Ein Brustlöser für die Leistungsträger?

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Ein Brustlöser für die Leistungsträger?

In der vergangenen Spielzeit fingen einige Mittelfeldspieler die Flaute im Sturm auf, in der aktuellen Saison laufen die gleichen Akteure der Musik hinterher. Das Trainingslager in Algorfa soll der Beginn der Wende sein.

Florian Kainz und Dejan Ljubicic waren in der vergangenen Saison maßgeblich am frühen Klassenerhalt beteiligt. In dieser Spielzeit sind die beiden Stammspieler überhaupt kein Faktor. Das soll sich nach dem Trainingslager beim FC ändern.

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Die Tage rund um die Abfahrt ins Trainingslager ins spanische Algorfa siedelten sich bei Florian Kainz irgendwo zwischen privater, purer Freud und sportlichem Leid an. Auf der einen Seite die Geburt von Kainz zweitem Nachwuchs, auf der anderen die Ausbootung aus der Nationalmannschaft. Nach den Leistungen in der bisherigen Bundesliga-Saison kam die Nicht-Nominierung wohl nicht wirklich überraschend. Dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ verriet Kainz, dass das Gespräch mit dem ÖFB-Cheftrainer Ralf Rangnick gut verlaufen sei. „Der Trainer hat gesagt, dass er weiß, was er an mir hat, dass er mich sehr schätzt und dass er noch ein, zwei andere Spieler anschauen will“, sagte der Kölner Kapitän. „Ich muss meine Leistung bringen, alles andere kann ich nicht beeinflussen.“

Kainz: „Uns ist allen aber auch bewusst, wie die Situation ist“

Doch gerade die Leistungen lassen in dieser Saison bislang meist auf sich warten. Ein starker Auftritt gegen Borussia Mönchengladbach im Hinspiel, ein guter beim 1:1 gegen Heidenheim und dann wird es schon dünn mit den überzeugenden Auftritten. Ähnlich wie bei Dejan Ljubicic, der in der vergangenen Saison ebenfalls überzeugte und in dieser Spielzeit die Form bis heute nicht gefunden hat. Wie schwer der Leistungsabfall wiegt, zeigt eine einfache Statistik. Die beiden Österreicher erzielten in der Liga in der vergangenen Saison elf Treffer bereiteten elf weitere vor. Der abgewanderte Ellyes Skhiri steuerte ebenfalls sieben Tore bei. Alleine diese drei Spieler fingen die schon in der vergangenen Spielzeit offensichtliche Sturmproblematik auf. Umso wichtiger wäre eine gute Form der beiden Österreicher für das Saisonfinale.

Und auch wenn das Trainingslager in Algorfa für den FC personell eher durchwachsen verlaufen ist, soll es zumindest im mentalen Bereich zu einer Veränderung führen. Nicht umsonst suchten Trainer, aber auch der Spielführer die Gespräche mit den Mitspielern. „Es kann unsere große Stärke werden, dass wir intern einen guten Teamgeist und gute Charaktere in der Mannschaft haben. Wir nehmen alle die Situation an, wie sie ist, und versuchen, gemeinsam da rauszukommen“, sagte Kainz. „Uns ist allen aber auch bewusst, wie die Situation ist und dass wir jetzt liefern müssen. Wir müssen uns gut auf die Phase vorbereiten, die jetzt kommt. Das nimmt jeder Spieler gut an. Wir sind überzeugt, dass wir es schaffen.“ Dazu wird aber eine Leistungssteigerung nötig sein. Gerade von den vermeintlichen Leistungsträgern.

Positive Energie, unbedingter Wille

Dazu gehören nach ihrer Genesung auch Davie Selke und Luca Waldschmidt. Zwar ist Selke mit fünf Treffern der gefährlichste Kölner Spieler, der Stürmer überzeugte aber wahrlich nicht bei all seinen Einsätzen, fiel zudem lange verletzt aus. Auch Waldschmidt ist beim FC noch nicht so richtig angekommen. Zwei Tore erzielte der 27-Jährige bislang, bereitete zwei weitere vor. Beide Offensivspieler sollen Richtung Ende der Saison noch wichtige Faktoren werden. Dazu müssen sie aber auch ihre Leistung von vor der Verletzung deutlich steigern. „Wir werden die letzten Spiele mit positiver Energie, unbedingtem Willen und mehr Härte angehen“, sagte Kainz. Der Grundstein soll in Algorfa gelegt worden sein.



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Abstiegskampf, Kartensammler, ausgebootet – es läuft nicht rund bei den FC-Abgängen

So schlagen sich die Kölner Abgänge bei ihren neuen Klubs.
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Abstiegskampf, Kartensammler, ausgebootet – es läuft nicht rund bei den FC-Abgängen

Zahlreiche Spieler haben den FC im Sommer verlassen. Ähnlich wie beim FC will es aber nicht bei allen rund laufen. Zwei Spieler sitzen auf der Tribüne, einer ausschließlich auf der Bank und einer sammelt lieber Karten statt Scorerpunkte.

Die Bilanz der Kölner, die den FC im vergangenen Sommer verlassen haben, fällt durchwachsen aus. Während Ellyes Skhiri mit Frankfurt um einen Platz in der Europa League spielt, spielen andere Akteure bei ihren Vereinen überhaupt keine Rolle. So schlagen sich die Kölner Abgänge bei ihren neuen Klubs.

