Remis bei Schultz-Debüt

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Remis bei Schultz-Debüt

Zum Trainer-Debüt von Timo Schultz beim 1. FC Köln sind die Geißböcke nicht über ein 4:4-Unentschieden gegen den Drittligisten Rot-Weiss Essen hinausgekommen. Immerhin bewiesen die Geißböcke Moral und kämpften sich nach einem 2:4 noch zurück.

Wirklich viel Zeit hatte Timo Schultz noch nicht, sein Team neu einzustellen. Das merkte man im Testspiel bei Rot-Weiss Essen den Kölnern auch deutlich an. Der FC spielt bei Schultz-Debüt 4:4-Unentschieden. Für die Geißböcke trafen im Stadion an der Hafenstraße Davie Selke, Luca Waldschmidt, Florian Dietz und Jan Thielmann. Marvin Obuz, Leonardo Vonic (2) und Ron Berlinski waren für RWE erfolgreich.

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Der neue Coach wählte für die erste Halbzeit eine neu zusammengestellte Auswahl. Unter anderem starteten Noah Katterbach auf der linken Seite und Dominique Heintz in der Innenverteidigung sowie Mathias Olesen im Mittelfeld. „Man sollte das Spielsystem nun noch nicht zu hoch hängen“, hatte Timo Schultz angesichts der bisherigen beiden Trainingseinheiten noch vor dem Spiel gesagt und wird sich bereits nach 30 Sekunden bestätigt gesehen haben. Einen langen Ball aus dem Mittelfeld schätzte Dominique Heintz vollkommen falsch ein, ausgerechnet Marvin Obuz war durch und schob den Ball problemlos an FC-Keeper Marvin Schwäbe vorbei. Der FC erarbeitete sich mehr Ballbesitz, übernahm auch die Spielkontrolle, hatte aber auch weiterhin enorme Schwierigkeiten, Chancen zu kreieren.

Zu viele Fehler, zu wenig Offensivdrang

Zudem stellten sich einige Ungenauigkeiten und Fehler im zentralen Mittelfeld ein, aus denen sich immer wieder Konter der Hausherren ergaben. Unter anderem flankte Eric Voufack nach einem starken Steckpass von der rechten Seite. Die scharfe Hereingabe faustete Schwäbe direkt vor die Füße vor Leonardo Vonic, der den Ball ins Netz drosch. Zwar bemühte sich Köln auch weiterhin, mehr als ein Schüsschen aus dem Halbfeld von Mark Uth kam aber nicht dabei herum. Dafür prüfte Cedric Harenbrock den Kölner Keeper aus der Distanz. Und Essen erspielte sich weitere Chancen. Lucas Brumme wurde durch einen einfachen Pass komplett freigespielt und scheiterte aus kurzer Distanz ebenfalls an Schwäbe. Wieder landete der Ball beim Gegner, einmal mehr bei Obuz, dessen Versuch aber von Hübers von der Linie gekratzt wurde.

Auf der anderen Seite funktionierte erstmals ein Kölner Angriff. Uth schickte Luca Waldschmidt mit einem Steckpass in den Sechzehner, der legte ab auf den freistehenden Davie Selke, der einfach nur einschieben musste. Ein teuer erkauftes Tor. Denn Mark Uth konnte nicht mehr weiterspielen. Für den ehemaligen Nationalspieler kam Damion Downs. Doch das Bild änderte sich nicht. RWE blieb das bei weitem gefährlichere Team. Brumme schickte Vonic mit einem langen Ball. Timo Hübers war zwar zuerst am Spielgerät, legte dieses aber Vonic vor die Füße, der erneut am Kölner Keeper vorbeilegte. Auf der anderen Seite brachte Kainz eine scharfe Ecke auf Heintz, dessen Kopfball aber nicht platziert genug war. Keine 60 Sekunden später flankte Downs auf Waldschmidt, der ebenfalls am Essener Keeper Jakob Golz scheiterte.

Der FC wurde nun stärker. Katterbach flanke flach ins Zentrum, Waldschmidt nahm den Ball etwas glücklich mit und verkürzte auf 2:3. Nur wenige Sekunden später schickte Katterbach die Wolfsburger Leihgabe erneut. Waldschmidt spielte die gesamte Essener Hintermannschaft aus, legte den Ball dann aber nicht auf den freistehenden Downs ab, sondern jagte ihn über das leere Tor. Auch der kurz zuvor eingewechselte Jaka Potocnik versuchte es, scheiterte aber ebenfalls an Golz.

Thielmann gleicht aus

Timo Schultz wechselte zur Halbzeit die gesamte Mannschaft durch. Und das zweite Team machte da weiter, wo das erste aufgehört hatte. Köln kam druckvoll aus der Kabine und kam durch Jan Thielmann auch zum ersten Abschluss. Das Kölner Eigengewächs, das nach dem Wechsel die Kapitänsbinde trug, bekam aber nicht genug Druck hinter den Ball. Auf der anderen Seite rettete U21-Abwehrspieler Elias Bakatukanda mit einer starken Grätsche. Der FC war nach dem Wechsel nicht mehr ganz so anfällig in der Rückwärtsbewegung, stand auch im Zentrum deutlich kompakter. Zumindest die ersten 20 Minuten. Dann rutschte Bakatukanda im eigenen Sechzehner weg, Essen reagierte schnell, eroberte den und Ron Berlinski stellte den zwei-Tore-Abstand wieder her.

