Nach und nach kehren beim FC die Offensivspieler zurück. Schon bald hat Timo Schultz die Qual der Wahl. Dafür öffnet sich kurzfristig ein anderes Problemfeld.
Davie Selke, Luca Waldschmidt und bald wohl auch Mark Uth – die Kölner Offensive könnte zum Ende der Saison noch einen wichtigen Part einnehmen. Kurzfristig dürfte Timo Schultz aber eine andere Position Kopfschmerzen bereiten. Dem FC gehen die Linksverteidiger aus.
Foto: Uwe Kraft/GettyImages
Als Max Finkgräfe vor einer guten Woche aus dem Trainingslager in Spanien aufgrund seiner Rückenbeschwerden abreiste, bevor es für den Youngster überhaupt begonnen hatte, war die Sorge groß. Ausgerechnet eine der wenigen Konstanten im Kölner Spiel drohte länger auszufallen. Eine leichte Entwarnung gab es dann zu Beginn der Woche. Finkgräfe absolvierte bereits wieder Einheiten auf dem Platz, allerdings individuell. Ins Mannschaftstraining soll der Youngster erst wieder am Freitag eingreifen. Dann bleiben dem 20-Jährigen genau zwei Einheiten vor dem Auswärtsspiel gegen Augsburg. Unter Steffen Baumgart wäre ein Einsatz nach zehntägigem Ausfall oder zumindest unter nicht kompletter Belastung wohl unmöglich. Ob Timo Schultz auf die konstant guten Dienste des Youngsters zurückgreifen wird, ist aber ebenso fraglich – zumindest für die Startelf.
Wird Leart Pacarada rechtzeitig fit?
Und schon tut sich für den Kölner Trainer ein neues Problem auf. Denn auch der zweite Kölner Linksverteidiger ist angeschlagen. Leart Pacarada hatte sich im Länderspiel mit dem Kosovo gegen Armenien am vergangenen Freitag in der Schlussphase mit muskulären Problemen auswechseln lassen. Im Duell gegen Ungarn stand der Abwehrspieler dann nicht mehr im Kader. Zwar scheint die Verletzung nicht schlimm zu sein, auf viel Training und Einsatzzeit kam Pacarada in den vergangenen Tagen nicht. Der Nationalspieler des Kosovo war bereits im vergangenen Dezember mit einer Muskelverletzung ausgefallen und erst Anfang Februar wieder einsatzbereit. Ob Pacarada bis Sonntag fit wird, ist also genauso offen wie bei Finkgräfe.
Und so könnte die Wahl auf Dominique Heintz fallen. Und damit auf einen Spieler, der unter Timo Schultz bislang noch nicht große Beachtung gefunden hat. Der Routinier kam unter dem neuen Trainer genau zwei Mal zum Einsatz, seine offizielle Spielzeit wird auf jeweils eine Minute angegeben. Auch im Testspiel gegen den isländischen Erstligisten Breidablik Kópavogur wusste der etatmäßige Innenverteidiger auf der linken Seite nicht so richtig zu überzeugen.
Waldschmidt doch eine Option für Sonntag?
Dabei scheint sich gerade erst eine personelle Problemzone zu schließen. Die Kölner Offensive. Davie Selke winkt gegen Augsburg das Startelf-Comeback, Luca Waldschmidt könnte vielleicht ebenfalls zum Einsatz kommen. Die Wolfsburger Leihgabe macht erstaunliche Fortschritte, ist wieder bei allen Trainingsinhalten dabei und scheint keine Probleme mehr mit dem im Januar erlittenen Wadenbeinanbruch zu haben. So könnte auch der Offensivspieler eine Option für Sonntag werden. Und damit hätte Timo Schultz in der Offensive plötzlich die Qual der Wahl. Die dürfte dem Trainer jedenfalls deutlich lieber sein, als die Problemzone in der Defensive.
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Nach seinem Einsatz als rechter Verteidiger in der U21-Nationalmannschaft wird Jan Thielmann auch für FC-Coach Timo Schultz zu einer möglichen Option auf dieser Position gegen Augsburg.
Für den 21-Jährigen ist die Rolle des Rechtsverteidigers keine ungewöhnliche. Bereits in der FC-Jugend und unter Steffen Baumgart bekleidete Thielmann schon diese Position. Nun hat der FC-Trainer die Qual der Wahl: Schmitz, Carstensen oder doch Thielmann als Rechtsverteidiger?
Foto: Ina Fassbender/GettyImages
Die Geißböcke hatten sich bereits tief in die eigene Hälfte zurück gezogen, als Jan Thielmann mit gestrecktem rechten Bein zur Grätsche ansetzte. Problemlos spitzelte der 21-Jährige dem routinierten Matej Maglica an der Strafraumgrenze den Ball weg. Eine Aktion, die extrem souverän wirkte und die ein Mats Hummels in Bestform wohl kaum besser hätte lösen können. Und eine Aktion, die untermauerte, dass Thielmann auch auf der Position des rechten Verteidigers gut aufgehoben ist. Zuletzt hatte der 21-Jährige in der U21-Nationalmannschaft die Position des rechten Verteidigers eingenommen. Die Rolle ist bei einigen für Thielmann jedoch umstritten und wird immer wieder diskutiert.
Schmitz, Carstensen oder doch Thielmann?
