Die Einzelkritik gegen Bochum

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Die Einzelkritik gegen Bochum

Zwar hat der 1. FC Köln nach dem Remis gegen Augsburg auch gegen den VfL Bochum gepunktet, wirklich überzeugen konnte der FC aber nicht. Das zeigt sich auch in den Noten.

Bei dem 1:1-Unentschieden gegen Bochum haben die Kölner über weite Strecken nicht ins Spiel gefunden. Am Ende des Tages rettete vor allem Marvin Schwäbe den Zähler. Die Einzelkritik der FC-Profis gegen Bochum.

Dem ordentlichen Auftritt gegen Augsburg folgte am Samstagabend ein recht trostloses Spiel gegen den VfL Bochum. Immerhin mit dem gleichen Ergebnis. Der FC fand nahezu eine Stunde so gut wie gar nicht statt, war am Ende glücklich mit Punktgewinn. Die Defensive war anfällig und wacklig bei den Bochumer Angriffen, die Kölner Offensive wirkte bis zum Ausgleich meist ideenlos. „„Es war ein sehr glücklicher Punkt. Bochum war für mich die klar bessere Mannschaft. Sie haben uns niedergekämpft und wir waren nicht in der Lage, mit klaren Aktionen dagegenzuhalten. Vor dem Hintergrund hat uns Marvin Schwäbe den Punkt gesichert“, sagte Christian Keller nach dem Spiel.

So bewerten wir die FC-Profis gegen Bochum

Blieb erneut nicht ohne Gegentor. War bei diesem aber chancenlos. Zeigte rekordverdächtige acht starke Paraden und hielt den Kölnern den Punkt fest. Überragend beim Freistoß von Stöger und anschließend gegen Schlotterbeck nach Kopfball.

Stand erneut für Pacarada in der Startelf. Wirkte wahrlich nicht sattelfest gegen die Bochumer Offensive – aber wer war das schon. Machte beim Gegentor nicht die beste Figur. Setzte im zweiten Durchgang Thielmann stark ein.

Erwischte wahrlich nicht den besten Tag. War beim 0:1 zu weit von Hofmann entfernt. Leistete sich einige Flüchtigkeitsfehler und unnötige Foulspiele. Gewann im Schnitt nur jeden zweiten Zweikampf.

Rettete mit einer starken Grätsche gegen Asano, lud den Japaner aber zuvor auch ein, als er viel zu leicht das Abseits aufhob. Gewann beeindruckende 87 Prozent der Zweikämpfe. Hatte im Duell mit den Angreifern auch ab und an seine Probleme.

Konnte nicht an die gute Leistung gegen Augsburg anknüpfen. Kam in vielen Situationen einen Schritt zu spät. So auch beim Gegentor. Verhinderte mit einer starken Abwehraktion Schlimmeres.

Startete einmal mehr als offensiver Sechser. Kam dort auf gerade einmal acht Zweikämpfe, von denen er vier gewann. Sein Partner auf der Doppelsechs kam auf 24 Zweikämpfe. Fand auf dieser Position auch lange in der Offensive nicht statt. Sein Traumpass auf Maina vor dem Ausgleich verbesserte seine Note deutlich.

Lief wieder einmal mehr als zwölf Kilometer, erreichte auch gute Zweikampfwerte. War aber im Zentrum allein auf weiter Flur und somit ebenfalls sehr uneffektiv.

Sein feiner Pass auf Waldschmidt hätte ein Tor mit sich bringen müssen. Das erledigte Selke dann nach dem Wechsel nach starker Hereingabe. Rieb sich ansonsten eher brotlos auf.

Wurde nach wenigen Minuten bereits stark von Maina eingesetzt, sein Schüsschen war aber viel zu harmlos. Tauchte anschließend komplett ab, um dann vor dem Ausgleich mit einem Ballgewinn wieder aufzutauchen. Insgesamt ein sehr blasser Auftritt.

Nicht das Spiel des vermeintlichen Hoffnungsträgers. Fand in jenes weder in der ersten Halbzeit noch im zweiten Durchgang.

Arbeitete und rackerte viel. Belohnte sich schließlich mit seinem dritten Saisontor. Traf allerdings auch einige falsche Entscheidungen. Hätte vielleicht Martel bei seinem Schuss aus spitzem Winkel anspielen können.

Setzte sich unmittelbar nach seiner Einwechslung nach einer knappen Stunde bereits in Szene. War sehr aktiv, aber leider auch sehr glücklos.

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Verletzte bei Polizei-Einsatz in Bochum

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Verletzte bei Polizei-Einsatz in Bochum

Unmittelbar vor dem Keller-Duell des 1. FC Köln beim VfL Bochum hat es einen Polizei-Einsatz vor dem Gästeblock gegeben. Dabei gab es laut Vereinsangaben auch Verletzte.

Die genauen Umstände sind noch unklar. Doch offenbar gab es Verletzte bei einem Polizei-Einsatz in Bochum. Nach ersten Informationen gab es Probleme beim Einlass, die zu dem Einsatz führten.

So soll die Polizei Teilen der FC-Fans den Zutritt zum Block verwehrt haben. Die aktive Fanszene schaffte es offenbar nicht ins Stadion. Unter anderem schrieb die Kölner Fanhilfe auf „X“: „Die Polizei hält aktuell die Gästefans, die das Stadion verlassen möchten, an den Toren fest. Daraus folgte der Einsatz von Pfefferspray und das wahllose Attackieren von Gästefans. Mehrere Verletzte resultierten aus dieser Aktion.“ Der Klub ließ schon während der Begegnung verlauten, dass es nach Informationen des Klubs zu einem Polizeieinsatz gekommen sei, bei dem sich FC-Fans verletzt haben sollen. „Darauf hat die Szene entschieden, sich zurückzuziehen“, hieß es vom Verein. Offenbar wurde eine Fan-Gruppierung vor dem Stadion eingekesselt.

