Der FC findet den Schlüssel zum Erfolg

Mit dem 1:0-Erfolg über Preußen Münster springen die Kölner zumindest für eine Nacht auf den Relegationsplatz. Es war kein schöner, aber ein verdienter Sieg. Und der führte zur Erkenntnis beim 1. FC Köln: Der FC findet den Schlüssel zum Erfolg

Noch vor wenigen Wochen war Gerhard Struber angezählt, nun führt der Coach die Geißböcke zum vierten Sieg in Serie. Der Fußball ist nicht schön, aber erfolgreich für den 1. FC Köln: Der FC findet den Schlüssel zum Erfolg.

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Gerhard Struber strahlte einmal mehr über das ganze Gesicht. Dem Trainer des 1. FC Köln konnte an diesem Abend gefühlt gar nichts die Laune verderben. Noch nicht einmal die Kälte im altehrwürdigen Preußenstadion. Für einen Österreicher geht sich das in dieser Jahreszeit schon aus, sagte der Coach noch Minuten vor dem Spiel. Darauf müsse man sich zu der Jahreszeit nun mal einstellen. Tatsächlich tat seine Mannschaft lange relativ wenig dafür, dass dem Trainer aber warm ums Fußballherz hätte werden können. Und doch hatte der Trainer in Wollmütze und Mantel gehüllt viel Grund zur Freude. Auch im vierten Pflichtspiel in Serie fuhren die Kölner einen Sieg ein, erneut zu Null. Noch vor exakt vier Wochen lag der FC gefühlt am Boden, war dem Abstiegsplatz näher als dem Aufstiegsrang, Struber angezählt. Nun belegen die Geißböcke den Relegationsplatz und der Trainer sitzt wieder absolut fest im Sattel.

Münster im ersten Abschnitt besser

Und das, weil der Coach bereit war, sich von seiner eigentlichen Fußballidee zu verabschieden. Vier Siege in Folge, die meisten nicht wirklich schön, aber allesamt verdient. Nach dieser Serie fällt es schwer, noch ein Fragezeichen hinter die Entscheidung der Systemumstellung und deren Erfolgsaussicht zu stellen. Von Zufall kann man wohl nicht mehr sprechen. Auch, wenn der präsentierte Fußball alles andere als erstklassig war. „Wir wussten, was auf uns zukommt. Dass das hier ein ekelhaftes Spiel sein wird. Die Wetterbedingungen, die Platzverhältnisse. Wir haben den Kampf aber gut angenommen“, sagte Eric Martel. „Das Wichtigste ist, dass wir drei Punkte holen, und das haben wir gemacht.“ Martel brachte es absolut richtig auf den Punkt: Am Ende der Spielzeit zählen die Punkte in der Tabelle. Wie die dahin gekommen sind, interessiert spätestens dann niemanden mehr.  

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Denn zur fußballerischen Wahrheit gehört wohl auch, dass die Kölner eine ganze Halbzeit lang nichts zuließen – und das durchaus in beide Richtungen. In der Defensive brannte nichts an, in der Offensive wurde kein Feuerwerk gezündet. Martel bezeichnete es als „ekelhaft“, man hätte die Begegnung zur Halbzeit wohl als typische Nullnummer bezeichnen müssen. Mehr als ein Distanzschuss des erneut schwach aufspielenden Luca Waldschmidt war auf Kölner Seiten nicht drin. Und es stimmten noch nicht einmal die von Struber geforderten Basics. Der FC hatte weniger Ballbesitz, war weniger gelaufen und hatte weniger Zweikämpfe gewonnen – selbst die Torschussstatistik schlug in Richtung Münster aus. Allerdings kam kein Versuch der Preußen auch aufs Tor.

Martel: „Heute werde ich mal ein bisschen öfter auf die Tabelle schauen“

„Ich finde, dass wir unser Spiel ganz stabil bestritten haben, gleichzeitig haben wir immer wieder auf unseren Moment gewartet“, sagte der Trainer. Die Mannschaft wartete offensichtlich lange auf den Moment. Und der kam dann wie aus dem Nichts. Eine fast schon perfekte Flanke des fehleranfälligen Dejan Ljubicic nickte der bis dato wiederum unauffällige Tim Lemperle zur Führung ein. „Nicht jeder Kopfball von mir ist sauber, aber den treffe ich heute sehr gut“, sagte der Torschütze. „Wir haben den Gegner dann mal richtig laufen lassen und es gut über die Zeit gespielt.“ Unmittelbar vor dem Tor hatte jedoch Münster die einzige hochkarätige Chance. Symptomatisch für den Spielverlauf durch einen beeindruckenden Distanzschuss. „Da haben wir ein Stück weit Glück gehabt“, gab der Trainer zu.

Nach dem Tor hatten die Kölner ein wenig mehr Zugriff, taten auch mehr für die Offensive. Allerdings auch, weil Münster die Räume ein wenig öffnete. Doch gefährlich wurde eigentlich nur noch einmal Münster durch einen Kopfball von Joshua Mees, der Marvin Schwäbe zur einzigen Parade des Tages zwang. „Ich freue mich für die Jungs, dass wir unsere Trainingsqualität und Haltung in die Spiele reinbringen. Wir haben am Ende wieder das „zu Null“ stehen, gleichzeitig wissen wir, dass wir dranbleiben wollen“, sagte der Trainer. Nach dem dritten Liga-Erfolg in Serie ist der FC wieder dran. Vor den Samstagsspielen lag der FC sogar wieder auf dem Relegationsplatz. „Heute werde ich mal ein bisschen öfter auf die Tabelle schauen“, sagte Martel. Denn ganz plötzlich mischen die Kölner dann doch wieder im Aufstiegskampf mit. Jener Club, bei dem vor vier Wochen über den Trainer heftig diskutiert wurde. Kein Wunder also, dass Struber rein gar nichts die Laune verderben konnte.


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

Ticker zum Nachlesen

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Stimmen zum Spiel

Die FC-Einzelkritik gegen Münster: Durchwachsene Leistung – Eine Zwei, eine Fünf

Eric Martel vom 1. FC Köln
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Die FC-Einzelkritik gegen Münster: Durchwachsene Leistung – Eine Zwei, eine Fünf

Unter der Rubrik Arbeitssieg können die Geißböcke den vierten Pflichtspielerfolg in Serie verbuchen. Zur Wahrheit gehört nämlich auch, dass dem FC gerade in der Vorwärtsbewegung wenig einfiel. Eine durchwachsene Leistung der Spieler des 1. FC Köln: Die Einzelkritik gegen Münster.

So richtig überzeugen konnten die Geißböcke am 13. Spieltag der 2. Bundesliga gegen die Preußen nicht. Trotz einer insgesamt durchwachsenen Leistung gab es den nächsten Erfolg für den 1. FC Köln: Die Einzelkritik des FC gegen Münster.

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Nach dem „Wie“ wird vermutlich schon in wenigen Tagen keiner mehr fragen. Der 1. FC Köln hat die nächsten Punkte eingesammelt und den vierten Pflichtspielsieg in Serie eingefahren. Wirklich überzeugend war der Auftritt der Geißböcke aber über weite Strecken nicht. „Es war eine solide Leistung. Ich finde, wir waren sehr stabil, haben den Gegner kaum zu Chancen kommen lassen“, sagte der Trainer, musste sich aber genauso eingestehen, dass der Gegner den FC eben auch kaum zu Chancen hat kommen lassen. Köln fiel in der ersten Halbzeit so gut wie gar nichts ein. Der FC war wieder einmal in der Vorwärtsbewegung ideenlos, unkreativ und blieb unterm Strich auch ohne große Chance – mal abgesehen von dem Distanzschuss von Luca Waldschmidt wenige Minuten vor dem Seitenwechsel.

