Effzeh kommt gegen Heidenheim zum 1:1

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Effzeh kommt gegen Heidenheim zum 1:1

Der 1. FC Köln ist zum Jahresauftakt in der Fußball-Bundesliga nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus gekommen. Beim Bundesliga-Debüt von Trainer Schultz reichte es gegen Heidenheim nur zu einem Punkt.

Die erhoffte kurzfristige Wende hat die Trainer-Entlassung von Steffen Baumgart beim 1. FC Köln offenbar nicht gebracht. Der FC kommt gegen Heidenheim nicht über ein Remis hinaus. Beim Bundesliga-Debüt von Timo Schultz reichte der Treffer von Davie Selke (29.) nicht. Adrian Beck glich aus.

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Timo Schultz hatte im Vorfeld angekündigt, im Vergleich zu Vorgänger Steffen Baumgart vorerst nur Nuancen verändern zu wollen. Von der taktischen Ausrichtung auf dem Papier wählte der neue Coach allerdings ebenfalls eine 4-2-3-1-Formation. So hielten sich die Überraschungen bei der Startelf ebenfalls in Grenzen. Schultz setzte auf Max Finkgräfe und Rasmus Carstensen auf den Außen in der Viererkette. In der Innenverteidigung kehrte Jeff Chabot zurück. Zudem begann auf der Zehn Florian Kainz. Luca Waldschmidt hatte sich im Abschlusstraining verletzt und stand nicht zur Verfügung. Auf der Doppelsechs begann neben Eric Martel Denis Huseinbasic, im Angriff lief Davie Selke auf.

Huseinbasic verfehlte knapp

In den ersten Minuten hatten die Kölner aber noch ihre Schwierigkeiten, Heidenheim übernahm die Spielkontrolle. Die Heidenheimer bestimmten die Anfangsphase durch viel Ballbesitz, allerdings nur in der eigenen Hälfte. Der FC blieb kompakt und ließ keinen tiefen Ball zwischen den eng stehenden Ketten zu. Spielfluss wollte so nicht aufkommen. Die Kölner lauerten auf Konter. Huseinbasic setzte Linton Maina ein, dessen Hereingabe wurde geblockt. 

Nach zehn Minuten steigerte sich der FC zunehmend, gewann mehr Zweikämpfe im Mittelfeld und kam durch Kainz zu einigen Flanken. Nach zwei Ecken, die verpufften, flankte Kainz scharf aus dem Halbfeld, fand aber keinen Abnehmer. Wirklich gefährlich wurde es aber auf beiden Seiten zunächst nicht. Davie Selke brachte den Ball per Kopf erstmals auf das gegnerische Tor, FCH-Keeper Kevin Müller fing aber problemlos. Doch der FC steigerte sich. Nach knapp zwanzig Minuten nahm sich Huseinbasic aus der Distanz ein Herz. Der Schuss wurde aber von Müller stark pariert. Bei der anschließenden Ecke kam Selke zum Abschluss, verfehlte das Tor nur knapp. 

Selke trifft nach Flanke von Kainz

Der FC wurde zunehmend dominanter, wollte den Treffer. Zunächst steckte Kainz clever durch auf Huseinbasic. Dessen Flanke brachte Carstensen nicht aufs Tor.  Anschießend ließ Kainz seinen Gegner wie eine Slalomstange stehen, flankte auf Selke, der aus der Drehung heraus ein wenig glücklich zum 1:0 traf. Doch auch Heidenheim kam zu Chancen. Norman Theuerkauf scheiterte in der 35. Minute aus kürzester Distanz an Marvin Schwäbe und verpasste so den Ausgleich. Nun gewannen die Kölner gefühlt jeden Zweikampf und eroberten wichtige zweite Bälle. Jan-Niklas Beste versuchte es von links, wurde aber von Timo Hübers gestoppt, der dafür Gelb sah. Mit dem knappen Vorsprung ging es in die Kabine.

Schultz hatte keinen Grund in der Pause zu wechseln. Der Auftritt der Geißböcke war bis dato ordentlich. Und Köln machte genauso weiter. Kainz spielte Maina in den Lauf, doch der Offensivspieler scheiterte an Müller. Anschließend brachte Kainz eine Flanke auf Selke, der aber nicht genug Druck hinter den Ball bekam. Aber auch Heidenhelm spielte noch mit. Eben Dinkci brachte den Ball in Richtung Tor, verfehlte aber knapp. Anschließend lud Schwäbe Jan-Niklas Beste ein, dessen verunglückter Pass über Umwege bei Tim Kleindienst landete, doch der Heidenheimer vergab. Adrian Beck machte es nach einer Ecke besser. Aus 16 Metern netzte der Heidenheimer ein.

Köln fällt nicht viel ein

Schultz reagierte und brachte nach einer knappen Stunde Justin Diehl. Doch nun war der Gast besser im Spiel. Zunächst scheiterte Dinkci. Anschließend vergab Kleindienst aus kurzer Distanz per Kopf. Zehn Minuten nach seiner Einwechslung versuchte es Diehl nach einem starken Eins-gegen eins, doch der Ball wurde geblockt. Schultz wechselte auch Steffen Tigges und Faride Alidou ein. Doch wirklich viel Offensivpower entwickelten die Kölner in dieser Phase nicht mehr. Erst Jan Thielmann probierte es nochmal aus der Distanz. Müller fasste den Ball nicht sicher und lenkte ihn gegen den Pfosten. Chabot holte einen Freistoß 25 Meter vor dem Heidenheimer Tor raus, den Diehl aber über das Tor schoss. Auch Hübers kam mit dem Kopf an einen Freistoß, konnte aber nicht mehr richtig abschließen. Es blieb beim 1:1-Unentschieden. Köln belegt damit auch weiterhin den 17. Tabellenplatz. Am kommenden Samstag ist Dortmund zu Gast.

FC: Schwäbe – Finkgräfe, Chabot, Hübers, Carstensen – Martel, Huseinbasic – Maina (71. Alidou), Kainz (59. Diehl), Thielmann – Selke (71. Tigges) – Tore: Davie Selke 1:0 (29.) , 1:1 Beck (55.)