Dabei ist es für den gebürtigen Föhrener nicht der erste Einsatz als Rechtsverteidiger und daher auch nicht wirklich überraschend. Bereits in der Jugend des FC sowie in der Hinrunde der aktuellen Saison bekleidete Thielmann, damals noch unter Steffen Baumgart, diese Position. Gegen die Bayern und Darmstadt stellte Baumgart den Youngster auf eben diesem Posten auf. Auch für den 21-Jährigen scheint die Rolle keine ungewöhnliche zu sein: „Ich spiele einfach da, wo der Trainer mich aufstellt“, sagte Thielmann noch am Ende des letzten Jahres. „Ich werde immer alles geben, was ich habe. Ob es dann der rechte Verteidiger, die rechte Acht oder der Stürmer ist, das ist mir ganz egal.“
Und das scheint ihm auch zu gelingen. In den Statistiken erreichte der Rechtsaußen in der Hinrunde gegen Darmstadt und die Bayern Topwerte. Unter anderem entschied er damals 60 Prozent seiner Zweikämpfe für sich. Ein Nebeneffekt, den Thielmann durchaus positiv betrachtet, erklärte er so: „Dann muss ich keine Tore schießen, sondern kann mich auf meine Aufgabe konzentrieren. Deswegen ist die Position auch eine Option für mich.“ Allerdings ist Thielmann bekanntlich von Hause aus eher ein Offensivspieler, agierte vor seiner Roten Karte als Spitze beim FC. Rein nach den Zahlen mit überschaubarem Erfolg.
Carstensen in der Offensive stärker als Schmitz?
Benno Schmitz oder Rasmus Carstensen sind nicht nur eine Optionen für die Position des rechten Verteidigers. Die beiden Defensivkräfte duellieren sich seit Beginn der Saison. Der eigentlich gesetzte Schmitz verlor zuletzt seinen Startelf-Patz an Carstensen und spielte nur noch vereinzelt. Der Däne überzeugte zwar weniger durch seine defensiven Qualitäten, dafür bringt er jedoch Tempo ins Spiel und schlägt Flanken in der Offensive. Schmitz hingegen steht in der Defensive sicherer, ist dafür aber nicht so offensiv geprägt.
Trainer Timo Schultz hat also eigentlich zwei erfahrene rechte Verteidiger im Kader und keinen Grund, das Risiko einzugehen, Thielmann auf den Plan zu rufen. Durch seine aktuellen überzeugenden Leistungen auf dieser Position in der U21-Nationalmannschaft, könnte der 21-Jährige aber doch zu einem Faktor in den Überlegungen des Coaches werden. Und das zu Recht. Während es auf der rechten Seite offenbar ein Überangebot gibt, muss Schultz auf der linken Seite möglicherweise improvisieren. Max Finkgräfe arbeitet noch an den Folgen seiner Rückenbeschwerden. Leart Pacarada kehrt mit muskulären Problemen von der Länderspielreise mit dem Kosovo heim. Sollten die beiden ausfallen, wäre wohl Dominique Heintz die naheliegende Alternative.
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Das Online-Portal transfermarkt.de hat seine neuen Marktwerte veröffentlich. Der große Gewinner beim 1. FC Köln heißt Max Finkgräfe. Andere Spieler büßten erwartungsgemäß ein.
Das Online-Portal transfermarkt.de hat die neuen Marktwerte der Bundesliga veröffentlicht. Aufgrund der anhaltenden Krise haben sich gleich mehrere Spieler verschlechtert. Doch es gibt auch Erfolgsstorys: Neue Marktwerte: Max Finkgräfe ist der große Gewinner.
Foto: Matthias Kern/Getty Images
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Pünktlich zu seinem 20. Geburtstag gab es für Max Finkgräfe ein besonderes Geschenk. In Sachen Marktwert-Entwicklung ist der Youngster der große Gewinner beim 1. FC Köln. Das gibt zumindest das Online-Portal transfermarkt.de an. Die Werte der Plattform sind bekanntlich allerdings nur geschätzt. Sie geben keinen konkreten Aufschluss über die genauen Werte. Allerdings sind sie ein Fingerzeig. Finkgräfe hat durch seine zahlreichen Einsätze den größte Schub auf der Skala bei den Geißböcken gemacht. Finkgräfe kommt auf einen Marktwert von fünf Millionen Euro, liegt damit aktuell auf Platz acht der internen Reihenfolge. Der nun 20-Jährige wurde bei der letzten Schätzung noch mit einem Wert von 750.000 Euro angegeben.
Jeff Chabot und Eric Martel führen Rangliste an
Die Rangliste führen gemeinsam Jeff Chabot und Eric Martel an. Die beiden Kölner Stammspieler erreichen einen Marktwert von jeweils neun Millionen Euro, der bisherige Spitzenreiter Dejan Ljubicic hat dagegen massiv eingebüßt. Der Mittelfeldspieler kommt „nur“ noch auf einen Wert von acht Millionen Euro. Bei der letzten Schätzung war Ljubicic mit zehn Millionen Euro der einzige FC-Profi im zweistelligen Millionenbereich. Auch Marvin Schwäbe und Linton Maina mussten einen Wertverlust hinnehmen. Der Kölner Keeper kommt aber immerhin noch auf 5,5 Millionen, Maina auf fünf Millionen Euro. Hinter Ljubicic auf Rang drei folgen Timo Hübers (7,5 Mio.) und Jan Thielmann (6,5 Mio.).
