FC-Mitglieder fordern Antworten nach rabenschwarzen Donnerstag

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FC-Mitglieder fordern Antworten nach rabenschwarzen Donnerstag

Am Mittwochabend stehen der Vorstand und die Geschäftsführung des 1. FC Köln beim FC-Stammtisch Rede und Antwort – zumindest ist das der Wunsch der 1200 anwesenden Mitgliedern.

Nach den unruhigen Tagen vor Weihnachten wollen die Kölner Verantwortlichen die Wogen glätten. Und das beim FC-Stammtisch am Mittwochabend. Die FC-Mitglieder fordern Antworten.

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Die 0:2-Pleite zum Jahresabschluss gegen Union Berlin, das Aus des eigentlich so beliebten Steffen Baumgart, die Bestätigung der Transfersperre – wirklich besinnlich waren die Tage vor Weihnachten für FC-Fans wohl nicht gerade. Vor allem aber die auf einer Pressekonferenz vorgetragenen Erklärungsversuche der Kölner Verantwortlichen sorgten bei nicht wenigen Kölner Fans für Irritation, hinterließen weitere Fragen. Am Abend sollen Antworten folgen. Der Verein hat zum „Mitgliederstammtisch“ eingeladen und mehr als 1200 Mitglieder – und damit mehr als bei der letzten Mitgliederversammlung – werden der Einladung folgen. Und obwohl viele organisatorische Abläufe einer Mitgliederversammlung wegfallen, wird die Veranstaltung wohl alles andere als ein gemütliches Beisammensein. Im Gegenteil, die Kölner Verantwortlichen werden sich wohl einige ungemütliche Fragen gefallen lassen müssen.

FC-Fans hoffen auf Antworten

Denn die Stimmung bei den Fans ist alles andere als friedlich, der FC nicht nur sportlich von ruhigen Fahrgewässern weit entfernt. Die Trennung von Baumgart und das Verhalten in Bezug auf die Transfersperre wurde von vielen Fans hinterfragt, die Kölner Verantwortlichen massiv kritisiert. Im Raum steht die Frage, ob die Sanktion der FIFA zu verhindern gewesen wäre. Genauso wird weiterhin über den Sinn der Trainerentlassung diskutiert. Dass sich mehr als 1200 Mitglieder zu der Veranstaltung angemeldet haben, spricht Bände und führte zu einer kleinen Planänderung. Der FC verlegte den Stammtisch vom „12. Mann“ im Rhein-Energie-Stadion in die MMC-Studios in Köln-Ossendorf. Wie der Verein bei der Einladung mitteilte, sollen die Mitglieder die Chance haben, sich zu informieren, zu kritisieren, aber auch Anregungen einzubringen. Allerdings nicht wie bei der Mitgliederversammlung am Rednerpult, die Mitglieder haben vom Sitzplatz aus die Chance, sich zu melden.

Durch die Veranstaltung führt der in Rheinbach aufgewachsene Moderator Jan Henkel. Antworten sollen Präsident Werner Wolf, die Vizepräsidenten Carsten Wettich und Eckhard Sauren, die Geschäftsführer Christian Keller und Philipp Türoff sowie die Mitgliederräte Ho-Yeon Kim und Fabian Schwab geben. Die Kölner Verantwortlichen wollen zunächst noch einmal explizit auf das CAS-Urteil und das Zustandekommen eingehen, es wird zudem ausführlich über den Trainerwechsel gesprochen. Anschließend sollen die Fragen gestellt werden. Der Stammtisch wird nicht live übertragen. Es soll aber später einen Mitschnitt der Veranstaltung im Mitgliederbereich der Vereins-Homepage geben.

Zwischen Afrika-Cup und Probetraining – so schlagen sich die FC-Abgänge

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Zwischen Afrika-Cup und Probetraining – so schlagen sich die FC-Abgänge

Zahlreiche Spieler haben den FC im Sommer verlassen. Nach einem halben Jahr zeigt sich eine klare Tendenz: Für einige hat sich der Wechsel absolut gelohnt, für andere läuft es dagegen bislang alles andere als optimal.

Die Bilanz der Kölner, die den FC im vergangenen Sommer verlassen haben, könnte nicht unterschiedlicher sein. Gleich zwei Ex-Kölner nehmen am Afrika-Cup teil, ein anderer absolviert im zarten Alter von 32 Jahren noch ein Probetraining. So schlagen sich die Kölner Abgänge bei ihren neuen Klubs.

Ellyes Skhiri: Die Lücke, die Ellyes Skhiri bei seinem Weggang aus Köln hinterlassen hat, ist nach wie vor groß. Auch dem neuen Arbeitgeber werden die Qualitäten des Mittelfeldspielers in den kommenden Wochen fehlen. Während Frankfurt in der Bundesliga um die internationalen Plätze kämpft, spielt Skhiri mit Tunesien beim Afrika-Cup. Im letzten Test am vergangenen Samstag stand der Sechser erwartungsgemäß in der Startelf. Bevor es für Tunesien am 16. Januar mit dem Spiel gegen Namibia losgeht, steht am Mittwoch noch die Generalprobe gegen Kap Verde auf dem Programm. Skhiri kommt mittlerweile auf 61 Länderspiele. Kein Wunder, denn der 28-Jährige ist auch in Frankfurt ein absoluter Leistungsträger. In dieser Spielzeit stand Skhiri bereits 23 Mal auf dem Platz, erzielte fünf Tore und bereitete zwei vor. Wie in Köln ist er auch bei Frankfurt der unermüdliche Lückenstopfer.

