Es braucht wohl doch mehr als nur „Nuancen“

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Es braucht wohl doch mehr als nur „Nuancen“

Bei seinem Amtsantritt hat Timo Schultz erklärt, dass er nur Kleinigkeiten beim 1. FC Köln anpassen wolle. Seine Spielidee scheint sich dann aber doch in einigen wesentlichen Dingen von der seines Vorgängers zu unterscheiden.

Auch unter Timo Schultz soll der 1. FC Köln einen attraktiven Offensivfußball spielen. Auch deswegen wollte der neue Trainer eigentlich nur Kleinigkeiten verändern. Diese stellen sich aber zunehmend als größere Anpassungen heraus. Timo Schultz setzt verstärkt auf die Defensive.

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An dem großen Rad wollte Timo Schultz eigentlich nicht drehen. Als der 46-Jährige seinen neuen Job beim 1. FC Köln antrat, sprach der Ostfriese davon, dass es nur darum ginge, Kleinigkeiten zu verändern. „Wir können in Nuancen einige Sachen verändern, die der Mannschaft guttun können“, sagte der Coach damals. Nach knapp drei Wochen im Amt lässt sich erkennen, dass der laut Definition feine graduelle Unterschied dann doch ein wenig gröber oder größer ausfällt. Zumindest sind die Stellschrauben noch nicht in die richtige Position gedreht. „Den Weg, den man dann als Mannschaft gemeinsam auch mit dem Trainerteam geht, der ist nie zu Ende gegangen. Selbst wenn eine Saison zu Ende gegangen ist, dann plant man die nächste“, sagte Schultz am Donnerstag. „Ich glaube schon, dass wir gegen Heidenheim und Dortmund viel von dem gezeigt haben, was wir uns vorgenommen haben.“

Schultz: „Die Themen werden für uns in der gesamten Rückrunde wichtig werden“

Immerhin spielte der FC in beiden Begegnungen munter mit, befand sich bis ins gegnerische Drittel über weite Strecken tatsächlich mit dem Gegner auf Augenhöhe und doch war der Ertrag ähnlich, wie vor der Winterpause und dem Trainerwechsel. „Wir haben uns sehr gut aus dem Druck befreit. Haben es geschafft, ins letzte Drittel zu kommen, haben auch gegen den Ball aus der Struktur den Ball erobern können“, sagte Schultz dennoch positiv denkend. „Das sind die Themen, die werden für uns in der gesamten Rückrunde wichtig werden.“ Unterm Strich blieb es aber auch gegen Dortmund dabei, dass der FC einmal mehr mit leeren Händen da stand und ehrlicher Weise auch nicht das Gros an Torchancen herausgespielt hat. Auch wenn Schultz befand, dass die 13:4-Ecken gegen Dortmund doch eigentlich ein positives Zeichen sein könnten, auf der Anzeigetafel stand eben ein deutliches 0:4.

Wie hoch dosiert die Veränderungen des Trainers bislang sind, ist nach drei Wochen Schultz-FC noch nicht wirklich erkennbar. Das Team spielt sicherlich mehr durchs Zentrum. Florian Kainz, Denis Huseinbasic und auch in Teilen Dejan Ljubicic wirken möglicherweise aufgrund der taktischen Anpassungen involvierter. Doch noch spielt sich bei der Betrachtung eben jener Ergebnisse viel im Bereich des „wirkt“ und „scheint“ ab. Und noch ist der Ertrag mit einem Zähler überschaubar. Damit sich das ändert, hat sich Schultz dann doch eine Veränderung auf die Fahne geschrieben, die wohl mehr als nur Nuancen beinhaltet. Eine, die sich grundlegend von der Baumgartschen Spielidee unterscheidet. „Ich habe eine Art Fußball zu spielen, das werden wir nicht von heute auf morgen erreichen. Lieber gibt es hinten eines mehr und dafür sehen wir vorne viele Tore“, war nur eine der Marschrouten, die Steffen Baumgart bei seiner Vorstellung 2021 von sich gab.

Schultz: „Über allem muss letztendlich stehen, dass wir es schaffen, zu Null zu spielen“

Tatsächlich vertrat der Ex-Trainer einen Offensivfußball, bei dem Gegentore unerheblich sind, so lange man vorne mehr schießt. Das sieht Schultz grundlegend anders. „Über allem muss letztendlich stehen, dass wir es schaffen, zu Null zu spielen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass wir Punkte holen immens“, sagte der 46-Jährige am Donnerstag und der Schritt zu „die Null muss stehen“ wird voraussichtlich ein wenig dauern. „Wenn wir das in die Köpfe der Spieler reinkriegen, dann wird es uns in der ein oder anderen Situation leichter fallen, auf der anderen Seite eins zu schießen.“ Taktisch ist die Marschroute also vorgegeben, die individuellen Fehler, die sich durch die Saison, aber auch durch das Dortmund-Spiel schlichen, sind mit dieser Vorgabe alleine nicht abgetan.

„Individuelle Fehler passieren. Ich glaube, dass es dann entscheidend ist, dass jemand anderes da ist, ihn auszubügeln“, sagte Schultz. „Das steht und fällt mit der Kompaktheit und auch mit dem Kopf, alles dafür zu geben, schnellstmöglich hinter den Ball zu kommen, schnellstmöglich ins Gegenpressing zu gehen oder den Laufweg in den eigenen Sechzehner so durchzuziehen, dass ich doch noch den eigenen Fuß dazwischen kriege“, so der Trainer weiter. Schultz sieht das Team dort auf einem „richtig gutem Weg. Von der Qualität der Mannschaft haben wir viele Spieler, die das verinnerlicht haben. Und trotzdem müssen wir auch hier die letzten Prozentpünktchen herauskitzeln.“ Es bleibt wohl noch ein weiter Weg.


