria Jessen im Einsatz gegen die DFB-Auswahl
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Eine gute Woche vor dem Liga-Auftakt gegen Leipzig haben die Fußballerinnen der Geißböcke noch einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Der FC hat Sandra Maria Jessen unter Vertrag genommen. „Mit Sandra Maria Jessen verpflichten wir sowohl eine Verstärkung für unser Offensivspiel als auch eine tolle Persönlichkeit“, sagt Nicole Bender-Rummler. „Sie kennt bereits die Bundesliga und spricht Deutsch, sodass sie sich sehr schnell integrieren wird. Ihre Qualitäten und ihre Torgefahr hat sie zuletzt in der isländischen Liga eindrucksvoll unter Beweis gestellt.“ Da wurde die 30-Jährige Torschützenkönigin. Jessen ist zudem zweimalige isländische Meisterin sowie zweimalige Spielerin des Jahres aus Island. Künftig wird die Offensivspielerin in der Bundesliga auf Torejagd gehen.
„Ich freue mich riesig auf Köln“
Für Jessen ist der Wechsel nach Köln eine Rückkehr ins Rheinland. Die 30-Jährige war schon für Bayer Leverkusen aktiv. Die Offensivakteurin spielte aber auch für Þór/KA Akureyri sowie Slavia Prag. Für die Nationalmannschaft Islands lief Jessen 57 Mal auf und erzielte sieben Tore auch bei der Europameisterschaft in der Schweiz war die Angreiferin im Einsatz. „Ich freue mich riesig auf Köln und darauf, für den FC zu spielen. Der erste Eindruck von meinem neuen Club ist richtig gut. Köln ist sehr herzlich und familiär“, sagt Jessen. „Ich bin mir sicher, dass ich mich hier sehr wohlfühlen werde und ich möchte meiner neuen Mannschaft helfen, die gemeinsamen Ziele zu erreichen. Die Bundesliga ist eine starke Liga und ich kann es kaum erwarten, das FC-Trikot zu tragen.“
Der Kölner Youngster tritt in die Fußstapfen von Eric Martel, Jan Thielmann und Co. beim DFB: Said El Mala wurde erstmals für die U21 nominiert. Der Offensivspieler ist einer von zehn Debütanten.
Der FC stellt auch im nächsten Länderspielzyklus der deutschen U21 einen Spieler ab an den DFB: Said El Mala wurde erstmals für die U21 nominiert. Der Kölner Youngster hat zuletzt bei der U19-EM für Aufsehen gesorgt.
Said El Mala macht schon ordentlich Dampf (Foto: picture-alliance/dpa I Stefan Constantin)
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Bei der Europameisterschaft im Frühsommer ließ der Kölner Youngster ordentlich aufhorchen, hatte großen Anteil daran, dass die U19 sich lange Hoffnung auf den Titel machen konnte. Am Ende reichte es zwar nicht ganz, El Mala setzte aber mit sieben Scorerpunkten eine beeindruckende Duftmarke, die unter anderem auch U21-Bundestrainer Antonio Di Salvo nicht entgangen ist. Nun wurde der Kölner Hoffnungsträger für die U21 nominiert. „Unsere Vorfreude ist sehr groß, weil der Prozess, eine Mannschaft neu zu formen und die Spieler persönlich kennenzulernen, immer sehr spannend ist“, sagte der DFB-Trainer. „Die Mischung aus bereits erfahrenen U 21-Akteuren und neuen Spielern ist gut. Jetzt geht es darum, schnell zu einer Einheit zusammenzuwachsen und erfolgreich in die EM-Qualifikation zu starten. In Albanien werden wir ein Testspiel haben und erste Erkenntnisse bekommen.“
Eric Martel und Jan Thielmann nicht mehr dabei
Wie immer nach einer Europameisterschaft erfährt die deutsche U21 auch in diesem Jahr einen Umbruch, startet mit einem neuen Gesicht in den nächsten Zyklus. El Mala, der beim FC schon die ersten Pflichtspiele absolviert hat, könnte eine wichtige Rolle spielen. Nicht mehr mit dabei sind Eric Martel und Jan Thielmann. Die beiden Kölner hatten im Sommer ebenfalls an der Europameisterschaft teilgenommen, scheiterten letztlich im Endspiel unglücklich an England. Besonders beeindruckend: El Mala überspringt die U20, spielt als jüngster Akteur des Kaders also künftig für den deutschen Unterbau. Die U21 trifft am Freitag, 5. September in Elbasan auf EURO-Gastgeber Albanien. Am Dienstag, 9. September spielt das Team in der EM-Qualifikation in Rostock gegen Lettland.