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Ohne Waldschmidt: So startet der FC gegen Heidenheim

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Ohne Waldschmidt: So startet der FC gegen Heidenheim

Nach seiner Sperre kehrt Jeff Chabot erwartungsgemäß zurück in die Startelf. Es gibt aber die ein oder andere unerwartete Nominierung.

Bundesliga-Debüt für Timo Schultz und das mit einer etwas umformierten Mannschaft. So startet der FC gegen Heidenheim.

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Taktisch hatte Timo Schultz angekündigt, erst einmal nur Nuancen im Vergleich zu seinem Vorgänger verändern zu wollen. Dennoch startet der Trainer ebenfalls wie Baumgart mit einer 4-2-3-1-Formation. Doch der 46-Jährige hat auch Änderungen in der Startelf vorgenommen. Erwartungsgemäß kehrt Jeff Chabot wieder für Dominique Heintz zurück in die Anfangsformation. Luca Waldschmidt steht nicht im Kader. Der Offensivspieler hatte sich beim Abschlusstraining verletzt und ist offensichtlich nicht rechtzeitig fit geworden. Dafür wird wohl Florian Kainz doch wieder auf der Zehn hinter der Spitze spielen. Zudem steht auch Denis Huseinbasic wieder in der Anfangsformation und wird voraussichtlich neben Eric Martel auf der Doppelsechs spielen. Die Offensivreihe bilden Linton Maina, Florian Kainz und Jan Thielmann.

So startet der FC gegen Heidenheim

 


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Timo Schultz: Passt die St. Pauli-Taktik auch auf den FC?

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Timo Schultz: Passt die St. Pauli-Taktik auch auf den FC?

Vor seinem Bundesliga-Debüt wollte Timo Schultz nicht verraten, wie er mit dem 1. FC Köln gegen Heidenheim gewinnen will. Ein Blick zurück auf seine St. Pauli-Zeit könnte ein Fingerzeig sein.

Timo Schultz wurde auch nach Köln geholt, um die Fußball-Idee von Steffen Baumgart fortzuführen. Erfolgreich war der FC damit zuletzt nicht mehr. Auch deswegen wird der neue Trainer einige Dinge verändern beim 1. FC Köln: So will Timo Schultz gegen Heidenheim gewinnen.

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So wirklich wollte Timo Schultz am Donnerstag nicht mit der Sprache herausrücken, wie er sein erstes Pflichtspiel als Trainer der Bundesliga angehen, es im Vergleich zu Steffen Baumgart verändern wolle, um es erfolgreich zu bestreiten. „Jeder Trainer hat so ein bisschen seine eigenen Vorstellungen, wie er mit einer Mannschaft umgeht, wie die Abläufe und was die Trainingsinhalte sind. Grundsätzlich werden wir aber schon bei der Ausrichtung bleiben“, erklärte der Trainer. Kein Wunder, Schultz setzte sich in der Wahl zum Chefposten bei den Geißböcken auch durch, weil er die von Baumgart implementierte Spielweise weiter tragen soll. „Wir werden mutig sein, wir wollen aggressiv spielen, den Gegner frühzeitig attackieren. Das liegt in der DNA der Mannschaft. Das hat sie in den letzten zweieinhalb Jahren ausgezeichnet“, fuhr Schultz fort. „Wir werden unsere Stärken beibehalten.“

Hohe Einnahmen durch Abgänge

Stärken beibehalten ist sicherlich ein gutes Mittel, dabei sollten die Kölner aber auch nicht vergessen, ihre Schwächen abzustellen. Und davon gab es einige. „Es ist klar, dass wenn man nach 16 Spielen nur zehn Tore geschossen hat, dann ist das zu wenig. Die Quote müssen wir erhöhen“, erklärte Schultz und: „Ich bleibe dabei, dass der erste Ansatz aber sein muss, dass wir defensiv stabil stehen. Aus dieser Defensive wird der Gegner attackiert.“ Die Lösungsideen für die Misere sind vorhanden. Wie diese Lösung aber konkret angegangen wird oder wurde, wollte Schultz dann aber nicht verraten. Der Trainer sprach lediglich von Nuancen, die der Mannschaft guttun würden. Ein wenig scheint der neue Trainer auf den Überraschungseffekt hoffen zu wollen. „Ein paar Dinge wurden bestimmt verändert, die wir noch nicht kennen“, sagte Heidenheim-Trainer Frank Schmidt. „Wir hatten da jetzt wenig Möglichkeiten draufzuschauen.“ Der FCH-Coach setzte eher auf die Erfahrung mit dem Kölner Trainer. „Wir kennen ihn ja noch aus der Zeit von St. Pauli.“

Tatsächlich lohnt sich der Blick zurück. Denn er zeigt, dass auch Schultz‘ Vergangenheit zu einer pro-Entscheidung der Kölner Verantwortlichen geführt haben könnte. Dazu gehören sicherlich das auch bei den Kiezkickern praktizierte Gegenpressing, die hohe Intensität, das frühe Anlaufen. Aber noch mehr. Bei St. Pauli hat der Trainer vorwiegend mit einer 4-1-3-2-Formation gespielt. Auch Baumgart wählte in dieser Saison gegen Stuttgart und Leverkusen die gleiche Variante – mit eher überschaubarem Erfolg. Bei Schultz sind die beiden Außenverteidiger sehr offensiv ausgerichtet. In der erfolgreichen Spielzeit 21/22 agierten auf den Außenpositionen mit Luca Zander und Leart Pacarada zwei Verteidiger, die durchaus ihre Qualitäten in der Offensive haben. Alleine Pacarada kam damals auf 132 Flanken aus dem Spiel heraus, belegte damit in der Liga den zweiten Rang.