Neben Finkgräfe konnten noch drei weitere Akteure aus dem Kölner Kader ihren Wert verbessern. Faride Alidou und Justin Diehl erreichen mittlerweile eine Wert von jeweils 2,5 Millionen Euro, Damion Downs macht die Millionen voll. Weitere Verlierer sind Mark Uth und Steffen Tigges. Uths Marktwert wird auf eine Millionen Euro geschätzt, der von Tigges auf 1,5 Millionen. Insgesamt beträgt der Kaderwert der Kölner laut Portal 93,5 Millionen Euro, zuletzt lag er nur marginal höher. In der Liga-Liste belegen die Kölner den 15. Platz vor Bochum, Heidenheim und Darmstadt.
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Fast zehn Jahre konnte der FC gegen Augsburg nicht gewinnen. Ausgerechnet in der ärgsten Abstiegsnot gelang die Wende. Das würden die Kölner gerne wiederholen. Doch Augsburg ist das Team der Stunde.
Am Sonntag ist die Mannschaft von Timo Schultz zu Gast beim FCA. Keine leichte Aufgabe für den 1. FC Köln: Der FCA – einst Angst- dieses Mal wieder Aufbaugegner?
Foto: Christoph Stache/AFP/GettyImages
Neun Spiele in Folge hatten die Kölner nicht mehr gewonnen. Als der FC damals im April 2021 erst Leipzig empfang und nur drei Tage später nach Augsburg reisen sollte, glaubte rund um das Geißbockheim wohl niemand mehr an so etwas wie den Klassenerhalt. Vielleicht Friedhelm Funkel, der die Kölner von Markus Gisdol überraschend spät übernommen hatte. Zwar betrug der Rückstand zu Hertha BSC und damit zum Relegationsplatz nur drei Punkte, doch es warteten eben die Begegnungen gegen den Tabellenzweiten aus Leipzig und gegen den Angstgegner aus Augsburg auf den FC. Funkel zauberte mit Jonas Hector in der Offensive einen Meistergriff gegen Leipzig aus dem Hut, vor allem aber durchbrach der Trainer-Routinier mit den Kölnern eine viel zu lange Serie.
FC mit guter Bilanz gegen Augsburg
13 Jahre hatten die Geißböcke nicht mehr und zehn Jahre nicht mehr gegen den FC Augsburg gewonnen. Die Fuggerstädter, die vermeintliche graue Maus, waren für die Kölner so etwas wie ein rotes Tuch. Augsburg hat dem FC schmerzhafte Pleiten zugeführt. Unter anderem die 0:1-Niederlage 2015, als Marvin Hitz so lange den Elfmeterpunkt malträtierte, dass Anthony Modeste beim Strafstoß wegrutschte und verschoss sowie das 0:3 im September 2017, als der FC nach den beiden Auftaktniederlagen auf die Wende beim FCA hoffte.
An jenem Abend vor zweieinhalb Jahren hatten trotz des Überraschungserfolgs über Leipzig nur wenige drei weitere Punkte auf dem Zettel. Doch ausgerechnet der nach Verona abgewanderte Ondrej Duda erwischte einen seiner wenigen besonderen Tage in Köln, brachte den FC mit einem Traumtor in Führung und erzielte später das 3:0, Florian Kainz hatte auf 2:0 erhöht. Zwar verkürzte Augsburg noch mal, doch der FC konnte nach einer Dekade wieder gegen den FCA gewinnen.
Und seitdem hat sich das Blatt gewendet. Von den vergangenen sechs Spielen hat der FC nur eins verloren, aber vier gewonnen. So im Oktober 2022, der FC hatte erstmals unter Steffen Baumgart drei Pflichtspiel-Niederlagen in Serie innerhalb einer Spielzeit kassiert, gegen den FCA gelang die Wende. Steffen Tigges traf beim 3:2 doppelt, auch Denis Huseinbasic war erfolgreich. Auch in der vergangenen Saison gab es zwei Siege gegen Augsburg. Unter anderem beim 3:1-Erfolg in Augsburg am Ostersamstag. Ein Angstgegner sind die Fuggerstädter schon lange nicht mehr, dafür aber ein Aufbaugegner? Zwar spricht die Serie der vergangenen Jahre für die Geißböcke, damit hört es aber auch wieder auf.
Augsburg im Aufwind
Die Form der beiden Teams könnte jedenfalls nicht unterschiedlicher sein. Der FC dümpelt weiterhin im Tabellenkeller vor sich hin, sammelt zu wenig Punkte. Augsburg ging es zu Beginn der Spielzeit ähnlich. Der FCA gewann von den ersten acht Pflichtspielen nur eins, für Enrico Maaßen war Schluss, Jess Thorup übernahm und Augsburg ist mittlerweile die Mannschaft der Stunde, das viertbeste Team der Rückrunde, sogar besser als die Bayern. Es wird eine schwere Aufgabe für die Kölner, ein Erfolg ist aber alles andere als ausgeschlossen.
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Durch die Transfersperre ist der FC gezwungen, Lücken im Kader vor allem durch junge Spieler aufzufüllen. Dies sieht Christian Keller allerdings auch als Chance. Die Rückkehr von sechs Leihspielern steht im Sommer bevor.