Am Freitag soll wohl der Wechsel von Julian Pauli offiziell verkündet werden. Und das keine 24 Stunden nach dem Abgang von Leart Pacarada. Das Gesicht verändert sich weiter beim 1. FC Köln: Das bedeuten die Abgänge für den Kader.
In der vergangenen Spielzeit gehörten Leart Pacarada und Julian Pauli mindestens zum erweiterten Kreis der Stammkräfte. Auch wenn der Innenverteidiger Pauli lange verletzt ausfiel, hatten beide Spieler großen Anteil am Aufstieg der Geißböcke. Nun verlassen die Profis den FC. Das Profil wird ein anderes beim 1. FC Köln: Das bedeuten die Abgänge für den Kader.
Leart Pacarada und Julian Pauli im Trikot des 1. FC Köln
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Am Ende ging es dann doch erstaunlich schnell. Noch am Mittwochvormittag gab es Anzeichen, dass sich ein möglicher Transfer von Leart Pacarada ziehen könnte. Zumindest zitierte die „Sport Bild“ den Berater, dass man an einer Lösung arbeite, aber der Kosovare durchaus in Köln bleiben könne. Nur wenige Stunden später wurde der Linksverteidiger mit dem 1. FC Heidenheim in Verbindung gebracht. Der Vollzug wurde am Donnerstag kommuniziert. Ähnlich schnell scheint es nun mit Julian Pauli zu gehen. Der Innenverteidiger soll am Freitag offiziell bei Dynamo Dresden vorgestellt werden. Es kommt also auf der Abgangsseite nun doch noch einmal zu ordentlich Bewegung bei den Geißböcken – allerdings zu keiner sonderlich überraschenden. Und zu keiner, die für unnötig Schnappatmung bei den FC-Bossen sorgen wird.
21 Feldspieler im Kader
Denn beide Abgänge waren von den Kölner Verantwortlichen fest eingeplant. Bei insgesamt neun Spielern, die sich auf der Position des Innenverteidigers mindestens wohlfühlen, war es nur folgerichtig, dass mindestens ein Akteur aus der letzten Reihe die Geißböcke noch verlässt. Denn eigentlich ist der Plan eine Doppelbesetzung jeder Position. Das aus dieser Maxime erzielbare Maximum von sechs Innenverteidigern ist nach wie vor übertroffen. Allerdings soll auch Neo Telle noch verliehen werden und in die Rechnung fließt auch der rekonvaleszente Luca Kilian ein. Pauli war wie ein weiterer Innenverteidiger Dominique Heintz zuletzt bekanntlich im Kader kein Thema mehr. Lukas Kwasniok peilt ohnehin einen Trainingskader mit 22 bis 24 Feldspielern an. Mit den Abgängen von Julian Pauli (der noch nicht offiziell ist) und Leart Pacarada sind es nun 21 – wenn die Youngster nicht, dafür aber Kilian mitgerechnet werden.
Ein Kaderplatz frei geworden?
Durch die Abgänge sollte also mindestens ein Platz im Kader frei geworden sein. Es müsste also kein weiterer Spieler den Verein verlassen, wenn ein weiterer Spieler kommt. Und das soll nach wie vor Raphael Obermair sein. Denn während der Abgang von Pauli ein der Kadergröße betreffend folgerichtiger ist, dürfte der Abschied von Pacarada den FC unter einen gewissen Zugzwang setzen. Es fehlt die Alternative zu Kristoffer Lund auf der linken Defensivseite. In den Trainingseinheiten unter der Woche spielte einmal mehr Linton Maina diese Position. Der Schienenspieler wurde bekanntlich auch in den vergangenen Wochen in dieser Rolle eingesetzt. Allerdings hat Maina seine Vorteile definitiv in der Vorwärtsbewegung. Gerade in den ersten Vorbereitungsspielen gab es das ein oder andere Problem im Stellungsspiel. Probleme, die der gebürtige Berliner durch seine Geschwindigkeit wieder wettmachen konnte.
Kwasniok hatte vor einer guten Woche noch betont, dass die Position des Linksverteidigers noch nicht doppelt besetzt sei. Ob es aber einen Plan B neben Obermair gibt, ist aktuell offen. Der Kapitän des SC Paderborn gilt als absolute Wunschlösung. Und das, obwohl auch Obermair kein gelernter Linksverteidiger ist, diese Rolle aber schon oft gespielt hat. Inklusive dem Deadline Day bleiben dem FC noch vier Tage, den gesuchten Spieler zu finden.