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Wie geht es weiter mit Justin Diehl?

Justin Diehl
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Wie geht es weiter mit Justin Diehl?

Im Rahmen des FC-Stammtischs äußerte sich Christian Keller auch zu der Personalie Justin Diehl. Der Offensivspieler soll eine Rolle im Profikader spielen, ein Versprechen für die Zukunft ist das aber nicht. Denn der VfB scheint ernst zu machen.

Er gilt bei den Kölnern als großer Hoffnungsträger – allerdings nur als kurzfristiger. Denn die Zukunft des Sturm-Juwels ist alles andere als geklärt. Das ist der Stand bei Justin Diehl.

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Zwar waren die Haupthemen des FC-Stammtisch am Mittwochabend das Zustandekommen des CAS-Urteils sowie die Trennung von Cheftrainer Steffen Baumgart, eine andere Personalie brennt den FC-Fans aber dennoch unter den Nägeln. Wie geht es weiter mit Justin Diehl?, wollten die Kölner Fans wissen. Und sie bekamen ein Update. Aber eins, das ihnen wohl nur in Teilen schmecken wird. Zwar haben sich die Vorzeichen geändert und Diehl soll nun den Profis im Kampf um den Klassenerhalt helfen, große Hoffnungen auf einen Verbleib beim FC haben die Kölner Verantwortlichen aber nicht. Der 19-Jährige hatte in der Vergangenheit dem FC mitgeteilt, dass er seine sportliche Zukunft nicht am Geißbockheim sehe. Wie berichtet, war der Angreifer daraufhin vom Training der Profis ausgeschlossen worden. Man wolle die Ressourcen für die Youngsters aufbringen, die auch weiterhin beim FC spielen werden, hieß es damals.

Ist Diehl bereits ein Thema für Heidenheim?

Zum Jahreswechsel ist Christian Keller von diesem Grundsatz abgewichen. Der Kölner Sportdirektor führte Gespräche mit der Seite des Stürmers und konnte nach eigenen Aussagen Ungereimtheiten ausräumen. Das bestätigte Keller auch am vergangenen Mittwoch. Die aktuelle Situation habe zu einem Umdenken geführt, erklärte der 46-Jährige. Keller betonte aber auch, dass der Youngster in der Hinserie physisch noch nicht so weit gewesen sei. „Jetzt ist er bereit, uns in der Bundesliga zu helfen“, sagte der Kölner Sportdirektor. Tatsächlich scheint der 19-Jährige in der U21 noch einmal einen Schub gemacht zu haben. Diehl ist mit zwölf Toren und neun Vorlagen in der Regionalliga West absoluter Topscorer, einer der Leistungsträger der Kölner Reserve. Gute Ansätze zeigte der Offensivspieler zuletzt bei seinem Comeback auf der Bundesliga-Bühne gegen Heidenheim.

Nicht ganz so vielversprechend sieht aber die mittelfristige Zukunft des Angreifers beim 1. FC Köln aus. Keller erklärte zuletzt, dass er noch immer auf einen Verbleib des Youngsters hoffe, große Chance sähe er aber nicht. Schließlich hätten die Abwanderungsgedanken keinen wirtschaftlichen Hintergrund. Dennoch werden die Kölner Verantwortlichen alles daran setzen, den Offensivspieler zu halten. Weitere Gespräche werden also noch geführt. Im Raum steht nun allerdings wieder einmal ein Wechsel nach Stuttgart. VfB-Sportchef Fabian Wohlgemuth betonte allerdings Anfang Januar gegenüber den „Stuttgarter Nachrichten“, dass Diehl in den Stuttgarter Planungen aktuell keine Rolle spiele. Das „aktuell“ bezog sich wohl auf diesen Winter. Denn wie der „Kicker“ berichtet könnte der Wechsel im kommenden Sommer noch diese Woche vermeldet werden.

Kessler zum Katterbach-Aus: „Er hat die Chance gehabt, sich sportlich zu empfehlen“

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Kessler zum Katterbach-Aus: „Er hat die Chance gehabt, sich sportlich zu empfehlen“

Er galt einst als großes Versprechen beim 1. FC Köln, nun ist der Abschied beschlossen. Noah Katterbach wird die Geißböcke verlassen. Nur der Zeitpunkt des Wechsels ist noch nicht klar.

Inklusive zweier Leihen spielt Noah Katterbach seit mehr als 15 Jahren für den 1. FC Köln. Doch das Kapitel Geißböcke endet für den 22-Jährigen. Thomas Kessler bestätigt Katterbachs Aus.

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45 Minuten durfte Noah Katterbach nochmal ran. Auch wenn die Mannschaft von Timo Schultz am vergangenen Sonntag im Testspiel gegen den VfL Bochum nur mit einer B-Elf auflief, so waren es wohl die letzten 45 Minuten für Noah Katterbach bei den Profis des 1. FC Köln. Der Linksverteidiger wird den FC definitiv verlassen und sich wie berichtet offensichtlich dem Hamburger SV anschließen. Spieler und Verein sollen sich bereits einig sein und auch beim FC ist die Entscheidung über die Zukunft des Kölner Eigengewächses gefällt. „Bei Noah ist es so, dass er ab sofort bei der U21 trainieren wird“, sagte Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung am Donnerstag. Nach insgesamt 15 Jahren beim 1. FC Köln – davon anderthalb an Basel und den HSV verliehen – endet das Kapitel Geißböcke für den 22-Jährigen. Nur der Zeitpunkt seines Abschieds steht noch nicht fest.

