Keller verrät: So knapp war der Carstensen-Transfer

Max Finkgräfe
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Keller verrät: So knapp war der Carstensen-Transfer

Rasmus Carstensen ist in wenigen Monaten zu einem wichtigen Teil der Kölner Mannschaft geworden. Der 22-Jährige hat seinen Marktwert bereits verdreifacht. Dabei wäre der Transfer beinahe gar nicht zustande gekommen.

Die Verpflichtung wurde von viel Skepsis begleitet, mittlerweile ist er ein wichtiger Spieler des 1. FC Köln: So knapp war der Carstensen-Transfer.

In Zeiten der Krise ist auch beim 1. FC Köln schwer über Gewinner zu sprechen. Schaut man sich die Sommertransfers der Geißböcke allerdings an, kommt man an einem Namen eigentlich nicht vorbei: Rasmus Carstensen. Der Däne wechselte als möglicher Backup für Benno Schmitz an den Rhein, kam auf Leihbasis vom KRC Genk. Und das nicht gerade mit einer beeindruckenden Bewerbung. Der 22-Jährige kam beim belgischen Erstligisten in der vergangenen Saison auf nur wenige Kurzeinsätze. Kein Wunder, dass der Transfer mit Skepsis gesehen wurde. Und das nicht nur bei den Fans. Wie Christian Keller in dem WDR-Podcast „Einfach Fußball“ von Sven Pistor und Conny Kleine erzählt, gab es auch intern arge Bedenken vor der Verpflichtung. Letztlich habe bei dem Rechtsverteidiger auch das Bauchgefühl entschieden. „Das Bauchgefühl ist ein wesentlicher Faktor. Es geht am Ende ja auch um Menschen“, sagte Keller und nannte das Beispiel Carstensen. „Er hatte nur vier Einsätze für die Genker Profimannschaft absolviert, davon keinen von Anfang an. Er hat mehr oder weniger ein ganzes Jahr nicht gespielt“, so der Sportdirektor. „Wir haben uns Spielszenen live und im Video von ihm angeschaut – rauf und runter, tagelang, um eine Entscheidung bezüglich eines Rechtsverteidigers zu treffen.“

Persönliche Gespräch überzeugte

Auch andere Spieler waren im Gespräch, die man mit dem Dänen verglichen habe. „Auf den ersten Blick war klar, wenn ich mir die vier Einsätze von Genk anschaue, dann brauchen wir über den Spieler nicht weiter nachzudenken“, gab der Sportdirektor des FC nun zu. Alleine nach diesen Szenen wäre es nicht zum Transfer von Carstensen gekommen. Aber: „Ich kannte den Spieler noch von seiner Zeit aus Dänemark, bei Silkeborg“, so Keller weiter. Das habe er noch im Kopf gehabt. In Dänemark galt Carstensen als großes Talent, war Stammspieler bei Silkeborg und legte in 89 Spielen 24 Tore auf, erzielte zwei selbst. Nicht umsonst wurde der Rechtsverteidiger in dieser Zeit U-Nationalspieler. „Ich hatte einfach den Eindruck, dass wir uns mit dem Spieler noch näher beschäftigen müssen. Wir waren uns in der Runde alles andere als einig. Es gab einen, der war vehement dafür, dass wir uns mit dem Spieler beschäftigen, es gab auch andere, die nicht so überzeugt waren.“ Keller stimmte dafür, sich dennoch mit dem Spieler zu treffen. „Dann schauen wir mal, warum es so eine große Diskrepanz zwischen der Leistung in Silkeborg und der Leistung in Genk gab.“

Der Sportdirektor betont, dass man sich mit jedem potenziellen Neuzugang zunächst einmal treffe, um zu schauen, ob die Persönlichkeit auch in das Mannschaftsbild oder zum Verein und Umfeld passe. „Nach diesem Gespräch war allen Beteiligten klar, dieser Spieler kann funktionieren – wenn man nur richtig mit ihm umgeht.“ Der Plan scheint aufgegangen zu sein. Carstensen kommt in der Liga mittlerweile auf 700 Einsatzminuten, stand in neun Liga-Spielen auf dem Feld und acht Mal in der Startelf. Einzig die Begegnung gegen Werder Bremen verpasste der Däne aufgrund seiner Gelb-Rot-Sperre. Aktuell deutet viel darauf hin, dass Carstensen das Duell gegen Benno Schmitz für sich entschieden hat.

Leihe könnte sich für den FC lohnen

Und das rechnet sich für die Geißböcke. Die Kaufoption der Kölner soll dem Vernehmen nach bei 1.5 Millionen Euro liegen, den aktuellen Marktwert berechnet Gool.ai zurzeit auf 4.5 Millionen Euro. Einer festen Verpflichtung steht noch nicht einmal eine mögliche Transfersperre im Wege. Zumindest mit diesem Transfer hat Christian Keller offenbar richtig gelegen. „Er ist noch ein junger und er ist ein unerfahrener Spieler, aber er hat mehrfach gezeigt, dass er definitiv das Zeug hat, sich nicht nur zu einem Bundesligaspieler zu entwickeln, sondern zu einem guten Bundesligaspieler zu entwickeln.“ Die nächste Chance, sich auszuzeichnen, wird er wohl gegen Bochum bekommen.


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Bis Ende des Jahres: DFL terminiert die weiteren Spieltage

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Bis Ende des Jahres: DFL terminiert die weiteren Spieltage

Die DFL hat die Spieltage 14 bis 18 terminiert. Die Geißböcke müssen demnach im Dezember gleich zwei Mal sonntags ran. Nach dem Bochum-Duell gibt es kein Samstagsspiel mehr in diesem Jahr.

Am Donnerstagmittag hat die DFL die Spieltage bis18. Spieltag terminiert. Demnach müssen die Kölner zwei Mal sonntags und in der englischen Woche am Mittwoch ran.

