Er ist einer der teuersten Transfers der Kölner Vereinsgeschichte, sitzt aber bislang nur auf der Bank des 1. FC Köln: Muss sich Rav van den Berg weiter gedulden?
Der Innenverteidiger kündigte an, dass er sich bereit für sein Pflichtspieldebüt sehe. Das sieht Lukas Kwasniok möglicherweise anders für den 1. FC Köln: Muss sich Rav van den Berg weiter gedulden?
Rav van den Berg beim Training des 1. FC Köln
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Bei den Trainingseinheiten delegiert und dirigiert er bereits, bei den Pflichtspielen blieb Rav van den Berg bislang nur die Rolle des Zuschauers. Ein ziemlich kostspieliger Zuschauer. Van den Berg ist mit acht bis zehn Millionen Euro einer der teuersten Transfers der Vereinsgeschichte. Und da hohe Summen mit hohen Erwartungen verbunden sind, können es wohl viele Fans kaum erwarten, den Abwehrspieler auf dem Feld zu sehen. Und auch van den Berg äußerte am Donnerstag einen ähnlichen Wunsch. „Ich bin bereit. Jetzt liegt es am Trainer“, sagte der Innenverteidiger. Der spielte am Freitag den Ball aber via Doppelpass wieder zurück. „Es liegt am Spieler“, sagte der Coach mit einem Lächeln und schob dann aber die Erklärung direkt hinterher. „Wenn du keine absolut runde Vorbereitung hast, dann bist du etwas im Hintertreffen. Wir haben Rav für die nächsten Jahre verpflichtet und nicht für die nächsten Tage oder Wochen.“
„Rav ist nun einen deutlichen Schritt näher dran“
Der Niederländer hatte große Teile der Vorbereitung beim FC Middlesbrough verpasst, weil er sich eben in Vertragsgesprächen, unter anderem mit den Kölnern, befand. Und so hat sich das Trainerteam der Geißböcke zunächst für andere Abwehrspieler entschieden. „Man sieht, dass Cenk Özkacar ein paar Minuten mehr bekommen hat“, so Kwasniok über den zweiten Neuzugang der letzten Kette. Eben auch, weil der türkische Nationalspieler deutlich weiter in der Vorbereitung war. Der U21-Nationalspieler der Niederlande muss sich also offensichtlich weiter gedulden. Oder doch nicht? „Rav ist nun einen deutlichen Schritt näher dran“, sagt Kwasniok. „Wäre auch schlimm, wenn es nicht so wäre nach zwei Wochen mit der Mannschaft. Ob es aber reicht, dass er von Beginn an auflaufen wird, das kann ich noch nicht sagen. Das Spiel ist aber erst abends, da hat er noch ein bisschen mehr Zeit.“
Nach dem Liga-Auftakt vor einer Woche steht für Trainer Lukas Kwasniok und die Geißböcke das erste Heimspiel der Saison an. Wer am Sonntag gegen den SC Freiburg in der Startelf steht, ist aber noch offen. So könnte der 1. FC Köln spielen.
Für Lukas Kwasniok ist die Partie gegen den SC Freiburg das Heimdebüt in der Bundesliga. Ob am Sonntag auch einige Spieler das erste Mal im RheinEnergieSTADION auflaufen werden, bleibt noch abzuwarten: So könnte der 1. FC Köln spielen.
Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln
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Mit Ragnar Ache, Linton Maina und Florian Kainz hatten drei FC-Spieler in den vergangen Tagen nicht voll mitwirken können. Daher war zu Wochenbeginn und -mitte noch fraglich, ob sie für das erste Bundesliga-Heimspiel der Saison gegen den SC Freiburg zur Verfügung stehen würden. Doch Kwasniok gab am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel Entwarnung: „Sie haben heute alle mit trainiert. Sie werden grundsätzlich eine Option sein, wenn jetzt nichts dazwischen kommt.“ Trotzdem wird wohl wegen ihres Trainingsrückstands keiner der drei in der Startelf stehen. Eine Änderung könnte es jedoch links in der Dreierkette geben. Dort spielte in Mainz Tom Krauß, überzeugte seinen Trainer aber nicht vollends. Gut möglich, dass darum Cenk Özkacar eine Chance bekommt, sich zu beweisen. Bereits gegen Mainz war der Neuzugang für Krauß eingewechselt worden.
Debüt von van den Berg oder wieder Schmied?
Eventuell könnte auch Rav van den Berg zu seinem FC-Debüt kommen. So sei der Innenverteidiger laut Kwasniok schon „deutlich näher dran“, aber eben „für die nächsten Jahre und nicht die nächsten Tage oder Wochen“ verpflichtet worden. Daher dürfte eher Joel Schmied erneut den Vorzug bekommen. Und auch ansonsten gibt es nach dem Auftaktsieg in Mainz wenig Gründe für den Coach, zu wechseln. So sollten als Schienenspieler erneut Kristoffer Lund und Sebastian Sebulonsen auflaufen, die ihren Job vor einer Woche ordentlich erledigten. Das Zentrum aus Eric Martel und Isak Johannesson wird wohl ebenfalls erneut starten, da sie schon recht eingespielt sind.