Vierter Ausfall eines Leistungsträgers

Dabei hatte die Geschichte zwischen Katterbach und dem FC so verheißungsvoll begonnen. Als Siebenjähriger überzeugte der heutige Linksverteidiger im Probetraining. Nachdem Katterbachs Eltern sich zunächst gegen das Nachwuchsleistungszentrum entschieden hatten, nahm der FC den Juniorenspieler trotz vollem Kader später auf. Katterbach durchlief sämtliche Juniorenmannschaften, galt als großes Talent. So groß, dass auch der DFB nicht an dem Defensivspieler vorbeikam. Seit der U16 war der heute 22-Jährige fester Bestandteil sämtlicher DFB-Nachwuchsmannschaften. Gleich zwei Mal wurde Katterbach mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold ausgezeichnet, eine Auszeichnung für besondere Leistungen von Juniorenspielern. Und auch beim FC ruhten die Hoffnungen auf dem Youngster.

Am 5. Oktober 2019 feierte Katterbach sein Profidebüt, lief bis zum Ende der Spielzeit 18 Mal für den FC auf. Ausgerechnet mit dem „Entwickler“ Steffen Baumgart wollte es aber so gar nicht klappen. Der Ex-Coach der Kölner wurde bei dem 22-Jährigen nicht dem Ruf gerecht, Spieler voranzubringen. Bis auf einen Kurzeinsatz spielte Katterbach keine Rolle, wurde zunächst nach Basel und später nach Hamburg verliehen. Nach einem Kreuzbandriss folgte die Rückkehr zum FC. Noch im Herbst vergangenen Jahres hatte sich Baumgart optimistisch gezeigt, dass Katterbach eine Option werden könne und gereift sei. Eine Chance erhielt der Abwehrspieler in Pflichtspielen aber nicht mehr.

Kessler: „Der Kader ist für uns so zu, dass er in der U21 ist“

Nun ist ein weiterer Wechsel beschlossene Sache. „Nach seiner Verletzung als er zurückgekommen ist, hat er die Chance gehabt, sich sportlich zu empfehlen“, sagte Kessler und offensichtlich konnte er diese nicht nutzen. „Wir haben jetzt auf der Linksverteidiger-Position mit Max Finkgräfe einen Spieler, der die Chance einfach genutzt hat, als Leart verletzt war. Wir haben mit Leart einen Spieler, den wir im Sommer geholt haben, weil er eine hohe Qualität hat. Auch Dominique Heintz kann den stabilen Linksverteidiger geben. Der Kader ist für uns so zu, dass er in der U21 ist.“ Kessler betonte, dass er noch nicht wisse, ob noch etwas im Januar passiere. Das hängt von allen Parteien ab. Katterbach hat beim FC noch einen hochdotierten Vertrag. Die Kölner wären wohl froh, sich das Gehalt sparen zu können. Ob der 22-Jährige mit der Degradierung in die U21 zufrieden ist, ist fraglich. Der HSV ist ebenfalls an einer schnellen Lösung interessiert.

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Das sagt Timo Schultz zu Florian Kainz, Justin Diehl und seinen Sturm-Überlegungen

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Das sagt Timo Schultz zu Florian Kainz, Justin Diehl und seinen Sturm-Überlegungen

Nach der bitteren 0:4-Niederlage gegen Dortmund steht am Wochenende das Auswärtsspiel gegen Wolfsburg auf dem Programm. Am Donnerstag äußerte sich der Trainer zum Personal, der möglichen Kölner Offensive und dem Gegner.

Nach der bitteren 0:4-Niederlage gegen Borussia Dortmund steht für den 1. FC Köln nun die Begegnung beim VfL Wolfsburg auf dem Programm. Am Donnerstag äußerten sich Timo Schultz und Thomas Kessler. Das sagt Timo Schultz vor dem Wolfsburg-Spiel.

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Wie schon vor der Begegnung gegen Borussia Dortmund in der Vorwoche plagen den 1. FC Köln auch vor dem Auswärtsspiel gegen Wolfsburg Verletzungssorgen. Florian Kainz musste die Trainingseinheit am Mittwoch absagen. „Er hat schon im Spiel gegen Heidenheim einen Schlag gegen das Knie bekommen. Das ist immer unter Kontrolle gewesen. Gestern hatte er das Gefühl, dass es kein Sinn macht, zu trainieren“, sagte FC-Coach Timo Schultz am Donnerstag. „Er wird gleich zum Training kommen und ich hoffe, dass er trainieren kann. Wir müssen abwarten, ob es für Samstag reicht und Sinn macht. Aber ich bin wie immer positiv.“ Der Ausfall des Kapitän wäre für den FC besonders schmerzhaft. Kainz war in den vergangenen Wochen eindeutig im Aufwind und ist in guter Form für den FC unersetzlich. Zudem würden inklusive der Langzeitverletzten die drei Spieler ausfallen, die zehn der bisherigen elf Liga-Tore erzielt haben.

Thielmann wieder eine Option für die Spitze?

Und da das Tore schießen beim FC aktuell ein offensichtliches Problem ist, ist die Besetzung des Zentrums ebenfalls weiterhin ein Thema. Am Samstag bekleidete Jan Thielmann die Position des Mittelstürmers. Der 1,78-Meter-Spieler wurde allerdings nur selten in Szene gesetzt und das trotz 13 Ecken und 17 Flanken. „Ich sehe es erst einmal sehr positiv, dass wir 13 Eckbälle hatten und die Dortmunder nur vier. Und die haben es geschafft daraus ein Tor zu schießen“, sagte Schultz und verwies darauf, dass es sich um eine flache Ecke gehandelt habe, die Größe des Stürmers somit unerheblich gewesen sei. „Wir hatten 17 Hereingaben, von denen die wenigsten hoch waren. Es waren Hereingaben aus dem Halbfeld, Bälle, die wir in den Sechzehner hineingespielt haben“, so Schultz. Aber: „Dass wir uns in der Boxbesetzung und in der Art und Weise, wie wir die Bälle reinspielen verbessern müssen, das ist vollkommen klar. Ich mache das aber nicht daran fest, ob ein Spieler 1,78 oder 1,94 Meter ist.“

