Der FC arbeitet mit Hochdruck am Kader für die kommende Saison. Vor allem in der Defenisve wollen die Geißböcke nachlegen. Dementsprechend stehen auch Innenverteidiger auf der Wunschliste. So wie Jordan Torunarigha: Der 1. FC Köln droht aber wohl erneut leer auszugehen.
Nach den Transfergerüchten rund um den FC ist die Wunschliste der Geißböcke erstaunlich lang. Möglicherweise wird sie um einen Namen verkürzt. Nämlich um Jordan Torunarigha: Der 1. FC Köln droht leer auszugehen.
Jordan Torunarigha im Fokus des 1. FC Köln
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Noch vor wenigen Tagen kursierten Gerüchte, dass der Abwehrspieler bereits in einer Kölner Klinik zum vermeintlichen Medizincheck gesehen wurde. Eine Ente. Nun verdichten sich nämlich die Anzeichen, dass ausgerechnet der Hamburger SV den Zuschlag bei dem Abwehrspieler erhält. Schon am Sonntagmorgen waren die ersten Gerüchte in den Sozialen Medien aufgetaucht. Mittlerweile berichtet auch die „MoPo“ von einer HSV-Tendenz und einem möglichen Wechsel. Demnach wolle der 27-Jährige bis zum Ende der kommenden Woche eine Entscheidung über seine Zukunft getroffen haben. Der Vertrag des ehemaligen Juniorennationalspielers läuft bei Gent bekanntlich aus. Torunarigha wäre demnach ablösefrei zu haben. Der Abwehrspieler will das belgische Team auch verlassen. Der FC ist bekanntlich interessiert. Doch eben nicht nur die Geißböcke. Wie berichtet ist auch Borussia Mönchengladbach und der Hamburger SV an einer Verpflichtung interessiert. Zudem haben schon einige internationale Clubs unter anderem aus England angeklopft.
Interesse auch von Panathinaikos Athen
Die „MoPo“ berichtet zudem von einem Interesse von Panathinaikos Athen. Doch die Tendenz geht wohl zum Hamburger SV. Die Rothosen sollen im Buhlen um den Innenverteidiger die Nase vorne haben. Das könnte auch an Stefan Kuntz liegen. Der Sportvorstand des HSV hat mit dem 27-Jährigen bei der Junioren-Nationalmannschaft bereits zusammen gearbeitet. Ein Kölner Interesse verwundert nicht. Der gebürtige Chemnitzer spielte seit 2012 bei der Jugend von Hertha BSC, durchlief sämtliche Juniorenmannschaften und feierte auch sein Profi-Debüt für die Hertha. Im Januar 22 wurde der Innenverteidiger dann nach Belgien verliehen. Gent verpflichtete den Spieler im Anschluss für eine Ablöse von drei Millionen Euro. Aktuell wird der Marktwert des Abwehrspielers auf 4,5 Millionen Euro eingeschätzt.
Nun soll also der HSV gute Karten haben, anscheinend die besten. Dem FC würde dann der nächste Wunschspieler durch die Lappen gehen. Auch Bochums Bernardo soll auf der Liste der Geißböcke gestanden haben. Der Brasilianer hat aber bei der TSG Hoffenheim unterschrieben. Auch Dresdens Jonas Sterner galt als potenzieller Kandidat, der Abwehrspieler spielt künftig bei Hannover.
Eric Martel und Jan Thielmann müssen auf ihre Sommerpause bekanntlich noch warten. Die beiden FC-Profis starten diese Woche in die U21-Europameisterschaft. Neben der Freude auf ein großes Turnier bietet sich den beiden Spielern auch die Chance, sich noch einmal zu zeigen. Auch für den 1. FC Köln: Jan Thielmann zwischen Vertrags-Verlängerung und möglichem Abschied.
Mit großer Vorfreude war Jan Thielmann vor zwei Jahren in die Vorbereitung auf die U21-Europameisterschaft gestartet. Eine Sprunggelenksverletzung ließ nicht nur den Traum des großen Turniers platzen. Der heute 23-Jährige verpasste damals die Vorbereitung und verlor den anvisierten Stammplatz. Zwei Jahre später steht das Kölner Eigengewächs vor dem nächsten großen Turnier, aber auch vor einer ungewissen Zukunft beim 1. FC Köln: Jan Thielmann zwischen Vertrags-Verlängerung und möglichem Abschied.
Jan Thiemann spielt für die U21 (Foto: Ville Vuorinen/Getty Images)
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Während der Großteil der FC-Kicker aktuell Sonne tankt, ist bei unter anderem Eric Martel und Jan Thielmann ebenfalls Schwitzen angesagt – allerdings auf dem Trainingsgelände. Die beiden Profis der Geißböcke bereiten sich mit der U21-Nationalmannschaft auf die Europameisterschaft vor. Bereits in vier Tagen geht es für die DFB-Auswahl in der Slowakei los. Gegner im deutschen Eröffnungsspiel ist Slowenien mit Stürmer Jaka Potocnik. Anschließend folgen die Begegnungen gegen Tschechien und zum Gruppenabschluss England. Die deutsche Mannschaft will möglichst lang dabei bleiben. Das Endspiel findet am 28. Juni statt.
Martel und Thielmann im EM-Schaufenster
U21-Nationalmannschafts-Kapitän Martel betonte zuletzt, dass die EM ja auch eine Chance sei, sich noch einmal ins Schaufenster zu stellen. Für den Sechser der Kölner geht es zweifelsohne auch darum, sich vor den internationalen Scouts zu präsentieren, die bei einem Nachwuchsturnier in großer Menge vor Ort sind. Das Schaufenster könnte auch für Jan Thielmann eine interessante Option sein. Und das möglicherweise auch aus Vereinssicht. Denn der 23-Jährige könnte in der Slowakei die Chance nutzen, sich auch bei den Geißböcken wieder für mehr zu empfehlen. Die vergangene Saison lief jedenfalls alles andere als optimal. Das Kölner Eigengewächs wurde bekanntlich zum Rechtsverteidiger-Experiment, doch der Versuch scheiterte kläglich.
