Deniz Huseinbasic glaubt beim 1. FC Köln an die Wende

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Deniz Huseinbasic glaubt beim 1. FC Köln an die Wende

Für Denis Huseinbasic verlief die Saison bislang nicht nach seinem Geschmack. Erst durch die Verletzung von Eric Martel erhielt er auch in der Liga seine Chance – nutzte sie aber nicht komplett.

Ganze zwölf Minuten hatte Denis Huseinbasic in dieser Saison in der Liga bis zum vergangenen Samstag gespielt. Dann spielte er von Beginn an, leistete sich einen folgenschweren Fehler und bereitete ein Tor für Davie Selke vor. Jetzt sollen auch wieder Punkte her. Denis Huseinbasic glaubt an die Wende.

Der bisherige Saisonverlauf ist wahrlich nicht optimal für Denis Huseinbasic gelaufen. Nach seinem gut einstündigen Auftritt im Pokal gegen den VfL Osnabrück war erst einmal Schluss. Schluss mit Startelf, Schluss mit viel Spielzeit. Der Shootingstar der vergangenen Saison, der aus der Regionalliga umgehend den Sprung in die Bundesliga und relativ schnell auf die Anzeigetafel beziehungsweise in die Torschützenstatistik der Bundesliga geschafft hat, musste sich erst einmal mit der Rolle des Ersatzspielers begnügen. Kein Wunder, auch wenn die Qualität des Kaders in den Sozialen Medien immer wieder kritisiert wird, die Konkurrenz ist für Huseinbasic größer geworden. So besetzte FC-Trainer Steffen Baumgart die Position der halben Acht eher mit klassischen Außenbahnspielern, wie Rasmus Carstensen, Max Finkgräfe und Co. Im Zentrum sind Eric Martel und Dejan Ljubicic gesetzt, dahinter gibt es den Konkurrenzkampf zwischen eben Huseinbasic, Mathias Olesen und Neuverpflichtung Jacob Christensen.

Huseinbasic spürt das Vertrauen

„Der Trainer spricht sehr oft mit mir. Er hat gesagt, dass ich so weiterarbeiten soll. Ich hatte Geduld und jetzt kam auch meine Chance“, sagte Huseinbasic am Mittwoch. Durch die Verletzungen von Olesen und Martel kam diese. Huseinbasic sollte neben Ljubicic das Zentrum stabilisieren. Eine Rolle, die der eigentlich offensiver ausgerichtete Mittelfeldmann durchaus erfüllen kann und die er sich auch zutraut. Denn auch in Offenbach spielte der 22-Jährige bereits diese Position. Am vergangenen Samstag erhielt er die Chance, konnte sie aber nur in Teilen nutzen. Denn sein fataler Rückpass auf Timo Hübers wird möglicherweise Teil vieler Jahresrückblicke, vielleicht sogar der kommenden Wahl zum Tor des Monats. Denn mit dem haarsträubenden Fehlpass leitete Huseinbasic unfreiwillig das wunderbare 0:2 ein. „Es ging sehr schnell, es war Slapstick. Am Ende dachte ich nur noch: Jeff, bitte rette den Ball noch irgendwie“, sagte der 22-Jährige. Chabot konnte den Ball nicht mehr retten.

Zwar blieb die Leistung des Mittelfeldmannes insgesamt durchwachsen, Huseinbasic zeigte aber die richtige Reaktion. „So ein Tor passiert leider. Ich bin jemand, der sich auch im Spiel sofort sagt: Weitermachen. Ich denke, ich habe mich nicht hängenlassen“, sagte der 22-Jährige. Auch, weil Steffen Baumgart direkt wieder Aufbauarbeit leistete. „Ich spüre großes Vertrauen. Er hat sofort gesagt: Das passiert, aber du machst bisher ein gutes Spiel. Das pusht dich als junger Spieler.“ Und zeigte offenbar Wirkung: so bereitete Huseinbasic das 1:3 durch Davie Selke vor. Unterm Strich blieben für die Kölner am Ende aber dennoch die leeren Hände, der FC wartet weiterhin auf den ersten Saisonsieg.

Den soll es nun gegen Bremen geben. „Werder wird sicher sehr motiviert sein und die drei Punkte wollen. Aber die wollen wir auch und werden alles dafür geben“, so Huseinbasic. „Aber bis auf die Partie in Frankfurt haben wir immer ein gutes Spiel gemacht. Wir geben nicht auf, glauben an uns und spielen unser Spiel genauso weiter. Dann kommen die Punkte auch wieder. Vielleicht müssen wir noch ein bisschen präziser werden. Aber wenn wir unser Spiel weiter durchziehen, kommt der Rest.“ Ob er eine weitere Chance von Beginn an bekommt, ist komplett offen. Sollte er sie bekommen, will er sie dieses Mal komplett nutzen.

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Dejan Ljubicic: „Auf der Doppelsechs fühle ich mich sehr wohl“

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Dejan Ljubicic: „Auf der Doppelsechs fühle ich mich sehr wohl“

In dieser Saison wird Dejan Ljubicic wohl die Position von Ellyes Skhiri auf der Sechs übernehmen. Zumindest läuferisch scheint der Österreicher in die Rolle bereits hereingewachsen zu sein.

Mit seinem Treffer zum 1:3 und einer guten Leistung wurde Davie Selke gegen die TSG Hoffenheim zum Kölner Spieler des Spiels. Dabei geriet Dejan Ljubicic wieder einmal ein wenig in den Hintergrund. Dabei lief bei den Kölnern kein Profi mehr, schneller und intensiver als Dejan Ljubicic: der unscheinbare Motor.

Dejan Ljubicic wird sich vermutlich gerne an August und September des vergangenen Jahres erinnern. Vor genau einem Jahr hatte der Kölner Mittelfeldspieler wettbewerbsübergreifend bereits fünf Tore erzielt, eins vorbereitet – wenn auch in zehn Spielen. Der Österreicher war zu diesem Zeitpunkt einer der absoluten Leistungsträger im Kölner Dress: torgefährlich, laufstark, variabel einsetzbar. Zwölf Monate später blickt der 25-Jährige auf einen äußerst durchwachsenen Saisonstart zurück. Zunächst die Sprunggelenkverletzung, dann nur ein Punkt aus vier Ligaspielen, noch keine Torbeteiligung, zudem in der Nationalmannschaft Österreichs zunächst verletzt ausgewechselt, anschließend Bankdrücker und von heute auf morgen war da noch dieses Transfergerücht. Um den so ruhigen Mittelfeldspieler gab es plötzlich sehr viel Lärm. Lärm, den er vermutlich lieber unter dem Mantel des Schweigens gehüllt hätte.