Der Trainer mache die Gefahr eher an der Boxbesetzung oder dem richtigen Timing fest. Somit könnte Jan Thielmann auch am Samstag eine Rolle im Zentrum spielen. Schultz betonte einmal mehr, dass jeder Spieler die Chance habe, sich im Training zu beweisen. Das gilt auch für das Talent Justin Diehl. Der Youngster sprühte in der vergangenen Woche vor Einsatzwillen und Spielfreude und drängt auf einen weiteren Einsatz am Samstag. Schon am vergangenen Sonntag hatte Schultz betont, dass der Youngster schon bald ein Kandidat für die Startelf sein könnte. Also auch schon für die Begegnung gegen Wolfsburg? „Er ist nah dran, aber noch nicht drin“, sagte Schultz mit einem breiten Lächeln. Noch keine Option für ein Comeback ist Leart Pacarada. Der Linksverteidiger ist nach seiner Verletzungspause noch nicht wieder bei hundert Prozent.

Schultz: „Wir tun gut daran, wenn wir uns mit uns selbst beschäftigen“

Allerdings will der Trainer den Fokus auch auf die Defensive richten. „Über allem muss stehen, dass wir zu Null spielen. Wenn wir noch mehr, noch energischer unser Tor verteidigen, wird es vielleicht auch einfacher vorne eins zu schießen“, sagte Schultz, der sich nicht großartig mit den Stärken und Schwächen des kriselnden Gegners beschäftigen wollte. „Es ist ein Spiel, bei dem es wieder bei 0:0 los geht. Wir tun gut daran, wenn wir uns mit uns selbst beschäftigen. Man muss sehen, was uns die Wolfsburger anbieten und wo wir ihnen wehtun können. Der Fokus liegt auf uns. Wir müssen in unseren Themen weiterkommen.“


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Justin Diehl – kommt es zum Startelf-Debüt

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Justin Diehl – kommt es zum Startelf-Debüt

Am vergangenen Samstag wurde Justin Diehl nach dem 0:3 der Dortmunder eingewechselt. Und der 19-Jährige lieferte. Die Chancen auf sein Startelf-Debüt dürfte der Youngster damit durchaus gesteigert haben.

Vom Degradierten zum Hoffnungsträger – Justin Diehl schnuppert gerade Bundesliga-Luft bei den Profis. Und das bislang ziemlich eindrucksvoll und unbekümmert. Folgt nun beim 1. FC Köln der nächste Schritt für Justin Diehl: Das spricht für das Startelf-Debüt.

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Es lief die 82. Spielminute im Duell gegen Borussia Dortmund, als Schiedsrichter Daniel Schlager auf Foulspiel und damit auf Freistoß für den FC entschied. Zur Ausführung aus dem Halbfeld schritten ganz selbstverständlich gleich zwei FC-Spieler: Justin Diehl und Max Finkgräfe – beide gerade einmal 19 Jahre. Schon beim Saisondebüt eine Woche zuvor gegen Heidenheim hatte sich Justin Diehl jedem Standard angenommen, brachte Freistöße, Ecken und forderte auch in den Spielsituationen immer wieder das Spielgerät. Was vielen FC-Profis im Moment abgeht, ist bei dem Youngster offensichtlich. Diehl strotzt nur so vor Selbstbewusstsein. Die Situation gehe an den Spielern nicht spurlos vorbei, hatte FC-Trainer Timo Schultz erst kürzlich gesagt. Doch gerade Diehl scheint mit der aktuellen Situation herzlich wenig Probleme zu haben.

Starke Werte bei Diehl

Ein Torschuss, zwei Torschussvorlagen, 22 Ballkontakte, eine Passquote von 90 Prozent – die Bilanz des Angreifers konnte sich am Samstag jedenfalls sehen lassen. Zumal Diehl eingewechselt wurde, als Dortmund bereits 3:0 führte, das Spiel entschieden war. Der Youngster hatte ganz offensichtlich noch Lust. Ob es ihm dabei um den Erfolg der Kölner oder um das eigene Schaufenster ging, ist unerheblich: Diehl belebte das Kölner Spiel eindrucksvoll. „Er ist natürlich ein Spieler, auf den sich ein Publikum freuen kann, mit seinem Tempo, mit seinem offensiven Eins-gegen Eins“, sagte Timo Schultz nach der 0:2-Niederlage gegen Bochum am vergangenen Sonntag dem „Express“. „Er wird sicherlich noch an sich arbeiten müssen, aber er ist definitiv demnächst auch ein Kandidat für die Startelf.“

Offensive mit Thielmann und Diehl denkbar?

Ist „demnächst“ möglicherweise schon am Samstag? Die Chancen stehen zumindest nicht schlecht. Der vor der Saison hoch gehandelte VfL befindet sich ebenfalls in einer Krise, wenn auch einer deutlich kleineren. Wolfsburg hat von den vergangenen sieben Pflichtspielen nur eins gewonnen und wirkt gerade in der Defensive alles andere als sattelfest. Diehl, der am Samstag eine Maximal-Geschwindigkeit von fast 35 km/h erreichte und damit schnellster Kölner im Spiel war, könnte mit seinem Tempo für ständige Unruhe sorgen. Zudem sucht der Youngster bei seinen Offensivaktionen auch nicht auf Teufel komm raus die Flanken als Zuspiel in die Box. Eine Offensive mit Diehl und Jan Thielmann in der Spitze erscheint zumindest nicht unrealistisch, sollte sich Schultz erneut gegen einen klassischen Mittelstürmer entscheiden.