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Ellyes Skhiri: Die Enttäuschung war riesig, als Tunesien im Winter beim Africa-Cup bereits nach der Gruppenphase die Segel streichen musste. Während die Nationalmannschaft Tunesiens aktuell beim Vier-Länder-Turnier in Kairo weilt, ist Skhiri mit Rückenproblemen in Frankfurt geblieben. Ob er zum kommenden Spiel fit wird, ist offen. In der Liga kämpft der Mittelfeldspieler mit Eintracht Frankfurt um das internationale Geschäft und hat ganz gute Karten. Die Eintracht belegt aktuell den sechsten Tabellenplatz und hat fünf Punkte Vorsprung auf Rang sieben. Was die Platzierung bedeutet, zeigt sich voraussichtlich erst am Ende der Saison. Bei der Eintracht ist Skhiri absoluter Leistungsträger und Stammspieler. Die Torgefährlichkeit aus Köln ist dem Tunesier mit fünf Toren in 32 Spielen ein wenig abhanden gekommen.

Kingsley Schindler: Die Bilder lassen gerade wenig Zweifel zu. Kingsley Schindler genoss vor wenigen Tagen noch die Sonne. Bei Instagram postete der gebürtige Hamburger jüngst Pool-Fotos. Auf dem Platz ist der Rechtsverteidiger zur Zeit bei Spielen seines Arbeitgebers Samsunspor nicht zu sehen. Markus Gisdol hat den türkischen Club aus der Abstiegszone geführt und wird von den Fans gefeiert. Schindler ist nur selten Teil der Party. Der gebürtige Hamburger stand nach der Rückkehr vom Afrika-Cup nicht einmal im Kader. Seit Dezember hat Schindler nicht mehr für den türkischen Erstligisten gespielt. Auch vor der Ausbootung war der 30-Jährige bei Samsunspor nur noch Ergänzungsspieler. Zu Beginn der Spielzeit gehörte Schindler noch zum Stammpersonal.

Pedersen trotz Leihe erneut ausgemustert

Ondrej Duda: Beeindruckend meldete sich Ondrej Duda nach seiner Kreuzbandverletzung im Sommer bei Hellas Verona zurück. Die Norditaliener starteten mit zwei Siegen in die Spielzeit, Duda erzielte gegen AS Rom ein Tor und bereitete ein weiteres vor. Und das, obwohl Hellas nur hauchdünn dem Abstieg entgangen war. Offenbar war das aber nur eine Momentaufnahme. Nach längerer Durststrecke hat sich Verona zuletzt wieder gefangen. Duda hat aber nur zwei weitere Scorerpunkte gesammelt. Beeindruckend: Im Winter saß der Slowake gleich drei (!) Sperren innerhalb von fünf Wochen ab. Dennoch gab es für den Mittelfeldspieler Grund zur Freude. Die Slowakei hat sich für die EM in Deutschland qualifiziert und trifft unter anderem auf Belgien und Rumänien. Beim Freundschaftsspiel gegen Österreich am Samstag kassierte die Slowakei eine Niederlage. Duda stand in der Startelf.

Kristian Pedersen: Ende Juli hatte sich der Wechsel des Verteidigers in die zweite britische Liga zu Swansea City angedeutet, am Deadline Day wurde er schließlich vollzogen. Gelohnt hat sich der Wechsel für den Dänen ganz offensichtlich nicht. Ganze vier Mal stand Pedersen in dieser Spielzeit für Swansea in der Liga auf dem Platz, 13 Mal befand sich der Linksverteidiger noch nicht einmal im Kader. Kein Wunder, dass sich im Winter ein Wechsel anbahnte. Pedersen war auch beim FC Schalke im Gespräch, doch sagte offenbar ab. Der Däne zog einen Wechsel innerhalb der Liga zu Sheffield Wednesday vor. Nach zwei Einsätzen zu Beginn des Jahres sitzt Pedersen nun ein weiteres Mal nur noch auf der Tribüne.

Sebastian Andersson: Wer hätte das vor einem Jahr gedacht. Sebastian Andersson ist zurück – und das als Stammspieler beim 1. FC Nürnberg. Gegen Greuther Fürth erzielte der Stürmer nach knapp zwei Jahren wieder ein Tor. Und das ausgerechnet gegen seinen alten Weggefährten Jonas Urbig. Mittlerweile sind es zwei Treffer und eine Vorlage in neun Spielen. In jeder der Begegnungen stand der Schwede in der Startelf.

Katterbach gab Profi-Comeback

Timo Horn: Seit Anfang Januar hat auch der gebürtige Kölner wieder eine fußballerische Heimat gefunden. Der Keeper ist aktuell Ersatzkeeper bei RB Salzburg. In Österreich sitzt Horn bislang erwartungsgemäß als Nummer zwei nur auf der Bank. Der Traum, wieder als Nummer eins eines Erstligisten aufzulaufen, hat sich bislang nicht ergeben.

Noah Katterbach: Der Linksverteidiger wechselte erst kurz vor Ende der Transferphase wie erwartet zum Hamburger SV. Nach seiner schweren Verletzung im vergangenen Jahr war bei den Hanseaten nicht unbedingt sofort mit Einsatzzeit zu rechnen. Zunächst saß der Linksverteidiger auch nur auf der Tribüne. Am 22. Spieltag feierte Katterbach gegen Hansa Rostock sein Comeback, wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Mittlerweile kommt der 22-Jährige auf vier Einsätze. Allerdings verletzte er sich bei seinem zweiten Startelf-Spiel und fiel zuletzt wieder aus.

Thielmann: „Ich möchte nochmal international mit dem FC spielen“

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Thielmann: „Ich möchte nochmal international mit dem FC spielen“

Aktuell ist Jan Thielmann mit der U21 des DFB auf Länderspieltour. Am kommenden Wochenende ist er wieder eine Option im Duell gegen den FC Augsburg. Der Offensivspieler spricht im FC-Podcast über seine Liebe zum FC und den Wunsch, mit Köln wieder international zu spielen.

