Kein Investoren-Deal – DFL stoppt Verhandlungen

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Kein Investoren-Deal – DFL stoppt Verhandlungen

Der Investoren-Deal bei der DFL ist vom Tisch. „Eine erfolgreiche Fortführung des Prozesses scheint in Anbetracht der aktuellen Entwicklungen nicht mehr möglich“, teilte die DFL nach einer außerordentlichen Sitzung am Mittwoch mit.

Die DFL hat die Investoren-Pläne in den deutschen Profifußball gestoppt. Das teilte die DFL am Mittwochnachmittag mit. Hintergrund sind auch die Proteste der vergangenen Wochen in den Stadien der Bundesliga.

Fliegende Tennisbälle, Goldtaler, ferngesteuerte Autos und Modellflugzeuge – in den vergangenen Wochen hat es in den deutschen Fußballstadien zahlreiche Fan-Proteste gegen den geplanten Einstieg eines Investors in der DFL gegeben. Nun hat die DFL die Verhandlungen mit dem verbliebenen möglichen Investor gestoppt. So gab das DFL-Präsidium am Nachmittag bekannt, dass es einstimmig beschlossen habe, den Prozess zum Abschluss einer Vermarktungspartnerschaft nicht weiterzuführen. „Eine erfolgreiche Fortführung des Prozesses scheint in Anbetracht der aktuellen Entwicklungen nicht mehr möglich“, wird Hans-Joachim Watzke, Sprecher der DFL, zitiert.

Fan-Proteste führten zu langen Spielunterbrechungen

Die Fan-Proteste hatten zu zahlreichen, langen Unterbrechungen geführt. Einige Partien standen sogar unmittelbar vor dem Spielabbruch. Viele Fans befürchteten durch den Einstieg eines Investors eine zunehmende Kommerzialisierung des Fußballs. Zudem forderten zuletzt immer mehr Mannschaften, dass es eine weitere Abstimmung über den möglichen Einstieg eines Investors geben soll. Hintergrund war die Abstimmung im Dezember, bei der die Klubs der 1. und 2. Bundesliga knapp für einen Einstieg eines Investors gestimmt hatte. Anschließend kamen allerdings Fragen in Bezug auf die Abstimmung von Martin Kind, Geschäftsführer von Hannover 96, auf. Der 79-Jährige soll vom Klub angewiesen worden sein, gegen den Investor zu stimmen, er habe aber dafür gestimmt. Dann stünde ein Verstoß gegen die 50+1-Regel im Raum.

Der 1. FC Köln hatte sich deutlich gegen den Weg der DFL ausgesprochen und in einem offenen Rundschreiben an die DFL und alle 36 dazugehörigen Klubs eine erneute Abstimmung zum geplanten Investoren-Deal gefordert. Der FC hatte in dem Schreiben ebenfalls auf einen möglichen Verstoß gegen die 50+1-Regel hingewiesen. „Auch wenn es eine große Mehrheit für die unternehmerische Notwendigkeit der strategischen Partnerschaft gibt: Der deutsche Profifußball steht inmitten einer Zerreißprobe, die nicht nur innerhalb des Ligaverbands zwischen den Klubs, sondern teilweise auch innerhalb der Klubs zwischen Profis, Trainern, Klubverantwortlichen, Aufsichtsgremien, Mitgliederversammlungen und Fangemeinschaften für große Auseinandersetzungen sorgt, die mit zunehmender Vehemenz den Spielbetrieb, konkrete Spielverläufe und damit die Integrität des Wettbewerbs gefährden“, heißt es in der Meldung der DFL. „Die Tragfähigkeit eines erfolgreichen Vertragsabschlusses im Sinne der Finanzierung der 36 Clubs kann in Anbetracht der Umstände im Ligaverband mit seinen 36 Mitgliedsclubs nicht mehr sichergestellt werden.“

Nun will die DFL in den Austausch mit den Klubs treten, um andere Wege einer Vermarktung zu finden.

Jonas Hector: „Man kann keinem einen Vorwurf machen“

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Jonas Hector: „Man kann keinem einen Vorwurf machen“

Jonas Hector verfolgte die 0:1-Niederlage des 1. FC Köln gegen Werder Bremen am Freitagabend im Stadion. In der aktuellen Podcast-Folge von „Schlag und fertig“ äußerte sich Hector zum FC, aber auch zu den Fan-Protesten und der Baller League.

In der neuen Folge von „Schlag und fertig“ spricht der ehemalige Kapitän der Kölner über das vergangene Fußball-Wochenende. Das sagt Jonas Hector zur 0:1-Niederlage des FC, der Baller League und den Fan-Protesten in den Stadien der Bundesliga.

