Die Beständigkeit ist nur eine „Frage der Zeit“

Tim Lemperle vom 1. FC Köln im Angriff.
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Die Beständigkeit ist nur eine „Frage der Zeit“

Nach dem knappen Pokalerfolg über Sandhausen will der FC nun auch in der Liga dreifach punkten. Doch die bisherigen Leistungen werfen Zweifel auf. Es fehlt an Torgefahr und Stabilität. Gerhard Struber glaubt aber an ein Erfolgsrezept beim 1. FC Köln: So will der FC gegen Braunschweig punkten.

Am Samstag steht das dritte Ligaspiel für den FC an. Flutlicht, Fans und die Erwartungen an einen Sieg machen das Duell besonders emotional. FC-Trainer Gerhard Struber nimmt den Gegner sehr ernst, glaubt aber an einen Sieg des 1. FC Köln: So will der FC gegen Braunschweig punkten.

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Die Frage nach dem „Wie“ war schon wenige Tage nach dem 3:2-Zittersieg nach Verlängerung über den SV Sandhausen in Köln kein großes Thema mehr. Vielmehr hob Gerhard Struber am Freitag hervor, wie wichtig der Sieg für den FC und seine Spieler gewesen ist. „Für uns sind die Momente des Gewinnens einfach extrem wichtig“, betonte der Coach und warf dann einen Blick zurück auf die Zeit, zu der er sich nicht mal im Entferntesten über ein Engagement bei den Geißböcken seine Gedanken gemacht hat. „Wir wissen, was die Mannschaft letztes Jahr erlebt hat. Das schmeißt man nicht von heute auf morgen weg. Das nimmt man mit“, sagte Struber. Der FC trägt in dieser Saison noch immer die Bürde des siebten Abstiegs der Vereinsgeschichte mit sich. Und da ein Großteil des Kaders der gleiche ist, wird der Misserfolg der vergangenen Spielzeit auch noch in vielen Kölner Köpfen sein.

Struber: „Deswegen war der Sieg so wichtig“

Möglicherweise also ein Nachteil des eigentlichen Vorteils. Struber liefert aber auch das vermeintlich so einfache Rezept direkt mit. „So etwas kann man nur mit Erfolgserlebnissen abschütteln. Deswegen war der Sieg sehr wichtig“, sagt der 47-Jährige. Auch in der vergangenen Spielzeit hat man in Köln lange auf dieses Erfolgserlebnis gewartet, gehofft, ein Sieg würde die Wende einleiten. Und vom Grundgedanken scheint das zu passen. Mal abgesehen davon, dass den Kölnern ein ähnlicher Zittersieg im ersten Pflichtspiel gegen den VfL Osnabrück gelang, brachte der zweite Pflichtspielsieg der Saison aber nicht die Initialzündung. Dem verdienten 3:1-Erfolg gegen Mönchengladbach Ende Oktober folgten das bittere 0:6 gegen RB Leipzig sowie das Aus im Pokal gegen einen eher mittelmäßig aufspielenden Zweitligisten aus Kaiserslautern. Das Erfolgserlebnis war schon wieder verpufft, da war die Saison noch keine zwei Spieltage älter.

Und dennoch würde ein Erfolg über Braunschweig die Situation natürlich grundlegend verändern. Der FC würde in der Tabelle einen Satz machen, die Erfolgserlebnisse möglicherweise weitere Energien freisetzen. „Die vergangenen Monate haben den Jungs sicherlich nicht die Leichtigkeit des Seins vermittelt“, sagte Struber. „Das kommt erst wieder durch gute Leistungen und persönliche Erfolgserlebnisse. Das Spiel ist natürlich noch einmal ein ganz anderer Turbo, wenn man da gute Leistungen bringt und natürlich Siege. Siege machen das Leben leichter.“ Durch die Siege wollen die Kölner ein gewisses Selbstverständnis wieder herstellen. „Was wir alles investieren, da sind die Jungs schon richtig dran, alles in die Waagschale zu werfen, um wieder zu gewinnen.“

Struber: „Es ist nur eine Frage der Zeit“

Die Worte erinnern ebenfalls an die vergangene Spielzeit, als der Begriff „Intensität“ gefühlt wöchentlich als Allheilmittel gegen die Krise herhalten musste. Nun soll es aber anders sein. Ist es auch. Der FC tritt dominant auf, ist meist Spiel bestimmend. Nur damit die Kölner überhaupt ins Gewinnen kommen, benötigt es weiterhin zwei Dinge. Zum einen das Toreschießen, das dem FC ganz offensichtlich auch in der 2. Liga nicht viel einfacher fällt. Zwar kommen die Geißböcke in der Liga bereits auf drei Treffer, bei den möglichen Chancen hätten es aber mehr sein müssen. Auch hier hofft Struber auf eine Initialzündung durch Tore. „Für meine Jungs und gerade speziell für Damion Downs, der sich sehr viele Chancen erarbeitet, ist es ein gutes Zeichen, dass sie sich diese Möglichkeiten erspielen“, so Struber. „Ich glaube, es ist nur eine Frage der Zeit, dass meine jungen Burschen ins Tore schießen kommen. Wir glauben daran, dass das sehr sehr bald der Fall sein wird.“

Zum anderen fehlt es dem FC an einer gewissen Beständigkeit. Sowohl gegen Elversberg als auch gegen Sandhausen sah der FC zum Seitenwechsel wie der sichere Sieger aus. Für Zweifel an einem Dreier gab es so gut wie keinen Grund. Und doch wurde es in beiden Begegnungen mehr als eng. Gegen Elversberg reichte es zu einem Punkt, gegen Sandhausen nach der Verlängerung zum Sieg. Gerade die Nackenschläge machten die Begegnungen zu einem „Stresstest“, so Struber. „Ich denke, dass jeder Spieler reflektiert, wie wichtig es ist, dass man in den Situationen, in denen ein Stück Emotionalität aufkommt, konzentriert und fokussiert in den Aufgaben bleibt. Da versuchen wir, uns Anker zu holen, um nicht wegzukippen und stabil zu bleiben.“

Der Trainer will den Gegner sehr ernst nehmen

Und auf dem Papier könnte das gegen Braunschweig gelingen. Die Eintracht belegt aktuell den letzten Tabellenplatz, hat schon in den bisherigen drei Saisonspielen bereits zwölf Gegentore kassiert. Und dennoch warnt Struber: „Aus unserer Sicht ist Braunschweig ein Gegner, der in vielen Phase der letzten drei Spiele angedeutet hat, dass er spielerisches Potenzial hat, richtig Tempo drin hat“, so der Trainer. Zudem habe die Eintracht gegen Frankfurt im Pokal eine Halbzeit „kaum bis gar nichts zugelassen“. Sogar gute 60 Minuten, bevor Hugo Ekitiké das Spiel mit einer Gala-Vorstellung nahezu im Alleingang entschied. „Es ist eine Mannschaft, die Spielwitz hat, gute Umschaltpower. Für uns ein Gegner, den wir extrem ernst nehmen“, sagt Struber weiter. Und dennoch wäre alles andere als ein Sieg eine Enttäuschung. Eine, die sich ebenfalls in den Köpfen festsetzen würde.