Kingsley Schindler: Auch für Kingsley Schindler steht das Turnier in der Elfenbeinküste auf dem Programm. Der Rechtsverteidiger startet mit Ghana am kommenden Sonntag gegen Kap Verde in das Turnier. „Ich habe eine sehr große Verbundenheit zu Ghana. Ich spreche die Sprache, kenne die Kultur und weiß auch, wie emotional hier alle zu ihrem Land stehen, vor allem, wenn es um Fußball geht. Es ist eine große Ehre, ein Teil davon zu sein“. Ich bin in Hamburg geboren und aufgewachsen und auch dort gibt es eine große ghanaische Community, die uns unterstützt“, sagte Schindler transfermarkt.de. „Es ist auf jeden Fall ein Kindheitstraum von mir, für Ghana zu spielen.“ Dabei läuft es im Klub des gebürtigen Hamburgers alles andere als gut. Von den jüngsten sieben Spielen spielte Schindler nur zwei. Samsunspor belegt aktuell den 17. Tabellenplatz.

Duda Stammspieler, Pedersen spielt keine Rolle

Ondrej Duda: Beeindruckend meldete sich Ondrej Duda nach seiner Kreuzbandverletzung im Sommer bei Hellas Verona zurück. Die Norditaliener starteten mit zwei Siegen in die Spielzeit, Duda erzielte gegen AS Rom ein Tor und bereitete ein weiteres vor. Und das, obwohl Hellas nur hauchdünn dem Abstieg entgangen war. Offenbar war das alles nur eine Momentaufnahme. Mittlerweile ist Verona im Tabellenkeller angekommen, hat seit dem Rom-Sieg nur ein Spiel gegen den direkten Konkurrenten aus Cagliari gewonnen und Duda auch nur einen weiteren Scorerpunkt gesammelt. Dennoch gab es für den Mittelfeldspieler in den vergangenen Wochen Grund zur Freude. Die Slowakei hat sich für die EM in Deutschland qualifiziert und trifft unter anderem auf Belgien und Rumänien.

Kristian Pedersen: Ende Juli hatte sich der Wechsel des Verteidigers in die zweite britische Liga zu Swansea City angedeutet, am Deadline Day wurde er schließlich vollzogen. Gelohnt hat sich der Wechsel für den Dänen aber offensichtlich nicht. Ganze vier Mal stand Pedersen in dieser Spielzeit für Swansea in der Liga auf dem Platz, 13 Mal befand sich der Linksverteidiger noch nicht einmal im Kader. Am vergangenen Samstag durfte Pedersen im FA-Cup ran. Das für 90 Minuten und Swansea gewann 2:0 gegen den FC Morecambe.

Sebastian Andersson: Lange sah es so aus, als würde der Stürmer nach seinem Abgang keinen neuen Klub finden. Die Gerüchte aus Schweden und Italien zerschlugen sich. Offenbar fiel der Schwede zudem durch den Medizincheck beim AS Eupen. Zuletzt hatte sich Andersson auf Mallorca niedergelassen, fühlte sich mit der Familie wohl. Seit vergangener Woche befindet sich der 32-Jährige allerdings in Mittelfranken. Beim 1. FC Nürnberg absolviert der Angreifer ein Probetraining.

Horn irritiert mit Aussage

Timo Horn: Dagegen hat die ehemalige Kölner Nummer 2 einen neuen Verein gefunden. Der Kölner Keeper hat am vergangenen Wochenende den Vertrag bei RB Salzburg bis zum kommenden Sommer unterschrieben und muss sich vorerst auch dort mit der Rolle des Ersatzkeepers zufrieden geben. An Österreichs Nationalkeeper Alexander Schlager führt so schnell kein Weg vorbei. Ganz geräuschlos verlief die Unterschrift in Österreich nicht. „Nach 21 Jahren in Köln musste es jetzt ein Klub für mich sein, der zu mir passt und mit dem ich mich identifizieren kann“, wurde Horn zitiert und sorgte damit für Irritationen.

Trainingsauftakt: Ljubicic steigt wieder ins Teamtraining ein

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Trainingsauftakt: Ljubicic steigt wieder ins Teamtraining ein

Der 1. FC Köln ist am Dienstag in die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim gestartet. Zwei Spieler steigen wieder ins Teamtraining ein, zwei andere arbeiten weiter im Reha-Bereich.

Am Dienstag ist der 1. FC Köln bei frostigen Temperaturen, aber Sonnenschein in die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim am kommenden Samstag gestartet. Unter anderem befindet sich Dejan Ljubicic wieder im Teamtraining.

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Das Testspiel gegen Rot-Weiss Essen am vergangenen Samstag kam noch zu früh, am Dienstag absolvierte Dejan Ljubicic wieder die ersten Trainingsinhalte mit der Mannschaft. In der vergangenen Woche hatte sich der 26-Jährige mit einem grippalen Infekt krank gemeldet. Ob Ljubicic für das Duell am Samstag wieder fit ist, ist offen. Genauso, ob der neue Trainer Timo Schultz bereits auf den Mittelfeldspieler setzt. Auch Sargis Adamyan stieg wieder in Teile des Mannschaftstraining ein. Der Armenier fehlte in der Vorwoche ebenfalls krankheitsbedingt, fiel aber in den vergangenen Wochen mit muskulären Problemen aus. Der Angreifer, der eine durchaus ordentliche Vorbereitung absolvierte, sucht seit Saisonbeginn seine Form und spielte unter Steffen Baumgart keine Rolle mehr. Der 30-Jährige erhofft sich unter Timo Schultz sicherlich eine neue Chance.

Uth und Pacarada im Reha-Bereich

Mark Uth wird dem Mannschaftstraining vorerst fern bleiben. Der Offensivspieler hatte sich beim 4:4-Unentschieden gegen Rot-Weiss Essen eine Knieverletzung zugezogen. Über die schwere der Verletzung machte der Verein keine Angaben, er wird aber sicherlich mehrere Wochen fehlen. Immerhin befindet sich Uth bereits wieder im individuelle Reha-Training. Genauso wie Leart Pacarada. Der Linksverteidiger hatte sich im Duell gegen den FSV Mainz verletzt. Ein Einsatz am kommenden Samstag gegen Heidenheim dürfte wohl noch zu früh kommen. Ansonsten kann Timo Schultz für die Begegnung nahezu aus dem Vollen schöpfen. Zudem bleibt die spannende Frage, ob und wenn ja welche Nachwuchstalente in der Kader der Profis berufen werden. Vorerst schickte Schultz aber die Youngster Jaka Potocnik, Meiko Wäschenbach und Emin Kujovic wieder in die U21.