Die erste Begegnung des kommenden Monats war bereits terminiert. Am 1. Dezember sind die Geißböcke zu Gast beim SV Darmstadt. Nun hat die DFL die weiteren Spiele bis zur Weihnachtspause terminiert. Der FC will in dieser Phase möglichst einiges an Boden gut machen. Schließlich warten noch einige Gegner auf Augenhöhe auf den FC. Am Sonntag den 10. Dezember empfangen die Geißböcke den FSV Mainz 05 im Kölner Stadion. Das Spiel wird um 17.30 Uhr angepfiffen und von DAZN übertragen. Nur eine Woche später, ebenfalls am Sonntag sind die Kölner dann allerdings um 15.30 Uhr in Freiburg zu Gast. Dass Köln gegen den Sportclub sonntags spielen würde, war aufgrund des Europapokals klar.

FC spielt mittwochs gegen Berlin

In der darauffolgenden Englischen Woche ist der FC am Mittwoch zu Gast an der Alten Försterei bei Union Berlin. Das Spiel beginnt bereits um 18.30 Uhr und wird von Sky übertragen. Es ist für Köln das letzte Pflichtspiel des Jahres. Die DFL hat auch schon die ersten Duelle des neuen Jahres terminiert. Da muss der FC gleich doppelt samstags ran. Am 13. Januar empfangen die Geißböcke den 1. FC Heidenheim in Köln, eine Woche später ist das zum Auftakt der Rückrunde Borussia Dortmund zu Gast. Beide Partien werden um 15.30 Uhr angepfiffen und von Sky übertragen.

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Das sagt Steffen Baumgart zu Bochum, Ljubicic und seinem Personal

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Das sagt Steffen Baumgart zu Bochum, Ljubicic und seinem Personal

Eine Woche nach dem 1:1 gegen Augsburg ist der 1. FC Köln am Samstag zu Gast beim VfL Bochum. Ein weiteres richtungweisendes Spiel. Steffen Baumgart äußerte sich dazu auf der Pressekonferenz.

Fünf Punkte nach zehn Spielen lautet die traurige Bilanz des 1. FC Köln vor dem richtungweisenden Spiel gegen den VfL Bochum. Das sagt Steffen Baumgart auf der PK vor dem Bochum-Spiel.

Nach dem Spiel gegen den VfL Bochum startet der FC am Samstag in die nächste Länderspielpause. Für Die Kölner wäre ein Sieg besonders wichtig. Denn nach dem 1:1 gegen Augsburg sind die Geißböcke auf den letzten Platz der Tabelle abgerutscht. „Bis auf uns haben alle da unten gepunktet“, sagte FC-Trainer Steffen Baumgart am Donnerstag. Dementsprechend stehen die Kölner vor dem schweren Auswärtsspiel unter Druck. Und dass die Begegnung beim VfL eine große Herausforderung wird, steht für den Kölner Trainer fest. „Ich glaube, dass die Bochumer zu den Eigenschaften und Charakterzügen zurückgekehrt sind, die sie im vergangenen Jahr ausgezeichnet haben“, sagte der 51-Jährige. „Was sie aus meiner Sicht sehr sehr gut machen, ist, dass sie ein sehr aggressives Anlaufverhalten haben und dabei eine sehr hohe Intensität. Wir wissen, was an Emotionen und Laufbereitschaft vom Gegner da auf uns zukommt.“

Und der will der Kölner Trainer einiges entgegen setzen. Ein wichtiger Aspekt ist für den Trainer dabei der Zusammenhalt in Köln. „Es ist wichtig, dass wir unseren Weg gehen und den gehen wir als Verein. Wir haben viel Ruhe im Verein trotz der schwierigen Situation. Das ist das, was wir brauchen“, sagt Baumgart. Die gäbe es in Bochum auch, doch auch beim VfL sei nicht alles „Friede, Freude, Eierkuchen“. „Ich sehe da aber genau wie bei uns einen großen Zusammenhalt in allem.“ Den Vorteil, dass man in Bochum den Abstiegskampf aus den vergangenen Spielzeiten schon kennt, sieht Baumgart nicht. „Den kennt man in Köln auch“, sagt der 51-Jährige. „Wir haben im letzten Jahr auch Phasen gehabt, wo alle das Gefühl hatten, dass wir unten reinrutschen könnten. Wir sind dann nicht reingerutscht. Jetzt sind wir drin und müssen uns hocharbeiten.“

Ljubicic fällt aus

Mit welcher Startelf das gelingen soll, ließ Baumgart einmal mehr offen. Definitiv nicht mit dabei ist Dejan Ljubicic, der aufgrund seiner Erkältung nicht rechtzeitig fit werden wird. Ansonsten sind alle Spieler dabei. Auch die Akteure, die zuletzt überraschend nur auf der Bank saßen. Der Trainer betonte, dass Spieler wie Leart Pacarada, Benno Schmitz und Davie Selke gut trainiert hätten. „Es kommt darauf an, dass die Jungs weiter arbeiten, um erfolgreich zu bleiben und zu werden. Und mit „bleiben“ meine ich, dass wir gegen Augsburg einen Teilerfolg erzielt haben. Jetzt versuchen wir, in Bochum einen Teilerfolg oder einen ganz großen zu holen“, sagte Baumgart.

Dazu sollten die Kölner aber nicht so fahrlässig mit ihren Chancen umgehen. „Man muss schießen, sonst schießt man keine Tore. Und wenn du sieben Mal vorbeigeschossen hast, musst du es ein achtes Mal schießen. Wir haben mit Luca, Mark, Davie und Tiggi sicherlich Jungs, die in der Lage sind, die Tore zu machen. Du musst dir in den richtigen Phasen die richtige Situation erarbeiten. Und bei der Qualität der Spieler muss man dann auch mal aufs Tor schießen und nicht daneben“, sagte der Trainer. „Mit haben in solchen Situationen die Einfachheit und die Klarheit geholfen.“ Zwar betonte der Kölner Coach, dass „am Ende die Spiele vorne entschieden werden“, die Abwehr spielt dennoch ebenfalls eine große Rolle. „Wenn man mal das Leipzig-Spiel wegnimmt, haben wir aus meiner Sicht bislang eine gute Abwehrarbeit geleistet. Wir haben bisher zwar nicht zu Null gespielt, dem Gegner aber auch nicht Massen an Torchancen zugelassen. Ich finde es gut, wie Hübi und Jeff das mit Marvin machen.“  


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Dimitrios Limnios mit bitterer Statistik

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Dimitrios Limnios mit bitterer Statistik

Selbst mit einer kolportierten Ablöse von 3.3 Millionen Euro galt Dimitrios Limnios einst als Schnäppchen, vor allem aber als Hoffnungsträger für den 1. FC Köln. Doch der Mittelfeldspieler und der FC wollen nicht zueinander finden. Mittlerweile ist Limnios der einzige fitte Kölner Feldspieler, der noch keine Minute gespielt hat.