Dass mit Florian Kainz möglicherweise der „Freigeist“ der Kölner Offensive ausfällt, schmälert die Chancen des Eigengewächses jedenfalls nicht. Und auch Linton Maina fehlt aktuell bekanntlich die Präzision im finalen Pass. In der U21 hat Diehl zu Genüge bewiesen, dass er weiß, wo das Tor steht, dass er eine Mannschaft mit seinen Scorerpunkten weiterbringen kann. Allerdings in der Regionalliga West, also der vierten Liga. Der Sprung ist groß, die Hoffnung in den 19-Jährigen bei den Fans aber mindestens genauso. „Man muss immer auch ein bisschen die Kirche im Dorf lassen. Der Junge ist jetzt seit Anfang des Jahres hier bei den Profis und macht einen hervorragenden Eindruck“, sagte Schultz am Sonntag. „Wir führen ihn hier Schritt für Schritt an das Niveau heran.“ Möglicherweise gibt es den nächsten Schritt bereits am Samstag.


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Kann ohne Mittelstürmer die Wende gelingen?

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Kann ohne Mittelstürmer die Wende gelingen?

Gegen Borussia Dortmund hat Timo Schultz notgedrungen auf eine Kein-Mittelstürmer-Taktik zurückgegriffen. Das Spiel ohne Stoßstürmer wurde viele Jahre von internationalen Topklubs erfolgreich praktiziert. Aber kann es beim FC funktionieren?

Obwohl der FC am vergangenen Samstag kein schlechtes Spiel gegen Borussia Dortmund gemacht hat, kassierten die Geißböcke eine 0:4-Klatsche. Einmal mehr strahlten die Kölner kaum Torgefahr aus. Und das, obwohl sich Timo Schultz für einen taktischen Kniff entschieden hatte beim 1. FC Köln: Ohne Mittelstürmer zur Wende?

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Tigges oder Dietz? Thielmann! Timo Schultz überraschte am Samstag gegen Dortmund mit seiner Ausrichtung, einer Kein-Mittelstürmer-Taktik. Der neue Trainer hat damit das Rad nicht neu erfunden. Schließlich fuhren internationale Topklubs mehr als ein Jahrzehnt sehr gut mit dieser Formation und sie ist immer noch gängiger Bestandteil des modernen Fußballs. Doch scheint das Modell Mittelstürmer wieder eine wichtigere Rolle einzunehmen. Nicht wenige Experten halten den Stoßstürmer für essentiell. Diese Erfahrung machte in der Vorsaison auch der Rekordmeister. Die Bayern setzten auf schnelle Außenstürmer. Die Bilanz nach dem dritten Spieltag war auch durchaus beeindruckend. 15:1-Tore, neun Punkte, Tabellenführung. Eigentlich lief beim Rekordmeister alles so wie gefühlt immer. Eigentlich.

Ist die Ära des Spiels ohne Stürmer beendet?

Denn mit dem Abgang von Robert Lewandowski musste Bayern München im Sommer 22 einen enormen Aderlass über sich ergehen lassen. Ähnlich wie Anthony Modeste beim 1. FC Köln – auch wenn der qualitative Unterschied deutlich ist – ging den Bayern der Goalgetter verloren und wurde nicht adäquat ersetzt. An der Säbener Straße glaubte man an eine Lösung ohne klassischen Mittelstürmer, Stoßstürmer, Wandspieler. Vielmehr wollten die Münchner über schnelle Angreifer mit Tempo auf die letzte Kette gehen. Julian Nagelsmann wählte zunächst eine 4-2-3-1-Variante, bei der die „1“ aber von einem Spieler wie Thomas Müller oder Jamal Musiala bekleidet werden sollte. Eine ähnliche taktische Ausrichtung hatte auch Timo Schultz am Samstag geplant – notgedrungen. Das Vertrauen in Steffen Tigges und Florian Dietz scheint sich in Grenzen zu halten.

Nun heißt das nicht, dass das Spiel ohne jenen Stürmer nicht oder schlechter funktioniert, als das Spiel mit Zielspieler. Im Gegenteil: die Bayern zeigten in der vergangenen Spielzeit, dass sie durch die gewonnene Variabilität mehr Chancen erspielen konnten. Nur fehlte auch dem Rekordmeister gerade in der Königsklasse in vielen Momenten der Knipser, der die entscheidenden Tore erzielt. Auch wenn der Vergleich mit dem Deutschen Meister per se hinkt, der Eindruck bei den Geißböcken war am vergangenen Samstag ein ähnlicher. Der FC kam gegen den BVB, immerhin Vizemeister und Champions-League-Achtelfinalist, auf 19 Torschüsse und 17 Flanken. Den Kölnern Offensivbemühungen abzusprechen, wäre falsch. Allerdings fanden von den 19 Schüssen nur fünf den Weg Richtung Tor und von den 17 Flanken ganze zwei einen Abnehmer.

Köln erzeugt keine Gefahr

Der FC entwickelte auch mit den schnellen Außenspielern und einem variablen Spiel durch das Zentrum keine sonderlich große Gefahr – mal abgesehen von Linton Mainas Pfostentreffer sowie Jan Thielmann, der an Gregor Kobel scheiterte. Köln fand einmal mehr in der Offensive so gut wie gar nicht statt. Auch, weil die Geißböcke weiterhin ein Flankenspiel aufzogen, als stünde noch immer Anthony Modeste im Sturmzentrum. Nur stand dort eben 1,78-Meter-Offensivspieler Jan Thielmann, der gegen Niklas Süle und Co. deplatziert wirkte. Das galt nicht nur für die Angriffsbemühungen, ein Wandspieler wäre auch eine Alternative im Kölner Spielaufbau gewesen. Zur Wahrheit gehört sicherlich auch, dass das Spiel ohne Mittelstürmer eine enorme Qualität der Außenstürmer oder einer falschen Neun fordert.