Doch wieder kamen die Kölner zurück. Dieses Mal mit Hilfe von RWE. Nach einem Handspiel im Strafraum trat Florian Dietz zum berechtigten Strafstoß an und verwandelte mit einer gehörigen Portion Glück. Weniger Glück hatte der Angreifer nur wenige Sekunden später, als er vollkommen unbedrängt den Ball aus gefühlt fünf Metern über das Tor lupfte. Essen hätte erneut davonziehen können. Unter anderem traf Ahmed Etri das Außennetz. Auf der anderen Seite war es dann aber Thielmann, der nach Vorarbeit von Steffen Tigges ausglich. Der Kölner Stoßstürmer versuchte es nur wenige Minuten später auch selbst noch einmal, traf aber nur den Außenpfosten. Köln war in der Schlussphase das bessere Team und suchte die Entscheidung. Unter anderem versuchte es der eingewechselte Justin Diehl, doch der Ball wurde noch geblockt. Es blieb beim 4:4-Unentschieden. Zwar war die Begegnung alles andere als aussagekräftig, dennoch liegt vor Timo Schultz und dem 1. FC Köln noch viel Arbeit.

1. FC Köln – 1. Halbzeit: Schwäbe – Katterbach, Hübers, Heintz, Schmitz – Martel – Olesen – Kainz, Waldschmidt, Uth (36. Downs) – Selke (48. Potocnik)
1. FC Köln – 2. Halbzeit: Pentke – Finkgräfe, Chabot, Bakatukanda (90. Kujovic), Carstensen – Christensen, Wäschenbach (90. Alidou) – Thielmann, Huseinbasic, Maina (100. Diehl) – Dietz (90. Tigges)
Tore: 1:0 Obuz (1.), 2:0 Vonic (17.), 2:1 Selke (32.), 3:1 Vonic (42.), 3:2 Waldschmidt (49.), 4:2 Berlinski (81.), 4:3 Dietz (85., HE), 4:4 Thielmann (97.)

Emotionaler Abschied: „Es war mir eine Ehre“

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Emotionaler Abschied: „Es war mir eine Ehre“

Gut zwei Wochen nach dem Aus beim 1. FC Köln hat sich Steffen Baumgart via Instagram von den Kölner Fans verabschiedet. Und das mit emotionalen Worten.

Während sich der 1. FC Köln auf den ersten Härtetest mit dem neuen Trainer Timo Schultz vorbereitet, hat sich der ehemalige Cheftrainer noch einmal via Instagram zu Wort gemeldet. Steffen Baumgart verabschiedet sich von den Kölner Fans.

Foto: Leon Kuegeler/Getty Images)

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Bereits am vergangenen Mittwoch verabschiedete sich Steffen Baumgart nach zweieinhalb Jahren 1. FC Köln von der Mannschaft und seinen ehemaligen Trainerkollegen. Nun, am Tag nach seinem 52. Geburtstag, folgten nun auch einige emotionale Worte an die Fans. „Ich finde auch im neuen Jahr nicht die richtigen Worte für diesen Abschied“, schreibt der gebürtige Rostocker auf seinem Social-Media-Kanal. Baumgart scheint an der Trennung noch immer ein wenig zu knabbern. Auch, wenn der 52-Jährige bereits in einem Interview betonte, schon bald wieder an der Seitenlinie stehen zu wollen. „Bilder sagen wohl mehr als tausend Worte“, schreibt Baumgart weiter. Dazu veröffentlichte der Trainer zehn Bilder aus den vergangen zweieinhalb Jahren beim und mit dem FC.

Baumgart: „Es war mir eine Ehre“

Die Bilder zeigen den ehemaligen Kölner Trainer unter anderem gemeinsam mit einigen Spielern oder dem Trainerteam, vor allem aber die Emotionen, für die Baumgart in Köln so beliebt war und nach den Reaktionen im Netz auch weiterhin ist. „Die letzten zweieinhalb Jahre sind viel zu schnell vergangen und es war mir eine Ehre, ein Teil von euch Kölnern und vom FC gewesen sein zu dürfen“, schreibt der 52-Jährige weiter. „Ich danke euch vom Herzen für die Unterstützung in den letzten Jahren. Mein ganz persönlicher Dank geht ans Callcenter, die Jungs und alle rund ums Geißbockheim.“ Dem Verein wünscht der Trainer „viel Erfolg und Kraft“. Die werden die Geißböcke wohl angesichts der sportlichen Lage sowie der Transfersperre auch benötigen. Nach der 0:2-Niederlage bei Union Berlin endete die Ära Baumgart in Köln. Der Trainer hatte dem FC bekanntlich nach dem Fast-Abstieg 2021 neues Leben eingehaucht.

Die Netzreaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Neben zahlreichen Fans äußerten sich auch ehemalige Wegbegleiter. Auch der FC schreib noch einmal „Danke für alles“. Derweil steht für den neuen Coach am Samstag die Generalprobe für das erste Pflichtspiel am kommenden Wochenende auf dem Programm. Der FC testet am Nachmittag gegen den Tabellenvierten der 3. Liga Rot-Weiss Essen. Das Spiel wird auf Magenta übertragen.


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FC-Testspiel wird live übertragen

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FC-Testspiel wird live übertragen

Für Timo Schultz wird es am Samstag ernst. Der neue Trainer des 1. FC Köln wird im Testspiel gegen Rot-Weiss Essen erstmals an der Seitenlinie der Geißböcke stehen. Die Begegnung wird live übertragen.

