Wie geht es weiter mit Ljubicic? Leeds-Coach Daniel Farke läuft die Zeit davon

Daniel Farke, Trainer von Leeds
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Wie geht es weiter mit Ljubicic? Leeds-Coach Daniel Farke läuft die Zeit davon

Am Mittwoch kehrte Dejan Ljubicic zurück ins Training des 1. FC Köln. Der Mittelfeldspieler wird noch immer in Verbindung mit Leeds United gebracht. Der Trainer des englischen Zweitligisten wirkt langsam ungeduldig: Daniel Farke hofft auf schnelle Transfers.

Mit zwei Unentschieden und dem frühen Pokal-Aus ist Leeds United denkbar schlecht in die Saison gestartet. Auch, weil zahlreiche Spieler den Verein verlassen, dafür aber noch nicht die erwünschten Verstärkungen bei den „Weißen“ unterschrieben haben. Das soll sich schnell ändern, die Zeit rennt: Daniel Farke hofft auf schnelle Transfers.

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Auch zehn Tage vor Ende des Transferfensters scheint die Zukunft von Dejan Ljubicic für die kommende Spielzeit alles andere als geklärt zu sein. Nach wie vor gibt es offenbar ein Interesse aus England an dem Mittelfeldspieler der Kölner. Konkret soll sich Leeds United um die Dienste des Österreichers bemüht und rund vier Millionen Euro Ablöse geboten haben. Der FC lehnte dem Vernehmen nach ab. Allerdings könnte Leeds noch einmal nachbessern und damit doch auf offene Ohren stoßen. Die Situation ist durchaus kompliziert. Wie die „Bild“ berichtet, soll Ljubicic auf einen Wechsel nach England drängen. Der FC würde Ljubicic sicher gerne behalten. Denn aufgrund der Transfersperre können die Kölner auf dem Transfermarkt bekanntlich nicht nachbessern. Auch deswegen betonten die Kölner Verantwortlichen bislang, dass sie von einem Verbleib des Mittelfeldspielers ausgingen. „Ich habe keine Angst, dass Dejo uns verlässt“, betonte Thomas Kessler erst unlängst.

Farke kündigt Transfers an

Auf der anderen Seite kann der FC nur noch in dieser und der nächsten Transferphase eine Ablöse für Ljubicic kassieren. Der Vertrag des Österreichers läuft im Sommer aus, eine Vertragsverlängerung gab es bislang nicht und wird es wohl auch nicht mehr geben. Die Zeichen stehen auf Abschied. Es bleibt die Frage nach dem „Wann“. Im Norden Englands rechnet man jedenfalls nicht mit einer schnellen Veränderung der personell angespannten Lage. „Wir werden in das nächste Spiel ohne neue Spieler gehen“, sagte Leeds-Trainer Daniel Farkas am Mittwoch auf der Pressekonferenz vor dem Duell gegen Sheffield Wednesday am Freitag. „Ich hoffe, dass wir dann nächste Woche über Geschäfte sprechen werden. Wir haben jetzt aber ein, maximal zwei Spiele, in denen wir keine Unterstützung von Neuverpflichtungen erhalten werden.“ Allerdings gab der Verein am Donnerstag die Verpflichtung von Linksaußen Largie Ramazani bekannt.

Dabei warten nicht nur die Anhänger des Traditionsclubs fast schon sehnsüchtig auf noch mehr neue Spieler. Nach dem knapp verpassten Aufstieg in der vergangenen Spielzeit nutzten beim LUFC einige Akteure ihre Ausstiegsklausen, verließen Leeds. „Es ist ein Fakt, dass wir sehr viele Abgänge hatten. Einige Leistungsträger haben uns verlassen, die besten Spieler der Liga, die besten jungen Spieler“, so Farke weiter. Der 22-jährige Georgino Rutter wechselte beispielsweise für rund 45 Millionen Euro zu Brighton. Mittelfeldspieler Archie Gray für rund 40 Millionen zu Tottenham. Besonders schmerzhaft war aber der Abschied von Glen Kamara. Der finnische Mittelfeldspieler war einer der Säulen in Farkes Gebilde, wechselte zu Stade Rennes. Insgesamt nahm der Club, bei dem im Sommer Red Bull eingestiegen ist, rund 160 Millionen Euro ein. Dennoch betonte Farke, dass man nicht einfach rausgehen könne, um einen Spieler für einen x-beliebigen Betrag zu verpflichten.

Sportlich läuft es nicht rund

Verpflichtet hat der englische Zweitligist ebenfalls einige Spieler, laut Farke auch gute Jungs. Aber neue Spieler gibt es nicht für alle vakante Positionen. Und der Trainer scheint langsam ein wenig ungeduldig zu werden. „Seit Januar habe ich unsere Scouting-Abteilung gedrängt, sich darauf vorzubereiten, ohne Spieler wie Georginio oder Crysencio Summerville zu spielen“, sagt der Coach. „Ich habe sie gedrängt, nicht erst seit ein paar Wochen, sondern schon seit mehreren Monaten daran zu arbeiten. Man hatte ja keine Garantie, dass die Spieler bleiben würden.“ Um wettbewerbsfähig zu sein, benötige es noch einige Zugänge und die lieber früher als später. „A little less conversation, a little more action“, zitierte Presley-Fan Farke die Legende. Der Worte sind offenbar genug gewechselt.

Denn der Spieler-Abgang schlägt sich auch auf die aktuelle Saison nieder. Leeds ist mit zwei Remis in die neue Saison gestartet und am vergangenen Wochenende aus dem Caraboa-Cup geflogen. Doch Farke ist zuversichtlich, dass man schon bald weitere Neuverpflichtungen vermelden werde. Auch Dejan Ljubicic? Neben dem einst als Supertalent gehandelten Ethan Ampadu spielten bislang der Ex-Bremer Ilia Gruev oder Neuzugang Joe Rothwell im zentralen Mittelfeld. Dennoch gaben die Vereinsbosse an, auch auf dieser Position nachbessern zu wollen. Möglicherweise mit Ljubicic.

Ein leicht erhöhtes Angebot wäre für den dreimaligen englischen Meister durchaus stemmbar. Und auch dort gilt – lieber früher als später. Denn das Transferfenster schließt bald. Fakt ist aber auch, dass zurzeit zahlreiche Namen mit Leeds United in Verbindung gebracht werden – darunter auch Freiburgs Roland Sallai und die von weiteren zentralen Mittelfeldspielern.