 


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Linton Maina im Trikot des 1. FC Köln

Voraussichtliche Startelf

FC im Free-TV

Plötzlich die Qual der Wahl? – So könnte der FC gegen Braunschweig spielen

Kehrt Eric Martel wieder in die Startelf des 1. FC Köln zurück?
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Plötzlich die Qual der Wahl? – So könnte der FC gegen Braunschweig spielen

Nach dem Zitter-Erfolg über den SV Sandhausen im Pokal steht nun wieder die Liga auf dem Plan. Der FC empfängt Eintracht Braunschweig. Gleich mehrere Spieler kehren zurück in den Kader des 1. FC Köln: So könnte der FC gegen Braunschweig spielen.

Am Samstag steht für den FC das dritte Ligaspiel der neuen Saison auf dem Spielplan. Die Geißböcke empfangen die Eintracht im eigenen Stadion. Für Gerhard Struber stellt sich die Frage nach der Aufstellung des 1. FC Köln: So könnte der FC gegen Braunschweig spielen.

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Möglicherweise hatten die Ausfälle von Eric Martel und Dejan Ljubicic in der vergangenen Woche so etwas wie Kopfzerbrechen bei Gerhard Struber ausgelöst. Die Gelb-Rote Karte gegen den etatmäßigen Sechser sowie die Knierverletzung des Österreichers sprengten zumindest das bisherige Zentrum der Kölner Aufstellung. Und so musste Struber umstricken und schließlich mit Mathias Olesen einen Spieler ins kalte Wasser schmeißen, der bis dato – zumindest in dieser Saison – noch keine Minute für die Geißböcke auf dem Feld gestanden hatte. Doch der Luxemburger machte seine Sache gut. „Es war sehr gut zu sehen, wie die Leistung von Mathias Olesen gegen Sandhausen war. Er hat sich dann auch noch mit einem Tor belohnt“, sagte Struber am Freitag. „Von daher gibt es einen Vierkampf um die Position der Sechs. Er ist aber eine Option von Anfang an zu spielen.“

Abwehrreihe dürfte gesetzt sein

Eine Option sicherlich, wenn auch keine wahrscheinliche. Denn auch Martel, Ljubicic und Denis Huseinbasic lösten ihre Aufgaben in den ersten Begegnungen sehr gut, haben sich eigentlich festgespielt. Und so könnte bei der Personalie Olesen die von Ljubicic eine wichtige Rolle einnehmen. Der Österreicher hat unter der Woche wieder mittrainiert. Ob es aber bereits für einen Einsatz gegen Braunschweig reicht, ließ Struber am Freitag offen. Erst nach der letzten Einheit gäbe es Klarheit wie belastbar sein Knie sei. Dass Martel und Huseinbasic aber in der Startelf stehen, dürfte dagegen sicher sein. Genauso wie ein weiterer Einsatz von Linton Maina, der die interne Scorerliste mit drei Scorerpuntken anführt. Sollte also Olesen für Ljubicic spielen, wird es für den vermeintlichen Unterschiedsspieler Luca Waldschmidt einmal mehr schwer.

Auch wenn Gerhard Struber nach wie vor das Vertrauen in Waldschmidt hat, „dass er in den kommenden Wochen sehr wichtig für uns wird“, spricht aktuell viel für die Bank. Gesetzt dürfte dagegen die Hintermannschaft sein. Julian Pauli sammelte in der vergangenen Woche sehr gute Argumente, dürfte somit aktuell die Nase deutlich vor Dominique Heintz vorne haben. Timo Hübers ist ohnehin gesetzt und für Leart Pacarada und Jan Thielmann fehlen dem FC aus Strubers Sicht ganz offensichtlich die Alternativen. Im Sturm wird mindestens Tim Lemperle spielen, vermutlich auch wieder das Sturmduo mit Damion Downs bilden. Der 19-Jährige war unter der Woche angeschlagen, ist nun aber wieder fit. Zwar lief noch nicht alles rund bei Downs, aber auch in den „jungen Burschn“ hat Struber großes Vertrauen.

So könnte der FC gegen Braunschweig spielen

Pressekonferenz Braunschweig

Stand Ljubicic

Faride Alidou vor Wechsel nach Italien

Faride Alidou
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Faride Alidou vor Wechsel nach Italien

Faride Alidou hat wohl einen neuen Verein gefunden. Der Flügelstürmer soll Frankfurt verlassen und nach Italien gehen. Faride Alidou steht vor dem Wechsel zu Hellas Verona.

Ein Jahr spielte der gebürtige Hamburger für den 1. FC Köln, war von Eintracht Frankfurt ausgeliehen worden. Für diese Saison kamen Club und Spieler bekanntlich nicht mehr zusammen und Alidou ging zurück nach Frankfurt. Nun soll eine Leihe nach Italien im Raum stehen. Faride Alidou steht vor dem Wechsel zu Hellas Verona.

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Nach einer durchwachsenen Saison des Ex-U21-Nationalspielers bei den Geißböcken verzichtete der 1. FC Köln darauf, die Kaufoption für den Flügelstürmer zu ziehen. Immerhin erzielte Alidou vier Tore in 26 Spielen für die Kölner, kam auf gut 1200 Spielminuten, dennoch hatte sich der FC mehr versprochen. Im Abstiegskampf avancierte Alidou kurzfristig zum Hoffnungsträger, konnte diese Hoffnungen aber nicht erfüllen. Für Alidou ging es nach der Saison zurück zur Eintracht aus Frankfurt. 2022 war das Talent ablösefrei vom HSV aus der 2. Bundesliga nach Frankfurt gekommen. Wirklich gut performte dieser in der ersten Bundesliga aber nicht.