Am Samstagnachmittag bestreitet der 1. FC Köln an der Hafenstraße sein Testspiel gegen Rot-Weiss Essen. Für Timo Schultz ist es der erste Auftritt an der Seitenlinie der Kölner. Das FC-Testspiel wird live übertragen.

Im Stadion an der Hafenstraße empfängt Rot-Weiss Essen am Samstag um 14 Uhr den FC. Während für die Klubs ein geschichtsträchtiger Vergleich auf dem Plan steht, ist es für Timo Schultz die erste Bewährungsprobe als Trainer des 1. FC Köln und gleichzeitig der erste und letzte Test vor dem ersten Pflichtspiel-Auftritt des neuen Coachs gegen den 1. FC Heidenheim am kommenden Samstag. Gespielt wird zwei Mal 60 Minuten. Für Schultz also viel Zeit, sich auch live einen ersten Eindruck von der Mannschaft zu machen. Für den Kölner Coach wird es aber auch darum gehen, die richtigen Positionen für seine Spieler zu finden. Schultz hatte am Donnerstag angekündigt, dass er die Spieler dort einsetzen will, wo sie sich am „wohlsten fühlen“. In beiden Halbzeiten soll eine andere Mannschaft spielen. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden demnach auch einige Nachwuchstalente die Chance erhalten, sich zu präsentieren.

FC-Spiel wird live übertragen

Bei dem letzten Testspiel, dem 8:0-Erfolg über Porz, hatten sich die Kölner den Frust der schwachen Hinrunde von der Seele geschossen. Allerdings gegen einen Mittelrheinligisten. Gegen Bergisch Gladbach hatten sich die Kölner im Spätsommer mit 6:0 durchgesetzt, gegen Reusrath, einen Bezirksligisten, 15:0 gewonnen. Nun geht es gegen einen Drittligisten und gegen einen alten Bekannten. Marvin Obuz ist bekanntlich an Essen verliehen und geht mittlerweile für RWE auf Torejagd. Das Spiel wird um 14 Uhr angepfiffen und für alle kostenlos auf MagentaTV sowie Magenta Sport gezeigt. Bei den Profis fehlen noch Sargis Adamyan und Leart Pacarada verletzungsbedingt sowie Dejan Ljubicic und Luca Kilian.

Timo Schultz und das Missverständnis Basel

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Timo Schultz und das Missverständnis Basel

Die Amtszeit von Timo Schultz beim FC Basel war alles andere als rosig. Die Bilanz spricht nicht gerade für den neuen Trainer des 1. FC Köln. Dabei ist das nur die halbe Wahrheit am Basel-Aus.

Die Verpflichtung von Timo Schultz beim 1. FC Köln wurde von einigen Fans mit viel Skepsis aufgenommen. Auch, weil die Bilanz seiner letzten Trainerstation in Basel keine besonders gute war. Doch ist der Trainer sicherlich nicht der allein Schuldige. Timo Schultz und der FC Basel – ein großes Missverständnis.

Foto: Oliver Hardt/Getty Images

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Ein Sieg aus sieben Liga-Spielen, insgesamt sieben Punkte – die Bilanz war zwar nicht so schwach wie die des FC nach sieben Spieltagen in dieser Saison (ein Punkt), für den Schweizer Topklub aber definitiv zu schlecht. Nach gerade einmal drei Monaten endete die Zusammenarbeit zwischen dem FC Basel und Timo Schultz. Wenige Stunden nach dem 1:1 gegen Luzern war Schluss. Und die Kritik an „Schulle“ war von Seiten des Vereins verheerend. „Der FCB befindet sich in einer sportlichen Krise, in der es dem Trainer nicht gelang, den absoluten Siegeswillen auf die Mannschaft zu übertragen“, hieß es im Herbst. „Es sind sich Klub-intern alle einig, dass trotz der Kadersituation mit den bekannten Mutationen sowohl ein internationales Weiterkommen als auch ein viel besserer Saisonstart nicht nur möglich, sondern zwingend gewesen wäre.“

24 neue Spieler für den FC Basel

Kein Wunder, dass die Verpflichtung von Schultz beim FC bei einigen Fans von einer gehörigen Portion Skepsis begleitet ist. Allerdings ist die Kritik von Seiten des FCB sehr einseitig dargestellt. Denn Schultz wirkte ein wenig wie das Bauernopfer des in Schieflage geratenen Serienmeisters von 2010 bis 2017. Denn der sportliche Misserfolg war sicherlich nicht nur auf die Leistungen des Trainers zurückzuführen. Nahezu der komplette Kader wurde ausgetauscht, nahezu zwei Dutzend Spieler verließen den Verein, darunter naturgemäß auch zahlreiche Leistungsträger. Die insgesamt 24 Neuverpflichtungen kamen zunächst gar nicht, dann nach und nach – zum Teil sehr spät. „Nichtsdestotrotz muss man im Nachhinein sagen: Der Trainer hat nicht wirklich eine Chance gehabt, mit dieser Mannschaft etwas aufzubauen“, erklärte Klub-Legende und der ehemalige Spieler des VfB Stuttgart Adrian Knup in einer Fußball-Sendung bei „telebasel“. „Er hat viele von den Spielern erst Ende August, Anfang September bekommen.“

