Wenn selbst das Prinzip Hoffnung schwindet – ein Kommentar

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Wenn selbst das Prinzip Hoffnung schwindet – ein Kommentar

Der 1. FC Köln kam am Wochenende nicht über ein Remis gegen Heidenheim hinaus und musste zwei weitere Ausfälle hinnehmen. Der Höhepunkt einer denkwürdigen Hinrunde. Trotz neuem Trainer und dem Einsatz von vielversprechenden Talenten schwindet die Fantasie, wie der FC die Wende schaffen will.

Mit dem 1:1 gegen Heidenheim endete für den FC eine mehr als denkwürdige Hinrunde. Trotz neuem Trainer und dem Einsatz einiger Nachwuchshoffnungen tritt Köln weiterhin auf der Stelle. Und die Aufgaben werden nicht leichter. Es schwindet die Fantasie, wie der FC den Klassenerhalt schaffen will. Ein Kommentar zur schwindenden Hoffnung beim FC.

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17 Spiele, elf Punkte, elf Tore, dazu das Aus des beliebten Steffen Baumgarts, die Transfersperre und empfindliche Strafen aufgrund von Pyro im Stadion – der FC blickt auf eine historisch schwarze Hinrunde zurück. Und Besserung ist aktuell nicht in Sicht. Dabei gab es vor dem Jahresauftakt Entscheidungen, Ereignisse und Emotionen, die bei dem ein oder anderen Kölner Anhänger so etwas wie Aufbruchstimmung ausgelöst haben können: der Trainerwechsel zu Beginn des Jahres, die Begnadigung von Youngster Justin Diehl, vielleicht sogar der einigermaßen beschwichtigende FC-Stammtisch, sicher aber der beeindruckende Auftritt der organisierten Fans zum Trainingsabschluss am vergangenen Freitag. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt hatte nach den katastrophalen Tagen vor Weihnachten bei vielen Fans sicherlich neues Futter erhalten. Innerhalb von 24 Stunden hat die neu gewonnene Euphorie einige schwere Wirkungstreffer einstecken müssen, der FC ist zum Ende der Rückrunde einmal mehr brutal auf den Boden der Realität geholt worden. Statt Aufbruchstimmung herrscht Ernüchterung.

Ein Punkt ist zu wenig

Ein Erfolg über Heidenheim hätte definitiv nicht die sichere Wende bedeutet, er hätte den Kölnern aber zum Rückrundenauftakt die Tür zum Klassenerhalt einen Spalt weiter geöffnet. Zumindest so weit, dass man mit ein wenig Hoffnung, vielleicht sogar Schwung und Selbstvertrauen in die schweren Spiele der kommenden Wochen gestartet wäre. Jene schweren Spiele, die in der Hinrunde nur allzu oft als Ausrede für den desolaten Saisonauftakt herhalten mussten. Trotz Trainerwechsel, taktischer Umstellung und motivierender Impulse sind die Geißböcke aber nicht über ein 1:1 gegen einen Aufsteiger hinausgekommen. Natürlich hat Timo Schultz recht, wenn er sagt, dass Heidenheim keine schlechte Saison spielt und zu recht in der oberen Tabellenhälfte steht. Nur steht bis auf Darmstadt aktuell jede andere Mannschaft der Liga wohl zu recht über dem FC. Gegen irgendwelche Gegner müssen die Punkte her. Ohne wenn und aber hätten die Kölner alleine aufgrund der sportlichen Situation am Samstag gewinnen müssen.

Dabei hat Timo Schultz erkennbar an einigen Stellschrauben gedreht und damit auch positive Dinge bewirkt. Seine Spieler sind am Samstag nicht blind ins Verderben gerannt, haben in den ersten 45 Minuten den Gegner dominiert und Chancen kreiert. Köln stand in der Defensive deutlich stabiler und war in der Offensive durch das Spiel durch das Zentrum eindeutig variabler. Das sollte wiederum Hoffnung machen. Unterm Strich bleiben aber nur dieser eine Punkt sowie die Erkenntnis, dass es der limitierte Kölner Kader gegen die spielstarken Teams der Liga, die zudem im Winter bereits ordentlich nachgerüstet haben, nicht leicht haben wird. Es fehlt die Fantasie, wie der FC in den kommenden Wochen gegen Dortmund, Wolfsburg oder Frankfurt „den Bock umstoßen“ will.

Hoffnungen ruhen auf dem Nachwuchs

Denn Schultz ist aufgrund der Transfersperre für die Kölner Verantwortlichen die eine, die einzige externe Möglichkeit, den FC auf Erfolgskurs zu bringen. Alles andere muss bei den Geißböcken von innen kommen. Das hat am Samstag gegen Heidenheim einmal mehr nicht gereicht. Und als hätte der FC in dieser Spielzeit nicht schon genug durchgemacht, kommen nun die Ausfälle von Luca Waldschmidt, Davie Selke und auch Mark Uth erschwerend hinzu. Den Geißböcken fehlt für mindestens mehrere Wochen nahezu die gesamte bisherige Torgefahr – wenn man es denn bei einer Torausbeute von elf Treffern in 17 Spielen so nennen mag. Die Fehleinschätzungen in Bezug auf die Qualität des Kaders und dem CAS-Urteil rächen sich nun auf bitterste Art und Weise und zeigen nur schemenhaft Leitplanken auf, an denen sich der FC aus dem Abstiegssumpf befreien kann.