Alidou mit Wechseloption in die Serie A

Und so wird die Eintracht über einen möglichen Wechsel nach Italien nicht böse sein, nachdem der FC die Kaufoption von damals 3 Millionen Euro nicht zog. Laut der italienischen Zeitung „L´Arena“ sowie Transfer-Experte Gianluca di Marzio sollen sich Hellas Verona und Frankfurt auf eine Leihe mit einer Kaufoption in Höhe von 4 Millionen Euro verständig haben. In Norditalien würde Alidou auf einen Ex-Kölner treffen. Ondrej Duda wechselte zu Beginn des letzten Jahres nach Italien und steht bei Hellas in der Startelf.


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Gerhard Struber auf der Pressekonferenz des 1. FC köln

Struber vor Braunschweig

Verletzten-Update

Uth, Finkgräfe, Kainz – Gerhard Struber gibt Update zu den Verletzten

Max Finkgräfe vom 1. FC Köln verletzt
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Uth, Finkgräfe, Kainz – Gerhard Struber gibt Update zu den Verletzten

Gleich fünf Spieler fehlen dem FC aktuell verletzungsbedingt. An eine schnelle Rückkehr ist nur bei einem Spieler zu denken und doch sind die FC-Bosse positiv gestimmt. Am Freitag gab Gerhard Struber ein Update für den 1. FC Köln: So ist der Stand bei den Verletzten.

Einige Leistungsträger fehlen den Geißböcken verletzt. An eine schnelle Rückkehr ist aber nur bei einem Spieler zu denken. Dennoch ist man zuversichtlich beim 1. FC Köln: So ist der Stand bei den Verletzten.

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Gleich auf mehreren Positionen scheint der 1. FC Köln aktuell quantitativ gut aufgestellt zu sein. Vor allem in der Zentrale sprach Trainer Gerhard Struber davon, dass es nun einen Vierkampf um die Sechs gäbe. So konnte es sich der Trainer auch leisten, einen Spieler wie Luca Waldschmidt auf der Bank zu lassen – für manchen Zweitligisten wohl unvorstellbar. Die dünne Personaldecke macht sich aber in anderen Mannschaftsteilen umso mehr deutlich. Gerade in der Defensive fehlen Struber aktuell die Alternativen. Besonders schmerzhaft wird Max Finkgräfe vermisst. Der Shootingstar der Vorsaison hatte sich in der Vorbereitung eine Knieverletzung zugezogen, musste sogar operiert werden. „Max liegt deutlich vor dem Zeitziel“, sagte der Trainer sichtbar erfreut über die schnelle Genesung des Youngsters. Nach der Verletzung im Juli war man von acht Wochen Ausfallzeit beim FC ausgegangen. Finkgräfe könnte bei gutem Verlauf im September wieder langsam integriert werden.

Struber: „Mark wird nächste Wocher wieder im Treamtraining“

Bei Mark Uth wird es definitiv schneller gehen. Der Porzer hatte sich im Duell gegen Elversberg eine Zerrung zugezogen. „Mark wird nächste Woche wieder ins Teamtraining einsteigen. Die Verletzung ist gut abgeklungen. Wir können die Intensitäten steigern“, sagte Struber, erklärte aber, dass man erst in der Länderspielpause in die volle Belastung gehen wolle. Für das Spiel auf Schalke ist der Offensivspieler somit noch keine Option. Ohnehin wird man bei Uth wohl wieder sehr vorsichtig an die ersten Einsätze rangehen. Die Verletzungshistorie macht einen behutsames Heranführen nötig. Zunächst wird Uth also weiterhin individuell trainieren.

Auch mit dem Genesungsverlauf von Florian Kainz zeigte sich der Trainer zufrieden. Der Kapitän der vergangenen Saison hatte nach seiner Sprunggelenksverletzung zunächst nur an Krücken gehen können. Die gehören mittlerweile der Vergangenheit an. „Florian hat schon wieder einen runden Gang. Es sieht gut aus. Jetzt schauen wir, dass wir ihn schnell ins Laufen bekommen“, sagte Struber. Bis der Spieler aber wieder ins Mannschaftstraining eingreifen werde, wird es wohl noch ein wenig dauern. Genauso wie bei Luca Kilian, der nach seinem Kreuzbandriss laut Struber schon sehr bald im „Geißbockheim aufschlagen“ und mehr und mehr in „Fußball spezifische Belastungen gehen wird“.

 


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Linton Maina im Trikot des 1. FC Köln

Neue Stärke?

Was passiert mit Ljubicic?

Gerhard Struber: “Ich bin kein Träumer“

Gerhard Struber bei einer Pressekonferenz des 1. FC Köln.
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Gerhard Struber: “Ich bin kein Träumer“

Am Samstag empfängt der 1. FC Köln im Kölner Stadion Eintracht Braunschweig. Am Freitag äußerte sich der Trainer des 1. FC Köln: Das sagt Struber auf der PK vor dem Spiel gegen Eintracht Braunschweig zum Personal und dem kommenden Gegner.

Nach dem knappen Pokal-Erfolg geht es nun in der Liga weiter für den 1. FC Köln: Das sagt Struber auf der PK vor dem Spiel gegen Eintracht Braunschweig zum Personal und dem kommenden Gegner.

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Wirklich optimal verlief der bisherige Saisonverlauf für den 1. FC Köln wahrlich nicht. Nur ein Punkt aus zwei Spielen sammelte der Club, der sich den schnellstmöglichen Aufstieg auf die Fahne geschrieben hat. Immerhin fuhren die Geißböcke in der vergangenen Woche den ersten Pflichtspielsieg ein, wenn auch einen äußerst knappen im Pokal gegen den Drittligisten aus Sandhausen. „Für uns sind diese Momente des Gewinnens einfach extrem wichtig. Wir wissen, was die Mannschaft letztes Jahr erlebt hat“, sagte Gerhard Struber am Freitag auf der PK zum Braunschweig-Spiel. „Das schmeißt man nicht von heute auf morgen weg. Das nimmt man mit. Das kann man nur mit Erfolgserlebnissen abschütteln. Deswegen war der Sieg sehr wichtig.“ Und auch deswegen wollen die Kölner nun am Samstagabend nachlegen.