Es ist wohl eins der großen Missverständnisse beim FC in den vergangenen Jahren. Der junge Mittelfeldspieler kam als Hoffnungsträger. Über die Rolle des Zuschauers kam er aber nicht hinaus und spielt auch in dieser Saison keine Rolle beim 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Dimitrios Limnios?

Am kommenden Mittwoch ist es vermutlich wieder so weit. Dimitrios Limnios wird mal wieder für den FC auflaufen – allerdings im Testspiel gegen Porz. Für Limnios dürften sich die Herbsttage aktuell jedenfalls besonders grau anfühlen. Der 25-Jährige mit brasilianischen Wurzeln spielt zurzeit fußballerisch keine Rolle – weder beim 1. FC Köln noch in der griechischen Nationalmannschaft. Und eine Verbesserung ist aktuell auch nicht in Sicht. Der Mittelfeldspieler und der FC wollen so gar nicht zusammenfinden. Und das ist auch für den FC keine besonders gute Situation. Die Kölner verpflichteten Limnios erst spät im September 2020 uns setzten große Hoffnungen in den Rechtsaußen. Limnios kam mit der Empfehlung eines jungen griechischen Nationalspielers, dessen Marktwert zu diesem Zeitpunkt bei rund vier Millionen Euro taxiert war. 3.3 Millionen Euro war der Spieler den Kölner Verantwortlichen dem Vernehmen nach wert. Im Vergleich zum Marktwert und dem Potenzial eines jungen Spielers ein Schnäppchen.

Limnios noch ohne Einsatzminute

Drei Jahre später sieht der wirtschaftliche Erfolg hinter diesem Wechsel ganz anders aus. Limnios Marktwert wird von dem Online-Portal transfermarkt.de nur noch auf 1.2 Millionen Euro geschätzt. Und dieser Wert dürfte sich zeitnah auch nicht verbessern. Limnios bekommt nicht die Chance, sich zu empfehlen. Der 25-Jährige hat bei FC-Trainer Steffen Baumgart einen schweren Stand und kam trotz guter Vorbereitung bislang nicht zum Einsatz. Im Gegenteil: Limnios stand an den vergangenen drei Spieltagen nicht mal mehr im Kader. Nach den ersten Einsätzen von Jan Thielmann ist Limnios der einzige fitte Feldspieler, der für die Kölner in dieser Saison noch nicht eine Minute gespielt hat – abgesehen von den beiden Kreuzbandriss-Rekonvaleszenten Noah Katterbach und Florian Dietz, die aber immerhin in der U21 ihre ersten Minuten sammelten. Dabei hinterließ der Grieche in der Vorbereitung sowie in den bisherigen Testspielen einen guten Eindruck.

Schon im Sommer betonte Steffen Baumgart, dass es der Mittelfeldspieler beim FC schwer haben würde. Zu diesem Zeitpunkt stand die Verpflichtung von Faride Alidou noch in den Sternen. Die Konkurrenz ist auf der rechten Seite groß. Von Linton Maina über Luca Waldschmidt bis eben hin zu Alidou gibt es zahlreiche Akteure, die in dieser Saison auf der rechten Außenbahn zum Einsatz gekommen sind. Selbst der Rechtsverteidiger Rasmus Carstensen erhielt auf der offensiven Außenbahn den Vorzug vor Limnios. Ein Wechsel noch vor Saisonbeginn war insofern mehr als nur ein Thema. Ein Abnehmer fand sich aber augenscheinlich nicht. Dabei rennt dem FC ein wenig die Zeit davon. Der Vertrag des 25-Jährigen läuft im kommenden Sommer aus. Wollen die Kölner wenigstens einen Teil der einstigen Ablöse wieder reinholen, muss in der Wintertransferperiode ein Abnehmer her. Eine Leihe würde nur Sinn machen, wenn die Kölner vorab den Vertrag verlängern würden.

Limnios nicht im Nationalkader

Das scheint aber eher unwahrscheinlich. Unterm Strich machen die Kölner Verantwortlichen bislang jedenfalls nicht den Eindruck, als hätten sie noch große Hoffnung in eine Leistungsexplosion. Die gab es für Limnios nur bei seinem Gastspiel bei Twente Enschede, als der Grieche in 33 Erstliga-Spielen acht Tore erzielte und zwei vorbereitete. Gerüchte, Limnios würde zurück in die Niederlande wechseln, stellten sich frommer Wunsch der Enschede-Fans heraus. Und auch für die Länderspiele gegen Neuseeland (Freundschaftsspiel) und Frankreich (EM-Quali) in der kommenden Woche wurde Limnios einmal mehr nicht berücksichtigt.


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FC blitzte wohl bei Moukoko ab

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FC blitzte wohl bei Moukoko ab

Der 1. FC Köln ist im Sommer wohl bei dem Versuch, Youssoufa Moukoko von Borussia Dortmund auszuleihen abgeblitzt. Das berichtet die „Sport Bild“. Demnach kamen die Kölner mit ihrer Anfrage zu spät.


Der 1. FC Köln hat sich im Sommer offenbar nach einer prominenten Verstärkung im Sturm umgesehen – und das augenscheinlich vergeblich. Der FC blitzte wohl bei Youssoufa Moukoko ab.