In der Offensive dürfte Jan Thielmann wieder den Vorzug vor Luca Waldschmidt bekommen. Zwar hatte Letzterer gegen Mainz mit seiner Vorlage für den Siegtreffer gesorgt, Thielmann ist aber defensiv stärker als der ehemalige deutsche Nationalspieler und hilft mehr im Pressing. Da außerdem Bülter nach seiner guten Leistung inklusive dem entscheidenden Tor gegen den FSV und Kaminski mit seinem ebenfalls auffälligen Auftritt gesetzt sein dürften, fehlt wohl der Platz im Sturm für Waldschmidt. Aber vielleicht zaubert der Trainer am Ende doch noch die eine oder andere Überraschung aus dem Hut.
Seit zwei Jahrzehnten haben die Kölner zum Ligaauftakt nicht mehr doppelt gewonnen. Seit nahezu 30 Jahren keine drei Pflichtspielsiege zum Auftakt eingefahren. Das soll sich gegen den Sportclub nun ändern. Der 1. FC Köln peilt 20 Jahre alten Rekord an.
Schon jetzt ist der Saisonstart der Kölner geglückt. Gegen Freiburg gäbe es mit einem Sieg einen seltenen Erfolg. Der 1. FC Köln peilt 20 Jahre alten Rekord an.
Björn Schlicke jubelt nach seinem Treffer gegen Mainz
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Am Ende wurde es dann doch noch einmal unnötig knapp. Nach zwei Treffern von Albert Streit sowie einem Tor von Markus Feulner führte der FC eigentlich schon ziemlich sicher, bevor der VfB bis auf 2:3 noch einmal herankam. Als Andrew Sinkala dann auch noch die Ampelkarte sah, geriet der Kölner Erfolg mächtig ins Wanken. Doch die Kölner setzten sich am Ende 3:2 in Stuttgart durch und feierten damit den zweiten Liga-Sieg in Folge. Seit 20 Jahren haben die Kölner zum Ligaauftakt nicht doppelt gewinnen können. Damals gewann der FC zum Auftakt auch gegen Mainz 1:0. Björn Schlicke traf vom Punkt. Drei Pflichtspiel-Siege zum Saisonstart, inklusive Pokal, gab es zuletzt sogar 96/97 als der FC zunächst Donaueschingen aus dem Cup warf und dann mit Siegen über Düsseldorf, 1860 und Freiburg sogar die Tabellenspitze mit weißer West übernahm. Am Ende der Saison stand Rang zehn.
Alles andere als ein Wunschgegner
Nun haben die Geißböcke die Chance, das Kunststück von vor zwei Jahrzehnten zu wiederholen. Dass das aber nicht einfach wird, zeigt eine andere Statistik. Der SC Freiburg kassierte am vergangenen Wochenende eine unglückliche Niederlage gegen den FC Augsburg. Sollte der FC den ersten Doppel-Erfolg seit 20 Jahren einfahren, dann würde Freiburg zum ersten Mal seit 25 Jahren wieder die ersten beiden Partien eines Ligaauftakts verlieren. Ohnehin war die Mannschaft aus dem Breisgau in den vergangenen Jahren nicht gerade der Lieblingsgegner der Kölner. Seit mehr als 430 Minuten warten die Geißböcke mittlerweile auf ein Tor gegen den Sportclub. Das letzte Tor erzielte Anthony Modeste im Februar 2022. Damals gewann der FC auch 1:0. Es war der einzige Dreier aus den vergangenen acht Spielen gegen den SC.
Die Leihe von Julian Pauli nach Dresden wird viel von FC-Fans diskutiert. Einige Anhänger hätten sich gewünscht, dass sich das Talent in der Bundesliga beweist. Bei genauerem Hinsehen ist die Leihe aber wohl eine gute Entscheidung vom 1. FC Köln: Darum ist die Leihe von Julian Pauli sinnvoll.
Für ein Jahr soll Julian Pauli bei Dynamo Dresden Spielpraxis sammeln, um sich zu entwickeln. Diese Einsatzzeiten hätte das Talent womöglich nicht bekommen beim 1. FC Köln: Darum ist die Leihe von Julian Pauli sinnvoll.
Julian Pauli vom 1. FC Köln
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Bei den ersten beiden Pflichtspielen gegen Jahn Regensburg und Mainz 05 fehlte Julian Pauli im Kölner Kader. Und anscheinend konnte ihm Lukas Kwasniok nicht versprechen, dass das Talent in den nächsten Wochen deutlich bessere Chancen auf Einsatzzeit hat. Darum wurde nun eine andere Lösung gefunden: Der Innenverteidiger wechselt für ein Jahr auf Leihbasis zu Dynamo Dresden und verlängert seinen Vertrag bis 2028. Aber nicht alle FC-Fans scheinen mit der Entscheidung für eine Leihe zufrieden zu sein. So tun einige Anhänger auf Social Media ihren Unmut kund. Sie hätten es gerne gesehen, dass sich der 20-Jährige bei den Geißböcken in der Bundesliga beweist.