Timo Schultz sprach am Samstag davon, dass es auf die erfahrenen Spieler ankommen würde und erinnerte damit an seinen Vorgänger, der die gleichen Worte mit dicken und dünnen Strohhalmen metaphorisierte. Die Wahrheit ist: Die Hoffnungen ruhen mehr denn je auf dem eigenen Nachwuchs, zum Teil 19-jährigen Kickern, die am Beginn ihrer Karriere stehen, sich auf dem ganz großen Boden noch nicht beweisen mussten. Eine schwere Last auf den dann doch noch schmalen Schultern. Immerhin hat der FC noch 17 Spiele. Ob das die Situation aber wesentlich verbessert, ist fraglich.


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Sky: Marl Uth und Davie Selke sollen ohne Vertrag für Liga zwei sein

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Sky: Marl Uth und Davie Selke sollen ohne Vertrag für Liga zwei sein

Christian Keller bestätigte beim FC-Stammtisch, dass zwei Spieler keinen Vertrag für die zweite Liga besitzen würden. Dabei soll es sich laut Sky um Davie Selke und Mark Uth handeln.

Monatelang schwebte die Transfersperre wie ein Damoklesschwert über dem 1. FC Köln. Die ist mittlerweile bestätigt, doch Fragen bleiben. Wie wird der Kader in der kommenden Saison aussehen? Was passiert, wenn der FC die Klasse nicht halten kann. Kaderveränderungen sind dann nicht unwahrscheinlich. Laut Sky wären Mark Uth und Davie Selke ohne Vertrag für Liga zwei.

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Wenn der FC am kommenden Samstag auf Borussia Dortmund trifft, werden Davie Selke und Mark Uth voraussichtlich auf der Tribüne Platz nehmen. Die beiden Offensivkräfte fallen wie berichtet wie auch Luca Waldschmidt mehrere Wochen aus, werden gleich mehrere Spiele für die Geißböcke verpassen. Ob die Routiniers in der kommenden Spielzeit auflaufen werden, ist allerdings unklar. Denn wie „Sky“-Reporter Patrick Berger berichtet, haben die beiden FC-Spieler keinen Vertrag für die zweite Liga. Heißt, sollte der FC im Sommer den Klassenerhalt verpassen, könnten Selke und Uth den Verein ablösefrei verlassen. Der Kontrakt hat keine Gültigkeit für Liga zwei. Selkes Vertrag für die Bundesliga läuft noch bis 2026, Uth hatte vor genau einem Jahr seinen Kontrakt bis 2025 verlängert. Und das, obwohl der Angreifer gerade verletzt keine Rolle für die Geißböcke spielte.

Drei weitere Spieler verfügen über Ausstiegsklauseln

Beim FC-Stammtisch am vergangenen Mittwoch hatte sich Christian Keller zu der Vertragskonstellation bei den Geißböcken geäußert. „Mit Ausnahme von zwei Verträgen haben alle Verträge Zweitliga-Gültigkeit“, erklärte der Sportdirektor. Diese beiden Verträge gehören laut Sky eben Selke und Uth. Gerade im Fall des 28-jährigen Selke ist es wohl eher unwahrscheinlich, dass der Angreifer mit dem FC in die 2. Bundesliga gehen würde. Nicht nur sportlich wären die Abgänge ein Verlust. Laut der Online-Platform Gool.ai kommt Selke aktuell auf einen Marktwert von 2.5 und Mark Uth auf einen Marktwert von 2 Millionen Euro. Zudem kann der FC die Abgänge aufgrund der Transfersperre bekanntlich nicht nachbesetzen – abgesehen von den Leihspielern, die im Sommer zurückkehren werden.

Somit besitzen Leistungsträger wie Marvin Schwäbe, Dejan Ljubicic und Florian Kainz Verträge für die 2. Bundesliga. Keller betonte am Mittwoch aber auch, dass es drei weitere Spieler gäbe, die über eine Ausstiegsklausel verfügen würden. „Dann aber nicht für wenig Geld, sondern für viel Geld“, sagte Keller. Dem Vernehmen nach soll einer der Spieler Innenverteidiger Jeff Chabot sein. Zudem laufen insgesamt fünf Verträge aus. Unter anderem der von Noah Katterbach, dessen Wechsel zum Hamburger SV wohl beschlossene Sache ist. Auch Justin Diehl, Benno Schmitz, Philipp Pentke und Dominique Heintz haben noch bis zum kommenden Sommer Vertrag. Derweil erklärte der Sportdirektor, dass die Leihspieler Luca Waldschmidt und Rasmus Carstensen fest verpflichtet werden sollen. Daran wird wohl auch die aktuelle Verletzung nichts ändern.


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Sportschau-Wahl: Erzielte Timo Hübers das Tor des Jahres?

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Sportschau-Wahl: Erzielte Timo Hübers das Tor des Jahres?

Mit seinem Hackentreffer gegen Hertha BSC steht Timo Hübers zur Wahl des Tor des Jahres bei der Sportschau. Der Kölner Abwehrspieler hatte die Monatswahl Mai für sich entschieden.

Wirklich viele Erfolgserlebnisse hat der FC in diesem Jahr noch nicht zu verzeichnen. Mit seinem Treffer gegen Hertha BSC hatte Timo Hübers immerhin die Tor-des-Monats-Wahl Mai der Sportschau für sich entschieden und steht damit zur Jahreswahl.

