Luca Waldschmidt: „Ich spüre, dass hier alle Bock haben“

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Luca Waldschmidt: „Ich spüre, dass hier alle Bock haben“

Der 1. FC Köln hat wie erwartet Luca Waldschmidt verpflichtet. Das gab der Verein am Dienstagnachmittag bekannt. Schon am Sonntag war der Wechsel durchgesickert. Waldschmidt wird vom VfL Wolfsburg ausgeliehen.

Der FC hat einen weiteren Neuzugang für die kommende Saison nun offiziell bestätigt: Der 1. FC Köln hat Luca Waldschmidt verpflichtet. Wie der Klub am Dienstag bestätigte, wird der ehemalige Nationalspieler vom VfL Wolfsburg für ein Jahr ausgeliehen. Der „Kicker“ hatte bereits am Sonntag über den bevorstehenden Wechsel berichtet. Demnach greife unter gewissen Bedingungen eine Kaufpflicht, die Waldschmidt für drei Jahre an den Klub bindet.

Bild: Herbert Bucco

Waldschmidt war 2021 von Benfica Lissabon für zwölf Millionen Euro zum VfL Wolfsburg gewechselt und hat bei den Wölfen noch Vertrag bis 2025. In der vergangenen Spielzeit kam der 27-Jährige aber nicht über die Rolle des Edeljokers hinaus. Beim FC erfüllt der Stürmer das Anforderungsprofil, dass Sportdirektor Christian Keller in der vergangenen Woche in einer Medienrunde für einen geplanten Transfer ausgegeben hatte. Keller zeigte sich da schon einer Leihe sehr positiv gegenüber. „Einen ordentlich verdienenden Spieler, der bei seinem aktuellen Stamm-Klub ein bisschen ins Hintertreffen geraten ist, aber sagt: Das Gehalt ist mir eigentlich nicht mehr so wichtig, ich würde gerne mehr spielen“, sagte der Sportdirektor. „Im Idealfall gibt uns der Stamm-Klub noch eine Kaufoption mit.“ Das ist bei Waldschmidt offenbar der Fall.

Am Montag hatte Waldschmidt zunächst den Medizincheck in Köln absolviert, anschließend am Geißbockheim den Vertrag unterschrieben. Am Dienstagnachmittag hatte der Klub über seine Social-Media-Kanäle das Konterfei eines Spielers mit Lockenpracht mit den Worten „Wen wir hier alles anlocken“ gepostet. Ein erster Hinweis auf Luca Waldschmidt. Die Bestätigung folgte eine knappe Stunde später. „Wir standen schon seit geraumer Zeit mit Luca in Kontakt und freuen uns sehr, dass wir ihn nun für den FC gewinnen konnten. Luca besitzt alle erforderlichen Fähigkeiten, um unserem Spiel im letzten Drittel noch mehr Lösungsqualität und Torgefahr zu geben“, sagte Keller. „Darüber hinaus sind wir überzeugt, dass er unsere Mannschaft auch als Persönlichkeit bereichern wird. Mein besonderer Dank geht an den VfL Wolfsburg für die offene, konstruktive Zusammenarbeit zur Ermöglichung der Leihe.“

Waldschmidt: Über den SC Freiburg zum Nationalspieler

Der Offensiv-Allrounder kann auf verschiedenen Positionen agieren, wahrscheinlich ist für ihn aber die Rolle der hängenden Spitze, hinter Davie Selke oder Steffen Tigges. Mit Mark Uth kann der FC voraussichtlich auf einen weiteren Zehner hoffen. Florian Kainz wäre wieder frei für die Außenbahn. Beim FC könnte Waldschmidt von Steffen Baumgart profitieren. Der Kölner Trainer hat schon mehrfach bewiesen, dass er Spielern wieder zu deren Topform verhelfen und Akteure entwickeln kann. „Wir hatten gute Gespräche. Vor allem mit dem Trainer. Es ist für mich wichtig, ein gutes Gefühl zu haben“, sagte Waldschmidt. „Ich freue mich sehr auf den Club, den Trainer, meine neuen Mitspieler, die Fans und auf das Stadion. Ich durfte schon einige Male hier spielen und weiß daher, welche Kräfte diese Atmosphäre hier auslösen kann. Die Stimmung, die hier von den Fans ausgeht, ist ganz besonders. Jetzt möchte ich das so oft wie möglich im FC-Trikot erleben und dabei erfolgreich sein. Ich spüre, dass hier alle Bock haben, viel Energie ausstrahlen und richtig was vorhaben.“

Im Alter von fünf Jahren begann Waldschmidt Fußball zu spielen. Unter anderem spielte der Angreifer für die Junioren von Eintracht Frankfurt. Bei der Eintracht debütierte Waldschmidt dann 2015 auch in der Bundesliga, spielte aber auch für den Hamburger SV im deutschen Oberhaus und später beim SC Freiburg. Dort wurde er zum Nationalspieler. 2020 bezahlte Benfica Lissabon knapp 16 Millionen Euro, Wolfsburg holte den Stürmer für zwölf Millionen ein Jahr später wieder in die Bundesliga. Waldschmidt hat sämtliche Junioren-Mannschaft des DFB durchlaufen und kommt auf sieben Einsätze in der A-Nationalmannschaft. Das letzte Spiel bestritt er im November 2020 für die DFB-Elf. Damals unterlag Deutschland Spanien 0:6. Zuvor war Waldschmidt Torschützenkönig bei der U21-Europameisterschaft 2019 geworden.

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Jan Thielmann trifft bei U21-Kantersieg

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Jan Thielmann trifft bei U21-Kantersieg

Die deutsche U21 hat in der Vorbereitung auf die EM einen 7:0-Kantersieg gefeiert – mit tatkräftiger Unterstützung des Kölner Trios. Jan Thielmann erzielte einen Treffer.

Unmittelbar bevor sich die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zu einem 3:3 gegen die Ukraine mühte, feierte der deutsche Nachwuchs einen ungefährdeten 7:0-Erfolg – allerdings gegen eine Lokal-Auswahl aus Südtirol. Das wiederum mit der tatkräftigen Unterstützung des Trios vom 1. FC Köln: Jan Thielmann trifft bei dem U21-Kantersieg zum zwischenzeitlichen 3:0.