Für Timo Schultz steht am Samstag das Bundesliga-Debüt als Trainer auf dem Programm. Der 46-Jährige steht erstmals als Coach in der höchsten deutschen Spielklasse an der Seitenlinie. Mit dem Duell gegen Heidenheim wollen die Kölner die Wende einleiten. Immerhin macht die aktuelle Tabellensituation Hoffnung. Dem FC fehlen nur ein Punkt zum Relegationsplatz und drei Punkte bis zum rettenden Ufer. Aufsteiger Heidenheim ist mit zehn Punkten Vorsprung allerdings schon davongeeilt.

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Timo Schultz: „Die Tür ist auf, aber durchgehen müssen sie alleine“

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Timo Schultz: „Die Tür ist auf, aber durchgehen müssen sie alleine“

Sicherlich funktionierte nicht alles, dennoch ließ Justin Diehl gegen Rot-Weiß Essen sein Potenzial aufblitzen. Nicht wenige Fans sehen den Offensivspieler bei den Profis. Aber ist der 19-Jährige schon soweit?

Im Testspiel gegen Rot-Weiß Essen kamen gleich mehrere Youngsters des 1. FC Köln zum Einsatz. Einige, wie Justin Diehl, fielen besonders positiv auf. Bekommt Justin Diehl unter Timo Schultz nun seine Chance beim FC?

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Insgesamt waren es nicht mehr als 20 Minuten, die Justin Diehl bei seinem Comeback bei den Profis des 1. FC Köln absolvierte. 20 Minuten Schaulaufen für den 19-Jährigen, dessen Zukunft auch nach der „Begnadigung“ offen scheint. Eigentlich war Justin Diehl ausgemustert. Das Kölner Eigengewächs erhielt keine Chance mehr bei den Profis, weil er seine Karriere wohl bei einem anderen Klub vorantreiben will oder wollte. Für die Kölner Verantwortlichen Grund genug, die Trainer-Ressourcen in anderes Potenzial zu stecken. Doch mit dem Aus von Steffen Baumgart, wohl aber noch viel mehr mit der Bestätigung der sofortigen Transfersperre, folgte das Umdenken. Diehl darf wieder bei den Profis mit trainieren und im ersten Testspiel unter dem neuen Coach Timo Schultz gegen Rot-Weiss Essen durfte er auch mitspielen. 20 Minuten. Neben dem Einsatz des zweiten Kölner Juwels Jaka Potocnik war es der kürzeste Einsatz der Kölner Spieler am vergangenen Samstag.

Ist Diehl ein Thema für Heidenheim?

Diehl kam gegen Essen spät und zu einem Zeitpunkt, zu dem auch RWE bereits mit einer anderen Mannschaft als zu Spielbeginn auf dem Platz stand. Dennoch war der 19-Jährige umgehend ein Aktivposten – wenn auch mitunter ein wenig ballverliebt und sicherlich nicht immer besonders glücklich. „Justin macht einen sehr klaren und ruhigen Eindruck. Man sieht eine enorme Qualität bei ihm, er geht immer wieder ins offensive Eins-gegen-Eins“, sagte nach dem Spiel auch Schultz in der Mixed Zone. „Er wird sich sicherlich noch an die Körperlichkeit gewöhnen müssen. Aber es ist normal, dass so ein Spieler ab und zu noch Lehrgeld bezahl. Bislang ist der Eindruck aber absolut positiv.“ So positiv, dass Justin Diehl seine Chance im Spiel gegen Heidenheim spielen könnte?

Die Einsatzzeit gegen Essen sollte wohl kaum als Gradmesser über eine Berücksichtigung am Samstag wahrgenommen werden. Neben Diehl zeigten auch Elias Bakatukanda (abgesehen von dem Gegentor) und Max Finkgräfe eine durchaus ansprechende Leistung. Vielmehr als gegen Essen werden sich die Youngsters in den aktuellen Trainingseinheiten beweisen dürfen und auch sollen. Denn auch für Schultz fängt mit dem Trainerwechsel viel bei Null an, die Karten des Kölner Kaders werden neu gemischt. Auch wenn der Sprung von der Regionalliga in die Bundesliga ein großer ist, hat gerade Diehl dort bereits bewiesen, dass er über großes Potenzial verfügt. Und für Neu-Trainer Schultz spielen das Alter und die Erfahrung ohnehin keine große Rolle. „Ich spreche gar nicht von jungen und alten Spielern, lieber über gute und schlechte Spieler“, sagte Schultz, der viele Jahre im Nachwuchsleistungszentrum von St. Pauli beschäftigt war. „Ich arbeite aber vor allem gerne mit Spielern, die an sich arbeiten wollen. Die Tür ist auf, aber durchgehen müssen sie alleine. Sie haben alle Chancen.“

Aktuell spiele Diehl in den VfB-Planungen keine Rolle

Ob der FC weiterhin Chancen auf einen Verbleib des 19-Jährigen hat, ist nicht bekannt. Immerhin hat es zum Jahreswechsel aber Gespräche zwischen den Kölner Verantwortlichen und dem Kölner Youngster gegeben. Über die konkreten Inhalte wollte sich Christian Keller zuletzt bekanntlich nicht äußern. Im Raum steht nach wie vor ein kolportiertes Interesse aus Stuttgart. VfB-Sportchef Fabian Wohlgemuth betonte allerdings Anfang Januar gegenüber den „Stuttgarter Nachrichten“, dass Diehl in den Stuttgarter Planungen aktuell keine Rolle spiele. Das „aktuell“ kann sich bei einem Spieler wie Justin Diehl aber schnell ändern – vielleicht hat es das schon.