Sieben Trainer in drei Jahren

Vier Wochen um eine komplett neue Mannschaft zu formen, waren alles andere als leicht. Vermutlich erklärte Schultz am Donnerstag auch deswegen, dass die Transfersperre nichts sei im Vergleich zu den Dingen, die er im vergangenen Sommer erlebt hätte. Die Entlassung kam auch bei den Fans des FCB alles andere als gut an. Bei einer Umfrage der Schweizer Zeitung „Blick“ gaben 75 Prozent der 21.000 Befragten an, sie hätten Schultz mehr Zeit gewünscht. Doch mit der Geduld mit Trainern ist es bei dem Schweizer Topklub so eine Sache. Seit dem Basel-Aus des Ex-FC-Trainers Marcel Koller im August 2020 trainierten mit Ciriaco Sforza, Patrick Rahmen, Guillermo Abascal, Alexander Frei, Heiko Vogel (zwei Mal), Timo Schultz und dem aktuellen Coach Fabio Celestini sieben Trainer den FCB – wohlgemerkt in etwas mehr als drei Jahren.

Möglicherweise war es von Schultz ein wenig naiv, beim Schleudersitz-Klub aus der Schweiz zu unterschreiben. Schultz wird wohl gewusst haben, dass die Umstrukturierung des Klubs keine leichte Aufgabe werden würde. „Es war eine unglaublich schwierige Aufgabe, die er da gehabt hat. Er wäre jetzt eigentlich erst richtig am Anfang gewesen. Bevor er loslegen konnte, musste er schon wieder gehen“, erklärt Knup. Beim FC übernimmt Schultz nun ebenfalls eine herausfordernde Aufgabe. Immerhin kennt er den Kader genau, kann sich darauf einstellen, dass zumindest auf der Zugangs-Seite nicht sonderlich viel passieren wird. Die Aufgabe am Geißbockheim wird dadurch aber sicher nicht einfacher.


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Transfer bahnt sich an: Timo Horn soll wohl zu RB Salzburg wechseln

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Transfer bahnt sich an: Timo Horn soll wohl zu RB Salzburg wechseln

Timo Horn hat offenbar eine neue Aufgabe gefunden. Der Kölner Keeper soll bereits am Sonntag am Training von RB Salzburg teilnehmen.

Noch in der vergangenen Woche dementierten die Salzburger Verantwortlichen den Wechsel von Timo Horn zu RB. Nun bahnt sich offenbar die Wende an. Die Salzburger Nachrichten berichten: Timo Horn wechselt wohl zu RB Salzburg.

Foto: Frederic Scheidemann/Getty Images

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Gut 200 Tage nach dem emotionalen Abschied beim FC hat der Wartesstand für Timo Horn offenbar ein Ende. Das berichten die „Salzburger Nachrichten„. Der gebürtige Kölner soll demnach bereits am Sonntag ins Training der Salzburger einsteigen und am 11. Januar mit ins Trainingslager nach Spanien reisen. Der Torhüter, der insgesamt 21 Jahre lang das Trikot des 1. FC Köln getragen hat, wird bei RB die Nummer zwei hinter Alexander Schlager werden. Schlager kam im vergangenen Sommer aus Linz nach Salzburg, ist aktuell die Nummer eins im Tor der Nationalmannschaft Österreichs, stand unter anderem beim 2:0-Erfolg über Deutschland im November im Kasten und wird wohl auch bei der Europameisterschaft das Tor hüten. Somit wird sich Horn auch in Salzburg mit der Rolle des Ersatzkeepers zufrieden geben müssen. Dafür wird die bisherige Nummer zwei Nico Mantl den Abo-Meister verlassen. Horn soll offenbar einen Vertrag bis zum kommenden Sommer unterschreiben.

329 Pflichtspiele für den FC

Horn war ein Jahrzehnt lang die unumstrittene Nummer eins im Kölner Kasten. Mit der Verpflichtung von Marvin Schwäbe änderte sich die Situation für den gebürtigen Kölner. Horn hatte nun einen ernstzunehmenden Konkurrenten. Nach einer Verletzung verlor der heute 30-Jährige im November 2021 die Stammposition an seinen Vertreter. FC-Trainer Steffen Baumgart hatte unmissverständlich klargemacht, dass Schwäbe die Kölner Nummer eins sein würde. „Teil dieser Mannschaft gewesen zu sein und das zu schaffen, hat mich unheimlich stolz gemacht. Doch mein Anspruch ist es, Woche für Woche zwischen den Pfosten zu stehen und als Torwart der Rückhalt für eine Mannschaft zu sein“, sagte Horn im Frühling und kündigte seinen Abschied an. „Deshalb habe ich mich für eine neue Herausforderung ab Sommer entschieden. Für all die Jahre und Erlebnisse am Geißbockheim und die Zusammenarbeit mit sehr vielen Menschen, die immer alles für den Verein gegeben haben, bin ich sehr, sehr dankbar.“ 

Hatte Florenz Horn auf dem Zettel?

Doch die Suche gestaltete sich schwierig. Dabei gab es verlockende Namen. Nur wenige Wochen nach seiner emotionalen Verabschiedung im Kölner Stadion wurde Timo Horn mit dem AC Florenz in Verbindung gebracht. Der italienische Erstligist hatte auf der Suche nach einem neuen Keeper auch den 30-jährigen Kölner auf dem Zettel, entschied sich aber schließlich gegen Horn, holte Oliver Christensen von Hertha BSC. Wie konkret das Interesse war, ist nicht bekannt. Auch nicht, ob es überhaupt eine Anfrage der Lilien gegeben hat.