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Viel Grund zur Freude gab es für die Spieler des 1. FC Köln in den letzten Wochen bekanntlich weniger. Das sah im Frühling noch anders aus. Timo Hübers etwa war im Mai im Spiel gegen Hertha BSC gleich doppelt erfolgreich – und das als Abwehrspieler. Am 32. Spieltag setzten sich die Kölner mit 5:2-Toren gegen den Abstiegskandidaten durch. Die Führung durch Davie Selke drehten Lucas Tousart und Stefan Jovetic, ehe Hübers per Kopf noch vor dem Wechsel zum Ausgleich traf. Nach dem 3:2 durch Ellyes Skhiri war der Innenverteidiger erneut zur Stelle. Nach einer Flanke von Linton Maina war Hübers mit der Hacke zur Stelle und traf sehenswert. Denis Huseinbasics Treffer zum 5:2-Endstand geriet ob des Traumtors von Hübers ein wenig in den Hintergrund. Tatsächlich nominierte die Sportschau den Kölner Abwehrspieler zum Tor des Monats Mai.

Starke Konkurrenz für Hübers

Und Hübers setzte sich unter anderem gegen ein weiteres schickes Hackentor von Dortmunds Sébastien Haller durch. Damit ist der 27-Jährige automatisch für die Wahl zum Tor-des-Jahres nominiert. Doch die Konkurrenz ist nicht ohne. Unter anderem steht auch der Hammer von Joshua Kimmich zur Wahl, mit dem der Nationalspieler den Bayern in der Schlussminute im Januar vergangenen Jahres einen Punkt gegen die Kölner rettete. Seit 1971 wird das Tor des Jahres von der Sportschau gesucht. In der langen Torschützen-Liste befinden sich bislang nur zwei FC-Spieler. 1985 erzielte Pierre Littbarski gegen Werder Bremen das zwischenzeitliche 3:1 im Fallen. Dabei hatte die Kölner Legende den Ball zuvor gefühlt schon drei Mal verloren. Unvergessen auch das Traumtor von Marcel Risse 2016 gegen Borussia Mönchengladbach.

Lukas Podolski ist einer von sechs Spielern, die bereits zwei Mal das Tor des Jahres erzielten – allerdings nie im Dress der Geißböcke. 2017 erzielte der Weltmeister von 2014 ein Traumtor in seinem eigenen Abschiedsspiel gegen England. Und auch im vergangenen Jahr setzte sich Podolski, da aber im Dienste von Gornik Zabrze, durch. Rekordhalter der Tor-des-Jahres-Schützen ist ebenfalls ein Spieler mit Kölner Vergangenheit. Klaus Fischer erzielte drei Tore, die beim Jahresentscheid gewählt wurden. Einmal traf Fischer für Schalke, gleich zwei Mal im Dress der Nationalmannschaft. Bis zum 31. Januar haben die Fans die Chance, für ihren Favoriten abzustimmen. Das letzte Kölner Tor des Monats erzielte Ondrej Duda 2021. Im September war Benno Schmitz für sein Traumtor im Pokal immerhin nominiert.


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Medienberichte: Diehl und Katterbach in fortgeschrittenen Gesprächen?

Medienberichte: Justin Diehl und Noah Katterbach vor dem Absprung?
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Medienberichte: Diehl und Katterbach in fortgeschrittenen Gesprächen?

Auch aufgrund der Verletzungsmisere ruhen die Hoffnungen beim FC mehr denn je auf dem eigenen Nachwuchs. Doch anscheinend befinden sich zwei Eigengewächse auf dem Absprung.

Der Einsatz von Justin Diehl am Samstag gegen Heidenheim hat Hoffnung gemacht. Das Kölner Eigengewächs brachte nach seiner Einwechslung noch einmal Schwung. Viele Fans, aber auch die Kölner Verantwortlichen wünschen sich den Verbleib des 19-Jährigen. Doch ähnlich wie bei Noah Katterbach deutet sich ein Abschied an. Zumindest sagen das Medienberichte: Diehl und Katterbach vor dem Absprung?

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So berichtet der „Kicker„, dass Diehl weiterhin an dem Abgang aus Köln arbeitet. Laut dem Fachmagazin schreiten die Verhandlungen mit dem VfB Stuttgart fort, eine offizielle Verkündung könne es noch in diese Woche geben. Geht jetzt alles so schnell? Dass die Schwaben an dem Offensivspieler interessiert sind, ist kein Geheimnis. Selbst wenn VfB-Sportchef Fabian Wohlgemuth vor einigen Tagen betonte, dass die Verpflichtung des Kölner Talents aktuell kein Thema sei. Auch am Sonntagabend nach der Niederlage in Gladbach erklärte der Sportchef, dass aktuell auf dem Transfermarkt nichts geplant sei. Allerdings für den Winter. Im Sommer könnte der Abgang von Diehl dann folgen. Und das bekanntlich ablösefrei, der Vertrag läuft bis Ende Juni.

Chancen auf Verbleib stehen nicht gut

Besonders bitter, die Kölner hatten laut Christian Keller im Winter ein Gespräch mit der Seite Diehls geführt und gewisse Dinge ausgeräumt. Erst dadurch wurde der insgesamt dritte Bundesliga-Einsatz des 19-Jährigen am Samstag gegen Heidenheim möglich. Auf dem FC-Stammtisch unterstrich der Kölner Sportdirektor noch einmal den Versuch, das Eigengewächs doch noch langfristig an den FC zu binden. Die Kölner würden sich für einen Verbleib wohl auch finanziell noch ein wenig strecken. Besonders optimistisch klang Keller dabei aber nicht. Nach den Ausfällen von Luca Waldschmidt und Davie Selke wird der 19-Jährige für den FC noch wichtiger und sicherlich noch mehr Einsatzzeit erhalten. Keller wird die Hoffnung sicherlich noch nicht aufgeben, die Chancen für einen Verbleib stehen aber offensichtlich nicht gut.