Variables Spiel in der Offensive

Das Flankenspiel war also auch unter Schultz ein wichtiger Faktor – aber im Gegensatz zu den Kölnern in dieser Spielzeit auch ein erfolgreicher. Das beste Flankenspiel verpufft, wenn es keinen erfolgreichen Abnehmer gibt. Damit hat der FC in dieser Spielzeit bekanntlich seine Probleme. 162 Hereingaben brauchten die Kölner, um gegen Bochum erstmals mit der FC-Waffe der vergangenen Baumgart-Jahre zu treffen. Schultz kündigte am Donnerstag an, variabel und flexibel auftreten zu wollen, um für den Gegner nicht so „leicht ausrechenbar“ zu sein. Das war er mit seinem Team bei St. Pauli auch nicht. Zwar ist für Schultz das Flankenspiel ein probates Mittel gewesen, aber nicht der alleinige Heilsbringer. Eine wichtige Rolle spielte für Schultz Daniel-Kofi Kyereh. Der Offensivspieler agierte bei St. Pauli meist hinter den Spitzen. Durch sein kreatives Passspiel gerieten die Hanseaten immer wieder hinter die gegnerische Kette. Kyereh erzielte in den beiden Jahren für St. Pauli 22 Tore und bereitete 21 vor.

Vom Leistungsvermögen sollte ein Luca Waldschmidt die Qualität des Offensivspielers mitbringen. Doch befindet sich der ehemalige Nationalspieler bekanntlich ebenfalls nicht im Formhoch. Dennoch wird Schultz wohl mit Florian Kainz und eben Waldschmidt, wenn der denn fit sein sollte, ein technisch spielstarkes Mittefeld aufbauen wollen, um das Offensivspiel variabler zu machen. Auch der rechte Mittelfeldspieler könnte also ein Profi sein, der die neutrale Zone schnell überspielen soll. Im Sturm setzte Schultz sonst gerne auf zwei klassische Mittelstürmer, die die Flanken verwerten sollten. Davon wird der Coach beim FC wohl abweichen (müssem). Wahrscheinlicher ist die Variante mit einem Stoßstürmer wie Davie Selke sowie einem Tempospieler wie Jan Thielmann oder Justin Diehl.

So könnte der FC gegen Heidenheim spielen

Erstes Pflichtspiel: Überrascht Schultz bei der Aufstellung?

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Erstes Pflichtspiel: Überrascht Schultz bei der Aufstellung?

Für Timo Schultz beginnt die Amtszeit beim 1. FC Köln mit dem Pflichtspiel gegen den 1. FC Heidenheim. Nur wenige Spieler scheinen bei dem 46-Jährigen vorab gesetzt. Überrascht Schultz? So könnte der FC gegen Heidenheim spielen.

Nach dem Aus von Steffen Baumgart zum Ende des vergangenen Jahres steht beim 1. FC Köln nun Timo Schultz an der Seitenlinie. Der Trainer hat nur kleine Veränderungen angekündigt. Dennoch wird es bei der Startelf sicherlich den ein oder anderen Namen geben. So könnte der FC gegen Heidenheim spielen.

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Von einer gelungenen Generalprobe konnte man am vergangenen Samstag beim Testspiel des FC bei Rot-Weiss Essen nicht sprechen. Und wirklich viel Aufschluss über die Aufstellung wird das 4:4 auch nicht geben können. Timo Schultz ließ jedenfalls mit großer Sicherheit nicht seine favorisierte erste Elf zu Beginn auflaufen. Dennoch hat der neue Coach einen Einblick im seine künftige Ausrichtung gewährt. Schultz favorisiert eine 4-1-3-2-Formation, ließ diese auch gegen den Drittligisten spielen. Dass der 46-Jährige nicht oder nur ungerne von der Viererkette abweichen würde, erklärte Schultz bereits auf der ersten Pressekonferenz beim Amtsantritt. Gegen RWE ließ der neue Trainer auch zwei Spitzen auflaufen, so wie er es meistens bei St. Pauli getan hat. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird der Trainer auch am Samstag bei dieser Variante bleiben.

Maina oder Thielmann?

Während Steffen Baumgart in der Hinrunde zum Großteil an seiner Startelf festhielt, werden die Karten unter Timo Schultz nun neu gemischt. Auch, wenn der neue Trainer in der vergangenen Woche betonte, nur Kleinigkeiten verändern zu wollen. Und doch sind auch unter dem Ostfriesen die ersten Plätze vergeben. Vor dem natürlich weiterhin gesetzten Marvin Schwäbe wird mit Sicherheit Jeff Chabot auflaufen. Der Innenverteidiger hatte bei der 0:2-Pleite gegen Union Berlin noch gesperrt gefehlt. Mit seinen überragenden Werten ist er einer der Top-5-Innenverteidiger der Liga. Schultz wird an dem Abwehrspieler nicht vorbeikommen. Zwar hatte Timo Hübers am vergangenen Samstag sicher nicht seinen besten Tag. Doch auch diese Personalie sollte neben Chabot eigentlich sicher sein. Zumal Luca Kilian in der vergangenen Woche noch krankheitsbedingt gefehlt hat.

Auf den Außenverteidigerpositionen geht es schon deutlich spannender zu. Bei St. Pauli ließ der Trainer in der Regel mit zwei hohen Außenverteidigern spielen, die ihre Stärken in der Offensive haben. Das würde auf der rechten Seite für Rasmus Carstensen sprechen. Auf der linken Außenposition könnte Schultz auf Max Finkgräfe setzen oder mit Noah Katterbach, der ein ordentliches Spiel gegen Essen machte, überraschen. Vor der Viererkette sollte bei der Formation mit einem Sechser Eric Martel gesetzt sein. Da Schultz ein Freund der Raute im Zentrum ist, dürfte diese Formation am Samstag bevorzugt werden. Auf der linken Außenbahn wird Florian Kainz zum Einsatz kommen. Schultz betonte ganz klar, dass er den Kapitän auf dieser Position sehe. Damit könnte es für Linton Maina eng werden. Der schnelle Außenbahnspieler war unter Baumgart Stammspieler, jetzt wird er sich wohl mit Jan Thielmann um die rechte Außenposition streiten müssen.

Wird Waldschmidt rechtzeitig fit?