Nach wie vor arbeiten die Kölner an einer Verpflichtung von Raphael Obermair. Der Kapitän des SC Paderborn soll als elfter Neuzugang zum FC kommen. Doch ein Wechsel würde wohl auch Fragen mitbringen beim 1. FC Köln: Raphael Obermair wäre ein Wechsel mit Fragezeichen.
Wenn es nach den Geißböcken geht, soll Raphael Obermair die Kölner verstärken. Der mögliche Transfer wird bei vielen Fans aber auch mit Skepsis, mindestens mit Fragezeichen gesehen. Denn er wirft Fragen auf beim 1. FC Köln: Raphael Obermair wäre ein Wechsel mit Fragezeichen.
Raphael Obermair ist weiterhin Wunschspieler beim 1. FC Köln (Foto: Pau Barrena/GettyImages)
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Auch, wenn sich das Transferfenster in seinen finalen und damit an vielen Stellen auch entscheidenden Zügen befindet, dreht sich das Wechselkarussell beim FC nun wieder ein wenig langsamer. Zumindest was die Neuzugänge angeht, hat die Transferoffensive von Thomas Kessler deutlich an Fahrt verloren. Kein Wunder, der neue Sportdirektor hat bereits zehn Neuverpflichtungen unter Dach und Fach gebracht, der Kader ist in der Breite offensichtlich deutlich besser aufgestellt als in der vergangenen Spielzeit, der Saisonauftakt trotz des neuen Gesichts ist geglückt. Glaubt man den Ausführungen des Kölner Trainers, ist aktuell auch nur noch eine Position vakant. Die des linken Verteidigers. Für den abgewanderten Leart Pacarada sicherlich ein Schlag in die Magengrube, für die Kölner Verantwortlichen war der Kosovare offenbar ein Schwachpunkt in der neuen Liga.
FC will Obermair unbedingt verpflichten
Das Wunschziel ist klar definiert. Die Kölner Verantwortlichen machen jedenfalls keinen Hehl daraus, wer auf der Wunschliste ganz weit oben steht. Raphael Obermair soll der elfte und vermutlich dann auch der letzte Neuzugang des Sommers werden. Ein Transfer, der durchaus Fragen hinterlassen würde. Bemerkenswert ist, dass Lukas Kwasniok den Spieler anscheinend ziemlich dringend in seinen Reihen sehen will. Zumindest erscheint das offensive öffentliche Buhlen inklusive Spitze gegen den Ex-Verein eher untypisch. Dass die Kölner den Weg der Interessensbekundung vor der Ausmusterung des bisherigen Stamm-Linksverteidigers und diese dann wiederum vor der Verpflichtung des neuen Spielers gegangen sind, wirkt nach Außen auch ebenfalls eher ungewöhnlich. Zumal nun Handlungsbedarf besteht.
Kwasnioks Wunsch, vor allem aber die Überzeugung in Obermair scheinen besonders groß zu sein. So groß, dass Thomas Kessler wiederum durchaus bereit ist, in den offenbar harten Poker um den Schienenspieler einzusteigen. 2,7 Millionen Euro verlangt der SC Paderborn für den Deutsch-Philippinen. Eine stolze Summe für einen Spieler, dessen Marktwert vom Online-Portal transfermarkt.de auf 1,5 Millionen Euro geschätzt wird, dessen Vertrag im kommenden Sommer ausläuft, der dann also ablösefrei wäre und der noch keine Bundesliga-Erfahrung aufweisen kann. Im Sommer hatte Kwasniok noch betont, dass man nicht einfach die Spieler von Paderborn nach Köln transferieren könne. Die Bundesliga sei dann doch noch einmal etwas anderes, sagte der Coach.
Was wären die Folgen für den Kader?
Allerdings hatte der Kölner Trainer in der Vergangenheit auch erklärt, dass es ein „Fehler im System“ sei, dass Obermair noch nicht Bundesliga gespielt habe. „Rafa ist der meist unterschätzte Spieler der 2. Liga. Dass der Spieler mit seinen Qualitäten bislang nicht in der Bundesliga gelandet ist, ist ein Fauxpas“, sagte der Coach damals. Wenn es nach Kwasniok geht, soll Obermair genau das beim FC beweisen. Kwasniok schätzt die Polyvalenz des 29-Jährigen. Tatsächlich hat der gelernte Mittelfeldspieler in seiner Karriere so ziemlich jede Position bereits gespielt. Einzig die Rollen des Zielstürmers und des Keepers hat der Akteur in Profispielen nicht bekleidet. Dementsprechend lief Obermair auch als Linksverteidiger auf, auch nicht gerade selten – ein klassischer Abwehrspieler ist der Kapitän des SC Paderborn nicht.