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Beim 1. FC Köln blickt man auf ein enttäuschendes Wochenende zurück. Und das nicht nur wegen der 0:1-Niederlage. „Es war insgesamt ein sehr ernüchterndes Wochenende für den FC. Es hat ja im Grunde jeder gewonnen, der nicht hätte gewinnen dürfen. Das war traurig“, sagt auch Jonas Hector in seinem Podcast „Schlag und fertig“. Tatsächlich hatte mit Union Berlin, Mainz und Bochum die direkte Konkurrenz gepunktet. Mit dem Comedian Fabian Köster, bekennender FC-Fans, sprach der ehemalige Kölner Kapitän unter anderem über den FC und die Begegnung von Freitagabend. „Was mich daran stört, dass man gefühlt keinem einen Vorwurf machen kann. Die Jungs hauen alles rein. Es ist ja nicht so, dass sie abschenken oder nix machen“, sagte Hector. „Der Trainer kriegt es auch hin, dass man nach hinten auch stabil ist und wenig zulässt. Aber nach vorne geht eben… . Das ist das Traurige an der Sache.“

Jonas Hector: „Ich würde lieber Fußball gucken“

Im Gegenteil dazu, spielt Bayer Leverkusen aktuell in anderen Sphären. Die Werkself ist mittlerweile seit 32 Pflichtspielen ungeschlagen, führt die Tabelle souverän an. „Wenn man so spielt, dann hat man es auch verdient. Wenn sie es denn über die Saison halten“, sagt Hector und mahnt gleichzeitig. „Man weiß ja nie was passiert. Es ist nun mal Fakt, wie man es ja auch im letzten Jahr bei Dortmund gesehen hat: Die hatten es die letzten drei Spieltage in ihrer Hand und die Bayern haben es trotzdem gezogen. Ich trauen den Bayern auch in dieser Saison zu, dass die da nochmal rankommen.“ Die Verantwortlichen des Rekordmeisters gaben am Mittwoch bekannt, dass das Engagement von Thomas Tuchel als Trainer bei den Bayern im Sommer frühzeitig endet. Der Podcast wurde am Montagmorgen aufgenommen.

Hector äußerte sich auch zu den Fan-Protesten in den Stadien: „Für mich ist das nicht unterhaltsam“, sagte der 33-Jährige. „Die DFL versucht ein Stückweit wettbewerbsfähig zu bleiben und versucht, mehr Maßnahmen zu treffen um mehr Geld reinzubekommen. Um auch gegenüber anderen Ländern konkurrenzfähiger zu sein. Die Frage ist natürlich, wie man an diese Gelder kommt.“ Das könne Hector verstehen, betonte er. „Der Weg wie es kommuniziert wurde, ist nicht gut. Man kann sich da viel schneller und besser annähern. Mir macht es jetzt nicht unbedingt Spaß, die Konferenz am Samstagmittag zu gucken, weil es keine Konferenz mehr ist. Ich würde lieber Fußball gucken“, sagte Hector und wies auch auf Schwierigkeiten hin. „Ich hab mit dem ein oder anderen Kontakt gehabt, der auf dem Feld steht und der sagt, dass es wirklich schwierig ist. Gerade wenn es so lange Pausen sind. Wenn ein Spiel gerade auch für dich läuft und die halbe Stunde Pause hast, dann verlierst du deinen Rhythmus.“

Jonas Hector: „Da sehe ich mich nicht“

Ein weiteres Thema ist die von Lukas Podolski und Mats Hummels initiierte Baller League. Während Fabian Köster nichts mit dem Hallenturnier anfangen kann, gab Hector zu ab und an, Zusammenfassungen zu schauen. Hector verwies auch auf den FV Endenich. Der Bonner Mittelrheinligist stellte Anfang der Woche fünf Spieler frei, die auch an der Baller League teilnehmen. Unter anderem verwies der Verein auch auf eine teils intensive Spielweise. Das sieht Hector ähnlich. Auch ein Grund, warum er selbst nicht spielen würde. „Das ist mediale Aufmerksamkeit, die sie da haben. Die hast du in der Oberliga nicht. „Das ist mir zu ambitioniert. Da sehe ich mich nicht. Da gucke ich lieber die Zusammenfassungen“, sagte der ehemalige Kölner Kapitän.


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Huseinbasic soll künftig für Bosnien-Herzegowina spielen

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Huseinbasic soll künftig für Bosnien-Herzegowina spielen

Im vergangenen Sommer nahm Denis Huseinbasic noch mit der DFB-Auswahl an der U21-EM teil, künftig soll er für die A-Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina spielen.

Hat der 1. FC Köln schon im März einen weiteren A-Nationalspieler in seinen Reihen. Aktuell deutet viel darauf hin. Wie der bosnisch-herzegowinische Fußballverband (NFSBIH) heute mitteilt, kann Denis Huseinbasic künftig für Bosnien-Herzegowina spielen.

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Die Enttäuschung war Denis Huseinbasic im Sommer ins Gesicht geschrieben, als die U21 bei der Europameisterschaft sang- und klanglos in der Gruppenphase ausschied. Viel hatte sich die Mannschaft von Antonio Di Salvo vorgenommen, am Ende stand das bittere Aus. Auch Denis Huseinbasic blieb weit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Seit dem ist der Mittelfeldspieler des 1. FC Köln aus dem U21-Zyklus herausgewachsen. Das DFB-Trikot wird der 22-Jährige wohl ohnehin nicht mehr tragen. Denn laut dem NFSBIH soll Huseinbasic künftig für die Nationalmannschaft Bosnien-Herzegowinas auflaufen. „Heute erhielten wir die offizielle Bestätigung, dass Denis Huseinbašić für die Nationalmannschaft von Bosnien und Herzegowina spielen kann“, heißt es in der Meldung des Verbandes.