Ljubicic auf der Sechs alternativlos

Aktuell ist Ljubicic von dem Leistungsparameter variabel einsetzbar weit entfernt. Der Österreicher ist auf der Sechs geparkt. Durch die Verletzung von Eric Martel gibt es keine alternative Position, die es durch die Verpflichtung von Rasmus Carstensen, Faride Alidou und indirekt auch Luca Waldschmidt auf der „halben Acht“, wie sie Trainer Steffen Baumgart gerne nennt, ohnehin nur noch selten für Ljubicic gegeben hätte. Die Rolle des 25-Jährigen ist alternativlos – unabhängig davon, ob Baumgart mit einer oder der Doppelsechs spielen lässt. Denn de facto hat der Trainer keinen anderen Sechser, zumindest nach eigenen Aussagen. Eric Martel und Mathias Olesen fallen verletzt aus, Jacob Christensen sei noch nicht so weit und Denis Huseinbasic machte am vergangenen Samstag auf der Position alles andere als eine gute Figur. Bleibt: Dejan Ljubicic, der diese Rolle aber auch gerne annimmt. „Ich wurde eigentlich als Sechser geholt aus Wien. Aber ich kann auch rechts spielen, ich kann auch als Zehner agieren. Auf der Doppelsechs fühle ich mich sehr wohl“, sagte der 25-Jährige zu Saisonbeginn.

Ljubicic

Dejan

46.8

Km

311

Intensive Läufe

Allerdings kann der Mittelfeldmann dort nur selten sein Tempo auffallend ausspielen. Und auch die Torgefahr ist in dieser Spielzeit noch überschaubar. Zumindest, was das Zählbare angeht. Denn mit einer Prise mehr Glück hätte der 25-Jährige sowohl gegen Dortmund als auch gegen Hoffenheim treffen können. Gegen den BVB schlenzte Ljubicic den Ball am Gehäuse vorbei, gegen die TSG rettete Wout Weghorst für seinen geschlagenen Keeper ebenfalls bei einem Schlenzer auf der Linie. Die Bilanz wäre wohl deutlich besser ausgefallen. Dabei ist diese alles andere als schlecht. Auch, wenn es auf den ersten Blick nicht auffällt. Ähnlich wie Ellyes Skhiri in der vergangenen Saison spielt Ljubicic sehr unauffällig, aber ähnlich effektiv.

Läuferische Dominanz

Vor allem in den Laufwerten ist Ljubicic beim FC einsame Spitze. Der Mittelfeldspieler kommt in den vier Ligaspielen bislang auf 46.8 Kilometer. Damit führt Ljubicic die mannschaftsinterne Rangliste deutlich an. Ligaweit belegt er Rang neun, allerdings wurde der Mittelfeldspieler gegen Wolfsburg ausgewechselt. Hätte der 25-Jährige durchgespielt, würde er wohl in etwa gleichauf mit Ellyes Skhiri (49,6 Km) liegen, der aktuell den zweiten Rang hinter Lennard Maloney vom 1. FC Heidenheim belegt. Auch die Team-Rangliste der intensiven Läufe führt der Österreicher mit 311 an, insgesamt liegt Ljubicic damit auf Rang elf. Genauso hat der 25-Jährige die meisten Sprints beim FC absolviert, ligaweit Rang 13. In all diesen Kategorien war Ljubicic auch bei der 1:3-Pleite gegen Hoffenheim der beste Kölner. Während Ljubicic in der Rückwärtsbewegung das Zentrum dich hält, fällt auf der Heatmap auf, dass er bei Ballgewinn dann doch den Weg über die Außen sucht. Und das offenbar mit Geschwindigkeit. Denn auch der bisherige Topspeed-Wert der Kölner erreicht ausgerechnet Ljubicic, vor Maina, vor Alidou, vor Carstensen – Ljubicic kommt auf eine Geschwindigkeit von 33,6.

Nicht umsonst ist der Mittelfeldspieler laut Gool.ai der wertvollste FC-Spieler. Das Online-Portal berechnet den Marktwert nach den jüngsten Spielen auf 8.7 Millionen Euro. Zu den Marktwerttreibern, also den besonders positiven Attributen, gehören bei Ljubicic genaue Pässe in die Schnittstelle sowie die sogenannten „second und third Assists“, also Anspiele, die wiederum Chancen einleiten. Tatsächlich kommt Ljubicic aktuell auch auf eine starke Passquote von 87 Prozent. Nur Jeff Chabot (88%) und Eric Martel (90%) sind noch stärker.

Kleine Schritte Richtung Comeback

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Kleine Schritte Richtung Comeback

Gute Nachricht vom Geißbockheim: Mark Uth und Florian Dietz haben das Training mit der Mannschaft aufgenommen. Ein Comeback wird es so schnell nicht geben, dennoch ist es ein weiterer Hoffnungsschimmer.

Noch vor wenigen Wochen galt die vermeintliche Vakanz in der Offensive als die große Baustelle beim FC. Mittlerweile ist sie von der Doppelsechs abgelöst worden. Und es bahnt sich weitere Offensivkraft an. Florian Dietz und Mark Uth trainierten wieder teilweise mit der Mannschaft. Ihre Rückkehr wird noch ein wenig dauern. Es sind kleine Schritte Richtung Comeback

Mit den guten Nachrichten war es beim 1. FC Köln in den vergangenen Wochen so eine Sache. Verletzung hier, Niederlage da. Am Dienstag warteten die Kölner gleich mit zwei erfreulichen Umständen auf. Zum einen verkündete der FC die Vertragsverlängerung von Jan Thielmann. Der Kölner Youngster hat also einen Vertrag bis 2026 unterschrieben. Sein bisheriger Kontrakt wäre noch bis zum kommenden Sommer gelaufen, die Vertragsverlängerung war bereits erwartet worden. Dabei wird der 21-Jährige dem FC aber weiterhin nicht zur Verfügung stehen. Im Sommer hatte sich der Kölner Youngster eine Verletzung zugezogen, aktuell trainiert Thielmann individuell. Vor einigen Wochen rechnete man in Köln mit einer Rückkehr frühestens im Herbst – es wird wohl Spätherbst werden. Und dennoch bahnt sich beim FC in der Offensive weitere Entlastung an – allerdings in weiter Ferne.