Aber den sucht der Coach augenscheinlich auch nicht. Kwasniok ist ein Freund von einer sehr offensiven Ausrichtung der Schienenspieler. Nicht umsonst erhielt unter anderem Linton Maina in der Vorbereitung den Vorzug auf der linken Außenbahn. Obermair könnte eine ähnliche Rolle einnehmen. Und das würde dann direkt die nächste Frage aufwerfen. Was würde die Verpflichtung für den Kader bedeuten? Denn erst in der vergangenen Woche hat der FC drei Spieler ausgebootet, um den Kader klein zu halten. Es scheint also durchaus möglich, dass eine weitere Neuverpflichtung auch zu einer weiteren Reduzierung führen könnte.
Mögliche Kandidaten wären sicherlich Spieler, die zuletzt nicht für den Kader in Regensburg und Mainz nominiert wurden. Möglicherweise war aber auch die Leihe von Julian Pauli so fest eingeplant, dass Obermair dessen Kaderplatz einnimmt. Doch auch auf der Abgangs-Seite rennt die Zeit.
Der nächste Abgang bei den Geißböcken wird wohl am Freitag verkündet. Der Youngster wird eine einjährige Leihe eingehen und hat seinen Vertrag verlängert beim 1. FC Köln: Wechselt Julian Pauli nach Dresden?
Zehn Neuverpflichtungen, einige Spieler, die die Geißböcke verlassen haben – Thomas Kessler arbeitet aber weiterhin auf Hochtouren. Am Freitag wird es wohl den nächsten Abgang geben beim 1. FC Köln: Wechselt Julian Pauli nach Dresden?
Julian Pauli wird wohl künftig in der 2. Bundesliga auflaufen
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Schon am Donnerstag fehlte der Youngster beim Training. Julian Pauli war von der Einheit freigestellt worden, kümmerte sich bereits um die finalen Schritte für die nahe Zukunft. Denn das Eigengewächs soll in die 2. Bundesliga verliehen werden. Thomas Kessler hatte bekanntlich betont, dass er jungen Spieler lieber zu mehr Einsatzzeit in einer unterklassigen Liga verhelfe, als die Youngster beim FC auf die Bank zu setzen. Für Pauli hatte es bislang noch nicht mal für die gereicht. Der Innenverteidiger war für die ersten beiden Begegnungen nicht berücksichtigt worden – allerdings auch, weil sich der Abwehrspieler in Bad Walterdorf im Trainingslager verletzt hatte und einige Wochen fehlte. Nun soll es über eine Leihe also die Chance auf Spielzeit geben.
Dresden sucht Abwehrspieler
Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ am Abend berichtet soll es sich bei dem aufnehmenden Club um Dynamo Dresden handeln. Tatsächlich suchen die Sachsen seit einigen Wochen nach Verstärkung in der letzten Kette. Zahlreiche Namen wurden gehandelt. Über Tim Drexler von der TSG Hoffenheim und Maximilian Bauer vom FC Augsburg wurde spekuliert. Die Lausitzer Rundschau brachte am Abend noch Andre Hoffmann, Ex-Spieler von Fortuna Düsseldorf, ins Gespräch. Der Routinier ist aktuell vereinslos und soll deswegen das Interesse der Aufsteigers geweckt haben. Nun aber scheint es auf Julian Pauli hinauszulaufen. Der Innenverteidiger ginge damit auch dem erheblichen Konkurrenzkampf in den eigenen Reihen aus dem Weg. Der FC hat mit Rav van den Berg und Cenk Özkacar noch einmal für die letzte Reihe nachgelegt. Auch Tom Krauß hat sich als Innenverteidiger in den Vordergrund gespielt.
Für Pauli steht eine einjährige Leihe an. Laut „Kölner Stadt-Anzeiger“ haben die Kölner dazu den Vertrag mit dem Eigengewächs um ein weiteres Jahr verlängert. Hintergrund der kurzen Vertragsverlängerung dürfte wohl mit der Zukunftsplanung des Spielers zusammenhängen. Nach Informationen von come-on-fc.com wird der Wechsel am Freitag finalisiert.
Am kommenden Montag schließt das Transferfenster für die deutschen Profivereine. Bis dahin haben viele Verantwortliche jedoch noch einiges zu tun. So hat sich die Konkurrenz des 1. FC Köln verstärkt.
Beim FC ist bereits viel passiert in der aktuellen Transferphase. Wirklich rund läuft es dagegen nicht bei allen Vereinen in diesem Sommer. So hat sich die Konkurrenz des 1. FC Köln verstärkt.
Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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FC Bayern München: Beim deutschen Rekordmeister geisterte ununterbrochen ein Name durch die Medien: Nick Woltemade. Der deutsche Nationalspieler galt als das Top-Transferziel der Münchner und sollte als Verstärkung für die Offensive an die Säbener Straße wechseln. Die Bayern waren bereit, rund 60 Millionen Euro für die Dienste von Woltemade zu bezahlen. Allerdings stellte sich der VfB Stuttgart quer und verlangte rund 70 Millionen Euro. Vor dem Supercup, bei dem die beiden Vereine gegeneinander antraten, schob Alexander Wehrle endgültig einen Riegel vor den Wechsel. Da der Woltemade-Deal scheiterte, machte sich der FCB auf die Suche nach einer Alternative und ist dabei aller Voraussicht nach in England fündig geworden.
Passiert noch was bei den Bayern?
Wie Sky-Transferexperte Florian Plettenberg berichtet, stehen die Rot-Weißen kurz vor der Leihe von Nicolas Jackson vom FC Chelsea. Mit dem Spieler selbst, besteht bereits eine vollständige Einigung. Lediglich mit den Londonern müssen noch ein paar letzte Details geklärt werden. Geht das Leihgeschäft über die Bühne, dürfte es nach den Verpflichtungen von Tom Bischof, Jonathan Tah, Luis Díaz und eben dann Nicolas Jackson keine weiteren Neuzugänge geben.
Tendenz: Der Deal mit Jackson klappt. Die Bayern gehen vorerst mit vier Neuverpflichtungen in die Saison.
SC Freiburg: Der SCF scheint mit seinen Planungen für die kommende Spielzeit fertig zu sein. Mit Ritsu Doan, der für 21 Millionen Euro zu Eintracht Frankfurt wechselte, und Killian Sidilla, der sich für rund sechs Millionen Euro der PSV Eindhoven anschloss, mussten die Breisgauer zwei schmerzhafte Abgänge hinnehmen. Darüber hinaus verließen Michael Gregoritsch, Kenneth Schmidt, Robert Wagner und Florent Muslija das Team von Trainer Julian Schuster. Um für die Dreifachbelastung durch die Teilnahme an der Europa League gerüstet zu sein, waren die Freiburger aber auch auf der Zugangsseite sehr aktiv. Mit Igor Matanovic, Phillip Treu, Anthony Jung, Derry Scherhant, Yuito Suzuki und Cyriaque Irire hat Freiburg gleich sechs Profis, die den Kader sowohl qualitativ als auch quantitativ verstärken.
Tendenz: Bis zum Deadline Day sind bei den Freiburgern nicht mehr die großen Transfers zu erwarten. Möglich ist jedoch, dass eventuell noch ein Spieler verliehen wird, um die nötige Spielpraxis zu sammeln.
Bewegung bei den Borussen
Borussia Mönchengladbach: Bereits zu Beginn des Jahres präsentierten die Gladbacher mit Kevin Diks und Jens Castrop zwei Neuzugänge. Im Anschluss tat sich bei der Elf vom Niederrhein relativ wenig, was insbesondere mit der finanziellen Situation zu tun hatte. Doch im Laufe der Vorbereitung fielen die sogenannten Dominosteine. Durch die Abgänge von Stefan Lainer, Tomas Cvancara, Alassane Plea und Ko Itakura konnte Manager Roland Virkus auf der Zugangsseite aktiv werden. Um den Kader sowohl in der Breite als auch in der Qualität zu steigern, verpflichteten die Fohlen neben Haris Tabakovic Shuto Machino sowie Giovannie Reyna. Doch damit ist es noch nicht genug. So könnten unter anderem Julia Weigl und Jonas Omlin den Verein noch verlassen. Verlassen die beiden Profis den VFL noch, wird sich auch noch etwas auf der Zugangsseite tun.
Tendenz: Weigl und Omlin werden wohl wechseln. Dafür verpflichtet Mönchengladbach einen neuen zweiten Torwart sowie einen defensiven Sechser.
Borussia Dortmund: Viele Fans der Schwarz-Gelben machten sich nach der Verpflichtung von Jobe Bellingham Sorgen, dass der junge Engländer der einzige Neuzugang sein würde. Immer wieder kursierte in der Gerüchteküche der Name Jadon Sancho, der bereits zweimal in Dortmund aktiv war. Allerdings wurde es zwischen Manchester United und Dortmund nie wirklich heiß. In den vergangenen Tagen kam aber wieder Schwung in die Transferbewegungen. So verpflichteten die Dortmunder neben Carney Chukwuemeka auch Aaron Anselmino. Darüber hinaus soll sich Dortmund in den finalen Verhandlungen mit Fabio Silva von den Wolverhampton Wanderers befinden. Bei den Abgängen könnte es nach dem Wechsel von Jamie Gittens zum FC Chelsea nun zum nächsten Verlust eines Offensivspielers kommen. Wie die Bild berichtet, soll der FC Brentford bereit sein, bis zu 70 Millionen Euro für Maximilian Beier zu bezahlen.