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Personal-Update

Sargis Adamyan, Steffen Tigges und Luca Waldschmidt vom 1. FC Köln

Sorgenkinder auch in neuer Liga

Drei Spiele, drei Scorerpunkte – Linton Maina ist bislang der Gewinner der jungen Saison

Linton Maina ist einer der Leistungsträger des 1. FC Köln
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Drei Spiele, drei Scorerpunkte – Linton Maina ist bislang der Gewinner der jungen Saison

In der vergangenen Spielzeit blieb auch Linton Maina weit hinter den Erwartungen zurück. In der gesamten Saison kam der Offensivspieler auf vier Scorerpunkte, die hat der 25-Jährige nun fast schon in drei Begegnungen erreicht für den 1. FC Köln: Wird es die Saison von Linton Maina?

Zwei Tore, eine Vorlage in drei Begegnungen – er ist einer der großen Überraschungen beim 1. FC Köln: Wird es die Saison von Linton Maina?

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Möglicherweise brauchte er einen kleinen Weckruf. Zumindest fand sich Linton Maina im ersten Saisonspiel gegen den Hamburger SV in ungewohnter Rolle wieder. Seit seiner Verpflichtung beim 1. FC Köln war der Außenbahnspieler meist gesetzt. Steffen Baumgart setzte große Stücke auf den Offensivspieler – und der zahlte zurück. Maina kam in der ersten Spielzeit unter dem Motivator wettbewerbsübergreifend auf drei Tore und zehn Vorlagen. Auch, wenn es in der vergangenen Spielzeit dann nicht mehr rund lief, blieb Maina meist gesetzt. Doch gerade aufgrund unpräziser Pässe, falscher Entscheidungen und harmloser Abschlüsse blieb die Waffe, die sein Tempo nun mal mit sich bringt, eine äußerst stumpfe. Linton Maina blieb weit hinter den eigenen Erwartungen zurück und gehörte dennoch zum Stammpersonal.

Mainas erstes Kopfballtor

Gegen den HSV saß Maina dann zunächst auf der Bank. Auch, weil der Außenbahnspieler Teile der Vorbereitung verpasste. „Der Trainer weiß, dass ich von Beginn an spielen will. Das verlange ich auch von mir selbst“, sagte Maina vor einigen Tagen. Und so sprühte der 25-Jährige nach seiner Einwechslung nur so vor Spielfreude. Der schnelle Offensivspieler kam mal über die linke, dann auch mal über die rechte Seite, spielte aber auch im Zentrum und tauchte dann ganz plötzlich auch im Sturmzentrum auf. In bester Knipser-Manier verwertete der etatmäßige Flügelflitzer eine Flanke von Dejan Ljubicic mit dem Kopf zum 1:2-Anschluss, sein erstes Kopfballtor. „Ich musste ehrlicherweise aber nur den Kopf hinhalten, weil die Flanke überragend war“, sagte Maina vor einigen Wochen. Unabhängig seiner Rolle ist der 25-Jährige bislang einer der Gewinner der noch jungen Spielzeit. Denn der Treffer gegen den HSV war nur der Auftakt.

Maina kommt schon auf drei Scorerpunkte

Maina erzielte gegen Sandhausen die zwischenzeitliche 2:0-Führung der Geißböcke, nachdem er Julian Pauli schon die Ecke für die 1:0-Führung butterweich servierte. Auch die Ecke vor dem 3:2 in der Verlängerung gegen den Drittligisten kam von Maina. Der Außenbahnspieler bringt grundsätzlich bei den Standards eine ungeahnte Gefahr mit. Auch wenn der entscheidende Treffer gegen den SV von Dominique Heintz vorbereitet wurde, hat Maina den Treffer eingeleitet. Der gebürtige Berliner wirkt aktuell zielstrebiger, griffiger, motivierter – könnte in dieser Saison eine wichtige Rolle im Kölner Gefüge übernehmen.

So führt der 25-Jährige die interne Scorer-Rangliste der Kölner nun mit drei Punkten an. In der vergangenen Spielzeit kam Maina in der gesamten Saison auf vier Scorer-Punkte. Einzig beim 1:1 gegen den FC Augsburg traf der gebürtige Berliner selbst, drei weitere Tore bereitete er vor. Aktuell deutet viel daraufhin, dass es in dieser Saison wieder besser laufen könnte. Maina konnte sein Tor-Konto für den FC um 50 Prozent steigern – und das schon nach dem dritten Spieltag. Am Samstag kann Maina nachlegen. Nach den bisherigen starken Vorstellungen wird der Offensivspieler mit großer Wahrscheinlichkeit wieder in der Startelf stehen.


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Julian Pauli Aufstieg

Schwäbes ungeliebte Rolle

Eric Martel plötzlich im „Konkurrenzkampf“?

Eric Martel im Testspiel des 1. FC Köln
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Eric Martel plötzlich im „Konkurrenzkampf“?

Am vergangenen Sonntag blieb Eric Martel nur die Rolle des Zuschauers. Das wird sich am kommenden Samstag wohl wieder ändern für den Spieler des 1. FC Köln: Eric Martel drängt wieder in die Startelf. Doch nach eigener Aussage gibt es nun einen Konkurrenzkampf.

Die Zitterpartie des FC beim SV Sandhausen verfolgte der Mittelfeldspieler nur am Fernseher. Obwohl Mathias Olesen den 22-Jährigen gut vertrat, spricht viel für eine erneute Veränderung beim 1. FC Köln: Eric Martel drängt wieder in die Startelf.

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Die Aktion passte so gar nicht zu einem so besonnenen Spieler. Wütend kickte Eric Martel im Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern im vergangenen Herbst von der Außenlinie eine Flasche in Richtung Spielfeld und wurde umgehend verwarnt. Besonders ärgerlich: Martel hatte schon Gelb gesehen, sah dementsprechend Gelb-Rot und eine Sperre. Die saß der Mittelfeldspieler am vergangenen Sonntag ab, konnte also nicht in die Begegnung gegen den SV Sandhausen eingreifen und verfolgte das Spiel zu Hause am Fernseher. „Da bist du aufgeregter als wenn du selbst spielst“, sagte Martel am Mittwoch und gab zu, dass er den Fernseher in der Nachspielzeit schon ausschalten wollte, dann aber doch dran geblieben ist. Und somit den Last-Minute-Treffer des Gegners nicht verpasste.