Strafe des 1. FC Kölns wird reduziert

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Strafe des 1. FC Kölns wird reduziert

Der 1. FC Köln muss für das Abbrennen und Abschießen pyrotechnischer Gegenstände im Derby gegen Gladbach zwar noch immer tief in die Tasche greifen. Der DFB hat die Strafe aber stark reduziert. Der FC muss aber dennoch 433.000 Euro bezahlen. Das teilte der Verband am Nachmittag mit.

Das Abschießen von Pyrotechnik im Derby gegen Borussia Mönchengladbach kommt den FC nach wie vor teuer zu stehen. Der DFB reduziert die Strafe gegen den 1. FC Köln deutlich, dennoch müssen die Kölner noch immer 433.000 Euro zahlen.

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Mit einer Strafe von 595.000 Euro war der FC im Dezember vom DFB für das Abbrennen und Abschießen pyrotechnischer Gegenstände im Derby gegen Gladbach belegt worden. Unmittelbar vor dem Spiel gegen die Fohlen war es im Kölner Stadion zu einem Feuerwerk an Pyrotechnik gekommen. Das Duell wurde erst mit einer Verzögerung von einigen Minuten angepfiffen worden. Eine höhere Strafe hatte der DFB bei ähnlichen Vorkommnissen gegen einen Bundesligisten noch nie ausgesprochen. Diese Strafe hat der Verband nun deutlich reduziert. Wie der DFB am Nachmittag mitteilte, müssen die Kölner nun für „Zuschauervorkommnisse“ beim Spiel gegen Gladbach 420.000 Euro und für weitere Vergehen beim gegen Frankfurt 13.000 Euro bezahlen.

Die Geldstrafe trifft den FC weiterhin hart

„Dass der 1. FC Köln zwischenzeitlich in beiden Fällen je zwei Täter ermittelt hat, führte dazu, dass das Sportgericht beide Male unterhalb des beantragten Strafmaßes blieb und die Bemühungen des Vereins honorierte“, heißt es in der Meldung des DFB. „Der Verein hat gegenüber dem Sportgericht versichert, Täter identifiziert und gegen diese Stadionverbotsverfahren eingeleitet zu haben. Wir unterstellen ferner, dass der 1. FC Köln die verhängten Geldstrafen als Regressforderung gegen die Täter geltend machen wird. Dies sind die alleinigen Gründe, warum dem Sportgericht eine deutliche Reduzierung der vom Kontrollausschuss beantragten Geldstrafen gerechtfertigt erschien“, wird Stephan Oberholz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts weiter zitiert.

Für den FC kam die Strafe damals erwartungsgemäß zur Unzeit. „Das Derby wurde von unseren Sicherheits- und Fanbeauftragten sowie den Sicherheitsbehörden intensiv vorbereitet. Grundsätzlich zeigt auch dieser Fall wieder, dass ein allgemeines Pyro-Verbot im Fußball keine hinreichende Wirkung zeigt. Für die aktive Fanszene ist der Einsatz von Pyrotechnik ein Teil der Fußball- und Fankultur“, hieß es im Dezember in einem Statement von Christian Keller, der Einspruch gegen das Urteil einlegte. „Aber: Dabei dürfen keine roten Linien überschritten werden. Konkret muss insbesondere die Sicherheit der Zuschauer stets gewährleistet werden und es dürfen keinerlei Auswirkungen auf das sportliche Geschehen erfolgen. Diese Grenzen wurden gegen Gladbach deutlich überschritten. Dies resultiert zudem in einem enormen finanziellen Schaden. Die hohe Geldstrafe trifft den FC auf dem Weg schnellstmöglicher wirtschaftlicher Gesundung sehr hart.“

Keller kritisierte das Urteil

Die Summe setzt sich aus den verschiedenen Strafen des Strafenkatalogs zusammen. So wird unter anderem für jede gezündete Fackel eine Pauschalstrafe von 1.000 Euro berechnet, das Zünden von Raketen kostet 3.000 Euro. Keller und der FC betonen in der Stellungnahme, dass der DFB „die Vorkommnisse unreflektiert unter teilweiser Anwendung eines standardisierten Strafzumessungsleitfadens“ bewertet hätte.  „Dieses Vorgehen ist aus unserer Sicht absolut zielverfehlend. Die Vergabe von Verbandsstrafen in dieser Form liegt fernab der Realität der deutschen Fußball- und Fankultur. Deshalb werden wir uns weiterhin aktiv und mit Nachdruck für eine sinnvolle Anpassung des Strafzumessungsleitfaden sowie für einen angemessenen Umgang mit ebendieser Kultur einsetzen“, so Christian Keller.

Der DFB wies die Kritik damals zurück. „Dass der DFB Vorkommnisse unreflektiert bewertet, können wir so natürlich nicht stehen lassen“, erklärte der Verband gegenüber dem WDR. „Der Wunsch der Vereine war es seinerzeit, dass die ausgesprochenen Strafen möglichst vergleichbar und transparent sind.“


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Einzelkritik

Stimmen zum Spiel

Florian Kainz: Findet der FC-Kapitän unter Schultz zurück zu alter Stärke?

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Florian Kainz: Findet der FC-Kapitän unter Schultz zurück zu alter Stärke?

Seit Saisonbeginn befindet sich Florian Kainz in einer Formkrise. Ausgerechnet in seiner Premierenspielzeit als Kapitän des 1. FC Köln. Unter Timo Schultz soll es wieder aufwärts gehen.

Der Trainerwechsel bietet gleich einigen Spielern die Chance, sich in den Vordergrund zu spielen. Das gilt auch für vermeintliche Leistungsträger des 1. FC Köln, die bislang weit hinter den Erwartungen zurück geblieben sind. Zum Beispiel Florian Kainz: Findet der FC-Kapitän zurück zu alter Stärke?