Tendenz: Die Verpflichtung von Silva klappt. Sollte der Transfer von Beier über die Bühne gehen, könnte noch ein Ersatz verpflichtet sowie eine weitere Lücke im Kader geschlossen werden.
Was passiert bei den Aufsteigern?
1. FC Köln: Die Kölner haben in der Sommervorbereitung einen wirklichen Kaderumbruch durchgeführt. Den Abgängen von Damion Downs, Max Finkgräfe, Steffen Tigges, Florian Dietz, Mathias Olesen, Tim Lemperle, Marvin Obuz, Leart Pacarada und Dejan Ljubicic stehen ganze zehn Neuzugänge gegenüber. Und damit soll weiterhin nicht Schluss sein. Seit Wochen befindet sich der FC in Verhandlungen über einen Transfer von Raphael Obermeier vom SC Paderborn. Der Spieler und die Kölner haben bereits eine Einigung erzielt. Allerdings liegen die beiden Vereine bei der Ablöse noch weit auseinander. Auch auf der Abgangsseite konnte noch etwas passieren. So sollen Julian Pauli und Neo Telle im Optimalfall noch verliehen sowie Imad Rondic und Sargis Adamyan verkauft werden. Auch ein Abgang von Denis Huseinbasic, an dem bereits Sporting Braga interessiert gewesen sein soll, kann nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Tendenz: Der Transfer von Obermeier wird gelingen. Pauli und Telle werden die Kölner noch per Leihe verlassen. Rondic und Adamyan bleiben in der Domstadt, haben allerdings keine Aussicht auf Spielzeit. Geht Huseinbasic, könnte noch ein weiterer, bislang jedoch noch nicht bekannter Spieler in den Fokus des FC rücken.
Hamburger SV: Genau wie der FC war auch der andere Aufsteiger aus Hamburg sehr aktiv auf dem Transfermarkt. Mit Giorgi Gocholeishvili, Warmed Omari, Daniel Peretz, Yussuf Poulsen, Nicolas Copaldo, Rayan Phillipe, Jordan Torunarigha und Nicolai Remberg verpflichteten die Rothosen ganze acht Neuzugänge. Allerdings verließen auch 13 Profis die Hamburger und suchten sich eine neue Herausforderung. Darunter waren auch die Abgänge von Davie Selke und Ludovit Reis, die in der vergangenen Spielzeit einen großen Anteil am Aufstieg des HSV hatten. Möglich ist, dass die Hamburger trotz ihrer bereits munteren Transferaktivitäten noch einmal zuschlagen. Besonders auf der Zehner- und der Rechtsverteidigerposition sollen die Verantwortlichen noch Verbesserungspotenzial sehen.
Tendenz: Die Hamburger werden bis zum Transferschluss noch mindestens einen weiteren Spieler verpflichten. Ob es sich dann um eine Leihe oder einen festen Transfer handelt, lässt sich aktuell bislang nicht sagen.
Viel zu tun in Heidenheim
1. FC Heidenheim: Die Heidenheimer präsentierten bislang am wenigsten Neuzugänge. Lediglich Diant Ramaj von Borussia Dortmund, Arjon Ibrahimović vom FC Bayern München und Leart Pacarada vom 1. FC Köln konnten als Verstärkungen verpflichtet werden. Mit Frans Krätzig und Paul Wanner, die beide vom FC Bayern ausgeliehen waren, sowie dem Karriereende von Norman Theuerkauf mussten die Jungs von Frank Schmidt einige herbe Verluste hinnehmen. Während der Kader von der Breite her gut aufgestellt ist, sieht dies qualitativ möglicherweise anders aus. Daher sind die Verantwortlichen weiterhin auf der Suche nach Spielern, die den Kader, egal auf welcher Position, sofort verstärken.
Tendenz: Der letztjährige Relegationsteilnehmer wird auf den letzten Metern noch zuschlagen und seine Mannschaft verstärken.