Martel: „Ole hat das richtig gut gemacht“

Doch obwohl der Taktgeber der Kölner am Sonntag nur zusah, setzte sich der FC knapp durch, steht in der 2. Runde des DFB-Pokals. Auch, weil Struber in Mathias Olesen eine passende Vertretung für den Kapitän der U21-Nationalmannschaft fand. Der Kölner Trainer änderte die taktische Formation, stellte ein 4-4-2 auf, in dem Olesen und Denis Huseinbasic im Zentrum nebeneinander, eine Art breite Doppelsechs spielten. Olesen avancierte zu einem der Matchwinner der Begegnung, legte Linton Maina einen Treffer auf, erzielte wenige Minuten vor Ende der Verlängerung das entscheidende 3:2 und stopfte auch in der Defensive wichtige Löcher. „Ole hat es richtig gut gemacht. Das freut mich für ihn, denn wir verstehen uns richtig gut“, sagte Martel. „Es ist ein Konkurrenzkampf, der anspornt. Letztendlich entscheidet der Trainer, wen er aufstellt.“ 

Martel will „noch torgefährlicher werden“

Und doch deutet viel daraufhin, dass schon am Samstag Martel in die Startformation zurückkehrt. Der 22-Jährige ist für Struber einfach zu wichtig. Zumindest in der Defensive. Gerade gegen den Hamburger SV fiel dem Sechser in der Vorwärtsbewegung nicht sonderlich viel ein. So wichtig der Spieler für die Stabilität der Defensive auch ist, Martel fehlen die entscheidenden Aktionen in der Offensive. „Da möchte ich mehr machen und in die gefährlichen Räume kommen. Ich erwarte von mir, noch torgefährlicher zu werden“, sagte der Sechser. Seit seiner Verpflichtung im Sommer 2022 erzielte Martel für den FC zwei Tore, bereitete drei vor. Zuletzt war der gebürtige Bayer im Februar dieses Jahres gegen den VfB Stuttgart beim 1:1 erfolgreich. Gegen Leipzig bereitete er das Tor von Sargis Adamyan vor.

Dabei hat der Mittelfeldspieler noch eine ganz andere Aufgabe für sich entdeckt:  „Ich möchte auf und neben dem Spielfeld mehr Verantwortung übernehmen, vorangehen und mich nicht verstecken“, sagt Martel. Und das auch am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Braunschweig. „Wir waren in den letzten Spielen offensiv auch gefährlich. Gegen Braunschweig gehen wir es genauso an, versuchen nach vorne zu spielen, torgefährlich zu werden und die Tore dann auch zu machen“, so Martel. Allerdings brachen die Kölner gegen Elversberg und Sandhausen jeweils ein. „Wir arbeiten daran, dass wir in solchen Situationen stabiler werden und versuchen, es in den nächsten Spielen besser zu machen.“ 


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Personal Update

Sorgenkinder trotz neuer Liga

Mit Dejan Ljubicic, aber ohne Damion Downs in die Vorbereitung auf Braunschweig

FC-Trainer Gerhard Struber versammelt die Spieler des 1. FC Köln um sich
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Mit Dejan Ljubicic, aber ohne Damion Downs in die Vorbereitung auf Braunschweig

Der FC ist am Mittwoch in die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig am kommenden Samstag gestartet. Und es gibt ein Personal-Update beim 1. FC Köln: Dejan Ljubicic ist zurück, Damion Downs fehlt.

Drei Tage nach dem 3:2-Erfolg über den SV Sandhausen im Pokal ist der FC in die Vorbereitung auf die kommende Partie gestartet. Am Samstag empfangen die Geißböcke Eintracht Braunschweig. Vorab gab es ein Personal-Update beim 1. FC Köln: Dejan Ljubicic ist zurück, Damion Downs fehlt.

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Am vergangenen Sonntag musste Gerhard Struber mehr oder minder kurzfristig umstellen. Dejan Ljubicic hatte die Begegnung gegen Sandhausen absagen müssen, Knieprobleme machten einen Einsatz nicht möglich, der Trainer musste umplanen. Und das, nachdem mit Eric Martel bereits eine Säule im Zentrum aufgrund der Gelb-Rot-Sperre aus dem Lautern-Spiel im vergangenen Herbst ausgefallen war. Wieder einmal führte ein kurzfristiger Ausfall zu Wechsel-Spekulationen. Am Mittwoch kehrte Ljubicic aber wieder ins Training zurück, bereitete sich mit der Mannschaft auf das bevorstehende Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig am kommenden Samstag vor (20.30 Uhr, Sky und im Liveticker bei come-on-fc.com). Ljubicic könnte wieder eine Option werden, obwohl Mathias Olesen den Österreicher gut vertrat.

Downs fehlt im Training

Allerdings fehlte mit Damion Downs ein weiterer Stammspieler am Mittwoch. Der Stürmer hatte am Sonntag in Sandhausen einen Schlag abbekommen. Wie schwerwiegend die Verletzung ist und ob der Youngster somit für die Begegnung gegen Braunschweig ausfällt, ist offen. Weiterhin fehlen werden die Langzeitverletzten Max Finkgräfe, Florian Kainz, Jacob Christensen, Luca Kilian sowie Mark Uth. Den FC erwartet am Samstagabend ein unangenehmer Gegner. Braunschweig machte es Eintracht Frankfurt am vergangenen Montag in der 1. Runde des DFB-Pokals durch eine konzentrierte und gute Leistung eine knappe Stunde lang sehr schwer. Erst der überragende Huge Ekitiké leitete spät den 4:1-Erfolg des Bundesligisten ein. Auch gegen den FC dürfte die Eintracht ähnlich engagiert und leidenschaftlich zu Werke gehen.


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Julian Pauli Aufstieg

Schwäbes ungeliebte Rolle

Neue Liga, die gleichen Sorgenkinder

Sargis Adamyan, Steffen Tigges und Luca Waldschmidt vom 1. FC Köln
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Neue Liga, die gleichen Sorgenkinder

Für Luca Waldschmidt will es beim FC noch nicht so rund laufen. Aber der 28-Jährige ist nicht der einzige Spieler, bei dem offenbar die Formkrise der vergangenen Saison anhält beim 1. FC Köln: Diese FC-Spieler stecken weiterhin im Formtief.

Luca Waldschmidt war am vergangenen Wochenende einer der Verlierer des Spiels gegen Sandhausen. Der Angreifer wurde nach einer knappen Stunde wieder ausgewechselt. Auch andere Spieler tun sich weiterhin schwer beim 1. FC Köln: Diese FC-Spieler stecken weiterhin im Formtief.