Nicht nur für den FC erfolgreich: Jan Thielmann trifft auch beim U21-Kantersieg
Bild: Herbert Bucco

Thielmann, Denis Huseinbasic und Eric Martel dürfen sich weiterhin Hoffnungen machen, dem endgültigen Kader der deutschen U21 bei der EM in Rumänien und Georgien (21. Jubis bis 8. Juli) anzugehören. Wie nahezu der gesamte Kader kam auch das Trio der Geißböcke in einem Testspiel im Rahmen der Vorbereitung in Prad gegen eine Auswahl Südtirols 45 Minuten zum Einsatz – und die Kölner betrieben Eigenwerbung. Vor allem Jan Thielmann machte mit dem zwischenzeitlichen 3:0 nach zehn Minuten auf sich aufmerksam.

Beim 7:0-Erfolg trafen zudem Youssoufa Moukoko (6./24. Minute), Noah Weißhaupt (30.), Kenneth Schmidt (69.) und Nelson Weiper (73.). Hinzu kam ein Eigentor (9.). Am Mittwochabend muss Bundestrainer Antonio Di Salvo den endgültigen Kader bekannt geben. Es werden noch zwei Streichkandidaten gesucht, bevor dann am kommenden Freitag die Generalprobe für die U21 gegen den Nachwuchs aus der Schweiz ansteht. Eric Martel und Jan Thielmann dürften gesetzt sein. Auch Denis Huseinbasic, der vor einem Jahr noch das Finale im Hessenpokal bestritt, darf sich berechtigte Hoffnungen auf sein erstes großes Turnier machen.

Am kommenden Sonntag reist das DFB-Team ins georgische Batumi, wo zwei DFB-Spiele stattfinden werden. Zum Auftakt spielt der deutsche Nachwuchs in Kataissi am 22. Juni gegen Israel. Es folgen die Spiele gegen Tschechien und England. Sämtliche deutsche Partien werden von der Sat1/Pro7-Gruppe übertragen. Das Finale findet am 8. Juli statt.

 

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Mark Uth: „Endlich wieder schmerzfrei“

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Mark Uth: „Endlich wieder schmerzfrei“

In einer Botschaft auf Instagram meldet sich Mark Uth bei den Kölner Fans. Nach einem bescheidenen Jahr hofft der Stürmer auf ein schnelles Comeback.

Die offenbar unmittelbar bevorstehende Verpflichtung von Ex-Nationalspieler Luca Waldschmidt domminierte in den vergangenen Tagen die Schlagzeilen rund um den 1. FC Köln. Dabei gab es aus Kölner Sicht eine ebenso erfreuliche Nachricht eines anderen ehemaligen Nationalspielers: Mark Uth postete am Montag auf Instagram ein Video, in dem er seine Rückkehr ankündigte. Nach einem harten Jahr hofft Mark Uth auf sein baldiges Comeback beim 1. FC Köln.

Bild: Herbert Bucco

Die sportliche Bilanz der vergangenen Saison ist bei Mark Uth schnell erzählt: 182 Spielminuten, fünf Einsätze, ein Tor – eine überschaubare Statistik. Dabei hatte die Spielzeit recht verheißungsvoll angefangen – zumindest für Uth. Beim Pokal-Aus gegen Jahn Regensburg vor etwa einem Jahr hatte der Kölner Angreifer noch für den FC zum zwischenzeitlichen 1:2 getroffen. Es folgte für den Offensivspieler eine besonders schwere Saison. Uth verletzte sich, musste operiert werden. Nach neun Wochen gab der ehemalige Nationalspieler sein Comeback, kam in drei Ligaspielen sowie in der Conference League zu einigen Kurzeinsätzen, bevor er sich einem weiteren Eingriff unterziehen musste.

Was für ein Gefühl, wieder schmerzfrei gegen den Ball zu treten.

Mark Uth

Im Winter kristallisierte sich dann zunehmend heraus, dass für den Offensivspieler die gesamte Saison gelaufen sei. Seit dem Frühling läuft die Reha und die offensichtlich positiv. „1 Jahr Schmerzen, 1 Jahr als Zuschauer auf der Tribüne, 3 Operationen, monatelang Ungewissheit“, schrieb Uth auf Instagram. „Was für ein Gefühl, wieder schmerzfrei gegen den Ball zu treten.“

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Auch die Kölner Verantwortlichen dürfte das Comeback freuen, wenn es sie wohl auch vor ein Luxusproblem stellen wird. Denn mit Luca Waldschmidt steht der FC kurz vor der Verpflichtung einer hängenden Spitze. Noch vor wenigen Monaten hatte Steffen Baumgart betont, er suche händeringend einen Zehner. Der Kölner Trainer hatte mit unter anderem Mathias Olesen, Dejan Ljubicic und Denis Huseinbasic zahlreiche Kandidaten getestet, diesen Zehner dann in Florian Kainz gefunden. Damit der FC flexibler ist und Kainz wieder auf die Außenbahn rücken kann, wird nun Waldschmidt verpflichtet. Mit einem gesunden Mark Uth haben die Kölner gleich zwei starke Offensivspieler für diese Position.

Bereits in der vergangenen Woche hatte sich Sportchef Christian Keller positiv über ein mögliches Comeback des gebürtigen Kölner geäußert. „Der Verlauf ist aktuell sehr positiv. Wir gehen schon davon aus, dass Mark im Laufe der Vorbereitung voll ins Training einsteigen kann“, hatte Keller in einer Medienrunde unter anderem dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ gesagt. „Er hat wirklich gute Fortschritte gemacht. Jetzt hat er noch ein paar Wochen. Deshalb sind wir sehr positiv gestimmt.“

Das ist auch Uth. „Ich werde alles dafür geben, möglichst schnell wieder ins Mannschaftstraining einzusteigen und freue mich wahnsinnig, schon bald wieder vor euch spielen zu dürfen“, schreibt er weiter auf Instagram. In dem dazugehörigen Video gibt Uth auch eine kleine Kostprobe seines schmerzfreien Kickens.