Angebote hatte der Torhüter aber auf jeden Fall vorliegen. Im Gespräch war unter anderem auch der Wechsel in die 2. Bundesliga. 2002 wechselte Horn vom SC Rondorf in die Jugend des 1. FC Köln. Zusätzlich spielte Horn auch in den Junioren-Nationalmannschaften des DFB, gewann mit der U21 2016 in Rio Olympisches Silber. Für den FC absolvierte er 329 Pflichtspiele. Bereits im vergangenen Jahr gab es mehrere Gerüchte über einen Wechsel nach Salzburg, diese hatten sich zunächst zerstreut.  


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Deswegen erinnert sich Timo Schultz immer an sein einziges Spiel beim FC

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Deswegen erinnert sich Timo Schultz immer an sein einziges Spiel beim FC

Ein einziges Spiel bestritt der Spieler Timo Schultz beim 1. FC Köln. Es endete mit einem unspektakulären 1:1-Unentschieden. Dennoch wird dem 46-Jährigen das Spiel immer in Erinnerung bleiben.

Timo Schultz erklärte am Donnerstagnachmittag, dass er nicht lange überlegen musste, den Job in Köln anzunehmen. Das vor allem aufgrund der Strahlkraft des Vereins. Dabei verbindet den Trainer noch eine kuriose private Geschichte mit den Geißböcken. Diese Anekdote verbindet Timo Schultz mit dem 1. FC Köln.

Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

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Lange sah der FC St. Pauli an jenem Freitagabend im Februar 2008, am Abend nach Weiberfastnacht, wie der sichere Sieger aus. Und das beim Aufstiegskandidaten aus Köln. Thomas Meggle hatte die Gäste unmittelbar vor dem Seitenwechsel in Führung gebracht. Erst in der Schlussphase glich Adil Chihi für den FC aus. Nach einem strammen Schuss von Milivoje Novakovic nutzte der Kölner Offensivspieler den Abpraller zum insgesamt wohl verdienten Ausgleich. „Das war ganz klar abseits“, erinnert sich Timo Schultz 15 Jahre später. Der neue Trainer des 1. FC Köln spielte damals im linken Mittelfeld der Hanseaten. Der Punkt wird sich nach dem Spielverlauf wie eine Niederlage angefühlt haben, denn gerade im ersten Abschnitt hätten die Kiezkicker auch mehr Tore erzielen können.

Sohn Paul wurde am Tag nach dem 1:1 geboren

Für die Hanseaten ging es aber nicht direkt nach Hause. Das Team übernachtete im Dorint Hotel. „Wir hatten als Mannschaft eine Anschlussübernachtung gebucht“, sagte Schultz am Donnerstag. Auch der damalige Stammspieler war im Hotel am Heumarkt untergebracht. Alles andere als eine Selbstverständlichkeit. „Meine Frau war allerdings hochschwanger und deswegen hatte ich zu Hause angerufen und habe gefragt, ob ich die Nacht in Köln bleiben könne“, sagt Schultz. Tatsächlich stimmte die Ehefrau damals zu. „Wir sind dann auch ein wenig durch die Stadt gezogen“, erzählt der Trainer weiter. Kein Wunder, schließlich herrschten in Köln gerade die jecken Tage. „Wie es dann immer so ist, kam um 4.30 Uhr in der Nacht der Anruf, dass ich mich dann doch ein wenig beeilen solle, es gehe jetzt los.“

Ob der neue Trainer des 1. FC Köln zu diesem Zeitpunkt noch an einem Tresen in der Altstadt gestanden hat, wollte der 46-Jährige nicht beantworten. Er war auf jeden Fall rechtzeitig zurück, als am folgenden Tag der Sohn geboren wurde. Mittlerweile spielt Paul Schultz ebenfalls wie sein Vater einst beim FC St. Pauli, ist Kapitän der U16 und befindet sich im Dunstkreis der DFB-Juniorenauswahl. Für seinen Vater wird das Spiel gegen den FC daher immer in Erinnerung bleiben. Es war das einzige Duell beim FC, das der Ostfriese auf dem Platz bestritt. „Das war sicherlich die prägendste Erfahrung, die ich mit dem 1. FC Köln hatte“, sagte Schultz. „Unabhängig von dem blöden Abseitstor.“


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Kommentar: Abgerechnet wird im Mai

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Kommentar: Abgerechnet wird im Mai

14 Tage nach der Trennung von Steffen Baumgart hat der 1. FC Köln mit Timo Schultz einen neuen Trainer präsentiert. Die Personalie wird von einigen Fans bereits kritisch gesehen. Doch dafür ist es reichlich früh, abgerechnet wird erst am Ende der Saison. Ein Kommentar.

Der neue Trainer des 1. FC Köln steht vor einer schweren Aufgabe, einer Aufgabe, der er sich stellt. Eine Vorverurteilung ist fehl am Platz, denn abgerechnet wird zum Schluss. Kommentar zum neuen Trainer Timo Schultz.