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Im direkten Vergleich mit seinen Mitspielern sah das gar nicht so schlecht aus. Luca Waldschmidt kam wie Tim Lemperle und Damion Downs auf zwei Torschüsse, auf mehr Ballkontakte als die beiden Stürmer, spielte mehr Pässe und kam auf eine deutlich höhere Passquote. Und doch fiel die Leistung des ehemaligen Nationalspielers als besonders schwach auf. Auch Gerhard Struber, der seinen Unterschiedsspieler nach einer knappen Stunde vom Platz nahm – genauso wie schon gegen den Hamburger SV. Auch dort wusste Waldschmidt nicht sonderlich zu überzeugen, hatte seine beste Szene bei einem Block im eigenen Sechzehner. Und erhielt die Quittung. Der 28-Jährige saß gegen Elversberg nur auf der Bank, kam wohl nur, weil sich Mark Uth nach nur wenigen Minuten verletzte.

Waldschmidt einmal mehr überhaupt kein Faktor

Gut möglich, dass Struber am kommenden Samstag beim Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig (20.30 Uhr, Sky und bei come-on-fc.com im Liveticker) auf den Offensivspieler zunächst wieder verzichtet. Mit Eric Martel kehrt sicherlich der Sechser wieder in die Anfangsformation zurück, auch Dejan Ljubicic könnte wieder zur Option werden, die Plätze in der Startelf sind dagegen rar. Und Waldschmidt lieferte trotz seiner Statistik keine besonders gewinnbringende Bewerbung ab – weder für den FC noch für sich selbst. Dabei hatten die FC-Bosse doch genau das von dem Offensivspieler gefordert. „Am Ende ist es die Entscheidung des Trainers. Sollte sich der Trainer gegen Luca entscheiden, dann ist es seine Aufgabe in der nächsten Woche im Training zu zeigen, dass er spielen will“, hatte Christian Keller vergangene Woche gesagt. „Es liegt an Luca. Ein guter Luca auf dem Platz hilft uns massiv.“

Gegen Sandhausen bekam der 28-Jährige seine Chance, nur half er nicht massiv. Was nach der Logik des Sportdirektors bedeutete, dass Waldschmidt auch nicht gut war. „Wir wissen, was wir an ihm haben. Wir wissen, dass wenn der Raum eng wird oder auch die Zeit nicht mehr da ist, dass er trotzdem sehr gute Lösungen präsentieren kann, weil er einfach ein hochbegabter Spieler ist“, sagte Struber. Die Begabung ist Waldschmidt auch nicht abzusprechen. Immerhin bewies der Offensivspieler sein Können schon an ganz anderer Stelle – und das auch konstant. Beim FC will es für Waldschmidt auch im zweiten Jahr noch nicht so laufen. Doch von einem Spieler eben mit dieser Begabung ist eben mehr zu erwarten. Die erhoffte Kreativität, der Spielwitz, vor allem aber Gefahr hat der gebürtige Siegener seit seinem Wechsel zum FC eher selten aufblitzen lassen.

Nicht nur die jungen Spieler befinden sich in einem Marathon

Zwar hatte Waldschmidt noch vor wenigen Wochen selbst davon gesprochen, die vergangene Spielzeit in gewisserweise gerade rücken zu wollen, davon ist aber bislang wenig zu sehen. Vielmehr erinnert die Leistung an den Waldschmidt der Vorsaison. Damit ist der Offensivspieler aber nicht alleine. Gleich mehrere Spieler befinden sich offenbar in der Formkrise der Vorsaison. Auch Sargis Adamyan knüpft an die Leistungen der vergangenen Spielzeit an, ist im Kölner Offensivspiel überhaupt kein Faktor. Im Gegenteil, manchmal wirkt es so, als stünde sich der 31-Jährige selbst im Weg. In den 60 Minuten gegen Sandhausen kam der Armenier zu einem Abschluss. Der wurde auch gefährlich, ein SV-Abwehrspieler rettete kurz vor dem Innenpfosten.

Mit Florian Dietz und Steffen Tigges kamen in der Schlussphase noch zwei weitere Stoßstürmer, mit dem gleichen Ertrag, keinem. Dietz schoss aus zentraler Position SV-Keeper Nikolai Rehnen an die Brust, Tigges versuchte es mit einem harmlosen Drehschuss sowie zwei weiteren Abschlüssen, die ebenfalls nicht gefährlich wurden. Das war es dann auch. Alle drei eingewechselten Offensivspieler erzeugten nahezu keine Gefahr und erinnerten damit an die Leistungen der vergangenen Spielzeit. Und somit steht dort bislang eine bittere Erkenntnis: Die Kölner Sorgenkinder zünden auch in der 2. Bundesliga nicht. Zwar betonte Trainer Struber, dass der Weg mit den jungen Spielern ein Marathon sei, das trifft auf so manchen Routinier aber ganz offensichtlich erst recht zu.

 


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Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln

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Stimmen zum Spiel

Vom potenziellen Wechselkandidaten zum Pokalhelden

Mathias Olesen vom 1. FC Köln
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Vom potenziellen Wechselkandidaten zum Pokalhelden

Noch vor einer Woche war Mathias Olesen komplett außen vor. Gegen Sandhausen startete der Mittelfeldspieler von Beginn an und überzeugte für den 1. FC Köln: Mathias Olesen überragt als bester Spieler gegen Sandhausen.

Vom möglichen Wechselkandidaten zum Man of the Match im DFB-Pokalspiel des FC. Mathias Olesen schoss das entscheidende Tor in der 116. Minute. Die Erleichterung ist groß beim 1. FC Köln: Mathias Olesen überragt als bester Spieler gegen Sandhausen.