Seit fast sieben Jahren trägt Jan Thielmann mittlerweile den Geißbock auf der Brust. Seit 2020 ist er Profi beim 1. FC Köln. Kaum ein anderer Akteur steht aktuell so wie der 22-Jährige für den 1. FC Köln: Jan Thielmann über seine Liebe zum FC, die Verbundenheit zu Köln und seine ersten Schritte im Geißbocktrikot.

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Wirklich rund lief der Auftritt am Freitagabend nicht. Die U21 des DFB kam trotz zahlreicher Chancen nicht über ein torloses Remis gegen den Kosovo hinaus. Jan Thielmann machte eine ordentliche Partie. Auf der rechten Verteidigerposition ließ das Kölner Eigengewächs nur wenig zu, in der Offensive sorgte er mit einigen Flügelläufen für die Ansätze von Gefahr. Unterm Strich blieb aber die Enttäuschung, denn die DFB-Auswahl musste somit die Tabellenführung der Gruppe D wieder abgeben. Die Krise in Köln dürfte das Eigengewächs aber noch mehr beschäftigen – und dennoch ist Schwarzmalerei beim FC nicht angesagt. „Die Stimmung ist bei uns wirklich gut, auch wenn wir ein Spiel verloren haben, beschäftigt das einen auch mal mehrere Tage“, sagte Thielmann im Podcast des FC. „Aber man merkt, dass die Kabine einem da auch helfen kann – wie nach meiner roten Karte zuletzt. Die Jungs fangen einen auf.“

FC für Thielmann eine Herzensangelegenheit

Das war vermutlich auch nötig, denn Thielmann erwies dem Team mit seinem Fehltritt nach nicht einmal einer Viertelstunde einen Bärendienst. Ob sich die Unterzahl am Ende auf das Ergebnis ausgewirkt hat, ist rein spekulativ. Am Ende des Tages hat der FC nur 18 Punkte auf dem Konto und realistisch betrachtet nur noch das Saisonziel Relegation vor der Brust. Daran hat Thielmann noch besondere Erinnerungen. Er sei vor den Spielen gegen Kiel 2021 besonders nervös gewesen. „Dieses Alles-oder-nichts-Spiel, ziehen, oder nicht ziehen – das war für einige eine neue Situation. Das war von den Emotionen gesteuert. An den Tag erinnere ich mich mittlerweile gerne zurück“, sagt Thielmann. „Ich war noch sehr jung und ich habe mich an den Älteren orientiert, wie die damit umgehen. Man darf sich nicht verrückt machen lassen.“

Das gehört offensichtlich auch nicht zu den Eigenschaften eines Jan Thielmann. Zumindest verunsicherte den Föhrener nicht, dass er beim ersten Probetraining in Köln abgelehnt wurde. Ausgerechnet in Köln – jenen Verein, von dem der heute 22-Jährige schon als Kind Fan war. Unter anderem von Milivoje Novakovič noch ein wenig mehr als von Lukas Podolski, weil Novakovič zu der Zeit „mehr Tore erzielt hat“. Bei seiner Zeit bei Eintracht Trier fiel Thielmann zunehmend auf und weckte Begehrlichkeiten. Zunächst von Eintracht Frankfurt, doch Thielmann wollte den Zwischenschritt Trier erst gehen. „Wir haben uns einige Vereine angeschaut. Wir waren in Dortmund, Kaiserslautern, Mainz und auf Schalke. Einfach, um die Rahmenbedingungen zu kennen und zu wissen, wie die Spieler leben. Zuletzt haben wir uns dann Köln und das Internat angeschaut. Zu dem Zeitpunkt war relativ schnell klar, dass es nach Köln geht“, sagt der Offensivspieler und beschreibt die Entscheidung als „Herzensangelegenheit“.

Thielmann: „Der 1. FC Köln ist für mich Heimat, Liebe, große Verbundenheit“

Für Thielmann ging es bekanntlich beim FC schnell bergauf – sehr schnell. Das Debüt unter Markus Gisdol, das erste Tor gegen den VfL Wolfsburg, schließlich die Relegation. Den Weg ging der 22-Jährige unter anderem mit einem ehemaligen Nationalspieler. „Rein fußballerisch hatte Jonas Hector einen großen Einfluss auf mich. Zu sehen, wie konstant er arbeitet, hat mich damals beeindruckt. Er ist sowohl neben dem Platz als auch auf dem Platz ein Vorbild“, sagt Thielmann.

Erst im vergangenen Jahr verlängerte der Youngster seinen Vertrag bis 2026. Das Thema sei damit erst einmal vom Tisch. Doch Ziele hat der ehrgeizige Thielmann mit dem FC noch viele. „In der Zukunft möchte ich ständiger Bundesligaspieler bleiben, vielleicht den ein oder anderen Titel gewinnen und nochmal international mit dem FC spielen“, so der U21-Nationalspieler. Und: „Der 1. FC Köln ist für mich Heimat, Liebe, große Verbundenheit. Ich glaube es ist etwas ganz Besonderes, gerade das Geißbockheim, die Umgebung, die Fans, die Stadt.“ Gerade die Fans helfen in der schwierigen Situation. „Die FC-Fans sind sich für keinen Weg zu schade. In Hoffenheim waren es mal 10.000-15.000 Fans. Es ist echt Wahnsinn, wenn man sich vorstellt, wie viele Menschen den Weg in andere Städte auf sich nehmen. Das merken wir als Spieler definitiv und es gibt uns nochmal einen Kick nach vorne.“ Am Dienstag steht erst einmal das U21-Quali-Spiel gegen Israel an. Thielmann wird wieder alles geben.