Katterbach zum HSV?

Genauso wenig bei Noah Katterbach, wenn auch unter anderen Voraussetzungen. Denn ganz offensichtlich setzt auch Timo Schultz (noch) nicht auf die Dienste des Linksverteidigers, ein Wechsel ist durchaus denkbar. Katterbach wird immer wieder mit dem Hamburger SV in Verbindung gebracht. Der 22-Jährige war an die Hanseaten verliehen, wollte eigentlich bleiben, zog sich dann aber einen Kreuzbandriss zu. Laut „Bild“ (Bild+) ist sich Katterbach längst mit dem Zweitligisten einig. Spätestens im Sommer soll der Abwehrspieler demnach nach Hamburg wechseln. Laut Sky-Transferexperte Florian Plettenberg soll der Linksverteidiger einen Vertrag bis 2027 unterschreiben. Der Medizincheck stehe noch aus.

Ein Transfer ist allerdings auch noch im Winter möglich. Dann würden die Kölner noch eine geringe Transfersumme erzielen. Wie bei Diehl läuft auch der Vertrag von Katterbach im Sommer aus. Große Chancen auf Einsatzzeit wird Katterbach wie berichtet nicht haben. Am Samstag erhielt Max Finkgräfe den Vorzug, Schultz‘ ehemaliger Kapitän Leart Pacarada fehlt noch verletzungsbedingt. Der HSV soll laut Plettenberg auch an einem sofortigen Transfer interessiert sein. Der Ball liegt wohl beim FC.


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Erhöht das Verletzungspech die Chance für Justin Diehl?

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Erhöht das Verletzungspech die Chance für Justin Diehl?

Justin Diehl zeigte im Duell gegen Heidenheim, warum er für den FC ein Gewinn sein kann. Nach den Verletzungen von Luca Waldschmidt und Davie Selke hat sich seine Chance auf viel Einsatzzeit noch einmal deutlich verbessert.

Die Verletzungen von Davie Selke und Luca Waldschmidt treffen den FC zur Unzeit. Profitiert Justin Diehl vom Verletzungspech?

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Viele FC-Fans hatten lange auf diesen Moment gewartet und doch kam er früher als eigentlich geplant. Als Florian Kainz im Duell gegen den 1. FC Heidenheim nach einer knappen Stunde signalisierte, dass es nicht mehr weitergehen würde, feierte Justin Diehl dann doch das erhoffte Comeback im Profikader. Der 19-Jährige stand wie erwartet nach seiner Degradierung erstmals in dieser Saison in der Bundesliga auf dem Feld, der zweite Einsatz in der höchsten deutschen Spielklasse für den Youngster. Und Diehl machte seine Sache ordentlich, zeigte Dinge, die man beim FC zuletzt selten gesehen hat. Mutig suchte Diehl immer wieder das direkte Duell oder den Torabschluss, übernahm fortan die Standardsituationen. „An Selbstvertrauen mangelt es ihm jedenfalls nicht“, sagte Timo Schultz. „Es ist ein Junge, der Spaß macht.“

Schultz gehen die Offensiv-Alternativen aus

Und wohl auch Spaß machen muss. Denn der Spaß ist dem FC-Trainer am Sonntagnachmittag wohl vergangen. Nach dem Ausfall von Mark Uth in der vergangenen Woche ploppten nun die Verletzungen von Davie Selke und Luca Waldschmidt auf. Innerhalb weniger Tage ist dem Coach ein Großteil seiner geplanten Stamm-Offensive weggebrochen. Der Stamm-Offensive, auf die Schultz eigentlich gesetzt hatte. Im Rest der Saison würde es nämlich gerade auf „die älteren erfahrenen Spieler“ ankommen, sagte der 46-Jährige nach dem 1:1. Eben nicht auf die Nachwuchshoffnungen, die man aber durchaus in den kommenden Monaten weiterentwickeln werde. Doch die Verletzungsmisere wird die Situation beim FC wohl oder übel verändern. Denn der Kölner Youngster wird möglicherweise auf einmal eine doch sehr wichtige Rolle im Konstrukt der Geißböcke einnehmen müssen.

Zwar fällt von der Samstag-Startelf der Kölner mit Selke nur ein Spieler aus, wohlgemerkt einer Startelf, die sich ohne Uth und Waldschmidt einige Chancen erspielte, eine Halbzeit dominant war, doch der Ersatz für den verletzten Stoßstürmer ist in der aktuellen Verfassung überschaubar. Weder Steffen Tigges noch Florian Dietz machten in dieser Saison den Eindruck, den FC als Mittelstürmer aus der misslichen Lage befreien zu können. Bekanntermaßen spielen aber gerade Mittelstürmer im taktischen Kölner Spiel eine übergeordnete Rolle. Auch am Samstag schlugen die Kölner wieder 23 Flanken und damit fast zehn mehr als im eigenen Schnitt. Selbst wenn Selke mit seinen bisherigen fünf Treffern unter den Erwartungen einiger Fans liegen dürfte, fehlt die Fantasie, wer die Hereingaben von den Außen verwerten könnte. Gut möglich, dass ein Damion Downs schon bald seine Chance erhält.