Polizei hält FC-Ultras vom Stadion ab

Unter anderem schrieb ein User bei „X“: „Die Szene ist jetzt abgereist. Liebe @polizei_nrw_bo und @VfLBochum1848ev, bitte überarbeitet euer Sicherheitskonzept mit allen möglichen Stakeholdern. Es kann nicht sein, dass es immer Probleme gibt.“ Die Bochumer Polizei ordnete die Situation anders ein. „Wir haben die aktive Kölner Fan-Szene, die mit Bussen angereist war, mit Polizeikräften begleitet“, sagte ein Sprecher der Bochumer Polizei dem „Kölner Stadt-Anzeiger„. „Doch die Gruppe nahm von sich aus Fahrt auf und versuchte, die Einlasskontrolle zu stürmen. Daraufhin haben die Kolleginnen und Kollegen den Ordnungsdienst unterstützt.“ Nach Angaben der Polizei sei es auch zum Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken gekommen.

Die Polizei leitete Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Landfriedensbruch, Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz und Körperverletzungsdelikten ein. Augenzeugen berichten, dass es auch Ausschreitungen unter Kölner Anhängern gegeben habe.  

Weitere Informationen in Kürze


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Einzelkritik

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Köln kommt gegen Bochum nicht über 1:1 hinaus

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Köln kommt gegen Bochum nicht über 1:1 hinaus

Der 1. FC Köln hat die große Chance verpasst, sich in wenig Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Beim VfL war der FC mit dem 1:1 sogar noch gut bedient.

In der vergangenen Woche kam der FC trotz einer guten Leistung gegen Augsburg nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus, am Samstagabend dann ein anderes Bild mit dem gleichen Ergebnis. Der FC zittert sich zum Punkt in Bochum. Gerade in der ersten Stunde boten die Kölner eine erschreckend schwache Leistung. Dabei wären die Kölner mit einem Sieg auf Rang 14 gesprungen.

Steffen Baumgart stellte sein Team nur auf einer Position im Vergleich zum Augsburg-Spiel um. Der Kölner Coach setzte in der Spitze wieder auf Davie Selke, Steffen Tigges saß zunächst nur auf der Bank. Doch die Geißböcke wirkten in ihren ersten Aktionen fahrig, vielleicht doch verunsichert. Erst nach wenigen Minuten steigerte sich der FC und kam zunächst über Eric Martel und anschließend über Rasmus Carstensen zu ersten Flanken, zweitere kam auch bei Selke an, der aber keinen Druck hinter den Ball bekam. Nur wenige Minuten später schickte Florian Kainz, der erneut auf der Sechs neben Martel agierte, Linton Maina, der wiederum clever auf Luca Waldschmidt zurücklegte. Doch der Angreifer blieb einmal mehr zu unpräzise. Jeff Chabot brachte den Ball nach einer Ecke dagegen aufs Tor, stellte Manuel Riemann aber vor keine großen Probleme.

Daschner trifft für den VfL

Und damit endeten die Kölner Offensivbewegungen auch schon wieder. Bochum drehte zunehmend auf. Zunächst entschärfte Marvin Schwäbe einen abgefälschten Ball von Lukas Daschner, anschließend steckte Philipp Hofmann Offensivspieler Moritz Kwarteng den Ball durch, der aber entscheidend von Timo Hübers gestört wurde. Dann war es erneut Daschner, der dieses Mal aber auch traf. Einen Schuss von Hofmann ließ Schwäbe abprallen, Daschner stand genau richtig. Und es hätte noch schlimmer kommen können. Köln fand zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht mehr ins Spiel, Bochum war dagegen gerade im Umschaltspiel extrem gefährlich. Hofmann schickte Takuma Asano, der noch in letzter Sekunde von Chabot, der zuvor das Abseits aufgehoben hatte, abgegrätscht wurde. Unmittelbar vor dem Seitenwechsel rettete Carstensen einmal mehr gegen Kwarteng.

Selke trifft zum 1:1

Auch nach dem Wechsel änderte sich das Bild nicht. Wieder steckte Hofmann auf Asano durch, Chabots Abwehrversuch avancierte zur Vorlage, doch der Japaner scheiterte an Schwäbe. Keine 120 Sekunden später war der Offensivspieler wieder zur Stelle, vergab aber aus spitzem Winkel. Wie aus dem Nichts schlugen die Kölner zu. Kainz spielte Maina auf der linken Seite frei, der passte den Ball scharf ins Zentrum und Selke vollstreckte. Köln wurde nun aktiver. Auch, weil Baumgart mit Jan Thielmann eine frische Offensivkraft brachte. Der Youngster wurde auch umgehend von Heintz ins Szene gesetzt, scheiterte aber an Riemann. Doch auch Bochum spielte weiterhin mit. Eine Flanke von Kevin Stöger wurde Richtung Daschner abgefälscht, der aus kurzer Distanz nur den Außenpfosten traf. Anschließend brachte Stöger einen Freistoß direkt aufs Tor und Schwäbe war einmal mehr grandios zur Stelle. Genauso wie kurz darauf gegen Keven Schlotterbeck der aus kurzer Distanz zum Kopfball kam.