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Viel mehr als eine scharfe Ecke auf Dominique Heintz wollte dem Kölner Kapitän im Duell gegen Rot-Weiss Essen dann auch nicht gelingen. Florian Kainz blieb auch gegen den Tabellenvierten der 3. Liga hinter den eigenen Erwartungen und denen des Vereins zurück. Eine kurzfristige befreiende Wirkung scheint der Trainerwechsel auf den Nationalspieler Österreichs jedenfalls nicht gehabt zu haben. Kein Wunder, Timo Schultz war zum Zeitpunkt des Testspiels gerade erst drei Tage im Amt. Und dennoch ist die Hoffnung groß, dass der 46-Jährige seinen verlängerten Arm wieder in Spur bringt. Denn gerade auf die außer Form spielenden Leistungsträger eben wie Florian Kainz, aber auch Dejan Ljubicic, wird es in der Rückrunde verstärkt ankommen. Mit Leistungsträgern auf Normalniveau wäre den Kölnern jedenfalls bereits sehr geholfen.

Baumgart setzte auf der linken Seite auf Maina

Und Schultz hat auch schon die ersten Maßnahmen ergriffen. Er wolle die Spieler dort spielen lassen, wo sie sich am wohlsten fühlen, lautete eine Stellschraube, die der neue Coach am vergangenen Donnerstag bei seiner Präsentation vorstellte. Schultz sprach keine Namen aus, doch benötigte der Zuhörer nicht sonderlich viel Fantasie, um welchen Spieler es sich handeln könnte: Florian Kainz. Der 31-Jährige war bekanntlich unter Steffen Baumgart wie eine Brettspielfigur hin- und hergeschoben worden. Auch, weil der Coach bei aller personellen Nöte ein kleines Luxusproblem in der Offensive hatte. Da Baumgart lieber mit dem schnellen Linton Maina auf der linken Seite spielte und auch Luca Waldschmidt seine Spielzeit erhalten sollte, lief Kainz mal als Zehner, mal als Achter und immer mal wieder auch gerne als Sechser auf. Eine Position, auf der sich Kainz sichtbar unwohl fühlte. Im Testspiel im Stadion an der Hafenstraße durfte der Österreicher wieder auf der gewohnten linken Seite ran.

Schultz: „Grundsätzlich sehe ich ihn im linken offensiven Raum“

Und genau dort sieht ihn auch der neue Coach. „Er hat seine größten Stärken, wenn er von der linken Seite nach innen ziehen, wenn er selber torgefährlich werden und seine Mitspieler in Szene setzen kann“, erklärte der Kölner Trainer. „Ich habe heute viel gute Aktionen gesehen. Ich reduziere die Spieler nicht auf einzelne Positionen, aber grundsätzlich sehe ich ihn im linken offensiven Raum.“ Doch wird auch Schultz schnell vor dem gleichen „Luxusproblem“ stehen. Neben Kainz hofft natürlich auch der bisherige Stammspieler Maina auf weitere Einsatzzeit. Zudem sind auch Luca Waldschmidt und die Talente Max Finkgräfe und Justin Diehl Spieler, die die linke Seite beackern können. Es herrscht ein gewisses Überangebot im offensiven Bereich. Denn auch auf der rechten Seite gibt es mit Jan Thielmann nach den bisherigen Leistungen eine gesetzte Kraft.

Durch den Ausfall von Mark Uth könnte es für Kainz dann aber doch wieder auch die Zehn werden. Immerhin eine Position, auf der er sich unter Steffen Baumgart in der vergangenen Spielzeit auch wohl gefühlt hat. So oder so, für den FC ist ein Kainz in Topform essentiell. So erzielte der Mittelfeldspieler bis zum 16. Spieltag der Vorsaison in der Liga fünf Tore und bereitete fünf vor. Aktuell sind es drei Treffer, alle per Strafstoß. In der ersten Trainingseinheit am vergangenen Donnerstag suchte der neue Coach das lange Gespräch mit seinem Kapitän. Das alleine wird am Ende wohl nicht reichen.

Wenn die Leihspieler zu Hoffnungsträgern werden

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Wenn die Leihspieler zu Hoffnungsträgern werden

Marvin Obuz überzeugte am Samstagnachmittag im Testspiel von Rot-Weiß Essen gegen den 1. FC Köln, seinen eigentlichen Arbeitgeber. Der 21-Jährige unterstrich damit seine starke Form und ist ein gutes Beispiel, warum aus Leihspielern Hoffnungsträger werden.

Marvin Obuz war am Samstag im Test gegen der 1. FC Köln einer der auffälligsten Essener Spieler. Die Leihe scheint sich für den Youngster, aber auch für den FC bezahlt zu machen und dürfte Christian Keller, angesichts der aktuellen Lage, hoffnungsvoll stimmen für den 1. FC Köln: Leihspieler werden Hoffnungsträger.

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So recht freuen wollte er sich nicht. Marvin Obuz ließ sich immerhin von seinen Mannschaftskollegen umarmen, nachdem der Offensivspieler nach keinen 30 Sekunden bereits gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber getroffen hatte. Eine grobe Fehleinschätzung von Routinier Dominique Heintz nutzte der 21-Jährige zur frühen Führung, die sich RWE in den folgenden Minuten auch redlich verdiente. Und an den meisten vielversprechenden Offensivaktionen in den ersten 60 Minuten war Obuz beteiligt. Das 2:0 leitete das Kölner Eigengewächs mit einem starken Steckpass ein. Obuz hätte auf 3:0 erhöhen müssen, doch Timo Hübers kratzte den Ball von der Linie. Dennoch war der 21-Jährige neben dem Doppeltorschützen Leonardo Vonic der auffälligste Essener.