Struber: „Es gibt einen Vierkampf um die Position der Sechs“

Die Begegnung gegen Braunschweig ist auf dem Papier eine durchaus lösbare Aufgabe, schließlich bekommen es die Kölner mit dem Tabellenschlusslicht zu tun. Aber: „Aus unserer Sicht ein Gegner, der in vielen Phase der letzten drei Spiele, die verloren gegangen sind, angedeutet hat, dass er spielerisches Potenzial hat, richtig Tempo drin hat, gerade vorne“, sagte Struber und erinnerte an die 1:4-Niederlage der Braunschweiger im Pokal. „Da haben sie in der ersten Halbzeit wenig bis gar nichts zugelassen“, sagte der Coach. „Wir haben schon auch das Selbstvertrauen, wenn wir unsere Themen auf dem Platz bringen, dass wir es dann in unsere Richtung bringen.“

Dafür gilt es für den Trainer, auch die richtige Formation zu finden. Zunächst agierte Struber mit der Sechs, zuletzt mit der Doppelsechs. Auf die Formation für die Begegnung gegen Braunschweig wollte sich der Coach noch nicht festlegen. „Das hat etwas mit dem Gegner zu tun, aber auch mit unserem Stil, wie wir es anlegen wollen. Vom Personal her können wir beides bewerkstelligen“, so Struber. Die Personalsituation hat sich im vergleich zur Vorwoche in Teilen verbessert. Eric Martel kehrt wieder zurück, ist eine Option, genauso wie Mathias Olesen, der seine Sache „sehr gut“ gemacht habe. Es gäbe nun eine Konkurrenzsituation für vier Spieler um die Sechs, erklärte Struber. Einer der vier „Sechser“ dürfte auch Dejan Ljubicic sein, der allerdings in der Vorwoche mit Knieproblemen ausfiel. Ob der Mittelfeldspieler rechtzeitig fit wird, soll das Abschlusstraining zeigen.

Struber kann nahezu aus dem Vollen schöpfen

Damion Downs ist wieder voll dabei. Man warte noch auf das „Go“ von allen Seiten. Doch der Stürmer wird wohl dabei sein und ein Einsatz auch nicht unwahrscheinlich. Zuletzt fehlte dem jungen Stürmer ein wenig das nötige Glück. Doch Struber ist sehr zuversichtlich, dass sich Downs schon bald belohnen werde. Es sei schon mal ein gutes Zeichen, sich überhaupt so viele Chancen zu erspielen. Doch der FC muss auch stabiler nach einer Führung werden. Schon zwei Mal gaben die Kölner eine doominante erste Halbzeit einfach weg. „Ich denke, dass jeder Spieler reflektiert, wie wichtig es ist, dass man in den Situationen, in denen ein stück Emotionalität aufkommt, konzentriert und fokussiert in den Aufgaben bleibt. Da versuchen wir uns Anker zu holen, um nicht wegzukippen und stabil zu bleiben“, sagte Struber. Das wird auch gegen Braunschweig nötig sein.

Denn die Aufgabe wird nicht leicht. Das weiß auch Struber, der aber auch um die Herausforderung bei den Kölnern weiß. „Die Erwartungen und Ansprüche sind hoch, das bekomme ich mit. Das ist ein Standort, der Bundesliga spielen muss. Aber es gibt auch eine Realität. Ich bin kein Träumer. Ich bin sehr fordernd mit meinen Spielern und will etwas erreichen. Wir brauchen gerade Zeit, um etwas zu entwickeln mit den Burschen“, sagt Struber. Einen Schritt in die richtige Richtung wollen man am Samstag machen,,

Ob Luca Waldschmidt eine Option für Samstag ist, ist fraglich. Der „Unterschiedsspieler“ kommt ähnlich wie Sargis Adamyan nach wie vor nicht so recht in Fahrt. „Ich denke, die Vergangenheit hat etwas aus den Jungs gemacht. Man kann das nicht einfach abschütteln. Wir müssen uns mit allen Jungs auseinanderzusetzen“, sagte Struber. Beide Spieler wolle man schnell ins performen bringen. „Ich habe in den Luca viel vertrauen, dass er in den kommenden Wochen sehr wichtig für uns wird.“ Nicht mit dabei sind Florian Kainz, Max Finkgräfe, Luca Kilian und Mark Uth, der aber schon bald wieder ein Faktor werden soll.


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FC im Free-TV

Ist der Wechsel von Dejan Ljubicic endgültig vom Tisch?

Dejan Ljubicic wird auch weiterhin im Trikot des 1. FC Köln spielen
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Ist der Wechsel von Dejan Ljubicic endgültig vom Tisch?

Während in England noch heiß über die Personalie spekuliert wird, scheint eine Entscheidung gefallen zu sein. Thomas Kessler geht von einem Verbleib des Mittelfeldspielers aus. Schon am Morgen berichtete ähnliches die „Bild“: Dejan Ljubicic bleibt demnach beim 1. FC Köln.

Der Name wird auch weiterhin im Zusammenhang mit Leeds United heiß gehandelt. In den Sozialen Medien rund um die „Whites“ wird heftig diskutiert. Dabei soll die Entscheidung wohl schon gefallen sein. Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung geht von einem Verbleib aus. Bleibt Dejan Ljubicic nun beim 1. FC Köln?

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Pünktlich vor dem Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig scheint in Sachen Personalien ein wenig Ruhe ins Geißbockheim zu kehren. Zumindest was einen möglichen Transfer von Dejan Ljubicic nach Leeds angeht. „Unsere Tendenz ist klar, wir wollen Dejo behalten und das haben wir auch hinterlegt“, sagte Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung am Freitag auf der PK vor dem Braunschweig-Spiel. „Der Fokus liegt darauf, Dejo wieder körperlich in die Spur zu bringen, dass er uns auf dem Platz weiterhilft.“ Über Gerüchte wollte der ehemalige Keeper der Kölner nicht diskutieren. Einen Weggang wollte Kessler aber auch nicht final ausschließen. Dabei ist der Deal mit den „Whites“ laut einem Bericht der „Bild“ ohnehin geplatzt. Das Thema sei endgültig vom Tisch, heißt es im Bericht der Zeitung. Ljubicic hätte sich gerne aus Köln verabschiedet, soll dem Vernehmen nach auf einen Wechsel in den Norden Englands gedrängt haben.

Ljubicic: „Gerüchte gehören im Fußball dazu“

Schon im vergangenen Jahr wollte der Mittelfeldspieler – damals nach Wolfsburg – wechseln, er blieb angesichts des Weggangs von Ellyes Skhiri bei den Kölnern. Nun der nächste Vorstoß. Auch Leeds-Coach Daniel Farke wollte den Mittelfeldspieler haben, hatte noch am Mittwoch betont, wie wichtig weitere Transfers für seinen Club wären. Ljubicic wird es wohl nicht werden. Leeds hatte dem FC eine Ablöse zwischen drei und vier Millionen Euro für den 26-Jährigen angeboten, zu wenig für Christian Keller und Co. Möglicherweise wäre eine höhere Ablöse zielführend geworden. Doch wie die „Bild“ berichtet, sei Leeds nun aus dem Poker ausgestiegen. Anscheinend auch, weil sich die Verhandlungen mit Ljubicic und seinem Team „kompliziert gestaltet haben“, heißt es in dem Artikel.