Nach dem „Wie“ fragt bald schon keiner mehr

Auf der anderen Seite ließ die Defensive der Kölner aber auch sehr wenig zu, zeigte sich stabil und solide. Mehr als der Lattentreffer von Jano ter Horst kam auch bei Münster nicht rum. Und so nutzte Tim Lemperle die erste große Chance zur Kölner Führung. Erst nach dem Treffer fanden die Kölner besser in die Begegnung, hatten mehr Zugriff, taten auch mehr für die Offensive, wirklich viel mehr Chancen erspielte sich der FC aber nicht. „Heute waren die Gegebenheiten nicht so gut, dass wir richtig groß hätten aufspielen können. Wir haben heute einen souveränen Arbeitssieg eingefahren und damit sind wir alle sehr zufrieden“, sagte der Torschütze, natürlich wissend, dass nach dem „Wie“ in wenigen Tagen keiner mehr fragen wird. Immerhin hatte Gerhard Struber auch positive Dinge gesehen: „In der zweiten Halbzeit war vieles dabei, was wir in Zukunft sehen wollen“, sagte der Coach.

Das ist dem FC gelungen, wenn auch mit einem Stück harter Arbeit. Demensprechend fallen auch nicht alle Noten gut aus.

So bewerten wir die FC-Profis gegen Münster

Marvin Schwäbe in der Einzelkritik

Musste sich im ersten Abschnitt eine Beschäftigung zum Warmhalten suchen, hatte 45 Minuten lang gar nichts zu tun. Auch nach dem Wechsel ein ruhiger Abend. Musste nach einer guten Stunde bei einem Kopfball von Mees mal abtauchen. Wäre beim Lattentreffer von ter Horst wohl chancenlos gewesen. Hielt auf der anderen Seite den Kasten zum vierten Mal in Folge sauber.

Stand in der ersten Halbzeit bei einer Flanke genau richtig, Mees lauerte schon. Sehr stabil, sehr robust – überzeugte mit einer ordentlichen Zweikampfquote (61%).

Timo Hübers Einzelkritik

Ging früh das erste Mal zu Boden. Nach dem zweiten Mal war noch ein kurzer Sprint drin. Am Ende wurde es die frühe Auswechslung.

Dominique Heintz

Wieder viele Ballkontakte, wieder viele gute Pässe, wieder viele gewonnene Zweikämpfe. Dennoch nicht so sicher wie in den vergangenen Wochen – auch nicht bei den Pässen in die Tiefe. Ging Richtung solide Leistung.

Leart Pacarada vpm 1. FC Köln

Hatte die meisten Ballkontakte, wusste damit aber nicht immer viel anzufangen. Blieb mit vielen Aktionen uneffektiv. Seine Standards kamen gefährlich in die Box, einen Abnehmer fand er aber nur selten. Leistete sich zudem einige Unkonzetriertheiten.

Eric Martel Einzelkritik

Lief ausnahmsweise nicht am meisten. Das allerdings, weil er Timo Hübers in der Abwehrzentrale vertrat. Machte dort ein sehr solides Spiel, gewann wichtige Zweikämpfe und klärte hohe Bälle. Brachte zudem starke 97 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler.

Lief neben Dejan Ljubicic am meisten, tat auch viel für den Spielaufbau. Doch der Ertrag war überschaubar. Auch ihm fehlten die Ideen im letzten Drittel.

Spulte die meisten Kilometer ab, absolvierte die meisten Sprints und bereitete schließlich auch die Kölner Führung gut vor. War aber ansonsten keine wirkliche Verstärkung auf der rechten Seite. Wirkte viel zu oft ideenlos, spielte viel zu viele Fehlpässe, auch ohne Grund ins Aus. Weiterhin weit von der Form zu Saisonbeginn entfernt.

Weit von dem Aktivposten des ersten Saisondrittels weg. Tat sich gerade im ersten Abschnitt unglaublich schwer. Symptomatisch sein seltsamer Ballverlust bei der Vier-auf-Drei-Situation in Halbzeit eins. Zeigte kurz vor dem Seitenwechsel, dass er es besser kann. Leitete das 1:0 mit ein, nachdem er zuvor den Ball eigentlich schon fahrlässig verloren hatte.

Schwache erste Halbzeit: Wenig Ballkontakte, dafür aber viele Ballverluste. Oft mit falschen Entscheidungen. Stand dann aber nach dem Wechsel dort, wo ein Stürmer stehen muss. Und da ein Stürmer an seinen Toren gemessen wird, hat er dann doch viel richtig gemacht.

Fiel nach gut 40 Minuten mit einem satten Schuss aus der Distanz erstmals auf. Und dann wieder als er einen katastrophalen Fehlpass spielt und schließlich als seine Nummer auf der Anzeigetafel zum Wechsel angezeigt wurde. Schwacher Auftritt.

Einzelkritik Olesen

Kam nach 24 Minuten für Hübers und nach 90 Minuten auf den besten Zweikampfwert des Spiels. War ruhig und konzentriert in der Defensivarbeit, uneffektiv in der Vorwärtsbewegung. Solide Leistung. Nicht mehr und nicht weniger.

In die Bewertung fließen alle Spieler mit ein, die mindestens eine halbe Stunde der regulären Spielzeit auf dem Platz standen.

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Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Spielbericht

Julian Pauli vom 1. FC Köln

Liveticker zum Nachlesen

Struber: „Auf gewissen Positionen braucht es natürlich auch ein bisschen Zufluss“

Gerhard Struber vom 1. FC Köln
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Struber: „Auf gewissen Positionen braucht es natürlich auch ein bisschen Zufluss“

Der 1. FC Köln gewann am Freitagabend im Preußenstadion 1:0 gegen Preußen Münster. Nach dem Spiel äußerten sich unter anderem Tim Lemperle und FC-Trainer Gerhard Struber vom 1. FC Köln: Die Stimmen zum Münster-Spiel.

Am Freitag fuhr der FC gegen Münster das vierte „zu Null“ in Folge ein. Das Team von Gerhard Struber ging durch einen Treffer von Tim Lemperle in Führung. Der FC steht nun auf Tabellenplatz drei. Ein wichtiger Sieg für den 1. FC Köln: Die Stimmen zum Münster-Spiel.

Es war eine solide Leistung. Ich finde, wir waren sehr stabil, haben den Gegner kaum zu Chancen kommen lassen. Es hat einen guten Schuss aus 35 Metern an die Latte gegeben, da haben wir ein Stück weit Glück gehabt. Ich finde, dass wir unser Spiel ganz stabil bestritten haben, gleichzeitig haben wir immer wieder auf unseren Moment gewartet. Dass der kommt, war klar. In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft sehr viel Kontrolle ins Spiel gebracht und aus meiner Sicht den verdienten Sieg gelandet. 

Ich freue mich für die Jungs, dass wir unsere Trainingsqualität und Haltung in die Spiele reinbringen. Wir haben am Ende wieder das „zu Null“ stehen, gleichzeitig wissen wir, dass wir dranbleiben wollen. Das war jetzt der nächste Schritt, aber auch nicht viel mehr.
 