Bochum war nun wieder besser im Spiel und hätte für die Entscheidung sorgen können. Köln kam dagegen über Selke zu einem Entlastungsangriff. Der Stürmer suchte aber lieber aus spitzem Winkel den Abschluss als den mitgelaufenen Martel zu bedienen. Für die Schlussphase brachte Baumgart unter anderem Steffen Tigges und später auch Faride Alidou. Doch der Lucky Punch wollte dem FC nicht mehr gelingen. Somit geht der FC als Tabellenletzter in die Länderspielpause. „Wir sind schon mit der Intension hier reingegangen, dass wir drei Punkte mitnehmen. Wir wissen aber auch, wie schwer das ist“, sagte Torschütze Selke.

Die Begegnung wurde von Verletzten bei einem Polizei-Einsatz überschattet.

FC: Scwäbe – Carstensen (74. Schmitz), Hübers, Chabot, Heintz – Martel, Kainz – Maina (88. Alidou), Uth (58. Thielmann), Waldschmidt (74. Tigges)- Selke – Tore: 1:0 Daschner (25.), 1:1 Selke (54.)


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Einzelkritik

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U21: Diehl und Dietz treffen erneut

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U21: Diehl und Dietz treffen erneut

Die U21 des 1. FC Köln hat bei Rot-Weiß Oberhausen den nächsten Sieg eingefahren. Beim 2:0 über RWO trafen einmal mehr Florian Dietz und Justin Diehl.

Der Kölner Nachwuchs mischt in der Regionalliga West weiterhin im Kampf um die Aufstiegsränge mit. Am Samstagnachmittag feierte die Mannschaft von Evangelos Sbonias einen 2:0-Auswärtssieg bei Rot-Weiß Oberhausen und belegt damit weiterhin den zweiten Tabellenplatz. Besonders erfreulich für den 1. FC Köln und die U21: Justin Diehl und Florian Dietz treffen erneut.

Während der 1. FC Köln weiterhin auf der Suche nach seinem Offensivglück in der Bundesliga ist, kann sich die U21 wahrlich nicht über ihre Angreifer beschweren. Florian Dietz und Justin Diehl trafen auch am 15. Spieltag der Regionalliga West und verhalfen damit der Mannschaft von Evangelos Sbonias zum 2:0-Erfolg bei RWO. Da Spitzenreiter Bocholt im Parallelspiel nicht über ein 0:0 gegen den 1. FC Düren hinauskam, verkürzte der FC den Abstand zur Spitze auf drei Zähler. Diehl traf damit bereits zum neunten Mal in der Liga, Dietz erzielte im dritten Spiel in Serie ein Tor.

Dietz und Diehl treffen für den FC

Schon in den ersten Minuten war gerade Diehl die Spielfreude anzumerken. Nach einem ersten Warnschuss von Oberhausens Dominik Burghard, drehte der Angreifer auf, traf bereits nach zwei Minuten, hatte sich aber regelwidrig den Baller erkämpft. Nur wenige Sekunden später tauchte der Angreifer einmal mehr gefährlich im gegnerischen Strafraum auf, wurde aber im Abschluss geblockt. Auch die Kleeblätter spielten mit. Unter anderem vergab der ehemalige Bundesliga-Profi Moritz Stoppelkamp mit einem sehenswerten Schlenzer. Doch das erste Tor gehörte den Kölnern. Max Finkgräfe leitete den Angriff ein, Diehl legte mit der Hacke ab auf Dietz der ins lange Eck einschob. Elias Bakatukanda hätte per Kopfball erhöhen müssen, vergab aber. Das hätte sich beinahe im direkten Gegenzug gerächt, als Sven Kreyer frei zum Schuss kam, aber Jonas Nickisch parierte stark. Dafür erhöhten die Kölner. Dietz scheiterte an RWO-Keeper Robin Benz, Diehl verwertete den Abpraller.

RWO-Trainer Jörn Nowak reagierte und brachte schon nach einer halben Stunde zwei neue Spieler, doch RWO dezimierte sich umgehend. Kreyer sprang mit gestreckten Beinen in Noah Katterbach und sah die Rote Karte. Vor dem Wechsel hätten Dietz und Damion Downs noch erhöhen können. Nach dem Wechsel sogar erhöhen müssen. Zunächst traf Downs nur die Latte, Dietz aus vier Metern das leere Tor nicht. Zuvor hatte Routinier Stoppelkamp einen Elfmeter verschossen und damit die große Chance vergeben, sein Team zurück ins Spiel zu holen. Anschließend fand Oberhausen kaum noch in der Offensive statt. Der FC ließ zu viel liegen. Unter anderem hätte Joao Pinto in der Schlussminute erhöhen müssen. Am Ende blieb es beim verdienten 2:0-Erfolg in Oberhausen.

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Traurige Bilanz: Bochum für FC-Offensive kein gutes Pflaster

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Traurige Bilanz: Bochum für FC-Offensive kein gutes Pflaster

FC-Trainer Steffen Baumgart nahm vor dem Bochum-Spiel gerade seine Offensive noch einmal in die Pflicht. Doch die Bilanz gegen den VfL ist bei dieser besonders schwach.

Dass die Bochumer Hintermannschaft alles andere als sattelfest ist, darf den Geißböcken Hoffnung in der Begegnung gegen den VfL machen. Aber: Bislang überzeugte die Kölner Offensive mit schlechter Bilanz gegen Bochum nicht.