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FC Augsburg – auf dem Papier sicher kein Gegner auf Augenhöhe

Warum der FC gegen Augsburg vor einer schweren Aufgabe steht.
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FC Augsburg – auf dem Papier sicher kein Gegner auf Augenhöhe

Mit dem Duell gegen den FC Augsburg biegt der 1. FC Köln nach dem Kurztrainingslager auf die Zielgerade der Bundesliga-Saison ein. Nun kommen die vermeintlich leichten Gegner. Dabei ist der FCA nicht weniger als die Mannschaft der Stunde.

Nach dem Trainingslager beginnt beim 1. FC Köln die Vorbereitung auf die Begegnung beim FCA Augsburg. Der einstige Angstgegner hat in den vergangenen Jahren den Schrecken verloren. In dieser Saison spielt der FCA eine überragende Saison und schnuppert am internationalen Wettbewerb. Warum der FC gegen Augsburg vor einer schweren Aufgabe steht.

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Möglicherweise wäre die Saison der beiden Clubs bei einem anderen Ergebnis ganz anders verlaufen. Im Duell nach der bitteren 0:6-Klatsche sowie dem Aus im Pokal gegen den 1. FC Kaiserslautern zeigten die Geißböcke die erhoffte Reaktion. Gegen den FC Augsburg waren die Kölner eigentlich das bessere Team, ließen gerade in den Anfangsphasen beider Halbzeiten aber die besten Chancen aus, spielten am Ende 1:1-Unentschieden und verschenkten wichtige Zähler, die der FC, aber auch Steffen Baumgart wohl gebraucht hätten. Vielleicht wäre es eine Initialzündung gewesen – immerhin hätten die Kölner so den letzten Tabellenplatz verlassen, wären bis auf Rang 15 geklettert. Die Krise hielt aber an und bedeutete schließlich das Aus für den damaligen Coach.

Jess Thourp bestätigt die Regel

Über die Sinnhaftigkeit eines Trainerwechsels wird bekanntlich immer wieder nach dem Aus eines Übungsleiters heftig diskutiert. Studien belegen, dass es mittelfristig wenn überhaupt einen kleinen Effekt gibt. Das ist aktuell beim FC zumindest statistisch zu sehen. Die Geißböcke treten zwar deutlich stabiler und im Zentrum kompakter auf, unterm Strich kommen die Kölner aber auch unter Timo Schultz bislang „nur“ auf acht Punkte, belegen den 17. Tabellenplatz. Bekanntlich bestätigt aber die Ausnahme die Regel und diese hat in dieser Spielzeit auch einen Namen: Jess Thorup. Der Däne übernahm die Fuggerstädter im Oktober und führte den FCA in beeindruckender Manier Richtung Europa-League-Plätze. Seit seinem Amtsantritt hat Augsburg ganze fünf Spiele verloren – unter anderem gegen Stuttgart, Bayern und Leverkusen.

Augsburg holte seitdem sogar 30 Zähler. In der Rückrunde sammelten die Fuggerstädter 17 Punkte, damit mehr als die Bayern. Der FCA belegt in der Tabelle der zweiten Saisonhälfte hinter Leverkusen, Stuttgart und Dortmund einen beeindruckenden vierten Rang. Nach dem siebten Spieltag mit fünf Punkten noch auf Rang 15 liegend, belegt Augsburg nun den siebten Rang – je nach Ausgang des DFB-Pokals sowie dem Abschneiden der deutschen Clubs im internationalen Wettbewerb reicht dieser für die Europa oder Conference League. Für den FCA wäre es überhaupt erst die zweite Teilnahme am europäischen Wettbewerb. In der Saison 2015/16 überstand Augsburg die Gruppenphase und scheiterte in der Zwischenrunde nur hauchdünn am FC Liverpool.

Nun steuern die Augsburger wieder auf den internationalen Wettbewerb zu – und das in Zeiten des Umbruchs. Seit 2022 wurde der Kader sukzessive umgebaut. Was Enrico Maaßen nicht gelungen ist, läuft unter Jess Thorup umso besser. Ein Duell auf Augenhöhe ist es auf dem Papier also nicht. Doch die Wahrheit liegt bekanntlich auf dem Platz und zu dieser gehört, dass die Kölner seit 2017 nicht mehr in Augsburg verloren haben.



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Hectors Momente

„Jonas Hector - seine große Karriere in Wort und Bild“: eine Rezension.
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Hectors Momente

Die FC-Legende Jonas Hector beendete nach der Saison 2022/23 seine Karriere. In seinem Buch schreibt Autor Ralf Friedrichs über den Fußballer und legendäre Momente des FC- und Nationalspielers.

FC-Stammtisch-Moderator Ralf Friedrichs betrachtet Hectors Karriere auf 144 Seiten noch einmal genauer und lässt kein Detail der FC-Geschichte aus. „Jonas Hector – seine große Karriere in Wort und Bild“: eine Rezension.

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Das Elfmeterschießen ist episch. 18 Schützen, nicht jeder trifft. Kein Wunder: Mit Gianluigi Buffon und Manuel Neuer stehen sich die wohl besten Torhüter des Turniers gegenüber. Den Weltmeistern wie Bastian Schweinsteiger und Thomas Müller versagen die Nerven. Auch die Italiener sind nicht sattelfest. Und so ist es der 18. Schütze, ein 26-Jähriger Linksverteidiger, der die Entscheidung bringt. Jonas Hector läuft ohne großes Tamtam, ohne die zur Mode gewordenen Spirenzien an und schießt Deutschland ins Halbfinale. Der Elfer ist nicht sonderlich gut geschossen, vielleicht sogar gar nicht richtig getroffen – und doch verwandelt.