Neben Marvin Obuz, Jonas Urbig und Tim Lemperle kehren auch Maxi Schmid, Mathias Olesen und Nikola Soldo nach Ende der Spielzeit zurück. Doch wer kann dem FC im Sommer als Verstärkung helfen?
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Acht Spieltage bleiben noch bis zum Saisonende. Einem Saisonende, nach dem der FC aufgrund der Transfersperre bekanntlich keine externen Veränderungen am Kader vornehmen kann. Nach Bekanntwerden der Sperre nannte Christian Keller den ersten Plan, wie er die Situation auffangen will: „Wir können jetzt Dinge angehen, die wir in einer normalen Situation nicht angegangen wären. Vielleicht sind wir jetzt auch gezwungen, mehr auf junge Spieler zu setzen,“ sagte Keller Ende Dezember. „Vielleicht muss jetzt der Mut erzwungen werden, auch mal Spieler reinzuschmeißen, bei denen man normalerweise vielleicht gesagt hätte, sie sind nicht so weit. Vielleicht muss man es jetzt einfach mal machen.“
Sechs Leihspieler kehren im Sommer zurück
Zudem kommen im Sommer auch sechs Leihspieler zurück: „Das ist schon relativ viel. Natürlich haben wir diese Spieler verliehen, damit sie im Sommer 2024 zurückkommen und um einen Bundesligaplatz konkurrieren werden“, betonte Keller. „Sie werden alle im Sommer zurückkommen und dann schauen wir, wie weit sie sind.“ Doch wer könnte den Geißböcken im Sommer als Verstärkung des Kaders wirklich weiterhelfen?
Meiko Wäschenbach und Elias Bakatukanda: Die U21-Spieler des 1. FC Köln stehen offenbar in der Warteschlange für den Einsatz in der ersten Bundesliga. Beide Spieler sammelten bei der Reserve ordentlich Einsatzzeit. In 19 (Bakatukanda) und 18 (Wäschenbach) Spielen diese Saison in der Regionalliga West kommen die Youngster auf 1521 beziehungsweise 1279 Spielminuten. Bakatukanda erzielte zwei Tore, Wäschenbach hat vier Vorlagen auf seinem Konto. Die Nachwuchstalente waren die einzigen, Nicht-bundesligaerprobten Youngster, die den FC ins Trainingslager nach Algorfa begleiten durften. Ein Fingerzeig für eine künftige Verstärkung des Kaders für die kommende Saison? Möglich, allerdings betonte Trainer Timo Schultz mehrfach, dass sich die jungen Spieler erst in der U21 beweisen sollen.
Marvin Obuz: Die Kölner Leihgabe macht momentan besonders auf sich aufmerksam. Der Rechtsaußen kommt bereits auf sieben Tore und 13 Vorlagen. Bei Rot-Weiß Essen ist der Kölner Stammspieler und absolvierte in der aktuellen Saison 2453 Spielminuten. Der 22-Jährige kommt auf eine Startelf-Quote von 93 Prozent und ist an 44 Prozent der Tore des Traditionsvereins beteiligt. Für RWE ist die Leihgabe eine absolut lohnenswerte Investition. Allerdings spielt Essen bekanntlich in der 3. Liga, der Sprung in die Bundesliga bekanntlich nicht ohne. Sollte Obuz im Sommer dann zum FC zurückkehren, könnte er durchaus zum Hoffnungsträger werden. Wenn er seine Form denn beibehält.
Jonas Urbig: Der ausgeliehene Kölner Torhüter bestritt gerade erst das U21 Spiel mit der Nationalmannschaft gegen den Kosovo. Die Tatsache, dass er seinen Kasten sauber hielt, ist wohl vor allem auch der Tatsache geschuldet, dass Urbig wenig zu tun bekam und einen ruhigen Abend erlebte. Der Kölner Nachwuchs-Torwart könnte für den FC-Kader in der kommenden Saison durchaus eine wichtige Rolle spielen. Sollten die Kölner in die zweite Bundesliga absteigen, ist ein Verbleib der aktuellen Nummer eins Marvin Schwäbe nicht sicher. Bei einem Vereinswechsel stünde Urbig dann in erster Reihe, um Stammtorwart des 1. FC Köln zu werden.
Andere Leihspieler wohl eher im erweiterten Kader
Tim Lemperle: Der 22-Jährige ist zusammen mit Jonas Urbig an Greuther Fürth verliehen. Anders als Urbig kann Lemperle allerdings nicht vollends überzeugen. Zwar ist der Mittelstürmer ebenfalls Stammspieler bei den Kleeblättern, die Torbilanz ist jedoch mager. Der Kölner Leihspieler kommt auf gerade einmal vier Tore und drei Assists. Seit Anfang Dezember gegen den 1. FC Magdeburg hat Lemperle nicht mehr getroffen. Zuletzt war er gegen Hansa Rostock aufgrund einer Muskelverletzung nicht mit von der Partie. Ob Lemperle sich im Sommer nach einer möglichen Rückkehr gegen die Kölner Konkurrenz durchsetzen kann, hängt vor allen Dingen von der zukünftigen Ligazugehörigkeit des FC, den daraus resultierenden Abgängen und den Aufstellungsentscheidungen des Trainers ab. Verlässt zum Beispiel Davie Selke im Falles eines Abstiegs den Verein und wird so ein Platz in der Offensive frei? Bevorzugt der Coach die Doppel- oder stellt er eher nur eine Spitze auf? Lemperles Einsatz in der ersten Mannschaft ist also möglich, aber auf keinen Fall gesetzt.