Vier Stürmer, wenig Gefahr

Nachdem sich schon Davie Selke am vergangenen Samstag mit einer guten Leistung eindrucksvoll gegen Hoffenheim zurückgemeldet hatte, ist auch bei zwei weiteren Angreifern die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr groß. So trainierten am Dienstag Mark Uth und Florian Dietz wieder mit der Mannschaft. Kurz. Denn Uths Hauptaugenmerk lag nach dem gemeinsamen Aufwärmen dann doch im Reha-Bereich. Gerade die Rückkehr des 32-Jährigen würde dem FC noch weitere Optionen in der Offensive ermöglichen. Der Stürmer absolvierte eine starke Vorbereitung, wurde nach der vergangenen Seuchensaison bereits als weiterer Neuzugang gefeiert. Dafür hatte Uth hart gearbeitet, schon vor der Vorbereitung. Doch im ersten Pflichtspiel war die Party schnell beendet. Uth griff sich an den Oberschenkel und musste wie in der Vorsaison das Pokalspiel frühzeitig verlassen. Zwar soll es sich bei Uth nicht um eine strukturelle Verletzung handeln, der Ausfall zieht sich nun aber schon seit Wochen. Nach der langen Verletzungspause ist mit einer sofortigen Rückkehr auch weiterhin nicht zu rechnen. Dass Uth überhaupt am Mannschaftstraining teilnimmt, ist aber ein gutes Zeichen.

Dabei war es in den vergangenen Wochen gerade die Offensive, die so manchem Fan Sorgenfalten auf die Stirn getrieben hat. Neben Uth verletzte sich eben auch Davie Selke. Sargis Adamyan, der eine starke Vorbereitung spielte, fiel plötzlich wieder in die Muster der Vorsaison, Steffen Tigges konnte bei seinem Spiel gegen Eintracht Frankfurt nicht überzeugen und Luca Waldschmidt wollte im Double mit Florian Kainz bislang auch noch nicht so recht funktionieren – mal abgesehen von seinem schicken Tor gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber aus Wolfsburg. Die Sturmproblematik zeigte sich auch am vergangenen Wochenende. In der Schlussphase setzte Steffen Baumgart auf die komplette Offensive, ließ mit vier nominellen Stürmern spielen, wirklich Gefahr strahlte der Kölner Angriff aber nur durch eben Selke aus. Und das über 90 Minuten.

Bald die Qual der Wahl?

Kein Wunder also, dass die Stimmen nach einer weiteren Offensivkraft in den Wochen vor dem Deadline Day laut wurden. Nun hat Davie Selke die passende Antwort gegeben. Stand jetzt ist die gute Leistung natürlich nur eine Momentaufnahme, sie ist aber gleichzeitig ein Hoffnungsschimmer auf mehr. Und es folgen mit Florian Dietz und Mark Uth gleich weitere Hoffnungsträger, von denen Dietz deutlich weiter sein dürfte. Durch die Rückkehr der Angreifer würde der FC sein Sturmpotenzial auf sechs Spieler nach oben schrauben. Steffen Baumgart hätte im Angriff die vor der Saison erhoffte Qual der Wahl. Dass der Trainer dafür auch durchaus bereit ist, von seinem eigentlichen Spielsystem abzusehen, hat Baumgart schon in der vergangenen Woche angedeutet. Damals sagte er, dass er möglicherweise auch mal mit zwei Stürmern agieren würde. Die Chance würde sich durch die Rückkehr von Uth deutlich erhöhen. Aktuell ist das jedoch Zukunftsmusik.

Jan Thielmann verlängert beim FC bis 2026

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Jan Thielmann verlängert beim FC bis 2026

Der 1. FC Köln hat einen weiteren Leistungsträger langfristig gebunden. Jan Thielmann hat einen Vertrag bis 2026 unterschrieben.

Für Jan Thielmann verlief die vergangene Saison alles andere als optimal und auch jetzt läuft es sportlich noch nicht rund. Nach einigen Verletzungen während der Saison, musste der Offensivspieler auch auf seinen Traum von der Teilnahme an der U21-EM begraben und fällt nun auch bis Herbst aus. Immerhin hat der Youngster eine zukunftsweisende Entscheidung getroffen: Jan Thielmann verlängert beim 1. FC Köln bis 2026.

Wie der Verein zunächst über die Sozialen Medien, mittlerweile auch offiziell bekannt gegeben hat, hat der 21-Jährige einen Vertrag bis 2026 unterschrieben. Thielmann ist somit nach Davie Selke, Marvin Schwäbe und Timo Hübers eine weitere Säule beim FC, die nun langfristig gebunden wurde. Auf dem Instagram-Kanal des Vereins weist der Klub wie in einer Schnitzeljagd oder einem Suchbild eindeutig auf die Vertragsverlängerung hin. Dem Aufruf „Schau oben rechts für eine Überraschung“ folgend findet man schließlich den Hinweis: „Verlängerung bis 2026“. Wenige Minuten später folgte die offizielle Bestätigung:

„Jan ist eines unserer größten Talente. Er hat sich seit seinem Profi-Debüt konstant weiterentwickelt und zählt mit seinen gerade einmal 21 Jahren bereits über 100 Profi-Einsätze. Wären die Verletzungsrückschläge der jüngeren Vergangenheit nicht gewesen, stünden sogar noch weit mehr Einsätze für ihn zu Buche“, sagt Christian Keller. „Wir sind deshalb fest davon überzeugt, dass seine Entwicklung noch nicht am Ende ist und freuen uns darauf, wenn er bald wieder auf dem Platz steht und seinen Weg beim FC fortsetzt. Gerade aufgrund seiner herausragenden Mentalität werden wir noch sehr viel Freude mit Jan haben.“

Thielmann: „Ich freue mich sehr auf die nächsten Jahre beim FC“

Im vergangenen Jahr war der Offensivspieler für den Golden-Boy-Award, schaffte es in die Top-40 der besten U21-Spieler. Auch die Datenscouts von Global Soccer Network, die internationale Topklubs beraten, trauen dem Youngster einen großen Sprung zu. Sie schätzen den 21-Jährigen als den FC-Spieler mit dem größten Potenzial ein. Aktuell kommt der Kölner Youngster auf einen Marktwert von 4.23 Millionen Euro. „Das, was ich bisher mit dem FC erleben durfte, motiviert mich jeden Tag in der Reha, richtig Gas zu geben. Ich kann es kaum erwarten, endlich wieder auf dem Platz zu stehen und dem FC mit allem, was ich habe, dabei zu unterstützen, mit unserer Mannschaft und dem Trainerteam erfolgreich zu sein“, sagt der Youngster. „Schon als kleiner Junge war ich FC-Fan, wollte unbedingt für Köln spielen und bin deshalb sehr stolz darauf, dass ich hier Profi geworden bin. Ich freue sehr auf die nächsten Jahre beim FC und das, was wir alle zusammen erreichen können.“

Doch Thielmann wurde in der abgelaufenen Spielzeit immer wieder von Verletzungen und Erkrankungen zurückgeworfen. So auch unmittelbar vor der U21-EM, für die er fest eingeplant war. Laut FC zog sich das Eigengewächs eine muskuläre Verletzung zu, es dürfte aber auch das Knie betroffen sein. Aktuell arbeitet der Youngster an seinem Comeback. Thielmann wechselte 2014 zu den Junioren des FC, wurde 2017 B-Junioren-Meister und gab 2019 sein Debüt bei den Profis. Thielmann könnte die kommende Identifikationsfigur des FC werden.