FC-Trainer Steffen Baumgart brachte den Schlüssel des Erfolgs für das Bochum-Spiel auf den Punkt. „Am Ende werden die Spiele vorne entschieden“, sagte der Coach am Donnerstag. Keine besonders gute Aussicht. Denn gerade vorne läuft es beim FC in dieser Saison bekanntlich alles andere als rund. Acht Tore sprechen jedenfalls nicht für eine Durchschlagskraft, die den Gegner beeindrucken könnte. Genauso wenig wie die Torgefahr der Bochumer, die ebenfalls erst auf zehn Treffer kommen, das allerdings bei deutlich weniger Versuchen. Während die Kölner alleine im Spiel gegen Augsburg 26 ihrer 176 Torschüsse abfeuerten, kam Bochum gegen Darmstadt auf neun von insgesamt 137. Damit kommt der VfL zwar nur auf eine Torquote von 7,3 Prozent, der FC liegt aber mit 4,5 Prozent noch einmal deutlich darunter. Es spricht also nicht gerade viel für ein Torfestival am Samstagabend.

Sargis Adamyan erfolgreichster Kölner Angreifer gegen Bochum

Auch im Torschuss fordert Baumgart von seiner Offensive daher mehr Klarheit. Die Spieler sollen sich auf das konzentrieren, was sie können. Gerade Luca Waldschmidt vergab am vergangenen Samstag zahlreiche beste Chancen. Nicht das erste Mal. Waldschmidt brachte in der Saison schon 25 Schüsse aufs Tor, erzielte aber gerade einmal zwei Treffer. „Du musst schießen, sonst machst du keine Tore. Wenn du siebenmal vorbeischießt, musst du halt ein achtes Mal schießen“, erklärte der Trainer, der auf die Erfahrung eines ehemaligen Angreifers und auf knapp 85 Erst- und Zweitliga-Tore zurückgreifen kann. Gegen Bochum soll es mit der besseren Chancenverwertung wieder klappen. Immerhin erspielen sich die Kölner die Chancen, die sie nicht nutzen.

„Du musst dir in den richtigen Phasen die richtige Situation erarbeiten. Und bei der Qualität der Spieler muss man dann auch mal aufs Tor schießen und nicht daneben“, sagte Baumgart. „Wir haben mit Luca, Mark, Davie und Tiggi sicherlich Jungs, die in der Lage sind, die Tore zu machen.“ Das haben genau diese Spieler ja auch schon bewiesen. Nur nicht unbedingt gegen Bochum. Denn die Torausbeute gerade jener Spieler gerade gegen den VfL ist besonders schwach und das nicht nur im FC-Trikot. Florian Kainz traf in vier Begegnungen gegen Bochum genauso wenig wie Davie Selke bei seinen drei VfL-Einsätzen. Auch Steffen Tigges war noch nicht gegen den VfK erfolgreich. Zwar traf Mark Uth insgesamt drei Mal gegen Bochum, allerdings in der A-Jugend. Danach spielte er aber auch nicht mehr gegen den VfL. Immerhin erzielte Luca Waldschmidt im Wolfsburger Dress sowie Jan Thielmann und Linton Maina für den FC ein Tor gegen Bochum. Der erfolgreichste Kölner Angreifer ist gegen Bochum erstaunlicher Weise Sargis Adamyan. Zwar erzielte der Armenier ebenfalls erst ein Tor gegen Bochum, bereitete aber immerhin drei Treffer vor.

Das soll sich am Samstag ändern. Vielleicht gibt es auch dazu einen Rat des Trainers. Dieser erzielte in der Saison 98/99 das 2:0 für den VfL Wolfsburg gegen den VfL Bochum. Es war sein zweiter Treffer im Mai 1999, zuvor hatte der heutige Kölner Trainer ein halbes Jahr lang nicht mehr getroffen.

So könnte der FC gegen Bochum spielen


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Bleibt Baumgart nun bei der Augsburg-Elf?

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Bleibt Baumgart nun bei der Augsburg-Elf?

Gegen den FC Augsburg wartete FC-Trainer Steffen Baumgart gleich mit vier Wechseln auf. Mit großer Wahrscheinlichkeit steht aber gegen Bochum eine andere Startformation auf dem Feld.


„Never change a winning team“, lautet eine der zahlreichen Weisheiten des Fußballs. Nach dem Derbysieg nahm sich Steffen Baumgart dieses Motto zu Herzen und stellte gegen Leipzig die gleiche Elf auf. Das Ergebnis dürfte den FC-Fans noch in schlechtester Erinnerung sein. Doch gegen Augsburg änderte Baumgart die Startelf wieder. Die Geißböcke lieferten eine gute Begegnung ab. Bleibt es bei der letzten Elf des 1. FC Köln: So könnte der FC gegen Bochum spielen.

Es ist genau zwei Jahre her, da betrat Steffen Baumgart in einem rosafarbenen Frotteeanzug, mit blonder Perrücke und Sonnenbrille das Trainingsgelände des 1. FC Köln. Im Schlepptau hatte er gefühlt ein halbes Dutzend weiterer Baumgarts. Der Kölner Trainer erlebte sein erstes Karneval am Geißbockheim, hatte sich als Schweinhorn verkleidet, seine Trainerkollegen als der Chefcoach. Die Zeiten haben sich geändert. Zwei Jahre später herrscht eher eine verhaltene Katerstimmung als Kölscher Karneval. Zum Feiern haben die Kölner aktuell wenig Grund. Das könnte sich am Samstagabend ändern. Sollte der FC gegen den VfL Bochum gewinnen und die Abstiegsplätze vor der Länderspielpause verlassen, ist es durchaus vorstellbar, dass Baumgart seiner Mannschaft ein wenig Karneval gönnt.