Beim FC hält sich die Enttäuschung in Grenzen, die Kölner Verantwortlichen würden den Mittelfeldspieler gerne halten. So soll Köln dem 26-Jährigen eine Vertragsverlängerung angeboten haben, die Ljubicic aber abgelehnt hat. Nun läuft der Vertrag noch bis zum kommenden Sommer, spätestens dann kann der Mittelfeldspieler den Verein verlassen – und das dann ablösefrei. Auch dazu wollte sich Kessler nicht äußern. Ein Verbleib scheint für den Leiter der Lizenzspielabteilung aber wahrscheinlich. „Wir sind davon überzeugt, dass Dejo eine gute Rolle in unserer Mannschaft spielen kann.“

Kein Treuebekenntnis

Sich zum FC bekennen wollte Ljubicic bis heute nicht. In einem „Interview“ mit dem Express vermied der Mittelfeldspieler vor einigen Wochen einmal mehr ein sicheres Treuebekenntnis im Interview mit „90Minuten„. „Gerüchte gehören dazu im Fußball. Aber ich beschäftige mich gar nicht damit. Ich bin hier in Köln, wo ich wieder gute Leistungen zeigen möchte“, sagte Ljubicic auf den Hinweis, dass es ja immer wieder Gerüchte über einen möglichen Wechsel geben würde. „Ich will den Leuten zeigen, ‚Dejan spielt wieder guten Power-Fußball‘, was mich in den letzten Jahren ausgezeichnet hat.“ Ljubicic wies auch daraufhin, dass das letzte Jahr alles andere als gut für ihn gelaufen ist. „Es gab ein paar private Themen, die nicht einfach für mich waren. Dadurch habe ich die Lust am Fußball verloren, war oft krank und bin nicht in den Rhythmus gekommen.“

Zwar will es Ljubicic seinen Zweiflern zeigen, dass der Mittelfeldspieler aber auch beim FC bleibt, ist aber auch weiterhin nicht ganz sicher. Das Transferfenster schließt in einer Woche, ein Last-Minute-Angebot könnte die Situation noch einmal verändern. Zumal Ljubicic in der Vergangenheit darauf hinwies, dass er sich durchaus internationalen Fußball in seiner Karriere vorstellen könne. Den wird es in Köln bekanntlich vorerst nicht geben. Beim FC hatte man zuletzt keine Sorge vor einem Wechsel des Mittelfeldspielers. „Ich habe keine Angst, dass Dejo uns noch verlässt. Ich fand seine Leistung gegen den HSV sehr ansprechend. Man hat gesehen, dass er deutlich im Aufwärtstrend ist“, sagte Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung auf der Pressekonferenz am Donnerstag. „Er fühlt sich wohl. Am Ende des Tages haben wir sogar ein österreichisches Trainerteam um ihn herum gebaut. Damit ihm auch an nichts fehlt.“

Aktuell ist Ljubicic unter dem österreichischen Trainer Gerhard Struber gesetzt, Stammspieler. Nur gegen Sandhausen spielte der 26-Jährige aufgrund von Knieproblemen nicht. Ob ein Einsatz gegen Braunschweig möglich ist, ist noch offen. „Mit Dejan ist die Situation so, dass wir versuchen, das Training zu absolvieren und danach gibt es eine klare Aussage, wie sein Knie steht und wie belastbar er ist“, erklärte Gerhard Struber.


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Kölns Gegner

Stark bei Ecken

Nun gegen das Tabellenschlusslicht – ein Selbstläufer wird das nicht

Eric Martel vom 1. FC Köln
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Nun gegen das Tabellenschlusslicht – ein Selbstläufer wird das nicht

Für den FC steht am Samstagabend das Heimspiel gegen Braunschweig auf dem Spielplan. Eigentlich geht die Favoritenrolle nach Köln. Aber erstens haben sich auch die Geißböcke nicht leicht getan, zweitens zeigte Braunschweig gegen Frankfurt lange, wie es gehen kann gegen den 1. FC Köln: Braunschweig wird kein Selbstläufer für den FC.

Der FC will am Samstagabend im vermeintlichen Topspiel des Spieltags den ersten Sieg in der Liga einfahren. Auf dem Papier geht die Favoritenrolle auch ganz klar an den 1. FC Köln: Braunschweig wird aber sicher kein Selbstläufer für den FC.

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Es mag ein wenig in Vergessenheit geraten sein, aber 20 Jahre lang lieferten sich der 1. FC Köln und Eintracht Braunschweig mehr oder weniger spannende Begegnungen in der Bundesliga. Spannend war es beispielsweise in der Spielzeit 66/67, als Braunschweig sich die Meisterschaft sicherte, das Hinspiel im eigenen Stadion 1:0 gewann, das Rückspiel in Köln wiederum 0:1 verlor. Weniger spannend war dagegen das 8:0 der Kölner im Heimspiel im September 79, bis heute der geteilt höchste Sieg der Geißböcke in der Bundesliga-Historie. Dieter Müller erzielte damals vier Tore. An das Spiel und die Tore der Kölner Legende wird man sich dieser Tage angesichts der Probleme des Kölner Angriffs und des offensichtlichen Wankelmuts besonders gerne erinnern. Den letzten wirklich klaren Sieg landeten die Kölner im Februar beim 2:0 über Eintracht Frankfurt.

Tore schießen gegen Tabellenschlusslicht?

Aktuell würde sich der FC mit einem Sieg generell sicherlich zufrieden geben. Denn der ist den Geißböcken in der neuen Liga noch nicht gelungen. Gegen den HSV gab es zum Auftakt ein 1:2, bei der SV Elversberg einen späten 2:2-Ausgleich. Zwar feierten die Kölner ihren ersten Pflichtspielsieg im Pokal, den aber auch nur nach einer verlängerten Zitterpartie. Dem FC fehlt es an Vielem – unter anderem an der nötigen Stabilität, an Torgefahr, aber auch an Kreativität. Köln hat doch einige Probleme der Vorsaison mit in die neue Spielzeit genommen. Und so mag es nicht mehr verwundern, dass die Kölner Verantwortlichen im Sommer einige Vorbereitungsgegner aus der Schublade „Selbstvertrauen holen“ zauberten. Auch Trainer Gerhard Struber sprach des Öfteren davon, dass das Toreschießen eine „Normalität“ werden müsse.