Zu den Wintertransfers: Wir haben mehrere Dinge auf der Prioritätenliste. Ein gesunder Konkurrenzkampf facht den Wettbewerb an. Am Ende werden wir speziell eine Qualität benötigen. Da braucht es auf gewissen Positionen natürlich auch ein bisschen Zufluss. 

Zum Arbeitssieg: Am Ende zählen die Siege und wir wollen Punkte einsammeln. Jetzt haben wir uns seit einigen Wochen dazu entschieden, das in einer sehr ausbalancierten Richtung anzugehen. Es bringt uns Punkte. Es bringt uns Siege. Gleichzeitig wollen wir natürlich auch attraktiver werden. In der zweiten Halbzeit war vieles dabei, was wir in Zukunft sehen wollen. 

Gerhard Struber

Gerhard Struber vom 1. FC Köln
Gerhard Struber vom 1. FC Köln.

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Bewertet die FC-Profis

Das Wetter hat heute nicht so in die Karten gespielt, es war sehr kalt, der Platz auch nicht. In der ersten Halbzeit hatten wir riesen Probleme. Ich denke, das hat auch jeder gesehen, aber ich denke, die zweite Halbzeit war dafür umso besser, viel mehr Kontrolle – auch hinten raus. Da haben wir den Gegner dann mal richtig laufen lassen und es gut über die Zeit gespielt. 

Ich denke, ich hab die Voraussetzungen, aber ich denke, ich hab da auch ein Riesenpotenzial. Nicht jeder Kopfball von mir ist sauber, aber den treffe ich heute sehr gut. Ich bleibe auf jeden Fall weiter dran und arbeite.

Heute waren die Gegebenheiten nicht so gut, dass wir richtig groß hätten aufspielen können. Wir haben heute einen souveränen Arbeitssieg eingefahren und damit sind wir alle sehr zufrieden. 

Tim Lemperle

Da kriegst du mit der einen Chance von Köln das Tor und dann war es so, dass Köln das echt gut runter gespielt hat am Ende und wir es nicht mehr geschafft haben, uns durchzusetzen. ich fand den Schiedsrichter heute richtig bodenlos. Mich würde interessieren, wie das bewertet wird. So viele Fouls, die gegen uns nicht gepfiffen wurden.  

Münster-Coach Sascha Hildmann

Wir wussten, was auf uns zukommt. Dass das hier ein ekelhaftes Spiel sein wird. Die Wetterbedingungen, die Platzverhältnisse. Wir haben den Kampf aber gut angenommen. Das Wichtigste ist, dass wir drei Punkte holen, und das haben wir gemacht. Manchmal gibt es Situationen, in denen man strauchelt, dann musst du schauen, dass du als Mannschaft da rauskommst. Wir haben das geschafft, daher ein riesen Kompliment an die Mannschaft. Heute werde ich mal ein bisschen öfter auf die Tabelle schauen. In den letzten Wochen konnte ich das nicht so.

Eric Martel

Spielbericht FC gegen Münster

Liveticker zum Nachlesen

Lemperle entscheidet zähes Flutlichtspiel – der FC springt auf den Relegationsplatz

Tim Lemperle nach dem Tor des 1. FC Köln
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Lemperle entscheidet zähes Flutlichtspiel – der FC springt auf den Relegationsplatz

Wer hätte das vor einem Monat gedacht, der FC steht zumindest für eine Nacht nach dem 13. Spieltag der 2. Bundesliga auf dem Relegationsplatz. Der 1. FC Köln gewinnt bei Preußen Münster 1:0 und klettert in der Tabelle. Tim Lemperle avanciert mit einem schönen Kopfballtor zum Matchwinner.

Die Geißböcke können also auch nach der Länderspielpause Begegnungen für sich entscheiden. Der 1. FC Köln gewinnt bei Preußen Münster 1:0 und springt in der Tabelle auf den 3. Platz. Iin einer sehr zähen Partie taten sich die Kölner extrem schwer. Tim Lemperle nutzte die erste richtige Chance im zweiten Abschnitt zum Siegtreffer.

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FC-Trainer Gerhard Struber hatte sich vor dem Duell nicht in die Karten schauen lassen. Nach zuletzt drei Mal der gleichen Startelf stellte der Kölner Trainer auf einer Position um. Für Jan Thielmann rotierte Luca Waldschmidt in die Anfangsformation. Dejan Ljubicic startete auf der rechten Seite. „Er kann die Position auf interessante Art und Weise interpretieren, ist mit seinem Tempo unberechenbar“, sagte der Trainer unmittelbar vor der Begegnung. Diese war mit einer Viertelstunde Verspätung angepfiffen worden. Die Kölner Fans steckten im Verkehr fest. Tatsächlich hätten die Kölner Anhänger aber relativ wenig verpasst. Gerhard Struber wusste um die Schwere der Begegnung, wirklich zufrieden konnte der Trainer mit der Leistung seiner Mannschaft aber nicht sein. Die Kölner standen zunächst überraschend tief, überließen Münster das Spielgerät.

Hübers muss früh runter

Für Gefahr sorgte zunächst nur Münsters Keeper Johannes Schenk, der gleich mehrfach grundlos den Kölnern den Ball zuspielte. Doch der FC schlug kein Kapital daraus, erarbeitete sich zunächst auch keine Abschlüsse. Da Münster zwar bemüht, aber ähnlich ungefährlich war, entwickelte sich eine Begegnung ohne wirkliche Chancen. Mehr als eine missglückte Flanke von Maina sprang in der Anfangsphase nicht heraus. Für den negativen Höhepunkt der ersten 25 Minuten sorgte dann Timo Hübers unfreiwillig. Der Kölner Kapitän ging in einen Zweikampf zu Boden, wurde dann am Kopf getroffen und musste nach kurzer Behandlung vom Platz. Für den Innenverteidiger kam Sechser Mathias Olesen, Eric Martel rückte in die hinterste Kette. Am Spielverlauf änderte das aber nichts. Der FC mühte sich zwar, war aber in den von Struber erhofften „Basics“ unterlegen. Fast 60 Prozent der Zweikämpfe gingen im ersten Abschnitt an die Gastgeber. Münster hatte auch mehr Abschlüsse.

Wie bewertet ihr die FC-Profis?

Nach knapp 40 Minuten trat dann auch Waldschmidt erstmals in Erscheinung. Der Distanzschuss aus 25 Metern landete aber in den Armen von Keeper Schenk. Kurz vor der Pause jagte dann Linton Maina eine Kugel von der linken Seite ins Tor-Aus. Wirklich viel ging da von beiden Seiten nicht. Nach dem Wechsel setzte Münster direkt den ersten Warnschuss ab. Und was für einen. Jano ter Horst nahm sich aus 30 Metern ein Herz und schweißte die Kugel an die Latte. Der FC tat sich weiter schwer, traf aber. Waldschmidt schickte Maina, der spielte den Gegner an, bekam die Kugel aber wieder zurück. Der 25-Jährige legte zurück auf Ljubicic, der von der rechten Seite die Flanke in die Box brachte. Tim Lemperle stand im Zentrum komplett frei und nickte ein (51.). Und der FC setzte nach. Unter anderem fand eine Flanke von Ljubicic keinen Mitspieler.