Selke zurück in der Startelf?

Und ein Erfolg ist alles andere als ausgeschlossen. Gegen den FC Augsburg zeigten die Kölner eine beherzte Leistung, waren das bessere Team und kamen zu deutlich mehr Chancen, wenn auch nicht unbedingt zu den besseren. Spielerisch überzeugten die Kölner über weite Strecken. Und dennoch ist es wohl eher unwahrscheinlich, dass am Samstag gegen Bochum die gleiche Elf noch einmal aufläuft. Denn nicht jede Veränderung in der Anfangsformation zündete. Zwar hatte Steffen Tigges gegen den FCA nach wenigen Momenten etwa einen sehr lichten Moment, in der Folgezeit tauchte der Angreifer aber komplett ab, trat kaum noch in Erscheinung. Damit knüpfte der Stürmer an die bisherigen Leistungen dieser Spielzeit an. Tigges wirkt im Kölner Spiel wie ein Fremdkörper, hat überhaupt kein Zugriff auf das Spiel. Nachdem Steffen Baumgart Davie Selke gegen Augsburg einen Denkzettel verpasst hat, dürfte der Stürmer zurück in die Startelf kehren. Eine Garantie sprach der Kölner Coach seinem Stoßstürmer allerdings nicht aus.

Zentrale Achse dürfte stehen

Nachdem Dejan Ljubicic erkrankt ausfällt, wird wohl Florian Kainz erneut auf der Sechs neben Eric Martel spielen, vielleicht aber auch ein wenig offensiver – je nachdem, ob Baumgart mit einer oder der Doppelsechs agieren wird. Dann wäre Luca Waldschmidt als zweite Sturmspitze eine Option. Mark Uth, der in der vergangenen Woche sein Startelf-Comeback gegeben hat, wird mit Sicherheit in der Startelf stehen. Genauso wie Eric Martel und die beiden Innenverteidiger Timo Hübers und Jeff Chabot, die Baumgart unter der Woche noch einmal gelobt hatte. Eine Änderung könnte es möglicherweise auf der linken Abwehrseite geben. Denn auch Leart Pacarada hatte eine Denkpause erhalten, für ihn stand Dominique Heintz in der Startelf. Baumgart lobte den Routinier. Ob der 30-Jährige gegen Bochum erneut in der Startelf steht, ist komplett offen. Dagegen sollte Rasmus Carstensen auf der rechten Seite die Nase vorne haben. Ansonsten gibt es wenig Grund für weitere Wechsel. So dürften Linton Maina und Luca Waldschmidt die Kette hinter Selke komplettieren.

So könnte der FC gegen Bochum spielen


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Einzelkritik

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Tore, Bilanz, Übertragung: Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Bochum

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Tore, Bilanz, Übertragung: Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Bochum

Eine Woche nach dem 1:1 gegen Augsburg steht für den FC das nächstes Spiel auf dem Programm – für Baumgart das nächste Endspiel. Der FC trifft auf den VfL Bochum. Alles Wissenswerte rund um die Begegnung gibt es hier.

Die meisten Einsätze, der höchste Sieg, die bitterste Niederlage – und wer hat nochmal die meisten Tore gegen den VfL geschossen? Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Bochum.

Wie lautet die Bilanz zwischen dem 1. FC Köln und dem VfL Bochum?

Zum 74. Mal treffen der 1. FC Köln und der VfL Bochum am Samstag aufeinander. Die Bilanz spricht deutlich für den 1. FC Köln. Der FC gewann 40 der Partien, der VfL setzte sich in 15 Spielen durch. 18 Begegnungen endeten demnach unentschieden. Auch die Torbilanz spricht mit 103:81 für den FC. Von den jüngsten fünf Begegnungen konnte Köln nur eins gewinnen.

Wer zeigt die Begegnung des 1. FC Köln gegen Bochum?

Das Spiel beginnt am Samstag um 18.30, ist somit das Topspiel des Spieltags und wird daher von Sky übertragen. Zusammenfassungen gibt es unter anderem im „ZDF Sportstudio“.

Wann gelang dem 1. FC Köln der höchste Sieg gegen Bochum?

Der höchste Sieg der Kölner in der Bundesliga liegt mittlerweile 46 Jahre zurück. Im Mai 1977 gewannen die Geißböcke 6:1 gegen den VfL. Alleine vier Mal war Dieter Müller erfolgreich, die weiteren Tore erzielten Heinz Flohe und Heinz Simmet. Das gleiche Ergebnis hatten die Kölner schon 1960 in der Oberliga und vor allem in Bochum eingefahren. In den vergangenen Jahren waren die Spieler immer deutlich enger.

Wann kassierte der FC die höchste Niederlage gegen den VfL?

Die höchste Niederlage gab es gegen Bochum vor ziemlich genau 20 Jahren. Im Abstiegsjahr kassierten die Kölner eine 0:4-Klatsche in Bochum.

Wer erzielte die meisten FC-Tore gegen Bochum?

Die meisten Tore im FC-Dress erzielten Dieter Müller und Pierre Littbarski gegen Bochum. Beide waren elf Mal erfolgreich. Auf der anderen Seite erzielte Josef Kaczor fünf Tore. Von den aktuellen Offensivspielern erzielte Davie Selke noch nie ein Tor gegen den VfL, Mark Uth drei, allerdings in der U19 und Luca Waldschmidt eins – allerdings nicht (nur) im FC-Dress.