Nun könnte man meinen, die Eintracht aus Braunschweig könnte damit ein willkommener Gegner werden. Die Gelb-Blauen belegen aktuell mit null Zählern den letzten Tabellenplatz, kassierten in zwei Spielen acht Gegentore. Dem Papier nach sollte es demnach gegen das Bundesliga-Gründungsmitglied mit einem Dreier als mögliche Initialzündung doch klappen. Nur offenbaren die reinen Ergebnisse nur selten die komplette Wahrheit. Erst am vergangenen Montag kassierte Braunschweig in der 1. Runde des DFB-Pokals eine erwartungsgemäß deutliche 1:4-Niederlage. Allerdings fiel diese doch ein wenig zu hoch aus. Eine gute Stunde spielte Braunschweig gegen den Bundesligisten nicht nur mit, die Eintracht war der Führung sogar ein wenig näher.

Scherning: „Flutlicht, guter Gegner, geile Challenge“

Zwar dominierte Frankfurt den Gegner, hatte mehr Ballbesitz, die Hessen schafften es aber nicht, den Plan mit hohem Tempo hinter die letzte Kette zu kommen, umzusetzen. Braunschweig verteidigte clever und konsequent, konterte und hatte im ersten Durchgang die deutlich gefährlicheren Chancen. Erst Frankfurts Stürmer Hugo Ekitiké machte den Unterschied. Erst legte er mit einer grandiosen Vorarbeit die Führung auf, dann erhöhte der Franzose mit zwei technisch besonders anspruchsvollen und sehenswerten Toren. Das Spiel war durch, die beiden weiteren Treffer in der Tat nur noch Ergebniskosmetik. Dem Gegner Spiel und Ball zu überlassen, scheint für das Tabellenschlusslicht ein probates Mittel zu sein. Und nichts anderes wird die Kölner im eigenen Stadion vor 50.000 Zuschauer erwarten.

Eintracht-Coach Daniel Scherning weiß jedenfalls, was ihn erwartet. „Die Mannschaft ist in dieser Konstellation schon länger zusammen. Es hat aber auch Veränderungen gegeben. Für mich ist der Trainer die größte Komponente mit klaren Abläufen und einer veränderten Spielkultur“, sagte der Trainer. „Sie haben viele Spieler, die durch ihre Laufwege Räume reißen.“ Der Coach des Gegners erwartet ein hohes Gegenpressing und eine hohe Wucht. „Es wird eine große Herausforderung. Es wird eine tolle Kulisse, Flutlicht geht wieder an, guter Gegner, geile Challenge. Ich freue mich drauf.“ Das vermeintliche Topspiel des Samstagabends wird zumindest ein stimmungsvolles.

 


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Linton Maina im Trikot des 1. FC Köln

Neue Stärke?

Was passiert mit Ljubicic?

Wird diese Schwachstelle nun zur Stärke?

Timo Hübers beim Kopfball
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Wird diese Schwachstelle nun zur Stärke?

Der FC scheint gleich einige Probleme der vergangenen Spielzeit mit in die neue Saison genommen zu haben. Im Gegensatz zu den noch jungen Eindrücken der ersten drei Spiele lief es im vergangenen Jahr bei den Ecken alles andere als rund beim 1. FC Köln: Werden die Ecken nun zu einer Waffe?

In der vergangenen Saison waren es vier Tore in 36 Spielen, jetzt sind es bereits drei nach drei Spielen des 1. FC Köln: Werden die Ecken nun zu einer Waffe?

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Geht es nach den reinen Zahlen, ist es schon verwunderlich, wie schwer sich der FC in der 2. Bundesliga tut. Mit Abstand die meisten Torschüsse, der höchste Ballbesitz, die meisten Sprints, die meisten Kilometer – viele Kategorien der Datenblätter der zweiten Liga deuten auf eine beeindruckende Dominanz der Geißböcke hin. Nur sieht die Realität nach dem doch sehr holprigen Saisonstart ein wenig anders aus. Dass die Statistiken am Ende des Tages nicht so ganz der Wahrheit entsprechen, zeigt ein einfacher Blick auf die Tabelle. Der FC belegt – wohlgemerkt nach dem 2. Spieltag – den 13. Tabellenplatz und das mit nur einem Zähler. Auch in der 1. Runde des DFB-Pokals hatten die Kölner mit dem SV Sandhausen so ihre Probleme, zitterten sich erst in der Verlängerung in die nächste Runde.

Viele Parallelen zur Vorsaison

Auch wenn die Euphorie nach der doch ansprechenden Vorbereitung mit sechs Siegen in sieben Spielen groß war, erinnert gerade in der Vorwärtsbewegung zurzeit vieles beim FC an die vergangene Spielzeit. Die Kölner lassen zu viele Chancen liegen, gehen zu fahrlässig mit den Möglichkeiten um und sind gerade in der vordersten Offensive weiterhin zu harmlos. Schwierig wird es, wenn dann auch noch die Defensive nicht mehr so recht mitspielen will. Gerade in der Hintermannschaft unterlaufen den Kölnern zu viele einfache Fehler, die die Gegner dankend annehmen und gnadenlos bestrafen. Und so scheint zumindest aktuell das Ziel schnellstmögliche Rückkehr in die Bundesliga noch ein weiter Weg zu werden.

Dabei sind auch positive Veränderungen deutlich erkennbar. Die Kölner investieren eben mehr ins Spiel, treten tatsächlich dominanter auf. Vor allem aber scheint eine Schwäche der vergangenen Saison zu einer Stärke zu werden. Zumindest deutet nach den ersten drei Saisonspielen sehr viel darauf hin. Der FC hat eine beeindruckende Effizienz nach Ecken für sich entdeckt. Durchaus eine große Schwäche der vergangenen Spielzeit. Zwar erzielten die Kölner in der Vorsaison 14 ihrer 28 Tore nach Standardsituationen, diese 50 Prozent als positive Waffe zu verkaufen, entspricht aber nicht der Realität. Schon alleine, weil fünf dieser Standardsituationen vom Elfmeterpunkt aus zum Tor führten. Gerade bei den Ecken tat sich Köln in der vergangenen Spielzeit durchaus schwer.