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Das breite Grinsen kostete offenbar nicht sonderlich viel Kraft. Einfach nur glücklich strahlte Mathias Olesen über das ganze Gesicht, in der Hand die Auszeichnung zum Spieler des Spiels. Von einer enormen Erleichterung sprach man auf Kölner Seite nach dem 3:2-Erfolg über den Drittligisten SV Sandhausen. Der FC hat seinen ersten Pflichtspielsieg dieser Spielzeit eingefahren. Wenn auch einen insgesamt glücklichen. Und einen, der den Kölnern so ziemlich alles abverlangt hatte. „Ich hatte gar keine Kräfte mehr. Ich weiß nicht, wie ich weitergelaufen bin. Ich war so müde“, sagte der Torschütze zum 3:2. „Ich war sehr froh, mein erstes Tor gemacht zu haben“, so Olesen weiter und beschrieb, dass er sich an den Jubel gar nicht mehr so recht erinnern könne. „Ich glaube, das war ein richtig schöner Moment.“

Olesen: „Das war persönlich richtig schön für mich“

Ein schöner, aber auch ein wichtiger Moment. Nur zwei Minuten zuvor hatte der SV Sandhausen die Entscheidung auf dem Kopf. Aber Markus Pink traf aus fünf Metern das leere Tor nicht. Mit großer Wahrscheinlichkeit wäre der Gegentreffer der entscheidene Punch, der Knockdown gewesen. Doch Pink setzte die Kugel über die Latte, der FC blieb im Rennen und eine Unachtsamkeit nutzte der Man of the Match zum 3:2 in der 116. Minute – zur Entscheidung. Der FC steht in der 2. Runde des DFB-Pokals. „Wir sind einfach extrem froh, dass wir weitergekommen sind“, sagte Olesen. Absolut verständlich. Der FC hatte das Spiel im Griff, dominierte Sandhausen und führte nach Toren von Julian Pauli und Linton Maina zur Halbzeit verdient 2:0. Ein Handspiel von Timo Hübers brachte den SV zurück. Per Elfmeter verkürzte Besar Halimi, bevor Richard Meier in der letzten Sekunde der regulären Spielzeit ausglich.

Also ging es in die Verlängerung, Pink ließ die Entscheidung aus und ebnete Olesen und dem FC damit den Weg. „Dass ich das 3:2 gemacht habe, war persönlich auch richtig schön für mich“, erklärte Olesen. Denn dass der 23-Jährige ein entscheidender Faktor im Pokalspiel werden würde, war so vor wenigen Tagen alles andere als abzusehen. Olesen spielte in den Planungen des Kölner Trainers bislang keine Rolle, kam unter Gerhard Struber noch nicht eine Minute zum Einsatz. Sogar noch mehr: Während der Vorbereitung galt der Luxemburger sogar als möglicher Wechsel- oder Leihkandidat. Und hätte sich Jacob Christensen nicht vor wenigen Wochen am Kreuzband schwer verletzt, wäre das Thema möglicherweise auch noch nicht vom Tisch. Olesen war erst im Sommer von der Leihe aus der Schweiz zurückgekehrt.

Das erste Profitor des Luxemburgers

Doch gerade im zentralen Mittelfeld ist der FC trotz Transfersperre eigentlich gut aufgestellt. Mit Eric Martel, Denis Huseinbasic, Dejan Ljubicic und Jacob Christensen sowie Youngster Meiko Wäschenbach verfügen die Kölner über eine Handvoll Akteure, die auf Olesens Position agieren können. Nicht umsonst betonte Struber noch vor wenigen Tagen, dass er genug gute Jungs im Zentrum habe. Doch Martel war im Pokal gesperrt, Ljubicic fehlte mit Knieproblemen und Christensen wird noch Monate außen vor sein. Somit blieben für das Pokalspiel Olesen und Wäschenbach für die Position neben Huseinbasic oder eben eine Taktik-Änderung, weg von der engen Raute, die Gerhard Struber ganz offensichtlich bevorzugt. Die gab es auch. Der FC spielte im Grunde wieder mit zwei Sechsern – neben Huseibasic spielte eben Olesen.

Und das auch recht beachtlich. Vor dem Wechsel vergab der Luxemburger noch eine Großchance, bereitete aber immerhin den Treffer von Maina vor. In der Verlängerung dann die Entscheidung. Und gleichzeitig erzielte der 23-Jährige, der vor zweieinhalb Jahren sein Debüt beim FC feierte, das erste Profitor im Trikot der Geißböcke. Das erste Profitor auf Vereinsebene überhaupt. Dafür hat sich der Mittelfeldspieler einen guten Zeitpunkt ausgesucht und gleichzeitig eine starke Bewerbung für kommende Aufgaben abgegeben.

 


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Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln

Was ist mit Schwäbe

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Die U19-Pokalsieger schlagen auf: Drei Profidebüts, drei Debütore und das in zwölf Monaten

Drei U19-Pokalsieger des 1. FC Köln Max Finkgräfe, Damion Downs und Julian Pauli
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Die U19-Pokalsieger schlagen auf: Drei Profidebüts, drei Debütore und das in zwölf Monaten

Vor allem aufgrund der Transfersperre setzt der FC notgedrungen auf seinen Nachwuchs. Ob die Kölner auch ohne die Sanktion die Eigengewächse in diesem Maße einsetzen würden, ist fraglich. Dabei blühen die Youngster auf beim 1. FC Köln: So zahlt sich die Nachwuchsarbeit bislang aus.

Gleich drei U19-Pokalsieger des FC feierten innerhalb eines Jahres ihr Debüt bei den Profis und trafen zudem. Und sie machten ihre Sache gut. Nicht umsonst gab es ein Sonderlob von Christian Keller beim 1. FC Köln: So zahlt sich die Nachwuchsarbeit bislang aus.

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Christian Keller ist nicht gerade bekannt dafür, Einzellob an seine Spieler zu verteilen. Dann schon eher beim Trainer als bei seinen Akteuren auf dem Feld. Ab und an greift er dann schon mal einen Spieler heraus. „Einen sehr, sehr ordentlichen Auftritt hat er da hingelegt. Wenn man ihn und Olesen explizit rausnehmen will, dann haben sie es echt gut gemacht“, fand Keller demnach besondere Worte für Julian Pauli und Mathias Olesen nach dem 3:2-Zittersieg über Sandhausen. Tatsächlich hatten die beiden einen guten Tag erwischt, nicht nur aufgrund ihrer Tore maßgeblichen Anteil am Pokal-Erfolg. Vor allem Julian Pauli hat sich das Extra-Lob des Sportdirektors redlich verdient. Wohl auch nicht ohne eine kleine Portion Stolz. Denn Pauli ist der Inbegriff des Plans von Christian Keller, der Vision eines Ausbildungs- oder Entwicklungsclubs.