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1. FC Köln verpflichtet Torwart-Talent Jonas Nickisch

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1. FC Köln verpflichtet Torwart-Talent Jonas Nickisch

Der 1. FC Köln treibt seine Kaderplanung voran und hat Torwart-Talent Jonas Nickisch von RB Leipzig verpflichtet. Der 19-Jährige wird dem Profikader angehören, soll aber Spielpraxis in der U21 sammeln.

Der FC hat Torwart-Talent Jonas Nikisch von RB Leipzig verpflichtet. Der 19-Jährige wechselt ablösefrei an den Rhein, soll dem Profikader angehören und möglichst viel Spielpraxis in der U21 der Kölner sammeln. Nickisch debütierte im Mai für die deutsche U19-Nationalmannschaft, spielt seit sechs Jahren im Nachwuchs von RB Leipzig, gehörte aber auch in zahlreichen Spielen dem Profikader an, wenn auch ohne Einsatz.

„Wir freuen uns, dass wir mit Jonas Nickisch einen talentierten jungen Torhüter für uns gewinnen konnten. Dabei haben wir einen klaren Plan für die weitere Entwicklung von Jonas“, sagt Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung. Nikisch soll vollwertig unter den Profis trainieren. Julian Roloff wird demnach wohl nicht mehr dem Profikader angehören. Trotz der Verpflichtung wird der FC auch weiterhin nach einer Nummer zwei suchen. Nikisch sagte in seinem Vorstellungsvideo, dass er als Nummer drei gekommen sei.

„Ich bin überglücklich hier zu sein. Der FC ist ein Verein mit einer unglaublichen Tradition und einer Fankultur, die einzigartig ist“, sagte Jonas Nickisch. „Ich freue mich darauf, die Stadt kennenzulernen, den Geißbock auf der Brust zu tragen und auf den gemeinsamen Weg, den ich mit den FC-Verantwortlichen besprochen habe. Ich möchte hier durch die Trainingseinheiten und die U21-Spiele meine nächsten Schritte gehen.“

Jonas Nickisch ist 1,90 Meter groß und wurde in Dresden geboren. Das Torwarttalent wechselte im Sommer 2017 von seinem Heimatverein SFK Dresden in das Nachwuchsleitungszentrum von RB Leipzig.

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1. FC Köln: Kaufpflicht für Duda greift

1. FC Köln: Leihspieler - zwischen Millionendeal und Hoffnungsträgern - Ondrej Duda könnte dem FC viel Geld einbringen.
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1. FC Köln: Kaufpflicht für Duda greift

Ondrej Duda wird den FC nun endgültig verlassen. Hellas Verona hat das Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt gewonnen. Das hat auch Auswirkung auf den 1. FC Köln: die Kaufpflicht für Duda greift.

Hellas Verona hat gewonnen und der FC in gewisser Weise mit. Die Norditaliener setzten sich im Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt in der Serie A gegen Spezia Calcio durch und haben den Abstieg gerade noch vermieden. Der Erfolg von Hellas hat auch Auswirkungen auf den 1. FC Köln: durch den Klassenerhalt greift die vertraglich vereinbarte Kaufpflicht für Ondrej Duda. Der Klub muss den Slowaken für rund 2,5 Millionen Euro kaufen.

1. FC Köln: Bei Ondrej Duda greift nun die Kaufpflicht.
Bild: Herbert Bucco

Das Kapitel Duda ist durch den Verona-Erfolg für den 1. FC Köln beendet, der FC kassiert 2,5 Millionen Euro Ablöse. Allerdings wird Dudas Marktwert von Transfer-Experten auf rund vier Millionen Euro geschätzt. Aber: Der FC spart auch Gehalt in Höhe von etwa zwei Millionen Euro ein. Die beiden punktgleichen Spezia Calcio und Hellas Verona belegten in der Abschlusstabelle die Plätze 17 und 18. In diesem Fall gibt es in Italien ein Entscheidungsspiel auf neutralem Boden. Das fand am Sonntagabend im Mapei Stadion in Reggio nell’Emilia statt. Verona setzte sich mit 3:1-Toren durch. Allerdings ohne Ondrej Duda, der aufgrund seiner Knieverletzung weiterhin fehlte. Die Führung durch Davide Faraoni glich Ex-RB-Profi Ethan Ampadu noch aus. Dann traf Cyril Ngonge doppelt und ebnete Verona damit den Weg. Daran änderte auch Faraonis Rote Karte nichts mehr.

Duda war im September 2020 für rund sieben Millionen Euro von Hertha BSC an den Rhein gewechselt, galt neben Sebastian Andersson als Königstransfer der Wechselperiode. Mit sieben Toren und sechs Assists hatte der slowakische Nationalspieler tatsächlich großen Anteil am Klassenerhalt in seiner Kölner Premierensaison unter Markus Gisdol. Im Baumgartschen System fand sich Duda allerdings nie wirklich zu recht, Trainer und Spieler fanden nicht zusammen. In der Saison 21/22 soll der Mittelfeldspieler das Warmmachen während des Bielefelds-Spiel verweigert haben. Als Duda dann große Teile der Vorbereitung zur abgelaufenen Saison verpasste, schien das Tischtuch bereits zerschnitten. Duda kam in der Hinrunde noch zu einigen Einsätzen, doch im Winter folgte die Leihe Richtung Verona.

Nachdem die FIFA die Transfersperre gegen den 1. FC Köln ausgesprochen hatte, wird man sich beim FC Gedanken um einen Verbleib des Slowaken gemacht haben. Im Falle einer Hellas-Niederlage wäre der Slowake so oder so zurückgekehrt. Jetzt dürften die Kölner Verantwortlichen aufatmen. Zumal viel darauf hindeutet, dass der FC mit Luca Waldschmidt einen weiteren Offensivspieler an der Angel hat.

 

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Entwicklungsclub: Ist der 1. FC Köln auf dem richtigen Weg?

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Entwicklungsclub: Ist der 1. FC Köln auf dem richtigen Weg?

Vor einem guten Jahr gab Sportdirektor Christian Keller eine neue Marschroute für den FC vor. Man wolle junge, zum Teil unbekannte Spieler weiterentwickeln, um sportlich und oder wirtschaftlich zu profitieren. Seitdem lautet das Ziel Entwicklungsclub: Ist der 1. FC Köln auf dem richtigen Weg?