Luca Waldschmidt zog sich im Abschlusstraining eine Verletzung zu. Ob der Offensivspieler rechtzeitig fit ist, ist offen. Soller er einsatzbereit sein, wird Waldschmidt mit großer Wahrscheinlichkeit auf der Zehn beginnen. Der ehemalige Nationalspieler dürfte in den Überlegungen von Schultz eine wichtige Rolle spielen. Neben den Flanken über die Außen soll Waldschmidt durch das Zentrum für kreative Momente sorgen. Auch Davie Selke dürfte von Beginn auflaufen. Somit bleibt die zweite Sturmspitze offen. Gut möglich, dass Thielmann diese Position ausfüllen soll und dafür Maina auf der rechten Außenbahn beginnt. Vielleicht lässt Schultz aber auch Youngster Justin Diehl mal von Beginn an ran. Für Dejan Ljubicic kommt ein Einsatz wohl zu früh. Der Mittelfeldspieler hatte die erste Trainingswoche unter Schultz krank verpasst.

So könnte der FC gegen Heidenheim spielen

Gänsehaut-Stimmung beim Abschlusstraining des 1. FC Köln

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Gänsehaut-Stimmung beim Abschlusstraining des 1. FC Köln

Beeindruckende Stimmung beim Abschlusstraining des 1. FC Köln. Mehr als 1000 Fans stimmten die Geißböcke für die Begegnung am Samstag gegen Heidenheim ein.

Mehr als 1000 Fans stimmten die Mannschaft und den Trainer am Freitagnachmittag auf die Samstagsbegegnung der Geißböcke gegen Heidenheim ein. Ein besonderer Moment auch für den neuen Trainer des 1. FC Köln: Gänsehaut beim Abschlusstraining vor Heidenheim.

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Am Donnerstag verlegte FC-Trainer Timo Schultz das Training kurzerhand ins Kölner Stadion, einen ersten Vorgeschmack auf die dortige Stimmung erhielt er dann aber erst beim Abschlusstraining am Freitag. Denn während das Geheimtraining auf dem neuen Rasen des RheinEnergiestadions unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, kamen zum Abschlusstraining am Freitag knapp 1000 Kölner Anhänger. „Ich bin überzeugt davon, dass jeder einzelne Köln-Fan seinen Verein zu 100 Prozent unterstützen wird. Das wird eine extrem heiße Stimmung“, sagte auch Frank Schmidt am Donnerstag auf der PK. Ein solches Training wird der Heidenheim-Coach wohl noch nicht erlebt haben. Unter lautstarken Gesängen trainierten die Kölner Spieler.

Zum Abschluss „En unserem Veedel“

Unter dem Motto „FC jeff Jas, he weed nit resigniert“ – entsprechend der Bap-Hymne – hatten der Südkurve e.V. und die Wilde Horde aufgerufen, dass möglichst „alle zum Abschlusstraining“ kommen sollten. Mehr als 1000 Anhänger waren dem Aufruf gefolgt und sorgten für ein beeindruckendes Gänsehaut-Training. Zuvor hatten sich zahlreiche Fans am Grüngürtel getroffen und waren gemeinsam zum Franz-Kremer-Stadion marschiert. Unter Bengalos feuerten die Fans die Spieler, die nur wenige Meter entfernt trainierten, an. Besonders emotional wurde es am Ende des Trainings, als die Mannschaft sich vor der Tribüne versammelten. Die zahlreichen Fans stimmten den Bläck-Fööss-Klassiker „En unserem Veedel“ an.

„Grundsätzlich freue ich mich immer, wenn ich beim 1. FC Köln ins Stadion gehe. Da herrscht Bombenstimmung, das macht richtig Spaß. Ich hoffe am Samstag nicht nur in den acht Minuten vor dem Anpfiff, sondern auch über 90 Minuten auf dem Platz“, hatte Timo Schultz noch am Donnerstag auf der Pressekonferenz der Kölner gesagt. Mit einem solchen Training wird der Coach aber nicht gerechnet haben. „Das war geil. Die können gerne jeden Tag kommen. Die Ansprache war sehr motivierend. Der Tenor ist klar: zusammenhalten“, sagte der Trainer dem „Express“. Auch Präsident Werner Wolf und Sportdirektor Christian Keller sowie Thomas Kessler ließen sich das emotionale Training nicht entgehen. Die Fans zeigten mit der beeindruckenden Aktion, dass sie trotz der wohl berechtigten Kritik hinter dem Klub stehen.

Wird es beim 1. FC Köln noch weitere Abgänge geben?

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Wird es beim 1. FC Köln noch weitere Abgänge geben?

In der vergangenen Woche hatte Christian Keller erklärt, es gäbe aktuell einen weiteren angedachten Abgang bei den Geißböcken. Doch es könnte noch weitere geben.

Trotz der Transfersperre könnte es beim 1. FC Köln noch Veränderungen geben. Plant der FC doch noch weitere Winter-Abgänge?

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Als Christian Keller in der vergangenen Woche zum Jahresauftakt vor die Presse trat, war der neue Trainer noch nicht gefunden, zumindest noch nicht final. Insofern erklärte der 46-Jährige die Auswahlkriterien und die Findungsphase für einen neuen Cheftrainer. Fast schon beiläufig erwähnte Keller, dass es durchaus die Überlegung eines weiteren Winter-Abgangs geben würde. So betonte der Sportdirektor, dass es da einen jungen Spieler gäbe, „für den eine Leihe gegebenenfalls Sinn macht, um ihm Spielzeit zu verschaffen, um ihn weiterzuentwickeln.“ Als ein potenzieller Abgang war schnell Mathias Olesen auszumachen. Auf den Nationalspieler Luxemburgs halten die Kölner Verantwortlichen große Stücke. Und das, obwohl der 22-Jährige unter Steffen Baumgart nicht wirklich zum Zuge kam.

Gespräche mit unzufriedenen Spielern

Die Konkurrenz auf seiner Position ist aktuell so groß, dass sich die Situation wohl auch unter Timo Schultz nicht grundlegend ändern wird. Tatsächlich würde die Leihe für alle Beteiligten durchaus Sinn machen. Olesen würde wie die weiteren fünf verliehenen Akteure Spielpraxis sammeln und in einem halben Jahr mit mehr Erfahrung zum FC zurückkehren. Am Donnerstag wurde Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung, auf der Pressekonferenz zum Heidenheim-Spiel gefragt, ob es bereits einen neuen Stand in Bezug auf diesen Abgang gäbe. Der 37-Jährige verneinte, ohne den Namen des möglicherweise abgehenden Spielers zu nennen. Es könne aber schon sein, dass bald etwas passieren würde, betonte Kessler.