Maxi Schmid: Momentan ist Maxi Schmid Leihspieler bei Roda Kerkrade. Der Angreifer kommt in dieser Saison auf sechs Tore und drei Vorlagen. Zuletzt hatte Schmid zehn Spiele lang nicht mehr eingenetzt und wurde nur noch in den letzten Spielminuten eingewechselt. Gegen NAC Breda gelang ihm allerdings vergangenen Samstag ein Treffer. Ob er das Allheilmittel für den FC werden kann, wenn er in der niederländischen Liga nicht über die Rolle des Jokers hinauskommt, ist fraglich.
Mathias Olesen: Für den Mittelfeldspieler läuft es zur Zeit alles andere als rund. Vor seinem Wechsel zum Schweizer Erstligisten Yverdon Sport FC stand er beim FC zuletzt nicht mehr im Kader. Nach nur fünf Einsätzen als Leihspieler musste Olesen beim Schweizer Verein krankheitsbedingt aussetzen, kam nach einem Kurzeinsatz aber zurück und spielte gegen den FC Lugano eine Halbzeit. Auch bei der Nationalmannschaft Luxemburgs feiert Olesen keine Erfolge. Der 23-Jährige stand zwar im Spiel gegen Georgien in der Startelf, das Team verlor das Spiel jedoch 0:2 und der EM-Traum der Luxemburger platzte. Ob Olesen den Durchbruch beim FC noch einmal schaffen wird, ist schwer abzusehen.
Nikola Soldo: Der 23-Jährige ist wohl der Verlierer der Leihen. Bisher spielte Soldo unter dem neuen Trainer Friedhelm Funkel nicht, stand zuletzt nicht einmal mehr im Kader. Der Innenverteidiger spielt bei Kaiserslautern keine Rolle. Für alle drei Parteien ist dies eine schwierige Situation. Die vom FC häufig als Win-Win-Win-Situation beschriebenen Leihen werden bei Soldo eher zu einer Loose-Loose-Loose-Situation. Der FC erhoffte sich Spielpraxis, Kaiserslautern einen guten Innenverteidiger und Soldo wollte sich empfehlen. Bislang hat er aber keine Minute gespielt. Einzig im Falle eines Kölner Abstiegs und dem Weggang von Jeff Chabot sowie dem Vertragsende von Dominique Heintz könnte es für den 23-Jährigen noch einmal interessant werden. Denn dann bleiben dem FC in der Defensive nur noch Timo Hübers, Luca Kilian und Elias Bakatukanda.
Mit einem verdienten 2:0-Erfolg über den Nachwuchs von Israel hat die deutsche U21 am Dienstagabend die Tabellenführung der Gruppe D in der EM-Quali zurückerobert. Eric Martel und Jan Thielmann standen erneut in der Startelf.
Vier Tage nach dem enttäuschenden 0:0 gegen den Kosovo hat der deutsche Nachwuchs sich erfolgreich zurückgemeldet. Die U21 des DFB gewinnt gegen Israel 2:0.
Foto: Matthias Kern/Getty Images
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Die U21 des DFB befindet sich wieder auf Kurs EM-Qualifikation. Die Mannschaft von Bundestrainer Antonio Di Salvo setzte sich am Dienstagabend gegen den Nachwuchs von Israel durch. Angeführt von Kapitän Eric Martel gewann die DFB-Auswahl 2:0. Neben Martel stand auch Jan Thielmann erneut in der Startelf, spielte wie schon am vergangenen Freitag auf der rechten Abwehrseite. Während Martel 90 Minuten durchspielte, wurde Thielmann erst wenige Minuten vor Spielende ausgewechselt. Die beiden FC-Profis werden wohl schon am Mittwoch wieder in Köln zurückerwartet. Sie dürften mit ordentlich Selbstvertrauen zurückkommen.
Gruda und Röhl erfolgreich
Die deutsche Auswahl von der ersten Minute an das Spiel bestimmende Team und hätte früh durch Bremens Nick Woltemade in Führung gehen können. Das übernahm dann der Mainzer Brajan Gruda (14. Minute). Deutschland machte auch nach der Führung weiter Druck, von Israel war dagegen offensiv kaum etwas zu sehen. Das Bild änderte sich auch nach dem Wechsel nicht. Einen weiteren Versuch von Gruda lenkte Torhüter Eliasi noch an den Pfosten, den Abpraller netzte dann der Freiburger Merlin Röhl (56.) aus kurzer Distanz ein. Zwar war auch Israel nach dem Wechsel deutlich aktiver, wirklich gefährlich wurde das Team aber nicht mehr. Es blieb beim 2:0-Erfolg.
Da zuvor bereits Bulgarien überraschend gegen Polen gewann, hat sich die DFB-Auswahl wieder an die Tabellenspitze gesetzt. Deutschland führt die Gruppe D mit 16 Punkten an, Polen hat 15 Zähler, allerdings ein Spiel mehr absolviert als die Auswahl von Antonio Di Salvo. Als Spitzenreiter verabschieden sich die Teams in die Sommerpause. Die Gruppensieger sowie die drei besten Gruppenzweiten qualifizieren sich direkt für das Endturnier 2025, die weiteren Gruppenzweiten spielen in Playoffs um die weiteren Tickets. Für den FC dürfte aktuell aber die Freude überwiegen, dass Thielmann und Martel gesund nach Köln zurückkehren und das mit einem Erfolg und somit Selbstvertrauen im Gepäck.