In Erinnerungen und Nostalgie schwelgen

An diesem Abend in Bordeaux ist Hector der Held der deutschen Nationalmannschaft. Und obwohl der Defensivspieler alles andere als der Prototyp eines typischen Fußball-Helden ist, wird Hector für viele FC-Fans genau das. Und das nicht erst mit seinen beiden Treffern gegen RB Leipzig im Abstiegskampf 2021, als der ehemalige Nationalspieler die Wende einleitete und anschließend mit seinem Blick aufs leere Stadion für ein episches Symbolbild sorgte, das sich wohl bei jedem FC-Fan eingebrannt hat. Diese beiden Episoden und zahlreiche Momente mehr beschreibt Ralf Friedrichs auf seinen 144 Seiten und in 18 Kapiteln.

Friedrichs beleuchtet Hectors Karriere vor allem beim FC, aber auch die als Nationalspieler in seinem Buch „Jonas Hector: Seine große Karriere in Wort und Bild“. Der Capitano absolvierte in seiner Karriere 347 Pflichtspiele im FC-Trikot, 43 Länderspiele, erzielte 26 Tore. Friedrichs würdigt Hectors Karriere von seinen Anfängen im Saarland bis hin zu seinem legendären Abschied im RheinEnergie Stadion anschaulich. Friedrichs gelingt es durch Anekdoten und szenarische Beispiele die fußballerische Karriere des Linksverteidigers dem Leser hautnah zu vermitteln. Um also in Erinnerungen und Nostalgie zu schwelgen, eignet sich das Buch des Autors mit seinen Sammlung an Bildern und Geschichten bestens. Auch Stimmen von ehemaligen Wegbegleitern, wie beispielsweise Ex-Bundestrainer Jogi Löw findet der Leser im Buch.

Die Bilder stammen meist von Herbert Bucco, der den FC und Hector seit Jahrzehnten begleitet. Der ein oder andere Fan wird sich bei der Ansicht die FC-Legende zurück aufs Spielfeld wünschen. Enthüllungen und private Einblicke in Jonas Hectors Leben gibt es in dem Buch nicht. Der medienscheue FC-Profi hat selbst nicht an dem Porträt mitgearbeitet oder mitgeschrieben, war über das Werk aber informiert und erhielt vorab Einblicke.

Das Buch ist im e-Shop des Edition-Steffan Verlags zu haben.


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Winterkritik

Stehen die Zeichen schon auf Abschied?

Wie geht es weiter mit Luca Waldschmidt?
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Stehen die Zeichen schon auf Abschied?

Mit Hochdruck arbeitet Luca Waldschmidt aktuell an seinem Comeback. Der 27-Jährige könnte gerade im Saisonfinale eine entscheidende Rolle spielen. Doch wie geht es dann weiter mit dem Offensivspieler?

Seit vergangener Woche trainiert Luca Waldschmidt wieder intensiver mit Ball, seit dieser absolviert der Offensivspieler wieder Teile des Mannschaftstrainings. Das Comeback steht wohl in den kommenden Wochen bevor. Wie geht es weiter mit Luca Waldschmidt?

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In der vergangenen Woche das Training wieder auf dem Platz, nun die ersten Einheiten mit der Mannschaft – es geht aufwärts bei Luca Waldschmidt. Das Comeback des 27-Jährigen wird wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen. Unwahrscheinlich, aber möglich wäre wohl ein Einsatz gegen Augsburg. Doch zu schnell will man es beim FC nicht angehen. „Wenn ich mir ein Ziel setze, dass nicht realistisch ist, dann wäre das eine Enttäuschung“, sagte Waldschmidt erst vor wenigen Tagen. Und auch Timo Schultz deutete an, nichts überstürzen zu wollen. Dennoch setzt man bei den Geißböcken weiterhin große Hoffnungen auf den Offensivspieler. Waldschmidt könnte im Saisonfinale eine entscheidende Rolle einnehmen. Und eine Rolle, die auch über Waldschmidts Zukunft mit entscheiden kann.

FC besitzt Kaufoption

Bislang wich der 27-Jährige Fragen über einen möglichen Verbleib in Köln stets aus. Eine Zusage gab Waldschmidt bislang jedenfalls nicht. Verständlich aufgrund der aktuellen Situation. Ähnlich wie bei anderen Leistungsträgern – unter anderem Jeff Chabot – ist der Tonus, dass es erst einmal nur um den Klassenerhalt gehe und man sich über alles andere dann erst Gedanken mache. Die Faktenlage ist eigentlich eindeutig. Waldschmidt ist aktuell vom VfL Wolfsburg ausgeliehen, die Kölner besitzen eine Kaufoption. Die Ablöse soll zwischen drei und vier Millionen Euro liegen. Auch, wenn die Leihe bislang alles andere als optimal läuft, betonte Sportchef Christian Keller bereits im Winter, dass man die Option ziehen wolle – wohl vor allem aufgrund der Transfersperre, die dem FC Neuverpflichtungen auch im kommenden Sommer bekanntlich untersagt. Die Kaufoption soll an einen Drei-Jahres-Vertrag gebunden sein.

So weit so gut. Doch gilt es als sehr unwahrscheinlich, dass Waldschmidt mit dem FC den Weg in die zweite Liga gehen würde, sollten die Kölner den Klassenerhalt nicht erreichen. Der FC könnte die Option zwar ziehen, doch wird es vermutlich nicht tun, wenn der Offensivspieler den Verein verlassen will. Das gilt aber möglicherweise auch, wenn der FC die Klasse hält. Schließlich würde sich der 27-Jährige lange an einen Klub binden, der aufgrund der Transfersperre wohl auch in der kommenden Spielzeit lange gegen den Abstieg spielen wird. Ob sich Waldschmidt darauf einlässt, ist offen.