Christian Keller war erst wenige Wochen beim 1. FC Köln im Amt, da äußerte er seine Vision für den FC der Zukunft – wenn auch aus der finanziellen Not geboren. Denn der 43-Jährige präsentierte einen Plan, mit dem er den „Sanierungsfall“ Köln gesunden wollte. Einen Plan, den er mit Machern wie Trainer Steffen Baumgart oder dem Leiter der Lizenzspielabteilung, Thomas Kessler, umsetzen will. In einem Interview sprach der Wirtschaftsexperte damals vom zukünftigen FC als Entwicklungsclub. Junge Spieler sollen sich beim FC entwickeln und Köln möglicherweise irgendwann für eine deutlich höhere Ablösesumme wieder verlassen. Ein gutes Jahr später hat Steffen Baumgart neun neue Spieler in den Kader integriert – nicht alle sind wie erhofft eingeschlagen. Wie weit ist es mit dem Ziel Entwicklungsclub: Ist der 1. FC Köln auf dem richtigen Weg?

Nur wenige Wochen nach seinen Worten ließ Keller diesen auch Taten folgen. Insgesamt verpflichtete der Sportdirektor in der vergangenen Spielzeit acht Spieler, dazu holten die Kölner Verantwortlichen mit Florian Dietz einen weiteren Akteur aus dem eigenen Nachwuchs zu den Profis. Die Bilanz der Neuzugänge hätte wohl kaum unterschiedlicher ausfallen können. Von Überfliegern über Dauerverletzte bis zu Bankdrückern ist so ziemlich alles dabei.

1. FC Köln: Martel, Maina und Selke überzeugten

Mit Eric Martel, Linton Maina und Davie Selke haben es gleich drei Neuverpflichtungen zum Stammpersonal geschafft und das für einen insgesamt überschaubaren Wert. Maina und Selke kamen ablösefrei zum FC, Martel kostete die Geißböcke rund 1,2 Millionen Euro. Laut Transferexperten kommen die drei Akteure aktuell insgesamt auf einen Marktwert von mehr als zehn Millionen Euro. Bei den jungen Spielern Maina und Martel ist die Tendenz deutlich steigend. Für den kommenden Sommer prognostizieren die Experten den Marktwert der beiden Leistungsträger alleine auf mehr als 10 Millionen Euro. Wirtschaftlich sind diese Neuzugänge schon jetzt ein Gewinn.

Und auch sportlich haben sich die Transfers gelohnt. Vor allem in der zweiten Saisonhälfte hat Martel einen enormen Sprung gemacht, ist zum Leistungsträger geworden und stand seinem (ehemaligen) Nebenmann auf der Doppelsechs Ellyes Skhiri gerade bei den Defensivwerten in nichts nach. Auch Maina hat eine deutlich positive Entwicklung durchgemacht. In nahezu sämtlichen Werten hat sich der 23-Jährige verbessert. Der Flügelspieler konnte seinen Marktwert verdreifachen, passt perfekt zu dem Spiel von Steffen Baumgart, fühlt sich sichtbar wohl. Nur an der mangelnden Torgefahr muss der Offensivspieler definitiv noch arbeiten. Maina ließ zu viele Chancen ungenutzt, oft kam der letzte Pass nicht an.

Davie Selke benötigte dagegen ein wenig Zeit, um in Köln anzukommen. Ein Formhoch bescherte ihm und dem FC letztlich fünf Tore, ein ordentlicher Wert. Ob Selke diese Form halten kann, wird sich in der kommenden Spielzeit zeigen müssen. In das klassische Bild des Entwicklungsspielers passt der 28-Jährige allerdings nicht mehr.

Durchwachsene Saison für Steffen Tigges

Eine ebenfalls positive Entwicklung hat Denis Huseinbasic durchgemacht. Der Mittelfeldspieler kam für 50.000 Euro zum FC. Die Transfer-Experten berechnen seinen Marktwert mit 2,5 Millionen Euro, auf dem Online-Portal transfermarkt.de wird der Marktwert mit 5 Millionen Euro angegeben. Huseinbasic ist damit wohl das Paradebeispiel für einen Entwicklungsspieler. Der Youngster darf sich ähnlich wie Eric Martel berechtigte Hoffnungen auf einen Einsatz bei der U21-EM in den kommenden Wochen machen. Ein Ziel, von dem er vor einem Jahr wohl noch nicht zu träumen wagte.

Steffen Tigges blickt auf eine durchwachsene Saison zurück. Der Angreifer startete aus einer komplizierten Verletzung in die Saison und wird auch in die kommende Spielzeit verletzt starten. Dazwischen lag wohl eine Achterbahn der Gefühle für den Stürmer, der zunächst in die übergroßen Fußstapfen von Anthony Modeste treten musste. Unterm Strich erzielte Tigges bei 30-Liga-Einsätzen sechs Tore. In Erinnerung wird ihm der Treffer beim 3:2-Erfolg über seinen Ex-Club Dortmund bleiben, genauso wie sein 45-Meter-Tor gegen Bremen. Für einen Platz in der Startelf muss Tigges aber noch einmal ein paar Körner drauflegen, seinen Marktwert hat der Angreifer dennoch verdoppelt.

1. FC Köln: Schwerer Stand für Adamyan, Soldo und Pedersen

Für die weiteren Neuzugänge verlief die Saison alles andere als gut. Florian Dietz war erfolgreich in die Spielzeit gestartet, zog sich dann aber einen Kreuzbandriss zu, fehlt dem FC seitdem. Sturmkollege Sargis Adamyan passt so gar nicht in das Vorhaben Entwicklungsclub. Der Angreifer wurde erstaunlicherweise mit einem Vier-Jahres-Vertrag ausgestattet, im zarten Alter von damals 29 Jahren, fällt er aus dem Raster eines Entwicklungsspielers.