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Sargis Adamyan zeigt unter Timo Schultz eine deutlich bessere Form und erhielt mehr Einsatzzeit. Für den Armenier die Chance, sich zu beweisen und in den Konkurrenzkampf zu treten.
Der 30-Jährige Mittelstürmer will zusammen mit seinen Teamkollegen des 1. FC Köln in den verbleibenden Partien noch einmal Gas geben. Das sagt Sargis Adamyan zu seiner Position, dem Trainingslager und der Rückkehr von Davie Selke.
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Sargis Adamyan ist einer der großen Gewinner des Trainerwechsels. Zunächst als Königstransfer betitelt, konnte der Mittelstürmer zu Beginn seiner Kölner Zeit nur selten überzeugen. Unter Steffen Baumgart spielte der Armenier keine Rolle, wurde mehrfach als Wechselkandidat gehandelt. Doch es fand sich offenbar kein Abnehmer. Der Trainerwechsel scheint sich allerdings positiv auf den 30-Jährigen ausgewirkt zu haben, denn Adamyans Formkurve zeigt deutlich nach oben. Und das hat laut dem Offensivspieler auch einen Grund. „Es hat alles wieder bei Null angefangen. Ich konnte mich wieder beweisen,“ sagte der Mittelstürmer am Dienstagmittag. Im Duell gegen RB Leipzig erzielte der Armenier sogar sein erstes Tor in der Liga in dieser Saison. Adamyan spielt unter Schultz plötzlich eine unerwartet wichtige Rolle.
Adamyan zum Trainingslager und der Rückkehr von Davie Selke.
Doch gerade an der Torausbeute mangelt es der kompletten Mannschaft des FC bekanntlich in dieser Saison. Vor allem der Abschluss im letzten Drittel zeigte sich immer wieder als Problemfeld der Geißböcke. Flanken kamen erst gar nicht an, die Torschüsse blieben zu ungefährlich oder zu unpräzise. „Es wird darauf ankommen, dass wir den letzten Schuss nutzen,“ sagte Adamyan. Auch daran soll im Trainingslager in Algorfa intensiv gearbeitet worden sein. „Wir haben gut gearbeitet. Wir waren mit der Mannschaft zusammen. Das ist auch immer ganz wichtig,“ sagte der Armenier. „Wir haben uns auf den Endspurt eingeschworen, bis Mai wollen wir alles geben.“ Das ist auch dringend nötig. Denn der FC steht derzeit auf einem direkten Abstiegsplatz, hat einen Punkt Rückstand auf Mainz und somit auf den Relegationsplatz. Das rettende Ufer ist mit dem VfL Bochum sogar sieben Punkte entfernt.
“Es ist mehr Konkurrenzkampf“
Hoffnung kann dem FC die Rückkehr von Davie Selke machen. Der Mittelstürmer ist nach seiner Fußverletzung aus dem Spiel gegen den 1. FC Heidenheim wieder auf dem Weg zurück zu seiner Form. „Wir freuen uns alle, dass Davie zurückkommt,“ betonte Adamyan. Bereits die vergangenen beiden Spieltage wurde Selke gegen Ende eingewechselt, für mehr reichte es wohl noch nicht. Den direkten Konkurrenzkampf sieht Adamyan zu Selke ohnehin nicht. „Er ist ja ein klarer Neuner, ich kann eher drumherum spielen“, sagt der 30-Jährige.
Die Verstärkung des Kaders durch die Rückkehr von Linton Maina und Dejan Ljubicic sowie Max Finkgräfe, Luca Waldschmidt und Mark Uth (wenn auch vorerst nur im individuellen Training mit Athletiktrainer Leif Frach) sieht Adamyan ebenfalls positiv: „Es ist super, dass wir wieder mehr Leute zur Verfügung und auch mehr Optionen für den Trainern haben.“ Timo Schultz musste den Kader während der Verletzungsmisere und auch aufgrund von Sperren einzelner Spieler immer wieder neu zusammensetzen. Und noch einen positiven Effekt hat die Rückkehr der fehlenden Spieler: „Es ist mehr Konkurrenzkampf,“ erkannte Adamyan. Ob dieser die Leistungen der Kölner noch einmal nach oben treibt, wird sich in den kommenden Begegnungen zeigen.
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Hoffnung bei Mark Uth: Der 32-Jährige trainierte am Dienstag zwar individuell – aber zum ersten Mal seit Januar wieder mit dem Ball. Wann der gebürtige Kölner wieder ins Mannschaftstraining eingreifen kann, ist offen.
Das Kurztrainingslager im spanischen Algorfa kam offenbar noch zu früh, jetzt gibt es Hoffnung: Mark Uth trainiert wieder am Ball.