Mees scheitert an Schwäbe

Auf der anderen Seite fand Joshua Mees den Abschluss, verfehlte das Tor aber doch deutlich (60.). Sein zweiter Versuch mit dem Kopf zwang Marvin Schwäbe zur ersten Parade (63.). Doch der FC war nun deutlich besser im Spiel, fand in der Offensive auf einmal statt – wenn auch weiterhin ohne die ganz großen Chancen. In der Defensive ließen die Kölner so gut wie nichts mehr zu. Es blieb beim verdienten 1:0-Erfolg, dem vierten Pflichtspielsieg in Folge, dem vierten ohne Gegentor. Die Kölner springen damit zumindest bis zum Samstag auf den Relegationsplatz. Wer hätte das gedacht, am kommenden Samstag kommt es zum Spitzenspiel der Kölner gegen Hannover 96.


FC: Schwäbe – Heintz, Hübers (25. Olesen), Pauli – Pacarada, Martel, Huseinbasic, Ljubicic – Lemperle (85. Downs), Waldschmidt (67. Kainz), Maina Tore: 0:1 Lemperle (51.)


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Julian Pauli vom 1. FC Köln

Ticker zum Nachlesen

Tim Lemperle vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Liveticker Preußen Münster – 1. FC Köln: Köln holt die drei Punkte durch Lemperles 1:0

Liveticker 1. FC Köln
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Liveticker Preußen Münster – 1. FC Köln: Köln holt die drei Punkte durch Lemperles 1:0

Mit drei Pflichtspielsiegen in Serie kam der FC aus der Länderspielpause. Gegen Münster legten die Geißböcke nach. Alle wichtigen Infos gibt es hier im Liveticker der Begegnung des SC Preußen Münster gegen den 1. FC Köln.

Das letzte Drittel der Hinrunde begann für den FC am Freitagabend mit dem Flutlichtspiel gegen Münster im altehrwürdigen Preußenstadion. Das Ziel der Kölner: Den Anschluss an die Aufstiegsplätze bis zur Winterpause zu sichern. Die Voraussetzungen hatte der FC mit zuletzt zwei Siegen in der Liga geschaffen. Allerdings waren die Erinnerungen an die vergangenen Begegnungen nach der letzten Länderspielpause noch frisch. 1:5 gegen Darmstadt, 1:2 gegen Paderborn. Doch der FC legte mit einem müden 1:0 nach. Alle wichtigen Infos gibt es hier im Liveticker der Begegnung des SC Preußen Münster gegen den 1. FC Köln.

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Die Begegnung ist mittlerweile beendet. Den Spielbericht gibt es hier.