Thielmann ließ die Umpositionierung wohlwollend über sich ergehen, machte aber auch nie einen Hehl daraus, sich deutlich offensiver zu sehen. Erst durch die Verpflichtung von Jusuf Gazibegovic erhielt der Föhrener wieder die Chance auf mehr Offensive und überzeugte. Dennoch wird die Situation nicht zufriedenstellend gewesen sein und könnt ein schlechtesten Fall auch Auswirkungen auf die Zukunftspläne des U21-Nationalspielers haben. Denn wie bei Martel läuft auch der Vertrag des Kölner Eigengewächses nur noch bis zum Sommer 2026. Heißt: Sollte Thielmann seinen Vertrag bei den Kölnern nicht verlängern wollen, würden die Geißböcke auch nur noch in diesem Sommer eine marktgerechte Ablöse kassieren. Der Marktwert des Schienenspielers liegt aktuell bei drei Millionen Euro.
Thielmann bekommt Konkurrenz
Der FC würde Thielmann gerne behalten und den Vertrag verlängern. Und der offensive Fußballstil von Lukas Kwasniok könnte dem 23-Jährigen auch entgegenkommen. Doch die Konkurrenzsituation wird keine einfache. Mit Said El Mala kommt einen Schienenspieler, der auf beiden Seiten agieren kann. Linton Maina dürfte nach einer starken Saison erst einmal gesetzt sein. Zudem soll ein weiterer Außenbahnspieler geholt werden. Für Thielmann bieten die kommenden Wochen also die große Chance, seine Verhandlungsposition in jeglicher Hinsicht zu verbessern.
Hartnäckig halten sich die Gerüchte um eine mögliche Rückkehr des Mittelfeldspielers zu den Geißböcken. Doch aktuell deutet viel daraufhin, dass es nichts wird für den 1. FC Köln: Salih Özcan zieht es wohl Richtung Istanbul. Denn dort gibt es direkt mehrere namhafte Interessenten.
Nur noch ein Jahr Vertrag beim BVB und kaum Chancen auf Spielzeit bei den Borussen. Kein Wunder, dass der Mittelfeldspieler eine neue Herausforderung sucht. Doch das anscheinend eben nicht beim 1. FC Köln: Salih Özcan zieht es wohl Richtung Istanbul.
Salih Özcan lief im April gegen Barcelona auf (Foto: Pedro Salado/GettyImages)
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Die Enttäuschung dürfte bei Salih Özcan groß sein. Der Mittelfeldspieler hatte sich bereits auf die Länderspiele vorbereitet, am Abend stand sogar ein Testspiel gegen die USA mit Damion Downs auf dem Programm. Doch Özcan wurde kurzfristig aus dem Kader gestrichen. Das Knie. Der gebürtige Kölner hatte sich im Training verletzt, eine Genesung in dieser Länferspielphase ist ausgeschlossen. Und so kann sich der 27-Jährige auf die Planung seiner Zukunft konzentrieren. Dass diese nicht in Dortmund liegt, steht mittlerweile außer Frage, obwohl Özcan noch Vertrag bis zum kommenden Sommer hat. Der BVB will den defensiven Mittelfeldspieler von der Gehaltsliste bekommen. Und Özcan will spielen und die Konkurrenz bei der Borussia ist nun mal eine große.
Wie bewertet ihr die FC-Profis gegen Kaiserslautern?
Galatasaray oder Besiktas?
Und da sich die Kölner ja durchaus im Zentrum verstärken wollen, wurde intern der Name Özcan auch diskutiert. Wie konkret dieses Gedankenspiel war, ist nicht bekannt. Angesichts eines kolportierten Jahresgehalts von bis zu fünf Millionen Euro dürfte es zumindest Zweifel an einer schnellen Umsetzungen gegeben haben und wenn nicht, es ein erhebliches Verhandlungsgeschick benötigen, das Eigengewächs zurück ans Geißbockheim zu lotsen. Die Wahrscheinlichkeit, den 27-Jährigen in der kommenden Saison mit einem Geißbock auf der Brust auf dem Platz stehen zu sehen, ist allerdings ohnehin nicht mehr die größte. Denn schon vor einiger Zeit hatte sich Besiktas Istanbul in das Buhlen um den türkischen Nationalspieler eingemischt.
Nicht nur das, der Traditionsverein soll sogar mit dem BVB bereits in Kontakt getreten sein und Özcan sein grünes Licht gegeben haben, dass er sich einen Wechsel durchaus vorstellen kann. Über konkrete Verhandlungen ist nicht viel bekannt, doch schon Beginn der Woche gab es in den ersten türkischen Portalen die Meldung, ein Vertragsabschluss sei nur noch eine Frage der Zeit. Das kann gut sein. Doch stellt sich die Frage, mit welchem Club. Denn Besiktas hat Konkurrenz im Kampf um den 27-Jährigen bekommen – prominente Konkurrenz. Denn auch Galatasaray hat den Hut in den Ring geworfen. Laut übereinstimmenden türkischen Medienberichten, habe Özcan auch ein grundsätzliches Interesse bekundet, für Galatasaray auflaufen zu wollen. Der türkische Meister will allerdings vorher noch Klarheit in einigen Deals haben.