Spielt Denis Huseinbasic die EM-Playoffs im März?

Der im hessischen Erbach geborene Mittelfeldspieler feierte im November 22 sein Debüt im National-Dress gegen Italien. Damals erzielte der Mittelfeldspieler sein erstes Tor, im zweiten Duell im März 23 legte Huseinbasic gegen Japan nach. Ziemlich genau ein Jahr später könnte der 22-Jährige sein Debüt in der A-Nationalmannschaft geben. Bosnien-Herzegowina tritt dann gegen die Ukraine an. Und das in den Playoffs für die EM. Für Huseinbasic steht also möglicherweise die Europameisterschaft im eigenen Land auf dem Plan. Im vergangenen Jahr buhlte Bosnien bereits um die Gunst des Spielers. Zvjezdan Misimovic, Technischer Direktor des NFSBIH legte sich fest, Huseinbasic würde zu 100 Prozent für Bosnien spielen. Damals sagte der Kölner Youngster aber gegenüber dem „Express“: „Wenn ich die EM spiele (U21, Anm.d.Red.), ist es vorbei“, betonte der Mittelfeldspieler damals. „Mein Ziel ist es für die A-Nationalmannschaft zu spielen, das traue ich mir in den nächsten Jahren zu.“

Nun scheint die Entscheidung für das Heimatland seiner Eltern gefallen zu sein. “ Ich bin zur Hälfe Deutscher, zur Hälfe Bosnier, spreche die Sprache und bin in dieser Kultur aufgewachsen“, hatte Huseinbasic 2022 betont. Nun geht es für Huseinbasivc möglicherweise gegen die Ukraine am 21. März um das Endspiel für das EM-Ticket. Sollte Bosnien gewinnen folgt noch das Endspiel gegen den Sieger der Partie Israel gegen Island. Für den FC wäre es aktuell einer der wenigen A-Nationalspieler. Zuletzt waren nur Florian Kainz und Mathias Olesen mit ihren Mannschaften unterwegs. Olesen ist aktuell an Yverdon Sport FC verliehen. Dejan Ljubicic liebäugelt ebenfalls noch mit einer Rückkehr in den EM-Kader.


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FC-Dilemma: Der Sturm lahmt, aber was sind die Alternativen?

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FC-Dilemma: Der Sturm lahmt, aber was sind die Alternativen?

Seit dem Verletzungs-Aus von Davie Selke spielt Jan Thielmann die Sturmspitze der Geißböcke – engagiert, aber mit überschaubarem Erfolg. Doch Trainer Timo Schultz fehlen die Alternativen.

Seit dem Duell gegen den BVB steht Jan Thielmann im Sturmzentrum. Der Plan scheint bislang nicht wirklich aufzugehen. Doch Timo Schultz fehlen die Alternativen im Sturm.

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Es waren nur noch wenige Minuten zu spielen, als Timo Schultz gegen Werder Bremen das System gänzlich umstellte. Der Trainer brachte mit Steffen Tigges und Florian Dietz für die Schlussphase zwei Stoßstürmer, mit der Brechstange sollte das 1:1 her. Eine Maßnahme, die aber auch gänzlich verpuffte. Zusammen kamen die beiden Akteure in den letzten Minuten auf neun Ballkontakte und einen Torabschluss, der aber nur sehr wenig von Gefahr hatte. Während der Einsatz der Zielstürmer komplett wirkungslos blieb, gab es durch den Wechsel aber einen interessanten Begleiteffekt.

Thielmann auf anderer Position stärker?

Jan Thielmann wich auf die rechte Seite aus und sorgte in den Schlussminuten noch einmal für ordentlich Tempo auf der Außenbahn. Einen entscheidenden Vorstoß gab es von dem 21-Jährigen auch nicht mehr. Dennoch hatte Thielmann in der späten Phase der Partie mehr Zugriff. Auch diese Personalie verdeutlicht das Ausmaß der Kölner Offensiv-Krise. Thielmann, der im Juniorenbereich öfter in der Spitze und das auch sehr erfolgreich gespielt hat, war in den vergangenen Begegnungen so gut wie wirkungslos.

Dass der 21-Jährige auf dieser Position aber funktionieren kann, hat das 2:0 gegen Frankfurt gezeigt, als der 21-Jährige sein erstes Saisontor erzielte und zu weiteren Möglichkeiten kam. Auch gegen Wolfsburg und Dortmund hatte das Kölner Eigengewächs seine Chancen, allerdings noch nicht einmal eine Handvoll von Möglichkeiten. Thielmann wirkt auf der Position im Sturmzentrum verschenkt, auf der Außenposition deutlich gefährlicher. Gemeinsam mit Justin Diehl auf der anderen Seite wirkte das Kölner Spiel offensiver.

Schultz fehlen die Alternativen

Das war wiederum aber auch nicht sonderlich schwer. Die Kölner Offensive fand gegen Bremen einmal mehr so gut wie gar nicht statt. Wieder einmal. Mit seinen wenigen Aktionen war Thielmann in den vergangenen Wochen die größte Kölner Waffe. Mit einem Treffer bei insgesamt 24 Torabschlüssen aber eine eher stumpfe. Und das spricht nicht gerade für den FC im Angriff. „Defensiv war es anständig, offensiv müssen wir eine Schippe drauflegen. So wird es nicht reichen“, erklärte Timo Schultz auch deswegen. „Es fehlten Überzeugung und Mut, um mit dem Ball mehr zu kreieren.“ Vor allem fehlt aktuell aber die Phantasie, wie die Kölner diese Schippe drauflegen wollen. Denn auch Florian Kainz ist in der Zentrale kein Faktor, genauso wenig wie Dejan Ljubicic oder Linton Maina, die wieder viel rackerten, aber auch keine großen Möglichkeiten herausspielten.