Match Score
Preußen Münster
Position: 15
Matchday 12 (1st Leg) |Fri, Nov 22, 2024 | 6:30 PM
0:1
Preußenstadion
Referee: Felix Prigan
1. FC Köln
Position: 1
Match Timeline
Etienne Amenyido
Yellow Card
90
+5
87
Damion Downs (Tim Lemperle)
Substitution
Jakob Korte
Yellow Card
77
Etienne Amenyido (Charalambos Makridis)
Substitution
77
Jakob Korte (Rico Preißinger)
Substitution
70
Marc Lorenz (Yassine Bouchama)
Substitution
70
67
Florian Kainz (Luca Waldschmidt)
Substitution
54
Leart Paçarada
Yellow Card
51
Tim Lemperle
Goal
Rico Preißinger
Yellow Card
27
25
Mathias Olesen (Timo Hübers)
Substitution
Match Commentary
90′ + 7′
Da wurde es nochmal hitzig zum Ende. Somit kommt es in der kommenden Woche zum Spitzenspiel gegen Hannover – erstaunlich. Bis dahin: Maat et joot! Doch wirklich gefährlich war da auch nichts mehr. Die Kölner gewinnen zum vierten Mal in Folge, zum vierten Mal ohne Gegentor und springen auf den Relegationsplatz. Allerdings war es über weite Strecken eine sehr zähe Begegnung. Die erste dicke Chance führte zum Sieg der Kölner.
90′ + 5′
Yellow Card
Yellow Card for Preußen Münster
Etienne Amenyido
Gelb wegen Unsportlichkeit
90′ + 4′
Für Heintz geht es weiter. Jetzt müssen die Kölner doch nochmal zittern. Pacarada rettet nach einem weiten Einwurf.
90′ + 3′
Der FC verteidigt nun im Sechszehner, doch Heintz bleibt nach seiner Aktion liegen.
90′
5 Minuten Nachspielzeit.
89′
Mit dem vierten Pflichtspielsieg in Folge könnte der FC auf dem dritten Tabellenplatz stehen.
87′
Für Kainz geht es weiter. Mark Uth hatte sich da schon bereit gemacht.
87′
Substitution
Damion Downs
For Tim Lemperle
Der Torschütze geht – Damion Downs kommt für die Kölner.
85′
Oh bitte nicht. Kainz bleibt da nach einem Passversuch auf dem Boden liegen. Ohne Fremdeinwirkung wohlgemerkt.
83′
Olesen versucht es noch mal aus 15 Metern. Da fehlte aber Präzision und Druck. Kein Problem für Schenk.
81′
Der FC hat das im Griff. Es ist aber nach wie vor kein Leckerbissen.
78′
Den Freistoß bringt Pacarada scharf vor das Tor. Die Kugel wird geklärt, landet dann bei Olesen. Doch der Versuch wird geblockt.
77′
Yellow Card
Yellow Card for Preußen Münster
Jakob Korte
Pacarada treibt den Ball durch das Zentrum und wird dann gelegt.
77′
Substitution
Etienne Amenyido
For Charalambos Makridis
Wechsel bei Münster.
76′
Kainz im Sechzehner mit schöner Einzelaktion, vertändelt dann aber den Ball.
70′
Substitution
Jakob Korte
For Rico Preißinger
Doppelwechsel.
70′
Substitution
Marc Lorenz
For Yassine Bouchama
Münster wechselt.
70′
Der FC ist nun deutlich besser im Spiel. Gut ist es nach wie vor nicht.
67′
Nach einem Steckpass kommt Maina an den Ball, braucht aber zu lange.
67′
Substitution
Florian Kainz
For Luca Waldschmidt
Kainz kommt für Waldschmidt, Der ÖSterreicher war zuletzt richtig gut drauf.
63′
Schwäbe muss das erste Mal richtig zugreifen. Nach einer Flanke von der rechten Seite kommt Mees frei zum Kopfball.
61′
Lemperle kommt erneut im Strafraum zum Kopfball. Der ist aber nicht gefährlich.
60′
Mees hat da viel zu viel Platz und kann von der Strafraumgrenze abziehen. Der rauscht deutlich am Tor vorbei.
56′
Ljubicic ist auf der rechten Seite durch und kann die Flanke bringen. Da ist aber keiner. Da war viel mehr drin gewesen.
54′
Yellow Card
Yellow Card for 1. FC Köln
Leart Paçarada
Gelb wegen Spielverzögerung.
53′
Sind wir ehrlich: Das ist schon mehr als glücklich. Aber wer fragt am Ende danach.
51′
0:1
Goal for 1. FC Köln
Tim Lemperle
Lemperle! Und da passt es, dass das Tor aus dem Nichts fällt. Mainas Ball von der Grundlinie ist eigentlich geklärt. Doch der Ball kommt zurück. Maina passt auf Ljubicic, der von der rechten Seite die Flanke bringt. Lemperle steht in der Box frei und trifft mit dem Kopf.
49′
Der FC tut sich mit Ball sehr sehr schwer. Sehr!
46′
Wow. Was für ein Start. Ter Horst nimmt sich aus 30 Metern ein Herz und knallt den Ball an die Latte. Da hätte Schwäbe nicht den Hauch einer Chance gehabt.
46′
Weiter geht's
45′ + 4′
Halbzeit in Münster… Viel war das nicht. Der xGoals-Wert liegt bei 0,1 Preußen und 0,2 Köln. Das sagt alles. Hoffentlich hören wir nachher nichts von irgendwelchen Basics, die gestimmt haben…
45′
Drei Minuten Nachspielzeit werden angezeigt. Das kann nur an der Verletzung von Hübers liegen. Einen anderen Grund gibt es nicht!
44′
Und wieder so eine seltsame Unsicherheit des Torwarts. Schenk haut den Ball ohne Not ins Aus.
41′
Pacarada bringt von der rechten Seite eine Ecke. Die kommt auch scharf vor die Box, aber Schenk ist wieder da.
39′
Oh, Waldschmidt spielt auch mit. Der Angreifer zieht aus 25 Metern ab. Kein Problem für Schenk. Dennoch die beste Kölner Chance.
36′
Der FC Mal mit einer Vier-auf-Drei-Situation. Lemperle spielt den Ball raus auf Maina und der gibt die Kugel wieder her.
34′
Münster holt die nächste Ecke raus. Die klärt Martel souverän.
31′
Es ist also die erwartet schwere Aufgabe für die Kölner. Bislang kommt der FC auf zwei Torschüsse. Laut Statistik. Münster auf vier.
29′
Pacarada bringt von der rechten Seite Mal einen Freistoß Richtung Tor. Da ist aber kein Kölner in der Nähe. Kein Problem für Schenk.
27′
Yellow Card
Yellow Card for Preußen Münster
Rico Preißinger
Preißinger räumt da im Zentrum Olesen ab und sieht den gelben Karton.
25′
Substitution
Mathias Olesen
For Timo Hübers
Der Kapitän sah schon sehr mitgenommen aus. Martel geht zurück in die Innenverteidigung.
24′
Hübers ist raus. Da geht nichts mehr. Es kommt Olesen. Nicht Bakatukanda?
22′
Der Abwehrspieler steht wieder. Das hat aber ganz schön gescheppert.
20′
Hübers liegt zum zweiten Mal schon am Boden.
19′
Das ist schon sehr viel Magerkost…
18′
Maina setzt sich mal auf der linken Seite durch und bringt die Flanke Richtung zweiter Pfosten. Da steht nur keiner.
17′
Beide Trainer haben angedeutet, dass das hier nicht der große Leckerbissen werden wird… Ja, das stimmt!
14′
Eieiei… da kommt die Kölner Hintermannschaft aber heftig ins Schwimmen. Gleich mehrfach kann Münster sich den Ball da in der Box zuspielen. Immer wird irgendwie geblockt. Sicher wirkt das wirklich nicht.
13′
Heintz langt da mal heftig zu. Vielleicht mal ein Zeichen…
10′
Münster lässt den Ball in der Anfangsphase schön laufen. Kommt schon auf rund 70 Prozent Ballbesitz.
8′
Aktuell stehen die Kölner da schon sehr tief. Das überrascht ein wenig.
7′
Pauli muss da zum ersten Mal bei einer Flanke von Hendrix eingreifen. Da stand Mees ziemlich blank. Der junge Innenverteidiger macht das gut.
5′
Wieder spielt Schenk das nicht sauber da hinten. Der junge Keeper ist sichtbar nervös. Kapital können die Kölner noch nicht daraus schlagen.
3′
Münster mit der ersten Ecke. Da kommt Frenkert fast ran. Aber eben nur fast.
2′
Preußen-Keeper Schenk macht es ohne Not zwei Mal sehr spannend und lädt die Kölner ein. Der zweite Fehlpass landet über Umwege bei Martel, der aber zu zentral abzieht.
1′
Der Ball rollt. Der FC spielt natürlich in Rot und hat Anstoß.
Starting Lineup: 3-4-3
1
Schwäbe
24
Pauli
4
Hübers
25
Substitution
Timo Hübers
Mathias Olesen
3
Heintz
17
Paçarada
54
Yellow Card
Leart Paçarada
6
Martel
8
Huseinbašić
7
Ljubičić
37
Maina
9
Waldschmidt
67
Substitution
Luca Waldschmidt
Florian Kainz
19
Lemperle
51
Goal
Tim Lemperle
87
Substitution
Tim Lemperle
Damion Downs
Substitutes
40
Jonas Urbig
TW
13
Mark Uth
ST
29
Jan Thielmann
RM
42
Damion Downs
87
Substitution
Tim Lemperle
Damion Downs
ST
38
Elias Bakatukanda
IV
47
Mathias Olesen
25
Substitution
Timo Hübers
Mathias Olesen
ZM
16
Marvin Obuz
RM
11
Florian Kainz
67
Substitution
Luca Waldschmidt
Florian Kainz
OM
35
Max Finkgräfe
LV
Starting Lineup: 4-4-2
1
Schenk
2
Kirkeskov
29
Frenkert
24
Koulis
27
ter Horst
14
Makridis
77
Substitution
Charalambos Makridis
Etienne Amenyido
21
Preißinger
27
Yellow Card
Rico Preißinger
70
Substitution
Rico Preißinger
Jakob Korte
20
Hendrix
5
Bouchama
70
Substitution
Yassine Bouchama
Marc Lorenz
28
Németh
8
Mees
Substitutes
26
Morten Behrens
TW
15
Simon Scherder
IV
16
Torge Paetow
IV
18
Marc Lorenz
70
Substitution
Yassine Bouchama
Marc Lorenz
LM
22
Dominik Schad
RV
11
Thorben Deters
OM
32
Luca Bazzoli
DM
39
Jakob Korte
77
Yellow Card
Jakob Korte
70
Substitution
Rico Preißinger
Jakob Korte
DM
30
Etienne Amenyido
90
+5
Yellow Card
Etienne Amenyido
77
Substitution
Charalambos Makridis
Etienne Amenyido
ST

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Keller bremst Transfer-Euphorie

Thielmann bekommt Konkurrenz

Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Preußen Münster

Jan Thielmann und die Spieler des 1. FC Köln nach dem 1:0
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Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Preußen Münster

Nach den drei Pflichtspielerfolgen vor der Länderspielpause steht für den FC am Freitagabend die Begegnung mit dem Tabellensechzehnten auf dem Programm. Der 1. FC Köln ist zu Gast bei Preußen Münster. Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Münster.

Die meisten Einsätze, der höchste Sieg, die bitterste Niederlage – und wer hat nochmal die meisten Tore gegen die Preußen geschossen? Zahlen und Fakten zum FC-Spiel gegen Münster.

Jan Thielmann und die Spieler des 1. FC Köln nach dem 1:0
Die Spieler des 1. FC Köln.

Wie lautet die Bilanz zwischen dem 1. FC Köln und Preußen Münster?

Die beiden Teams gehören zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga. Dabei ist Preußen Münster die einzige Mannschaft, die nur im Premierenjahr erstklassig war. In der Bundesliga trafen die beiden Clubs dementsprechend zwei Mal aufeinander. Der FC gewann beide Begegnungen. Das Hinspiel 3:0, das Rückspiel mit 2:0. Sechs Jahrzehnte später kommt es erst zum nächsten Pflichtspiel-Duell. Die Paarung hat es auch nie im DFB-Pokal gegeben. Allerdings spielten die Mannschaften schon in der Oberliga 24 Mal gegeneinander. Dort gewann Köln acht Begegnungen und verlor sechs Spiele.