Wer kommt auf die meisten FC-Einsätze gegen Bochum?

Toni Schumacher trug gegen den VfL am häufigsten das FC-Trikot. Der ehemalige Kölner Keeper kommt auf insgesamt 28 Duelle gegen Bochum. Michael Lammek stand auf der anderen Seite bei 33 Spielen gegen den FC auf dem Platz.

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Jan Thielmann ist wieder bei der U21 dbei

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Jan Thielmann ist wieder bei der U21 dbei

Jan Thielmann wurde erstmals nach seiner langen Verletzung wieder in den Kader der U21 des DFB berufen. Neben Thielmann ist auch Eric Martel wieder dabei.

Noch am vergangenen Samstag sammelte Jan Thielmann die ersten Bundesliga-Minuten für den FC in dieser Saison, schon in der kommenden Woche streift er wieder das DFB-Dress über. Jan Thielmann ist wieder für die U21 des DFB nominiert.

Noch im vergangenen Sommer hatte sich der Kölner Offensivspieler im Dienste der U21-Nationalmannschaft eine Muskelverletzung mir Sehnenbeteiligung zugezogen. Thielmann fiel für die Europameisterschaft aus und stand den Kölnern anschließend bis in den Herbst hinein nicht zur Verfügung. Gegen Kaiserslautern kam der 21-Jährige zu seinem Comeback für den FC und war neben Mark Uth einer der Garanten für die Aufholjagd, die am Ende nicht belohnt wurde. Am vergangenen Samstag stand das Kölner Eigengewächs dann auch wieder in der Liga auf dem Platz. Nun folgen die Länderspiele nächste Woche Freitag in Paderborn gegen Estland (18 Uhr) und vier Tage später in Essen gegen Polen (18 Uhr). In den beiden Begegnungen geht es um nicht weniger als die EM-Qualifikation 2025.

Auch Martel wieder nominiert

Doch nicht nur Jan Thielmann wurde von Bundestrainer Antonio Di Salvo berufen. Auch Eric Martel ist wieder Teil der U21. Martel war im Sommer zunächst zum Kapitän des deutschen Nachwuchses ernannt worden. Der 21-Jährige zog sich eine Verletzung an der Ferse zu, fiel ebenfalls für die Geißböcke aus. Bei der letzten Nominierung wurde er nach Absprache mit ihm und Steffen Baumgart nicht berücksichtigt. Jetzt ist er wieder im Team und dürfte wieder eine tragende Rolle übernehmen. Neben den beiden FC-Spielern wurden auch Jonas Urbig und Tim Lemperle wieder nominiert. Die beiden Kölner Youngsters sind aktuell an Greuther Fürth verliehen und kommen dort regelmäßig zum Einsatz. Überraschend nicht nominiert wurde Justin Diehl. Der Angreifer war zuletzt für die U20 im Einsatz, wurde jetzt aber nicht berücksichtigt. Immerhin befinden sich Elias Bakatukanda und Max Finkgräfe auf Abruf.

Aufgrund der Verletzungen von Martel und Thielmann hatte sich FC-Trainer Steffen Baumgart zuletzt auch gerne schon mal kritisch zum Thema Länderspielreise geäußert. Dejan Ljubcic, der sich vor einigen Wochen ebenfalls im Kreise der Nationalmannschaft verletzte, ist dieses Mal gar nicht nominiert worden.


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Gegnercheck: Schwächen in der Offensive, wackliges Spielsystem

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Gegnercheck: Schwächen in der Offensive, wackliges Spielsystem

Nach dem 1:1 gegen den FC Augsburg steht für den FC die nächste Begegnung gegen einen vermeintlichen Gegner auf Augenhöhe auf dem Programm. Mit dem VfL Bochum trifft der FC auf eine Mannschaft mit vielen Gemeinsamkeiten und dann auch wieder nicht.

Am Samstagabend (18.30 Uhr, Sky) steht für den 1. FC Köln das Auswärtsspiel beim VfL Bochum an. Eine weitere Partie gegen einen Gegner auf Augenhöhe. Dass das Spiel aber alles andere als leicht wird, zeigt unser Gegnercheck zum VfL Bochum.

Trainer Thomas Letsch ist im Sommer mit einem großen Vorhaben in die neue Saison gestartet. Der VfL-Coach verkündete, dass er das Spielsystem der Bochumer weiterentwickeln wolle. Auch, damit die Bochumer in ihrer Spielweise nicht mehr so leicht auszurechnen seien. Das ist in Teilen gelungen, allerdings ganz anders als vermutlich gewollt. Letsch hat vor allem die taktische Ausrichtung verändert. Nachdem die Bochumer in der vergangenen Spielzeit nahezu ausschließlich mit einer Viererkette agiert haben, soll es nun die Dreierkette sein. Doch die richtige Formation hat der Bochumer Trainer nicht gefunden. Mal spielt der VfL in einer 3-4-3, mal 3-5-2, mal 3-4-2-1 um dann zwischendurch noch einmal die Viererkette einzustreuen. Bis zum vergangenen Spieltag spielte der VfL nicht einmal das gleiche System in Serie. Tatsächlich ist die Letsch-Truppe so in der taktischen Ausrichtung nicht so recht auszurechnen, der Grund für den Wankelmut scheint allerdings eher an den wackligen Leistungen der Bochumer liegen.