Zwar brachte Justin Diehl noch einmal neuen Schwung und suchte auch das Eins-gegen-eins sowie den schnellen Abschluss, der Ausgleich lag dennoch nicht in der Luft. So muss die Frage nach dem System mit Thielmann in der Sturmspitze durchaus erlaubt sein. Stabile Defensive ja, aber kein Sturm ist in der aktuellen Phase sicher auch keine Lösung. Dem Trainer fehlen aber die Alternativen. Weder Tigges noch Dietz haben am Freitag Argumente gesammelt, dass Schultz nun doch bereits zu Beginn auf einen der beiden Stoßstürmer setzen sollte. Auch Damion Downs ist weiterhin kein Faktor bei den Profis. Der U21-Stürmer zog sich zuletzt eine Gehirnerschütterung zu.

So wird Jan Thielmann wohl auch am kommenden Samstag seine Chance in der Spitze erhalten – es sei denn, Schultz wagt das Experiment Justin Diehl als Angreifer. Der ist zwar noch einige Zentimeter kleiner als Thielmann, hat die Position aber ebenfalls schon erfolgreich gespielt – zuletzt in der Regionalliga West. Ein Startelf-Einsatz rückt für den 19-Jährigen ohnehin näher.

Rasmus Carstensen: Opfer des Defensiv-Systems?

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Rasmus Carstensen: Opfer des Defensiv-Systems?

Rasmus Carstensen ist eigentlich einer der wenigen Lichtblicke der Kölner Sommer-Transferphase. Der 23-Jährige erkämpfte sich als vermeintlicher Backup den Startplatz. Den hat der Däne aktuell wieder verloren.

Die Nachspielzeit gegen Frankfurt bedeuteten die letzten Minuten, die Rasmus Carstensen für den FC auf dem Feld stand. Zwar lobte Trainer Timo Schultz den Dänen zuletzt, doch Einsatzzeit brachte das nicht. Deswegen ist Carstensen im Moment außen vor.

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Es waren gerade einmal zehn Minuten. Es waren aber zehn Minuten, die es durchaus in sich hatten. Eine Großchance liegen gelassen, einen Elfmeter verursacht und einen Gegentreffer eingeleitet. Durch diese 600 Sekunden geriet der FC gegen Borussia Dortmund im Januar endgültig ins Hintertreffen und Rasmus Carstensen ins zweite Glied. Sicherlich war der junge Däne nicht alleinverantwortlich für die am Ende doch deutliche Niederlage, er hatte aber durchaus großen Anteil am hohen Ergebnis. Die Quittung ließ nicht lange auf sich warten: der Stammplatz war weg. In den vier Spielen nach Dortmund stand Carstensen nur noch 28 Minuten auf dem Platz – zuletzt saß der 23-Jährige sogar zwei Mal die komplette Spielzeit auf der Bank. 

Einsatz von Schmitz verkörpert Schultz‘ Marschroute

Ein Novum für den Rechtsverteidiger, denn eigentlich zeigte die Leistungskurve bei Carstensen seit diesem Sommer steil nach oben. Der Leihspieler hat in dieser Saison – bis eben zum BVB-Spiel – erst zwei Begegnungen verpasst, stand bis zum 17. Spieltag 14 Mal in der Startelf. Der 23-Jährige war eben doch mehr als nur ein Backup. Im Hinspiel gegen Bremen fehlte der Däne aufgrund einer Gelb-Roten Karte, beim 1:0-Erfolg gegen Darmstadt aufgrund einer Ellenbogenverletzung. Nun also die beiden Begegnungen als Zuschauer. Und das, obwohl Trainer Timo Schultz noch in der vergangenen Woche betont hatte, dass sich die beiden Dänen doch auch in der Nähe der Startelf befinden würden. Dort erhielt zuletzt wieder Benno Schmitz den Vorrang. Der Routinier verkörpert dabei auch ein wenig die Marschroute, die sich Timo Schultz auf die Fahne geschrieben hat: die Defensive muss stabilisiert werden.

Schmitz wirkt tatsächlich in der Rückwärtsbewegung sicherer, wenn auch nicht immer sattelfest, aber nicht so anfällig wie Carstensen, der im Sommer eigentlich als Backup für den dienstältesten FC-Profi gekommen war. Doch der 23-Jährige gefiel den Kölner Verantwortlichen. Christian Keller ohnehin. Der Sportdirektor hatte im vergangenen Jahr erzählt, dass er sich bei der Entscheidung pro Carstensen auch gegen Widerstände durchgesetzt habe.

Carstensen offensiv der Stärkere?