Finden die FC-Bosse den Schlüssel zu Diehl?

Doch die Kölner zeigten im Duell eben auch noch ein anderes Gesicht. „Wir haben in der Spieleröffnung probiert, ein paar Jungs mehr in die Nähe des Balls zu kriegen und zwischen den Linien zu positionieren“, sagte Schultz. So wurde das Zentrum schnell überspielt und es wurden aus jenem ebenfalls Chancen kreiert. Ein Spiel, dass Diehl mit seinen starken Dribblings durchaus liegen kann. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass eben nicht alles funktionierte. Nachdem Diehl wiederholt den Ball im Eins-gegen-eins verloren hatte, gab es den ein oder anderen Kölner Profi, der wild gestikulierte. „Man hat gesehen: Bundesliga ist Bundesliga, er braucht noch Zeit“, sagte Selke, der aber auch das Potenzial des Youngsters sieht.

Über Einsatzzeit bei den Profis wird sich der 19-Jährige im Rest der Saison sicherlich nicht beschweren können. Das wird wohl nichts an seinen Wechselabsichten ändern. Möglicherweise aber die Nöte der Kölner. Sie werden zumindest in den kommenden Wochen an Diehl nicht vorbeikommen. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass der FC neben der nun wohl unausweichlichen Einsatzzeit auch mit anderen Mitteln um den Youngster werben wird. Ob der 19-Jährige darauf eingeht, ist weiterhin offen. Vielleicht sogar fraglich. So berichtet der „Kicker“, dass ein Wechsel des Youngsters zum VfB noch in dieser Woche verkündet werden könne.


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Und nun auch Selke: dem FC gehen die Offensivkräfte aus

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Und nun auch Selke: dem FC gehen die Offensivkräfte aus

Kurz nach der Hiobsbotschaft um Luca Waldschmidt folgt die nächste Schreckens-Meldung für den 1. FC Köln. Auch Davie Selke wird dem FC mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen.

Dem 1. FC Köln gehen so langsam die Offensivspieler aus. Der Vereint teilte am Sonntagmittag gleich zwei Verletzungen mit. Luca Waldschmidt fällt mehrere Wochen aufgrund eines Wadenbeinanbruchs aus, ein weiterer Leistungsträger fehlt den Geißböcken ebenfalls. Davie Selke fällt mehre Wochen aus.

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Im Sommer noch hatten viele Kölner Fans einige Horrorszenarien gezeichnet, als sie vehement einen neuen Stoßstürmer forderten. Damals litt Davie Selke unter einer mysteriösen Rückenverletzung, die lange nicht so recht greifbar wurde. Und auch Mark Uth fiel aus. Trotz der Verletzungen besserten die Kölner damals nicht nach. Das könnte dem FC nun auf die Füße fallen. Denn nur Minuten nachdem der Verein am Sonntag die Verletzung von Luca Waldschmidt publizierte, gab es die nächste Hiobsbotschaft. Auch Davie Selke wird den Kölnern mehrere Wochen fehlen. Während der Klub bei Waldschmidt ein angebrochenes Wadenbein als Verletzung angab, hieß es bei Selke nur, dass sich der Stürmer aufgrund von Schmerzen im linken Fuß einer MRT-Untersuchung unterzogen hatte. Das Ergebnis: Selke wird dem FC ebenfalls mehrere Wochen fehlen.

Selke spürte die Verletzung bereits am Samstag

Der Stürmer hatte beim 1:1 gegen Heidenheim die zwischenzeitliche Führung für die Geißböcke erzielt und war auch sonst enorm präsent. „Ich habe nach meinem Tor ein wenig an meinem Fuß gemerkt, habe aber durchgezogen“, sagte Selke nach dem Spiel in der Mixed Zone, nun folgte das Ergebnis einer MRT-Untersuchung. Die genaue Diagnose gab der Verein wie in den vergangenen Wochen oft nicht bekannt. Nach der Begegnung hatte Timo Schultz noch betont, dass in den kommenden Wochen die erfahrenen Spieler für den FC entscheidend sein würden. Der neue Kölner Coach hob Davie Selke noch einmal besonders hervor. Neben Selke fallen mit Luca Waldschmidt und Mark Uth zwei weitere wichtige Offensivkräfte, die eigentlich geplante Anfangs-Offensive, aus.

Youngster Justin Diehl könnte somit schneller als eigentlich geplant eine größere Rolle zukommen. Genauso wie Damion Downs. Denn im Vergleich zu Diehl erfüllt Downs eher die Rolle eines Stürmers wie Selke. Florian Dietz und Steffen Tigges konnten in dieser Spielzeit zudem noch nicht wirklich überzeugen. Tigges war in der Schlussphase gegen Heidenheim eingewechselt worden und war einmal mehr kein Faktor. Auch das Talent Jaka Potocnik ist keine Alternative, der Youngster ist bis März von der FIFA gesperrt worden.


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Angebrochenes Wadenbein bei Luca Waldschmidt

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Angebrochenes Wadenbein bei Luca Waldschmidt

Der 1. FC Köln muss mehrere Wochen auf Luca Waldschmidt verzichten. Der Offensivspieler zog sich am Freitag beim Abschlusstraining eine Verletzung zu.