Bleibt es bei dem einen Abgang? „Es ist klar, dass wenn die Saison wieder losgeht und der ein oder andere Spieler dann merkt, dass es vielleicht nicht die Einsatzzeit gibt, die er sich erhofft, gerade bei einem neuen Trainer, dass man dann Gespräche führt“, sagte Kessler. Dass es auch unter Timo Schultz den ein oder anderen unzufriedenen Spieler geben wird, ist bei der Breite des Kaders wohl klar. Dass der FC aufgrund der Transfersperre aber keinen Leistungsträger, selbst wenn dieser außer Form spielen sollte, abgibt, ist ebenfalls Fakt. Das bestätigte Christian Keller erst am Mittwochabend beim FC-Stammtisch. Demnach würde kein Akteur eine Freigabe erhalten. Zumindest die, „die wir als Leistungsträger einplanen, auch wenn sie dem momentan vielleicht noch nicht gerecht geworden sind.“ Doch werden es unter dem neuen Coach auch einige Spieler schwer haben.

Gibt es weitere Kandidaten?

Nach wie vor wird beim Hamburger SV die Personalie Noah Katterbach gehandelt. Der Linksverteidiger erlebte eine gute Phase beim Zweitligisten, wollte eigentlich gar nicht nach Köln zurück. Der Kreuzbandriss kam dazwischen. Nun ist der Abwehrspieler wieder fit, machte ein ordentliches Spiel gegen RW Essen. Ob er aber mittelfristig eine Option für Schultz ist, ist offen. Zumal der neue Coach in Köln auf seinen alten Kapitän aus gemeinsamen Zeiten bei St. Pauli, Leart Pacarada, trifft. Schultz formte den 29-Jährigen zu einem der besten Linksverteidiger der 2. Liga, Pacarada war unter Schultz ein Leistungsträger bei den Kiezkickern. Auch Max Finkgräfe hatte unter Steffen Baumgart die Nase vorne und dürfte angesichts des Kölner Nachwuchsplans weitere Chancen erhalten.

Der gut dotierte Vertrag des 22-jährigen Katterbach läuft im Sommer aus. Eine Vertragsverlängerung gäbe es sicherlich nur zu geringeren Bezügen, der FC könnte bei einem Winter-Transfer noch eine geringe Ablöse einheimsen. Beim HSV ist man indes auf der Suche nach einem Linksverteidiger. Allerdings geistert der Name Steffen Baumgart als möglicher künftiger HSV-Coach durch die Gerüchteküche. Unter Baumgart erhielt Katterbach bekanntlich nie eine Chance. Aktuell fehlt zudem auch ein wenig die Fantasie, wie Sargis Adamyan noch eine Rolle im Kader der Kölner spielen kann. Der Armenier kommt auch im zweiten Jahr beim FC nicht in Form. Durch den offensichtlichen Kader-Nachrücker Justin Diehl könnte auch Florian Dietz wieder auf die Abgänge-Liste rutschen. Bislang viel Konjunktiv, nach den ersten Spielen unter Schultz werden sich die Sichtweisen vermutlicch konkretisieren.

Das Rätsel Jacob Christensen

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Das Rätsel Jacob Christensen

Jacob Christensen gilt als eins der großen dänischen Zukunftsversprechen. Beim 1. FC Köln ist seit seiner Verpflichtung davon nichts zu sehen. Der Sechser erhielt unter Steffen Baumgart kaum eine Chance.

Heiß umworben, großes Zukunftsversprechen, erstaunliches Potenzial – die Verpflichtung von Jacob Christensen im Sommer war vielversprechend. Im Winter ist die Ernüchterung groß. Dabei spricht eigentlich so viel für den jungen Dänen vom 1. FC Köln: Das Rätsel Jacob Christensen.

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So wirklich schlau kann man aus der Personalie Jacob Steen Christensen auch fünf Monate nach seiner Verpflichtung noch nicht werden. Das zurückhaltende, fast schon schüchterne Auftreten des 22-Jährigen passt so gar nicht zu der von ihm kolportierten ruppigen Spielweise, für die er bei seinen ehemaligen Mannschaftskollegen bekannt gewesen sein soll. Und: Die von Experten prophezeite Qualität des Sechsers ist nicht mit der aktuellen Einsatzzeit übereinzubringen. Jacob Christensen und seine Verpflichtung bleiben ein Rätsel. Denn das heiß umworbene dänische Talent kommt nach der Hinrunde auf keine einzige Spielminute in der Liga. Immerhin durfte der Däne in der ersten Runde des DFB-Pokals mal ran. Dann war Christensen raus, wurde nicht mehr berücksichtigt. „Die Kölner sagen, dass sie daran glauben, dass ich ein wichtiger Spieler werden kann“, sagte Christensen im Sommer der dänischen Zeitung „BT“. „Es ist aber mein erster Wechsel als Seniorenspieler. Deswegen gehen sie davon aus, dass es Monate dauern wird, bis ich mich eingelebt habe.“

Hohe Einnahmen durch Abgänge

Dass Christensen nicht direkt ein adäquater Ersatz für Ellyes Skhiri sein würde, war allen Beteiligten klar. Doch sprachen die Vorzeichen für eine deutlich schnellere Integration. Mit gerade einmal 17 Jahren gab Christensen sein Debüt beim aktuellen dänischen Vizemeister, dem FC Nordsjælland, mittlerweile kommt der Mittelfeldspieler auf 159 Pflichtspiele für die Profis. 159 Einsätze – mit 22 Jahren. Tatsächlich war Christensen einer der erfahrensten Spieler des FC Nordsjælland. Von den Stammspielern war nur der 33-jährige Innenverteidiger Kian Hansen deutlich älter. Das kommt nicht von ungefähr. Der FCN ist wohl der Inbegriff eines Entwicklungsklubs. Der dänische Klub bildet Spieler auch aus, um sie gewinnbringend zu verkaufen. In der vergangenen Transferperiode nahm der Klub laut transfermarkt.de 25 Millionen Euro durch Abgänge ein, in der Vorsaison waren es knapp 20 Millionen Euro. Die Ausgaben durch Zugänge belaufen sich für beide Transferperioden auf keine zehn Millionen Euro.