Christian Keller hatte keine guten Nachrichten im Gepäck, als er am 1. September dieses Jahres vor die Medien trat. Dass der Kölner Sportdirektor die Spieltags-Pressekonferenz für ein Statement nutzte, hatte die Hoffnungen vieler Kölner Fans noch einmal angefeuert. Diese waren eh schon angestachelt, nachdem wenige Stunden zuvor eine Meldung aufgeploppt war, dass Ihlas Bebou von der TSG 1899 Hoffenheim angeblich in der Nähe der MediaPark Klinik in Köln gesehen wurde. Die Meldung stellte sich relativ schnell als Ente heraus, Kellers Anwesenheit bei der PK als Ende der Spekulationen um einen neuen Stürmer. „Wir finden, dass wir auf allen Positionen sehr sehr ordentlich besetzt sind. Und wir finden auch, dass wir bis dato ordentlich gespielt haben“, sagte Christian Keller damals. „Leider allerdings ohne den notwendigen Ertrag. Wir haben nicht die Notwendigkeit gesehen, etwas zu verändern.“ 

Moukoko kommt erst auf 118 Liga-Minuten

Das scheint nicht ganz zu stimmen. Zumindest wenn es nach einem Bericht der „Sport Bild“ geht. Wie die Fachzeitschrift berichtet, habe sich der FC sehr wohl um die Dienste eines Stürmers bemüht. Demnach wollten die Kölner offenbar am Deadline Day Youssoufa Moukoko von Borussia Dortmund ausleihen, der FC kam aber zu spät. Nachdem Niclas Füllkrug von Bremen zum BVB wechselte, hatten sich die Geißböcke wohl einen Wechsel des Youngsters vorstellen können. Moukoko wollte aber offenbar nicht überstürzt verliehen werden. Dabei hätte ein Wechsel in der Theorie durchaus Sinn machen können, zumindest mit einigen Monaten Abstand. So wäre der Angreifer beim FC auf Einsatzzeit gekommen, die er nun wie eigentlich damals schon erwartbar bei Dortmund nicht bekommt. Insgesamt kommt der 18-Jährige auf sechs Einsätze in der Liga, spielte 118 Minuten. Der FC ist dagegen auf der Suche nach einem gefährlichen Angreifer. Mit insgesamt nur acht Toren, davon zwei durch einen Stoßstürmer, verfügen die Kölner über den schlechtesten Angriff der Liga.

Allerdings stellt sich die Frage, wie der FC Moukoko hätte bezahlen wollen. Der Youngster hat beim BVB erst Anfang des Jahres einen hochdotierten Vertrag bis 2026 unterschrieben. Sein Gehalt wird auf 3.5 Millionen Euro plus diverse Boni geschätzt. Der FC hätte einen Großteil dieser Summe übernehmen und vermutlich auch ein geringe Ablöse bezahlen müssen. Dem Vernehmen nach will der FC im Winter im Sturm noch einmal nachbessern. So berichtete die „Bild“ vor einigen Tagen, dass man sich intern bereits auf eine Neuverpflichtung geeinigt habe. Allerdings schwebt über dieser Entscheidung noch die mögliche Transfersperre wie ein Damoklesschwert. Experten gehen davon aus, dass der FC noch vor der Winterpause mit einem Registrierungsverbot von einer Transferperiode belegt wird. Keller betonte damals, dass man zu der Erkenntnis gekommen sei, dass es am Markt keinen Stürmer gegeben hätte, der dem Kader so hätte helfen können, um ihn zu verpflichten.


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Mark Uth: „Ich muss jetzt Verantwortung übernehmen“

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Mark Uth: „Ich muss jetzt Verantwortung übernehmen“

Mark Uth avancierte in den vergangenen Wochen vom Dauerverletzten zum Hoffnungsträger beim 1. FC Köln und das offenbar zu recht. Die Einsätze gegen Kaiserslautern und den FC Augsburg waren jedenfalls vielversprechend.


Gegen den FC Augsburg stand Mark Uth erstmals seit über einem Jahr wieder in der Startelf der Geißböcke. Der 32-Jährige überzeugte vor allem nach dem Wechsel und macht Hoffnung auf mehr beim 1. FC Köln: Mark Uth übernimmt Verantwortung.

Seine Rückkehr war von vielen Fans fast schon sehnsüchtig erwartet worden – und er lieferte. Mark Uth stand im Pokal nur wenige Minuten auf dem Platz und gab dem Spiel des FCs im Duell gegen Lautern eine, wenn auch nicht mehr entscheidende, Wendung. Köln wachte nach einer guten Stunde auf, war auch Dank der Spielfreude des 32-Jährigen nah dran am Ausgleich. Schon beim Debakel gegen Leipzig wurde Uth nach monatelanger Verletzung in der Schlussphase eingewechselt, doch diese Messe war längst gelesen und so drehte der Kölner Angreifer gegen die Pfälzer das erste Mal richtig auf.

Am vergangenen Samstag hätte nicht viel gefehlt und Uth hätte dieses Mal dem Spiel eine entscheidende Wende gegeben. Der Angreifer war zwei Mal im Pech und vergab aus aussichtsreicher Position, zudem legte er Luca Waldschmidt zwei Bälle auf, die die Neuverpflichtung hätte verwerten müssen. Tat er nicht und somit ging der FC mit einem Remis vom Platz. „In der ersten Halbzeit war es schwierig für mich, hereinzukommen. Ich habe mich auf der Zehn ein bisschen verloren gefühlt. Die zweite Halbzeit war dann besser. Das wird in den kommenden Wochen mit der Spielpraxis bestimmt besser“, sagte Mark Uth am Mittwoch nach dem Training.

Uth: „Ich harmoniere gut mit ihm“

Es muss auch besser werden, für den gesamten FC, denn mit nur fünf Punkten aus zehn Spielen hat der FC am Wochenende die rote Laterne übernommen. Der 32-Jährige ist dabei optimistisch: „Das Spiel gegen Augsburg war gut. Wir haben uns viele Torchancen herausgespielt. Wir haben auch die Intensität wieder auf den Platz gebracht“, so Uth. „Das hat in den letzten zwei Jahren unter Steffen geklappt und so wird es auch in den kommenden Wochen klappen. Genauso müssen wir weitermachen.“ In der Tat schien das Zusammenspiel zwischen Luca Waldschmidt und Mark Uth ähnlich gut zu funktionieren wie noch in der Vorbereitung. Damals waren die Ansätze der beiden Offensivkräfte sehr vielversprechend. „Ich harmoniere gut mit ihm. Luca ist ein toller Spieler. Wenn wir Kainzi, Luca und mich auf dem Platz haben, haben wir ein paar gute Fußballer auf dem Platz“, sagte Uth.