Der 1. FC Köln bleibt vom Verletzungspech verfolgt. Wie der Verein mitteilte, fällt ein weiterer Leistungsträger mehrere Wochen aus: Angebrochenes Wadenbein bei Luca Waldschmidt. Das ergab eine MRT-Untersuchung.

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Nach Mark Uth in der vergangenen Woche zog sich am Freitag nun auch Luca Waldschmidt eine Verletzung zu und wird dem FC mehrere Wochen bis Monate fehlen. Der Offensivspieler erlitt im Abschlusstraining am Freitag einen Anbruch des Wadenbeins. Das teilte der Verein am Sonntag nach einer MRT-Untersuchung des 27-Jährigen mit. Der ehemalige Nationalspieler hatte einen Schlag auf das Wadenbein bekommen. Dieses war laut Trainer Timo Schultz stark angeschwollen. Dennoch gab sich der Trainer noch am Freitag optimistisch, hatte sogar gehofft, dass Waldschmidt am Samstag noch zum Einsatz kommen könne. Im Kader stand der 27-Jährige dann aber nicht.

Große Hoffnungen ruhen auf Waldschmidt

Dabei ruhen eigentlich große Hoffnungen auf dem Offensivspieler. Waldschmidt könnte hinter den Spitzen bei den Geißböcken eine wichtige Rolle spielen. Wie das Bundesliga-Debüt von Timo Schultz am Samstag zeigte, sucht der FC nun auch vermehrt das Heil im schnellen Spiel durch das Zentrum. Die Kölner wollen so variabler sein. Florian Kainz deutete am Samstag an, in welche Richtung das Spiel der Geißböcke gehen soll. Waldschmidt wäre für diese Position prädestiniert. Mark Uth, ebenfalls ein möglicher Zehner, fehlt aktuell ebenfalls verletzt.

Schon vor der Saison hatten die Kölner große Hoffnungen in die Leihe gesteckt. De ehemalige Nationalspieler wurde vom VfL Wolfsburg ausgeliehen und galt als Königstransfer. Die Erwartungen konnte der Offensivspieler bisher noch nicht erfüllen. Dennoch erklärte Christian Keller am FC-Stammtisch in der vergangenen Woche, dass er vorhabe, die Kaufoption bei Waldschmidt zu ziehen. Die kolportierte Ablöse soll bei drei bis vier Millionen Euro liegen.


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Timo Schultz: Erste Veränderung – erste Wirkung

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Timo Schultz: Erste Veränderung – erste Wirkung

Bei seinem Bundesliga-Debüt kam Timo Schultz mit dem 1. FC Köln nicht über ein 1:1 gegen Heidenheim hinaus. Dennoch waren erste Veränderungen sichtbar.

Am Ende könnte der eine Punkt gegen Heidenheim zu wenig sein. Dennoch gab es beim Bundesliga-Debüt von Timo Schultz auch positive Erkenntnisse. 1. FC Köln zeigt unter Timo Schultz erste Veränderungen.

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Großartige Veränderungen im Vergleich zu der Spielweise von Steffen Baumgart hatte Timo Schultz vor der Begegnung gegen Heidenheim nicht angekündigt und auch die angesprochenen Nuancen, die der Mannschaft guttun könnten, hatte der neue Kölner Trainer erst einmal im Dunkeln gelassen. So war bei der Präsentation seiner erstem Startelf die größte Überraschung, dass es eigentlich keine große Überraschung gab. Auf dem Papier stand die typische Baumgart-Formation 4-2-3-1, auf dem Feld eine durchaus erwartete Startformation, die bei den Ausfällen von Luca Waldschmidt, Mark Uth und Dejan Ljubicic wohl unter dem Ex-Coach genauso aufgelaufen wäre. Auf den ersten Blick war von Schultz‘ angekündigten Nuancen gar nichts zu sehen – wohlgemerkt vor der Partie und auf dem Papier.

Schultz findet einige richtige Stellschrauben

Denn schon mit Anpfiff ergab sich ein anderes Bild. Florian Kainz startete zunächst deutlich vor der erwarteten Zehner-Position, sogar neben Davie Selke, spielte dann aber auch mal hinter der Spitze. Der Kölner Kapitän brachte zunächst vier Flanken von der rechten Seite, bevor eine von links zur Kölner Führung führte. Gefühlt war der 32-Jährige in der Offensive überall unterwegs. Und das offenbar mit Absicht. „Florian war heute mehr oder weniger ein Freigeist um Davie herum. Er sollte aber auch immer wieder mit Linton Maina die Position tauschen, weil er sich sehr wohl auf dem Flügel fühlt und das Eins-gegen-eins suchen kann“, erklärte Timo Schultz, der sich mit der Leistung seines Kapitäns zurecht zufrieden gab. „Florian hat ein richtig gutes Spiel gemacht, war Dreh- und Angelpunkt“, so Schultz weiter. „Er hat genau das gemacht, was wir von ihm sehen wollen.“ So rief der 32-Jährige ausgerechnet im ersten Spiel nach Baumgart seine beste Saisonleistung ab, bereitete einen Treffer vor und leitete weitere Chancen ein. Sein Pass auf Maina hätte das 2:0 sein müssen, möglicherweise eine Vorentscheidung.