Viel Einsatzzeit für Kölner Leihspieler

Während sich Obuz offenbar innerlich freute, wird sich auch Christian Keller beim Auftritt des Kölner Youngsters nicht sonderlich gegrämt haben. Denn während der Sportdirektor im Sommer bekanntlich mit so mancher Transferentscheidung danebengelegen hat, scheint der Plan mit den Leihspielern aufzugehen. Und das, obwohl Keller seinen Äußerungen nach nicht mit einer Transfersperre gerechnet hat. Nun ist diese vom internationalen Sportgerichtshof bestätigt und die verliehenen Akteure spielen in den Zukunftsplanungen der Geißböcke notgedrungen eine übergeordnete Rolle. „Fünf Leihen auf einmal ist schon relativ viel. Natürlich haben wir diese Spieler verliehen, damit sie im Sommer 2024 zurückkommen und um einen Bundesligaplatz konkurrieren werden“, hatte Keller am Tag nach der Bestätigung der Sanktion gesagt. „Sie werden alle im Sommer zurückkommen und dann schauen wir, wie weit sie sind.“

Ob wirklich für alle fünf Spieler die Rückholaktion geplant war oder sich die Kölner Verantwortlichen möglicherweise dann doch eher einen wirtschaftlichen Erfolg durch einen Transfer versprochen haben, ist offen, aber auch unerheblich. Denn die Situation hat sich gravierend verändert. Von daher dürfte Keller auch dem eher dürftigen 4:4-Unentschieden gegen Essen etwas Positives abgewonnen haben. Marvin Obuz scheint im Profifußball endlich angekommen zu sein – wenn auch in der 3. Liga. Als Siebenjähriger war der Offensivspieler zum FC gekommen, durchlief sämtliche Jugendmannschaften und gewann mit der B-Jugend gemeinsam mit Jan Thielmann 2019 die deutsche Meisterschaft. Obuz galt in der Jugend als eins der ganz großen Kölner Talente, der Durchbruch blieb dem Angreifer aber verwehrt.

Auch Olesen ein Leihkandidat

Es folgte in der vergangenen Spielzeit die Leihe nach Kiel – vermutlich mit der Hoffnung verbunden, Obuz würde eine ähnliche Entwicklung durchleben wie zuvor Salih Özcan, der ebenfalls schon in Richtung „ewiges Talent“ ausschlug, über die Storche aber die Kurve bekam und nun mit Dortmund Champions League spielt. Der Versuch misslang kläglich. Die von Christian Keller bei Leihen geforderte Spielpraxis erhielt Obuz mit 141 Minuten wohl eher nicht. „Marvins Talent ist unumstritten. Auch wenn er im letzten Jahr nicht auf die erhofften Spielzeiten gekommen ist, haben ihm das neue Umfeld und die dort gesammelten Erfahrungen, gerade im Hinblick auf seine Persönlichkeitsentwicklung, sehr gutgetan“, sagte Christian Keller im Sommer. „Um sich im Profifußball zu etablieren, muss Marvin nun aber auch noch weiter an Stabilität und Durchsetzungsvermögen zulegen.“ Das hat er ganz offensichtlich getan, wie die Kölner am Samstag leidvoll erfuhren.

Tatsächlich ist Obuz beim Überraschungsvierten der 3. Liga unumstrittener Stammspieler. Der 21-Jährige kommt auf 20 von 20 möglichen Einsätzen, stand in 18 Begegnungen in der Startelf, erzielte vier Tore und bereitete sechs vor. Diese Ausbeute in der 3. Liga qualifiziert den Youngster natürlich nicht zwingend, auch bei den Profis durchzustarten. Doch Obuz ist dem Plan, irgendwann auch regelmäßig für die Geißböcke aufzulaufen, durch die Leihe einen großen Schritt näher gekommen. Genauso wie die anderen vier Leihspieler des FC. So stand Tim Lemperle bei Greuther Fürth ebenfalls in jedem Spiel in der Startelf, kommt auf sieben Torbeteiligungen, Teamkollege Jonas Urbig fehlte nur einmal krankheitsbedingt und blieb starke acht Mal in der 2. Bundesliga ohne Gegentor. Auch Maxi Schmid verpasste in Kerkrade nur eine Begegnung krankheitsbedingt, Nikola Soldo ist mittlerweile Stammspieler. Mit Mathias Olesen soll schon bald ein weiterer Leihspieler dazukommen, der ebenfalls Spielpraxis sammeln soll – möglicherweise auch bei RWE.

FC bestätigt: Mark Uth fällt mit einer Knieverletzung erneut aus

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FC bestätigt: Mark Uth fällt mit einer Knieverletzung erneut aus

Mark Uth bleibt weiterhin vom Verletzungspech verfolgt. Der Kölner Offensivspieler musste am Samstag im Test gegen Essen ausgewechselt werden. Eine MRT-Untersuchung bestätigte nun, dass Uth zum Neustart ins Jahr ausfällt.

Der 1. FC Köln muss zum Jahresauftakt auf einen Offensivspieler verzichten. Der FC bestätigt: Mark Uth fällt erneut aus. Das ergab eine MRT-Untersuchung von Sonntag.

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FC-Trainer Timo Schultz hatte am Samstag nach dem 4:4-Unentschieden im Testspiel gegen Rot-Weiss Essen noch erklärt, wie wichtig alle Spieler für den Rest der Saison sei. Jetzt muss er auf einen nicht ganz unwichtigen seiner Schützlinge verzichten. Wie der Verein am Sonntagmittag bestätigte, fällt Mark Uth bis auf Weiteres aus. Der 32-Jährige zeigte in den ersten Minuten gegen RWE am Samstag eine durchaus ansprechende Leistung, war einer der Aktivposten. Unter anderem leitete der Offensivspieler mit einem geschickten Steckpass den Anschlusstreffer durch Davie Selke nach Vorarbeit von Luca Waldschmidt ein. Anschließend blieb Uth allerdings auf dem Spielfeld sitzen, wurde behandelt und schließlich ausgewechselt. Er zeigte auf die Innenseite des Knies.

Uth bleibt vom Pech verfolgt

Nun bestätigte der Verein, dass eine Knieverletzung vorläge, ohne allerdings konkret zu werden. Eine schwere Knieverletzung scheint allerdings nicht vorzuliegen, die Rückkehr in den kommenden Wochen erwartet. Noch nach dem Spiel hatte Schultz eine leichte Entwarnung gegeben. „Mark hat nur gesagt, dass es bei ihm etwas ins Knie hereingezogen hat. Ich denke mal, es ist nichts Schlimmes und war eher eine Vorsichtsmaßnahme. Er wird untersucht“, sagte der Trainer. Uth bleibt vom Verletzungspech verfolgt. Schon in der vergangenen Saison war Uth lange ausgefallen, gleich mehrfach operiert worden. Uth kam nicht über fünf Kurzeinsätze für den FC hinaus, spielte ganze 43 Minuten.