Wer zeigt die Begegnung des 1. FC Köln bei Preußen Münster?

Die Begegnung am Freitag wird um 18.30 Uhr angepfiffen. Das Duell wird dementsprechend auf Sky übertragen. Die Berichterstattung beginnt bereits um 18 Uhr. Ebenso kann die Begegnung auch über SkyGO und onefootball im Stream oder im Liveticker bei come-on-fc.com verfolgt werden.

Wann gelang dem 1. FC Köln der höchste Sieg gegen die Preußen?

1954 setzte sich der FC in der Oberliga mit 8:1 durch. Hans Schäfer erzielte drei Tore, Josef Röhrig und Georg Stollenwerk jeweils einen Doppelpack. Berthold Nordmann hatte den FC in Führung gebracht. 1957 gab es noch einmal ein 5:0. In der Bundesliga war das 3:0 1963 der höchste Erfolg.

Wann kassierte der FC die höchste Niederlage gegen Münster?

Die höchste Niederlage kassierten die Kölner ebenfalls in der Oberliga West. 1951 gab es in Köln eine 0:4-Klatsche. Doppeltorschütze war Adi Preißler, der den Satz prägte: „Grau is’ im Leben alle Theorie – aber entscheidend is’ auf’m Platz.“

Wer erzielte die meisten FC-Tore gegen Münster? Wer kommt auf die meisten Einsätze?

Der erfolgreichste Torschütze gegen die Preußen war im Kölner Dress Hans Schäfer. Die FC-Legende erzielte ganze 17 Tore gegen Münster. Christian und Walter Müller kamen jeweils auf fünf Treffer. Schäfer spielte auch am häufigsten gegen Münster. 19 Mal stand die Ikone gegen die Adler auf dem Platz.

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Premiere unter Neuling Felix Prigan – der sorgte im September für Unverständnis

Felix Prigan pfeift die Begegnung des 1. FC Köln
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Premiere unter Neuling Felix Prigan – der sorgte im September für Unverständnis

Schiedsrichter Felix Prigan pfeift am Freitag die Begegnung des 1. FC Köln bei Preußen Münster. Der Unparteiische hat noch nie ein Pflichtspiel der Kölner geleitet und ist erst in diesem Jahr in die 2. Bundesliga aufgestiegen.

Mehr als sechs Jahrzehnte ist der letzte Pflichtspiel-Auftritt der Geißböcke im Preußenstadion her. In den 50ern sahen sich die Teams öfter. Noch keine Erfahrungswerte gibt es für den FC mit dem Schiedsrichter der Begegnung: Felix Prigan pfeift am Freitag die Begegnung des 1. FC Köln bei Preußen Münster

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Für den 1. FC Köln steht am Abend nach mehr als sechs Jahrzehnten die Rückkehr ins Preußenstadion auf dem Programm. 60 Jahre lang haben sich die Teams zumindest in einem Pflichtspiel nicht mehr gegenüber gestanden. Nach der gemeinsamen ersten Bundesliga-Saison gingen die Wege dann doch sehr weit auseinander. Zu einer Premiere kommt es für die Kölner allerdings bei der Leitung der Begegnung. Schiedsrichter Felix Prigan ist am Abend der Unparteiische im Duell der Geißböcke bei Preußen Münster. Bislang hat der Baden-Württemberger noch kein Spiel der Kölner gepfiffen. Das ist auch nicht sonderlich erstaunlich, Prigan ist erst in diesem Sommer in die 2. Bundesliga aufgestiegen und kommt bislang auf vier Einsätze in der zweiten höchsten Spielklasse, Bundesliga hat der Schiedsrichter noch gar nicht gepfiffen.

Einmal Schiedsrichter einer Begegnung von Preußen Münster

Prigan leitete allerdings bereits eine Begegnung des Kölner Gegners. Anfang des Jahres pfiff der Referee die Partie des FC Ingolstadt gegen Preußen Münster. Die Begegnung endete 1:1. Bei seinen 17 Einsätzen im deutschen Profifußball zeigte der Schiedsrichter bereits beachtliche 67 Gelbe karten, dazu zwei Mal die Ampelkarte und ein Mal glatt Rot. Zudem entschied Prigan sechs Mal auf Elfmeter. Der 25-Jährige gilt als großes Schiedsrichter-Talent, stieg sehr schnell in die 2. Bundesliga auf. Bei der Premiere Anfang der Spielzeit zeigte der Schiedsrichter auch eine gute Leistung. Im Duell des SV Darmstadt gegen Eintracht Braunschweig im September machte sich Prigan aber nicht nur Freunde. Nach einem Zusammenprall war Braunschweigs Sven Köhler liegengeblieben und hatte sich an die Kehle gegriffen. Der Schiedsrichter ließ weiterspielen.

Während die Ärzte der Eintracht „unerlaubt“ den Platz betraten und sich um den Spieler kümmerten, erzielte Sergio Lopez die Darmstädter Führung. Das Weiterspielen sowie der Treffer waren absolut regelkonform, die Entstehung sorgte dennoch für Unverständnis und letztlich bei Braunschweigs Coach Daniel Scherning für den Platzverweis, da der Trainer das Spielfeld betrat. Ob der Schiedsrichter seine Karten-Bilanz am Abend in die Höhe schraubt, ist gut möglich. Beide Teams erwarten eine körperbetonte, eine aggressive Begegnung. Allerdings liegen sowohl Köln als auch Münster in der Fairnesstabelle mit den Plätzen drei und vier recht weit oben.


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Ivan Prtajin von Union Berlin

Transfergerüchte

Spieler des 1. FC Köln freuen sich.

Jahresfinale

Gibt es Rückkehrer? Eine Überraschung auf den Außen? So könnte der FC gegen Münster starten

Gerhard Struber beim Training des 1. FC Köln
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Gibt es Rückkehrer? Eine Überraschung auf den Außen? So könnte der FC gegen Münster starten

Am Freitagabend ist der FC zu Gast im Preußenstadion. Nach den drei jüngsten Pflichtspielerfolgen bleibt Gerhard Struber sicherlich bei der Dreierkette. Aber gibt es personelle Veränderungen beim 1. FC Köln: So könnte der FC gegen Münster starten.

Nach den drei Siegen vor der Länderspielpause ist ein wenig Ruhe beim FC eingekehrt. Doch nicht alle Mannschaftsteile überzeugten vollends. Doch die Errinnerung an das erste Spiel nach der letzten Unterbrechung ist keine gute, der FC verlor 1:5 gegen Darmstadt. Gerhard Struber sieht sich gewappnet beim 1. FC Köln: So könnte der FC gegen Münster starten.

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So wirklich will sich Gerhard Struber beim 1. FC Köln nicht in die Karten schauen lassen. Während Ex-Trainer Steffen Baumgart der Meinung war, der Gegner müsse sich per se auf Köln einstellen und die Bekanntgabe der Aufstellung mache für ihn daher überhaupt kein Unterschied, scheint sein Nach-Nachfolger auch ein wenig auf den Überraschungsmoment zu setzen. Auch, wenn der sich in der jüngeren Vergangenheit dann doch in Grenzen hielt. Drei Mal in Folge setzte der Kölner Coach zuletzt auf dieselbe Startelf – das erste Mal seit mehr als fünf Jahren. Die Erfolgsserie gibt dem Coach und dieser Maßnahme recht. Und so könnte es im Duell gegen Münster am Abend sogar ein viertes Mal die gleiche Anfangsformation geben. Könnte, das ist aber sicher kein Muss.