Situationen in Köln und Wolfsburg haben sich verändert

Zumal sich die Situationen sowohl beim FC als auch in Wolfsburg seit dem Wechsel des gebürtigen Siegeners grundlegend verändert haben. Waldschmidt machte nach seiner Verpflichtung jedenfalls keinen Hehl daraus, dass gerade Steffen Baumgart ein wichtiger Grund für die Leihe gewesen sei. „Die Gespräche mit den Verantwortlichen, vor allen Dingen mit dem Trainer, haben mir einfach ein gutes Gefühl gegeben. Mir ist es wichtig, jemanden an der Seite zu haben, der mir ein ehrliches Feedback gibt“, sagte Waldschmidt im vergangenen Sommer. Der Offensivspieler hatte einen guten Draht zum Trainer. Dieser steht bekanntlich mittlerweile an der Seitenlinie des Hamburger SV. Der Draht zu Niko Kovac soll in Wolfsburg dagegen nicht immer der beste gewesen sein. Kovac wurde mittlerweile bei den Wölfen entlassen.


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Winterkritik

Kommentar: Heiligt der Zweck die Mittel?

1. FC Köln: Ein Kommentar zum Kurztrainingslager
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Kommentar: Heiligt der Zweck die Mittel?

Am Samstag kehrt der 1. FC Köln von seinem Kurztrainingslager in Spanien zurück. Unter anderem mit einer sportlich mäßigen Leistung gegen einen isländischen Erstligisten im Gepäck. Doch das 2:2 gegen Breidablik Kópavogur sollte nicht als Gradmesser gelten. Wie erfolgreich die Maßnahme angesichts der dünnen Personaldecke gewesen ist, werden die Ergebnisse der kommenden Wochen zeigen. Ein Kommentar.

Das Trainingslager des FC in Algorfa war von einigen personellen Störgeräuschen umgeben. Ein optimaler Ablauf war so nicht möglich für den 1. FC Köln: Ein Kommentar zum Kurztrainingslager.

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Mit dem 2:2-Unentschieden gegen Breidablik Kópavogur ist am Freitagnachmittag der sportliche Teil des Kurztrainingslagers im spanischen Algorfa zu Ende gegangen. Ein Kurztrainingslager, in dem sich die Geißböcke das nötige Selbstvertrauen, den Mut und auch ein spielerisches Element für den Abstiegskampf erarbeiten wollten. Nachdem die ersten Wochen zur Stabilität der Geißböcke dienten, wolle man den Schwerpunkt nun auf die Arbeit mit dem Ball legen, hatte Coach Timo Schultz unter anderem dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ verraten. An weiterer Stelle betonte der Trainer, dass ein Manko die wenigen Tore seien und man daran arbeiten werde.

Keine optimalen Voraussetzungen

Das 2:2 gegen den isländischen Erstligisten bremst ein wenig die Euphorie, die das Trainingscamp bei dem ein oder anderen Fan ausgelöst haben mag. Denn wirklich viel lief bei den Geißböcken in der Offensive auch weiterhin nicht zusammen. Abgesehen von den beiden Treffern von Faride Alidou und Damion Downs waren die Kölner nur sehr selten gefährlich. Die Geißböcke leisteten sich im Spielaufbau einige Fehlpässe, waren zu unpräzise. Im Defensivverbund ließ sich der FC gerade beim Ausgleich viel zu leicht überrumpeln. Kurzum: Die Kölner riefen am Freitag sicherlich keine Leistung ab, die Mainz, Darmstadt oder am kommenden Spieltag gerade Augsburg das Fürchten lehren müsste.

Nun wird in jenen Partien auch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht dieselbe Elf auflaufen, die in Algorfa zunächst den Platz betrat. Denn hier beginnt das eigentliche Problem des Trainingslagers. In der Theorie ist die Vorstellung von einem Einspielen der Mannschaft, dem Heraufbeschwören eines Geistes, dem Schaffen einer Gemeinschaft eine fußballromantische und eine, die im Abstiegskampf den Unterschied machen könnte. Wenn aber ein Gros der Mannschaft fehlt, verpufft der Sinn der Maßnahme ganz schnell. Mit Eric Martel, Denis Huseinbasic, Jan Thielmann, Linton Maina, Dejan Ljubicic, Marvin Schwäbe und auch Max Finkgräfe fehlten gleich sieben (!) Spieler, die realistische bis sichere Chancen auf einen Startelf-Platz haben. Dass Benno Schmitz am Freitag neben Jacob Christensen auf der Sechs auflief und Steffen Tigges teilweise als Linksaußen fungierte, sprach Bände.