In dieser Saison sollte alles anders werden. Uth arbeitete im Sommer hart für seine Rückkehr. Nach einer starken Vorbereitung zog sich der 32-Jährige bereits im ersten Pflichtspiel eine hartnäckige Muskelverletzung zu und war einmal mehr außen vor. Erst Ende Oktober gab Uth sein Comeback, wurde nach einem starken Auftritt gegen Kaiserslautern im Pokal als Hoffnungsträger empfunden. Diese Rolle konnte aber auch der Offensivspieler nicht auskleiden. Zuletzt zeigte die Formkurve bei der 0:2-Pleite gegen Union Berlin wieder nach oben. Am Samstag startete Uth neben Davie Selke als zweite Sturmspitze – eine durchaus vielversprechende Option. Genauso wie die des Spielmachers hinter den Spitzen.

Nur wenige FC-Spieler konnten gegen Essen punkten

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Nur wenige FC-Spieler konnten gegen Essen punkten

Das 4:4 des 1. FC Köln bei Rot-Weiss Essen war sicherlich noch kein Gradmesser für die kommenden Pflichtspiele unter Timo Schultz. Dennoch konnten sich einige Spieler auszeichnen.

Eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel des 1. FC Köln im Jahr 2024 stand die Generalprobe für den FC und den neuen Coach Timo Schultz auf dem Programm. Diese FC-Spieler konnten gegen Essen punkten.

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Als Timo Schultz am vergangenen Donnerstag das erste Mal am Geißbockheim vor die Presse trat, sprach der neue Trainer des 1. FC Köln von Kleinigkeiten, an denen man arbeiten wolle, um großes am Ende zu bewirken. Dass der 46-Jährige innerhalb von drei Tagen diese – wenn auch kleinen – Stellschrauben noch nicht ausgemacht und oder betätigt hat, kam am Samstag nicht sonderlich überraschend. Gerade in den ersten 60 Minuten tat sich der FC im Testspiel beim 4:4 gegen Rot-Weiss Essen schwer, die Defensive wirkte an mehreren Stellen überfordert und die Offensive fand in den ersten Minuten zumindest im entscheidenden Drittel mal wieder nicht statt. „Die Mannschaft lebt und gibt Vollgas“, sagte Schultz später in der Mixed Zone und „Solch ein Spiel hilft mir natürlich weiter, um zu sehen, wer im Wettkampf da ist und die Jungs mitreißen kann.“ Und tatsächlich konnten einige Spieler wohl Punkte sammeln.

Ersatzkapitän bester Feldspieler

Noah Katterbach: Der Linksverteidiger erhielt im ersten Spiel unter Timo Schultz die Chance, sich mal wieder von Beginn an zu präsentieren. Wohl auch, weil Schultz‘ ehemalgier Weggefährte Leart Pacarada noch verletzt ausfiel. Katterbach nutzte seine Chance durchaus. Vor allem in der Vorwärtsbewegung war der 22-Jährige ein Aktivposten. Der Abwehrspieler, der noch immer mit dem HSV in Verbindung gebracht wird, suchte mit seinen Flanken immer wieder das Zentrum, bereitete das 3:2 durch Luca Waldschmidt vor und legte dem Offensivspieler nur wenige Sekunden später die nächste Chance auf, die dieser aber nicht nutzte. In der Rückwärtsbewegung war Katterbach aber auch nicht immer sattelfest.

Mark Uth: Der gebürtige Kölner startete neben Davie Selke in der Spitze. Uth war von den Kölner Offensivspielern der aktivste, auch wenn dem 32-Jährigen sicher nicht alles gelingen wollte. Doch Uth war der Willen anzumerken. Sein Anspiel auf Luca Waldschmidt leitete das 1:2 durch Davie Selke ein. Ausgerechnet nach dem Treffer war bereits Schluss für den Offensivspieler. Uth verspürte einen Schmerz im Knie und ließ sich auswechseln. Später gab der Trainer vorsichtige Entwarnung. Er glaube nicht, dass die Verletzung schlimm sei.

Jan Thielmann: Der 21-Jährige kam zur zweiten Halbzeit, übernahm von Florian Kainz die Kapitänsbinde und wurde von dieser sicher nicht gehemmt. So gehörte ihm bereits die erste Chance nach dem Wechsel. Thielmann war im Grunde wieder überall unterwegs. Der Offensivspieler ackerte und versuchte sich immer wieder, sinnvoll in die Offensive einzuschalten, gleichzeitig rettete er aber auch in der Defensive. Es war nur folgerichtig, dass der 21-Jährige den verdienten Ausgleich erzielte. Thielmann leitete zudem einen starken Ball mit der Hacke weiter.

Youngsters zeigen ordentliche Partie

Jeff Chabot: Der Innenverteidiger kam ebenfalls zur zweiten Halbzeit und verlieh der Mannschaft sofort wieder die Stabilität, die im ersten Durchgang gefehlt hat. Robust in den Luftduellen, zweikampfstark am Boden. Brachte allerdings mit einem unnötigen Pass Marvin Schwäbe in Gefahr. Daraus resultierte das 2:4.

Sonst noch auffällig: Jacob Christensen spielte nach dem Wechsel auf der Sechs. Ließ einige Male ein unerwartetes Tempo aufblitzen. Arbeitete viel mit zurück und sorgte mit einigen Diagonalbällen für sinnvolle Spielverlagerungen. Justin Diehl kam erst in der Schlussphase. Der junge Angreifer scheint hier und da ein wenig zu ballverliebt, verfügt aber ganz offensichtlich über eine beeindruckende Technik, die für den FC wichtig werden sollte. Auch die beiden Youngsters Max Finkgräfe und Elias Bakatukanda zeigten, dass ihnen durchaus die Zukunft beim FC gehören kann. Selbst wenn Bakatukanda nicht ganz unschuldig am vierten Gegentor war.