Das Buhlen um den Nationalspieler nimmt jedenfalls mächtig zu und das hat auch einen Grund. In der Türkei gibt es seit dieser Saison verschärfte Regeln über den Einsatz von ausländischen Spielern bzw. eine Mindestanzahl einheimischer Spieler. Akteure wie Özcan sind gerade besonders heiß begehrt. Das stärkt die Verhandlungsposition des Mittelfeldspielers, schwächt aber die der Geißböcke.
Mit Ragnar Ache und Isak Johannesson hat der 1. FC Köln zwei Topspieler der 2. Liga verpflichtet. Mit Aaron Zehnter und Calvin Brackelmann sollen die Geißböcke an zwei weiteren interessiert sein. Doch reicht das? Der 1. FC Köln sollte auf Bundesliga erfahrene Transfers setzen.
Die Leistungen der bisherigen Neuverpflichtungen haben in der abgelaufenen Saison durchaus beeindruckt. Doch bestehen die Akteure auch in der Bundesliga? Die Vergangenheit zeigt, dass das Vorgehen mitunter durchaus riskant sein kann. Der 1. FC Köln sollte auf Bundesliga erfahrene Transfers setzen.
Thomas Kessler am Geißbockheim
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Das erste Spiel in dem Wissen künftig für den 1. FC Köln aufzulaufen, hätte für Isak Johannesson doch gar nicht viel besser laufen können. Der Mittelfeldspieler feierte mit der Nationalmannschaft Islands einen verdienten 3:1-Erfolg in und gegen Schottland. Der 22-Jährige stand in der Anfangsformation, brachte zwar nichts Zählbares auf das Tableau, lieferte aber mehr als 70 Minuten eine sehr solide Leistung ab. Auf dem Platz sorgte die Kölner Neuverpflichtung für Akzente in der Offensive und Ruhe in der Defensive, in der vergangenen Woche dafür mit dem Wechsel zum FC für mächtig Wirbel. Auf der einen Seite die Düsseldorfer Anhänger, die nach dem Weggang eines ihrer Leistungsträger (und das auch noch zum Rivalen) den Spieler mit Wut und Frust überhäuften, auf der anderen Seite die FC-Fans voller Vorfreude.
Reichen Zweitliga-Topspieler aus?
Denn für den FC ist die Verpflichtung bereits die zweite eines Topspielers, der in der abgelaufenen Zweitliga-Spielzeit für Furore gesorgt hat. Ragnar Ache ist bekanntlich der erste. Der Stürmer erzielte 18 Tore, bereitete drei weitere vor, kam auf die meisten Abschlüsse, war einer der Erfolgsgaranten des FCK. Angeblich sind die Geißböcke zudem auch noch an Aaron Zehnter interessiert. Vielleicht der beste linke Außenbahnspieler der vergangenen Spielzeit und mit Calvin Brackelmann an einem routinierten Innenverteidiger, der die Defensive des Aufstiegskandidaten aus Paderborn zusammengehalten hat. Ein Stürmer, Mittelfeldspieler, Außen- und ein Innenverteidiger – so ein wenig macht es den Eindruck, als würde der FC die offenen Baustellen positionsgetreu mit den jeweiligen Topspielern der Liga schließen wollen.
Wie bewertet ihr die FC-Profis in dieser Saison?
Auch, wenn die Neuverpflichtungen und potenziellen Transfers sicherlich Verstärkungen beim FC darstellen können oder könnten, stellt sich die Frage, ob es am Ende reichen wird, sich eben nicht mit Bundesliga erfahrenen Spielern zu verstärken. Das reguläre Transferfenster ist bekanntlich noch gar nicht geöffnet, die Transferphase noch jung und es kann und wird wohl noch viel passieren, und dennoch kommen die bisher als Königstransfer empfundenen Spieler eben aus der 2. Bundesliga, weisen keine oder nur Joker-Bundesliga-Erfahrung auf. Das gilt auch für den neuen Coach Lukas Kwasniok. Das muss ganz sicher nichts heißen, kann es aber. Denn sollten die Geißböcke keine Bundesliga erfahrenen Spieler verpflichten, wäre ein Vergleich mit der Aufstiegssaison 2019/20 angebracht.
Erfolge machen Hoffnung
Damals schlitterten die Kölner mehr schlecht als recht in die neue Bundesliga-Saison. Acht Punkte holte der FC aus den ersten 14 Spielen, scheiterte in der 1. Runde des DFB-Pokals an dem 1. FC Saarbrücken. Schon im November war für den damaligen Coach Achim Beierlorzer Schluss. Auf der Fehlersuche wurden im Grunde zwei Dinge genannt. Der Mannschaft fehlen die Bundesliga erfahrenen Verstärkungen und der Trainer ist für eine Mannschaft wie den 1. FC Köln ebenfalls zu grün hinter den Bundesliga-Ohren. Neben Beierlorzer ging auch Armin Veh, wohl in dem Wissen, dass bei der Kaderplanung einiges schief gelaufen ist. Dabei war der Kader kein schlechter: Anthony Modeste, Jhon Cordoba, Jonas Hector, dazu die Nerverpflichtungen Ellyes Skhiri oder Sebastiaan Bornauw. Und doch wurde es eine einzige Zitterpartie.
Gut möglich, dass der FC ja auch noch Bundesliga erprobte Spieler bekommt. Spieler wie Tom Krauß oder Jakub Kaminski. Und wenn nicht, müssen es die anderen richten. Die Erfolge in der 2. Bundesliga machen auf jeden Fall Hoffnung.
Auch wenn Trainer Lukas Kwasniok aktuell im Kurzurlaub ist, arbeitet der FC mit Hochdruck an seinem neuen Kader. Unter anderem soll es einen weiteren Mittelfeldspieler geben beim 1. FC Köln: Der FC ist offenbar an Mahamadou Diawara interessiert.