Eine Qualität, die den Kölnern gerade im finalen Pass ganz offensichtlich fehlt. Genauso wie dem FC die Qualität seiner Mittelstürmer weiterhin fehlt. Am Sonntag waren dann im Testspiel gegen den VfL Bochum mit Steffen Tigges und Florian Dietz beide Zielstürmer auf dem Platz, zu großen Torchancen kamen sie nicht. Am Ende des Tages fehlt dem FC in beiden Formationen aktuell die Qualität, um für Gefahr vorm gegnerischen Kasten zu sorgen.

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Plötzlich wieder Mittelstürmer

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Plötzlich wieder Mittelstürmer

Nach überstandener Verletzung zu Beginn der Saison ist Jan Thielmann aktuell wieder ein Hoffnungsträger. Am Samstag durfte sich der Youngster einmal mehr in einer neuen Rolle beweisen. Das sagt Jan Thielmann über die Position und die aktuelle Situation.

Möglicherweise hätte Jan Thielmann dem Spiel des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund eine andere Wende gegeben. Der Kölner Youngster vergab eine dicke Chance gegen Gregor Kobel beim Stand von 0:1. Das Spiel endete schließlich 0:4. Dennoch glaubt der Youngster an die Wende. Das sagt Jan Thielmann über seine Position und die Situation des FC.

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Die Aufstellung sorgte doch für einen kleinen Überraschungsmoment. Lange war über den Ersatz für Davie Selke diskutiert worden. Doch statt den beiden möglichen Kandidaten Steffen Tigges und Florian Dietz wartete der Trainer mit Jan Thielmann als nominelle Sturmspitze auf. „Es war als Zuschauer vielleicht ein wenig ungewohnt, einen kleinen Stürmer im Zentrum zu haben. Ich habe mich aber wohl gefühlt“, sagte der 21-Jährige am Mittwoch nach dem Training. Für die Zuschauer ungewohnt, für Thielmann nicht ganz. „Neuner habe ich früher gespielt und den Neuner habe ich drinnen“, so Thielmann. Tatsächlich hat der 1,78-Meter-Offensivspieler bei den Junioren in der Sturmspitze gespielt, ist bei den B-Jugendlichen mit dem FC sogar Deutscher Meister auf dieser Position geworden.

Thielmann: „Ich hätte ihn direkt schießen müssen“

17 Tore erzielte Thielmann als Junioren-Stürmer im Meisterjahr und hatte damit maßgeblichen Anteil am Titelgewinn der Geißböcke. Bei den Profis spielte der Youngster 111 Mal und auf verschiedenen Positionen, in der Hinrunde stand er sogar als Rechtsverteidiger auf dem Feld. Die Position des Mittelstürmers bekleidete der Youngster bislang eher selten. „Es ist schon etwas anderes, wenn du mit einem schnellen Stürmer spielst, im Vergleich zu einem bulligen großen Spieler, der die Bälle fest macht“, sagt Thielmann. „Da gibt es einfach die Tiefenläufe hinter die Kette, gerade wenn der Gegner uns hochpresst. Es macht einfach Spaß, vorne ein bisschen torgefährlicher sein zu können. Man ist einfach näher an der Box. Ich hoffe, dass ich bald erfolgreich bin.“ Die Hoffnung teilen wohl alle FC-Fans.

Denn viel Hoffnung macht die Kölner Offensive bislang nicht. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel haben erst zwei Mal Teams weniger als elf Tore erzielt. Zehn dieser elf Treffer fallen auf die verletzten Spieler Davie Selke, Luca Waldschmidt und den mindestens angeschlagenen Florian Kainz. Einzig Linton Maina traf von den gänzlich fitten Spielern. „Wenn man in so einem Negativlauf ist und dann der Kopf anfängt mitzuspielen, dann denkt man über Situationen, die man sonst als Automatismus hat, zu viel nach. Dann verkopft man zu viel“, sagte Thielmann, der aber erklärte, dass er in seiner Situation gegen Kobel eher nicht nachgedacht zu haben. „Ich hätte ihn direkt schießen müssen“, sagte der Youngster. „Ich wollte mit einem Kontakt näher zum Tor hin. Hätte ich ihn reingemacht, hätten wir uns alle gefreut.“

Thielmann: „Wir müssen drauf schießen, mutig und frech sein“

So aber blieb es zunächst beim 0:1 und bei der letzten nennenswerten Aktion der Kölner. „Man stellt sich schon die Frage, warum sind keine Tore gefallen, noch nicht mal die einfachen“, so Thielmann weiter. Doch der Stürmer glaubt auch weiterhin an die Wende. „Wenn wir anfangen auf der Erfolgswelle zu reiten, dann müssen wir draufbleiben“, so Thielmann. „Wir müssen uns im Training das Selbstvertrauen holen, offensiv spielen und den Weg zum Tor suchen. Wir müssen drauf schießen, mutig sein, frech sein.“ Bereits am kommenden Samstag steht die nächste Chance dazu an. Dann sind die Geißböcke zu Gast beim VfL Wolfsburg. Thielmann habe sich noch nicht mit dem Gegner beschäftigt, der Fokus liegt auf dem eigenen Team. Denn die Konkurrenz punktet auch. „Das ist uns auch klar. Deswegen müssen wir versuchen, mehr und schneller zu punkten. Damit fangen wir am Samstag an“, sagt der Offensivspieler. Die Position wird Thielmann dabei egal sein.

Ob der Youngster mit dem FC in die 2. Bundesliga gehen würde, wollte Thielmann am Mittwoch nicht sagen: „Ich kann dazu noch keine Auskunft geben. Wir konzentrieren uns darauf in der Bundesliga zu bleiben. Alles andere müssen wir dann schauen. Ich gehe von einem guten Ende aus.“

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Sorge um Kainz-Einsatz: Kapitän fehlt beim Training

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Sorge um Kainz-Einsatz: Kapitän fehlt beim Training

Droht dem 1. FC Köln gegen Wolfsburg der Ausfall eines weiteren Leistungsträgers? Florian Kainz konnte am Mittwoch nicht mit der Mannschaft trainieren.