Doch auch Steffen Baumgart war zunehmend angetan, denn der Däne verstand sehr schnell, was Baumgart von einem Rechtsverteidiger verlangte – den unermüdlichen Offensivdrang. Und so avancierte der 23-Jährige, der bei seinem Heimatverein Genk von nicht wenigen als Fehlgriff wahrgenommen wurde, zum heimlichen Königstransfer. Die Ablöse der Kaufoption in Höhe von 1,5 Millionen Euro hat Carstensen mit seinem Marktwert um ein Vielfaches übertroffen. Dass der FC die Option ziehen wird, wäre wohl auch ohne Transfersperre keine Frage.

Auf der anderen Seite verkörpert Schmitz zurzeit auch die Kölner Schwachstelle. Der FC findet in der Offensive kaum statt. Das gilt auch für Schmitz, der zwar immer wieder den Weg in die Offensive sucht, dort aber weiterhin auf das Flankenspiel setzt, das dem FC in dieser Spielzeit eher selten weitergeholfen hat. Am Freitagabend schlug der Rechtsverteidiger vier Flanken, von denen keine beim Mitspieler ankam. In der gesamten Saison kommt Schmitz auf 30 Flanken, vier fanden einen Mitspieler. Carstensen kommt auf 46 Hereingaben, mit einer ähnlich schwachen Quote. Doch in nahezu jeder Offensivstatistik hat der junge Däne deutlich die Nase vorne. Ob das für die Startelf gegen den VfB reicht?

Lob vom Ex an Max Finkgräfe

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Lob vom Ex an Max Finkgräfe

Am Nachmittag wurde Steffen Baumgart als neuer Trainer beim Hamburger SV vorgestellt. Über seinen Ex-Verein sprach der 52-Jährige erwartungsgemäß nicht. Ein Lob für Max Finkgräfe war dennoch drin.

Seit Dienstag ist Steffen Baumgart neuer Trainer des Hamburger SV. Bei seiner Vorstellung sprach der Coach nicht über seinen Ex-Verein. Baumgart lobt aber Max Finkgräfe.

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Nun ist es also amtlich und es fühlt sich noch ein wenig fremd an: Zwei Monate nach seinem Aus beim 1. FC Köln ist Steffen Baumgart neuer Trainer des Hamburger SV. Der 52-Jährige soll die Rothosen zurück in die Bundesliga führen. „Ich war bei einem großen Verein und bin jetzt wieder bei einem großen Verein“, sagte der gebürtige Rostocker bei seiner Vorstellung am Dienstagnachmittag. Baumgart betonte auch, dass man nicht unbedingt die Null von ihrem erwarten könne. Eigentlich ein Aspekt, den die HSV-Bosse als wichtig erachtet hatten. Man sei sich relativ schnell einig geworden. Der 52-Jährige bestätigte auch, dass René Wagner auch in Hamburg den Kölner Ex-Coach unterstützen werde.

Baumgart: Finkgräfe reißt gerade einfach alle Türen ein

Ein Wiedersehen gibt es für den Trainer derweil mit Noah Katterbach, der in der Winterpause zum HSV gewechselt war. Auch, weil er beim FC keine große Chance erhalten hat. „Noah Katterbach war einer der besten Nachwuchsspieler Deutschlands. Auf der Linksverteidigerposition hat in Köln aber Jonas Hector gespielt. Auf dieser Position hätte sich keiner durchgesetzt“, sagte Baumgart. „Der ist aus meiner Sicht zu dieser Zeit der beste Linksverteidiger gewesen, den wir in Deutschland hatten.“ Das sei der Hauptgrund gewesen, warum sich Noah nicht durchgesetzt habe. Man wollte auch nicht der Entwicklung des Eigengewächses im Weg stehen und habe sich deswegen für eine Leihe entschieden.

Baumgart betonte, dass Katterbach nicht schlecht gearbeitet habe, sondern Charakter bewiesen habe. „Auf der Position hat einfach Max Finkgräfe, der aktuell alle Türen einreißt und für alle eine sehr gute Saison spielt, einfach ihm den Platz weggenommen“, erklärte Baumgart. Der Youngster hatte unter dem Trainer sein Bundesliga-Debüt gefeiert, wurde aber aus Sicht vieler Fans zu wenig eingesetzt. Mittlerweile kommt Finkgräfe auf zwölf Einätze, ist absoluter Stammspieler. „Leart Pacarada kennt man auch in Hamburg und da war die Konkurrenz auf dieser Position einfach nun mal da.“ Es sei immer klar gewesen, dass der Weg nach Hamburg eine Möglichkeit gewesen sei.

Vor dem Top-Duell: Konsequenter Innenverteidiger gegen gefährlichen Stürmer

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Vor dem Top-Duell: Konsequenter Innenverteidiger gegen gefährlichen Stürmer

Nach abgesessener Sperre kehrt am Samstag Jeff Chabot wieder in die Startelf zurück. Einer der besten Abwehrspieler bekommt es mit einem der besten Angreifer der Liga zu tun: Jeff Chabot gegen Serhou Guirassy.

Bei der 0:1-Pleite gegen Bremen fehlte er gesperrt. Jeff Chabot kehrt am Samstag zurück in die Startelf. Und das gegen einen der besten Stürmer der Liga.