Auch nach der Verpflichtung von Lukas Kwasniok kocht die Gerüchteküche beim FC auf hoher Temperatur. Es gibt den nächsten Namen beim 1. FC Köln: Der FC ist offenbar an Mahamadou Diawara interessiert. Das berichtet das Online-Portal „africafoot„.
Mahamadou Diawara soll auf der Liste des 1. FC Köln stehen (Foto: picture alliance / Sipa USA | Icon Sport)
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Der FC sucht dem Vernehmen nach auch weiterhin nach einem zentralen Mittelfeldspieler. Neben den bereits gehandelten Namen taucht nun der nächste Kandidat auf. Wie das Portal „africafoot“ berichtet, ist Mahamadou Diawara ein heißer Kandidat. Der 20-Jährige war in der Rückrunde der abgelaufenen Saison an Le Havre ausgeliehen. Für den französischen Club kam der Mittelfeldspieler 15 Mal zum Einsatz, legte ein Tor auf. Nun kehrt Diawara zurück zu Olympique Lyon. Und das offenbar auch, weil Le Havre den zentralen Spieler nicht fest verpflichten wollte. Bei Lyon sieht man aber auch keine besonders große Verwendung für den 20-Jährigen. Dort kam der Youngster zu Saisonbeginn eher sporadisch zum Einsatz. Ganze zwei Mal stand der Mittelfeldspieler für den Heimatclub auf dem Feld.
Starke Werte des 20-Jährigen
Nun darf der Akteur den Verein wohl verlassen und es gibt zahlreiche Interessenten aus Europa. Unter anderem nennt das Onlineportal zwei Bundesligisten – nämlich Borussia Mönchengladbach und eben den 1. FC Köln. Diawara wurde bei Paris Saint-Germain ausgebildet, wechselte aber im Sommer 2023 in die Profiabteilung von Olympique. Auch die Young Boys Bern sollen an dem Spieler interessiert sein. Der Marktwert des Mittelfeldspielers wird von dem Onlineportal transfermarkt.de auf zwei Millionen Euro eingeschätzt. Zwar hat Diawara in Lyon noch Vertrag bis 2028, angesichts der wenigen Spielzeit ist aber mit einer Ablöse von unter zwei Millionen Euro zu rechnen. Ob der FC die für den Youngster aufbringen will, scheint derzeit offen. Eine weitere Leihe wäre ebenfalls eine Option. „africafoot“ berichtet, dass der Spieler ein Jahresgehalt von rund 400.000 Euro bezieht.
Wie bewertet ihr die FC-Profis in dieser Saison?
Die Kölner haben mit Isak Johannesson bereits einen Mittelfeldspieler verpflichtet, allerdings einen offensiveren. Dem Vernehmen nach soll ein weiterer defensiver Mittelfeldspieler nach Köln geholt werden. Möglicherweise wollen die Kölner nun auch schon einem möglichen Abgang von Eric Martel vorbauen. Die Zukunft des Sechsers ist noch nicht geklärt, soll erst nach der U21-EM mit dem FC besprochen werden. Es gibt aber durchaus Anzeichen, die auf einen Wechsel hindeuten könnten. Neben Diawara sind auch Besfort Zeneli und Salih Özcan Kandidaten, die genannt wurden. Der heißeste Kandidat bleibt aber weiterhin Tom Krauß.
Lukas Kwasniok ist noch gar nicht im Amt und doch wird schon über Ausrichtung, Herangehensweise und Risiken spekuliert. Dabei ist der neue Trainer sicher nicht alleine für den Erfolg des Teams verantwortlich. Ein Kommentar zum neuen Trainer des 1. FC Köln.
Mit Lukas Kwasniok kehrt eine Motivator zurück ans Geißbockheim – einer, der eine klare Meinung hat und diese auch kundtut. Die Euphorie ist groß, die Erwartungen hoch. Doch alleine am neuen Coach wird der Erfolg des FC nicht liegen. Ein Kommentar zum neuen Trainer des 1. FC Köln
Lukas Kwasniok, Trainer des 1. FC Köln
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Die Verhandlungen hatten sich am Ende dann doch ein wenig länger gezogen als zwischenzeitlich erwartet, wirklich überraschend kam die Verpflichtung des neuen Trainers der Geißböcke nicht mehr. Lukas Kwasniok heißt der neue Coach – und dann ist da erstmal ein wenig Entschleunigung rund ums Geißbockheim eingekehrt. Der Trainer befindet sich aktuell im Urlaub. Vielleicht ein wenig die Ruhe vor dem Sturm. Denn im Grüngürtel dürfte es in naher Zukunft wieder ein wenig lauter werden. Nach den Kurzeinsätzen von Timo Schultz und Gerhard Struber sowie den Sparplänen von Christian Keller wirkt es beim FC aktuell so, als habe man das Rad am Geißbockheim wieder ein wenig zurückgedreht. Die Kölner nehmen für neue Spieler wieder ordentlich Geld in die Hand, sicher auch, weil es Keller ermöglicht hat, und mit dem neuen Trainer sollen offensichtlich auch alte Wege eingeschlagen werden.