Youngster überzeugen

Der 19-Jährige stammt aus der eigenen Jugend, hat in dieser Spielzeit fast spierlisch den Sprung zu den Profis geschafft. Am Sonntag bot Gerhard Struber mit Pauli und Olesen sowie Tim Lemperle, Damion Downs, Jonas Urbig und Jan Thielmann sechs Spieler in der Startelf auf, die aus dem eigenen Nachwuchs stammen. Und damit sogar einer mehr als noch gegen den HSV, als bereits fünf Eigengewächse starteten, mit einem fitten Max Finkgräfe wären es gegen Sandhausen wohl sogar sieben geworden. Besonders bemerkenswert: Pauli ist nach Finkgräfe und Downs der dritte Spieler, der mit der U19 des FC 23 den Pokal holte und zudem innerhalb des vergangenen Jahres sein Profidebüt für den FC feierte und sein erstes Profitor erzielte. Finkgräfe spielte genau vor einem Jahr erstmals gegen Dortmund für die Profis und traf per Freistoß gegen Hoffenheim, Downs feierte sein Debüt im September gegen Bremen und war bekanntlich gegen Gladbach und Union erfolgreich.

Mit Meiko Wäschenbach und Elias Bakatukanda stehen zwei weitere U19-Pokalsieger vor ihrem Debüt. Jaka Potocnik wurde die Möglichkeit auf den Pokalsieg durch die Sanktion der FIFA genommen. Wenn man so will ist der Jahrgang ganz offensichtlich, aber auch bekanntermaßen ein besonders guter. Und das nicht zum ersten Mal. 2019 gewann der FC die U17-Meisterschaft. Einer der Top-Torjäger war Jan Thielmann, weitere Mitspieler Marvin Obuz, Maxi Schmid und in der Hinrunde Tim Lemperle. Der FC erntet nun scheinbar die Früchte einer guten Jugendarbeit. Dass die Kölner ihren Eigengewächsen nun Spielzeit einräumen, hat aber Gründe. Der FC hat sich zwar unter Keller auf die Fahne geschrieben, mehr auf den Nachwuchs zu setzen. Die Transfersperre setzt das oft kommunizierte Vorhaben aber nun letztendlich notgedrungen um.

Struber fordert mehr Geduld für die „jungen Burschen“

Und doch scheinen sich die FC-Bosse auf manchen Positionen wie beim Torwart-Duell zwischen Urbig und Marvin Schwäbe oder Pauli und Dominique Heintz oder einem gesunden Finkgräfe und Pacarada bewusst für die jüngere Variante zu entscheiden. Insofern werden die Verantwortlichen auch nicht müde, zu betonen, dass man den Spagat zwischen Einsatz der Nachwuchsspieler, aber gleichzeitig auch einer gewissen Geduld ihnen gegenüber hinbekommen müsse. „Wir haben viele junge Burschen bei uns, bei denen wir wissen, dass dies nicht von heute auf morgen springt. Das ist ein Marathon“, sagte Cheftrainer Gerhard Struber nach dem Pokalspiel am vergangenen Sonntag. „Wir müssen die Jungs mitnehmen und ihnen die Zeit geben, dass sie ins Toreschießen kommen.“

Und ins Toreschießen sind die Youngster gegen Sandhausen bekanntlich gekommen. So waren es mit Pauli und Olesen gleich zwei Eigengewächse, die trafen – für beide das erste Tor im FC-Dress und im Profi-Vereinsfußball. Olesen hatte bereits einmal für die Nationalmannschaft Luxemburgs getroffen. Wieder einmal hinter den Erwartungen blieben dagegen die Routiniers wie Luca Waldschmidt und Sargis Adamyan zurück – ins Toreschießen kamen die erfahrenen Offensivspieler nicht – obwohl genau das ihre Aufgabe ist.

Auf der anderen Seite müsse man den jungen Spielern aber auch zugestehen, dass sie Lehrgeld bezahlen, hatte Struber erklärt. Fehler gehörten nunmal dazu. Dabei waren es in den bisherigen drei Spielen ebenfalls gerne mal die Routiniers, die folgenschwere Fehler begingen. Timo Hübers verursachte etwa das Handspiel, das zum 1:2 am Sonntag führte, der Abwehrspieler sah beim zweiten Gegentreffer auch nicht gut aus. Weitere Liga- beziehungsweise Profi-erprobte Stammspieler des FC wie Pacarada oder Heintz machten bei weiteren Gegentoren ebenfalls keine besonders gute Figur. Das sah bei den Eigengewächsen zum Teil besser aus. Der erzwungene Weg auf den Nachwuchs zu setzen, scheint jedenfalls nicht der falsche zu sein.


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Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln

Schwäbe nach England?

Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Kommentar zu Sandhausen

Zieht es Marvin Schwäbe nun nach England?

Marvin Schwäbe vor dem Abschied beim 1. FC Köln?
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Zieht es Marvin Schwäbe nun nach England?

Am Sonntag saß Marvin Schwäbe beim Pokalspiel des FC gegen den SV Sandhausen das erste Mal in dieser Saison auf der Bank. Kommt noch einmal Bewegung in den Transfer? Nun gibt es in England ein Transfergerücht: Zieht es Marvin Schwäbe nach England?

Marvin Schwäbe war in der vergangenen Saison wohl der einzige Spieler des 1. FC Köln, der nahezu die gesamte Spielzeit eine ordentliche Leistung brachte. Dennoch stehen die Zeichen auf Abschied. Jetzt gibt es um den Keeper in England ein Transfergerücht: Zieht es Marvin Schwäbe nach England? Ebenfalls flammt ein möglicher Wechsel von Dejan Ljubicic wieder auf.

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Ein wenig kurios wirkte die Situation schon, als der FC am Sonntag zum Pokalspiel in Sandhausen mit zwei Keepern auf der Ersatzbank aufwartete. FC-Trainer Gerhard Struber wollte wohl einer möglichen Torwart-Diskussion vorbeugen. So saß Marvin Schwäbe, in der vergangenen Spielzeit noch Leistungsträger der Geißböcke, erstmals in dieser Saison bei einem Pflichtspiel als Nummer zwei auf der Bank, neben ihm Philipp Pentke, Schwäbes bisherige Vertretung. Zum Einsatz kam der 29-Jährige natürlich nicht, Jonas Urbig stand zwischen den Pfosten. Möglicherweise hätte ein Patzer des Kölner Youngster unmittelbar vor Spielende die Torwartdiskussion bei den Kölnern neu eröffnet, doch Sandhausens Markus Pink köpfte die Kugel aus wenigen Metern über das leere Tor. So gewann der FC 3:2, erreichte die zweite Runde und über den Torhüter wurde gar nicht erst gesprochen.

Schwäbe auf dem Radar von Blackburn?