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Christian Keller wirkte durchaus zufrieden, als er am Donnerstagnachmittag gemeinsam mit Timo Schultz vor die Presse trat. Kein Wunder, der Sportdirektor war im Begriff, die Antwort auf die Frage, die er selbst als die wichtigste Personalie im Verein beschrieben hatte, zu geben. 14 Tage hatte der Sportdirektor nach eben dieser gesucht und damit viel Zeit für Spekulationen und offenbar auch Erwartungen gelassen. Denn Kellers Zufriedenheit teilten sicherlich nicht alle Kölner Fans. In den Sozialen Medien wurde bereits gegen Keller und damit indirekt auch gegen Schultz geschossen, bevor der neue Coach den Trainingsplatz überhaupt betreten hatte. Doch ist eine Vorverurteilung – wie so oft – Fehl am Platz. Schultz tritt in Köln ein sehr schweres Erbe an. Steffen Baumgart kam im Sommer 2021 als der FC am Boden lag, das eine Bein noch so gerade aus der 2. Bundesliga gezogen hatte. Die Fallhöhe war alles andere als hoch. Die Voraussetzungen sind nun andere. Dass sich der 46-Jährige diese Herausforderung antut, hat eine Portion Respekt verdient.

Der Prozess hat erstaunlich lange gedauert

Denn auch wenn Schultz betonte, dass man bei einem Anruf des FC nicht lange überlegen müsse, gehört zur Wahrheit, dass es unter den Hürden Transfersperre und sportliche Lage wohl sehr viel angenehmere oder wohl kaum schwierigere Aufgaben für einen Profitrainer in Deutschland gibt. Möglicherweise hat die Suche nach dem neuen Trainer auch so lange gedauert, weil der Anruf des strahlkräftigen FC nicht überall ein kurzes Überlegen hervorgerufen hat. Keller ließ aber durchhören, dass man mit Schultz eine Art Wunschlösung gefunden habe. Zumindest freue es ihn sehr, dass der Trainer, den er verpflichten wollte, auch zugesagt hat. Ob es zuvor andere Trainer gegeben hat, die Keller verpflichten wollte, ist nicht bekannt, aber angesichts des langen Zeitraums nicht unwahrscheinlich. Immerhin war Schultz vereinslos und der Trainer habe sich nach eigener Aussage schon 14 Tage mit dem FC beschäftigt, der Prozess hätte einer gewissen Logik folgend deutlich beschleunigt werden können.

Keller wird bei der Situation rund um das Geißbockheim nicht gerade die Qual der Wahl gehabt haben. So oder so blickt Schultz auf mehr Erfahrung zurück als so mancher anderer gehandelter Trainer. Wenn auch nicht auf eine besonders erfolgreiche. Nach einem insgesamt ordentlichen Start wurde der Coach nach gut zwei Jahren bei seinem Heimatklub St. Pauli entlassen. Es folgten gerade einmal drei Monate beim FC Basel. Und genau dieses kurze Gastspiel wird in den Sozialen Medien heftig diskutiert. Ist Schultz nach dieser missglückten Episode der richtige, der den FC vor dem Abstieg bewahren kann? Diese Frage wird man sicher nicht mit dem Auftritt beim Schweizer Rekordmeister beantworten können. Schultz unterschrieb bei einer Mannschaft, die sich komplett im Umbruch befand. Der hoch verschuldete Verein tauschte nahezu den gesamten Kader aus, gab Spieler für mehr als 50 Millionen Euro ab. Seit Schultz` Entlassung gewann Basel fünf von zwölf Pflichtspielen und belegt damit den vorletzten Tabellenplatz.

Trainer und Sportdirektor stehen unter Druck

Ob Timo Schultz Abstiegskampf und die Wende herbeiführen kann, wird man ohnehin erst in den kommenden Wochen bis Monaten sehen. Man darf sich aber sicher sein, dass sich Christian Keller die Suche nach einem neuen Trainer nicht einfach gemacht hat. Sowohl für den Sportdirektor als auch für den Trainer ist diese Liaison mit viel Risiko verbunden, es steht viel auf dem Spiel. Sollte Schultz scheitern, dürfte es nicht nur für den 46-Jährigen sehr eng werden. Auch Keller geriete dann unter einen großen Druck. Doch vorerst sollte man die Chance in dem neuen Trainer sehen. Gut möglich, dass er den richtigen Impuls, die richtige Motivation für die Kölner Profis findet. Oder wie Keller es sagte, man sollte das Unterfangen Klassenerhalt im Kölner Umfeld gemeinsam angehen. Viel anderes bleibt nun ohnehin nicht übrig, eine weitere Stellschraube gibt es nicht, abgerechnet wird im Mai.


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Abstieg verhindern: So will Timo Schultz die Wende schaffen

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Abstieg verhindern: So will Timo Schultz die Wende schaffen

Am Donnerstagvormittag präsentierte der 1. FC Köln seinen neuen Trainer Timo Schultz. Auf der Pressekonferenz am Nachmittag erklärte der neue Coach, wie er den FC vor dem Abstieg bewahren will.

Der 1. FC Köln startet mit einem neuen Trainer ins neue Jahr. Timo Schultz hat am Donnerstag das Zepter bei den Geißböcken übernommen. Auf der Pressekonferenz am Nachmittag äußerte sich der neue Coach. So will Timo Schultz den FC vor dem Abstieg bewahren

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Ungewohnt ruhig ging es am Donnerstag beim Training des 1. FC Köln zu. Das obligatorische Pfeifen, das die Einheiten am Geißbockheim in den vergangenen zweieinhalb Jahren geprägt hatte, fehlte als die Mannschaft um kurz vor Elf den Platz betrat. Ungewohnt ruhig, obwohl die vergangenen Stunden wohl doch turbulent zugegangen sein müssen. Zunächst hatte sich Timo Schultz als neuer Trainer dem Team vorgestellt, dann war er von André Pawlak herumgeführt worden. Der neue Trainer leitete die erste Einheit, um dann am Nachmittag seine erste Pressekonferenz im Dienst des FC zu geben. „Wenn der FC anruft, muss man nicht lange überlegen. Das Gesamtpaket aus Mannschaft, aus Stadion, aus Fans – das hat schon eine Anziehungskraft für einen Trainer“, erklärte Schulz die offenbar kurzfristige Überlegung, ob er das schwere Unterfangen 1. FC Köln angehen will.