Große Konkurrenz beim FC
So ist ein Punkt, ob Pauli sich wirklich nicht durchsetzen kann. Häufig wird argumentiert, dass der Youngster doch den Konkurrenzkampf gegen Joel Schmied, der in den ersten beiden Partien jeweils in der Startelf stand, für sich entscheiden könnte. Und vielleicht hätte das Eigengewächs das über die Spielzeit sogar schaffen können. Kwasniok, der beide durchgehend im Training sieht und einschätzen kann, scheint davon aber nicht so überzeugt. Ansonsten hätte er den Wechsel vielleicht verhindert. Außerdem spielte sich Schmied in der Vorbereitung in den Vordergrund und überzeugte mit guten Leistungen. Und auch in den ersten beiden Pflichtspielen ließ sich der Schweizer nichts zu Schulden kommen und lieferte solide ab. Daher wäre es für Pauli ein recht weiter Weg gewesen, um den 26-Jährigen zu verdrängen.
Zusätzlich verpasste der Youngster einen großen Teil der abgelaufenen Saison verletzungsbedingt und verlor seinen Stammplatz. In der Kölner Vorbereitung fiel der Innenverteidiger dann wieder durch eine Blessur im Trainingslager für einige Wochen aus. Die Folgen davon sind für Kwasniok ein Grund, warum die Leihe nach Dresden sinnvoll ist. „Wenn du jung bist und einen kometenhaften Start hingelegt hast, der so nicht abzusehen war, und dann auch eine Durststrecke mitmachen musst, dann muss du auch wieder in den Rhythmus kommen. Er hatte ja auch wieder leider eine Verletzung. Wenn man sich die Situation bei uns in der Innenverteidigung anschaut, dann wäre es nicht so sicher gewesen, dass er jedes Spiel bei uns macht und für die Entwicklung eines jungen Spielers ist Spielzeit unabdingbar“, so der Coach.
Minuten in zweiter Liga statt Bankplatz in der Ersten
Denn neben Schmied gibt es noch einige andere Profis, die in der Defensive für die erste Elf in Frage kommen. Da sind zum Beispiel der erstmal wohl gesetzte Timo Hübers sowie die Neuzugänge Tom Krauß und Cenk Özkacar, die sich bis jetzt gut präsentiert haben. Und der teuerste Neuzugang des Sommers Rav van den Berg kam wie Pauli noch auf keine Minute. Das lag aber nur daran, dass der Niederländer noch einen Trainingsrückstand aufzuholen hatte, weil er vor seinem Wechsel nur individuell trainiert hatte. Jetzt brennt der 21-Jährige aber auf sein Debüt. „Ich will spielen. Ich bin bereit. Jetzt liegt es am Trainer“, so der Innenverteidiger nach dem Training am Donnerstag.
Dass sich die Neuverpflichtung viel Einsatzzeit erarbeiten wird, darf als sehr wahrscheinlich angesehen werden. Zum einen soll der Verteidiger über ein großes Potenzial verfügen. Zum anderen kann es sich der FC nicht leisten, einen Profi für fixe acht Millionen Euro zu verpflichten, der dann nur auf der Bank sitzt. Und Kwasniok möchte sicher nicht, dass der teuerste Zugang unzufrieden ist. Bei der großen Konkurrenz hätte es Pauli schwer, auf ausreichend Minuten zu kommen. Und Einsatzzeit ist nunmal – wie auch sein Trainer betont – das Wichtigste für die Entwicklung bei jungen Spielern. Dabei dürfte es für den 20-Jährigen besser sein, mehr in der zweiten Liga auf dem Platz zu stehen als ein wenig in der Ersten.
Einsatzzeit in Dresden „kein Selbstläufer“
Sicher hat der Innenverteidiger einen potenziellen Stammplatz natürlich auch in Dresden nicht. So meinte Kwasniok zur Leihe, dass es „kein Selbstläufer“ sei, dass Pauli in Dresden spielt. Denn wie einige frühere FC-Leihspieler leidvoll erfahren mussten, kann man sich auch beim Leihverein hauptsächlich auf der Bank wiederfinden. Chilohem Onuoha etwa kam in der abgelaufenen Saison bei seiner Leihe zum SC Verl nur auf 584 Minuten in der dritten Liga. Oder 2022/23 lief Noah Katterbach bei seiner zweiten, halbjährigen Leihe zum FC Basel nur in sechs Partien auf.
Gleichzeitig gibt es aber gerade beim 1. FC Köln einige positive Beispiele. Profis wie zuletzt Jonas Urbig und Tim Lemperle entwickelten sich bei ihren Leihen weiter und schafften im Anschluss (zeitweise) den Durchbruch in der Domstadt. Einen ähnlichen Weg könnte Pauli gehen. Die Qualität, um sich bei Dynamo durchzusetzen, hat der 20-Jährige auf jeden Fall. Das bewies der Innenverteidiger beim FC zu Beginn der vergangenen Spielzeit. Durch diese Erfahrungen von vor einem Jahr kennt der Verteidiger außerdem die Liga schon, braucht darum wohl weniger Eingewöhnungszeit. Auch füllt das Kölner Eigengewächs in Dresden eine Lücke. So soll der Verein schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einer Verstärkung für den zentralen Teil der Abwehrkette gewesen sein. Es ist daher schon wahrscheinlich, dass Pauli dort auf Einsatzzeit kommen wird und diese seiner Entwicklung hilft. Daher ergibt die Leihe für ihn durchaus Sinn, um sich in Zukunft hoffentlich in der Bundesliga bei den Geißböcken etablieren zu können.