Hohes Anlaufen, hohe Intensität

Denn auch Bochum kommt in dieser Spielzeit nicht so recht auf die Beine, feierte erst im vergangenen Duell gegen Darmstadt den ersten Saisonsieg. Da der VfL aber im Gegensatz zu Köln auch den ein oder anderen Punkt gegen die Teams der oberen Hälfte wie Leipzig, Dortmund und Frankfurt einheimste, steht die Mannschaft von Letsch einige Plätze in der Tabelle besser da. In den jüngsten beiden Duellen gegen Darmstadt und Mainz spielte der Trainer mit einer 3-4-2-1-Taktik und holte so vier Punkte. Dabei kann man nicht gerade behaupten, dass Bochum nun die nötige Stabilität gefunden hat. Vor allem in der Offensive läuft weiterhin wenig zusammen. Gegen Darmstadt kam das Team von der Castroper Straße auf neun Torabschlüsse, war so ziemlich in jeder Statistik dem Gegner unterlegen. Und das, obwohl Bochum 20 Minuten in Überzahl agierte.

Überhaupt kommt Bochum erst auf rund 130 Torabschlüsse, liegt damit im unteren Segment der Tabelle, die Torquote liegt bei 7,3 Prozent. Bochum belegt damit in dieser Statistik den vorletzten Platz, allerdings deutlich vor dem FC. Das spiegelt sich auch in der Torausbeute wider. Mit zehn Treffern ist der VfL das zweitschwächste Team der Liga. Die Offensivaktionen wirken oft ideenlos, mitunter zufällig, auch hier ist nicht immer ein klares Spielsystem zu erkennen. Jeder zweite Angriff der Bochumer führt über die linke Seite. Allerdings kommt der VfL aus dem Spiel heraus so gut wie gar nicht mit Flanken in die gefährliche Zone. Gefährlich sind die Bochumer allerdings bei Standards.

Die Defensive hat die zahlreichen Umstellungen im System bislang eigentlich sehr gut verkraftet. Zwar kommt der VfL auf 24 Gegentore und damit auf zwei mehr als die Kölner, Bochum hatte aber auch schon empfindliche Ausreißer wie der FC gegen Leipzig und Leverkusen. So unterlag die Mannschaft von Thomas Letsch dem VfB Stuttgart am ersten Spieltag 0:5, später gab es noch eine 0:7-Klatsche gegen die Bayern. Und auch in der grundsätzlichen Ausrichtung gibt es deutliche Ähnlichkeiten zum FC. „Was sie aus meiner Sicht sehr sehr gut machen, ist, dass sie ein sehr aggressives Anlaufverhalten haben und dabei eine sehr hohe Intensität“, sagte Steffen Baumgart am Donnerstag auf der Pressekonferenz. „Es wird auch dieses Mal ein Spiel auf Augenhöhe, es entscheidet die Leistung am Spieltag und am Ende auch das Quäntchen Glück.“

Der Vergleich:

Ähnlich wie der FC haben auch die Bochumer nicht viel Geld in den neuen Kader investiert. Knapp zwei Millionen Euro flossen in die Verpflichtungen von Moritz-Broni Kwarteng, Maximilian Wittek und Bernardo. Der Kaderwert liegt deutlich unter dem der Kölner. Augsburg erreicht laut Gool.ai einen Kaderwert von rund 51 Millionen Euro, der FC liegt aktuell bei rund 87 Millionen Euro. Kölns wertvollster Spieler ist der erkrankte Dejan Ljubicic (9.9 Mio). Der wertvollste Spieler des VfL ist Erhan Masovic, dessen Wert Gool.ai auf 5.3 Millionen Euro berechnet.


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Keller: „Ich habe ein anderes Verständnis von Sparen“

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Keller: „Ich habe ein anderes Verständnis von Sparen“

Im aktuellen WDR2-Podcast „Einfach Fußball“ äußerte sich Christian Keller unter anderem zu dem Thema „Kaputtsparen“ und der Position des Trainers.

Christian Keller steht seit einigen Wochen bei vielen Fans in der Kritik. Der Sportdirektor des 1. FC Köln wurde für seinen Sparkurs und seine Transferpolitik kritisiert. Im WDR-Podcast „Einfach Fußball“ äußerte sich der Sportdirektor des 1. FC Köln: Christian Keller sprach unter anderem über seinen Sparkurs und den Trainer.

Auch wenn Steffen Baumgart am Donnerstag von einem Teilerfolg beim 1:1-Unentscheiden gegen Augsburg sprach, unterm Strich belegt der FC aktuell den letzten Platz und befindet sich auch nach dem zehnten Spieltag mitten in der Krise. „Wir haben viel Ruhe rund um den Verein, trotz der schwierigen Situation“, sagte der Coach. „Da hat es hier schon andere Zeiten gegeben. Das ist aber auch das, was dir in solchen Situationen hilft – und nichts anderes.“ Doch natürlich geht die aktuelle Situation nicht spurlos an den Anhängern vorbei. Vor allem Christian Keller sieht sich nach wie vor der Kritik ausgesetzt.