Schultz: „Ich habe die Überzeugung, dass wir die Situation drehen können“

Das will er. Und wie Christian Keller erklärte, wollten ihn auch die Kölner Verantwortlichen. „Zu einem guten Auswahlprozess gehört nun mal, dass man ihn auch gründlich durchführt“, sagte der Sportdirektor. „Wir haben mit vielen sehr tollen Trainern sprechen dürfen. Wir freuen uns, dass der, den wir unbedingt für uns gewinnen wollten, auch überzeugt ist, mit uns diesen Weg zu gehen.“ Dass dieser Weg kein einfacher sein wird, weiß auch Schultz. Man dürfe nicht vergessen, dass man mit zehn Punkten aus 16 Spielen dastehe. Aber: „Ich habe in diesem Jahr auch viele gute Spiele vom FC gesehen. Man hat schon erkannt, was für ein Potenzial in der Mannschaft steckt“, sagte Schultz. „Ich habe die Überzeugung, dass wir eine gute Mannschaft  haben. Ich habe die Überzeugung, dass wir die Situation drehen können, so unschön sie gerade auch ist.“

Dazu wird der 46-Jährige, der zuletzt beim FC Basel als Trainer arbeitete, aber keine großen Veränderungen anstreben. Die Zeit bleibe angesichts des schon bevorstehenden Duells gegen den 1. FC Heidenheim (13. Januar) nun mal nicht. „Mein Fokus liegt auf der Mannschaft. Mein Augenmerk liegt darauf, die Mannschaft besser zu machen“, erklärte Schultz. „Das kann ich beeinflussen. Die Spieler, die da sind, sollen bestmöglich entwickelt werden“, so der neue Trainer weiter, der andeutete eher an den kleinen Stellschrauben arbeiten zu wollen. „Es waren viele Spiele dabei, die Spitz auf Knopf waren. Es geht viel um Kleinigkeiten, um Anpassungen. In welchem Raum, auf welcher Position kann sich ein Spieler vielleicht entfalten“, sagte Schultz. „Die Spieler sollen auf den Positionen auf dem Platz stehen, auf denen sie sich am wohlsten fühlen.“ Genau das schien unter Steffen Baumgart zuletzt nicht immer der Fall gewesen sein. Unter anderem Florian Kainz musste auf der Acht, der Zehn, aber vor allem auch auf der Sechs ran – eine Position, die dem Kölner Kapitän ganz offensichtlich nicht lag.

Keller: „Timo konnte uns eindrücklich zeigen, dass er in vielen Punkten auf das Profil passt“

Ob Kleinigkeiten reichen werden, den FC vor dem Abstieg zu bewahren wird sich zeigen. Christian Keller zeigte sich davon überzeugt. Vor allem aber von dem neuen Trainer. „Wir haben sehr umfänglich miteinander gesprochen. Es gab ein sehr klares Anforderungsprofil. Timo konnte uns sehr eindrücklich zeigen, dass er in sehr sehr vielen Punkten auf das Profil passt“, sagte der Sportdirektor. „Er hat uns vor allem vermittelt, dass er überzeugt davon ist, mit dieser Mannschaft, in diesem Setting Mitte Mai den Bundesliga-Erhalt zu sichern.“ Zu einem nicht ganz unwesentlichen Teil des Anforderungsprofils zählte Christian Keller vor Weihnachten die Arbeit mit den Nachwuchstalenten. „Ich spreche gar nicht von jungen und alten Spielern, lieber über gute und schlechte Spieler“, sagte Schultz, der viele Jahre im Nachwuchsleistungszentrum von St. Pauli beschäftigt war. „Ich arbeite aber vor allem gerne mit Spielern, die an sich arbeiten wollen. Die Tür ist auf, aber durchgehen müssen sie alleine. Sie haben alle Chancen.“

Festhalten wird der neue Trainer vorerst an der Viererkette. So sei die Mannschaft zusammengestellt worden. „Das ist die primäre Planung“, sagte Schultz. „Für mich steht aber die Entscheidungskraft der Spieler im Vordergrund.“


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Pierre Nadjombe verlässt den FC im Sommer

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Pierre Nadjombe verlässt den FC im Sommer

Es hatte sich im vergangenen Jahr bereits angekündigt, jetzt ist es amtlich. Pierre Nadjombe wird den FC in kommenden Sommer verlassen. Damit verlieren die Kölner ein weiteres Nachwuchstalent.

Zwar darf der FC für ein Jahr keine neuen Spieler aufnehmen, abgeben darf der Klub Akteure aber sehr wohl. So verliert der FC im kommenden Sommer eins seiner großen Talente. Pierre Nadjombe verlässt den 1. FC Köln.