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Aufatmen bei Mark Uth? Der 32-Jährige trainierte am Dienstagvormittag wieder auf dem Platz. Während die Mannschaft auf dem Platz arbeitete, absolvierte der gebürtige Kölner eine individuelle Einheit – allerdings wieder am Ball. Uth hatte sich im Testspiel gegen Rot-Weiss-Essen Anfang des Jahres eine Bänderverletzung im Knie zugezogen. Zunächst waren die Verantwortlichen von einer eher harmlosen Blessur, einer schnellen Genesung ausgegangen. Man hatte gehofft, dass der Offensivspieler bereit nach wenigen Wochen wieder auf dem Platz stehen würde. Zuletzt hatte aber Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung betont, dass es bei dem Heilungsprozess einen Rückschlag gegeben hätte. In seinem Podcast „Schlag und Fertig“ deutete Jonas Hector zwischen den Zeilen an, dass Uth möglicherweise zu schnell zu viel wollte. Die Genesung lässt seit Monaten auf sich warten.
Uth vom Verletzungspech verfolgt
Nach der längeren Pause gab es in den Sozialen Medien bereits heftige Diskussionen über ein mögliches Karriere-Aus des Offensivspielers. Dem schob Sportchef Christian Keller einen Riegel vor, als er nach dem Leipzig-Spiel erklärte, dass er mit der Rückkehr des gebürtigen Kölners rechne. Karriere-Ende? „Da sind wir weit davon weg“, sagte Keller damals. Auch Timo Schultz sprach zuletzt davon, dass Uth möglicherweise diese Saison noch auf einige Kurzeinsätze kommen könne. Das schnelle Comeback ist zwar nicht abzusehen, Uth der Rückkehr aber ganz offensichtlich schon einen großen Schritt näher.
Schon die vergangene Spielzeit war für den Kölner eine Seuchensaison. Der ehemalige Nationalspieler war aufgrund einer Verletzung mehrfach operiert worden und kam nur auf fünf Einsätze. Im Sommer hatte er intensiv am Comeback gearbeitet. Auch schon vor der Saisonvorbereitung. Uth hinterließ bei den ersten Testspielen und in den ersten Einheiten einen vielversprechenden Eindruck, doch schon im ersten Pflichtspiel warf den 32-Jährigen eine Verletzung zurück. Im Oktober gab Uth das nächste Comeback, erneut ein vielversprechendes, so sehr, dass Uth der Hoffnungsträger wurde, um dann Anfang des Jahres erneut auszufallen. Ins Kurztrainingslager nach Algorfa war Uth noch nicht mitgereist. Zuletzt standen eher Jogging-Einheiten auf dem Programm.
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Spieler auf Länderspielreise, andere angeschlagen oder verletzt – auch wenn das Trainingslager-Fazit von Timo Schultz durchaus positiv ausfällt, war gerade die Personaldecke des erweiterten Kreis der Startelf eine eher dünne. Profitieren konnten davon aber wohl nur wenige aus der zweiten Reihe.
Timo Schultz zeigte sich nach dem Trainingslager in Algorfa durchaus zufrieden. Dabei waren spielerische Aspekte mit seiner Stammelf kaum möglich. In den Vordergrund werden sich auch nicht viele Akteure gespielt haben. Welcher FC-Profi von dem Trainingslager profitieren könnte.
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Eric Martel, Jan Thielmann, Denis Huseinbasic und Leart Pacarada auf Länderspielreise, Max Fingräfe, Dejan Ljubicic und Linton Maina verletzt oder krank und damit nicht einsatzfähig – gleich sieben Feldspieler fehlten dem 1. FC Köln bei den Trainingseinheiten mit der Mannschaft im Trainingslager im spanischen Algorfa. Sieben Akteure, die also bei den Einheiten zum Thema Ballbesitz und Einspielen nicht zur Verfügung standen und die auch nicht beim 2:2 im Testspiel gegen den isländischen Erstligisten Breidablik Kopavogur zum Einsatz kamen. Eigentlich sollte sich somit gleich mehreren Spielern aus der zweiten Reihe die Chance geboten haben, den Fokus von Trainer Timo Schultz in Bezug auf die Mannschaft ein wenig zu verschieben.
Heintz wohl weiterhin zweite Reihe
Eigentlich, denn mit großen Veränderungen ist auch nach den sechs Tagen unter der spanischen Sonne nicht zu rechnen. Die Innenverteidigung der Kölner steht, Jeff Chabot und Timo Hübers sind gesetzt. Dahinter lauert Luca Kilian. Dominique Heintz ist auf dieser Position keine Alternative. Elias Bakatukanda zwar ein großes Talent, aber keins, dass im Abstiegskampf eine realistische Chance gegen das Stamm-Innenverteidiger-Duo haben wird. Perspektivisch gehört dem 19-Jährigen die Zukunft in Köln. Je nach Abschluss der Saison könnte die Perspektive auch sehr schnell beginnen. Wie es mit Dominique Heintz dann weitergeht, ist Stand jetzt offen. Der Vertrag läuft bekanntlich im Sommer aus. Am Freitag war der 30-Jährige, der unter Schultz erst zwei Minuten gespielt hat, nicht immer sattelfest. An Max Finkgräfe und Leart Pacarada gibt es aktuell jedenfalls kaum ein Vorbeikommen.