Für Trainer Lukas Kwasniok und die Geißböcke steht am Sonntag das erste Heimspiel der Bundesliga auf dem Plan. Um 19:30 Uhr erfolgt der Anstoß im RheinEnergieSTADION. Wer überträgt das Duell des 1. FC Köln gegen den SC Freiburg?
Am Wochenende geht es noch gegen Freiburg. Für die Länderspielpause steht nun aber ein weiteres Testspiel an: Der 1. FC Köln testet gegen ETB Schwarz-Weiß Essen.
Bereits Mitte kommender Woche und kurz nach dem Duell gegen den SC Freiburg im heimischen Stadion steht für den FC das nächste Duell an. Diesmal allerdings nur ein Test: Der 1. FC Köln testet gegen ETB Schwarz-Weiß Essen.
Marius Bülter im Test gegen Vitesse Arnheim
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Nachdem Trainer Lukas Kwasniok im Sommer die Geschicke beim FC übernommen hatte, hat sich einiges verändert bei den Geißböcken. Nicht nur das Trainerteam ist neu zusammengestellt, auch auf der Führungsebene schaltet und waltet nun Thomas Kessler als Sportdirektor und hat auch den Kader des Vereins auf links gedreht. Bisher kommen die Geißböcke auf zehn Neuverpflichtungen, über weitere Zugänge wird spekuliert, das Transferfenster hat noch bis Montagabend geöffnet. Und so musste Kwasniok schnell eine neue Mannschaft formen, die sich in der Bundesliga und im DFB-Pokal beweisen kann.
Je nach Zugang blieb bisher nicht viel Zeit, die Spieler unter Wettbewerbsbedingungen einzusetzen. So hat der Trainer bisher zum Beispiel Neuzugang Rav van den Berg noch nicht in einem Pflichtspiel begutachten können. Sollte der Niederländer gegen den Sportclub nicht zum Einsatz kommen, dann hat Kwasniok spätestens am Mittwochabend die Chance dazu. Denn dann ist in der Länderspielpause für 19 Uhr das hummel-Testspiel beim ETB Schwarz-Weiß Essen anberaumt. Im Stadion Uhlenkrug trifft der FC dann anlässlich des 125-jährigen Jubiläums des Gegners auf Essen.
Das ist der Gegner
Während der vergangenen 125 Jahre haben die Schwarz-Weißen bereits einige Erfolge feiern können. So setzte sich Essen1959 im Endspiel des DFB-Pokals 5:2 gegen Borussia Neunkirchen durch. Zu der Zeit war ETB nahezu immer in der höchsten Spielklasse angesiedelt, bis 1963 die Bundesliga eingeführt wurde. Seitdem verpassen die „Schwatten“ vor allem in den 70er Jahren mehrfach nur knapp den Aufstieg ins Oberhaus. 1978 fasste der Club dann den Entschluss, sich aus dem Profigeschäft zurück zu ziehen. Gegen Essen wird Kwasniok nun die Möglichkeit haben, die Mannschaft erneut zu testen. Tickets sind ab sofort über die Homepage des Vereins zu haben.
Die Fußballerinnen des FC haben mit einem Sieg in der Generalprobe vor dem Bundesliga-Start Selbstvertrauen getankt: Die Frauen des 1. FC Köln besiegten am Freitagnachmittag den FC Utrecht mit 1:0 (0:0).
Trainerin Britta Carlson sieht ihre Mannschaft auf einem guten Weg – und benennt die offenen Baustellen. Die Frauen des 1. FC Köln besiegten am Freitagnachmittag den FC Utrecht mit 1:0.