Keller: „Ich habe ein anderes Verständnis von Sparen“

Auch dazu äußerte sich der Kölner Sportdirektor in dem WDR2-Podcast „Einfach Fußball“ mit Sven Pistor und Conni Kleine. „Wir wussten vor der Saison, dass es primär darum geht, den Klassenerhalt zu sichern. Wir hatten aber nicht gedacht, dass wir nach zehn Spieltagen nur fünf Punkte haben und mit einer überschaubaren Leistung in der zweiten Runde des Pokals ausgeschieden sind“, sagte Keller. „Ich bin dankbar für jeden, der mir direkt Kritik äußert. Weil: Das ist eine Chance, dass ich auch eine Antwort geben kann. Und vielleicht kann ich demjenigen so auch eine andere Perspektive aufzeigen, damit er sein Mindset überdenken kann. Genauso ist es für mich eine Chance, zu denken, vielleicht hat er ja sogar recht. Dann kann ich darüber nachdenken.“

Ein zentraler Kritikpunkt ist bei vielen Fans der Sparkurs der Kölner Verantwortlichen. Immer wieder wird von einem „Kaputtsparen“ des Sportdirektors gesprochen. Grundlage dafür ist die Transferpolitik des 44-Jährigen, der im Sommer wenig in neue Spieler investiert habe. „Ich habe ein anderes Verständnis von Sparen. Sparen ist für mich, ich sammle Geld und lege es auf die hohe Kante, um mich entweder darüber zu freuen, dass mein Sparstrumpf relativ gut gefüllt ist oder um mir mit dem gefüllten Sparstrumpf irgendwann mal etwas zu leisten“, sagte Keller, der sein Handeln also nicht als „Kaputtsparen“ ansieht. Vielmehr sei es für ihn die Frage, was man an Geldern zur Verfügung habe und was man ausgeben könne. „Und dieses Geld, was wir zur Verfügung haben, haben wir auch schon verwendet. Die berechtigte Kritik müsste also nicht heißen, der Keller und seine Kollegen sparen den FC kaputt, sondern: hätte man mit dem wenigen Geld, das zur Verfügung steht, eine bessere Mittel-Verwendung herstellen können? Also hätte man für das Geld noch bessere Spieler holen können?“ 

Keller: „Solche Spieler zu ersetzen, ist noch einmal ein Stück schwerer“

Wenn es nach dem ein oder anderen Anhänger geht schon. Gerade die Abgänge von Ellyes Skhiri und Jonas Hector wurden augenscheinlich nicht kompensiert. Das bestreitet Keller auch nicht. Im Gegenteil: „Wir hatten mit Jonas und Ellyes zwei Spieler im Kader, die über Jahre hinweg weit überdurchschnittliche Bundesliga-Qualität auf den Platz gebracht haben. Solche Spieler für dich zu gewinnen, ist nicht ganz so einfach. Solche Spieler zu ersetzen, ist aber noch einmal ein Stück schwerer. Allen voran, weil das in der Regel mit finanzwirtschaftlichen Anforderungen der Spieler und mit finanzwirtschaftlichen Zwängen von Klubseiten einhergeht“, sagte Keller, der betonte, dass man sich durchaus bewusst darüber war, die beiden Leistungsträger nicht eins-zu-eins ersetzen zu können. Gerade weil das nötige Kleingeld gefehlt habe.

„Vielleicht hätten wir für das nötige Kleingeld überdurchschnittliche Qualität bekommen können. Das ist eine berechtigte Frage und die Kritik legitim“, so Keller weiter. „Grundsätzlich haben wir aus meiner Sicht sehr ordentliche, entwicklungsfähige Jungs dazu geholt. Aber keiner davon mit dem Anspruch, dass er die Qualität von Jonas und Ellyes ersetzen kann.“ Und so muss FC-Trainer Steffen Baumgart mit dem Personal arbeiten, dass ihm zur Verfügung steht. Ein Punkt, den auch Keller genauso sieht. „Es ist wichtig, dass man eine realistische Erwartungshaltung gegenüber dem Trainer hat. Was ist denn überhaupt mit dem Kader sportlich möglich, mit dem der Trainer arbeitet. Und da ist unsere Erwartungshaltung sehr klar. Für uns geht es primär um den Klassenerhalt. Wenn ich wusste, dass es eine schwere Saison wird, kann ich von ihm nicht erwarten, dass er nach dem 10. Spieltag um einen Champions-League-Platz spielt.“ Und davon sind die Kölner mit fünf Zählern aus zehn Spielen bekanntlich weit entfernt.

Keller stärkt dem Trainer den Rücken

Für den Sportdirektor steht die Position des Trainers ohnehin nicht zur Diskussion. Aktuell geht es ihm bei der Beurteilung des Trainers im Wesentlichen um zwei Punkte. „Das erste ist doch, ob der Trainer seine Leistung jeden Tag bringt. Hat er eine klare Idee, wie er Fußball spielen will beziehungsweise setzt er die vom Klub vorgegebene um. Und ist er in der Lage, danach systematisch im Training zu arbeiten und darüber Spieler weiterzuentwickeln“, so Keller. „Der zweite Punkt ist für mich die Kommunikation des Trainers allen voran mit der Mannschaft. Gibt es da eine Bindung. Hören die Spieler dem Trainer zu. Wenn die beiden Voraussetzungen gegeben sind, dann kann ich eigentlich nicht zu dem Schluss kommen: na ja, wenn die Ergebnisse nicht stimmen, muss ich an der Trainerposition etwas verändern.“ Keller betonte aber dennoch, dass die bisherige Punkteausbeute sehr wohl unter dem Erwarteten liege. Die Bilanz soll ab Samstag aufpoliert werden.  

„Einfach Fußball“ ist ein WDR2-Podcast von Conni Kleine und Sven Pistor, der immer donnerstags veröffentlicht wird.


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