Geht es nach den Kölner Verantwortlichen, soll diese Diskussion verständlicherweise auch gar nicht mehr geöffnet werden. Die FC-Bosse legten sich früh auf Jonas Urbig als neue Nummer eins fest, wohlgemerkt nachdem Schwäbe seinen Wechselwunsch hinterlegt hatte. Einen aufnehmenden Verein hat der Keeper bislang noch nicht gefunden, dafür aber weiterhin Vertrag beim FC. Der soll auch unter keinen Umständen einfach aufgelöst werden, warum auch. „Ich habe lieber einen guten Spieler mehr im Kader als einen guten Spieler weniger“, sagte Christian Keller in der vergangenen Woche. Ob es noch zu einem Abgang des Torhüters kommen wird, ist weiterhin offen. Aber: „Wir haben eine klare Absprache, wenn es ein Angebot gibt, dass zu ihm und zu uns passt, werden wir zu einem Ergebnis kommen.“ Zuletzt hatte es aufgrund zweier kurzfristiger Ausfälle von Schwäbe Spekulationen gegeben. Weder gegen den HSV noch in Elversberg hatte der Keeper auf der Bank Platz genommen.

Nun berichtet der englische Sportjournalist Alan Nixon, dass Schwäbe auf dem Radar von den Blackburn Rovers aufgetaucht sein soll. Der dreifache englische Meister ist auf der Suche nach einem neuen Keeper. Die bisherige Nummer eins Ansley Pears kassierte in der vergangenen Spielzeit in 29 Spielen 46 Tore, fiel lange verletzt aus. Blackburns Trainer John Eustace will die Position zwischen den Pfosten stärken. Dabei sei Schwäbe wohl einer von einigen Kandidaten, die in Frage kämen. Auch der einmalige englische Nationalkeeper John Ruddy von Newcastle United und Daniel Iversen von Leicester City stünden laut englischen Medien auf der Liste möglicher Torhüter. Ein konkretes Angebot hat dem FC laut Christian Keller in der vergangenen Woche noch nicht vorgelegen, die Rovers suchen aber wohl mit Nachdruck. Ob Schwäbe Deutschland verlassen würde, ist offen.

Wie geht es weiter mit Ljubicic?

Für den FC und Schwäbe wäre ein Transfer eine Win-Win-Situation. Die Kölner würden eine Ablöse kassieren und Gehalt einsparen, Schwäbe würde wieder Einsatzzeit bekommen. Allerdings müsste der Keeper ins englische Liga-Unterhaus, vermutlich auf Gehalt verzichten. Von dort soll es auch weiterhin Interesse an Dejan Ljubicic geben. Der Österreicher wird schon seit einigen Wochen mit Leeds United in Verbindung gebracht. Bislang hat der Mittelfeldspieler ein klares Bekenntnis gegenüber dem FC vermieden, betonte aber, dass er sich aktuell nur mit den Geißböcken beschäftige. Wie der „kicker“ berichtet, sei das Interesse von Leeds aber weiterhin ein Thema. Der englische Club soll bereits ein Angebot in Höhe von rund vier Millionen Euro hinterlegt haben. Zu wenig für die Kölner, die gerade aufgrund Ljubicics ansteigender Form auf den Österreicher setzen. Doch Leeds soll dem Vernehmen nach nicht abgeneigt sein, nachzubessern.


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Einzelkritik

Das Märchen geht in die nächste Runde

Julian Pauli vom 1. FC Köln
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Das Märchen geht in die nächste Runde

Vor zwei Wochen stand Julian Pauli erstmals für die Kölner Profis in einem Pfichtspiel auf dem Platz. Nun folgte am Sonntag im dritten Spiel der erste Treffer für den 1. FC Köln: Julian Pauli sammelt Argumente für mehr.

In der vergangenen Woche zunächst noch auf der Bank, nun wieder in der Startelf – und da geht offenbar noch mehr für den Youngster des 1. FC Köln: Julian Pauli sammelt Argumente für mehr.

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Während mit dem Einsatz von Mathias Olesen gegen den SV Sandhausen vermutlich nicht alle Experten gerechnet hatten, kam die Startelf-Rückkehr von Julian Pauli in der 1. Runde des DFB-Pokals wahrlich nicht überraschend. Der Youngster hatte gegen den HSV ein beachtliches, wenn auch nicht fehlerloses, Debüt hingelegt. Dennoch hatte Trainer Gerhard Struber loebende Worte für den 19-Jährigen gefunden und gleichzeitig betont, dass man den „jungen Burschen“ auch schon mal Fehler eingestehen müsse. Gegen Elversberg lief dann aber doch Dominique Heintz auf und leistete sich trotz seines fortgeschrittenen Fußballer-Alters ebenfalls einige Fehler, ebenfalls folgenschwere, die in unmittelbarem Zusammenhang mit den Gegentoren standen. Zwar wollte sich Struber vor dem Sandhausen-Auftritt nicht zu der Personalie äußern, für viel Verwirrung wird der Coach mit der Personalie beim Gegner nicht gesorgt haben.

Pauli sammelt weitere Argumente

Und so kam Julian Pauli in seiner Premieren-Saison bei den Profis bereits im dritten Pflichtspiel zu seinem zweiten Startelf-Einsatz. Und lieferte eine starke Begegnung ab. Der Innenverteidiger wirkte in vielen Situationen souverän und ließ lange so gut wie gar nichts anbrennen. Dennoch fand der Abwehrspieler kritische Worte. Kein Wunder, der FC hatte 2:0 geführt, dominierte die Begegnung, um dann doch noch in die Verlängerung zu müssen. „Wir hätten es auf jeden Fall vorher entscheiden können“, sagte Pauli nach dem Spiel unter anderem dem Express. „Die Chancenverwertung war ja auch schon in den ersten Spielen das Problem. Da müssen wir konsequenter vor dem Tor sein und dann hätten wir es nicht so spannend machen müssen.“

Konsequent war aber ausgerechnet der Abwehrspieler vor dem Tor und das nicht nur vor dem eigenen. Einen Eckball von Linton Maina nickte der 19-Jährige nahezu perfekt ein. Neben dem zweiten Startelf-Einsatz im dritten Pflichtspiel gab es somit auch das erste Profitor für Pauli. Als unbeschreiblich beschrieb der Torschütze die Kölner Führung, die zu diesem frühen Zeitpunkt gut und gerne der Start eines Torreigens hätte sein können – zumindest traten die Kölner gut 60 Minuten lang so dominant auf. Doch die Geißböcke ließen zu viele Chancen liegen und öffneten Sandhausen nach dem Wechsel die Tür zur Rückkehr. „Wir haben es noch einmal unnötig spannend gemacht“, sagte der Youngster, der in erster Linie weitere Argumente für einen Startplatz gesammelt hat. Eine Überraschung wäre das gegen Braunschweig wahrlich nicht.