FC St. Pauli: Durch die Abgänge von Carlo Boukhalfa, Johannes Eggestein, Phillip Treu, Morgan Guilavogui, Robert Wagner, Noah Weißhaupt und Siebe Van der Heyden waren die Verantwortlichen zum Handeln gezwungen. Die Bosse der Hanseathen ließen sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und verpflichteten mit Louis Oppie, Andrès Hountondji, Joel Chima Fuijta, Mathias Pereira Lage, Simon Spari, Ricky-Jade Jones, Jannik Robatsch und Arkadiusz Pyrka sehr spannende Spieler, die dem Kader zum einen sofort weiterhelfen können und zum anderen noch einiges an Verbesserungspotenzial besitzen. Allerdings sind die Aktivitäten noch nicht abgeschlossen. So soll bis zum Deadline Day noch ein weiterer Stürmer verpflichtet werden. Bei der Suche sind die Hamburger nun auch fündig geworden. Wie die Hamburger Morgenpost berichtet, soll Martijn Kaars vom 1. FC Magdeburg kurz vor einem Wechsel zu den Brau-Weißen stehen.
Tendenz: Geht der Transfer von Kaars über die Bühne, hat St.Pauli seine Hausaufgaben erledigt und kann die letzten Tage des Transferfensters entspannt betrachten.
Mit der Ausmusterung vor einer Woche hat der Abschied vom FC deutliche Züge bekommen, nun ist es auch offiziell: Leart Pacarada verlässt den 1. FC Köln Richtung Heidenheim.
Es hatte sich am Mittwoch bereits angekündigt, nun ist es auch offiziell: Leart Pacarada verlässt den 1. FC Köln Richtung Heidenheim. Der Linksverteidiger schließt sich dem Liga-Konkurrenten an und wird schon im Winter auf die Geißböcke treffen.
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So ein wenig hatte der Karriereschritt nach Köln etwas von der Reise ins Ungewisse. Leart Pacarada war im Sommer 2023 zum FC gewechselt, allerdings schon im Mai nach Köln umgezogen. Damals schwebte über dem Geißbockheim der Begriff „Transfersperre“. Es war gar nicht klar, ob der Linksverteidiger überhaupt registriert werden dürfte. Doch die Aussicht auf die Bundesliga war für Pacarada wohl groß, die Hoffnung jedenfalls größer als die Sorge vor dem FIFA-Urteil. Zwei Jahre später endet der Traum Bundesliga beim 1. FC Köln, dafür fällt aber der Startschuss für ein Bundesliga-Abenteuer beim 1. FC Heidenheim. Pacarada wird künftig für den Liga-Konkurrenten auflaufen und schon im Januar auf seinen nun Ex-Arbeitgeber treffen.
„Dafür sind wir ihm sehr dankbar“
Der Abwehrspieler war 2023 ans Geißbockheim gekommen und das mit großen Erwartungen. Nicht umsonst betitelte Steffen Baumgart den Nationalspieler des Kosovo als besten Linksverteidiger der 2. Bundesliga. Die Erwartungshaltung konnte der Abwehrspieler in der Bundesliga nicht erfüllen. Auch aufgrund von Verletzungen verlor Pacarada seinen Stammplatz an den Kölner Shootingstar Max Finkgräfe. Unter Gerhard Struber erkämpfte sich der Schienenspieler die Rolle in der ersten Elf aber wieder zurück. „Leart hat in seiner Zeit beim FC – insbesondere in der vergangenen Saison – mit seiner Leistung und seinem Einsatz einen entscheidenden Beitrag zu unserem direkten Wiederaufstieg geleistet. Dafür sind wir ihm sehr dankbar“, sagt Sportdirektor Thomas Kessler.
Struber war offensichtlich ein großer Verfechter des Routiniers, verprellte damit offenbar Finkgräfe. Möglicherweise rühren aus dieser Verbindung auch die Gerüchte um ein Interesse des neuen Struber-Clubs Bristol City her, die allem Anschein nach aber nie über ein „Beobachten“ hinausgingen. Vergangene Woche folgte dann die Ausbootung beim FC. Pacarada wurde mitgeteilt, dass er beim FC nicht mehr auf viel Spielzeit kommen würde. „Im Laufe der Vorbereitung hat sich jedoch gezeigt, dass es für ihn in der neuen Spielzeit schwer werden würde, die gewünschte Rolle im Team einzunehmen. Nach offenen und ehrlichen Gesprächen über seine persönliche Perspektive sind wir gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, dass ein Wechsel die beste Lösung für beide Seiten ist. Wir wünschen Leart und seiner Familie für die Zukunft nur das Beste“, sagt Kessler.
Für den FC lief der 30-Jährige Mal auf und bereitete immerhin neun Tore vor. „Ich bin dem FC dankbar für eine gute, aber auch sehr intensive Zeit mit Höhen und Tiefen. Den Jungs wünsche ich alles Gute und viel Erfolg für die neue Saison“, sagt Pacarada. Der nächste Karriereschritt bringt den gebürtigen Aachener nun nach Heidenheim.