„Sargis hat noch nicht funktioniert, obwohl ich bekanntlich sehr viel von ihm halte. Stand jetzt gehen wir davon aus, dass Sargis hier zum Trainingsauftakt in einem anderen Zustand aufschlägt und sich anders präsentiert“, sagte Christian Keller im Interview dem „Kölner Stadt-Anzeiger„. Der Armenier wechselte für rund 1,5 Millionen Euro an den Rhein. Tatsächlich erzielte Adamyan in neun Liga-Einsätzen für Brügge fünf Tore, traf im Schnitt alle 95 Minuten. Beim FC ist es erst ein Ligatreffer bei 24 Einsätzen. Adamyans Marktwert wird aktuell auf rund 2,4 Millionen Euro berechnet, die Tendenz ist klar fallend.

Auch Nikola Soldo und Kristian Pedersen hüten eher die Bank. Soldo wurde am Deadline-Day noch verpflichtet, galt als junger Entwicklungsspieler. Zunächst kam der Kroate auch regelmäßig zum Einsatz, seit der 0:3-Pleite in Stuttgart im Februar dieses Jahres hat Soldo für den FC nicht mehr auf dem Platz und seit April nicht mehr im Kader gestanden. Christian Keller betonte zuletzt, dass Soldo aber in Bezug auf den Marktwert eine positive Entwicklung durchgemacht habe. Branchenkenner sehen das Plus aber nur marginal. Kristian Pedersen hatte dagegen das Pech, mit Jonas Hector einen absoluten Leistungsträger vor seiner Nase zu haben. Gegen Hector konnte sich der robuste Däne erwartungsgemäß nicht durchsetzen. Und auch in der kommenden Spielzeit wird es für Pedersen schwer, denn mit Leart Paqarada haben die Kölner einen starken Außenverteidiger verpflichtet.

Noch vor einem Jahr betonte Christian Keller, der FC müsse sich als Entwicklungsclub etablieren. Auch, um Gelder zu akquirieren. Bei 50 Prozent der Neuverpflichtungen ist sowohl sportlich als auch wirtschaftlich eine positive Entwicklung erkennbar – der FC befindet sich also auf einem sehr guten Weg. Je nachdem wie die aktuelle Transferperiode läuft.  

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1. FC Köln: Eric Martel – auf den Spuren von Skhiri

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1. FC Köln: Eric Martel – auf den Spuren von Skhiri

Eric Martel wurde in den vorläufigen Kader für die U21-Europameisterschaft nominiert. Kein Wunder, der 21-Jährige gehört zu den absoluten Leistungsträgern beim 1. FC Köln und: Eric Martel befindet sich bereits auf den Spuren von Skhiri.

Die Fäuste geballt, die Muskeln angespannt, ein lauter Schrei – als Eric Martel vor genau zwei Monaten seinen ersten Bundesliga-Treffer erzielte, konnte er seine Gefühle kaum bändigen. „Das ist der Traum eines jeden Jungen. Da gehen die Emotionen mit einem durch“, erklärte der 21-Jährige nach seinem Tor beim 3:1-Erfolg in Augsburg. Für das Kölner Talent war es sogar mehr als der Debüt-Treffer, Martel zeigte seine Offensivqualitäten, die die FC-Verantwortlichen noch als Defizit ansehen. „Er kann noch offensiver denken und agieren, aber da sieht man schon eine deutliche Entwicklung“, sagte Christian Keller, der Sportdirektor des 1. FC Köln: Eric Martel bewies einmal mehr, dass er sich auf den Spuren von Skhiri befindet.

1. FC Köln: Eric Martel befindet sich bereits auf den Spuren von Skhiri
Bild: Herbert Bucco

Erst vor wenigen Tagen teilte der FC ein Bild von Eric Martel auf den Social-Medien-Kanälen: Es zeigte den Youngster bei einem gemeinsamen Abendessen mit unter anderem Maximilian Schmid. Dazu die Worte „Sommerpause eingeläutet.“ Doch Martels Sommerpause ist nicht von langer Dauer. Der Mittelfeldspieler ist für die U21-Nationalmannschaft für die Europameisterschaft in Rumänien und Georgien (21. Juni bis 8. Juli) nominiert. Am heutigen Samstag bricht das Team zum Trainingslager nach Prad am Stilfserjoch in Südtirol auf. Diese Nominierung kommt nicht überraschend, sie ist folgerichtig. Martel ist seit November 2021 fester Bestandteil der U21, spielte zuvor auch schon in der U20 und U19.

Er hat einen brutalen Sprung hingelegt und ist noch lange nicht fertig“

Christian Keller

Und: Martel kann auf eine sehr gute Spielzeit im deutschen Oberhaus zurückblicken. Obwohl gerade erst 21 Jahre alt geworden, kam der Youngster wettbewerbsübergreifend in 35 Spielen zum Einsatz. Durch seine konsequente Defensivarbeit und eine überragende Laufleistung hat er den Abgang des Kölner Eigengewächses Salih Özcan nahezu vergessen gemacht. Gerade in der zweiten Saisonhälfte hat sich Martel für FC-Trainer Steffen Baumgart zu einem absoluten Leistungsträger entwickelt. Mittelfristig soll Martel in die Fußstapfen von Ellyes Skhiri treten, den er in einem Interview mit der „Kölnischen Rundschau“ als sein Vorbild bezeichnete. „Er hat einen brutalen Sprung hingelegt und ist noch lange nicht fertig“, sagte Christian Keller im Interview dem „Express„.

Skhiri und Martel liegen bei vielen Parametern gleichauf

Laut gool.ai hat der 21-Jährige seinen Marktwert tatsächlich auf 4,7 Millionen Euro gesteigert, liegt damit in der internen Rangliste der wertvollsten FC-Spieler auf Platz sieben. Das Online-Portal prognostiziert dem Mittelfeldspieler einen Marktwert von 7,5 Millionen Euro bis zum Sommer 2025. Damit ist er noch weit von Skhiri und dem für den Tunesier errechneten Marktwert von 15 Millionen Euro entfernt, nach den reinen Zahlen sind Skhiris Fußstapfen für den jungen Bayer aber nicht unerreichbar groß. Im Gegenteil – bei vielen Parametern bewegen sich die beiden Sechser auf Augenhöhe.