Vergleich zu Baumgart nicht fair, aber verständlich
Auch, wenn es vielleicht Kwasniok gegenüber nicht ganz fair ist – der Vergleich zu Steffen Baumgart ist nun mal nicht von der Hand zu weisen. Und das kommt nicht überraschend. Mit dem hemdsärmeligen Trainer sind die Kölner zunächst einmal richtig gut gefahren. Nach einer von destruktivem Defensivfußball geprägten Spielzeit brachte Baumgart mit markigen Sprüchen, Emotionen, viel Motivation und „Intensität“ das Fußballglück zurück nach Köln. Die Marschroute des Spaßfußballs oder der Unterhaltung entfachte nicht nur bei den Fans eine ungeahnte Euphorie, sie machte den FC ehrlicherweise erfolgreicher als es die Experten, die Beobachter und vielleicht sogar die Mannschaft selbst vor dem ersten Training des neuen Coachs erwartet hatten. Baumgart und der 1. FC Köln – das passte in der ersten Spielzeit nun mal wie die Faust aufs Auge.
Einen ähnlichen Effekt wird man sich am Geißbockheim nun auch erhoffen. Kwasniok steht ebenfalls für attraktiven Offensivfußball, wünscht sich, die Fans mit seiner Herangehensweise unterhalten zu können und seine ersten Sprüche Richtung FC-Anhänger haben ebenfalls schon gesessen. Die Chance, dass der neue Coach eine Baumgartsche Euphoriewelle lostritt, ist mindestens gegeben. Man könnte die Entscheidung also durchaus auch als das Setzen auf einen Masterplan interpretieren. Einen Masterplan, der in der Vergangenheit bereits funktioniert hat. Es ist mühseelig ob der Herangehensweise, der taktischen Ausrichtung über Chancen oder Risiken zu diskutieren, denn eine wirkliche Erfolgsgarantie hat bekanntlich noch kein Trainer mit nach Köln gebracht.
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Erfolg des Trainers auch an Arbeit des Sportdirektors geknüpft
Risiken gibt es aber durchaus. Die Person Kwasniok ist nicht unumstritten. Und das nicht nur aufgrund des Vorwurfs des sexuellen Übergriffs, der vor zwei Jahren gegen den Coach erhoben und wieder fallen gelassen wurde. Der Trainer ist eben auch ein Mensch, der kein Blatt vor den Mund, wahrgenommene Missstände an- und ausspricht, der auch schon mal den Verein, den Kader, die Mannschaft kritisiert – und wenn nötig in aller Öffentlichkeit. Ob sich die Kölner damit in dem so oft kolportierten schwierigen Medienumfeld einen Gefallen getan haben, bleibt also abzuwarten. Man sollte als FC-Verantwortlicher jedenfalls nicht zu dünnhäutig mit den Tönen des Trainers umgehen.
Genauso wird erst die Zeit zeigen, ob der Coach das Zeug hat, in der Bundesliga Fuß zu fassen. Zweifelsohne ist Kwasnoik ein guter Trainer, Bundesliga-Erfahrung hat der Coach aber noch nicht. Am Ende wird sich Thomas Kessler an der ersten richtig großen Personalentscheidung seiner noch sehr jungen Sportdirektor-Karriere messen lassen müssen. Und gerade nach den vergangenen Jahren wird der ehemalige Keeper durchaus wissen, dass der Erfolg eines Trainers und des Vereins durchaus auch an seine Person gebunden ist. Zu Beginn der Baumgart Ära wurden die Verantwortlichen nicht müde zu betonen, dass man mit dem Rostocker doch gerne auf Kontinuität setzen würde. Als Baumgart die Mannschaft nicht mehr erreichte, nicht mehr besser motivierte als sie vielleicht war, wurde er vor die Tür gesetzt.
Das ist der übliche Mechanismus in der Branche. Dass Baumgart seine Mannschaft nicht mehr erreicht hat, lag sicher auch an der Negativserie, die aber wiederum ihren Umsprung an ganz anderer Stelle hatte. Nämlich eindeutig am Aderlass zahlreicher Leistungsträger, vor allem aber dann an der nicht Nachbesetzung jener Spieler. Natürlich wird ein Trainer am Erfolg gemessen. Er ist aber auch auf die richtige Qualität des Kaders angewiesen. Das ist die Stelle, an der das Risiko eines Misserfolgs am ehesten minimiert werden kann. Vielleicht ist es gut, dass der FC nicht nur beim Trainer das Rad wieder zurückdreht.
Am Freitag wurde der Termin des Trainingslagers veröffentlicht nun nimmt der Sommerfahrplan des FC weitere Konturen an. Der 1. FC Köln testet gegen Bergisch Gladbach. Das Spiel findet am 12. Juli in der BELKAW Arena statt.
Während der neue Trainer der Geißöcke Lukas Wasniok noch im Urlaub verweilt, werden die Planungen für den Sommer bereits vorangetrieben. Am Freitag gaben die Kölner die Termine des Trainingslagers bekannt. Nun steht auch der Termin eines ersten Vorbereitungsspiels fest. Der 1. FC Köln testet am 12. Juli gegen Bergisch Gladbach. Vor knapp zwei Jahren gab es das Duell schonmal.
Damion Downs im Testspiel des 1. FC Köln gegen Bergisch Gladbach 2023
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Es war ein seltsames Testspiel, das der FC da im September 2023 gegen Bergisch Gladbach bestritt, vielleicht war es auch ein erstes Alarmzeichen für die bevorstehende Saison. Zwar gewann der FC damals erwartungsgemäß 6:0 gegen den heutigen Mittelrheinligisten, wirklich in Szene setzten sich aber die Youngster um Damion Downs und Meiko Wäschenbach. Nun kommt es im Juli erneut zum Testspiel gegen Bergisch Gladbach. „Wir freuen uns riesig, der Stadt und der ganzen Region dieses Match zu schenken“, sagt 09-Präsident Lutz Urbach auf der Homepage des Mittelrheinligisten. De rKölner sponsor REWE hatte zu einem Gewinnspiel aufgerufen, dort konnten Vereine ein Testspiel gegen den FC gewinnen. Bergisch Gladbach war der glückliche Gewinner.