Wenn man so will, ist der Offensivspieler eine gefühlte Neuverpflichtung. Der gebürtige Kölner hatte nahezu die gesamte vergangene Saison verpasst und nach seinem Kurzauftritt im Pokal gegen Osnabrück auch den Saisonauftakt der aktuellen Spielzeit. Nun ist er zurück und wie er sagt, ohne Schmerzen. „Es war eine lange Leidenszeit. Es war sehr anstrengend. Umso schöner ist es, jetzt wieder spielen zu können. Für mich ist es schön, wieder alles tun zu können“, sagt Uth. „Es wäre schöner, wenn wir nicht im Abstiegskampf wären. Wir sind da jetzt drin und werden es wohl noch ein paar Wochen sein. Ich versuche, den Jungs zu helfen.“ Dabei dämpft der Zehner zu große Hoffnungen in ihn: „Man kann von mir auch einfach nicht erwarten, dass ich jetzt einfach mal zig Tore schießen. Das würde mich freuen. Ich muss jetzt erst einmal wieder reinkommen.“ Aber: „Ich bin jetzt der Älteste. Ich muss jetzt Verantwortung übernehmen.“

Uth: „Ich habe schon dunklere Zeiten am Geißbockheim erlebt“

Und das am besten erneut am kommenden Samstag im Duell beim VfL Bochum. Uth erwartet eine schwere Aufgabe gegen den vermeintlichen Gegner auf Augenhöhe. „Es wird sehr hitzig, seht intensiv. Es wird ein Kampfspiel. Wir freuen uns, dass einige Fans mitkommen“, sagt Uth, der sich der Bedeutung des Spiels natürlich bewusst ist. Die Krise geht an den Kölner Profis nicht spurlos vorbei. „Unterbewusst ist sicherlich Druck auf dem Kessel. Wir müssen natürlich die Spiele in den kommenden Wochen gewinnen. Das wollen wir auch. Ich habe schon dunklere Zeiten am Geißbockheim erlebt“, sagte Uth. „Die Fans unterstützen uns, weil sie sehen, dass wir 90 Minuten lang alles auf dem Platz lassen. Dass wir guten Fußball spielen und uns auch Chancen herausspielen. “


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Dejan Ljubicic: Im Sommer heiß umworben und plötzlich auf der Bank

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Dejan Ljubicic: Im Sommer heiß umworben und plötzlich auf der Bank

Erstmals in dieser Saison saß Dejan Ljubicic am vergangenen Samstag zunächst nur auf der Bank. Und das, obwohl der Mittelfeldspieler der wohl wertvollste FC-Profi ist. Steffen Baumgart macht in der Krise auch nicht mehr vor seinen Leistungsträgern Halt.


FC-Trainer Steffen Baumgart hatte vor dem Spiel gegen den FC Augsburg Wechsel angekündigt. Es traf unter anderem den wertvollsten Profi des 1. FC Köln: Dejan Ljubicic – der wertvollste Spieler auf der Bank.

Die Nachricht sorgte für mächtig Wirbel. Dejan Ljubicic solle mit dem VfL Wolfsburg in Kontakt stehen, mit dem FC schon das Gespräch gesucht haben, hieß es im Sommer. Christian Keller, gerade Gast einer Podiums-Diskussion, dementierte sofort, wenn auch nicht gänzlich. Das Interesse des VfL soll es – wenn auch über einen Mittelsmann – gegeben haben. „Ja, Wolfsburg hätte mich gerne verpflichtet. Ich habe dann gemeinsam mit Trainer Steffen Baumgart und unserem Sport-Boss Christian Keller entschieden, dass ich dieses Jahr hier bleibe“, erklärte der Mittelfeldspieler nur wenige Wochen später der „Bild„. Kontakt habe es zu Niko Kovac gegeben, aber um die Freigabe habe der Österreicher nie gebeten, sagte er damals. Dass Ljubicic betonte, er bleibe „dieses“ Jahr beim FC, zeigt natürlich die Wechselwilligkeit des 26-Jährigen.

Interesse an Ljubicic kommt nicht von ungefähr

Daraus macht der Mittelfeldspieler auch keinen Hehl und das Interesse anderer Bundesligisten kommt auch nicht wirklich überraschend. Ljubicic ist in den vergangenen beiden Spielzeiten beim FC zum absoluten Leistungsträger geworden, ist variabel einsetzbar und überzeugte in diesem Zeitraum in der Defensive, aber auch mit Toren und Assists. Der Sechser gilt als der potenzielle Nachfolger von Ellyes Skhiri und dürfte auch ein Grund sein, warum die Kölner Verantwortlichen letztlich bei der Variante eigenes Personal als adäquaten Ersatz für den Sechser blieben. Ljubicic ist aktuell der wertvollste Kölner Spieler. Gool.ai berechnet der Marktwert des Mittelfeldspielers aktuell auf knapp 10 Millionen Euro – Tendenz deutlich steigend. Vor allem in der Einleitung von Großchancen sieht das Online-Portal die Stärken des 26-Jährigen. Dass Ljubicic, der 2021 ablösefrei zum FC gekommen war, in den Fokus anderer Klubs geraten ist, ist also nicht verwunderlich.

Der Vertrag des Sechsers läuft noch bis 2025. Will Köln an Ljubicic noch verdienen, ist ein Abschied im Sommer wohl sicher. Dabei betreibt der Sechser aktuell alles andere als Eigenwerbung. Ljubicic befindet sich in einer Formkrise. Nach den schwachen Auftritten gegen Leipzig und Lautern erhielt der 26-Jährige von FC-Trainer Steffen Baumgart einen Denkzettel und saß erstmals zunächst nur auf der Bank. Für Ljubicic in dieser Saison ein Novum. Wenn der Österreicher im Kader stand, hat er auch begonnen. Ein Novum und ein deutliches Zeichen. FC-Trainer Steffen Baumgart macht in der Krise auch nicht vor den Leistungsträgern Halt. Daran hat natürlich auch Mark Uth seinen Anteil. Durch die Rückkehr des gebürtigen Kölners war klar, dass ein anderer vermeintlicher Leistungsträger den Platz würde räumen müssen. Mit Florian Kainz, Luca Waldschmidt, aber auch Spielern wie Linton Maina oder Jan Thielmann ist die Offensivkette hinter der Spitze ordentlich besetzt. Es traf aber den defensiven Mittelfeldspieler Ljubicic und die eigentliche Offensivkraft Kainz fand sich einmal mehr auf der Sechs wieder.