Martel

Eric

12.38

km/90 Min

304

Zweikämpfe

18

Sprints

FC-Spieler-Ranking

Zwar spulte Skhiri insgesamt 115 Kilometer mehr in der Liga ab, doch Martel spielte auch deutlich weniger. Hochgerechnet auf die Kilometer pro 90 Minuten kommt Skhiri auf 12,4 Kilometer, Martel auf 12,38. Der Tunesier absolvierte 19,25 Sprints pro Spiel, der U21-Nationalspieler 18. Skhiri gewann von 272 Zweikämpfen 56 Prozent, Martel von 304 Zweikämpfen 51 Prozent. Tatsächlich gibt es auch zahlreiche Daten, in denen der deutsche Youngster erfolgreicher ist. So brachte Martel 30 Prozent seiner 20 Flanken zum Mitspieler, Skhiri nur 23 Prozent von 13. Auch bei den erfolgreichen tödlichen Pässen und den gewonnen Zweikämpfen unter Druck schneidet der 21-Jährige deutlich besser ab.

Tatsächlich sind es die von Keller angesprochenen offensiven Parameter, die aktuell den großen Unterschied zwischen den beiden Akteuren machen. Skhiri kommt beispielsweise auf 27 Torschussvorlagen, während es bei Martel sieben sind. Der Tunesier war bei 75 Prozent seiner 32 Dribblings erfolgreich, Martel gerade einmal bei 50 Prozent seiner zwölf. Und: Skhiri erzielte sieben Treffer, Martel einen. „Ich muss noch mehr versuchen, Lösungen nach vorne zu suchen und da mutiger spielen. Ich würde mir wünschen, dass mal einer von mir reinfällt“, hatte Martel im März gesagt. Vier Wochen später fiel dann einer rein.

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Datenscout würde diese Kaderlücken beim 1. FC Köln schließen

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Datenscout würde diese Kaderlücken beim 1. FC Köln schließen

Die Datenanalysten von Global Soccer Network beraten europäische Spitzenclubs und geben Transfer-Empfehlungen ab. Für uns haben sie nach möglichen Alternativen für Skhiri und Co. geschaut. Für die Kaderlücken des 1. FC Köln sieht der Datenscout diese Spieler.

Die Erleichterung nach der Entscheidung des internationalen Gerichtshofs, die Transfersperre gegen den FC vorerst auszusetzen, war bei den Kölner Verantwortlichen groß. „Jetzt können wir im Rahmen unserer durch die wirtschaftliche Konsolidierung begrenzten Möglichkeiten auf dem Transfermarkt aktiv werden“, sagte FC-Sportdirektor Christian Keller. Später betonte der 46-Jährige, dass man durchaus wieder in der Lage sei, Geld für neue Spieler in die Hand zu nehmen. Und dennoch wird es schwer, die Abgänge der beiden Leistungsträger Ellyes Skhiri und Jonas Hector zu kompensieren. Das Datenanalyse-Unternehmen Global Soccer Network (GSN) arbeitet mit einigen europäischen Spitzenclubs zusammen, spricht ihnen Transfer-Empfehlungen aus, vergleicht Spieler. Für uns haben die Experten den FC-Kader analysiert. Für die Kaderlücken des 1. FC Köln sieht der Datenscout diese Spieler.

GSN analysiert anhand von 12.000 bis 15.000 Daten pro Akteur sowie Algorithmen mehr als 500.000 Fußballspieler weltweit. Darunter natürlich auch die Profis des FC. Bei der Kaderanalyse der Kölner hat das Team einige Schwachstellen ausgemacht. Der Weggang von Ellyes Skhiri fällt besonders schwer ins Gewicht. Laut der Berechnung kommt der Tunesier auf einen GSN-Index von 72.65 und fällt damit in die Kategorie „internationale Klasse“. Der Index berechnet sich aus 130 Eigenschaften und Charakteristika aus dem technischen, mentalen, taktischen und physischen Bereich. Es fließen unter anderem aber auch „weiche“ Faktoren wie die Ausbildung sowie Leistungsparameter und Ligazugehörigkeit in die Analyse mit ein. Bei Skhiri sehen die Experten sogar noch ein Potenzial bis zu 73.24.

Skhiri wird dem FC an vielen Ecken und Ende fehlen, der Abgang ist kaum zu kompensieren. Zumal der Mittelfeldspieler einen Marktwert von rund 15 Millionen Euro aufweist. Auch wenn die Kölner auf dem Transfermarkt wieder handlungsfähig sind, sie werden wohl kaum ins oberste Regalfach greifen können und wollen. Dustin Böttger, Gründer und CEO von GSN sowie ehemaliger Scout unter anderem bei der TSG Hoffenheim, nennt gleich drei interessante zentrale Mittelfeldspieler, die auf ein ähnliches Leisutngsniveau wie Skhiri kommen – allerdings unabhängig von finanziellen Gegebenheiten.

Diadié Samassékou war zuletzt von der TSG Hoffenheim an Olympiakos Piräus verliehen, kehrt im Sommer nach Sinsheim zurück. Der Nationalspieler Malis wechselte 2019 für rund 16 Millionen Euro von Salzburg zur TSG, der aktuelle Marktwert wird auf rund sieben Millionen Euro geschätzt. Da Samassékou in Sinsheim noch Vertrag bis 2025 hat, wäre möglicherweise eine Leihe eine Option, das Gehalt könnte den Gedankengang durchkreuzen. Aktuell kommt der 27-Jährige auf einen GSN-Wert von 69.66, die Prognose geht aber mit 72.64 in die Richtung von Skhiri.

Weitere Kandidaten wären laut dem Experten Soualiho Meite und Jefferson Lerma. Meite kehrt von einer Leihe von Cremonese zu Benfica Lissabon zurück. Sein GSN-Index liegt bei 68.62, die Prognose bei 70.94. Interessanter dürfte aber vor allem Lerma vom FC Bournemouth zu sein. Der Vertrag des Mittelfeldspielers läuft aus, Lerma sagte bereits, dass er sich vorstellen könne, in der Bundesliga zu spielen. Aktuell liegen dem 28-Jährigen Angebote aus England, Spanien und Italien vor. Tatsächlich liegt der aktuelle GSN-Index bei 71.96, der mögliche bei 76.20. Eine Verpflichtung dürfte allerdings ebenfalls an den Gehaltsvorstellungen des Kolumbianers scheitern.