Britta Carlson vom 1. FC Köln
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Lydia Andrade ließ die Kölnerinnen doch noch jubeln. Der Neuzugang erzielte in der 84. Minute den späten, aber verdienten Siegtreffer gegen den FC Utrecht per Abstauber. Die Kölnerinnen hatten zuvor bereits eine Vielzahl an guten Möglichkeiten ungenutzt verstreichen lassen. Das Team überstand am Ende die Schlussoffensive der Niederländerinnen unbeschadet. Die Matchwinnerin strahlte nach der Partie: „Ich freue mich für mich, für die Mannschaft, dass wir heute gewonnen haben. Jetzt können wir mit einem guten Gefühl in die Liga starten.“
Positives Fazit nach der Generalprobe
Am nächsten Samstag (14 Uhr) ist mit RB Leipzig Andrades Ex-Verein zum Bundesliga-Auftakt zu Gast am Geißbockheim. Für die Schweizerin wird es ein besonderes Duell: „Ich freue mich, mein altes Team wiederzusehen und freue mich, dass wir das erste Spiel genau gegen sie haben. Ich bin hundertprozentig überzeugt, dass wir das ein gutes Spiel machen.“ Viele Nachrichten von ihren ehemaligen Teamkolleginnen aus Leipzig habe sie noch nicht bekommen, schmunzelte die 26-Jährige: „Ich denke, das kommt erst im Verlauf der Woche.“ Die Trainerin Britta Carlson zog derweil ein positives Fazit nach der Generalprobe: „Wir haben schon viele gute Sachen gesehen. Es geht sicherlich immer noch besser, das wissen die Spielerinnen. Da sind wir auch nie zufrieden und das ist auch gut so. Aber im Großen und Ganzen war es ein schöner Härtetest vor dem ersten Spiel. Aber wir haben noch viel Arbeit vor uns, weil noch nicht alles gut war.“
Die Trainerin legte den Finger in die Wunde: „Ein Ergebnis täuscht nicht darüber hinweg, woran wir noch arbeiten müssen. Gegen den Ball war es richtig gut, aber wir schenken den Ball noch zu schnell her. Wenn wir es besser ausspielen, haben wir noch mehr Möglichkeiten.“ Insbesondere im Offensivspiel muss der FC tatsächlich zulegen, wie nicht nur der regelrechte Chancenwucher gegen Utrecht offenbarte. Dies dürfen sich die Kölnerinnen in der Bundesliga so nicht erlauben, wenn es endlich eine sorgenfreie Saison werden soll. Carlson konstatierte nach dem Spiel: „Wir haben einen super Willen gezeigt, das Tor zu verteidigen. Genau den Willen würde ich mir vorne auch wünschen, das geradlinig zu Ende zu spielen und selbst noch schneller in den Abschluss reinzukommen.“
Kapitänsfrage ist entschieden
Mit Sandra Maria Jessen hat der FC seine Offensive zuletzt nochmals verstärkt. Die isländische Nationalspielerin sollte am Samstag die erste Trainingseinheit mit ihrer neuen Mannschaft absolvieren. Die Kapitänsfrage ist derweil entschieden. Fast schon erwartungsgemäß übernimmt Marina Hegering in der kommenden Saison die Binde. Laura Feiersinger ist ihre Stellvertreterin.
Für Lukas Kwasniok und den FC steht am Sonntagabend das erste Heimspiel der neuen Saison auf dem Plan. Doch der Kölner Coach warnt vor einer schweren Aufgabe. So will der 1. FC Köln gegen Freiburg punkten.
Zwar ist der SC Freiburg mit einer Niederlage in die Bundesliga gestartet, dennoch erwartet Kölns Coach Lukas Kwasniok eine schwere Aufgabe am Sonntag. Eine schwere, aber keine aussichtslose. So will der 1. FC Köln gegen Freiburg punkten.
Linton Maina im Spiel gegen den SC Freiburg
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Zwei Wochen ist die neue Saison bereits alt, da kommt FC-Trainer Lukas Kwasniok erstmals in den Genuss eines Bundesliga-Heimspiels im Kölner Stadion. Von großer Vorfreude will der 44-Jährige aber nichts wissen. Nicht, weil der Kölner Coach keine verspürt, vielmehr, weil Kwasniok diese Glückseligkeit an anderer Stelle sehen will. „Wir freuen uns auf die Atmosphäre. Es geht aber vielmehr darum, Freude nach dem Spiel ausstrahlen zu dürfen“, sagt der Trainer. Und das, „weil die Mannschaft eine gute Leistung gezeigt oder das Spiel gewonnen hat.“ Ganz sicher wäre dem Trainer ein Zusammentreffen beider Punkte am liebsten. Denn der Einstand mit zwei Pflichtspielsiegen zum Auftakt war schon ein besonders guter, mit einem weiteren am Sonntagabend hätten die Kölner einen perfekten Start hingelegt, sich frühzeitig ein kleines Polster und vermutlich auch so etwas wie Respekt verschafft.
Freiburg trotz Niederlage mit gutem Auftakt
Doch die Aufgabe wird keine leichte. Der FC empfängt den SC Freiburg im eigenen Stadion. Nach Mainz bekommen es die Kölner also auch am zweiten Spieltag mit einem Club aus dem europäischen Wettbewerb zu tun. „Ich finde schon, dass man Freiburg und Mainz vergleichen kann. Gerade, was die Entwicklung der vergangenen Jahre angeht. Vielleicht gab es bei Freiburg eine etwas größere Stabilität“, sagt der Trainer. Ein „kleiner Verein“ sei das Team aus dem Breisgau jedenfalls nicht mehr. Auch der Sportclub hat einige Veränderungen im Sommer vorgenommen. Leistungsträger verloren, Hoffnungsträger dazugewonnen. Vor allem der Verlust von Ritsu Doan wiegt schwer. Der Motor der vergangenen Spielzeit ist bekanntlich nach Frankfurt gewechselt. „Sie werden den Abgang von Doan über kurz oder lang kompensieren können. Sie haben schon auch gute Transfers getätigt“, sagt der Coach.