Schultz-Debüt: Viel Schatten, aber auch ein wenig Licht

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Schultz-Debüt: Viel Schatten, aber auch ein wenig Licht

Viel Aussagekraft hatte das 4:4-Unentschieden bei Rot-Weiss Essen für den 1. FC Köln sicherlich nicht. Dennoch offenbarte die Defensive weiterhin eklatante Schwächen.

In der Defensive teils desolat, in der Offensive neuer Schwung. Die 120 Minuten Testspiel des 1. FC Köln bei Rot-Weiss Essen waren nicht wirklich aussagekräftig. Beim Schultz-Debüt gab es viel Schatten, aber auch ein wenig Licht.

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An der Seitenlinie ging es deutlich ruhiger zu als noch vor wenigen Wochen unter Steffen Baumgart. Dabei hätte Timo Schultz viel Grund für Gefühlsaubrüche bei seinem Debüt gehabt. Timo Hübers schüttelte ungläubig den Kopf, Marvin Schwäbe saß desillusioniert auf dem Rasen. Nein, so wirklich wollten es auch die Kölner Spieler und vermutlich auch der neue Coach nicht glauben. 17 Minuten waren gerade einmal gespielt und schon wieder standen die Vorzeichen auf Krise, Misere, auf einen desolaten Auftritt – und das gegen einen Drittligisten. Gerade hatte Leonardo Vonic zum 2:0 für Rot-Weiss Essen im Testspiel im Stadion an der Hafenstraße für die Gastgeber getroffen. 2:0 nach 17 Minuten und das auch noch vollkommen verdient. Die FC-Fans, die sich – wenn auch ins Geheim – vom Trainerwechsel beim 1. FC Köln eine extrem schnelle Wende, zumindest aber Anzeichen einer solchen erhofft hatten, sahen nach 20 Minuten dann doch eher den harten Boden der Realität auf sich zukommen.

Defensive fehlt die Stabilität

Dabei war klar, dass zwei Trainingseinheiten nicht ausreichen würden, um dem FC ein anderes Gesicht zu verleihen, die Wende einzuleiten. Doch die ersten 40 Minuten des Tests gegen den Tabellenvierten der 3. Liga erinnerten stark an so manchen schwachen Auftritt der schwachen Kölner Hinrunde – vor allem in der Defensive. Dominique Heintz unterlief einen harmlosen Ball und ließ ausgerechnet die Kölner Leihgabe Marvin Obuz gewähren, der sich nicht zwei Mal bitten ließ und für Essen einschob. Eine Viertelstunde später hatte Eric Vouhfack leichtes Spiel, wurde mit einem einfachen Steckpass von Obuz komplett blank gespielt. Die starke Hereingabe faustete Schwäbe vor die Füße von Vonic: 2:0. Essen hatte mit der teils desolaten Kölner Defensive ein erstaunlich leichtes Spiel. So hätten Lucas Brumme und erneut Obuz eigentlich zwingend auf mindestens 3:0 erhöhen müssen. Der FC gab zu viele Bälle weg, leistete sich zu viele Fehler.

Erst nach dem dann doch gut ausgespielten Konter vollendete Davie Selke nach Vorarbeit von Luca Waldschmidt zum 1:2, bevor Timo Hübers mit einem seltsamen Aussetzer erneut Vonic zum 1:3 einlud. „Wir haben nach Ballverlusten viel zu viel zugelassen, waren nicht gut in der Absicherung. Daran müssen wir arbeiten“, sagte der Trainer später und wies darauf hin, dass er ja auch erst den dritten Tag bei den Kölnern sei und die Zeit doch kurz gewesen sei. Das war sie. Sie war zumindest nicht lange genug, um der Kölner Defensive mehr Stabilität zu verleihen und der Offensive mehr Kreativität zu vermitteln. Denn obwohl der FC auch schon in der ersten Halbzeit von 60 Minuten mehr Ballbesitz hatte, gefährlich wurden die Geißböcke nur selten. Etwa beim 3:2 als der auffällige Noah Katterbach den Wolfsburger Leihspieler Luca Waldschmidt einsetzte, der verkürzte. Kurz darauf spielte Katterbach den Offensivspieler erneut frei, doch Waldschmidt vergab.

Stürmer erzielen drei Tore

Nach dem Wechsel stand der FC in der Defensive deutlich besser, im Zentrum kompakter. Und dennoch war es wieder ein Patzer, der das nächste Gegentor einleitete. Der eingewechselte Elias Bakatukanda vertändelte den Ball im eigenen Sechzehner, die RWE-Offensive eroberte den Ball und Ron Berlinski traf zum 4:2. Auf der anderen Seite waren die Geißböcke nach dem Wechsel aber in der Offensive zwingender. Der dritte Anschlusstreffer des Tages fiel mit freundlicher Unterstützung der Essener Hintermannschaft. Einen berechtigten Handelfmeter verwandelte Florian Dietz, bevor Jan Thielmann nach Vorarbeit von Steffen Tigges sogar den Ausgleich erzielte. Zwar kam auch Essen zu weiteren guten Möglichkeiten, der FC war dem 5:4-Siegtreffer deutlich näher.

Unterm Strich kassierten die Kölner zu viele unnötige Gegentore und offenbarten eklatante Schwächen in der Rückwärtsbewegung, auf der anderen Seite bewiesen die Kölner aber Moral und kamen trotz dreifachen zwei-Tore-Rückstand immer wieder zurück. Ein positiver Begleiteffekt: Die Kölner Stürmer erzielten drei der vier Tore und bereiteten zwei dieser drei Treffer auch vor. Ein Aspekt, den auch Schultz nach dem Spiel sah, der aber auch darauf hinwies, dass ein Schwerpunkt der nächsten Woche die Stabilisierung der Defensive sein werde.