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Ersten Termine stehen fest
Die Begegnung wird am 12. Juli ausgetragen. Über den Verkauf von Tickets ist bislang nocht nicht bekannt. Das Testspiel ist der erste fixe Festpunkt der Saisonvorbereitung. Es wird erwartet, dass die Kölner Anfang Juli in die Vorbereitung starten. Am 19. Juli geht es dann nach Österreich. In Bad Waltersdorf findet wie im Vorjahr das Trainingslager der Geißböcke statt. Der FC wird am 26. Juli wieder nach Köln zurückkehren. Die erste Runde des DFB-Pokals ist für den 15. bis 18. August anberaumt, eine Woche später steht dann auch die Bundesliga an. Natürlich werden die Kölner auch noch weitere Vorbereitungsspiele absolvieren. Aktuell sind die Kölner noch in der Kaderplanung. Mit Isak Johannesson und Ragnar Ache wurden die ersten Spieler bereits verpflichtet. Weitere sollen noch folgen. Der FC sucht auf ziemlich jeder Position noch nach Verstärkungen.
Wann der FC in die Vorbereitung startet, ist bislang noch nicht bekannt. Es wird sich aber voraussichtlich um die erste Juli-Woche handeln. Der Termin der Saisoneröffnung ist ebenfalls noch unklar.
Nachdem Thomas Kessler zum Sportdirektor ernannt worden ist, wird nun eine weitere Position besetzt. Lukas Berg wird neuer Technischer Direktor beim 1. FC Köln.
Der FC treibt seine Personalplanung weiter voran und das nicht nur, was Kader und Trainer angeht. Lukas Berg wird neuer Technischer Direktor beim 1. FC Köln.
Lukas Berg, 1. FC Köln
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Der FC stellt sich im Geschäftsbereich Sport breiter auf. Mit Lukas Berg bekommt Thomas Kessler in Zukunft einen Technischen Direktor zur Unterstützung. In seiner neuen Rolle wird sich Lukas Berg innerhalb der sportlichen Führung im Schwerpunkt strukturellen und strategischen Themen widmen und darüber hinaus auch die Schnittstelle zur FC-Akademie verantworten. “Mit der neu geschaffenen Position des Technischen Direktors stärken wir die sportliche Leitung des 1. FC Köln gezielt. Lukas Berg wird in dieser wichtigen Rolle Thomas Kessler tatkräftig zur Seite stehen und insbesondere die konsequente strategische Weiterentwicklung sowie die Optimierung von Strukturen und Prozessen im gesamten sportlichen Bereich sicherstellen“, sagt Philipp Türoff. „Lukas vereint hohe Fachkompetenz mit einem tiefen Verständnis für unseren Club und einer sehr strukturierten Arbeitsweise. Er kennt viele Abläufe, gerade auch im Übergang vom Nachwuchs zu den Profis, bereits exzellent. Wir sind überzeugt, dass Thomas Kessler und Lukas Berg als starkes Gespann die sportliche Zukunft des FC erfolgreich gestalten werden.“
Zahlreiche Youngster schaffen den Sprung zu den Profis
Berg ist seit 2016 beim FC in verschiedenen Rollen tätig. Nach unterschiedlichen Aufgaben im Verwaltungsbereich des FC wurde er im Januar 2021 Administrativer Leiter des Lizenzspielerbereichs. Im November 2022 folgte der Schritt zum Leiter der FC-Akademie und Geschäftsführer des Sportinternats. Unter seiner Leitung schafften zahlreiche Talente aus dem eigenen Nachwuchsleistungszentrum den Sprung in den Profifußball. So wie in der vergangenen Saison beispielsweise unter anderem Julian Pauli, Neo Telle und Elias Bakatukana. Mit dem Gewinn des DFB-Pokals 2023 und dem Titel der Deutschen Meisterschaft in diesem Jahr feierte zudem die U19 der FC-Akademie in dieser Zeit nationale Erfolge. „Die Schaffung der Rolle des Technischen Direktors unterstreicht unseren Anspruch, nachhaltig erfolgreich zu sein. Ich freue mich sehr darüber, dass mir diese Rolle anvertraut wird“, sagt Berg.
„Ich trete die Aufgabe mit großer Leidenschaft, Demut und der vollen Überzeugung an, dass wir unserem Anspruch in Zukunft gerecht werden und bin hochmotiviert, die sportliche Entwicklung des 1. FC Köln gemeinsam mit Thomas und dem gesamten Team weiter voranzutreiben. Die vergangenen Jahre als Leiter der FC-Akademie waren eine sehr prägende und intensive Zeit, für die ich meinem Team dort von Herzen danke – ohne ihre große Qualität in der Ausbildung und ihr tägliches Engagement wären viele der erreichten Entwicklungen und Erfolge nicht möglich gewesen.“
Wie bewertet ihr die FC-Profis in dieser Saison?
Gemeinsam mit Kessler soll Berg nun die Geschicke des FC leiten. „Ich habe von Anfang an betont, dass wir die bevorstehenden Aufgaben nur im Team erfolgreich meistern können. Umso mehr freue ich mich, dass Lukas künftig als Technischer Direktor an meiner Seite ist und mich in dieser Rolle bei wichtigen strategischen Themen unterstützen wird“, so Kessler. „Als Leiter der Akademie hat er in den vergangenen Jahren mit strukturierter und zielgerichteter Arbeit wertvolle Impulse gesetzt. Mit seinem Blick für Prozesse und seiner analytischen Herangehensweise wird er eine wichtige Stütze bei der Weiterentwicklung unseres Clubs sein.“
Der FC hat seinen neuen Trainer gefunden. Lukas Kwasniok wird seine Arbeit schon in wenigen Wochen aufnehmen. Schon jetzt ist eine gewisse Euphorie zu spüren. Doch damit haben die Kölner nicht immer die beste Erfahrung gemacht. Deswegen passt Lukas Kwasniok zum 1. FC Köln.