Maina vergab, unterstrich damit eine erneut durchwachsene Leistung. Allerdings rotierte auch der Außenbahnspieler, zeigte sich ebenfalls über die Außen, mal im Zentrum. Auffallend waren zudem die kurzen Pässe im zentralen Mittelfeld. Der FC scheint unter dem neuen Trainer eben nicht mehr nur den Weg über die Außen zu suchen. Wie bei seiner Station bei St. Pauli hat Schultz im Mittelfeld gerne Spieler, die eben das Zentrum auch mit schnellen Pässen überspielen und so Chancen aus dem Zentrum kreieren können. „Wir haben in der Spieleröffnung probiert, ein paar Jungs mehr in die Nähe des Balls zu kriegen und zwischen den Linien zu positionieren“, sagte Schultz. Ein Luca Waldschmidt hätte in das System wohl ebenfalls sehr gut gepasst. Der ehemalige Nationalspieler wird jedoch aufgrund eines diagnostizierten Anbruch des Wadenbeins auch in den kommenden Wochen nicht auf dem Platzt stehen können. Durch die taktische Veränderung schienen die Räume zwischen den Ketten nicht sonderlich groß. Vor allem in den ersten 50 Minuten gab es für Heidenheim nicht viel Platz zur Entfaltung.

FC im zweiten Abschnitt verunsichert und zu tief

Zudem rannten die Kölner den Gegner nicht 90 Minuten lang blind an. „Wir wollen auch trotzdem weiterhin vorne draufgehen“, sagte der Trainer. „Aber vielleicht in der ein oder anderen Phase, wenn der Gegner dann in der Ballkontrolle und weit weg von unserem Tor ist, auch mal nutzen, um uns gegen den Ball mal auszuruhen, um dann den entscheidenden Punch an den Tag legen zu können.“ Die Balance schien bei den Geißböcken lange zu stimmen. Doch mit der Auswechslung von Florian Kainz fehlte den Geißböcken in der Offensive die Struktur. Heidenheim wurde besser und verdiente sich den Ausgleich. „Wir waren 20 Minuten nicht mehr gut mit den Balleroberungen und haben uns hinten reindrücken lassen“, sagte Schultz. So standen die Kölner lange zu tief, wirkten zudem erneut verunsichert und strahlten kaum noch Torgefahr aus. Auch, wenn der Punkt am Ende des Tages gegen einen Aufsteiger zu wenig sein dürfte, Schultz‘ Nuancen der Veränderung waren auf dem Platz deutlich sichtbar.


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Florian Kainz in alter Stärke… und angeschlagen raus

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Florian Kainz in alter Stärke… und angeschlagen raus

Trotz einer ordentlichen Leistung ist der 1. FC Köln auch gegen Heidenheim nicht über ein 1:1 hinausgekommen. Doch das Spiel darf den Kölnern Hoffnung machen. Vor allem aufgrund der Leistung von Florian Kainz.

50 Minuten war der FC im Heimspiel gegen Heidenheim das bessere Team. Doch es reichte wieder nicht für drei Punkte. Dabei gibt es Hoffnung für den 1. FC Köln: Florian Kainz überzeugt bei Unentschieden.

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Ausgelaugt saß er auf der Auswechselbank, das rechte Bein ausgestreckt, der Oberschenkel mit einem dicken Eisbeutel ausgestattet, der Blick leer. Das Spiel war noch nicht zu Ende, aber möglicherweise befürchtete der Kölner Kapitän dort bereits, dass es eben kein gutes – zumindest ausreichend gutes Ende – nehmen würde. 1:1 gegen Heidenheim, ein Unentschieden gegen den Aufsteiger, ein Remis, das dem FC im Kampf um den Klassenerhalt nicht wirklich weiterhilft. „Wir hätten gerne drei Punkte geholt, aber Heidenheim steht zu Recht in der oberen Tabellenhälfte“, sagte Timo Schultz nach seinem Bundesliga-Debüt einmal mehr sachlich. Nicht ganz so sachlich jubelte der neue FC-Coach, als Davie Selke nach einem starken Ball von Timo Hübers und einer beeindruckenden Vorarbeit von Kainz aus der Drehung eingenetzt hatte.

Kainz mit seinem ersten Saison-Assist

Und diese Führung nach einer knappen halben Stunde war vollkommen verdient. Verdient, weil der FC in den ersten 45 Minuten vermutlich genau das abriss, was sich Schultz und die Kölner Führungsetage so vorstellt. „Ich habe eine Mannschaft gesehen, die die Brust draußen hatte und im Kopf klar war“, sagte Christian Keller. „Wir waren überzeugt und haben daran geglaubt, drei Punkte holen zu können.“ Das war der eine Teil der Wahrheit. Der andere zeigte sich in einigen Spielern, die auf einmal die Leistung abriefen, die man sich während der gesamten bisherigen Saison gewünscht hatte und es sich für die restlichen 17 Partien erhofft. Wie etwa ein Denis Huseinbasic, der das Spiel neben Eric Martel von der defensiven Mittelfeldposition lenkte, als habe er nie etwas anderes gemacht.