Auf den Außen gab es im Testspiel zunächst keine besonders großen Überraschungen. Florian Kainz und Faride Alidou spielten auf den Flügeln. Ein Szenario, dass es so auch in der Liga geben kann. Zumal gerade einmal mehr die Frankfurter Leihgabe ihre Torgefahr unter Beweis gestellt hat. Beide absolvierten – wenn auch im Fall von Kainz mit Verspätung – die Einheiten in Spanien. Im Zentrum dürfte dagegen die zweite Reihe ran. Die abwesenden Huseinbasic und Martel wurden von Jacob Christensen und Benno Schmitz vertreten. Vor allem der Däne spielt sich zunehmend in den Kreis der Startelf-Kandidaten, wurde schon mehrfach von Timo Schultz in höchsten Tönen gelobt. Tatsächlich könnte der 22-Jährige der große Profiteur des Trainingslagers werden. Martel dürfte auch weiterhin als Kölner Konstante gesetzt sein.
Christensen der Gewinner von Algorfa?
Je nach den Plänen mit Dejan Ljubicic ist die Position neben dem Kapitän der U21-Nationalmannschaft aber offen. Es könnte auf einen Dreikampf zwischen Christensen, Ljubicic und Huseinbasic hinauslaufen. Da U21-Nationalspieler Eric Martel erst am Donnerstag wieder zur Mannschaft zurückkehrt und somit nur wenige Trainingseinheiten mit der Mannschaft bleiben, wäre die Doppelsechs Ljubicic und Christensen zumindest keine ausgeschlossene Variante, wenn auch eine eher unwahrscheinliche. In der Offensive drängt sich zunehmend Damion Downs auf. Der Youngster traf auch gegen Breidablik Kopavogur. Die Startelf dürfte dennoch einen Tick zu früh kommen. Zumal Downs zuletzt auch angeschlagen war.
In Algorfa sammelten auch Davie Selke und Sargis Adamyan weitere Argumente. Zudem drängt auch Jan Thielmann zurück ins Team. Zuletzt war bei dem Kölner Eigengewächs auch über eine Position als Rechtsverteidiger spekuliert worden. Diese Rolle bekleidet Thielmann bei der U21.
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In der vergangenen Woche sorgte seine verfrühte Abreise aus dem Trainingslager bei dem ein oder anderen Fan noch für kleine Sorgenfalten. Diese Woche gibt es eine bessere Nachricht. Laut „Kölner Stadt-Anzeiger“ hat sich der Vertrag von Max Finkgräfe verlängert.
Lange war über eine Vertragsverlängerung spekuliert und die Kölner Verantwortlichen für den fehlenden Vollzug kritisiert worden. Dabei berichten nun Medien: Der Vertrag von Max Finkgräfe hat sich bereits längst verlängert.
Foto: Lars Baron/Getty Images
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Die Trainingseinheit war individuell, sie war aber von nicht wenigen Fans erhofft worden. Max Finkgräfe stand am Montag zum Trainingsauftakt wieder auf dem Platz und arbeitete mit Leif Frach an seiner schnellen Rückkehr. Der Youngster hatte das Trainingslager in Algorfa in der vergangenen Woche frühzeitig verlassen. Aufgrund anhaltender Rückenbeschwerden machte das Arbeiten unter der spanischen Sonne keinen Sinn. Finkgräfe reiste zurück nach Köln, wurde gründlich untersucht und soll dem Vernehmen nach noch diese Woche wieder komplett ins Mannschaftstraining einsteigen. Ein Einsatz gegen den FC Augsburg ist bislang noch nicht sicher, aber durchaus möglich. Und aus Kölner Sicht auch durchaus wünschenswert.
Finkgräfes Vertrag hat sich offenbar bis 2026 verlängert
Bei drei Siegen, 18 Punkten und 20 Toren aus 26 Ligaspielen sowie dem 17. Tabellenplatz, fällt die Suche nach einem Gewinner der Saison recht schwer. Ein Anwärter ist aber eben Finkgräfe. Der 19-Jährige galt schon vor der Spielzeit als das Talent, das am ehesten den Durchbruch bei den Profis schaffen würde. Und das gelang Finkgräfe eindrucksvoll. Dass der Youngster im Testspiel gegen den SC Germania Reusrath im Oktober plötzlich die Kapitänsbinde trug, kam dennoch überraschend. Damals wurde aber ziemlich schnell bekannt, dass ihm diese Ehre aufgrund einer Veränderung seines Vertrags zu Teil wurde. Denn Finkgräfe war durch seine damaligen vier Einsätze zum Profi aufgestiegen. Eine entsprechende Klausel ist in Finkgräfes bis 2025 laufenden Vertrag verankert.
Nun greift offenbar die nächste Klausel. Denn wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet, hat sich der Vertrag von Finkgräfe um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2026 verlängert – und das ligaunabhängig. Demnach wurde der Kontrakt verlängert, weil Finkgräfe mittlerweile auf die benötigte Anzahl an Bundesliga-Einsätzen kommt. Mittlerweile stand der Defensivspieler 19 Mal für die Profis auf dem Feld. Davon zuletzt zwölf Mal in Serie in der Startelf. Gegen die TSG Hoffenheim erzielte der 19-Jährige im Februar seinen ersten Bundesliga-Treffer. Unter Timo Schultz ist Finkgräfe Stammspieler, der gebürtige Mönchengladbacher hat sich gegen die Routiniers Leart Pacarada und Dominique Heintz durchgesetzt. Unter Steffen Baumgart hatte Finkgräfe zwar sein Bundesliga-Debüt gefeiert, im Herbst spielte der 19-Jährige aber hauptsächlich in der U21.
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