Ljubicic nicht im Kader Österreichs

Und auch in der Nationalmannschaft spielt Ljubicic in dieser Länderspielpause keine Rolle. Der Österreicher wurde nicht für die Länderspiele gegen Estland und Deutschland von Cheftrainer Ralf Rangnick nominiert. „Es ist ein Leistungsprinzip“, sagte Steffen Baumgart am Dienstag nach dem Training. „Wenn Ralf der Meinung ist, dass es momentan nicht reicht, passiert sowas halt im Fußball. Seine Leistungen waren nicht so gut, dass er wie Phönix aus der Asche gekommen ist. Er kämpft genauso wie wir mit seiner Leistung.“ Und die war zuletzt eben durchwachsen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Ljubicic auch in den vergangenen Spielen seiner Nationalmannschaft meist nur die Rolle des Zuschauers blieb. Die Hoffnung auf eine Teilnahme an der EM in Deutschland im kommenden Jahr lebt bei Ljubicic sicherlich nach wie vor. Doch dafür müsste sich der Mittelfeldspieler wieder beweisen.

Am Dienstag fehlte der 26-Jährige beim Training der Kölner krankheitsbedingt. Ob er für das Spiel gegen Bochum fit wird, ist fraglich. Damit würde dem Kölner Trainer zumindest eine schwierige Entscheidung für das Wochenende abgenommen. Und wenn doch, kann es gut sein, dass Baumgart nach der ordentlichen Leistung gegen den FCA erst einmal bei der gleichen Offensivkette hinter der Spitze bleibt.


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Der FC zwischen Hoffnung und Drucksituation

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Der FC zwischen Hoffnung und Drucksituation

Am kommenden Samstag ist der 1. FC Köln zu Gast beim VfL Bochum. Für den FC ist es die Chance, die Abstiegsplätze zu verlassen. Gleichzeitig könnten die Kölner in der Begegnung aber auch den Anschluss zu Teilen der direkten Konkurrenz verlieren. 1. FC Köln: Der Druck vor dem Bochum-Spiel steigt.


Trotz des 1:1-Remis gegen den FC Augsburg ist der FC am vergangenen Samstag am unteren Ende der Tabelle angekommen. Nach den schwachen Auftritten in der Woche zuvor, können die Kölner auf die Leistung gegen den FCA aufbauen. Wenn der Kopf denn mitspielt beim 1. FC Köln: Der Druck vor dem Bochum-Spiel steigt.

Nach dem 1:1-Unentschieden gegen den FC Augsburg am vergangenen Samstag hat sich die Lage für den 1. FC Köln im Grunde nicht sonderlich verändert. „Zwar haben wir einen Punkt mehr als gestern, aber das Ergebnis ist nicht so wie gewünscht“, sagte auch Steffen Baumgart unmittelbar nach dem Remis. Der Kölner Trainer haderte vor allem mit dem Chancenwucher, den die Kölner betrieben. „Bei der Anzahl an Torchancen muss das Spiel eher 3:3 statt 1:1 ausgehen. Da nützt es auch nichts, dass wir besser gespielt haben als vorher. Ein Punkt ist zu wenig. Es wäre mehr drin gewesen.“

Die Kölner Spielweise darf Hoffnung machen

Unterm Strich hat sich die Situation sogar ein wenig verschlechtert, die Kölner belegen nun den letzten Tabellenplatz. Die Geißböcke bewiesen zwar, dass sie mit der Konkurrenz mithalten können, sie kamen aber eben auch nicht über ein Remis hinaus. Zu wenig für das von Baumgart ausgesprochene erste Endspiel. Am kommenden Samstag steht also bereits das nächste auf dem Programm. Dieses Mal reist der FC zu dem so deklarierten Topspiel zum VfL Bochum und es gibt ein paar gute Gründe, die den Kölnern Hoffnung im zweiten Teil der Hinrunde machen sollte.

So hat der FC gegen Augsburg über weite Teile einen Gegner mal wieder dominiert. Nach den Auftritten gegen Lautern und Leipzig war damit nicht unbedingt zu rechnen. Das ließen sich die Kölner aber kaum anmerken. Der FC erspielte sich vielmehr eine Großzahl an guten Möglichkeiten. Zwar wollte es mit der Chancenverwertung am Samstag so gar nicht klappen, dennoch hätte Köln mit ein wenig mehr Abschlussglück den zweiten Saisonsieg einfahren können. 26 Torschüsse, insgesamt neun Großchancen sprechen eine deutliche Sprache. Vor allem die Rückkehrer Mark Uth und Jan Thielmann strahlen Spielwitz und Willen aus, selbst wenn sie gegen den FCA nicht so stark waren, wie noch im Pokal.

Bilanz spricht für den FC

Für den FC spricht zudem die Bilanz. Gegen keinen anderen aktuellen Bundesligisten weißt Köln eine bessere Bilanz auf (49 Siege, nur 18 Niederlagen), gegen keinen anderen aktuellen Bundesligisten hat Köln öfter gewonnen. Die Siegquote ist nur gegen Darmstadt besser. Zudem holten die Kölner aus den letzten drei Auswärtsspielen in Bochum immerhin fünf Punkte. Und der VfL ist aus Kölner Sicht aus einem anderen Grund noch ein gutes Pflaster oder vielmehr ein gutes Beispiel. Nach dem 10. Spieltag der vergangenen Saison belegte der VfL den letzten Tabellenplatz, hatte gerade einmal vier Punkte auf dem Konto und ein Torverhältnis von 9:27 – standen also minimal schlechter da, als der FC jetzt. Am Ende der Saison belegte Bochum den 14. Tabellenplatz, rettete sich im Grunde mit sieben Punkten aus den letzten drei Saisonspielen auf der Zielgeraden. Allerdings auch, weil mit Thomas Letsch relativ früh in der Saison ein neuer Trainer verpflichtet wurde.