Und wie Florian Kainz. Der Kölner Kapitän war kaum wiederzuerkennen. Der 32-Jährige erinnerte an den Kainz, der in der vergangenen Spielzeit die Hinrunde mit fünf Toren und fünf Assists abgeschlossen hatte und es in diesem Jahr erst mit drei verwandelten Elfmetern auf die Anzeigetafel geschafft hat. Der Mittelfeldspieler startete etwas überraschend neben Davie Selke in der Spitze, ließ sich aber mit zunehmender Spieldauer dann doch eher Richtung Zehn zurückfallen. Kainz sprühte vor Spielwitz und Kreativität. Alleine in den ersten 25 Minuten hatte Kainz fünf Flanken in den Sechzehner gebracht. Hier versuchte es der Österreicher mit einem Steckpass, da mal mit der Hacke. Dazu zeigte sich Kainz ungewohnt zweikampstark, gewann insgesamt 73 Prozent seiner Zweikämpfe, die meisten in der wichtigen Zone im Mittelfeld. Die Kölner Führung schien nur eine Frage der Zeit und nach 29 Minuten war diese erreicht. Natürlich war es Kainz, der in dieser Spielzeit erstmals ein Tor vorbereitete. „Er hat heute ein richtig gutes Spiel gemacht“, befand Schultz.

Köln gibt den Sieg her

Und eigentlich hätte der 32-Jährige auch noch ein zweites Tor vorbereitet, möglicherweise eine Art Vorentscheidung. Doch so schön der Steckpass auf Linton Maina war, so kläglich scheiterte der Außenspieler an FCH-Keeper Kevin Müller. „Die für mich entscheidende Situation war direkt nach der Halbzeit, als wir das zweite Tor nicht machen“, sagte Schultz. Und tatsächlich verloren die Kölner anschließend ein wenig den Faden. Vor allem, weil Kapitän Kainz, der seine bislang beste Saisonleistung abrief, nach 59 Minuten vom Platz musste. „Er hat einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen, deshalb habe ich ihn runtergenommen“, erklärte der Coach. So musste der beste Spieler der Partie den weiteren Verlauf von der Bank mit Eiswürfeln auf dem Oberschenkel verfolgen. Kurz zuvor hatte Adrian Beck den Ausgleich erzielt.

Nach dem Wechsel lief in der Kölner Offensive nicht mehr viel zusammen. Der eingewechselte Justin Diehl war extrem bemüht, bei einigen Aktionen auch vielversprechend, oft aber auch einfach zu ballverliebt. So sehr, dass der ein oder andere Mitspieler schon wild gestikulierte, als der Youngster einmal mehr den Ball leichtfertig hergab. Für die Schlussphase kamen noch Steffen Tigges und Faride Alidou, die aber kein Faktor für das Spiel mehr waren. So blieb es beim insgesamt doch verdienten 1:1, das dem FC nicht so recht weiterhelfen, aber Hoffnung machen kann. „Ich glaube, dass wir auf dieser Leistung aufbauen können“, sagte Christian Keller. Vor allem auf die Leistung von Florian Kainz können die Kölner aufbauen, wenn er denn jetzt nicht erst einmal ausfällt.


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Die Stimmen zum Heidenheim-Spiel

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Die Stimmen zum Heidenheim-Spiel

Im ersten Spiel unter Timo Schultz war der 1. FC Köln gegen den 1. FC Heidenheim lange die bessere Mannschaft. Dennoch musste der FC sich mit einem 1:1 Remis begnügen. Nach dem Spiel äußerte sich der neue Trainer. Die Stimmen zum Heidenheim-Spiel.

Am 17. Spieltag spielte der FC 1:1 gegen FCH und startet nun auf dem 17. Tabellenplatz ins neue Jahr. Und das, obwohl die Geißböcke durchaus Torchancen hatten. Nach einem Tor von Davie Selke und einer guten ersten Halbzeit, glich Adrian Beck dann doch noch zum 1:1 aus. Danach fiel den Kölnern nicht mehr viel ein.

Die für mich entscheidende Situation war direkt nach der Halbzeit, als wir das zweite Tor nicht machen. Da hatten wir in nur wenigen Minuten mehrere hohe Balleroberungen. Wenn wir da das 2:0 gemacht hätten, wäre der Spielverlauf noch mehr auf unserer Seite gewesen. Danach waren wir 20 Minuten nicht mehr gut, haben viele Standards zugelassen und das 1:1 kassiert. Wir hätten gerne drei Punkte geholt, aber Heidenheim steht zu Recht in der oberen Tabellenhälfte. Die spielen eine richtig starke Saison und sind eine der unangenehmsten Mannschaften. Mich ärgert beim Gegentor, dass wir den Rückraum eigentlich klar eingeteilt hatten. Trotzdem nehmen wir den Punkt mit.

Timo Schultz

Photo by Christof Koepsel/Getty Images

Wir haben eine gute erste Hälfte gespielt. Am Ende haben uns die ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit die Punkte gekostet. Aber es ist ein Punkt mehr als gestern, den nehmen wir mit. In der zweiten Halbzeit haben wir zu viele Standardsituationen zugelassen. Wir wussten, dass Heidenheim da seine Stärken hat. So ist auch das Gegentor gefallen, deswegen haben wir nur einen Punkt geholt. Nächste Woche kommt gegen Dortmund das nächste Heimspiel, da wollen wir wieder etwas packen. Wir werden das heutige Spiel analysieren. Wir arbeiten noch nicht so lange mit dem neuen Trainer, aber gewöhnen uns langsam aneinander. Ich bin guter Dinge, dass wir die nächsten Wochen gut weiterarbeiten werden.

Jeff Chabot

Es war eine gute erste Hälfte von uns. In der zweiten hat Heidenheim besser gespielt. Wir können trotzdem darauf aufbauen. Es ist ein neuer Trainer da mit eigenen Ideen. Es ist gut, dass wir schon einiges haben umsetzen können.

Davie Selke

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