Was ist mit Dejan Ljubicic?

Zum einen ist es nicht ausgeschlossen, dass Struber gegen das Keller-Kind eine offensivere Variante wählt, zum anderen drängen aber gleich einige Spieler immer mehr in die Startelf. So war der Österreicher gerade bei seinem Landsmann Florian Kainz zuletzt voll des Lobes. „Er ist einfach ein Spieler, der viel Erfahrung und viel Qualität mitbringt, speziell, wenn es um Ballbesitzphasen geht, wenn der Raum enger wird, weil er viele Lösungen und Spielwitz hat. Er bringt eine hohe Spielintelligenz mit. Das ist für uns sehr spannend“, sagte Struber, bremste aber gleich auch wieder ein wenig: „Gleichzeitig gibt es aber auch viele Jungs, die es in den letzten Wochen sehr ordentlich gemacht haben. Es ist tatsächlich ein Stückweit auf Augenhöhe.“ Gut möglich, dass Denis Huseinbasic zunächst aus der Mannschaft rotiert.

Lobende Worte fand der Coach auch für Rasmus Carstensen und Marvin Obuz. Gerade bei Obuz sprach Struber davon, dass das Kölner Eigengewächs vor dem Sprung in die Mannschaft stehe. Möglicherweise erhält der gebürtige Kölner gegen Münster die Chance, sich zu beweisen. Vielleicht auch, um Argumente für eine weitere Leihe und damit eine Vertragsverlängerung zu sammeln. Wie die „WAZ“ berichtet, ist Rot-Weiss Essen an einer Verpflichtung des Offensivspielers interessiert. Ob Obuz von Beginn an spielt, ist offen. Dann würde wohl Jan Thielmann auf die Bank rotieren. Der 22-Jährige erlebte eine eher enttäuschende Woche bei der U21. Thielmann wurde in beiden Länderspielen erst im zweiten Abschnitt eingewechselt. Auf der linken Seite wird wohl Leart Pacarada spielen. Der Linksverteidiger hatte sich gegen Fürth verletzt und damit die Chancen für Max Finkgräfe erhöht. Doch Pacarada ist rechtzeitig fit geworden.

Das Spiel gibt es auch im Liveticker auf come-on-fc.com. Der Ticker startet mit der Vorberichterstattung bereits um 17:15 Uhr.

1. FC Köln: So könnte der FC gegen Münster starten


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Spieler des 1. FC Köln freuen sich.

Transfergerüchte

Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Ein Luxusproblem?

Mit Aggressivität und Körperlichkeit in den Charaktertest

Leart Pacarada vom 1. FC Köln.
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Mit Aggressivität und Körperlichkeit in den Charaktertest

Für den FC steht am Freitagabend das Flutlichtspiel im Preußenstadion an. Zum ersten Mal seit 60 Jahren treffen die Teams wieder aufeinander. Auch, wenn die Teams mit unterschiedlichen Vorzeichen in das Spiel starten, wird es für den FC keine leichte Aufgabe. So könnte der 1. FC Köln gegen Münster punkten.

Mit der Begegnung gegen Preußen Münster kehren die Kölner aus der Länderspielpause zurück. Nach zuletzt drei Pflichtspielsiegen in Folge, will der FC nachlegen. Ein Selbstläufer wird das gegen einen ambitionierten Gegner aber nicht. So könnte der 1. FC Köln gegen Münster punkten.

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Mehr als 60 Jahre sind seit dem letzten Aufeinandertreffen vergangen, wenn es am Freitagabend zum Traditionsduell zwischen dem SC Preußen Münster und dem 1. FC Köln in der 2. Bundesliga kommt. Wobei sich der Begriff der Tradition eher auf die Wertigkeit und die Historie der Vereine und nicht so richtig auf die Anzahl oder Qualität des Duells an sich bezieht. Denn die Begegnung zwischen den beiden Gründungsmitgliedern der Bundesliga hat es eben in jener genau zwei Mal gegeben – und beide dann zwangsläufig in der Premieren-Spielzeit 63/64. In Köln gewann der FC im Oktober 63 nach Toren von Christian Müller und Wolfgang Overath sowie einem Eigentor 3:0, das Rückspiel gewannen die Kölner ein halbes Jahr später durch einen Doppelpack. Karl-Heintz Thielen war beim 2:0-Erfolg gleich zwei Mal zur Stelle. Zuvor gab es in der Oberliga die Partie bereits 24 Mal.

Preußen Münster hat sich einigermaßen stabilisiert

Der Ausgang der damaligen Bundesliga-Saison ist bekannt: Der FC holte sich die Meisterschaft, Münster stieg ab und beide Teams stellten damit die Weichen für die mittelfristige Zukunft. Sechs Jahrzehnte später führen die Wege im Preußenstadion wieder zusammen. Beim FC führte dieser über so manche Titel, Europapokal-Teilnahmen, Nationalspieler, aber eben auch Abstiege ins Liga-Unterhaus so wie aktuell. Bei den Preußen war viel 2. und 3., schließlich aber auch Regionalliga, aus der dann der Durchmarsch in die 2. Bundesliga gelang, dabei. Und dort ist das Team laut FC-Trainer Gerhard Struber nun auch „angekommen“. Nach holprigem Saisonauftakt mit einem Punkt aus fünf Spielen hat sich die Mannschaft einigermaßen stabilisiert. „Preußen Münster hat in den letzten Wochen unter Beweis gestellt, dass es ein sehr kompaktes Team ist, dass sehr einfach Fußball spielt und weiß, was es kann und was es weniger gut kann“, sagte Struber am Mittwoch.

Tatsächlich belegen die Münsteraner nun den 16. Tabellenplatz mit immerhin elf Zählern. Das ist immer noch nicht viel, doch der Blick auf die Gegner zeigt, dass Preußen durchaus weiß, wie sie vermeintlichen Topfavoriten wehtun können. Münster punktete gegen Hannover, Paderborn und Karlsruhe, sackte sogar drei Zähler gegen Düsseldorf ein. Gegen Teams aus der Top-5 gab es nur eine Niederlage gegen den Hamburger SV, wenn auch eine deutliche. „Es ist eine Mannschaft, die zu Hause in dieser Atmosphäre eine besondere Power entwickelt“, sagt der Kölner Trainer. „Es braucht eine mentale Haltung, eine Aggressivität, eine Körperlichkeit, um sich da reinzuarbeiten. Und dann wollen wir über unsere Art und Weise, das Spiel in die Hand nehmen. Es wird ein Spiel, das mit Kampf verbunden ist und den müssen wir auf den Platz bringen.“

Zweikampfhärte, aber nicht unfair

Der FC erwartet also ein Kampfspiel. Das hatte auch Leart Pacarada schon unter der Woche angekündigt und die Begegnung als Charaktertest ausgemacht. Tatsächlich könnte das Duell den Kölnern sogar liegen. Zwar spielen die Preußen nach der Statistik wirklich sehr körperbetont, doch der FC ist keinen oder nur einen kleinen Deut besser. Die Teams liegen auf den Rängen vier und fünf der meistgeführten Zweikämpfe der Liga. Beide gewinnen davon etwas weniger als die Hälfte. Münster spielte bislang 150 Fouls, der FC 143. Dabei kassierten die Geißböcke 29 Gelbe Karten, die Preußen 27. Interessant ist aber, dass Münster in der Liga die meisten Gegentore durch Kopfbälle kassiert hat, die Kölner Offensive die meisten Kopfbälle aufs gegnerische Tor bringt. Dementsprechend anfällig ist Münster bei Flanken, der FC schlägt nach wie vor noch recht viele (Rang drei).