Am Ende entscheiden die nackten Ergebisse

Natürlich gehört zur Wahrheit, dass den FC mal wieder ein gewisses Pech im Bezug auf den Kurztrip nach Spanien umgab. Die Erkrankungen von Maina und Ljubicic konnte man bei der Planung genauso wenig erahnen wie die Rückenbeschwerden eines Max Finkgräfe. Dass mit Kainz und Schwäbe gleich zwei Stammspieler ein weiteres Mal glückliche Väter geworden sind, ging ebenfalls mit einem gewissen terminlichen Pech einher. Das Glück im Unglück, dass mit Ljubicic, Kainz und Finkgräfe drei mögliche Länderspiel-Nominierungen ausblieben, war somit nur von kurzer Dauer. Die personelle Situation wäre in Köln natürlich die selbe gewesen. Und dennoch: Über die Sinnhaftigkeit der Tage in Spanien entscheiden am Ende die nackten Ergebnisse. Und zwar die, nach dem 2:2 gegen einen isländischen Erstligisten. Eine Diskussion über mögliche Reisestrapazen oder etwa die Kosten eines Fünf-Sterne-Ressorts sind im Nachhinein müßig. Ob die Art und Weise des Spanientrips von Glück oder Pech verfolgt war, interessiert am Ende der Spielzeit ohnehin keinen mehr. Sollte das Unterfangen Klassenerhalt, mindestens aber Relegation verpasst werden, muss die Frage nach Zweck und Mittel erlaubt sein. Spätestens dann.


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Kölner Duo mit Nullnummer in der EM-Quali

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Kölner Duo mit Nullnummer in der EM-Quali

Am Freitagabend kam die deutsche U21-Nationalmannschaft nicht über ein 0:0 gegen den Kosovo hinaus. Die Mannschaft von Trainer Antonio Di Salvo musste somit die Tabellenführung abgeben.

Ein ernüchternder Abend für die Kölner Eric Martel, Jan Thielmann und Kölns Leih-Spieler Jonas Urbig. Die FC-Akteure kamen mit der U21-Nationalmannschaft nicht über ein Unentschieden gegen den Kosovo hinaus.

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Den Spielern der U21-Auswahl war die Enttäuschung deutlich anzusehen. Nach der torlosen Partie gegen den Kosovo standen die Akteure ratlos auf dem Spielfeld. Trainer Antonio di Salvo schlich merklich frustriert zu seinen Kollegen. Durch das 0:0 gegen den Außenseiter hat die DFB-Auswahl die Tabellenführung der Qualifikationsgruppe D vorerst abgegeben. Nach zuletzt vier Siegen in Serie hat die deutsche U21 nun 13 Punkte auf dem Konto. Spitzenreiter Polen 15, allerdings mit einem Spiel mehr. „Das tut sehr weh“, sagte Di Salvo beim Sender ProSieben Maxx. „Wir haben uns sicher etwas ganz anderes vorgestellt. Wir wollten mit einem Sieg in das Jahr starten, das ist sehr bitter.“

DFB-Elf lässt zu viele Chancen liegen

Angeführt von Eric Martel war die deutsche Auswahl von Beginn an die bessere Mannschaft, erarbeitete sich ein teils drückendes Übergewicht, blieb aber im Abschluss zu harmlos. Neben Martel stand auch Jan Thielmann in der Startelf, das Kölner Eigengewächs spielte aber auf der rechten Verteidigerposition, sucht vor allem nach dem Wechsel auch immer wieder den Weg in die Offensive. In der Defensive bekam die deutsche Auswahl nur wenig zu tun, so dass Jonas Urbig im DFB-Kasten einen ruhigen Abend erlebte. Auch auf der anderen Seite passierte in den ersten 45 Minuten nicht besonders viel. Merlin Röhl (30.) und Ansgar Knauff (32.) vergaben noch die besten Möglichkeiten.

„Wir machen es nicht besonders gut, das muss man leider sagen. Wir spielen zu langsam“, sagte DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig in der Pause. Nach dem Wechsel drehte die deutsche Mannschaft auf, war nun auch endlich zielstrebig und erspielt sich zahlreiche Chancen. Jamil Siebert (57.), Merlin Röhl (59.) und Youssoufa Moukoko (64.) vergaben aber aus den besten Positionen. Auch der eingewechselte Nick Woltemade vergab eine weitere dicke Möglichkeit. Kurz vor Spielende brachte Martel dann noch eine perfekte Flanke auf Armindo Sieb. Doch der Teamkollege von Jonas Urbig köpfte den Ball zu zentral auf das Gehäuse. Am Dienstag spielt die deutsche Auswahl gegen Israel.


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FC spielt 2:2 gegen Breidablik Kópavogur

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FC spielt 2:2 gegen Breidablik Kópavogur

Zum Abschluss des Kurztrainingslagers im spanischen Algorfa ist der 1. FC Köln im Testspiel gegen Breidablik Kópavogur nicht über ein Unentschieden hinausgekommen. Gegen den isländischen Erstligisten spielte der FC 2:2.

Der 1. FC Köln verabschiedet sich mit einem Remis aus dem Trainingslager aus Spanien. Der FC spielt gegen Breidablik Kópavogur 2:2. Faride Alidou (11.) und Damion Downs (75.) trafen für die Geißböcke.

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Angesichtes der dünnen Personaldecke stellte Timo Schultz eine ungewohnte Mannschaft zusammen. Unter anderem startete Benno Schmitz auf der Doppelsechs neben Jacob Christensen. Im Angriff begann Steffen Tigges neben Sargis Adamyan. Gegen den isländischen Erstligisten machte der FC von Beginn an Druck. Es war noch keine Minute gespielt, da brachte Rasmus Carstensen eine Flanke ins Zentrum. Florian Kainz nahm den Ball Volley, verfehlte aber. Auf der anderen Seite rettete Jeff Chabot nach einem verunglückten Pass von Phillip Pentke zur Ecke. Doch Köln blieb das besserer Team, tat sich aber im letzten Drittel schwer. Das erste Tor fiel somit nach gut zehn Minuten. Sargis Adamyan steckte gut durch auf Steffen Tigges. Dessen Abschluss aus kurzer Distanz konnte der isländische Keeper aber noch parieren. Den Nachschuss verwandelte Faride Alidou aber sicher.