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Die 0:1-Pleite des 1. FC Köln gegen Werder Bremen sah Jeff Chabot von der Tribüne aus. Der ehrgeizige Innenverteidiger wäre sicherlich gern selbst zu Werke gegangen, musste aber seine Gelbsperre absitzen. So musste der Kölner Abwehrchef tatenlos zu schauen, wie seine Mannschaft ohne eine einzige ernste Torchance als Verlierer vom Platz ging. Besonders bitter: Während der FC Punkte liegen ließ, sammelte die Konkurrenz Zähler. „Es war kein schönes Wochenende, aber im Endeffekt haben wir noch genug Spiele, in denen wir es noch drehen können“, sagte Chabot am Dienstag nach einer Mammuteinheit am Geißbockheim. Doch die direkte Konkurrenz ist zumindest über dem Strich schon sechs Punkte davon geeilt. Aktuell orientieren sich die Kölner daher am Relegationsplatz. „Wenn es vorher schon ohne die Relegation klappt, umso besser. Wir schauen jetzt von Woche zu Woche“, sagte Chabot.

Chabot: „Wir werden das Beste rausholen“

Und schon am kommenden Wochenende steht die nächste Herausforderung bevor. Und die hat es in sich. Der FC ist zu Gast beim VfB Stuttgart. „Sie spielen eine super Saison. Sie haben auch super Einzelspieler“, sagte der Kölner Abwehrchef. „Wir bleiben aber weiterhin bei uns. Wir werden das Beste rausholen.“ Im Idealfall also drei Punkte. Zumindest hatte Timo Schultz in Aussicht gestellt in den Begegnungen gegen Stuttgart und Leverkusen durchaus überraschen zu wollen. Doch Optimismus ist bekanntermaßen kein Punktegarant. Zumal es die Kölner mit ihrem ehemaligen Schützling Serhou Guirassy zu tun bekommen, der am vergangenen Wochenende sein Startelf-Comeback nach dem Afrika-Cup mit dem 50. Saisontor der Stuttgarter krönte. Nun kommt es zum Duell des Spitzenangreifers gegen den Spitzenverteidiger.

Auf mittlerweile 18 Saisontore kommt Guirassy, nur Harry Kane ist erfolgreicher. Doch auch der Kölner Innenverteidiger muss sich mit einen Werten nicht verstecken: Chabot weist mit 66,5 Prozent die beste Zweikampfquote der deutschen Stamm-Innenverteidiger der Liga auf. Einzig Stuttgarts Dan-Axel Zagadou ist noch erfolgreicher. Der Franzose kommt auf eine Quote von 70 Prozent. Dabei suchte Chabot mit 194 aber 70 direkte Duelle mehr als Zagadou. Auch in der Gesamtzahl der gewonnen Zweikämpfe gehört der 26-Jährige mit 129 zu den besten der Liga. Die Konstante des 1. FC Köln hat in der Krise wohl noch Schlimmeres verhindert. Sein Abwehr-Nebenmann Timo Hübers gewann „nur“ 58 Prozent der Zweikämpfe und zwar 127 von 217.

Chabot: „Es geht hier nur um den FC“

Im Hinspiel hatte Chabot den Angreifer komplett aus dem Spiel genommen. „Mir war es eigentlich egal. Am Ende haben wir verloren“, erinnert sich Chabot. „Ob er die Tore macht oder jemand anders, am Ende kommt es nur darauf an, zu punkten.“ Das gilt auch für den kommenden Samstag. Dennoch bereitet sich Chabot auf den Gegner genau vor, will Guirassy anhand von Bewegtbildern analysieren. „Ich werde wahrscheinlich die meisten Duelle mit ihm auf dem Feld haben. Deswegen stellt man sich schon darauf ein“, sagt der 26-Jährige. Für den Abwehrspieler steht aktuell außer Frage, dass die Kölner absteigen. Gedanken um seine Zukunft macht er sich nicht, obwohl es Interesse aus der Bundesliga, aber auch aus England geben soll. „Es geht hier nur um den FC und dass wir gemeinsam da unten rauskommen.“    

Offiziell: Steffen Baumgart will nun den „Aufstieg“

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Offiziell: Steffen Baumgart will nun den „Aufstieg“

Bereits am Montag sickerte es durch, nun ist es auch offiziell: Steffen Baumgart ist neuer Trainer des HSV. Am Mittag wurde der 52-Jährige als neue Trainer vorgestellt.

Es hatte sich bereits am Montag angekündigt, nun ist es auch offiziell: Steffen Baumgart ist neuer Trainer des HSV. Die Hanseaten stellten den gebürtigen Rostocker als neuen HSV-Coach vor.

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Am Mittag machte der Klub das offiziell, was seit Montagnachmittag offenbar nur noch eine Formalität war: Steffen Baumgart wird den Hamburger SV trainieren. Eine Herzensangelegenheit für den Coach, der vor zwei Monaten die Segel bei den Geißböcken strich. „Ich freue mich sehr, hier sein zu dürfen und auf die große Herausforderung. Es geht sofort los, ich werde direkt mit den Jungs arbeiten. Das Ziel ist klar, da müssen wir nicht drum herumreden: der Aufstieg”, sagte der 52-Jährige. Mehrfach hatte Baumgart betont, dass er ein großer Fan der Rothosen sei. Baumgart erhält dem Vernehmen nach einen Vertrag bis 2025 und wird schon am Nachmittag die erste Einheit leiten.