Mit Rav van den Berg scheint den Kölnern ein Glücksgriff gelungen zu sein. Zumindest haben sich die Geißböcke den Niederländer einiges kosten lassen. Bislang kam der 21-Jährige aber noch nicht zum Einsatz beim 1. FC Köln: Rav van den Berg brennt auf sein Debüt.
Er könnte eins der großen Versprechen werden beim 1. FC Köln: Rav van den Berg ist in Köln angekommen und brennt nun auf sein Debüt. Darauf musste der Niederländer bislang aber warten.
Rav van de Berg trainiert beim 1. FC Köln
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Wenn alles nach dem Kölner Plan läuft, wird Rav van den Berg nicht der letzte Transfer dieses Sommers bei den Geißböcken bleiben. Er wird aber mit großer Sicherheit der spektakulärste sein. Der Niederländer wechselte für rund acht Millionen Euro an den Rhein, inklusive Boni wird sogar über einen zweistelligen Millionenbetrag spekuliert. Damit ist der 21-Jährige einer der teuersten Transfers der Kölner Vereinshistorie, vielleicht sogar der teuerste Abwehrspieler. „Natürlich weißt du, dass du dann auch performen musst. Ich weiß aber auch, dass ich unter Druck noch fokussierter bin und besser spiele“, sagt der Niederländer. „Deswegen ist es eine gute Sache für mich. Und natürlich ist es aber auch eine Ehre, dass der Club so viel für mich bezahlt hat. Das macht mich glücklich, jetzt will ich aber auch zeigen, was ich kann.“
„Natürlich will ich spielen“
Das blieb dem Niederländer bislang verwehrt. In den ersten beiden Spielen kam van den Berg nicht zum Einsatz. Stand jetzt ist der 21-Jährige ein teurer Zuschauer. Das hat aber Gründe. Der Transfer zog sich länger als gedacht. Van den Berg hätte nach eigener Aussage schon zwei, drei Wochen früher in Köln sein können. „Natürlich willst du spielen. Aber weil der Transfer so lange gedauert hat, habe ich schon seit längerer Zeit kein einziges Spiel gemacht“, sagt van den Berg. Tatsächlich gab es eine Unterredung mit dem Trainerstab, der ihm die Situation erläuterte. „Das macht natürlich total Sinn. Natürlich will ich auch spielen, aber ich verstehe die Entscheidung.“ Bislang vertraute Trainer Lukas Kwasniok der Dreierkette Joel Schmied, Tom Krauß, Timo Hübers und/oder Cenk Özkacar. Am Sonntag könnte es gegen Freiburg eine andere Formation geben.
Der Niederländer kann es offenbar kaum erwarten, in Köln vorzuspielen. Denn der Abwehrspieler hat schon gehört, was ihn erwartet. Sein Bruder Sepp van den Berg spielte bereits in der Bundesliga für Schalke und Mainz. „Er hat zwei Mal in Köln gespielt und mir erzählt, dass das Stadion unglaublich ist. Er hat mir aber auch gesagt, dass die Bundesliga ziemlich herausfordernd ist. Es war für ihn ein guter Schritt“, so van den Berg, der genau den gleichen Schritt nun gehen will. Allerdings als Zwischenschritt, denn wie bei seinem Bruder lautet der langfristige Plan: Premier League. „Ich hätte diesen Schritt auch jetzt schon machen können. Aber der Schritt über die Bundesliga war richtig für mich“, sagt der U21-Nationalspieler. „Die Liga ist auf einem guten Level, die Premier League ist aber noch ein Stück höher.“
„Ich will spielen“
Dennoch ist Köln aktuell die absolut richtige Entscheidung für den 21-Jährigen. Van den Berg hatte früh ein Gespräch mit dem Trainer, welche Rolle er und welchen Fußball der FC spielen würde. „Das hat mir schon sehr gefallen. Ich habe immer gesagt, ich möchte zu einem Club, der mich auch wirklich haben will. Und Köln ist wie eine große Community, wie eine Familie“, schwärmt der Niederländer. In England sammelte van den Berg bislang in der 2. Liga seine Erfahrungen. „Am Anfang war es schon schwierig, weil man zwei Spiele die Woche hat. Das war für den Körper zunächst eine Herausforderung. Vielleicht war es aber auch eine gute Vorbereitung auf große Spiele. Jetzt bin ich daran gewohnt. Es war ein wichtiger Schritt für mich.“ Der nächste Schritt ist nun auch sein Pflichtspiel-Debüt. Und dem steht nach seiner Auffassung nicht mehr viel im Wege: „Ich will spielen. Ich bin bereit. Jetzt liegt es am Trainer.“