Kwasniok betont, dass Freiburg schon auch mal eine Stange Geld in die Hand nehmen kann, um den Kader zu stärken. Mehr als 30 Millionen Euro hat der Sportclub in den Kader investiert. Alleine 20 für die beiden Offensivkräfte Yuito Suzuki (Bröndby) und Cyriaque Irié (Troyes). Ein besonderer Fokus lag aber nicht auf den Neuverpflichtungen. „Wir haben bei allen Spielern genau hingeschaut“, sagte der Coach und erklärte, dass die 1:3-Auftaktniederlage gegen den FC Augsburg aus Freiburger Sicht höchst unglücklich verlaufen sei. „Ich gehe davon aus, dass sie herkommen und wissen, so schlecht war das nicht“, sagte Kwasniok. „Es ist eine Mannschaft, die sich durch Intensität, Aktivität auszeichnet, aber auch durch eine hohe Gefahrenlage bei Standards“, so der Trainer weiter. „Es wird logischerweise ein schwerer Fight werden.“
Der Coach kann nahezu aus dem Vollen schöpfen
Und den gilt es für den FC dann auch anzunehmen. Gerade die Defensivleistung seiner Mannschaft will der Trainer besonders hervorgehoben haben. „Es wird unterschätzt, dass das auch in der vergangenen Saison so war. Es war ein Hauptgrund dafür, dass der FC aufgestiegen ist“, so Kwasniok, der dann auch noch warme Worte gerade für Timo Hübers und Eric Martel fand, „die eine unheimliche Verteidigungs- und Aufopferungsbereitschaft in sich tragen. Das führt dazu, dass die anderen das auch machen müssen.“ Grundsätzlich fände das mit „Herz verteidigen“ zu wenig Beachtung. Das wäre schon sehr gut gegen Mainz gewesen, spielerisch gäbe es noch Luft nach oben“, sagte der Trainer.
Gegen den SC Freiburg kann Kwansiok wohl wieder aus dem Vollen schöpfen. Die unter der Woche angeschlagenen Spieler waren wieder allesamt im Training. Ob es für den Kader reicht, wird sich kurzfristig zeigen. Gerade hinter Linton Maina sollte sich aber längst ein Ausrufezeichen befinden. Und nach dem Erfolg über Mainz startet der FC auch mit breiter Brust in das erste Heimspiel, das – wenn es nach Kwasniok geht – auch im Nachgang für Freude sorgen soll.
Der 1. FC Köln ruft vor dem ersten Heimspiel der Saison am Sonntag zu einer Großdemonstration auf, um gegen Stillstand im Streit um die Erweiterung des Trainingsgeländes im Grüngürtel zu protestieren. Erwartet werden rund 4000 Menschen. Kurz vor den Kommunalwahlen in Köln geht man nun in die Offensive: Im Konflikt um das Geißbockheim zieht der 1. FC nun alle Register.
Nach einer jahrelangen politischen Hängepartie will man beim 1. FC Köln nun Druck mithilfe der FC-Anhänger ausüben: Im Konflikt um das Geißbockheim zieht der 1. FC nun alle Register.
Ein jahrelanger politischer Konflikt steht vor der nächsten Eskalationsstufe: Der Streit um den Ausbau des Geißbockheims
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Bereits Anfang Juli gab es einen erfolgreichen Protest vor einer Ratssitzung. Die Ratsgruppe „Klima Freunde & Gut“ hatte damals kurzfristig einen Antrag mit dem Titel „Dauerhafte Sicherung der Gleueler Wiesen vor Bebauung“ auf die Tagesordnung setzen lassen. Daraufhin versammelten sich am nächsten Tag nach Angaben des 1. FC Köln etwa 300 Demonstranten, die sich lautstark wehrten. Mit Erfolg, denn der Antrag wurde abgelehnt. Diesen Sonntag folgt nun das nächste Kapitel im Streit zwischen dem 1. FC Köln und kommunalpolitischen Vertretern der Stadt Köln. Die Ausgangslage am Sonntag unterscheidet sich dabei deutlich vom damaligen Fall, bei dem man auf Vereinsseite einstig reagierte und den Worst Case abwehren konnte. Nun handelt es sich wohl um einen bewussten Schachzug der Verantwortlichen des FC. Aktion statt Reaktion.
Ziel sei es, kurz vor den Kommunalwahlen ein klares politisches Zeichen zu setzen, machte FC-Geschäftsführer Philipp Türoff am Donnerstagmittag gegenüber Pressevertretern deutlich: „Der Protest wird zeigen, dass es nicht geht, ohne dass sich irgendeiner dann auch mal um ein Anliegen von uns kümmert. Und da ist jetzt im Wahlkampf einfach höchste Zeit, dass wir uns positionieren.“ Die Demonstration vor der Partie gegen Freiburg steigt unter dem Motto „Geißbockheim ausbauen – Plätze für unsere Pänz“. Die Botschaft sei klar und mache deutlich, worum es in der Debatte um das vielbestrittene Bauprojekt eigentlich geht, ergänzte Türoff: „Wir brauchen Fußballplätze. Vor allem Kunstrasenplätze, die hohe Trainingsintensitäten aushalten. Und die sollen so nah dran sein, dass hier bei Dunkelheit junge Mädchen und Jungs noch von einer Umkleide dahin und wieder zurückgehen können, ohne dass man sich wieder irgendeinem anderen Wahnsinn erträumen muss.”