Boldt: „Steffen Baumgart ist für seine emotional mitreißende Art bekannt“

Bereits in den vergangenen Wochen war der Coach immer wieder mit dem HSV in Verbindung gebracht worden. Allerdings gab es von Vereinsseite wohl auch Vorbehalte, immerhin geht es den Verantwortlichen auch darum, die anfällige Defensive zu stabilisieren. „Steffen Baumgart ist für seine emotional mitreißende Art bekannt. Es gilt, das Feuer, das wir entfacht haben, weiter aufrechtzuerhalten und unseren Weg zielgerichtet fortzusetzen“, wird HSV-Vorstand Jonas Boldt zitiert. Der bisherige Interimscoach Merlin Polzin, Sven Höh und Loic Fave werden Baumgart als Co-Trainer unterstützen. Der HSV belegt aktuell den dritten Platz, eine Relegation gegen den FC wäre also durchaus denkbar.

FC-Leihspieler: Zwischen Hoffnungsträger und Tribünengast

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FC-Leihspieler: Zwischen Hoffnungsträger und Tribünengast

Selbst verloren, die Konkurrenz hat gewonnen – viel schlechter hätte das vergangene Wochenende für den FC nicht verlaufen können. Das galt auch für die Kölner Leihspieler.

Das Wochenende verlief für den 1. FC Köln alles andere als optimal. Im Gegenteil: während die Geißböcke Punkte liegen ließen, fuhr die direkte Konkurrenz unerwartete Dreier ein und setzte sich zum Teil ab. Auch für die Kölner Hoffnungsträger lief es alles andere als gut. So schlagen sich die FC-Leihspieler.

Das 0:1 gegen Werder Bremen war für den 1. FC Köln ein immenser Rückschlag. Nicht nur, weil die zuletzt aufkeimende Hoffnung einen bitteren Dämpfer erfuhr. Vielmehr droht der FC in den kommenden Wochen den Anschluss zum rettenden Ufer zu verlieren. Doch nicht nur für den FC hätte das Wochenende nicht viel schlechter verlaufen können. Auch die Kölner Leihspieler waren alles andere als glücklich.

Urbig und Lemperle mit Fürth in Mini-Krise

Jonas Urbig und Tim Lemperle: Noch vor wenigen Wochen wurde Jonas Urbig bei Greuther Fürth für seine außerordentlichen Leistungen gefeiert. Kein Wunder, der Keeper hatte gegen den SC Paderborn mit zahlreichen Paraden drei Punkte festgehalten und das Kleeblatt wieder im Aufstiegskampf der zweiten Liga angemeldet. Der ist zwar auch weiterhin ein realistisches Thema, aber nur, weil die Konkurrenz ebenfalls Federn lässt. Denn Führt steckt in einer Mini-Krise. Das Kleeblatt hat alle drei Spiele im Februar verloren, Urbig sieben Gegentreffer kassiert. Die hat der Keeper natürlich nicht selbstverschuldet, war bei den meisten chancenlos. Dennoch hat sich die Spielvereinigung die vergangenen Wochen sicherlich anders vorgestellt. Das gilt wohl auch für Tim Lemperle. Der Angreifer ist nach wie vor Stammspieler, steht immer in der Startelf. Allerdings hat Lemperle seit Anfang Dezember nicht mehr getroffen, den letzten Scorerpunkt gab es beim 2:3 gegen St. Pauli.

Soldo und Olesen nicht im Kader

Nikola Soldo: Kölns Sportdirektor Christan Keller hatte von der Leihe des Innenverteidigers zum 1. FC Kaiserlautern ganz klare Vorstellungen: „Nikola hat in seiner ersten FC-Saison eine sehr positive Entwicklung genommen. Diese Entwicklung wollen wir fortsetzen und forcieren. Dazu bedarf es regelmäßiger Spielzeit, die sich ihm in der aktuellen Konstellation in unserer Innenverteidigung nicht bieten wird.“ Von regelmäßiger Spielzeit kann man bei dem Abwehrspieler nicht sprechen. Nach einer eher durchwachsenen Anfangsphase war Soldo zunächst zwar Stammspieler, doch der 23-Jährige Innenverteidiger hat es in diesem Jahr wieder schwer. Zunächst wurde Soldo nicht mehr berücksichtigt, gegen Paderborn stand der Abwehrspieler wieder auf dem Platz. Am vergangenen Wochenende, bei der Premiere von Friedhelm Funkel musste Soldo sich aber einen Platz auf der Tribüne suchen.

Mathias Olesen: So erging es am Wochenende auch Mathias Olesen. Der Nationalspieler Luxemburgs war bekanntlich erst in diesem Winter verliehen worden, um Spielpraxis zu sammeln. Beim FC hält man eigentlich große Stücke auf dem Mittelfeldspieler, in Köln wäre die Einsatzzeit aber überschaubar gewesen. Im Sommer soll der 22-Jährige dann wieder angreifen. Zuvor spielt Olesen in der Schweiz für den Yverdon Sport FC und bislang auch vielversprechend. In den ersten fünf Begegnungen stand der Kölner Leihspieler vier Mal in der Startelf. Gegen Servette war vor einer guten Woche zur Halbzeit Schluss, an diesem Wochenende stand der 22-Jährige nicht im Kader.