 


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Der „Glaube ans Gewinnen“ wird dem FC allein so nicht reichen – ein Kommentar

Gerhard Struber, Trainer des 1. FC Köln
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Der „Glaube ans Gewinnen“ wird dem FC allein so nicht reichen – ein Kommentar

Nach dem knappen Erfolg über den SV Sandhausen herrschte Erleichterung bei den Kölner Protagonisten. Dabei brachte der Drittligist den FC an den Rande einer Niederlage. FC-Trainer Gerhard Struber will dennoch Glauben aus dem Erfolg schöpfen. Die vergangene Saison sollte als Warnung gelten für den 1. FC Köln: Der Glaube alleine wird nicht reichen – ein Kommentar.

In der vergangenen Spielzeit gewann der FC in der 1. Runde des DFB-Pokals gegen den VfL Osnabrück nach einer Zitterpartie. Damals wie heute wollten die Kölner Verantwortlichen Mut aus dem Erfolg schöpfen. Der Ausgang der vergangenen Saison ist bekannt. Es braucht mehr als den Glauben an die richtige Richtung.

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Mit seinem ersten Profitor auf Vereinsebene bescherte Mathias Olesen dem 1. FC Köln am frühen Sonntagabend dann so etwas wie Erleichterung. Zumindest war genau diese Gefühlsbeschreibung eine, die gleich mehrere Kölner nach dem Erfolg über den SV Sandhausen in den Mund nahmen. Die Kölner Spieler genauso wie die Verantwortlichen waren erleichtert, dass sie nach hartem Kampf und einer spannenden Verlängerung doch noch die 2. Runde des DFB-Pokals erreicht hatten, die Protagonisten dürften aber mindestens genauso erleichtert über die Gewissheit gewesen sein, dass der FC auch Pflichtspiele unter Gerhard Struber gewinnen kann. Olesen hat mit seinem Treffer in der 116. Minute des Pokalspiels gegen Sandhausen einen absoluten Fehlstart der Kölner verhindert.

Das „Wie“ sollte Warnung für den FC sein

Denn nach der Auftakt-Niederlage gegen den HSV und dem Punktgewinn gegen Elversberg hätte ein Aus gegen einen Drittligisten im Pokal den Druck auf die Kölner Verantwortlichen schon massiv erhöht. Auch, wenn Sandhausen „fast eine Zweitligamannschaft“ sei, wie Christian Keller vergangene Woche – vielleicht in der Absicht, genau jenen Druck frühzeitig zu mindern – anmerkte. Eine Mannschaft, die wiederum in der eigenen Wahrnehmung nicht nur fast eine Erstligamannschaft ist, deren Kaderwert mehr als zehn Mal so hoch wie der des Gegners liegt, muss trotzdem den Anspruch haben, einen SV Sandhausen zu schlagen. Hat sie auch, wie Keller dann auch noch hinterherschob. Nun haben die Kölner den ersten Saisonsieg eingefahren. Auf dem Papier steht ein 3:2-Erfolg und das Erreichen der 2. Runde. Und spätestens bei der Auslosung des nächsten Gegners wird auch niemand mehr nach dem „Wie“ fragen.

Vorerst. Denn gerade das „Wie“ sollte dem FC als Warnung dienen. Köln ist nach wie vor nicht gefestigt. Wie schon gegen Elversberg legte der FC auch gegen den Drittligisten stark los, ließ aber dann nach einem „Nackenschlag“ wieder stark nach. Der Eindruck eines verdienten Weiterkommens, den unter anderem Gerhard Struber erwecken wollte, entsprach über 120 Minuten gesehen, nicht so ganz der statistischen Wahrheit. Sandhausen kam am Ende auf den höheren Ballbesitz, spielte mehr Pässe, brachte mehr Flanken zum Mitspieler und hätte ebenfalls wenige Minuten vor Ende der Verlängerung die alles andere als unverdiente Entscheidung erzielen müssen. Hätte Markus Pink den einzigen Aussetzer von Jonas Urbig genutzt und eben nicht aus fünf Metern über das leere Tor geköpft, der FC wäre wohl kaum noch einmal zurückgekommen, wäre am Drittligisten gescheitert und hätte den Fehlstart perfekt gemacht. Ganz nebenbei hätte der Nebenschauplatz Torwart-Frage neue Nahrung erhalten.

Der Glaube an das Gewinnen wird alleine nicht reichen

Die Situation erinnert unwillkürlich an die vergangene Spielzeit. Damals zitterte sich der FC in der 1. Runde des Pokals mit Mühe in der Verlängerung zum Erfolg über einen Zweitligisten. Nach 120 intensiven Minuten setzten sich die Geißböcke 3:1 gegen den VfL Osnabrück durch. Auch damals wollten die Kölner Mut aus dem Erfolg schöpfen, sahen durchaus positive Ansätze und verkannten dabei, dass der knappe Zittersieg gegen den späteren Absteiger bereits ein warnender Fingerzeig auf die bevorstehende Spielzeit werden würde. Denn bereits der Liga-Auftakt ging dann gründlich daneben. Damals wähnten sich in der Folge gleich mehrere Kölner Trainer und Verantwortliche durch eine desaströse Saison hinweg auf „einem guten Weg“, der final in der 2. Bundesliga endete, sahen die richtigen Ansätze. Die Worte klingen nun sehr ähnlich.

Zwar haben die Geißböcke tatsächlich gegen den HSV, Elversberg und Sandhausen lange gut gespielt, waren in allen Begegnungen lange dominant, lange das bessere Team, unterm Strich steht dort aber ein Punkt und ein erstaunlich knapper 3:2-Erfolg gegen den SV. Dass sich der FC eine hoch verdiente 2:0-Halbzeit-Führung gegen einen ambitionierten, aber doch limitieriten Drittligisten noch aus der Hand nehmen lässt, ist – wie Christian Keller zu recht betonte – bedenklich. „Wir nehmen den großen Glauben an das Gewinnen mit“, erklärte Gerhard Struber nach dem Pokal-Erfolg. Der Glaube alleine ist sicher eine gute Basis, er wird den Kölnern aber nicht reichen. Das hat die vergangene Saison schmerzlich gezeigt. Und so sollte das 3:2 nicht über die Schwachstellen hinwegtäuschen. Der FC hat den Fehlstart verhindert. Mehr aber auch nicht.

 


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