Downs bringt FC in Führung

Nach fast zwanzig Minuten dann die zweite Chance für die Geißböcke. Nach einem Steilpass von Carstensen auf Alidou spielt dieser ins Zentrum, Tigges brachte den Ball ins Tor, allerdings wurde der Treffer nicht gezählt: Abseits. Erst Mitte der ersten Halbzeit näherten sich die Isländer dem Kölner Sechszehner wieder an. Wirklich gefährlich wurde Breidablik Kópavogur aber vorerst nicht. In der 27. Minute traf der Gegner dann wie aus dem Nichts nach einem Ballverlust von Tigges zum 1:1. Nur drei Minuten später verpasste Carstensen, in Führung zu gehen. Die Flanke an den langen Pfosten nahm er sofort, verzog aber ins Aus. Gegen Ende der ersten Halbzeit wurde das Kölner Spiel vorne noch einmal aktiver. Die Führung gelang dem FC aber nicht mehr.

Zur Pause wechselte Timo Schultz gleich mehrfach. Zwar war der FC auch in der zweiten Halbzeit weiterhin spielbestimmend, wirklich gefährlich wurde er den Isländern aber nicht. Erst nach einer guten Stunde wurde Tigges auf der linken Seite geschickt. Der Angreifer spielte von der Grundlinie flach zurück Richtung Elferpunkt, doch Florian Dietz brauchte einen Moment zu lange. Anschließend verpasste der eingewechselte Davie Selke nach einer Flanke von Dominique Heintz. Damion Downs machte es schließlich besser. Nach einer Verlängerung von Selke nahm der Youngster den Ball direkt und schob ihn ins rechte Eck. Zwar traf auch Selke noch einmal ins Netz, stand aber beim Pass zuvor im Abseits. Auf der anderen Seite kam eine Flanke aus dem Halbfeld am langen Pfosten an, der Isländer schob einfach nur noch ein. Es blieb beim 2:2-Unetschieden.


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„Tapetenwechsel“ für Martel und Thielmann

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„Tapetenwechsel“ für Martel und Thielmann

Für Eric Martel und Jan Thielmann steht am Abend das EM-Qualifikationsspiel der deutschen U21 gegen den Nachwuchs des Kosovo auf dem Spielplan. Zuvor äußerte sich Martel auf der Pressekonferenz – auch zum FC.

Während die Teamkollegen in Algorfa ein Testspiel gegen einen isländischen Erstligisten bestreiten, stehen Eric Martel und Jan Thielmann vor dem EM-Qualispiel gegen den Kosovo.

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Drei Wochen nach seinem Platzverweis gegen Bayer Leverkusen wird Jan Thielmann am Abend mit großer Wahrscheinlichkeit wieder gegen den Ball treten. Die U21 des DFB trifft am Abend in der EM-Qualifikation auf den Kosovo und Thielmann dürfte genauso wie Eric Martel gesetzt sein. Die DFB-Auswahl hat bislang alle vier Gruppenspiele gewonnen, liegt allerdings einen Rang hinter Polen. Der Nachbar hat bereits sechs Spiele absolviert, hat fünf davon gewonnen – die einzige Niederlage kassierte Polen im November beim 1:3 gegen Deutschland. Für die Mannschaft von Antonio Di Salvo geht es vor allem um eine gute Ausgangsposition. Denn nur der Tabellenerste qualifiziert sich sofort, zudem die insgesamt drei besten Gruppenzweiten. Die weiteren sechs Gruppenzweiten spielen die restlichen Tickets in Playoffs aus.

Martel: „Es ist für mich auch mal gut, einen Tapetenwechsel zu haben“

Diesen Weg würde die deutsche Auswahl gerne vermeiden. „Wir sind aktuell sehr hungrig und wollen uns souverän für die EM qualifizieren. Anschließend wollen wir natürlich eine bessere EM spielen im Vergleich zum letzten Turnier“, sagte Martel auf der Pressekonferenz vor dem Spiel am Freitagabend (18 Uhr). Der Kölner Sechser wird den Nachwuchs wieder auf das Feld führen. „Für mich ist es eine riesige Ehre als Kapitän auflaufen zu dürfen. Ich versuche auf dem Feld voranzugehen und dem Team ein Vorbild zu sein“, sagt der 21-Jährige. Voran geht Martel bekanntlich auch beim FC. Der Bayer ist in seinen jungen Jahren bereits Stammspieler, eine der wenigen Konstanten der Kölner in dieser Saison. „Er gibt alles und verkörpert das auch auf dem Platz. Er verbindet Mannschaftsteile und ist für mich ein sehr guter Ansprechpartner“, sagt Bundestrainer Di Salvo.

Für Martel ist es auch ein Hauch Abwechslung. Hier die bislang durchaus erfolgreiche EM-Qualifikation, das der harte Abstiegskampf. „Es ist für mich auch mal gut, einen Tapetenwechsel zu haben. Wenn man so eine Situation hat, mit dem Abstiegskampf, dann ist es schon schön, woanders zu sein, mit einem anderen Umfeld“, sagt Martel, der die Situation in Köln erwartungsgemäß bedrohlich wahrnimmt. „Wenn man auf die Tabelle schaut, sieht man, dass es für uns schwer wird, den direkten Weg zu schaffen. Der erste Fokus wird darauf liegen, den Relegationsplatz zu sichern, aber auch das wird schwer.“ Zunächst liegt der Fokus des Kölner Sechsers ohnehin auf den Einsätzen gegen den Kosovo und Israel am Dienstag. Dann steht schon bald die schwere Aufgabe gegen Augsburg auf dem Programm. Gut möglich, dass Martel und Thielmann mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen zurückkehren.


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