Vizepräsident Wettich: „Werden keine Wahlempfehlung geben“
Am 14. September öffnen in Köln die Wahllokale. Die Mobilisierung der FC-Basis ist dann sicherlich auch für Parteien von Vorteil, die sich die Unterstützung von Sportvereinen durch Modernisierung oder die Schaffung zusätzlicher Sportflächen auf die Fahne geschrieben haben. Insofern kommt die Demo der SPD ganz recht. Im Wahlprogramm der Partei des Spitzenkandidaten Torsten Burmester heißt es: „Das Angebot an Sporträumen, -plätzen und Trainingszeiten muss mit der wachsenden Nachfrage in vielen Sportarten mithalten und deshalb ausgebaut werden.“ Mit dieser deutlichen Forderung steht die SPD hinsichtlich der Wahlprogramme allerdings allein dar.
Dadurch könnten sich in der Konsequenz durchaus Nachteile für andere Kandidaten ergeben. Parteien wie Bündnis 90/Die Grünen und Volt sprechen sich bekanntlich für den Schutz der innerstädtischen Grünflächen sowie für die Vermeidung zusätzlicher versiegelter Flächen aus. Und dennoch: Beim FC will man von Wahlkampf nicht sprechen. Man kämpfe nur in eigener Sache, parteiunabhängig, stellte FC-Vizepräsident Dr. Carsten Wettich klar: „Wir tun als FC erstmal gut dran, dass wir politisch neutral sind. Wir werden aufrufen, wie wir es auch bei anderen Wahlen gemacht haben, zur Kommunalwahl zu gehen. […] Aber wir werden keine Wahlempfehlung geben.“
Die Chance auf frischen Wind
Dennoch stecke in den Kommunalwahlen auch die Chance auf frischen Wind im Konflikt um das Geißbockheim, ist sich Wettich sicher: „Über alle Parteien hinweg herrscht ein größeres Verständnis jedenfalls dafür, die Bedürfnisse des 1. FC Köln wahrzunehmen. Auch wenn ich mit einer Grünen-Kandidatin (Gemeint ist Berivan Aymaz, OB-Kandidatin der Partei Bündis 90/ Die Grünen Köln Anm. d. Red.) spreche, existiert Verständnis dafür, was der FC als identitätsstiftendes Merkmal und auch als Werbeträger der Stadt bedeutet. Deshalb baut sie noch lange nicht die Plätze dazu. Aber selbst mit ihr hätten wir größere Hoffnung auf eine Lösung als in den letzten Jahren. Ich glaube, dass die Bedeutung des 1. Köln mehr erkannt wird in der Politik, als es in der Vergangenheit der Fall war.“
FC als Sprachrohr für Bürger und Breitensport
Ein schwerwiegender Punkt auf der langen Liste der Vorwürfe des Vereins gegenüber der Stadt ist auch das Nichteinhalten von Zusagen in der beschlossenen Kompromisslösung mit sogenannten Satellitenplätzen. Der Verein hatte zugesichert, vorerst auf die Gleueler Wiese zu verzichten, wenn Politik und Verwaltung im Gegenzug den Neubau eines Leistungszentrums am Geißbockheim ermöglichen und Plätze in unmittelbarer Nähe bereitstellen. Doch auch hier taten sich Schwierigkeiten auf: „Ein einziger Platz ist gebaut worden. Und damit hat auch die Stadt Köln wenig zu tun. Denn wir haben ihn auf unsere Kosten gebaut in Hürth“, stellte Wettich klar.
Aus der Untätigkeit und geringen Kooperationsbereitschaft der Stadt resultiert nicht nur beim FC, sondern auch weit über den Sport hinaus, tiefgreifende Unzufriedenheit mit Kommunalpolitischen Entscheidungen: “Was wir mitbekommen in den Gesprächen mit Mitgliedern, mit Fans, auch mit Bürgern ist, dass es einfach unverständlich ist, dass es nach zehn Jahren keine Lösung gibt. Egal, ob die am Ende für den Bebauung der Wiese oder für den Satellitenplatz sind. Es sind vielleicht ein Stück weit auch ein paar andere Projekte, die auch nicht ganz so gut funktioniert haben in Köln. Deshalb ist es ein emotionales Thema, das eine breite Rolle einnimmt“, so Wettich.
Im Konflikt um das Geißbockheim zieht der 1. FC nun alle Register
Darum will man sich am Sonntag nicht nur für die Belange des 1. FC Köln auf dem Heumarkt versammeln, sondern im Windschatten der Causa Geißbockheim gleich allumfassend die strukturellen Probleme der Sportstadt Köln den verantwortlichen ins Gedächtnis rufen, argumentierte Wettich: „Wenn sie zum Breitensport gehen, wenn sie zu den anderen Proficlubs gehen, etwa den Kölner Haien, die Probleme haben mit ihrer Trainingshalle und so weiter, das ist ja bei allen Clubs ähnlich. Ich glaube, wir sind halt diejenigen, die auch anderen eine Stimme geben können. Wir haben andere Kanäle, wir können mehr Menschen erreichen als im Breitensport. Das wollen wir nutzen. Und natürlich nutzen wir das auch, um für unsere Interessen zu kämpfen. Am Ende entscheidet erstmal der Wähler und dann entscheiden die Politiker das, was sie machen, aber natürlich möchten wir das Thema auf die Agenda bringen.”