Münster ist aber alles andere als Toranfällig – zumindest für ein Kellerkind. Die Preußen kassierten bislang 19 Gegentreffer, damit gibt es nur drei Mannschaften in der unteren Tabellenhälfte, die den Ball seltener aus dem Netz holen mussten. Auch die Geißböcke haben mehr Gegentore auf dem Konto. Die Offensive ist dagegen alles andere als beeindruckend. Erst 15 Tore hat Münster geschossen, Top-Torjäger ist Joshua Mees mit drei Toren. Struber wird gegen die Preußen erstmals so gut wie der komplette Kader zur Verfügung stehen. Bis auf Jacob Christensen ist der FC komplett. Wie der Trainer es taktisch angehen wird, ließ Struber offen. Dreier- oder Viererkette? Man werde von beidem etwas am Freitag sehen, sagte der Coach. Für die Preußen geht es indes darum, alles daran zu setzen, dass es keine weiteren sechs Jahrzehnte dauern wird, bis der FC wieder im Preußenstadion zu Gast ist.


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Marvin Obuz vom 1. FC Köln

Transfergerüchte

Kainz winkt Startelf

In Topform und dennoch droht zunächst die Bank

Damion Downs jubelt nach dem Tor gegen Magdeburg.
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In Topform und dennoch droht zunächst die Bank

Mit seinen beiden Treffern gegen die U20 der Türkei hat Damion Downs einmal mehr seine starke Form unter Beweis gestellt. Und dennoch ist das kein Garant für mehr Einsatzzeit beim 1. FC Köln: Damion Downs droht erneut die Bank.

Mit seinen beiden Toren avancierte der Angreifer der Geißböcke bei der U20 gegen die Türkei zum Matchwinner. Anders ist die Situation beim 1. FC Köln: Damion Downs droht im Duell gegen Preußen Münster zunächst erneut die Bank.

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Die beiden Treffer waren keine technischen Kunststücke, keine strammen Distanzschüsse der Marke Traumtor, für einen Profi sicher nicht sonderlich anspruchsvoll – und doch untermauerte Damion Downs am Dienstagabend einmal mehr seine aktuelle Form. Der Angreifer des 1. FC Köln performte auch im Trikot der deutschen U20, erzielte beim hochverdienten 2:0-Erfolg der DFB-Auswahl über die Türkei beide Tore. Das erste sogar nach Vorarbeit von Julian Pauli, Max Finkgräfe hatte den Treffer mit einer Ecke eingeleitet. Der Angreifer des 1. FC Köln gab bei der Mannschaft von Bundestrainer Hannes Wolf in jedem Fall eine starke Bewerbung ab. Einmal für die weiteren Einsätze im DFB-Dress im März, natürlich auch für mehr Einsatzzeit beim FC. Denn da sammelte der 20-Jährige vorrangig Minuten auf der Bank. Gegen Hertha waren es noch 22, gegen Greuther Fürth offiziell sechs, allerdings keine ganz unbedeutenden.

Struber: „Wir wissen aber, was wir an ihm haben“

Immerhin erzielte der Stürmer eben in bester Stürmermanier den späten Treffer zum 1:0-Erfolg über die Mittelfranken. Welchen Wert der Stürmer hat, zeigt alleine die Statistik von fünf Treffern und einer Vorlage und Downs ist neben Tim Lemperle und Linton Maina ein weiterer Topscorer der Kölner. Mit seinen zwei Toren gegen die Türkei untermauerte der Angreifer seine Form und seine Ansprüche. „Der Damion ist natürlich auch ein Kandidat für die Startelf. Das hat er oft genug bewiesen“, sagte Struber am Mittwoch. Nur, dass Downs aktuell „nur“ noch Joker und wohl das größte Opfer der Systemumstellung bei den Geißböcken ist. Der Angreifer fehlte krank, als Struber die Mannschaft umbaute. Nun gibt es einen Offensivplatz weniger: Und da hat es eben Downs getroffen.

Und da der FC zuletzt drei Mal in Serie mit dem neuen System punktete, gibt es zumindest von den Ergebnissen her keinen Grund, das Team großartig umzubauen – auch, wenn Downs am dritten Erfolg eben maßgeblichen Anteil hatte. „Es ist gefühlt sein erstes richtiges Profijahr, in dem er in die Rolle des Stammspielers eintaucht“, sagte Struber. Zwar gab Downs bereits im Vorjahr sein Debüt, durchsetzen konnte er sich nicht. „Jetzt kommt er vielleicht ein Stück weit mehr von der Bank. Wir wissen aber, was wir an ihm haben“, sagt Struber. Und dennoch stehen die Chancen eher gering, dass der Angreifer wieder zurück in die Anfangsformation kehrt – unabhängig der Treffer gegen die Türkei. „Dass er in der U-Nationalmannschaft Tore schießt, überrascht uns gar nicht“, sagt Struber. „Wir wissen, was wir an ihm haben.“

Struber: „Wir wollen ihn weiterentwickeln“

Das steht wohl außer Frage. Der Kölner Trainer muss wichtige Kader-Entscheidungen treffen und gerade in der Offensive hat Köln aktuell ein gewisses Übergewicht. Spieler wie Luca Waldschmidt, Florian Kainz oder Mark Uth werden wohl ebenfalls zunächst auf der Bank sitzen. Downs soll die Zukunft gehören. „Wir wissen, dass er ein Paket mitbringt, dass für den FC in Zukunft noch richtig spannend werden kann. Werden kann und nicht muss. Denn auch Downs ist einer der zahlreichen Kölner Spieler, die als großes Talent gelten, deren Arbeitspapiere aber entweder im kommenden oder wie im Falle des Angreifers im Sommer 26 auslaufen. Ein weiterer Fall, der zeigt, in welchem Vertrags-Dilemma sich die Kölner als Ausbildungsclub bei einigen Talenten befinden. „Wir wollen ihn weiterentwickeln“, sagt Struber. Und das sicher auch mittelfristig.

Eine Vertragsverlängerung ist daher natürlich im Sinne des Vereins. Denn sollte sich der Stürmer gegen den Verbleib beim FC entschließen, wird er nur noch im kommenden Sommer eine Ablöse einbringen. Und ähnlich wie bei anderen Talenten ist Einsatzzeit sicherlich eine gute Basis für Vertragsgespräche. Eine gewisse Perspektive Richtung Bundesliga eine weitere. Dazu wollen die Kölner einen Stürmer im Winter verpflichten. Im Idealfall einen, der den Geißböcken natürlich auch direkt weiterhelfen kann. Das würde dann aber ebenfalls die Position von Damion Downs betreffen – und nicht unbedingt stärken.


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Restprogramm

Spieler des 1. FC Köln freuen sich.

Das sagt Struber zu Lemperle