Christensen ging ablösefrei, der FC bezahlte nur eine geringe Ausbildungsentschädigung. Noch im vergangenen Winter hatte Panathinaikos Athen ein hübsches Sümmchen für den Mittelfeldspieler geboten, doch der dänische Klub lehnte ab. Auch im Sommer war Christensen heiß umworben. Dem Dänen sollen Angebote aus Spanien, Italien, England und Frankreich vorgelegen haben. Und eben eins vom FC. „Es mag überraschen, aber Köln kam nicht gerade mit den besten Bedingungen, was das Gehalt angeht“, sagte Christensen „BT“. Der 22-Jährige wollte zu einem Klub wechseln, „in dem ich mich fußballerisch entwickeln kann, und deshalb ist es Köln geworden.“ Vor allem das Gespräch mit Steffen Baumgart und Christian Keller habe die Entscheidung in Richtung Domstadt gelenkt. „Ich habe einfach gespürt, dass sie mich unbedingt haben wollten.“

Die Karten werden neu gemischt

Dieser unbedingte Wunsch bestätigte sich während der Saison allerdings nicht. Dabei war die Saisonvorbereitung noch vielversprechend. Christensen hinterließ einen ordentlich Eindruck. Der 22-Jährige löste in den Testspielen viele Drucksituationen erstaunlich souverän. Dazu fiel sein taktisches Zweikampfverhalten besonders positiv auf. Negativ dagegen, dass Christensen offenbar Probleme mit der hohen Intensität hatte. Wie er zunächst auch selbst bestätigte und später auch von Steffen Baumgart zu hören bekam. Nun ist der Trainer, bei dem Christensen so ein gutes Bauchgefühl hatte, nicht mehr in Köln tätig. Und kurioserweise könnte genau darin die Chance des Mittelfeldspielers liegen. Unter Timo Schultz werden die Karten neu gemischt. Auch für das umworbene Talent Jacob Christensen.

Warum Heidenheim für Christian Keller in der Bundeliga „eigentlich unmöglich“ ist

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Warum Heidenheim für Christian Keller in der Bundeliga „eigentlich unmöglich“ ist

Für den 1. FC Köln startet das Jahr 2024 mit dem Pflichtspiel gegen den 1. FC Heidenheim. Unterschiedlicher könnten die Vorzeichen vor der Partie nicht sein. Und doch sind sie in dieser Spielzeit anders als erwartet.

Größer könnten die Unterschiede eigentlich nicht sein: Der 1. FC Köln als erster Meister der Bundesliga trifft auf den Aufsteiger 1. FC Heidenheim. Eigentlich sollten die Rollen klar verteilt sein. Eigentlich. Warum Heidenheim für Christian Keller eine absolute Sensation ist.

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Obwohl die Kritik an seiner Person in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen hat, fällt Christian Keller weiterhin durch eine eher sachliche, eine nüchterne Art auf. Der Sportdirektor des 1. FC Köln poltert nicht sonderlich, neigt bei öffentlichen Auftritten aber auch eher selten zu Begeisterungsausbrüchen. Vor gut zwei Monaten geriet der 46-Jährige im eigens produzierten FC-Podcast dann doch ins Schwärmen. „Dass der 1. FC Heidenheim in der Bundesliga spielt, ist eine absolute Sensation“, sagte Keller über den vermeintlichen direkten Konkurrenten. „Für mich ist das die größte Managerleistung, die ich im Fußball bis jetzt live miterleben durfte, was Holger Sanwald da mit seinen Kollegen gemacht hat.“

Großer Erfolg mit überschaubaren Mitteln

Tatsächlich ist die Entwicklung des Tabellenneunten eine beeindruckende. Eben jener Holger Sanwald übernahm als 27-Jähriger 1994 den Heidenheimer SB als Abteilungsleiter. Damals spielte der Klub in der Landesliga, trat dort aber auf der Stelle. Doch mit Sanwald, der zu dieser Zeit noch in der Reserve des Vereins auf Torejagd ging, gelang der Aufschwung. Der heute 56-Jährige suchte mittelständige Unternehmen als Sponsoren, führte Heidenheim zunehmend in professionelle Strukturen und gleichzeitig in die Oberliga. 2007 spaltete sich der 1. FC Heidenheim ab, es folgte 2008 der Aufstieg in die Regionalliga. Und das erstmals unter dem neuen Trainer Frank Schmidt. Kontinuierlich ging die Erfolgsgeschichte weiter. Eben bis zum Aufstieg in die Bundesliga in der vergangenen Spielzeit.

Und das nach wie vor mit überschaubaren Mitteln. Gerade einmal zwei Millionen Euro gab Heidenheim im Sommer aus, davon 1,8 Millionen Euro für Stürmer Marvin Pieringer. Das Online-Portal gool.ai berechnet den Kaderwert auf 42 Millionen Euro, der Wert der Kölner liegt bei 83 Millionen. „Was uns stark macht, sind Fleiß, Ehrgeiz, Ehrlichkeit. Wir gehen alle vernünftig miteinander um, bescheißen keine Sponsoren oder Partner“, erklärte Sanwald erst vor wenigen Wochen im Doppelpass. „Es gibt bei uns viele tolle mittelständische Unternehmen, das ist unsere Basis, da gibt es keinen einzelnen Mann, entsprechend lang ist ja auch unsere Sponsoren-Liste.“