Mit allen (demokratischen) Mitteln
Der Streit um den geplanten Ausbau des Geißbockheims dauert nun bereits mehr als zehn Jahre an. Der FC hatte ursprünglich mit drei Kunstrasenfeldern auf der Gleueler Wiese geplant sowie mit einem Jugend-Leistungszentrum neben dem Franz-Kremer-Stadion. Das Oberverwaltungsgericht in Münster (OVG) hatte Ende 2022 den von der Stadt Köln erstellten Bebauungsplan wegen Verfahrensmängeln für unwirksam erklärt. Der FC legte damals Beschwerde gegen die nicht zugelassene Revision ein und bekam Recht. Das OVG muss neu verhandeln. Die Lage im Verein ist demnach mehr als angespannt – einerseits aufgrund der ausstehenden Entscheidung in Münster, andererseits aufgrund der schleppenden Zusammenarbeit mit der Stadt Köln.
Für manche Außenstehende mag der drastische Kurs, den die Führungsebene des FC nun gehen will, fast schon wie eine Verzweiflungstat wirken. Dem Verein bleibt keine andere Wahl, als seine Basis zu mobilisieren. So will der FC laut Türoff „nochmals auf ein sehr wichtiges Zukunftsthema rund um den 1. FC Köln hinweisen und unseren Positionen mit Nachdruck Schwung für den Wahlkampf mitgeben”. Und bei der Demonstration am Sonntag will man es beim FC nicht belassen. Mit einer Petition sammelt der Verein Unterschriften, um noch auf diesen weiteren Weg Druck auf den Kölner Stadtrat auszuüben.
Ein Teil der TV-Gelder für die beiden höchsten deutschen Ligen wird an die Vereine verteilt, die junge Spieler ausbilden und einsetzen. Bei dieser Säule ist der FC vorne mit dabei: Der 1. FC Köln profitiert von Prämien für den Einsatz junger Spieler.
Der FC spielte in der abgelaufenen Saison ganz vorne mit beim Einsatz und Ausbilden junger deutscher Spieler. Das zahlt sich jetzt auch finanziell aus für den Verein: Der 1. FC Köln profitiert von Prämien für den Einsatz junger Spieler.
Eric Martel im Zweikampf mit Ibrahim Maza (Foto: Maja Hitij/Getty Images)
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Für die Saison 2024/25 schüttet die DFL insgesamt 48 Millionen Euro aus dem TV-Vertrag für den Einsatz von jungen Spielern in der ersten und zweiten Liga an die Vereine aus. Das gab sie am Donnerstag bekannt. Damit macht die „Säule Nachwuchs“ insgesamt vier Prozent der Erlöse aus den deutschsprachigen Medienrechten aus. Und das lohnt sich auch für den 1. FC Köln. Denn gemeinsam mit Hertha BSC Berlin führt der Aufsteiger das Ranking für den Einsatz von Nachwuchsspielern an und bekommt somit mit den größten Anteil.
Millionensumme für den FC
Dabei ergeben sich zwei Drittel der Summe aus den Einsatzminuten junger U23-Spieler mit Local-Player-Status. Das heißt, dass sie zwischen ihrem 15. und 21. Lebensjahr mindestens drei Jahre bei einem deutschen Verein unter Vertrag standen. Nicht berücksichtigt werden bei den Einsatzzeiten die Nachspielzeiten in den Partien sowie die Relegationsspiele. Der verbleibende Anteil an den 48 Millionen richtet sich danach, wie groß der Anteil der Clubs an der Ausbildung der eingesetzten Talente ist. Dabei zählt die Zeit ab dem 12. Lebensjahr. Die Spielzeit 2024/25 ist dabei jedoch ausgenommen, da sie schon bei den Einsatzzeiten berücksichtigt wird. Auch sind für die Berechnung nur die Vereine der ersten beiden Ligen aus dem relevanten Zeitraum und deren Ausbildungsanteile wichtig.
So bekommt der 1. FC Köln nach dem Gesamtranking der Einsatzminuten 2,5 Millionen Euro. Damit liegen die Geißböcke gemeinsam mit Hertha BSC Berlin, die ebenfalls ungefähr die gleiche Summe bekommen, an der Spitze. Hinter ihnen folgen der 1. FC Nürnberg (2,2 Millionen Euro), die SpVgg Greuther Fürth (2,1 Millionen Euro), der Karlsruher SC (1,9 Millionen Euro) und die SV Elversberg (1,7 Millionen Euro). Ein Garant für die Top-Platzierung der Geißböcke ist zum Beispiel Eric Martel. Der Mittelfeldspieler kam in der abgelaufenen Saison auf 2741 Minuten. Aber auch die Einsatzzeiten von Profis wie Julian Pauli oder Damion Downs haben eine wichtige Rolle gespielt. So wird der FC noch im Nachhinein dafür belohnt, dass er in der vergangenen Spielzeit auch jungen Spielern eine Chance gab.