Der neue Coach bringt viel von dem mit, was sich der FC-Fan seit geraumer Zeit wünscht – Emotionalität, Leidenschaft und Motivation. Deswegen passt Lukas Kwasniok zum 1. FC Köln.
Lukas Kwasniok, 1. FC Köln
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Die Kappe ins Gesicht gezogen, das T-Shirt spannt ein wenig, klatschend, schreiend, vor der Reservebank mit Geißbock und Sponsoren-Schriftzug – kneift man die Augen ein wenig zusammen oder ist vielleicht auch ein wenig weitsichtig, dann ist eine gewisse Ähnlichkeit zu einem der vielen Vorgänger nicht zu verleugnen. Der tigernde Gang, die lautstarke Anfeuerung, die Diskussionen mit den Unparteiischen oder gegnerischen Trainern – Lukas Kwasniok hat doch einiges, das den FC-Fan so um die drei Jahre zurückreisen lässt. In eine Zeit, als die Schiebermütze und das kurzärmlige Shirt bei Minustemperaturen und Regen in Köln noch en vogue waren. Der „kleine Steffen Baumgart“ wurde der neue Trainer des 1. FC Köln bereits genannt. Vielleicht auch, weil der gebürtige Pole den Rostocker beim SCP 2021 beerbte und den Stil seines Vorgängers in großen Teilen fortführte.
Kwasniok steht für Offensivfußball
Natürlich ist Kwasniok nicht Baumgart, der 43-Jährige hat sich bereits seine Sporen verdient, führte den 1. FC Saarbrücken als Viertligist sensationell in ein DFB-Pokal-Halbfinale und stieg mit den Saarländern auf. Den SC Paderborn stabilisierte der Coach und brachte ihn verdächtig nah an die Bundesliga. Nun will der Trainer beim 1. FC Köln für „Furore sorgen“ und klingt in diesen ersten Worten dann aber doch schon wieder wie der Motivator Baumgart. Der war mit ähnlichen Worten in das Unterfangen FC gestartet. Von „Euphorie“, „Unterhaltung“ und „Emotionen“ war damals die Rede. Nun will eben Kwasniok unterhalten, den Zuschauern wieder attraktiven Fußball bieten, der Besuch des Kölner Stadions soll Spaß machen. Und dazu bedarf es nun mal einem attraktiven Offensivfußball, den schon Baumgart hat spielen lassen.
Wie bewertet ihr die FC-Profis in dieser Saison?
Tatsächlich ist die Ausgangslage ja eine ähnliche. Der FC hatte die Saison 20/21 mit Ach und Krach sowie einer zumindest teilweise spannenden Relegations dann doch noch erstklassig beendet. Der Fußball unter Markus Gisdol war nicht wirklich ansehnlich, er sollte die nötigen Ergebnisse bringen. Als die fehlten, sprang Friedhelm Funkel ein und bescherrte dem FC die Liga-Zugehörigkeit. Nun war der Fußball von Gerhard Struber ebenfalls nicht attraktiv, die Marschroute hinten stabil, vorne mal schauen. Kwasniok wird wieder den Vorwärtsgang einlegen und vermutlich ebenfalls die Denke pflegen, dass man hinten durchaus ein Ding fangen kann, wenn man vorne eins mehr schießt. Und das geht eben nur, wenn der Ball von der eigenen Mannschaft nach vorne gespielt wird. Und das möglichst schnell und schnörkellos.
Deswegen passt Lukas Kwasniok zum 1. FC Köln: Motviator und Entwickler
Kwasniok bringt viel von dem mit, was sich der FC-Fan seit nun doch wieder einiger Zeit wünscht. Emotionalität, Leidenschaft und Fußballverrücktheit. Der 43-Jährige ist ein Mensch, der kein Blatt vor den Mund nimmt, sich auch schon mal zu markanten Sprüchen hinreißen lässt. Erst nach dem FC-Spiel gegen Paderborn betonte der Coach, dass er Gerhard Struber tief in die Augen gesehen und festgestellt habe, dass dieser schöne Augen besäße. Eigentlich hatten sich die beiden Streithähne ordentlich in den zumindest zum Teil vorhandenen Haaren. Kwasnioks Art kommt an. Der Coach kann Euphorie entfachen. Kwasniok gilt als Trainer, der junge Spieler weiter entwickelt, fördert, der Spieler besser macht, aus einem Formtief holen kann und eben als Motivator.
Das alles kann dem FC nun einen wichtigen Impuls geben, einen Schub, der die Kölner auch in der Bundesliga wieder wettbewerbsfähig machen wird. Das Team könnte also wieder wie vor drei Jahren auf einer Euphoriewelle Richtung einstelligen Tabellenplatz reiten. Der 43-Jährige vertritt viel von dem, was sich die Kölner Verantwortlichen vorgestellt haben. Es spricht also dann doch viel dafür, dass Kwasniok genau der richtige Mann für diesen Job ist. Viel, aber eben nicht alles. Der FC holt sich einen streitbaren Trainer an Bord. Einen Trainer, der sagt, was er denkt und damit auch aneckt. Im vergangenen Dezember redete der Trainer die Qualität seines Kaders schlecht, forderte weitere Spieler. Nicht wenige Beobachter glaubten eine Retourkutsche ausgemacht zu haben. Denn dem Vernehmen nach unterband der Verein damals einen Wechsel zum Hamburger SV.