Viele Ecken, wenig Tore

Dabei gab es für die in der Regel doch tief stehenden Kölner davon überraschend viele. 188 Ecken schlug der FC in der vergangenen Bundesliga-Saison. Einzig Leverkusen (236), Bayern (227) und Leipzig (220) kamen auf mehr. Der Mitabsteiger aus Darmstadt brachte es auf 115 Hereingaben. Dabei blieben die unter anderem 79 Versuche von Florian Kainz und 41 von Leart Pacarada weitestgehend harmlos. Ganze vier Tore erzielten die Kölner nach ihren 188 Ecken und damit gerade einmal gut zwei Prozent. Der Meister aus Leverkusen kam dagegen mit seinen zehn Toren auf immerhin gut 4,5 Prozent, Gladbach mit zwölf Toren nach 174 Ecken auf fast sieben Prozent, der Schnitt der gesamten Liga lag bei guten fünf.

Nach den ersten drei Saisonspielen haben es die Kölner nun aber schon auf beeindruckende 31 Ecken gebracht und drei führten bereits zum Tor. “Wir haben einen riesigen Schwerpunkt auf Standards gelegt, da haben wir eine große Wucht entwickeln können“, bemerkte auch Timo Hübers eine positive Entwicklung. Gegen den SV Elversberg rettete der Kölner Kapitän nach einer Ecke dem FC das 2:2. Gegen Sandhausen war Linton Maina für die Standards mitverantwortlich. Seine Hereingaben führten zum 1:0 durch Julian Pauli und schließlich zum 3:2 durch Mathias Olesen unmittelbar vor Ende der Verlängerung. Somit war auch Maina einer der Matchwinner am vergangenen Wochenende. Die Saison ist natürlich noch lang, die ersten Spiele nicht mehr als ein Fingerzeig, doch bei der lahmenden Offensive wären funktionierende Standards eine willkommene Waffe.

 


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Ausbau Geißbockheim

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

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Geißbockheim: Ein Ausbau des Leistungszentrums ist in Sicht

Das Geißbockheim des 1. FC Köln mit Trainingsplatz
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Geißbockheim: Ein Ausbau des Leistungszentrums ist in Sicht

Seit 2014 verfolgen die Kölner nun das Bauvorhaben am Geißbockheim. Der Streit mit der Politik und den Naturschützern um die Ausbaupläne auf den Gleueler Wiesen dauerte an. Nun wollen die Grünen dem Bau des Leistungszentrums zustimmen. Ein Kompromiss scheint möglich für den 1. FC Köln: Eine Baugenehmigung für das Leistungszentrum ist in Sicht.

Nachdem der FC im April einen Teilerfolg im Rechtsstreit vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig erzielt hatte, scheint nun Bewegung in den Ausbau des Geißbockheims zu kommen. Eine positive Entwicklung für den 1. FC Köln: Eine Baugenehmigung für das Leistungszentrum ist in Sicht.

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Der Streit um den geplanten Ausbau des Geißbockheims dauert nun bereits mehr als zehn Jahre an. Der FC hatte ursprünglich mit drei Kunstrasenfeldern auf der Gleueler Wiese geplant sowie mit einem Jugend-Leistungszentrum neben dem Franz-Kremer-Stadion. Das Oberverwaltungsgericht in Münster (OVG) hatte Ende 2022 den von der Stadt Köln erstellten Bebauungsplan wegen Verfahrensmängeln für unwirksam erklärt. Der FC legte damals Beschwerde gegen die nicht zugelassene Revision ein und bekam Recht. Das OVG muss neu verhandeln. Zwischenzeitlich hatte es Überlegungen gegeben, den Standort nach Marsdorf zu verlegen. Das hatte der Club Anfang April aber ausgeschlossen. Nach übereinstimmenden Medienberichten wollen die Grünen nun dem FC als stärkste Ratsfraktion das Planungsrecht für den Bau eines Leistungszentrums (LZ) erteilen. Das LZ soll neben dem Franz-Kremer-Stadion entstehen.

Diese Bedingungen sollen für den FC gelten

Am Mittwoch sollen sich die Grünen in einer Abstimmung mehrheitlich für die Erteilung des Planungsrechts ausgesprochen haben. Allerdings unter bestimmten Bedingungen. Auf die Bebauung der Gleueler Wiesen, die zuvor zu einer Klage des Landesverbands des Naturschutzbunds Nabu und der Bürgerinitiative „Grüngürtel für Alle“ geführt hatte, wird seitens des Klubs ebenso verzichtet wie auf die Nutzung des Naturrasenplatzes. Dabei drängen die Grünen auf einen umfassenden und dauerhaften Schutz der Gleueler Wiesen und knüpfen ihre Zustimmung an eben diesen Passus. „Dass der FC Ausbau-Pläne hat, das muss man anerkennen. Es gilt ein Zusammenbringen von Landschaftsschutz un den Interessen des FC. Ich glaube, dass wir auf einem Weg sind, der gangbar ist“, sagte Christiane Martin, Fraktionsvorsitzende der Grünen. Der FC soll endgültig auf die Gleueler Wiesen verzichten. Und hier könnte es eben doch noch zu Streitpotenzial kommen.

Denn FC-Geschäftsführer Philipp Türoff sagte der Kölnischen Rundschau: „Wir begrüßen die Entscheidung, der Bau des Leistungszentrums hat für uns Priorität. Wir werden die Wiesen vorerst nicht antasten, wir haben ja auch kein Nutzungsrecht.“ Eine Ewigkeitserklärung sei allerdings nicht im Sinne des Klubs. Sollten sich die Parteien einigen, dürfte das LZ dann auf dem bereits vorhandenen Kunstrasenplatz am Franz-Kremer-Stadion gebaut werden. Hierbei handelt es sich um eine bereits versiegelte und genutzte Fläche, sodass Verein und Politik keine Möglichkeit zur Beanstandung sehen. Zudem soll Trainingsplatz 2 im Zuge des Kompromisses renaturiert werden. Der Ausbau des Leistungszentrums wird den Verein voraussichtlich rund 50 Millionen Euro kosten. Neben dem Ausbau von Seminarräumen, Umkleiden und Physioräumen sollen zwei weitere bereits bestehende Flächen als Trainingsplätze umgenutzt werden.


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Linton Maina im Trikot des 1. FC Köln

Drei Spiele, drei Scorerpunkte

Damion Downs wieder im Training – wann platzt der Knoten?