Natürlich betont auch Böttger, dass Daten und Zahlen nicht die ganze Wahrheit sind. Unter anderem auch, weil es immer Unwägbarkeiten gibt. „Wir überprüfen in back-checks regelmäßig, wie genau unsere Zukunftsprognosen tatsächlich sind“, sagt Böttger. Aktuell bewegt sich die Trefferquote auf die 90 Prozent zu. „Wir arbeiten jeden Tag an unseren Systemen, um sie weiter zu verbessern. Um damit den Entscheidungsträgern in Clubs eine noch bessere Grundlage bei Verpflichtungen und Transfers zu bieten.“ So empfahl das Unternehmen 2013 gleich mehreren Bundesligisten die Verpflichtung von Riyad Mahrez, die Klubs lehnten ab. „Im Januar 2014 ist er dann für 500 000 Euro aus der Ligue 2 nach Leicester gewechselt“, so Böttger. 2018 verpflichtete ManCity den Außenspieler für mehr als 65 Millionen Euro. 

Junges Talent zum Schnäppchen-Preis

Neben dem Sechser sieht der Experte bei den Geißböcken Lücken auf den defensiven Außenbahnen. Zwar hat der FC mit Leart Paqarada einen Ersatz für Jonas Hector gefunden, die Experten von GSN sehen den Transfer aber skeptisch. „Paqarada war in der abgelaufenen Spielzeit der beste Zweitligaspieler, qualitativ wird er aber nicht der Unterschiedsspieler sein, den sich der FC wünscht“, sagt Böttger. Nach der Analyse kommt der Abwehrspieler auf einen GSN-Index von 62.40 und liegt damit – rein statistisch – eher im unteren Durchschnitt der Bundesliga. Böttger bringt mit Jean-Kevin Duverne einen weiteren interessanten Profi ins Spiel. Der 25-Jährige spielte zuletzt für Stade Brest. „Der aktuelle GSN-Index liegt bei 68.88, damit wäre er ein guter Bundesligaspieler, der mögliche Wert liegt aber bei 73.11“, sagt Böttger. „Und er wäre ablösefrei.“

Auf der rechten Seite sind Michal Karbownik von Brighton & Hove Albion und Johaneko Louis-Jean von Girondins Bordeaux interessante Kandidaten. Die Außenverteidiger sind auf beiden Seiten einsetzbar, fühlen sich aber auf der rechten Seite wohler. Sie kommen auf einen Index von 64.85 beziehungsweise 64.65 und sind damit aktuell in der Kategorie „unterdurchschnittlicher Bundesliga-Spieler“ einzuordnen. Sie haben aber laut KI auch jeweils ein enormes Potenzial. So ist für Karbownik ein Index von 71.63 und für den 18-jährigen Louis-Jean ein Index von 79.63 zu erreichen. Sollte die Prognose stimmen, wäre der Franzose ein echtes Schnäppchen. Aktuell wird der Marktwert vom Online-Portal transfermarkt.de mit 400.000 Euro beziffert. Dem Vernehmen nach ist der FC aktuell aber an dem Japaner Daiki Hashioka für diese Position interessiert.

Datenexperte sieht weitere Kaderlücken in der Offensive

In der Offensive sieht der Datenexperte ebenfalls mehrere Baustellen. So verfüge der FC über keinen waschechten Zehner – sollte Ondrej Duda nicht nach Köln zurückkehren. Florian Kainz fühlt sich eher auf dem Flügel zu Hause, Mark Uth ist eher in die Kategorie „Knipser“ einzuordnen. Für Böttger wären Filip Krovinovic von Hajduk Split mit einem aktuellen GSN-Index von 71.28 und einem möglichen GSN-Index von 75.35 sowie Kelechi Nwakali von SD Ponferradina mit einem aktuellen GSN-Index von 68.35 und einem möglichen GSN-Index von 74.19 zwei interessante Kandidaten.

Mit Benedict Hollerbach scheint der FC im Sturm aber bereits fündig geworden zu sein. Nach den bisherigen Berechnungen von Global Soccer Network ist das Potenzial des Stürmers aber überschaubar. Für den Datenexperten wären andere Spieler die bessere Variante. Vor allem Tim Prica klingt vielversprechend. Der Stoßstürmer hat aktuell einen GSN-Wert von 71.73, es ist aber ein Index von 82.99 möglich. Der 21-jährige Schwede war zuletzt an Aalborg verliehen und kehrt im Sommer zur WSG Tirol zurück. Der Marktwert wird auf nur 800.000 Euro geschätzt. Aber auch Zan Vipotnik von Maribor könnte interessant sein. Vipotnik kommt aktuell auf einen Wert von 69.22, das Potenzial liegt aber bei 79.56 und damit bei der Kategorie „internationale Klasse“.

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1. FC Köln: Linton Maina avanciert vom Toptalent zum Leistungsträger

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1. FC Köln: Linton Maina avanciert vom Toptalent zum Leistungsträger

Als Linton Maina vor gut einem Jahr als Neuverpflichtung des 1. FC Köln vorgestellt wurde, gab es auch kritische Töne. Doch der 23-Jährige scheint den Durchbruch unter Steffen Baumgart geschafft zu haben. Das zeigen die Daten rund um den 1. FC Köln. Linton Maina – vom Toptalent zum Leistungsträger.

Im Mai vergangenen Jahres verkündete der FC die erste Neuverpflichtung für die folgende Spielzeit: Linton Maina wechselte von Hannover 96 zu den Geißböcken. „Linton ist ein sehr schneller Spieler, der in die Tiefe geht und stark im Eins-gegen-eins ist. Damit bringt er wichtige zusätzliche Offensiv-Elemente in unser Spiel“, sagte Christian Keller damals. Die Euphorie des FC-Sportdirektors teilten nicht alle Kölner Anhänger. Denn das einst hochgelobte Talent hatte bis dato seine Bundesligatauglichkeit noch nicht unter Beweis stellen können. „Unsere Aufgabe wird es sein, ihn so zu entwickeln, dass er sein Potenzial konstant abruft“, sagte Keller. Eine Aufgabe, die die Fans gerade dem Kölner Trainer zutrauten. Und tatsächlich. Unter Steffen Baumgart und beim 1. FC Köln wurde Linton Maina vom Toptalent zum Leistungsträger.