Druck liegt auf Kölner Seite

Dieser 14. Platz wäre für den FC bereits am kommenden Samstag möglich. Sollten die Kölner gegen den VfL gewinnen, würden die Geißböcke mindestens an Bochum vorbeiziehen. Je nach den Ergebnissen auf den anderen Plätzen wäre eben ein Nicht-Abstiegsplatz möglich. Trotz der guten Aussichten beginnt in diesem Moment auch die Drucksituation. Denn die Ausgangslage ist vor dem Duell an der Castroper Straße denkbar schlecht. Köln muss eigentlich gewinnen, um den Anschluss nicht gänzlich zu verlieren. Bei einer neuerlichen Niederlage wäre der VfL schon auf sechs Punkte weg und da Darmstadt gegen Mainz spielt, würde der FC je nach Ausgang des Kellerduells den Kontakt zu einem weiteren Konkurrenten ebenfalls verlieren. Und das, vor dem schweren Heimspiel gegen die Bayern. Der Druck liegt aktuell auf Kölner Seite. Zumal Baumgart betonte, dass sich gewisse Dinge mittlerweile im Kopf abspielen würden.

Zudem haben die Geißböcke von den vergangenen fünf Spielen gegen den VfL nur eins gewonnen. Zur Wahrheit gehört zudem auch, dass Augsburg genauso gut hätte gewinnen können, und ebenfalls mit einigen Hochkarätern aufwartete. Das lag auch an der FC-Defensive. Die Kölner Abwehr zeigte sich zwar deutlich verbessert, war aber noch lange nicht sattelfest. Sowohl Timo Hübers als auch Jeff Chabot unterliefen ungewohnte Fehler. Die Leistungssteigerung zu den Partien gegen Leipzig und Lautern war deutlich, die Kölner Abwehr aber weiterhin anfällig. Außerdem hat Bochum am vergangenen Spieltag bewiesen, dass sie Abstiegskampf können und gegen den direkten Konkurrenten aus Darmstadt 2:1 gewonnen.


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Ohne Ljubicic in die nächste Endspielwoche

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Ohne Ljubicic in die nächste Endspielwoche

Der 1. FC Köln ist am Dienstag in die Vorbereitung auf das Spiel gegen den VFL Bochum am kommenden Samstag gestartet. Dejan Ljubicic fehlte krankheitsbedingt.


Der 1. FC Köln ist ohne Dejan Ljubicic in die nächste Endspielwoche gestartet. Der Mittelfeldspieler fehlte beim Vorbereitungsstart am Dienstagvormittag krankheitsbedingt.

Ansonsten begrüßte der Kölner Trainer nahezu den kompletten Kader zum Mannschaftstraining. Einzig Philipp Pentke und Jacob Christensen arbeiteten im Aufbaubereich. Ljubicic hatte nach einer eher mauen Vorstellung gegen Lautern im Pokal im Spiel gegen Augsburg am Samstag zunächst eine Pause erhalten. Erst in der Schlussphase wurde der Österreicher eingewechselt, hatte aber kaum noch Zugriff auf die Partie. Die richtige Reaktion auf seine Leistung konnte er am Dienstag somit nicht zeigen. Aktuell ist noch unklar, wie lange der Mittelfeldspieler ausfällt und ob er für das Duell gegen Bochum rechtzeitig fit wird. Falls nicht, hätte Ljubicic die Länderspielpause zur Erholung. Der Mittelfeldspieler wurde nicht für die Länderspiele Österreichs nominiert.

Pentke und Christensen noch kein Thema

Für den Rest der Mannschaft liegt der Fokus schon jetzt auf der Begegnung gegen den VfL. Vor dem Pokalspiel gegen Kaiserslautern hatte FC-Trainer Steffen Baumgart die kommenden Duelle als Endspiele bezeichnet. Schließlich geht es nun gegen die Gegner auf Augenhöhe. So auch gegen Bochum. Mit einem Erfolg über den VfL könnte der FC sogar bis auf den 14. Tabellenplatz klettern und hätte sich vor dem schweren Heimspiel gegen die Bayern ein wenig Luft im Tabellenkeller verschafft. Immerhin würde der FC Bochum definitiv hinter sich lassen. Von den vergangenen fünf Duellen gegen Bochum konnte der FC allerdings nur eins für sich entscheiden. Nicht mit von der Partie werden auch weiterhin Philipp Pentke und Jacob Christensen sein. Die beiden Kölner Profis befanden sich am Dienstag im Aufbau-Training.


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Sturmflaute: Kämpft der FC heute noch mit einem Versäumnis von 2022?

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Sturmflaute: Kämpft der FC heute noch mit einem Versäumnis von 2022?

Viel wurde im Sommer über den fehlenden Ersatz für Ellyes Skhiri und Jonas Hector diskutiert, dabei haben die Kölner eine Lücke aus dem Vorjahr offenbar ebenfalls nicht adäquat geschlossen. Das rächt sich gerade.


Der Abgang von Jonas Hector und Ellyes Skhiri wiegt beim 1. FC Köln in dieser Spielzeit besonders schwer. Die Erfahrung, die Defensivarbeit und im Falle von Skhiri auch die Torgefahr. Der Mittelfeldspieler erzielte in der vergangenen Spielzeit sieben Tore in der Liga und war damit Teil des Kollektivs, das die eigentliche Schwachstelle des FC kaschierte. 1. FC Köln: Liegt der Grund für die Sturmflaute im Sommer 2022?

Anthony Modeste schreibt dieser Tage in Ägypten Schlagzeilen. Allerdings nicht, weil er gerade für seinen Torriecher auffällt. Gleich mehrere ägyptische Medien berichten, dass sein Arbeitgeber Al Ahly SC nicht sonderlich glücklich mit dem Stürmer sei und sich vorstellen kann, Modeste im Winter schon wieder loszuwerden. Kein Wunder, der 43-malige ägyptische Meister belegt aktuell nur den sieben Platz in der Meisterschaft und Anthony Modeste hat noch nicht ansatzweise gezündet. Die Bilder vom Frühling 2022 sind noch präsent, als sich der Franzose einmal mehr auf Händen durch das Kölner Stadion tragen ließ. Die Sehnsucht nach Modeste dürfte vielen Kölner Anhängern vergangen sein, die Sehnsucht nach einem Stürmer seines Kalibers, zumindest dem damaligen, ist indes groß. Dem FC fehlt ein gefährlicher Stoßstürmer – mehr denn je.