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Doppelsechs: Das Prunkstück wird für den FC zunehmend zum Problemfall

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Doppelsechs: Das Prunkstück wird für den FC zunehmend zum Problemfall

In der vergangenen Spielzeit gehörten Ellyes Skhiri und Eric Martel zu den sichersten und besten Zentralen der Bundesliga. Durch die Verletzung des Kölner Youngsters entwickelt sich die Doppelsechs zur Dauerbaustelle.

Die Verletzungen von Eric Martel und Mathias Olesen, das schwache Spiel von Denis Huseinbasic – der FC hat offensichtlich eine Baustelle auf der Sechs, die die Kölner Verantwortlichen vor der Saison nicht sehen wollten: die Doppelsechs: Das Prunkstück wird zum Problemfall

Es waren zwei Szenen, zwischen denen nur wenige Minuten (und auch Meter) lagen und die das aktuelle Dilemma des 1. FC Köln visuell eindrucksvoll verdeutlichten. Beim 1:3 gegen Hoffenheim schlich Eric Martel auf Krücken zum Halbzeit-Interview des TV-Senders Sky, dort spielte Denis Huseinbasic dem ehemaligen U21-Mitspieler Maximilian Beier den Ball so perfekt in den Lauf, dass man den Eindruck gewinnen konnte, der Kölner Youngster trüge das falsche Trikot. Mit dem Fehlpass in die Tiefe des Raums verursachte der Youngster das zweite Gegentor. Wenn auch nach einer Verkettung unglücklicher und wohl auch glücklicher Momente. Der 22-Jährige ist aktuell meilenweit entfernt von der Form der vergangenen Spielzeit und wird wohl auch gegen Bremen eher auf der Bank als neben Dejan Ljubicic Platz nehmen. Und so scheint sich bereits früh in der Saison zu rächen, dass der FC keinen adäquaten Ersatz für Ellyes Skhiri verpflichtet hat.

Martel fällt mehrere Wochen aus

Und vermutlich verpflichten konnte. Den Kölner Verantwortlichen wird klar gewesen sein, dass Jacob Christensen noch kein fertiger Sechser ist, seine Zeit benötigt. Einen Ersatz Marke Skhiri werden sich die Kölner schlichtweg nicht haben leisten können. Der Versuch, dem aktuellen Kader auf dieser zentralen Position zu vertrauen, war riskant. Nun fällt Eric Martel aus. Ausgerechnet Martel, der einzige FC-Spieler, der über die ersten vier Pflichtspiel-Einsätze hinweg eine konstant gute Leistung brachte.

Und vermutlich fällt der Sechser nicht nur die von Steffen Baumgart zunächst angegebenen zwei, drei Wochen aus. Zumindest ließen die Krücken am Samstag nicht auf eine schnelle Genesung hoffen. Zwar ließ Thomas Kessler durchklingen, dass es sich dabei nur um eine Schutzmaßnahme handle. Die Worte von Eric Martel, man müsse mal sehen, eine Prognose sei schwierig, hörten sich alles andere als hoffnungsvoll an und so korrigierte auch Steffen Baumgart seine Prognose um eine Woche nach oben. Möglicherweise kehrt Martel nach der kommenden Länderspielpause zum Derby gegen Gladbach zurück.

So suchte Baumgart in der vergangenen Woche einen Ersatz für Martel, der neben Ljubicic spielen würde, fand Huseinbasic, der wiederum nicht ins Spiel fand. Baumgart hatte auch betont, dass Christensen noch nicht so weit sei. Da aber auch Mathias Olesen noch mit muskulären Beschwerden ausfällt, wird das einstige Prunkstück der Kölner nun zum Problemfall. In der vergangenen Saison hielten Ellyes Skhiri und Eric Martel das Zentrum kompakt. Die beiden Sechser gehörten stets zu den laufstärksten Akteuren, stopften Lücken, schalteten sich in die Offensive oder leiteten das Umschaltspiel ein. Nun bildeten Ljubicic und Martel das Duo im Zentrum und zumindest gegen Dortmund ließen die beiden Akteure den abgewanderten Skhiri auch vergessen.

Führt Verletzung zu Taktikwechsel?

Durch die Verletzungen von Martel und Olesen sowie die Formschwäche von Huseinbasic könnte FC-Trainer Steffen Baumgart am Samstag zu einer weiteren Umstrukturierung gezwungen sein. Zumindest wenn Christensen auch weiterhin keine Option für die Startformation ist. Noch zu Beginn der Saisonvorbereitung hatte Christian Keller auf die Kritik des fehlenden Skhiri-Ersatzes fünf potenzielle Sechser aufgezählt. Bis auf Dejan Ljubicic scheinen aktuell alle keine Option für die erste Elf zu sein. Schon in der vergangenen Woche tat sich der Kölner Trainer bei der Suche nach der richtigen Startelf lange schwer. Sprach schon da davon, möglicherweise die Taktik umzustellen, vielleicht mit zwei Spitzen zu agieren, dafür eventuell auf eine Sechs zu verzichten. Gegen Bremen scheint das unausweichlich zu sein.

Wochen der Wahrheit beim FC

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Wochen der Wahrheit beim FC

Nach dem Fehlstart in der Bundesliga bekommen die kommenden Duelle gegen Bremen und Stuttgart einen richtungweisenden Charakter. Zudem steht die Verhandlung im Fall Potocnik bevor.

Die kommenden Tage sind für den FC nicht ohne. Während sich die Spieler auf die richtungweisende Begegnung gegen Bremen vorbereiten, steht für eine Kölner Delegation die Verhandlung im Fall Potocnik in Lausanne an. Es werden Wochen der Wahrheit beim FC.

Mit einem blauen Auge ist der 1. FC Köln im Frühling noch einmal davon gekommen. Die verhängte Transfersperre der FIFA konnte der FC vorerst abwenden, war in der Lage auf dem Transfermarkt zuzuschlagen. Allerdings nicht, ohne nicht selbst auch den ein oder anderen Rückschlag hinnehmen zu müssen. So dürften einige Transfergespräche zwischenzeitlich auf Eis gelegen haben. Das von Benedict Hollerbach etwa. Der Offensivspieler entschied sich schließlich für den Champions-League-Teilnehmer Union Berlin, bei dem er zunächst aber keine Königsklasse spielen wird. Zwar sind weitere Namen nicht bekannt, es ist aber davon auszugehen, dass es noch andere Spieler gegeben hat, mit denen der FC gerne intensiver und am Ende auch erfolgreicher gesprochen hätte. Doch seit dem Aussetzen der Sperre im Mai hängt die drohende Strafe wie ein Damoklesschwert weiterhin über dem FC. Denn die Sperre ist bekanntlich nur ausgesetzt, nicht gänzlich aufgehoben. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sie kommt, wenn auch reduziert.