Keller: „Grundsätzlich ist das eigentlich unmöglich“

Eine Erklärung, die banal, vielleicht zu banal klingt – zumindest für die gesamte Erfolgsgeschichte. „Grundsätzlich ist das eigentlich unmöglich. Dass Heidenheim Bundesliga spielt und große Klubs wie Schalke, Hamburg, Düsseldorf oder Hannover hinter Heidenheim rangieren, das ist an harten Fakten festgemacht, nicht zu erklären“, sagte auch Christian Keller im Oktober. „Aber es geht im Fußball nicht nur um harte Fakten. Es geht auch um weiche.“ Und als diese machte der Kölner Sportdirektor unter anderem die geringere Medialität aus. Und: „An kleineren Standorten ist im Gegensatz zu größeren Klubs eine höhere Personenkontinuität auf entscheidenden Stellen ausgeprägt. Wenn man alleine beim FC schaut, wie viele Cheftrainer, sportliche Verantwortliche und vielleicht auch Präsidenten der FC in den vergangenen Jahren hatte, dann kommt man auf eine hohe Zahl. Holger Sanwald ist seit 1994, Frank Schmidt ist seit fast 17 Jahren verantwortlich.“

Und wenn es nach Sanwald geht, wird sich so schnell zumindest an der Personalie des Trainers auch nichts ändern. „Frank Schmidt kann sich nur selbst entlassen, dieser Satz ist so bei uns. Er will sich an Erfolgen messen lassen, das zeichnet seinen Charakter aus. Und das begeistert auch uns“, so der 56-Jährige. Das Vorgehen in Heidenheim erinnert schon ein wenig an den SC Freiburg. „Große Klubs haben ein hohes Maß an Nervosität und Volatilität (Schwankungen, Anm. d. R.). Man verändert etwas, um etwas besser zu machen. Auch um für eine vermeintliche Zufriedenheit bei den externen Anspruchsgruppen zu sorgen. Langfristig wird es aber selten besser“, erklärte Keller damals, in der Annahme, ebenfalls an Steffen Baumgart festzuhalten. Vermutlich in der Hoffnung, ebenfalls durch Kontinuität in die Erfolgsspur zu finden. Mit der Kontinuität ist es seit Dezember vorerst wieder vorbei.

Und so treffen am Samstag zwei Klubs aufeinander, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Und doch eint sie eine Sache: Im Winter wird es weder bei Heidenheim noch beim FC keine Neuverpflichtungen geben. Während der FC es nicht darf, will Heidenheim nicht. „Ich brauche keinen Neuzugang. Ich liebe diese Mannschaft und vertraue ihr zu hundert Prozent“, sagte Schmidt unlängst dem „Kicker“.

Schultz: „Die Mannschaft ist komplett intakt, sie ist fit, sie lebt“

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Schultz: „Die Mannschaft ist komplett intakt, sie ist fit, sie lebt“

Timo Schultz steht mit der Begegnung gegen Heidenheim vor seinem Bundesliga-Debüt als Trainer des 1. FC Köln. Vor der Partie sprach der 46-Jährige über den Gegner, seine Premiere und das Personal.

In zwei Tagen steht für Timo Schultz das erste Pflichtspiel als Trainer des 1. FC Köln auf dem Programm. Nervös ist der Coach nicht. „Momentan bin ich noch in der täglichen Arbeit gefangen. Ich habe mir noch nicht viele Gedanken gemacht“, sagt der 46-Jährige.

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Von großen Veränderungen spricht FC-Coach Timo Schultz im Vorfeld der Begegnung gegen den 1. FC Heidenheim am kommenden Samstag (15.30 Uhr, Sky) nicht. Dabei ist schon die Pressekonferenz anders als noch zu Baumgarts Zeiten. Obwohl auch der Ex-Trainer die Vorbereitung auf das jeweils kommende Spiel meist sachlich beschrieb, ist mit Timo Schultz eine gewisse Ruhe ins Geißbockheim eingekehrt. Zudem wird der Trainer nun auf der obligatorischen Spieltags-PK von Thomas Kessler begleitet. Der Leiter der Lizenzspielabteilung soll künftig Fragen außerhalb des Spielbetriebs beantworten.

Schultz: „Das liegt in der DNA der Mannschaft“

Im Spielbetrieb sind es Kleinigkeiten, die Timo Schultz verändern wird, um den FC zurück in die Erfolgsspur zu bringen. „Jeder Trainer hat eine eigene Ansprache, eigene Abläufe was die Trainingsabläufe angeht. Wir können schon Nuancen verändern, die der Mannschaft gut tun“, sagt Schultz, ohne diese genau zu benennen. Dabei ist eine Veränderung beim FC nach der insgesamt desolaten Hinrunde dringend nötig. Das weiß auch Schultz, der den „Bock umstoßen“ möchte. „Die Mannschaft ist komplett intakt, sie ist fit, sie lebt. Das macht es mir sehr leicht. Der Ansatz liegt auf dem Platz. Es ist klar, dass wenn man nach 16 Spielen nur zehn Tore geschossen hat, dann ist das zu wenig. Die Quote müssen wir erhöhen“, erklärt der Coach. Zwar will Schultz aus einer stabilen Defensive agieren, Baumgarts Offensivfußball soll aber wie berichtet trotzdem weiter gelebt werden. „Wir werden mutig sein, wir wollen aggressiv spielen, den Gegner frühzeitig attackieren“, sagt der 46-Jährige. „Das liegt in der DNA der Mannschaft. Das hat sie in den letzten zweieinhalb Jahren ausgezeichnet.“

Nur Uth und Pacarada fallen aus

Mit dem 1. FC Heidenheim trifft der FC auf einen Gegner, den der Coach aus seiner Zeit in der 2. Bundesliga kennt. „Die Mannschaft hat sich nicht sonderlich verändert“, sagt Schultz. „Heidenheim ist auch in der 2. Bundesliga bekannt dafür gewesen, dass sie einige Spiele durch Standards ziehen können. Sie haben eine extrem wuchtige, robuste Mannschaft“, so der 46-Jährige weiter. „Wir haben aber bei Standards auch in der Hinrunde schon extrem sicher gestanden und nur wenig zugelassen. Wir wollen bei den offensiven Standards eine Schippe drauflegen.“ Personell kann Timo Schultz nahezu aus dem Vollen schöpfen. Nur Mark Uth und Leart Pacarada werden definitiv ausfallen. Die anderen Spieler seien Optionen für den Kader. Allerdings deutete der Trainer an, dass man bei Spielern, die zwei Wochen gefehlt hätten schon genau hinschauen müsse. Somit dürfte ein Einsatz von Dejan Ljubicic unwahrscheinlich sein. Der Mittelfeldspieler hatte in der Vorwoche wegen eines grippalen Infekts gefehlt und am Mittwoch die Einheit aangeschlagen verlassen.