Sturm ist die Schwachstelle, aber ein elementarer Teil des Kölner Spiels

Denn die Kölner Torausbeute spricht eine deutliche Sprache. Acht Treffer haben die Geißböcke in den bisherigen zehn Ligaspielen erzielt, davon vier durch etatmäßige Angreifer, drei durch Elfmeter und zwei durch einen Stoßstürmer. Für eine Mannschaft, die mit Abstand die meisten Flanken der Liga schlägt und zu den Topteams in Sachen Torabschlüsse zählt, ein mehr als überschaubares Ergebnis. Und so war die Begegnung gegen Augsburg symptomatisch für den Saisonverlauf der Kölner Offensive.

Zu 26 Abschlüssen kamen die Kölner, zu neun Großchancen, zu 31 Flanken, aber nur zu einem Tor und damit auch nur zu einem Punkt. Immerhin, und das ist wohl die positive Erkenntnis aus dem Chancenwucher, erspielten sich die Kölner einige gefährliche Möglichkeiten. Allerdings nicht an vorderster Front. Davie Selke und zuvor Steffen Tigges blieben komplett wirkungslos, wie schon viel zu oft in dieser Spielzeit. Der 1. FC Köln hat bislang auf dieser für die Geißböcke so elementar wichtigen Position ein gehöriges Problem.

Und wenn man ehrlich ist, eins, das zumindest in Teilen abzusehen war. So forderten viele Fans bereits im Sommer einen weiteren Stürmer. Allerdings auch, weil sich Davie Selke verletzte. Die Sorge, der Stürmer würde lange oder immer mal wieder ausfallen, war bei den FC-Anhängern groß. Die Hoffnung, der Angreifer würde aber an die Leistung der Rückrunde anknüpfen können, mindestens genauso. Nicht umsonst wurde Selke nach einem Bericht der „Sport Bild“ von vielen Fans bereits im Dunstkreis der Nationalmannschaft gesehen. Das Problem in der Offensive wurde weitestgehend durch den nicht weniger unerheblichen Verlust der beiden Leistungsträger Ellyes Skhiri und Jonas Hector kaschiert. Die Lücke, die die beiden zentralen Spieler der vergangenen Saison gerissen haben, ist sicherlich ein zentrales Problem und ein Grund der aktuellen Misere.

Das Abgang von Modeste wiegt bis heute nach

Allerdings nicht der einzige. Ein weiterer liegt bereits einen Sommer weiter zurück. Auch dort haben die Kölner zwei Leistungsträger abgegeben. Den Weggang des Kölner Eigengewächses Salih Özcan haben die Geißböcke damals durch die Verpflichtung von Eric Martel aufgefangen. Der Abgang von Anthony Modeste wurde nicht annähernd kompensiert – selbst, wenn es womöglich die richtige Entscheidung war, den alternden Stürmer für ein nettes Handgeld ziehen zu lassen. Ein adäquater Ersatz wurde nicht verpflichtet. Sargis Adamyan wurde als Königstransfer gefeiert, sollte aber eine andere Rolle im Kölner System übernehmen. Damals war der Tenor, der Angriff sei stark genug.

Worte, die sehr den Aussagen von Christian Keller von diesem Sommer ähneln. Denn auch jetzt befand der Sportdirektor den aktuellen Angriff ebenfalls für „ganz okay“. Nur scheint „ganz okay“ in dieser Saison bislang nicht zu reichen. Genauso wenig wie in der Vorsaison. Florian Dietz erzielte am 2. Spieltag einen Treffer gegen Leipzig und vor seinem Kreuzbandriss am 12. Spieltag keinen weiteren in der Liga. Steffen Tigges kam immerhin auf sechs Tore, hatte aber in beiden Saisonhälften eine lange Phase ohne Treffer. Also wurde mit Davie Selke im Winter nachjustiert. Selke kam zunächst nicht in Fahrt, traf dann fünf Mal und wurde von Steffen Baumgart auf einem Fantalk zum Kandidaten für die DFB-Elf ernannt.

Das Kollektiv kann die Sturmflaute nicht auffangen

Fakt ist: die drei Kölner Stoßstürmer kamen in der vergangenen Saison in der Liga auf zwölf von 49 Toren, Sargis Adamyan steuerte einen weiteren hinzu. Die FC-Angreifer erzielten also gerade mal ein Viertel aller Kölner Treffer und damit deutlich weniger als in der Spielzeit zuvor und deutlich weniger als die direkte Konkurrenz. Die Angriffsreihen der Absteiger Hertha und Schalke erzielten 31 und damit 73 Prozent beziehungsweise 15 und damit 33 Prozent der eigenen Tore. Unter den nominellen Stürmern im Kader war nur Bremen noch weniger erfolgreich. Ob er überperformte, von Baumgart das nötige Selbstvertrauen mit auf den Weg bekam oder einfach nur Glück hatte – Modeste erzielte in der Spielzeit zuvor 20 Tore in der Liga, gemeinsam mit Sebastian Andersson, Tim Lemperle und Mark Uth kam die Offensive auf 30 von 52 Treffern und damit auf nahezu 60 Prozent der Kölner Tore.

Dass die Geißböcke nach dem Weggang des Stürmers auf einem immer noch guten elften Rang landeten, lag auch daran, dass das Kollektiv die Tor-Lücke stopfte und die Sturmflaute kaschierte. Alleine Ellyes Skhiri (7), Florian Kainz (6), Dejan Ljubicic (5) und Denis Huseinbasic (4) erzielten 22 Tore. Und das, obwohl das Spiel auch in der vergangenen Saison auf einen Zielstürmer zugeschnitten war. Das ist es zum Großteil bis heute. Nur ist diese Spielweise bislang wirkungslos. Das Flankenmeer verpufft nahezu im Nirgendwo. Dieses Manko wird aber bislang nicht von dem Kollektiv aufgefangen. Ellyes Skhiri spielt in Frankfurt, der aktuelle Ersatz Dejan Ljubicic befindet sich zum einen außer Form, ist zum anderen auf der Sechserposition nicht so gefährlich wie auf der Acht. Auch Florian Kainz und Denis Huseinbasic laufen der Form der Vorsaison meilenweit hinterher. In der aktuellen Form ist die Mannschaft nicht in der Lage, die Schwachstelle in der Offensive zu kompensieren. Das ist aber nur ein Teil des Problems.


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