Sportrechtler erwartet Reduktion der Sperre

Und so hätten sich viele FC-Fans ein Hamstern der Kölner Verantwortlichen für den Worst Case gewünscht. Dem schob Christian Keller am Deadline Day einen verbalen Riegel vor. Erklärte, man würde den Kader nicht künstlich aufblähen wollen. Vor allem nicht für eine Strafe, die noch nicht final ausgesprochen ist. Und so reist eine Kölner Delegation zu den Verhandlungstagen an Dienstag und Mittwoch nach Lausanne, um über den Fall Potocnik und für die Straffreiheit des FC zu kämpfen. Der Ausgang der Verhandlung scheint völlig offen. Die FIFA und der abgebende Verein Olimpija Ljubljana werfen dem FC die Anstiftung zur Vertragskündigung von Jaka Cuber Potocnik vor. Dieser hatte nur einen Tag nach der Kündigung beim FC einen neuen Kontrakt unterschrieben. Beide Seiten sehen sich gerüstet für die Verhandlung, glauben an ihre Argumente. Sportrechtler Dr. Gregor Reiter ist sich nicht so sicher. Der Experte glaubt an eine Transfersperre, allerdings auch an eine Reduktion der Strafe. „Ich gehe davon aus, dass die Sperre für den FC auf eine Wechsel-Periode reduziert wird“, sagt Sportrechtler Dr. Gregor Reiter gegenüber come-on-fc.com. „Die jüngsten Urteile des CAS zu ähnlich gelagerten Sachverhalten lassen diese Vermutung zu.“

Diese Sperre würde dann die Transferperiode nach Verkünden des Urteils betreffen. Über den Zeitpunkt des Urteils streiten sich die Geister und Experten. Wahrscheinlich gibt es das Urteil erst in einigen Wochen. Dabei dürfte genau das für den FC aber nicht ganz unerheblich sein. Nach dem schwachen Saisonstart mit nur einem Punkt aus vier Spielen droht dem FC eine schwere Saison. Sollten sich die Geißböcke nicht in den kommenden Wochen erholen, wird der Abstiegskampf zu einem konkreten Thema. Dann wäre eine Feinjustierung im Winter sicher nicht unerheblich. Anders gesagt, sollte sich der FC sportlich in großen Problemen befinden, die Transfersperre aber ausgesprochen sein, gibt es keine Möglichkeit mehr einer Kurskorrektur.

Richtungweisende Begegnung gegen Bremen

Und so gewinnen die kommenden Wochen auch sportlich zwangsläufig an Brisanz. Ein Polster wie in den vergangenen Jahren haben sich die Kölner für kleinere Talfahrten nicht angesammelt. Im Gegenteil: Nach dem Fehlstart steht der FC bereits mit dem Rücken zur Wand und muss in den kommenden Spielen unbedingt punkten. „Wir sind sehr, sehr früh in der Saison und haben gegen Mannschaften gespielt, die aufgrund ihrer Transferaktivitäten im Sommer wahrscheinlich andere Regionen anpeilen als wir“, sagte Kölns Lizenzspielerleiter Thomas Kessler. Das ändert sich bereits am kommenden Spieltag. Zunächst geht es am Samstagabend zu Werder Bremen. Das so deklarierte Topspiel gegen einen potenziellen Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt hat für den FC zwangsläufig einen richtungweisenden Charakter. Gelingt der Befreiungsschlag nicht, könnte der verkorkste Fehlstart zur Kopfsache werden. Schon nach dem Frankfurt-Spiel war die Stimmung in Köln nicht die beste. Vor der nächsten Länderspielpause im Oktober stehen dann noch die beiden schweren Begegnungen gegen die formstarken Teams aus Stuttgart und Leverkusen auf dem Programm. So oder so – dem FC droht ein sehr stürmischer Herbst.

Sorge ja, Panik nein!

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Sorge ja, Panik nein!

Der 1. FC Köln steht nach dem vierten Spieltag mit nur einem Punkt da. Das ist zu wenig, wie auch Steffen Baumgart treffend feststellte. Die Situation ist ernst, sie ist aber zu diesem frühen Zeitpunkt noch kein Grund zur Panik. Noch nicht. Ein Kommentar.

Die Bilanz fällt ernüchternd aus: Ein Punkt aus vier Spielen. Der FC steht bereits früh in der Saison mit dem Rücken zur Wand. Dennoch: Sorge ja, Panik nein – dafür ist es einfach noch (!) zu früh. Das könnte sich aber bald ändern. Ein Kommentar

Steffen Baumgart brachte es nach der 1:3-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim mit ein paar wenigen Worten präzise auf den Punkt: Ein Punkt aus vier Spielen? „Das ist zu wenig“. Noch in der vergangenen Woche hatte der Trainer darauf hingewiesen, dass man gegen die bisherigen drei Gegner dieselben Ergebnisse wie in der vergangenen Spielzeit eingefahren hat, nur zu einem anderen Zeitpunkt. Das ist in der Sache richtig, nur lässt sich damit nicht der Fehlstart der aktuellen Saison kaschieren. Nach dem vierten Spieltag den FC im Abstiegskampf willkommen zu heißen, kommt indes ein wenig früh. Dafür ist der Fußball zu unberechenbar, dafür ist ein Steffen Baumgart, ja auch seine Spieler zu unberechenbar. Es sind immerhin noch 30 Spieltage zu spielen.

Schönrederei bringt den FC genauso wenig weiter wie Schwarzmalerei

Dass die Situation bedenklich ist, ja sogar bedrohlich werden kann, steht dabei außer Frage. Der FC befindet sich mit dem Rücken zur Wand. Ein Polster, das die Kölner während der Saison geschmeidig durch unruhige Gewässer führt, gibt es nicht. So ist die Sorge unter den Kölnern Anhängern mehr als verständlich, Grund zur Panik sollte es aber noch (!) nicht geben. Denn der FC hat durchaus eine Reaktion auf die vom Trainer betitelte „Abwehrschlacht“ gegen Frankfurt gezeigt. Die Kölner spielten wieder mutig nach vorne, ließen sich von Rückschlägen nicht beirren und hätten mit ein wenig mehr Spielglück sicherlich auch Zählbares zu verzeichnen gehabt. Die Gegentore fielen zumindest unglücklich, zudem zu unglücklichen Zeitpunkten und so manche Schiedsrichter Entscheidung hätte mit ein wenig mehr Glück anders ausfallen können.