Beim Trainer steigt indes die Vorfreude. Im Kölner Stadion herrsche immer eine Bombenstimmung. „Die macht richtig Spaß. Ich hoffe, nicht nur in den acht Minuten vor dem Spiel, sondern auch in den 90 Minuten auf dem Platz“, sagt Schultz. „Um irgendwann in der Bundesliga zu stehen, arbeitet man als Trainer. Dieses Glück habe ich jetzt. Spätestens Morgen geht das Kribbeln los.“


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Keller bestätigt ligaunabhängige Kaufoption der Leihen und Verbleib von Leistungsträgern

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Keller bestätigt ligaunabhängige Kaufoption der Leihen und Verbleib von Leistungsträgern

Beim FC-Stammtisch am Mittwochabend mussten sich die Kölner Verantwortlichen vielen Fragen stellen. Sportdirektor Christian Keller äußerte sich auch zu den Vertragskonstellationen im Abstiegsfall.

Gut fünf Stunden dauerte der FC-Stammtisch am Mittwochabend in Ossendorf. Genug Zeit, viele Fragen zu klären. Neben den Hauptthemen CAS-Urteil und Trainer-Aus wurde auch über die Kaderplanung des 1. FC Köln im Abstiegsfall gesprochen. Christian Keller bestätigt dabei den Verbleib der Leistungsträger sowie die ligaunabhängige Kaufoption der Leihspieler.

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Die Transfersperre hat die Verantwortlichen des 1. FC Köln bekanntlich auf dem falschen Fuß erwischt. Kein Wunder, dass das Thema viel Zeit des Stammtischs am Mittwochabend einnahm. Dabei ging es vor allem um das Zustandekommen des Transfers, der zu der drakonischen Sanktion führte, aber auch um die Folgen. Denn bis Januar 2025 dürfen die Geißböcke keine neuen Spieler verpflichten. Die Sorge vor einem Totalabsturz ist bei den Kölner Fans dementsprechend groß. Vor allem die vor dem Worst-Case-Szenario Abstieg. In den Sozialen Medien wird bereits über die Abgänge zahlreicher Leistungsträger spekuliert, der ohnehin schon schwache Kader würde einmal mehr an Qualität verlieren. Einige Fans befürchten sogar den Durchmarsch in Liga 3.

Zwei Spieler haben keinen Vertrag für die 2. Liga

Einigen Sorgen konnte Christian Keller am Mittwoch ein wenig Wind aus den Segeln nehmen. So bestätigte der Sportdirektor, dass nur zwei Akteure des Profikaders im Falle des Abstiegs über keinen Vertrag der 2. Liga verfügen würden. Keller betonte aber auch, dass immerhin drei Akteure bei einem Gang in die 2. Bundesliga über Ausstiegsklauseln verfügten. Namen nannte der 45-Jährige erwartungsgemäß nicht. Dass es aber jetzt im Winter schon zu einem Verkauf von möglichen Leistungsträgern kommen könne, verneinte der Sportdirektor vehement. Alle Leistungsträger würden bleiben. „Da wird keine gehen“, sagte Keller entschieden. Damit sollte das Thema Dejan Ljubicic für diese Transferperiode endgültig vom Tisch sein. Die Personalie hatte Anfang Dezember für Unruhe gesorgt, als das Gerücht aufploppte, mit einem Verkauf des Mittelfeldspielers könnten Gelder für Neuverpflichtungen akquiriert werden. Steffen Baumgart hatte darauf mit Kritik an der Transferpolitik seiner Vorgesetzten reagiert. Spätestens durch die Transfersperre ist das aber kein Thema mehr.

Auf diese habe man sich ohnehin vorbereitet. So wurden insgesamt fünf Spieler verliehen, die laut Keller im kommenden Sommer mit mehr Erfahrung und viel Spielpraxis zurück zum FC kehren würden. Außerdem habe man ganz bewusst eine Kaufoption bei den geliehenen Spielern, also Rasmus Carstensen, Luca Waldschmidt und Faride Alidou vereinbart. „Die Kaufoptionen sind ligaunabhängig“, erklärte Keller. Gerade bei Carstensen liege die „Wahrscheinlichkeit bei 100 Prozent, dass wir die Kaufoption ziehen“, sagte Keller. Der Rechtsverteidiger hat sich enorm entwickelt und schon jetzt seinen Marktwert von 1.5 Millionen Euro auf mehr als 6 Millionen hochgeschraubt. „Das gleiche gilt auch für Luca“, ergänzte der Sportdirektor. Demnach werden die Geißböcke auch Waldschmidt fest verpflichten. Selbst, wenn der Gang in die 2. Liga ansteht. Eine erstaunliche Aussage. Die Ablöse soll dem Vernehmen nach bei drei bis vier Millionen Euro liegen, sie würde einen Vertrag über drei Jahre mit sich bringen. Ob Keller die Option auch bei Alidou zieht, ist angesichts der schwachen Leistungen eher fraglich.

Diehl soll in der Liga helfen

Bei der Kaderzusammenstellung räumte Keller Fehler ein. Ihm sei es nicht gelungen, die Abgänge von Jonas Hector und Ellyes Skhiri aufzufangen. Der Sportdirektor suchte nicht nach Ausflüchten, verteidigte aber seinen Sparkurs. „Unsere Hauptaufgabe ist es, die Insolvenz des 1. FC Köln zu verhindern“, sagte der 46-Jährige. An der Transfersperre gibt es nun ohnehin nicht mehr viel zu rütteln. Neben den Leihspielern baut Keller weiterhin auf den eigenen Nachwuchs. Ein Baustein könnte und wird dabei Justin Diehl sein. Die Kölner Verantwortlichen erklärten, dass der 19-Jährige in der Hinrunde körperlich noch nicht soweit gewesen sei. „Jetzt ist er bereit, uns in der Bundesliga zu helfen.“ Vielleicht schon am kommenden Samstag gegen Heidenheim.

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