Damion Downs kommt beim 1. FC Köln noch nicht in Fahrt.
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Damion Downs wieder im Training – wann platzt der Knoten?

Damion Downs war einer der Gewinner der Vorbereitung. Gemeinsam mit Tim Lemperle bringt der Angreifer viel von Strubers Vorstellung von Fußball mit. Auf die Anzeigetafeln hat es der Stürmer noch nicht geschafft für den 1. FC Köln: Damion Downs auf der Suche nach Torgefahr.

Abgesehen von dem Olympia-Aus verlief die Vorbereitung für Damion Downs nach Plan. Doch aktuell fehlt auch dem US-Amerikaner die nötige Lockerheit beim 1. FC Köln: Damion Downs auf der Suche nach Torgefahr.

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Die Bilder hätten wohl kaum unterschiedlicher sein können. Hier enttäuscht, vielleicht sogar eine Spur fassungslos, dort – vor etwas mehr als drei Monaten – die unbändige Freude nach dem Last-Minute-Tor gegen Union Berlin. Jenes Tor, das dem FC die Hoffnung auf den Klassenerhalt überhaupt noch am Leben hielt. Es sind die zwei Gesichter des Damion Downs, die aktuell so gar nicht zusammenpassen wollen. Es scheint fast so, als habe der Angreifer seine Leichtigkeit verloren. Sicher aber eine Spur Selbstbewussten. Dabei lief die Vorbereitung eigentlich perfekt für den Angreifer, mal abgesehen von der Ausbootung bei den Olympischen Spielen. Downs hatte zum vorläufigen Kader der USA gehört, dann aber das letzte Ticket nach Paris verpasst. Dafür die Vorbereitung mit dem FC absolviert und das sollte sich auszahlen.

Starke Vorbereitung von Downs

Dass der 1. FC Köln in dieser doch unter komplett neuen Vorzeichen stehenden Saison auf die Einbindung des Nachwuchses setzt oder wohl auch setzen muss, zeigt sich nämlich vor allem auf der Torhüterposition und im Sturm. Zwar liefen am Sonntag im Pokalspiel gegen Sandhausen auch in der Abwehr und im Mittelfeld Eigengewächse auf – insgesamt sechs -, doch gerade im Angriff scheint die Wahl der Doppelspitze für Gerhard Struber alternativlos. Mit Tim Lemperle und Downs standen auch im dritten Spiel die beiden Kölner Jung-Stürmer jeweils in der Startformation. Das mag angesichts der Leistungen der Routiniers in der Vorsaison auch nicht wirklich überraschen. Weder Sargis Adamyan, noch Steffen Tigges noch Florian Dietz sammelten in der vergangenen Saison viele Argumente für mehr Einsatzzeit.

Auch deswegen zeichnete sich in der Vorbereitung das Duo Lemperle und Downs ab und das sehr schnell, sehr deutlich. Die beiden Eigengewächse trafen in den Testspielen, ackerten, spulten Kilometer und Tempo ab – der Stammplatz war sicher. Auch, weil die beiden ehemaligen Nachwuchskräfte besser zum Pressing-Spiel des Kölner Trainers passen. Aktuell betreibt das Sturm-Duo erwartungsgemäß ebenfalls viel Aufwand, nur ist der Ertrag in den Pflichtspielen überschaubar. Auf die noch junge Scorerliste haben sich die Angreifer jedenfalls noch nicht eingetragen. Dabei hätte das durchaus passieren müssen. Lemperle zeigte sich vor allem als Vorbereiter bereits in starker Verfasssung. Sowohl im Duell gegen Hamburg als auch im Spiel gegen Elversberg hätten in den Anfangsphasen Tore nach seiner Vorarbeit fallen müssen. Gegen Sandhausen netzte der Angreifer auch ein, doch Mathias Olesen hatte zuvor seinen Gegenspieler regelwidrig abgeräumt.

Köln mit mäßiger Chancenverwertung

Zwar vergab auch Lemperle dicke Torchancen wie etwa unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff gegen den HSV, doch gerade Downs fehlt aktuell ganz offensichtlich das nötige Selbstvertrauen. Schon gegen Elversberg lief der Youngster beim Stande von 1:1 alleine auf Keeper Nicolas Kristof zu, schoss den Torhüter aber viel zu zentral an. Am Sonntag tauchte Downs nach schickem Steckpass von Denis Huseinbasic im Sechzehner auf Höhe des Fünfmeterraums auf, aber anstatt aus kurzer Distanz den Abschluss zu suchen, passte Downs quer und verpasste Mitspieler Sargis Adamyan sowie eine mögliche Vorentscheidung. „Wir müssen die jungen Burschen mitnehmen und ihnen auch die Zeit geben, dass sie einfach in dieses Toreschießen kommen“, sagte Gerhard Struber zuletzt.

Toreschießen, die Aufgabe eines Stürmers, soll dementsprechend auch eine gewisse Normalität werden. Eine Normalität, die der Trainer von seinen Spielern erwartet, sogar fordert. Jenen Spielern, die es in der Vorsaison – zumindest zum Großteil – auf gerade einmal 28 Tore kamen. „Wir sind dran, diese Jungs mehr ins Treffen zu bringen und in eine Richtung zu bewegen, dass die Effizienz steigt“, sagte der Trainer. Das wird auch nötig sein. Der FC kommt in der aktuellen Saison auf starke 68 Abschlüsse in drei Spielen, also im Schnitt 23 pro Begegnung. Das macht aber auch eine Chancenverwertung von 8,8 Prozent. Damit liegen die Kölner deutlich über dem Prozentsatz der Vorsaison, aber auch deutlich hinter dem Schnitt von Spitzenreiter Paderborn. Die Ostwestfalen treffen aktuell mit jedem fünften Abschluss.

Auf dem Papier sieht es so aus, als käme Eintracht Braunschweig am Samstag gerade recht. Acht Tore kassierten die Niedersachsen in den ersten beiden Ligaspielen, noch einmal vier im Pokal gegen Eintracht Frankfurt. Daraus aber abzuleiten, dass die Kölner in die Normalität Toreschießen kommen, wäre zu einfach. Zumal noch nicht einmal klar ist, ob beide Teile der Doppelspitze überhaupt spielen. Downs fehlte am Mittwoch beim Training, kehrte aber am Donnerstag wieder zurück – das aber hinter verschlossenen Türen. Ob es für Samstag reicht, ist noch offen.

 


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Linton Maina im Trikot des 1. FC Köln

Drei Spiele – drei Scorerpunkte