Dass der FC im vergangenen Sommer keine großen Luftsprünge würde machen können, betonten die Kölner Verantwortlichen so gut wie bei jeder Gelegenheit. „Die Verpflichtungen, die wir tätigen, werden in der riesigen FC-Fanlandschaft wahrscheinlich nicht für Begeisterungsstürme sorgen“, sagte Keller damals. Tatsächlich hielt sich die Freude über die Verpflichtung von Maina bei einigen Kölner Fans in Grenzen. Und das nicht ohne Grund. Maina galt in jungen Jahren als vielversprechendes Talent, als wandelbarer Akteur, technisch versiert, auf verschiedenen Positionen einsetzbar. Der gebürtige Berliner durchlief zahlreiche Junioren-Nationalmannschaften, die Karriere in der Bundesliga war so gut wie sicher.

Maina gab schon 2018 mit gerade einmal 18 Jahren sein Profidebüt für die 96er. Doch es folgten vier komplizierte Spielzeiten. Bei Hannover 96 kam Maina auf 69 Einsätze in der 2. Bundesliga und 22 im Liga-Oberhaus. In diesen 91 Ligaspielen erzielte er elf Tore und bereitete 14 vor. Für die kolportierten Offensivqualitäten ein überschaubarer Wert. Nicht wenige Experten hielten Maina für ein ewiges Talent, Kritiker sprachen von der fehlenden Ernsthaftigkeit eines Fußballprofis. Mit dem Wechsel zum FC und zu Steffen Baumgart sollte nun der Durchbruch in der Bundesliga gelingen.

Linton Maina mit deutlicher Leistungssteigerung

Beim FC hat sich der 23-Jährige tatsächlich zu einem Leistungsträger entwickelt. Der Plan von Keller und Baumgart, junge Spieler weiterentwickeln zu wollen, scheint aufzugehen. Der Offensivmann kommt wettbewerbsübergreifend auf 42 Einsätze für den FC, so viel wie kein anderer Feldspieler. Maina scheint in Köln deutlich besser in das Spiel integriert zu sein. Das zeigen zahlreiche Daten. So absolvierte der 23-Jährige in der abgelaufenen Bundesliga-Saison 2320 intensive Läufe, in seiner letzten Spielzeit bei Hannover 96 waren es „nur“ 1389. 73 Flanken hat Maina in der Liga für Köln geschlagen, bei 96 waren es in der Vorsaison 14. Auch seine Torschussvorlagen konnte er von 16 auf 35 und damit seine Tor-Assists von einem auf acht steigern und Maina spulte 335 Sprints sowie rund 100 Kilometer mehr als noch in der Spielzeit 21/22 ab.

Doch die Leistungssteigerung wird nicht mit Trainer Steffen Baumgart allein zu erklären sein. Die Kölner Spielweise passt einfach zu Mainas fußballerischen Veranlagung. Der 23-Jährige sucht immer wieder das Eins-gegen-eins und die tiefen Läufe bei Balleroberung. Für das schnelle Umschaltspiel scheint er prädestiniert zu sein. Bei Maina läuft aber noch nicht alles rund. „Ich weiß, dass bei mir noch Luft nach oben ist. Ich kann sicher noch mehr Zug zum Tor entwickeln, noch torgefährlicher werden“, sagt der Offensivmann, dem vor dem Tor in vielen Situationen die Kaltschnäuzigkeit fehlt. Tatsächlich kam Maina in der letzten 96-Saison noch auf 42 Torabschlüsse, war dabei sechs Mal erfolgreich, beim FC sind es in dieser Liga-Spielzeit nur 35 Abschlüsse und drei Tore. „Die Chancen, Treffer zu erzielen, bekomme ich. Ich nehme mir vor, effizienter zu werden“, sagt Linton Maina, der beim 1. FC Köln vom Toptalent zum Leistungsträger geworden ist.

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Marco Höger kehrt zum 1. FC Köln zurück

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Marco Höger kehrt zum 1. FC Köln zurück

Es hatte sich in den vergangenen Tagen schon angedeutet – jetzt ist es amtlich: Marco Höger kehrt zum 1. FC Köln zurück.

Der FC hat einen ehemaligen Spieler zurück an den Rhein gelotst: Marco Höger kehrt von Waldhof Mannheim zurück zum 1. FC Köln. Der 33-Jährige spielte von 2016 bis 2021 bei den Geißböcken, bevor er nach Mannheim wechselte. Höger soll ein Führungsspieler bei der U21 des FC werden.

Marco Höger kehrt wieder zum 1. FC Köln zurück

Höger gehörte in seiner Zeit beim FC zu den absoluten Führungsspielern. Diese Rolle soll der 33-Jährige auch bei der U21 übernehmen. „In den gemeinsamen Gesprächen hat er gezeigt, dass er für seine neue Aufgabe brennt, eine Führungsrolle in unserer U21 auf und neben dem Platz zu übernehmen und gleichzeitig mit seiner unbestrittenen Qualität sportlich voranzugehen“, sagt Lukas Berg, Bereichsleiter. „Er ist eine Identifikationsfigur und wird uns dabei helfen, unsere sportlichen Ziele mit der U21 zu erreichen und unsere Talente über die Regionalliga an die Profimannschaft heranzuführen.“

Insgesamt kommt der Mittelfeldspieler auf 159 Bundesliga-Einsätze, spielte aber auch in der Champions und Europa League. „Ich kann gar nicht in Worte fassen, was es mir bedeutet, wieder zurück beim FC und am Geißbockheim zu sein. Ich bin allen, die an meiner Rückkehr mitgewirkt haben, sehr dankbar“, sagt Höger, den in der vergangenen Saison ein Kreuzbandriss zurückgeworfen hat. „Meine Erfahrungen möchte ich ab der neuen Saison an die Jungs in unserer U21 weitergeben. Auch wenn ich in all meinen Stationen immer eine Führungsrolle in der Mannschaft hatte, glaube ich, dass meine Aufgabe in der U21 noch einmal eine ganz neue und schöne Herausforderung wird, die ich mit vollem Ehrgeiz angehen werde.“

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