Aufstiegskampf bei Obuz und Schmid

Marvin Obuz: Für den Kölner Offensivspieler fällt die Bilanz für Rot-Weiss Essen bislang eigentlich sehr gut aus. In den bisherigen 26 Spielen stand Obuz 24 Mal in der Startelf, wurde zwei Mal eingewechselt. Dabei erzielte das Kölner Eigengewächs sechs Tore und bereitete neun vor. Erst gegen den Spitzenreiter Jahn Regensburg vor einer guten Woche avancierte der Offensivspieler zum Matchwinner, erzielte ein Tor, bereitete beim 3:1 ein weiteres vor. Am vergangenen Wochenende kassierte RWE allerdings eine 0:2-Niederlage gegen Ulm. Dennoch darf sich Essen auch weiterhin Hoffnungen auf den Aufstieg machen.

Maxi Schmid: Für den 20-Jährigen, aber auch den FC scheint sich der Wechsel in die 2. niederländische Liga bislang richtig gelohnt zu haben. Der Angreifer ist bei Roda Kerkrade Stammspieler und dazu noch einigermaßen erfolgreich. Schmid erzielte bereits fünf Tore und bereitete drei weitere Treffer vor. „Es hätten schon ein paar Treffer mehr sein können. Trotzdem bin ich mit meiner Leistung in einem neuen Land, einer neuen Liga und bei einem neuen Verein sehr zufrieden“, sagte Schmid im Herbst in einem Interview der „Frankfurter Neuen Presse.“ Dennoch befindet sich Kerkrade weiterhin im Aufstiegsrennen.

Fans fordern Erhalt des Geißbockheims

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Fans fordern Erhalt des Geißbockheims

Der Kölner Fanverbund Südkurve e.V. will sich für den Erhalt des Geißbockheims einsetzen. Das kündigte der Zusammenschluss einiger Fanclubs des FC unter der Überschrift „Geißbockheim als Heimat unseres 1. FC Köln erhalten“ an.

Seit Jahren wird um die Ausbaupläne rund um das Geißbockheim zwischen dem Verein und der Kölner Politik gerungen. Die Südkurve e.V. kämpft um den Erhalt des Geißbockheims.

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Der Banner war im Kölner Stadion am Freitagabend kaum zu übersehen. „Geißbockheim als Heimat unseres 1. FC Köln erhalten“, stand dort in großen weißen Lettern auf rotem Hintergrund. Zudem wurden beim Heimspiel der Geißböcke gegen Werder Flyer verteilt. Darin kündigt der Zusammenschluss Kölner Fanclubs an, sich zukünftig öffentlich für den Erhalt des Geißbockheims einzusetzen. „Der 1. FC Köln gehört ans Geißbockheim wie der Rosenmontagszug zum Karneval. Für uns gibt es nur einen Standort für unseren Verein: Das Geißbockheim an der Franz Kremer-Allee“, heißt es in dem Schreiben, das am Montag auch auf der Homepage der Südkurve veröffentlicht wurde. Seit 1953 befindet sich die Heimat der Geißböcke an diesem Standort.

Keine politische Mehrheit

Seit mehr als einem Jahrzehnt wird um den Ausbau des Geißbockheims gerungen. Der ist dringend nötig. Immer wieder betonten die Kölner Vereinsbosse, dass das Nachwuchsleistungszentrum nicht mehr zeitgemäß sei. Der Verein will am Geißbockheim eigentlich drei neue Trainingsplätze, vier Kleinspielfelder und ein Leistungszentrum auf der Gleueler Wiese bauen. Doch dafür gibt es im Stadtrat seit 2020 keine politische Mehrheit mehr, zudem hat das OVG Münster den Bebauungsplan für unwirksam erklärt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, der FC legte Beschwerde ein, das Bundesverwaltungsgericht ließ eine Revision zu. Selbst wenn der Bebauungsplan für wirksam erachtet werden würde, bräuchten die Kölner zunächst einmal einen Pachtvertrag, den sie aufgrund der politischen Konstellation wohl eher nicht bekommen würden.

Auch deswegen zieht der FC einen Umzug nach Marsdorf an die A1 in Erwägung. Über die Finanzierung des Bauvorhabens gibt es ebenfalls unterschiedliche Sichtweisen. Der Ausbau bleibt weiterhin eine Hängepartie. „In den letzten Monaten in alle Richtungen informiert, kämpfen wir ab genau heute auch öffentlich für den Erhalt des Geißbockheims als Heimat unseres 1. FC Köln“, schreibt die Südkurve und bezeichnet den bisherigen Verlauf als „Farce“ und „Posse“ sowie das Verhalten der Stadtverwaltung und ihres Vereins als „Hinhaltetaktik“. Der ausgerufene Matchplan der Kölner Bosse, den Nachwuchs vermehrt zu integrieren, werfe so zumindest Fragen auf, heißt es weiter. „Das Geißbockheim gehört zur DNA unseres Clubs und ist damit maximal schützenswert. Wir sind uns selbst in Anbetracht der aktuell weniger ruhmreichen Tage absolut sicher: Die Geschichte ist hier noch nicht zu Ende geschrieben, das Geißbockheim lebt und das auch in Zukunft.