Der 1. FC Köln muss im wichtigen Spiel gegen den VfL Wolfsburg möglicherweise auf seinen Kapitän verzichten. Florian Kainz nicht im Mannschaftstraining.

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Der 31-Jährige hat im Training am Dienstag einen Schlag abbekommen. Am Mittwoch musste er das Mannschaftstraining absagen. Und das drei Tage vor dem wichtigen Duell beim ebenfalls nicht sattelfesten VfL Wolfsburg. Ob und demnach auch wie lange Kainz dem FC nicht zur Verfügung steht, ist offen und soll abgeklärt werden. Der Ausfalle des Kapitäns käme natürlich besonders bitter. Kainz befindet sich unter dem neuen Trainer Timo Schultz im Aufwärtstrend, zeigte vor allem gegen Heidenheim eine starke Leistung. Auch diese Partie musste der Mittelfeldspieler verletzt frühzeitig beenden. Schultz hatte Kainz mit der Rolle eines Freigeistes betraut, offenbar eine gute Maßnahme für den Kapitän.

Vierte Ausfall eines Leistungsträgers

Neben Kainz fehlen aktuell mit Luca Waldschmidt, Mark Uth und Davie Selke bekanntlich weitere wichtige Offensivspieler, die langfristig fehlen. Der Ausfall von Selke wiegt aktuell besonders schwer. Am vergangenen Samstag agierte der FC ohne Stoßstürmer. Jan Thielmann spielte auf der Position in der Spitze und tat sich schwer. Dennoch würde mit Kainz der dritte Spieler ausfallen, der für die kreativen Momente hinter der Spitze wichtig ist. Zudem wäre Linton Maina dann der einzige verbliebene Kölner Torschütze. Zehn der bisherigen elf Treffer fallen auf Selke, Waldschmidt und Kainz. Immerhin kehrte am Mittwoch Rasmus Carstensen zurück in das Mannschaftstraining. Der Däne litt zuletzt unter einem Infekt, scheint für Samstag aber rechtzeitig fit zu werden.

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Medienbericht: Können Chabot und Schwäbe den FC zum Schnäppchenpreis verlassen?

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Medienbericht: Können Chabot und Schwäbe den FC zum Schnäppchenpreis verlassen?

Trotz der Krise rund um den 1. FC Köln spielen Jeff Chabot und Marvin Schwäbe auch in dieser Saison weiterhin auf hohem Niveau. Die Frage ist, wie lange noch. Wie die „Sport Bild“ berichtet, können beide Spieler den Verein im Abstiegsfall für eine einstellige Ablöse verlassen.

Auf dem FC-Stammtisch vor zwei Wochen gab Christian Keller einen Einblick über die Vertragssituationen bei den Geißböcken. Demnach hätten zwei Spieler kein gültiges Arbeitspapier für die 2. Bundesliga, drei Akteure würden über eine Ausstiegsklausel verfügen. Wie die „Sport Bild“ berichtet, läge die Ablöse in diesem Fall aber niedriger als angenommen. Gibt es Jeff Chabot und Marvin Schwäbe zum Schnäppchenpreis?

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Auch wenn er beim 0:4 gegen Borussia Dortmund am vergangenen Samstag sicherlich nicht seinen besten Tag erwischte, ist Jeff Chabot einer der großen Konstanten in dieser Saison. Bis auf wenige Ausrutscher ist der Innenverteidiger stabil, verhinderte wohl im Saisonverlauf noch Schlimmeres. Der 25-Jährige gewinnt im Schnitt zwei von drei Zweikämpfen, belegt mit einer Quote von 67 Prozent Platz zwei im Ligavergleich. Chabot ist sogar der beste deutsche Innenverteidiger der Liga. Dass die Werte Begehrlichkeiten wecken, ist dementsprechend verständlich. So soll es Interessenten aus der Bundesliga, aber auch aus der Premier League für Chabot geben. Beim Online-Portal transfermarkt.de wird der Marktwert des Abwehrspielers aktuell auf neun Millionen Euro geschätzt.

xSaves: Schwäbe einer der besten Keeper der Liga

Mindestens genauso konstant spielt in dieser Saison Marvin Schwäbe. Der Kölner Keeper verhinderte zahlreiche Großchancen. Das zeigt sich auch in der Torwarteffizienz. Dieser Wert ergibt sich aus den xSaves, die wie die Expected Goals erfasst werden. Die xSaves geben an, mit welcher Wahrscheinlichkeit auf das Tor abgegebene Schüsse pariert werden. Übersteigt die Anzahl erfolgreicher Paraden eines Torhüters den Wert der Schüsse, dann hat er eine positive Torwart-Effizienz. Zur Winterpause lag der Wert bei Schwäbe bei +7.2. Nicht nur das, Schwäbe ist damit der Beste der Bundesliga. Laut bundesliga.de waren bei dem Kölner Keeper bis zur Winterpause 50 Paraden erwartbar, Schwäbe kam aber auf 58. transfermarkt.de gibt den Marktwert des Keepers mit sieben Millionen Euro an. Die Bedeutung der beiden Akteure könnte für die Geißböcke nicht größer sein.

Abgänge im Abstiegsfall wohl nicht zu verhindern

Umso bitterer wäre ein Abgang im kommenden Sommer. „Mit Ausnahme von zwei Verträgen haben alle Verträge Zweitliga-­Gültigkeit“, hatte Christian Keller vor 14 Tagen die anwesenden Fans beim FC-Stammtisch beruhigt. Bei den beiden Kontrakten soll es sich wie berichtet um die Arbeitspapiere von Davie Selke und Mark Uth handeln. Zudem räumte der Sportdirektor aber auch ein, dass drei Spieler über eine Ausstiegsklausel verfügen würden. „Dann aber nicht für wenig Geld, sondern für viel Geld“, sagte Keller. Wie die „Sport Bild“ berichtet, fällt aber genau das deutlich niedriger aus, als gedacht. Demnach könnte Schwäbe den Verein im Falle des Abstiegs für vier Millionen Euro verlassen. Laut Artikel könne Chabot den Verein für eine Ablöse in „gleicher Größenordnung“ gehen.