Erfolg ist nicht garantiert
Die öffentliche Schelte erfolgte ziemlich genau ein Jahr nachdem Steffen Baumgart die FC-Bosse in Köln für deren Einkaufspolitik kritisiert hatte. Die ersten Risse entstanden damals. Zudem darf man sich durchaus fragen, ob die Mannschaft für den schnörkellosen Fußball von Kwasniok überhaupt bereit ist. Immerhin scheiterte der Versuch der bedingungslosen Offensive in der vergangenen Spielzeit kläglich. Nach zehn Spieltagen war Schluss, ausgerechnet nach einer Niederlage gegen Kwasniok und den SC Paderborn. Der FC suchte die Defensive, war bemüht um Stabilität und von attraktivem Fußball dann doch erschreckend weit entfernt. Und da es in der Bundesliga dann auch andere Kaliber gibt, wird das Heil nicht ausnahmslos in der Flucht nach vorne liegen können.
Und dann ist da eben noch der Baumgart-Effekt. Zu Beginn der Amtszeit des gebürtigen Rostockers entfachte der Coach eine ungeahnte Euphorie, wohl auch, weil er zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort war. Baumgart machte die Spieler besser als sie waren, sprach ihnen Mut zu, redete sie stark. Doch irgendwann krachte das Kartenhaus zusammen. Baumgart verlor seine Mannschaft, das Vertrauen und die Abwärtsspirale begann. Das muss sich nicht wiederholen. Schon mal gar nicht kurzfristig. Schließlich ist Kwasniok eben trotz aller Parallelen nicht Baumgart. Es sei denn, man kneift die Augen ein wenig zusammen, schaut aus der Ferne. Dann besteht zumindest auf dem Foto Verwechslungsgefahr.
Nach der Verpflichtung des ehemaligen Trainers des SC Paderborn Lukas Kwasniok wird der 43-Jährige nun für weitere Veränderungen im Kader der Geißböcke sorgen. Denn es wird spekuliert, dass der Coach möglicherweise den ein oder anderen Spieler im Gepäck haben könnte für den 1. FC Köln: Wäre Calvin Brackelmann eine Verstärkung für den FC?
Neben Gerüchten über Aaron Zehnter könnte auch der Abwehrchef des SCP auf der Liste stehen beim 1. FC Köln: Wäre Calvin Brackelmann eine Verstärkung für den FC?
Calvin Brackelmann im Trikot des SC Paderborn (Foto: Pau Barrena / Getty Images)
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Neben den Gerüchten um ein mögliches Interesse an Paderborns Aaron Zehnter tauchen nun auch Spekulationen über den Innenverteidiger des SCP Calvin Brackelmann auf. Der 25-Jährige hat in Paderborn noch Vertrag bis 2026 und mit Trainer Lukas Kwasniok bereits Erfahrungen gesammelt. Der Abwehrspieler kam unter dem Coach in der vergangenen Saison auf 22 Einsätze, 21 davon in der Startelf, stand 1772 Minuten auf dem Platz und traf drei Mal für den SCP. Der ehemalige U18- und U19-Nationalspieler ist Linksfuß und würde ins Profil der Kölner passen. Denn Winter-Neuzugang Joel Schmied konnte sich bisher noch nicht so richtig beweisen. Ob der 26-Jährige in der Bundesliga konkurrenzfähig ist, ist allerdings offen.
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„Er ist noch nicht fertig“
Brackelmann übernahm unter Kwasniok beim SC Paderborn die Rolle des Abwehrchefs. Nach dem Duell des SC Paderborn gegen den 1. FC Nürnberg im November vergangenen Jahres äußerte sich Kwasniok zu seinem Defensivspieler. Der SCP spielte damals die letzten 20 Minuten der Partie in Unterzahl, gewann das Duell 3:2 nach einem Eckball-Tor von Brackelmann in der 96. Minute. „Calvin war ein Wrack, wir haben ein sehr gutes, ein sehr spezielles Verhältnis. Er war schon ein bisschen totgesagt“, so Kwasniok. „Das sind diese Patienten, denen man sich schon fast am liebsten annimmt. Der harte Weg, den er gegangen ist, hat sich bis zum heutigen Tag ausgezahlt. Er ist aber noch nicht fertig.“ Nun könnte der gemeinsame Weg vielleicht beim 1. FC Köln weitergehen.
Denn der neue Coach will den Kader der Kölner definitiv noch formen. „Das wird noch ein Prozess sein und es wird sicher noch zu Veränderungen kommen“, deutete der 43-Jährige an. Auch wenn er „zum jetzigen Zeitpunkt schon so von der Qualität überzeugt“ sei, dass der FC – und das müsse das Ziel sein – in jedem Spiel absolut konkurrenzfähig sein könne. Mit einem Wechsel von Brackelmann würden die Geißböcke ein Backup in der Defensive bekommen. Der 25-Jährige gab in der vergangenen Saison 27 Torschüsse ab, traf immerhin drei Mal. Der Innenverteidiger gewann 220 Zweikämpfe und kam auf eine Zweikampfquote von 59,12 Prozent. Im Vergleich dazu erreichte Eric Martel als bester Kölner eine Quote von 61,56. Prozent. Brackelmann entschied zudem 69 Kopfballduelle für sich und kam auf eine Laufdistanz von 210.3 Kilometern in 22 Spielen. Zudem würden die Kölner einen schnellen Spieler gewinnen, der 2024/25 mit einer Höchstgeschwindigkeit von 35,83 KM/h geblitzt wurde.
Inwieweit das „sehr spezielle Verhältnis“ zwischen Kwasniok und Brackelmann einen Transfer begünstigt, werden wohl die kommenden Tage oder Wochen zeigen.