Und doch: Ein Punkt, aus vier Spielen – „das ist zu wenig“! Punkt. Die Schönrederei vom schweren Auftaktprogramm, den komplizierten Umständen und dem Verletzungspech bringt die Kölner nicht weiter. Im Gegenteil: es zählen die Punkte auf dem Tableau. Nichts anderes. Am Ende des Tages hat eine gute Offensivleistung auch gegen die TSG Hoffenheim nicht gereicht. Die individuellen Fehler waren zu gravierend, die individuelle Klasse vor oder beim letzten Pass nicht ausreichend. Und so stehen die Kölner trotz guter Leistungen gegen Dortmund und Hoffenheim mit leeren Händen da. Kein Wunder, dass die Frage nach der Zusammenstellung, nach der Qualität des Kaders unter den Anhängern heiß diskutiert wird. Dabei ist diese ein wenig weit gegriffen. Denn Schwarzmalerei bringt genauso wenig wie Schönrednerei. 

Kann der FC im Winter nachbessern?

Ja, der Qualitätsverlust von Ellyes Skhiri lässt sich nicht wegdiskutieren, ein adäquater Ersatz wurde nicht verpflichtet. Dabei ist die Doppelsechs mit Eric Martel und Dejan Ljubicic grundsätzlich schon gut besetzt, sie darf halt nur nicht verletzungs- oder leistungsbedingt auseinanderfallen. Auf den anderen Positionen hat sich die Qualität im Vergleich zum Vorjahr nicht verschlechtert. Der FC ist durch Rasmus Carstensen, Luca Waldschmidt und ja auch Faride Alidou in der Theorie sogar variabler geworden, hat mit Leart Pacarada sportlich einen Ersatz für Jonas Hector gefunden. Es wird nur Zeit, dass die Spieler diese Qualität auch auf den Rasen bringen. Denn die Chancen stehen nicht schlecht, dass ein Ausbessern, eine Kurskorrektur im Winter aufgrund der Transfersperre nicht möglich sein wird.

Fakt ist: Köln muss dringend gegen Bremen und Stuttgart punkten. Frei nach den Worten von Timo Hübers nach der 1:3-Pleite gegen Hoffenheim: Sonst guckt der FC am Ende der Saison blöd aus der Wäsche. 

CAS-Urteil: Sportrechtler erwartet Transfersperre

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CAS-Urteil: Sportrechtler erwartet Transfersperre

Für Dienstag und Mittwoch ist die Verhandlung des CAS im Fall Potocnik terminiert. Der FC wird auch eine Delegation nach Lausanne schicken. Über die Chancen des FC haben wir mit dem Sportrechtler Dr. Gregor Reiter gesprochen.

Im Mai hieß es zunächst Aufatmen für die Verantwortlichen des 1. FC Köln. Der internationale Sportgerichtshof (CAS) hatte die Transfersperre gegen den FC ausgehoben. An Dienstag und Mittwoch wird der Fall nun in Lausanne verhandelt und schon kurz darauf folgt das CAS-Urteil: Sportrechtler Dr. Gregor Reiter erwartet eine Transfersperre für den FC.

Die Hoffnungen vieler Kölner Fans ruhten auf dem Deadline Day. Wenige Stunden bevor das Transferfenster schließen würde, sollte der FC noch einmal auf dem Transfermarkt zuschlagen. Zumindest, wenn es nach eben jenen Anhängern gegangen wäre. Christian Keller ließ die Hoffnungen aber sehr schnell zerplatzen. Der FC würde keinen weiteren Spieler mehr verpflichten, dafür aber einen Abwehrspieler abgeben, teilte der 46-Jährige in wenigen Worten auf der Pressekonferenz vor dem Frankfurt-Spiel mit. Für dieses Statement erntete der Kölner Sportdirektor vor allem in den Sozialen Medien viel Kritik. Kritik gepaart mit einer gehörigen Portion Sorge, ob der Kader der Kölner bundesligatauglich sei. Und: Ob Keller denn auch die drohende Transfersperre für die kommenden beiden Spielzeiten bei seinen Planungen mit ins Kalkül gezogen habe.

CAS-Urteil: Freispruch nein, Reduktion ja?

Denn die FIFA hatte den FC mit jener Transfersperre Ende März belegt, der internationale Sportgerichtshof (CAS) diese dann aber vor der Sommertransferperiode ausgesetzt. Wohlgemerkt ausgesetzt, nicht aufgehoben. Und so stehen am Dienstag und Mittwoch für den FC entscheidende Tage auf dem Programm. Dann wird der Fall vor dem CAS verhandelt, ein Urteil soll zeitnah erfolgen. „Es ist nur ein erster Teil des Rennens. Die erste Etappe ist rum, erfreulicherweise erfolgreich für uns. Jetzt geht es weiter“, hatte Christian Keller im Mai gesagt. Ob die zweite Etappe ebenso erfreulich verläuft, ist indes unklar. „Ich gehe davon aus, dass die Sperre für den FC auf eine Wechsel-Periode reduziert wird“, sagt Sportrechtler Dr. Gregor Reiter gegenüber come-on-fc.com. „Die jüngsten Urteile des CAS zu ähnlich gelagerten Sachverhalten lassen diese Vermutung zu. Der 1. FC Köln wird dann im Winter keine Spieler verpflichten können.“

Die FIFA wirft dem FC Anstiftung zum Vertragsbruch vor. Konkret geht es um das U19-Sturmtalent Jaka Cuber Potocnik. Der Slowene stand bei NK Olimpija Ljubljana unter Vertrag. Am 30. Januar 2022 hatte die Mutter des Angreifers den Vertrag mit dem slowenischen Klub aufgrund nicht eingehaltener Versprechen gekündigt. Pikant: Schon am folgenden Tag unterschrieb der Youngster seinen Vertrag beim 1. FC Köln. Seitdem geht Potocnik erfolgreich für die Geißböcke auf Torejagd, verhalf der U19 der Geißböcke ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft sowie ins Pokalfinale – und das ablösefrei. Dagegen hatte Olimpija geklagt. Ljubljana warf den Kölnern vor, an der „Vertragsauflösung beteiligt gewesen“ zu sein. Der Klub forderte eine Ablöse in Höhe von 2,5 Millionen Euro sowie einen höheren fünfstelligen Betrag als Ausbildungsentschädigung. Anfang Februar hat die FIFA den FC tatsächlich für schuldig befunden, die Kündigung von Seiten der Mutter sei „ohne Rechtsgrund“ erfolgt. Der FC ging vor dem CAS in Berufung, es folgte das Aussetzen der Strafe und nun die Verhandlung.