Laut Artikel könnte auch Dejan Ljubicic den Verein im Abstiegsfall deutlich unter Marktwert verlassen. So soll der Mittelfeldspieler für fünf Millionen Euro gehen dürfen. Ljubicic ist trotz mäßiger Form der wertvollste Spieler im Kader. Das Online-Portal Gool.ai berechnet den Marktwert auf zehn Millionen Euro. Unabhängig vom finanziellen Aspekt wären die Abgänge sportlich kaum verkraftbar. Im Falle des Abstiegs wären sie aber wohl kaum noch zu verhindern.

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Profitiert Meiko Wäschenbach nun vom Olesen-Wechsel?

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Profitiert Meiko Wäschenbach nun vom Olesen-Wechsel?

Zu Beginn des Jahres durfte Meiko Wäschenbach bei Timo Schultz vorspielen, wurde dann aber wieder in die U21 der Kölner beordert. Am Dienstag trainierte der Youngster aber wieder bei den Profis mit. Bekommt das Talent nun seine Chance bei den Profis?

Am Dienstag kehrte ein weiteres Kölner Talent ins Training der Profis zurück. Bekommt der Mittelfeldspieler nun seine Chance bei den FC-Profis? Wie geht es weiter mit Meiko Wäschenbach beim 1. FC Köln?

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Am Sonntagnachmittag durfte er mal 90 Minuten ran. Meiko Wäschenbach stand im Testspiel der Kölner Profis gegen den VfL Bochum (0:2) die gesamte Spieldauer auf dem Platz, durfte Cheftrainer Timo Schultz vorspielen. Das gab es in dieser Spielzeit noch nicht so oft. Wäschenbach stand zum Jahresauftakt bei den Profis auf dem Trainingsplatz, spielte auch eine halbe Stunde bei Schultz‘ Premiere gegen Rot-Weiss Essen, wurde dann aber wie unter anderem auch Jaka Potocnik wieder zur U21 gebeten und war bis zum vergangenen Sonntag dort. Am Dienstag nahm der 20-Jährige auch wieder am Profi-Training teil. Eine bemerkenswerte Rückwärtsrolle, die so in der vergangenen Woche nicht abzusehen war, mittelfristig aber wohl zwingend nötig wird.

Nur Diehl und Finkgräfe momentan mit Spielzeit

Denn vor ziemlich genau einem Monat erklärte Christian Keller, dass aufgrund der für die Kölner Verantwortlichen überraschenden Härte des internationalen Sportgerichtshofs und der damit verbundenen einjährigen Transfersperre eben ein Lösungsansatz der eigene Nachwuchs sei. Tatsächlich wurde Justin Diehl begnadigt und kam durchaus vielversprechend in den vergangenen beiden Bundesliga-Spielen zum Einsatz. Auch Max Finkgräfe ist erwartungsgemäß weiterhin Teil des Bundesliga-Kaders, zudem trainiert Damion Downs bei den Profis. Nur wird es dann auch schon wieder ein wenig dünner mit den Personalien der Eigengewächse. Das große Talent Meiko Wäschenbach, das schon unter Steffen Baumgart Profi-Luft schnuppern durfte, führte die U19 im vergangenen Jahr zum Pokal-Sieg, ist aktuell einer der Leistungsträger der U21 und gilt schon seit einigen Jahren als eines der Kölner Vorzeige-Eigengewächse.

Tatsächlich soll Wäschenbach, der seit seinem 15. Lebensjahr den Geißbock auf der Brust trägt, im vergangenen Sommer Angebote der Kölner Konkurrenz ausgeschlagen haben. Interesse hat es jedenfalls an dem Youngster gegeben. Unter anderem wurde natürlich auch der VfB Stuttgart mit dem Nachwuchsspieler in Verbindung gebracht. Doch für Wäschenbach war zu diesem Zeitpunkt nur Köln ein Thema. „Ich spiele seit meiner Kindheit beim FC, bin im Verein groß geworden. Daher habe ich immer davon geträumt, hier Profi zu werden“, sagte der Mittelfeldspieler im Mai dem „Express“. „Das ist auch weiterhin das Ziel, aber dafür brauche ich eine Perspektive, die mir die Möglichkeit bietet, mich bei den Profis zu beweisen.“ Das mit der Perspektive ist beim FC bekanntlich so eine Sache. Pierre Nadjombe wird den Verein im Sommer Richtung Magdeburg verlassen. Wohl auch, weil er die nötige Perspektive wohl nicht gesehen hat.

Wie geht es weiter mit Meiko Wäschenbach?

Eine Perspektive hat man Justin Diehl wohl schon aufgezeigt, möglicherweise aber zu spät mit den für ihn richtigen Argumenten. Zwar schien Timo Schultz auch von Wäschenbach durchaus angetan, doch auch aufgrund der Kadergröße im Mittelfeld führte für das Kölner Eigengewächs der Weg erst einmal zurück in die U21. Nun also ein Umdenken beim Trainer. Möglicherweise wurde dieses auch durch die Leihe von Mathias Olesen begünstigt. Schließlich ist nun ein Platz im zentralen Mittelfeld frei geworden. Wäschenbach spielt eigentlich auf der Sechs, kann aber auch die Acht oder Zehn bekleiden. Unter Baumgart spielte er in der Vorbereitung offenbar auch als Backup für Benno Schmitz auf der rechten Verteidigerposition eine Rolle.


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