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Der 20-Jährige ist aktuell eine Stammkraft der Kölner U21 und soll dort auch bis zum Sommer weiter zum Einsatz kommen. Dann folgt der Wechsel zum 1. FC Magdeburg und das ablösefrei, denn der Vertrag des Rechtsverteidigers läuft aus. „Pierre ist ein junger Spieler, in dem wir sehr viel Potenzial sehen. Er kann die Außenbahnen sowohl defensiv als auch offensiv bekleiden. Auch ihm trauen wir zu, den Sprung in die 2. Liga zu schaffen“, sagte Magdeburgs Sport-Geschäftsführer Otmar Schork und Coach Christian Titz ergänzte: „Mit Pierre konnten wir einen dynamischen, schnellen Spieler verpflichten, der auch im Spiel nach vorne seine Qualitäten hat. Aufgrund seines jungen Alters hat er noch ein gutes Entwicklungspotenzial.“

FC hätte gerne verlängert

Davon hätten angesichts der Transfersperre auch gerne die Kölner profitiert. Denn zum einen läuft der Vertrag von Benno Schmitz aus, zudem ist nicht geklärt, wie es mit der Leihe von Rasmus Carstensen weitergeht. Erst auf der Pressekonferenz kurz vor Weihnachten hatte Christian Keller betont, wie wichtig der Unterbau der Geißböcke in Zukunft angesichts des Registrierungsverbots sein werde. „Wir können jetzt auch mal Dinge angehen, die man in einer normalen Situation vielleicht nicht angegangen wäre“, sagte Keller zum Thema „Nachwuchsarbeit“. „Vielleicht muss jetzt der Mut erzwungen werden, auch mal Spieler reinzuschmeißen, bei denen man normalerweise vielleicht gesagt hätte, sie sind nicht so weit.“ Das soll nun der neue Coach Timo Schultz umsetzen.

Nadjombe wurde 2003 in Köln geboren und spielte bis 2016 für Viktoria Köln. Es folgte der Wechsel zum FC. In der aktuellen Spielzeit gehört der 20-Jährige zum Stammpersonal der U21. In der Regionalliga erzielte Nadjombe in 19 Spielen zwei Tore und bereitete drei Treffer vor.

 

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Timo Schultz: „Den Klassenerhalt werden wir schaffen“

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Timo Schultz: „Den Klassenerhalt werden wir schaffen“

Nun ist es offiziell: Der 1. FC Köln hat Timo Schultz als neuen Trainer bekannt gegeben. Das sagen Timo Schultz und Christian Keller.

Irgendwie war das wohl behütete Geheimnis dann doch durchgesickert. Es folgte noch vor der ersten Trainingseinheit die Bestätigung vom 1. FC Köln. Die Nachfolge von Steffen Baumgart ist gefunden. Neuer FC-Coach: Das sagen Schultz und Keller.

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Genau zwei Wochen nach der Trennung von Steffen Baumgart hat Timo Schultz den 1. FC Köln übernommen, leitet bereits am Donnerstag das erste Training und wird am Samstag beim Testspiel gegen Rot-Weiss Essen erstmals auf der Kölner Bank Platz nehmen. Die Suche hatte sich Sportdirektor Christian Keller nicht leicht gemacht. „Die kommenden Tage, Wochen und Monate wartet eine große Aufgabe auf uns, um den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga zu realisieren“, sagte Keller nun. „Wir freuen uns sehr, dass Timo Schultz bei dieser Aufgabe zukünftig als verantwortlicher Cheftrainer vorangehen wird. Er bringt die Persönlichkeit und die Kompetenz mit, um das Leistungspotential unserer Mannschaft zu heben. Gehen wir es gemeinsam mit Timo Schultz nun mit voller Überzeugung und totaler Hingabe in allen Bereichen und Handlungsfeldern an. Dann wird der Klassenerhalt gelingen.“

Keller: „Dann wird der Klassenerhalt gelingen“

Der Sportdirektor hatte am Tag nach der Trennung von Steffen Baumgart ein konkretes Anforderungsprofil ausgegeben. Demnach suche man nach einem Trainer, der die Spielidee von Steffen Baumgart weiter fortführt, und von der Qualität der Mannschaft überzeugt sei. Das scheint bei dem 46-jährigen Schultz der Fall zu sein. „Ich freue mich auf eine sehr reizvolle Aufgabe bei diesem tollen Traditionsverein. Wir werden in den nächsten Wochen viel und intensiv arbeiten, um die notwendigen Ergebnisse zu erreichen. Der FC gehört in die 1. Bundesliga. Den Klassenerhalt werden wir schaffen, davon bin ich zu 100 Prozent überzeugt“, sagte der in Wittmund geborene.

Zudem soll der neue Trainer den Nachwuchs mittelfristig integrieren. Auch dort scheint der ehemalige Trainer und die Vereinslegende vom FC St. Pauli ins Profil zu passen. Von 2011 bis 2020 trainierte der 46-Jährige diverse Nachwuchsmannschaften des FC St. Pauli. Erst zur Saison 2020/21 übernahm Schultz das Profiteam von Jos Luhukay. Nach erheblichen anfänglichen Schwierigkeiten führte der Ostfriese den Zweitligisten auf den zehnten Tabellenplatz. In der Folgesaison wurde St. Pauli Herbstmeister, verspielte die Führung aber und beendete die Spielzeit als Fünfter, drei Zähler hinter dem Relegationsplatz. Im Winter 2022 wurde Schultz aufgrund sportlicher Misserfolge wieder entlassen. Zuletzt war Schultz Trainer beim FC Basel.

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