Die Argumente der Kölner könnten zu dünn sein

Eine vollständige Aufhebung des Urteils der FIFA sollten die FC-Verantwortlichen wohl nicht erwarten. „Aus meiner Sicht sind die Kölner Argumente zu dem von der FIFA unterstellten Sachverhalt zu dünn. Die Kündigung von Seiten des Spielers wurde anscheinend auf nicht eingehaltene Versprechen wie die Teilnahme am Training der ersten Mannschaft gestützt“, sagt Dr. Reiter. „Dieser Sachverhalt rechtfertigt keine außerordentliche Kündigung des Arbeitsvertrages durch den Spieler. Ein Grund für eine Kündigung wären zum Beispiel ausstehende Gehaltszahlungen und auch hätte es erst einmal einer Abmahnung durch den Spieler bedurft, auf die die gegnerische Partei mit Zahlung hätte reagieren können. Aus meiner Sicht ist es richtig, dass bei fristlosen Manipulationen harte Maßstäbe angesetzt werden. Sonst wäre der Wechselwillkür der Profis oder ihrer Spielerberater ja Tür und Tor geöffnet.“

Für die Kölner spricht auch nicht gerade der Umstand, dass der junge Slowene bereits unmittelbar nach der Kündigung bei den Geißböcken unterschrieben hat. „Wäre ich Richter und es lägen gut 24 Stunden zwischen Kündigung und Unterschrift, müsste der aufnehmende Verein sich schon detailliert erklären. Diese zeitliche Nähe hat ein Geschmäckle. Bei drei, vier Monaten zwischen Kündigung und Unterschrift müsste dann eher der klagende Verein erklären, worin er den die Anstiftung zum Vertragsbruch sieht“, sagt Reiter.

Ähnlicher Fall in Frankreich

Für Hoffnung sorgte bei den Kölnern im Juli ein anderes Urteil des CAS, das allerdings Parallelen zum Fall der Kölner aufweist. Marseille hatte im Juli 2020 den senegalesischen Spieler Pape Gueye unter Vertrag genommen. Der Kontrakt bei seinem bisherigen Arbeitgeber Le Havre war damals auch ausgelaufen. Allerdings hatte der damals 21-Jährige im April bereits einen Vertrag beim FC Watford unterschrieben. Der englische Erstligist verkündete den Transfer auch offiziell. Nur kurze Zeit später gab es aber Verwirrung um den Kontrakt. „Wir dementieren die Einigung mit dem FC Watford durch den vorherigen Berater von Pape Gueye nicht, aber wir verweisen auf etwas, was eine Unregelmäßigkeit sein könnte“, sagte der neue Berater des Spielers der „L’Equipe“. „Wir haben einen Vertrag vom Januar und versuchen gerade, mögliche Probleme zu lösen. Die Umstände sind sehr seltsam.“ Mitte Juni 2020 platzte der Wechsel zu den Hornets, Gueye unterschrieb einen Vertrag bei Marseille.

Ähnlich wie beim FC warf die FIFA den Franzosen „Anstiftung zum Vertragsbruch“ vor und verhängte gegen Marseille im vergangenen Jahr ebenfalls eine Registrierungssperre von zwei Transferperioden. Zudem sprach die FIFA eine Entschädigung in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro sowie eine viermonatige Sperre gegen den Spieler aus. Alle Parteien gingen in Berufung und der internationale Gerichtshof setzte die Sperre vorerst aus. Ende Juli hat der CAS den Transferbann nun gänzlich aufgehoben. „Das Gremium kam zu dem Schluss, dass OM die Vermutung der Anstiftung tatsächlich widerlegen konnte“, heißt es nun in dem Urteil. Unter anderem gab es tatsächlich Unregelmäßigkeiten bei dem Transfer. So gab es dem Vernehmen nach bereits anderthalb Jahre vor Ende des Vertrags bei Le Havre eine medizinische Untersuchung für einen Wechsel zum FC Watford, von dem Le Havre nichts gewusst haben will. Das widerspricht den FIFA-Regularien. Ob der FC die Anstiftung ebenfalls widerlegen kann, ist indes fraglich.

 

Stürmer Davie Selke wird immer wichtiger

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Stürmer Davie Selke wird immer wichtiger

Die Offensivleistung des 1. FC Köln stimmte am Samstag über weite Strecken, zu Zählbarem reichte sie gegen Hoffenheim aber nicht. Das lag nicht an Davie Selke. Der Stürmer lieferte ab und macht Lust auf mehr.

In fast allen Belangen war der FC der TSG Hoffenheim am Samstag laut Statistik überlegen, in der entscheidenden aber nicht. Der FC verlor gegen die TSG Hoffenheim 1:3. Dabei gab es durchaus einen Hoffnungsschimmer: Davie Selke. Der Stürmer hat seine Torgefahr wieder unter Beweis gestellt und macht Hoffnung auf mehr.

Die Erleichterung war ihm anzusehen, sie war im Grunde spürbar. Als Davie Selke nach einer guten Stunde im Duell gegen die TSG Hoffenheim zum 1:3 einnetzte, jubelte der Stürmer als habe er gerade die Kölner Führung erzielt. Losgelöst lief er winkend Richtung Südkurve, während Linton Maina den Ball aus dem Netz holte. Dabei wird auch der 28-Jährige gewusst haben, dass sein Treffer zu diesem Zeitpunkt nur ein Aufkeimen der Hoffnung war, mehr aber nicht. Zumindest nicht für diesen Spieltag. Selke fiel ganz offensichtlich ein großer Stein vom Herzen.

Denn die vergangenen Wochen waren auch für den Angreifer alles andere als einfach. Der große Hoffnungsträger der vergangenen Spielzeit, von dem sich die Kölner Verantwortlichen in dieser Saison eine zweistellige Toranzahl erhoffen, zog sich im Pokal gegen den VfL Osnabrück eine muskuläre Verletzung zu, die in den Begegnungen gegen Dortmund und Wolfsburg wieder ausbrach, jeweils den frühzeitigen Wechsel mit sich brachte, genauso wie Kritik an dem Stürmer. Gerade Selke. Der „Kicker“ berichtete erst unlängst, dass der Name des Kölner Stürmers nach der Ära Hector der beliebteste bei der Beflockung der FC-Trikots sei.

Selke liefert ab

Nun erntete also der Publikumsliebling der vergangenen Spielzeit Kritik, kämpfte gleichzeitig gegen eine Verletzung, deren Ursache offenbar nicht leicht zu diagnostizieren war und stieß dazu zunehmend auf Zweifler, die ihm die gesundheitliche und sportliche Bundesligatauglichkeit absprachen, ihm die zweistellige Toranzahl eben nicht mehr zutrauten. Die Diskussion um einen weiteren Stoßstürmer, einen Ersatz oder Backup dürfte auch den 28-Jährigen erreicht haben. Die passende Antwort lieferte Selke am Samstagnachmittag. Der Kölner Angreifer war der einzige FC-Profi, der sich bei der 1:3-Niederlage gegen Hoffenheim eine gute Note verdiente. Und das noch nicht einmal nur wegen seines Treffers. Selke lief für einen Stürmer ungewöhnliche zehn Kilometer. Nur Dejan Ljubicic und Rasmus Carstensen waren mehr unterwegs. Zudem kam Selke auf vier Torschüsse, brachte knapp 70 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler und gewann zwei Drittel seiner Zweikämpfe.

Der Treffer bislang nicht mehr als eine Momentaufnahme

Und das in 90 Minuten Spielzeit. Noch vor wenigen Wochen hatte der Kölner Trainer betont, dass es bei Selke nicht nur um das Comeback nach der Verletzung ginge, der Stürmer müsse auch dahin kommen, 60 bis 70 Minuten abreißen zu können. Am Samstag war der 28-Jährige über die komplette Spieldauer ein Aktivposten, ein ständiger Unruheherd. Natürlich auch, weil Baumgart nach dem 1:3 noch die Chance auf einen weiteren Treffer, vielleicht sogar auf einen Punkt witterte und sogar mit vier Angreifern agierte – mehr Offensive geht nicht. Wären die Abspiele sauberer gekommen, hätte Schiedsrichter Daniel Siebert unmittelbar vor Spielende nicht auf Foulspiel gegen, sondern auf Handspiel für Selke entschieden, der Stürmer hätte womöglich einen Doppelpack erzielt. „Beim letzten Ball können wir noch eine Schippe drauflegen, um den Mitspieler zu erreichen“, sagte Selke, der aber ansonsten mit der Leistung seiner Mitspieler zufrieden war: „Ich glaube, wir können einiges positiv bewerten, vor allem die Leistung. Wenn wir den Weg so weitergehen, werden wir auch in naher Zukunft wieder punkten.“

Das wird auch bitter nötig sein, denn mit nur einem Zähler belegen die Kölner aktuell den Relegationsplatz. Die Auftritte bisher werden am Ende nicht reichen. Der FC muss sich strecken. Neben einer Leistungssteigerung wird es dabei auch auf Davie Selke und seine Tore ankommen. Sein Treffer gegen Hoffenheim war ein Anfang, ein Hoffnungsschimmer – allerdings bislang auch nicht mehr als nur eine Momentaufnahme.

Entscheidung von Daniel Siebert sorgt für Ärger

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Entscheidung von Daniel Siebert sorgt für Ärger

Ein vermeintliches Handspiel hätte dem Spiel des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim eine andere Wendung geben können. Schiedsrichter Daniel Siebert gab den Elfmeter nicht. Zu recht?

Gleich zwei Situationen sorgten im Spiel des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim für Diskussionen. Zweimal spielten Hoffenheimer Akteure den Ball im eigenen Sechzehner mit der Hand, in beiden Fällen gab es keinen Elfmeter. Warum Schiedsrichter Siebert nicht auf Strafstoß entschied.

Als beachtlich und außergewöhnlich bezeichnete TSG-Geschäftsführer Alexander Rosen die Verpflichtung von Wout Weghorst, als die Hoffenheimer den niederländischen Stürmer offiziell in Hoffenheim begrüßten. Tatsächlich überraschte der Transfer. Für 1.5 Millionen Euro haben die Sinsheimer Weghorst vom FC Burnley im Sommer ausgeliehen, um die Offensive zu beleben. Gegen den FC war der Niederländer aber an zwei Defensivaktionen beteiligt, die dem Spiel einen anderen Verlauf hätten bescheren können. Zum einen köpfte der Hüne den Schlenzer von Dejan Ljubicic für seinen geschlagenen Keeper aus dem Kasten, zum anderen rutschte Weghorst in einen Schussversuch von Florian Kainz. Der Ball sprang dem Niederländer deutlich an den abgestützten Arm. Weghorst verhinderte mit dem Handspiel eine klare Torchance. Der erste Impuls: Ganz klarer Elfmeter. Doch Schiedsrichter Daniel Siebert entschied nach Absprache mit dem VAR auf kein strafbares Handspiel.

Weghorsts Handspiel als Stützarm gewertet

Tatsächlich lag Siebert bei seiner Entscheidung in den Leitplanken der Regeln. „Ein Handspiel liegt vor, wenn ein Spieler den Fußball absichtlich mit der Hand oder dem Arm berührt oder seinen Körper unnatürlich vergrößert, also ein Handspiel riskiert oder in Kauf nimmt“, sagt die Regel. Und weiter: „Eine unnatürliche Vergrößerung des Körpers liegt vor, wenn die Hand-/Armhaltung weder die Folge einer Körperbewegung des Spielers in der jeweiligen Situation ist noch mit dieser Körperbewegung gerechtfertigt werden kann.“ Wenn sich die Hand also zum Abfangen zwischen Körper und Boden befindet und nicht seitlich oder senkrecht vom Körper weggestreckt ist, spricht man von einer sogenannten Stützhand. Dann liegt keine unnatürliche Vergrößerung des Körpers und kein strafbares Handspiel vor. Das sieht auch Alexander Feuerherdt, Mitbegründer des Podcasts Collinas Erben und Leiter Kommunikation und Medienarbeit der DFB Schiri GmbH, so. Der Experte sprach nach der Partie von einem Paradebeispiel eines Stützarms. Einen Elfmeter hätte es aus seiner Sicht nicht geben dürfen. „Es ist der Stützarm, klar. Aber man kann ihn auch geben. Ich hätte ihn gerne gehabt“, sagte Florian Kainz. „Das wäre dann vielleicht das 2:3 gewesen und dann hätte die Bude noch einmal gebrannt. Es ist aber immer schwierig bei Handelfmetern.“

Foulspiel von Selke?

Auch Steffen Baumgart sah kein absichtliches Handspiel . „Er hat die Hand hinterm Rücken und geht nicht mit Absicht dahin“, sagte der Trainer. „Es war trotzdem eine hervorragende Torwartparade, mit der er es sicherlich in die Elf des Tages gekommen wäre.“ Baumgart haderte aber damit, dass Siebert sich die Situation noch einmal hätte anschauen können. Für Ärger sorgte wenige Minuten vor Spielende dann aber noch ein anderes Handspiel. Denn auch Marius Bülter spielte im eigenen Strafraum den Ball mit der Hand. In diesem Fall vergrößerte der TSG-Spieler seine Körperfläche unnatürlich, hob den Arm eindeutig zum Ball, wieder entschied sich Siebert nicht für den Strafstoß. Der Schiedsrichter hatte ein Offensivfoul von Davie Selke gesehen. Tatsächlich hatte der Stürmer die Hände am Gegner, auch einen leichten Schubser kann man in den Videobildern ausmachen. „Wenn ich meine Arme in der Bundesliga nicht benutze, ist die Frage, wie oft ich überhaupt noch zu einem Kopfball komme“, sagte Selke. Aber: „Man kann es wohl pfeifen.“

Immerhin ließ Siebert auch ein Handspiel auf Kölner Seite ungeahndet. Denn auch Leart Pacarada sprang der Ball im eigenen Sechszehner an die Hand. Unabsichtlich, ohne die Körperfläche zu vergrößern. Kein Strafstoß war die richtige Entscheidung.